"Zukunft findet Stadt"

 

Broschüre WoLeDu bietet kompakte Übersicht zum Wohnen in Duisburg


Duisburg, 17. Juni 2008 - Rechtzeitig zur Innenstadt-Wohnungsbörse wurde die beliebte Broschüre „Wohnen und Leben in Duisburg“, kurz „WoLeDu“, fertig gestellt und ist ab sofort kostenlos in allen Wohnungsämtern und Bürger Service Stationen der Bezirksämter erhältlich. Zudem wird die Broschüre im praktischen Westentaschenformat an zahlreiche öffentlichen Einrichtungen verteilt. Internetnutzer finden einen kostenlosen Download auf der Internetseite der Kooperationsgemeinschaft www.woledu.de.
WoLeDu ist eine umfassende Antwort auf die Frage, welche Unternehmen am Duisburger Wohnungsmarkt aktiv sind. „Die Broschüre bietet den Leserinnen und Lesern einen kompakten und sehr informativen Überblick über Wohnungsanbieter und wohnungsnahe Dienstleister in Duisburg“, so Sozialdezernent Reinhold Spaniel. Außerdem sind hier Ansprechpartner und Hinweise zu Leistungen des Amtes für Soziales und Wohnen zu finden.
Erfreut zeigt sich der Beigeordnete auch über die wachsende Zahl der Kooperationspartner. Aus Anfangs vier Teilnehmern sind es innerhalb von vier Jahren 30 Interessenten geworden, die das Wohnen in Duisburg lebenswert gestalten möchten.

Auf einen Blick findet der Interessent stadtteilbezogen die richtigen Telefonnummern und Ansprechpartner der Unternehmen. Auch die Auflage von WoLeDu kann sich sehen lassen. Der ehemalige Faltflyer hat sich zeitgleich mit dem Internetauftritt und den schon traditionellen Wohnungsbörsen zu einer Broschüre mit einer Auflage von mittlerweile 15.000 Exemplaren entwickelt.

Tiefensee: Innenstädte und Ortskerne werden weiter gestärkt

Start des neuen Städtebauförderungs-Programms "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren"
28. Mai 2008 - Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat heute ein neues Programm zur Förderung der Innenstädte und Ortskerne gestartet. "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" richtet sich an Städte und Gemeinden und hat dieses
Jahr ein Volumen von 120 Millionen Euro.

"Mit diesem Programm werten wir Innenstädte und Ortszentren auf. Lebendige Innenstädte und freundliche Ortsmittelpunkte sind entscheidend für den sozialen Zusammenhalt. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger dort wohlfühlen, statt sich in die
eigenen vier Wände zurückzuziehen, entsteht städtisches Leben", sagte Tiefensee.

Gefördert werden kann die Aufwertung öffentlicher Räume, beispielsweise neue Platzgestaltungen und die Instandsetzung von Gebäuden, die das Stadtbild positiv prägen.
""Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" fördert insbesondere auch Maßnahmen zur Stärkung der Innenstädte als "Versorgungszentren". In vielen Ortszentren ist der Leerstand von Gewerbeimmobilien ein Problem. Mit dem Fördergeld können Läden oder Werkstätten so umgebaut werden, dass sie mit neuem Leben gefüllt werden können.
Das Besondere dabei ist, dass auch Stadtmanagement und Stadtmarketing gefördert werden können, und dass mit dem Fördergeld ein Fonds bei den Gemeinden eingerichtet werden kann, mit dem passgenau kleine Projekte vor Ort
durchgeführt werden können. In diesen Fonds können auch private Dritte
einzahlen und damit unmittelbar an den Projekten beteiligt werden", so
Tiefensee.

Als Auftakt des Programms hat das Bundesbauministerium heute eine
Fachtagung zum Thema durchgeführt.
Staatssekretär Dr. Lütke Daldrup sagte in seiner Eröffnungsrede: "Die Innenstädte und Ortskerne haben herausragende Bedeutung für die Zukunft unserer Städte und
Gemeinden. Die Ortskerne prägen die Identität der Stadt und
ihrer Region, sie sind Kristallisationspunkt für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben. Das Programm soll die Stärkung der Entwicklung dieser Ortskerne weiter fördern und unterstützen".

Mit dem Programm setzt das Bundesbauministerium seine Initiative zur Stärkung der Innenstädte und Ortskerne fort. Das Programm baut auf die Anfang 2007 in Kraft getretene Novelle des Baugesetzbuches auf, die das rechtliche Instrumentarium dafür deutlich verbessert hat.  Mit dem Programm unterstützen Bund und Länder gezielt die von den einzelnen Kommunen entwickelten Strategien für die Stärkung und Entwicklung der Innenstädte und Ortskerne. Dass es dafür großen Bedarf gibt, hat die Fachtagung deutlich gemacht: Hier wurden vor rund 500 Teilnehmer Erfahrungen und Projekte vorgestellt, die für das neue Förderprogramm in Frage kommen.
Das neue Programm startet mit einer Laufzeit von acht Jahren. Die Kosten werden von Bund, Ländern und Gemeinden zu gleichen Teilen getragen. Der Bund stellt für das Jahr 2008 40 Millionen Euro bereit, Länder und Gemeinden steuern jeweils nochmals die gleiche Summe bei.Für das laufende Jahr hat das Programm damit ein Gesamtvolumen von 120 Millionen Euro.
 
"Vom Aschenputtel zum Hoffnungsträger - Nachhaltige Mobilität in Duisburg"
Diskussionsforum mit Bürgerinnen und Bürgern
Duisburg, 28. Mai 2008 - Zu einem Diskussionsforum lädt das Stadtentwicklungsdezernat am Donnerstag, 5. Juni, um 18 Uhr in der Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz in Duisburg-Mitte alle Bürgerinnen und Bürger ein. "Vom Aschenputtel zum Hoffnungsträger - Nachhaltige Mobilität in Duisburg" lautet der Titel der neuesten Veranstaltung in der Reihe "Stadtentwicklung im Dialog".

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind zentrale Begriffe in der Verkehrsplanung. Wie die wachsenden Verkehrsmengen zu bewältigen sind und wie die Umweltbelastungen durch Lärm und Schadstoffe reduziert werden können, sind dabei zunehmend wichtige Fragestellungen. Ein Beitrag zur Lösung kann eine stärkere Fokussierung auf das Thema "Radverkehr" sein. Viele Wege in der Stadt können umweltschonend mit dem Rad zurückgelegt werden. In Planungen nimmt das Verkehrsmittel Fahrrad viel Raum ein, auch der Masterplan Innenstadt sieht eine Reduzierung der Verkehrsflächen zugunsten des Rad- und Fußgängerverkehrs vor. Welche Potentiale das Verkehrsmittel Fahrrad hat, um Ressourcen schonend in der Stadt mobil zu sein, aber auch welche Grenzen der Radverkehr hat wird dieses Forum diskutieren.

Den Einführungsvortrag hält Prof. Dr. Heiner Monheim, der mit seinem Konzept der "sanften Mobilität" bekannt wurde und als vehementer Streiter für die Verbesserung der Bedingungen des Radverkehrs und des ÖPNV eintritt. An der sich anschließenden Diskussionsrunde beteiligen sich die Verkehrsexperten Martin Linne, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Projektmanagement, Dieter Depnering, ADFC, Verkehrsreferent, Prof. Dr. Rudolf Juchelka, Universität Duisburg-Essen, und Werner Kühlkamp, Niederrheinische IHK, Leiter Verkehr und Logistik. Die Moderation wird der Journalist Willi Mohrs übernehmen.
 
Lebenswerte Städte - eine Aufgabe für alle

Berlin, 7. Mai 2008 - Städte sollen lebenswerter werden und durch ökologische Stadterneuerung zum Klimaschutz beitragen. Das sind Kernpunkte einer neuen Initiative zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik, der das Bundeskabinett zustimmte.
Städte und Gemeinden stehen zunehmend vor tiefgreifenden sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen und Herausforderungen.

Durch die wirtschaftliche Globalisierung verlassen Unternehmen ihre Standorte oder siedeln sich neu an. Das verändert den Arbeitsmarkt sowie die Wohn- und Verkehrssituation der jeweiligen Region. Globalisierung führt aber auch zu einer verstärkten Zuwanderung. Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund müssen integriert werden. Darüber hinaus wirken sich zunehmend Folgen des Klimawandels auf die wirtschaftliche Entwicklung der Städte aus.
Diese und andere Faktoren beeinflussen die Lebensqualität der Menschen und wirken auf den sozialen Frieden in den Städten und Gemeinden. Stadtentwicklung muss auf diese Herausforderungen eingehen.

Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe

Stadtentwicklung ist eine Aufgabe aller politischen und gesellschaftlichen Akteure. Sie bedarf der engen Kooperation zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Mit der Initiative will die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und seiner Städte und Regionen im europäischen Raum erhöhen. Zudem sollen gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen gesichert werden. Wichtig ist auch der Beitrag der Städte und Gemeinden zum Klimaschutz.

Das Nationale Stadtentwicklungsprogramm umfasst daher fünf Handlungsfelder:

Zivilgesellschaft - Bürger für ihre Stadt aktivieren: Bürgerinnen und Bürger werden in die Programme einbezogen und das zivile Engagement in den Städten wird gestärkt.
Soziale Stadt - Chancen schaffen und Zusammenhalt bewahren: Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten zwischen unterschiedlichen Stadtteilen und innerhalb von Stadtteilen werden schrittweise abgebaut.
Klimaschutz und globale Verantwortung - Die Stadt von morgen bauen: Die ökologische Stadterneuerung trägt dem Klimaschutz Rechnung.
Baukultur - Städte besser gestalten: Baukulturelle Maßnahmen verbessern die Lebensqualität in den Städten.
Regionalisierung - Die Zukunft der Stadt ist die Region: Regionalisierungsmaßnahmen vertiefen den Bezug der Stadt zu ihrem Umland, zu ihrer Region.

Stadtentwicklung durch bessere Abstimmung, Kooperation und Information
Um die Ziele der Nationalen Stadtentwicklungspolitik zu erreichen, will die Bundesregierung die Abstimmungsprozesse mit den Ländern, Städten und Gemeinden verbessern. Im Mai 2008 wird erstmals das Kuratorium der Initiative tagen. Es wird die Einbindung der Nationalen Stadtentwicklungspolitik in den gesellschaftlichen und fachlichen Dialog sicherstellen.

Darüber hinaus wird die Bundesregierung die Zusammenarbeit ihrer Ministerien verbessern, die für die vielfältigen Bereiche der Stadtentwicklung zuständig sind. Dadurch lassen sich spezifische Kompetenzen besser nutzen, gemeinsame Programme auflegen und Initiativen auf den Weg bringen.

Außerdem soll das öffentliche Interesse an städtischen Fragen erhöht werden. Es werden deshalb regelmäßig Veranstaltungen zu stadtentwicklungspolitischen Themen stattfinden. Die Veranstaltungen richten sich sowohl an die Fachöffentlichkeit als auch an breite Bevölkerungsschichten. Zudem können sich Interessierte auf einer Internetplattform über das Programm informieren.

http://www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de

Aufruf zur Beteiligung
Nach dem Erfolg einer ersten Projektphase zur Stadtentwicklungspolitik ruft das Bundesbauministerium erneut Städte und Gemeinden zur Beteiligung auf. Bis zum 30. Juni 2008 können sich Projektträger um eine Förderung bewerben.
Ausgangspunkt der nationalen Stadtentwicklungspolitik ist die Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt. Sie wurde bei einem informellen Ministertreffen zur Stadtentwicklung und zum territorialen Zusammenhalt in Leipzig im Mai 2007 festgeschrieben.
Die Leipzig Charta fordert dazu auf, überall in Europa integrierte Ansätze der Stadtentwicklung zu stärken. Zudem soll den benachteiligten Stadtquartieren besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Unter integrierter Stadtentwicklungspolitik versteht die Charta die räumliche, sachliche und zeitliche Abstimmung zentraler städtischer Politikfelder.
„Schrumpfende Städte": Das neue Emschertal
Duisburg, 2. Mai 2008 - Am kommenden Dienstag, 6. Mai findet in der Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz, Duisburg-Mitte, ein Vortrag mit dem Titel „Das neue Emschertal: Schaufenster des Wandels“ statt. Unterstützt vom Kulturprojekt „emscher:reloaded“ wird der Umbau des ehemaligen Schmutzwasserflusses und seiner Nebenkanäle dargestellt und sein Einfluss auf die demografische Entwicklung aufgezeigt.

Die Veranstaltung gehört zum Programm der laufenden Ausstellung „Schrumpfende Städte“, die noch bis zum 11. Mai in der Liebfrauenkirche zu sehen ist.

Der Umbau der Emscher und ihrer Nebenläufe, ehemals Abwassertranporteur der Montanindustrie, zu naturnahen Gewässern eröffnet gleichzeitig neue Perspektiven für das Umland im Ruhrgebiet. Er ist zusammen mit städtebaulichen Maßnahmen und der innovativen Kultur ein sichtbares Zeichen des Aufbruchs und des Wandels. Diesen sozial-kulturellen Prozess begleitet das Kulturprojekt „emscher:reloaded“ mit einem speziellen Konzept und macht ihn über die Region hinaus international erlebbar. Das Projekt arbeitet in einem Netzwerk internationaler Metropolen mit ähnlicher Thematik von Amsterdam bis London zusammen.

Die Referenten sind Martina Oldengott von der Emschergenossenschaft, Arnold Voß vom Office for the Art of Planning und Heinz Blomann vom international renommierten Festival „open systems“.
„Schrumpfende Städte“: Vortrag zur Segregation im Ruhrgebiet
Duisburg, 25. April 2008 -„Segregation im Ruhrgebiet – Ansätze für eine kommunale Familienpolitik“ lautet der Titel eines Vortrags am Dienstag, 29. April, um 19 Uhr in der Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz in Duisburg-Mitte im Rahmen der Ausstellung „Schrumpfende Städte“. Unterstützt wird die Veranstaltung durch den Wegweiser Demographischer Wandel der Bertelsmann Stiftung. Unter Segregation versteht man die Trennung aufgrund sozialer, ethnischer und demographischer Lebensbedingungen in Ruhrgebietsstädten.
Gerade in Regionen schrumpfender Städte entstehen bei der demographischen Veränderung auch soziale Gegensätze, die zu polarisierenden Gesellschaftsgruppen führen. Da dies zu enormen Spannungen innerhalb der Stadtviertel zwischen den verschiedenen Gruppen führen kann sind hier die Städte besonders gefordert. Mit welchen Mitteln einer aktiven und stadtteilbezogenen Familienpolitik sind Erfolge erzielbar?
Zu diesem Thema stellt die Ruhr-Universität Bochum Ergebnisse und Handlungsansätze vor, die sie in einer Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erarbeitet hat.
Die Referenten sind Peter Strohmeier von der Ruhr-Universität Bochum und Carsten Große Starmann von der Bertelsmann Stiftung.
 
Bus-Exkursion: Umwandlung von Kirchen in Duisburg
Rahmenprogramm: Schrumpfende Städte - Regionen neu denken

Duisburg, 22. April 2008 - Sonntag, 27. April, 14 - 19 Uhr Kooperationsveranstaltung mit dem BDA Rechter Niederrhein.
Das Schrumpfen von Kirchengemeinden macht es notwendig, Kirchen aufzugeben und teilweise umzunutzen. Anhand von sechs Beispielen aus dem Duisburger Stadtgebiet werden erste Lösungsversuche vorgestellt. Die geführte Bus-Exkursion beginnt um 14 Uhr in der Liebfrauenkirche Duisburg-Mitte (Innenansicht).

Die Kirche, die 1958-60 von Toni Hermanns im Zentrum der Stadt in unmittelbarer Nähe von Theater und Amtsgericht errichtet wurde, wird mit der Präsentation "Schrumpfende Städte - Regionen neu denken" erstmals als Ausstellungsraum genutzt. Die Führung durch die Liebfrauenkirche bildet eine erste Grundlage der Diskussion um die geeignete Umnutzung von leer stehenden Kirchenräumen. Welche Nutzungskonzepte lassen sich entwickeln?
Wo bestehen Chancen, aber auch Probleme in architektonischer, städtebaulicher, sozialer und finanzieller Perspektive? Die Bus-Exkursion zu ausgewählten Sakralgebäuden in Duisburg wird geleitet von Christoph Brockhaus (Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum), Claudia Euskirchen (Denkmalbehörde Stadt Duisburg), Jutta Heinze (BDA) und Pater Philipp Reichling (Stiftung Brennender Dornbusch).

Weitere Stationen der Exkursion sind die Liebfrauenkirche Duisburg-Hochheide, die Yunus Emre Moschee in Duisburg-Meiderich, die Gnadenkirche Duisburg-Neumühl sowie die Kirche Hl. Geist in Duisburg-Buchholz.
Noch einige Plätze frei! Zur Teilnahme an der Exkursion ist eine Anmeldung erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl). Interessierte können sich noch bis Freitag, 25.04. in der Museumspädagogik des Lehmbruck Museums unter 0203-2832195 anmelden. Ausstellung 1: SCHRUMPFENDE STÄDTE - INTERNATIONALE UNTERSUCHUNG 17. Februar bis 27. April 2008 im Museum am Ostwall, Ostwall 7, 44135 Dortmund Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, So 10 - 17 Uhr / Do 10 - 20 Uhr / Sa 12 - 17 Uhr
Ausstellung 2: SCHRUMPFENDE STÄDTE - INTERVENTIONEN 27. Februar bis 11. Mai 2008 in der Liebfrauenkirche, König-Heinrich-Platz, 47051 Duisburg-Mitte Öffnungszeiten: Mi - Mo 12 - 19 Uhr / Di 12 - 22 Uhr Eintritt für beide Ausstellungen: 3 EUR / 1,50 EUR Die Ausstellungen in Dortmund und Duisburg sind eine Kooperation des Projektes "Schrumpfende Städte" mit: Landesinitiative StadtBauKultur NRW, Museum am Ostwall, Dortmund, Stiftung Brennender Dornbusch/Liebfrauenkirche, Duisburg, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg, Stadt Duisburg. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Karl Ganser.
Mit Unterstützung von: Kulturstiftung des Bundes sowie Bertelsmann Stiftung, Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, ARGE Duisburg. Das Veranstaltungsprogramm wird mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung realisiert. "Schrumpfende Städte" ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes in Kooperation mit dem Projektbüro Philipp Oswalt, der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, der Stiftung Bauhaus Dessau und der Zeitschrift archplus.
www.shrinkingcities.com

Veranstaltungshinweise bis zum 10. Mai

Samstag, 26. April, 14 Uhr
Exkursion Hochfeld mit RheinPark
Treffpunkt: Liebfrauenkirche, Duisburg.
Info und Anmeldung unter 0203-9942971

Dienstag, 29. April, 19 Uhr
Sozialräumliche Segregation im Ruhrgebiet - Ansätze für eine kommunale Familienpolitik
Liebfrauenkirche, Duisburg

Sonntag, 4. Mai, 11.30 Uhr
Sonntagsführung: Vom Villengarten zum Kant-Park
Treffpunkt: Kasse des Wilhelm Lehmbruck Museums, Friedrich-Wilhelm-Straße 40, Duisburg

Sonntag, 4. Mai, 14 Uhr
Stadtrundgang Duisburg: Stadt im Wandel
Treffpunkt: Tourist Information, Königstraße 86, Duisburg
Anmeldung unter 0203-285440

Dienstag, 6. Mai, 19 Uhr
Das neue Emschertal: Schaufenster des Wandels / emscher:reloaded
Liebfrauenkirche, Duisburg

Samstag, 10. Mai, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung in der Liebfrauenkirche Duisburg
Weitere Gruppenführungen auf Anfrage. Kontakt: 0203-2832195
 
"Wie werden wir in Zukunft wohnen?"
Duisburg beteiligt sich mit Jubiläums-Wohnungsbörse an ARD-Themenwoche 2008

Duisburg, 19. April 2008 - Mit einem bundesweiten Aktionstag am heutigen Samstag startet die ARD-Themenwoche 2008 "Mehr Zeit zu leben - Chancen einer alternden Gesellschaft". 130 Städte, Gemeinden und Landkreise laden zu Festen und Aktionen ein. Ziel ist es, zu zeigen, wie Alt und Jung gemeinsam handeln und Altern als Chance begreifen können.

Die Stadt Duisburg wird sich in Kooperation mit Wohnungsunternehmen und wohnungsnahen Dienstleistern im Rahmen der Innenstadt-Wohnungsbörse 2008 mit dem Schwerpunkt "Wie werden wir in Zukunft wohnen?" am ARD-Aktionstag beteiligen.
Oberbürgermeister Adolf Sauerland  eröffnete als Schirmherr die Wohnungsbörse, die bereits zum 10. Mal stattfindet auf der Königstraße am Kuhtorplatz.

An zahlreichen Info-Ständen werden Fachleute aus unterschiedlichen Branchen von 10 bis 16 Uhr interessierten Bürgerinnen und Bürgern alles Wissenswerte über aktuelle Trends wie zum altersgerechten Wohnen, Wohnen mit Assistenz, neue Wohnformen für Jung und Alt, Nachbarschaftshilfen und Wohnraumanpassungen vermitteln.

Im Bild MdB Petra Weis (rechts) und
links neben ihr Reinhard Luderer, Leiter Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Duisburg. (Bilder Harald Jeschke). Die Informationsmeile (Bild unten) wurde von den Bürgern schon zu früher Stunde am Samstag gut angenommen.

Alle Zielgruppen können sich zudem aus erster Hand über aktuelle Wohnungsangebote informieren. Die teilnehmenden Wohnungsgesellschaften verfügen in Duisburg über einen Gesamtbestand von rund 80.000 Wohnungen. Auf der diesjährigen Info-Börse werden erstmals auch Kaufobjekte angeboten, um den Besuchern ein noch breiteres Spektrum in Duisburg zu bieten.


Zur Wohnungsbörse wird der aktuelle Flyer "Wohnen und Leben in Duisburg" mit zahlreichen Adressen zur Wohnungssuche kostenlos erhältlich sein. Die Deutsche Bahn AG berät vor Ort zum Thema Reisen und Services für Senioren. Das Kommissariat Vorbeugung des Polizeipräsidiums Duisburg gibt Hinweise zur Erhöhung der Sicherheit von Wohnungen und Häusern. Der KlimaTisch Duisburg informiert über Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung in Duisburg. Das Evangelische und Johanniter Klinikum Niederrhein informiert über Leben und Wohnen mitten im Grünen im Walter Cordes Stift am Mattlerbusch. Die Polizei NRW  sucht an diesem Tag Nachwuchs und berät Interessenten. Einen Blick in die urbane Zukunft Duisburgs bietet der Masterplan Innenstadt, den die Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft den Besuchern vorstellt.

Für Unterhaltung sorgen das Jazz-Quintett Funky Butt sowie die Niedersächsische Einmann-Spezialeinheit Polizist Riemenschneider.

Im Rahmen des Veranstaltungsaufbaus kann es zwischen 8 und 16 Uhr am Freitag, 18. April, auf der Königstraße zwischen Kuhtor und Lifesaver-Brunnen zu Beeinträchtigungen im Lieferverkehr kommen.

Teilnehmer der Veranstaltung sind: Evonik Wohnen, GAGFAH M Immobilien Management, TreuHandStelle, LEG Wohnen Duisburg, Immeo Wohnen, Varia-Bau, GEBAG Duisburger, Sahle Wohnen, Rheinwohnungsbau, Wohnungsgenossenschaft Duisburg Süd, Wohnungsgenossenschaft Duisburg Mitte, Deutscher Mieterbund Rhein-Ruhr e.V., GEWOGE Duisburg-Ruhrort, Deutsche Annington Ruhr, Duisburger Haus- und Grundbesitzer, Gemeinnütziger Spar- und Bauverein Friemersheim, !nnotec abfall-management, Polizei Duisburg, KlimaTisch Duisburg e.V., Amt für Soziales und Wohnen, Fachstelle für Wohnungsnotfälle, Wohnberatungsstelle für ältere und pflegebedürftige Menschen, Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Innenstadt Duisburg Entwicklungsgesellschaft, Evangelische und Johanniter Klinikum Niederrhein, Deutsche Bahn AG.

Volle Mercatorhalle:
Duisburgs Bürger sind an der Entwicklung der Stadt sehr interessiert
Duisburg, 18. April 2008 - Die gestrige Diskussionsveranstaltung in der Mercatorhalle stieß auf enormes Interesse bei den Duisburgerinnen und Duisburger. 2100 Karten wurden an die Bürger ausgegeben. Und sie nahmen diese Veranstaltung dankend an.
Die Mischung aus Informationen visueller und verbaler Art sowie Kabarett-Einlagen von Kai Magnus Sting (Links im rechten Foto) und Wolfgang Trepper mit teilweise bissigem Duisburger Bezug kam an. Viel Beifall erhielt  Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland - im Bild links mit dem ehemaligen Kulturdezernenten Konrad Schilling - für sein warnendes Schlusswort "Rendite und Abschreibung dürfen unsere Stadt nicht dominieren!"
Von der Urzeitgeschichte des Menschen als Jäger und Sammler bis hin zum visionären Blick in die Zukunft mit schrumpfenden Städten, die aber mit kreativen Köpfen Lösungen anbieten könnten war die Rede.
Der Besucher erhielt Einblick in eine nicht  berechenbare Zukunft, in der aber immer wieder die heimelige Atmosphäre mit Gebäudetypen aus dem letzten Jahrhundert erstaunte. Irgendwie tröstlich.

Das Untersuchungsergebnis, dass die Städte mit urbanem Leben tatsächlich auch die Lebenszeit erhöhen wurde dem verblüfftem Gast am Beispiel Manhattan erläutert. Durch die Intensität des Lebens im "Big Apple" und dem Muss, oft genug aufgrund ausfallenden Aufzüge Treppensteigen zu müssen sollen die Gründe für eine hohe Lebenserwartung sein.

In der Podiumsdiskussion mit einer Reihe sehr illustrer und hochkarätiger Teilnehmen spannte Moderation Miriam Beul - gebürtige Duisburgerin/Bild Großleinwand - den Bogen oft sehr weit  und begab sich dabei auch auf dünnes politisches Eis was den boomenden Logistic-Standort Duisburg und die mögliche Gefahr einer neuen Monostruktur nach sich ziehen konnte, was den heftigen Widerspruch von Duisport-Chef Erich Staake (Dritter v. Rechts.)  nach sich zog.
Ehemalige Duisburger wie der Präsident der NRW-Architektenkammer Hartmut Miksch - lebte in Bissingheim und Neudorf - warnte vor zu großer Ausrichtung auf den Shopping-Bereich, 

Bundestagsabgeordnete Petra Weis (Zweite v. R. )sprach von einer derzeitigen Nachfrage nach Mehr-Generationen-Wohnen.
"Das war rundherum gelungen und sollte öfter stattfinden, wobei man in der Podiumsdiskussion auch den Bürger mit einbeziehen sollte", lautete das Fazit vieler Besucher zu dieser organisatorisch gut vorbereiteten Veranstaltung..
 Harald Jeschke

Im Foyer der Mercatorhalle präsentierten sich diverse Institutionen. Hier die Volksbank Rhein-Ruhr, die u.a. über den Energiepass informierte

Stadtentwicklungsdezernent diskutiert live im TV
Duisburg, 14. April 2008 - Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler ist am kommenden Donnerstag, 17. April, beim Sender Phönix Gast der bekannten Moderatorin Sandra Maischberger beim Berliner Gespräch 2008. Im Rahmen der ARD-Themenwoche "Mehr Zeit zu leben - Chancen einer alternden Gesellschaft" werden neben dem Beigeordneten Familienministerin Ursula von der Leyen, Brandenburgs Ministerpräsident Mathias Platzek, Bahn-Personalchefin Margret Sukale und Fachautorin Cordula Tutt auf dem Podium diskutieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel leitet die Sendung mit einem Vorwort zur ARD-Themenwoche ein. Zu den Büchern "Das große Schrumpfen" von Cordula Tutt und "Von Not nach Elend" von Günther Lachmann wird die Situation Duisburgs und seine nationale Vorreiterrolle in diesem Themenkontext dargestellt.

Nach ausführlichen Interviews zur Problematik der "Schrumpfenden Gesellschaft" im Österreichischen Rundfunk und beim Bayrischen Rundfunk, sachlicher Würdigung in den überregionalen Blättern (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Berliner Zeitung) setzt sich eine Reihe öffentlicher Auftritte und Mitwirkungen der Stadt Duisburg zu diesem aktuellen Thema fort. Derzeit läuft noch bis zum 11. Mai in der Liebfrauenkirche am König-Heinrich-Platz in Duisburg-Mitte die Ausstellung "Schrumpfende Städte - Regionen neu denken".

Das Berliner Gespräch 2008 - live in der Zeit von 18.10 bis 19.30 Uhr auf Phoenix - wird vor einem Publikum geladener Gäste aus Politik, Gesellschaft und Medien stattfinden.
 
Einwohnerförderung
Nach einer Untersuchung der Universität Duisburg zur "Stadt-Umland-Wanderung im Raum Duisburg" ist das Motiv "Bildung von Wohneigentum" eines der Hauptgründe, warum Bürgerinnen und Bürger Duisburg den Rücken kehren.
Die Bereitstellung geeigneter Wohnbauflächen sowohl für junge Familien mit Kindern als auch für einkommensstarke Haushalte ist damit ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der Abwanderung aus Duisburg. Unter Federführung des Amtes für Stadtentwicklung und Projektmanagement wurde das gesamte Stadtgebiet daraufhin untersucht, an welchen Standorten geeignete Flächen für diese beiden Haushaltstypen vorhanden sind. Die Flächen wurden nach der planungsrechtlichen Verfügbarkeit (sofort, kurzfristig, mittel- und langfristig) unterschieden.

Ergebnisse

Insgesamt sind 44 Flächen für die Einwohnerförderung geeignet: Auf die Kategorie "sofort planungsrechtlich verfügbar" entfallen 13 Flächen, auf "kurzfristig" 14 Flächen, auf "mittelfristig" 6 Flächen und auf "langfristig" 11 Flächen. 14 Flächen sind geeignet für "junge Familien mit Kindern", 30 Flächen für einkommensstarke Haushalte. Auf den 14 Flächen für "junge Familien mit Kindern" könnten insgesamt ca. 858 Wohneinheiten in Doppel- und Einzelhäusern entstehen. Auf den 30 Flächen für "einkommensstarke Haushalte" könnten insgesamt 1.216 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen errichtet werden. Außerdem stehen für beide Haushaltstypen am Innenhafen mittelfristig rund 120-150 Eigentums- bzw. Mietwohnungen zur Verfügung. Neben dem Faktor "Fläche" spielen Image- und Marketingaspekte bei der Generierung zielgruppenspezifischer Angebotsformen eine herausragende Rolle. Hier wird ein aktives Immobilien- und Marketingmanagement entwickelt, um geeignete Standorte zu schaffen und zielgruppenadäquat zu vermarkten. Ziel ist ein gesamtstädtisches Wohnkonzept, dass besondere themenbezogene Wohnformen beinhaltet, wie z. B. :

- Wohnen am Wasser
- Wohnen im Grünen, am Wald
- Wohnen mit Kindern
- Wohnen für Singles
- Wohnen im Alter
- Mehrgenerationswohnen
- Wohnen mit der Sonne oder andere ökologische Themen

Ausblick
Neben der Schaffung neuer Standorte für die Einwohnerförderung werden prioritär die Wohngebiete betrachtet, die heute schon eine hohe Wohn- und Wohnumfeldqualität sowie einen hohen Imagefaktor aufweisen. In diesen Gebieten müssen verschiedene bestandsorientierte Maßnahmen (z. B. Wohnungsmodernisierung, Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen, Wohnungszusammenlegung u. a.) zusammentreffen mit behutsamen Ergänzungsmaßnahmen (z. B. Baulückenschließungen, Innenverdichtungen). Das neue Immobilien- und Marketingmanagement, in dem auch bereits vorhandene Wohnvorhaben eingebunden werden, wird gemeinsam mit dem Immobilienmanagement Duisburg vom Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement erarbeitet. Außerdem werden die oben genannten themenbezogenen Wohnformen entwickelt, die ebenfalls in das aktive Marketing integriert werden.