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Schuld bei den Fans abtragen |
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Duisburg, 23. April 2010 - Vor dem Spiel gegen den SC Paderborn 07 am morgigen Samstag, 13 Uhr in der MSV-Arena, traf man sich an der Westender Straße zum informativen Plausch. Die belegten Brötchen standen schon auf dem Tisch, für den frischen Kaffee sorgte Medienbetreuer Horst Scherpe persönlich.
Einmal mehr kamen MSV-Trainer Milan Sasic und Sportdirektor Bruno Hübner ohne Pressesprecher Sven Judith.
Bereits mit seiner Antwort auf die erste Frage brach Milan Sasic mit einem "Tabu" - für den gelbrot gesperrten
Kristoffer Andersen wird, nach langer Verletzungspause, Bernd Korzynietz von Beginn an auflaufen.
Sasic: "Es heißt, dass die Zeit, sich nach einer Verletzung wieder an die Form davor heranzuarbeiten, genauso lang ist wie die Verletzungszeit. Und Bernd war lange verletzt. Morgen werden wir sehen, ob er wieder so weit ist."
Der MSV wird gegen den Aufsteiger, der mit 42 Punkten sicher im Mittelfeld auf Tabellenplatz neun steht, mit der stärkst-möglichen Aufstellung spielen. Christian Tiffert und Caiuby sind nach ihrer Gelbsperre gesetzt, Ivo Grlic wird seine Gelbsperre in der zweiten Mannschaft "überspielen".
Sasic: "Paderborn kann und wird frei aufspielen. Wir aber stehen in der Schuld der Fans und wollen mit einer Top-Bereitschaft Leistung bringen und davon etwas abbauen. Es ist unsere Verpflichtung, diese Saison professionell zu beenden."
Von daher wird er junge Spieler nur dann jetzt schon bringen, wenn er davon überzeugt ist, dass sie die bessere Entscheidung sind. In den Kader hat er Burakcan Kunt und Maurice Exslager aus der MSV-U19 berufen.
Diese beiden waren für den 2:1-Erfolg der U19 auf Schalke verantwortlich und erzielten die Tore.
Natürlich waren die Bedingungen der DFL ein Thema. Details konnten weder Sasic noch Hübner entlockt werden.
Milan Sasic: "Es ist finanziell bei Weitem nicht so, wie es öffentlich diskutiert wird. Ich möchte nicht mit einem der anderen Vereine tauschen."
Bruno Hübner: "Am Wochenende und Anfang der Woche werden wir uns in einem kleinen Kreis zusammensetzen und die DFL-Bedingungen abklären. Danach kann ich dann auch endlich mit der Personalplanung für die neue Saison loslegen."
Hübner sieht es so, dass alle Vereine, die in der Bundesliga und bestrebt waren, wieder aufzusteigen, diese Probleme haben. "Da sind dann Investitionen getätigt und Verträge geschlossen worden, um das Ziel doch noch zu erreichen, die jetzt schwer wiegen."
Hübner weiter: "Bereits bei meinem Antritt beim MSV Duisburg hatte ich den Weitblick, hier perspektivisch zu arbeiten. Das war zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben. Im Kopf sind wir mit der Planung für die nächste Saison schon relativ weit, das wollen wir in der nächsten Woche endlich umsetzen."
Der neue Kader soll 16 bis 18 Feldspieler und zwei Torhüter umfassen, ergänzt durch MSV-"Eigengewächse" und einen dritten Torwart aus dem Amateur-/Jugendbereich, sodass der Kader insgesamt aus 21 Spielern zzgl. drei Torhüter bestehen soll. Raphael Koczor,
Torhüter des MSVII, hat da in den letzten drei Monaten keine Eigenwerbung betrieben und im Spiel gegen Velbert bereits seine dritte Rote Karte kassiert.
Sasic: "Das war dann eher Werbung für die SPD."
Hübner und Sasic schwebt ein junger, deutschsprachiger Kader vor. Deutsche oder in Deutschland fußballerisch ausgebildete junge Spieler, damit die Teambildung einfacher gelingt und nicht auch noch sprachliche Barrieren zu beseitigen sind. "Leonardo", ein 23-jähriger Spieler aus Brasilien, der seit einiger Zeit bei den Profis mit trainiert,
würde diese Vorgaben allerdings nicht erfüllen. Trotzdem wird sich Bruno Hübner mit dem Berater des Spielers unterhalten.
Die Planung für den Saisonauftakt stehen auch schon, gestern sind die letzten Details geklärt worden. Die Bekanntgabe erfolgt allerdings erst im Laufe der nächsten Woche. Sicher ist, dass es zwei Trainingslager werden - das Erste zum Laufen, die allgemeine Fitness und Integration, das Zweite dann zum Einspielen.
Kroatien wäre doch eine Reise wert. Jochem Knörzer
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DFL knüpft Bedingungen an die Lizenzerteilung |
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Duisburg, 22. April 2010 - Auf der MSV-Homepage kann man folgende Mitteilung lesen:
MSV erhält Lizenz für die Spielzeit 2010/11
Der MSV Duisburg hat am Dienstag Post von der Deutschen Fußball Liga (DFL) erhalten. Demnach erhält der MSV die Lizenz für die Saison 2010/11 unter bestimmten Bedingungen, die bis Anfang Juni erfüllt werden müssen. Die Verantwortlichen des MSV Duisburg werden nun im Laufe der kommenden Wochen die von der DFL genannten Bedingungen abarbeiten.
Kurz, knapp und inhaltslos. Und mit einer Überschrift, die so nicht richtig ist.
Die Verantwortlichem beim MSV haben es zum ersten Mal seit 2004 nicht mit Auflagen, die in der nächsten Saison erfüllt werden müssen, zu tun, sondern mit Bedingungen, die vor der nächsten Saison, Stichtag dürfte der 02. Juni 2010 sein, zu erfüllen sind. Ansonsten wird die Lizenz nicht erteilt.
Über den Inhalt der von der DFL gestellten Bedingungen wird beim MSV gemauert, wie zu den besten Zeiten von Rudi "Riegel" Gutendorf auf dem Platz. Details sind weder von Geschäftsführer Roland Kentsch noch von Sportdirektor Bruno Hübner zu erfahren, von Präsident Walter Hellmich ganz zu schweigen.
Bleiben zurzeit nur Spekulationen.
Und da lassen wir anderen den Vortritt. Jochem Knörzer |
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Zebra-Informationen |
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Außenbandriss bei Sören Larsen
MSV-Stürmer Sören Larsen bleibt das Verletzungspech weiter treu. Der Däne zog sich am Montag kurz vor Abschluss der Vormittagseinheit einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zu und wird damit in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr für die Zebras auflaufen können. Damit ist auch seine WM-Teilnahme wieder in weite Ferne gerückt. Sören Larsen fluchte nach dem er
umgeknickt war, auf die Rasenverhältnisse an der Westender Straße.
Raphael Koczor für vier Spiele gesperrt
MSV-Torwart Raphael Koczor wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball Bundes wegen eines unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von vier Meisterschaftsspielen belegt. Der Schlussmann wurde bei der 0:3-Heimniderlage der MSV-Amateure gegen die Spielvereinigung Velbert in der 77. Minute nach einem Foulspiel des Feldes verwiesen.
Maurice Schumacher nimmt an DFB-Lehrgang teil
Nachwuchstorhüter Maurice Schumacher nimmt in der Zeit vom 25.-28. April 2010 am U16-Lehrgang des DFB in Kienbaum teil. Der U17-Keeper der Zebras vertritt damit den MSV bei der Fortbildungsmaßnahme, die unter der Leitung von DFB-Trainer Steffen Freund im Bundesleistungszentrum stattfindet.
joke |
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FC Augsburg - MSV
Duisburg
2:0 (1:0) Das war`s |
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Das
klitzekleine "Restfünkchen" Hoffnung |
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Duisburg, 16. April 2010 - Die Sache mit dem Konjunktiv wäre
wieder aktuell bei den Zebras vor dem Spiel Dritter gegen
Fünfter oder anders gesagt 54 Punkte-Inhaber gegen 49
Punkte-Einheimser: Es hätte alles so schon sein können,
wenn...hätte...
Da
aber einige Zähler nicht verbucht werden konnten - vornehmlich
zuhause wurden diese liegen gelassen - ist nur ein klitzekleines
"Restfünkchen" Hoffnung auf ein Schielen zum Relegationsplatz
angesagt.
"Da
reden wir erst gar nicht drüber", hieß es unisono bei den
Leistungsträgern und wechselwilligen der Zebras wie Tom Starke
oder Christian Tiffert. Aber denken darf man ja wohl...
Ungeachtet der ganzen Hintergrundgeräusche um den Chef der
Zebras, der Lizenzerteilung und der nahen Zukunft wird dieses
Spiel beim Dritten doch zur endgültigen Klarheit beitragen.
Schon
ein Punkt ist logischerweise für den MSV zu wenig. Punkt.
So
gesehen ist es auch egal ob Augsburgs Torjäger Michael Thurk
dabei ist oder nicht: Milan Sasic muss sein Team mit allem was
er offensiv zu bieten hat so ausrichten, dass der Gast am Ende
mit einem Tor besser steht. So einfach ist die Rechnung.
Dass
man bei dem Gegner, bei dem die Zebras im Pokal mit einer herben
Klatsche in die Berg-und-Talfahrt gepresst wurde, viel Geduld
aufbringen muss, liegt auch auf der Hand beim dem bislang
gezeigten Potenzial der Augsburger.
Dario
Vidosic soll seien (erneute) Chance erhalten, aber auch
Youngster Maurice Esslager aus dem U-19-Team durfte nach guten
Eindrücken zuletzt mit. Harald Jeschke |
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DFB stellt Ermittlungsverfahren gegen Tiago ein |
Duisburg, 15. April 2010 - Der Deutsche Fußball Bund hat das Ermittlungsverfahren gegen MSV-Profi Tiago am Donnerstag eingestellt. Der Brasilianer wurde am Montag zu einer schriftlichen Stellungnahme zu den Vorfällen nach Abpfiff der Partie gegen Greuther Fürth aufgefordert. Sowohl seine, als auch die Stellungnahmen von Fürths Stürmer Allagui und Schiedsrichterin Bibiana
Steinhaus haben den DFB dazu veranlasst, dass Verfahren aufgrund einer Tatsachenentscheidung einzustellen. Somit kann Trainer Milan Sasic beim Spiel in Augsburg wieder auf den Innenverteidiger zurückgreifen.
Karten für das letzte Saisonspiel im Handel
Tickets für das Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen,
09.05.2010, sind ab sofort im ArenaShop und im ZebraShop
Westender Straße erhältlich.
Preise:
Sitzplatz: 24,50 €
Stehplatz: 13,00 €
Stehplatz erm.: 11,50 €
Der Verkauf endet am Mittwoch, 05.05.10, 12.00 Uhr.
U13-Zebras gegen Löwen für den guten Zweck: Benefizspiel am
Sonntagmorgen
Im Vorfeld des B-Juniorenbundesligaspiels MSV Duisburg –
Borussia Mönchengladbach findet ein Benefizspiel für Joshua
Badder statt. Der ehemalige Nachwuchsspieler des MSV, der
jetzt in der Jugend von Hamborn 07 spielt, ist an Leukämie
erkrankt und benötigt jetzt mehr denn je unsere
Unterstützung. Aus diesem Grund findet am Sonntag, 18.
April, um 9:30 Uhr ein Benefizspiel der beiden
U13-Mannschaften statt. Der Zugang zu dieser Partie ist
kostenlos. Beide Vereine würden sich deshalb über eine
kleine Spende freuen, die vollständig an die Familie
weitergegeben wird. |
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Walter Hellmich wird sich zurückziehen |
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Duisburg, 14. April 2010 - Im Sommer 2002
übernahm Walter Hellmich für Helmut Sandrock die Geschicke
des MSV Duisburg. Er sorgte für die Entschuldung, den Bau
der MSV Arena und den zweimaligen Aufstieg in die
Bundesliga.
Was er
nicht schaffte war die Etablierung der Zebras in der
Eliteliga. "Der MSV Duisburg gehört in die 1. Liga", war
sein Dauerleitsatz. Realisieren konnte er dass trotz enormer
Anstrengungen nicht. Wo der Erfolg ist, kommen die
Schulterklopfer, wo sich Zweitklassigkeit breit macht,
findet man diese Gattung Mensch selten, eigentlich nie.
Dafür traten Kritiker auf den Plan.
Nun
scheint es, dass die Ära Hellmich sich dem Ende neigt. Dafür
bedurfte es aber nicht
die heute
Mitgliederversammlung. Es hatte sich lange im Vorfeld der mit
Spannung erwarteten Versammlung angedeutet. "Ich hoffe, dass
das Kesseltreiben gegen den MSV und meine Person aufhört. Es
ist auf jeden Fall meine letzte Jahreshauptversammlung
gewesen. Jetzt hoffe ich, dass eine neue Zeit eingeläutet
wird. Ich werde nun einen Nachfolger suchen und hoffe, dass
es sehr schnell geht. Ich bedanke mich für ihr Vertrauen.
Bis 2011 ist er noch gewählter Aufsichtsrat-Chef"
Im Vorfeld der Versammlung war sein Aufsichtsratskollege
Erich Staake, Chef beim Logistik-Unternehmen Duisport zur
gehandelten Zebra-Personalie geworden, was dieser aber als
völligen Quatsch bezeichnete.
Der neue MSV-Geschäftsführer Roland Kentsch bezifferte den
Verlust des Vereins in der Saison 2008/09 mit 3,4 Millionen
Euro.
Jahreshauptversammlung 2010 des MSV Duisburg – Walter
Hellmich verabschiedet sich 2011
Am heutigen Abend fand um 19 Uhr die Jahreshauptversammlung
des MSV Duisburg 02 e.V. im Zentrum Westende statt. 350
Sitzplätze wurden zur Verfügung gestellt, aber der MSV
Duisburg rechnete vorab schon mit Platznot. Binnen kürzester
Zeit nach Beginn des Einlass waren die Plätze belegt und
rund 200 weitere Personen warteten vor dem Zentrum um einen
Platz in der Aula erhaschen zu können. Doch gerade einmal
390 Mitglieder und Gäste konnten einen der beliebten Plätze
am heutigen Abend ergattern. Sogar Oberbürgermeister Adolf
Sauerland, wie auch der Profikader fanden sich ein.
Die Tagesordnungspunkte der diesjährigen JHV gliederten sich
wie folgt:
- Genehmigung der Niederschrift über die
Mitgliederversammlung vom 18.03.09
- Berichte des Vorstandes
- Berichte des Aufsichtsrates
- Berichte der Abteilungen /Dachverein
- Berichte der Rechnungsprüfer
- Aussprache zu den Berichten
- Wahl des Wahlausschusses
- Wahl des Versammlungsleiters
- Entlastung des Vorstandes
- Entlastung des Aufsichtsrates
- Wahl zum Aufsichtsrat
- Wahl der Delegierten für die Vertretung im Dachverein
- Verschiedenes
Kurz nach 19 Uhr war es dann so weit. Walter Hellmich
eröffnete die Jahreshauptversammlung. Die Stimmung ist
ruhig, dennoch konnte man die Spannungen spüren. Walter Hellmich:„Wenn ihr morgen nach
Fürth fahrt…“ – Sofort wurde Walter Hellmichs Fauxpas
korrigiert mit den Worten, das man nach Augsburg fahre.
Schon bald darauf ließ man die ersten Zahlen verlauten. Laut
Bericht zufolge habe der MSV Duisburg einen
Mitgliederzuwachs in Höhe von 36,5 Prozent zu verzeichnen.
Die Gewinn-und Verlustrechnung des MSV belegte, das der
Verein einen Jahresüberschuss in Höhe von 81.759 Euro
erwirtschaftet habe.
Danach übergab Walter Hellmich Herrn Kentsch das Wort.
Dieser ging sofort auf den Profikader ein. Dort sei der
Umsatz von 35,5 Millionen auf 25,5 Millionen Euro
eingebrochen. Zum weiteren seien die Einnahmen aus dem
Sponsoring nach dem Abstieg von 14 Millionen auf 10
Millionen Euro gesunken.
Kentsch: "Die Hellmich Marketing macht einen guten Job, denn
kaum ein anderen Zweitligist hat zweistellige
Millionenerlöse im Sponsoring." Der MSV rutschte tief in die
roten Zahlen. Der Rekordüberschuss von 3,1 Millionen Euro
aus der Erstliga-Saison verwandelte sich binnen zwei Jahre
in ein Minus von 3,4 Millionen Euro. "Das ist in einem
Abstiegsjahr aber völlig normal", erklärte Kentsch.
"Natürlich hat der Abstieg seine Spuren hinterlassen, aber
wir sind wieder auf dem Weg, den Verlust auszugleichen."
Doch wie und mit welchen Mitteln, wurde an dem Abend nicht
bekannt gegeben. Ebenfalls der Umsatz sei von 37,5 Millionen
Euro auf 25,5 Millionen Euro gesunken. Kentsch erklärt: "Die
Zuschauereinnahmen sind rückläufig, die Merchandisingerlöse
sind zurück gegangen und auch im Sponsoring sind die
Einnahmen von 14 auf nur noch 10 Millionen Euro gesunken."
Zur Sprache kam auch das Darlehn, welches Hellmich vom MSV
in Höhe von 500.138 Euro genommen hat. "Erst einmal hat er
das Darlehen mit dem üblichen Zinssatz zurückgezahlt.
Außerdem standen gleichzeitig Verbindlichkeiten in Höhe von
7.702.125 Euro gegenüber. Also ist das ein normaler Vorgang
und kein Angriffsgrund."
Bleibt festzuhalten: Dem Verein geht es alles andere als
gut. Der MSV steckt tief in einem Dilemma. "Stimmt", gibt
Kentsch zu. "Es ist bislang nicht gelungen, den Aufwand zu
reduzieren, weil man unbedingt aufsteigen wollte. Das war
die Politik." Das Geld wurde somit in einem Brennofen
verpulvert. Man wollte mit allen Mitteln den Aufstieg
erzwingen und scheiterte trotzdem. Die Folgen sind
verheerend.
Kentsch ging ebenfalls auf den seit Monaten in der Kritik
stehenden Vertrag mit "Hellmich Sponsoring" ein und stellt
klar: "Dieser Vertrag ist völlig marktüblich und ich bin
überzeugt davon." Walter Hellmich ließ es sich nicht nehmen
und eröffnete gleich das Feuer gegen Aufsichtsratsmitglied
Wolfram Weber, der in der lokalen Presse von einem "Geschmäckle"
bezüglich des Vertrags mit der Hellmich Marketing gesprochen
hat. "Herr Weber, sie haben diesen Beschluss mitgetragen,
aber zu ihnen komme ich gleich noch“ wetterte Walter
Hellmich. Als es dann zur Aussprache mit den Mitgliedern und
den Fans kommt, legte Walter Hellmich schon vor: "Die
Schmierereien auf den Internetseiten sind rufschädigend und
kriminell. Diese Auswüchse sind ganz schlimm. Da missbraucht
eine kleine Gruppe die Plattform des MSV, um sich zu
profilieren. Und gegen die Anfeindungen wehre ich mich."
Kurz darauf geht Walter Hellmich auf seinen Konkurrenten Dr. Richard
Wiettsiepe verbal los. "Sie haben mich schon der
Falschaussage bezichtigt. Bei der letzten JHV habe ich sie
zur Rede gestellt und sie wollten die Anzeige gegen den MSV
zurücknehmen. Das haben sie nicht gemacht und haben den
Prozess verloren. Sie schaden mir durchweg."
Zustimmung und einen großen Applaus erhielt Walter Hellmich,
als er verlauten ließ: „Ich werde mich nicht an Ihnen, Herr
Wittsiepe, vergreifen. Aber so geht man nicht mit Menschen
um." Wittsiepe konterte sofort: "Herr Hellmich, ich kann sie
verstehen, dass es ihnen nicht genehm ist, dass ich interne
Papiere habe. Aber ich kann nicht verstehen, wie sie einen
Vertrag mit fehlenden Unterschriften rechtfertigen können.
Sie können sich drehen und wenden wie sie wollen, bei rund 9
Millionen Verlustvortrag des Vereins, gleichzeitig aber
satten Gewinnen der Firma ihres Sohnes, muss man das
hinterfragen. Sie kommen um eine Sanierung nicht herum. Sie
konnten meine Kritikpunkte mit ihren Ausführungen nicht
ausräumen."
Der Aufsichtsrat entkräftete sofort diese Äußerungen und
ließ verlauten, dass alles seine Ordnung habe und alle
Verträge rechtsgültig und in Gänze korrekt sind. Walter
Hellmich bekam Rückendeckung und ließ verlauten, bis zum
Ende seiner Amtszeit 2011 sein Amt weiterhin auszuführen.
Nach vielen hitzigen Worten ergriff Mitglied Hans-Dieter
Schmitz das Wort und stellte fest: "So, wie die Diskussion
abgelaufen ist, tut es mir im Herzen weh. Ich will die Fans
bitten, an einem Strang zu ziehen und sich nicht gegenseitig
zu beschuldigen. Heute Abend muss ein Neuanfang gestartet
werden."
Fazit jedoch ist, das Walter Hellmich bis auf weiteres in
seinem Amt bleibt und Kentsch ab sofort den Sparkurs fährt.
Das muss er auch, denn die Lizenz ist ohnehin schon in
Gefahr. Bislang hat der Club noch keine Neuigkeiten aus
Frankfurt erhalten, ob und mit welchen Auflagen die Zebras
die Lizenz bekommen werden. "Ich rechne aber in der
kommenden Woche mit unseren Hausaufgaben", verkündete
Kentsch.
Wahlen
Der aus dem Aufsichtsrat zurückgetretene Andreas Peters
begründet seinen Rücktritt mit den Worten: "Ich habe keine
vertrauensvolle Basis mehr gesehen."
Der Tagesordnungspunkt Aussprache wurde für die Wahl der
neuen Aufsichtsratsmitglieder abrupt abgebrochen. Der
Vorstand ist mit einer klaren Mehrheit entlastet worden. Zur
Wahl standen an Arno Brinkmann, Udo Kirmse (Foto, Arnold P. Nitzki,
Robert Philipps, Markus Räuber und Bernd Wangard. Drei
Posten waren zu besetzen.
Nach einer langen Unterbrechung für die Auswertung der
Stimmen erfolgten folgende Ergebnisse: Von den Fans wurden
in den Aufsichtsrats gewählt: Markus Räuber (215), Robert
Philipps (179) und Udo Kirmse (158 Stimmen/ von 418
Stimmberechtigten). Letzterer wird das frei gewordenes Amt
für ein Jahr besetzen, Räuber und Kirmse sind die nächsten
zwei Jahre im Amt. Alle gewählten nahmen ihre Wahl an.
Zum Ende hin bedankte Walter Hellmich sich bei allen
Anwesenden für das Vertrauen und schloss die Versammlung mit
den Worten: "Die heutige Diskussion musste sein. Ich habe
meine Sicht der Dinge geschildert. Ich habe Verantwortung
für viele Menschen. Wir haben alles offen angesprochen. Ich
hoffe nun, dass das Kesseltreiben gegen den MSV und die
Personen aufhört. Es ist auf jeden Fall meine letzte
Jahreshauptversammlung gewesen. Jetzt hoffe ich, dass eine
neue Zeit eingeläutet wird. Ich werde nun einen Nachfolger
suchen und hoffe, dass es sehr schnell geht. Ich bedanke
mich für ihr Vertrauen."
Die Jahreshauptversammlung lief wie in den Jahren zuvor
trotz hitziger Diskussionen ruhig und geordnet ab.
Bruno Hübners Fazit: "Wir haben alle Punkte angesprochen und
ausgeräumt. Jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung." haje/manu |
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DFB leitet Ermittlungsverfahren gegen Tiago ein |
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Duisburg, 12. April 2010 - Der Deutsche Fußball Bund hat
MSV-Profi Tiago am Montag zu einer schriftlichen
Stellungnahme zu den Vorfällen nach Abpfiff der Partie
gegen Greuther Fürth aufgefordert. Diese Stellungnahme
muss der Brasilianer bis Dienstagmittag beim DFB
einreichen, der dann über das mögliche Strafmaß
verhandelt.
Sportdirektor Bruno Hübner: „Ich hoffe natürlich, dass
Tiago nicht gesperrt wird. Durch die Gelbsperren von
Christian Tiffert und Caiuby müssen wir in Augsburg
bereits auf zwei wichtige Spieler verzichten.
Hoffentlich bringen die Verantwortlichen Verständnis
dafür auf, dass es nach einer umkämpften Partie auch mal
hitzig werden kann.“ |
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Sieg wäre verdient gewesen |
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Duisburg, 12. April 2010 - Ein Sieg wäre für die Zebras im
Heimspiel gegen Fürth sicher verdient gewesen. Ein
richtig gut aufgelegter Fürther Torwart Max Grün
verhinderte das mit einigen Glanzparaden. Dagegen
verblasst sogar die tolle Parade beim Elfmeter von Tom
Starke etwas.
Die Statistik bestätigt das Gesehene. 13:7 Schüsse, davon
7:4 auf das Tor, 7:1 Ecken und 55% gewonnene Zweikämpfe
sprechen endlich mal für den MSV. Aber wie es so ist,
das Ergebnis leider nicht.
Der Aufstieg wurde sicher nicht in diesem Spiel
"verspielt", aber die Punktausbeute aus den Heimspielen
ist einfach nicht ausreichend. 21 Punkte aus 15 Spielen
bedeuten in der Heimtabelle gerade mal Platz 14.
Dahinter kommen nur noch Frankfurt, Karlsruhe, Koblenz
und Ahlen. Auswärts liegt man mit 28 Punkten aus 15
Spielen mit Kaiserslautern an der Spitze. Insgesamt
macht das Platz 5, punktgleich hinter Düsseldorf, aus.
Der vierte Tabellenplatz ist also immer noch drin, um mehr
sollte man sich keine Gedanken (mehr) machen.
Stimmen
Fürth-Trainer Mike Büskens: "Es war ein sehr
emotionsgeladenes Zweitligaspiel. Wir können mit dem
einen Punkt gut leben. Ein besonderes Lob gebührt Max
Grün, der heute hervorragend gehalten hat und seine
Quote von 81% gehaltener Bälle sicher noch verbessert
hat. Es war heute nicht leicht, gegen den MSV zu
verteidigen."
MSV-Trainer Milan Sasic: "In der zweiten
Halbzeit hatten wir am Anfang etwas Leerlauf. Und da
haben wir uns auch den Ausgleich eingefangen. Aber dann
haben meine Spieler gekämpft und Fußball gespielt und
bis zuletzt gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen.
Der Fürther Torwart war heute überragend, er hat mit
Allem, was ihm zur Verfügung steht, gehalten.
Adam Bodzek: „Ich hab gar nichts von
all dem mitbekommen. Keine Ahnung, wie das mit Sören und
dem Torwart hat angefangen. Was da genau los war, weiß
ich nicht. Manche Entscheidungen von der
Schiedsrichterin heute waren schon fragwürdig und
zweifelhaft. Was auf unserer Seite gegen uns gepfiffen
wurde, wurde auf der anderen Seite für die Gegner
gepfiffen. Ich meine, daran lag es heute nicht. Wir
haben in der zweiten Halbzeit nach Standards sowas von
Mega-Chancen gehabt. Den anderen Torwart gegen den Kopf
an geköpft und dann lenkt er den Ball an den Pfosten, das
war Wahnsinn.“
Ivo Grlic: „Wir hätten mindestens 5:1
gewinnen müssen. Ich denke mal, wir hatten so viele
Standard-Möglichkeiten gehabt, wo wir sagen, es waren
eigentliche hundertprozentige Möglichkeiten. Da waren
der Torpfosten, Torwart an köpfen oder was weiß
ich. Bloß nicht ins Tor. Wir haben da zu wenig draus
gemacht
und dann ist die Enttäuschung natürlich sehr groß. Wir
haben das Glück heute nicht all zu sehr erzwungen.
Normalerweise, so sage ich, hätten wir das Spiel heute
zu Hause deutlich gewinnen müssen. Ohne wenn und aber.
Das überwiegt nun mal den Groschen.“
Christian Tiffert: „Die hatten einen
Torhüter, der gut gehalten hat. Das muss man mal sagen.
Wir haben sicherlich, auch wenn zwischendurch mal ein
Leerlauf drin war, von Anfang an gut gespielt. Und
dafür, das wir am Anfang so gut gespielt haben, wie
eigentlich fast kaum, bin ich der Meinung, kann man sich
mal einen Leerlauf erlauben. Denn Fürth hat auch eine
spielstarke Mannschaft. Und ich denke, wir haben zehn
Möglichkeiten heraus gespielt und die müssten
normalerweise reichen. Hoffentlich fangen die Leute
nicht wieder an herum zu kritisieren, dass wir lange
Bälle geschlagen haben. Ich hoffe, den Fehler machen wir
nicht, denn das war ein sehr gutes Spiel mit zehn heraus
gespielten Möglichkeiten. Oder auch elf oder zwölf.
Manchmal
geht der Ball dann nicht rein und dabei sollten wir es
dann auch belassen. Ich hoffe, dass es nach zwei Tagen
dann auch so bleibt und wir dann nicht sagen, das war
ein schlechtes Spiel. Wir haben viele Möglichkeiten
gehabt, hatten eine tolle Atmosphäre und ich denke, die
Fans haben versucht uns nach vorne zu peitschen.
Wir haben das auch nochmal genutzt, die Aufforderung der
Fans und wir hatten gerade in den letzten fünfzehn
Minuten fünf richtig gute Möglichkeiten gehabt. Deshalb
sag ich mal, war dann auch der Dank der Fans, sodass man
mal Unentschieden spielen kann.
Bei den Handgreiflichkeiten war ich dann wohl der einzige,
der sich an der Mittellinie aufgehalten hat. Ich muss ja
nicht überall dabei sein. Dass mit der gelben Karte sind
dann auch so Sachen, bei denen ich mich dann auch selbst
mal frage. Ich bin sicherlich ein Spieler, der ab und zu
auch mal meckert, aber wann fängt das Meckern an?
Einfach durch Entscheidungen, die einfach nicht
vertretbar sind. Das war mein allererstes Foul, ich
sage, mein einziges Foul im ganzen Spiel! Und das war
auch noch nicht mal schlimm. Nur weil dadurch eine
Torchance entsteht und die Schiedsrichterin das sieht,
gibt sie dann Gelb. Irgendwo müssen wir dann auch mal
ein
bisschen locker bleiben. Meine zehnte Gelbe war mit
Sicherheit keine.“
Zum Wechsel nach Kaiserslautern: „Ich
habe die Gespräche schon vor sechs Wochen geführt. Und
bei mir
ist es meistens so, wenn ich mich erst mal durchringe, mit
einem Verein zu sprechen, dann ist es für mich schon
klar. Dann will ich mich nur absichern. Ich habe mich
mit den Leuten dort getroffen und wusste eigentlich
schon vorher, dass es so wird, wie es gewesen ist. Es
war ein gutes Gespräch. Ich denke, es ist ein guter
Verein und ich mit meiner Art und Weise dort sehr
gut hin passe. Ich möchte dann dort natürlich meinen
nächsten Schritt tun. Ich hatte hier drei wunderschöne
Jahre und nun ist es Zeit für den nächsten Schritt.
Warum auch immer, wieso, weshalb, das ist was anderes.
Jetzt kommt eine neue Aufgabe. Aber ich denke mal, man
hat hier heute gesehen, dass ich trotzdem hier noch
spielen möchte. Zumindest bis zum Ende der Saison. Meine
Jungs unterstützen mich da auch. Und wenn da noch
schwere Zeiten kommen, die letzten Spiele, dann ist es
halt so. Ich versuche alles zu geben. Manchmal gelingt
es mir, manchmal auch nicht. Ich hoffe, das bleibt so.“
Tom Starke: „Wenn man uns heute in
irgendeiner Art und Weise einen Vorwurf machen kann,
dann nur, weil wir heute das zweite Tor nicht geschossen
haben. Sowohl vor dem 1:1 wie auch danach. Alles andere
war top heute. Es war ein sehr ärgerliches Gegentor,
weil es absolut zu verhindern war.
Das tut weh, allerdings habe ich schon gesagt, das Fürth
eine offensiv-starke Mannschaft ist und die sind immer
für ein Tor gut. Wir waren heute locker-locker. Noch
zwei Gute und dann hätten wir das Spiel gewonnen.
Fürth hatte auch die ein oder andere gute Torchance plus
Elfmeter, aber Grüne hat auch ein paar gute Dinger
erwischt. Er hatte ja auch Glück bei dem Tiago-Kopfball,
wo er aus praktisch einen Meter den Kopf herunter köpft.
Da konnte er nicht mehr rechts. Das war wie aus der Luft
gegriffen. Leider hat er den Torwart erwischt und das
ist sehr ärgerlich für uns. Wir wollten das Spiel heute
natürlich gewinnen und dafür stehen wir auf dem Platz.
Wir haben uns sehr viel vorgenommen. Das zweite Tor hat
leider gefehlt zum Sieg.
Es sind noch 12 Punkte in vier Spielen, die uns noch übrig
bleiben. Die sind auch zu holen. Mit einem Sieg in
Augsburg fangen wir an. Der vierte Platz bringt dem
Verein bis zu einer halben Million Fernseh-Gelder. Die
können die Zebras, beziehungsweise der Verein sehr gut
gebrauchen. Da stehen wir alle in der Pflicht und das
ist unser aller Ziel. Wir haben da was für uns wieder gut
zu machen und wir haben uns in der letzten Zeit unter
Wert verkauft, aber auch verdient in der Höhe verloren.
Wir fahren nach Augsburg hin und wollen es diesmal
besser machen und auch einiges wieder gut machen.“
Sören Larsen: "Ich habe eigentlich
nichts gemacht, aber der Torwart hat ein wenig
überreagiert. Ich wollte
ihm nur den Ball klauen und habe ihr gar nicht berührt.
Daraufhin fing er sofort an zu weinen und dann kam er an
und provozierte mich weiter. Ich habe ihm angedeutet,
das er weggehen soll und dann fing das ganze erst
richtig an. Es war eigentlich nicht viel und ich fing
dann auch an zu lachen, aber dann heulte Grün weiter
herum. Ich bin eigentlich weggegangen und dann kam noch
einer von denen und meinte: „Bleib ruhig!“ – Und ich war
ruhig. Dann kam ein dritter an und meinte: „Was willst
du denn?“ – Es war eigentlich nichts. Lustig war
es. Na, ja. Wir hatten heute viele Chancen und wir
hätten gewinnen müssen. Fürth hat einen Punkt bekommen
und damit können sie auch zufrieden sein. Wir leider
nicht. Wir haben den Aufstiegskampf heute nicht
gewonnen.“
Tiago: „Allagui und ich, wir waren
heute beide heiß. Heute hatten wir beide zwei heftige
Zweikämpfe. Aber wir haben uns wieder beruhigt. Freunde
auf dem Platz werden wir garantiert nicht. Man weiß ja
nie. Und Sören hat auf dem Platz nichts gemacht. Er hat
nur gelacht und auf einmal kamen immer mehr. Aber
Fußball ist manchmal so."
Jochem Knörzer, Manuela Ihnle
(Stimmen) |
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MSV Duisburg -
SpVgg Greuther Fürth
1:1
(1:0) Zwei Punkte zu wenig -
Starke wehrte Strafstoß ab - Schiedsrichterin schwach |
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"Intimer Kreis" vor Fürth |
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Duisburg, 09. April 2010 - So kann man die heutige
Pressekonferenz an der Westender Straße vor dem
Heimspiel gegen Greuther Fürth getrost bezeichnen. Um
MSV-Trainer Milan Sasic und Sportdirektor Bruno Hübner
in die "Zange zu nehmen", hätte sich die schreibende
Zunft schon auf die rechte und linke Stuhlreihe
aufteilen müssen - einer rechts, einer links
.
Eine knappe Überzahl wurde nur durch einen Fotografen
erzeugt, der trotz geschienten Daumens seiner Arbeit
nach geht. Und das auch nur, weil Pressesprecher,
zumindest bis Ende dieser Saison, Sven Judith, ebenfalls
durch Abwesenheit glänzte.
Auflösungserscheinungen beim MSV Duisburg nach dem
ersten Abgang, dem von Christian Tiffert?
Nein, aber irgendwie auch bezeichnend. Alles in der
Schwebe, nichts Konkretes.
Konkret ist das Heimspiel am Sonntag, 13 Uhr, in der
MSV-Arena. Fürth, auf dem achten Platz mit 40 Punkten im
gesicherten oberen Mittelfeld, kann und wird unbeschwert
aufspielen. Sasic: "Fürth spielt effektiv, kommt
schnell über Außen und hat sich durch Verpflichtung von
Pekovic im Winter stabilisiert. Wenn wir gegen Fürth
gewinnen wollen, und das wollen wir, wir brauchen Siege,
dann müssen wir erst die Außen neutralisieren."
Dass Christian Tiffert bereits einen Vertrag in
Kaiserslautern unterschrieben hat, hält weder Sasic noch
Hübner für einen Nachteil. Hübner: "Christian ist ein
Profi. Er spielt für den MSV und wird sich 100-prozentig
einsetzen. Er ist sich auch bewusst, dass er jetzt von
den Duisburger und auch Kaiserslauterner Fans beobachtet
wird. Zu dem hat er jetzt, nach dem sein Vertrag in
trockenen Tüchern ist, den Kopf wieder frei."
Im Kader, aber (noch) nicht in der Startelf, steht
auch wieder Sören Larsen. Sasic: "Er befindet sich noch
im Aufbau. In Ahlen hat man gesehen, dass ihm fast fünf
Monate Wettkampf-Praxis fehlen."
Auch Bernd Korzynietz ist noch wieder so weit, dass
er über die "Bankrolle" hinaus eingesetzt werden kann.
Caiuby ist seit heute wieder im Training, sodass sein
Einsatz am Sonntag möglich ist.
Auch wenn Spieler wie Tiffert und wohl auch Starke
den Verein am Ende der Saison verlassen werden, die
"Leihspieler" wie Ben-Hatira, Larsen, Caiuby und Vidosic
zu ihren Vereinen zurück kehren werden, so gibt es doch
ein Grundgerüst mit Spielern, deren Vertrag über 2010
hinaus läuft.
Mit Veigneau, Schlicke, Fahrenhorst und Andersen ist
es eine komplette Abwehrreihe. Dazu Bodzek, Tararache,
Sahan, Adler, Baljak, Theißen und Abelski. Ivo Grlic ist
nicht abgeneigt, den "Leithammel" zu geben, Marcel
Herzog, Tiago und Soares würden auch gerne in Duisburg
bleiben. Die Vertragsverhandlungen mit Kevin Grund
stehen kurz vor dem Abschluss.
So gesehen bin ich sicher, dass der MSV Duisburg auch
in der Saison 2010/2011 mit einer Mannschaft im
Profibereich in der MSV-Arena auflaufen wird.
Jochem Knörzer |
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Zebra - Informationen |
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Gewinne Tickets für das
gegen Fürth! MSV und die Stadtwerke Duisburg an der
MSV-Arena
Der MSV Duisburg und die Stadtwerke
Duisburg AG veranstalten am Freitag und Samstag
eine gemeinsame Aktion auf dem Vorplatz der
MSV-Arena. Dort stehen in der Zeit von
13 bis 17 Uhr
die Torwand der Stadtwerke und das MSV-Fanmobil.

Bei der Gemeinschaftsaktion kann
jeder Duisburger kostenlos teilnehmen und dabei zwei
Tickets für das Derby am Freitagabend in der MSV-Arena
gegen Rot-Weiß Oberhausen gewinnen.
Der Gewinn der Karten ist ganz
einfach: Hinkommen, mitmachen und am Freitag mit einem
satten Schuss, am Samstag mit Gefühl mindestens einen
von drei Schussversuchen verwandeln und zwei Freikarten
mitnehmen. Diese, oder ähnliche Aktionen werden die
beiden Partner bis zum Saisonende vor jedem Heimspiel in
der Innenstadt anbieten.
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Tiffert lobt Umfeld und Fans am Betzenberg |
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Duisburg, 08. April 2010 - Wie der 1. FC Kaiserslautern
auf seiner Homepage vermeldet, wechselt Christian
Tiffert nach dieser Saison zum Betzenberg. Er
unterschrieb heute einen Vertrag über drei Jahre, der
sowohl für die erste als auch zweite Bundesliga
Gültigkeit hat.
"Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim FCK. Hier stimmt
einfach das Gesamtpaket aus Verein, Stadion, Trainer,
Mitspieler und Fans, so dass ich aus voller Überzeugung
für die Erste und Zweite Liga zugesagt habe“,
kommentierte Christian Tiffert den Vertragsschluss.
joke
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Platz vier ist möglich |
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Duisburg, 06. April 2010 - Im Kampf
um Platz vier, von mehr möchte ich einfach nicht
schreiben, hat die Fortuna aus Düsseldorf nach ihrem
Heimsieg gegen die "Kiez-Kicker" aus St. Pauli die Nase
wieder knapp vor den Zebras.
Ein Punkt und fünf Tore Differenz
trennen die beiden Mannschaften. Das dürfte bis zum
letzten Spieltag ein spannendes Rennen werden.
Zu mindestens dann, wenn der MSV seine restlichen
Heimspiele siegreich gestaltet.
Den Willen dazu, kann man den Duisburger Spielern nicht
absprechen. Nach den beiden Niederlagen gegen 1860 und
in Rostock hat sich die Mannschaft wieder gefangen und
zwei Siege, darunter ein Heimsieg, eingefahren.
Das Spiel in Ahlen war sicher keine Offenbarung, eher ein
Offenbarungseid von der Heimmannschaft. Aber auch diese
Spiele muss man, gerade auf so einem sandigen
"Kartoffelacker", erst mal gewinnen.
Nach dem Spiel in Ahlen hat auch Christian Tiffert
diese Ansicht bestätigt. „Wenn man den Platz gesehen
und was der Gegner gemacht hat, dann waren wir klar
überlegen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit, obwohl es
kaum möglich war, ganz gute Möglichkeiten. Aber es waren
mal wieder typische Standardsituationen.
Es war ein Klassiker. Wenn Nicky die Augen zu hat, dann
geht der Ball auch rein.
Nein, normalerweise darf der Ball erst gar nicht dahin
kommen. Er war vielleicht gut getreten, aber so hatten
wir es eigentlich nicht vor. Ich wollte ihn nur scharf
spielen und Nicky lief den falschen Weg, aber machte ihn
rein.
Von daher nehmen wir es gerne mit. Ich denke mal, wir
haben wieder bewiesen, dass es auswärts ganz gut läuft.
Jetzt haben wir mal zu Hause drei Punkte geholt, dann
heute auch auswärts. Wir haben jetzt zwei Spiele
nacheinander gewonnen.
Wer jetzt noch sagt, dass wir nicht mehr wollen und nicht
mehr kämpfen, der hat in beiden Spielen nicht hin
geschaut.
Es war ein typisches Kampfspiel, und ich denke mal, wir
waren zweikampftechnisch total überlegen gegen eine
Mannschaft, die klar über Kampf kommt. Man hat klar
gesehen, dass wir schon noch wollen.
Ich denke mal, wir waren bei jedem Standard-Zweikampf
gefährlich. Haben auch versucht uns spielerisch zu
befreien. Es war durch die Platzverhältnisse sicherlich
kein Leckerbissen, aber trotzdem ein ganz klar
verdienter Sieg. Muss man einfach so sagen.
Für Tom, das muss ich mal ganz klar sagen, war es die
letzten Male ganz ungefährlich. Da waren heute keine
Aktionen dabei. Außer wir sind über den Ball getreten.
Wir haben versucht den Ball zu halten und das war schon
gut. Es geht für uns jetzt darum, den Verein gut zu
vertreten. Das wollen auch unsere Fans sehen, dass wir
noch Einsatz und Leidenschaft zeigen. Und gerade die
Spieler, die sich vielleicht zum Saisonende
verabschieden, stehen da gerade besonders im Focus. Und
gerade auch die haben heute den Leuten gezeigt, dass man
Einsatz und Leidenschaft zeigen kann, auch wenn es in
Anführungsstrichen um nichts mehr geht. Unsere Fans
werden es hoffentlich honorieren.“
Der glücklichste Mensch nach dem Sieg in Ahlen war
Nicky Adler, hatte er doch den einzigen Treffer
in der Partie erzielt. Und das sogar per Kopfball!
„Das letzte Mal mit dem Kopf getroffen habe ich vor drei
oder vier Jahren.
Ich glaube, in Köln hatte ich mal ein Kopfballtor erzielt.
Es ist natürlich schön für mich, dass ich da heute rein
gekommen bin und das entscheidende Tor erzielen konnte.
Es war natürlich ein kampfbetontes Spiel, das nur über
Standards ging und beide Mannschaften hatten gefährliche
Situationen.
Ich bin nun mal mit dem Kopf hingekommen. Ahlen hatte zwar
leidenschaftlich gekämpft, aber da fehlten dann irgendwo
irgendwie die Mittel in den entscheidenden Aktionen.
Es war ein schwieriges Spiel für uns, aber wir gehen mit
drei Punkten nach Hause. Und so kann es weiter gehen.
Wir haben mit den Fans draußen so lange gefeiert, weil
wir auswärts mal wieder so erfolgreich waren.
Ich denke mal, das war diese Saison richtig gut, dass wir
auswärts bis jetzt fast ständig mit Punkten nach Hause
gefahren sind.
Und so kann es auch weiter gehen. Nach dem Sieg heute kann
man entspannt ins Wochenende gehen und ruhiger die
nächste Woche angehen. Entscheidend ist natürlich das
nächste Spiel und in Augsburg in ein paar Wochen. Da
haben wir wieder was gut zu machen. Wir wollen unsere
Bilanz zu Hause natürlich auch verbessern. Ganz klar.
Es war viel zu wenig in den letzten Wochen und ich hoffe,
das wir nächste Woche daheim gegen Greuther Fürth
punkten können.“
Jochem Knörzer, Manuela Ihnle (Stimmen) |
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Rot-Weiß Ahlen -
MSV Duisburg
0:1 (0:0) Adler traf per Kopf
575. Zweitligaspiel der
Zebras |
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