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"Opernplatz" Duisburg - urbanes Leben in der Innenstadt durch Neugestaltungen

 

Multi Development: Forum Duisburg soll das schönste Shoppingcenter Deutschlands werden - Kindertagesstätte auf dem Dach
Von Harald Jeschke

Duisburg, 16. November 2006 - "Wir wollen eines der schönsten Shoppingcenter Deutschlands bauen. Das Forum Duisburg ist ein echtes Pilotprojekt." Peter Knopf, Prokurist, Dipl.-Ingenieur und stellvertretender Leiter Technik der MULTI Development Germany GmbH verkündete dies der Bezirksvertretung Mitte heute auf der öffentlichen Sitzung im Rathaus. Die Multimedia-Vorführung hatte es in sich. Mit den bewegten Bildern erklärte Peter Knopf, was da auf die Duisburger zukommt.

Es geht um keine Kleinigkeiten, irgendwie verstärkt sich der Eindruck, dass Duisburgs neue Innenstadtbelebung hier ein Vorzeigemodell werden soll. Das sozusagen verschachtelte Gebäude soll als bauliches Kunstwerk mit viel Licht installiert werden. Heißt? Zunächst einmal legen die Investoren Wert darauf, dass es das erste Shoppingcenter dieser Art mit mindestens 25 Prozent Einsparungen an Energieverbrauch gegenüber herkömmlicher Bauart werden soll, da regenerative Energieen (Bauteil- bzw. radiative Kühlung, eigener Strom,  Blockkraftwerk, Wärmetauscher, usw.) genutzt werden sollen. Weiterhin sollen sämtliche störenden technischen Elemente auch auf dem Dach nicht sichtbar sein. "Das Dach ist für uns die fünfte Fassade", erklärte der Ingenieur. Bedeutet in diesem Fall fast eine komplett begrünte Landschaft in luftiger Höhe. Der Clou: Auf dem Dach wird es eine Kindertagesstätte geben. Dies in drei Gruppen, wobei eine Gruppe als kostenfreier Service für die Kunden dient. Die beiden anderen Gruppierungen sollen an einen noch nicht genanten Träger vergeben werden, der alle Bevölkerungsschichten einbezieht.

Jedes Gebäudeteil des fast 57 00 Quadratmeter großen Areals wird anders aussehen und zudem als so genannte Vernetzung dienen. Zwischen den einzelnen Gebäudeteilen gibt es Übergänge auch auf Balkonen und kann - im Gegensatz zu früher - jede angrenzende Straße direkt fußläufig erreicht werden, ist kein Umweg wie früher um das Karstadthaus herum notwendig. Die Lichtdurchflutung ist allgegenwärtig, was auch auf die Tiefgaragen zutrifft. "Der mit dem Auto anreisende Kunde soll sich schon in den Tiefgaragen wohl fühlen", lautet die Vorgabe von MD. Dies wird mit der sehr teuren hohen Deckenlösung von drei Metern und einem Lichtschacht ereicht, der erstaunlicherweise selbst in der zweiten Tiefgaragenebene für Tageslicht sorgt. Aber auch nachts wird es so viel Licht geben, dass damit erstens alle Ängste abgebaut werden und zweitens sind diese Tiefgaragen durch die Lichtführung quasi selbst erklärend, was die Ausfahrt angeht. Immer dem Licht nach heißt hier das Motto. "Es soll die schönste Garage Deutschlands werden;" ist auch hier der Anspruch hoch angesetzt.
Die Vernetzung mit der Innenstadt soll so weit gehen, dass auch architektonisch die unterschiedlichsten Straßenzüge Bedeutung erhalten und nachempfunden werden. "Da haben wir uns in Duisburg sehr schwer getan, aber es ist uns auch einiges eingefallen", erläuterte Peter Knopf. Bedeutet hier, dass z. B. der Wiedererkennungswert des alten Bankgebäudes der Claubergstraße Nummer 11 ebenso gewährleistet sein soll wie der Eingang zur Börsenstraße, aber hier auch mit Motiven des alten Hortenfassade.

Das gesamte Center ist 24 Stunden geöffnet, soll aber den Anwohnern keinerlei Lichtverschmutzung oder zusätzliche PKW-Belastungen durch die guten Abfahrwege bereiten,. Die Feuersicherheit wird nach neuestem Stand der Technik auch in der Tiefgarage voll versprinklert sein, die Andienung tagsüber so gesteuert werden, dass kein LKW außen vor dem Gebaude steht. Alles soll innerhalb der Tore abgewickelt werden. Hilfreich ist hier ein Funksystem, das die Lastwagen zügig zum Ziel führt.
"W
ir von MD sind in Europa auf Expansionskurs, haben mit Morgan Stanlez eine Investmentbank als Partner im Rücken, die alle Finanzierungen erleichtert. Wir haben rund 30 Projekte in der Türkei gestartet, investieren in Bulgarien, Rumänien und Slowenien. Wir wollen vom dritten Rang in Europa auf den ersten Platz." Auch hier sind die MD-Ansprüche nur ganz oben angesiedelt. 2008 wird alles erlebbar sein.

Stadt der Zukunft/Zukunft der Stadt - Wohnen in der Stadt 

Das Diskussionsforum „Stadtentwicklung im Dialog“ beschäftigte sich im Denkmal Liebfrauenkirche in Duisburg-Mitte mit dem Thema „Wohnen in der Stadt“. Besonders der Einfluss der demographischen Entwicklung aber auch die Veränderung der Gesellschaft und der Lebensformen erfordern stete Veränderungen und Anpassungen im Wohnungsimmobilienbestand. So werden die in den siebziger Jahren sehr begehrten Hochhauswohnungen zunehmend zu sozialen und baulichen Problembereichen. Drohende Segregation und Verschlechterung des Images erfordern Interventionen in Siedlungen zur Stabilisierung und Vermeidung hoher Fluktuation und Leerständen.  

Wie wollen wir in Zukunft wohnen? Ist das Häuschen im Grünen das Ziel der Wohnträume oder gibt es neue Perspektiven im städtischen Umfeld? Welche Potentiale gibt es in der Stadt und was muss getan werden, um sie zu nutzen? Diese Fragen wurden von den Experten mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.

Als Gesprächspartner auf dem Podium standen zur Verfügung (v.L.):
Rolf Skopek, TreuHandStelle GmbH, Mustafa Cetinkaya, WohnBund-Beratung NRW GmbH, Moderation Hildegard Chudobba, Chefredakteurin der Rheinischen Post, Jürgen Dressler, Stadtentwicklungsdezernent und Peter Poelzig, Architekt und Vorsitzender des Beirates für Stadtgestaltung.

In einem einführenden Vortrag wird Jens Geier von der Firma innova AG die Ergebnisse der im Auftrag der Stadt Duisburg erstellten Untersuchung zur Entwicklung der Wohnquartiere in der Stadt präsentieren.

"Die Studie ist im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West entstanden mit dem Ziel, ein gesamtstädtisches städtebauliches Konzept zur Entwicklung nachhaltig stabiler Wohnstrukturen zu erstellen. Die Ergebnisse der Studie helfen, Stadtumbaugebiete zu identifizieren, in denen konkrete Maßnahmen zur Entwicklung und Stabilisierung gefördert werden können. Wir haben dabei 17 Ortsteile nach ihrer Wettbewerbfähigkeit anhand der Einwohnerstandes 2005 begutachtet. Dabei ging es auch um die Umzugshäufigkeit und deren Ursache und den Fragen, wie sollen die Wohnungen der Zukunft dort aussehen", erklärte  Jens Geier.

Fotos von Manfred Schneider

 

     Neugestaltung der Landfermannstraße, des König-Heinrich-Platzes und neue Verkehrsführung rund um das Stadttheater
Von Harald Jeschke

Duisburg, 28. September - Urbanes Leben in Duisburgs Mitte auch abends? Gibt`s nicht - sagen die Kritiker. Gibt`s doch! Demnächst. Neben großzügige gestalteten neuen Plätzen rund um die Großbaustellen im Kernbereich der City soll es neue gastronomische Angebote (Außengastronomie) geben. So zwischen dem in Zukunft für den Verkehr gesperrten Bereich Duisburger Hof und dem Stadttheater an der Einmündung der Neckarstraße in die Landfermannstraße. Oder im Bereich zwischen dem Kalderoni-Hochhaus, dem Käthe-Mandel-Haus und dem Averdunkplatz, der ebenfalls neu gestaltet wird.

Dies fußläufige Fläche wird den Hauptstrom der flanierenden Bürger aufnehmen, die vom Forum kommend direkt auf das Theater laufen, nicht wie bisher links und rechts über schmale Fußgängerwege außen heran geführt wurden. Rund um den "Opernplatz" den König-Heinrich-Platz und dem ganzen Citypalais-Gelände - geschätzte Gesamtfläche circa 20 000 Quadratmeter -  werden allein 12 000 Quadratmeter Natursteine aus China verlegt.   Die Gesamtkosten im umfangreichen städtebaulichen Vertrag zwischen der LEG, der Stadt und den versorgenden Wirtschaftbetrieben liegen laut LEG-Projektleiterin Ute-Rostock-Schubert bei etwa 6,5 Millionen Euro.
Verkehrsführung
 

 

 

 

 

 



Citypalais, Blickrichtung Theater

 

 

 

 

 

 


Citypalais Blick Casino-Süd-West

 

 

Plan "Opernplatz"

Citypalais Blickrichtung Forum

 

 

Citypalais aus der Vogelperspektive

Forum mit Blick auf die Königstraße und Landgericht

  • Die Verkehrsführung erläuterte anhand der Baumaßnehmen  LEG-Projektleiterin Ute-Rostock-Schubert.
     

  • Die Landfermannstraße bleibt bis zum Ende der Baumaßnahmen in Richtung Rathaus einspurig befahrbar, ist im Bereich des "Opernplatzes" eine Tempo-30-Zone.

  • Die Landfermannstraße ist die Hauptverkehrsachse mit Fußgängerampeln zwischen der Mainstraße und Friedrich-Albert-Lange-Platz. Sie ist nur hier nur noch einspurig, hat aber gegenüber den bisherigen engen Ausfahrtspindeln dann einen großzügigen Abbiegecharakter mit Knoten "Opernplatz".
     

  • Die Mainstraße ist derzeit Einbahnstraße in Fahrtrichtung Landfermannstraße. Nach Beendigung der Arbeiten Mitte Oktober 2006 kann die Straße wieder in beide Richtungen befahren werden.
     

  • Die Moselstraße ist im Moment von Kabelverlegungen und Kanalbauarbeiten betroffen. Ende November sollen dies Arbeiten beendet sein.
    Dann wird die Moselstraße zwischen Landfermannstraße und Erftstraße in beide Richtungen für den Verkehr frei gegeben. Die Parkplätze werden hier neu ausgerichtet und es werden auch Behindertenparkplätze hinzu kommen. Es fallen aber etwa 30 Plätze weg. Dieses wird durch die neue Tiefgarage mehr als ausgeglichen.

  • Die Neckarstraße wird nach Freihabe der Moselstraße voraussichtlich Ende November zwischen Landfermannstraße und Erftstraße dauerhaft für den Verkehr gesperrt.

  • Hier beginnen die Pflasterarbeiten für den Theatervorplatz.

  • Die Fahrtrichtung der Erftstraße wird mit Freigabe der Moselstraße und Sperrung der Neckarstraße zwischen diesen beiden Straßen umgekehrt.

  • Der König-Heinrich-Platz wird voraussichtlich für die gesamte Bauzeit gesperrt bleiben. Für die Fußgänger ist weiterhin die Umleitung über die Landgerichtsstraße zum Theater und Stadthaus notwendig.

  • Im Wasserviertel werden die Parkplätze je nach Baufortschritt aus Sicherheitsgründen im Arbeitsbereich der Baumaschinen entfallen müssen.

  • Für Bewohner mit Parkausweis ist die Parkzonenregel so erweitert worden, dass der Parkausweis B unabhängig der Ziffer in der gesamten Parkzone B gilt.