BZ-Home     Kultur aktuell Sonderseiten Kultur



BZ-Sitemap

Kultur-Sitemap
Archiv

Jan - März

April - Juni

2012

 

Archiv 2011


Veranstaltungen
Was-Wann-Wo

Bunte Tupfer für DU

Impressionen
Buch-Besprechungen

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






 
LehmbruckMuseum: "4 Künstler - 4 Räume": Arbeiten von Feldmann, Götz, Piene und Ruthenbeck
Lesung aus dem Buch „Ostjuden - Bürger, Kleinbürger, Proletarier“

LehmbruckMuseum: "4 Künstler - 4 Räume": Arbeiten von Feldmann, Götz, Piene und Ruthenbeck

Duisburg, 21. Februar 2012 - Hans-Peter Feldmann (*1941), Karl Otto Götz (*1914), Otto Piene (*1928) und Reiner Ruthenbeck (*1937) - vier Künstler, deren Namen für eigenständige skulpturale Positionen stehen. Das LehmbruckMuseum widmet nun jedem dieser Künstler einen eigenen Raum und fasst diese unter dem Titel "4 Künstler - 4 Räume / Geschenkt - Geliehen" zusammen. Der Anlass: Von jedem dieser Protagonisten ist dem Museum in den vergangenen Jahren ein Konvolut von Werken geschenkt worden, das der Öffentlichkeit nun in jeweils einer eigenen Präsentation vorgestellt wird. Ergänzt werden die Räume durch Leihgaben aus Privatbesitz. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 23. Februar, im Rahmen der plastikBAR und in Anwesenheit von Reiner Ruthenbeck und Hans-Peter Feldmann.
Feldmanns Arbeiten wie der überdimensionale David, der vor dem LehmbruckMuseum im Kant-Park steht, und weitere bunt gefasste Antikenkopien werden in der Präsentation ergänzt durch seine seltenen Künstlerbücher, die der in Düsseldorf geborene Künstler in den 1970er Jahren angefertigt hat. In ihnen wird eine Karriere nachvollziehbar, die nach einer Schaffenspause in den 1980er und 1990er Jahren erst in den vergangenen 15 Jahren zum internationalen Durchbruch geführt hat. So erhielt Feldmann seit 2001 Einzelausstellungen unter anderem im Museum am Ostwall in Dortmund, der Pinakothek der Moderne in München oder dem Guggenheim Museum in New York.

Im Zentrum der Präsentation von Otto Piene stehen seine "Fleurs du Mal", die "Blumen des Bösen". Diese sich aufplusternden und wieder in sich zusammenfallenden skulpturalen Arbeiten des in Laasphe geborenen ZERO-Künstlers ergänzen seine jüngsten Arbeiten - Keramiken und Reliefs -, halbastrakte Werke, die an Pienes Œuvre der 1950er und 1960er Jahre erinnern.
Karl Otto Götz' Präsentation konzentriert sich neben der Informel-Malerei des in Aachen geborenen Künstlers auf sein Spätwerk. Ab 2004 nahezu erblindet, arbeitet Götz seit dieser Zeit vermehrt mit Reliefs aus Ton, deren Strukturen er mit Händen und Füßen in das feuchte Material gräbt. Und auch die Keramikwürfel, in denen sich rundum Abdrücke von Körperteilen finden, sind nicht nur künstlerischer Ausdruck, sondern auch ein Weg des Malers, mit dem schwächer werdenden Augenlicht umzugehen.
Reiner Ruthenbeck schließlich, der von Oktober 2008 bis Januar 2009 eine große Retrospektive im LehmbruckMuseum bekam, ist der vierte Künstler, dessen Werke in dieser Präsentation gezeigt werden. Seine Schenkungen früher Arbeiten, die hier erstmals zu sehen sind, ergänzen Werke, die der Arte Povera zuzuschreiben sind wie etwa einer seiner Aschehaufen aus den 1960er Jahren. Der von Kurator Michael Krajewski und dem Künstler gemeinsam gestaltete Raum verdeutlicht so die ganze künstlerische Bandbreite des in Velbert geborenen Künstlers.
Die Ausstellungseröffnung am 23. Februar beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
 

Lesung aus dem Buch „Ostjuden - Bürger, Kleinbürger, Proletarier“
Sein Buch „Ostjuden - Bürger, Kleinbürger, Proletarier“ stellt der Historiker Dr. Ludger J. Heid am Dienstag, 28. Februar, 19 Uhr, im Jüdischen Gemeindezentrum, Springwall 16, vor. Der Eintritt zu der von der VHS organisierten Lesung beträgt 5 Euro.
In den 1920er Jahren waren über 40 Prozent der Duisburger Juden sogenannte Ostjuden. Das Verhältnis zwischen ihnen und der deutschen Umgebungsgesellschaft war schwierig, zum Teil vergiftet. Im Oktober 1938 wurden Tausende Ostjuden in der ersten Massendeportation Nazi-Deutschlands des Landes verwiesen: Diese „Polenaktion“ war zugleich die unmittelbare Vorgeschichte des Novemberpogroms, das unter dem Namen Reichskristallnacht unrühmlich in die deutsche Geschichte eingegangen ist.
Seit Ende der 1980er Jahre ist durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland ein neues Judentum entstanden: Die neuen Ostjuden haben ein weiteres Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte aufgeschlagen, auch in Duisburg.
 

Sonntagsführung im LehmbruckMuseum: Glanz und Raum - Georg Hornemann und Leunora Salihu (26. Februar)
Am Sonntag, 26. Februar 2012, lädt das LehmbruckMuseum zu einer öffentlichen Führung durch die Wechselausstellungen von Georg Hornemann und Leunora Salihu ein, zwei Positionen, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite der Düsseldorfer Goldschmied und seine filigranen Arbeiten, auf der anderen Seite die Lehmbruck-Stipendiatin und ihr raumgreifender Umgang mit der Skulptur. Auf der einen Seite die eigens für das Museum geschaffenen Raumarchitektur, die im Inneren an eine Wunderkammer erinnert, auf der anderen Seite das komplexe Gefüge von industriellen, architektonischen und organischen Formen, das immer wieder neue Räume öffnet. Die Kunstvermittlerin Friederike Winkler-Rufenach führt Besucher_innen im Rahmen der Sonntagsführung in diese beiden Positionen ein und erläutert sie. Die Führung beginnt um 11.30 Uhr, Interessent_innen werden gebeten, sich an der Kasse anzumelden. Die Teilnahme an der Sonntagsführung ist kostenlos, lediglich der reguläre Eintrittspreis wird erhoben.
 

Plastik ertasten – Führung durch das LehmbruckMuseum für Blinde, Sehbehinderte und Sehende

Duisburg, 17. Februar 2012 - Für Menschen, die von Blindheit oder einer Sehbehinderung betroffen sind, treten an die Stelle des Sehens andere Sinneserfahrungen, die gerade in einem Skulpturenmuseum besonders zur Geltung kommen können. Das Ertasten der Oberfläche beziehungsweise das Material einer Skulptur werden am 19. Februar bei der Sonntagsführung mit Sybille Kastner am Beispiel ausgewählter Werke der Sammlung ins Zentrum der Wahrnehmung gerückt.
Eingeladen sind nicht nur Sehbehinderte, sondern auch Sehende, die sich auf einen Erfahrungsaustausch mit Menschen einlassen möchten, die ihre Umwelt mit anderen Sinnen begreifen. Das Gespräch und die Vermittlung durch die Museumspädagogin Sybille Kastner sollen anregen, wechselseitig den Sinneshorizont zu erweitern. Auch wenn das Berühren der Skulpturen aus konservatorischen Gründen Menschen mit Sehbehinderungen vorbehalten ist, wird für vielfältige Tasterlebnisse bei allen Teilnehmern gesorgt sein.
Treffpunkt für die öffentlichen Führungen ist die Kassenhalle des LehmbruckMuseums. Bei vorheriger Anmeldung können sich die Teilnehmer_innen von der Bushaltestelle "LehmbruckMuseum" abholen lassen. Blindenhunde können mitgenommen werden. Die Führung beginnt um 11.30 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos, erhoben wird lediglich der reguläre Eintrittspreis.


Steffi Neu liest in der Zentralbibliothek
Die Zentralbibliothek Duisburg lädt am Dienstag, 28. Februar, um 20 Uhr zu einer Lesung mit der bekannten WDR-Moderatorin Steffi Neu ein. Sie wird ihr „Kleines Buch vom Kindsein am Niederrhein“ vorstellen und über die Herausforderung einer Kindheit und Jugend am Niederrhein berichten. Dazu gehören neben „Karneval“, „Schweine holen“, „Tritt-vorm-Ball“ oder „Ponyfreiheit“ auch die „Kommion“ und die liebenswerten „Fissematenten“ der Niederrheiner. Steffi Neu wurde 1971 in Uedem im Kreis Kleve geboren und ist ein Kind des Niederrheins. Nach Studium und Volontariat beim WDR Köln wurde sie zuerst Redakteurin bei 1LIVE, bevor sie im Jahr 2000 zu WDR 2 wechselte.
Die Lesung wird in Kooperation mit dem Duisburger Mercator-Verlag angeboten. Der Vorverkauf hat begonnen. Karten sind an der Erstinformation der Zentralbibliothek erhältlich und kosten im Vorverkauf vier Euro, an der Abendkasse fünf Euro.

34. Duisburger Akzente

Duisburg, 15. Februar 2012 - Duisburg setzte mit "Akzente" seit über 30 Jahren Akzente auf ein eigenständiges künstlerisches Profil. Ohne seine Tradition zu verleugnen hat sich das Festival in den letzten Jahren deutlich verjüngt.
Getragen werden die "Akzente" von zahlreichen städtischen und nichtstädtischen Kultur-Einrichtungen wie dem Theater Duisburg, der Stadtbibliothek, dem Kultur- und Stadthistorischen Museum, dem Filmforum oder dem Wilhelm Lehmbruck Museum. Darüberhinaus kreiert das Festivalbüro der Duisburger Akzente eigene Produktionen mit Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten. Bespielt werden nicht nur die herkömmlichen Theater- und Konzertbühnen, auch Industrielandschaften, vergessene Hafenbecken und versteckte Plätze werden durch künstlerische Aktivitäten neu erobert.

Die 34. Duisburger Akzente erinnern im Jahr 2012 an Gerhard Mercator. Mercator, dessen Geburtstag sich am 5. März 2012 zum 500. Mal jährt, wurde in Rupelmonde bei Antwerpen geboren. Von 1552 bis zu seinem Tod am 2. Dezember 1594 lebte er in Duisburg und entwickelte hier seine weltberühmte "Mercator-Projektion". Bis heute wird die "Mercator-Projektion" für See- und Landkarten, bei Satelliten-Navigation, in GPS-Geräten und in der Raumfahrt verwendet.
Mit Gerhard Mercator ehren die "Duisburger Akzente" allerdings nicht nur einen bedeutenden Kartografen, Mathematiker, Astronomen, Globenbauer und Kupferstecher. Sie setzen sich vielmehr mit einem Universalgelehrten in einer Zeit des Umbruchs auseinander, dessen Studien und Werke in die Zukunft weisen.
 

Kultur-Termine

Arthur Rubinstein
Zum 125. Geburtstag von Arthur Rubinstein wird die Pianistin Marliese Reichardt Leben und Werk dieses „begnadeten Menschen“ anhand von Texten und Musikbeispielen in ihrem Vortrag am Donnerstag, 23. Februar, um 18 Uhr in der Volkshochschule auf der Königstraße 47 in Duisburg-Mitte vorstellen. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 5 Euro.

Blick hinter die Kulissen bei der plastikBAR im LehmbruckMuseum (16. Februar)
Auch wenn mit Altweiber am 16. Februar der Karneval in Duisburg einzieht, hat das LehmbruckMuseum an diesem Donnerstag regulär von 12 bis 21 Uhr geöffnet. Und um 19 Uhr lädt Restaurator André Schweers zu einer plastikBAR der besonderen Art ein: einem Blick hinter die Kulissen - sehen die Museums-Besucher_innen mit den vielen Ausstellungen doch immer nur das fertige Produkt. Was jedoch davor und danach passiert, welche Logistik hinter einem Projekt wie beispielsweise der Ausstellung "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911" oder auch den aktuellen Ausstellungen von Georg Hornemann, Nicola Schrudde und Kris Martin steckt, welchen Aufgaben sich ein Restaurator Tag für Tag widmet und wie viele Mitarbeiter in den Werkstätten und Büros des Museums planen und arbeiten, all das erklärt Schweers in einem unterhaltsamen, kurzweiligen Rundgang.
Hierzu hat auch die plastikBAR wieder geöffnet und lädt an Altweiber beispielsweise zu einem guten Glas Wein ein. Für 8 Euro erhalten die Besucher_innen neben der Eintrittskarte auch ein Begrüßungsgetränk sowie die Gelegenheit zum Besuch der aktuellen Ausstellungen.

Am 20. Februar 2012, um 15 Uhr zeigt Dr. Heike Baare die Highlights der Sammlung
Duisburg, 13. Februar 2012 - Wer dem bunten Karnevalstreiben entfliehen möchte ist am Rosenmontag zu einer kostenlosen
Sonderführung im Museum DKM herzlich willkommen. Von 15 bis 16 Uhr zeigt die Kunsthistorikerin
Dr. Heike Baare die Highlights der Sammlung DKM und unternimmt mit den Besuchern eine spannende
Reise durch 5.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte.
Zu entdecken sind u.a. zeitgenössische Installationen von Song Dong und Ai Weiwei, der größte
Buddha-Kopf Europas aus der Nördlichen Qi-Dynastie (550–577) und die außergewöhnliche Kunst
Gandhāras, in der bis in das 8. Jahrhundert hinein verschiedene kulturelle und religiöse Einflüsse
verschmolzen sind. Anmeldung zu der Führung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0 oder mail@museum-dkm.de 


Ai Weiwei, Coloured Vases, 2006 - Foto: Werner J. Hannappel; © Stiftung DKM

Manfred Gliedt im Künstlergespräch
Das LiteraturBistro in der Zentralbibliothek auf der Düsseldorfer Straße lädt am Mittwoch 15. Februar, um 16.30 Uhr zur Begegnung mit dem Künstler Manfred Gliedt ein. Noch bis Ende Februar sind seine Zeichnungen in den Räumen des Cafés ausgestellt. Im Gespräch mit Klaus Brüggenwerth wird er über sein Werk und die Herangehensweise seines Schaffens berichten.

„Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis“

Duisburg, 10. Februar 2012 - Gestern Abend wurde im Museum Küppersmühle zum elften Mal der „Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis“ vergeben. In diesem Jahr gehen die Preise nach Ansbach (BY), Troisdorf (NRW) und Sarstedt (NI). Über die Preisträger entschieden hat eine hochkarätige Fachjury, der die Künstler Tony Cragg und Abraham David Christian, Agentur-Chef Coordt von Mannstein, MKM-Direktor Walter Smerling und Sammlerin Sylvia Ströher angehören. Bis zum 26. Februar ist die Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen der Jugendlichen für alle Interessierten im Museum Küppersmühle zu besichtigen.
20 Schulen aus ganz Deutschland, von Flensburg über Köln bis Konstanz, hatten die Chance am 11. Wettbewerb „Jugend interpretiert Kunst – Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis“ teilzunehmen. Sie haben die Werke im MKM hautnah erlebt und sich mit eigenen Arbeiten ihren großen Herausforderern gestellt: Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und weiteren Künstlern des MKM. „Gleich zu Anfang wird vermittelt, dass ein ganzes Museum wirklich den Schülern gehört. Und es können und dürfen Ideen entstehen, die manche von ihnen vielleicht niemals für möglich gehalten haben“, so Kunstpädagogin Sabine Falkenbach. Nicht nur der spannende Besuchstag, sondern viele Wochen Diskussion, Gestaltung, Organisation und persönlicher Einsatz von Schülern und Lehrern liegen hinter den Teilnehmern. Die Belohnung: Eine eigene Museumsausstellung, ein fester Programmpunkt im Ausstellungsjahr des MKM und vor allem viele neue Denkansätze für die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Und natürlich der begehrte Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis für die drei Gewinner.
Die Jury lobte die intensive Auseinandersetzung der Schüler mit der zeitgenössischen Kunst und die Qualität der eingereichten Arbeiten. Ihr Urteil über die Vergabe der Preise fällte sie wie folgt:

Der 1. Preis in Höhe von 5.000,- EUR geht an das Platen-Gymnasium aus dem bayrischen Ansbach. Die Schüler reagieren mit ihrer Arbeit auf unterschiedliche Impulse, die sie während ihres Museumstages im MKM geprägt haben, von den Skulpturen Tony Craggs bis hin zur Architektur des Hauses. Das Ergebnis ist ein dreidimensionales Bild, das inhaltlich wie formal sehr vielschichtig ist. Die traditionelle Bildform des Triptychons und das einfache Material Pappe werden auf ungewöhnliche und eigenständige Art eingesetzt. Die Schüler greifen unterschiedliche künstlerische Techniken wie Malerei, Collage, Relief und Skulptur gleichermaßen auf, und auch die gelungene Verbindung zur Architektur beeindruckt. Trotz dieser Komplexität gelingt der Klasse eine ausgewogene Spannung der einzelnen Bildteile zwischen Freiraum und Überlagerung, Ruhe und Bewegung.

Der Jubel der Sieger aus Ansbach - Foto G. Lukas

Den 2. Preis in Höhe von 2.000,- EUR erhält die Realschule Heimbachstraße aus Troisdorf in NRW. Die Jury überzeugte insbesondere die ausgefeilte Konzeption der Schüler und die Eigenständigkeit in der Umsetzung. Die Arbeit besteht aus einem großen übergeordneten Bild, das als „Gruppenportrait“ zu verstehen ist. Inspiriert von A.R. Penck werden hier Eigenschaften und Befindlichkeiten in abstrakte Malerei übersetzt. Die zugeordneten kleinen Bilder sind „Individualportraits“ und beeindrucken durch den Einsatz unterschiedlichster Drucktechniken und feiner Details. Alle Teile der Arbeit sind dabei inhaltlich wie formal miteinander verbunden. Es wird erkennbar, dass ein durchdachtes Konzept entwickelt und von der Gruppe als einheitliche Gemeinschaftsarbeit ausgeführt wurde, die zugleich die intensive Auseinandersetzung mit dem Museum belegt.

Zweiter Platz wurde bejubeet - Foto G. Lukas

Der 3. Preis in Höhe von 1.000,- EUR geht an das niedersächsische Gymnasium Sarstedt. In dieser Arbeit wird plastisch fassbar, wie wichtig der Museumsbesuch und die intensive Auseinandersetzung mit den Werken für das Kunstverständnis ist. Die Auseinandersetzung der Klasse mit dem Werk Anselm Kiefers hat zu einem überraschenden Ergebnis geführt: Die Schüler haben sich inhaltlich von Kiefer beeinflussen lassen, und zwar von dessen Verknüpfung von Architektur und Geschichte. Ästhetisch haben sie aber eine völlig eigenständige Arbeit entwickelt, die gerade nicht auf Kiefer als Vorbild zurückgreift. Sie haben allgemeine Erfahrungen wie persönliche Gedanken in plastische Formulierungen umgesetzt und präsentieren ihre gemeinsame Geschichte in Form einer Kunstlandschaft. Die Arbeit ist eine Projektionsfläche, die es dem Betrachter ermöglicht, in aller Freiheit seine eigenen Gedanken zu entwickeln.

„Jugend interpretiert Kunst“ ist ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn. Unser herzlicher Dank geht an die Deutsche Bank Stiftung, die durch ihr nachhaltiges Engagement das Projekt seit vielen Jahren ermöglicht. „Wir fördern den Jugend-Kunst-Preis“, so Vorstandsmitglied Michael Münch, „ weil wir davon überzeugt sind, dass die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen leistet. Der Jugend-Kunst-Preis eröffnet Jugendlichen darüber hinaus die Möglichkeit, selbst kreativ tätig zu werden und das eigene künstlerische Potential zu entdecken und zu entfalten.“ Der Firma Hasenkamp danken wir für ihre logistische Unterstützung.

Preisträgerkonzert des 49. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“

Preisträgerkonzert des 49. Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“Duisburg, 9. Februar 2012 - Die Niederrheinische Musik- und Kunstschule lädt am Sonntag, 12. Februar, um 11 Uhr zum Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“ in den Vortragssaal der Folkwang Universität der Künste auf der Düsseldorfer Straße 19 ein.
Bürgermeister Erkan Kocalar überreicht 45 jungen Musikern ihre Urkunden und Preise. Die Veranstaltung wird durch musikalische Beiträge von den Teilnehmern gestaltet, die einen ersten Preis mit der Weiterleitung zum Landeswettbewerb erreichen konnten. Die Veranstaltung ist öffentlich, Eintrittskarten gibt es direkt vor Konzertbeginn für 5 Euro.

Kammerkonzert in der VHS: TrioColore
Zu einem Kammerkonzert mit dem „TrioColore“ lädt die Volkshochschule am Freitag, 24. Februar, um 19.30 Uhr auf der Königstraße 47 in DU-Mitte ein. Eine außergewöhnlich farbige Besetzung – dieser Vision folgten drei Musiker (Ulrike Brochtrop, Flöte/Gesang, Thomas Käseberg, Tenor- und Sopransaxophon, und Reinhard Kaisers, Gitarre) bei der Gründung ihres Ensembles. Das Konzertprogramm beinhaltet Werke von Georg Philipp Telemann, Wolfgang Amadeus Mozart, Astor Piazolla, Manuel de Falla und Rabih Abou Khalil. Der Eintritt kostet 10 Euro an der Abendkasse.

Zentralbibliothek lädt zur Valentinslesung ein
In Zusammenarbeit mit dem Verein für Literatur und Kunst lädt die Stadtbibliothek am Dienstag, 14. Februar, 20 Uhr, zu einer Autorenlesung am Valentinstag in die Zentralbibliothek ein. Gast ist Paul-Henri Campbell, der aus seinem Buch „meinwahnstraße“ liest.
Die Erzählungen handeln von der Liebe wie sie zwischen Menschen gewonnen, verspielt, verdoppelt, verdreifacht, erneuert oder zum ersten Mal entdeckt wird. Eindrucksvoll, sensibel und poetisch erzählt Campbell Geschichten ganz unterschiedlicher Menschen. Es sind Variationen auf eine alte, allzu menschliche Sehnsucht, alle hinein erzählt in die Schauplätze des modernen Lebens.
Der Abend wird in Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Freundeskreis Niederrhein e.V. angeboten. Eintrittskarten kosten vier Euro im Vorverkauf und fünf Euro an der Abendkasse.

Markus Lüpertz spricht zur Ausstellungs-Eröffnung

Duisburg, 6. Februar 2012 - Markus Lüpertz spricht zur Eröffnung der Ausstellungen von Georg Hornemann, Nicola Schrudde und Kris Martin im LehmbruckMuseum (9. Februar).
Mit Georg Hornemann, Nicola Schrudde und Kris Martin stellen ab Donnerstag gleich drei Künstler_innen im LehmbruckMuseum Duisburg aus. Diese Ausstellungen werden am 9. Februar 2012 im Rahmen der plastikBAR gemeinsam eröffnet. Im Beisein der Künstler_innen sprechen zur Eröffnung der Direktor des LehmbruckMuseums, Raimund Stecker, und einer der bekanntesten Künstler unserer Zeit: der Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
Georg Hornemanns Präsentation "Objets d'Art" (10. Februar bis 11. März 2012) mit hochkarätigen Ringkreationen, Objekten und Skulpturen wird in einer eigens für das Museum geschaffenen Raumarchitektur zu sehen sein, die im Inneren an eine Wunderkammer erinnert.
Im Souterrain, einem flachen, dunklen Raum, der oft für Videoinstallationen oder Grafiken genutzt wird, zeigt Nicola Schrudde mit "[Glanz der Nacht / INSTALLATION für das LehmbruckMuseum]" (10. Februar bis 15. April 2012) Werke, die Naturphänomene widerspiegeln - Abhandlungen über die Dunkelheit, aber auch über die Veränderung ihrer Skulpturen im Lichtschein der Videoprojektionen. Und in der Nordhalle des Museums wird - parallel zu einer großen Retrospektive im Kunstmuseum Bonn - der belgische Künstler Kris Martin seine Version der weltberühmten Laokoon-Gruppe präsentieren: "Mandi" (10. Februar bis 17. Juni 2012).

Kaas und Kappes 2012

Kaas und Kappes 2012, 14. Niederländisch - Deutscher Autorenpreis für Kinder und Jugendtheaterfestival - 23. bis 26.2.2012 im KOM ´MA / Duisburger Kinder- und Jugend-Theater , Schwarzenberger Strasse 147, 47226 Duisburg - Rheinhausen
Duisburg, 2. Februar 2012 - Vier Stücke hat die niederländisch / deutsche Jury aus ca. 130 Stücken ausgewählt. Dabei hat die Jury sich die Regel auferlegt, alle Stücke blind, also ohne den Autor zu kennen, zu bewerten. Als Eröffnungsveranstaltung für das Festival am 23. 02. um 11.15 Uhr hat sie
für dieses Jahr den Beitrag Nestel tmg LAP, (B) Hasselt, ab 7 Jahre ausgesucht. Hier handelt es sich um eine wunderschöne Liebesgeschichte. In einem Haus in Belgien, nur sie und er. Er ein ehemaliger Rennradfahrer, dessen Rad heute nur noch auf Rollen steht. Niemals aufgeben, immer kämpfen. Die Liebe der beiden zueinander bewirkt Wunder. Sie ist bei ihm, hilft, wischt ihm den Schweiß ab, reicht die Trinkflasche und lauscht dem Singen der Reifen. Ein ganz zartes Stück, wunderschön. Ein Stück, das mit Sicherheit bei den kleinen Zuhörern hoch geschätzt werden wird. Eintritt 2 Euro / 3,50 Euro.


Weitere Aufführungen:
Freitag, den 24.02.2012, 11.00 Uhr Für ewig und hundertmillionen Tage , von Theo Fransz ab 6 Jahre, 2 Euro / 3,50 Euro
Samstag, den 25.02. 2012, 15.00 Uhr Zigeunerboxer, von Rilke Reiniger, ab 14 Jahre, 3,50 Euro 7 Euro
Sonntag, den 26.02. 2012, 15.00 Uhr Circus Santa Sangre, von Plan D (NL), ab 6 Jahre, 4 Euro / 8 Euro
Sonntag, den 26.02. 2012, ca. 17.00 Uhr Preisverleihung des 14. Niederländisch - Deutschen Autorenpreis für Kinder- und Jugendtheater 2012 durch die Stadt Duisburg.

Finissage der Taschenuhr-Ausstellung - Begutachtung alter Uhren im Stadtmuseum
Am kommenden Sonntag (5. Februar) endet die Ausstellung „Die Zeit in der Tasche“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen. Eine prächtige Kollektion alter Taschenuhren aus der Sammlung Finkelberg ist hier letztmalig zu sehen. Einige der historischen Zeitmesser sind über 200 Jahre alt.
Als besondere Aktion begutachtet der Duisburger Uhrenspezialist Bernhard Schmeltzer von 11 bis 13 Uhr die historische Taschenuhr der Besucher. Da die Beratung sehr beliebt ist, sollte man etwas Geduld mitbringen und bei einem Gang durch die Ausstellung den Anblick der schönen Stücke genießen.
Der Eintritt kostet 3 Euro.

Magische Familienführung im LehmbruckMuseum

Duisburg, 1. Februar 2012 - Kunstwerke fesseln unsere Blicke und unsere Aufmerksamkeit. Sie entführen uns aus der alltäglichen Welt und ebnen uns den Weg in eine andere - die der Fantasie und der Vorstellungskraft. Bei der magischen Familienführung am Sonntag, 5. Februar, verbindet die Kunstvermittlerin Eva Henning die Kunst mit der Zauberei und öffnet die Augen für das Wunderbare und Fantastische der Sammlung des LehmbruckMuseums.
 Die Führung beginnt um 11.30 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos, lediglich der reguläre Eintrittspreis wird erhoben.

49. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“  - Teamgeist und Ausdauertraining
Wer bereit ist, sich mit einem erarbeiteten Vorspielprogramm einer Fachjury zu stellen, lernt nicht nur was an Ausdauer, Teamgeist und Konzentration ihn ihm steckt. Es ist einfach ein gutes Gefühl, diese große Aufgabe bewältigt zu haben. Dieses Fazit zogen nicht nur die rund 120 Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend musiziert“, der am Wochenende in den Räumen der Niederrheinischen Musik - und Kunstschule stattgefunden hat.
Auch die Organisatoren waren sehr zufrieden und freuten sich über die erfolgreiche Durchführung des größten deutschen Musikwettbewerbs. Die Leiterin der NMKS und Vorsitzende des Regionalausschusses „Jugend musiziert“, Johanna Schie, unterstreicht vor allen Dingen die beachtlichen Leistungen der Jugendlichen. Trotz schulischer Belastung und vielen anderen zeitintensiven außerschulischen Angeboten, haben diese jungen Musiker Ausdauer und hohes fachliches Können bewiesen. Die gründliche und sorgfältige Vorbereitung hat sich für alle gelohnt und die Juroren geizten nicht mit Preisen und Punkten.
Ein besonderer Dank gilt der Sparkasse Duisburg, die den Wettbewerb wesentlich finanziell unterstützt und auch in diesem Jahr wieder den von ihr ausgelobten „Förderpreis Jugend musiziert“ für herausragende Duisburger Talente vergeben wird.
Duisburger Preisträger mit einer Weiterleitung zum Landeswettbewerb sind:
Henrike Janissen (24), Querflöte, Danja Si-An Huang (23), Klavierbegleitung, Sven Kandalowski (24), Klarinette, Batuhan Aydin (23), Gitarre, Florian Gudd (23), Bass, Chiara De Bellis (24), Klavierbegleitung, Miriam-Kathrin Schmitz (24), Klavierbegleitung, Laura Richter und Aris Blettenberg (beide 24) Duo-Klavier und ein Streichinstrument, Matthias Schardt (24), Horn, und Philipp Nowicki (24), Musical.
Daten und Fakten des Wettbewerbs: 124 Teilnehmer, (75 weiblich, 49 männlich), 60 Solisten, 48 Gruppen, zehn jugendliche Begleiter, 13 erwachsene Begleiter; Kategorien: Solowertung: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass(Pop), Musical und Orgel Ensemblewertung: Duo Klavier und Streichinstrument, Duo Kunstlied, Klavier vierhändig
 

Uni-Chor gab Festkonzert

Duisburg, 30. Januar 2012 - Nur einige wenige Plätze im Theater der Stadt Duisburg waren frei geblieben, als am Sonntag der Chor der Uni Essen und das Orchester der Universität Duisburg Essen zum Festkonzert gebeten hatten. Die Bühne war zum Bersten gefüllt mit weit über 100 Personen die Musik, sei es im Chor (150 Mitglieder) oder im Orchester.
Launig moderiert von Herbert Feuerstein wurde es sehr britisch. Das Haus hatte man mit englischen und deutschen Fahnen geschmückt. Die Begrüßung und Eröffnung durch die Professoren Radtke und Passarge waren erquickend kurz und von englischen Humor beeinflusst. Man sprach ohne Konzept. Das Konzert begann etwas verhalten, jedoch war allen Beteiligten anzusehen, mit welch großer Freude sie ihre Aufgabe bewältigten.

Nach der Pause wurden alle gefordert und das aufmerksame Publikum belohnte die Mitwirkenden mit anhaltendem Applaus. Mit Wagners Ouvertüre zu "Rienzi" ging es dann aber richtig zur Sache und steigerte sich bis zum Traditionslied "Auld Lang Syne". Fleißige Helfer hatten in der Pause englische und deutsche Papierfähnchen und ein Textblatt verteilt. Die Besucher folgten dem Dirigenten, standen alle auf, schwenkten ihre Fähnchen, wippten und sangen lauthals mit und erzwangen sich so eine Zugabe.

Ein gelungener Vormittag. Ein Dank an den Universitätschor Essen unter der Leitung von Prof. Kruse, das Universitätsorchester Duisburg-Essen leitete Prof. Oliver Leo Schmidt. Am Klavier Claudius Tanski. Moderiert von Herbert Feuerstein.  deJo

Die Duisburger Philharmoniker in der Rheinhausen Halle

Duisburg, 29. Januar 2012 - Der Erfolg war überwältigend als die Philharmoniker in 2009 in Rheinhausen zu einem Konzert gebeten hatten.
Der Intendant plante darauf hin ein weiteres Konzert für das dankbare Rheinhauser Publikum.
Dies findet nun statt und zwar am 16. März um 20.00 in der Rheinhausen Halle, Beethovenstrasse. Man kann gespannt sein auf das Programm was die Musiker den Zuhörern ausgesucht haben. Darunter "Slawische Tänze von Antonin Dvorak, Wiener Blut und Tritsch - Tratsch Polka von Johann Strauß, Polowetzer Tänze von Alexander Borodin sowie eine Suite aus Carmen von Georges Bizet". Ein Programm, dass gut gemischt, die Zuhörer sicherlich erfreuen wird. Der Dirigent ist den Zuhören auch aus 2009 bekannt, als er das erste Konzert in Rheinhausen leitete. Es ist Martin Frantz. Eine gute Idee, das Orchester in Rheinhausen bekannt zu machen. Es bleibt zu hoffen, dass dies ein feste Einrichtung in der Rheinhausen Halle.
Tickets ( 14 und 18 Euro ) erhältlich in allen WAZ / NRZ Vorverkaufsstellen und unter www.westticket.de sowie im Opernshop 0203 / 5706850

Kostenlose SONDERFÜHRUNG im Museum DKM zur neuen Ausstellung “Gandhāra“

Sonderführung am Freitag, 27. Januar 2012, um 16 Uhr mit Prof. Dr. Gert Kreytenberg
Anmeldung zu der Führung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0 oder mail@museum-dkm.de
Es gelten lediglich die üblichen Eintrittspreise.

Duisburg, 26. Januar 2012 - Anlässlich der neuen Ausstellung “Gandhāra. Die Kunst von Gandhāra in der Sammlung DKM“, die vom 27.01. bis zum 30.07.2012 im Museum DKM zu sehen ist, findet eine kostenlose, 60-minütige Sonderführung statt.
Erstmals präsentiert das Museum DKM den Sammlungsbereich "Gandhāra" vollständig der Öffentlichkeit. Zu sehen sind rund 100 Exponate, darunter Buddha-Figuren, Skulpturenfragmente, Reliefs, Schminkpaletten und Gefäße.
Gandhāra benennt eine Region westlich des Flusses Indus, die dem heutigen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan entspricht und ist zugleich die Bezeichnung einer wesentlich buddhistischen Strömung in der figurativen Kunst, die hellenistische Einflüsse vom griechischen Baktrien aufgenommen hat. Zeitlich lässt sich die künstlerische Entwicklung Gandhāras ungefähr von Beginn unserer Zeitrechnung bis in das 8. und 9. Jahrhundert ansetzen.
Als man Gandhāra-Kunst im späten 19. Jahrhundert entdeckte, wurde sie von westlichen Forschern wegen ihrer starken klassischen Neigung mit Enthusiasmus begrüßt. Im Zentrum der Ikonographie der Gandhāra-Kunst steht die Darstellung des Buddha, der sowohl als unabhängige Skulptur als auch im narrativen Kontext abgebildet wurde.

Buddha’s Footprint, 200 bis 400 n.u.Z.; Foto: Werner J. Hannappel

Kostenlose SONDERFÜHRUNG im Museum DKM "Die Malerei in der Sammlung DKM"
am Freitag, 3. Februar 2012, um 16 Uhr mit Klaudija Kosanovic
Neben der Skulptur, Fotografie und Rauminstallation umfasst die Sammlung DKM mit der Malerei
alle Gattungen der bildenden Kunst. Die nächste kostenlose Sonderführung widmet sich den
malerischen Werken der Sammlung. Sie reichen von den farbintensiven Werken Ulrich Erbens
über die monochromen Bilder des chinesischen Malers Qui Shihua bis hin zu den schwarzen Bilder
Norbert Frenschs. Wer diese Werke entdecken und sich auf Ihre Wirkung einlassen möchte,
ist zu dieser kostenlosen, 60-minütigen Führung herzlich eingeladen.

Ulrich Erben, Farben der Erinnerung, Foto: Werner J. Hannappel

49. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Duisburg
Verein für Literatur und Kunst veröffentlicht Lenz-Katalog
Sonntagsführung im LehmbruckMuseum: Highlights von Lehmbruck bis heute

Sonntagsführung im LehmbruckMuseum: Highlights von Lehmbruck bis heute
Duisburg, 25. Januar 2012 - Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung - und dazwischen wird umgebaut. Nach vier Monaten mit der Knienden machen sich dieser Tage 175 Kunstwerke wieder auf den Weg vom LehmbruckMuseum in ihre Heimat - von Paris über New York bis nach Tokyo. Das Museum hat trotz dieser aufwändigen Umbauarbeiten in Teilen geöffnet und präsentiert neben der Ausstellung "JUNCTION" der Lehmbruck-Stipendiatin Leunora Salihu auch Arbeiten aus seiner Sammlung im Lehmbruck-Trakt - Plastiken, Skulpturen und Installation von Lehmbruck selbst, aber auch von Alberto Giacometti, David Smith oder Duane Hanson.
Durch die Highlights dieser Präsentation führt am Sonntag, 29. Januar 2012, Barbara Wolf-Meyer.
Die erste öffentliche Führung nach der Ausstellung "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911" findet wie gewohnt um 11.30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, nur das Eintrittsgeld wird erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Verein für Literatur und Kunst veröffentlicht Lenz-Katalog
Der in diesen Tagen neu erschienene Literaturkatalog des Vereins für Literatur und Kunst Duisburg widmet sich einem der besten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur, Siegfried Lenz. In sechzig Jahren hat er ein Werk von erstaunlichem Umfang hervorgebracht: vierzehn Romane, gut hundertfünfzig Erzählungen, zahlreiche Theaterstücke, Essays, Reden und Rezensionen, daneben aber auch ein ausgedehntes Radiowerk. Nicht nur als Wegbereiter der „short-storys“ in der Bundesrepublik zeichnet er in seinen Geschichten präzise Zeit-, Milieu- und Figurenstudien. Der vorliegende Katalog stellt den Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Siegfried Lenz mit all seinen Facetten vor.
Der Katalog ist gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro ab sofort an der Erstinformation der Zentralbibliothek erhältlich.
49. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Duisburg
„Jugend musiziert“, der große bundesweite Musikwettbewerb, hat mit fast 50 Jahren nichts von seiner Faszination für junge Musiker eingebüßt. Etwa 140 jugendliche Nachwuchskünstler aus den Städten Duisburg, Mülheim, Oberhausen und Dinslaken erwartet die Niederrheinische Musik- und Kunstschule am Samstag, 28.Januar, von 9 bis 13 Uhr in ihrem Hauptgebäude an der Duissernstraße 16.
Verschiedene Fachjuroren werden die Leistungen der jungen Musiker bewerten und mit Preisen und Punkten auszeichnen. Die aktuellen Wettbewerbskategorien Solowertung Blas- und Zupfinstrumente sowie die Duowertungen Klavier und ein Streichinstrument, bzw. Singstimme und Klavier versprechen abwechslungsreiche und musikalisch anspruchsvolle Beiträge.
Die Türen stehen für jedermann offen und zahlreiche Zuhörer sind herzlich willkommen, denn richtige Konzertatmosphäre regt die kleinen und großen Künstler zu echten Höchstleistungen an.
Ein besonderer Dank gilt der Sparkasse Duisburg, die den Wettbewerb wesentlich finanziell unterstützt und auch in diesem Jahr wieder den von ihr ausgelobten „Förderpreis Jugend musiziert“ für herausragende Talente vergeben wird.
Letzte Chance: !SING - DAY OF SONG in Duisburg
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, über 20.000 Menschen haben sich schon angemeldet: !SING – DAY OF SONG am 2. Juni verbindet alle Städte im Ruhrgebiet durch den Gesang. Im Kulturhauptstadtjahr 2010 haben in Duisburg hunderte Menschen gesungen.
Auch für 2012 ist Duisburg am 2. Juni wieder dabei. 300 Sänger und Sängerinnen aus Duisburg sind bereits angemeldet, und noch kann man sich mit seiner Gruppe, Musikband oder auch als Einzelsänger anmelden. Lust bekommen?
Die Anmeldung ist ganz unkompliziert unter www.dayofsong.de möglich. Einsendeschluss für die Anmeldungen ist der 31. Januar 2012.

Foto: Sing day of song 2010 in Duisburg, Credit: Manfred Vollmer

Mercatorjahr: Großartige Führung im Stadthistorischen Museum
Ansturm auf die Finissage zur "Knienden"

Duisburg, 23. Januar 2012 - Am Sonntag um 15 Uhr hatte Frau Dr. Sommer, Direktorin des Kultur und Stadthistorischen Museum., zu einer Einführung in das Mercatorjahr in ihr Haus geladen.
In der Mercator-Werkstatt erläuterte Dr. Sommer, unterstützt von der Chefrestauratorin, Frau Stark und dem Leiter der Abt. Öffentlichkeit, Herrn Pöhling, ihre Wunschvorstellung für das Jubiläum. Diese gehen weit über das, was letztendlich realisiert werden kann, hinaus. Aber man kann ja mal träumen. In diese von finanziellen Schwierigkeiten gebeutelten Stadt ist halt nicht viel möglich. Jedoch stellte die Museumschefin an Hand von Bildern das Leben von Mercator vor. Anschaulich wurde die Bedeutung des großen Sohnes dieser Stadt für die Seefahrt und für die Navigation, erklärt und mit Computeranimation anschaulich gemacht.
Auch präsentierte sie ein Modell der Mercator-Schatzkammer, so wie sie sich hoffentlich bei der Eröffnung im März diesen Jahres dem Besucher zeigt.
Ein wenig bescheiden, wie der interessierte Besucher des Hauses feststellen wird. Aber manchmal ist weniger wirklich mehr. Man darf gespannt sein. Am Rande sei bemerkt, dass das Plakat, das auf das Jubiläumsjahr hinweist, sehr farblos daherkommt. Das hätte Mercator sicherlich nicht gefallen, dessen Atlanten nur so von Farbe leuchten.

Ansturm auf die Finissage zur "Knienden"
So gegen 17 Uhr hatte die Crew des Lehmbruck Museum zur Finissage geladen. Es galt sich von der großartigen Ausstellung "100 Jahre Kniende" zu verabschieden. Die gesamte Mannschaft des Hauses wurde benötigt um den Ansturm zu bewältigen. Lag es an dem Glas Sekt was gereicht wurde?! Oder war es tatsächlich die Möglichkeit des Abschiednehmens von den vielen Leihgaben, die ab heute nicht mehr in Duisburg zu sehen sein werden. Selbst Besucher des Hauses ließen sich einspannen. Gleich 4 (vier) Führer waren nötig um den Ansturm der Besucher zu bewältigen.
Es war ein aufmerksames Gewusel in dem Haus. Erwähnenswert ist, dass aber wirklich alle anwesenden Mitarbeiter/innen eingespannt waren und die Arbeit mit viel Engagement erledigten. Und mitten drin die Kniende, die, so scheint mir, gelächelt hat. Dazu hatte Sie aber auch allen Grund. Eine weit über die Grenzen der Stadt, ja des Landes strahlende Ausstellung ging zu Ende.
100 Jahre "Die Kniende" und "500 Jahre Mercator" - da bleibt nur zu hoffen, dass die Festwochen rund um Gerhard Mercator einen ebenso großen Erfolg haben werden. Eine Stadt, die solche herausragende Persönlichkeiten in den Stadtgrenzen hatte, kann, muss sich glücklich schätzen. Schade nur, dass die Führung im Stadthistorischen Museum nur eine geringe Resonanz hatte.  dejo
 

Wettbewerb „Jugend interpretiert Kunst"
Mercator Gymnasium Duisburg unter 20 teilnehmenden Schulen dabei

Duisburg, 20. Januar 2012 -  Im MKM Museum Küppersmühle wird am 9. Februar um 19.00 Uhr zum
elften Mal der Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis für den Wettbewerb „Jugend interpretiert Kunst" vergeben. Schüler aus ganz Deutschland haben die Werke im MKM hautnah erlebt und stellen sich mit einer eigenen Ausstellung ihren großen Herausforderern: Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Gerhard Richter und weiteren Künstlern des MKM.
Der höchstdotierte deutsche Kunstpreis für Schulen mit Preisgeldern von 5.000, 2.000 und 1.000 EUR für die drei besten Werke ist mittlerweile eine feste Institution in der Förderlandschaft der Bundesrepublik. Aus dem Jahresprogramm des MKM ist das Projekt schon lange nicht mehr weg zu denken.
Konzept
„Jugend interpretiert Kunst. Deutsche Bank Stiftung Jugend-Kunst-Preis" ist ein ambitioniertes, intensives Kunstvermittlungsprojekt. Mehrere Tausend Schulen aus ganz Deutschland werden jährlich eingeladen, sich zu bewerben. 20 Teilnehmer werden per Los ermittelt und besuchen das Museum Küppersmühle über das ganze Jahr hinweg. Dabei werden sie kunstpädagogisch und organisatorisch betreut. Die Schüler setzen sich mit den im MKM präsentierten Künstlern und ihren Werken auseinander, können die Kunstwerke in aller Ruhe betrachten und vergleichen, Fachleute mit Fragen bestürmen und schließlich die eigene Kreativität unter Beweis stellen.

Jede Schule verbringt einen Tag im Museum Küppersmühle und wird dort mit den verschiedenen
Richtungen und Entwicklungen der Kunst nach 1945 konfrontiert. Die erfahrene  Kunstpädagogin vermittelt Hintergrundkenntnisse und betreut die Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrern während des ganztägigen Aufenthalts im Museum. Im Anschluss haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, innerhalb eines Zeitraums von acht Wochen ihren Tag im Museum zu diskutieren, zu bewerten und ihre eigene Interpretation in einer frei gewählten Arbeit mit künstlerischen Mitteln darzustellen.
Über die Auseinandersetzung innerhalb des Teams soll eine spannende Idee eigenständig entwickelt, vorbereitet und umgesetzt werden. Seinen Abschluss findet das Projekt in einer gemeinsamen Ausstellung aller 20 teilnehmenden Schulen im Museum Küppersmühle. Eine hochkarätige Fachjury (die Künstler Abraham David Christian und Tony Cragg, Werbeagentur-Chef Coordt von Mannstein, Direktor Walter Smerling und Sammlerin Sylvia Ströher) prämiert die Gewinner des Wettbewerbs, der während der feierlichen Ausstellungseröffnung am 9. Februar um 19.00 Uhr bekannt gegeben werden.

Die Schüler erhalten nicht nur die Gelegenheit, zeitgenössische Kunst hautnah kennen zu lernen und neues Wissen und Kreativität zu entfalten, sondern wir möchten auch Teamwork, Organisationstalent und Verantwortlichkeit für ein gemeinsames Projekt fördern. Ein intensiver Prozess des Kennen- und Verstehenlernens von zeitgenössischer Kunst zeichnet diesen umfangreichen nationalen Jugendkunstwettbewerb aus. „Nah dran" heißt die Devise: keine Scheu vor zeitgenössischer Kunst, vor neuen Themen, vor unbekanntem Terrain. Kulturelle Bildung, so lautet das Credo der Deutsche Bank Stiftung, die das Projekt ermöglicht, ist keine Beigabe, sondern essentielle Grundlage für die Entwicklung von Denkfähigkeit und Kreativität. Und der Zugang hierzu eröffnet sich nun einmal besonders gut über die unmittelbare und persönliche Begegnung mit der Kunst.
Teilnehmende Schulen
1. Anna-Warburg-Schule, Hamburg (HH)
2. Berufskolleg Rheine (NRW)
3. Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium, Köln (NRW)
4. Ellenrieder-Gymnasium, Konstanz (BaWü)
5. Emil-von-Behring-Gymnasium, Großhansdorf (SH)
6. Goethe-Schule, Flensburg (SH)
7. Gymnasium Buckhorn, Hamburg (HH)
8. Gymnasium Sarstedt (NI)
9. Gymnasium Wilnsdorf (NRW)
10. Humboldt-Gymnasium, Köln (NRW)
11. IGS Querum, Braunschweig (NI)
12. Johannes-Kepler-Realschule, Wendlingen (BaWü)
13. Johan-Rist-Gymnasium, Wedel (SH)
14. Kurt-Huber-Gymnasium, Gräfelfing (BaWü)
15. Platen-Gymnasium, Ansbach (BY)
16. Rabanus-Maurus-Schule, Fulda (HE)
17. Realschule Heimbachstraße, Troisdorf (NRW)
18.R ealschule Pfalzgrafenweiler (BaWü)
19. Städtische Gesamtschule Solingen (NRW)
20.Städtisches Mercator Gymnasium, Duisburg (NRW)

Weltpremiere: Jüdische Musik auf dem Xylophon

Duisburg, 19. Januar 2012 - Am Dienstag, 24. Januar 2012, tritt ALEX JACOBOWITZ erstmalig in der Jüdischen Gemeinde Duisburg auf und präsentiert – weltweit einmalig – jüdische Musik auf dem Xylophon. Der Eintritt beträgt EUR 5,00. Karten sind am Tag der Veranstaltung am Eingang des Gemeindezentrums ab 19.00 Uhr erhältlich.

ALEX JACOBOWITZ
… wurde 1960 in New York geboren. Obwohl er während des Studiums an der Ithaca School of Music (New York) alle Schlaginstrumente spielen musste, verliebte er sich in den besonderen Klang des Xylophons. Er fragte seinen Professor, was nötig sei, ein Weltklasse- Xylophonsolist zu werden. Dieser aber lachte nur und sagte:„So etwas gibt es nicht!“ Genau dann entschied sich Alex, so etwas zu werden! Er studierte Xylophon mit Gordon Stout und Leigh Howard Stevens und gewann 1981 den ersten Preis der DCI Individual Keyboard Competition in Montreal. Nach einem Jahr mit dem Jerusalem Symphony Orchestra ließ er das Leben als Orchestermusiker jedoch hinter sich und ist seither auf der ganzen Welt als Solist tätig.
Zahllose Zeitungsberichte, Radioportraits und Auftritte im europäischen Fernsehen markieren seinen unermüdlichen Einsatz für diese persönliche Form musikalischer Völkerverständigung. Alex Jacobowitz wirkte inzwischen in sieben Filmen mit, darunter Magic Marimbas (MDR & 3sat) und der BBC/WDR Produktion Klezmer in Germany. Im Januar 2012 wird das Filmportrait “Married to the Marimba” des britischen Filmemachers Alan Rosenthal erstmalig beim Jüdischen Filmfestival in Düsseldorf uraufgeführt werden.
Durch einen Kibbuz-Aufenthalt in Israel 1982/83 entdeckte er die eigenen Wurzeln aufs neue und fand seinen Weg zum traditionellen Judentum. Seit 1989 hat er seinen ständigen Wohnsitz in Jerusalem. Musik sei eine Sprache, die ihm dem Schöpfer näher bringe, so Jacobowitz. Deshalb gilt sein Streben nicht nur der Liebe zur Musik, sondern ebenso der steten Suche nach Nähe zu seinem Schöpfer – und somit den Dienst der Hände mit der
Ergebenheit des Herzens zu vereinen. Um seine Botschaft von Menschlichkeit, Verständigung, Toleranz und die Schönheit der Musik mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen, hat er sich für den unmittelbaren Kontakt zu seinem Publikum entschieden und reist jeden Sommer mit seinem Instrument durch die Großstädte Europas. Dort begeistert er täglich Tausende von Zuhörern mit seiner Mischung aus klassischem Konzert und New Yorker Streetshow. In den Wintermonaten bereitet er neue Aufnahmen vor, schreibt seine Geschichten und verfolgt die weithin konventionellere Tätigkeit im Konzertsaal.

Finisage für Die Kniende

Ermäßigter Eintritt im LehmbruckMuseum ab dem 25. Januar
Duisburg, 18. Januar 2012 - Am Sonntag, 22. Januar, schließt nach vier Monaten die Ausstellung "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911" im LehmbruckMuseum Duisburg. Aufgrund des großen Besucher-Andrangs der vergangenen Wochen bietet das Museum an diesem Wochenende noch einmal mehrere öffentliche Führungen durch die Ausstellung an, zu festen Terminen am Sonntag um 11.30 Uhr und um 15 Uhr. An beiden Tagen jedoch werden je nach Interesse weitere Führungen angeboten, Besucher werden gebeten, sich hierfür an der Kasse zu melden.
Zusätzlich zum regulären Eintritt wird für diese Führungen ein Unkostenbeitrag von 2 Euro pro Person erhoben. Zusätzlich zu diesen Terminen findet am Sonntag um 17 Uhr eine Finissage zum Abschluss der Ausstellung statt. Nach einem Sektempfang führen Marion Bornscheuer, leitende Kuratorin der Ausstellung, Claudia Thümler, stellvertretende Direktorin des LehmbruckMuseum und die Kunstvermittlerin Sybille Kastner durch die mit 245 Exponaten umfangreichste Ausstellung in der Geschichte des Hauses.
Noch einmal können Besucher dabei nicht nur erfahren, was es mit der sonderbaren Haltung der 100-jährigen Plastik auf sich hat, auch das Konzept der Ausstellung und spannende Hintergrundgeschichten zu einzelnen Exponaten werden dabei vermittelt. Die Teilnahme an der Finissage ist kostenlos.
Ab dem 25. Januar ist aufgrund der Ab- und Umbauarbeiten im LehmbruckMuseum nur ein Teil des Hauses für Besucher zugänglich. Bis zum 9. Februar können Interessierte jedoch den Lehmbruck-Trakt mit Exponaten der Sammlung des Hauses sowie die Ausstellung "JUNCTION" der Lehmbruck-Stipendiatin Leunora Salihu in der Straßengalerie besuchen. In dieser Zeit wird aufgrund der Einschränkungen nur der ermäßigte Eintritt erhoben.

plastikBAR im LehmbruckMuseum: Café Philo zu Gast im Café du Dôme (19. Januar)
Die letzte plastikBAR im Rahmen der Ausstellung "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911" wird noch einmal philosophisch, noch einmal ist das Café Philo zu Gast im Café du Dôme. Im dritten Teil der Reihe "Lehmbruck und die Philosophie seiner Zeit" wird Georg Mallitz am Donnerstag, 19. Januar, um 19 Uhr den Philosophen Edmund Husserl (1859-1938) vorstellen, der in seinen 1913 erschienenen "Ideen zu einer reinen Phänomenologie und einer phänomenologischen Philosophie" seine Methode der "phänomenologischen Fundamentalbetrachtung" entwickelt hat.
Wie diese funktioniert und was die phänomenologische Methode mit der Kunst Wilhelm Lehmbrucks zu tun hat, erfahren die Besucher während eines etwa 30-minütigen Impulsvortrags mit anschließender Kurzführung durch die Ausstellung. Anschließend wird das Gesehene und Gehörte zum Gegenstand philosophischer Reflexionen.
An diesem wie an jedem Abend des Café Philo gilt: Willkommen sind am intellektuellen Austausch interessierte Menschen, die nicht das professionelle Philosophiestudium im Sinn haben, sondern das Philosophieren als gemeinsames Nachdenken über Fragen des alltäglichen gesellschaftlichen und eigenen Lebens verstehen. Im Café Philo haben Vernunft und Phantasie, Begriffsschärfe und Genauigkeit, intellektuelle Redlichkeit und vor allem Neugierde, sprich Lust auf andere/neue Denkwege ihren Raum. Hier wird der Konsens gesucht, gleichwohl der Dissens akzeptiert. Der Eintritt zur plastikBAR kostet 8 Euro, ein Begrüßungsgetränk inklusive.

Sonderführungen durch die Ausstellung „Verwandlungen“ im Binnenschifffahrtsmuseum

Sonderführungen durch die Ausstellung „Verwandlungen“ im Binnenschifffahrtsmuseum

Duisburg, 18. Januar 2012 - Wegen der großen Besuchernachfrage bietet die Duisburger Künstlerin Ulla Handel am Sonntag, 22. Januar, und Sonntag, 29. Januar, jeweils um 14 Uhr eine kostenlose Sonderführung durch ihre Ausstellung im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt auf der Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort an. Die Ausstellung mit dem Titel „Verwandlungen“ endet am 5. Februar. Dann wird auch ihre elf Meter lange Installation eines Phantasieschiffes „Auf verlorenem Posten“ wieder in Einzelteile zerlegt. Öffnungszeiten des Binnenschifffahrtsmuseums: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Das Mercator-Jahr im Stadtmuseum

Die Direktorin des Kultur- und Stadthistorischen Museums am Johannes-Corputius-Platz 1 lädt am kommenden Sonntag, 22. Januar, um 15 Uhr zu einem Gespräch über das Mercatorjahr 2012 ein. Dr. Susanne Sommer berichtet von den Plänen und Vorbereitungen für ein ganz besonderes Museumsjahr.
Vor 500 Jahren, anno domini 1512, wurde der berühmte „Weltbeschreiber“ Gerhard Mercator geboren, dessen Globen und Atlanten den Beginn eines modernen Weltbildes markierten. Die Duisburger Mercatorsammlung des Museums gilt als eine der bedeutendsten in Europa.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt kostet 3 Euro.

LehmbruckMuseum: zwei öffentliche Führungen durch "Paris 1911"

Duisburg, 13. Januar 2012 - Am vorletzten Sonntag der Ausstellung "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911" (15. Januar) lädt das LehmbruckMuseum aufgrund des großen Interesses wie in den vergangenen Wochen zu zwei öffentlichen Führungen ein. Um 11.30 Uhr führt Madalina Rotter durch die mit 245 Exponaten umfangreichste Ausstellung in der Geschichte des Hauses, um 15 Uhr findet eine zweite Führung mit Friederike Winkler-Rufenach statt.
Während der etwa eineinhalbstündigen Führung werden die Kunstvermittlerinnen nicht nur erläutern, was es mit der sonderbaren Haltung der 100-jährigen Plastik auf sich hat, sie beleuchten auch das Konzept der Ausstellung und erzählen spannende Hintergrundgeschichten zu einzelnen Arbeiten von so berühmten Künstlern wie Auguste Rodin, Henri Matisse, Constantin Brancusi, Maurice Denis, Marcel Duchamp, Robert Delaunay, Amedeo Modigliani, Aristide Maillol, Fernand Léger oder Bernhard Hoetger und aus so renommierten Museen wie dem New Yorker MoMA, dem Pariser Louvre, dem Centre Georges Pompidou, dem Musée d'Orsay, dem Guggenheim Museum, der Berliner Nationalgalerie, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden oder der Fondation Beyeler.
Darüber hinaus bietet das LehmbruckMuseum auch am kommenden Dienstag (17. Januar) wieder eine öffentliche Führung außerhalb der regulären Öffnungszeiten an. Obwohl das Museum dienstags nur für angemeldete Gruppen geöffnet ist, können Besucher sich an diesem Tag um 14 Uhr an der Kasse für diesen Termin melden. Neben dem regulären Eintrittspreis wird für diese Führung eine Teilnahmegebühr von 2 Euro pro Person erhoben.

Galerie Rheinhausen: Franz Rudolf Knubel und 56 Pastellzeichnungen

Ausstellungsdauer: 21. Januar - 1. März 2012
Ausstellungseröffnung: Samstag, 21. Januar 2012, 17.00 Uhr
Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 13 und 14 - 19 Uhr, Sa 10 - 13 Uhr

Duisburg, 11. Januar 2012 - Vom 21. Januar bis 1. März 2012 zeigt die Galerie Rheinhausen in der Bezirksbibliothek den jüngsten Werkzyklus des Essener Künstlers Franz Rudolf Knubel. Mit 56 systematisch angelegten Untersuchungen auf Papier kann Knubel die Illusions- und Wirkungskraft der Farben Grün, Schwarz, Goldocker, Rot, Grau, Purpur, Gelb und Blau vor Augen führen. Dabei unterwirft er die Farben einem ordnungsstiftenden Arbeitsprinzip, mit dem Ergebnis das Irrationale und Relationale der Farben erlebbar zu machen.
Knubel lehrte von 1971 bis 2004 an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Ausstellungen im In- und Ausland markieren seine künstlerische Vita. Er war Mitglied der im Ruhrgebiet agierenden Künstlergruppe B1, deren Arbeiten im Kulturhauptstadtjahr 2010 einem breiten Publikum neu vorgestellt wurden. Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen Sammlungen, darunter die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz und The Metropolitan Museum of Art in New York.

Georg Stefan Troller zu Gast in der Zentralbibliothek

Duisburg, 10. Januar 2012 - Der Duisburger Verein für Literatur und Kunst lädt am Donnerstag, 26. Januar, um 20 Uhr zu einer Autorenlesung mit Georg Stefan Troller in die Zentralbibliothek an der Düsseldorfer Straße 5-7 ein. Der 1921 in Wien geborene Troller wird aus seinem neuen Buch „Vogelzug zu anderen Planeten“ lesen. 1962 begann er für den WDR mit seinem „Pariser Journal“. 1971 wurde er Sonderkorrespondent des ZDF in Paris. Dort begann er mit der siebzig Folgen umfassenden Sendereihe „Personenbeschreibungen“.
Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Interviews mit Prominenten. Heute ist Paris seine Heimat, auch die französische Literatur. Zu ihr gehört „Le Petit Prince“ von Antoine de Saint-Exupéry. In Trollers neuem Buch, das wie sein Vorbild im Karl Rauch Verlag erschienen ist, begegnet der Kleine Prinz prominenten Märchengestalten und Hauptfiguren aus der Weltliteratur.
Der Literaturabend wird im Rahmen der Französischen Woche und in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg sowie dem Presseverein Niederrhein/Ruhr angeboten. In die Lesung einführen wird Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek.
Eintrittskarten zum Preis von vier Euro im Vorverkauf und fünf Euro an der Abendkasse sind nur in der Zentralbibliothek erhältlich. Mitglieder des Vereins für Literatur und Kunst haben freien Eintritt.

Fragen an die an die Kniende, die im Jahre 1911 in Paris geboren wurde und der zur Zeit eine Ausstellung im LehmbruckMuseum gewidmet ist - gestellt von einem Duisburger.

Wann wurden Sie geboren?
Geboren wurde ich 1911. Ich habe es meinem Vater Wilhelm Lehmbruck jedoch nicht gerade leicht gemacht, wie sich meine Mutter Anita noch Jahrzeh
nte später erinnern konnte. "Ungewöhnliche und schwere Entscheidungen künstlerischer Art" habe ich ihm wohl abverlangt, immer wieder sei er in dieser Zeit in den Wald von Fontainebleau geflohen, um anschließend wie besessen weiterzuarbeiten. Kurz vor der Geburt hätten seine Selbstzweifel dann ihren Höhepunkt erreicht, sodass Anita schließlich nicht nur den meine Geburt in die Wege geleitet, sondern mich auch gleich zur Ausstellung im Salon d’Automne hat anmelden müssen.

Wo wurden Sie geboren?
In der Avenue du Maine Nr. 127 im Pariser Quartier Montparnasse, in einem wundervollen Hinterhofatelier.

Ist es richtig, dass Ihr Vater aus Duisburg, genau genommen aus Meiderich stammt?
Das stimmt, dort wurde er als viertes Kind einer Bergarbeiterfamilie geboren. Einige Zeit hat er dann in Düsseldorf an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie verbracht, bevor er 1910 mit Anita nach Paris zog.

Wo verbrachten Sie Ihre Jugend?
Zunächst in Paris, eine wundervolle Zeit. Jedoch blieb ich dort nur bis 1913.

Haben Sie Geschwister und wenn ja, nennen Sie uns die Namen und die heutigen Wohnorte Ihrer Geschwister.
Geschwister? Oh ja, viele sogar. Sei es die "Große Stehende", die ein Jahr vor mir zur Welt kam, die "Große Sinnende", die zwei Jahre jünger ist als ich, oder auch der "Emporsteigende Jüngling", der ebenfalls 1913 geboren wurde. Sie alle sind heute über die ganze Welt verstreut, doch zum Glück finden sich viele davon im LehmbruckMuseum in Duisburg. Es ist, so könnte man sagen, so etwas wie unser Familienmuseum.

Ihre Zwillingsschwester hat, so hört man, einen ganz besonderen Aufenthaltsort.
Ich habe sogar mehrere Zwillingsschwestern. Eine von ihnen können Sie im Museum of Modern Art in New York besuchen, andere in der Metropolitan Opera oder den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Erinnern Sie sich an herausragende Ereignisse in Ihrer Jugend?
Nun, ab 1913 jedoch glich mein Leben eher einer Reise, unter anderem habe ich einige Zeit in den USA verbracht, wo ich mit der Armory Show in New York, Chicago und Boston war. Eine Tournee, die ich nie vergessen werde!

Man sagt, dass Sie, bedingt durch Ihren Körperbau und Ihre Größe, eine Tanzausbildung genossen haben. Ist das richtig?
Wissen Sie, was der französische Schauspieler und Chansonier Maurice Cheavelier, übrigens ein Zeitgenosse meines Vaters, sagte? "Eine Frau ohne Geheimnisse ist wie eine Blume ohne Duft."

Sie erinnern sich sicher an Ihre Ankunft in Duisburg. Können Sie uns sagen, wann das war?
Aber sicher, das war 1925.

Dem Vernehmen nach war der Empfang nicht so sehr freundlich durch die Duisburger Bevölkerung, besondern durch eine bestimmte Gruppe. Erinnern Sie sich, worum es damals ging?
Wie könnte ich das vergessen? Nach meiner Rückkehr nach Duisburg gab es manch aufregendes Ereigniss. Viele Duisburger wollten mich damals nicht in ihrer Stadt haben, besonders der Hausfrauenbund fand mich wohl anstößig. Und einmal wurde ich sogar vom Sockel gestürzt! Auch die Nationalsozialisten haben später gegen mich gehetzt und mich in der Ausstellung "Entartete"
Kunst gezeigt. Keine schönen Jahre.

Nun gibt es in Duisburg eine große Ausstellung mit vielen Weggefährten anlässlich Ihres 100sten Geburtstages. Nenn Sie uns bitte einige dieser Gefährten.
Wo soll ich da bloß anfangen? Allein die schiere Zahl mach das schwierig.
Doch natürlich umgeben mich gerade Arbeiten von großen Bildhauern wie Auguste Rodin und Henri Matisse, Aristide Maillol und Constantin Brancusi, Amedeo Modiglian und Bernhard Hoetger. Ganz besonders freue ich mich, dass auch ein Werk von Karl Janssen gezeigt wird. Der war schließlich der Lehrer Wilhelm Lehmbrucks.

Ist es richtig, dass ein Gefährte aus Japan angereist ist, der sein Leben in einem Hotel dort verbringt?
Ja, das stimmt!

Worum handelt es sich und wie haben sie von seinem Aufenthaltsort erfahren?

Ich kannte dieses Gemälde von Maurice Denis, "Rinaldo im Garten der Armida"
von 1907, vorher auch nicht. Und wie ich hörte, scheint es auch seit seiner Entstehung noch nie in Europa gezeigt worden zu sein. Doch ich kann Ihnen
versichern: Sie werden es lieben! Und: Auch dieses Gemälde zeigt eine kniende Dame. Aufgespürt hat es, nach langer Recherche, die Kuratorin der Ausstellung, Marion Bornscheuer. Ein unglaublicher Glücksgriff!

Wie viele Besucher haben bisher diese Ausstellung besucht?

Das kann ich Ihnen nicht sagen, ich habe sie nicht gezählt. Doch bei dem Trubel, der hier vor allem am Wochenende herrscht, würde ich sagen: Tausende!

Und wie lange wird es diese Ausstellung in Duisburg geben?
Bis zum 22. Januar 2012. Doch ich und alle anderen, die hier ins LehmbruckMuseum gehören, bleiben natürlich.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, diese Ausstellung zu verlängern?
Ich persönlich nicht, aber wie ich höre, die Verantwortlichen durchaus. Doch leider wird das nicht möglich sein, im Januar müssen die meisten der Gefährten schlicht wieder zurück in Ihre Heimat.

Nennen Sie unseren Lesern bitte ein Ereignis anlässlich Ihres Geburtstages, das Sie berührt hat.
Da muss ich sofort an diesen Flashmob denken, der am 6. November in Duisburg stattgefunden hat. Wissen Sie, was das ist, ein Flashmob? An diesem Tag, es war ein Sonntag, haben sich weit mehr als 150 Duisburger in der Innenstadt getroffen und, wie auf ein geheimes Zeichen, gekniet, wie ich das tue. Und das auch noch zur Musik von Claude Debussys "Claire de lune". Gerade diesen Komponisten hat mein Vater geliebt. Das war ein Zeichen der Duisburger, das mich wirklich gerührt hat! Dejo