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Im Januar waren in Duisburg 1.934 oder 6,4 Prozent mehr Personen als im Dezember 2011 arbeitslos gemeldet

Arbeitslosenzahl im Januar: + 1.934 auf 31.982
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 108
Arbeitslosenquote im Januar: + 0,8 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent
Duisburg, 31. Januar 2012 –  „Mit dem Jahreswechsel verzeichnen wir den üblichen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Hinzu kommt in diesem Januar das Auslaufen von Beschäftigungen im zweiten Arbeitsmarkt in der Grundsicherung für Personen unter 25 Jahre“, so Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg zur aktuellen Entwicklung am Duisburger Arbeitsmarkt.
Mit 31.982 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Januar 1.934 oder 6,4 Prozent mehr Personen als im Dezember 2011 arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Januar 2011 bedeutet dies einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 108 Personen oder 0,3 Prozent.
Die Arbeitslosenquote stieg von Dezember 2011 auf Januar 2012 um 0,8 Prozentpunkte auf jetzt 13,2 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag die Quote ebenfalls bei 13,2 Prozent.
Wie schon in den Vormonaten, so wird auch im Januar die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr unterzeichnet, weil der statistische Entlastungseffekt durch den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen geringer ausgefallen ist als noch vor einem Jahr. Die Zahl der Personen, die in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren und Arbeitsgelegenheiten beschäftigt waren und deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden (Unterbeschäftigung im engeren Sinne), lag im Januar 2012 um 2.697 oder 6,5 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Der Rückgang der Unterbeschäftigung im engeren Sinne ist damit deutlicher ausgefallen als der in der Arbeitslosenstatistik ausgewiesene Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Betrachtet man die Entwicklung nach den Rechtskreisen getrennt, so ist die Arbeitslosenquote im Januar im Versicherungsbereich (SGB III) um 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 2,5 Prozent angestiegen. Im Vorjahresmonat lag sie mit 2,6 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als in diesem Januar. 2
Im Januar 2012 waren 5.994 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Die ist ein Anstieg um 663 oder 12,4 Prozent gegenüber dem Dezember 2011. Im Vergleich zum Januar 2011 verzeichnen wir im Bereich des Arbeitslosengeld I-Bezuges einen Rückgang der arbeitslos gemeldeten Personen um 252 oder 4,0 Prozent.
In der Grundsicherung (SGB II) stieg die Arbeitslosenquote im Januar um 0,5 Prozentpunkte auf jetzt 10,7 Prozent. Im Januar 2011 lag sie ebenfalls bei 10,7 Prozent. Damit haben wir keine Veränderung zum Vorjahresmonat.

In der Grundsicherung stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Januar auf 25.988 Menschen (+ 1.271 Personen oder + 5,1 Prozent gegenüber dem Vormonat). Gegenüber dem Januar 2011 (25.844) stieg die Arbeitslosigkeit in der Grundsicherung um 144 Personen oder 0,6 Prozent.
Die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt hat im Januar zugenommen. Im Dezember lagen sie bei 5.673, im Januar sind sie auf jetzt 6.334 gestiegen (+ 661 oder + 11,7 Prozent). Im Januar des Vorjahres hatten wir nur 5.815 Zugänge in Arbeitslosigkeit, dies bedeutet eine Steigerung um 519 oder 8,9 Prozent bezogen auf den Vorjahresmonat.
Von den 6.334 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Januar 2012 2.694 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit. Gegenüber dem Dezember 2011 mit 1.790 Zugängen aus Erwerbstätigkeit bedeutet dies eine Steigerung um 904 oder 50,5 Prozent.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2011 ist die Zahl der Zugänge aus vorheriger Erwerbstätigkeit ebenfalls um 425 Personen oder 18,7 Prozent angestiegen (2.269 im Januar 2011). Auf den zweiten Blick ist diese Steigerung erklärbar mit dem Anstieg des Zugangs aus Beschäftigung am zweiten Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2011 beträgt der Anstieg 394 Personen und 396 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit ist im Januar 2012 mit 1.085 Personen weniger Menschen (- 279 Personen oder -20,5 Prozent) als im Dezember 2011 gelungen. Gegenüber dem Vorjahresmonat (1.167 im Januar 2011) bedeutet dies ebenfalls einen Rückgang (- 82 Personen oder - 7,0 Prozent).
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.404 Personen. Das waren 1.215 weniger als im Dezember 2011 und 297 weniger als vor einem Jahr im Januar 2011.

„Der Stellenbestand ist unvermindert hoch. Jahreszeitlich zurückgegangen ist im Januar die Nachfrage nach Arbeitskräften. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage nach Helfern aus dem Bereich der Verleiher rückläufig. Unvermindert hoch ist hingegen der Bedarf an Fachkräften“, so Schoofs.
Mit 770 neuen ungeförderten Stellen sank der Stellenzugang gegenüber dem Dezember um 225 oder 22,6 Prozent. Gegenüber dem Januar 2011 mit 831 neu gemeldeten Stellen bedeutet dies einen Rückgang um 61 oder 7,3 Prozent
Der Bestand an Stellenangeboten ist gegenüber dem Vormonat nur leicht um 21 oder 0,8 Prozent auf jetzt 2.730 Stellenangebote gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 140 Stellen oder 5,4 Prozent mehr im Bestand (2.590 Stellenangebote im Januar 2011).
„Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Berichtsmonat deutlich angestiegen. Betroffen hiervon sind vor allem die jungen Leute, die über keine Berufsausbildung verfügen. Sie trifft dabei besonders der Rückgang der Nachfrage nach Helfern durch die Zeitarbeitsfirmen. Hiervon betroffen ist vorrangig der Versicherungs-3
bereich SGB III. Im Bereich der Grundsicherung sind zudem Arbeitsgelegenheiten für diesen Personenkreis ausgelaufen. Folgemaßnahmen bzw. Verlängerungen wird es geben. Deren Wirkung wird sich aber erst im Februar zeigen“, erläutert Schoofs.
Die Jugendarbeitslosigkeit stieg so im Januar auf 2.910 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg um 390 oder 15,5 Prozent zum Dezember, wo der Wert bei 2520 jungen Arbeitslosen lag. Auch gegenüber dem Januar 2011 ist ein Anstieg um 110 oder 3,9 Prozent zu verzeichnen (Januar 2011 2.800).
Die Zahl der über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen ist im Januar im Ver-gleich zum Dezember 2011 ebenfalls auf jetzt 8.468 gestiegen (+ 424 oder + 5,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies eine Steigerung um 823 oder 10,8 Prozent.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre ist im Januar im Vergleich zum Dezember 2011 auf jetzt 4.576 gestiegen (+ 182 oder + 4,1 Prozent). Auch hier verzeichnen wir gegenüber dem Vorjahresmonat (4.044) eine Steigerung um 532 oder 13,2 Prozent.
Im Berichtsmonat waren 8.695 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies sind 444 oder 5,4 Prozent mehr als im Vormonat, aber 91 oder 1,0 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres.
Ab Januar 2012 greift eine veränderte statistische Berichterstattung zur Dauer der Arbeitslosigkeit. Mit ihr können nun auch Daten der zkT (zugelassenen kommunalen Träger = Optionskommunen) und rückwirkende Statusänderungen (beispielsweise rückwirkende Arbeitslosmeldungen) bei der Dauerberechnung vollständig berücksichtigt werden (ausführliche Erläuterungen zu den Änderungen der Statistik im Arbeitsmarktreport Januar 2012).
Für Duisburg bedeutet dies, dass hierdurch im Dezember 2011 14.080 Lang-zeitarbeitslose statt bislang 13.655 gezählt werden. Dies sind 425 mehr, wobei der überwiegende Teil, nämlich 421 Personen, dem SGB II-Bereich zuzurechnen sind.
Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Januar zum Dezember auf jetzt 14.322 Personen gestiegen (+ 242 oder + 1,7 Prozent). Im Januar 2011 waren 14.704 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, woraus sich ein Rückgang im Vorjahresvergleich um 382 oder 2,6 Prozent ergibt.
Die Zahl der Kurzarbeiter für den Monat Juni 2011 lag bei 706 Personen in 47 Betrieben. Für den Monat August 2011 zeigt sich im Moment in der Hochrechnung folgende Situation: 32 Betriebe mit 162 betroffenen Personen.
„Die Arbeitslosigkeit im Januar zeigt den saisontypischen Anstieg der Zahlen von Dezember auf Januar“, so Schoofs. „Die hohe Nachfrage nach Fachkräften ist ungebrochen. Wir richten unsere Aufmerksamkeit besonders darauf, die Einstellungschancen junger Menschen weiter zu verbessern. Wir bitten daher die Arbeitgeber in Duisburg, uns, wenn noch nicht geschehen, alle Ausbildungsstellen zu melden."