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Milan Sasic - kantig, ehrlich, menschlich
- ein Kommentar von Jochem Knörzer |
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Duisburg, 27. März 2010 - "Sasic vor dem Aus?", "Feuerwehrmann Sasic legt die Brände", "Aufstand gegen Sasic gescheitert" und, natürlich,
"Tritt Hellmich zurück?" .
Ein Auszug der Titelzeilen der letzten Tage. Der sportliche Erfolg ist ausgeblieben, das Ziel "Aufstieg" wird auch in dieser Saison (wieder) nicht erreicht. Der MSV Duisburg muss für die nächste Saison mit erheblich geringeren Mitteln planen, daraus resultiert vielleicht endlich ein längerfristiger Aufbau mit preiswerteren und erfolgshungrigen Spielern, was von der
Mehrzahl der MSV-Fans gefordert und wohl auch akzeptiert wird.
Und so stürzt sich das Gros der schreibenden Zunft auf die Richtungsvorgabe der deutschen Boulevard-Zeitung, und somit auf Milan Sasic. Nicht zu vergessen, dass dieses "Sensationsblatt" bereits seit der Verpflichtung von Sasic gegen den MSV-Trainer "aus der Hüfte" schießt.
Da fällt mir ein Spruch eines Freundes aus längst vergangenen Tagen ein:
"Mutter drehte Sohn durch den Fleischwolf - Bild sprach als Erster mit der Frikadelle!"
Verschweigend, dass man der Mutter vorher den Fleischwolf geschenkt hatte.
Milan Sasic ist ein Typ mit Ecken und Kanten und fällt sicherlich nicht unter die Rubrik "pflegeleicht". Er ist, so mein persönlicher Eindruck, ein Mann, der ehrliche Arbeit abliefern will. Dafür setzt er sich 100 prozentig ein und lebt das vor.
Und, und da macht er einen Fehler, er erwartet das auch von seinem Team, vom Busfahrer bis zu den Spielern.
Warum ich das als "Fehler" bezeichne?
Weil ich das aus eigener Erfahrung kenne. Auch ich bin zu Beginn meiner vielfältigen Lebens- und Berufslaufbahn davon ausgegangen, dass ich das, was ich bereit bin zu leisten, auch von meinen Mitarbeitern und Kollegen erwarten kann. Das brachte Enttäuschungen, Stress und manch lauten Disput mit sich.
Für manchen sind meine 100 Prozent schon 110 Prozent, in anderen Dingen kann es auch umgekehrt sein.
Aus dieser eigenen Erfahrung kann ich Milan Sasic nur raten, jeden Mitarbeiter individuell einzuschätzen, nicht den eigenen Maßstab anzulegen und "nur" die Leistung zu fordern, die die jeweiligen Mitstreiter auch abliefern können.
Sasic sprach nach dem Spiel gegen Koblenz von einer "intensiven" Woche und glaubt, den Fehler ausgemacht zu haben, der zu Unruhe und Verstimmungen geführt hatte: "Durch meinen rauen und lauten Ton fühlen sich manche Menschen angegriffen. Ich will aber niemandem etwas Böses. Ich bin das Ganze zu schnell angegangen,
wollte zu viele Änderungen, noch mehr Professionalität und Leistung, von den Spieler, dem Physio-Team, dem ganzen Umfeld. Das habe ich eingesehen und mich deswegen auch entschuldigt. Es wird so nicht mehr vorkommen, auch mit 51 Jahren kann ich dazu lernen und etwas ändern."
Irren und Fehler machen ist menschlich, Fehler zuzugeben, einzusehen und daran zu arbeiten ist für mich ein Zeichen von persönlicher und charakterlicher Größe.
Von daher bin ich dankbar, dass wir von der "Bürgerzeitung Duisburg" nicht an Verkaufszahlen gemessen werden, sondern auch einfach mal abwarten können.
Zumal ich die vorherrschende Meinung, "Der Ton macht die Musik", so einseitig nicht teilen kann.
Richtig ist, dass ein andauernder, lauter und rauer Befehlston auf die Dauer nervend und demotivierend ist. Auf der anderen Seite sollten sich die Angestellten, und da beziehe ich mich ausschließlich auf die Spieler, hinterfragen, ob sie in dieser Saison auch tatsächlich in jedem Spiel zu 100 Prozent gewillt waren, ihre mögliche Leistung abzurufen. Und das auch zumindest
versucht haben. Zum Beispiel in und gegen Oberhausen, gegen Ahlen und in Rostock. Von dem Pokalspiel in Augsburg ganz zu schweigen.
So mancher Angestellter oder Arbeiter einer "normalen" Firma hätte nach dieser Leistungs-/Arbeitsverweigerung zumindest eine Abmahnung, wenn nicht sogar die fristlose Kündigung erhalten.
Auch darüber lohnt es sich nachzudenken.
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Endlich mal wieder ein Heimsieg |
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Duisburg, 27. März 2010 - Für die Seele, insbesondere die der, gerade in Heimspielen arg gebeutelten, MSV-Fans
war ein klarer Sieg in der MSV-Arena längst überfällig. Neun Wochen nach dem 5:0 gegen den FSV Frankfurt schossen Baljak und Co die TuS Koblenz mit 4:1 ziemlich wahrscheinlich in die dritte Liga.
Es war ein klarer Sieg gegen erschreckend harmlose Koblenzer. Die Zebras waren in allen Belangen, 27:12 Schüsse, davon 10:3 auf das Tor, 57% Ballbesitz und 56% gewonnene Zweikämpfe, überlegen.
Nur nach dem Anschlusstreffer der Koblenzer durch den abgefälschten Freistoß konnte man aufkommende Verunsicherung bei den Duisburger Spielern spüren.
Nach dem 3:1 hatte man das Gefühl, als lehnte sich der MSV nach getaner Arbeit schon wieder gemütlich zurück.
In dieser Phase endeten die vorhandenen Kontermöglichkeit per Fehlpass spätestens kurz hinter der Mittellinie, anstatt weiter Seelenmassage zu betreiben. Und so war es nicht verwunderlich, dass die Zuschauer bei dem ein oder anderen missglücktem Schussversuch sogar pfiffen.
Nur Christian Tiffert zeigte nach dem Spiel wenig Verständnis für die Unmutsbezeugungen der MSV-Fans: "Wir waren schlecht, haben eine schlechte Leistung abgeliefert, uns zu wenig bewegt. Das muss so gewesen sein, weil die Zuschauer selbst beim Stand von 3:1 gepfiffen haben. Da habe ich einmal einen Ball nicht richtig getroffen, der statt aufs Tor weit daneben ging und es
wurde gepfiffen."
Ein Heimsieg macht die MSV-Arena eben noch nicht zur Festung, ein Heimsieg lässt die vielen, unnötig liegengelassenen Punkte nicht vergessen. Da muss noch mehr kommen, um den, wieder einmal, verspielten
Kredit bei den Duisburger Zuschauern wieder aufzubauen.
Trainerstimmen
TuS-Trainer Petric Sander:
"Der Sieg geht völlig in Ordnung. Wir sind gerade in der ersten Halbzeit nicht so aufgetreten, wie es nötig gewesen wäre. Die Zweikämpfe wurden nicht angenommen. Erst nach dem 2:0 haben wir eine Reaktion gezeigt und zumindest den Anschlusstreffer erzielt. Wir werden gegen Paderborn anders auftreten."
MSV-Trainer Milan Sasic fasste sich kurz: "Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden, wir haben verdient gewonnen.
Ich habe totales Mitgefühl mit Koblenz, weil ich dort fünf Jahre tätig war und hoffe, dass sie es noch schaffen."
Jochem Knörzer
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MSV
Duisburg - TuS Koblenz
4:1 (1:0) 2. Heimsieg unter Sasic -Fotostrecke-
2000. Punkt der Zebras in 1552 Spielen der 1. und 2. Bundesliga erreicht |
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MSV empfängt TuS Koblenz |
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Duisburg, 25. März 2010 - Am 28. Spieltag empfangen die Zebras die TuS Koblenz zum Heimspiel in der MSV-Arena. Das Hinspiel gewannen die Zebras im Stadion Oberwerth unter Interimstrainer Uwe Speidel mit einem klaren 3:0. Koblenz steht derzeit auf dem vorletzten Platz der Tabelle mit zwei Punkten Abstand zum rettenden Relegationsplatz. Der MSV hält sich
im oberen Tabellendrittel auf und möchte bis Saisonende um jeden Tabellenplatz kämpfen.
Chefcoach Milan Sasic schätzt die Begegnung mit Koblenz als schwierige Aufgabe ein. Der Trainer kennt die TuS gut. Sasic führte den damals wirtschaftlich angeschlagenen Verein als Cheftrainer von der Oberliga bis in die 2. Bundesliga, wo er den Verein schließlich erfolgreich etablieren konnte. „Das wird kein leichtes Spiel gegen Koblenz. Die hatten zwar einen schlechten Lauf,
jedoch haben die Koblenzer die letzten beiden Spiele wieder gewonnen“, so der Trainer.
Bei den Zebras fallen Mihai Tararache, Bruno Soares und Kevin Schindler verletzt aus. Olivier Veigneau und Sören Larsen sind diese Woche wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.
Die abstiegsgefährdeten Koblenzer konnten in den letzten beiden Meisterschaftsspielen mit Siegen gegen Greuther Fürth und Rot-Weiß Ahlen wieder Erfolge verbuchen und reisen daher mit viel Selbstvertrauen nach Duisburg. Mittelfeldspieler Daniel Gunkel sagte nach dem Sieg gegen Fürth: „Jetzt wollen wir in Duisburg nachlegen. Ich freue mich auf dieses nächste Endspiel in der
MSV-Arena.“ Auch Keeper David Yelldell zeigt sich willensstark in Hinblick auf die Partie gegen die Zebras: „In Duisburg wollen wir jetzt auch punkten und am besten so spielen wie gegen Fürth." Bei den Gästen wird Everson die Reise nach Duisburg nicht mit antreten, da der Brasilianer aufgrund seiner fünften gelben Karte für die Partie am Freitagabend gesperrt ist.
joke
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Saison für Soares und Schindler zu Ende |
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Duisburg, 25. März 2010 - Bruno Soares und Kevin Schindler fallen voraussichtlich bis zum Saisonende aus.
Soares muss nach seinem Fußbruch erneut operiert werden und Schindler muss sich einer Knieoperation unterziehen. Soares war bereits auf einem guten Weg der Besserung, musste jedoch jetzt einen Rückschlag hinnehmen. Schindler kann sein Talent beim MSV diese Saison leider nicht mehr unter Beweis stellen. joke
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Zebra - Informationen |
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Duisburg, 24. März 2010 - MSV-Vorstandsvorsitzender feiert 66. Geburtstag
MSV-Chef Walter Hellmich wird heute 66 Jahre alt. Der gebürtige Duisburger ist seit 2002 Vorstandvorsitzender beim MSV. Hellmich baute während seiner Amtszeit das alte Wedaustadion in die MSV-Arena um und unter seiner Präsidentschaft gelang den Zebras zwei Mal der Aufstieg in die 1. Bundesliga.
Der MSV gratuliert Walter Hellmich recht herzlich und wünscht ihm alles Gute.
Dem schließen wir uns an und gratulieren Walter Hellmich ebenfalls zu seinem Geburtstag!
Sören Larsen zurück im Training
Am Dienstagmorgen absolvierten die Zebra-Profis eine Trainingseinheit an der Westender Straße. Die Mannen um Chefcoach Milan Sasic genossen den Sonnenschein und die frühlingshafte Luft am Trainingsgelände in Meiderich. Nachdem Olivier Veigneau bereits am Montagnachmittag nach seiner Verletzung ins Training zurückkehrte, begann auch Sören Larsen am Dienstag nach seiner
Langzeitverletzung wieder mit dem Training. Der Torjäger machte alle Ballübungen mit und freute sich über seine erste Trainingseinheit.
Am Mittwoch und Donnerstag trainieren die Zebras jeweils um 18 Uhr, um sich auf das Spiel gegen TuS Koblenz am Freitagabend vorzubereiten.
Öffentliche Kritik an der Arbeit von Milan Sasic - Zebra-Kapitän Tom Starke bezieht Stellung
Aufgrund der letzten Medienberichte stellte sich Tom Starke für ein Interview mit der MSV-Homepage zur Verfügung. Der Kapitän äußerte sich zu der öffentlichen Kritik an der Arbeit von Milan Sasic und stellte dabei die Sachverhalte klar.
Tom Starke, gestern fand eine Sitzung zwischen dem Spielerrat und dem Sportdirektor Bruno Hübner statt. Warum?
Es gibt in dieser Form immer mal wieder Sitzungen. Diese finden statt, sobald außergewöhnliche Themen anstehen.
Was war gestern das Thema?
Die Zusammenarbeit zwischen Mannschaft, Betreuer, alle die um das Team herum arbeiten und dem Trainer. Damit natürlich verbunden, die anhaltende Kritik in der Öffentlichkeit an dieser.
Wie war der Verlauf des Gespräches?
Unser Sportdirektor Herr Hübner hat aus seiner Sicht die Zusammenarbeit mit unserem Cheftrainer geschildert und anschließend hat der Spielerrat seine Sichtweise dargestellt.
Was war das Ergebnis der Sitzung?
Beide Parteien waren sich relativ schnell einig, dass unser Trainer sehr qualifiziert ist und uns ein abwechslungsreiches Training mit unterschiedlichen Schwerpunkten bietet. Dass er die Mannschaft gut auf den Gegner vorbereitet und von allen 100% Leistung energisch einfordert.
Aber was sind dann die Kritikpunkte an dem Trainer?
Zwischen der Mannschaft und dem Trainer gibt es keine Differenzen und falls, dann sind es Kleinigkeiten die in unserem Alltag normal sind und die uns in unserer Entwicklung weiterbringen.
Also alles ok?
Nein, sonst hätten wir uns sicherlich nicht so lange ausgetauscht. Wir haben die Problematik um die Mannschaft herum angesprochen. Viele sind verunsichert, weil unser Trainer sehr viel verlangt, dies auch noch mit einer sehr hohen Geschwindigkeit einfordert und dann mit der bei unserem Trainer nicht immer vorhandenen Geduld konfrontiert werden. Hinzu kommt, dass viele diesen
rauen Umgangston/Befehlston nicht richtig einschätzen und sich natürlich damit nicht wohlfühlen. Mit diesem Wissen und unserem Anliegen hier Änderungen herbeizuführen, wurde anschließend ein Gespräch mit unserem Sportdirektor und unserem Cheftrainer geführt.
Schon ein Ergebnis von diesem Gespräch?
Ja, am heutigen Tag wurden alle Beteiligte, die im alltäglichen Ablauf mit dem Trainer unmittelbar zusammen arbeiten, zu einem klärenden Gespräch einberufen. Hierbei haben beide Seiten ihre Ansichtsweise dargestellt und unser Cheftrainer hat sich für die Art und Weise wie es bei ihnen ankam, bei den Betroffenen entschuldigt. Allerdings hat er ausdrücklich darauf hingewiesen,
dass er auch in Zukunft mit dem Verein ambitionierte Ziele hat und er mit Nachdruck dies zu 100% auch einfordert. Wir werden also in Zukunft professionell zusammen arbeiten ohne die zwischenmenschliche Komponente außer Acht zu lassen. Somit haben wir dieses Thema intern abgearbeitet und können uns wieder auf das Tagesgeschäft konzentrieren, denn nach den letzten beiden
Spielen müssen wir wieder in die Erfolgsspur finden und unseren Zuschauern endlich zu Hause einen Sieg präsentieren.
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Die restlichen
Zweitliga-Spieltage wurden terminiert |
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Duisburg, 23.
März 2010 - Die Deutsche Fußball-Liga hat die
Ansetzungen der restlichen Zweitliga-Spieltage (30 bis
34) veröffentlichet.
Dabei werden die Zebras gegen die SpVgg Greuther Fürth
am Sonntag, 11. April, um 13.30 Uhr antreten. Danach
geht es am Freitag, 16. April, um 18 Uhr zum heißen
Aufstiegsaspiranten FC Augsburg.
Es folgen zwei Heimspiele:
Am Samstag, 24. April, um 13 Uhr gegen den SC Paderborn
07 und am Sonntag, 2. Mai, 17.30 Uhr gegen den
Karlsruher SC. In dieser Runde finden ebenso alle Spiele
zeitgleich statt wie am 34. Spieltag, wenn der MSV am
Sonntag, 9. Mai, um 15 Uhr bei Alemannia Aachen antreten
muss.
Karten für das Auswärtsspiel in Augsburg ab sofort im Handel
Tickets für das Auswärtsspiel beim FC Augsburg, 16.04.2010, sind ab sofort im ArenaShop und im ZebraShop Westender Straße erhältlich.
Preise:
Sitzplatz: 22,50 €
Stehplatz: 12,50 €
Stehplatz erm.: 10,50 €
Der Verkauf endet am Dienstag, 13.04.2010, 12.00 h.
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Hansa Rostock - MSV
Duisburg
3:1
(1:0) Jetzt klare Planungssicherheit für zweite Liga |
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MSV spart schon für die nächste Saison |
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Durch Duisburg fährt eine Zebra(Fan)Bahn
Manfred Schneider (Fotos)
Duisburg,
18. März 2010 - Beim MSV wird schon für die nächste Saison gespart. Zumindest an Kaffee, Getränke, halbe belegte Brötchen oder Teilchen für die Vertreter der lokalen Presse. Die obligatorische Pressekonferenz vor dem Spiel ist ausgefallen, die übliche Einladung zur Westender Straße oder MSV-Arena blieb aus.
Weiterhin nicht im Kader stehen die Langzeitverletzten Sören Larsen und Änis Ben-Hatira. Auch Olivier Veigneau, dessen Verletzung sich als Muskelfaserriss heraus gestellt hat, Mihai Tararache und wohl auch Kevin Schindler
sind nicht dabei.
Es ist also damit zu rechnen, dass sich der Kader aus dem verlorenen Heimspiel gegen 1860 in Rostock rehabilitieren kann. Und da es sich um ein Auswärtsspiel handelt, sind ein oder auch drei Punkte durchaus möglich.
Sportdirektor Bruno Hübner kann zurzeit eigentlich nur Gedankenspiele betreiben. Solange die Auswertung, und die damit verbunden Auflagen, des Lizenzsantrags für die nächste Saison noch nicht vorliegen, sind konkrete
Schritte einfach nicht möglich.
Bleibt nur die Hoffnung, dass der positive Auswärtstrend auch in Rostock anhält und wenigstens der vierte Platz weiter in Sichtweite bleibt. Jochem Knörzer
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MSV kann in der
MSV-Arena nicht gewinnen |
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Duisburg,
15. März 2010 - "Ob
jetzt ein Punkt oder kein Punkt raus gesprungen ist, ist, glaube ich,
auch egal."
So Tom Starkes Reaktion nach seinem Fehler, der zum späten "Golden
Goal" für die Münchener wurde.
Er hat nicht einmal Unrecht.
Was heute allein gezählt hätte, wäre ein
Sieg gewesen. Und davon waren die Zebras nach 50 Minuten genauso weit
entfernt wie nach dem Schlusspfiff vom Aufstieg.
So etwas wie die erste Duisburger Torchance, Tiffert sprang der Ball 11 Meter vor dem Tor erst vor, dann von den Füßen, in der zweiten Halbzeit war auch bis zur 88. Minute die letzte.
1860-Trainer Ewald Lienen hatte nicht ganz Unrecht, als er in der Pressekonferenz sagte: "Vielleicht wollten wir in der Schlussviertelstunde etwas mehr das entscheidende Tor."
Auf Duisburger Seite fehlte einfach der letzte Biss, der absolute Wille, dieses Spiel zu gewinnen. Und was fehlte, war ein Spieler, der Verantwortung zeigte, der die anderen mitriss, antrieb.
Das bemängelte MSV-Trainer Milan Sasic nach dem Spiel lautstark: "Nach 50 Minuten habe ich alles vermisst, was wir uns vorgenommen hatten, was ich in der ersten Halbzeit zumindest nach den ersten 15 Minuten gesehen habe.
Keiner hat Verantwortung übernommen, wir haben uns nicht gestellt."
Stimmt. Baljak war im Sturm zu oft Alleinunterhalter, stand allein gegen mindestens zwei Münchener, die ihn und seine Schussversuche blockten. Und die wenigen Torchancen wurden nicht genutzt oder von einem gut aufgelegten Kiraly pariert.
Einzig Kevin Grund, der für den verletzten Veigneau einsprang und so zu seinem Profi-Debüt kam, nahm Sasic aus.
Der Neu-Profi hat eine solide Leistung in der Abwehr abgeliefert, nach vorne konnte er (noch) keine Akzente setzen. Mit 73 Ballkontakten gehörte er neben Grlic und Schlicke zu den Aktivposten bei den Zebras.
Und nun?
Jetzt heißt es, die Saison so gut und erfolgreich wie eben möglich zu Ende zu spielen. Und wenn es nicht zum dritten Platz reicht, dann sollte es der vierte Platz sein. Weil, es gibt ja auch noch Platzierungsgelder aus den Medieneinnahmen. Und der MSV kann jeden Euro gebrauchen.
Und dann?
Versuchen, eine junge, hungrige Mannschaft aufzubauen. Kein weiterer "Hau-Ruck"-Versuch, sondern man sollte es mal mit kontinuierlicher Aufbauarbeit versuchen. So wie es Sportdirektor Bruno Hübner schon vor der Saison angekündigt hatte. Etwas, was sich auch Milan Sasic gut vorstellen kann.
Und wer überzeugt den MSV-Präsidenten Walter Hellmich davon? Jochem Knörzer
Stimmen zum Spiel
Björn Schlicke: "Tom kann man heute Abend am aller wenigsten Vorwürfe machen, über die ganze Saison hin eigentlich. Tom war derjenige, der uns die ganze Zeit gerettet hat. Okay, das einzige Tor fällt heute bei ihm, das ist natürlich bitter, aber ich mach ihm dafür keinen Vorwurf.
Ein Punkt wäre besser gewesen als keiner. Im Endeffekt wollten wir endlich mal wieder ein Spiel zu Hause gewinnen und unsere Heimbilanz verbessern, aber es ist uns leider nicht gelungen.
Wir hatten viel zu wenige Torchancen in der zweiten Halbzeit und das ist ein bisschen wenig um ein solches Spiel zu gewinnen. Und es natürlich um so bitterer, wenn sich nach einer Stunde das ganze Spiel herum dreht.
Jede Woche ist man der Meinung, der Zug ist abgefahren und dann kommt er wieder an im Bahnhof, dann fährt er wieder ab. Wir haben uns darauf nicht konzentriert.
Wir wollten, wie bereits gesagt, die Heimbilanz verbessern und es ist uns bekanntlich nicht gelungen. Ich mache mir heute noch keine Gedanken um Rostock. Das Spiel ist zwar am Freitag, aber ich muss jetzt erst einmal die Niederlage verdauen.“
Tom Starke: "Ich hab den Ball noch gefangen, hatte den sicher, aber dann sieht man es bestimmt auch im Fernseher, dass er mir erst am Boden wieder heraus titscht, weil ich praktisch mit dem Boden den Ball sichern will. Das war in der Situation nicht möglich gewesen, da ich viel Matsch am Ball und den Handschuhen hatte.
Und der unglückliche Umstand führte dann natürlich dazu, das ein 1860´er dann frei stand und sich den Rebound holen konnte. Ja, aber Hoffnung hat man noch immer und ich bin natürlich dran an dem Schuss von ihm und dann steht der nächste frei und schiebt den rein.
Und das hat ja dann ganz gut gepasst zu dieser Situation. Wenn man auf die ersten drei Plätze jetzt in der Tabelle anspielen will, dann hätte uns der eine Punkt schon weiter geholfen, da St. Pauli ja gewonnen hatte.
Wir hätten aber auch mit einem Punkt Boden verloren. Allerdings geht es nun auch um die Platzierungsgelder für die neue Saison. Da wollen wir auch nun mal noch ein paar Plätze gut machen und dabei hätte uns der eine Punkt schon geholfen.
Es ist schon eine Katastrophe. Wir haben heute versucht mal ganz anders aufzutreten als sonst und es hat auch nicht geklappt. Ich hoffe, der Trainer hat noch eine Idee für das nächste Heimspiel.
Auswärts geht es ja. Ich weiß nicht, was uns lähmt oder hemmt im eigenen Stadion. Aber defensiv können wir weiterhin so drauf aufbauen und wir müssen jetzt das Positive daraus ziehen für das nächste Heimspiel und sagen: “Und jetzt müssen wir nach vorne ein bisschen durchschlagskräftiger werden.“ – Ich denke mal, von den Punkten her ist der vierte Platz realistischer für uns.
Und wie schon gesagt, ich hab es eben schon betont, das der Verein diese Platzierungsgelder noch einstreichen kann und das ist wichtig für die ganze Situation im Verein.“ Manuela Ihnle (Stimmen) |
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MSV
Duisburg - 1860 München
0:1 (0:0) -Fotostrecke-
Starkes Fehler beschert 1860 den Sieg |
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1. FC Union Berlin - MSV
Duisburg
0:1 (0:0)
Schlicke schießt das goldene Tor und
Starke hält den Sieg fest |
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Berlin soll eine Reise wert sein |
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Duisburg, 06. März 2010 - Die Pressekonferenz vor dem Spiel in Berlin gegen die "Eisernen" von Union fand mal wieder in einem kleinen, übersichtlichen, gemütlichen, ja fast schon intimen Kreis statt.
MSV-Trainer Milan Sasic war auffallend gesprächsfreudig, aus dem sonst üblichen "Frage-und-Antwort-Spiel" wurde schnell eine offene Gesprächsrunde.
Vielleicht auch, weil das Spiel in Berlin, Sonntag, 13:30 Uhr im "Stadion an der alten Försterei", nur begrenzt behandelt wurde.
Den Aufsteiger schätzt er als eine Mannschaft ein, die vom Kampf lebt. Die "Eisernen" haben auch eine gewisse Heimstärke entwickelt und in den letzten fünf Heimspielen nicht verloren hat.
Ein Wiedersehen wird es mit Ede geben, der sich nichts Schöneres vorstellen kann, als gegen die Zebras zu spielen, möglichst ein oder das entscheidende Tor zu erzielen und den MSV mit einer Niederlage zurück zu schicken.
Nicht, oder noch nicht, im Kader sind Larsen, der gestern mit der medizinischen Abteilung einen Leistungstest absolvierte, Soares, der zwar wieder im Mannschaftstraining steht, sich aber im Zweikampf noch sichtlich zurück hält, Schindler, bei dem orthopädische Probleme festgestellt wurden und behandelt werden, sowie Tararache, der nach Schmerzen im Kniebereich, eine
Geschichte mit Historie, punktiert werden musste.
Mit nach Berlin reisen könnte Bernd Korzynietz, der seit zwei Wochen im Mannschaftstraining steht. Ein kleiner Lichtblick, wenn man auf die aktuellen Leistungen der Zebras in der Abwehr schaut.
Trotz sieben Punkten Rückstand auf den dritten Platz hat Sasic noch lange nicht die "Flinte ins Korn geworfen":
"Ich will alles versuchen, das Maximum an Leistung aus meinen Spielern heraus zu holen. Auswärts sind wir anscheinend stärker als zu Hause, weil die Mannschaft dann das auch umsetzt, umsetzen kann , was ich vorgebe.
Wir haben auch in den Heimspielen unsere Chancen, aber vorne fehlt einfach ein Larsen. Die Defensive, nicht nur die Abwehr, müssen wir endlich stabilisieren."
Das würde ich mir schon für das Spiel in Berlin wünschen. Egal, auf welchem Platz diese Saison beendet wird, Hauptsache, es wird bis zum letzten Spieltag Leistung gezeigt! Jochem Knörzer
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Neuer Geschäftsführer ist ein Profi |
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Duisburg, 05. März 2010 - Am Montag wird der neue Geschäftsführer des MSV Duisburg der Presse vorgestellt, schon heute, bei der Pressekonferenz zum Spiel in Berlin, war er das Thema Numero Uno.
Roland Kentsch, er war die letzten sieben Jahre Geschäftsführer der Arminia aus Bielefeld, ist ab sofort der alleinige Geschäftsführer beim MSV.
Der neue Mann ist Vorstandsmitglied des DFB, sitzt im Aufsichtsrat der DFL und ist stellv. Vorstandsvorsitzender der Bundesligastiftung. Daneben ist er auch noch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Herford GmbH.
Der Aufsichtsrat des MSV Duisburg legt Wert darauf, dass diese, so der Aufsichtsrat, "richtungsweisende Entscheidung", einstimmig getroffen wurde.
Und was sagt Bruno Hübner, der seit der Trennung von Bremer nicht nur Sportdirektor sondern auch Geschäftsführer war?
"Ein Mann kann nicht zwei so wichtige Positionen ausfüllen und in beiden Bereichen 100 Prozent bringen. Ich freue mich, dass wir mit Roland Kentsch den passenden Mann gewinnen konnten, den wir in und mit Ruhe suchen konnten. Ich werde mich jetzt wieder voll um den sportlichen Bereich kümmern."
Und da hat Hübner ja noch reichlich zu tun. Jochem Knörzer
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