Zebra-Archiv September - Oktober 2009

Trainer gesucht - Hartes Arbeiten statt großer Sprüche
Wie wäre es mit Ede Becker oder Mike Büskens?

Duisburg, 30. Oktober 2009 - In der heutigen Pressekonferenz, der übliche Termin vor einem Sonntagsspiel, spielte der Gegner, TUS Koblenz, keine Rolle. Kein Wunder, weil zwar wie üblich drei MSV'ler auf dem Podium saßen, darunter jedoch kein Trainer war.

(v.l.: Sportdirektor Bruno Hübner, Pressesprecher Tobias Günther, MSV-Präsident Walter Hellmich)
Walter Hellmich bestätigte die Beurlaubung von Trainer Peter Neururer: "Wir haben schon genau beobachtet, was in der Mannschaft vor geht und welche Ergebnisse abgeliefert werden. Und das war in den letzten Spielen nicht das, was wir wollen. Wir wollen ehrlichen, gradlinigen Fußball, der kampfbetont ist. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Mannschaft das Potenzial hat, oben in der Zweiten Liga mit zu spielen. Die desolate Leistung in Augsburg, der Schreck sitzt mir heute noch in den Gliedern, das Ohnmachtsgefühl ist nicht zu toppen.
Nach unserer gestrigen Besprechung sind wir einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, einen Cut zu machen, das heißt, uns von Trainer Neururer zu trennen."
Es fielen dann noch Worte wie "die Trennung fällt mir nicht leicht", "angenehmes Verhältnis" und "weiterhin in die Augen schauen können". Nur ein Satz, im Zusammenhang mit den Anforderungen an den neuen Trainer, passte dann doch nicht so ganz zu den anderen: "Hartes Arbeiten passt eventuell besser zu uns, als große Sprüche zu machen."

 Eine gut besuchte Pressekonferenz
Sportdirektor Bruno Hübner, der hinter der Trennung von Neururer steht, "Das sind die Gesetze des Fußballs", hat jetzt die Aufgabe, die Trainervorauswahl zu treffen. Gesucht wird ein erfahrener Zweitliga-Trainer.
Fünf Trainer sollen sich schon von alleine gemeldet haben. In allen Medienbereichen wird eifrig spekuliert, Namen wie Klaus Augenthaler und Frank Pagelsdorf machten frühzeitig die Runde.
Unser Chefredakteur Harald Jeschke erklärt Ede Becker zu seinem Favorit. Edmund Becker war im August nach über viereinhalb Jahren beim Ligakonkurrenten Karlsruher SC entlassen worden. Er hatte den KSC 2007 in die Bundesliga geführt, musste allerdings 2009, nach dem Spieler wie Hajnal und Eggimann den Verein verlassen hatten, auch den Abstieg hin nehmen.
Mike Büskens, auch als Duo mit Yuri Mulder, wäre eine andere Möglichkeit. Die Arbeit, die sie als Interimstrainer in Schalke geleistet haben, war schon aller Ehren wert. Insbesondere in diesem Umfeld.
Auch Wolfgang Wolf könnte ein aussichtsreicher Kandidat sein. Der VFL Wolfsburg, 1. FC Nürnberg und 1. FC Kaiserslautern gehören zu seinen bisherigen Trainerstationen.
Mich persönlich würde Mike Büskens als neuer MSV-Trainer "reizen". Er weiß, wie man Fußball im Revier arbeitet.                         Jochem Knörzer, Manfred Schneider (Fotos)

MSV bestätigt Trennung von Neururer

Duisburg, 29. Oktober 2009 - Der MSV Duisburg hat Trainer Peter Neururer beurlaubt. Nach den durchwachsenen Leistungen in der Liga und dem Pokal-Aus beim FC Augsburg sahen sich Aufsichtsratsvorsitzender Walter Hellmich und Sportdirektor Bruno Hübner zu diesem Schritt gezwungen.
 "Wir haben nach wie vor das Ziel in die Bundesliga aufzusteigen, sahen dieses aber nach den Leistungen der letzten Wochen stark gefährdet", begründete Hellmich die Entscheidung. "Wir gehen nicht im Streit auseinander, sondern suchen nach einer einvernehmlichen Lösung und danken Peter Neururer für seine Arbeit beim MSV", so Hellmich weiter. Das Training wird vorübergehend Co-Trainer Uwe Speidel leiten, der auch am Sonntag als Interimstrainer beim Spiel bei der TuS Koblenz für die Mannschaft verantwortlich sein wird.

Peter Neururer ist nicht mehr Trainer des MSV Duisburg

Alle MSV-Trainer

Duisburg, 29. Oktober 2009 - So zumindest pfeifen es die Spatzen vom Dach der MSV-Arena. Nach fünf Niederlagen in den letzten acht Pflichtspielen, zog der Aufsichtsrat des MSV die Reißleine.
Laut Aussage von Peter Neururer (Foto links) im DSF wurde der Vertrag in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst.
So ist nach fast einem Jahr, Neururer stieg am 17. November 2008 als Nachfolger von Rudi Bommer beim MSV als Trainer ein, das Kapitel "Neururer" beim MSV bereits wieder Geschichte.
Dabei sieht seine Bilanz beim MSV auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht aus:
In 31 Zweitligaspielen gab es 53 Punkte, 53 Tore, 34 Gegentore bei 14 Siegen, 13 Unentschieden und nur 6 Niederlagen.
Allerdings setze es vier der sechs Niederlagen in der laufenden Saison, in den letzten sechs Zweitligaspielen.
Das Pokalaus in Augsburg am vergangenen Dienstag mit 0:5 und einer indiskutablen Mannschaftsleistung - einzige Ausnahme Torwart Tom Starke - gab dann wohl den letzten Ausschlag, das Kapitel "Neururer" beim MSV Duisburg zu zu klappen.            

Natürlich stellt sich jetzt die Frage, wer wird neuer Trainer bei den Zebras?
Oder gibt es, schon in Koblenz, eine Interimslösung mit Co-Trainer Uwe Speidel und Teamchef Bruno Hübner?  Gesamtbilanz Neururer beim MSV Duisburg
Jochem Knörzer

Aufsichtsratsmitglied Peters zurückgetreten

Duisburg, 29. Oktober 2009 - MSV-Aufsichtsratsmitglied Andreas Peters hat am 29.Oktober offiziell seinen Rücktritt aus dem Aufsichtsrat des MSV Duisburg erklärt. In der Sitzung vom 21.Oktober hatte der MSV-Aufsichtsrat Herrn Peters den Rücktritt nahegelegt, da es unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf die Vertraulichkeit von internen Informationen gab. Außerdem sollten hierdurch vereinsinterne Konsequenzen gegenüber Herrn Peters vermieden werden.
Der Aufsichtsrat begrüßt die Entscheidung von Herrn Peters und ist davon überzeugt in Zukunft wieder in diesem Gremium vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können. 

Wie geht es weiter - geht es mit Peter Neururer als Trainer weiter?

Duisburg, 29. Oktober 2009 - Die haushohe und verdiente Niederlage in Augsburg war nicht nur für die treuen MSV-Fans ein Schlag in den Magen. Auch MSV-Präsident Walter Hellmich ist bedient. Für heute Abend ist eine Sitzung der Vereinsführung und des Aufsichtsrats anberaumt worden. Das Thema wird sein: Wie geht es weiter, geht es mit Peter Neururer als Trainer weiter?
Nach einem kleinen Lichtblick im Heimspiel gegen Berlin folgte im nächsten Auswärtsspiel in München gegen 1860 Ernüchterung. Dem nächsten Lichtblick im Spiel gegen Rostock folgte die Demontage und das Pokalaus mit 0:5 in Augsburg. Es war erschreckend, wie die Augsburger Torghelle und Traore insbesondere die Duisburger Außenverteidigung mit Veigneau und Korzynietz ein um das andere Mal überrannten. Tom Starke, einzige Konstante im Duisburger Spiel, verhinderte mit mehreren sehr guten Paraden eine noch höhere Niederlage.
Der Sturm fand nur selten statt, das Mittelfeld war schon mit der Abwehrarbeit überfordert.
Da muss man sich doch fragen, wo die Ursachen liegen.
Reicht die Qualität des Duisburger Kaders nur für einen Mittelfeldplatz in der Zweiten Liga?
Oder erreicht der Trainer die Mannschaft nicht (mehr)?
Die Frage, ob Peter Neururer am Sonntag im Spiel gegen TUS Koblenz auf der Trainerbank des MSV sitzen wird,
wird wohl heute Abend entschieden.                    Jochem Knörzer

FC Augsburg - MSV Duisburg  5:0 (1:0)   Larsen mit Eigentor, Rote Karte für Caiuby

Pressekonferenz und Stimmen zum Spiel
- Caiuby nur Dank Mannschaftsrat im Spiel -

Duisburg, 24. Oktober 2009 - Endlich gewann der MSV Duisburg wieder ein Heimspiel gegen Hansa Rostock. Drei Tor und drei Punkte in einem Spiel, ohne dass die Zebras geglänzt hätten.
Die Statistik des Spiels untermauert diese Aussage:
15:16 Torschüsse, 3:9 Ecken, 54:46% Ballbesitz, 46:54% gewonnene Zweikämpfe und 69:83% gelungene Pässe.
Das Traumtor von Chavdar Yankov aus 23 Meter in den Winkel war allerdings ein echtes Glanzlicht, "Tor des Monats" verdächtig.

Caiuby, so war nach dem Spiel von MSV-Trainer Peter Neururer zu erfahren, spielte nur, weil es der Mannschaftsrat so beschlossen hatte. Der technisch sehr begabte Schlacks aus Wolfsburg hatte sich erst mit 15 Minuten Verspätung zur Platzbegehung eingefunden.
Neururer: "Ich hätte einen Spieler wie Caiuby nicht aufgestellt. Er ist 15 Minuten zu spät gekommen, hatte an einem anderen Ort auf uns, auf die Mannschaft gewartet. Das hat was mit der Einstellung zu tun. Ich habe da meine Prinzipien und habe der Mannschaft mitgeteilt, dass der Spieler heute normalerweise nicht von mir berücksichtigt wird. Aber nach Absprache mit dem Mannschaftsrat, fand ich toll, wir leben in einer Demokratie, hat der Mannschaftsrat abgestimmt und sich dafür stark gemacht, dass Caiuby von Anfang an aufläuft."



 

Rostock-Trainer Andreas Zachhuber: "Glückwunsch der Duisburger Mannschaft zum 3:1 Erfolg. Ich bin stinksauer über die Leistung meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Die ersten 20 Minuten waren wir die Mannschaft, die das Spiel bestimmt hat, die die Duisburger unter Druck gesetzt hat. Man hat es an der Reaktion der MSV-Fans gemerkt, die sehr unruhig waren. Das haben wir nicht ausgenutzt, sondern haben durch zwei grobe individuelle Fehler vor dem eigenen Tor die Duisburger zum Tor eingeladen. Ich habe nicht verstanden, dass man im eigenen Strafraum beim 1-1 gegen einen Stürmer unbedingt dribbeln muss. Dann haben wir die Riesenchance zum 1:2 durch Marcel Schied's Hechtkopfball aus fünf Meter, den man einfach machen muss. Im Gegenzug fällt das 3:0, dann war der Drops gelutscht."

 

 MSV-Trainer Peter Neururer: "Ich bin zufrieden mit dem Sieg, mit dem Ergebnis nicht, weil ein Gegentor dabei war. Ich bin zufrieden, auf eine Mannschaft zurück greifen zu können, die im Stande ist, Verantwortung übernehmen zu können. Rostock war anfangs die bessere Mannschaft, hatte gefühlte 80% Ballbesitz in der ersten Halbzeit. Das relativierte sich dann in der zweiten Halbzeit. Wobei wir in der zweiten Halbzeit nur Ballkontrolle hatten, allerdings nicht mehr den Weg nach vorne gefunden haben, wie es eigentlich bei einem Halbzeitstand von 3:0 sein sollte. Auf dieses Ergebnis können wir, wie es so schön heißt, aufbauen."

Chavdar Yankov: „Es war ein gutes Spiel und ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben. Es war heute ein bisschen schwer für mich, aber es hat ganz gut geklappt. Ich bin noch nicht ganz fit, aber soweit ist es wieder ok. So in zwei bis drei Spielen sollte ich wieder 100%ig fit sein. Wir haben in der ersten Halbzeit 3 Tore gemacht, allerdings war die zweite Halbzeit nicht mehr so schön. Drei Punkte heute waren sehr gut für uns. Ich gucke nicht so viel auf die Tabelle. Erst mal kommt jetzt das nächste Pokalspiel, was wir gewinnen werden und dann kommen die nächsten drei Punkte aus Koblenz und dann gegen Ahlen. Wir haben unsere Ziele klar vor Augen."

Sören Larsen: „Das Spiel war gut gemacht. Ich hab den Ball oft gewonnen und dann wollte ich doch wohl irgendwie nicht (Anm. der Redaktion: mit einem verschämten Lachen).  Ich habe keinen gesehen und dann ein bisschen Zeit gewonnen und dann habe ich gedribbelt und dann habe ich klar gespielt, oder? Und dann kam zum Glück Änis. Ich habe ganz klar selbst versucht das Tor zu machen. Ich spiele gerne quer und wollte einfach nur das Tor treffen. Es ist natürlich immer schön mit einem Sieg in der Tasche ins nächste Pokalspiel zu gehen. Und jetzt spielen wir ja schon wieder auswärts. Das wird ein ganz anderes Spiel werden. Und dieser Sieg heute ist natürlich gut für unser Selbstvertrauen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht all zu viel über Augsburg, ich muss darüber mit den anderen aus der Mannschaft reden. Änis war heute teilweise sehr eigensinnig. Und mein bester Tag war es heute auch nicht gerade. Am Ende war ich ganz schön müde. Ich bin sehr zufrieden mit dem 3:1 und das ist das Wichtigste. “

Björn Schlicke: „Die spielerische Leistung war heute nicht so überragend. Das Glück hatten wir in den letzten Wochen nicht gehabt, von daher beschwere ich mich mal nicht. Ich nehme es so hin, obwohl ich weiß, dass es vom spielerischen Aspekt heute viel zu wenig war. Wir sollten nicht mit all zu viel Überheblichkeit ins nächste Spiel gehen. Ich bin einfach nur froh, das wir heute 3 Punkte geholt haben.“

Christian Tiffert: „Wir sind momentan nicht grad mit Stürmer überbesetzt. Die andere Lösung wäre gewesen, wenn man einen Außenspieler vorne herein gestellt hätte. Solche Sachen sind grundsätzlich immer blöde. Es ist nun mal ein schmaler Grad und man will ja gewinnen. Man muss auch zusehen, dass man die Spieler so aufstellt, wie es geplant war. Wir haben die ganze Woche trainiert. Ich denke im Hinterkopf auch, was die zweite Halbzeit anbelangt, da haben wir ein bisschen Unruhe in die Zuschauer gebracht. Man hatte gedacht, vielleicht kommt noch ein viertes oder fünftes Tor, aber sowas ist dann immer schwierig. Man führt 3:0 und alles ist super souverän und in der zweiten Halbzeit musste dann eigentlich nur noch vorbei rennen. Deshalb denkt man dann schon gerne an das nächste Spiel. Und das ist auch eine Riesen-Möglichkeit für uns. Augsburg wird mal wieder eine typische Pokal-Geschichte. Für beide gibt es so gesehen jede Menge Möglichkeiten da zwei Zweitligisten ausgelost wurden. Und beide haben die Möglichkeit einen riesigen Schritt zu machen. Augsburg hat genau wie wir extreme Schwankungen drin. Mit dem VfB habe ich es schon mal ins Viertelfinale geschafft.“

Caiuby wurde zwar vom Mannschaftsrat begnadigt, zahlen muss er natürlich trotzdem. In die Mannschaftskasse. Damit es zum Abschluss der Saison ein paar "Caipirinhas" mehr gibt.
  J
ochem Knörzer (Text), Manuela Ihnle (Stimmen), Manfred Schneider (Fotos)

MSV Duisburg - Hansa Rostock

Raus aus der Krise - mit Yankov

Duisburg, 23. Oktober 2009 - Vor dem morgigen Heimspiel, 13 Uhr in der MSV-Arena, gegen die Hansa-Kogge aus Rostock, die sich nach den Siegen in Ahlen und gegen Fürth im Aufwind befindet, ist die Marschrichtung klar - MSV-Trainer Peter Neururer: "Wir müssen dieses Spiel gewinnen, um etwaige aufkommende Unruhe im Umfeld zu umgehen, zu beseitigen."

Angespannte bis besorgte Gesichter beim MSV Duisburg - v.l. Trainer Peter Neururer, Pressesprecher Tobias Günther, Manager Bruno Hübner

Der MSV kann jetzt nicht mehr auf die Aufstiegsplätze schielen, er muss von Spiel zu Spiel denken und Punkte sammeln. Möglichst im Dreierpack, und das bereits mit dem morgigen Spiel.
MSV-Trainer Neururer: "Ich erwarte von meiner Mannschaft eine ganze Menge, denn wir laufen unseren Ansprüchen total hinterher."
Chavdar Yankov kann endlich wieder eingesetzt werden und soll beim morgigen Spiel von Anfang an mit dafür sorgen, dass der MSV Duisburg den Ansprüchen gerecht werden kann. Auch Schlicke hat seine Blessuren überstanden und steht in der ersten Elf.

Duisburg wird mit folgender Aufstellung, im 4-3-1-2-System, auflaufen:
Starke - Korzynietz, Fahrenhorst, Schlicke, Veigneau - Tiffert, Bodzek, Yankov - Ben-Hatira - Caiuby, Larsen
Im Kader stehen Herzog, Tiago, Soares, Grlic, Adler,  Ede und Andersen.

Im Rückblick auf das Spiel bei 1860 pflichtete Peter Neururer mir bei, dass das Spiel der Zebras, von den ersten 20 Minuten, die im Tiefschlaf verbracht wurden, bei Weitem nicht so schlecht war, wie es im Nachhinein gemacht wurde. Bezogen auf die Spieler, die auf dem Platz waren, nicht bezogen auf die Ansprüche einer Mannschaft, die in die Erste Bundesliga aufsteigen will. Man darf aber nicht vergessen, dass Spieler wie Chavdar Yankov und Sandro Wagner verletzungsbedingt fehlten, ein Kouemaha aufgrund der DFL-Auflagen verkauft werden musste und Sören Larsen ein Typ Stürmer ist, auf den sich die Mannschaft erst einstellen musste.

Morgen ist Yankov wieder im Spiel, bei Larsen muss man davon ausgehen, dass er nach seinen vier Toren in den letzten beiden Spielen in Duisburg angekommen ist, nur der Duisburger Top-Stürmer Wagner fällt noch lange aus. Das kann, das muss die Mannschaft aber kompensieren können, will man endlich den Schalter wieder umlegen und die bestehende Krise bewältigen.
Neururer: "Jetzt müssen wir erst mal handeln - reden können wir später."          Jochem Knörzer, Manfred Schneider (Foto)

 In München ist für die Zebras nichts zu holen

Duisburg, 17. Oktober 2009 - Das Wort "Tabellen-/Punktekrise" bleibt ein Thema beim MSV Duisburg.
Nach dem Heimerfolg gegen Union Berlin setzte es in München bei 1860 eine verdient 1:3 Niederlage. Und die hat sich der MSV selber zu zu schreiben, weil die Duisburger die ersten 20 Minuten einfach nicht präsent waren.
Bereits in der 5. Minuten fiel, wieder mal durch eine Standardsituation, einen Freistoss, das 1:0 für die Münchener. Und so ging es auch in die Halbzeitpause. Trotz zweier Pfostentreffer durch Adler und Tiffert führte 1860 verdient, weil die Zebras einfach zu wenig taten, sich kaum Torchancen erarbeiteten.

MSV-Manager Bruno Hübner in der Halbzeitpause: "Wir haben die ersten 15, 20 Minuten nicht ins Spiel gefunden. Wir werden das ein oder andere umstellen."

Daraus wurde aber nichts. Nach wieder fünf Minuten klingelte es in der zweiten Halbzeit erneut im Duisburger Gehäuse. Nach einem schönen Pass von Lauth taucht Mlapa allein vor Starke auf und lässt ihm mit einem Schuss aus 12 Meter aus halblinker Position in den linken Torwinkel keine Chance.
Mit der Hereinnahme von Caiuby in der 55. Minute ändert sich endlich das Bild. Die Zebras gestalten das Spiel trotz des Rückstandes offen und erzielen in der 61. Minute durch Larsens viertes Tor den Anschlusstreffer.
Zu mehr reichte es dann aber trotz eines offenen Schlagabtausches nicht. Die Löwen spielten in der 88. Minute einen Konter konsequent zu Ende und gingen, über die gesamten 90 Minuten betrachtet, verdient als Sieger vom Platz. Der ebenfalls in der 55. Minute eingewechselte Ben-Hatira fiel einmal mehr durch Eigensinnigkeit auf.

MSV-Trainer Peter Neururer: "Wir werden morgen sicher über die ersten 20 Minuten sprechen. Das 1:0 war ein Geschenk von uns. Egal wie gut der Freistoss geschossen wurde, so wie der zustande gekommen ist, das muss man verhindern. Und das haben wir nicht gemacht. Nach 20 Minuten haben wir dann ins Spiel gefunden und waren nicht die schlechtere Mannschaft. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder einen persönlichen Fehler gemacht, der letztendlich zum 2:0 führte, das eigentlich spielentscheiden war. Wir haben dann Moral gezeigt und sind noch einmal rangekommen. Trotz des Anschlusstreffers haben wir es dann leider nicht mehr geschafft. Wir haben nach dem 1:0 genug Zeit gehabt, um uns zu wehren. Das haben wir aber zu spät gemacht. Die Mannschaft hat sich, von den ersten 20 Minuten abgesehen, mit aller Macht dagegen gestemmt. Dass wir persönliche Fehler gemacht haben, die immer wieder vorkommen, die zu den Toren der 60er geführt haben, ist eine andere Geschichte. In Bezug auf Leistungsbereitschaft kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."        Jochem Knörzer

TSV 1860 München - MSV Duisburg  3:1 (1:0)  Einmal Larsen und 2 x Pfosten - das war's

Pressekonferenz und Stimmen zum Spiel
- Caiuby nur Dank Mannschaftsrat im Spiel -

Duisburg, 24. Oktober 2009 - Endlich gewann der MSV Duisburg wieder ein Heimspiel gegen Hansa Rostock. Drei Tor und drei Punkte in einem Spiel, ohne dass die Zebras geglänzt hätten.
Die Statistik des Spiels untermauert diese Aussage:
15:16 Torschüsse, 3:9 Ecken, 54:46% Ballbesitz, 46:54% gewonnene Zweikämpfe und 69:83% gelungene Pässe.
Das Traumtor von Chavdar Yankov aus 23 Meter in den Winkel war allerdings ein echtes Glanzlicht, "Tor des Monats" verdächtig.
Caiuby, so war nach dem Spiel von MSV-Trainer Peter Neururer zu erfahren, spielte nur, weil es der Mannschaftsrat so beschlossen hatte. Der technisch sehr begabte Schlacks aus Wolfsburg hatte sich erst mit 15 Minuten Verspätung zur Platzbegehung eingefunden.
Neururer: "Ich hätte einen Spieler wie Caiuby nicht aufgestellt. Er ist 15 Minuten zu spät gekommen, hatte an einem anderen Ort auf uns, auf die Mannschaft gewartet. Das hat was mit der Einstellung zu tun. Ich habe da meine Prinzipien und habe der Mannschaft mitgeteilt, dass der Spieler heute normalerweise nicht von mir berücksichtigt wird. Aber nach Absprache mit dem Mannschaftsrat, fand ich toll, wir leben in einer Demokratie, hat der Mannschaftsrat abgestimmt und sich dafür stark gemacht, dass Caiuby von Anfang an aufläuft."



 

Rostock-Trainer Andreas Zachhuber: "Glückwunsch der Duisburger Mannschaft zum 3:1 Erfolg. Ich bin stinksauer über die Leistung meiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Die ersten 20 Minuten waren wir die Mannschaft, die das Spiel bestimmt hat, die die Duisburger unter Druck gesetzt hat. Man hat es an der Reaktion der MSV-Fans gemerkt, die sehr unruhig waren. Das haben wir nicht ausgenutzt, sondern haben durch zwei grobe individuelle Fehler vor dem eigenen Tor die Duisburger zum Tor eingeladen. Ich habe nicht verstanden, dass man im eigenen Strafraum beim 1-1 gegen einen Stürmer unbedingt dribbeln muss. Dann haben wir die Riesenchance zum 1:2 durch Marcel Schied's Hechtkopfball aus fünf Meter, den man einfach machen muss. Im Gegenzug fällt das 3:0, dann war der Drops gelutscht."

 

 MSV-Trainer Peter Neururer: "Ich bin zufrieden mit dem Sieg, mit dem Ergebnis nicht, weil ein Gegentor dabei war. Ich bin zufrieden, auf eine Mannschaft zurück greifen zu können, die im Stande ist, Verantwortung übernehmen zu können. Rostock war anfangs die bessere Mannschaft, hatte gefühlte 80% Ballbesitz in der ersten Halbzeit. Das relativierte sich dann in der zweiten Halbzeit. Wobei wir in der zweiten Halbzeit nur Ballkontrolle hatten, allerdings nicht mehr den Weg nach vorne gefunden haben, wie es eigentlich bei einem Halbzeitstand von 3:0 sein sollte. Auf dieses Ergebnis können wir, wie es so schön heißt, aufbauen."

Chavdar Yankov: „Es war ein gutes Spiel und ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben. Es war heute ein bisschen schwer für mich, aber es hat ganz gut geklappt. Ich bin noch nicht ganz fit, aber soweit ist es wieder ok. So in zwei bis drei Spielen sollte ich wieder 100%ig fit sein. Wir haben in der ersten Halbzeit 3 Tore gemacht, allerdings war die zweite Halbzeit nicht mehr so schön. Drei Punkte heute waren sehr gut für uns. Ich gucke nicht so viel auf die Tabelle. Erst mal kommt jetzt das nächste Pokalspiel, was wir gewinnen werden und dann kommen die nächsten drei Punkte aus Koblenz und dann gegen Ahlen. Wir haben unsere Ziele klar vor Augen."

Sören Larsen: „Das Spiel war gut gemacht. Ich hab den Ball oft gewonnen und dann wollte ich doch wohl irgendwie nicht (Anm. der Redaktion: mit einem verschämten Lachen).  Ich habe keinen gesehen und dann ein bisschen Zeit gewonnen und dann habe ich gedribbelt und dann habe ich klar gespielt, oder? Und dann kam zum Glück Änis. Ich habe ganz klar selbst versucht das Tor zu machen. Ich spiele gerne quer und wollte einfach nur das Tor treffen. Es ist natürlich immer schön mit einem Sieg in der Tasche ins nächste Pokalspiel zu gehen. Und jetzt spielen wir ja schon wieder auswärts. Das wird ein ganz anderes Spiel werden. Und dieser Sieg heute ist natürlich gut für unser Selbstvertrauen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht all zu viel über Augsburg, ich muss darüber mit den anderen aus der Mannschaft reden. Änis war heute teilweise sehr eigensinnig. Und mein bester Tag war es heute auch nicht gerade. Am Ende war ich ganz schön müde. Ich bin sehr zufrieden mit dem 3:1 und das ist das Wichtigste. “

Björn Schlicke: „Die spielerische Leistung war heute nicht so überragend. Das Glück hatten wir in den letzten Wochen nicht gehabt, von daher beschwere ich mich mal nicht. Ich nehme es so hin, obwohl ich weiß, dass es vom spielerischen Aspekt heute viel zu wenig war. Wir sollten nicht mit all zu viel Überheblichkeit ins nächste Spiel gehen. Ich bin einfach nur froh, das wir heute 3 Punkte geholt haben.“

Christian Tiffert: „Wir sind momentan nicht grad mit Stürmer überbesetzt. Die andere Lösung wäre gewesen, wenn man einen Außenspieler vorne herein gestellt hätte. Solche Sachen sind grundsätzlich immer blöde. Es ist nun mal ein schmaler Grad und man will ja gewinnen. Man muss auch zusehen, dass man die Spieler so aufstellt, wie es geplant war. Wir haben die ganze Woche trainiert. Ich denke im Hinterkopf auch, was die zweite Halbzeit anbelangt, da haben wir ein bisschen Unruhe in die Zuschauer gebracht. Man hatte gedacht, vielleicht kommt noch ein viertes oder fünftes Tor, aber sowas ist dann immer schwierig. Man führt 3:0 und alles ist super souverän und in der zweiten Halbzeit musste dann eigentlich nur noch vorbei rennen. Deshalb denkt man dann schon gerne an das nächste Spiel. Und das ist auch eine Riesen-Möglichkeit für uns. Augsburg wird mal wieder eine typische Pokal-Geschichte. Für beide gibt es so gesehen jede Menge Möglichkeiten da zwei Zweitligisten ausgelost wurden. Und beide haben die Möglichkeit einen riesigen Schritt zu machen. Augsburg hat genau wie wir extreme Schwankungen drin. Mit dem VfB habe ich es schon mal ins Viertelfinale geschafft.“

Caiuby wurde zwar vom Mannschaftsrat begnadigt, zahlen muss er natürlich trotzdem. In die Mannschaftskasse. Damit es zum Abschluss der Saison ein paar "Caipirinhas" mehr gibt.
  J
ochem Knörzer (Text), Manuela Ihnle (Stimmen), Manfred Schneider (Fotos)

MSV Duisburg - Hansa Rostock

  In München ist für die Zebras nichts zu holen

Duisburg, 17. Oktober 2009 - Das Wort "Tabellen-/Punktekrise" bleibt ein Thema beim MSV Duisburg.
Nach dem Heimerfolg gegen Union Berlin setzte es in München bei 1860 eine verdient 1:3 Niederlage. Und die hat sich der MSV selber zu zu schreiben, weil die Duisburger die ersten 20 Minuten einfach nicht präsent waren.
Bereits in der 5. Minuten fiel, wieder mal durch eine Standardsituation, einen Freistoss, das 1:0 für die Münchener. Und so ging es auch in die Halbzeitpause. Trotz zweier Pfostentreffer durch Adler und Tiffert führte 1860 verdient, weil die Zebras einfach zu wenig taten, sich kaum Torchancen erarbeiteten.

MSV-Manager Bruno Hübner in der Halbzeitpause: "Wir haben die ersten 15, 20 Minuten nicht ins Spiel gefunden. Wir werden das ein oder andere umstellen."

Daraus wurde aber nichts. Nach wieder fünf Minuten klingelte es in der zweiten Halbzeit erneut im Duisburger Gehäuse. Nach einem schönen Pass von Lauth taucht Mlapa allein vor Starke auf und lässt ihm mit einem Schuss aus 12 Meter aus halblinker Position in den linken Torwinkel keine Chance.
Mit der Hereinnahme von Caiuby in der 55. Minute ändert sich endlich das Bild. Die Zebras gestalten das Spiel trotz des Rückstandes offen und erzielen in der 61. Minute durch Larsens viertes Tor den Anschlusstreffer.
Zu mehr reichte es dann aber trotz eines offenen Schlagabtausches nicht. Die Löwen spielten in der 88. Minute einen Konter konsequent zu Ende und gingen, über die gesamten 90 Minuten betrachtet, verdient als Sieger vom Platz. Der ebenfalls in der 55. Minute eingewechselte Ben-Hatira fiel einmal mehr durch Eigensinnigkeit auf.

MSV-Trainer Peter Neururer: "Wir werden morgen sicher über die ersten 20 Minuten sprechen. Das 1:0 war ein Geschenk von uns. Egal wie gut der Freistoss geschossen wurde, so wie der zustande gekommen ist, das muss man verhindern. Und das haben wir nicht gemacht. Nach 20 Minuten haben wir dann ins Spiel gefunden und waren nicht die schlechtere Mannschaft. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder einen persönlichen Fehler gemacht, der letztendlich zum 2:0 führte, das eigentlich spielentscheiden war. Wir haben dann Moral gezeigt und sind noch einmal rangekommen. Trotz des Anschlusstreffers haben wir es dann leider nicht mehr geschafft. Wir haben nach dem 1:0 genug Zeit gehabt, um uns zu wehren. Das haben wir aber zu spät gemacht. Die Mannschaft hat sich, von den ersten 20 Minuten abgesehen, mit aller Macht dagegen gestemmt. Dass wir persönliche Fehler gemacht haben, die immer wieder vorkommen, die zu den Toren der 60er geführt haben, ist eine andere Geschichte. In Bezug auf Leistungsbereitschaft kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."        Jochem Knörzer

TSV 1860 München - MSV Duisburg   3:1 (1:0)  Einmal Larsen und 2 x Pfosten - das war's

Neues Gesicht bei der MSV-Pressekonferenz - "...wenn, sollte, würde..."

Duisburg, 01. Oktober 2009 - Die heutige Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Union Berlin, Freitag, 18 Uhr in der MSV-Arena, war ganz gut besucht und mit Kameras bestückt.
Zu sehen war ein neues Gesicht auf dem Podium - Sven Judith vertrat den grippeerkrankten MSV-Pressesprecher Tobias Günther, dem wir von hier aus gute Besserung wünschen.

(v.l.: MSV-Trainer Peter Neururer, Pressesprecher i.V. Sven Judith, MSV-Sportmanager Bruno Hübner)
Auch vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten der Zweiten Bundesliga waren die drei Niederlagen hintereinander ein Thema beim MSV und wie die Mannschaft damit umgeht. Neururer: "Die Stimmung ist halt genau so, wie sie sein muss, bei einer Mannschaft, die Ansprüche hat, diese Ansprüche aber nicht erfüllt hat.
Sie hat die Leistung in den letzten drei Pflichtspielen in der Liga nicht erbracht. Und dementsprechend ist die Stimmung eben auch."

Im morgigen Spiel soll der Befreiungsschlag gelingen. Dass mit Berlin ein nach sieben Spielen ungeschlagener Aufsteiger in die MSV-Arena kommt, bezeichnete Neururer als "den richtigen Parameter".
In der Mannschaftsaufstellung wird es Veränderungen geben. Zum Einen aufgrund der Fehlleistungen in den letzten Spielen, zum Anderen aber auch aufgrund von Verletzungen. Sandro Wagner ist gestern erfolgreich operiert worden und Mihai Tararache fällt mit einem Problem im Außenmeniskus aus. Bei Chavdar Yankov, der heute das Training voll mit gemacht hatte, ist es immer noch fraglich, ob er mit einer Handmanschette spielen kann. Sollte er weiterhin ausfallen, wird Kevin Grund im Kader stehen. Inwieweit Chinedu Ede nach seiner Grippeerkrankung schon fit genug ist, um eingreifen zu können, ist auch noch offen. Trotzdem wird Neururer seine Mannschaft offensiv ausrichten und versuchen, eine Art Wiedergutmachung zu betreiben.
Aufgrund der vielen Fragezeichen nannte Peter Neururer keine Aufstellung.
Folgende Aufstellung wäre möglich: Starke - Korzynietz, Fahrenhorst, Schlicke, Veigneau - Bodzek, Tiffert, Adler, Sahan - Andersen - Larsen

Und wie sieht es nach dem Spiel aus, wenn kein gutes Spiel und kein Erfolgserlebnis zustande kommen sollte?
Macht MSV-Trainer Peter Neururer seine Drohung war und tritt zurück?
Die Pressemeldungen der letzten Tage rückte Neururer zurecht: "Ich spiel nicht mit dem Feuer, aber ich stehe zu meinen Aussagen. Aber es ist schon eigenartig, was teilweise aus der klaren Aussage, die ich getätigt habe,
gemacht wurde. Ich habe klipp und klar davon gesprochen, dass ich Leistungsbereitschaft sehen will. Sollten wir keine Leistungsbereitschaft sehen, dann würde ich Konsequenzen daraus ziehen."
Nach dem Appell an die Mannschaft hat Neururer sowohl den Präsidenten Walter Hellmich als auch Sportmanager Bruno Hübner über den Inhalt seines Appells informiert. Neururer legt Wert darauf, dass es um Leistungsbereitschaft geht. Er will, dass seine Spieler Leistungsbereitschaft für den Verein, für die Mannschaft, für sich selber und gerade auch für die Fans zeigen.
Peter Neururer: "Sollten wir keine Leistungsbereitschaft sehen, dann werde ich Konsequenzen daraus ziehen. Das ist eine vollkommen normale Angelegenheit."
Er ist davon überzeugt, dass die Mannschaft im Spiel gegen Union Berlin Leidenschaft und Bereitschaft zeigt.

Auch das Thema Bochum kam zur Sprache. Es ist bekannt, dass Neururer eine Freundschaft mit Mitarbeitern des VFL Bochum pflegt, dass er im Umfeld des VFL "Gönner" hat, auch sein gutes Verhältnis zu Werner Altegoer (heute Aufsichtsratsvorsitzender des VFL) ist bekannt. Neururer: "Es ist auch bekannt, dass ich liebend gerne irgendwann mal, wenn ich nicht irgendwo unter Vertrag stehe, wenn das irgendwann mal nicht der Fall sein sollte, und dann sollte möglicherweise der VFL mich ansprechen und Interesse kund tun, ob ich wieder zurück kommen würde, dann würde ich "Ja" sagen."
Laut Neururer steht die jetzige Situation in Duisburg in keinerlei Zusammenhang mit dem VFL Bochum: "In diese Situation haben wir uns selber gebracht."
"Ich gehe davon aus, dass wir morgen eine Mannschaftsleistung sehen, die mich auch weiterhin längere Zeit hier, hier in Duisburg, bleiben lässt", so Neururer zum Abschluss.

Auch Sportmanager Bruno Hübner fordert von der Mannschaft Leidenschaft und Einsatzwillen ein. "Wenn die Leistungsbereitschaft, der Einsatzwillen mit der Qualität unseres Kaders übereinstimmt, dann stimmen hinterher auch die Ergebnisse."  Hübner ist davon überzeugt, dass der Trainer die Mannschaft mit seinem Appell erreicht hat: "Wir haben einen der erfahrensten Trainer, wir glauben an ihn und an den Appell und daran, dass wir morgen wieder in die Spur zurück kehren."        
Jochem Knörzer (Text), Manfred Schneider (Foto)

DFB-Pokal: MSV am Dienstag in Augsburg

Duisburg, 29. September 2009 - Der Deutsche Fußballbund hat die Partien der 3. Hauptrunde im DFB-Pokal terminiert. Demnach treten die Zebras am Dienstag, 27.10.2009 um 20:30 beim Ligakonkurrenten FC Augsburg an.
Als Free-TV-Livespiel wurde das Spiel Eintracht Frankfurt – FC Bayern München ausgewählt und am Mittwoch, 28.09.2009 um 20:30 Uhr live in der ARD übertragen.
Alle anderen Spiele werden neben der Highlight-Berichterstattung auf ARD/ZDF live auf Sky übertragen.

Kommentar: MSV in der Krise - Charakter ist gefragt

Duisburg, 29. September 2009 - Drei Niederlagen in Folge in der Zweiten Bundesliga, ein kurzer Lichtblick dazwischen im Pokal, Stürmer Sandro Wagner fällt längerfristig aus - es sieht wahrlich alles andere als rosig beim MSV Duisburg aus.
Es ist da auch wenig hilfreich, wenn MSV-Trainer Peter Neururer (wieder mal) mit seinem Rücktritt droht.
Er erwartet eine deutliche Leistungssteigerung seiner Mannschaft im nächsten Spiel gegen Union Berlin, andernfalls "bin ich weg". Das war allerdings bevor bekannt wurde, dass Wagner in den nächsten Monaten ausfällt.
Nicht nur die Duisburger Spieler müssen jetzt Charakter zeigen, auch der Trainer ist gefordert.
Qualitativ ist der MSV sicher besser als der aktuelle Stand - einen Platz vor der Relegation zur 3. Liga -, jetzt müssen alle zeigen, dass sie auch kämpfen können.
Chavdar Yankov ist so einer, der andere mit ziehen könnte. Vielleicht ist es jetzt doch erforderlich, sich eine Möglichkeit zu überlegen, dass er mit einer Manschette spielen kann.
Und was ist mit dem "Leithammel" vergangener Tage, Ivo Grlic, der den MSV in die Bundesliga geschossen hatte?
Die Jung-Zebras wie Caiuby und Ben-Hatira haben gezeigt, dass sie talentiert sind, dass sie technisch einiges zu bieten haben. Sie haben aber auch gezeigt, dass sie noch lernen müssen, als "Teamplayer" zu spielen. Vieles ist zu eigensinnig, es fehlt die Übersicht, wann muss ich selber schießen, wann ist abspielen die bessere Option.
Wäre es nicht sinnvoll, diesen Jungs einen erfahrenen Spieler wie Grlic an die Seite zu stellen?
Was der Mannschaft zur Zeit fehlt, ist nicht das Erfolgserlebnis - das hatten sie in Mönchengladbach -, sondern Sicherheit im Spiel und der Wille, Tore zu erzielen und das Spiel zu gewinnen!
Im Spiel gegen Berlin kann die Mannschaft den MSV-Fans zeigen, dass sie gewillt und fähig ist, 90 Minuten richtig Gas zu geben. Oder in Kurzform: "Raus gehen und Gras fressen!"

Kreuzbandriss bei Sandro Wagner diagnostiziert

Duisburg, 28. September 2009 - Der MSV Duisburg muss nicht nur im Spiel gegen Union Berlin auf seinen Stürmer Sandro Wagner verzichten. Bei der abschließenden Untersuchung des rechten Knies wurde eine Teilverletzung des vorderen Kreuzbandes diagnostiziert.
Die Notwendigkeit einer Operation wurde anschließend von Professor Strobel und Dr. Karl-Heinz Bauer bestätigt. MSV-Trainer Peter Neururer: „Wir müssen die Dinge nehmen wie sie sind. Die Mannschaft und ich wünschen Sandro alles Gute und hoffen, dass wir ihn schnell wieder bei uns begrüßen können.“
Wagner wird noch diese Woche von Professor Strobel in Straubing operiert. Es ist damit zu rechnen, dass der Stürmer sechs Monate ausfällt.

DFB-Pokal, Achtelfinale: Wieder kein Heimspiel für den MSV

Duisburg, 27. September 2009 - Und wieder musste der MSV Duisburg warten und wieder wurden die Zebras erst in der drittletzten Partie gelost. Nach Inka Grings schaffte es auch Frauen-Europameisterin Celia Okoyino da Mbabi nicht, für die Duisburger endlich mal wieder ein Heimspiel zu ziehen.
Am 27. oder 28. Oktober 2009 müssen die Zebras nach Bayern reisen und treffen auf den FC Augsburg.
Augsburg rangiert im Moment einen Punkt vor dem MSV und liegt auf Platz 10 der Zweiten Liga.
Sicherlich nicht der attraktive Gegner, den man sich gewünscht hätte, aber ein Gegner auf Augenhöhe, gegen den es möglich ist, in das Viertelfinale des DFB-Pokals einzuziehen.

Alle Begegnungen des DFB-Pokal-Achtelfinales 2009/2010
1860 München - Schalke 04
Greuther Fürth - VfB Stuttgart
VfL Osnabrück - Bor. Dortmund
Eintracht Trier - 1.FC Köln
Werder Bremen - 1.FC K'lautern
FC Augsburg -
MSV Duisburg
TSG Hoffenheim - TuS Koblenz
Eintracht Frankfurt - Bay. München
Spieltermine: Dienstag / Mittwoch, 27./28.10.2009

Rot-Weiß Oberhausen - MSV Duisburg   1:0  (1:0)  Dritte Niederlage in Folge, Starke verhindert höhere Niederlage

Zweitligaspieltage sechs bis zehn terminiert

Hinrunde

Tag/Datum/Zeit

Heim

Gast

6. Spieltag

Fr.18.0.920.09 - 18:00

MSV Duisburg  

Arminia Bielefeld

7. Spieltag

Fr. 25.09.2009 - 18:00

Rot-Weiß Oberhausen  

MSV Duisburg

8. Spieltag

Fr. 2.10.2009   - 18:00

MSV Duisburg  

1. FC Union Berlin

9. Spieltag

Sa. 17.10.2009 - 13:00

1860 München  

MSV Duisburg

10. Spieltag

Mo. 26.10.2009 - 20:15

MSV Duisburg  

Hansa Rostock

Nach der erfolgreichen Pokal-Kür: Ein Sieg im Nachbarschaftsderby ist Pflicht 

Duisburg, 25. September 2009 - Entspannte Gesichter beim MSV, doch jedem ist klar, dass für die Fans im Spiel gegen RWO am heutigen Freitag um 18 Uhr in Oberhausen nur ein Sieg zählt. Wieder werden mehr als 5.000 Fans die Zebras begleiten und lautstark unterstützen. So wie in Mönchengladbach.
Neururer: "Die Leistung in Mönchengladbach muss der Parameter für die zukünftigen Spiele sein. Das kann ich, das muss ich einfordern. Ich gehe davon aus, dass ich das der Mannschaft heute morgen vermitteln konnte."

Das Spielsystem aus Gladbach, 4-4-2 bzw. 4-3-3, wird ebenso wenig verändert wie wohl auch die Anfangself.
Fahrenhorst ist wieder im Mannschaftstraining, wird auch im Kader stehen. Beim Pokalspiel hat er selber darum gebeten, nicht von Anfang an zu spielen. "Das ist die profihafte Einstellung, die ich erwarte. Fahrenhorst schätzt selber ein, dass er noch keine 90 Minuten durchstehen kann, setzt sich aber als Alternative auf die Bank. Gleiches gilt für Ede, der im Spiel selber um die Auswechslung gebeten hat, weil er eingesehen hatte, dass es nicht mehr weiter ging. Diese Einstellung muss man haben!"
Nicht dabei sein kann Kevin Grund, erneut aufgrund seiner Ausbildung. Die verletzten Sandro Wagner und Chavdar Yankov fallen weiter aus.

Aufstellung: Starke - Korzynietz, Tiago, Schlicke, Veigneau - Bodzek, Tiffert, Ben-Hatira, Ede - Caiuby, Larsen

Pressekonferenz und Stimmen zum Spiel
Ergebnisse DFB-Pokal 2009/2010

Duisburg, 22. September 2009 - Endlich gab es beim MSV Duisburg wieder strahlende Gesichter. Der MSV hat mit einem verdienten 1:0 beim Erstligisten Borussia Mönchengladbach gewonnen und ist in das Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

MSV-Trainer Peter Neururer: "Wir sind sehr glücklich darüber, hier den Sieg eingefahren zu haben. Ein Sieg, der auch zeigt, was in dieser Mannschaft steckt. Man konnte heute sehen, dass meine offensivere Aufstellung auch die Abwehr verbesserte. Wir haben heute kollektiv guten Fußball gespielt und mannschaftlich geschlossen nach hinten und vorne gearbeitet. Eigentlich will ich keinen extra heraus stellen, aber allein, wie Sören Larsen den Ball für Andersen aufgelegt hat, wie er vorne und hinten für die Mannschaft gearbeitet hat, das war schon toll. Wir sind glücklich, vor so einer tollen Kulisse eine Runde weiter gekommen zu sein. Dieses Erfolgserlebnis nehmen wir in die Liga mit und wollen am Freitag in Oberhausen die Punkte mit nehmen."

Michael Frontzeck: "Unterm Strich kann ich mich da nur anschließen, aufgrund der zweiten Halbzeit. In der ersten Halbzeit hätten wir in Führung gehen müssen, wir waren überlegen. Es ist bitter, es ist wirklich bitter. Wie Peter gerade schon sagte, es war eine fantastische Atmosphäre. Wir müssen uns steigern. Wir müssen ganz schnell aus den Dingen lernen. Es sind ähnliche Dinge wie im Spiel gegen Hoffenheim, übertragen auf die 90. Minute. Es ist ein bitterer Abend für uns."

Björn Schlicke: "Das war eine ordentliche und geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben eine starke zweite Halbzeit gespielt. Die Einwechselungen des Trainers haben richtig gepasst. Wir haben aber auch insgesamt gut gestanden. Die Unterstützung unserer Fans war einfach super."

Bernd Korzynietz: "Ich habe mich gefreut, wieder mal in Gladbach spielen zu können. Allerdings ist meine Freude über unseren Sieg gegen Gladbach größer. Jetzt sollten wir auch in der Liga wieder zurück in unsere Spur finden. Es ist ein verdienter Sieg. Unser Abwehrverhalten fing heute bereits im Sturm an. Wir haben uns gut verschoben, von daher stand auch die Abwehr gut. Die Doppel-Sechs mit Bodzek und Tiffert ist eine Option für unser Spiel. Heute hat uns das geholfen."

Tom Starke: "Wir haben eine gute Leistung gezeigt, die Leistungsbereitschaft war 100%. Das Passspiel passte heute endlich auch wieder.  Jetzt müssen wir auch in der Liga so auftreten und in Oberhausen ein weiteres Zeichen setzen."

MSV-Sportmanager Bruno Hübner: "Es war ein verdienter Sieg. Die Mannschaft hat eine hohe Laufbereitschaft gezeigt, sie ist aggressiv aufgetreten. Unsere Fans waren einfach super. Es war eine tolle Stadionatmosphäre. Das Geld können wir sicher gut gebrauchen. In der Winterpause sind aber noch keine Transfers geplant. Die positive Stimmung müssen wir jetzt in die Ligaspiele mit nehmen, insbesondere in unsere MSV-Arena."
Jochem Knörzer (Text + PK), Michael Reucher (Stimmen)

VfL Borussia Mönchengladbach - MSV Duisburg 0:1  (0:0) Andersen trifft in der letzten Minute

 

Kommentar - MSV und Trainer Neururer in einer Krise!? oder Mitschuld der Presse?

Duisburg, 22. September 2009 - Der MSV Duisburg hat die letzten beiden Ligaspiele mit insgesamt 1:7 Tore verloren. Natürlich kann man in Kaiserslautern verlieren, auch mit 1:4. Aber nicht so, wie es die Spieler des MSV über 80 Minuten zeigten. Zweikämpfe wurden erst gar nicht angenommen, das "sich gegen die Niederlage stemmen" fehlte gänzlich. Individuelle Fehler häuften sich und breiteten sich wie ein Virus in der ganzen Mannschaft aus.
Auch das Heimspiel gegen den letztjährigen Bundesligisten Bielefeld wurde verloren. Man kann verlieren, auch in einem Heimspiel, auch mit 0:3.
Aber auch hier nicht so, wie es über 90 Minuten gezeigt wurde. Von der ersten Minute an waren die Zebras bemüht, möglichst keinen Fehler zu machen. Richtig, die Spieler waren bemüht, keine Fehler zu machen, nicht darum bemüht, ein Tor zu erzielen und einen Sieg ein zu fahren. Nach der Bielefelder Führung war im ganzen Stadion zu spüren, wie verunsichert die Duisburger Mannschaft war. Da brachten auch die Fangesänge "Wir wollen euch kämpfen sehen", nichts. Die Duisburger kamen erst gar nicht in die Zweikämpfe, da war kein Ansatz, um zu kämpfen.
Natürlich war das auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel in Mönchengladbach ein Thema.
Neururer: "Beide Niederlagen haben wir uns gerechterweise eingefangen, weil wir in beiden Spielen die klar schlechtere Mannschaft waren. Weil wir Fehler gemacht haben, die ich eigentlich von meiner Mannschaft noch nicht gesehen habe. Wir haben allerdings keine Fehler wiederholt. Von daher waren wir sehr kreativ, im Erschaffen von neuen Fehlern."
Auf Nachfrage aus der Runde der fünf! anwesenden Medienvertreter, wie es denn sein kann, dass sich die Duisburger Spieler, die saisonübergreifend 10 Ligaspiele hintereinander nicht verloren hatten, sich durch eine Auswärtsniederlage - die erste nach 12 Auswärtsspielen in der Zweiten Bundesliga - so verunsichern lassen, wurde dann die Berichterstattung der lokalen Presse angeführt.
Neururer: "Was im hier im Umfeld nach den Niederlagen entstanden ist, teilweise durch die Berichterstattung,
habe ich persönlich im Fußball noch nicht erlebt. Wie eine Stimmungslage, die nur positiv war, positiv begleitet wurde, plötzlich umkippt und in eine Negativ-Stimmung umschlägt, in einer Form, das ist für mich ein Rätsel. Nein, kein Rätsel, denn ich bin nicht ratlos! Es ist für mich kein Rätsel. Es ist mir klar, dass bei einer so tendenziösen, nur in eine Richtung, nämlich negativen, Berichterstattung, die Stimmungslage so sein muss."

Der MSV-Trainer brachte als Beispiel, dass ein Neuzugang nach dem Spiel gegen Bielefeld - der einzige echte Neuzugang war Sören Larsen, bereits nach diesem Spiel in der Presse in Frage gestellt worden war.
Er verstieg sich dahin, dass die Berichterstattung nach der Niederlage auf dem Betzenberg auch mit dafür gesorgt hat, dass nur 14.000 Zuschauer zu dem Heimspiel gegen Bielefeld kamen.
Lieber Herr Neururer, das würde ich dann doch eher an der Anstoßzeit festmachen. Freitagspätnachmittag um 18 Uhr ist einfach keine passende Zeit für einen Stadionbesuch. Da kommt man gerade von der Arbeit oder aber man ist noch am Arbeitsplatz. Und es ist auch keine Uhrzeit für ein immer anziehendes Flutlichtspiel. Dafür ist es um 18 Uhr einfach noch zu hell. Da richten Sie Ihren Vorwurf mal besser an die Adresse der DFL!

- to be continued, weil ich jetzt nach Mönchengladbach starte! In der Hoffnung, dort ein paar tausend stimmgewaltige MSV-Fans zu treffen. 

Wie soll man diesen Kommentar nach so einem Spiel und Sieg in Mönchengladbach fortführen?
Da warte ich einfach mal das Spiel in Oberhausen ab. Da wird sich zeigen, ob die Mannschaft den "Geist aus Mönchengladbach" mit in die Zweite Liga genommen hat.               
Jochem Knörzer

Ohne Wagner und Yankov nach Mönchengladbach

Duisburg, 21. September 2009 - Nach der Heimniederlage gegen Bielefeld kommt das Pokalspiel am morgigen Dienstag, 19 Uhr in Mönchengladbach, gegen die Borussia eigentlich zum richtigen Zeitpunkt - der MSV sollte dort befreit aufspielen können, weil er als Zweitligist dort nichts zu verlieren hat.
Erst recht nicht, wenn wichtige Spieler ausfallen.
Chavdar Yankov wird dem MSV wahrscheinlich vier Wochen nicht zur Verfügung stehen, seine beim Fahrradfahren erlittene Mittelhandfraktur entpuppte sich als Trümmerbruch. Da hilft auch keine Manschette.
Der nächste Ausfall betrifft Duisburgs Torjäger Sandro Wagner. Er fällt zumindest zwei Wochen aus, weil er sich im Spiel gegen Bielefeld eine Kapselbandverletzung zugezogen hat. Somit wird er auch in Oberhausen, gegen RWO, und eine Woche später, im Heimspiel gegen Senkrechtstarter Union Berlin wohl nicht zur Verfügung stehen.
Auch Fahrenhorst wird sich das morgige Pokalspiel wohl nur im Fernsehen anschauen können. Die letzten Blutwerte ergaben kein zufrieden stellendes Ergebnis.
Immerhin ist "Kai-Uwe", Caiuby, wieder fit und steht neben Ben-Hatira und Larsen in der Startelf und in der Pflicht, 100%ige Leistungsbereitschaft zu zeigen. Auch Ede wird als "Maskenmann" mit dabei sein.
Von daher ist folgende Aufstellung möglich:
Starke - Korzynietz, Tiago, Schlicke, Veigneau - Bodzek (Tararache) - Tiffert, Ede, Ben-Hatira - Caiuby, Larsen
Dazu stoßen sicherlich Herzog, Soares, Tararache, Grlic, Adler, Andersen und Sahan.
Gut 6.000 MSV-Fans werden im Borussia-Park erwartet. Es ist ein Pokalspiel, ein Auswärtsspiel und das Heimteam ist haushoher Favorit. Der MSV Duisburg hat nichts, aber auch gar nichts, zu verlieren.
Beste Voraussetzungen für die MSV-Fans, 90 Minuten (und vielleicht auch ein paar Minuten mehr) lautstark "abzufeiern"!

Zebra erzielt Siegtor für U17-Nationalmannschaft

Duisburg, 20. September 2009 - MSV-U19-Spieler Andre Hoffmann traf für die U17-Nationalmannschaft des DFB beim Turnierspiel gegen Serbien zum 1:0 (0:0)-Endstand. Dem Verteidiger gelang in der 67. Minute im Anschluss an einen Eckball der Siegtreffer. Hoffmann trifft mit der Auswahl im Rahmen des Vier-Nationen-Turniers in Deutschland noch am Dienstag in Bergisch Gladbach auf Israel.

Pressekonferenz und Stimmen zum Spiel

Duisburg, 18. September 2009 - 1:4 in Kaiserslautern, acht Tage später im Heimspiel ein 0:3 gegen Bielefeld - nur ein Gesicht strahlte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel - das von Arminia-Trainer Thomas Gerstner.

(v.l.: Bielefeld-Trainer Thomas Gerstner, MSV-Pressesprecher Tobias Günther, MSV-Trainer Peter Neururer)

Thomas Gerstner: "Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ziemlich viel richtig gemacht. Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, in welche Richtung wir spielen. Wir hatten in den ersten zehn Minuten durch Halfar eine große Chance in Führung zu gehen. Wir haben das Spiel kontrolliert und bestimmt. Wir haben das Spiel, auch in der Höhe, verdient gewonnen."

Peter Neururer: "Ich kann mich den Ausführungen meines Vorredners vorbehaltlos anschließen.
Herzlichen Glückwunsch zur tollen Leistung, die ihr hier vollbracht habt. Auch wenn wir das unsere dazu getan haben und es dem Gegner sehr leicht gemacht haben. Wir laufen Gefahr, das, was wir uns in den letzten Monaten aufgebaut haben, in zwei schlechten Spielen kaputt zu machen.
Nach so einer eindrucksvollen Niederlage sollte man keine Kritikpunkte veröffentlichen. Ich werde erst mal eine Nacht darüber schlafen. Zumal wir am Dienstag ein wichtiges Spiel haben, eine Möglichkeit für die Spieler, sich wieder positiv darzustellen.
Es waren nicht ein, zwei neben der Spur, da kann man als Trainer reagieren, sondern es waren 8,9. Wir sind hier mannschaftlich untergegangen, jetzt liegen wir wirklich am Boden. Jetzt gilt es wieder aufzustehen und das werden wir machen."


Björn Schlicke: „Wir haben gespielt, als hätten wir 2:0 geführt. Es sind die selben Fehler gemacht worden, wie in Kaiserslautern. Wir haben die Bälle nicht verloren, weil wir sie nicht gehabt haben. Das Ganze zieht sich wie ein roter Faden. Man kann es nicht immer auf die Abwehr schieben. So, wie wir heute aufgetreten sind, können wir uns den Dienstag sparen.“

Christian Tiffert: „Ich habe keine Erklärung für heute. Wir hatten nicht eine Torchance. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Meiner Meinung nach hat die Leidenschaft gefehlt. Jetzt ist die Verunsicherung groß. Wir haben die erste Zeit der Saison gut gespielt und bekommen in Kaiserslautern die erste Packung. Und heute Abend folgte die zweite. Jetzt schon von Aufstieg zu sprechen ist Blödsinn. Es war kein guter Tag heute.“

Bernd Korzynietz:
"Es wurde heute eigentlich alles gesagt."

Tom Starke:
„Dass wir schlecht gespielt haben ist heute noch untertrieben. Mir fehlt jegliche Erklärung. Es kam von der ersten Minute an nichts. Jeder muss voran gehen, aber jeder Einzelne hat heute versagt. Es war schon sehr bitter. Und wenn der Trainer mit uns redet, dann ist nicht die Lautstärke von Bedeutung. Wir müssen einfach wach werden. Wenn wir jetzt nicht anfangen aufzupassen, dann sieht es böse aus. Wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wir haben erst zwei Spiele verloren und müssen nach vorne schauen. Wenn wir uns am Dienstag genauso präsentieren, dann wird’s bitter. Es war enttäuschend und hat heute auch irgendwie ins Bild gepasst.“

Sören Larsen:
„Es war ein Alptraum heute. Wir müssen uns stark verbessern. Der MSV hat erst sechs Spiele gespielt. Noch können wir den Aufstieg schaffen. Es wird nicht einfach. Es war heute nicht unser Tag und ich kam nicht richtig ins Spiel. Wir sind bemüht weiter zu kommen. Wir wollen am Dienstag natürlich gewinnen.
Wir müssen ein gutes Spiel spielen. Und an einem guten und gewonnenen Pokalspiel kann die Mannschaft wachsen. Ich selbst kann nicht sagen, ich brauche Zeit, sondern ich muss 100%ig ins Spiel kommen. Und für mich war der MSV Duisburg die beste Entscheidung. Ich fühle mich hier wohl. Und wir sind erst sechs Punkte nach hinten heraus. Aber die sind noch aufzuholen.“
Jochem Knörzer (Text + PK), Manuela Ihnle (Stimmen), Manfred Schneider (Foto)

 

MSV Duisburg - DSC Arminia Bielefeld     0:3  (0:1) Federico schießt Duisburg mit 2 Toren ab

 

Zusätzliche Züge zum Pokalspiel in Mönchengladbach

Duisburg, 18. September 2009 - Die Deutsche Bundesbahn AG setzt am 22. September 2009 anlässlich des Pokalspiels Borussia Mönchengladbach - MSV Duisburg zusätzliche Züge ein.
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Larsen und Ben-Hatira in der der Anfangself - Caiuby, Yankov und Fahrenhorst fraglich

Duisburg, 17. September 2009 - Morgen, 18 Uhr, spielt der MSV Duisburg gegen den Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld. Ein Sieg wäre das passende Geschenk zum 107. Geburtstag, den der MSV Duisburg, der am 17.09.1902 gegründet wurde, heute begeht.
Auf der heutigen Pressekonferenz hakte MSV-Trainer Peter Neururer selber noch mal nach.
"Die Niederlage ist in Kaiserslautern äußerst deftig ausgefallen, die wir verdientermaßen haben einstecken müssen. Eine Niederlage, von der wir mit Glück sagen können, dass sie im Rahmen geblieben ist."

Nach dem, bis auf die ersten 10 Minuten, schlechten Spiel auf dem Betzenberg erwartet Neururer gegen Bielefeld wieder die entsprechende Leistung und Leistungsbereitschaft seiner Mannschaft.
Von sich aus hätte der MSV-Trainer wieder auf die gleiche Elf gesetzt, wird aufgrund einiger Verletzungen und Erkrankungen wohl umstellen müssen.
Neben Caiuby - Adduktorenprobleme, Yankov - Mittelhandfraktur und Ede - Nasenbeinbruch, meldete sich heute morgen auch Fahrenhorst mit hohem Fieber ab. Der Arzt schickte ihn mit Verdacht auf Viruserkrankung erst mal nach Hause. Wer davon zum Kader gegen Bielefeld gehören wird, entscheidet sich erst nach der mittäglichen Untersuchung. Bei Yankov ist angedacht, ihn mit einer Manschette an der Hand spielen zu lassen.
In der Anfangself werden auf jeden Fall Ben-Hatira und Larsen stehen. Sören Larsen hat intensiv das Zusammenspiel mit Sturmpartner Sandro Wagner geübt.
Neururer: "So wie die beiden miteinander spielen, den Weg zum Tor suchen, ist das schon OK. Mehr kann man in der kurzen Zeit nicht erwarten. Das wird mit Sicherheit noch viel besser."
Konditionell sieht Neururer keine Probleme bei Larsen: "Er sollte Luft für mehr als 90 Minuten haben."
Sollte Fahrenhorst ausfallen, wird Tiago seinen Platz einnehmen. Auch Bruno Soares wird dem Kader angehören. Nicht dabei sein wird Kevin Grund, aufgrund der Ausbildungssituation.
Gegen die sich selber zum Meisteranwärter der Zweiten Liga proklamierte Arminia aus Bielefeld hofft Peter Neururer ein mal mehr auf die Duisburger Fans. Wenn auch die Anstoßzeit, Freitag 18 Uhr, eher nicht dazu angetan ist, ein Stadion zu füllen, wünscht sich Neururer eine zahlreiche Unterstützung von den Rängen
 "Wir brauchen die Unterstützung, wir brauchen den 12. Mann!"

Mögliche Aufstellung: Starke - Korzynietz, Tiago, Schlicke, Veigneau - Bodzek, Yankov, Tiffert, Ben-Hatira - Larsen, Wagner

Stimmen zum Spiel: MSV Duisburg - Fortuna Düsseldorf

Frank Fahrenhorst:
„Besser wäre es gelaufen, wenn wir die anderen vier Punkte nicht verschenkt hätten. Wir haben heute einen klaren Sieg eingefahren. Das war unser Ziel und darauf müssen wir weiter aufbauen. Mit meiner Leistung heute war ich soweit auch ganz zufrieden.“

Björn Schlicke:
„Heute war es nicht so ein Hurra-Fußball wie gegen Cottbus. Dafür stimmt das Ergebnis. Von daher bin ich soweit ganz zufrieden. Wenn man so spielt und dann drei Punkte holt, dann ist das schon Wahnsinn.
Dritter Platz ist in Ordnung, noch kein Spiel verloren, nicht mal 0:0 gespielt, also alles, was wir uns vorgenommen haben ist auch eingetroffen.“

Sandro Wagner:
„Der Start mit der Mannschaft war ganz ok bisher. Wir hätten bisher noch mehr Punkte holen können, aber ich denke mal, der dritte Platz nach vier Spieltagen ist ok.“

Bernd Korzynietz:
„In den ersten fünf Minuten haben wir uns ein bisschen schwer getan, danach kamen wir immer besser ins Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt und das ganze mit dem 3:0 in der zweiten Halbzeit dann vergoldet. Jetzt haben wir in vier Spielen acht Punkte geholt und sind auf Platz drei. Unser Anspruch ist nun mal auf den ersten beiden Plätzen zu stehen und am Ende direkt aufzusteigen.
Jetzt haben wir erst mal zwei Wochen Zeit um Fehler aufzuarbeiten. Dann haben wir gute Qualität mit den zwei Neuzugängen noch hinzu bekommen und dann schauen wir mal, wie es weiter geht.
Fortuna Düsseldorf ist ein guter Aufsteiger mit viel Gegenwehr. Ich denke mal, die Mannschaft muss sich um die Abstiegsplätze keine Gedanken machen und wenn der Support von den Fans auch noch stimmt, dann hat man eine echt gute Mannschaft zusammen bekommen.“

Christian Tiffert:
„Ich denke mal, wir haben echt Glück gehabt. 3:0 ist meiner Meinung nach zu hoch ausgefallen. Düsseldorf hatte in der ersten Hälfte Übergewicht und wir hatten zu einem sehr guten  Zeitpunkt durch einen Super-Schuss das 1:0 gemacht. Und danach ist es uns leicht gefallen nachzusetzen.“ Manuela Ihnle (Stimmen)

MSV Duisburg  - Fortuna Düsseldorf 3:0 (1:0)
Tararache mit Tor und Assist, Wagners fünfter Streich

Überraschungscoup von Hübner: Ben-Hatira wieder da!

Leihgaben Ben-Hatira  und Ex-Schalker Sören Larsen kommen
Duisburg, 31. August 2009 - Kurz vor dem Anpfiff gegen Fortuna Düsseldorf gab Sportmanager Bruno Hübner zwei Neuverpflichtungen bekannt. 
Sören Larsen, dänischer Nationalspieler und von 2005 - 2008 in Schalker Diensten, spielt ab sofort für den MSV. Der fast 28-jährige Stürmer kommt vom FC Toulouse.
Die zweite Verpflichtung ist eine faustdicke Überraschung. Änis Ben-Hatira ist wieder ein Zebra!
Beide Spieler sind ausgeliehen, Duisburg hat aber auf beide eine Kaufoption.
Gut gemacht, Bruno Hübner!

Kouemaha wechselt zum FC Brügge

Duisburg, 30. August 2009 - Dorge Kouemaha spielt nicht mehr für den MSV Duisburg.
Er wechselt mit sofortiger Wirkung zum FC Brügge und erhielt dort einen Vier-Jahres-Vertrag.
Die Ablösesumme dürfte bei einer Million liegen. Über die tatsächliche Höhe gibt es bisher keine offiziellen Aussagen.
Kouemaha verspricht sich von dem Wechsel zu dem Europa-League-Teilnehmer mehr Aufmerksamkeit des Kameruner Nationaltrainers, der ihn bislang nicht berücksichtigt hatte.
Mit dem Transfererlös erfüllt der MSV Duisburg Auflagen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Lizenzerteilung für die Saison 2009/2010.

Als direkter Nachfolger für den neben Wagner gesetzten Kouemaha wird David Gigliotti gehandelt.
Der 24-jährige Stürmer steht bei AS St. Etienne unter Vertrag und trainiert seit zwei Tagen in Duisburg. Der MSV soll sich mit dem ehemaligen U21-Nationalspieler bereits einig sein, allerdings soll AS St. Etienne jetzt die Freigabe verweigern.
Somit wird am Montag gegen Fortuna Düsseldorf wohl Caiuby als Sturmpartner von Sandro Wagner gesetzt sein.
Zu dem ist davon auszugehen, dass Kristoffer Andersen, der bereits seit geraumer Zeit beim MSV mit trainiert, verpflichtet wird. Zumal er vereinslos und somit ablösefrei ist.