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Frankfurt/Duisburg,
4. August
2011 - Bundestrainer Joachim Löw hat Ilkay Gündogan
als einzigen Neuling für das 22-köpfige Aufgebot für
das Länderspiel gegen Brasilien am 10. August in
Stuttgart nominiert.
Zur Berufung des 20 Jahre alten Mittelfeldspielers,
der zu Saisonbeginn vom 1. FC Nürnberg zu Borussia
Dortmund wechselte, äußert Löw: „Ilkay hat eine gute
Entwicklung gemacht und auch aktuell in den
Vorbereitungsspielen gute Leistungen gezeigt. Er ist
ein technisch begabtes Talent mit hoher
Spielintelligenz. Daher ist es eine gute
Gelegenheit, ihn zu Beginn der
Europameisterschafts-Saison persönlich im Kreise des
Teams kennenzulernen.“
Gündogan sagte nach der Bekanntgabe des Aufgebots am
Donnerstag: „Ich freue mich riesig, dass der
Bundestrainer mir sein Vertrauen schenkt und werde
wie in meinem Verein auch in der Nationalmannschaft
alles geben. Für mich erfüllt sich mit dieser
Berufung ein Traum. Es stand für mich schon seit
langem fest, dass ich für die deutsche
Nationalmannschaft spielen möchte.“
Erstmals seit dem letzten Länderspiel des Jahres
2010 in Göteborg gegen Schweden erhielt auch Cacau
wieder eine Einladung für die DFB-Auswahl. Für den
gebürtigen Brasilianer, der im ersten Halbjahr 2011
wegen Leistenproblemen vorübergehend in der
Bundesliga pausieren und sich nach seinen Einsätzen
für den VfB Stuttgart im Kampf um den Klassenerhalt
am Saisonende einer Operation unterziehen musste,
ist die Nominierung für das Spiel vor heimischer
Kulisse in der Mercedes-Benz Arena gegen den
fünffachen Weltmeister ein besonderer Höhepunkt.
Cacau betont: „Natürlich ist es für mich eine große
Freude und ein tolles Erlebnis, dass ich gegen
Brasilien im deutschen Nationalmannschafts-Aufgebot
stehe. Das wird ein besonderer Tag für mich, zumal
wir in Stuttgart spielen. Ich freue mich schon jetzt
riesig darauf, die 90 Minuten werden für mich
bestimmt ein ganz emotionaler Moment in meiner
Karriere werden.“
Wieder im DFB-Aufgebot dabei sind Bastian
Schweinsteiger, Jerome Boateng und Sven Bender, die
bei den Länderspielen unmittelbar vor der
Sommerpause wegen Verletzungen nicht zur Verfügung
standen. Darüber hinaus vertraut der Bundestrainer
jenen Spielern, die zuletzt gegen Uruguay,
Österreich und Aserbeidschan für den Kader nominiert
worden waren. Eine Premiere ist die Partie gegen
Brasilien für Miro Klose, denn der 109 fache
Nationalspieler, der im Sommer von Bayern München zu
Lazio Rom wechselte, kommt erstmals aus Italien zum
Nationalmannschafts-Treffpunkt angereist.
Nicht nominiert für die Partie gegen Brasilien
wurden Sami Khedira und Mesut Özil.
Dazu erläutert Löw: „Ich habe mit beiden telefoniert
und vereinbart, dass wir diesmal auf sie verzichten.
Nach ihrer USA- und China-Reise mit Real Madrid
treffen sie erst am Sonntag nach einem 14-stündigen
Flug und mehreren Zeitumstellungen in den
vergangenen Tagen wieder in Europa ein. Auf Grund
dieser Belastungen ist es sinnvoll, sie ihre
Saison-Vorbereitung jetzt in Spanien fortsetzen zu
lassen und sie erst zu den Länderspielen im
September wieder einzuladen“.
Ebenfalls nicht zum Aufgebot für das Brasilien-Spiel
zählt Per Mertesacker. Dazu sagt der Bundestrainer:
„Ich freue mich, dass er bei seinem Comeback nach
der Verletzungspause gut gespielt hat. Es wäre aber
zu früh, ihn nach einem Einsatz von 55 Minuten für
die Begegnung mit Brasilien einzuladen. Im September
soll er gegen Österreich und Polen wieder dabei
sein.“
Grundsätzlich äußert Löw zum Aufeinandertreffen mit
Brasilien zu Beginn der Europameisterschafts-Saison:
„Die Brasilianer sind eine der erfolgreichsten
Fußball-Nationen der Welt und genießen überall den
Ruf, äußerst attraktiv zu spielen. Kein anderes Team
hat so eine Ansammlung von überragenden
Individualisten in seinen Reihen. Das
Aufeinandertreffen mit Brasilien ist daher ein
interessanter Test für uns.“
U 21 mit Contento,
Draxler und Leitner gegen Zypern
Alles auf Anfang: Mit Diego Contento vom FC Bayern
München, Julian Draxler vom FC Schalke 04 und Moritz
Leitner vom Deutschen Meister Borussia Dortmund
startet die U 21-Nationalmannschaft in die
Qualifikation zur Europameisterschaft 2013 in
Israel. Zypern heißt der Gegner des Teams von
DFB-Trainer Rainer Adrion am Dienstag (20.15 Uhr,
live bei Sport1) im Karlsruher Wildparkstadion.
Rainer Adrion erklärt: „Wir freuen uns darauf, dass
die Qualifikation nach einem Jahr der Vorbereitung
los geht. In der vergangenen Spielzeit konnten wir
eine Menge ausprobieren und wir haben uns einen
guten Überblick über die Spieler der Jahrgänge 1990
und jünger verschafft. Zypern ist zum Auftakt ein
Gegner, den wir besiegen wollen. Unser Ziel ist das
Erreichen der Playoffs, in denen wir das EM-Ticket
lösen wollen.“
Fünf Treffer hat Mannschaftskapitän Lewis Holtby
bereits erzielt und ist damit die erfolgreichste
Offensivkraft in der DFB-Auswahl. Hoffenheims
Mittelfeldspieler Sebastian Rudy ist mit zwölf
Einsätzen der erfahrenste U 21-Spieler im aktuellen
Aufgebot. Zu den möglichen Debütanten sagt Rainer
Adrion: „Leider wurde Diego Contento immer wieder
durch Verletzungen an Einsätzen in unserem Team
gehindert. Wir sind froh, dass er uns rechtzeitig
zum Start der Qualifikation zur Verfügung steht.
Julian Draxler und Moritz Leitner haben sich durch
ihre herausragenden Leistungen im Verein und in den
deutschen Junioren-Nationalmannschaft für höhere
Aufgaben empfohlen. Sie haben nun die Gelegenheit,
sich auch in der U 21 zu präsentieren. Denn es
gehört zu unserer Philosophie, talentierte
Nachwuchsspieler möglichst früh an Vergleiche mit
anderen Ländern heranzuführen.“
Die zweite EM-Qualifikationsbegegnung des Teams von
DFB-Trainer Rainer Adrion am 1. September gegen San
Marino wird in Paderborn ausgetragen, fünf Tage
später steht in Borisov der Vergleich mit
Weißrussland an. Am 6. Oktober findet in Ingolstadt
das dritte Heimspiel der EM-Qualifikation gegen
Bosnien-Herzegowina statt. Ein weiterer Kontrahent
in der Qualifikationsgruppe ist Griechenland. Die
Gruppensieger und die vier besten Gruppenzweiten
stehen sich zwischen dem 12. und 16. Oktober in
direkten Play-off-Duellen gegenüber. Die EM-Endrunde
steigt im Sommer 2013 in Israel.
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Frankfurt/Duisburg,
30. Juli
2011 - In einer Sondersendung "Sport extra" bewies
das ZDF - ZDF Infokanal -, dass es mitnichten für
diese an sich sehr bürokratische anmutende
Veranstaltung einer Auslosung vorbereitet war. Der
Kommentator brachte es zustande, dass man den Ton
abstellen wollte. Zum einen war die unerträgliche
monotone Kommentierung schon ein Gräuel, der
absolute Zwang aber ganz sicher nur mit Bildern
vorlieb zu nehmen kam bei der völlig deplatzierten
Betonung des ZDF-Experten. Als es dann
ehemalige und aktuelle Fußballstars die Lose
herausfischten, wurde munter drauflos gequatscht und
Anekdoten vorgetragen, die das einzige Element der
Spannung völlig ins Abseits stellte. Die Krönung gab
es zum Schluss, als die nun für alle europäischen
Fußball-Nationen um die Zuordnung ging. Der Sender,
der sich erst unlängst mit den Geldern der Bürger
sich ein hochmodernes neues Studio für 30 Millionen
Euro gönnte, wirkte völlig amateurhaft, nein
überfordert. Nur Sekunden war ein kleines Schema der
Gruppen erkennbar, wurde am Ende noch nicht einmal
optisch herausgestellt, wie sich Deutschlands Gruppe
zusammensetzt. Das war nur noch peinlich. haje
Die Qualifikationsgruppen:
Gruppe A: Kroatien, Serbien, Belgien, Schottland,
Mazedonien, Wales
Gruppe B: Italien, Dänemark, Tschechien, Bulgarien,
Armenien, Malta
Gruppe C:
Deutschland, Schweden, Irland, Österreich, Färöer,
Kasachstan
Gruppe D: Niederlande, Türkei, Ungarn, Rumänien,
Estland, Andorra
Gruppe E: Norwegen, Slowenien, Schweiz, Albanien,
Zypern, Island
Gruppe F: Portugal, Russland, Israel, Nordirland,
Aserbaidschan, Luxemburg
Gruppe G: Griechenland, Slowakei, Bosnien und
Herzegowina, Litauen, Lettland, Liechtenstein
Gruppe H: England, Montenegro, Ukraine, Polen,
Moldawien, San Marino
Gruppe I: Spanien, Frankreich, Weißrussland,
Georgien, Finnland
Modus für 13
WM-Teilnehmer aus Europa:
Die 53 europäischen Bewerber aus Europa zur WM 2014
in Brasilien spielen in den neun Gruppen -
acht Sechsergruppen und eine Fünfergruppe - die neun
Gruppensieger aus, die sich direkt qualifizieren.
Die besten Zweitplatzierten spielen dann in Hin- und
Rückspielen die restlichen vier Teilnehmer aus.
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