Zebra-Archiv April 2010                                                          

MSV verpflichtet Michael Blum vom Karlsruher SC

MSV verpflichtet Michael Blum vom Karlsruher SC
Duisburg, 30. April 2010 - Der MSV Duisburg hat Michael Blum vom Karlsruher SC verpflichtet. Der 21-Jährige
unterschrieb bei den Zebras einen Zweijahresvertrag mit einer leistungsbezogenen Option für ein weiteres Jahr. Blum (Ex-Speldorfer), der auf der linken Außenbahn sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt werden kann, freut sich auf die Aufgabe beim MSV: „Ich bin in der Nähe von Duisburg groß geworden und habe den Verein schon als Jugendlicher verfolgt. Deshalb ist es ein Traum für mich, beim MSV spielen zu dürfen. Obwohl ich noch weitere Angebote vorliegen hatte, haben mich Sportdirektor Bruno Hübner und Trainer Milan Sasic in persönlichen Gesprächen mit ihrem Konzept, mit jungen und ambitionierten Spielern etwas aufzubauen, voll überzeugt.“

Der nach Hoffenheim wechselnde Starke von Fans erneut zum Spieler der Saison gewählt
Bei der beliebten Wahl zum Spieler der Saison konnte Tom Starke seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Die MSV-Fans wählten den Kapitän der Zebras mit großem Vorsprung zum Spieler der Saison 2009/10. Der Keeper, der sich heute mit dem Bundesligisten 1899 Hoffenheim auf einen Dreijahresvertrag ab der kommenden Saison einigte, erhielt dabei rund die Hälfte der abgegeben Stimmen. Neben ihn wählten die Fans Christian Tiffert und Ivica Grlic aufs Podium. Die genaue Auswertung und die Top-Elf der Fans finden Sie im ZebraMagazin, welches seit Freitag in den ZebraShops erhältlich ist. Die Gewinner werden zu Beginn der kommenden Woche bekannt gegeben.

Delegiertenversammlung des Dachvereins erfolgreich verlaufen
Vor einigen Tagen fand die Delegiertenversammlung des MSV Duisburg 02 Dachverein e.V. statt. Dort sind alle selbständigen MSV-Einzelvereine mit dem breitgefächerten Angebot ihrer Amateur- und Breitensportarten vertreten. Dabei bewiesen nicht nur die einstimmigen Ergebnisse bei den Vorstandswahlen die Notwendigkeit des Zusammenhalts, sondern auch die Darlegung des Haushalts inkl. der jeweiligen Unterstützung der Einzelvereine in 2010 sowie das Sponsoringprojekt fanden allgemeinen Zuspruch. In ihren Ämtern wurden Robert Philipps (1. Vorsitzender), Dieter Postulart (2.Vorsitzender) und Peter Dahmen (Schatzmeister) bestätigt.

Kaiserslautern ist aufgestiegen!

Duisburg, 25. April 2010 - Am 32. Spieltag haben es die "Roten Teufel" vom Betzenberg geschafft. Trotz der Heimniederlage am Freitag gegen Rostock hat Lautern den Aufstieg in die 1. Bundesliga vorzeitig perfekt gemacht.
Durch das Unentschieden von Augsburg in Frankfurt ist Kaiserslautern nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsplätze zu verdrängen. Und man muss es neidlos anerkennen - über die gesamte Saison gesehen ist es absolut verdient! Gratulation zum Aufstieg!
St. Pauli dürfte der weitere Aufsteiger sein. Drei Punkte und in der Tordifferenz 14 Tore Vorsprung vor dem Drittplatzierten Augsburg sollten zwei Spieltage vor Saisonende ausreichen. Augsburg wiederum sollte sich auf die beiden Relegationsspiele vorbereiten. Mit fünf Punkten Vorsprung vor der Fortuna aus Düsseldorf müsste schon ein echtes Fußballwunder geschehen, wenn der FC das noch auf der Zielgeraden versemmeln sollte.

Und Duisburg?
Der MSV, auf Platz fünf, hat zwei Spieltage vor dem Saisonende mit den ersten vier Plätzen schlicht nichts zu tun.
Jedes Mal, wenn alle Mannschaften für den MSV spielten, spielte der MSV gegen sich selber. Nicht eine Chance wurde genutzt.
Und, ganz ehrlich, was will eine Mannschaft in der ersten Liga, die im eigenen Stadion von 16 Spielen gerade mal
fünf Spiele gewonnen hat? Fünf Siege, sechs Unentschieden, fünf Niederlagen bedeuten Platz 16 in der Heimtabelle! Wäre ja auch ein Relegationsplatz - der zur dritten Liga.
Daran muss Milan Sasic in der nächsten Saison arbeiten. Die MSV-Arena muss endlich mal wieder eine Festung werden, aus der nicht jeder Gastverein nach Belieben die Punkte mitnehmen kann.

Mit welcher Mannschaft?
Tja, das ist eine Frage, die wahrscheinlich nicht einmal Sportdirektor Bruno Hübner jetzt schon beantworten könnte.
Wenn man Marcel Herzog zum Weitermachen als neue Nummer eins "überreden" kann, er hat es ja bereits signalisiert, dann hat man wenigstens dort kein Problem.
Im Abwehrbereich fehlen schnelle Leute, Veigneau, Soares und Tiago sollten zum Gerüst gehören.
Im defensiven Mittelfeld hat der "alte Mann" - das schreibe ich mit meinem größten Respekt vor diesem Profi! -Ivo Grlic seine Bereitschaft bereits erklärt, weiter zu machen und als Leithammel zu fungieren. Und in seinen neuen Job als Teamchef "hinein zu schnuppern". Diese Chance muss man als MSV-Verantwortlicher einfach wahrnehmen!
Gesucht wird noch der ein oder andere für die Kreativabteilung. Da wird sich zeigen, wie gut Bruno Hübner ist.

Und im offensiven Bereich?
Am Samstag machten zwei junge Spieler aus der U-19 des MSV Duisburg auf sich aufmerksam, Maurice Exslager sogar mit einem Tor. Beide sollten langsam an die Profi-Mannschaft heran geführt werden, insbesondere bei dem erst 17-jährigen Burkcan Kunt sollte man Vorsicht walten lassen. Das sollten die "Ergänzungsspieler" aus der eigenen Jugend sein, mit denen Hübner und Sasic den Profikader komplettieren wollen.
Srdjan Baljak hat es in den letzten Spielen als Alleinunterhalter in der Spitze sehr schwer gehabt. Er würde sich über eine kantige Ergänzung sicher freuen.

Rückblick Paderborn
Paderborns Trainer André Schubert war natürlich zufrieden. Nur in den ersten 20 Minuten wurde ihm "Angst und Bange" - und den MSV-Fans warm ums Herz.
Ein besonderes Lob erhielt der zweifache Torschütze Mahir Saglik: "Er hat stark gespielt, hat gezeigt, was in ihm steckt und was er kann."

Anders sah es da bei MSV-Trainer Milan Sasic aus. Er trauerte den zwei Torchancen in den ersten Minuten nach und konnte es nicht fassen, dass seine Mannschaft nicht mindestens 1:0 in Führung gegangen ist.
Er hatte aber auch den "Roten Faden" gesehen, der sich durch die gesamte Saison zieht: "Wir haben uns selber bestraft. Es war ein Spiegelbild dieser Saison. Wir haben wieder zu wenig Zweikämpfe gewonnen (Anmerk.: lt. der Spielstatistik gingen die "gewonnen Zweikämpfe" mit 51% an Paderborn) und unsere Chancen nicht genutzt.
Unser Abwehrverhalten ist nicht zweitligareif. Das waren Einladungen zum Tore schießen."


Beide eingesetzten U-19-Spieler attestierte er ein gute und engagierte Leistung: "Burkcan Kunt war sogar etwas zu sehr engagiert, ihn habe ich zu seinem Schutz ausgewechselt, weil er Gelbrot gefährdet war. Für Maurice freut es mich, dass er sein erstes Tor in der 2. Bundesliga erzielt hat und es ist traurig, dass die gestandenen Spieler nicht genug getan haben, um das Ergebnis insgesamt positiv zu gestalten."

Und da hakte Milan Sasic noch einmal nach: "Unsere Fans tun mir leid. Jeder Spieler sollte soviel "Zebrablut" in sich haben, wie die Fans! Die Spieler, die für den MSV spielen, müssen Stolz darauf sein, das Trikot zu tragen!
Das habe ich heute nicht gesehen."


Das habe ich in mehreren Spielen in dieser Saison nicht gesehen. Vielleicht gibt es das aber auch nur bei den jungen und hungrigen Spielern. Oder in der Historie.

Historie, ein gutes Stichwort!
Nach dem Angebot von Bernhard "Ennatz" Dietz, der im Stadion wieder neben Herbert "Bobbel" Büssers saß,

sich als "Talentscout" für die Zebras zu betätigen, sollten die MSV-Verantwortlichen lieber gestern als heute "Nägel mit Köpfen" machen! Wer meint, auf so viel Kompetenz verzichten zu können, hat selber keine zu bieten!  Jochem Knörzer

 

MSV Duisburg - SC Paderborn 2:3 (0:1)       -Fotostrecke-
Youngster Exslager mit Debüt, Tor und Vorlage, ansonsten schönes Wetter

Schuld bei den Fans abtragen

Duisburg, 23. April 2010 - Vor dem Spiel gegen den SC Paderborn 07 am morgigen Samstag, 13 Uhr in der MSV-Arena, traf man sich an der Westender Straße zum informativen Plausch. Die belegten Brötchen standen schon auf dem Tisch, für den frischen Kaffee sorgte Medienbetreuer Horst Scherpe persönlich. Einmal mehr kamen MSV-Trainer Milan Sasic und Sportdirektor Bruno Hübner ohne Pressesprecher Sven Judith. Bereits mit seiner Antwort auf die erste Frage brach Milan Sasic mit einem "Tabu" - für den gelbrot gesperrten Kristoffer Andersen wird, nach langer Verletzungspause, Bernd Korzynietz von Beginn an auflaufen.
Sasic: "Es heißt, dass die Zeit, sich nach einer Verletzung wieder an die Form davor heranzuarbeiten, genauso lang ist wie die Verletzungszeit. Und Bernd war lange verletzt. Morgen werden wir sehen, ob er wieder so weit ist."
Der MSV wird gegen den Aufsteiger, der mit 42 Punkten sicher im Mittelfeld auf Tabellenplatz neun steht, mit der stärkst-möglichen Aufstellung spielen. Christian Tiffert und Caiuby sind nach ihrer Gelbsperre gesetzt, Ivo Grlic wird seine Gelbsperre in der zweiten Mannschaft "überspielen".
Sasic: "Paderborn kann und wird frei aufspielen. Wir aber stehen in der Schuld der Fans und wollen mit einer Top-Bereitschaft Leistung bringen und davon etwas abbauen. Es ist unsere Verpflichtung, diese Saison professionell zu beenden."
Von daher wird er junge Spieler nur dann jetzt schon bringen, wenn er davon überzeugt ist, dass sie die bessere Entscheidung sind. In den Kader hat er Burakcan Kunt und Maurice Exslager aus der MSV-U19 berufen.
Diese beiden waren für den 2:1-Erfolg der U19 auf Schalke verantwortlich und erzielten die Tore.
 
Natürlich waren die Bedingungen der DFL ein Thema. Details konnten weder Sasic noch Hübner entlockt werden.
Milan Sasic: "Es ist finanziell bei Weitem nicht so, wie es öffentlich diskutiert wird. Ich möchte nicht mit einem der anderen Vereine tauschen."
Bruno Hübner: "Am Wochenende und Anfang der Woche werden wir uns in einem kleinen Kreis zusammensetzen und die DFL-Bedingungen abklären. Danach kann ich dann auch endlich mit der Personalplanung für die neue Saison loslegen."
Hübner sieht es so, dass alle Vereine, die in der Bundesliga und bestrebt waren, wieder aufzusteigen, diese Probleme haben. "Da sind dann Investitionen getätigt und Verträge geschlossen worden, um das Ziel doch noch zu erreichen, die jetzt schwer wiegen."
Hübner weiter: "Bereits bei meinem Antritt beim MSV Duisburg hatte ich den Weitblick, hier perspektivisch zu arbeiten. Das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben. Im Kopf sind wir mit der Planung für die nächste Saison schon relativ weit, das wollen wir in der nächsten Woche endlich umsetzen."
Der neue Kader soll 16 bis 18 Feldspieler und zwei Torhüter umfassen, ergänzt durch MSV-"Eigengewächse" und einen dritten Torwart aus dem Amateur-/Jugendbereich, sodass der Kader insgesamt aus 21 Spielern zzgl. drei Torhüter bestehen soll. Raphael Koczor, Torhüter des MSVII, hat da in den letzten drei Monaten keine Eigenwerbung betrieben und im Spiel gegen Velbert bereits seine dritte Rote Karte kassiert.
Sasic: "Das war dann eher Werbung für die SPD."
Hübner und Sasic schwebt ein junger, deutschsprachiger Kader vor. Deutsche oder in Deutschland fußballerisch ausgebildete junge Spieler, damit die Teambildung einfacher gelingt und nicht auch noch sprachliche Barrieren zu beseitigen sind. "Leonardo", ein 23-jähriger Spieler aus Brasilien, der seit einiger Zeit bei den Profis mit trainiert,
würde diese Vorgaben allerdings nicht erfüllen. Trotzdem wird sich Bruno Hübner mit dem Berater des Spielers unterhalten.
Die Planung für den Saisonauftakt stehen auch schon, gestern sind die letzten Details geklärt worden. Die Bekanntgabe erfolgt allerdings erst im Laufe der nächsten Woche. Sicher ist, dass es zwei Trainingslager werden - das Erste zum Laufen, die allgemeine Fitness und Integration, das Zweite dann zum Einspielen.
Kroatien wäre doch eine Reise wert.
Jochem Knörzer

 

DFL knüpft Bedingungen an die Lizenzerteilung

Duisburg, 22. April 2010 - Auf der MSV-Homepage kann man folgende Mitteilung lesen:
MSV erhält Lizenz für die Spielzeit 2010/11
Der MSV Duisburg hat am Dienstag Post von der Deutschen Fußball Liga (DFL) erhalten. Demnach erhält der MSV die Lizenz für die Saison 2010/11 unter bestimmten Bedingungen, die bis Anfang Juni erfüllt werden müssen. Die Verantwortlichen des MSV Duisburg werden nun im Laufe der kommenden Wochen die von der DFL genannten Bedingungen abarbeiten.

Kurz, knapp und inhaltslos. Und mit einer Überschrift, die so nicht richtig ist.
Die Verantwortlichem beim MSV haben es zum ersten Mal seit 2004 nicht mit Auflagen, die in der nächsten Saison erfüllt werden müssen, zu tun, sondern mit Bedingungen, die vor der nächsten Saison, Stichtag dürfte der 02. Juni 2010 sein, zu erfüllen sind. Ansonsten wird die Lizenz nicht erteilt.
Über den Inhalt der von der DFL gestellten Bedingungen wird beim MSV gemauert, wie zu den besten Zeiten von Rudi "Riegel" Gutendorf auf dem Platz. Details sind weder von Geschäftsführer Roland Kentsch noch von Sportdirektor Bruno Hübner zu erfahren, von Präsident Walter Hellmich ganz zu schweigen. Bleiben zurzeit nur Spekulationen.  Und da lassen wir anderen den Vortritt. Jochem Knörzer

Zebra-Informationen

Außenbandriss bei Sören Larsen
MSV-Stürmer Sören Larsen bleibt das Verletzungspech weiter treu. Der Däne zog sich am Montag kurz vor Abschluss der Vormittagseinheit einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zu und wird damit in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr für die Zebras auflaufen können. Damit ist auch seine WM-Teilnahme wieder in weite Ferne gerückt. Sören Larsen fluchte nach dem er umgeknickt war, auf die Rasenverhältnisse an der Westender Straße.

Raphael Koczor für vier Spiele gesperrt
MSV-Torwart Raphael Koczor wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball Bundes wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von vier Meisterschaftsspielen belegt.  Der Schlussmann wurde bei der 0:3-Heimniderlage der MSV-Amateure gegen die Spielvereinigung Velbert in der 77. Minute nach einem Foulspiel des Feldes verwiesen.

Maurice Schumacher nimmt an DFB-Lehrgang teil
Nachwuchstorhüter Maurice Schumacher nimmt in der Zeit vom 25.-28. April 2010 am U16-Lehrgang des DFB in Kienbaum teil. Der U17-Keeper der Zebras vertritt damit den MSV bei der Fortbildungsmaßnahme, die unter der Leitung von DFB-Trainer Steffen Freund im Bundesleistungszentrum stattfindet. joke

FC Augsburg - MSV Duisburg 2:0 (1:0) Das war`s
 

Das klitzekleine "Restfünkchen" Hoffnung

Duisburg, 16. April 2010 - Die Sache mit dem Konjunktiv wäre wieder aktuell bei den Zebras vor dem Spiel Dritter gegen Fünfter oder anders gesagt 54 Punkte-Inhaber gegen 49 Punkte-Einheimser: Es hätte alles so schon sein können, wenn...hätte...
Da aber einige Zähler nicht verbucht werden konnten - vornehmlich zuhause wurden diese liegen gelassen - ist nur ein klitzekleines "Restfünkchen" Hoffnung auf ein Schielen zum Relegationsplatz angesagt.
"Da reden wir erst gar nicht drüber", hieß es unisono bei den Leistungsträgern und wechselwilligen der Zebras wie Tom Starke oder Christian Tiffert. Aber denken darf man ja wohl...
Ungeachtet der ganzen Hintergrundgeräusche um den Chef der Zebras, der Lizenzerteilung und der nahen Zukunft wird dieses Spiel beim Dritten doch zur endgültigen Klarheit beitragen.
Schon ein Punkt ist logischerweise für den MSV zu wenig. Punkt.
So gesehen ist es auch egal ob Augsburgs Torjäger Michael Thurk dabei ist oder nicht: Milan Sasic muss sein Team mit allem was er offensiv zu bieten hat so ausrichten, dass der Gast am Ende mit einem Tor besser steht. So einfach ist die Rechnung.
Dass man bei dem Gegner, bei dem die Zebras im Pokal mit einer herben Klatsche in die Berg-und-Talfahrt gepresst wurde, viel Geduld aufbringen muss, liegt auch auf der Hand beim dem bislang gezeigten Potenzial der Augsburger.
Dario Vidosic soll seien (erneute) Chance erhalten, aber auch Youngster Maurice Esslager aus dem U-19-Team durfte nach guten Eindrücken zuletzt mit. Harald Jeschke

 

 DFB stellt Ermittlungsverfahren gegen Tiago ein

Duisburg, 15. April 2010 - Der Deutsche Fußball Bund hat das Ermittlungsverfahren gegen MSV-Profi Tiago am Donnerstag eingestellt. Der Brasilianer wurde am Montag zu einer schriftlichen Stellungnahme zu den Vorfällen nach Abpfiff der Partie gegen Greuther Fürth aufgefordert. Sowohl seine, als auch die Stellungnahmen von Fürths Stürmer Allagui und Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus haben den DFB dazu veranlasst, dass Verfahren aufgrund einer Tatsachenentscheidung einzustellen. Somit kann Trainer Milan Sasic beim Spiel in Augsburg wieder auf den Innenverteidiger zurückgreifen.

Karten für das letzte Saisonspiel im Handel
Tickets für das Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen, 09.05.2010, sind ab sofort im ArenaShop und im ZebraShop Westender Straße erhältlich.

Preise:
Sitzplatz: 24,50 €
Stehplatz: 13,00 €
Stehplatz erm.: 11,50 €
Der Verkauf endet am Mittwoch, 05.05.10, 12.00 Uhr.

U13-Zebras gegen Löwen für den guten Zweck: Benefizspiel am Sonntagmorgen

Im Vorfeld des B-Juniorenbundesligaspiels MSV Duisburg – Borussia Mönchengladbach findet ein Benefizspiel für Joshua Badder statt. Der ehemalige Nachwuchsspieler des MSV, der jetzt in der Jugend von Hamborn 07 spielt, ist an Leukämie erkrankt und benötigt jetzt mehr denn je unsere Unterstützung. Aus diesem Grund findet am Sonntag, 18. April, um 9:30 Uhr ein Benefizspiel der beiden U13-Mannschaften statt. Der Zugang zu dieser Partie ist kostenlos. Beide Vereine würden sich deshalb über eine kleine Spende freuen, die vollständig an die Familie
weitergegeben wird.

 

Walter Hellmich wird sich zurückziehen

Duisburg, 14. April 2010 - Im Sommer 2002 übernahm Walter Hellmich für Helmut Sandrock die Geschicke des MSV Duisburg. Er sorgte für die Entschuldung, den Bau der MSV Arena und den zweimaligen Aufstieg in die Bundesliga.
Was er nicht schaffte war die Etablierung der Zebras in der Eliteliga. "Der MSV Duisburg gehört in die 1. Liga", war sein Dauerleitsatz. Realisieren konnte er dass trotz enormer Anstrengungen nicht. Wo der Erfolg ist, kommen die Schulterklopfer, wo sich  Zweitklassigkeit breit macht, findet man diese Gattung Mensch selten, eigentlich nie. Dafür traten Kritiker auf den Plan.
Nun scheint es, dass die Ära Hellmich sich dem Ende neigt. Dafür bedurfte es aber nicht die heute Mitgliederversammlung. Es hatte sich lange im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Versammlung angedeutet. "Ich hoffe, dass das Kesseltreiben gegen den MSV und meine Person aufhört. Es ist auf jeden Fall meine letzte Jahreshauptversammlung gewesen. Jetzt hoffe ich, dass eine neue Zeit eingeläutet wird. Ich werde nun einen Nachfolger suchen und hoffe, dass es sehr schnell geht. Ich bedanke mich für ihr Vertrauen. Bis 2011 ist er noch gewählter Aufsichtsrat-Chef"
Im Vorfeld der Versammlung war sein Aufsichtsratskollege Erich Staake, Chef beim Logistik-Unternehmen Duisport zur gehandelten Zebra-Personalie geworden, was dieser aber als völligen Quatsch bezeichnete. Der neue MSV-Geschäftsführer Roland Kentsch bezifferte den Verlust des Vereins in der Saison 2008/09 mit 3,4 Millionen Euro.
 
Jahreshauptversammlung 2010 des MSV Duisburg – Walter Hellmich verabschiedet sich 2011
Am heutigen Abend fand um 19 Uhr die Jahreshauptversammlung des MSV Duisburg 02 e.V. im Zentrum Westende statt. 350 Sitzplätze wurden zur Verfügung gestellt, aber der MSV Duisburg rechnete vorab schon mit Platznot. Binnen kürzester Zeit nach Beginn des Einlass waren die Plätze belegt und rund 200 weitere Personen warteten vor dem Zentrum um einen Platz in der Aula erhaschen zu können. Doch gerade einmal 390 Mitglieder und Gäste konnten einen der beliebten Plätze am heutigen Abend ergattern. Sogar Oberbürgermeister Adolf Sauerland, wie auch der Profikader fanden sich ein.

Die Tagesordnungspunkte der diesjährigen JHV gliederten sich wie folgt:
- Genehmigung der Niederschrift über die Mitgliederversammlung vom 18.03.09
- Berichte des Vorstandes
- Berichte des Aufsichtsrates
- Berichte der Abteilungen /Dachverein
- Berichte der Rechnungsprüfer
- Aussprache zu den Berichten
- Wahl des Wahlausschusses
- Wahl des Versammlungsleiters
- Entlastung des Vorstandes
- Entlastung des Aufsichtsrates
- Wahl zum Aufsichtsrat
- Wahl der Delegierten für die Vertretung im Dachverein
- Verschiedenes

Kurz nach 19 Uhr war es dann so weit. Walter Hellmich eröffnete die Jahreshauptversammlung. Die Stimmung ist ruhig, dennoch konnte man die Spannungen spüren. Walter Hellmich:„Wenn ihr morgen nach Fürth fahrt…“ – Sofort wurde Walter Hellmichs Fauxpas korrigiert mit den Worten, das man nach Augsburg fahre. Schon bald darauf ließ man die ersten Zahlen verlauten. Laut Bericht zufolge habe der MSV Duisburg einen Mitgliederzuwachs in Höhe von 36,5 Prozent zu verzeichnen. Die Gewinn-und Verlustrechnung des MSV belegte, das der Verein einen Jahresüberschuss in Höhe von 81.759 Euro erwirtschaftet habe.
Danach übergab Walter Hellmich Herrn Kentsch das Wort. Dieser ging sofort auf den Profikader ein. Dort sei der Umsatz von 35,5 Millionen auf 25,5 Millionen Euro eingebrochen. Zum weiteren seien die Einnahmen aus dem Sponsoring nach dem Abstieg von 14 Millionen auf 10 Millionen Euro gesunken.
Kentsch: "Die Hellmich Marketing macht einen guten Job, denn kaum ein anderen Zweitligist hat zweistellige Millionenerlöse im Sponsoring." Der MSV rutschte tief in die roten Zahlen. Der Rekordüberschuss von 3,1 Millionen Euro aus der Erstliga-Saison verwandelte sich binnen zwei Jahre in ein Minus von 3,4 Millionen Euro. "Das ist in einem Abstiegsjahr aber völlig normal", erklärte Kentsch. "Natürlich hat der Abstieg seine Spuren hinterlassen, aber wir sind wieder auf dem Weg, den Verlust auszugleichen."
Doch wie und mit welchen Mitteln, wurde an dem Abend nicht bekannt gegeben. Ebenfalls der Umsatz sei von 37,5 Millionen Euro auf 25,5 Millionen Euro gesunken. Kentsch erklärt: "Die Zuschauereinnahmen sind rückläufig, die Merchandisingerlöse sind zurück gegangen und auch im Sponsoring sind die Einnahmen von 14 auf nur noch 10 Millionen Euro gesunken." Zur Sprache kam auch das Darlehn, welches Hellmich vom MSV in Höhe von 500.138 Euro genommen hat. "Erst einmal hat er das Darlehen mit dem üblichen Zinssatz zurückgezahlt. Außerdem standen gleichzeitig Verbindlichkeiten in Höhe von 7.702.125 Euro gegenüber. Also ist das ein normaler Vorgang und kein Angriffsgrund."
Bleibt festzuhalten: Dem Verein geht es alles andere als gut. Der MSV steckt tief in einem Dilemma. "Stimmt", gibt Kentsch zu. "Es ist bislang nicht gelungen, den Aufwand zu reduzieren, weil man unbedingt aufsteigen wollte. Das war die Politik." Das Geld wurde somit in einem Brennofen verpulvert. Man wollte mit allen Mitteln den Aufstieg erzwingen und scheiterte trotzdem. Die Folgen sind verheerend.

Kentsch ging ebenfalls auf den seit Monaten in der Kritik stehenden Vertrag mit "Hellmich Sponsoring" ein und stellt klar: "Dieser Vertrag ist völlig marktüblich und ich bin überzeugt davon." Walter Hellmich ließ es sich nicht nehmen und eröffnete gleich das Feuer gegen Aufsichtsratsmitglied Wolfram Weber, der in der lokalen Presse von einem "Geschmäckle" bezüglich des Vertrags mit der Hellmich Marketing gesprochen hat. "Herr Weber, sie haben diesen Beschluss mitgetragen, aber zu ihnen komme ich gleich noch“ wetterte Walter Hellmich. Als es dann zur Aussprache mit den Mitgliedern und den Fans kommt, legte Walter Hellmich schon vor: "Die Schmierereien auf den Internetseiten sind rufschädigend und kriminell. Diese Auswüchse sind ganz schlimm. Da missbraucht eine kleine Gruppe die Plattform des MSV, um sich zu profilieren. Und gegen die Anfeindungen wehre ich mich."
 Kurz darauf geht Walter Hellmich auf seinen Konkurrenten Dr. Richard Wiettsiepe verbal los. "Sie haben mich schon der Falschaussage bezichtigt. Bei der letzten JHV habe ich sie zur Rede gestellt und sie wollten die Anzeige gegen den MSV zurücknehmen. Das haben sie nicht gemacht und haben den Prozess verloren. Sie schaden mir durchweg."

Zustimmung und einen großen Applaus erhielt Walter Hellmich, als er verlauten ließ: „Ich werde mich nicht an Ihnen, Herr Wittsiepe, vergreifen. Aber so geht man nicht mit Menschen um." Wittsiepe konterte sofort: "Herr Hellmich, ich kann sie verstehen, dass es ihnen nicht genehm ist, dass ich interne Papiere habe. Aber ich kann nicht verstehen, wie sie einen Vertrag mit fehlenden Unterschriften rechtfertigen können. Sie können sich drehen und wenden wie sie wollen, bei rund 9 Millionen Verlustvortrag des Vereins, gleichzeitig aber satten Gewinnen der Firma ihres Sohnes, muss man das hinterfragen. Sie kommen um eine Sanierung nicht herum. Sie konnten meine Kritikpunkte mit ihren Ausführungen nicht ausräumen."
Der Aufsichtsrat entkräftete sofort diese Äußerungen und ließ verlauten, dass alles seine Ordnung habe und alle Verträge rechtsgültig und in Gänze korrekt sind. Walter Hellmich bekam Rückendeckung und ließ verlauten, bis zum Ende seiner Amtszeit 2011 sein Amt weiterhin auszuführen. Nach vielen hitzigen Worten ergriff Mitglied Hans-Dieter Schmitz das Wort und stellte fest: "So, wie die Diskussion abgelaufen ist, tut es mir im Herzen weh. Ich will die Fans bitten, an einem Strang zu ziehen und sich nicht gegenseitig zu beschuldigen. Heute Abend muss ein Neuanfang gestartet werden."

Fazit jedoch ist, das Walter Hellmich bis auf weiteres in seinem Amt bleibt und Kentsch ab sofort den Sparkurs fährt. Das muss er auch, denn die Lizenz ist ohnehin schon in Gefahr. Bislang hat der Club noch keine Neuigkeiten aus Frankfurt erhalten, ob und mit welchen Auflagen die Zebras die Lizenz bekommen werden. "Ich rechne aber in der kommenden Woche mit unseren Hausaufgaben", verkündete Kentsch.

Wahlen
Der aus dem Aufsichtsrat zurückgetretene Andreas Peters begründet seinen Rücktritt mit den Worten: "Ich habe keine vertrauensvolle Basis mehr gesehen."
Der Tagesordnungspunkt Aussprache wurde für die Wahl der neuen Aufsichtsratsmitglieder abrupt abgebrochen. Der Vorstand ist mit einer klaren Mehrheit entlastet worden. Zur Wahl standen an Arno Brinkmann, Udo Kirmse (Foto, Arnold P. Nitzki, Robert Philipps, Markus Räuber und Bernd Wangard. Drei Posten waren zu besetzen.
Nach einer langen Unterbrechung für die Auswertung der Stimmen erfolgten folgende Ergebnisse: Von den Fans wurden in den Aufsichtsrats gewählt: Markus Räuber (215), Robert Philipps (179) und Udo Kirmse (158 Stimmen/ von 418 Stimmberechtigten). Letzterer wird das frei gewordenes Amt für ein Jahr besetzen, Räuber und Kirmse sind die nächsten zwei Jahre im Amt. Alle gewählten nahmen ihre Wahl an.

Zum Ende hin bedankte Walter Hellmich sich bei allen Anwesenden für das Vertrauen und schloss die Versammlung mit den Worten: "Die heutige Diskussion musste sein. Ich habe meine Sicht der Dinge geschildert. Ich habe Verantwortung für viele Menschen. Wir haben alles offen angesprochen. Ich hoffe nun, dass das Kesseltreiben gegen den MSV und die Personen aufhört. Es ist auf jeden Fall meine letzte Jahreshauptversammlung gewesen. Jetzt hoffe ich, dass eine neue Zeit eingeläutet wird. Ich werde nun einen Nachfolger suchen und hoffe, dass es sehr schnell geht. Ich bedanke mich für ihr Vertrauen."
Die Jahreshauptversammlung lief wie in den Jahren zuvor trotz hitziger Diskussionen ruhig und geordnet ab.  Bruno Hübners Fazit: "Wir haben alle Punkte angesprochen und ausgeräumt. Jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung."  haje/manu

 DFB leitet Ermittlungsverfahren gegen Tiago ein

Duisburg, 12. April 2010 - Der Deutsche Fußball Bund hat MSV-Profi Tiago am Montag zu einer schriftlichen Stellungnahme zu den Vorfällen nach Abpfiff der Partie gegen Greuther Fürth aufgefordert. Diese Stellungnahme muss der Brasilianer bis Dienstagmittag beim DFB einreichen, der dann über das mögliche Strafmaß verhandelt.

Sportdirektor Bruno Hübner: „Ich hoffe natürlich, dass Tiago nicht gesperrt wird. Durch die Gelbsperren von Christian Tiffert und Caiuby müssen wir in Augsburg bereits auf zwei wichtige Spieler verzichten. Hoffentlich bringen die Verantwortlichen Verständnis dafür auf, dass es nach einer umkämpften Partie auch mal hitzig werden kann.“

Sieg wäre verdient gewesen

Duisburg, 12. April 2010 - Ein Sieg wäre für die Zebras im Heimspiel gegen Fürth sicher verdient gewesen. Ein richtig gut aufgelegter Fürther Torwart Max Grün verhinderte das mit einigen Glanzparaden. Dagegen verblasst sogar die tolle Parade beim Elfmeter von Tom Starke etwas.
Die Statistik bestätigt das Gesehene. 13:7 Schüsse, davon 7:4 auf das Tor, 7:1 Ecken und 55% gewonnene Zweikämpfe sprechen endlich mal für den MSV. Aber wie es so ist, das Ergebnis leider nicht.
Der Aufstieg wurde sicher nicht in diesem Spiel "verspielt", aber die Punktausbeute aus den Heimspielen ist einfach nicht ausreichend. 21 Punkte aus 15 Spielen bedeuten in der Heimtabelle gerade mal Platz 14. Dahinter kommen nur noch Frankfurt, Karlsruhe, Koblenz und Ahlen. Auswärts liegt man mit 28 Punkten aus 15 Spielen mit Kaiserslautern an der Spitze. Insgesamt macht das Platz 5, punktgleich hinter Düsseldorf, aus.
Der vierte Tabellenplatz ist also immer noch drin, um mehr sollte man sich keine Gedanken (mehr) machen.

Stimmen
Fürth-Trainer Mike Büskens:
"Es war ein sehr emotionsgeladenes Zweitligaspiel. Wir können mit dem einen Punkt gut leben. Ein besonderes Lob gebührt Max Grün, der heute hervorragend gehalten hat und seine Quote von 81% gehaltener Bälle sicher noch verbessert hat. Es war heute nicht leicht, gegen den MSV zu verteidigen."

MSV-Trainer Milan Sasic: "In der zweiten Halbzeit hatten wir am Anfang etwas Leerlauf. Und da haben wir uns auch den Ausgleich eingefangen. Aber dann haben meine Spieler gekämpft und Fußball gespielt und bis zuletzt gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Der Fürther Torwart war heute überragend, er hat mit Allem, was ihm zur Verfügung steht, gehalten.

Adam Bodzek: „Ich hab gar nichts von all dem mitbekommen. Keine Ahnung, wie das mit Sören und dem Torwart hat angefangen. Was da genau los war, weiß ich nicht. Manche Entscheidungen von der
Schiedsrichterin heute waren schon fragwürdig und zweifelhaft. Was auf unserer Seite gegen uns gepfiffen wurde, wurde auf der anderen Seite für die Gegner gepfiffen. Ich meine, daran lag es heute nicht. Wir haben in der zweiten Halbzeit nach Standards sowas von Mega-Chancen gehabt. Den anderen Torwart gegen den Kopf
an geköpft und dann lenkt er den Ball an den Pfosten, das war Wahnsinn.“


Ivo Grlic: „Wir hätten mindestens 5:1 gewinnen müssen. Ich denke mal, wir hatten so viele Standard-Möglichkeiten gehabt, wo wir sagen, es waren eigentliche hundertprozentige Möglichkeiten. Da waren der  Torpfosten, Torwart an köpfen oder was weiß ich. Bloß nicht ins Tor. Wir haben da zu wenig draus gemacht
und dann ist die Enttäuschung natürlich sehr groß. Wir haben das Glück heute nicht all zu sehr erzwungen. Normalerweise, so sage ich, hätten wir das Spiel heute zu Hause deutlich gewinnen müssen. Ohne wenn und aber. Das überwiegt nun mal den Groschen.“


Christian Tiffert: „Die hatten einen Torhüter, der gut gehalten hat. Das muss man mal sagen. Wir haben sicherlich, auch wenn zwischendurch mal ein Leerlauf drin war, von Anfang an gut gespielt. Und dafür, das wir am Anfang so gut gespielt haben, wie eigentlich fast kaum, bin ich der Meinung, kann man sich mal einen Leerlauf erlauben. Denn Fürth hat auch eine spielstarke Mannschaft. Und ich denke, wir haben zehn Möglichkeiten heraus gespielt und die müssten normalerweise reichen. Hoffentlich fangen die Leute nicht wieder an herum zu kritisieren, dass wir lange Bälle geschlagen haben. Ich hoffe, den Fehler machen wir nicht, denn das war ein sehr gutes Spiel mit zehn heraus gespielten Möglichkeiten. Oder auch elf oder zwölf. Manchmal
geht der Ball dann nicht rein und dabei sollten wir es dann auch belassen. Ich hoffe, dass es nach zwei Tagen dann auch so bleibt und wir dann nicht sagen, das war ein schlechtes Spiel. Wir haben viele Möglichkeiten gehabt, hatten eine tolle Atmosphäre und ich denke, die Fans haben versucht uns nach vorne zu peitschen.
Wir haben das auch nochmal genutzt, die Aufforderung der Fans und wir hatten gerade in den letzten fünfzehn Minuten fünf richtig gute Möglichkeiten gehabt. Deshalb sag ich mal, war dann auch der Dank der Fans, sodass man mal Unentschieden spielen kann.
Bei den Handgreiflichkeiten war ich dann wohl der einzige, der sich an der Mittellinie aufgehalten hat. Ich muss ja nicht überall dabei sein. Dass mit der gelben Karte sind dann auch so Sachen, bei denen ich mich dann auch selbst mal frage. Ich bin sicherlich ein Spieler, der ab und zu auch mal meckert, aber wann fängt das Meckern an? Einfach durch Entscheidungen, die einfach nicht vertretbar sind. Das war mein allererstes Foul, ich sage, mein einziges Foul im ganzen Spiel! Und das war auch noch nicht mal schlimm. Nur weil dadurch eine Torchance entsteht und die Schiedsrichterin das sieht, gibt sie dann Gelb. Irgendwo müssen wir dann auch mal ein
bisschen locker bleiben. Meine zehnte Gelbe war mit Sicherheit keine.“

Zum Wechsel nach Kaiserslautern: „Ich habe die Gespräche schon vor sechs Wochen geführt. Und bei mir
ist es meistens so, wenn ich mich erst mal durchringe, mit einem Verein zu sprechen, dann ist es für mich schon klar. Dann will ich mich nur absichern. Ich habe mich mit den Leuten dort getroffen und wusste eigentlich schon vorher, dass es so wird, wie es gewesen ist. Es war ein gutes Gespräch. Ich denke, es ist ein guter Verein und ich mit meiner Art und Weise dort sehr gut hin passe. Ich möchte dann dort natürlich meinen nächsten Schritt tun. Ich hatte hier drei wunderschöne Jahre und nun ist es Zeit für den nächsten Schritt.
Warum auch immer, wieso, weshalb, das ist was anderes. Jetzt kommt eine neue Aufgabe. Aber ich denke mal, man hat hier heute gesehen, dass ich trotzdem hier noch spielen möchte. Zumindest bis zum Ende der Saison. Meine Jungs unterstützen mich da auch. Und wenn da noch schwere Zeiten kommen, die letzten Spiele, dann ist es halt so. Ich versuche alles zu geben. Manchmal gelingt es mir, manchmal auch nicht. Ich hoffe, das bleibt so.“


Tom Starke: „Wenn man uns heute in irgendeiner Art und Weise einen Vorwurf machen kann, dann nur, weil wir heute das zweite Tor nicht geschossen haben. Sowohl vor dem 1:1 wie auch danach. Alles andere war top heute. Es war ein sehr ärgerliches Gegentor, weil es absolut zu verhindern war.
Das tut weh, allerdings habe ich schon gesagt, das Fürth eine offensiv-starke Mannschaft ist und die sind immer für ein Tor gut. Wir waren heute locker-locker. Noch zwei Gute und dann hätten wir das Spiel gewonnen.
Fürth hatte auch die ein oder andere gute Torchance plus Elfmeter, aber Grüne hat auch ein paar gute Dinger erwischt. Er hatte ja auch Glück bei dem Tiago-Kopfball, wo er aus praktisch einen Meter den Kopf herunter köpft. Da konnte er nicht mehr rechts. Das war wie aus der Luft gegriffen. Leider hat er den Torwart erwischt und das ist sehr ärgerlich für uns. Wir wollten das Spiel heute natürlich gewinnen und dafür stehen wir auf dem Platz. Wir haben uns sehr viel vorgenommen. Das zweite Tor hat leider gefehlt zum Sieg.
Es sind noch 12 Punkte in vier Spielen, die uns noch übrig bleiben. Die sind auch zu holen. Mit einem Sieg in Augsburg fangen wir an. Der vierte Platz bringt dem Verein bis zu einer halben Million Fernseh-Gelder. Die können die Zebras, beziehungsweise der Verein sehr gut gebrauchen. Da stehen wir alle in der Pflicht und das
ist unser aller Ziel. Wir haben da was für uns wieder gut zu machen und wir haben uns in der letzten Zeit unter Wert verkauft, aber auch verdient in der Höhe verloren. Wir fahren nach Augsburg hin und wollen es diesmal besser machen und auch einiges wieder gut machen.“


Sören Larsen: "Ich habe eigentlich nichts gemacht, aber der Torwart hat ein wenig überreagiert. Ich wollte
ihm nur den Ball klauen und habe ihr gar nicht berührt. Daraufhin fing er sofort an zu weinen und dann kam er an und provozierte mich weiter. Ich habe ihm angedeutet, das er weggehen soll und dann fing das ganze erst richtig an. Es war eigentlich nicht viel und ich fing dann auch an zu lachen, aber dann heulte Grün weiter herum. Ich bin eigentlich weggegangen und dann kam noch einer von denen und meinte: „Bleib ruhig!“ – Und ich war ruhig. Dann kam ein dritter an und meinte: „Was willst du denn?“ –  Es war eigentlich nichts. Lustig war es. Na, ja. Wir hatten heute viele Chancen und wir hätten gewinnen müssen. Fürth hat einen Punkt bekommen und damit können sie auch zufrieden sein. Wir leider nicht. Wir haben den Aufstiegskampf heute nicht gewonnen.“


Tiago: „Allagui und ich, wir waren heute beide heiß. Heute hatten wir beide zwei heftige Zweikämpfe. Aber wir haben uns wieder beruhigt. Freunde auf dem Platz werden wir garantiert nicht. Man weiß ja nie. Und Sören hat auf dem Platz nichts gemacht. Er hat nur gelacht und auf einmal kamen immer mehr. Aber Fußball ist manchmal so." Jochem Knörzer, Manuela Ihnle (Stimmen)

MSV Duisburg - SpVgg Greuther Fürth 1:1 (1:0) Zwei Punkte zu wenig -
Starke wehrte Strafstoß ab - Schiedsrichterin schwach

 

"Intimer Kreis" vor Fürth

Duisburg, 09. April 2010 - So kann man die heutige Pressekonferenz an der Westender Straße vor dem Heimspiel gegen Greuther Fürth getrost bezeichnen. Um MSV-Trainer Milan Sasic und Sportdirektor Bruno Hübner in die "Zange zu nehmen", hätte sich die schreibende Zunft schon auf die rechte und linke Stuhlreihe aufteilen müssen - einer rechts, einer links .
Eine knappe Überzahl wurde nur durch einen Fotografen erzeugt, der trotz geschienten Daumens seiner Arbeit nach geht. Und das auch nur, weil Pressesprecher, zumindest bis Ende dieser Saison, Sven Judith, ebenfalls durch Abwesenheit glänzte.
Auflösungserscheinungen beim MSV Duisburg nach dem ersten Abgang, dem von Christian Tiffert?
Nein, aber irgendwie auch bezeichnend. Alles in der Schwebe, nichts Konkretes.
Konkret ist das Heimspiel am Sonntag, 13 Uhr, in der MSV-Arena. Fürth, auf dem achten Platz mit 40 Punkten im gesicherten oberen Mittelfeld, kann und wird unbeschwert aufspielen. Sasic: "Fürth spielt effektiv, kommt schnell über Außen und hat sich durch Verpflichtung von Pekovic im Winter stabilisiert. Wenn wir gegen Fürth gewinnen wollen, und das wollen wir, wir brauchen Siege, dann müssen wir erst die Außen neutralisieren."
Dass Christian Tiffert bereits einen Vertrag in Kaiserslautern unterschrieben hat, hält weder Sasic noch Hübner für einen Nachteil. Hübner: "Christian ist ein Profi. Er spielt für den MSV und wird sich 100-prozentig einsetzen. Er ist sich auch bewusst, dass er jetzt von den Duisburger und auch Kaiserslauterner Fans beobachtet wird. Zu dem hat er jetzt, nach dem sein Vertrag in trockenen Tüchern ist, den Kopf wieder frei."
Im Kader, aber (noch) nicht in der Startelf, steht auch wieder Sören Larsen. Sasic: "Er befindet sich noch im Aufbau. In Ahlen hat man gesehen, dass ihm fast fünf Monate Wettkampf-Praxis fehlen."
Auch Bernd Korzynietz ist noch wieder so weit, dass er über die "Bankrolle" hinaus eingesetzt werden kann.
Caiuby ist seit heute wieder im Training, sodass sein Einsatz am Sonntag möglich ist.

Auch wenn Spieler wie Tiffert und wohl auch Starke den Verein am Ende der Saison verlassen werden, die "Leihspieler" wie Ben-Hatira, Larsen, Caiuby und Vidosic zu ihren Vereinen zurück kehren werden, so gibt es doch ein Grundgerüst mit Spielern, deren Vertrag über 2010 hinaus läuft.
Mit Veigneau, Schlicke, Fahrenhorst und Andersen ist es eine komplette Abwehrreihe. Dazu Bodzek, Tararache, Sahan, Adler, Baljak, Theißen und Abelski. Ivo Grlic ist nicht abgeneigt, den "Leithammel" zu geben, Marcel Herzog, Tiago und Soares würden auch gerne in Duisburg bleiben. Die Vertragsverhandlungen mit Kevin Grund stehen kurz vor dem Abschluss.
So gesehen bin ich sicher, dass der MSV Duisburg auch in der Saison 2010/2011 mit einer Mannschaft im Profibereich in der MSV-Arena auflaufen wird. Jochem Knörzer

Zebra - Informationen

Gewinne Tickets für das gegen Fürth! MSV und die Stadtwerke Duisburg an der MSV-Arena
Der MSV Duisburg und die Stadtwerke Duisburg AG veranstalten am Freitag und Samstag eine gemeinsame Aktion auf dem Vorplatz der MSV-Arena. Dort stehen in der Zeit von 13 bis 17 Uhr die Torwand der Stadtwerke und das MSV-Fanmobil.

Bei der Gemeinschaftsaktion kann jeder Duisburger kostenlos teilnehmen und dabei zwei Tickets für das Derby am Freitagabend in der MSV-Arena gegen Rot-Weiß Oberhausen gewinnen.
Der Gewinn der Karten ist ganz einfach: Hinkommen, mitmachen und am Freitag mit einem satten Schuss, am Samstag mit Gefühl mindestens einen von drei Schussversuchen verwandeln und zwei Freikarten mitnehmen. Diese, oder ähnliche Aktionen werden die beiden Partner bis zum Saisonende vor jedem Heimspiel in der Innenstadt anbieten.

Tiffert lobt Umfeld und Fans am Betzenberg

Duisburg, 08. April 2010 - Wie der 1. FC Kaiserslautern auf seiner Homepage vermeldet, wechselt Christian Tiffert nach dieser Saison zum Betzenberg. Er unterschrieb heute einen Vertrag über drei Jahre, der sowohl für die erste als auch zweite Bundesliga Gültigkeit hat.
"Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim FCK. Hier stimmt einfach das Gesamtpaket aus Verein, Stadion, Trainer, Mitspieler und Fans, so dass ich aus voller Überzeugung für die Erste und Zweite Liga zugesagt habe“, kommentierte Christian Tiffert den Vertragsschluss. joke
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Platz vier ist möglich

Duisburg, 06. April 2010 - Im Kampf um Platz vier, von mehr möchte ich einfach nicht schreiben, hat die Fortuna aus Düsseldorf nach ihrem Heimsieg gegen die "Kiez-Kicker" aus St. Pauli die Nase wieder knapp vor den Zebras.
Ein Punkt und fünf Tore Differenz trennen die beiden Mannschaften. Das dürfte bis zum letzten Spieltag ein spannendes Rennen werden.
Zu mindestens dann, wenn der MSV seine restlichen Heimspiele siegreich gestaltet.
Den Willen dazu, kann man den Duisburger Spielern nicht absprechen. Nach den beiden Niederlagen gegen 1860 und in Rostock hat sich die Mannschaft wieder gefangen und zwei Siege, darunter ein Heimsieg, eingefahren.
Das Spiel in Ahlen war sicher keine Offenbarung, eher ein Offenbarungseid von der Heimmannschaft. Aber auch diese Spiele muss man, gerade auf so einem sandigen "Kartoffelacker", erst mal gewinnen.

Nach dem Spiel in Ahlen hat auch Christian Tiffert diese Ansicht bestätigt. „Wenn man den Platz gesehen und was der Gegner gemacht hat, dann waren wir klar überlegen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit, obwohl es kaum möglich war, ganz gute Möglichkeiten. Aber es waren mal wieder typische Standardsituationen.
Es war ein Klassiker. Wenn Nicky die Augen zu hat, dann geht der Ball auch rein.
Nein, normalerweise darf der Ball erst gar nicht dahin kommen. Er war vielleicht gut getreten, aber so hatten wir es eigentlich nicht vor. Ich wollte ihn nur scharf spielen und Nicky lief den falschen Weg, aber machte ihn rein.
Von daher nehmen wir es gerne mit. Ich denke mal, wir haben wieder bewiesen, dass es auswärts ganz gut läuft. Jetzt haben wir mal zu Hause drei Punkte geholt, dann heute auch auswärts. Wir haben jetzt zwei Spiele nacheinander gewonnen.
Wer jetzt noch sagt, dass wir nicht mehr wollen und nicht mehr kämpfen, der hat in beiden Spielen nicht hin geschaut.
Es war ein typisches Kampfspiel, und ich denke mal, wir waren zweikampftechnisch total überlegen gegen eine Mannschaft, die klar über Kampf kommt. Man hat klar gesehen, dass wir schon noch wollen.
Ich denke mal, wir waren bei jedem Standard-Zweikampf gefährlich. Haben auch versucht uns spielerisch zu befreien. Es war durch die Platzverhältnisse sicherlich kein Leckerbissen, aber trotzdem ein ganz klar verdienter Sieg. Muss man einfach so sagen.
Für Tom, das muss ich mal ganz klar sagen, war es die letzten Male ganz ungefährlich. Da waren heute keine Aktionen dabei. Außer wir sind über den Ball getreten. Wir haben versucht den Ball zu halten und das war schon gut. Es geht für uns jetzt darum, den Verein gut zu vertreten. Das wollen auch unsere Fans sehen, dass wir noch Einsatz und Leidenschaft zeigen. Und gerade die Spieler, die sich vielleicht zum Saisonende verabschieden, stehen da gerade besonders im Focus. Und gerade auch die haben heute den Leuten gezeigt, dass man Einsatz und Leidenschaft zeigen kann, auch wenn es in Anführungsstrichen um nichts mehr geht. Unsere Fans werden es hoffentlich honorieren.“

Der glücklichste Mensch nach dem Sieg in Ahlen war Nicky Adler, hatte er doch den einzigen Treffer in der Partie erzielt. Und das sogar per Kopfball! „Das letzte Mal mit dem Kopf getroffen habe ich vor drei oder vier Jahren.
Ich glaube, in Köln hatte ich mal ein Kopfballtor erzielt. Es ist natürlich schön für mich, dass ich da heute rein gekommen bin und das entscheidende Tor erzielen konnte. Es war natürlich ein kampfbetontes Spiel, das nur über Standards ging und beide Mannschaften hatten gefährliche Situationen.
Ich bin nun mal mit dem Kopf hingekommen. Ahlen hatte zwar leidenschaftlich gekämpft, aber da fehlten dann irgendwo irgendwie die Mittel in den entscheidenden Aktionen.
Es war ein schwieriges Spiel für uns, aber wir gehen mit drei Punkten nach Hause. Und so kann es weiter gehen. Wir haben mit den Fans draußen so lange gefeiert, weil wir auswärts mal wieder so erfolgreich waren.
Ich denke mal, das war diese Saison richtig gut, dass wir auswärts bis jetzt fast ständig mit Punkten nach Hause gefahren sind.
Und so kann es auch weiter gehen. Nach dem Sieg heute kann man entspannt ins Wochenende gehen und ruhiger die nächste Woche angehen. Entscheidend ist natürlich das nächste Spiel und in Augsburg in ein paar Wochen. Da haben wir wieder was gut zu machen. Wir wollen unsere Bilanz zu Hause natürlich auch verbessern. Ganz klar.
Es war viel zu wenig in den letzten Wochen und ich hoffe, das wir nächste Woche daheim gegen Greuther Fürth punkten können.“
  Jochem Knörzer, Manuela Ihnle (Stimmen)

 

Rot-Weiß Ahlen - MSV Duisburg  0:1 (0:0) Adler traf per Kopf
575. Zweitligaspiel der
Zebras