Stadtentwicklung  Archiv Juli - Dezember 2009
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Neues Gesundheitszentrum an der Steinschen Gasse

Freitag, 21. August 2009 - Schon im vergangenen Jahr kündigte Dr. Ralph Oehmke an, dass sich auf dem Parkplatz vor der Marienkirche an der Steinschen Gasse ein neues Medizinisches Zentrum entstehen soll. "Es gibt genügend Investoren und Interessenten", so der Geschäftsführer der Duisburger Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft. Nun soll, da mehr als zwei Drittel der sogenannten Ankermieter feststehen, in rund 15 Monaten unter Federführung der Trapp-Projektentwicklung (Wesel) das neue Gesundheitszentrum an der exponierten Stelle entstehen. Schon bei der Ratsvorlage zum Umbau des Marientorplatzes war die geschwungene Form des neuen Gebäudes auf der damaligen Vorlage erkennbar.

Aus der verkehrlichen Neuorganisation des Marientorplatzes ergeben sich einzigartige städtebauliche Potenziale, diesen Ort zu einem repräsentativen Stadteingang zu entwickeln:
Innenstadt, Innenhafen und der Stadtteil Hochfeld können in ihrer Unverwechselbarkeit am Marientor präsentiert werden. Im Detail bedeutet dies, den Endpunkt des Sonnenwalls zu formulieren und den Übergang nach Hochfeld zu verdeutlichen. Die räumlich-funktionale Verflechtung des Marientortheaters mit der Innenstadt kann betont werden. Kurze Wege zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Hochfeld können entwickelt werden (Anlage 2).
Leitlinien der städtebaulichen Umgestaltung des Marientorplatzes und unmittelbar angrenzender Flächen sind:
• optische Aufwertung des Marientortheaters durch Fassadensanierung und einen Wasserspiegel auf den Vorplatz
• Sanierung von Bestandsgebäuden und Fassaden
• einheitliches Lichtkonzept für Bestands- und Neubauten
• Baulückenschließung durch Neubau
• einheitliches Farb- und Lichtkonzept für Neubauten. Auf die Erarbeitung des Lichtkonzeptes des Marientorplatzes ist besonderes Augenmerk zu richten, da hiermit kurzfristig die Veränderung der Eingangssituation hin zu einem repräsentativen Stadteingang verdeutlicht werden kann. Ergänzend sollte hierbei Kunst im Straßen- und öffentlichen Raum zum Einsatz kommen.
Im Zuge der weiteren Konkretisierung der Planung ist unter städtebaulichen Gesichtspunkten eine konsequente möglichst gradlinige Straßenführung zu verfolgen, um nicht baulich oder funktional Flächen zu minimieren. Grundsätzlich gilt, dass der Umbau des Marientorplatzes neue hervorragend erschlossene und positionierte Flächenpotenziale für bauliche Nutzung mit kurz-, mittel- und langfristiger Perspektive bietet.

Sparkasse saniert für 24 Millionen Euro das Gebäude am Kuhlenwall
Duisburg, 20. August 2009 - Es ist etwas in die Jahre gekommen und der Zahn der Zeit nagte optisch am so genannten Kuhlenwall-Karree, das so etwas wie den "Charme" der 70er Jahre versprüht. Das Verwaltungsgebäude der Duisburger Sparkasse zwischen den Straßen Kuhlenwall, Köhnenstraße, Am Mühlenberg und Am Burgacker, stammt aus dem Jahre 1976. Sowohl die Fassade als auch die technische Ausstattung entsprechen nicht mehr dem aktuelle Stand der Technik. Der Verwaltungsrat hat am 23. Januar 2009 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt und die Kernsanierung des Gebäudekomplexes für rund 24 Millionen Euro beschlossen.
Das Sparkassengebäude am Kuhlenwall
Mit dem Innenhafen hat die Modernisierung der Duisburger Innenstadt begonnen. In jüngster Vergangenheit sind an der Königstraße mit dem CityPalais und dem Forum zwei weitere Publikumsmagnete hinzugekommen. Mit dieser Entwicklung einhergehend hat die Sparkasse Duisburg ihre Kundenhalle in der Hauptstelle modern und attraktiv umgestaltet. Nu
n folgt ein weiterer städtebaulicher Glanzpunkt. Der Gebäudekomplex Kuhlenwall-Karree wird revitalisiert und damit ein weiteres Kapitel in Sir Norman Fosters Masterplan aufgeschlagen. "Bis Anfang 2011 wird ein umweltschonender und klimaverträglicher Gebäudekomplex entstehen, der eine angenehme Arbeitsatmosphäre schafft und sich nahtlos ins moderne Stadtbild einfügt," erläutert Hans-Werner Tomalak (Foto), Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg.
Der Vorsitzende des Aufsichtsgremiums der Sparkasse Duisburg, Oberbürgermeister Adolf Sauerland, begrüßt die umfangreiche Modernisierung des Gebäudes am Kuhlenwall: "Es handelt sich bei der vorgesehenen Maßnahme praktisch um einen Neubau, der nicht nur eine Aufwertung der baulichen Infrastruktur bedeutet, sondern den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse Duisburg sowie den Kundinnen und Kunden ein attraktives Arbeits- und Serviceumfeld bietet."
Die Investition der Sparkasse Duisburg ins Kuhlenwall-Karree gibt einen weiteren Impuls für die Innenstadtentwicklung und darf als Signal an die Wirtschaft gesehen werden, weiter in den Standort Duisburg zu investieren. Zudem profitiert die lokale Wirtschaft von diesem Investment, da die Aufträge soweit wie möglich an Duisburger und Kamp-Lintforter Unternehmen vergeben werden.
Die SGE Stüdemann - Grundbesitz - Entwicklung GmbH aus Ruhrort hat von der Sparkasse Duisburg den Auftrag erhalten, diesen Gebäudekomplex sowohl unter optischen und funktionellen als auch unter energetischen Gesichtspunkten neu zu konzipieren. Insgesamt werden nach der Fertigstellung der Revitalisierung 10.600 qm Büro- und Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Ca. 8.100 qm nutzt die Sparkasse Duisburg, 2.500 qm können gemietet werden. Bereits im Februar beginnen die ersten Maßnahmen. Die Fertigstellung ist bis März 2011 geplant.

Es geht los - Umbau zur Königsgalerie hat begonnen!
Multi Development investiert mit 70-Millionen Euro mehr als die Bundesregierung mit dem Konjunktur II-Paket für Duisburg von 67,8 Millionen Euro

Duisburg, 13. August 2009 - Mit den ersten sichtbaren Abrissarbeiten hat am 14. August 2009 im Beisein und mit tatkräftiger Unterstützung von Oberbürgermeister Adolf Sauerland der Umbau der Galeria Duisburg zur Königsgalerie begonnen. Das Stadtoberhaupt hat eigenhändig mit einem Kran einen Teil des Glasdaches in der Untermauerstraße, welches der Galeria vorgelagert ist, entfernt. Mit der Königsgalerie erfährt die Haupteinkaufsstraße Duisburgs, die Königstraße, sowie der Sonnenwall einen weiteren wichtigen Impuls. Die um- und ausgebaute Einkaufsgalerie wird mit ihrem hochwertigen Handels- und Gastronomiekonzept eine Marktlücke in Duisburgs Einzelhandelslandschaft schließen und markiert an der Königstraße den Auftakt zum Einkaufserlebnis in der Duisburger Innenstadt.
Die Königsgalerie bietet 16.500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche sowie 3.500 Quadratmeter Fläche für Büros und Dienstleistungen in 1A-Innenstadtlage – zwischen Königstraße, Sonnenwall und Steinscher Gasse. Sie wird über 50 Mieteinheiten
und ca. 320 Parkplätze verfügen. Das “Parkhaus Königsgalerie” bleibt während der gesamten Umbaumaßnahmen geöffnet. Das Investitionsvolumen für die Königsgalerie liegt bei 80 Mio. Euro. Die Eröffnung ist für Ende 2010 geplant. Tag der offenen Tür Projektentwickler und Investor der Königsgalerie Multi Development wird am Donnerstag, den 27. August 2009 einen “Tag der offenen Tür” veranstalten. Von 15.00 bis 18.00 Uhr wird das Multi-Team vor Ort in der Königsgalerie sein und Anwohner, Nachbarn sowie Interessierte über die geplanten Baumaßnahmen informieren.

"Dieses Projekt ist für uns ein Erstlingswerk, da wir bisher bisher nur neu gebaut und noch nicht umgestaltet haben. Wir investieren in dieses Projekt mehr als die Bundesregierung mit dem Konjunkturpaket II für Duisburg, wobei wie auch keinen hauptausführenden Baukonzern damit beauftragt haben, es wird alles mit Duisburger Unternehmen umgebaut", erklärte MD-Geschäftsführer Axel Funke (Foto rechts). Und: "Es sind exakt 70 Millionen Euro an Investitionen", bestätigte der technische MD-Vorstand Peter Knopf. Harald Jeschke

Masterplan Ruhrort

Duisburg, August 2009 - "Hier will ich leben" titelte im Juli ein Szenemagazin und wählte Ruhrort zum lebenswertesten Stadtteil im Ruhrgebiet. Der häufig verkannte Ortsteil bietet bei genauerem Hinsehen ungeheuren Charme und ein großes Entwicklungspotential.  Unabhängig von diesem Votum haben vier starke Partner in einer konzertierten Aktion ein Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben, das als "Masterplan Ruhrort" vorgestellt wird. Als Vertreter der vier Partner haben Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler, Udo Hemker, Geschäftsführer Haniel Verwaltungsgesellschaft mbH, Markus Bangen, Vorstandsmitglied Duisburger Hafen AG, und Dietmar Cremer, Vorstandsvorsitzender GEBAG nun die Grundzüge des "Masterplans Ruhrort" präsentiert.
Mit dem Masterplan geben die Initiatoren dem Stadtteil eine klare Perspektive und eindeutige Entwicklungsziele vor: Der Stadtteil ist zu einem attraktiven zentrumsnahen Wohnort weiterzuentwickeln, neue Arbeitswelten am Wasser sollen entstehen und durch neue attraktive Freizeit- und Kulturangebote gilt es, die Anziehungskraft für neue Bewohner und Besucher deutlich zu steigern. Ideale Voraussetzungen bringt der Stadtteil dafür mit: Seine Kompaktheit, die Lage am Wasser im Zusammenfluss von Rhein und Ruhr, die zentrale Lage innerhalb der Stadt, die interessanten Wohnlagen und der facettenreiche Arbeitsort mitten in Duisburg.
Damit geht der Masterplan über eine bloße Stabilisierung Ruhrorts hinaus, er definiert den Ortsteil neu unter dem Motto: "Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit am Strom". Besonders dem Einfluss und den Anstoßinvestitionen des HANIEL-Konzerns ist die Entwicklung zum Wohn- und Dienstleistungszentrum am wachsenden Binnenhafen zu verdanken. Diese Entwicklung bedarf der Ergänzung durch eine weitere Funktionsvielfalt: Neue Bildungs-, Wissenschafts-, Kultur-, Wohn- und Freizeitprojekte können die Attraktivität des Stadtteils steigern. Die gewachsene Ruhrort-Identität soll dabei weiter gestärkt werden, die besondere Spannung und Attraktion aus dem Nebeneinander von Alt und Neu kann dazu beitragen.

Um diese Ziele zu erreichen weist der Masterplan ein Bündel von Maßnahmen aus:
Die Wasserlagen stärker nutzen
Den Verkehr mittel- und langfristig verträglicher gestalten
Nachbarschaften kultivieren
Eingänge markieren
Plätze neu gestalten
Straßenräume neu profilieren
Freiräume aufwerten, verbinden oder neu schaffen
Lücken schließen
Nutzungen erfinden
Kulturelle Angebote verstärken

Unter diesen Handlungsempfehlungen sind eine Vielzahl planerischer Ideen zusammengetragen.
Das interdisziplinäre Planer Team aus Franz-Josef Höing, Stadtplaner, Irene Lohaus + Peter Carl, Landschaftsarchitektur, Schilling Architekten, dem Projektentwickler SC Standort-consult sowie den Fachberatern Lärmkontor GmbH und SHP Ingenieure hat einen ganzheitlichen Planungsansatz in dem Masterplan zusammengetragen, der sich sowohl mit den städtebaulichen Entwicklungen als auch mit dem Freiraum und den Verkehren im Stadtteil auseinandersetzt und Handlungsempfehlungen gibt.
"Mit diesem Masterplan ist für Ruhrort erstmals ein Gesamtkonzept entstanden, das für die Entwicklung des Ortsteils neue Perspektiven eröffnet. Mit den starken Partnern, die in der Immobileinentwicklung Ruhrorts seit Jahren neue Impulse gesetzt haben, gibt es hier jetzt auch realistische Umsetzungschancen", erläuterte Stadtbaurat Jürgen Dressler die Bedeutung dieses vorgelegten Konzeptes.
Udo Hemker, Geschäftsführer der HANIEL Verwaltungsgesellschaft, betonte das intensive Engagement seines Unternehmens für den Stadtteil: "Ruhrort ist seit über 250 Jahren die Heimat Haniels, der Konzern hat sich hier in den letzten Jahren intensiv engagiert und in viele neue und alte Immobilien investiert. Der Masterplan Ruhrort bietet jetzt die Chance, mit einem Gesamtkonzept den Stadtteil neu zu formen und damit unser bisheriges Engagement auf einer neuen Ebene ganzheitlich mit starken Partnern weiterzuführen."
Ein großer Partner in dieser konzertierten Aktion ist dabei die Duisburger Hafen AG, die ihren Stammsitz ebenfalls in Ruhrort hat. "Das Konzept bekennt sich klar zu den Wurzeln des Stadtteils mit der Keimzelle der Hafenwirtschaft und deren weiterer Entwicklung. Wir sehen große Entwicklungsmöglichkeiten. Eine weitere Attraktivitätssteigerung durch gezielte Entwicklungsmaßnahmen wird den Wert für Hafen affine Betriebe steigern und Ruhrort für weitere Investitionen noch interessanter machen," schätzt Markus Bangen, Vorstandsmitglied Duisburger Hafen AG, den Masterplan ein.
Für die GEBAG bedeutet die Beteiligung am Masterplan die konsequente Fortsetzung der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit HANIEL: "Gemeinsam haben wir die Projekte Haus Ruhrort I und II entwickelt und umgesetzt. Aus dieser guten Zusammenarbeit heraus sehen wir viel Handlungsmöglichkeiten in der Umsetzung des Masterplans," betont Dietmar Cremer, Vorstandsvorsitzender der GEBAG.

Stadtfenster wird bald gebaut

Freitag, 7. August 2009 - Nach dem offiziellen Startschuss am heutigen Freitag, kann im Frühjahr 2010 mit dem Bau des Stadtfensters, an der Ecke Steinsche Gasse/Münzstraße, begonnen werden. Dies gaben Oberbürgermeister Adolf Sauerland und der Geschäftführer der Multi Development Germany GmbH, Axel Funke, bekannt. Nach dem Abriss des Gebäudes ab Jahresende, in sich der beliebte Knüllermarkt befindet (damit die Duisburger Frauen dort noch in Ruhe ihre Weihnachtseinkäufe tätigen können, so der OB), entsteht auf einer Fläche von 11.000 m² eine multifunktionelle Immobilie, die neben der neuen Bibliothek und der Volkshochschule auch ein NS-Dokumentationszentrum beherbergen wird. Zusätzlich werden ca. 1.200 m² für gewerbliche Zwecke bereitgestellt. Wo der besonders bei Frauen beliebte Knüllermarkt sein Domizil aufschlagen wird, ist bis noch nicht geklärt. Der OB und auch die Inhaberin des Marktes, Petra Manoah hoffen, bald entsprechende Räumlichkeiten in der Duisburger City zu finden. Manfred Schneider – Text und Fotos