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Bürgerlich-Liberale-Nord für
den Erhalt von Grundschulen |
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Keine
weitere Schwächung der Randbezirke
Duisburg, 03. September 2010 - Das
Schulverwaltungsamt plant die
Schließung von mehreren
Grundschulen. Betroffen sind auch
die Grundschulen an der
Koopmannstraße und an der
Dislichstraße in Meiderich.
Obwohl für das Schuljahr 2010/2011
bereits 28 Schüler für die 1. Klasse
an der Koopmannstraße angemeldet
worden sind, soll die Schule
spätestens zum Ablauf des
Schuljahres 2011/2012 aufgelöst
werden. Die dann noch verbleibenden
Klassen sollen im Klassenverbund an
die GGS Karolinenstraße verlagert
werden.
Der
Meidericher BL-Ratsherr Peter
Bettermann: „Das soll
verstehen wer will. Auf der einen
Seite will Duisburg junge Familien
mit Kindern in der Stadt halten oder
sogar in die Stadt holen, auf der
anderen Seite soll den Randgebieten
in den Stadtteilen die Basis dafür,
wie Kindergärten und Grundschulen,
entzogen werden."
BL-Nord-Teamleiter
Martin Schnittcher: „Die
Schule Karolinenstraße ist Luftlinie
fast zwei Kilometer von der
Koopmannstraße entfernt. Hier ist
dann der Zweitwagen ausgerechnet für
junge Familien Pflicht, damit die
Kinder zur Schule gebracht werden
können. Der vielleicht vom
Schulverwaltungsamt angedachte
Schulbus wird doch spätestens mit
Abgang der ehemaligen zweiten Klasse
der Koopmannstraße wieder
eingestellt. Und dann müssen die
jungen Eltern schauen, wie sie klar
kommen.“ Bettermann nochmal: „Und
wieder wird versucht, die
Randbezirke weiter zu schwächen. Die
jungen Familien müssen in die
Zentren ziehen, weil es dort
Kindergärten und Schulen gibt, im
Alter geht es dann in die
Randbezirke zum Sterben.“
PM-BL
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AUFRUF zum PROTEST am 28.08.2010
um 11:55 Uhr |
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Duisburg, 27.
August 2010 - Die rechtsextremen
Populisten von pro NRW wollen am
kommenden Samstag, dem
28.08.2010, wieder unsere Stadt
Duisburg heimsuchen. Diesmal wollen
sie unter der populistischen
Forderung, nach der Tragödie der
Love-Parade den Duisburger
Oberbürgermeister Adolf Sauerland
abzuwählen, an das Duisburger
Rathaus marschieren und dort eine
Kundgebung veranstalten.
Für uns ist eines absolut klar:
Ungeachtet unserer eigenen Position
zu einem Rücktritt oder einer Abwahl
des Duisburger Oberbürgermeisters
haben wir mit diesen
Rechtspopulisten nichts, aber auch
gar nichts gemeinsam. Wir wenden uns
eindeutig gegen die Absicht und
gegen den Versuch dieser
rechtsextremistischen Rattenfänger,
durch Übernahme einer in Duisburg
verbreiteten Stimmung Menschen für
sich und ihre politischen Phrasen zu
gewinnen.
Unter dem Motto „Wir sind Duisburg“
wenden wir uns ebenfalls dagegen,
dass Rechtspopulisten von Außen
kommen und uns Duisburgerinnen und
Duisburgern erklären wollen, was in
unserer Stadt zu geschehen hat.
Derartige Ratschläge gerade von
dieser Seite benötigen wir
keinesfalls. Ganz im Gegenteil: Wir
möchten und
müssen unsere Stadt vor dem
Eindringen rechtsextremistischen
Gedankengutes schützen. Symbolisch
tun wir dies durch den Schutz des
Duisburger Rathauses, dem
Mittelpunkt des gesellschaftlichen
und politischen Lebens unserer
Stadt. Wir rufen daher hiermit zu
einer Gegen-Kundgebung auf unter dem
Motto:
„Wir sind Duisburg“
am Samstag, dem 28.08.2010, Beginn
11.55 Uhr,vor dem Duisburger
Rathaus, Burgplatz.
Nach einer Begrüßung wird unser
Altoberbürgermeister Josef Krings zu
uns sprechen.
Wir rufen alle demokratischen Kräfte
und die Bürgerinnen und Bürger
unserer Stadt auf, sich an dieser
Gegenkundgebung zu beteiligen. Wir
sind Duisburg – Wir schützen unsere
Stadt vor rechtsextremistischen
Rattenfängern
Absolute
Mehrheit gegen Sauerland
Die Ratsmitglieder der SPD-Fraktion,
der Links-Fraktion und der
FDP-Fraktion gehören zu den 38
Unterzeichnern eines Antrages, der
das Abwahlverfahren von
Oberbürgermeister Sauerland
einleiten soll. Mit diesen 38
Stimmen gibt es erstmals eine
absolute Ratsmehrheit, die
Oberbürgermeister Sauerland nicht
mehr im Amt sehen möchte.
Da die grüne Ratsfraktion laut
Presseberichterstattung am
vergangenen Mittwoch beschlossen
hat, den Rücktritt zu fordern und
eine Abwahl Sauerlands zu
unterstützen, vergrößert sich der
Kreis derjenigen politischen
Parteien, die einen Verbleib von
Oberbürgermeister im Amt ablehnen.
Die SPD-Fraktion hofft, dass die
Ratsmitglieder der Fraktionen der
CDU und der DWG einen solchen
Abwahlantrag als Chance begreifen,
bei einer Zustimmung Verantwortung
für diese Stadt zu übernehmen. Bei
einer
Zustimmung von 2/3 der
Ratsmitglieder, kann den Bürgern die
Entscheidung überlassen werden, ob
Sauerland aufgrund seines Verhaltens
vor und nach der Katastrophe auf der
Loveparade weiter im Amt bleiben
soll.
Die SPD-Fraktion erneuert die
Rücktrittsforderung an
Oberbürgermeister Sauerland.
Sauerland hat es versäumt,
politische Verantwortung für die
furchtbaren Geschehnisse bei der
Loveparade zu übernehmen.
Sprachlosigkeit, ein katastrophales
Krisenmanagement und hilflose
Ablenkungsversuche des
Oberbürgermeisters vergrößern
täglich den Schaden, den er der
Stadt zufügt.
Die SPD-Fraktion wünscht eine
schnellstmögliche Sondersitzung des
Rates, um über den Abwahlantrag
abzustimmen. Als Termin ist der 14.
September 2010 vorgesehen. |
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Daniela
Stürmann - Bezirksbürgermeisterin
von Meiderich und Beeck |
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Duisburg, 21.
August 2010 - Sie ist eine der
jüngsten, wenn nicht gar die jüngste
Bezirksbürgermeisterin in
Nordrhein-Westfalen: Daniela
Stürmann ist nicht nur
Bezirksbürgermeisterin von Meiderich
und Beeck, sondern auch erst junge
25 Jahre alt.
Repräsentation
ist eine der wichtigsten Aufgaben
eines Bezirksbürgermeisters. Sind es
im Frühjahr Hauptversammlungen der
Vereine und im Sommer hauptsächlich
Straßen- und Sommerfeste, kommen im
Herbst und Winter beispielsweise
Advents- und Weihnachtsfeste, an
denen die junge Frau Präsenz zeigt.
Alters- und Ehejubiläen und Jubiläen
bei langer Vereins- oder
Betriebszugehörigkeit kommen hinzu.
"Die Arbeitsbelastung ist dabei
unterschiedlich," berichtet Stürmann.
Ein Höhepunkt zeigt sich in diesem
Jahr ab. Die Interessengemeinschaft
Meidericher Vereine wird in diesem
Jahr 25 Jahre alt. Da sind im
September einige größere
Veranstaltungen geplant.
Ein Bezirksbürgermeister wird von
den Mitgliedern der
Bezirksversammlung bei der
konstituierenden Sitzung der BV
gewählt. Eine Wahl durch die
Bürgerschaft ist dabei nicht
vorgesehen. "Ein
Bezirksbürgermeister ist nicht
Verwaltungschef des Bezirksamtes,"
betont Stürmann. "Ich leite
allerdings die Sitzungen der
Bezirksvertretung und bereite die
Tagesordnungen vor." Die Sitzungen
der Bezirksvertretung sind
öffentlichen, wie die junge Dame
betont. "Es sind zwar schon
beispielsweise Schulklassen da
gewesen. Ansonsten kommen aber nur
wenige Bürger. Ich würde mir schon
wünschen, wenn mehr Leute kommen
würden. Bei uns braucht man - im
Gegensatz zum Rat - keine
Eintrittskarte."
Und was sind die Aufgaben der
Bezirksvertretung? Hier kann ein
Blick in den § 37 der
Gemeindeordnung helfen. Die
Ausstattung von Schulen,
Sportplätzen und anderen
öffentlichen Anlagen (wenn der Rat
nicht zuständig ist), die Betreuung
von Vereinen und Initiativen sowie
die Pflege des Stadtbildes fallen in
die Zuständigkeit der
Bezirksvertretung. "Die
Arbeitsbelastung für den
Bezirksbürgermeister ist
unterschiedlich," berichtet Stürmann.
"Das kann von einigen wenigen
Stunden in der Woche bis zum prall
gefüllten Terminkalender reichen.
Wir Bezirksbürgermeister arbeiten
auch nur ehrenamtlich und erhalten
dementsprechend auch nur eine
Aufwandsentschädigung in Höhe von
rund 600 €."
Regelmäßige Sprechstunden montags 10
- 12 Uhr und mittwochs 15 - 17 Uhr
kommen hinzu. "Die Sprechstunden
sind zwar offen; man sollte aber
schon Terminabsprachen treffen. So
kann man Terminkollisionen und
Wartezeiten verhindern."
Der Grüngürtel in Beeck sowie das
Einzelhandel- und Zentrenkonzept für
den Duisburger Norden sind seit
längerer Zeit ein Thema. "Der alte
Milchhof ist seit geraumer Zeit ein
Reizthema. Er steht seit geraumer
Zeit leer und liegt mitten in einem
Wohngebiet. Wir müssen als Politik
entscheiden, wie es weitergeht. Die
Von-der-Mark-Straße soll nicht
geschädigt werden," berichtet
Stürmann. "Die Wohnbebauung ist an
vielen Stellen verbesserungswürdig
beispielsweise in Beeck und
Bruckhausen. Viele Leute ziehen
deswegen weg. Meiderich ist trotzdem
hinsichtlich des Bevölkerungsaufbaus
einer der jüngeren Bezirke. Es gibt
soziale Schieflagen wie
Arbeitslosigkeit und geringes
Einkommen. Wir können aber trotzdem
Erfolge vorweisen. Der Heinrichplatz
konnte aufgewertet werden. Der
Wilhelmplatz wird gerade
aufgewertet. Das Städtebauprogramm
des Landes hilft da schon. Über den
Grüngürtel wurde ja schon an anderer
Stelle viel berichtet."
Was macht eigentlich den Reiz des
Bezirksbürgermeisters aus? "Man
trifft unendlich viele interessante
Leute. Man ist jeden Tag mit einem
anderen Thema befasst." Welche
Eigenschaften sollte ein
Bezirksbürgermeister haben? "Man
sollte Gestaltungswille und
Interesse an lokalen Themen
mitbringen. Ich wollte mitgestalten
und nicht nur die Füße hochlegen und
über andere Leute schimpfen." Sie
habe sich schon als Jugendliche für
Politik vor der Haustüre
interessiert, berichtet das
SPD-Mitglied. Das war noch in
Papenburg, von wo die junge Frau
stammt. Als sie 20 Jahre alt war,
trat sie dann in die Partei ein. Als
sie dann im Jahre 2007 nach
Duisburg-Meiderich kam, dauerte es
nicht lange, bis sich die studierte
Politikwissenschaftlerin bei der
letzten Kommunalwahl für die
Reserveliste für die
Bezirksvertretung aufstellen ließ.
15 der 19 Mitglieder der
Bezirksvertretung gehören dieser
erstmals an. Die 8 SPD-Abgeordneten
arbeiten seitdem mit den 2
Mitgliedern der Linken zusammen.
"Wir sind uns bei den meisten Themen
einig. Es ist eine gute und
vertrauensvolle Zusammenarbeit." |
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SPD-Fraktion einstimmig für
vorgezogene Abwahl |
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Duisburg, 4.
August 2010 - Die stellv.
Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion
haben bestätigt, dass ihre Fraktion
einstimmig hinter der Abwahl von OB
Sauerland steht. „Dies ist“, so
Jürgen Brandt, „eigentlich ein
trauriger Schritt, denn er muss den
normalerweise selbstverständlichen
Rücktritt des Amtsinhabers ersetzen.
Es wäre besser gewesen, Herr
Sauerland hätte selbst die Kraft zum
Rücktritt gehabt.“
Für das Votum hatte die Fraktion
auch ihre in Urlaub befindlichen
Mitglieder einbezogen. Für die SPD
ist klar, dass es dabei nicht um
persönliche Schuld geht. „Herr
Sauerland steht in der politischen
Verantwortung“, sagt Herbert
Eickmanns. „Auf unserer Stadt lastet
ein wahnsinniger Druck, der nur mit
seinem Rücktritt oder eben seiner
Abwahl von uns genommen werden
kann.“
Für Elke Patz ist unverständlich,
warum es dazu kommen muss. „Die
Ratschläge von bundesweit bekannten
und überaus kultivierten Menschen
aus allen Parteien waren zahlreich
und deutlich. Man kann nicht
verstehen, warum diese Stadt jetzt
so weitermachen muss.“
Inzwischen gibt es von der CDU
widersprüchliche Signale. Offiziell
heißt es, werde ein Abwahlantrag
erst beurteilt, wenn er vorliege.
Gleichzeitig haben CDU-Mitglieder
bereits erklärt, dass die CDU dem in
keinem Fall zustimmen werde.
Damit könnte der Fall eintreten,
dass trotz massiven öffentlichen
Drucks nicht einmal der
Bürgerentscheid zustande kommt. OB
Sauerland würde sich dem
Abwahlverfahren durch die Bürger
nach Hilfe durch die CDU also erst
gar nicht stellen müssen. |
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Erklärung des geschäftsführenden
Vorstands der SPD Duisburg
Geschockte Grüne |
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Duisburg, 2.
August 2010 - Aus Respekt vor den
Toten und Hinterbliebenen hat sich
die SPD Duisburg bisher politische
Zurückhaltung auferlegt und weder
Vorwürfe erhoben noch Forderungen
gestellt. Leider hat der
Oberbürgermeister unserer Stadt
diese Zeit nicht genutzt, um sein
Amt niederzulegen und damit die
politische Verantwortung für die
furchtbaren Geschehnisse bei der
Loveparade zu übernehmen.
Stattdessen wird der Schaden für
unsere Stadt immer größer: Mangelnde
Einsicht des Oberbürgermeisters,
Sprachlosigkeit und hilflose
Ablenkungsversuche schaden dem
Ansehen unserer Stadt weiter. Herr
Sauerland hat die moralische und
politische Autorität verloren, die
das Amt des Duisburger
Oberbürgermeisters gerade in dieser
für unsere Stadt so schwierigen Zeit
dringend benötigt.
Den Zeitpunkt, in Würde abzutreten,
hat Herr Sauerland längst verpasst.
Es steht zu befürchten, dass er auch
in den kommenden Tagen und Wochen
nicht die Kraft finden wird, die
notwendige Konsequenz zu ziehen und
sein Amt niederzulegen. Die SPD
Duisburg fordert den
Oberbürgermeister, Herrn Sauerland,
deshalb auf:
„Leisten Sie unserer Stadt einen
letzten Dienst und legen Sie ihr Amt
unverzüglich nieder. Geben Sie den
betroffenen Menschen damit das
Gefühl, nicht völlig ohnmächtig zu
sein. Ermöglichen Sie den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
der Stadtverwaltung, wieder ihren
Pflichten im Dienst der Menschen
nachzukommen, statt sich hinter
ihnen zu verstecken. Es ist
unerträglich, wenn bei der
Gedenkfeier für die Opfer der
Oberbürgermeister unserer Stadt
nicht anwesend sein kann. Die
notwendige Aufklärungsarbeit liegt
jetzt in den Händen der
Staatsanwaltschaft. Ihr Verbleib im
Amt ist für diese Aufgabe weder
hilfreich noch notwendig, sondern
eher hinderlich.“
Sollte der Oberbürgermeister auch
weiterhin nicht bereit sein, die
politische Verantwortung zu
übernehmen und aus dem Amt zu
scheiden, ist seine möglichst
baldige Abwahl unabdingbar.
Beratungen dazu werden so bald wie
möglich in den zuständigen Gremien
geführt.
Konsequenzen
aus der Katastrophe
Nach wie vor schockiert uns Grüne in
Duisburg das Geschehene des letzten
Wochenendes. Nach wie vor stehen wir
fassungslos vor der Grausamkeit und
dem schrecklichen Ausmaß dieser
Katastrophe. Niemals hätte es dazu
kommen dürfen. Gegenüber den
Trauernden und Hinterbliebenen
bleibt uns nur, unser aufrichtiges
Beileid auszusprechen, den
Verletzten Genesung zu wünschen und
unsere ehrliche Anteilnahme
auszudrücken.
Doch auch wenn die Zeit der Trauer
noch anhält, werden bereits jetzt
die berechtigten Fragen nach
Verantwortung und Schuld für diese
Tragödie gestellt, die auch wir uns
stellen. Die Frage nach der
Übernahme von Verantwortung derer,
die an oberster Stelle für die
Sicherheit aller Teilnehmerinnen und
Teilnehmer der Loveparade zuständig
waren. Und was immer das, in den
Augen fast aller Duisburgerinnen und
Duisburger, unerträgliche
Erscheinungsbild der Stadt in der
Pressekonferenz vom Sonntag
veranlasst haben mag: Herr Sauerland
wird weder diese Stadt künftig
glaubhaft vertreten, noch
Orientierung bei der sensiblen
Aufgabe der Bewältigung des Traumas
bieten können. Und auch der für
Sicherheit zuständige Dezernent
Rabe, der im Vorfeld stets die
Sicherheit der Veranstaltung betont
hat, wird seine Aufgaben kaum mehr
je glaubhaft wahrnehmen können. Wir
kommen daher nicht umhin, beide
Verantwortungsträger im Interesse
der vielen Betroffenen des Unglücks,
aber auch dieser Stadt und letztlich
in ihrem eigenen Interesse zum
Rücktritt aufzufordern.
Aber es bleibt auch die Frage nach
einem politischen Zeichen. Auch wenn
wir in die Detailplanungen und
Sicherheitsvorkehrungen nicht
involviert gewesen sind, und uns die
Erteilung der Genehmigung nicht
oblag. Auch wenn wir das Desaster in
der Planungsphase erst nach der
Katastrophe über die Medien erfahren
konnten, so sind wir uns bewusst,
dass wir zuvor im Stadtrat für die
Durchführung der Loveparade in
Duisburg gestimmt haben.
Klar ist aber auch: Das individuelle
Hinterfragen von moralischer und
politischer Verantwortlichkeit auf
allen Ebenen bleibt ebenso
unabdingbar wie eine umfassende
Aufklärung von individueller Schuld
und organisatorischem Versagen.
Allein staatsanwaltschaftliche
Ermittlungen reichen hier nicht,
ebenso wenig Ermittlungen durch die,
ebenfalls involvierte, Polizei.
Letztendlich müssen sowohl alle
individuell Schuldigen zur
Rechenschaft gezogen werden, als
auch alle institutionellen und
sonstigen Einflussfaktoren und ihre
Wechselwirkungen aufgedeckt und in
Sicherheitsregeln und Konzepten für
die Zukunft verankert werden.
Mit den Hinterbliebenen und
Verletzten muss ein angemessener
Umgang praktiziert werden,
kurzfristig und auf Dauer. Die
großen Herausforderungen, die sich
in Folge der Katastrophe stellen,
liegen noch vor uns. Wir wollen
helfen, den Weg dafür zu ebnen."
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"Bürgerlich-Liberale unterstützt
Abwahl des OB |
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Duisburg, 31. Juli 2010
- Mandatsträger und Ausschussmitglieder der Wählergemeinschaft
"Bürgerlich-Liberale" haben heute in einer kurzfristig anberaumten
Sondersitzung nach umfassender Diskussion einstimmig beschlossen,
das Abwahlverfahren (nach § 66 GO NRW) des Oberbürgermeisters im Rat
der Stadt zu unterstützen. BL-Ratsherr Peter Bettermann: "Wir
haben die vergangene Woche für Trauer und Anteilnahme gebraucht und
wollen jetzt mit diesem Beschluss dazu beitragen, dass der Stadt
Duisburg nicht noch mehr Schaden zugefügt wird. Dazu bedarf es eben
der Neuwahl einer integeren Verwaltungsspitze durch die Duisburger
Bürgerinnen und Bürger".
Die Loveparade in Duisburg endete mit 21 Toten
und über 500 Verletzten.
Wer dafür verantwortlich ist, werden die
Gerichte klären müssen, hoffentlich!
Mit Sicherheit ist nicht der Duisburger Oberbürgermeister oder die
Verwaltung allein schuldig geworden, wenn überhaupt! Hier liegt also
kein Grund für Rücktrittsforderungen oder Abwahlgedanken. Warum
wollen wir dann den Duisburger Oberbürgermeister, Adolf Sauerland,
jetzt abwählen:
·
Noch am Abend der Veranstaltung behauptete er bei den Toten handelte
es sich um deren individuelle Fehlentscheidungen, das
Sicherheitsprogramm habe funktioniert.
So geht es nicht, sind die Toten an ihrem Tod selber schuld
und kann ein Sicherheitsprogramm funktioniert haben, wenn es Tote
gibt?!
·
Bei
der sonntäglichen Pressekonferenz wollte er gar nichts mehr sagen
und verwies nur auf die Staatsanwaltschaft und gipfelte in der
Behauptung, er sei in die Planungen zur Loveparade überhaupt nicht
eingebunden gewesen.
Was
ist das für ein Stadtoberhaupt, das sich nicht um solche Planungen
kümmert, bzw. informiert?!
·
Anfang der Woche ging es dann Schlag auf Schlag. Zuerst behauptete
Adolf Sauerland, dass die Loveparade nicht auf seinen Wunsch,
sondern auf den Wunsch des Rates nach Duisburg geholt worden sei.
Das
ist glatt gelogen, denn Adolf Sauerland und Uwe Gerste haben den Rat
in 2007 die Beschlussvorlage vorgelegt und der OB forderte in dieser
Beschlussvorlage die Ermächtigung zum Vertragsabschluss mit Lopavent
und die Organisationshoheit für die Duisburger Stadtverwaltung.
·
Weiter behauptete er, von Bedenken der Verwaltung nichts gewusst zu
haben.
Auch
da sprechen mittlerweile aufgetauchte Protokolle eine andere
Sprache.
·
Weiterehin führte er aus, dass er ja nichts unterschrieben habe und
alle Unterschriften von der Verwaltung geleistet worden seien.
Er distanziert sich von seiner eigenen Verwaltung und schiebt
dieser die Schuld (welche Schuld eigentlich?) zu.
·
Schließlich schreibt er einen Brief an die MitarbeiterInnen der
Stadtverwaltung und will sich mit ihnen solidarisieren.
Erst schiebt er denen die Verantwortung zu und anschließend will er
den Schulterschluss, nachdem Mitarbeiter persönlich bedroht worden
sind.
·
In
allen Pressegesprächen behauptet er, im Amt bleiben zu wollen, um
die Aufklärung voran zu treiben.
Keine Fürsorge für die Hinterbliebenen der Opfer, nicht einmal die
Hinterbliebenen des Duisburger Opfers und keine Fürsorge der
Verletzten in den Duisburger Krankenhäusern.
·
Schlussendlich der wiederholte Hinweis, dass er ja nur einer von 75
Ratsmitgliedern sei.
Wieder der untaugliche Versuch, dem Rat der Stadt Mitverantwortung
zu unterschieben und damit der wiederholte Versuch, die eigenen
Fehler in Gänze anderen zuzuschieben, wie von Anfang an!
Hätte Adolf
Sauerland bereits am vergangenen Sonntag in der Pressekonferenz so
reagiert wie heute Frau Kraft, wäre er noch unangefochtener
Oberbürgermeister.
Besonders nachdenklich macht die Tatsache,
dass sein Stadtdirektor, der Geschäftsführer von `Duisburg
Marketing´ und sein Rechtsdezernent seit Sonntag abgetaucht, bzw.
in Urlaub gefahren oder nicht sofort aus diesem zurückgekehrt sind.
Die gesamte Stadtspitze flieht vor der
Verantwortung, warum wohl?!
Wen hat Adolf Sauerland da um sich geschart
und warum?! Vermehren schwache Dezernenten die Macht eines OB`s,
der, wenn es darauf ankommt, nicht zu den Dingen stehen mag und die
Verantwortung anderen zuschieben will?!
Wie heißt es so schön (frei zitiert) an einer
Stelle in der Bibel: „Der wahre Hirte bleibt bei seiner Herde, der
Mietling jedoch...!“
PM-BL |
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Der Duisburger SPD-Chef Ralf
Jäger wird Innenminister in NRW |
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Duisburg, 15.
Juli 2010 - Nach Prof. Dr. Fritz
Holthoff, der 1970
SPD-Kultusminister wurde und Harald
Schartau, der 2000 als SPD Minister
für Arbeit und Soziales in den
Düsseldorfer Landtag einzog, ist es
nun der Duisburger SPD-Chef Ralf
Jäger, der als Innenminister im
neuen rot-grünen Kabinett eine
tragende Rolle einnimmt.
Der gelernte
Groß- und Außenhandelskaufmann ist
seit dem 2. Juni 2000 Abgeordneter
des Landtags Nordrhein-Westfalen.
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Hannelore Kraft ist NRWs
erste Ministerpräsidentin |
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Duisburg, 14.
Juli 2010 - Im ersten Wahlgang hatte
es erwartungsgemäß nicht gereicht,
eine Stimme fehlte zur absoluten
Mehrheit. Im zweiten Wahlgang
stimmten Rot und Grün geschlossen,
mit 90 Stimmen, für die neue und
erste Ministerpräsidentin, während
sich die Linke enthielt und
Schwarz/Gelb dagegen hielt.
Sichtlich gerührt nahm Hannelore
Kraft die Glückwünsche zu ihrer Wal
an und wurde innig von ihrem Sohn
umarmt. Die neue
Ministerpräsidentin
Nordrhein-Westfalens dankte nach
ihrer Vereidigung ihrem Vorgänger,
Jürgen Rüttgers, "für die
engagierte Arbeit in den vergangenen
fünf Jahren." Ferner sagt sie
u. a.: "Wir haben ein Ziel: ein
lebenswertes, ein starkes
Nordrhein-Westfalen. Dies ist ein
besonderer Moment für mich
persönlich wie für meine Fraktion.
Hinter uns liegen Wochen des Ringes.
Die Wähler haben uns am 9. Mai eine
schwierige Aufgabe gegeben. Wir
wollen gemeinsam mit allen
Fraktionen des Landtags den besten
Weg gestalten. Wir alle sind zu
allererst dem Wohle unseres Landes
Nordrhein-Westfalen verpflichtet.
Die neue Situation stellt Regierung
und Parlament vor besondere
Herausforderungen. Darin liegt aber
auch eine große Chance, die Chance
einander besser zuzuhören.
Kompromisse zu finden. Die
Landesregierung unter meiner Führung
wird ihren Teil zu dieser
Zusammenarbeit beitragen. In jedem
Fall wird dies eine spannende
Legislaturperiode."
Hannelore Kraft wird auf ihrem Weg
Kraft und überzeugende Argumente
brauchen, will sie
NRW mit ihrer Minderheitsregierung
voran bringen. Von
Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde
sie bereits kurz nach ihrer Wahl
angegriffen, die einer
Minderheitenregierung in NRW, das
eine starke Regierung brauche, nicht
traue. Jochem
Knörzer
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