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Das Buch "Der Kaiser kommt"

Duisburg, 20. Mai 2010 – Das Duisburger Kultur- und Stadthistorische Museum am Innenhafen präsentiert zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 die große Sonderausstellung „Der Kaiser kommt!“ (Bericht unten).
Das gleichnamige, im Mercator-Verlag erschienene Buch, zeigt Duisburg im Mittelalter und lässt das damalige Leben in der Stadt lebendig werden. Zugleich vertieft es den Blick für die Sonderausstellung nachhaltig. Faszinierende Illustrationen des Kemptener Grafikers Roger Mayrock, der fünf detailfreudige Szenen aus der Duisburger Vergangenheit festgehalten hat, sind die Grundlage für das das Buch und die Ausstellung.
Der Betrachter erlebt eine Marktszene im Jahr 1313, verfolgt im Jahr 1305 den Bau des Koblenzer Turms in die Stadtmauer und nimmt schließlich 986 am Einzug des Kaisers in seine Pfalz teil.
Die Stadt Duisburg stellt sich hier als eine quirlige Hafen- und Handelsstadt dar, die ihre Wirtschaftsbeziehungen bis weit in den Osten und darüber hinaus unterhielt. Durch ihre bevorzugte Lage am Schnittpunkt von Rhein und Ruhr erlebte Duisburg zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert eine besondere Blütezeit.
Der Autor des Buches, das mit einer Dokumentation der Ausstellungsstücke viel Wissenswertes über den Alltag der Menschen in der Pfalz erzählt, ist der Duisburger Stadtarchäologe Dr. Volker Herrmann, der als Ideengeber für die Ausstellung, sowie den neuen Rundgang um die Kaiserpfalz gelten kann.
Vor Ausstellungseröffnung wurden zur besseren Orientierung 20 wegweisende Tafeln „Rund um die Kaiserpfalz“ eingeweiht. Die Herstellung und Aufstellung der Tafeln mit den Zeichnungen von Roger Mayrock und kurzen Begleittexten, hat die bürgerschaftliche Vereinigung proDuisburg im Zuge ihres 100-jährigen Bestehens mit einer großzügigen Spende unterstützt. Der Mercator-Verlag beteiligt sich mit einem Euro von jedem verkauften Buch, zum Erhalt der Tafeln, an dem Projekt.

Lothar Koopmann, Leiter des Mercator-Verlages präsentiert passend zur Sonderausstellung das Buch: "Der Kaiser kommt!" - Rechts ein Hinweisschild, dass dem Besucher den Weg "Rund um die Kaiserpfalz" weist.
Das 96-seitige Buch „Der Kaiser kommt!“ zeigt die Stadt Duisburg im Mittelalter mit Hafen, Markt, Stadt und wurde vom Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg herausgegeben und ist dort, sowie im Mercator-Verlag und den Buchhandlungen für 18,00 Euro (incl. 1,00 Euro Spende) erhältlich.
Manfred Schneider (Text, Foto) – Quelle: Mercator-Verlag
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"Der Kaiser kommt"

Ausstellung „Der Kaiser kommt“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum eröffnet
Duisburg, 26. April 2010 - Wohlklingende Musik der Gruppe „Nimmerselich“ aus Leipzig eröffnete das Programm zur Eröffnung der Ausstellung „Der Kaiser kommt“ im KSM am Innenhafen.
Nimmerselich: v.l.  Martin Uhlig – Laute, Fidel; Robert Schuchardt – Drehleier, Quinterne, Moraharpa; Viola Baither – Gesang, Portativ sowie Kathrin Kläber – Gesang, Glockenspiel 
Das 1999 gegründete Ensemble besteht aus fünf Leipziger Musikern, die ihren Weg zur mittelalterlichen Musik auf unterschiedlichste Weise fanden. Die intensive Beschäftigung mit dieser Musik und weit reichende Recherche auch an musikalischen "Randgebieten" (Instrumentenkunde, Ikonographie, Kostümkunde etc.) führte dazu, dass "Nimmerselich" zu einem der bedeutenden Ensembles mittelalterlicher Musik zählt.
In Original Gewändern vor einem Diorama des alten Rheinhafens fühlte man sich in das Mittelalter zurückversetzt
Nach der Begrüßung durch Hausherrin Dr. Sommer stellten die Beigeordneten Karl Janssen und Jürgen Dressler die Gemeinsamkeiten beider Dezernate in Bezug auf den Erhalt der Stadtgeschichte in den Vordergrund ihrer Reden, die in der zu eröffnenden Ausstellung einen ersten Höhepunkt darstellen.
Dr. Volker Hermann erhofft sich einen guten Zulauf, insbesondere auch durch Jugendliche und Schüler. Die Ausstellung ist in ihrer Art etwas ganz Besonderes, nutzt sie nicht nur alle Mittel moderner Darstellung der Exponate, nein man sieht auch viele Ausstellungsstücke zur Stadtgeschichte, die man normalerweise nur in auswärtigen Museen findet.
Um alle Aspekte des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens im Mittelalter darzustellen wurden bei der Suche nach älteren Exponaten die Museumsmitarbeiter in Trier fündig. Die älteste namentliche Erwähnung des Ortes „Duisburg“ von 882 findet sich in einer Chronik, die der Mönch Regio von Prüm geschrieben hat. Die Stadtbibliothek Trier hat ein repräsentatives Exemplar dieser Chronik an das KSM ausgeliehen, um Duisburgs Ersterwähnung zu dokumentieren.
Die Kirche der Stadt gehörte seit unbekannter Zeit der bereits genannten Abtei Prüm. Deren Ersterwähnung steht in einer Urkunde Papst Innozenz III. von 1214, die mit anderen Prümer Archivalien im Trierer Archiv aufbewahrt wird. Auch dieses kostbare Stück ist in der Ausstellung zu sehen.
Es gibt in den kommenden Monaten auch fremdsprachliche Führungen durch dieses Kapitel der Stadtgeschichte in Türkisch, Englisch und Russisch. Harald Molder (Text, Foto)
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Auf den Spuren Duisburgs im Mittelalter

Rundgang eröffnete wunderbare Einblicke in Duisburgs Vergangenheit
Duisburg, 19. April 2010 - Die Enthüllung der ersten Tafel im Rahmen des Rundgangs durch die mittelalterliche Altstadt fand im Beisein von rund 150 Gästen am Sonntag auf dem Corputiusplatz am Innenhafen gleich neben dem Kultur und Stadthistorischen Museum (KSM) statt.
Bereits von weitem lockten Gaukler Jeremias, Igor der Schlendrian und Tarmino der Gaukler von der Gauklertruppe „Krambambule“ die Gäste mit mittelalterlichen Klängen an den Ort des Geschehens.

Die Geschichte Duisburgs als eine der wichtigsten Handelsstädte des damaligen Reiches mit einer in vielen Teilen noch erhaltenen Stadtmauer wird auf 20 Tafeln dargestellt.
Entworfen von Designer Bernard Langerock aus Düsseldorf und für internationale Besucher der Stadt ins Englische übersetzt von Robert Tonks von der Deutsch Britischen Gesellschaft, zeigen diese entlang der alten Stadtmauer spannende Informationen zu den Denkmälern und ihrer Geschichte. Die Illustrationen von Roger Mayrock, einem Experten für das Mittelalter, lassen den Betrachter eine Zeitreise machen und geben die Situation am jeweiligen Standort eindrucksvoll wieder.
Begrüßt wurden die Bürger vom Vorsitzenden des Vereins „pro Duisburg“, Hermann Kewitz (Foto links),
der als Journalist bei „Enthüllungsgeschichten“
natürlich gerne mit dabei ist. Im 100. Jubiläumsjahr hätte man gerne angeknüpft an frühere Aktivitäten,
wie z.B. die Aufstellung des Bronze Reliefs des Corputius Plans auf dem Platz. Man wolle für die Bürger der Stadt eine Identität schaffen mit der diese sich identifizieren können.


„Duisburg war der Nabel der kaiserlichen Welt und wurde nicht von Horst Schimanski gegründet!“
wusste Kewitz den immer noch vorherrschenden „Kohlenpott“ Eindruck, den auswärtige Besucher hier erwarten, richtig zu stellen. Die grandiose Geschichte der Stadt soll auf den Tafeln erzählt werden.

Die Begeisterung für Duisburg stehe im Mittelpunkt und dieses sei auch das Ziel des im Jahr 1910 vom damaligen OB Karl Lehr gegründeten „Verkehrsvereins für die Stadt Duisburg“ gewesen. Auch heute müsse man für die Stadt werben. „Und wer einmal in der Stadt war, kommt immer begeistert wieder zurück!“ so Hermann Kewitz, dessen Vorgänger Hans Georg Michael und Alt Bürgermeister Heinz Pletziger der Enthüllung ebenfalls beiwohnten. Dank galt aber auch den Sponsoren, die die Aufstellung der Tafeln ermöglicht haben, und deren Namen auf einer eigenen Tafel ebenfalls genannt werden!
Bürgermeister Benno Lensdorf (Foto rechts) überbrachte die Grußworte der Stadt zum Jubiläum. Er nehme gerne die angenehme Aufgabe wahr, die Enthüllung der Tafel vorzunehmen. Der Jubiläumsverein beweise durch diese Schenkung „Kulturpflege auf hohem Niveau“!
Die Bürger und Gäste der Stadt würden eindrucksvoll auf die Geschichte der Stadt aufmerksam gemacht. Die Aufstellung der Tafeln im Kulturhauptstadtjahr in Verbindung mit dem Vereinsjubiläum sei eine wunderbare Übereinkunft.
„Alles Gute braucht seien Zeit!“ brachte es Bürgermeister Lensdorf abschließend auf den Punkt.
Frau Dr. Euskirchen (Foto links), von der Unteren Denkmalbehörde, ging noch einmal auf das Zustandekommen von der Idee im Jahr 2005 bis zur Realisierung in diesem Jahr ein. Man habe damals einen „Appetithappen“ in die Diskussion gebracht, der zu einem wunderbaren Ergebnis geführt hat. Fünf Jahre habe man durchgehalten und mit ideenreichen Partnern etwas ganz Besonderes geschaffen.
„Eine schöne Form reift am Inhalt!“
Fahrt aufgenommen habe das ganze Projekt mit dem Amtsantritt von Dr. Volker Hermann. Als man dann Alt Bürgermeister Heinz Pletziger mit ins Boot geholt hätte, war man sicher, dass die Planungen zu einem guten Ergebnis führen würden.
Auf fünf Thementafeln ist der Bau der Duisburger Stadtbefestigung, der Adelssitz und  die Kommende, der Duisburger Hafen im Mittelalter, der Handelsplatz Duisburg im Mittelalter sowie der Königshof und die Kaiserpfalz dargestellt. Fünfzehn Objekttafeln zeigen die Stationen an verschiedenen Stellen der alten Stadtmauer. „Dieses sind 20 Epitaphen für die lebendige Geschichte der Kaiserpfalz Duisburg!“ so Frau Dr. Euskirchen zum Abschluss   
der Begrüßungsreden, die von zahlreichen Gästen und Besuchern aufmerksam verfolgt wurden.
Hiernach wurde die erste Tafel durch (v.r.) Bürgermeister Benno Lensdorf, Frau Dr. Euskirchen und Hermann Kewitz enthüllt.
„Kulturpflege auf hohem Niveau“! Vorstand und Gönner von proDuisburg (v.l.): Hermann Kewitz, Heinz Pletziger, Carsten Soltau, Frau Michael, Trude Ernst, Willi Krings und der Ehrenvorsitzende Hans-Georg Michael 
Danach hatten die Bürger in Dr. Volker Herrmann (Foto links) einen kompetenten und bestens informierten Führer bei dem Rundgang entlang der ersten Tafeln.
Er vermittelte noch einmal eindrucksvoll die Geschichte der alten Stadt und die Teilnehmer erfuhren noch so manches Detail über das mittelalterliche Duisburg.
„Die Tafeln sind für jene Menschen, die nicht ins Museum gehen wollen aber auch zu einem solchen Besuch anregen!“ so der Stadt-Archäologe.
Vom Rückzug des Rheins um das Jahr 1000, der sich schlagartig ein neues Bett suchte oder der Bedeutung von Tuffsteinen beim Bau der alten Mauer und den damit verbundenen logistischen Problemen war zu hören. Oder wie aus der Pfalz langsam die alte Stadt entstand. Die Mauer war auch ein repräsentatives Objekt und zeigte den Einflussbereich des Kaisers! 
Rundgang in Duisburgs Vergangenheit

Und auch der „Sündenfall am Kuhlenwall“, wie es ein Teilnehmer umschrieb, wurde deutlich von Dr. Herrmann aufgezeigt. Wurde zunächst im Jahr 1949 bei der Trümmerbeseitigung nach dem unseligen Weltkrieg das Stück Stadtmauer zwischen Kuhtor und Schäferturm gleich mit beseitigt, wurde Anfang der 60er Jahre auch das Reststück bis zur Oberstraße abgerissen.
Beim Wiederaufbau habe man die im Hochmittelalter übliche Dimensionierung für Zinnen und Scharten gewählt. Gab es doch einen Wandel bei der Waffenart. Der Langbogen wurde im 12. Jahrhundert durch die Armbrust ersetzt und so musste auch die Mauer den neuen militärischen Anforderungen gerecht werden.
Die letzte Station des verkürzten Rundgangs war an der Salvatorkirche. Hier zeigt eine Thementafel die alte Duisburger Kaiserpfalz in der zweiten Tafel des 10. Jahrhunderts. Damals haben die Ottonischen Kaiser hier gewohnt und man habe ihnen im Thronsaal, der „Aula Regia“, gehuldigt. Die Einheit von Kirche und Reich habe die Pfalz als weltliches und kirchliches Zentrum nach außen hin deutlich gezeigt.
Zur damaligen Zeit gab es auch eine Verbindung zwischen der Pfalz und dem Kirchenbereich. Von der Pfalz gelangte der Kaiser so auf seine Empore im Kirchenschiff. Die alte Pfalz sei im Grundriss der Stadt bis zum 2. Weltkrieg auch noch zu erkennen gewesen. Die nunmehr vorgesehenen Planungen für die Umgestaltung des Burgplatzes werden diese Struktur des Burgplatzes wieder herstellen.
Um den Besuchern den Rundgang zu erleichtern wurde über Duisburg Marketing ein Flyer in Umdruck gebracht, der die Stationen bei dem Rundgang eindrucksvoll und detailliert erklärt.
Der Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im KSM „Der Kaiser kommt! – Hafen, Markt und Stadt Duisburg im Mittelalter“ ist im Mercator Verlag erschienen,
und Lothar Koopmann konnte nach der Enthüllung das erste, frisch gedruckte Exemplar an den Autor Dr. Volker Herrmann überreichen. (Preis: 18.- €; von jedem Buch wird 1.- € zum Erhalt der Tafeln gespendet!)
Harald Molder (Text, Foto), Manfred Schneider (Foto) - joke
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