Stadtentwicklung  Archiv Januar - Juni 2007
RheinPark - Berufskolleg Mitte Carstanjens Garten  - Landesgartenschau 2014

 

Städtebauliche Aufwertung: Radstation Duisburg am Osteingang des Hauptbahnhofes
Ein weiterer Knotenpunkt im landesweiten Radverkehrsnetz

Duisburg, 7./14. Juni 2007 - Fertig ist sie schon, die Duisburger Radstation unter dem UCI-Kino an der Neudorfer Kammerstraße am Osteingang des Hauptbahnhofes. Offiziell eingeweiht bzw. an Betreiber  Paritätische Initiative für Arbeit e. V. (PIA) aus  Mülheim wird sie am Donnerstag, den 14. Juni vom Oberbürgermeister. An der Kammerstraße  -  für Neudorfer wird der Bereich der Bahn AG teilweise als Schandfleck angesehen, siehe Artikel "Der Hauptbahnhof - „schon immer ein Schandfleck“  - entstand ein bewachtes Fahrradparkhaus mit 450 Einstellplätzen und einer Servicestation.
Betreiber
PIA hat mit zwei Radstationen in Mülheim seit zehn Jahren Erfahrungen sammeln können. Der Bau der Radstation wurde mit Mitteln des Landes und des Bundes aus dem Programm 100 Radstationen NRW bezuschusst.  
Gebaut wurde hier eine Abstellanlage mit Doppelparkern für insgesamt 450 Fahrräder. Der zugehörige Servicebereich ist als Rundbau angelegt und weist mit einem Schaufenster in Richtung Ostausgang des Hauptbahnhofs. Somit ist eine hohe Aufmerksamkeit für die Station gewährleistet. Alle wichtigen Funktionen für den Servicebereich sind hier untergebracht wie ein kleines Ladenlokal, Werkstattplätze und Sanitär- und Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeiter. 
Die Tarife sind landesweit einheitlich geregelt und betragen zur Zeit 0,70 € pro Tag und im Abonnement 7 € pro Monat und 70 € für ein Jahresticket. Zusätzlich wird die Station auch Leihräder aus dem System "Revierrad" vorhalten, die an vielen Leihstationen im Ruhrgebiet zurückgegeben werden können. Hiermit wird die touristische Situation am Hauptbahnhof verbessert, an der Gesamtsituation ändert sich aber nichts.

Radstation am Duisburger Hauptbahnhof am 14. Juni eröffnet
Mit der Übergabe einer symbolischen Chip-Karte als Schlüssel für die neue Radstation durch Oberbürgermeister Adolf Sauerland an Frank Schellberg, den Geschäftsführer der Paritätischen Initiative für Arbeit e.V. (PIA e.V.), die die Einrichtung betreiben wird,  ist am 14. Juni 2007 die neue Radstation am Duisburger Hauptbahnhof eröffnet worden. Damit ist der Radverkehr in Duisburg um eine wichtige Komponente bereichert worden.

Links: Übergabe der symbolischen Chipkarte an Frank Schellberg, den Geschäftsführer der Paritätischen Initiative für Arbeit e.V. (PIA e.V.), die die Radstation betreiben wird, durch OB Sauerland, ARGE-Chef Norbert Maul und Stadtdirektor Dr. Peter Greulich.

"Die Eröffnung der Radstation im Rahmen der Umwelttage vornehmen zu können, die ja Mobilität und Verkehr zum Inhalt haben, freut mich ganz besonders", sagte Oberbürgermeister Adolf Sauerland anlässlich der Eröffnung: "Mit dieser Radstation wird ein wichtiger Beitrag geleistet zum umweltgerechten Verkehr!"
Radfahrer finden nun am Ostausgang des Duisburger Hauptbahnhofs einen geschlossenen Abstellbereich für 450 Fahrräder mit Platz sparenden "Doppelparkern". Über ein elektronisches Zugangssystem mit der bereits erwähnten Chip-Karte können Abonnenten die Radstation betreten und ihre Fahrräder gesichert und trocken abstellen. In einem angegliederten Servicegebäude gibt es ein kleines Ladenlokal für Beratung und Information und eine kleine Fahrradwerkstatt für Wartung und Serviceleistungen. Für die Mitarbeiter gibt es einen Sanitär- und Aufenthaltsbereich.
Die Fahrradparkplätze können für einen landeseinheitlich festgelegten Satz von 70 Cent am Tag, 7 Euro im Monatsabo oder 70 Euro im Jahresabo gemietet werden. Öffnungszeiten der Radstation sind montags bis freitags von 5.30 Uhr bis 22 Uhr, freitags von 5.30 Uhr bis Mitternacht, samstags von 10 Uhr bis Mitternacht sowie sonn- und feiertags von 10 bis 18.30 Uhr. In diesen Zeiten ist die Station auch mit Mitarbeitern besetzt. Die ARGE Duisburg finanziert dazu zunächst zehn Stellen im Rahmen der Gemeinwohlarbeit. Ein Zweiradmechaniker wird als fester Mitarbeiter den Servicebereich leiten.    

Auf dem Foto rechts in der Rikscha Grüne-Ratsfrau Susann Ulbricht mit elfmonatiger Tochter Svea und Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler


 Radstation bietet auch Mieträder

Das neue Angebot ist ganz sicher für Bahnnutzer interessant, denen der Umstieg im Umweltverbund erleichtert wird. Es kann aber auch für Kinobesucher oder Autofahrer, die ihr Auto im Parkhaus abstellen und mit dem Rad in die Innenstadt fahren möchten, ein sinnvoller Service sein. Denn die Duisburger Radstation bietet auch Mietfahrräder aus dem Verbundsystem "Revierrad" an. An mehr als 20 Stationen im Ruhrgebiet können die Räder ausgeliehen und an einer anderen Station wieder abgegeben werden. Damit wird die neue Einrichtung auch für Ruhrgebietstouristen eine attraktive Anlaufstelle. Informationsmaterial, Karten und weitere Dienstleistungen werden das touristische Angebot komplettieren.

Schneller Pannenservice durch Joerg Mentel (links) und Ayhan Genc

Städtebauliche Aufwertung
Die Station wurde unterhalb des UCI-Großkinos gebaut, wodurch die städtebauliche Situation in diesem bis dahin etwas abgelegenen und finsteren Bereich deutlich aufgewertet werden konnte. Mit viel Glas und Licht entstand hier eine ansprechende Architektur. Durch die bis in die späten Abendstunden mit Mitarbeitern besetzte und nachts beleuchtete Station wird dieser Ort sehr viel attraktiver.

Ein weiterer Knotenpunkt im landesweiten Radverkehrsnetz
Die mit Mitteln des Landes und des Bundes aus dem Programm "100 Radstationen in NRW" geförderte Duisburger Radstation ist eine von circa 60 im Lande. NRW-weit steigt damit die Zahl der Abstellplätze in Radstationen auf über 18.000 und die Zahl der Mitarbeiter auf 500.
Mit der Paritätischen Initiative für Arbeit e.V. (PIA) aus Mülheim konnte ein Betreiber gewonnen werden, der am Mülheimer Hauptbahnhof und in Mülheim-Styrum bereits seit zehn Jahren Radstationen betreibt. Mit diesem Träger ist die notwendige Erfahrung für den Betrieb einer solchen Station gewährleistet. In Mülheim konnte der Träger bereits weitere innovative stadtlogistische Dienstleistungen wie z. B. einen Heimlieferservice oder ein Carsharingsystem anbieten. Auch für den Standort am Duisburger Hauptbahnhof könnten weitere Dienstleistungsangebote interessant sein. So wird die Radstation auch die Fahrradboxen am Bahnhof Duisburg-Friemersheim betreuen, die nach Fertigstellung der Baumaßnahmen dort aufgestellt werden.

Bauzeit betrug nur sechs Monate
Mit einem symbolischen Spatenstich hatte Oberbürgermeister Adolf Sauerland am 15. Dezember 2006 die Bauarbeiten begonnen. Vorausgegangen war eine mehrjährige Planungsphase. Eine Umsetzung scheiterte bis dahin an finanzierbaren Betriebskonzepten und an den notwendigen Haushaltsmitteln für den Bau. Die neue Radstation hat rund 500.000 Euro gekostet.

Fotos von Manfred Schneider
Der Hauptbahnhof - „schon immer ein Schandfleck“  in Duisburg -  Sanierung und Modernisierung bis 20011/12 denkbar?
Hauptbahnhof vor 1930 - 1958 - heute

Duisburg, Juni 2007 - Schon um 1910 hat sich der Neudorfer Bürgerverein den Interessen des Stadtteils mit besonderem Nachdruck angenommen. So gab es z.B. sehr lebhafte Versammlungen in Neudorf, als es darum ging, für den bereits in  Bau befindlichen neuen Hauptbahnhofs einen gesonderten Ausgang auf der Neudorfer Seite zu erhalten. Das war kurz nach dem I. Weltkrieg, in dem schon russische Kriegsgefangene die ersten Erdarbeiten für den geplanten Streckenausbau verrichteten.
Als später die Planung für das neue Empfangsgebäude vorgelegt wurde, war hierbei kein Ausgang auf der Neudorfer Seite vorgesehen. Die damalige Reichsbahndirektion in Essen nahm zu diesen von den Neudorfern geforderten Ostausgang eine überaus sture Haltung ein.
Erst durch den Einsatz von Herr Franz Bültjes, dem damaligen Geschäftführer des Bürgervereins, kam es zum Durchbruch.

Auf einer Pressebesprechung im Direktionsgebäude Essen konnte er den Eisenbahnleuten diesen Ausgang mit dem Vorschlag schmackhaft machen, diesen Ausgang mit der Herrichtung von Verkaufsläden zu verknüpfen, die später vermietet werden könnten. Damit würden die erhöhten Mehrkosten wieder hereinkommen. Auf diesen Vorschlag erklärte der damalige Pressesprecher, dass  auf dieser Grundlage die Sache erneut zu prüfen sei.  

Der äußere "Schandfleck" auf Neudorfer Seite

Der Bürgerverein-Neudorf schlug dann in die gleiche Kerbe und ließ nicht locker, bis die endgültige Zusage kam, auf der Neudorfer Seite einen gesonderten Ausgang zu schaffen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der wieder entstandene damalige Bürgerverein sehr hart um Erneuerung des bombenzerstörten Ostausgang hat kämpfen müssen. In jeder Versammlung kam dieser „Schandfleck“ Neudorfs zur Sprache. Im Rosenmontagszug wurde er in seiner Schandbaren Gestalt zum Gespött der ablehnenden Behörde herausgestellt und dann kam der Tag, wo die Arbeiten begonnen wurden und der Ostausgang ein neues Gesicht bekam.  

Auch heute findet die „sture Haltung“ der Deutschen Bahn AG, z.B. bei der Instandsetzung des maroden Daches, Umsetzung des Masterplans im Bereich Hauptbahnhof, sowie bei der Beseitigung der Schandflecke im Bereich Ostausgang leider wieder eine Aktualisierung. „Der Kampf mit den Windmühlen“  (Deutsche Bahn) muss offensichtlich erneut aufgenommen werden. Sicherlich kein leichter Kampf für OB Adolf Sauerland bei der Umsetzung des Masterplans.

Der Vorstandsvorsitzende der Bahn-Tochter "Station & Service AG", Wolf-Dieter Siebert, kündigte nun am 8. Juni an, dass in Berlin über ein so genanntes 350 Millionen teures „Fünfer-Paket“ noch im Juni entschieden werden könnte. Es geht um die Städte Dortmund, Essen, Duisburg, Wuppertal und Münster. Vorrangig dabei wäre eine Fertigstellung des Essener Bahnhofs (Kulturhauptstadt 2010), dann Duisburg (2011/12.).

 Die Bahnhofs-Modernisierung bzw. Sanierung in Duisburg sieht im Kernbereich die Einganshalle (wieder in alter Höhe) und dem maroden, aber Denkmal geschützten Bahnsteigbereich (Decke) vor.

Dann wäre es auch vorstellbar, dass der Hauptbahnhof  mit der Königstraße – Forster-Wunsch - verbunden wird (Deckel über A59).  Hans-Willi Bütefür und Harald Jeschke    Mehr unter Stadtteilentwicklung Neudorf

Tiefensee: Solidarpakt nicht in Frage stellen - Für von Güterzuglärm geschädigte 16 Millionen Bundesbürger stellt sich die Frage: Ist Tiefensee überhaupt weiter tragbar?

Duisburg, 9. Mai 2007 - Im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel warnt Bundesminister Wolfgang Tiefensee vor einer neuen Neiddebatte.

Die Diskussion um den Zustand so manchen Westdeutscher Großstadt - hier vornehmlich die des Ruhrgebietes - hat sich nun verstärkt SPD-NRW-Chefin Hannelore Kraft angenommen.  Sie legt damit den Finger in die Wunde. Schon vor mehr als einem Jahr hatte Duisburg CDU-Oberbürgermeister Sauerland gefordert: "Es muss die Bedürftigkeit einer Stadt im Fordergrund stehen!" Dies unter dem Hintergrund der vielen unter Aufsicht des Regierungspräsidenten stehenden Kommunen aus dem Revier.

Die Verantwortlichen im Revier hatten schon 2004 massiv darauf hingewiesen, auch deshalb hatte Tiefensee-Vorgänger Stolpe Mittel für einen Städteumbau West zugesagt. Der Verkauf der Stadt Dresden an städtischen Wohneigentum für einige Milliarden an die Fondsgesellschaft Fortress - hatte im Revier für 3,6 Mrd. Euro 81 000 Wohneinheiten des Essener Immobilienriesen Gagfah gekauft und diese zum Börsengang tauglich gemacht - hatte die Diskussion weiter angefacht. Tenor: Mit dem Solidarpaktzahlungen der mit starken Sanierungsproblemen und hoher Arbeitslosenzahl kämpfenden Revierstädte  habe sich die Stadt Dresden nun saniert. "Es kann nicht sein", so Duisburgs OB Sauerland auf einer Veranstaltung mit Bürgervereinen, "dass man in manchen Waldgebieten in den neuen Ländern Flüsterasphaltstrecken vorfindet und unsere Straßen marodieren."

Deshalb wird die Kritik von Bau- und Verkehrsminister Tiefensee an die Adresse der eigenen Parte und "andersgläubige" als fehl am Platz bezeichnet.
Es stellt sich ohnehin bei den Bürgern in den alten Bundesländern die Frage, ob dieser Minister weiter tragbar ist. In Sachen Lärmsanierung von Güterstrecken der Bahn AG reiht er sich nahtlos in die Reihe seiner in dieser Hinsicht erfolglosen Vorgänger Bodewig und Stolpe ein. Auch wenn der Bundestag den Lärmsanierungsfonds aufstockte ist es ihm nicht gelungen, die Umsetzung für Lärmsanierungen jährlich ausgewiesen Gelder in Gänze bei der DB Projektbau mit Hilfe der ihm unterstehenden nachrangigen Behöre Eisenbahnbundesamt durchzusetzen.

Rund 16 Millionen Menschen sind in Deutschland von gesundheitsschädlichem Schienenverkehrslärm betroffen. Darauf wies der Verkehrsclub Deutschland (VCD) anlässlich des Tags gegen Lärm am 25. April hin.
Herz-Kreislaufprobleme, Schlafstörungen sowie die Beeinträchtigung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit könnten die Folgen von erhöhten Lärmpegeln sein.
Die Bundesregierung hat es unter den Verkehrsministern Bodewig, Stolpe und nun Tiefensee immer noch nicht geschafft, die Bevölkerung vor den Gesundheits- und Gebäudeschäden durch den  Schienenbetrieb der Bahn AG – hier vornehmlich Güterzugbetrieb - zu schützen. Durch zu schnelle und zu schwere Gütertransporte mit zum Teil völlig veralterten Equipment (Waggons, Bremsen) und nicht modernisierten Gleisen ist die Gebäudesicherheit und damit der Schutz der Gesundheit der Willkür der Bahn AG (Railon, DB Netz) - "Wir machen auf unseren Stecken was und wann wir es wollen" - ausgeliefert. Der Volkswirtschaftliche Schaden im Gesundheitsbereich wird von Experten in Milliardenhöhe vermutet.

Innenstädte und Ortskerne stärken - Nahversorgung sichern - Einzelhandels- und Zentrenkonzepte nutzen

Das Großprojekt „Duisburg an den Rhein – RheinPark“ tritt in die nächste Phase - Von Harald Jeschke

 Duisburg, 29. März 2007 - Die Ecke Wörthstraße/ Wanheimer Straße war in den 60er Jahren so wie heute schon stark  befahren. Damals aber war die Produktion auf der Hütte Niederrhein und etwas weiter bei der damaligen Duisburger Kupferhütte (DK), Matthes&Weber usw. noch in vollem Gang, war der Ortsteil wegen der Abraumerze und der Sinteranlage der Kupferhütte bei entsprechenden Westwinden manchmal schon ordentlich rötlich aus. Das ist heute verschwunden. Wie die alte Kupferhütte usw....
Der Verkehr aber ist geblieben und auch die Produktionshallen - wenn auch in einem jämmerlichen Zustand. das wird sich am Marienhospital bald ändern.
Ende 2006 wurde mit dem Abbruch sämtlicher noch stehender Gebäude auf dem Gelände begonnen. Diese und weitere Arbeiten, wie Rückbau der Gleisanlagen und Teilabbruch der ehemaligen Erzbunkerwände, werden noch bis zum Ende dieses Jahres andauern. Parallel dazu wird jetzt im Frühjahr mit dem Neubau des Parks begonnen.
Eine große Herausforderung an die Landschaftsbauer stellen dabei die neu zu erstellenden riesigen Bodenschollen dar, die das Gelände modellieren und strukturieren werden.
Auf all diese Aktivitäten, die wegen der noch bestehenden Randbebauung weder von der Wörthstraße noch von der Wanheimer Straße aus erkennbar sind, werden zwei große Baustellenschilder hinweisen, die in diesen Tagen errichtet werden. Das erste Bauschild soll am Donnerstag offiziell vorgestellt werden.
"Ende 2008 ist der Park fertig, könne - wenn man so will - auch die Kranken aus dem Marienhospital sozusagen zur Rehabilitation im Park spazieren gehen", legte sich Martin Linne  Leiter des Amtes für Stadtentwicklung klar fest. "Mag sein, dass da hier und da noch Kleinigkeiten im weitläufigen Parkgelände zu bearbeiten sind, im Groben aber ist der Park dann offen für alle."
Die alten Hochfelder werden es nicht glauben, wenn sie anstelle der Produktionshallen dann die rund 250 Meter zu Fuß durch den fast 25 ha gro0en Park bis zum Rhein gehen können.

Die Sicht auf den deutschen Strom war ihnen eigentlich immer nur als Betriebsangehöriger des Unternehmen x oder y möglich, nie aber für die gesamte Familie. Mit Ausnahme der damals sehr eingeschränkten Möglichkeit auf bzw. unter der Rheinbrücke die seit dem Streik der Rheinhauser Kruppianer 1987 "Brücke der Solidarität" heißt..

Der Uferpark im Park soll ab 2009 Freizeitansprüche (Freitreppe ins Wasser) mit Wiesen Spiel- und Sportmöglichkeiten erfüllen Das gesamte Baugebiet ist in drei Zonen gegliedert.

An den Hauptverkehrsstraßen soll es Dienstleistungen geben
Blockrandbebauung am Rand mit bis zu sechs Geschossen
Ruhige und grüne Wohnanlagen im Innenbereich mit zwei - bis viergeschossigen Doppelhäusern oder Stadthäusern

Das Schild kündigt heftige Aktivitäten an... OB Sauerland umringt von Medienvertretern und seinem Planungsteam (unten) - Fotos Manfred Schneider

 

 

 

Erfolgsgeschichte Gestaltungsfibeln
Stadt präsentierte nach Wehofen nun Einschornsteinsiedlungsfibel - kostenfrei für Bürger

Duisburg, 11. April 2007 - "De erste Fibel im Norden der Stadt wurde sehr positiv aufgenommen, ist sozusagen ein Beststeller und das wird bei der Fibel zur Einschornsteinsiedlung sicher auch der Fall sein", eröffnete Oberbürgereister Adolf Sauerland die Präsentation der zweiten Gestaltungsfibel der Stadt.
"Es geht bei diesen Fibeln ein Stück auch darum, für den Bürger der im Denkmal lebt, auch Rechtssicherheit zu schaffen", ergänzte der OB. Genau das aber ist nach Ansicht vieler Menschen in der Sieldung nicht immer der Fall. So beim Paradebeispiel Verkauf der Siedlung an drei der international operierender Fonds, oder auch am Reizthema Feuchtigkeit in den Wohnungen, da der Wärmschutz an der Außenfassade nach Denkmalschutzrecht nicht verändert bzw. hier angepasst werden soll. Auch wurde von Bewohnern die Vernachlässigungen für Sauberkeit und mehr durch Eigentümer Fortress bzw. Verwalter Gagfah (Essen) immer wieder bemängelt, ist immer noch die Sanierung in einzelnen Blocks nicht abgeschlossen.
 

"Diese Fibel ist auch so etwas wie ein Leitfaden für die Eigentümer. Wir sind wir als Behörde so etwas wie Verfahrensbegleiter", stellte Dr. Claudia Euskirchen, Leiterin der unteren Denkmalbehörde Duisburg heraus.

 

Dr. Claudia Euskirchen (li.) und Dr.- Ing. Stephan Strauss (Fibelautor) von der Denkmalbehörde Duisburg.

Fotos Manfred Schneider

 

„Die Einschornsteinsiedlung in Duisburg-Neudorf stellt ein exzeptionelles, architekturhistorisch herausragendes

 Beispiel der Siedlungsarchitektur dar, verpflichtet den Ideen des ‚Neuen Bauens’ der Zwanziger Jahre“, schreibt Jürgen Dressler in seinem Vorwort zur Fibel. Sie wurde zwischen 1928 und 1930 von den Ruhrorter Architekten Johannes Kramer und Walter Kremer zusammen mit dem städtischen Baurat Hermann Bräuhäuser gebaut. Bauherr war der Gemeinnützige Bauverein Essen AG. Ihren Namen verdankt sie dem zentral gelegenen Heizwerk mit dem augenfälligen Schornstein im Zentrum der Siedlung. In dem Zentralen Versorgungsbereich war nicht nur die Heizungsanlage untergebracht, sondern auch ein gemeinsames Waschhaus, ein Versammlungssaal, ein Kinderhort, Geschäfte und Gemeinschaftsgaragen.
Als Handbuch und Leitfaden im Umgang mit dem Denkmal soll die reich illustrierte Fibel dem Erhalt und der behutsamen Entwicklung des für Duisburg so bedeutenden Ensembles dienen und die Anliegen der Denkmalpflege Bewohnern, Bauherren, Architekten sowie einem breiten Publikum verständlich machen.
 

Die Fibel gibt es kostenfrei. Sie liegt in den Bürgerbüros der Bürgervereins an der Gabrielstraße (Öffnungszeiten Freitag zum Wochenmarkt von 14 - 18 Uhr) und im Büro im Neudorfer Tor in den Räumern der Barmer Ersatzkasse am Montag von 10 - 13 Uhr aus. Sie soll auch im Buchhandelgeschäft an der Oststraße angeboten werden. Harald Jeschke
 

 

Gestaltungsfibel für den Denkmalbereich Wehofen vorgestellt

 Duisburg, 8. März 2007 - Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler haben heute (8. März) die neue „Gestaltungsfibel“ für den Denkmalbereich Wehofen vorgestellt. Die ehemalige Bergarbeitersiedlung Wehofen in Duisburg-Walsum gehört, so der renommierte Kunsthistoriker Professor Roland Günter, „zu den schönsten im Ruhrgebiet“. Den Charme und den Charakter der Gartenstadtsiedlung zu erhalten ist erklärtes Ziel des Haupteigentümers, der RAG Immobilien. Ein Teil der Häuser wird im Rahmen einer Privatisierung langjährigen Bewohnern zum Kauf angeboten. Mit dieser „Fibel“ soll den Denkmalschützern vor Ort, den Besitzern der Immobilien, Informationen über die Geschichte und Bedeutung der Siedlung und Handreichungen zum denkmalgerechten Erhalt gegeben werden. 
Die Siedlung Wehofen wurde zwischen 1912 und 1918 vom Baubüro der Firma Thyssen für die Mitarbeiter der Thyssen-Doppelschachtanlage Wehofen 1/2 gebaut. Die als Gartenstadt angelegte Siedlung besteht aus 746 Gebäuden mit ca. 950 Wohnungen. In der Blütezeit der Siedlung lebten hier etwa 4.000 Menschen. Größter Eigentümer der Siedlung ist die RAG Immobilien GmbH. Seit 2003 wird ein Teil der Siedlung langjährigen Mietern zum Kauf angeboten. Etwa 50 Prozent der Siedlung soll privatisiert werden, der Rest verbleibt im Eigentum der RAG-Immobilien, die eine behutsame, denkmalgerechte Renovierung der Häuser vornimmt.
Die Siedlung zählt zu den schönsten erhaltenen Siedlungen des Ruhrgebiets: Die rasterförmige Anlage mit großen Garteninnenhöfen, die abwechslungsreiche Architektur mit vielen unterschiedlichen Bautypen und das einheitliche Ziegelmauerwerk verleihen dieser Siedlung den ansprechenden Charakter. Der Erhaltungszustand ist sehr gut. Die unterschiedlichen Dachformen mit vielfältig gestalteten Gauben sind ein besonderes Stilmerkmal dieser Siedlung. Mit den Plätzen und den angelegten Gemeinschaftseinrichtungen, wie z. B. der ehemaligen Konsumanstalt, hatte diese Siedlung einen geradezu dörflichen Charakter. Neben den für die Familien bestimmten Wohnhäusern gab es auch für die Ledigen ein Ledigenwohnheim. Das Holzfachwerk und die aufwändig gestalteten Loggien tragen zum dörflichen Charakter dieser Siedlung bei.  
Zur Unterstützung der denkmalgerechten Erhaltung hat die Untere Denkmalbehörde der Stadt Duisburg diese Gestaltungsfibel erstellt. Besonders für die vielen neuen Privateigentümer werden hier wichtige Informationen und Anregungen gegeben. Nicht mehr nur ein Eigentümer ist Ansprechpartner für die Untere Denkmalbehörde, sondern zahlreiche Einzeleigentümer mit zum Teil unterschiedlichen Wohn- und Lebensvorstellungen und damit auch individuellen Wünschen für die Renovierung des neu erworbenen Hauses. 
Die hier vorgestellte Fibel ist die sechste Denkmalfibel, die von der Unteren Denkmalbehörde herausgegeben wurde. Sie ist ein Leitfaden für die Denkmaleigentümer und gibt neben reichhaltigen Informationen zur Siedlung auch Hilfestellung für eine denkmalgerechte Sanierung. Die Siedlung wurde 1995 unter Schutz gestellt. Geschützt ist das typische Erscheinungsbild, das geprägt ist durch die Anordnung und äußere Gestaltung der Häuser. Im Inneren der Häuser sind Modernisierungen und Umbauten zugelassen, soweit sie nicht das Äußere verändern. 
Die Fibel ist für die Bewohner der Siedlung und Interessierte zu erhalten bei: Alte Schmiede, Schachtstraße 31; Untere Denkmalbehörde, Friedrich-Wilhelmstraße 96, sowie RAG Immobilien, Kundencenter, Dr.-Hans-Böcklerstraße 20. 

Iris Rapp von der Unteren Denkmalbehörde vor der Karte mit dem Denkmalbereich Wehofen. Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler beim Rundgang durch die Siedlung.
Stadtentwicklung im Dialog: Stadt der Zukunft / Zukunft der Stadt – Arbeiten in der Stadt

Duisburg, 19. Januar 2007 - Das Diskussionsforum „Stadtentwicklung im Dialog“ geht am Donnerstag, 25. Januar,19 Uhr, in der Liebfrauenkirche, Duisburg-Mitte, in die nächste Runde. Ein hochkarätig besetztes Podium wird diskutieren, welche Perspektiven die Arbeitswelt in Duisburg bietet. 
Die Zahl der versicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist in Duisburg deutlich gesunken. Der Strukturwandel hat in den letzten 40 Jahren mehr als 80.000 Industriearbeitsplätze gekostet. Der wachsende Dienstleistungsbereich konnte nicht  für einen Ausgleich sorgen. Dennoch zeigen Indikatoren im bundesweiten Ranking deutliche Stärken Duisburgs auf: Der Anteil schnell wachsender Branchen an der Wirtschaftsstruktur der Stadt liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt, ebenso die Durchschnittseinkommen und die Produktivität. Diesen Trend gilt es gezielt weiter zu fördern. Dabei müssen Entwicklungsplanungen aber auch andere Bedürfnisse beispielsweise Wohnen und Freizeit berücksichtigen.
Neue Gewerbeansiedlungen zeigen ein zunehmendes Interesse am Wirtschaftsstandort Duisburg. Der Hafen und Logport weisen überdurchschnittliche Wachstumsraten auf, im Innenhafen sind viele neue Arbeitsplätze entstanden. Der eingeschlagene Weg erweist sich als richtig, neue Standorte wie der RheinPark können weiter entwickelt werden. Aber welche Wirtschaftsbereiche sind für eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt notwendig, und welche funktionalen Zusammenhänge in der Organisation städtischen Lebens sollen erfüllt sein? Die Trennung zwischen Arbeiten und Wohnen, bei Industriearbeitsplätzen erforderlich, kann aufgehoben werden. Wie können neue Quartiere organisiert werden?
Nach einem Einführungsvortrag durch Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, werden die Podiumsteilnehmer mit interessierten Bürgern diskutieren.  Als weitere Experten wurden eingeladen:  Astrid Schulte, Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, Rainer Bischoff, DGB- Vorsitzender Region Niederrhein und Landtagsabgeordneter, Hans-Dieter Collinet, Ministerium für Bauen und Verkehr NRW und Jürgen Dressler, Stadtentwicklungsdezernent. Die Gesprächsleitung übernimmt Andre Maßmann, Redaktionsleiter der NRZ Lokalredaktion Duisburg.  Weitere Informationen zum Thema im Internet unter www.duisburg.de/stadtentwicklung