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Duisburg, 26.
Februar 2010 - Der Beirat für
Stadtgestaltung hat sich in seiner letzten
Sitzung mit den Ergebnissen des
Gestaltungswettbewerbs zum Bahnhofsvorplatz
befasst. Prinzipiell ist die für die
Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes
gewählte Vorgehensweise zu begrüßen, nämlich
durch ein Wettbewerbsverfahren mit
hochkarätigen Fachbüros zu einer
ausgezeichneten Lösung zur Gestaltung der
Hauptbahnhofsplatte und des Umfeldes zu
gelangen.

Es ist daher
umso weniger nachzuvollziehen, dass der
Preisträger aus Sicht des Beirates
wesentliche Grundbedingungen für die
Gestaltung eines zentralen Platzes am
Hauptbahnhof nicht erfüllt. Es kann nur
vermutet werden, dass durch überwiegend
verkehrstechnische Vorgaben der
Entwicklungsspielraum beengt war.
Der Beirat bedauert es sehr, dass die anderen Wettbewerbsbeiträge nicht
vorgelegt wurden, denn nur in Kenntnis der
anderen Entwürfe und der darin steckenden
Ideen und Planungsansätze ist ein Vergleich
möglich. Dass diese nicht der Öffentlichkeit
zugestellt und ausgelegt wurden, ist völlig
unverständlich, da es sich um eines der
wichtigsten Bauvorhaben in der Innenstadt
von Duisburg handelt.
Der Beirat hat
folgende Anregungen und Bedenken:
1.
Die
städtebauliche Situation des
Bahnhofsvorplatzes wird maßgeblich geprägt
von der Ausrichtung des
denkmalgeschützten Empfangsgebäudes auf die
Achse Friedrich-Wilhelm-Straße. Das in der
Nachkriegszeit errichtete, ebenfalls
denkmalgeschützte IHK Gebäude als
raumgestaltendes Pendant zum Bahnhof nimmt
in seiner sachlichen Prägung diese
Ausrichtung auf. Diese qualitätsvolle
städtebauliche bzw. stadträumliche Situation
wird durch die vorliegende Planung nicht
berücksichtigt.
Dem vorgelegten
Entwurf fehlt ein übersichtlich und klar
geordnetes Konzept für einen großstädtischen
Bahnhofsvorplatz, der einerseits die
eindeutige Beziehung zur Achse
Friedrich-Wilhelm-Straße hat und
andererseits über attraktive angrenzende
Platzzonen zwingend zur Königstraße
überleitet.
2.
Die problematische Verkehrsführung bringt
eine wesentliche Reduzierung von
verkehrlichen Anbindungen des Hauptbahnhofs
mit sich. Ungünstig ist unter anderem
die Entfernung der Taxen von der
Haupteingangshalle, da man eine unattraktive
Kolonade entlang laufen muss. Insgesamt
fehlt die nach Ansicht von BEST unabdingbar
notwendige Vorfahrt vor den Haupteingang des
Hauptbahnhofes einer Halbmillionenstadt.
Ein in die
Achse des Haupteinganges gestelltes Vordach
wäre wünschenswert.
3.
Das Prinzip der Inseln, das
die sicherlich übergroße Platzzone zwischen
Bahnhofsgebäuden und der Neubauzeile mit dem
Ziel einer guten Fußgängerlenkung
spannungsreich gliedern soll, erschwert die
Orientierung am Haupteingang für
ortsunkundige Personen.
Die
der Empfangshalle unmittelbar vorgelagerten
Inseln verhindern außerdem, dass das Denkmal
in seiner sachlichen Strenge und Prägung
wahrgenommen wird und beeinträchtigen damit
dessen Erscheinungsbild.
Die Gestaltung
des Platzes wirkt weitflächig und ohne Bezug
auf den Ort. Weder die besondere
verkehrliche Lage dieses Knotenpunktes, noch
die Identität der Stadt, noch die Gestalt
der angrenzenden Bebauung sind ablesbar. Der
Hinweis auf die Lage am Rhein durch die
Verwendung des Kieses im Bodenbelag
erscheint nicht ausreichend.
Der Knotenpunkt
der Überleitung zur Königstraße ist nicht
überzeugend ausgebildet und stellt nur eine
Straßenquerung dar. Der Duisburger
Informations-Pavillon erscheint in diesem
Kontext störend. Hier müsste eine ganz
spezifische Platzgestaltung mit einem
besonderen Schwerpunkt entwickelt werden.
4.
Die nördliche Spitze der geplanten
Zeilenbebauung an der Mercatorstraße ist
ablesbar von der Verkehrsrichtung geprägt.
Sie steht dem Fußgängerstrom entgegen.
5.
Abweichend von der Darstellung im Plan ist
die Bepflanzung der Inseln mit Bäumen nicht
möglich, Bäume können nur in den
Randbereichen des Bahnhofvorplatzes
gepflanzt werden.
6.
Die Anordnung einer Baumreihe entlang der
Mercatorstraße trennt die Fläche vor dem
Bahnhof von der Friedrich-Wilhelm-Straße.
Das Weglassen eines Baumes in der Baumreihe
reicht bei weitem nicht aus, die Achse in
Richtung Kantpark und WLM erlebbar zu
machen.
7.
Die völlig fehlende Auseinandersetzung mit
der Anbindung zur Duisburger Freiheit kann
darauf zurückgeführt werden, dass
hinsichtlich der Entwicklung des
Güterbahnhofgeländes und des südlich an den
Bahnhof angrenzenden Gebäudeflügels keine
oder unzureichende Informationen im
Auslobungstext gegeben wurden.
Hier
müssen Mittel und Wege zu einer
städtebaulich durchdachten Verknüpfung
größerem Maßstab untersucht und
in
den zu entwickelnden Bebauungsplan der
Duisburger Freiheit eingearbeitet werden.
Insgesamt ist
das Umfeld des Bahnhofsvorplatzes und die
angrenzenden Bebauungsfelder sowie die
großräumige Verkehrsführung mit in die
Überlegungen zum Bahnhofsvorplatz
einzubeziehen.
8.
Lage und Anordnung der Fahrradstellplätze am
südlichen Ende der Wettbewerbsfläche werden
so nur als Platzhalter für eine noch
auszuarbeitende Lösung betrachtet.
Der Beirat für
Stadtgestaltung fordert weitere Einsicht in
das Verfahren mit Kenntnis der anderen
Lösungen sowie der
Auslobungsunterlagen, um in eine noch
detailliertere fachliche Diskussion über
eine Modifizierung bzw. Änderung der Planung
eintreten zu können. |
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München/Duisburg, 7. Oktober 2009
-KLA_kiparlandschaftsarchitekten sind aus
einem Auswahlverfahren um die Gestaltung des
Bahnhofplatzes als Sieger hervorgegangen.
Das wurde am 6. Oktober 2009 auf der
Immobilienmesse Expo Real in München bekannt
gegeben.
Mit dem Ausbau der A 59 und der
Überdeckelung der Autobahn zwischen dem
Hauptbahnhof und der Fußgängerzone
Königstraße entsteht ein neuer Bahnhofplatz.
Landschaftsarchitekturbüros hat sich eine
Jury, bestehend aus
Stadtentwicklungsdezernenten Jürgen
Dressler, Ministerialdirigenten i.R.
Hans-Dieter Collinet und Dr. Ralf Oehmke,
Geschäftsführer der IDE, am 30. September
einstimmig für die Realisierung des Entwurfs
von KLA_kiparlandschaftsarchitekten Duisburg
/ Milano ausgesprochen. Die Grundlage für
die Planung war der Masterplan Innenstadt
von Foster + Partner.

Eine Fläche wird zum Platz
Im
Zusammenhang mit der geplanten
Hochbauarchitektur, der weiterführenden
Überdeckelung der A 59 und der
landschaftsarchitektonischen Gestaltung der
Freiflächen zwischen dem Hauptbahnhof und
der Fußgängerzone wird die derzeit nur in
Ansätzen ablesbare Fläche zum Platz und zum
Auftritt der Stadt Duisburg. Die
Unverwechselbarkeit der Gestaltung und der
Atmosphäre des Ortes resultiert hierbei
nicht aus einer Ansammlung von
"Attraktionen", Formen und Materialien,
sondern aus dem konsequenten Eingehen der
Gestaltung auf die unterschiedlichsten
Bedürfnisse der Besucher. Der Platz ordnet
sich dem Besucher unter, lenkt und leitet
über eine klar ablesbare Verbindung
("Fluidum") zur Innenstadt und anderen
Zielpunkten, lässt langsames flanieren,
Warten und Treffen ebenso zu wie
Aktivitäten, die nicht unmittelbar an die
Funktion "Bahnhof" gebunden sind.
Norbert Amberg von
KLA_kiparlandschaftsarchitekten erläutert
die Gestaltungspläne für den
Bahnhofsvorplatz Material und Form
Den harten Kanten der umgebenden Gebäude und
Verkehrsflächen setzt der Platz weiche,
fließende Formen entgegen. Diese lassen eine
flexible, wie selbstverständlich wirkende
Abgrenzung zwischen den unterschiedlich
genutzten Flächen zu, ohne diese jedoch aus
dem Platz herauszutrennen und zu isolieren.
Die Modellierung des Platzes sowie der
Bepflanzung orientiert sich hierbei in Höhe
und Anordnung an der Überschaubarkeit für
alle Nutzer.
Verwendet werden nur wenige, einfache aber
hochwertige, natürliche Materialien: Ein
Teppich (Fluidum) aus feinkörnigen,
befestigten Kiesflächen (ockerfarbener
Rheinkies als lenkendes Element im zentralen
Platzbereich, heller Quarzkies als Rahmen
entlang der Ränder) bildet einen
stabilenmineralischen Untergrund. Wie
selbstverständlich senkt sich dieser Teppich
an mehreren Stellen ab, um Wasserflächen zu
integrieren. Wasser ist hier in Bewegung,
horizontal (fließend) und vertikal
(Fontänen).
Erhöhte Bereiche bilden die Grüninseln;
baumbestanden und eher den Charakter einer
Wildnis als den einer hochgepflegten und
manikürten Grünfläche wiedergebend.
Holzdecks kennzeichnen Außenbereiche für die
Gastronomie entlang der Westseite des
Platzes. KLA_kiparlandschaftsarchitekten und
die Gruppe LAND mit Bürostandorten in
Duisburg (seit 1990) und Mailand (seit 1986)
arbeitet mit seinen derzeit mehr als 60
Mitarbeitern als interdisziplinäre
Planungsgruppe im In- und Ausland.
Schwerpunkte ihrer Arbeiten liegen hierbei
in der Entwicklung kommunaler und regionaler
Freiraumkonzepte sowie in der Planung
urbaner Freiflächen. |
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Duisburg, 24.
Juni 2009 - Die Deutsche Bahn AG hat heute die Pläne zur Modernisierung
des Empfangsgebäudes des Duisburger Hauptbahnhofs vorgestellt. Ende Juli
beginnt die Sanierung der Empfangshalle und der Personenunterführung.
Insgesamt werden über 10 Mio. Euro
in das Projekt
investiert. Davon zahlen der Bund 7,9 Mio. Euro, das Land NRW 1,3 Mio.
Euro und die Bahn 0,9 Mio. Euro.Die Empfangshalle wird heller und
freundlicher gestaltet, da die eingezogene Hallendecke zurück gebaut
wird. Neue Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen sowie eine neue
Türanlage runden das Paket ab. Die Schließfachanlage wird aus der Halle
näher an die Bahnsteigaufgänge in die Personenunterführung umgesetzt.
Der Service Point wird in die Fassade in Höhe des Reisezentrums
integriert. "Die Wiederherstell ng der großen Eingangshalle und der neue
Service Point tragen deutlich zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität
bei", so Martin Sigmund (links im Bild) , Leiter des Regionalbereichs
West der DB Station & Service AG. Die Personenunterführung wird durch
eine attraktive Deckenverkleidung und neue Beleuchtungs- und
Beschallungsanlagen aufgewertet. Gleichzeitig werden Empfangshalle und
Personenunterführung brandschutztechnisch ertüchtigt.
Das Reisezentrum wird ab Mitte August bis Ende Dezember in einen
Container auf dem südlichen Bahnhofsvorplatz ausgelagert. Reiner Latsch
(2. v.r.), Konzernbevollmächtigter der Bahn in NRW freut sich über die
Verbesserungen und bat auch um Verständnis für eventuelle
Einschränkungen durch die Bauarbeiten: "Wir wollen die wichtigsten
Arbeiten bis zum Frühjahr des Kulturhauptstadt-Jahres 2010 abgeschlossen
haben."
"Die Unannehmlichkeiten durch die Großbaustelle vor unserem Hauptbahnhof
und bald auch darin ertrage ich persönlich gerne, weil ich weiß, dass
nach der Fertigstellung dieses wichtige Eingangstor in unsere Stadt
endlich attraktiver wird", so Duisburgs Oberbürgermeister Adolf
Sauerland.
Die spannende Frage bei dieser Modernisierung: Was passiert mit der
denkmalgeschützten und zum Teil maroden Decken? "Wir sind zunächst froh,
dass der erste Schritt getan werden kann, zumal ja 10 Millionen Euro
auch schon allerhand ist", betonten NRW-Konzernchef Latsch und OB
Sauerland unisono. Es geh halt nur schrittweise. Nach der Modernisierung
der Empfangshalle geht es darum, den Bahnhof grundsätzlich zukunftsfähig
zu gestalten, hob Adolf Sauerland hervor. Zukunftsfähigkeit zielt darauf
ab, dass in Duisburg auch alle Züge den Bahnhof anfahren können und
nicht durch Höhe oder Tiefe behindert werden. Dann kommt es auf den
Gesamt-Finanzrahmen an, der - so Reiner Latzsch - nur unter
betriebswirtschaftlichen Gesichtpunkten gesehen werden kann. Die
Gesamtfinanzierung unter Einbeziehung des Denkmalschutzes sei ein immens
teuere Angelegenheit. "Und da reden wir nicht über zehn Millionen Euro.
Da geht es um sehr viel mehr", ergänzte Duisburgs OB. Harald Jeschke


Anzeigetafel Anfang August 2009 entfernt und dahinter
verbarg sich das Werk des Künstlers Otto H. Gerster aus dem Jahr 1950,
das aber im Zuge der Umgestaltung der Eingangshalle wieder verdeckt
wird. Fotos Jeschke/Schneider)


Denkmalschutz
Duisburg Hauptbahnhof: Modernisierung
Empfangsgebäude und Personenunterführung (ZC-2008-0390),
Wiederherstellung des Wandbildes aus dem Jahre 1950
November 2008
1. Einleitung
Die Stadt Duisburg ist als Untere
Denkmalbehörde im Zuge des Genehmigungsverfahrens zum Umbau und der
Modernisierung des Hauptbahnhofes beteiligt. Genehmigungsbehörde ist
das Eisenbahnbundesamt, Außenstelle Essen.
Im Zuge einer Modernisierung des Bahnhofes
soll der ursprüngliche Zustand der Bahnhofshalle so weit als möglich
wiederhergestellt werden. Der Bahnhof gehört zu den 21 Kategorie 1 —
Fernverkehrsknoten der DB-AG und soll in einem gehobenen Standart
ausgebaut werden. Das Land NRW wird im Zug der Kulturhauptstadt 2010
Kampagne den Hauptbahnhof Duisburg sowie vier weitere Bahnhöfe
fördern. Das Konzept der Umbaues sieht einen ambitionierten
Umbauplan von Mitte bis Ende 2009 vor.
Die in den 1960er Jahren abgehängte Decke im
zentralen Schalter-Eingangsbereich soll zurückgebaut, die in den
70er Jahren vorgebauten Verkaufsflächen begradigt werden. Im
Tunnelbereich sollen eine neue Beleuchtung geschaffen sowie die
Schließfächer neu gestaltet werden. In der Halle gab es an der
Ausgangsseite sowie vor dem Bahnsteigtunnel großformatige
Wandbilder. Diese zeigten vor dem Krieg eine Netzkarte der Deutschen
Reichsbahn (Tunnelseite) sowie eine Abbildung eines Rheinkahnes bzw.
ein später darüber gemaltes Bild eines Rheinschleppdampfers
(Stadtseite). Anfang der 1950er Jahre wurde das dritte Wandbild an
dieser Stelle angebracht. Eine Ortsbesichtigung und Begehung der
heutigen Zwischenebene im Herbst 2008 ergab, das Teile dieses
Wandbildes noch vorhanden sind; allerdings wurde es durch die
Aufhängung der Zwischendecke beschädigt (siehe die Abbildungen
unten).
Im Innenbereich der Eingangshalle soll über
dem Hauptausgang (Stadtseite) die ursprüngliche und in Teilen noch
vorhandene Balustrade wiederhergestellt werden. Darüber, und damit
das erhaltene Wandbild von 1950 überdeckend, soll ein Werbebanner
errichtet werden.
Die vorhandenen
Fenster der Halle (Metallrahmen mit
Einfachverglasung) sollen durch ein
Pfosten-Riegel System mit Lüftungsöffnungen
ausgetauscht werden.
Im Außenbereich waren die Metallstützen
ursprünglich mit Kalkplatten bekleidet.
Diese sind durch ein Putzsystem ersetzt
worden.
Der Ostausgang soll im linken Bereich dem
schon erfolgten Umbau des Bäckerladens
angepasst werden. Die Bahnsteighalle ist
nicht Gegenstand dieses ersten
Umbauabschnitts.
2. Wandbilder
Durch den beabsichtigten Umbau der
Bahnhofshalle und dem Rückbau der
abgehängten Decke stellt sich aktuell die
Frage nach Zustand und Wiederherstellung
des, im Zuge der
Beseitigung der Kriegsschäden, 1950
entstandenen Wandbildes von Otto H. Gerster.
Vorab ein kurzer Abriss der geschichtlichen
Hintergründe der Wandbilder:
Nach der Fertigstellung des neuen
Hauptbahnhofes 1934 waren Wandbilder vorerst
nicht vorgesehen. Erst im Zuge der Eröffnung
wurde die Frage einer Gestaltung der freien
Wandflächen zwischen dem (Reichsbahn)
Präsidenten Bergemann und dem damaligen OB
Dr. Kelter erörtert. Man war der Auffassung,
dass die Wandflächen nicht mit Werbung.
sondern künstlerisch gestaltet werden
sollten. Dieses auch vor dem Hintergrund
einer Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme für
notleidende Künstler. Nach einem Wettbewerb
wurde das erste Wandbild von Ludwig Gies
(nach dem Kriege der Bildhauer des Bonner
Bundesadlers) ausgewählt und in einer
Kalk-Casein Technik auf den frischen Putz
gemalt.
Abb. 1; Wandbild von 1935
Das
Wandbild zeigt einen überdimensionierten
Lastkahn vor Duisburger lndustriekulisse und
führte allen ankommenden Reisenden
eindringlich die Bedeutung der Häfen für die
Stadt Duisburg vor Augen. Das Wandbild
wurde im Jahr 1935 ausgeführt. Kurze Zeit
später schon wurde der Künstler Ludwig Gies
von den damaligen Machthabern als „entartet“
diffamiert.
Aus diesem Grund wurde ein neues Wandbild in
Auftrag gegeben, das den damaligen
Kunstverstand wiedergab. Der Künstler dieses
Bilder war Cornelius Wagner und wird in der
National-Zeitung wie folgt zitiert.,, Meine
Kunst ist absolut volksverbunden; alles soll
gleich auf den ersten Blick verständlich
sein“. Wagners Bild wurde über das
ursprüngliche Bild von Gies gemalt. Bezahlt
wurde das Gemälde durch Industriekreise.
Abb. 2:
Wandbild von 1938
Darstellung
eines Schleppdampfers auf dem Rhein vor den
DEMAG Werken, Hütte Vulkan, Kupferhütte und
Niederrheinische Hütte in Hochfeld
Durch Kriegseinwirkungen 1943/44 wurden
beiden Wandbilder beschädigt und das Bild
von Wagner durch Regen abgewaschen. Nach
Beseitigung der Kriegsschäden wurde
versucht. das Wandbild von Gies
wiederherzustellen, was aber durch die
Schäden unmöglich erschien. Eine
Wiederherstellung des Bildes von Wagner
stand nicht zur Debatte. In diese
Kontroverse zur Neugestaltung wurde auch
Prof. Gies hinzugezogen und nach mehr als
zwei Jahren Diskussion innerhalb der
Stadtverwaltung wählte man einen Entwurf von
Otto H. Gerster aus. Dabei geht der Entwurf
Gersters auf eine Besprechung mit OB August
Seeling von 1949 zurück. Auch der damalige
Städtische Baudirektor Siegfried von Tiling
hatte maßgeblichen Anteil an der
Wiederanbringung des Bildes. Die Stadt
Duisburg „mietete die Wandfläche zur
Selbstdarstellung (Werbung), da die Deutsche
Bundesbahn damals kommerzielle Werbung an
die Wandseiten bringen wollte.
Abb. 3:
Wandbild von 1950
Darstellung
eines Steuermannes vor stilisierten Häfen
und lndustrieanlagen
Das Wandbild wurde, wie das erste, auf einen
neuen, über dem Ursprungsbild gelegten,
frischen Putz aufgetragen.
Über dem Personentunnel war das Streckennetz
der Deutschen Reichsbahn im Rheinisch
Westfälischen Industriegebiet dargestellt.
Diese Darstellung wurde später (nach dem
Krieg) durch eine Zeitungsreklame für die
Rheinische Post ausgetauscht. Diese Reklame
ist noch erkennbar, allerdings ohne die
Leuchtschriftbuchstaben.
Abb. 4:
Wandbild Bahnsteigseite, Streckenkarte
In
den Jahren 1958 bis 1961 wurde der Bahnhof
in seinen jetzigen Zustand gebracht, wobei
er in den 1970er und 1990er Jahren um die
Läden, Einbauten und Leuchten ergänzt wurde.
An Ausgang und Tunnelseite wurden 1960/61,
unterhalb der abgehängten Decke, sogenannte
Wandbildsteifen von dem Werbearchitekt und
Kunstmaler Helmut Hoffmann angebracht, die
in der Ratssitzung vom 06.02.1961 behandelt
wurden.
Diese Bilder zeigten - sehr stilisiert -
Gleisanlagen sowie die Industriekulisse von
Duisburgs.
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung
kommentierte am 19.05.1961 die „wohl
Abstraktion des Eisenbahnartigen an der
Tunnelseite“ sowie die „gegenständlich
gehaltene symbolhafte Darstellung der ‚Stadt
Montan‘ über dem Haupteingang. Beide Bilder
existieren nicht mehr. An der Tunnelseite
befindet sich der Zugzielanzeiger und am
Hauptausgang eine Bierreklame.
Besichtigt wurde der aktuelle Zustand des
Wandbildes von 1950 am 15.10.2008.
Abb. 5-7:

Aktueller Zustand des Wandbildes von 1950
Nach Auskunft der Restaurierungswerksstatt
des Landschaftsverbandes Rheinland
/Rheinische Denkmalpflege (LVR / RD) ist es
angesichts des überraschend guten aktuellen
Erhaltungszustandes unbedingt möglich, das
Bild zu Restaurieren. Eine „Aufarbeitung
könnte mit relativ geringem Aufwand
erfolgen. Dazu wird durch das Fachamt
aktuell ein
Restaurierungskonzept erarbeitet, welches
kostenlos an die DB-AG weitergeleitet wird.
Bürger-Informationsveranstaltung „Duisburger Freiheit“
Mitte Mai wurden die Mitglieder des Rates der Stadt und der
Bezirksvertretung Mitte über den Masterplan informiert, den das
Architektenbüro Foster + Partners für das rund 35 Hektar große Areal an
der Südseite des Duisburger Hauptbahnhofes unter dem Namen „Duisburger
Freiheit“ entwickelte. Jetzt laden die Stadt Duisburg, die Innenstadt
Duisburg Entwicklungsgesellschaft mbH und der Eigentümer, die aurelis
Real Estate GmbH & Co. KG, zu einer Bürgerinformations-veranstaltung
ein. Stattfinden wird die öffentliche Präsentation des Projektes am
kommenden Donnerstag, den 25. Juni, ab 19 Uhr im „Kleinen Prinzen“
(gegenüber vom Duisburger Rathaus), eingeladen sind alle interessierten
Bürger.
In konsequenter Weiterentwicklung des bereits 2007 von Foster
entwickelten Masterplans für die Duisburger City soll auf der rund 1,6
Kilometer langen und 275 Meter breiten Fläche am alten Güterbahnhof
zwischen Hauptbahnhof und der BAB-59-Anschlussstelle Hochfeld ab 2010
ein weiterer, citynaher Büro- und Dienstleistungsstandort entstehen.
Über den aktuellen Stand der Planung informieren bei der
Bürgerinformationsveranstaltung unter anderem Vertreter der Stadt und
Ralph Schneemann, Leiter der Projektentwicklung in der aurelis-Region
West.
Für die aurelis Real Estate GmbH & Co. KG gehört Duisburg zu den
wichtigsten Standorten in Deutschland. Im Duisburger Portfolio der
aurelis befinden sich ehemalige Bahnflächen von rund 1,6 Mio.
Quadratmetern verteilt auf zwölf Grundstücke in unterschiedlichen
Duisburger Stadtteilen. Angesichts der Bedeutung des Standorts Duisburg
hat das Unternehmen sein Regionalbüro West zum 15. Juni 2009 von Köln
nach Duisburg verlegt.

Archiv Hans-Willi Bütefür (Ansicht um 1940) |
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Der Hauptbahnhof Duisburg ist der größte und wichtigste Bahnhof der
Halbmillionenstadt Duisburg. Er ist der zentrale Knotenbahnhof des
Eisenbahnpersonenverkehrs im westlichen Ruhrgebiet und am unteren
Niederrhein.
Der ehemals der Kategorie 1 zugeordnete Hauptbahnhof ist heute ein
Intercity-Express- und InterCity-Bahnhof der Kategorie 2 und darüber
hinaus Halt vieler Regionalverkehrslinien und der S-Bahn Rhein-Ruhr.
Lage und Bedeutung
Der Duisburger Hauptbahnhof liegt an der
Rheinschiene, einer der bedeutenden Eisenbahnverbindungen von
Süddeutschland und der Schweiz in die Niederlande, nach Nord- und
Ostdeutschland.
Folgende Strecken laufen in Duisburg
zusammen:
* In Richtung Norden
verläuft die zwei- bis dreigleisige Fortsetzung der Köln-Mindener
Eisenbahn nach Dortmund über Wanne-Eickel. Von ihr zweigt in Oberhausen
die Hollandstrecke nach Amsterdam über Wesel und Emmerich ab.
* Nach Osten zweigt die durchgängig viergleisige
Bergisch-Märkische Eisenbahn nach Dortmund über Mülheim (Ruhr) Hbf und
Essen Hbf ab.
* Die in Richtung Süden
verlaufende Strecke über Wedau (Duisburg) zum Entenfang (die in den
1970er Jahren stillgelegte Ratinger Weststrecke) soll nach dem Wunsch
vieler Anwohner wieder bis Düsseldorf verlängert werden.
* Die weitgehend parallel verlaufende Hauptstrecke
von Duisburg über Düsseldorf Flughafen nach Düsseldorf Hbf zählt zu den
meistfrequentierten Deutschlands und ist im Bundesverkehrswegeplan für
einen durchgehend sechsgleisigen Ausbau vorgesehen (derzeit teilweise
nur vier- bis fünfgleisig).
* Die westlich nach Mönchengladbach Hbf über Krefeld
Hbf und Viersen verlaufende Strecke ist von regionaler Bedeutung. Von
ihr zweigt in Rheinhausen die Niederrheinstrecke nach Xanten über Moers
ab. Siehe auch Bahnstrecke Osterath – Dortmund Süd sowie Bahnstrecke
Duisburg – Ruhrort – Mönchengladbach.
Obwohl der Duisburger Hauptbahnhof eine
bedeutende Rolle im Regional- und Fernverkehr spielt, ist seine
Bedeutung für den innerstädtischen Eisenbahnverkehr eher gering. Dies
liegt in erster Linie daran, dass die nördlich der Ruhr eingemeindeten
Städte bzw. Ortsteile in den Anfangsjahren der Eisenbahn eine andere
verkehrstechnische Ausrichtung hatten.
Hierbei spielte vor allem eine Rolle, dass zwischen Duisburg und dem
Norden der heutigen Stadt das Ruhrmündungsgebiet mit den Duisburger und
Ruhrorter Häfen ein eisenbahnbaulich schwierig zu überwindendes Gebiet
darstellte. So hatte sich das gesamte Gebiet nördlich der Ruhr
eisenbahntechnisch auf die nordöstlichen Strecken der Köln-Mindener
Eisenbahn mit Oberhausen als Zentrum ausgerichtet. Mehrere
Regionalverbindungen verliefen so fächerförming in Ost-West-Richtung
durch den Duisburger Norden mit Start- oder Endpunkt Oberhausen Hbf (u.
a. Ruhrort, Beeck, Hamborn und Walsum).
Statistik
Bis zu 100.000 Fahrgäste erreichen täglich diesen Bahnhof, der von etwa
200 Zügen des Fernverkehrs angefahren wird. Im Schnittpunkt zwischen
Ruhrgebiet und Rheinschiene ist der Bahnhof einer der größten
Umsteigebahnhöfe im Nah- und Fernverkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Insgesamt wird er von rund 600 bis 650 Nah- und Fernverkehrszügen
täglich angefahren.
Umgebung
In unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs in Duisburg-Duissern befindet
sich die Niederlassung West der DB Netz AG, die für das Schienennetz im
Westen Deutschlands zuständig ist, und eine Niederlassung von Railion.
Südlich der Bahnsteiganlage liegt der Abstellbahnhof für Reisezugwagen,
dessen Werkstatt jedoch stillgelegt wurde. Südwestlich des
Personenbahnhofes liegt das Gelände des ebenfalls stillgelegten Güter-
und Rangierbahnhofes, an dessen wiederum südwestlichem Ende sich
außerdem ein größtenteils bereits abgebrochenes Bahnbetriebswerk befand.
Zu dessen für die Wartung und Versorgung von Dampflokomotiven
ausgelegten Anlagen gehörten u. a. auch eine Drehscheibe mit
Ringlokschuppen, letzterer und der gerade zu einem Restaurant umgebaute
Wasserturm sind die einzigen übriggebliebenen Zeugen dieser Zeit.
Das gesamte Gelände ist eine der größten deutschen innerstädtischen
Freiflächen, die die Deutsche Bahn AG zur Umnutzung an interessierte
Investoren verkaufen will. Der Plan zum Bau des größten Einkaufszentrums
Deutschland ist jedoch aufgrund der befürchteten Verödung der Duisburger
Innenstadt vom Rat der Stadt Duisburg bis auf weiteres ausgesetzt
worden.
Geschichte
Ehemalige Privatbahnen
Am 9. Februar 1846 begann das Eisenbahnzeitalter in Duisburg, als die
Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME) mit ihrem Duisburger Bahnhof
das zweite Teilstück ihrer Stammstrecke von Köln-Deutz nach Minden (Westf)
einweihte. Im folgenden Jahr erreichte man am 15. Mai 1847 dann Hamm (Westf),
sodass Duisburg nicht mehr Endbahnhof, sondern Durchgangsbahnhof auf der
Strecke von Düsseldorf nach Oberhausen wurde.
Fünfzehn Jahre später, im Jahre 1862, eröffnete dann die
Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft (BME) ihre Ost-West-Verbindung
durchs Ruhrgebiet von Dortmund bzw. Witten nach Duisburg und erbaute
ihren Bahnhof in unmittelbarer Nähe zum bereits bestehenden Bahnhof, im
Gegensatz zu diesem aber nicht als Durchgangsbahnhof sondern als
Kopfbahnhof, der nur von Nordost angefahren wurde.
Am 15. Februar 1870 ging schließlich eine zunächst nur drei Kilometer
lange Stichbahn der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) vom
Trajektbahnhof Hochfeld nach Duisburg in Betrieb, die dann im Jahre 1879
Ausgangspunkt der neuen Strecke nach Quakenbrück wurde, somit war der
dritte Bahnhof am gleichen Ort auch wieder ein Durchgangsbahnhof.
Preußische Staatseisenbahnen
Die Bahnhofsgebäude der drei Eisenbahn-Gesellschaften blieben erhalten
und wurden erst abgerissen, als nach der Verstaatlichung und Übergang an
die Preußischen Staatseisenbahnen ein gemeinsames Empfangsgebäude in
Insellage zwischen den Bahnsteigen der einzelnen Strecken gebaut werden
sollte.
Die Zufahrt zu diesem Gebäude erfolgte von Norden von der Mülheimer
Straße, die zu dieser Zeit noch niveaugleich und mit Bahnübergängen
gesichert gekreuzt wurde. Erst Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts
wurden alle Gleise in Hochlage gebracht.
Deutsche Reichsbahn
Das preußische Bahnhofsgebäude der 1920 zur Deutschen
Reichsbahn-Gesellschaft vereinigten ehemaligen Länderbahnen wurde erst
Anfang der 1930er Jahre abgerissen, um Platz für eine deutliche
Erweiterung des Bahnhofs auf die heutige Größe zu schaffen.
Das heute noch existierende Empfangsgebäude des Personenbahnhofes am
Portsmouthplatz entstand in den Jahren 1931 bis 1934 unter Leitung von
Regierungsbaudirektor Johannes Ziertmann (Architekt bei der
Reichsbahndirektion Essen) und galt als eines der modernsten
Bahnhofsgebäude seiner Zeit. Zu vergleichen ist es mit den in derselben
Epoche entstandenen Empfangsgebäuden in Düsseldorf und Oberhausen. Die
zwei Skulpturen an der Stirnfront der als Stahlskelettkonstruktion
errichteten Schalterhalle stammen von dem Essener Bildhauer Joseph
Enseling. Die Bahnsteigüberdachungen sind konstruktiv ähnlich den in den
1980er Jahren verschrotteten Überdachungen des Düsseldorfer
Hauptbahnhofs (Vierendeelträger) und folgen konzeptionell den bereits
vor dem Ersten Weltkrieg errichteten Überdachungen des Darmstädter
Hauptbahnhofs.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hauptbahnhof bei einem schweren
anglo-amerikanischen Bombenangriff auf Duisburg stark beschädigt.
Deutsche Bundesbahn
Nach dem Krieg wieder aufgebaut, wurde das Bahnhofsgebäude mehrfach
umgebaut. Bei den Neugestaltungen wurde dabei das Erscheinungsbild
mehrfach zugunsten der Funktionalität simplifiziert, so sind z. B. die
Gemälde der Haupthalle zunächst hinter Verblendungen, später unter Farbe
verschwunden.
Im Jahre 1992 wurde im Rahmen der Einweihung der Stadtbahn Duisburg die
neue Verknüpfungshalle Nord im Betrieb genommen, dazu wurden alle sechs
Bahnsteige mehrere hundert Meter weit in Richtung der ehemaligen
Straßenunterführung von der Mülheimerstraße zur Königstraße verlängert
und mit einfachen Bahnsteigdächern versehen, die sich optisch deutlich
von der alten Bahnsteighalle absetzen.
Deutsche Bahn AG
Der Duisburger Bahnhof scheint von der Deutschen Bahn AG stiefmütterlich
behandelt zu werden. So wird die dringend notwendige Renovierung
beziehungsweise der Neubau der Gleisüberdachung und eine dem deutschen
Großstadtstandard - Duisburg ist eine der 13 größten Städte Deutschlands
- entsprechende Innengestaltung des Bahnhofes ebenso wie in vielen
anderen NRW-Großstädten (vgl. Dortmund Hbf, Münster (Westf) Hbf) seit
Jahrzehnten hinausgezögert.
Um sich diese Kosten zu sparen wurde angesichts des bevorstehenden
Börsengangs der Deutschen Bahn AG der Duisburger Hauptbahnhof trotz
seiner zentralen Lage und Bedeutung für das Umland zuletzt von Kategorie
1 (Fernverkehrsknoten) abgestuft nach Kategorie 2
(Fernverkehrssystemhalt), obwohl hier drei Fernverkehrsstränge
zusammenlaufen (vgl. Abschnitt Fernverkehr). Diese Herunterstufung wird
auch dadurch dokumentiert, dass der Eintrag des Hauptbahnhofes Duisburgs
von der Internet-Site der Bahn genommen wurde.
Der desolate Zustand der Duisburger Bahnsteigüberdachung war schon lange
nicht mehr zu übersehen, überall tropfte Regenwasser durch, ein
Herabfallen der maroden Dachelemente auf die Reisenden nur durch
notdürftig untergezogene Netze zu verhindern versucht.
Am 21. November 2008 deckte das
Sturmtief-Irmela Teile der Bahnsteigüberdachung ab, der gesamte Bahnhof
musste daraufhin für mehrere Stunden gesperrt werden.
Dringend benötigte Sanierung
Am Freitag, den 12. Dezember 2008, gab die Deutsche Bahn AG und das Land
NRW bekannt, dass die dringend benötigten Sanierungsarbeiten Mitte des
Jahres 2009 beginnen werden. Die Gesamtkosten werden auf ca. 60
Millionen Euro beziffert.
Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Sanierung der Empfangshalle. Unter
anderem sollen die störenden Zwischendecken wieder entfernt werden, und
das Gebäude in einen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden.
Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade sind nicht geplant.
Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden mit 10,1 Mio. Euro
veranschlagt.
In einem zweiten, wesentlich kostenintensiveren Bauabschnitt, sollen ab
2011 die Bahnsteige, Gleisanlagen und die marode Dachkonstruktion
saniert werden," stellt die Internetplattform Wikipedia den Duisburger
Hauptbahnhof vor.
Dass täglich rund 700 Züge den Hauptbahnhof ansteuern und rund 82.000
Reisende befördern, dass er 1846 eröffnet wurde und dass Eduard Lyonel
Wehner der Architekt ist, steht dort auch.
Als eifrigre Bahnfahrer kenne ich natürlich den maroden Zustand des
Gebäudes. Daher bin ich schon gespannt, ob die hier vorgestellten
Sanierungsarbeiten tatsächlich so durchgeführt werden, wie sie
angekündigt wurden. Wer möchte schon beispielsweise an einem
vermeintlich trockenen Ort stehen und trotzdem nass geregnet werden?
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