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Riga/Duisburg, 3. Mai - Ein
Blick auf die bisherigen Kaderlisten der Teams lässt erahnen, dass Riga
2006 zur am schlechtesten besetzten WM aller Zeiten werden könnte. Heute
geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Mittelklasse und
unterziehen die Teams der Ukraine, Lettland, Schweiz, USA und Slowakei
einem Elchtest. Mit www.hockeyweb.de bleiben Sie in den nächsten drei
Wochen immer am Puck, denn in unserer zehnteiligen Artikelserie
präsentieren wir Ihnen alles Wissenswerte über die
Eishockeyweltmeisterschaft 2006 in Riga.
Ukraine:
Seit dem Aufstieg aus der Division I im Jahre 1998 sind die Ukrainer
fester Bestandteil der A-Gruppe. Einige Male entrannen die Blau-Gelben
zwar knapp dem Abstieg, doch schon ein Vorrundensieg gegen Aufsteiger
Italien sollte die Ukrainer dieses Jahr vor der Relegationsrunde
bewahren.
Der bekannteste Eishockeyexport der „Sbirna“ heißt Alexei Ponikarovsky
und verdient seine Brötchen bei den Toronto Maple Leafs. Für die
bevorstehende WM erteilte der 26-jährige Center Trainer Oleksandr
Seukand allerdings eine Absage.
So müssen die altgediegenen Schlüsselspieler Sergei Varlamov
(Novosibirsk), Vitaly Litvinenko (Sokol Kiew), Roman Salnikov (Keramin
Minsk), Sergei Klimentiev (AK Bras Kasan) und Vadim Shakhraychuk (Dynamo
Moskau) für die nötigen Erfolge sorgen. Im Tor kann sich die „Sbirna“
auf die Dienste von Konstantin Simchuk verlassen. Der Keeper von
Metallurg Magnitogorsk ist seit Jahren in der russischen Superliga
engagiert.
Unser Tipp: Zwischenrunde sollte gesichert sein, aber mehr ist wohl
nicht drin.
Lettland:
Die Enttäuschung nach dem Olympiaturnier sitzt den Letten noch immer im
Nacken. Nach einem Unentschieden gegen die USA, setzte es in Turin nur
noch hohe Schlappen und zur Krönung eine peinliche 2:5-Niederlage gegen
Kasachstan. Trainer Leonid Beresnevs räumte daraufhin den Trainerstuhl
und wurde vom Russen Petr Vorobjev ersetzt. Bei den
Heim-Weltmeisterschaften ist also Wiedergutmachung angesagt.
Vorobjev vertraut aber weitgehend auf dieselbe Truppe die in Turin im
Kampf um Olympisches Metal im Einsatz war. Von Verjüngung kann also im
lettischen Team nicht die Rede sein. Die Heim-WM dürfte für einige
Recken allerdings auch zur Abschiedsvorstellung werden, denn viele
Spieler haben den Zenit ihrer Leistungsfähigkeit schon deutlich
überschritten. An Motivation wird es dem Gastgeber aber sichern nicht
mangeln.
Schmerzlich ist die Abwesenheit von Verteidiger Karlis Skrastins. Der
NHL-Haudegen ist mit den Colorado Avalanche ins NHL
Conference-Halbfinale aufgestiegen und wird in Riga 2006 nicht dabei
sein. Auch die Altstars Sandis Ozolinsh (New York Rangers) und Aigars
Cipruss (HK Riga 2000) sagten für das WM-Turnier ab. Die große Zeit des
legendären Artus Irbe scheint ebenfalls beendet, denn der lettische
Nationalheld, welcher noch zu Zeiten der Sowjetunion im Tor stand,
erhielt keine Einberufung mehr. Sein ewiger Back Up Sergejs Naumovs (Novgorod/
RUS) oder Jungstar Edgars Masalskis (Neftyanik Almetievsk/ RUS) müssen
nun die Lücke im lettischen Kasten stopfen. Sonst besteht die Mannschaft
schon traditionell aus zahlreichen Legionären welche in diversen
europäischen Ligen ihre Brötchen verdienen. Neben Augsburg-Verteidiger
Arvids Rekis bilden Viktor Ihnatjevs (Linz/ ÖST) und Atvars Tribuncovs (Mora
IK/ SWE) die Eckpfeiler der Hintermannschaft.
Für die nötigen Tore sollen der Krefelder Herberts Vasiljevs, Janis
Sprukts (Hämmenlinna/ FIN), Grigorijs Pantelejevs (Bozen/ ITA), Leonids
Tambijevs (EHC Basel/ SUI), Aleksandrs Semjonovs (Malmö/ SWE) und
Russland-Legionär Aleksanders Nizivijs (Novgorod) sorgen. Das größte
Versprechen für die Zukunft des lettischen Eishockeysports ist Mikelis
Redlihs. Der Jungstar war schon bei den Olympischen Spielen im Einsatz
und sorgte in der abgelaufenen Spielzeit bei Björklöven in der zweiten
schwedischen Liga für Aufsehen.
Unser Tipp: Viertelfinale aufgrund des Heimvorteil sicher möglich.
Schweiz:
Bei den Eidgenossen hofft man derzeit vor allem auf ein schnelles Ende
der NHL-Playoff-Serie zwischen den Montreal Canadiens und den Carolina
Hurricanes. Gut möglich, dass die Canadiens-Akteure David Aebischer und
Mark Streit oder Hurricanes-Keeper Martin Gerber schon vor dem ersten
WM-Spiel im Flugzeug in Richtung Riga sitzen. Solange Teamkapitän Mark
Streit nicht mit von der Partie ist trägt jedenfalls Ivo Rüthemann
(Bern) das große C auf der Brust.
Auf einige Stammspieler muss Headcoach Ralph Krueger allerdings fix
verzichten. Olympiaheld Paul Di Pietro, Patrick Fischer (beide Zug) und
Marcel Jenni (Kloten) erteilten Krueger eine Absage und Enfant Terrible
Reto von Arx (Davos) spielt seit seinem Rausschmiss beim Olympiaturnier
2002 sowieso nicht mehr für die Nati A. Verletzt hinzu kommen noch Steve
Hirschi, Falvien Conne (beide Lugano), Patrick Bärtschi (Kloten) und
Thomas Ziegler aus Bern. Darüber hinaus plagt Thierry Paterlini (ZSC
Lions) noch eine Schulterverletzung, somit ist auch sein Einsatz ist
eher ungewiss.
Doch Ralph Krueger ist in der glücklichen Lage diese hochkarätigen
Ausfälle gut kompensieren zu können und setzt weitgehend auf Spieler aus
der starken heimischen NLA. Neben Schweden-Legionär Martin Plüss (Frölunda)
wurde noch Timo Helbling (Tampa Bay Lightning), der allerdings in der
NHL in letzter Zeit nie zum Einsatz kam, für Ambri-Verteidiger Reto
Kobach ins Team geholt.
Bislang lief die Vorbereitung jedenfalls sehr viel versprechend. Nach
zwei Siegen über Deutschland (jeweils 1:0) folgten ein 2:1- und ein
6:3-Erfolg über Norwegen. Weiter ging es mit einem 2:2 und einem
überragenden 4:0-Erfolg gegen die Slowakei. Im letzten Vergleich gegen
Gastgeber Lettland am 2.Mai kann noch an der Feinmotorik gearbeitet
werden um für die Gruppenspiele gegen Italien, die Ukraine und Schweden
richtig gut in Fahrt zu sein.
Unser Tipp: Viertelfinale in Sicht und vielleicht eine historische
Chance auf eine Medaille?
Slowakei:
In der Vergangenheit schaffte es die Slowakei immer etliche ihrer
hochkarätigen NHL-Stars für ein WM-Turnier zu motivieren. In Anbetracht
der zahlreichen Absagen ihrer Topstars Gaborik, Demitra, Bondra, Satan,
Visnovsky, Suchy und Stumpel und des Play Off Engagements von Zdeno
Chara, Andrej Meszaros, Richard ZEdnik und Michal Handzus, sollte die
Slowakische Republik bei den diesjährigen Weltmeisterschaften aber keine
allzu wichtige Rolle bei der Titelvergabe spielen.
Da der eigentliche Einser Goalie Peter Budaj noch in Colorado den Back
Up für Jose Theodore mimt, muss sich das Trio Jan Lasak (Pardubice),
Rastislav Stana (Södertälje) und Karol Krizan (MODO Hockey) wieder
einmal um die Starter-Position streiten.
Vom Olympiateam sind neben den Goalies Lasak und Krizan nur noch die
Verteidiger Milan Jurcina (Boston Bruins), Martin Strbak (CSKA Moskau)
und die Angreifer Richard Kapus (Novokuznezk/ RUS) und Marian Hossa
(Atlanta Trashers), sowie dessen Vater und Headcoach Frantisek Hossa
übrig geblieben.
Trainer Hossa geht also mit einer sehr jungen und hungrigen Truppe in
das WM-Turnier. In der Defensivabteilung soll neben dem erfahrenen
Strbak auch noch Dusan Milo (Nitra) für die nötige Ruhe sorgen. Richard
Stehlik (Sparta Prag), Rene Vydareny und Tomas Harant (beide HC Ceske
Budejovice) könnten sich bei der WM ins internationale Rampenlicht
spielen.
Selbiges gilt auch für die zahlreichen talentierten Angreifer. Die
Jungstars Andrej Kollar und Miroslav Kovacik (beide Nitra) verdienen ihr
Geld noch in der slowakischen Heimat. Lubomir Vaic gewann mit dem HC
Bili Tygri Liberec den Grunddurchgang der tschechischen Extraliga,
scheiterte aber in den Viertelfinal Play-offs am achtplatzierten Team
seines Landsmannes Michal Hudec aus Budejovice. Bitter für den Vaic,
denn in der internen Punkteliste des HC Liberec lag er auf dem ersten
Rang.
Von den Pittsburgh Penguins kommt Tomas Surovy, der gemeinsam mit Milan
Bartovic (Chicago Black Hawks), Martin Cibak (Tampa Bay Lightning),
Marcel Hossa (New York Rangers) und den Schweden-Exporten Rastislav
Pavlikovsky (MODO Hockey)und Miroslav Zalesak (Södertälje SK) für den
nötigen Angriffspower sorgen soll. Mit Ivan Ciernik (Köln) ist auch ein
Spieler aus der DEL mit dabei.
Unser Tipp: Trotz der hochkarätigen Ausfälle sollte es aber dennoch für
das Viertelfinale reichen.
USA:
Der Kader der US-Boys weist noch einige Lücken auf, die noch mit
Spielern aus der NHL geschlossen werden könnten. Nach der Absage von
Rick Di Pietro (NY Islanders) werden sich Craig Anderson (Chicago Black
Hawks) und der First-Round-Draftpick Jason Bacashihua (St.Louis Blues)
im Kasten des Team USA abwechseln. Beide gelten aber als relativ
unerfahren und kamen in ihren NHL-Vereinen bislang nicht über den Status
des Back Up hinaus.
Die nötige Erfahrung auf internationalem Parket bringen die Angreifer
Marty Reasoner (Boston Bruins), Richard Park (Vancouver Canucks), Ryan
Malone (Pittsburgh Penguins) und die Verteidiger Joe Corvo (LA Kings)
und Hal Gill (Boston Bruins) mit. Der mittlerweile 27-jährige Mark
Cullen (Chicago Black Hawks) feiert sein spätes Debüt im US-Team.
Von den Altstars Keith Tkachuck, Bill Guerin, Mike Modano, Mathieu
Schneider, Chris Chelios und Darian Hatcher erwartete man sich sowieso
keine Teilnahme am WM-Turnier. Aufgrund ihrer Leistung und Einstellung
beim Olympischen Turnier in Turin ist Trainer Evans aber sowieso besser
beraten auf jüngere und vor allem motivierte Kräfte zu setzten. Mit den
talentierten Andrew Alberts (Boston Bruins), Andy Hilbert, Dustin Brown
(beide LA Kings), Ryan Kesler (Vancouver Canucks), Jim Slater (Atlanta
Trashers) und dem 20-jährigen Drew Stafford von der University of North
Dakota (First-Round-Pick der Buffalo Sabres 2004) scheint Eavers auch
die richtigen Spieler gefunden zu haben.
Ein Mitwirken der Verteidiger Jordan Leopold (Calgary) und John-Michael
Liles (Colorado) sowie der Angreifer Brian Gionta, Scott Gomez und Zach
PArise (alle drei New Jersey) würden dem Team sicher helfen, doch die
US-Leistungsträger der Zukunft sind noch in den NHL Play-offs tätig.
Headcoach Mike Eaves weiß auf jeden Fall mit jungen Talenten umzugehen.
In der abgelaufenen Spielzeit heimste er mit der University of Wisconsin
den Titel der NCAA ein. 2004 errang er mit dem US-Team die bislang erste
und einzige Goldmedaille bei U20-Weltmeisterschaften und stand auch bei
der Goldmedaille des U18-Teams im Jahre 2002 hinter der Bande. Mit dabei
waren damals auch Ryan Kessler (2002, 2004) und Drew Stafford (2004).
Unser Tipp: Viertelfinale und eventuell ein wenig mehr.
(von Simon Kazianka) |
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Riga, 3.
Mai - In
wenigen Tagen faellt der Startschuss für die Eishockey Weltmeisterschaft
in Riga. Die besten Eishockeynationen sind ab dem 5. Mai zu Gast in der
Hauptstadt Lettlands, um den Eishockeyweltmeister 2006 zu küren. Im
Vergleich zu den Olympischen Spielen in Turin und den letztjährigen
Weltmeisterschaften in Wien fehlen natürlich die großen NHL-Stars, doch
der hohe Stellenwert des Eishockeysports in Lettland sollte garantieren,
dass diese WM ebenfalls zu einem großen Fest wird.
Die lettische Bevölkerung ist als sehr gesangfreudig und absolut
eishockeyverrückt bekannt. Wer lettische Schlachtenbummerl bei
Weltmeisterschaften schon einmal erleben durfte, ahnt was einen bei
Auftritten des Gastgebers in der neu errichteten "Arena Riga" erwartet.
Das Multifunktions-Stadion bietet auf jeden Fall Platz für 12 500
Zuseher und dient gemeinsam mit der eishockeyerprobten "Skonto Arena" (6
500 Besucher) als Spielstätte für die diesjährige Weltmeisterschaft.
Mit www.hockeyweb.de bleiben Sie in den nächsten drei Wochen immer am
Puck, denn in unserer zehnteiligen Artikelserie präsentieren wir Ihnen
alles Wissenswerte über die Eishockeyweltmeisterschaft 2006 in Riga.
Zum Einstieg gibt es eine kleine Vorschau, in der wir heute die
vermeintlichen Abstiegskandidaten aus Slowenien, Italien, Norwegen,
Kasachstan, Dänemark und Weißrussland genauer unter die Lupe nehmen.
Slowenien:
Voriges Jahr entgingen die Slowenen nur knapp dem Abstieg. In der
Vorrunde der diesjährigen WM warten Titelverteidiger Tschechien,
Gastgeber Lettland und das starke Team aus Finnland. Die Slowenen können
sich also schon in der ersten Gruppenphase auf die Relegationsrunde
vorbereiten. Trainer Frantisek Vyborny vertraut zum größten Teil auf
Spieler vom aktuellen Meister HK Jesenice und den Laibacher Klubs Slavia
und Olympia. Schlüsselspieler sind Tschechien-Legionär Tomas Razingar (Pardubice)
und der 18jährige Jungstar Anze Kopitar, welcher in der abgelaufenen
schwedischen Elitserien 8 Tore und 12 Assists für Södertälje
beisteuerte.
Nach den verletzungsbedingten Absagen von Miha Rebolj (Jesenice) und
Krefeld-Stürmer Ivo Jan bleiben noch Oldboy Dejan Kontrec (Slavia
Laibach), Italien-Legionär Robert Ciglenecki (Cortina) und
Neu-Wolfsburger Elvis Beslagic (Bremerhaven), der vergangene Spielzeit
zu den punktbesten Verteidigern der Zweiten Deutschen Bundesliga zählte.
Unser Tipp: Die Division I wartet schon.
Italien:
Auch Aufsteiger Italien erwartet ein sehr harter Kampf um den Verbleib
in der A-Gruppe. Einziger Legionär im Kader von Michel Goulet ist Tony
Iob vom KAC aus Österreich. Neben Iob bringen Jason Cirone, Giuseppe
Buzzilo, John Parco und Giorgio de Bettin zwar die nötige Erfahrung auf
das Eis, doch allzu viel sollte man sich von den Azzuri nicht erwarten.
Schweden, Schweiz und die Ukraine scheinen außer Reichweite und die
Relegationsmühle dürfte im italienischen Team schon vorprogrammiert
sein.
Detail am Rande: Dino Felicetti und Roland Ramoser, welche die Italiener
voriges Jahr noch in die A-Gruppe schossen, sind aufgrund von
Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Goulet nicht dabei.
Unser Tipp: Nach einem Jahr im Konzert der Großen sollte es wieder in
die Division I gehen.
Kasachstan:
Seit Jahren die große Unbekannte und immer wieder für eine Überraschung
gut. Viele Tore kann man sich zwar von den Kasachen nicht erwarten, doch
das strikte Defensivkonzept von Trainer Niklai Myshagin bringt zeitweise
auch große Eishockeynationen zum Verzweifeln. Bei der hochkarätig
besetzten WM im letzten Jahr und bei den Olympischen Spielen
überraschten die Kasachen immer wieder mit knappen Ergebnissen. Im
entscheidenden Vorrundenduell gegen Weißrussland sollte man sich also
kein Offensivspektakel erwarten. Ob schon hier der Klassenerhalt
gesichert werden kann bleibt abzuwarten.
Schlüsselspieler im Team Kasachstan sind Nik Antropov von den Toronto
Maple Leafs und Torhüter Vitaly Kolesnik (diese Saison einige Male bei
den Colorado Avalanche im Einsatz) Der Großteil der Mannschaft verdient
seine Rubel in der Russischen Superliga und der Rest der Akteure kommt
vom nationalen Serienmeister Torpedo Ust-Kamenogorsk. Urgestein
Konstantin Shafranov (Novgorod/ RUS) und die Koreshkov-Brüder Alexander
und Evgeny (Ust-Kamenogorsk) spielten lange Jahre in einer Linie und
verstehen sich blind. Nach nunmehr 15 Jahren in derselben Mannschaft
könnten die Korehkov-Brüder allerdings nächste Saison zum ersten Mal
getrennt werden. Evgeny soll nächste Spielzeit zum HC Martigny in die
Schweiz wechseln.
Unser Tipp: Der Klassenerhalt sollte sich ausgehen. Zu mehr wird es wohl
nicht reichen.
Weißrussland:
Ähnliche Vorraussetzungen wie beim Vorrundengegner Kasachstan gelten
auch für die Weißrussen. Mit einem Sieg im direkten Duell der Vorrunde
würden die Weißrussen dem beinharten Abstiegskampf der Relegationsrunde
entgehen. Kleiner Vorteil für das Team Belarus: Bei der letztjährigen WM
in Wien schlug man die Kasachen mit 2:0. Gegen den großen Bruder aus
Russland und die Slowakei hängen die Trauben aber wahrscheinlich zu
hoch.
Den renommiertesten Namen im weißrussischen Team findet man auf der
Trainerbank. Washington Capitals Headcoach Glen Hanlon leitet seit mehr
als einem Jahr die Geschicke der Mannschaft und sollte auch dieses Jahr
wieder für den nötigen Erfolg sorgen.
Genügend NHL-Erfahrung bringt Verteidiger Ruslan Salei mit. Sein
Auftritt hängt allerdings noch vom Abschneiden der Anaheim Mighty Ducks
ab, die noch in den NHL-Playoffs im Einsatz sind. Weitere
Schlüsselspieler: Jungstar Andrej Kostitsyn (Montreal Canadiens), der
allerdings den Großteil der vergangenen Spielzeit beim AHL-Farmteam in
Hamilton im Einsatz war, sowie die Russland-Legionäre Mikhail Grabovsky
(Dynamo Moskau), Oleg Antonenko (HK MDV Tver) und Torhüter Andrei Mezin
(Salavat Yulaev Ufa). Der ehemalige DEL-Keeper (Berlin, Nürnberg)
glänzte bei den letzten Weltmeisterschaften mit einer unglaublichen
Fangquote von 97,14%.
Unser Tipp: Klassenerhalt sollte gesichert sei. Eventuell auch einige
Überraschungen.
Norwegen:
In Norwegen wurde in den letzten Jahren sehr gute Arbeit geleistet und
mit den Vorrundengegnern Kanada, USA und Dänemark können die Norsker
durchaus zuversichtlich in das Turnier gehen. Gut möglich, dass sich der
Aufsteiger schon in der Vorrunde den Verbleib in der A-Gruppe sichert.
Der unmittelbare Gegner Dänemark ist mit Sicherheit in Reichweite.
Headcoach Roy Johansen formte in den letzten Jahren ein gut
eingespieltes Team mit zahlreichen Legionären aus den europäischen
Topligen. Mit Tore Vikingstad, Tomy Jakobsen (Düsseldorf) und Mats Trygg
(Iserlohn) finden sich gleich drei Akteure, die vergangene Saison in der
DEL tätig waren.
Weiters kann Trainer Johansen mit Patrick Thoresen (Södertälje), Lars
Erik Spets (Brynäs Gävle), Anders Bastiansen (Mora IK) und Erik Ryman (Djurgardens)
auf vier erfahrene Spieler aus der schwedischen Elitserien zählen.
Bleibt noch Morten Ask von SaiPa Lappeenranta aus Finnland und die
beiden Übersee-Jungstars Marius Holtet (Iowa Stars/ WHL) und
Ole-Kristian Tollefsen (Syracuse Crunch/ AHL) welcher abgelaufene
Spielzeit sogar fünf Mal NHL-Luft bei den Columbus Blue Jackets
schnuppern durfte.
Unser Tipp: Die Norweger sind in Moskau 2007 mit von der Partie.
Dänemark:
Mit Siegen gegen Österreich und Deutschland in der Relegationsrunde
entrannen die Dänen beim letztjährigen WM-Turnier nur knapp dem
Abstieg. Um das Relegation- Prozedere dieses Jahr zu vermeiden, muss in
der Vorrunde eigentlich nur ein Sieg gegen Aufsteiger Norwegen her.
Leichter gesagt als getan, doch die Dänen können sich in entscheidenden
Phasen immer entscheidend steigern.
Um Oldie Jens Nielsen (Aalborg) und Torhüter Peter Hirsch (Nordsjaelland
Cobras) baut Trainer Mikael Lundstrom vor allem auf die
Schweden-Legionäre Peter Regin, Frans Nielsen (beide Timra IK), Morten
Green und Jesper Damgaard (beide MoDo Hockey), sowie Kim Staal, der
heuer mit Malmö IF den Aufstieg in die Elitserien schaffte.
Jungstar Morten Madsen (Frölunda) machte auch schon ein paar Spiele in
der Elitserien und steht gemeinsam mit Jannik Hansen (Portland/ WHL) für
die neue Generation im dänischen Eishockey.
Unser Tipp: Wie im vergangenen Jahr schaffen die Dänen den Klassenerhalt
in der Relegationsrunde. S. K. |
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Zürich/Duisburg, 2. Mai - Schweden
versucht in diesem Jahr etwas, was bisher noch keinem Nationalteam
gelungen ist: Das Double, bestehend aus dem Olympiasieg und dem Gewinn
der Weltmeisterschaft, wartet noch auf seinen ersten Vertreter. Bisher
wurden lediglich in den Jahren 1972, 1976, 1992, 1994, 1998 und 2002
olympisches und weltmeisterliches Edelmetall ausgespielt. In ein paar
Tagen ist es in Lettlands Hauptstadt Riga zum siebten Mal der Fall. Das
baltische Land wird als Nation der 15. WM-Gastgeber in der Geschichte
sein. Der letzte Neuling war das ehemalige Jugoslawien im Jahre 1966
Laibach als jetzige Hauptstadt Sloweniens. Die BRD wurde damals
lediglich durch die Schiedsrichter Keller und Kirche vertreten. Das Team
spielte in der B-Gruppe im nahen Zagreb (jetzt Hauptstadt Kroatiens) und
wurde damals vor Rumänien und Jugoslawien Erster.
Die DDR belegte in der A-Gruppe einen hervorragenden fünften Platz. Der
schwedische Weltstar Jörgen Jönsson wird höchstwahrscheinlich seine
elfte WM absolvieren. Dies würde ihn, was die Anzahl der Teilnahmen
angeht, mit internationalen Legenden wie Walerij Charlamow, Boris
Michailow, Sergej Makarow, Vladimir Martinec und Ivan Hlinka
gleichsetzen. Der 33-jährige, der in der letzten Woche in einem
Testmatch gegen Russland eine Knieverletzung erlitt, ist allerdings auf
dem Weg der Besserung, und zwar schneller als erwartet. Sein Bruder
Kenny, ebenfalls Goldmedaillengewinner von Turin, wird ebenfalls
erwartet. Jönsson bestritt auch bereits vier olympische Turniere und
gewann zum ersten Male 1994 im norwegischen Lillehammer eine
Goldmedaille.
Wie bekannt, sind mit Österreich und Deutschland die Absteiger des
letzten WM-Turniers wieder erstklassig. Beide Mannschaften gewannen alle
Spieler ihrer Gruppe und sind im nächsten Jahr wieder in der A-Gruppe
vertreten. Diese wird in den russischen Städten Moskau und St.
Petersburg zwischen dem 27. April und 13. Mai über die Bühne gehen. Die
2008-er WM wird in den kanadischen Städten Quebec und Halifax
ausgespielt. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Die teilnehmenden
Nationen haben bis zum 4. Mai 21.00 Uhr dem Direktorat ihre Kader
vorzulegen. Maximalstärke 20 Spieler plus drei Torwarte, Minimalstärke
15 Spieler plus drei Torwarte. Die restlichen Spieler (bis zum erlaubten
Maximum) müssen jeweils zwei Stunden vor dem jeweiligen Spiel bekannt
gegeben werden. Vor der Qualifikations- und Abstiegsrunde dürfen die
Teams noch zwei Spieler zusätzlich benennen. – Die Anzahl europäischer
Akteure in der NHL ging um 27,16 % Prozent herunter.
In Zahlen heißt das, dass 261 Cracks aus Europa „drüben“ ihre Brötchen
und auch Steaks verdienen. In der Saison 2003/4 waren es noch genau 300.
Dies bezieht sich auf Akteure, die wenigstens einmal für einen
NHL-Verein in der Punktrunde aufliefen. Spitzenreiter ist Tschechien mit
65 Cracks. Es folgen: Russland (51), Schweden (46), Finnland (39), die
Slowakei (32), Deutschland (8), die Schweiz (4), Weißrussland (3),
Österreich (3), Polen, Kasachstan und Lettland stellten zwei,
Frankreich, Norwegen, die Ukraine und Litauen jeweils einen Spieler. Die
internationale Rangliste führte Schweden mit 2895 Punkten an. Verfolger
sind Tschechien (2825) sowie Kanada (2790), wobei die Männer mit dem
Ahornblatt vor Turin den Spitzenplatz innehatten. |