Die 63er Wie alles begann...
1963:
Start in die Fußball-Bundesliga
 

 

Die 63er
Sehr geehrte Deutsche Fußball Liga (DFL),
 

Sehr geschätzter Deutscher Fußballbund DFB,

lieber MSV Duisburg,
Hallo Deutschland!
Hi Duisburg!
 

Die 63er sind eine Vereinigung mit dem Ziel, die Tradition um den MSV Duisburg zu pflegen, sowie die Jugend-, Freizeit-, Sport- und Veranstaltungskultur rund um den Fußballbetrieb der Bundesliga oder der 2. Liga zu unterstützen.
 

Ziel ist auch, im August 2013 das 50-jährige Bestehen der Bundesliga entsprechend zu feiern.

Dies mit der Stadt Duisburg, dem MSV Duisburg, dem SSB und wenn möglich mit Akteuren und Zeitzeugen aus der damaligen Zeit und dies mit einem Lichterfest (Konzept liegt vor) und Lichterwettbewerb mit Stars, Sternchen vielen Schulen und Vereinen im Sportpark. Und so sollte es auch in allen Bundesligastandorten der Fall sein: Feiern, was die Menschen seit einem halben Jahrhundert anzog.
 

Wer Interesse hat sich aktiv einzubringen Zuschriften bitte an:

redaktion@duisburgweb.de

 

Wie alles begann, was werden soll

Duisburg, Februar 2011 - Im August 1963 begann die neue Fußballära in Duisburg. Am Samstag, 31. August fand im damaligen Wedau-Stadion das erste Bundesliga-Heimspiel des Meidericher SV statt. Später war es dann der MSV Duisburg, der im städtischen Stadion und in der Bundesliga mit dem Namen Duisburg Werbung für die Stadt betreiben sollte - was ja auch geschah. Der Rest ist Geschichte. Nach wie vor aber gilt, dass der MSV der beste Werbeträger für Duisburg bliebt.

In der jetzigen Spitzengruppe der 2. Bundesliga spielen die Zebras wieder eine hervorragende Rolle. Ungeachtet eines sportlich möglichen Aufstiegs geht es auch darum, den hohen Freizeitwert in solche Kanäle zu bündeln, die auch - oder gerade - der Jugend eine feste Heimat bieten. Die Zweitligaspiel sind für tausende von Zebra-Anhängern eine besondere Veranstaltung. De Planungen bzw. das Organisieren von Auswärtstouren macht viele n enormen Spaß. Aber auch im choreografischem Sinn sind die Fans immer wieder für die eine oder andere Überraschung gut, was beim Gesamtbild der Fußballszene in den Arenen prima beiträgt und immer für Stimmung sorgt.

 

Mit den Fans, dem Verein, dem interessierten Duisburger an sich will der 63er Club beitragen, dass Jugend und Eventcharakter bei den Spielen auch unterstützt wird. Die 63er waren diejenigen, die bei den ersten Heimspielen der Zebras meistens in der Nordkurve oder auf der Geraden rechts neben dem Marathontor die Mannschaft bei den Heimspielen unterstützte. Der erste harte Kern bestand aus Bissingheimer und Neudorfer Jungs. Mädchen waren da ganz sicher die Ausnahme.
 Zum größten Teil waren es die Eisenbahnerkinder - oft genug mit den Vätern - die für Anfeuerung sorgten und auch auswärts dabei waren - wenn auch am Anfang in einem eher bescheideneren Rahmen. Sie hatten damals die sogenannten Freifahrtscheine, mit denen man die Zebras innerhalb der Bundesrepublik nur mit dem damaligen D-Zug-Aufschlag als Kostenfaktor - neben dem Eintritt und der Reiseverpflegung natürlich - begleiten konnte.

 

1963 - Start in die Fußball-Bundesliga - In den ersten Tagen der Bundesliga: Helle Stutzen halfen zum besseren Überblick

"Der Gegner der Kölner ist die Mannschaft mit den helleren Stutzen", sagte kein Geringerer als Mister "Gutenabendallerseits" Heribert Faßbender von der ARD in den ersten Tagen der Fußball-Bundesliga. Der Hinweis war in der Tat Gold wert. Im Zeitalter von bewegten Bildern im Medium Fernsehen in schwarz und weiß war bei fast identischer dunkler Kleidung der damaligen Profis der Hinweis oft genug angebracht. Dunkelblaue, schwarze oder rote Kleidung konnte oft nicht unterschieden werden. Wie gut, dass es da die Zebrakluft des Meidericher SV gab. Überhaupt Meidericher SV. Das war schon so ein Ding mit dem Team von der Westender Straße. Als Steppke mit gerade einmal zwölf Jahren brachte ein Nachbarsjunge den eigentlich eingefleischten DSVler sogar per Fahrrad zur Westender Straße. Die letzten Spiele beim legendären Aufstieg der Zebras mit Dieter "Pitter" Danzberg waren echt der Hit. Und dann der Aufstieg, das Raunen der Menge, als ein Heinz Höher, Manfred Manglitz und der "Boss" leibhaftig im Freundschaftsspiel vor dem Bundesligastart erschienen. Hin und weg war man damals, egal ob man 15 Kilometer hin und 15 Kilometer zurückstrampeln musste, das machte gar nichts.

Im August 1963 ging es los. Diesmal per pedes ins Stadion. Mit Wolfgang, Hartmut, Klaus, wieder Wolfgang und einigen anderen ging es zu Fuß zuerst zur Kneipe "Endstation" - die Straßenbahnlinie 4 endete dort. Die Jungs der Straußsiedlung und anderen Neudorfer Siedlungen stießen hinzu. Es war - ohne dass es uns bewusste war -so etwas wie der erste MSV-Fanklub gegründet worden.

Samstag musste man sich vor allem im Herbst sehr sputen, wenn es erst gegen 13 Uhr Schluss war mit der Schule. Ab mit Höllentempo aus der Stadt in den Sportpark zum MSV, der - da noch ohne Flutlicht - an manchen Samstagen in den ersten Bundesligajahren schon um 14:30 das Spiel startete.

Und wer zu spät kam, ja dessen Stammplatz in der Nordgeraden oder in der Kurve war weg, ganz sicher. Meist blieb für uns Steppkes nur der Baum. Oft genug war es so proppenvoll, das der Weg in der Halbzeit zum Wasser lassen aussichtslos war. Die Raucher hatten es schwer. Immer ganz eng am Körper musste die Kippe hochgezogen werden um den "Stoff" auch inhalieren zu können. Weit ausholende Bewegungen - nee, das war nicht drin.

Überhaupt Bewegung. Meistens wurde man bewegt, da die Wellenbrecher fehlten. Alle wollten doch das Spiel sehen, also wurde von oben gedrängt und unten war Standfestigkeit oder ein breiter Rücken angesagt. Gut dass es da den Horst von der Post gab. Der war zwei Meter groß und das verschaffte Luft, auswärts den nötigen Respekt. Und dann brachte der auch noch so ein Posthorn mit. Mensch war das ein tolles Geräusch, so wie bei den ersten "Buden" im ersten Spiel gegen die Eintracht aus Frankfurt zum Beispiel. Ja und irgendwann musste Mutter doch an die Nähmaschine um eine Fahne zu nähen.

Es war auch schon so, dass vor der Einweihung der Flutlichtanlage man manches mal zu spät am Samstag ankam. Aber immer gab es da einen Ordner, der mit den Augen zwinkerte und schwupps war man drin, zur Not musste eben das Klettergeschick über den Zaun herhalten. Na ja, dass da ab und zu die Hose dran glauben musste - Mutter hat es heute verziehen.

Es gab schon bewegende Momente in den ersten Jahren mit der neuen Faszination Fußball-Bundesliga. So die 1:5-Klatsche der Schalker mit dem legendären Jupp Broden im Tor. Ausgerechnet hier hatte der Lulu (Nolden, weiß doch jeder) den ersten Elfer seiner Bundesliga-Karriere verschossen, durfte aber noch einmal zur Wiederholung ran und traf beim zweiten Versuch. Aber die rund 15 000 mitgereisten Schalker Fans zogen mit dem berühmten Schalker Lied aus voller Kehle singend von dannen - es gab keine Keilerei oder unflätige Bemerkungen. Alles verlief friedlich und die Atmosphäre war irgendwie immer beeindruckend. Auch nach den Spielen, Die einen marschierten stramm nach Hause. Die Sportschau mit Mister - na Sie wissen schon - lockte. War das Fernsehen wieder an der Wedau? Gibt es bewegte Bilder vom MSV-Spiel? Ab und zu konnte man auch in einer Neudorfer Kneipe - und natürlich nicht nur dort - den Kurzbericht noch sehen. Das war dann sozusagen die Abrundung eines Fußballtages.
Später wurde es anders. Da gab es Flutlicht und man musste im Dunkeln zurück nach Neudorf, Bissingheim oder sonst wohin in Duisburg. Aber man hatte auf dem Rad oder zu Fuß immer den nötigen Gesprächsstoff. Und dann gab es ja am Samstag spät am Abend dann das ZDF mit dem Sportstudio. Das waren Tage. Wenn der MSV auswärts spielte - da fuhr man natürlich mit, wenn es um die "Ecke" im Revier lag oder es nach Köln oder später nach Mönchengladbach ging. Aber die Touren nach Hamburg. Stuttgart mit Pelle oder zum Pokalendspiel am 19. Juni 1966 ins Frankfurter Waldstadion - Rüdiger Mielke brachte den MSV mit 1:0 in Führung, aber einer namens Beckenbauer machte uns dann einen Stich durch die Rechnung - 4:2 für die Bayern hieß es damals. Machte aber nichts. Die grandiose Leistung wurde von rund 15 000 mitgereisten Fans gewürdigt, im Sonderzug nach Duisburg herrschte eine tolle Stimmung. In Frankfurt sogar schon vor dem Spiel. Traf doch dort eine große Gruppe mit MSV-Fahnen ein, die wir alle gar nicht kannten: Es waren MSV-Fans aus Böblingen. Die blau-weiß gestreiften Jungs aus Schwaben waren super drauf.

Konnte man nicht mit auf Auswärtstour war das zwar nicht in Ordnung, aber es gab neben dem HB-Männchen in der Werbung ja noch andere Kurzweil bis zur Sportschau: Der Beatclub. Blöd nur, wenn die Eltern das Gejaule von so komischen Typen mit langen Haaren wie den Stones oder Beatles nicht mit anhören, geschweige denn ansehen wollten. Die hohen Verdienste der Jungs beeindruckten aber doch die ältere Generation. Aber so kamen Vater und Sohn oft genug zu gemeinsamen Gesprächen, über den Beat zum MSV. Na bitte, sag ich doch. Sport und Musik verbinden doch.

 

Saison

Spieltag

Datum

Zeit

Heim

 

Gast

Ergebnis

MSV-Torschützen

1963-64

1. Spieltag:

Sa 24.08.

17:00

Karlsruher SC

-

Meidericher SV

1:4 (0:3)

Krämer2,Cichy,Rahn

1963-64

2. Spieltag:

Sa 31.08.

17:00

Meidericher SV

-

Eintracht Frankfurt

3:1 (2:0)

Rahn,  Heidemann Krämer

1963-64

3. Spieltag:

Sa 07.09.

16:30

Preußen Münster

-

Meidericher SV

4:2 (2:0)

Rahn, Versteeg

1963-64

4. Spieltag:

Sa 14.09.

16:30

Meidericher SV

-

Hertha BSC Berlin

1:3 (0:1)

Sabath   

1963-64

5. Spieltag:

Sa 21.09.

16:30

Werder Bremen

-

Meidericher SV

1:1 (0:1)

Versteeg   

1963-64

6. Spieltag:

Sa 05.10.

15:30

Meidericher SV

-

1860 München

3:0 (1:0)

Kubek 2, Krämer

1963-64

7. Spieltag:

Sa 12.10.

15:30

Schalke 04

-

Meidericher SV

2:2 (2:1)

Lotz, Versteeg

1963-64

8. Spieltag:

Sa 19.10.

15:30

Meidericher SV

-

1. FC Saarbrücken

3:1 (1:1)

Krämer 2. Versteeg - ET Heidemann

1963-64

9. Spieltag:

Sa 26.10.

15:30

1. FC Köln

-

Meidericher SV

3:3 (1:2)

Versteeg 2, Krämer

1963-64

10. Spieltag:

Sa 09.11.

14:30

Meidericher SV

-

Hamburger SV

4:0 (0:0)

Walenciak, Nolden, Sabath,   

Krämer

1963-64

11. Spieltag:

Sa 16.11.

14:30

Eintr.Braunschweig

-

Meidericher SV

0:0 (0:0)

Nolden. Walenciak, Lotz

1963-64

12. Spieltag:

Sa 23.11.

14:30

Meidericher SV

-

Borussia Dortmund

3:3 (1:3)

Krämer, Rahn, Versteeg

1963-64

13. Spieltag:

Sa 30.11.

14:30

1. FC Nürnberg

-

Meidericher SV

2:0 (1:0)

 

1963-64

14. Spieltag:

Sa 07.12.

14:15

Meidericher SV

-

VfB Stuttgart

3:0 (1:0)

Krämer, Rahn, Versteeg

1963-64

15. Spieltag:

Sa 14.12.

14:15

1. FC K'lautern

-

Meidericher SV

1:1 (0:0)

Nolden

1963-64

16. Spieltag:

Sa 11.01.

14:30

Meidericher SV

-

Karlsruher SC

2:0 (2:0)

Lotz, Rahn

1963-64

17. Spieltag:

Sa 08.02.

15:30

Eintracht Frankfurt

-

Meidericher SV

2:2 (1:1)

Krämer, Lotz

1963-64

18. Spieltag:

Sa 25.01.

14:30

Meidericher SV

-

Preußen Münster

0:0 (0:0)

 

1963-64

19. Spieltag:

Fr 27.03.

16:30

Hertha BSC Berlin

-

Meidericher SV

5:2 (3:1)

Lotz, Walenciak

1963-64

20. Spieltag:

Sa 15.02.

15:30

Meidericher SV

-

Werder Bremen

1:0 (0:0)

Nolden

1963-64

21. Spieltag:

Di 31.03.

20:15

1860 München

-

Meidericher SV

0:0 (0:0)

 

1963-64

22. Spieltag:

Sa 29.02.

15:30

Meidericher SV

-

Schalke 04

3:0 (2:0)

Krämer, Rahn, Versteeg

1963-64

23. Spieltag:

Sa 07.03.

16:30

1. FC Saarbrücken

-

Meidericher SV

0:2 (0:1)

Lotz, Versteeg

1963-64

24. Spieltag:

Sa 14.03.

16:30

Meidericher SV

-

1. FC Köln

2:2 (2:0)

Krämer, Nolden

1963-64

25. Spieltag:

Sa 21.03.

16:30

Hamburger SV

-

Meidericher SV

3:3 (0:1)

Gecks 3

1963-64

26. Spieltag:

Sa 04.04.

17:00

Meidericher SV

-

Eintr. Braunschweig

5:1 (3:1)

Gecks2, Walenciak2 + ET Jäcker

1963-64

27. Spieltag:

Sa 11.04.

17:00

Borussia Dortmund

-

Meidericher SV

0:0 (0:0)

 

1963-64

28. Spieltag:

Sa 18.04.

17:00

Meidericher SV

-

1. FC Nürnberg

0:0 (0:0)

 

1963-64

29. Spieltag:

Sa 25.04.

17:00

VfB Stuttgart

-

Meidericher SV

1:2 (1:2)

Lotz, Versteeg

1963-64

30. Spieltag:

Sa 09.05.

17:00

Meidericher SV

-

1. FC K'lautern

3:0 (1:0)

Rahn, Nolden. Lotz