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RUHR.2010 feiert Finale am 18. Dezember 2010 im Duisburger Innenhafen

RUHR.2010 feiert Finale
Duisburg, 14. Dezember 2010 - Ein großes Programmfinale bildet am 18. Dezember 2010 den Abschluss der erfolgreichen Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Ein Jahr voller kultureller Höhepunkte mit Projekten wie „Still-Leben Ruhrschnellweg“, „Local Heroes“, „Ruhrlights: Twilight Zone“ und „SchachtZeichen“ liegt hinter uns. Auch wenn  die 365 Tage des Jahres unglaublich schnell an uns vorbei gezogen sind, wird vieles bleiben: kommunale Kooperationen, neue Partner und vor allem ein neues Bild des Ruhrgebiets als eigenwillige Metropole mit großer kultureller Vielfalt, in der sich die Städte näher gekommen sind. Das Abschlussfest findet an mehreren Orten statt: Gemeinsam feiern die Menschen der Region in Duisburg, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen.


Das große Finale in Duisburg am 18. Dezember 2010 im Innenhafen

Die Duisburger Abschlussfeier nimmt das Thema „Hafen der Kulturhauptstadt“ erneut auf und verbindet es mit dem Zukunftsstandort Innenhafen. Der schwebende Container, die Erweiterung des Museums Küppersmühle von Herzog & de Meuron, hat die Kraft sich zum zukünftigen Wahrzeichen der Region zu entwickeln. Hier am Duisburger Innenhafen findet das Finale der Kulturhauptstadt statt.

Zum Auftakt erklingen ab ca. 16.30 Uhr die Stimmen des !SING – Day of Song.
In der raumgreifenden Performance „Ithaka“ verdichten sich Licht, Wasser und Projektionen mit Rezitationen und Musik zu großen, ruhigen Bildern. Im Mittelpunkt stehen der Schauspieler Christian Brückner und das Tim Isfort Orchester mit grenzüberschreitender Musik, die mit großen Videoprojektionen von Jan Wagner und Matthias Neuenhofer korrespondiert.

Das Stück des Regisseurs Johannes Lepper ist geprägt von dem Leitgedanken der „Entschleunigung“, das in der Inszenierung auch ein Erinnern an die Katastrophe der Loveparade einschließt.

Ein Erlebnisareal mit Tischen des „Still-Leben Ruhrschnellweg“ und Ballons der „SchachtZeichen“ inszeniert die Großprojekte des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010.
Musik und Kabarett von Mobilée und Kai Magnus Sting mit den Philharmonixx, die während des „Still-Leben Ruhrschnellweg“ das Publikum begeisterten, bilden den Abschluss des Festes ab ca. 18:15 Uhr.

Eine Veranstaltung des Festivalbüros der Duisburg Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit dem Kulturhauptstadtbüro Duisburg und der RUHR.2010 GmbH, mit Unterstützung der Unternehmen Haniel, Sparkasse Duisburg und Stadtwerke Duisburg AG.

Am Mittwoch, 15. Dezember 2010 um 10 Uhr findet im Rathaus Duisburg, Burgplatz 19, 47049 Duisburg dazu ein Werkstadtgespräch mit Regisseur Johannes Lepper und dem Komponisten Tim Isfort. Außerdem anwesend sind Karl Janssen, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, Frank Jebavy, Leiter des Festivalbüros und Dr. Söke Dinkla, Leiterin des Kulturhauptstadtbüros Duisburg RUHR.2010.
 


Duisburg zur Kulturhauptstadt: Bilanz und Ausblick
Das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 war für Duisburg ein erfolgreiches Jahr, das nun am 18. Dezember 2010 ein stimmungsvolles Abschlussfest feiert.
Großprojekte wie „Still-Leben Ruhrschnellweg“, die „Local Heroes-Woche“, „SchachtZeichen“, „Ruhrlights: Twilight Zone“ und die Ausstellung „Here & There“ von Horst Wackerbarth haben gezeigt, wie Kultur die Menschen in Duisburg und der Region bewegen kann.
Kulturdezernent Karl Janssen resümiert: "Der Verlauf des Kulturhauptstadtjahres hat alle unsere Erwartungen weit übertroffen: Das Motto ‚Hafen der Kulturhauptstadt’ ist bei den Menschen angekommen, weil Veranstaltungen wie die ‚Local Heroes-Woche’ mit der spektakulären Inszenierung von La Fura dels Baus auf der Mercatorinsel und das Lichtfestival ‚Ruhrlights’ am Innenhafen die besondere Kultur am Wasser in seinen unterschiedlichen Facetten gezeigt hat. Auch die vielen kleineren Veranstaltungen im Rahmen von TWINS und die vielen Kooperationsprojekte haben das Thema das ganze Jahr über immer wieder in den Blick genommen. Ich freue mich, dass sich der ‚gefühlte’ Erfolg auch in einigen Zahlen widerspiegelt: So hat sich die Zahl der Hotelübernachtungen um 17 % im ersten Halbjahr gesteigert. Wir sind glücklich, dass wir so viele Menschen aus anderen Gegenden Deutschlands und Europas hier begrüßen konnten.“

Die gelben Ballons der„SchachtZeichen“ haben mit 47.000 Besuchern an 18 Orten ebenso wie das „Still-Leben“ mit ca. 500.000 Besuchern und der „!SING – Day of Song“ mit etwa 7.000 Sängern die Menschen dazu gebracht sich zu beteiligen. Das große bürgerschaftliche Engagement der Vereine, der Wirtschaft und zahlreicher Privatpersonen hat diese Veranstaltungen zu etwas Besonderem gemacht, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Das großartige Konzert, die „Sinfonie der Tausend“, brachten unsere Duisburger Philharmoniker im einzigartigen Raum der Kraftzentrale des Landschaftsparks zusammen mit 1.300 Mitwirkenden aus Orchestern und Chören der Region zur Uraufführung von Gustav Mahlers 8. Sinfonie.
Beispielhaft auch für die zukünftige Kulturarbeit im Ruhrgebiet sind die erfolgreichen Kooperationen zwischen den Städten, die zu einer neuen Zusammenarbeit der Museen geführt haben: In den „Collection Tours“ konnten erstmals die Besucher die Zusammenhänge zwischen den exzellenten Sammlungen moderner Kunst im Ruhrgebiet entdecken. Die Duisburger Museen verzeichnen Besucherrekorde: Das Wilhelm-Lehmbruck-Museum schätzt, dass bis zum Ende des Jahres rund 50.000 Gäste das Museum besucht haben werden, vor allem Dank der Alberto Giacometti-Ausstellung zu Beginn des Jahres.

Auch das Kultur- und Stadthistorische Museum freut sich über den guten Besuch der drei Sonderausstellungen zum Kulturhauptstadtjahr. Museumsdirektorin Dr. Susanne Sommer: „Ob Schulklassen oder Gruppen, die ‚Kaiser-Ausstellung’ zum Mittelalter ist noch immer bestens besucht. Die Ausstellung der Evangelischen Kirche zur Duisburger Generalsynode von 1610 zog viel mehr Menschen an als erwartet.“

Natürlich werden schon jetzt Pläne für die Zukunft geschmiedet. Dr. Söke Dinkla zeigt sich zuversichtlich: „Wir werden nun alles daran setzen, dass möglichst viele Projekte Nachhaltigkeit entwickeln: Fördergelder für die Weiterführung des ‚KulturKanals’ sind bereits bewilligt, ein sehr schöner, reich bebilderter Katalog zu ‚Ruhrlights’ ist heute fertiggestellt. In dessen Vorwort blickt die Kulturministerin Ute Schäfer auf ‚Ruhrlights’ im Jahr 2012 voraus und last but not least freuen wir uns gemeinsam mit vielen Duisburgern schon jetzt auf die neue Landmarke ’Tiger & Turtle – Magic Mountain’, die im Frühsommer im Duisburger Süden eröffnet wird.“
 


Buchpräsentation „Ruhrlights: Twilight Zone“
Das Buch „Ruhrlights: Twilight Zone“ hält die Bilder der beeindruckenden Lichtkunstwerke fest, die im Rahmen der Kulturhauptstadt im September an der Ruhr zu sehen waren. Die Städte Hagen, Essen, Hattingen, Witten, Bochum, Duisburg und Mülheim an der Ruhr haben gemeinsam das erste überregionale Lichtkunstfestival am Wasser ausgerichtet.


Das reich illustrierte Buch, das heute im renommierten Hatje Cantz Verlag erscheint, wird herausgegeben von Karl Janssen, Söke Dinkla, Oliver Scheytt und Karl-Heinz Petzinka. Es zeigt beispielhaft, wie sich die Lichtkunst in den letzten Jahren verändert hat: Sie geht heute enge Allianzen mit der Medienkunst und der Kunst im öffentlichen Raum ein. „Ruhrlights: Twilight Zone“ zeigt diese neue Entwicklung anhand von Werken der international renommierten Künstler Peter Kogler, Yves Netzhammer und Bernd Schurer, Mischa Kuball, Siegrun Appelt, Tatzu Nishi, Nan Hoover, Modulorbeat, Mader Stublic Wiermann, Andreas M. Kaufmann, Christoph Hildebrand, Hermelinde Hergenhahn, Katarina Veldhues und Gottfried Schumacher, Ute und Arend Zwicker, Julen Birke, Manuel Schroeder, Klaus Obermaier und Xavier de Richemont.

Die 168 Seiten umfassende Publikation zeigt die Lichtwerke, die zum größten Teil erstmals in diesem Jahr an der Ruhr präsentiert wurden, mit 84 meist großformatigen, farbigen Abbildungen.
Texte namhafter Autoren wie Saskia Sassen, Manfred Schneckenburger, Gregor Jansen, Carina Plath, Söke Dinkla, Yvonne Ziegler, Julia Draganovic, Renate Buschmann, Nina Hülsmeier, Karl-Heinz Petzinka, Walter Smerling und Angela Wilms-Adrians behandeln aktuelle Fragen der Kunst im öffentlichen Raum und stellen sie in einen übergeordneten kunsthistorischen Kontext.

Der Katalog ist für 25,00 € im Kulturhauptstadtbüro Duisburg zu erwerben.

Nähere Informationen zu „Ruhrlights: Twilight Zone“ gibt es unter www.du2010.de/ruhrlights, www.ruhr2010.de/ruhrlights sowie direkt beim Verlag: www.hatjecantz.de.