Oberbürgermeister Duisburgs seit 1873 - Verwaltungsspitze
Chronik der Stadt Duisburg

 

Ehrenbürger, Persönlichkeiten und Auszeichnungen  - Söhne und Töchter der Stadt
  •  1873 - 1879: Friedrich Wilhelm Wegner

  •  1879 - 1914: Karl Lehr

  •  1914 - 1933: Dr. Karl Jarres

  •  1933 - 1934: Dr. Ernst Heinrich Kelter

  •  1934 - 1937: Just Dillgardt

  •  1937 - 1945: Hermann Freytag

  •  1945 - 1947: Heinrich Weitz

  •  1947 - 1948: Dr. Leo Storm

  •  1948 - 1969: August Seeling

  •  1969 - 1974: Arnold Masselter

  •  1975:  Ernst Ermert, Ratskommissar

  •  1975 - 1997: Josef Krings

  •  1997 - 2004: Bärbel Zieling

  •  ab 2004: Adolf Sauerland 
     

  • Die Oberstadtdirektoren ab 1946

        * 1946–1956: Gustav Klimpel

        * 1956–1960: Fritz Seydaack

        * 1960–1967: Gerhard Bothur

        * 1967–1978: Dr. Ernst Caumanns

        * 1978–1986: Dr. Herbert Krämer (SPD)

        * 1986–1994: Dr. Richard R. Klein (SPD)

        * 1994–1997: Norbert Giersch (SPD)

        * 1997 - 2006 Jürgen C. Brandt (SPD)

        * ab 2006 Dr. Peter Greulch (Bündnis 90/Grüne)

Persönlichkeiten Duisburgs

Karl Lehr

Karl Lehr (* 1842 in Meschede; † 1919 in Duisburg) war ein deutscher Politiker, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg (1879-1914)

Karl Lehr kam 1874 als Kreisrichter nach Duisburg und wurde am  5. August 1879 von der Stadtverordnetenversammlung für einen Zeitraum von zwölf Jahren zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Von 1879 bis 1914 wurde er dann zum Oberbürgermeister.

Während seiner Amtszeit bemühte sich Lehr um die Ansiedlung neuer Industrien. Er beförderte die Einrichtung einer Pferdebahn 1881 und die Anbindung an Meiderich durch den Bau der Aakerfährbrücke 1902. Bereits 1889 zog er die Hafenanlagen des Rhein-Ruhr-Kanal-Aktienvereins an die Stadt und ermöglichte so den späteren Ausbau der Ruhrorter Häfen zu einem weltbedeutenden Binnenhafen. 1905 gelang es Lehr, die Ruhrort wie auch Meiderich, die noch beide kurz zuvor über einen gegenseitigen Zusammenschluss nach langem Streit einig schienen, an Duisburg zu ziehen und damit für die genannte industrielle Erweiterung den Rahmen zu schaffen.

Zudem mühte sich Lehr, der die kulturelle Entwicklung der Stadt zu fördern. Auf seine Initiative ging der Bau der Tonhalle 1887, vor der noch die Skulptur der Knienden von Wilhelm Lehmbruck zu sehen war, wie auch der Bau des Theaters 1912 zurück. Dem monarchistisch geprägten Lehr gelang es mit gleichem Engagement aber auch bereits 1886, den Sedantag als Ausflugs- und Feiertag der Schulen in Duisburg zu halten, als dies bereits auf den Widerstand der Lehrer stieß (vgl. Adolphs 1976, 54-57).

1912 wurde Lehr zu seinem 70. Geburtstag das Ehrenbürgerrecht der Stadt verliehen. 1929 wurde die Schule am Dickelsbach in Karl-Lehr-Realschule umbenannt wurde die 1907 erbaute (die alte 1864 von Franz Haniel errichtete Brücke ersetzende) und nach der Sprengung 1945 dann 1949 neu aufgebaute Brücke von Duisburg nach Ruhrort. Nach Lehr benannte wurde ebenfalls eine Straße in Duisburg (Innenstadt). www.du.nw.schule.de/klrs/ Homepage der Karl-Lehr-Realschule in Duisburg.

Ehrenbürger

Die Stadt Duisburg bzw. die Stadt Hamborn und andere heute zu Duisburg gehörigen Städte haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Verleihungsdatum:

1888: Dr. jur. Friedrich Hammacher, Abgeordneter des preußischen Landtages, Ehrenbürger von Duisburg und Ruhrort sowie seit 1898 auch von Meiderich

1890: Otto von Bismarck, Ehrenbürger von Duisburg und seit 1895 auch von Ruhrort und Meiderich

1911: Dr. ing. h.c. August Thyssen, Industrieller; Ehrenbürger von Hamborn

1912: Karl Lehr, Alt-Oberbürgermeister, Ehrenbürger von Duisburg

1917: Paul von Hindenburg, Generalfeldmarschall, Ehrenbürger von Duisburg

1918: Georg Freiherr von Rheinbaben, Staatsminister und Oberpräsident der Rheinprovinz, Ehrenbürger von Duisburg

1923: Dr. Fritz Thyssen, Industrieller, Ehrenbürger von Hamborn, jedoch 1940 Aberkennung durch den Reichsinnenminister nach Ausbürgerung

1928: Julius Weber, Geheimer Kommerzienrat, Ehrenbürger von Duisburg

1928: Franz Wieber, Reichtagsabgeordneter, Ehrenbürger von Duisburg

1964: Dr. ing. h.c. Heinrich Kost, Bergwerksdirektor, Ehrenbürger von Homberg

1976: August Seeling, Alt-Oberbürgermeister, Ehrenbürger von Duisburg

2000: Josef Krings, Alt-Oberbürgermeister, Ehrenbürger von Duisburg

Besondere Auszeichnungen der Stadt 

der Goldene Ehrenring, mit dem außergewöhnliche Verdienste um die Stadt Duisburg geehrt werden. Träger waren bislang meist ehemalige Oberbürgermeister.

die Mercatorplakette für besondere Verdienste, insbesondere auf wissenschaftlichem oder künstlerischem Gebiet. Träger waren bislang z.B. Gründungsrektoren der Duisburger Universität sowie Kulturdezernenten und Generalmusikdirektoren

der Stadtring, der an Ratsmitglieder und leitende Gemeindebeamte für besondere Verdienste um die Selbstverwaltung der Stadt verliehen werden kann

die Stadtplakette, z.B. für eine 10jährige Zugehörigkeit zum Rat oder an Bürger, die sich um die Stadt verdient gemacht haben

die Stadtmedaille in Silber bzw. in Bronze an Mitglieder der Bezirksvertretungen oder sonstigen Personen für langjährige kommunalpolitsche Verdienste

Söhne und Töchter der Stadt

In Duisburg geborene Persönlichkeiten (chronologisch nach Geburtsjahr bzw. -tag):

1725, 1. Juni, Johann Philipp Lorenz Withof, † 2. Juli 1789, Historiker

1779, 20. November im Ortsteil Ruhrort, Franz Haniel; † 24. April 1868, Industrieller, Gründer der "Gutehoffnungshütte"

1784, 12. Dezember; Christian Krafft, † 15. Mai 1845 in Erlangen, Theologe, Mitbegründer der Erlanger Schule

1824 in Ruhrort, Cornelius Friedrich Adolf Krummacher, † 1884 in Wernigerode, Domprediger und Dichter ("Stern auf den ich schaue")

1877, 7. Februar, Dr. Julius Curtius, † 10. November 1948 in Heidelberg, Außenminister des Deutschen Reichs 1929-31

1881, 4. Januar im Ortsteil Meiderich, Wilhelm Lehmbruck; † 1919 in Berlin), Bildhauer, Grafiker und Maler, von den Nationalsozialisten als entartet bezeichnet

1901, 12. September, Ernst Pepping, † 1. Februar 1981 in Berlin, Komponist (Orgelwerke, Kirchenmusik u.a.)

1911 Wilhelm Tenhagen, † 1954, Politiker der SPD und MdB

1912, 23. Februar, Aenne Brauksiepe, † 1. Januar 1997 in Oelde/Westfalen, Politikerin der CDU, MdB, Bundesministerin für Familie und Jugend (1968-1969)

1915, 4. September, Rudolf Schock, † 13. November 1986 in Düren, Kammersänger

1925, 7. Oktober, Fred Bertelmann, Schlagersänger ("Der lachende Vagabund")

1930, 26. September, Peter Steffen, Schlagersänger ("Als ich ein kleiner Junge war")

1937, 8. Februar, Manfred Krug, Schauspieler ("Tatort" u.a.), Sänger

1937, 31. Dezember, Nicolas Born, † 7. Dezember 1979 in Dannenberg, Schriftsteller ("Die Fälschung")

1938, 21. März, Fritz Pleitgen, Fernsehjournalist

1940, 13. Januar, Dieter Schulte, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB (1994-2002)

1943, Daisy Door, Schlagersängerin ("Du lebst in deiner Welt")

1956, 18. Dezember, Elke Best, Schlagersängerin ("Die Babies krieg immer noch ich")

1958, 25. Januar, Jürgen Hingsen, Leichtathlet (mehrfacher Meister)

29. März, Denise, Schlagersängerin ("Schenk mir keine Rosen", "Die Frau im Spiegel")

Andere Persönlichkeiten, die in Duisburg wirkten, ohne dort geboren zu sein

Gerhard Mercator (* 5. März 1512 in Rupelmonde, Flandern; † 2. Dezember 1594 in Duisburg). Entwickler der Kartenprojektion.

Johannes Corputius, (* 1542 in Breda; † 1611 in Groningen) Autor des farbigen Corputius-Planes, der die Stadt Duisburg aus der Vogelperspektive zeigt.

August Thyssen (* 1842 in Eschweiler; † 2. Dezember 1926 auf Schloß Landsberg bei Essen-Kettwig), Industrieller, Gründer des Eisenwerkes "Thyssen-Foussol & Co" in Duisburg, der Keimzelle der ThyssenKrupp AG.