Zebra-Archiv Januar 2010

 

Sandro Wagner wechselt nach Bremen

Duisburg, 31. Januar 2010 - Wie der "Weser Report" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wechselt Sandro Wagner mit sofortiger Wirkung zum SV Werder Bremen. Der 22-jährige Stürmer, der nach einem Kreuzbandriss frühestens Februar/März wieder spielen kann, hat beim Bremer Bundesligisten einen Vertrag bis Juni 2014 unterschrieben.

Während Bremens Manager Klaus Allofs den Wechsel gegenüber dem "Weser Kurier" bereits heute Mittag bestätigte, erschien die Pressemitteilung vom MSV Duisburg erst nach 17 Uhr.
 „Wir haben lange um Sandro gekämpft, aber aufgrund seiner Leistungssteigerung bei uns sind mehrere Bundesligisten an ihm interessiert gewesen und somit konnten wir ihn leider nicht mehr in Duisburg halten. Wir wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft,“ sagte Sportdirektor Bruno Hübner nach den Verhandlungen mit Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs.


Im Gegenzug bringt der Duisburger Sportdirektor aus Bremen Dusko Tosic und Kevin Schindler, der zur Zeit an den FC Augsburg ausgeliehen ist, dort aber nicht zum Zuge kommt, mit. Beide Spieler sind bis zum Saisonende ausgeliehen.
 „Mit Tosic bekommen wir in der Defensive enorme Qualität hinzu. Er ist aktueller serbischer Nationalspieler und kann auf mehreren Positionen spielen,“ sagte Hübner, der damit nach den Verpflichtungen von Srdjan Baljak und Dario Vidosic noch mal auf die verletzungsbedingte Spielerknappheit im MSV-Kader reagierte.

Schindler hat in der vergangenen Saison fünf Tore für Hansa Rostock erzielt und gab zudem elf Torvorlagen.
Der 21-Jährige ist Wunschspieler von MSV-Trainer Milan Sasic, der ihn bereits vor einem Jahr verpflichten wollte.
Beide Profis werden morgen Vormittag zum Medizincheck in der Sportklinik Duisburg erscheinen und am Nachmittag zum ersten Mal mit den Zebras auf der Platzanlage an der Westender Straße trainieren.
 Jochem Knörzer

Trainingszeiten:
Montag: 10 und 15:30 Uhr Westender Straße
Dienstag: 10 und 15:30 Uhr Westender Straße

 

Nur ein Spiel verloren - Tom Starke gewinnt sein Duell klar nach Punkten

Duisburg, 30. Januar 2010 - Der MSV Duisburg hat sein Heimspiel gegen den FC St. Pauli verloren. Anstatt von den Punkten her Boden gut zu machen, sind die Kicker vom Kiez um weitere drei Punkte davon gezogen.
Na und?

Wenn St. Pauli die Form der ersten Halbzeit auch nur annähernd in den nächsten 14 Ligaspielen abrufen kann, wird der "Weltpokalsiegerbesieger" von 2002 sicher als Tabellenerster die Saison abschließen und aufsteigen. Wenn.

Nach der Hinrunde wurde Kaiserslautern bereits als sicherer Aufsteiger gehandelt. Nach zwei Spielen in der Rückrunde und einem mageren Punktgewinn, im Heimspiel gegen Schlusslicht Ahlen, ist Lautern unter Druck. Ein Punkt am Montag in Aachen ist das Minimum, für die Tabellenführung aber zu wenig.
Augsburg hat als einzige Mannschaft der vorher punktgleichen Verfolger einen Sieg eingefahren. Und das gegen den direkten Konkurrenten Bielefeld. Aber auch sie liegen, 14 Spiele vor Saisonende, nur drei Punkte vor Duisburg, Düsseldorf und Bielefeld. Und aktuell drei Punkte hinter Kaiserslautern.
An 14 Spieltagen kann viel passieren.

Es ist davon auszugehen, dass sich beim MSV in absehbarer Zeit die Verletztenliste lichtet und mit Sandro Wagner und Sören Larsen die Stammstürmer wieder zur Verfügung stehen.
Oder hat man vergessen, dass Duisburg seit Wochen und Monaten nicht in der stärksten Formation auflaufen kann?
Auch gegen St. Pauli nicht. Dazu kamen, in der ersten Halbzeit, fehlende Spritzigkeit und eine gewisse Kopfmüdigkeit, was durchaus darauf zurückgeführt werden kann, dass der MSV am Montagabend unter widrigen Bedingungen in Cottbus bis zur letzten Minute fighten musste, während die "Kiezkicker" sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Tagen regenerieren konnten. So etwas könnte man schon als Wettbewerbsverzerrung auslegen.

Der einzige Duisburger, der sein persönliches Duell gegen St. Pauli klar nach Punkten gewonnen hat, ist Tom Starke. Bei beiden Gegentoren war er chancenlos, bei Kruses Schuss auch, aber da rettete der Pfosten.
Macht 2,5 Punkte für St. Pauli.
Sieben hochkarätige, zum Teil 100-prozentige Torchancen machte Starke zunichte.
Somit hieß das Ergebnis im Spiel Starke gegen St. Pauli 7 : 2,5 für den Duisburger Torwart.
Aus meiner Sicht hat er eine Weltklasseleistung abgeliefert. Die Note kann nur eine glatte Eins sein. Warum in dem ein oder anderen Artikel dann nur eine Zwei oder Zwei plus auftaucht, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Ich halte es mit MSV-Trainer Milan Sasic, der nach der Niederlage gegen St. Pauli folgendes sagte:
"
Man wird sehen, der MSV wird in dieser Saison noch viele Spiele gewinnen."
Und den Anfang werden die Zebras in Düsseldorf machen!
 Jochem Knörzer

Pressekonferenz und Stimmen zum Spiel



St. Pauli-Trainer Holger Stanislawski:
"In der ersten Halbzeit waren wir außergewöhnlich gut. Fast mit jedem Angriff  waren wir torgefährlich, haben wir eine Vielzahl an Torchancen heraus gespielt. Leider haben wir nur zwei Tore gemacht und Duisburg so im Spiel gehalten.
In der 44. Minute hatten wir Glück und einen überragenden Matthias Hain, der uns das 2:0 gesichert hat. Mit einem Anschlusstreffer kann so ein Spiel dann nochmal kippen.
Wir haben auch in der zweiten Halbzeit versucht, weiter nach vorne zu spielen, es fehlte aber die Effektivität aus der ersten Halbzeit. Wir hatten auch das Quäntchen Glück, dass dem MSV kein Tor gelang. Hain hat nochmal zwei-, dreimal überragend gehalten."


MSV-Trainer Milan Sasic:
"St. Pauli hat verdient gewonnen. Was wir in der ersten Halbzeit geboten haben,
das war nicht gut. Wir hatten mehr unerzwungene Ballverluste als in den Spielen davor zusammen.
Jeder zweite Pass nach vorne war ein Ballverlust.
Dank Tom Starke ist es bis zur Halbzeit beim 0:2 geblieben. Hain hat unseren Anschlusstreffer verhindert. Beide Torhüter waren für mich die besten Spieler auf dem Platz.
Aber warum haben wir so gespielt, obwohl jeder Spieler gezeigt hat, dass er wollte? Wir haben am Montag in Cottbus 93 Minuten gefightet, waren ein wenig müde im Kopf, es fehlte die Spritzigkeit. Ich will keine Ausreden suchen, St. Pauli hat verdient gewonnen, aber wir hatten zwei Tage weniger Zeit zum Regenerieren.
Die heutige Ansetzung eines so wichtigen Spiels war nicht richtig."

Tom Starke:
"Heute ist mir nicht kalt geworden in der ersten Halbzeit. Was soll man da groß schön reden?
Wir sind in der ersten Halbzeit ins offene Messer gelaufen. Nach dem 0:2 haben wir meiner Meinung nach komplett den Kopf verloren. Wir sind viel zu hoch gestanden und haben viel zu leichtfertig die Bälle hergegeben und jeder Pass in die Tiefe war letztendlich eine tausend prozentige Torchance.
Und dadurch, dass es nur 0:2 stand, denke ich, haben wir uns in der zweiten Halbzeit nochmal ein bisschen gefangen. Wenn das 1:2 fällt, ist vielleicht noch was drin, aber so haben wir verdient verloren heute.
Die ersten Fehler sind in der Vorwärtsbewegung gemacht worden. Deswegen würde ich sagen, dass wir ein bisschen zu naiv nach vorne waren.
Der Baljak hat darauf gewartet, dass wir schön kommen und wir wollten es direkt erzwingen und hatten mit Caiuby direkt die erste Chance. Das haben wir falsch gemacht heute.
Wir waren viel ballsicherer, mit dem Mut der Verzweiflung. Wir sind wieder ins Spiel zurück gekommen und haben die Chancen gehabt. Und wenn dann einer herein fällt, dann weiß man ja selbst, was alles im Fußball passieren kann. Dann kriegen wir Oberwasser, unsere Fans kriegen Oberwasser und dann werden wir das zweite auch noch schaffen.
Ich denke, wir haben in der zweiten Halbzeit was gut gemacht, was wir in der ersten schlecht gemacht haben bei den Fans.
Es ist klar, dass wir nicht alle Spiele gewinnen werden. Gott sei Dank sind es ja noch genug und wir haben heute einen Schuss vorm Bug bekommen. Wir haben heute eine verdiente Niederlage eingesteckt und ich hoffe, dass wir das so verarbeiten, dass wir daraus lernen und uns beim nächsten Spiel cleverer verhalten.
In Düsseldorf werden wir in einem Stadion spielen, was sehr voll sein wird. Es wird eine super Atmosphäre sein und wir geben die Favoritenrolle sehr gerne an Düsseldorf ab. Wir wollen das Spiel gewinnen, wie jedes andere Spiel auch.“


Christian Tiffert:
"Wir haben einen sehr guten Torhüter.
St. Pauli kann auch sagen: „Warum steht es nicht 6:0?“ – Ich glaube, es wäre auch fast möglich gewesen.
So, wie Tom gehalten hat, sowas habe ich ganz selten gesehen. Er hat so viele Situationen vereitelt. Es kann nicht sein, dass jeder lange Ball zu einem Angriff und eine Torchance führt.
Es war ganz offensichtlich zu wenig gegen eine solch offensivstarke Mannschaft wie St. Pauli.
Das 1:0 passierte aus einer Situation, die wir im Training fünf Tage angesprochen haben. Lange Spieleröffnung über Rothenbach, der rechts durch geht und die Flanke schlägt und so ist es gekommen. Genau so, wie wir es auf Video gesehen und besprochen haben und dann schlafen wir einfach.
Und das 2:0 war einfach ein Fehler. Wir hatten einfach viel zu viele Ballverluste. Wir haben St. Pauli quasi dazu eingeladen. Es war einfach viel zu wenig.
Wir haben in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Spiel gezeigt und deshalb haben die Fans auch applaudiert. Es war wie gegen Aachen. Erst haben wir eine schlechte erste Halbzeit hingelegt und dann eine bessere zweite. Hain hat von mir drei oder vier Aktionen gehalten, die auch nicht so einfach waren. Die waren auch nicht so einfach, weil sie waren platziert in die Ecke geschossen. Was soll man machen, wenn der Torhüter hält?
Man kann klar sagen, ich habe den Ball nicht rein gehauen. Aber das war bei anderen genau so.
Tom hält super, St. Pauli macht die Tore nicht, Hain super, wir machen die Tore nicht.
Deshalb brauchen wir uns gar nicht beschweren dass wir hier verloren haben.
Jetzt werde ich mich erst einmal über diese Niederlage ärgern und dann geht’s nach Düsseldorf.“


Ivo Grlic:
"Es war heute nicht einfach. Man hat gesehen, uns ist kein Tor mehr geglückt.
Die erste Halbzeit war nicht grad unser Spiel und solche Spiele gibt es nun mal auch.
In der zweiten Halbzeit sind wir nun mal wieder ganz gut zurück gekommen. Bloß, uns ist kein Tor geglückt.
Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, das man Pauli auch in Verlegenheit bringen kann. Wir haben es leider nicht mehr geschafft einen Anschlusstreffer zu erzielen, doch dann wäre es sicherlich interessanter gewesen. Wir wollen das Spiel gegen Düsseldorf gewinnen.
Wir haben heute drei Punkte liegen lassen und werden uns diese zurück holen.
Jetzt geht es erst mal darum, die Niederlage so schnell wie möglich aus dem Kopf zu kriegen und sich dann auf Düsseldorf zu konzentrieren.
Es tat heute einfach nur weh, dass wir verloren haben und den Zuschauern keinen Sieg schenken konnten.“


Dario Vidosic:
"Mein Einstand war ok. Wir haben in der zweiten Halbzeit besser gespielt.
Wir hatten heute kein Glück. Hätten wir zehn Minuten mehr gehabt, dann hätten wir bestimmt getroffen.
Wir hatten viele Möglichkeiten gegen eine starke Mannschaft.
Nächste Woche spielen wir gegen Düsseldorf und die haben heute auch verloren. Es wird ein super Derby.
Es ist gut, dass auch sie verloren haben.
Wir geben beim nächsten Spiel mehr als hundert Prozent.
Ich bin erst seit einer Woche hier. Ich geb aber alles. Mir ist es egal, ob der Trainer mir die Chance von der ersten Minute an gibt oder erst ab der 89. Ich gehe auf den Platz und gebe immer hundert Prozent.
Es ist super für mich hier in Duisburg. Ich habe mich gut in die Mannschaft eingefunden.“


Und dann war da noch Elton, der mit St. Pauli-Mütze genau hinter mir auf der Pressetribüne saß.
Schon wenige Minuten nach dem Anpfiff wollte ich ihm eine stärkere Brille besorgen, da er trotz eines Sitzplatzes auf Höhe der Mittellinie ein Problem hatte, die Abseitsstellungen der "Kiezkicker" zu erkennen ... 
Elton, ein St. Pauli-Fan:
"Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Der 1. FC St. Pauli hat ganz
klar dominiert. Sie hätten mindestens 8:1 dominieren müssen. In der zweiten Halbzeit kam der MSV Duisburg sehr viel besser ins Spiel. Aber die cleverere Mannschaft war hier immer noch der 1. FC St. Pauli.“

In der 86. Minute verließ Elton die Tribüne mit den Worten:
"Es ist viel zu kalt."
Ein "Cottbus erprobter" Duisburger hätte da wahrscheinlich "Weichei" gesagt, ich habe es nur gedacht.

Horst, ein echter Duisburger: "Das war aber anders gedacht. Mein Tipp war 3:0 für den MSV. Tiffert hatte den Anschlusstreffer zweimal auf dem Schlappen. Egal, jetzt in Düsseldorf gewinnen." 
Jochem Knörzer (Text, PK), Manuela Ihnle (Stimmen), Manfred Schneider (Foto)

MSV Duisburg - FC St. Pauli  0:2 (0:2) Starke und St. Pauli erstligareif
 
St. Pauli macht den Anfang

Duisburg, 28. Januar 2010 - Morgen um 18 Uhr beginnen für den MSV Duisburg drei richtungsweisende Wochen mit vier Spielen gegen direkte Aufstiegskonkurrenten.
Den Anfang machen die "Kiez-Kicker" vom FC St. Pauli, die als Tabellenzweiter der zweiten Liga nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Kaiserslautern liegen und mit einem Punktgewinn zumindest vorübergehend den Platz an der Sonne erklimmen könnten, da Lautern erst am Montag spielt.
MSV-Trainer Milan Sasic weiß um die Qualität der Hamburger Truppe: "Man braucht ja nur auf die Tabelle schauen. Die Mannschaft zeichnet sich durch eine hohe Laufbereitschaft aus und sucht, egal ob im Heim- oder Auswärtsspiel, die Offensive. Mit 44 Toren hat St. Pauli mit Abstand die meisten Tore erzielt."
Angst? Nein, keine Angst, aber Respekt!

Dass es überhaupt am morgigen Freitag zu einem echten Spitzenspiel in der MSV-Arena kommt, das haben sich die Zebras in den letzten Spielen selber erarbeitet. Mit dem "Sasic-Prinzip": "Das Abwehrverhalten fängt vorne an, weit weg von dem eigenen Tor."  Wer das Spiel gegen Cottbus und die langen Wege von MSV-Stürmer Srdjan Baljak gesehen hat, weiß, wovon der MSV-Trainer spricht. Dazu der Wille, die Leistungsbereitschaft und die Kondition, bis zum Schlusspfiff auf das gegnerische Tor zu spielen.
So soll es auch im Spiel gegen St. Pauli sein.

Die Anfangself dürfte unverändert bleiben:

Starke - Andersen, Schlicke, Tiago, Veigneau - Bodzek, Grlic - Sahan, Tiffert - Caiuby, Baljak
Vielleicht bekommt aber auch Dario Vidosic, der in Cottbus in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, die Chance, von Anfang an zu spielen.
Milan Sasic attestiert dem Neuzugang einen guten Auftritt, auch wenn die Vorgaben nicht umgesetzt werden konnten: "Vidosic hat viel auf der linken Seite gearbeitet, nicht so offensiv, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber das war situationsbedingt notwendig und das hat er gut gelöst. Er hat einen tollen Pass auf Baljak gespielt, der dann zum Tor führte. Das Direktspiel war die einzig richtige Möglichkeit und das hat er klasse gemacht."
Sasic ist froh darüber, dass Sportdirektor Bruno Hübner diesen Transfer möglich machte.

Eine Änderung könnte es, wenn es nach Sasic geht, im Kader geben. Aufgrund seiner Körpergröße, als Gegenpart zu den hochgewachsenen Stürmern von St. Pauli - Ebbers: 1,92m, Sako: 2.02m -, könnte Frank Fahrenhorst nach langer Verletzungspause zumindest auf der Auswechselbank Platz nehmen. Das letzte Wort haben da aber die Ärzte.

Der bisherige Kartenverkauf deutet darauf hin, dass morgige Spitzenspiel wohl nicht die dazu passende Kulisse erhält. Pressesprecher Sven Judith geht von 16.000 bis 17.000 Zuschauern aus, während sich Milan Sasic um die 20.000 Zuschauer erhofft.
Das derzeitige Wetter, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und möglicher Schneeregen, wird so manchen Zuschauer leider davon abhalten, in die MSV-Arena zu kommen.
Die richtigen MSV-Fans kann so etwas, vor allem nach der "Gefriertruhe" in Cottbus, nicht davon abhalten, ihre Mannschaft im Stadion lautstark zu unterstützen!

Das Schlusswort auf der Pressekonferenz hatte Sportdirektor und Geburtstagskind Bruno Hübner, der heute 49 Jahre "jung" wurde, die Feier aber lieber nach dem morgigen Spiel steigen lassen will:
"Stand heute steht der Kader, mit dem wir die Saison zu Ende spielen."
Als er das zum letzten Mal gesagt hatte, gab der MSV drei Tage später die Verpflichtung von Vidosic bekannt.
Aber, wer lässt sich beim Pokern schon gerne in die Karten schauen.
Jochem Knörzer.

Fünfter Auswärtssieg in Folge war glücklich aber verdient

Duisburg, 26. Januar 2010 - Mit dem "Last-Minute-Sieg" in der "Tiefkühltruhe der Freundschaft" in Cottbus hat der MSV Duisburg seine Hausaufgaben gemacht und punktemäßig wieder zu Augsburg, Bielefeld und Düsseldorf aufgeschlossen.
Es war kein gutes Zweitligaspiel, wobei die Temperatur, um -12°C, und der hartgefrorene Boden sicher eine Rolle spielten. Trotzdem hatte das Spiel, neben der Spannung bis zum Schluss, eine ganze Reihe von Höhepunkten.
Angefangen bereits in der 4. Minute, als Tiago mit dem Arm voraus im eigenen Strafraum zum Kopfball hochsteigt. Sein Arm trifft den Gegenspieler und in der dann folgenden Vorwärtsbewegung den ankommenden Ball. Sicher nicht absichtlich, aber da oben hat die Hand einfach nichts zu suchen. Schiedsrichter Sippel pfeift zurecht Elfmeter. Der nachfolgende Elfmeter ist von Jula hart, aber unplatziert geschossen, MSV-Kapitän Tom Starke (Foto links) fliegt in die richtige Ecke und verhindert den frühen Rückstand.
Danach war der MSV im Spiel und hatte seinerseits in der 13. Minute durch Baljak eine hochkarätige Torchance, doch der Ball geht knapp daneben.
Das war es dann auch schon für die erste Halbzeit. Unentschieden bei den Torchancen, Unentschieden im Spiel.
Cottbus legt in der zweiten Halbzeit, in der 57. Minute, mit dem Innenpfostentreffer von Kweuke bei den Torchancen wieder vor. Zu diesem Zeitpunkt ist Neuzugang Dario Vidosic, für den Gelb-Rot gefährdeten aber nicht enttäuschenden Caiuby, seit fünf Minuten im Spiel.
Duisburg tut zu wenig für den eigenen Spielaufbau, Schlicke und Tiago bolzen die Bälle aus der Abwehr hoch und weit ins Nichts.

Das ändert sich erst in der Schlussviertelstunde und der Einwechslung von Nicky Adler (Foto rechts). Kaum im Spiel, nach Zuspiel von Baljak, erspurtet er sich eine echte Torchance, doch Tremmel kann am kurzen Pfosten zur Ecke klären. Diese Ecke, von Grlic getreten, landet auf dem Kopf von Bodzek, der das Leder nur ganz knapp neben das Tor setzt.
In der Schlussminute kann Tremmel einen Schuss von Grlic nur zur Mitte abwehren, doch Andersen ist zu überrascht und setzte den Ball deutlich über das leere Tore.
In der ersten Minute der Nachspielzeit schlug Baljak (Foto links) dann doch noch zu. Nach einer genauen Flanke von Veigneau auf den zentral postierten Vidosic leitet dieser den Ball direkt weiter auf Baljak, der Tremmel aus 7 Meter keine Chance lässt.
Rechnet man das Tor mit, endet die zweite Halbzeit mit 4:1 Torchancen für die Zebras. Chancen, die eigentlich zu Toren hätten führen können, ja müssen.
Von daher mag der Duisburger Sieg, der fünfte Auswärtssieg in Serie, durch das Siegtor in der Nachspielzeit als glücklich bezeichnet werden können, verdient war er.
Jochem Knörzer .

Energie Cottbus - MSV Duisburg   0:1 (0:0)  
 Baljak trifft in der Nachspielzeit - Starke hält Elfmeter
MSV in Cottbus unter Druck

Duisburg, 24. Januar 2010 - Die Konkurrenten um die begehrten Aufstiegsplätze, wie St. Pauli, Bielefeld,
Augsburg und Düsseldorf, haben ihre Spiele, zum Teil deutlich, gewonnen.
Nur der Spitzenreiter Kaiserslautern scheint zu schwächeln, kam zu Hause gegen Ahlen nur zu einem
Unentschieden und hat mit 40 Punkten nur noch einen Punkt Vorsprung vor dem Tabellenzweiten St. Pauli
(39 Punkte).
Um in dieser Gruppe, die nur einen bzw. fünf Punkte auseinander liegt, zu bleiben, reicht für den MSV im Spiel
 im Lausitz gegen Energie Cottbus eigentlich kein Unentschieden, es müssten schon drei Punkte sein.
Allerdings konnten die Duisburger bisher in der zweiten Bundesliga noch nicht in Cottbus gewinnen.
Eine Niederlage und ein Unentschieden steht zu Buche.
Ein Duisburger Sieg am Montagabend würde diese Statistik zumindest ausgleichen.
Jochem Knörzer

MSV muss sich in Cottbus wohl zum Sieg zittern

Duisburg, 22. Januar 2010 - Zur Vorbereitung auf das Spiel in Cottbus, Montag, 20:15 Uhr, trainierten die
 Zebras am Freitagabend ab 20 Uhr. Auch am Samstag findet das Training an der Westender Straße abends
statt. Um allerdings einen echten Vorgeschmack auf die Bedingungen beim Spiel in der Niederlausitz zu
bekommen, müsste MSV-Trainer Milan Sasic seine Spieler in einer Tiefkühlhalle trainieren lassen.
Während in Duisburg am Samstagabend mit Temperaturen um ein Grad zu rechnen ist, stehen für
Montagabend in Cottbus -8 bis -10 Grad an. Die gefühlte Temperatur soll noch um einige Grad kälter sein.
Da heißt es, sich über 90 Minuten zu bewegen, will man nicht festfrieren.
Milan Sasic: "Das wird ein heißes Spiel bei niedrigen Temperaturen."
Der Duisburger Trainer weiß um die Qualität des Cottbusser Kaders, der bis jetzt nicht annähernd das erreicht
hat, was man sich vor der Saison vorgestellt hatte. Cottbus ist eine der aggressivsten Mannschaften in der Liga
und überschreitet auch die Grenze der zulässigen Härte. 42 Gelbe Karten nach 18 Spieltagen bedeuten in dieser
Statistik den Spitzenplatz. Aus den letzten drei Heimspielen holten die Lausitzer allerdings sieben Punkte und
blieben somit ungeschlagen. Sasic: "Das wird eine richtige Herausforderung für uns."
Der Nürnberger Neuzugang, Dario Vidosic, gehört zum Kader. Sasic: "Er ist ein junger, schneller Spieler, der
sich zeigen will. Dario hat in Nürnberg mit seinen drei Toren für sieben Punkte gesorgt. Er will Erfolg haben und
mit der australischen Nationalmannschaft zur WM fahren."
Da aber zum Glück alle 11 Spieler der Startelf gegen Frankfurt fit sind, wird Vidosic auf der Ersatzbank Platz
nehmen.
"Warum soll ich was ändern?", fragte Sasic auf der Pressekonferenz, um die möglichen Antworten wie Verletzung
oder weil der Gegner eine andere taktische Einstellung verlangt, selber zu geben.
Sören Larsen wird auch im Kader gegen Cottbus wieder fehlen. Er hat einen Rückschlag erlitten und statt Sasic
wird sich wieder die medizinische Abteilung intensiv mit dem dänischen Stürmer befassen müssen.
Noch schlechter sieht es bei Bernd Korzynietz aus, der wohl noch länger ausfällt.
Auch Frank Fahrenhorst, der bereits im Mannschaftstraining war, konnte am Donnerstag nur Lauftraining
absolvieren.
Sasic: "Ich habe noch nie so gearbeitet, wie ich es wollte, musste immer auf die Situation reagieren.
Von daher ist es für mich nichts Neues."

Einziger Lichtblick ist Nicky Adler, der nach den gestrigen Magen-Darm-Problemen heute wieder mit trainierte.
Zum Abschluss noch ein ernst gemeinter Rat an die MSV-Fans, die nach Cottbus fahren: Zieht euch warm an!

Jochem Knörzer

MSV-Profis freuen sich auf das DFB-Frauenländerspiel in der MSV-Arena

Duisburg, 19. Januar 2010 - Das Frauen-Länderspiel zwischen Deutschland und Nordkorea am 17. Februar
lassen sich die Profis des MSV Duisburg nicht entgehen.
Mehr noch: Die Spieler des Zweitligisten unterstützen die DFB-Auswahl bei der Bewerbung für die Partie zwischen
dem Welt- und Europameister und dem Asienmeister in der MSV-Arena.

So standen Björn Schlicke, U 21-Europameister Änis Ben-Hatira
und Mihai Tararache gemeinsam mit den Nationalspielerinnen
Linda Bresonik und Simone Laudehr (beide FCR 2001 Duisburg)
bei einem Fototermin vor der Kamera.
(Foto links: Linda Bresonik, Änis Ben-Hatira - zum Vergrößern anklicken)


„Ich habe großen Respekt vor den Leistungen der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Ich bin gespannt darauf, einmal ein Spiel von ihnen im Stadion zu sehen. Insofern freue ich mich auf das Länderspiel gegen Nordkorea in der MSV-Arena“, erklärte dabei Björn Schlicke.
Und Änis Ben-Hatira stimmte seinem Mitspieler zu: „Natürlich bin ich beim Frauen-Länderspiel gegen Nordkorea dabei. Nicht nur weil ich als U 21-Nationalspieler selbst in einer DFB-Auswahl stand, fühle ich eine Verbundenheit zu dem Team.“
Mit Nordkorea steht die DFB-Auswahl einem anspruchsvollen Gegner gegenüber, der auch bei der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland wieder eine Rolle spielen könnte. Besonders im Nachwuchsbereich konnten die Asiatinnen in jüngster Vergangenheit mit beachtlichen Leistungen auf sich aufmerksam machen. Nordkorea gewann 2008 die U 17-Weltmeisterschaft und 2006 die U 20-Weltmeisterschaft. Auch im direkten Vergleich konnten sich die Spielerinnen der deutschen Mannschaft einen Eindruck von der Stärke der Nordkoreanerinnen verschaffen. Bei der WM 2007 siegt die DFB-Auswahl mit 3:0 und bei den Olympischen Spielen 2008 gewann sie mit 1:0.
Insofern blickt auch DFB-Trainerin Silvia Neid der Begegnung in Duisburg gespannt entgegen.       
„Das Spiel ist für uns ein wichtiger Test mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Land. Für uns hat die Vorbereitung schon begonnen. Die Nordkoreanerinnen spielen einen technisch sehr anspruchsvollen Fußball und werden uns sicherlich fordern“, sagt die DFB-Trainerin. Dabei hofft sie wieder auf die Unterstützung der deutschen Fans.
„Wir hatten zuletzt tolle Kulissen. Ich denke da zum Beispiel an die Spiele gegen Brasilien in Frankfurt, gegen die Niederlande in Sinsheim oder gegen die USA in Augsburg. Ich würde mich freuen, wenn in Duisburg eine ähnliche Atmosphäre im Stadion herrschen würde.“

Die Tickets für das Länderspiel gegen Nordkorea kosten zwischen fünf Euro (Stehplatz Gruppenkarten) und 35 Euro (Sitzplatz Kategorie 1). Karten können online unter www.dfb.de, über die DFB-Ticket-Hotline (Telefon: 0 18 05 / 11 02 01, 0,14 €/min), an allen CTS-Vorverkaufsstellen und in ausgewählten Ticketshops erworben werden.
joke, Carsten Kobow (Foto)

Bruno Hübner verlängert und wird Geschäftsführer

Duisburg, 19. Januar 2010 - Der MSV Duisburg hat den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Sportdirektor Bruno Hübner verlängert. Zudem wird der 48-Jährige das Amt des Geschäftsführers beim MSV ausfüllen. Wie bereits im Dezember vermeldet, hatte der bisherige Geschäftsführer Björn Bremer seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bereits vor dem Jahreswechsel aus eigenen Stücken nicht verlängert. Aus diesem Grund wurde er heute von seinen Aufgaben entbunden. joke

Neuzugang ist ein australische Nationalspieler

Duisburg, 19. Januar 2010 - Der MSV Duisburg hat doch nochmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Und wieder ist es ein Mann für Offensive, für das offensive Mittelfeld. Dario Vidosic vom 1. FC Nürnberg wurde ab sofort bis zum Saisonende ausgeliehen.
Der 22-jährige aktuelle australische Nationalspieler, geboren im ehemaligen Jugoslawien, jetzt Kroatien, absolvierte bislang 13 Bundes- und elf Zweitligaspiele für den Club und war dabei dreimal im Unterhaus für die Franken erfolgreich.
Der offensive Mittelfeldspieler ist ab sofort, also auch schon für das Spiel in Cottbus, für den MSV spielberechtigt und erhält bei den Zebras die Rückennummer 26.
Trainer Milan Sasic kann mit der sportlichen Führung, dem  Sportdirektor Bruno Hübner und dem Präsidenten Walter Hellmich, aufgrund der unverzüglichen Umsetzung des Transfers zufrieden sein.
Bruno Hübner: „Aufgrund der Tatsache, dass uns die Verletzung von Sören Larsen immer noch Probleme bereitet und Sandro Wagner noch Wochen ausfällt, haben wir uns für diese Verpflichtung bis Saisonende entschieden. Wir sind schon lange mit dem Spieler und dem 1. FC Nürnberg in Kontakt und bedanken uns bei dem Club für die schnelle Umsetzung des Transfers. Somit haben wir eine weitere Alternative im Offensivbereich." 
joke
St
raße

Viele Premieren beim Sieg gegen Frankfurt

Duisburg, 17. Januar 2010 - Für MSV-Trainer Milan Sasic war es im vierten Anlauf, vorher gab es zwei Unentschieden und eine Niederlage, der erste Heimsieg in der MSV-Arena.
(Foto rechts: Milan Sasic als Dirigent an der Linie)

Neuzugang Srdjan Baljak (Foto links) spielte zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für den MSV Duisburg. Mit seinem Tor zur 1:0-Führung erzielte er sein erstes Tor für seinen neuen Verein.

Und Christian Tiffert hat bestimmt noch kein Tor erzielt, bei dem der Ball die Torlinie nicht im vollen Umfang überschritten hat.
Auch für Alon Abelski war seine Einwechslung in der 87. Minute eine Premiere, kam er doch so zu seinem ersten Einsatz als Profi in einem Pflichtspiel. Für die Statistik: es war der 217. MSV-Spieler in der zweiten Bundesliga.
Möglicherweise ist es auch für Ivica Grlic eine Premiere, in drei Spielen hintereinander, gegen Aachen konnte er aufgrund einer fiebrigen Erkältung leider nicht spielen, mindestens einmal zu treffen.
Das Spiel gegen Frankfurt hat gezeigt, dass die Leistungsbereitschaft und Richtung jetzt stimmt. Mal abgesehen von den 15 bis 20 Minuten zwischen der 15. bis zur 35. Minute. Da ist der MSV nicht konsequent genug auf das zweite Tor gegangen, sondern hat Frankfurt zum Mitspielen eingeladen. Die logische Konsequenz war die große Möglichkeit von Göbig, der in der 32. Minute frei vor Tom Starke den möglichen Ausgleich vergab.
Hier allerdings nur von einer vergebenen Möglichkeit zu sprechen, würde Starke nicht gerecht. Bewundernswert, dass die Duisburger Nummer eins schon so manche 100-prozentige Chance des Gegners durch seine stoische Ruhe und Reaktionsschnelligkeit zunichte gemacht hat.
Die Zebras zogen danach wieder an und gingen mit einer zwei Tore Führung in die Halbzeit. Bereits in der 47. Minute hätte Baljak alles klar machen können, doch sein Schuss ging über das fast leere Tor.
Nach der Roten Karte für den Frankfurter Lagerbloom, aus meiner Sicht hätte es auch eine Gelbe Karte getan, war das Spiel zugunsten des MSV gelaufen. Die Duisburger Spieler nutzen ihre Freiheiten, etwas, was ich in der Vergangenheit oft vermisst habe, und münzten sie sogar in Tore um. Auch eine Sache, die ich in der Vergangenheit vermisst habe. Sahan und Adler hatten durch ihre Tore ihr persönliches Erfolgserlebnis, das "Tor" von Tiffert geht sicher in die Analen des Fußballs ein.
Trotz dieser Fehlentscheidung ist das Ergebnis, aus meiner persönlichen Sicht, nicht um ein Tor zu hoch ausgefallen. Da denke ich an die Hochkaräter von Baljak, Adler und auch die Möglichkeit von Caiuby nach Flanke von Sahan.
Stichwort Caiuby. Etwas überraschend hatte Sasic den bis dato eher enttäuschenden Brasilianer in der Anfangself aufgestellt. Es muss sich im Trainingslager und auch im Mannschaftstraining etwas getan haben, denn Caiuby gehörte für mich zu den besten Spielern in einer erfolgreichen Duisburger Mannschaft.
Das Foto links zeigt ihn nach dem 2:0 durch Grlic, also kurz vor dem Halbzeitpfiff. Sein Trikot, seine Hose ist ordentlich von Rasen und Erde gekennzeichnet. Caiuby hat durch Sasic wohl entdecken müssen, dass zum Fußball neben Technik auch Kampf und Einsatz gehört.
Er hat heute, nicht nur unter Sasic, sondern überhaupt beim MSV, seine mit Abstand beste Leistung abgeliefert. Milan Sasic dazu: "Er hat seine Aufstellung heute gerechtfertigt."
Wenn er sich an der heutigen Leistung orientiert, kann er für den MSV doch noch ein Gewinn werden. Und er selber kann dabei auch nur gewinnen. So gesehen, war es eine weitere Premiere.

Pressekonferenz und Stimmen zum Spiel
FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen:
"Sie können sich vorstellen, dass die Begeisterung auf meiner Seite nicht allzu groß ist. Wir hatten uns den Start ins Jahr 2010 anders vorgestellt. Die frühe Führung von Duisburg hat uns ein wenig wachgerüttelt. Wir sind dann besser ins Spiel gekommen und hatten eine überragende Ausgleichschance durch Göbig. Danach mussten wir das 2:0 hinnehmen, was von uns, wie auch das erste und vierte Tor, in einer Art und Weise vorbereitet wurde, wo ich denke, dass unsere erfahrenen Spieler solche Bälle besser verteidigen müssen. Das Schaulaufen zum 3:0 und 4:0 haben die Duisburger, die eine tolle Mannschaft haben, hervorragend ausgenutzt.
Unterm Strich gibt es viele Ärgernisse am heutigen Tag. Einige werde ich mit meinen Spielern  besprechen, über die anderen darf ich nicht sprechen, weil es in der Regel sehr viel Geld kostet.
Wissen Sie, ich habe vier Kinder zu Hause, die freuen sich ab und zu Mal über ein nettes Geschenk und da ist
das Geld auch sicherlich besser aufgehoben."


MSV-Trainer Milan Sasic: "Logischerweise erst mal ein Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben über fast 90 Minuten so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten.
Die zehn Minuten zwischen der 30. und 40. Minute haben mir nicht gefallen. In der Zeit haben wir die Geradlinigkeit verloren und haben nicht so gespielt wie im restlichen Spiel. Da sieht man, wie eng die Liga ist. Wenn Tom nicht so gut reagiert hätte, hätten wir vielleicht ein anderes Spiel gesehen. Entscheidend war, dass die Spieler das abgestellt haben und wieder nach vorne gespielt haben.
Es ist sehr wichtig für mich, dass die Spieler auch in der 80. Minute beim Stand von 4:0 oder 5:0 noch nachgesetzt haben und nach vorne gespielt haben. So soll das aussehen.
Ein Sieg, den wir gebraucht haben, auch für die Zuschauer. Wir haben hier auch schon ein gutes Spiel gemacht, aber uns fehlte noch der Sieg zu Hause. Jetzt haben wir den auch eingefahren und das muss uns Kraft geben für die nächste Aufgabe in Cottbus. Darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren."

Tom Starke: „Wir hatten es uns schon lange vorgenommen. Wir haben schon in der 1. Halbzeit 2:0 geführt
und das haben wir uns in der Halbzeit nochmal vor Augen geführt und heute haben wir es klasse gemacht.

Es ist immer schön für einen Keeper auf eine Art, wenn man den Ball hält und wenn man dann auch seinen eigenen Teil zum 5:0 beitragen kann. So lange es gut geht ist es super. Ich wäre nicht böse gewesen, wenn es nicht dazu gekommen wäre.
Wie hast du das fünfte Tor gesehen?
Zu dieser Zeit war es für mich unmöglich zu sehen, ob das 5:0 berechtigt war oder nicht. Ich kann dazu auch nichts sagen. Ja gut, ich sag mal, bei dem Ergebnis ärgert sich der FSV Frankfurt nicht so sehr über das Tor.
Es ist aber eine bittere Entscheidung dann, wenn dem wirklich so ist.
Aber welcher Spieler hat denn schon gesehen, ob der Ball drin war oder nicht? Selbst Tiffi hat es nicht gesehen. Er hat ja gar nicht reagiert. Er hat weder nachgesetzt, noch hat er sich darüber gefreut. Es ging nun mal ruck zuck und sowas kann man nur wirklich sehen, wenn man auf der Linie steht.  
Leider, oder wahrscheinlich stand der Assistent wohl auch nicht auf der Linie und hat es dann womöglich fehlinterpretiert, aber wie gesagt: Bei dem Ergebnis ist es nicht ganz so schlimm für sie. Wenn es am Ende dann doch an dem Tor scheitern sollte, aber ich denke mal, die müssen woanders anfangen, woanders ansetzen bei sich. Und wenn sie dann tatsächlich auf das 5:0 eingehen und darauf herum hacken, dann würde mir dafür jegliches Verständnis fehlen.
Es ist ein wichtiges Ding für uns gewesen, wenn man sieht, was für uns jetzt für ein Programm kommt. Es ist natürlich schön, wenn man dann mit breiter Brust und Selbstvertrauen die nächsten Aufgaben angehen kann. Ich denke mal, Cottbus wird nicht mit breiter Brust gegen uns auffahren, da die ziemlich unter Druck stehen.“

Srdjan Baljak: „Wir haben gewonnen und ich habe mein erstes Tor gemacht. Natürlich bin ich zufrieden.
Und es freut mich sehr, dass mein erstes Spiel in Duisburg gut war. Der Erfolg ist für mich das Wichtigste.
Wir haben jetzt genug Zeit bis zum nächsten Spiel in Cottbus. Jedes Spiel jetzt ist schwierig, aber wir haben
jetzt eine lange Woche. Wir haben genug Zeit für eine gute Vorbereitung.“

Ivo Grlic:
„Es war ein verdienter Sieg. Wir haben über den Kampf ins Spiel gefunden. Die rote Karte für den
FSV kam uns eigentlich nur entgegen. Ich habe bewiesen, das ich doch schnell laufen kann und wir haben den Fans echt was geboten. Es war ein hervorragendes Spiel.
Wie hast du das fünfte Tor gesehen?
Nach dem Tor von Tiffi haben wir natürlich viel diskutiert, warum das nicht auf der Anzeigentafel gezeigt worden ist. Jetzt, im Nachhinein wissen wir ja, warum.
Cottbus ist ein schönes Montags-Spiel, eiskalt, aber wir wollen punkten.“

Christian Tiffert: „Ich will nichts geschenkt bekommen. Es war nicht meine Entscheidung, aber was soll ich machen? Hoffentlich ist das ganze in spätestens zwei Wochen wieder vergessen.“

Olcay Sahan: „Ich hab einen schwächeren Fuß. Was soll ich machen? Hauptsache drin. Dank Ivo.
Er hatte den Torwart ja schon angeschossen gehabt.
Ich weiß gar nicht, warum ich aus dem Kader raus sein sollte. Ich hab sehr gut gearbeitet, die ganzen Spiele über sehr gut gespielt. Ich glaub, ich hab meine Chancen ganz gut genutzt. Man spielt sich fit, denke ich.
Und wenn man die Spiele hier halt so spielt, dann muss man am Ende nun mal gut dastehen.
Ich glaube, dass ich Geduld habe, das hat sich gezeigt. Wenn man als Fußballer geduldig ist, dann hat sich gezeigt, das man immer seine Chance bekommt und diese auch nutzen wird. Und dies war nun mal bei mir der Fall.
Und wir haben gut gearbeitet. Wir haben die meisten Einheiten gemacht und deshalb war der Sieg heute verdient. Fit bin ich auf jeden Fall. Wir hatten uns vorgenommen von der ersten Minute an Gas zu geben und in das Spiel herein zu gehen, wie in jedes andere auch. Auf solch einen Platz muss man mit Kampfgeist und Aggressivität ins Spiel gehen. Ich glaube, von der ersten Minute an hat man gesehen, dass wir klar mehr wollten als der Gegner.
Wenn wir weiterhin so arbeiten und bei den Trainingseinheiten nochmal ordentlich Gas geben, dann werden wir uns weiter belohnen. Wenn wir immer aggressiv bleiben, an uns glauben und immer Gas geben, dann glaube ich nicht, das wir einen Abflug machen werden.
Für uns ist jetzt erst einmal das wichtigste Spiel gegen Cottbus und alles Weitere ist erst einmal zweitrangig. Haben wir nicht letztes Jahr gegen Ingolstadt 6:0 gewonnen? Hinten die Null sieht immer super aus.
Vorne viel, hinten nichts, ist immer super.“ 

Jochem Knörzer (Text und PK), Manuela Ihnle (Stimmen), Manfred Schneider (Fotos)

MSV Duisburg - FSV Frankfurt  5:0 (2:0)
 
   Baljaks erstes Tor im ersten Spiel

 
Schade, Larsen nach dem Training angeschlagen

Duisburg, 15. Januar 2010 - MSV-Stürmer Sören Larsen musste die Trainingseinheit am Freitag mit muskulären Problemen frühzeitig beenden. Der Däne klagte über leichte Probleme in der Oberschenkelmuskulatur und wurde deshalb aus Gründen der Schonung aus dem Training genommen. Aus diesem Grund wird Larsen auch nicht dem Kader für das Heimspiel gegen FSV Frankfurt am Sonntag angehören. Eine genauere Untersuchung wird zu Beginn der nächsten Woche erfolgen.  joke

Von wegen verletzt - Schlicke im Kader gegen Frankfurt
Auch Larsen und Fahrenhorst im Kader

Duisburg, 15. Januar 2010 - Warum nur muss ich mich bei den Pressekonferenzen vor einem Spiel mit meinen Fragen immer wieder in die Nesseln setzen?
Zuletzt war es die eigentlich leise geäußerte Bemerkung zu einem Sitznachbarn, dass man einen Ausspruch von MSV-Trainer Milan Sasic wunderbar als Überschrift nutzen könnte, die Sasic zu einer Grundsatzrede über Pressearbeit nutzte. Heute war es, aus meiner Sicht die eher harmlose Frage, ob Björn Schlicke (Foto links) wieder fit ist und im Kader gegen den FSV Frankfurt steht.
"Warum soll er nicht im Kader sein?"
, antwortete Sasic mit einer Gegenfrage. Die Meldung, dass Schlicke sich in Belek eine Muskelverletzung zugezogen hatte, bezeichnete Milan Sasic (Foto rechts) schlicht als falsch.
"Es gab keine Muskelverletzungen im Trainingslager. Björn Schlicke hatte eine ein leichtes Ziehen im Muskel und wurde, wie auch zwischendurch Änis Ben-Hatira, beim Abschlussspiel gegen Offenbach vorsichtshalber geschont. Das ist eine ganz normale Maßnahme gewesen. Er hat gar nichts und hat diese Woche ganz normal am Training teilgenommen."

Soviel zu Meldungen, die man aus zweiter Hand erhält. Zumal ich kein Problem mit dem aktuellen MSV-Trainer habe. Aus meiner persönlichen Sicht liefert er ehrliche Arbeit ab. Und dass er dieses auch von seinen Spielern verlangt, halte ich für absolut legitim. In den meisten Berufen muss man mehr Aufwand und Leistung für weniger Entlohnung bringen.
Zurück zur Pressekonferenz und zum kommenden Spiel, Sonntag, 13:30 Uhr, in der MSV-Arena.
In Belek fand der MSV sehr gute Arbeitsbedingungen vor und die Mannschaft absolvierte, einschließlich den beiden Testspielen, 17 Trainingseinheiten.
Sasic: "Die Jungs haben sehr gut gearbeitet, sich sehr gut vorbereitet auf die Rückrunde. Auch in den 14 Tagen Pause vorher hatten sie 17 Einheiten abzuarbeiten. Auch das haben sie gut gemacht, von daher bin ich sehr zufrieden."
Auch die Langzeitverletzten, von Sandro Wagner und Bernd Korzynietz mal abgesehen, sind im Training und nahe an der Mannschaft. Das bedeutet, dass im Kader gegen Frankfurt auch wieder Sören Larsen und Frank Fahrenhorst stehen. Dazu Starke, Herzog, Schlicke, Tiago, Andersen, Veigneau, Bodzek, Grlic, Tiffert, Sahan, Ben-Hatira, Adler, Caiuby und die U23-Spieler Alon Abelski und Sven Theißen, die beide mit einem Profivertrag ausgestattet wurden. Abelski für zwei Jahre, Theißen für ein Jahr.
Zum Gegner aus Frankfurt sagte Sasic: "Ich will ja kein Spaßverderber sein, aber weiß jemand aus der Runde, wie viele Gegentore Frankfurt in den letzten sechs Spielen bekommen hat? Vier, nur vier Gegentore. Man muss, auch wenn das heutzutage leider in Vergessenheit geraten ist, Respekt haben. Wir respektieren Frankfurt. Das ändert aber nichts daran, dass wir das Spiel gewinnen wollen."
Neuzugang Srdjan Baljak ist laut dem MSV-Trainer gut in der Mannschaft aufgenommen worden, überhaupt herrsche ein positives Klima beim MSV. Baljak ist ein stabiler Mensch, ein Familienvater und hat eine profihafte Einstellung. Es ist ihm zu wünschen, dass er in Duisburg genauso ein Sympathieträger wird wie er es in Mainz war.
Sportdirektor Bruno Hübner hat zwar den Transfermarkt immer im Blick, macht sich zur Zeit aber keine Gedanken über eine weitere Neuverpflichtung. Der Brasilianer Kayke trainiert mit der Mannschaft und wird weiterhin beobachtet.
So bleibt nur der Wunsch, dass Milan Sasic am Sonntag mit der Mannschaft und den MSV-Fans seinen ersten Sieg in der MSV-Arena feiern darf.
Jochem Knörzer, Fotos Manfred Schneider und Thomas Thienel

Besserer Kundenservice durch neue Ticket-Box

Duisburg, 14. Januar 2010 - Zum ersten Heimspiel der Rückrunde wird die neue Ticket Box an der MSV-Arena in Betrieb genommen. Dort finden die MSV-Fans zukünftig den gesamten Ticketservice am Spieltag an einem Ort gebündelt vor: Die Tageskasse, die Hinterlegungsschalter sowie die Klärungsstelle. Ab sofort erhalten die MSV-Fans nun auch an der Tageskasse im Außenbereich den gewohnten, platzgenauen Buchungsservice aus dem Vorverkauf für alle zum Verkauf stehenden Blöcke mit allen Ermäßigungsstufen, z.B. die beliebten Tickets des Familienblocks oder auch Kinderkarten. Die Wartezeiten am Spieltag für den Erwerb von platz- und ermäßigungsgenau gebuchten Tickets werden sich damit deutlich verringern.

Verletztenliste lichtet sich - Schlicke ergänzt sie
MSV-Fan in Belek verstorben

Duisburg, 11. Januar 2010 - Im Abschlussspiel in Belek gegen Kickers Offenbach waren auch Frank Fahrenhorst, Mihai Tararache und Adam Bodzek wieder mit von der Partie. Dafür musste sich Björn Schlicke mit einer Muskelverletzung abmelden. Es ist davon auszugehen, dass der Innenverteidiger zu Beginn der Rückrunde ausfällt.
In einem, von beiden Mannschaften, engagiert geführtem Spiel, war den Zebras die Intensivität des Trainingslagers anzumerken. Dass die Null hinten stand, dafür sorgten Starke und Herzog, die je eine Halbzeit spielten. Dass die Null leider auch vorne stand, daran konnte auch Neuzugang Srdjan Baljak nichts ändern.

Nach dem Testspiel wurde bekannt, dass in der Nacht zum Samstag ein langjähriges Fanclubmitglied auf seinem Hotelzimmer verstorben war. Wir schließen uns dem MSV Duisburg an und sprechen den Angehörigen unser herzliches Beileid aus.
  Jochem Knörzer

Gelungene Trennung von Yankov

Duisburg, 09. Januar 2010 - Wie Metallurg Donezk, ein Verein der ersten ukrainischen Liga, auf seiner Homepage meldet, hat Chavdar Yankov dort einen Vertrag bis zum Juni 2012 unterschrieben.
Somit hat sich die Ausleihe zwischen dem MSV Duisburg und Hannover 96 erledigt. Eine gute Lösung für beide Vereine und auch für Yankov
.  joke

Neuer Trainer - neuer Kapitän

Duisburg, 9. Januar 2010 - MSV-Trainer Milan Sasic nutze das Trainingslager in Belek auch dazu, die Hierarchie in der Mannschaft den gezeigten Leistungen anzupassen. So zumindest interpretiere ich die Neuwahl des Spielführers und des Mannschaftsrates.
Mit Tom Starke ist der Torwart der Mannschaft, kein Feldspieler, Kapitän der Zebras geworden. Starke, der nicht nur durch konstant gute Leistung besticht, der zu Recht die Rangliste der Topspieler der zweiten Bundesliga anführt, sondern sich auch auf dem Platz lautstark Gehör verschafft, ist aus meiner Sicht genau die richtige Wahl. Er ist ein Führungsspieler, einer der auf dem Platz seine Mitspieler antreibt, kritisiert und ordnet, und nach dem Spiel redet er Klartext. Beispiel gefällig?
Nach dem Spiel gegen Bielefeld: „Dass wir schlecht gespielt haben ist heute noch untertrieben. Mir fehlt jegliche Erklärung. Es kam von der ersten Minute an nichts. Jeder muss voran gehen, aber jeder Einzelne hat heute versagt."
Der Vertrag von Tom Starke läuft zum Ende dieser Saison, mit Datum 30. Juni 2010, aus. Es ist nicht verwunderlich, dass er auch hier sagt, was er denkt. Natürlich will er in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen, in Liga eins. Am Liebsten nach dem Aufstieg mit dem MSV Duisburg. Aber auch, wenn es mit dem Duisburger Aufstieg nicht klappen sollte, bei einem anderen Bundesligisten.
"Ich mach's auch fürs Geld"
, wird er zitiert. Und schon tauchen in den Kommentaren und Foren der sogenannten MSV-Fans Worte wie "Söldner", "Geldgeier" und Floskeln wie "Reisende soll man nicht aufhalten" auf.
Da kann ich doch nur den Kopf schütteln. Tom Starke hat bisher für den MSV in jedem Spiel Kopf und Kragen und damit seine Gesundheit riskiert. Und das wird auch bis zu seinem möglicherweise letzten Spiel für die Zebras in Aachen, am letzten Spieltag dieser Saison, so bleiben. Wenn es dann mit dem Aufstieg nichts werden sollte, Starke aber die Möglichkeit erhält, als Nummer Eins bei einem Bundesligisten anzuheuern, dann ist das der Lauf der heutigen Welt. Ich werde ihm in diesem Fall für seinen Einsatz beim MSV danken und ihm für seine weitere Laufbahn alles Gute wünschen!

Zum neu gewählten Mannschaftsrat gehören (v.l.) Christian Tiffert, Olivier Veigneau, Ivica Grlic und Tiago.

Tiffert und Grlic haben in dieser Saison gezeigt, dass sie Führungsspieler sind. Gerade Grlic ist im letzten Spiel gegen Aachen schmerzlich vermisst worden. Veigneau ist der letzte Aufrechte der einstigen Abwehrkette und stand bei allen 17 Ligaspielen in der Startelf. Der ehemalige Kapitän Björn Schlicke ist hingegen leer ausgegangen. Jochem Knörzer, Thomas Thienel (Fotos)

Karten für das Auswärtsspiel in Cottbus im Handel
Sitzplatz: 14,50 €
Stehplatz Vollzahler: 11 €
Stehplatz ermäßigt: 9,50 €
Der Verkauf endet am Mittwoch, 20.01.2010, um 12 Uhr

 MSV verpflichtet Srdjan Baljak

Duisburg, 6. Januar 2010 - Der MSV Duisburg wird Srdjan Baljak von Mainz 05 verpflichten. Der Stürmer absolvierte insgesamt 54 Zweit- und 4 Bundesligaspiele für die 05er und erzielte dabei 17 Tore. Mit elf Treffern und neun Torvorlagen hatte der Serbe in der vergangenen Saison einen großen Anteil daran, dass Mainz den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Dieses Ziel verfolgt er jetzt auch mit dem MSV.
Der 31-Jährige erhält beim MSV einen Vertrag bis Juni 2012 und soll die verletzungsbedingt entstandene Lücke in der Offensive schließen. „Für uns war es wichtig, dass wir einen Spieler verpflichten, der die 2. Bundesliga kennt und sich dort schon etabliert hat,“ sagte Sportdirektor Bruno Hübner nach der Verpflichtung. Baljak ist am späten Dienstagabend von Madrid über Frankfurt nach Belek gereist und hat am Mittwoch bereits zwei Trainingseinheiten mit seinen neuen Teamkollegen absolviert. „Wir sind uns mit dem abgebenden Verein und dem Spieler einig. Die Unterschrift wird zeitnah erfolgen,“ so Hübner über den weiteren Ablauf.

Karten für das Derby bei Fortuna Düsseldorf im Handel
Tickets für das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf, 07.02.10, sind ab sofort im ArenaShop und im ZebraShop Westender Straße erhältlich. Wer die Zebras beim West-Derby live unterstützen will, kann sich also ab sofort seine Tickets sichern.
Preise:
Kurve Oberrang: 13,50 €
Kurve Unterrang: 11,50 €
Kurve Unterrang ermäßigt: 8,50 €
Der Verkauf endet am Donnerstag, 04.02.2010, um 12 Uhr.
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Unfassbar! Soares mit Fußbruch außer Gefecht

Duisburg, 6. Januar 2010 - Wie aus dem Trainingslager in Belek zu erfahren war, hat sich die Verletzung von Bruno Soares, er war im Testspiel gegen Nürnberg zehn Minuten vor Abpfiff ohne Einwirkung eines Gegners umgeknickt und musste ausgewechselt werden, als Ermüdungsbruch im linken Fuß heraus gestellt. Somit dürfte Soares für die nächsten sechs bis acht Wochen ausfallen. Von hier aus wünschen wir Bruno Soares eine schnelle Gesundung! Jochem Knörzer
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Neuer Stürmer für den MSV?!

Duisburg, 5. Januar 2010 - An den Gerüchten über die Trennung von Yankov, die noch nicht von MSV-Offiziellen bestätigt worden ist, scheint etwas dran zu sein. Anders wäre es fast nicht zu erklären, dass der Mainzer Stürmer Srdjan Baljak aus dem Trainingslager des 1. FSV Mainz 05 im spanischen Costa Ballena abgereist und nach Belek, zu abschließenden Gesprächen mit den MSV-Verantwortlichen, geflogen ist. Ede plus Yankov gegen einen Stürmer - kein schlechter Deal.
Der serbische Linksfuß ist 31 Jahre alt, absolvierte 54 Zweitligaspiele für die Mainzer und erzielte 17 Tore. Nach einem Schlüsselbeinbruch im Juli 2009 fand er in Mainz nicht mehr den Anschluss und war hinter Bancé und Schürrle nur noch zweite Wahl.
Sollte Baljak seine Unterschrift leisten, sein Vertrag soll über zweieinhalb Jahre bis Juni 2012 laufen, könnte man MSV-Sportdirektor Bruno Hübner nur zu diesem Transfer gratulieren. Baljak gilt als erfahrene Offensivkraft, der sowohl neben einem Larsen oder Wagner als auch über Linksaußen spielen kann.
Tatsächlich ist auch ein Brasilianer zum Probetraining in Belek eingetroffen. Wie der MSV berichtet, ist der erst 21-jährige "Kayke" Moreno Andrade Rodrigues, so sein voller Name, ebenfalls ein Stürmer, der bei Flamengo in Brasilien spielt.
Bei dem heutigen Testspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Nürnberg kam er aber, auch aufgrund der anstrengenden Anreise in der Nacht zum Dienstag, nicht zum Zuge.
Der MSV verlor das Spiel durch einen Elfmeter mit 0:1. Bunjaku soll von Tiffert gefoult worden sein, den gepfiffenen Elfmeter verwandelte er selber in der 31. Minute zur Führung und Endstand. Insgesamt hinterließen beide Mannschaften bei den ca. 300 Zuschauern einen engagierten und guten Eindruck. Mehr zum Spiel können Sie heute Abend auf der MSV-Seite nachlesen.  Jochem Knörzer
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Trennung von Yankov?

Duisburg, 4. Januar 2010 - Nachdem neben Tobias Willi, der leider wieder Probleme mit seinem Knie hat, sowie Ede, der zu den "Eisernen" nach Berlin gewechselt ist, auch Chavdar Yankov (Foto links) aus gesundheitlichen Gründen nicht mit ins Trainingslager nach Belek (Türkei), brodelt die Gerüchteküche. "Gut unterrichtete Kreise" berichten bereits über eine  Trennung zwischen dem MSV und Yankov. Der Grund könnten vier Kilo zu viel auf Yankovs Hüften nach den Feiertagen sein. Statt sich an den Trainingsplan von MSV-Trainer Sasic zu halten, hat Yankov sich an den Ratschlag und Ausruheplan seines Nationaltrainers gehalten.
Der bulgarische Nationalspieler ist von Hannover 96 ausgeliehen und hat dort noch einen Vertrag bis Juni 2011. ( Foto von Thomas Thienel )
Caiuby ist am späten Abend ebenfalls im Trainingslager eingetroffen. Er war direkt aus Brasilien angereist und soll einen weiteren Spieler zwecks Probetraining "im Gepäck" haben.
Ansonsten sieht es in Belek laut dem Wetterbericht richtig gut aus. Temperaturwerte um 14 bis 16°C und Sonnenschein sind richtig gute Voraussetzungen für ein gelungenes Trainingslager. Jochem Knörzer
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Chinedu Ede spielt für Union Berlin

Duisburg, 3. Januar 2010 - Chinedu Ede ist kein Zebra mehr. Der 21jährige Außenstürmer, der beim MSV nicht so eingeschlagen hatte, wie man es sich bei seiner ablösefreien Verpflichtung erhofft hatte, ist mit sofortiger Wirkung zu Union Berlin gewechselt. Dort erhielt er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Der MSV verzichtete bei dem Wechsel des U21-Nationalspieler auf eine Ablöse. joke
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Platz zwei beim Hallenturnier in Mannheim

Duisburg, 2.Januar 2010 - Der MSV Duisburg hat, sicher zum Wohlwollen von Trainer Milan Sasic, eine komplette Trainingseinheit beim Hallenturnier "Harder13Cup" in Mannheim verbracht. Nach zwei Unentschieden, jeweils mit 3:3 gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt und Ligakonkurrent Karlsruhe, erreichten die Zebras als Zweiter der Vorrunde das Halbfinale. Dort trafen die Duisburger, die u.a. mit Herzog, Grlic, Ben-Hatira, Veigneau, Sahan und Adler antraten, auf den Bundesligisten SC Freiburg. Den Spielern war sichtlich anzusehen, dass sie zum Einen Spaß am Hallenkick hatten, auf der anderen Seite aber auch gewinnen wollten. Nach einem 3:3 zur Halbzeit setzte sich der MSV schließlich mit 5:3 durch.
Für einen kurzen Schock auf Seiten des Duisburger Trainers und des Sportdirektors sorgte der Freiburger Roth. Bei einem Duisburger Konter foulte er den durchlaufenden Veigneau (Foto links), der aus dem Spiel genommen werden und ärztlich behandelt werden musste. Hinter der Bande konnte man dann einen dicken Eisbeutel am linken Knöchel des Duisburger Außenverteidiger sehen. Dem einzigen Verteidiger, in dieser Saison noch nicht aufgrund einer Verletzung ausgefallen ist.
Entwarnung gab es dann bereits beim kurzen Aufwärmen vor dem Finale - auch Veigneau war wieder dabei.
Aus der anderen Vorrundengruppe hatten sich die Waldhöfer aus Mannheim für das Halbfinale qualifiziert. Der Tabellensechszehnte der Regionalliga West gewann gegen den KSC mit 2:1 und war somit Finalgegner des MSV.
Durch Tore von Ben-Hatira (Foto rechts) führten die Zebras schnell mit 2:0, hätten sogar das dritte Tor folgen lassen können, doch Sahan scheiterte mit einem Neun-Meter-Strafstoß. Mannheim konnte bis zum Halbzeitpfiff ausgleichen.
Die zweite Halbzeit war in der Torfolge eine Kopie der ersten - der MSV ging mit 4:2 durch Tore von Adler (Foto rechts), so Treffer wünsche ich ihm auch in den folgenden Ligaspielen,  und Sahan erneut in Führung und musste bis zum Schlusspfiff wieder den Ausgleich hinnehmen.
Im Neun-Meter-Schießen hatten dann die Waldhöfer die Nase vorn. Ben-Hatira verwandelte sicher, während Grlic seinen Schuss zu genau platzierte und den Pfosten traf. Da die drei Mannheimer verwandelten, war das Spiel zu deren Gunsten entschieden.
Einen Titel nahmen die Zebras, die einen guten und engagierten Eindruck hinterließen, dann doch mit: Änis Ben-Hatira würde mit sieben Toren Torschützenkönig des Turniers.
  Jochem Knörzer

Die Duisburger Spiele:
3:3 gegen Eintracht Frankfurt
3. Minute: Marcel Heller schließt einen Konter der Eintracht zur Führung für das Team von Trainer Michael Skibbe ab.
4. Minute: Alvarez klärt einen Schuss von Ivica Grlic mit der Hand auf der Linie und sieht zu Recht die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß von Grille pariert Pröll glänzend. Die Zebras nutzen darauf hin aber die Überzahl gekonnt aus - Änis Ben-Hatira verwertet ein Zuspiel von Olcay Sahan zum Ausgleich für den MSV!
9. Minute: 2:1 für die Eintracht! Nach einem Foulspiel von Olivier Veigneau an Caio gibt es Strafstoß für die Frankfurter und der Gefoulte verwandelt selber souverän unten rechts aus Sicht des Schützen.
14. Minute: Ben-Hatira gleicht mit einem präzisen Linksschuss zum 2:2 aus.
15. Minute: Grlic nimmt Maß und knallt die Kugel mit Wucht an die Latte des Frankfurter Tores.
16. Minute: Olcay Sahan bringt den MSV mit einem Rechtsschuss aus spitzem Winkel mit 3:2 in Führung.
19. Minute: Benjamin Köhler trifft zum 3:3-Endstand.

3:3 gegen Karlsruher SC
3. Minute: Langkamp macht das erste Tor der Partie und bringt sein Team mit 1:0 in Führung!
4. Minute: Akin legt nach und erhöht auf 2:0 aus Sicht des KSC.
9. Minute: Immer wieder Ben-Hatira! Der U21-Europameister trifft vom Punkt, nachdem Grlic in der Zone gefoult wurde.
13. Minute: Vierter Treffer von Ben-Hatira mit einem satten Volleyschuss!
14. Minute: 3:2 für den KSC durch einen strammen und präzisen Flachschuss ins lange Eck.
15. Minute: Pfosten rettet für den KSC! Der Schuss von Alon Abelski springt vom Pfosten wieder zurück ins Feld.
16. Minute: Veigneau tunnelt den KSC-Keeper und knallt das Leder aus vollem Lauf in die Manschen des Karlsruher Tores.

Halbfinale: 5:3 gegen SC Freiburg
2. Minute: Williams bringt die Freiburger mit einem satten Distanzschuss in Führung
3. Minute: Veigneau gleicht nach einem Dribbling mit einem Rechtsschuss ins lange Eck aus. Im Gegenzug schlägt der Sportclub zurück und geht erneut in Führung.
6. Minute: Nicky Adler gleicht nach schöner Vorlage von Kristoffer Andersen aus.
7. Minute: Erste Führung für die Zebras durch Alon Abelski.
8. Minute: 3:3 durch Schuster, der den Ball von der linken Seite ins kurze Eck knallt.
14. Minute: Roth foult den durchgestarteten Veigneau im vollen Lauf und bekommt dafür eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. Der Linksverteidiger des MSV musste das Spiel daraufhin beenden, konnte aber im Finale wieder eingreifen.
15. Minute: 4:3 für die Zebras! Grlic schießt den eingelaufenen Ben-Hatira an, von dessen Bein der Ball ins Freiburger Tor fällt.
18. Minute: Nach Zuspiel von Sahan schiebt Grlic den Ball überlegt mit der Innenseite zum 5:3 ins lange Eck.

Finale: 5:7 (4:4) nach Neun-Meter-Schießen gegen Waldhof Mannheim
1. Minute: Ben-Hatira bringt den MSV nach schöner Vorarbeit von Sahan mit 1:0 in Führung.
2. Minute: 2:0 für die Zebras und wieder macht´s Ben-Hatira, nachdem er den Ball zuvor wunderbar mit der Sohle mitgenommen hat und dann mit einem knallharten Schuss abschließt.
3. Minute: Sahan scheitert vom Punkt, nachdem Michael Kempter zuvor nach Foulspiel an Ben-Hatira auf Strafstoß für die Zebras entschieden hatte.
7. Minute: Ginter gleicht nach Zuspiel von Jülich zum 2:2 aus.
9. Minute: Packende Offensivszene auf beiden Seiten, aber beide Male können die Keeper den Ball auf der Linie noch festhalten.
14. Minute: Adler bringt die Zebras kurz nach der Pause wieder in Führung.
19. Minute: 4:2 für den MSV! Nach tollem Zuspiel von Ben-Hatira schiebt Sahan den Ball von der Bande in die Maschen des Mannheimer Tores.
21. Minute: Jülich macht´s noch mal spannend und haut die Kugel zum 3:4 ins Netz.
22. Minute: Ausgleichstreffer für die Gastgeber. Der Schuss von Jülich prallt von der Bande zurück an die Brust von Marcel Herzog und von dort aus trudelt das Leder über die Linie des Duisburger Tores.
24. Minute: Mannheim holt zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand auf und kämpft sich somit ins Elfmeterschießen, in dem Grlic beim Stande vom 2:1 für Waldhof Mannheim verschießt und die Gastgeber den letzten und damit entscheidenden Elfmeter verwandeln.

MSV Duisburg: Herzog, Koczor (wurde nicht eingesetzt) - Theißen, Schlicke, Veigneau, Andersen - Grlic, Sahan, Ben-Hatira, Abelski, Adler     
joke
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