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Städtebauliche Aufwertung: Radstation Duisburg am
Osteingang des Hauptbahnhofes
Ein weiterer Knotenpunkt im landesweiten Radverkehrsnetz |
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Duisburg,
7./14. Juni 2007 - Fertig ist sie schon, die
Duisburger Radstation unter dem UCI-Kino an der Neudorfer Kammerstraße
am Osteingang des
Hauptbahnhofes.
Offiziell eingeweiht bzw. an Betreiber
Paritätische
Initiative für Arbeit e. V. (PIA)
aus Mülheim wird
sie am Donnerstag, den 14. Juni vom
Oberbürgermeister.
An der
Kammerstraße - für Neudorfer wird der Bereich der Bahn AG
teilweise als Schandfleck angesehen, siehe Artikel "Der Hauptbahnhof - „schon immer ein
Schandfleck“
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entstand ein bewachtes Fahrradparkhaus mit 450 Einstellplätzen und einer
Servicestation.
Betreiber PIA hat mit zwei Radstationen in Mülheim seit zehn Jahren
Erfahrungen sammeln können. Der Bau der Radstation wurde mit Mitteln des
Landes und des Bundes aus dem Programm 100 Radstationen NRW bezuschusst.
Gebaut wurde hier eine Abstellanlage mit Doppelparkern für insgesamt 450
Fahrräder. Der zugehörige Servicebereich ist als Rundbau angelegt und
weist mit einem Schaufenster in Richtung Ostausgang des Hauptbahnhofs.
Somit ist eine hohe Aufmerksamkeit für die Station gewährleistet. Alle
wichtigen Funktionen für den Servicebereich sind hier untergebracht wie
ein kleines Ladenlokal, Werkstattplätze und Sanitär- und
Aufenthaltsbereiche für die Mitarbeiter.
Die Tarife sind landesweit einheitlich geregelt und betragen zur Zeit
0,70 € pro Tag und im Abonnement 7 € pro Monat und 70 € für ein
Jahresticket. Zusätzlich wird die Station auch Leihräder aus dem System
"Revierrad" vorhalten, die an vielen Leihstationen im Ruhrgebiet
zurückgegeben werden können. Hiermit wird die touristische Situation am
Hauptbahnhof verbessert, an der Gesamtsituation ändert sich aber
nichts.
Radstation am
Duisburger Hauptbahnhof am 14. Juni eröffnet
Mit der Übergabe einer symbolischen Chip-Karte als Schlüssel für die
neue Radstation durch Oberbürgermeister Adolf
Sauerland an Frank
Schellberg, den Geschäftsführer der Paritätischen Initiative für Arbeit
e.V. (PIA e.V.), die die Einrichtung betreiben wird, ist am 14. Juni
2007 die neue Radstation am Duisburger Hauptbahnhof eröffnet worden.
Damit ist der Radverkehr in Duisburg um eine wichtige Komponente
bereichert worden.
Links: Übergabe der symbolischen Chipkarte an Frank Schellberg, den
Geschäftsführer der Paritätischen Initiative für Arbeit e.V. (PIA e.V.),
die die Radstation betreiben wird, durch OB Sauerland, ARGE-Chef Norbert
Maul und Stadtdirektor Dr. Peter Greulich.
"Die Eröffnung der Radstation im Rahmen der Umwelttage vornehmen zu
können, die ja Mobilität und Verkehr zum Inhalt haben, freut mich ganz
besonders", sagte Oberbürgermeister Adolf Sauerland anlässlich der
Eröffnung: "Mit dieser Radstation wird ein wichtiger Beitrag geleistet
zum umweltgerechten Verkehr!"
Radfahrer finden nun am Ostausgang des Duisburger Hauptbahnhofs einen
geschlossenen Abstellbereich für 450 Fahrräder mit Platz sparenden
"Doppelparkern". Über ein elektronisches Zugangssystem mit der bereits
erwähnten Chip-Karte können Abonnenten die Radstation betreten und ihre
Fahrräder gesichert
und trocken abstellen. In einem angegliederten
Servicegebäude gibt es ein kleines Ladenlokal für Beratung und
Information und eine kleine Fahrradwerkstatt für Wartung und
Serviceleistungen. Für die Mitarbeiter gibt es einen Sanitär- und
Aufenthaltsbereich.
Die Fahrradparkplätze können für einen landeseinheitlich festgelegten
Satz von 70 Cent am Tag, 7 Euro im Monatsabo oder 70 Euro im Jahresabo
gemietet werden. Öffnungszeiten der Radstation sind montags bis freitags
von 5.30 Uhr bis 22 Uhr, freitags von 5.30 Uhr bis Mitternacht, samstags
von 10 Uhr bis Mitternacht sowie sonn- und feiertags von 10 bis 18.30
Uhr. In diesen Zeiten ist die Station auch mit Mitarbeitern besetzt. Die
ARGE Duisburg finanziert dazu zunächst zehn Stellen im Rahmen der
Gemeinwohlarbeit. Ein Zweiradmechaniker wird als fester Mitarbeiter den
Servicebereich leiten.
Auf dem Foto rechts in der Rikscha Grüne-Ratsfrau Susann Ulbricht mit
elfmonatiger Tochter Svea und Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler.
Radstation bietet auch Mieträder
Das neue Angebot ist ganz sicher für Bahnnutzer interessant, denen der
Umstieg im Umweltverbund erleichtert wird. Es kann aber auch für
Kinobesucher oder Autofahrer, die ihr Auto im Parkhaus abstellen und mit
dem Rad in die Innenstadt fahren möchten, ein sinnvoller Service sein.
Denn die Duisburger Radstation bietet auch Mietfahrräder aus dem
Verbundsystem "Revierrad" an. An mehr als 20 Stationen im Ruhrgebiet
können die Räder ausgeliehen und an einer anderen Station wieder
abgegeben werden. Damit wird die neue Einrichtung auch für
Ruhrgebietstouristen eine attraktive Anlaufstelle. Informationsmaterial,
Karten und weitere Dienstleistungen werden das touristische Angebot
komplettieren.
Schneller
Pannenservice durch Joerg Mentel (links) und Ayhan Genc
Städtebauliche Aufwertung
Die Station wurde unterhalb des UCI-Großkinos gebaut, wodurch die
städtebauliche Situation in diesem bis dahin etwas abgelegenen und
finsteren Bereich deutlich aufgewertet werden konnte. Mit viel Glas und
Licht entstand hier eine ansprechende Architektur. Durch die bis in die
späten Abendstunden mit Mitarbeitern besetzte und nachts beleuchtete
Station wird dieser Ort sehr viel attraktiver.
Ein weiterer Knotenpunkt im landesweiten Radverkehrsnetz
Die mit Mitteln des Landes und des Bundes aus dem Programm "100
Radstationen in NRW" geförderte Duisburger Radstation ist eine von circa
60 im Lande. NRW-weit steigt damit die Zahl der Abstellplätze in
Radstationen auf über 18.000 und die Zahl der Mitarbeiter auf 500.
Mit der Paritätischen Initiative für Arbeit e.V. (PIA) aus Mülheim
konnte ein Betreiber gewonnen werden, der am Mülheimer Hauptbahnhof und
in Mülheim-Styrum bereits seit zehn Jahren Radstationen betreibt. Mit
diesem Träger ist die notwendige Erfahrung für den Betrieb einer solchen
Station gewährleistet. In Mülheim konnte der Träger bereits weitere
innovative stadtlogistische Dienstleistungen wie z. B. einen
Heimlieferservice oder ein Carsharingsystem anbieten. Auch für den
Standort am Duisburger Hauptbahnhof könnten weitere
Dienstleistungsangebote interessant sein. So wird die Radstation auch
die Fahrradboxen am Bahnhof Duisburg-Friemersheim betreuen, die nach
Fertigstellung der Baumaßnahmen dort aufgestellt werden.
Bauzeit betrug nur sechs Monate
Mit einem symbolischen Spatenstich hatte Oberbürgermeister Adolf
Sauerland am 15. Dezember 2006 die Bauarbeiten begonnen. Vorausgegangen
war eine mehrjährige Planungsphase. Eine Umsetzung scheiterte bis dahin
an finanzierbaren Betriebskonzepten und an den notwendigen
Haushaltsmitteln für den Bau. Die neue Radstation hat rund 500.000 Euro
gekostet.
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Fotos von
Manfred Schneider |
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Der Hauptbahnhof - „schon immer ein Schandfleck“ in
Duisburg - Sanierung und Modernisierung
bis 20011/12 denkbar?
Hauptbahnhof vor 1930 - 1958 - heute |
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Duisburg,
Juni 2007 - Schon um 1910 hat sich der Neudorfer Bürgerverein den
Interessen des Stadtteils mit besonderem Nachdruck angenommen. So gab es
z.B. sehr lebhafte Versammlungen in Neudorf, als es darum ging, für den
bereits in Bau befindlichen neuen Hauptbahnhofs einen gesonderten
Ausgang auf der Neudorfer Seite zu erhalten. Das war kurz
nach
dem I. Weltkrieg, in dem schon russische Kriegsgefangene die ersten
Erdarbeiten für den geplanten Streckenausbau verrichteten.
Als später die Planung für das neue Empfangsgebäude vorgelegt wurde, war
hierbei kein Ausgang auf der Neudorfer Seite vorgesehen. Die damalige
Reichsbahndirektion in Essen nahm zu diesen von den Neudorfern
geforderten Ostausgang eine überaus sture Haltung ein.
Erst durch den Einsatz von Herr Franz Bültjes, dem damaligen
Geschäftführer des Bürgervereins, kam es zum Durchbruch.
Auf
einer Pressebesprechung im Direktionsgebäude Essen konnte er den
Eisenbahnleuten diesen Ausgang mit dem Vorschlag schmackhaft machen,
diesen Ausgang mit der Herrichtung von Verkaufsläden zu verknüpfen, die
später vermietet werden könnten. Damit würden die erhöhten Mehrkosten
wieder hereinkommen. Auf diesen Vorschlag erklärte der damalige
Pressesprecher, dass auf dieser Grundlage die Sache erneut zu prüfen
sei.
Der äußere "Schandfleck" auf Neudorfer Seite
Der
Bürgerverein-Neudorf schlug dann in die gleiche Kerbe und ließ nicht
locker, bis die endgültige Zusage kam, auf der Neudorfer Seite einen
gesonderten Ausgang zu schaffen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen,
dass der wieder entstandene damalige Bürgerverein sehr hart um
Erneuerung des bombenzerstörten Ostausgang hat kämpfen müssen. In jeder
Versammlung kam dieser „Schandfleck“ Neudorfs zur Sprache. Im
Rosenmontagszug wurde er in seiner Schandbaren Gestalt zum Gespött der
ablehnenden Behörde herausgestellt und dann kam der Tag, wo die Arbeiten
begonnen wurden und der Ostausgang ein neues Gesicht bekam.
Auch heute
findet die „sture Haltung“ der Deutschen Bahn AG, z.B. bei der
Instandsetzung des maroden Daches, Umsetzung des Masterplans im Bereich
Hauptbahnhof, sowie bei der Beseitigung der Schandflecke im Bereich
Ostausgang leider wieder eine Aktualisierung. „Der Kampf mit den
Windmühlen“ (Deutsche Bahn) muss offensichtlich erneut aufgenommen
werden. Sicherlich kein leichter Kampf für OB Adolf Sauerland bei der
Umsetzung des Masterplans.
Der Vorstandsvorsitzende der Bahn-Tochter "Station & Service AG",
Wolf-Dieter Siebert, kündigte nun am 8. Juni an, dass in Berlin über ein
so genanntes 350 Millionen teures „Fünfer-Paket“ noch im Juni
entschieden werden könnte. Es geht um die Städte Dortmund, Essen,
Duisburg, Wuppertal und Münster. Vorrangig dabei wäre eine
Fertigstellung des Essener Bahnhofs (Kulturhauptstadt 2010), dann
Duisburg (2011/12.).
Die
Bahnhofs-Modernisierung bzw. Sanierung in Duisburg sieht im Kernbereich
die Einganshalle (wieder in alter Höhe) und dem maroden, aber Denkmal
geschützten Bahnsteigbereich (Decke) vor.
Dann
wäre es auch vorstellbar, dass der Hauptbahnhof mit der Königstraße –
Forster-Wunsch - verbunden wird (Deckel über A59).
Hans-Willi Bütefür
und Harald Jeschke Mehr unter
Stadtteilentwicklung
Neudorf |
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Tiefensee: Solidarpakt
nicht in Frage stellen
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Für von Güterzuglärm geschädigte 16 Millionen Bundesbürger stellt sich
die Frage:
Ist Tiefensee überhaupt weiter tragbar?
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Duisburg, 9. Mai 2007 - Im Gespräch mit dem
Berliner Tagesspiegel warnt Bundesminister Wolfgang Tiefensee vor
einer neuen Neiddebatte.
Die
Diskussion um den Zustand so manchen Westdeutscher Großstadt - hier
vornehmlich die des Ruhrgebietes - hat sich nun verstärkt SPD-NRW-Chefin
Hannelore Kraft angenommen. Sie legt damit den Finger in die
Wunde. Schon vor mehr als einem Jahr hatte Duisburg
CDU-Oberbürgermeister Sauerland gefordert: "Es muss die Bedürftigkeit
einer Stadt im Fordergrund stehen!" Dies unter dem Hintergrund der
vielen unter Aufsicht des Regierungspräsidenten stehenden Kommunen aus
dem Revier.
Die
Verantwortlichen im Revier hatten schon 2004 massiv darauf hingewiesen,
auch deshalb hatte Tiefensee-Vorgänger Stolpe Mittel für einen
Städteumbau West zugesagt. Der Verkauf der Stadt Dresden an städtischen
Wohneigentum für einige Milliarden an die Fondsgesellschaft Fortress -
hatte im Revier für 3,6 Mrd. Euro 81 000 Wohneinheiten des Essener
Immobilienriesen Gagfah gekauft und diese zum Börsengang tauglich
gemacht - hatte die Diskussion weiter angefacht. Tenor: Mit dem
Solidarpaktzahlungen der mit starken Sanierungsproblemen und hoher
Arbeitslosenzahl kämpfenden Revierstädte habe sich die Stadt
Dresden nun saniert. "Es kann nicht sein", so Duisburgs OB Sauerland auf
einer Veranstaltung mit Bürgervereinen, "dass man in manchen
Waldgebieten in den neuen Ländern Flüsterasphaltstrecken vorfindet und
unsere Straßen marodieren."
Deshalb
wird die Kritik von Bau- und Verkehrsminister Tiefensee an die Adresse
der eigenen Parte und "andersgläubige" als fehl am Platz bezeichnet.
Es stellt sich ohnehin bei den Bürgern in den alten Bundesländern die
Frage, ob dieser Minister weiter tragbar ist. In Sachen Lärmsanierung
von Güterstrecken der Bahn AG reiht er sich nahtlos in die Reihe seiner
in dieser Hinsicht erfolglosen Vorgänger Bodewig und Stolpe ein. Auch
wenn der Bundestag den Lärmsanierungsfonds aufstockte ist es ihm nicht
gelungen, die Umsetzung für Lärmsanierungen jährlich ausgewiesen Gelder
in Gänze bei der DB Projektbau mit Hilfe der ihm unterstehenden
nachrangigen Behöre Eisenbahnbundesamt durchzusetzen.
Rund 16 Millionen Menschen sind in Deutschland von
gesundheitsschädlichem Schienenverkehrslärm betroffen. Darauf wies der
Verkehrsclub Deutschland (VCD) anlässlich des Tags gegen Lärm am 25.
April hin.
Herz-Kreislaufprobleme, Schlafstörungen sowie die Beeinträchtigung der
Konzentrations- und Leistungsfähigkeit könnten die Folgen von erhöhten
Lärmpegeln sein.
Die Bundesregierung hat es unter den Verkehrsministern Bodewig, Stolpe
und nun Tiefensee immer noch nicht geschafft, die Bevölkerung vor den
Gesundheits- und Gebäudeschäden durch den Schienenbetrieb der Bahn AG –
hier vornehmlich Güterzugbetrieb - zu schützen. Durch zu schnelle und zu
schwere Gütertransporte mit zum Teil völlig veralterten Equipment
(Waggons, Bremsen) und nicht modernisierten Gleisen ist die
Gebäudesicherheit und damit der Schutz der Gesundheit der Willkür der
Bahn AG (Railon, DB Netz) - "Wir machen auf unseren Stecken was und wann
wir es wollen" - ausgeliefert. Der Volkswirtschaftliche Schaden im
Gesundheitsbereich wird von Experten in Milliardenhöhe vermutet.
Innenstädte und Ortskerne stärken -
Nahversorgung sichern -
Einzelhandels- und Zentrenkonzepte nutzen |
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Das Großprojekt „Duisburg an den Rhein – RheinPark“
tritt in die nächste Phase - Von Harald Jeschke |
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Duisburg,
29. März 2007
- Die Ecke Wörthstraße/ Wanheimer Straße war in den 60er Jahren so wie
heute schon stark befahren. Damals aber
war
die Produktion auf der Hütte Niederrhein und etwas weiter bei der
damaligen Duisburger Kupferhütte (DK), Matthes&Weber usw. noch in vollem
Gang, war der Ortsteil wegen der Abraumerze und der Sinteranlage der
Kupferhütte bei entsprechenden Westwinden manchmal schon ordentlich
rötlich aus. Das ist heute verschwunden. Wie die alte Kupferhütte
usw....
Der Verkehr aber ist geblieben und auch die Produktionshallen -
wenn auch in einem jämmerlichen Zustand. das wird sich am Marienhospital
bald ändern.
Ende 2006 wurde mit dem Abbruch sämtlicher noch stehender Gebäude
auf dem Gelände begonnen. Diese und weitere Arbeiten, wie Rückbau der
Gleisanlagen und Teilabbruch der ehemaligen Erzbunkerwände, werden noch
bis zum Ende dieses Jahres andauern. Parallel dazu wird jetzt im
Frühjahr mit dem Neubau des Parks begonnen.
Eine große Herausforderung an die Landschaftsbauer stellen dabei die neu
zu erstellenden riesigen Bodenschollen dar, die das Gelände modellieren
und strukturieren werden.
Auf all diese Aktivitäten, die wegen der noch bestehenden Randbebauung
weder von der Wörthstraße noch von der Wanheimer Straße aus erkennbar
sind, werden zwei große Baustellenschilder hinweisen, die in diesen
Tagen errichtet werden. Das erste Bauschild soll am Donnerstag offiziell
vorgestellt werden.
"Ende 2008 ist der Park fertig, könne - wenn man so will - auch die
Kranken aus dem Marienhospital sozusagen zur Rehabilitation im Park
spazieren gehen", legte sich Martin Linne Leiter des Amtes für
Stadtentwicklung klar fest. "Mag sein, dass da hier und da noch
Kleinigkeiten im weitläufigen Parkgelände zu bearbeiten sind, im Groben
aber ist der Park dann offen für alle."
Die alten Hochfelder werden es nicht glauben, wenn sie anstelle der
Produktionshallen dann die rund 250 Meter zu Fuß durch den fast 25 ha
gro0en Park bis zum Rhein gehen können.
Die Sicht auf den deutschen
Strom war ihnen eigentlich immer nur als Betriebsangehöriger des
Unternehmen x oder y möglich, nie aber für die gesamte Familie. Mit
Ausnahme der damals sehr eingeschränkten Möglichkeit auf bzw. unter der
Rheinbrücke die seit dem Streik der Rheinhauser Kruppianer 1987 "Brücke
der Solidarität" heißt..
Der
Uferpark im Park soll ab 2009 Freizeitansprüche (Freitreppe ins Wasser)
mit Wiesen Spiel- und Sportmöglichkeiten erfüllen Das gesamte Baugebiet
ist in drei Zonen gegliedert.
An
den Hauptverkehrsstraßen soll es Dienstleistungen geben
Blockrandbebauung am
Rand mit bis zu sechs Geschossen
Ruhige
und grüne Wohnanlagen im Innenbereich mit zwei - bis viergeschossigen
Doppelhäusern oder Stadthäusern

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Das Schild
kündigt heftige Aktivitäten an... OB Sauerland umringt von
Medienvertretern und seinem Planungsteam (unten) - Fotos Manfred Schneider |

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Erfolgsgeschichte
Gestaltungsfibeln
Stadt präsentierte nach Wehofen nun Einschornsteinsiedlungsfibel -
kostenfrei für Bürger |
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Duisburg, 11. April 2007 - "De erste Fibel im Norden
der Stadt wurde sehr positiv aufgenommen, ist sozusagen ein Beststeller
und das wird
bei
der Fibel zur Einschornsteinsiedlung sicher auch der Fall sein",
eröffnete Oberbürgereister Adolf Sauerland die Präsentation der zweiten
Gestaltungsfibel der Stadt.
"Es geht bei diesen Fibeln ein Stück auch darum, für den Bürger der im
Denkmal lebt, auch Rechtssicherheit zu schaffen", ergänzte der OB. Genau
das aber ist nach Ansicht vieler Menschen in der Sieldung nicht immer
der Fall. So beim Paradebeispiel Verkauf der Siedlung an drei der
international operierender Fonds, oder auch am Reizthema Feuchtigkeit in
den Wohnungen, da der Wärmschutz an der Außenfassade nach
Denkmalschutzrecht nicht verändert bzw. hier angepasst werden soll. Auch
wurde von Bewohnern die Vernachlässigungen für Sauberkeit und mehr durch
Eigentümer Fortress bzw. Verwalter Gagfah (Essen) immer wieder
bemängelt, ist immer noch die Sanierung
in einzelnen Blocks nicht abgeschlossen.
"Diese Fibel ist auch so
etwas wie ein Leitfaden für die Eigentümer. Wir sind wir als Behörde so
etwas wie Verfahrensbegleiter", stellte Dr. Claudia Euskirchen, Leiterin
der unteren Denkmalbehörde Duisburg heraus.
Dr. Claudia Euskirchen (li.)
und Dr.- Ing. Stephan Strauss (Fibelautor) von der Denkmalbehörde
Duisburg.
Fotos Manfred Schneider
„Die Einschornsteinsiedlung
in Duisburg-Neudorf stellt ein exzeptionelles, architekturhistorisch
herausragendes
Beispiel
der Siedlungsarchitektur dar, verpflichtet den Ideen des ‚Neuen Bauens’
der Zwanziger Jahre“, schreibt Jürgen Dressler in seinem Vorwort zur
Fibel. Sie wurde zwischen 1928 und 1930 von den Ruhrorter Architekten
Johannes Kramer und Walter Kremer zusammen mit dem städtischen Baurat
Hermann Bräuhäuser gebaut. Bauherr war der Gemeinnützige Bauverein Essen
AG. Ihren Namen verdankt sie dem zentral gelegenen Heizwerk mit dem
augenfälligen Schornstein im Zentrum der Siedlung. In dem Zentralen
Versorgungsbereich war nicht nur die Heizungsanlage untergebracht,
sondern auch ein gemeinsames Waschhaus, ein Versammlungssaal, ein
Kinderhort, Geschäfte und Gemeinschaftsgaragen.
Als Handbuch und Leitfaden im Umgang mit dem Denkmal soll die reich
illustrierte Fibel dem Erhalt und der behutsamen Entwicklung des für
Duisburg so bedeutenden Ensembles dienen und die Anliegen der
Denkmalpflege Bewohnern, Bauherren, Architekten sowie einem breiten
Publikum verständlich machen.
Die Fibel gibt es
kostenfrei. Sie liegt in den Bürgerbüros der Bürgervereins an der
Gabrielstraße (Öffnungszeiten Freitag zum Wochenmarkt von 14 - 18 Uhr)
und im Büro im Neudorfer Tor in den Räumern der Barmer Ersatzkasse am
Montag von 10 - 13 Uhr aus. Sie soll auch im Buchhandelgeschäft an der
Oststraße angeboten werden. Harald Jeschke
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Gestaltungsfibel für den Denkmalbereich Wehofen vorgestellt |
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Duisburg, 8. März 2007 - Oberbürgermeister Adolf Sauerland und
Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler haben heute (8. März) die
neue „Gestaltungsfibel“ für den Denkmalbereich Wehofen vorgestellt. Die
ehemalige Bergarbeitersiedlung Wehofen in Duisburg-Walsum gehört, so der
renommierte Kunsthistoriker Professor Roland Günter, „zu den schönsten
im Ruhrgebiet“. Den Charme und den Charakter der Gartenstadtsiedlung zu
erhalten ist erklärtes Ziel des Haupteigentümers, der RAG Immobilien.
Ein Teil der Häuser wird im Rahmen einer Privatisierung langjährigen
Bewohnern zum Kauf angeboten. Mit dieser „Fibel“ soll den
Denkmalschützern vor Ort, den Besitzern der Immobilien, Informationen
über die Geschichte und Bedeutung der Siedlung und Handreichungen zum
denkmalgerechten Erhalt gegeben werden.
Die Siedlung Wehofen wurde zwischen 1912 und 1918 vom Baubüro der Firma
Thyssen für die Mitarbeiter der Thyssen-Doppelschachtanlage Wehofen 1/2
gebaut. Die als Gartenstadt angelegte Siedlung besteht aus 746 Gebäuden
mit ca. 950 Wohnungen. In der Blütezeit der Siedlung lebten hier etwa
4.000 Menschen. Größter Eigentümer der Siedlung ist die RAG Immobilien
GmbH. Seit 2003 wird ein Teil der Siedlung langjährigen Mietern zum Kauf
angeboten. Etwa 50 Prozent der Siedlung soll privatisiert werden, der
Rest verbleibt im Eigentum der RAG-Immobilien, die eine behutsame,
denkmalgerechte Renovierung der Häuser vornimmt.
Die Siedlung zählt zu den schönsten erhaltenen Siedlungen des
Ruhrgebiets: Die rasterförmige Anlage mit großen Garteninnenhöfen, die
abwechslungsreiche Architektur mit vielen unterschiedlichen Bautypen und
das einheitliche Ziegelmauerwerk verleihen dieser Siedlung den
ansprechenden Charakter. Der Erhaltungszustand ist sehr gut. Die
unterschiedlichen Dachformen mit vielfältig gestalteten Gauben sind ein
besonderes Stilmerkmal dieser Siedlung. Mit den Plätzen und den
angelegten Gemeinschaftseinrichtungen, wie z. B. der ehemaligen
Konsumanstalt, hatte diese Siedlung einen geradezu dörflichen Charakter.
Neben den für die Familien bestimmten Wohnhäusern gab es auch für die
Ledigen ein Ledigenwohnheim. Das Holzfachwerk und die aufwändig
gestalteten Loggien tragen zum dörflichen Charakter dieser Siedlung bei.
Zur Unterstützung der denkmalgerechten Erhaltung hat die Untere
Denkmalbehörde der Stadt Duisburg diese Gestaltungsfibel erstellt.
Besonders für die vielen neuen Privateigentümer werden hier wichtige
Informationen und Anregungen gegeben. Nicht mehr nur ein Eigentümer ist
Ansprechpartner für die Untere Denkmalbehörde, sondern zahlreiche
Einzeleigentümer mit zum Teil unterschiedlichen Wohn- und
Lebensvorstellungen und damit auch individuellen Wünschen für die
Renovierung des neu erworbenen Hauses.
Die hier vorgestellte Fibel ist die sechste Denkmalfibel, die von der
Unteren Denkmalbehörde herausgegeben wurde. Sie ist ein Leitfaden für
die Denkmaleigentümer und gibt neben reichhaltigen Informationen zur
Siedlung auch Hilfestellung für eine denkmalgerechte Sanierung. Die
Siedlung wurde 1995 unter Schutz gestellt. Geschützt ist das typische
Erscheinungsbild, das geprägt ist durch die Anordnung und äußere
Gestaltung der Häuser. Im Inneren der Häuser sind Modernisierungen und
Umbauten zugelassen, soweit sie nicht das Äußere verändern.
Die Fibel ist für die Bewohner der Siedlung und Interessierte zu
erhalten bei: Alte Schmiede, Schachtstraße 31; Untere Denkmalbehörde,
Friedrich-Wilhelmstraße 96, sowie RAG Immobilien, Kundencenter,
Dr.-Hans-Böcklerstraße 20.
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Iris Rapp von der Unteren Denkmalbehörde vor der Karte mit
dem Denkmalbereich Wehofen. |
Oberbürgermeister Adolf Sauerland und
Stadtentwicklungsdezernent Jürgen Dressler beim Rundgang
durch die Siedlung. |
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Stadtentwicklung im Dialog: Stadt der Zukunft / Zukunft der Stadt –
Arbeiten in der Stadt |
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Duisburg, 19. Januar 2007 - Das Diskussionsforum „Stadtentwicklung im
Dialog“ geht am Donnerstag, 25. Januar,19 Uhr,
in der Liebfrauenkirche, Duisburg-Mitte, in die nächste Runde. Ein
hochkarätig besetztes Podium wird diskutieren, welche Perspektiven die
Arbeitswelt in Duisburg bietet.
Die Zahl der versicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist in Duisburg
deutlich gesunken. Der Strukturwandel hat in den letzten 40 Jahren mehr
als 80.000 Industriearbeitsplätze gekostet. Der wachsende
Dienstleistungsbereich konnte nicht für einen Ausgleich sorgen. Dennoch
zeigen Indikatoren im bundesweiten Ranking deutliche Stärken Duisburgs
auf: Der Anteil schnell wachsender Branchen an der Wirtschaftsstruktur
der Stadt liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt, ebenso die
Durchschnittseinkommen und die Produktivität. Diesen Trend gilt es
gezielt weiter zu fördern. Dabei müssen Entwicklungsplanungen aber auch
andere Bedürfnisse beispielsweise Wohnen und Freizeit berücksichtigen.
Neue Gewerbeansiedlungen zeigen ein zunehmendes Interesse am
Wirtschaftsstandort Duisburg. Der Hafen und Logport weisen
überdurchschnittliche Wachstumsraten auf, im Innenhafen sind viele neue
Arbeitsplätze entstanden. Der eingeschlagene Weg erweist sich als
richtig, neue Standorte wie der RheinPark können weiter entwickelt
werden. Aber welche Wirtschaftsbereiche sind für eine zukunftsfähige
Entwicklung der Stadt notwendig, und welche funktionalen Zusammenhänge
in der Organisation städtischen Lebens sollen erfüllt sein? Die Trennung
zwischen Arbeiten und Wohnen, bei Industriearbeitsplätzen erforderlich,
kann aufgehoben werden. Wie können neue Quartiere organisiert werden?
Nach einem Einführungsvortrag durch Ralf Meurer, Geschäftsführer der
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, werden die Podiumsteilnehmer mit
interessierten Bürgern diskutieren. Als weitere Experten wurden
eingeladen: Astrid Schulte, Niederrheinische Industrie- und
Handelskammer, Rainer Bischoff, DGB- Vorsitzender Region Niederrhein und
Landtagsabgeordneter, Hans-Dieter Collinet, Ministerium für Bauen und
Verkehr NRW und Jürgen Dressler, Stadtentwicklungsdezernent. Die
Gesprächsleitung übernimmt Andre Maßmann, Redaktionsleiter der NRZ
Lokalredaktion Duisburg. Weitere Informationen zum Thema im
Internet unter
www.duisburg.de/stadtentwicklung |
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