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Neuer MSV-Präsident lässt auf sich warten

Duisburg, 05. September 2010 - Am 25. August 2010 fragten wir noch "Wo ist der neue MSV-Präsident", heute erreichte uns folgende Presse-Mitteilung des Aufsichtsrates des MSV Duisburg e.V:
Der Aufsichtsrat des MSV Duisburg e. V. hat sich auf seiner Sitzung am 01. September 2010 nahezu ausschließlich mit der Nachfolge im Amt des Vorstandsvorsitzenden des MSV Duisburg e. V. befasst.
Aus Sicht des Aufsichtsrates sind noch weitere Klärungen erforderlich, ehe über eine Nachfolgelösung entschieden werden kann.
Der Aufsichtsrat des MSV Duisburg e. V. wird dieser Aufgabe auch weiterhin seine ganze Aufmerksamkeit widmen und an einer zeitnahen Lösung arbeiten.

Es scheint gar nicht einfach zu sein, einen Nachfolger für Walter Hellmich zu finden, der allen Kriterien gerecht wird. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die eine Seite einen von Hellmich unabhängigen Mann haben möchte, Walter Hellmich aber lieber einen ihm genehmen Mann installieren will.
Mal schauen, was am Ende dabei raus kommt. Jochem Knörzer
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Grlic und Maierhofer äußerst gesprächig

Duisburg, 29. August 2010 - Nach dem 4:1-Sieg gegen Ingolstadt und der tollen Atmosphäre, obwohl nur 11.117 Zuschauer in der Arena waren, auf dem Rasen und den Tribünen, waren die MSV-Spieler sehr gesprächig.

"Ivo" Grlic: „Ich bin froh, wenn ich in einer solchen Mannschaft meinen Teil dazu beitragen kann. Das war sicherlich heute neunzig Minuten lang ein wunderbares Spiel. Vor allem für unsere Zuschauer.
Sicherlich, erst die zweite Halbzeit war so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Von der Dominanz und vom Tempo her, dass man alles bestimmt. In der ersten Halbzeit haben wir noch zu viele Fehler gemacht.
Aber wie gesagt, wir waren heute in der ersten Halbzeit sehr effektiv. Und ich denke mal, dass es für das erste Heimspiel eine gute Leistung war. Man muss als Leitwolf auch mal nach vorne weggehen.
Die Jungs machen es einem dann auch einfach, wenn sie mitziehen. Die marschieren mit und ich bin auch nur ein Teil der Mannschaft. Und jeder trägt seinen Teil dazu bei, damit man eine vernünftige Leistung abrufen kann.
Und erst dann macht es Spaß.
Wir haben momentan so lange Lullatsche in der Mannschaft, die auch das Tor wunderbar treffen können.
Man sollte die Mannschaft auch nicht zu sehr loben. Das ist immer so ein schmaler Grad.
Wir haben noch so viel Arbeit vor uns, wir haben noch eine lange Saison vor uns und wir wollen die Zuschauer begeistern. Und heute haben wir damit angefangen. Und das mit dem ersten Spiel.
Als Legende ausgezeichnet zu sein ist für mich eine überragende Auszeichnung. Man freut sich. Man ist stolz darauf, dass man sowas erreicht hat.
Wir haben aber noch Ziele. Wir wollen vielleicht noch mehr erreichen. Wir wollen auf jeden Fall noch mehr Heimspiele gewinnen als letztes Jahr. Vor allem wollen wir wieder die Zuschauer auf unsere Seite bringen.
Und wenn wir auswärts nur annähernd wieder eine solche Leistung bringen, wie letztes Jahr, dann sind wir wieder gut dabei.
Aber wie gesagt, das Ziel ist generell mit dem MSV eine neue Mannschaft aufzubauen. Das heißt, mit neuen jungen Spielern eine neue Zukunft aufbauen. Das wollen ja alle. Und wir sind da auf dem richtigen Weg.
Und es wird sicherlich in dieser Saison auch Höhen und Tiefen geben. Es wird nicht alles super laufen. Deshalb immer mit dem Loben vorsichtig sein und später mit der Kritik vorsichtig sein.
Das ist eine sehr junge Truppe. Ich hätte vorhin gerne den Elfer geschossen, aber der Buckie hat noch nicht getroffen und ich hätte ihm gerne das Tor gegönnt. Ja, aber leider hat er ihn nicht rein gemacht.“

Stefan Maierhofer: „Das ist ein super Stadion hier. Vor allem gute Fans.
Ich bin aber nicht in die zweite Liga  gekommen, um Woche für Woche vor ein paar tausend Zuschauer Fußball zu spielen. Wenn man in Österreich spielt, dann hast du auch ausverkaufte Stadien. Immer zwischen 18.000 – 19.000 Zuschauer. Aber ich denke mal, dass die Stimmung von den 12.000 hier war perfekt und ich denke mal, wir haben ein sehr gutes Spiel geboten.
Phasenweise haben wir sehr, sehr gut nach vorne gespielt und wir haben die Fans auch belohnt mit den vier Toren. Ich bin der erste Verteidiger und ich stelle mich im Dienste der Mannschaft. Das ist meine Philosophie, auch die vom Trainer, dass wir nach vorne hin als Stürmer attackierenden Spielaufbau vorne vom Gegner gleich unterbinden, dass die keinen kontrollierten Spielaufbau starten können und auch hierbei geht mir nach 80 Minuten mal die Luft aus.
Ich hab mich jetzt vier Wochen lang vom Trainer beschimpfen lassen, aufs Allerschlimmste. Jetzt haben wir gesagt, jetzt mach ich mal den Schritt vor den Gegner und schon war er drin. Gestern im Training bin ich noch hinterm Gegner stehen geblieben und da war er dann auch drin. Heute habe ich gedacht, ich mach mal einen Schritt vor.
Nein, Spaß beiseite. Die Flanke war verdammt gut vom Buckie und wir verstehen uns auch verdammt gut. Wir wollen gemeinsam spielen und wir wollen gemeinsam Erfolg haben. Leider hat er den Elfer nicht rein gemacht. Das ist gerade für einen Stürmer eigentlich sehr wichtig. Grad jetzt auch wieder denkst du, zwei Wochen Pause, dann denkst du auch grad ein bisschen drüber nach. Aber den nächsten Elfer haut er dann wieder rein. Und das ist auch wichtig, wenn es ein entscheidender ist. Ich wollte heute zusehen, dass wir in der Mitte Platz bekommen. Aber dass ich heute so dämlich auf den Scheitel gefallen bin, war natürlich nicht geplant. Vorgestern war ich noch beim Friseur und habe eine wunderbare Kopfmassage erhalten. Und das denke ich mal, werde ich jetzt alle zwei Wochen vorm Heimspiel machen lassen. Eine gute Kopfmassage und dann gehen zwei Dinger rein.
Ich fliege morgen zur österreichischen Nationalmannschaft. Dort hat man sich sehr für mich engagiert und eingesetzt.
In den letzten vier Wochen hat man sich sehr um mich bemüht. Und ich will davon auch was zurück geben. Ich habe einfach auf Gelder verzichtet, und das kann ich hier auch sagen, aber ich bin hier um Fußball zu spielen und um Spaß zu haben. Was ich hier so die ersten vier Wochen erlebt habe und mitgemacht habe, ich möchte nicht die Katze aus dem Sack lassen, aber ich denke, ich habe bis jetzt alles richtig gemacht. Dass ich nach fast acht Monaten wieder in die Nationalmannschaft einberufen worden bin und dass ich hier mit dem MSV Erfolg habe, das ist momentan das Wichtigste für mich.
Und dass ich den Physio auf seine Glatze geküsst habe, lag daran, das er überragende Hände hat. Und er hat eine ganz zärtliche Glatze und die wird hin und wieder von mir gepflegt. Meinen Friseur wird ich ihm nicht geben, aber seine Assistentin. Er hat auch eine solch hervorragende Kopfmassage verdient.“ Jochem Knörzer, Manu (Stimmen)

 

 

MSV Duisburg - FC Ingolstadt 04   4:1 (3:1)  Grlic wieder mit tollem Freistoßtor, Maierhofer mit Doppelpack, auch Sahan trifft, Baljak verschießt Elfmeter - Fotostrecke

 
Milan Sasic in seinem Element

Duisburg, 28. August 2010 - MSV-Pressesprecher Martin Haltermann öffnete freundlicherweise die Tür an der Westenderstraße und stellte uns dem dazu gekommenen MSV-Neuzugang Goran Sukalo vor.
Somit war die erste Frage beantwortet, bevor sie gestellt war.
MSV-Trainer Milan Sasic stellte den letzten Neuzugang der Zebras in der folgenden Pressekonferenz vor: "Ich freue mich, dass Goran zum MSV gekommen ist. Wir haben schon in Koblenz gut zusammen gearbeitet. Er war ein Jahr verletzt, seine Position ist in Augsburg schon besetzt, von daher war das für uns eine gute Konstellation."
Sukalo hatte mehrere Angebote vorliegen, sieht in Duisburg für sich aber die beste Perspektive: "Diese Mannschaft hat das Potenzial, oben mitzuspielen, sich weiter zu entwickeln. Ich selber muss nun arbeiten, um in Top-Form zu kommen. Und natürlich war auch der Trainer ein weiterer Punkt, warum ich mich für Duisburg entschieden habe."

Der Aufsteiger aus Ingolstadt, Samstag, 13 Uhr, der Gegner des MSV in der "Schauinsland-Arena", hat seine zwei Gesichter in der noch jungen Saison bereits gezeigt. Im Pokalspiel gegen den KSC aggressiv und erfolgreich, kam die Mannschaft gegen Augsburg erst gar nicht ins Spiel und verlor sang- und klanglos mit 1:4.
Sasic: "Wir respektieren jeden Gegner. Man darf nicht vergessen, dass wir eine neue Mannschaft mit vielen jungen Spielern haben, die aufgebaut werden muss. Mit dem Training gestern war ich zufrieden. Der Sieg in Osnabrück ist nur etwas wert, wenn wir im Heimspiel nachlegen können."
Team-Kapitän Srdjan Baljak ergänzte: "Wir haben mit Siegen und den Spielen in Lübeck und gerade in Osnabrück viel Selbstvertrauen getankt. Ich bin optimistisch, dass wir die Leistung aus Osnabrück wiederholen werden und auch gegen Ingolstadt gewinnen werden."
Und dann brachte er noch die Vorlage für seinen Trainer: "Diese junge Mannschaft spielt mit Herz, identifiziert sich mit dem MSV."
Das war das Stichwort für Milan Sasic, dem man anmerkt, dass ihm das Arbeiten mit dieser Truppe Spaß macht.
Ihm ist es wichtig, dass sich die Spieler und Verantwortlichen zu 100% mit dem Verein identifizieren, dass sie eine gesunde Einheit bilden. Das, was er vorlebt, "Ich kann nicht Wasser predigen und Wein trinken", das, was in der letzten Saison fehlte. Milan Sasic geht in dieser Aufgabe regelrecht auf. Von der Mannschaftsaufstellung abgesehen, hat er alle Fragen beantwortet - egal ob sie gestellt wurden oder nicht!
Bitte weiter so! Jochem Knörzer
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Goran Sukalo für zwei Jahre verpflichtet

Duisburg, 26./27. August 2010 - In das aktuelle Anforderungsschema von MSV-Sportdirektor Bruno Hübner passt Goran Sukalo haargenau. "Wir benötigen noch einen Mittelfeldspieler, einen, der auch auf der 6er-Position zurecht kommt."  Sukalo wollte MSV-Trainer Milan Sasic. Schließlich kennt er den Spieler doch noch aus der gemeinsamen Zeit in Koblenz. Der 20-fache slowenische Nationalspieler mit 159 Einsätzen in der 2. Bundesliga ist der letzte Neuzugang. Jochem Knörzer/haje

Pressekonferenz mit vielen Fragen und Antworten

Duisburg, 25. August 2010 - Das war doch mal eine interessante und erfrischende Pressekonferenz!
Auf dem Podium saßen (v.l.) Adam Bodzek, Pressesprecher Martin Haltermann und Maurice Exslager.
Und auf den Stühlen im Pressekonferenzraum der MSV-Arena
saßen "Zebra-Kids" und löcherten die zwei MSV-Spieler mit Fragen.
"Bekommt ihr die Fußballschuhe umsonst?" - "Was war euer schönstes Spiel?" - "Wie viele Tore habt ihr schon geschossen?" Diese Frage war für den Verteidiger und 6er Adam Bodzek natürlich etwas undankbar, ist es doch seine Hauptaufgabe, Tore des Gegners zu verhindern. Maurice Exslager konnte da mit 71 Toren in einer Saison in der Jugend in Bocholt klar punkten.
Interessant auch die Antwort nach den stärksten Teams der Zeiten Liga. "Hertha, Bochum und Augsburg. Und dann kommen wir. Wir können da mithalten", so Bodzek.
Auf die Frage nach dem fußballerischen Vorbild, erfuhr man von Exslager: "Das war Ronaldo, der Dicke, also nicht der jetzt spielt."
Für die Kids könnten die beiden MSV-Spieler durchaus als Vorbilder fungieren, konnte die Frage nach "Sitzenbleiben in der Schule" doch von beiden verneint werden.
Martin Haltermann konnte man ansehen, dass er richtig Spaß an der Sache hatte. Bei seiner Frage nach dem Ergebnis des Spiels am Samstag, 13 Uhr, gegen Ingolstadt, gingen alle Kids von einem Zebrasieg aus, auch der junge Mann im Schalker-Trikot. Von 2:1 bis 5:2 waren alle Ergebnisse vorhanden.
Apropos Schalke. Maurice Exslagers Lieblingsverein war der VFL Bochum, Adam Bodzeks der BVB und Martin Haltermann outete sich mit Schalke. Braucht der MSV Duisburg jetzt einen neuen Pressesprecher?
Von diesen "Zebra-Kids" sollten ruhig ein paar zu den Pressekonferenzen vor und nach dem Spiel  kommen.
Jochem Knörzer

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