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!SING - DAY OF SONG setzte Ausrufezeichen im Kulturhauptstadtjahr

Duisburg, 08. Juni 2010 - „Ein schöner Tag“ bildete das Finale des Abschlusskonzerts und obendrein die treffliche Zusammenfassung des !SING - DAY OF SONG: dem nächsten Ausrufezeichen im Kulturhauptstadtjahr. 600 Konzerte in der ganzen Metropole Ruhr und viele viele Tausend Sängerinnen und Sänger haben das Ruhrgebiet in ein einziges Chorgebiet verwandelt. Den ganzen Tag, eingeleitet von Mitternachts- und Sonnenaufgangskonzert, war auf Kanalschiffen, auf Marktplätzen, Schulhöfen und sogar in der U-Bahn gesungen worden.
Auch am Samstagabend in der VELTINS Arena in Gelsenkirchen war das Stadion voll besetzt beim größten mehrstimmigen Chor der Welt.
Unter dem mitreißenden Dirigat von Steven Sloane, dem Künstlerischen Direktor von RUHR.2010, ging es zweieinhalb Stunden querfeldein durch die Musikgeschichte - von Beatles über Beethoven bis zu Zigeunerchor und Habanera, raumgreifend bis unter die Stadionspitzen dank Operndiva Vesselina Kasarova, vom Volkslied bis zur Grönemeyer-Hymne „Komm zur Ruhr“, vom Steigerlied „Glück auf“ bis zum Ave Maria.
v.l. Steven Sloane (Künstlerischer Direktor bei der RUHR.2010 GmbH), Udo Kraft (Ehemann von Hannelore Kraft), Hannelore Kraft (Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen), Gerda Pleitgen (Ehefrau von Fritz Pleitgen), Fritz Pleitgen (Vorsitzender Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH), Jürgen Rüttgers (Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen), Oliver Scheytt (Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH) und Marie-Luise Marjan (Schauspielerin).
„Als Sohn eines Kirchenchores empfand ich das Ave Maria bisher immer als Inbegriff von Kitsch“, sagte RUHR.2010-Geschäftsführer Oliver Scheytt. „Aber als Bobby McFerrin (Foto rechts) die erste Stimme sang und das gesamte Stadion die zweite, da wusste ich: Das war die schönste Version, die ich jemals gehört habe.“
Schlicht sprachlos blieb Steven Sloane: „Das war eine grandiose Leistung von allen Beteiligten.“
Fritz Pleitgen gingen die Superlative aus; der Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH vertraute auf seine Gefühle:
„Es war einfach überwältigend schön.“

Beteiligt waren dabei rund 8000 Sängerinnen und Sänger in den Spielfeldchören sowie das inbrünstige Publikum.
Aus Duisburg beteiligten sich der Projektchor der ev. Kirchengemeinde Neudorf Ost,
der Stadtwerke Chor
mit dem Gastchor „Coro Valgrande“ aus Verbania / Italien,
der Chor der Karmelgemeinde,
Chöre aus Duissern und Hohenbudberg, der Chor „Cantemus“ Rahm sowie
„The Voices“ mit den „Jungen Stimmen“ aus der Partnerstadt Perm, die bereits am Mittag die Menschen auf dem König Heinrich Platz begeisterten.
Und auch die Gäste des Abends zeigten sich beeindruckt: „Wir sind stolz, Teil dieser einzigartigen Atmosphäre gewesen sein zu dürfen“, so Steven Kolacny vom belgischen Mädchenchor Scala & Kolacny Brothers.
Die Wise Guys befanden: „So etwas haben wir noch nie erlebt! Wie so viele Menschen zusammen so viel Emotion ausdrücken können, das war einmalig.“
Oder um mit Moderatorin Catherine Vogel zu sprechen: „Gänsehaut pur.“
Tribünengast Marie-Luise Marjan fügte hinzu: „Ich habe eine Sensibilität gespürt, die sensationell war. Ich habe mich so wohl gefühlt wie selten.“
Und einer konnte es auch nach dem letzten Takt noch immer nicht so recht glauben: Bobby McFerrin. „Es ist wundervoll. Vollkommen fremde Menschen kommen zusammen und singen. Vor einem Jahr, als Steven Sloane mir von der Idee erzählte, hatte ich so meine Zweifel. Ich habe noch nie mit über 60.000 Menschen zusammen gesungen“, sagte der amerikanische Vokalartist. „Aber ich muss sagen: Ihr habt’s echt durchgezogen.“
Das Schlusswort gebührt Steven Sloane, dem Impressario, der mit La Ola und Stehenden Ovationen gefeiert wurde und die universelle Botschaft vom Tag des Liedes auf den Punkt brachte: „Es wird sowieso zu viel geredet in der Welt, es sollte mehr gesungen werden.“
Harald Molder, manu (Foto), RUHR.2010/Udo Geisler, Manfred Vollmer - joke