Archiv Mai 2010

Aus Duisburgs Wirtschafts- und Finanzwelt
Donnerstag, 27. Mai 2010 - Historischer Kalender

Klöckner: Umsatz ging zurück
Klöckner & Co machte im Jahre 2009 einen Umsatz von 3.86 Milliarden Euro. Das sind 42.8 % weniger als im Vorjahr. Der Konzern machte dabei einen Verlust von 186 Millionen Euro. Das Eigenkapital liegt bei 1.123 Milliarden Euro; die Eigenkapitalquote liegt dabei bei 34.1 %. Zum Jahresende waren 9.032 (-15%) Beschäftigte bei Klöckner im Einsatz. Das Unternehmen machte dabei von Kurzarbeit und anderen Programmen Gebrauch. Eine Dividende wird in diesem Jahr nicht gezahlt. Ansonsten blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Wer sich für Einzelheiten interessiert sei an den Geschäftsbericht verwiesen.
Die diesjährige Hauptversammlung findet in der Messe Düsseldorf statt. Unter der Hand ist dort zu hören, dass dort Ausstattung und Kapazitäten besser sind als in vergleichbaren Duisburger Örtlichkeiten. Die Hauptversammlung ist eher schlecht besucht. Die Hauptversammlung verläuft in ruhiger und sachlicher Atmosphäre. Das Fragenspektrum der Aktionäre umfasst Fragen wie die Frauen- und Nachwuchsförderung, die Akquisition von Unternehmen und die Vergütung des Vorstandes. KaMa

Mittwoch, 26. Mai 2010 - Historischer Kalender

Sicherungsmaßnahmen bzw. die Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters für das Autohaus Röchling erfolgt

Heute erfolgte am Amtsgericht Duisburg die Sicherungsmaßnahmen bzw. die Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters für Röchling GmbH & Co. KG Autohandelsgesellschaft, Duisburg, 63 IN 125/10, Registergericht Duisburg, HRA 2675

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRA 2675 eingetragenen Röchling GmbH & Co. KG Autohandelsgesellschaft, Auf der Höhe 47, 47059 Duisburg, gesetzlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 1399 eingetragene Röchling & Eicker Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Auf der Höhe 47, 47059 Duisburg, diese vertreten durch den Geschäftsführer Gerald Möller, Philosophenweg 38, 47051 Duisburg,
Geschäftszweig: Fahrzeughandel, ist am 26.05.2010, um 09:30 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Thomas Schmitz, Am Flohbusch 1, 47802 Krefeld bestellt.
Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).
Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO). 63 IN 125/10 Amtsgericht Duisburg, 26.05.2010

Insolvenz Old Daddy
D
er im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 19380 eingetragenen Diskothek Old Daddy GmbH,
sind die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen des vorläufigen Insolvenzverwalters festgesetzt worden (§§ 21, 63, 64 InsO).

Kracht GmbH Sanitär-Heizung-Solartechnik
In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 7606 eingetragenen Kracht GmbH Sanitär-Heizung-Solartechnik, Johanniterstraße 10, 47053 Duisburg, sind die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen des vorläufigen Insolvenzverwalters festgesetzt worden (§§ 21, 63, 64 InsO).
62 IN 307/07 Amtsgericht Duisburg

Wohnungsbörse in der Innenstadt: "Ansehen, aussuchen, anmieten"
Diese Börse bietet Infos rund ums Wohnen. "Ansehen, aussuchen, anmieten" lautet auch in diesem Jahr das Motto der Duisburger Wohnungsbörse unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Die Zelte der Messe öffnen sich am Samstag, 29. Mai, von 10 bis 16 Uhr vor dem Einkaufszentrum Forum auf der Königstraße. Gegen 11 Uhr wird der Oberbürgermeister die Wohnungsbörse besuchen. Veranstaltet wird die 14. Wohnungsbörse von der Stadt Duisburg und der Kooperationsgemeinschaft "Wohnen und Leben in Duisburg".
Im Mittelpunkt der Messe steht wieder ein umfangreiches Info- und Beratungsangebot rund ums Wohnen. Schnell und unkompliziert soll sich die Suche nach einer schönen Wohnung oder einem Eigenheim in Duisburg gestalten. Neben zahlreichen attraktiven Mietwohnungen werden auch Kaufobjekte angeboten. Mit 19 Ständen wurde die Teilnehmerzahl erneut übertroffen. Die Sparkasse Duisburg wird an diesem Tag wieder die Hauptgeschäftsstelle auf der Königstraße für ihre Kunden öffnen.
Mitarbeiter des Amtes für Soziales und Wohnen beraten, ob ein Wohnberechtigungsschein ausgestellt werden kann oder wie man Wohngeld beantragt. Informationen zum Standort Service Plus, Dienstleistungen rund um die Entrümpelung sowie Infos rund um Schlüsseltresore, Abfall und Wertstoffe geben die Wirtschaftbetriebe Duisburg. Die Wohnberatung des Amtes für Soziales und Wohnen hat alle wichtigen Informationen zum "Wohnen im Alter" in einer neuen Broschüre zusammengefasst. Die erste Ausgabe des Wegweisers gibt nach Bezirken und Stadtteilen sortiert einen Überblick über die unterschiedlichen Wohnangebote in Duisburg, hilft bei der Auswahl einer geeigneten Wohnform und hält viele Kontaktadressen bereit. Die Broschüre "Wohnen im Alter" sowie der aktuelle Flyer "Wohnen und Leben in Duisburg" mit zahlreichen Adressen zur Wohnungssuche sind kostenlos erhältlich. Die Stadtwerke Duisburg werden außerdem das Thema Energiesparen im Haushalt mit Ihrem e² Programm vorstellen.

Im Rahmen des Veranstaltungsaufbaus kann es am Freitag, 28. Mai, zwischen 8 und 18 Uhr auf der Königstraße zwischen Citypalais und Forum zu Beeinträchtigungen im Lieferverkehr kommen.
Teilnehmer der Veranstaltung sind: Evonik Wohnen, GAGFAH Group, THS Wohnen, LEG Wohnen Duisburg, Immeo Wohnen Service GmbH, GEBAG Duisburger Gemeinnützige Baugesellschaft, Rheinwohnungsbau GmbH, Wohnungsgenossenschaft Duisburg Süd e.G., Wohnungsgenossenschaft Duisburg Mitte e.G., GEWOGE Duisburg-Ruhrort, Deutsche Annington Ruhr, Gemeinnütziger Spar- und Bauverein Friemersheim eG, Innotec Abfallmanagement, Postbank, Duisburger Haus und Grund GmbH, Amt für Soziales und Wohnen, Wohnberatungsagentur für Seniorinnen und Senioren, Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR, Sparkasse Duisburg sowie die Stadtwerke Duisburg AG.

Dienstag, 25. Mai 2010 - Historischer Kalender

Karstadt: Urplötzlich gibt es drei Bieter
Im Bieterrennen um die insolvente Warenhauskette Karstadt gibt es auf einmal einem Dreikampf. Vermieterkonsortium Highstreet (US-Investmentbank Goldman Sachs) und rivatinvestor Nicolas Berggruen wollen neben dem bisherigen Alleinbieter Triton bis zum am 28. Mai ein Angebot vorlegen.
Der Privatinvestor Nicolas Berggruen indes, der mit seinem Investmentvehikel Berggruen Holdings am Freitagabend überraschend eine Offerte bei Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg eingereicht hatte, hat die Zweifel der Gewerkschaft Verdi an der Seriosität seines Angebots laut Zeitungsberichten weitgehend ausgeräumt.
Das Amtsgericht Essen entscheidet am 31. Mai, ob der Insolvenzplan in Kraft treten kann. Die Stadt Köln will als letzte der bisherigen Kommunen der Rettung der Warenhauskette nicht mehr im Weg stehen: Sie hat inzwischen angekündigt, auf die Gewerbesteuer auf einen möglichen Sanierungsgewinn zu verzichten.

Rat der Stadt Duisburg beschließt Gewerbesteuererlass für Karstadt

Duisburg, 21. Mai 2010 - In nichtöffentlicher Sondersitzung hat der Rat der Stadt Duisburg am Freitag, 21. Mai 2010, einstimmig beschlossen, im Falle einer Bestätigung des Insolvenzplanes für die Karstadt Warenhaus GmbH durch das zuständige Amtsgericht dem Unternehmen die Gewerbesteuer auf die Sanierungsgewinne im Erhebungszeitraum 2010 zu erlassen. Der Rat folgte damit einem Antrag des Insolvenzverwalters.

Donnerstag, 20. Mai 2010 - Historischer Kalender

IHKs im Ruhrgebiet stellen „Handelsreport Ruhr 2010“ vor
Großflächiger Einzelhandel in der Wirtschaftsregion legt um eine Million Quadratmeter Verkaufsfläche zu
Orts- und Stadtteilzentren geraten vermehrt unter Druck
Der großflächige Einzelhandel im Ruhrgebiet ist weiter auf dem Vormarsch: In den letzten zehn Jahren ist die Verkaufsfläche in den IHK-Bezirken zwischen Duisburg und Hagen um eine Million Quadratmeter angestiegen. Das Wachstum in diesem Segment verschärft den Verdrängungswettbewerb im Handel. Leidtragende sind unter anderem Orts- und Stadtteilzentren. Dies sind wesentliche Ergebnisse des „Handelsreport Ruhr 2010“, den die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet am 20. Mai bei der für den Report federführenden Niederrheinischen IHK in Duisburg vorgestellt haben.

Mit der Untersuchung, die sich auf das Ruhrgebiet sowie den Kreis Kleve und den Märkischen Kreis erstreckt, haben die IHKs erstmals seit 2001 wieder eine Vollerhebung des Einzelhandels ab 650 m² Verkaufsfläche durchgeführt. Seitdem ist der großflächige Einzelhandel im Ballungsraum auf fast 6,8 Millionen Quadratmeter angewachsen. Dies, obwohl die Wirtschaftsregion deutlich an Bevölkerung verliert. Inzwischen kommen hier auf jeden Einwohner 1,14 m² Verkaufsfläche allein im untersuchten Handelssegment. Das sind rund 17 Prozent mehr als noch bei der
Vorgänger-Studie aus dem Jahr 2001.

Duisburgs IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Die Ergebnisse unterstreichen eindrucksvoll die Investitionskraft der Unternehmen im Ruhrgebiet. Durch die Auswirkungen auf Nahversorgung und Zentrenstrukturen ist und bleibt diese Entwicklung aber nicht ohne politische Brisanz. Es geht schlichtweg um die Frage: Wie sehen unsere Städte von morgen aus? Wünschen wir uns eine attraktive City
europäischer Prägung mit Marktplatz und Kirche, oder genügt uns der Zuschnitt amerikanischer Städte mit uniformen Malls irgendwo in der Stadt?“

Laut Handelsreport liegt der Anteil der Betriebe ab 650 m² schon heute bei über 70 Prozent. Standorte mit zu kleinen Flächen oder geringer Einwohnerzahl fallen brach. Im schlimmsten Fall stehen Ladenlokale leer und veröden. Alleine die Leerstände in den großflächigen Betrieben summieren sich auf 390.000 m² Verkaufsfläche. Vor diesem Hintergrund gelte es, durch entsprechende Strategien gegenzusteuern. Ein Ansatz hierbei: Die Standorte müssten zukünftig noch stärker ihr eigenes Profil entwickeln. Individualität werde angesichts der zunehmenden Uniformität in den Städten zum Wettbewerbsvorteil. Zunehmend sei auch das Phänomen zu beobachten, dass die Kommunen ihre Hoffnung auf innerstädtische Einkaufszentren setzen. Angesichts dieser Entwicklung fordern die Ruhr-IHKs, die Innenstadtverträglichkeit solcher Vorhaben immer auch in Bezug auf Größe sowie die Integration in die bestehende Stadtstruktur zu prüfen.

Besondere Sorge bereitet den Industrie- und Handelskammern im Ruhr-gebiet die Entwicklung der Stadtteil- und Nebenzentren. Durch Flächen-entwicklung an anderen Standorten – grüner Wiese, Innenstadt oder in Randlage – haben sie erheblich an Bindungskraft verloren. Sie bringen häufig nicht mehr die Voraussetzungen für die Ansiedlung größerer Frequenzbringer, wie etwa Lebensmittelanbieter, mit. Dadurch geraten auch die inhabergeführten Fachgeschäfte unter Druck. Die Leerstandsquote an manchen Standorten ist zum Teil jetzt schon bedrohlich.

Nicht zu unterschätzen seien auch die Auswirkungen auf die Nahversorgung. Diese sei vor allem mit Blick auf den demografischen Wandel und eine alternde Gesellschaft sicherzustellen. Gleichzeitig dürfe man die innovativen Konzepte der Unternehmen nicht vernachlässigen. Klare Rahmenbedingungen durch kommunale und regionale Einzelhandelskonzepte seine Voraussetzung dafür, dass der ruinöse
Flächenwettbewerb zwischen Städten und Kommunen eingedämmt werden könne.

Die IHKs empfehlen deshalb, Entwicklungspotenziale auf solche Zentren zu konzentrieren, die tatsächlich zukunftsfähig sind. Dietzfelbinger: „Das in der Vergangenheit häufig praktizierte Gießkannenprinzip muss überprüft werden, da vor allem auch die Zahl der Stadtteil- und Nahversorgungszentren insgesamt abnehmen dürfte.“


Zum „Handelsreport Ruhr 2010“:
Mit der Studie stellen die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet eine Datenbasis zur Entwicklung des großflächigen Einzelhandels bereit. Sie soll als Diskussionsgrundlage für Politik, Verwaltung und Unternehmen dienen. Die Daten ermöglichen eine Analyse der Einzelhandelssituation in den Kommunen sowie ruhrgebietsweite Vergleiche. Obwohl heute im rechtlichen Sinne erst ab einer Größe von 800 m² von „Großflächigkeit“ gesprochen wird, wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit mit der Vorgänger-Studie aus dem Jahr 2001 erneut alle Einzelhandelsbetriebe ab 650 m² im Ruhrgebiet (einschließlich des Kreises Kleve und dem Märkischen Kreis) mit einbezogen.

Ausbildung bei den Wirtschaftsbetrieben
Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft sorgen dafür, dass Abfälle korrekt entsorgt und verwertet werden. Sie organisieren das Sammeln und Sortieren von Müll, führen ihn der Wiederverwertung zu oder entsorgen ihn umweltschonend.
In Industrie und öffentlichem Dienst arbeiten Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft in Logistik, Sammlung und Vertrieb von Abfall, in der Abfallverwertung und -behandlung sowie der Abfallbeseitigung und -entsorgung. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten spezialisierte Fuhrunternehmen, Abfallsammelzentren, Abfallsortier- und Kompostierungsanlagen, Recyclingfirmen und -höfe, Müllverbrennungsanlagen und Deponien. Darüber hinaus sind ihre Fachkenntnisse im Handel mit Altmaterialien und Reststoffen und in der technischen Fachplanung, z.B. für Abfall- und Umwelttechnik, gefragt.

Bei Arbeiten auf Deponien halten sie sich teils im Freien auf, teils in ihren Fahrzeugen; in der Sortierung und dem Recycling der Abfälle teils in geschlossenen oder halb offenen Räumen oder Hallen, aber auch im Freien. Automatisierte Abläufe überwachen sie von Leitständen aus, und organisatorische Aufgaben erledigen sie an ihrem Büroarbeitsplatz.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Die Mindestvoraussetzung für diesen Ausbildungsberuf ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 mit guten Leistungen in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik.

Wirtschaftsbetriebe Duisburg - AöR
Aus- und Weiterbildung
Schifferstraße 190
47059 Duisburg

Ausbildungsvergütung
1. Ausbildungsjahr 687,34 €
2. Ausbildungsjahr 736,15 €
3. Ausbildungsjahr 780,93 €

Vom Beginn des Berufsausbildungsverhältnisses an, spätestens mit Vollendung des 17. Lebensjahres, besteht Versicherungspflicht bei der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK). Die RZVK gewährt unter den in ihrer Satzung genannten Voraussetzungen zu gegebener Zeit eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung.
Des Weiteren haben Sie einen Anspruch auf eine monatliche vermögenswirksame Leistung im Sinne des Vermögensbildungsgesetzes in Höhe von 13,29 Euro, wenn Sie mindestens einen Teil Ihrer Vergütung in entsprechender Höhe vermögenswirksam anlegen," stellen die Wirtschaftsbetriebe einen Beruf vor, in dem sie selbst ausbilden. Auch wenn die Bewerbungsfrist für das im Sommer beginnende Ausbildungsjahr schon längst abgelaufen ist, können sich angehende Schulabgänger (gemeint ist 2011) ja überlegen, ob sie nicht diesen Beruf ergreifen möchten. KaMa

Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg)
Neben der Sparkasse Duisburg, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) und dem small business management (sbm)-Projekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist die Volksbank Rhein-Ruhr einer der Initialpartner der Gründungsinitiative Innovation Duisburg (GRIID). Das hiesige Kreditinstitut bewies Ende letzter Woche, dass auch Banker Spaß verstehen - und zwar im Rahmen des Stammtisches für Existenzgründer.
Den Anfang dazu hatte im März 2010 am Abend vor dem ersten Seminartag die Sparkasse Duisburg gemacht. Sie hatte zum ersten Treffen in lockerer Atmosphäre eingeladen und die Resonanz war groß. Über 60 Gründungswillige, erfolgreiche Gründer und Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung hatten sich zum ersten Stammtisch eingefunden. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Duisburg, Dr. Joachim Bonn, begrüßte die Gäste und betonte: "Als örtliches Kreditinstitut ist es uns wichtig, hiesige Existenzgründer tatkräftig und nachhaltig zu unterstützen. So haben wir bereits in der Vergangenheit das Projekt sbm unterstützt und so werden wir in Zukunft GRIID fördern und damit einen Beitrag zur weiteren prosperierenden Entwicklung des Standortes leisten." Prof. Dr. Volker Breithecker, sbm-Projektleiter, lockerte mit einem humoristischen Kurzvortrag zum Thema "Umgang mit der Finanzverwaltung" mit besonderem Augenmerk auf aktuelle Geschehnisse auf. Dann begann die erste Kontaktaufnahme zwischen den Seminarteilnehmern und der lockere Erfahrungsaustausch von Gründern und Gründungs-interessierten.
Auch beim zweiten Stammtisch war die Resonanz groß; rund 60 Gäste wurden von Carsten Soltau, Vorstandsmitglied der Volksbank Rhein-Ruhr, begrüßt. Dieser lobte die GRIID-Teilnehmer/-innen und deren Mut, sich selbstständig machen zu wollen. Mit sbm-Absolventen habe man bislang nur gute Erfahrungen gemacht, da das hierfür erforderliche "handwerkliche Rüstzeug" im Kurs durch sbm-Projektleiter Prof. Dr. Volker Breithecker und die anderen Referenten optimal vermittelt werde. Mit einem Augenzwinkern tat er kund, das ursprünglich angedachte Fachthema mangels Interesse und verfügbarer Referenten verworfen und anstelle dessen den Kabarettisten Kai Magnus Sting engagiert zu haben.

"Eine prima Entscheidung", fand GRIID-Teilnehmer Gregor Hiesgen: "Bei den sbm-Kursen wird unglaublich viel Wissen innerhalb kürzester Zeit vermittelt, so dass einem oftmals der Kopf raucht. Da tut etwas Abwechslung gut." Und so unterhielt das Duisburger Urgestein Sting das junge und junggebliebene Auditorium; kein Auge blieb trocken, als der Germanist und Theologe den Mikrokosmos von "Mensch und Existenz im Ruhrgebiet" in seiner ihm eigenen Sprache und Sicht erklärte.

Nach einer derart erfrischenden "Aufwärmphase", fiel es den GRIID-Teilnehmer/-innen leicht, beim anschließenden "Get-Together" mit (Bank)beratern und sbm-Referenten ins Gespräch zu kommen. Hierbei drehte sich dann wieder alles ums "Geschäft": um Haftungsrisiken, Bürgschaften, patentrechtliche Voraussetzungen und mehr. Prof. Dr. Ulrich Sick, sbm-Referent für internationales Wirtschaftsrecht, war erfreut, zu sehen, dass der Kontakt zwischen den einzelnen Existenzgründern sehr viel intensiver geworden sei, als es noch bei der Auftaktveranstaltung Ende November 2009 und dem ersten Stammtisch der Fall war.
Maren Klingler, die künftig kreative Fotokunst sowohl für Privatleute als auch als Maßnahme zur Teambildung anbieten will, weiß ebenfalls von einem veränderten Miteinander zu berichten: "Anfänglich waren wir alle Geheimnisträger. Kaum jemand wollte über seine Idee berichten. Die langen Wochenend-Seminare führten aber dazu, dass man Vertrauen zueinander fasste. Und das ist auch gut so." Erst gestern habe sich durch das Bekanntmachen der Idee innerhalb der Gruppe eine potenzielle Kooperationsmöglichkeit mit einer Teilnehmerin für sie aufgetan. Und manch einer, der seine Idee mittlerweile mangels Marktfähigkeit verworfen habe, könne seine Talente so bei der Verwirklichung einer anderen Idee einbringen," berichtet die städtische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung.
Wer eine Finanzspritze braucht, weil er sich selbstständig machen will oder als bereits gegründetes Unternehmen dringend erforderliche Investitionen vornehmen muss, hat´s dieser Tage ohnehin schwer. "Kommen dann noch eine fürs klassische Bankengeschäft unattraktive, weil geringe Kredithöhe oder ein problembehafteter Lebenslauf des Antragstellers hinzu, so ist dies oft der Anfang vom Ende, weil Kreditinstitute demjenigen die notwendigen Finanzmittel verwehren", weiß Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).
Damit die Gegenwart nicht schon Vergangenheit ist, bevor sie zur Zukunft werden kann, wurde im September 2009 das Projekt "Duisburg Kredit" ins Leben gerufen; Projektträger dabei ist KIZ Gemeinnützige Projektgesellschaft mbH. Seither ist eine transparente, schnelle und unkomplizierte Kreditvergabe möglich", so GFW-Projektmanager Christian Folgner, der auch Mitglied des Vergabeausschusses ist. Da der "Duisburg Kredit" in Krisenzeiten gefragter denn je ist, wurde es notwendig, noch mehr Akteure mit ins Boot zu holen, um die Vielzahl der Anfragen weiterhin passgenau und zügig "bedienen" zu können. Daher ist nun neben der EG DU auch die GFW Duisburg als Projektpartner mit dabei.

Kreditnehmer erhalten einen Erstkredit von bis zu 5.000 Euro. Damit sich die Unternehmen behutsam entwickeln können und das Risiko für Kreditgeber und Kreditnehmer möglichst gering gehalten wird, sind auch Kleinstkredite von 1.000 Euro möglich. "Sicherheit, von der beide Seiten profitieren", weiß Volkswirt Folgner. Ein weiterer Clou beim "Duisburg Kredit": Wer im Familien- oder Bekanntenkreis einen Bürgen für sich und sein Vorhaben findet, dem verdoppeln GFW Duisburg und EG DU den Mikrokredit. Schnell wird dann aus einer Bürgschaft von 2.500 Euro ein bewilligter Kredit von 5.000 Euro.
Doch damit nicht genug. Wer bereits einen "Duisburg Kredit" in Anspruch genommen und vereinbarungsgemäß zurückgezahlt hat, dem stehen weitere Türen offen: Alle diejenigen, die dann Folgekredite benötigen, um ihr Geschäft zu "puschen", erhalten diese bis zu einer Höhe von maximal 10.000 Euro.
Antragsformulare für den "Duisburg Kredit" sind unter www.mikrokredit-duisburg.de als Download verfügbar und können somit bequem zu Hause ausgefüllt werden. Danach sind der Antrag, das skizzierte Vorhaben mit Geschäfts- und Investitionskonzept sowie die aktuelle Schufa-Auskunft einzureichen. "Abschließend folgt eine schnelle und faire Prüfung der Unterlagen", erklärt GFW-Chef Meurer. Wer sich vor Abgabe der Unterlagen noch einmal beraten lassen möchte, der erhält Tipps bei den Ansprechpartnern für den "Duisburg Kredit". Schlussendlich wird der Antragsteller zum Kreditgespräch eingeladen. Nach einer Vorstellung des Unternehmens- und Investitionskonzeptes vor dem Vergabeausschuss folgt eine kurze Fragerunde. Danach entscheidet das Gremium sofort darüber, ob der Kredit bewilligt werden kann. Die Beantragung des "Duisburg Kredits" sowie die Beratung durch die GFW Duisburg und die EG DU sind kostenfrei.

Geschäftszahlen der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Etwas nüchtern und leseunfreundlich, aber immerhin - so konnte man meinen, wenn man sieht, wie die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft ihre Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2009 im Internet präsentiert. Aber keine Sorgen - wer den kompletten Geschäftsbericht lesen möchte, kann ihn sich im Internet auf den Seiten der DVV herunterladen und ausdrucken. Bei einem Umfang von 108 Seiten kann man da nur viel Spaß beim Lesen wünschen. KaMa

Wirtschaftsdaten

Bilanzstruktur (Mio. EUR)

2008

2009

Aktiva   

Sachanlagen

611,5

584,5

Finanzanlagen 

6,3

8,5

Vorräte

25,8

21,1

Forderungen

116,3

111,2

Flüssige Mittel

88,3 

65,4

Bilanzsumme

848,2

790,7

Passiva 

Eigenkapital

346,1

351,9

Langfristige Schulden

299,4

260,5

Kurzfristige Schulden 

202,7

178,3

Bilanzsumme 

848,2

790,7

Investitionen (Mio. EUR)

48,5

45,2

Umsatzerlöse konsolidiert (Mio. EUR)

726,5

835,7

Umsatzerlöse nach Sparten (Mio. EUR)
(nicht konsolidiert)

Stromverkauf

418,2

489,6

Gasverkauf

134,4

124,8

Wasserverkauf

54,8

55,8

Fernwärmeverkauf

42,3

48,5

Netzbetrieb

237,0

205,8

Verkehrseinnahme

93,3

92,6

Service und Reinigung

73,6

139,4

sonstige Umsatzerlöse

70,9

73,3


 

1.124,5

1.229,8

Personaldaten   

Anzahl der Mitarbeiter    
im Jahresdurchschnitt

4.487

4.424

davon Auszubildende

116

119

Mittwoch, 19. Mai 2010 - Historischer Kalender

Und das im weltweit schwachen Finanzjahr 2009:
aurelis verdoppelte den Gewinn
Die aurelis Real Estate hat 2009 ihr Vorsteuerergebnis um 49 % auf 44,8 Mio. Euro gesteigert (2008: 30,1 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern verdoppelte sich auf 39,0 Mio. Euro (2008: 19,6 Mio. Euro). Die Mietumsätze beliefen sich auf 92,3 Mio. Euro. Zusätzlich zu den bereits gemeldeten Verkaufserlösen von 230 Mio. Euro wurden 2009 Verkaufsverträge in Höhe von 58 Mio. Euro abgeschlossen, die erst 2010 ergebniswirksam werden.

1. Quartal 2010: Abbau der Erwerbstätigkeit verlangsamt sich
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hatten im ersten Quartal 2010 rund 39,8 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 107 000 Personen oder 0,3% weniger als vor einem Jahr. Damit hat sich der Personalabbau verlangsamt, nachdem im vierten Quartal 2009 die Zahl der Erwerbstätigen noch um 158 000 Personen oder 0,4% unter dem Vorjahresergebnis gelegen hatte. Im Vergleich zum vierten Quartal 2009 sank die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2010 saisonal bedingt um 735 000 Personen (- 1,8%). Eine Abnahme der Erwerbstätigkeit ist im ersten Quartal eines Jahres üblich. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, verringerte sich dagegen die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorquartal trotz vergleichsweise schlechter Witterungsbedingungen kaum (- 1 000 Personen oder 0,0%).

Nach Wirtschaftsbereichen unterteilt entwickelte sich die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich. Weiterhin große Beschäftigungsverluste gab es im ersten Quartal 2010 im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe). Hier war die Zahl der Erwerbstätigen das fünfte Quartal in Folge niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, und zwar um 321 000 Personen oder 4,1%, nach einem Minus von 334 000 Personen oder ebenfalls 4,1% im vierten Quartal 2009. Nach wie vor krisenresistent erwiesen sich die Dienstleistungsbereiche (Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister sowie öffentliche und private Dienstleister). Dort stieg die Zahl der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr um 207 000 Personen oder 0,7%, und damit stärker als im vierten Quartal 2009 (+ 168 000 Personen oder + 0,6%). Im Baugewerbe setzte sich im ersten Quartal 2010 der ab dem zweiten Quartal 2009 zu beobachtende leichte Aufwärtstrend fo!
rt (+ 5 000 Personen oder + 0,2%) und auch in der Land- und Forstwirtschaft gab es gegenüber dem Vorjahr ein geringes Beschäftigungsplus von 2 000 Personen oder ebenfalls 0,2%.
Der insgesamt zu verzeichnende Rückgang der Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahresquartal resultierte vollständig aus der Abnahme der Zahl der Arbeitnehmer, die sich im ersten Quartal 2010 um 109 000 Personen (- 0,3%) auf rund 35,5 Millionen Personen reduzierte. Weiterhin stützend wirkten sich dabei die Inanspruchnahme von Kurzarbeit und die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung aus. Hingegen wuchs die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger im Berichtsquartal leicht um 2 000 Personen auf rund 4,4 Millionen.
Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich im ersten Quartal 2010 die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum ersten Quartal 2009 um 1,3% auf 358,5 Stunden erhöht. Wesentlich dazu beigetragen haben die verringerte Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der leichte Anstieg der normalen Wochenarbeitszeit und der Überstunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - erhöhte sich dabei gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 1,0% auf 14,3 Milliarden Stunden.
Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen und der geleisteten Arbeitsstunden für das erste Quartal 2010 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem dritten Quartal 2009 im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen neu berechnet.

Montag, 17. Mai 2010 - Historischer Kalender

Karstadt: Finanzinvestor Triton liebäugelt mit Rückzug
Der einzige Bieter für Karstadt will seine Offerte vielleicht zurückziehen.
Ein Triton-Sprecher monierte laut "Financial Times Deutschland" fehlende Fortschritte in den Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite.
Die Gesellschaft überdenke deshalb ihr Interesse an einem Einstieg bei Karstadt.
Auf den Widerstand der Arbeitnehmer stoßen u.a. Tritons Pläne, unrentable Abteilungen aufzugeben und Verkaufsflächen umzunutzen.
Das würde Hunderte von Arbeitsplätzen in den Filialen und der Verwaltung kosten.
Die Gewerkschaft Ver.di zeigt daher bislang keine Bereitschaft zu weiteren Zugeständnissen und verweist auf den Sanierungstarifvertrag.
Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg weiß laut "Dow Jones Newswires" allerdings nichts von einem Abbruch der Verhandlungen.

Freitag, 14. Mai 2010 - Historischer Kalender

Erstflug D'dorf - San Francisco

IHK-Service für kleine und mittlere Unternehmen
Möglichkeiten der Kinderbetreuung im Betrieb
Veranstaltung am 19. Mai 2010 in Duisburg
Qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden, wird für Unternehmen zunehmend wichtiger. Familienfreundliche Angebote können bei der Wahl des Arbeitgebers eine Schlüsselrolle einnehmen, so die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. In ihrer Hauptgeschäftsstelle, Duisburg, informiert die IHK am 19. Mai, 16 bis 19 Uhr, über die Möglichkeiten der betrieblich unterstützten Kinderbetreuung.
Denn gerade kleine und mittlere Unternehmen haben häufig noch keine genaue Vorstellung, wie sich familienfreundliche Angebote im Betrieb organisieren lassen. Dabei muss eine adäquate Unterstützung der Mitarbeiter, etwa bei der Kinderbetreuung oder beim anschließenden Wiedereinstieg in den Beruf, nicht kompliziert sein. Oft können sie dem Unternehmen sogar Kosten sparen. Genau hier setzt die IHK-Veranstaltung „Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Betrieblich unterstütze Kinderbetreuung rechnet sich“ an, indem sie bereits erfolgreich praktizierte Modelle von Unternehmen aus der Region vorstellt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit Fachleuten über die Vorteile, Hemmnisse und Finanzierungsmöglichkeiten zu diskutieren.

6,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Februar 2010
Im Februar 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 558 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 6,9% mehr als im Februar 2009. Die Verbraucherinsolvenzen lagen im Februar 2010 mit 8 632 Fällen um 15,9% höher als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden, zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen, 13 487 Insolvenzen registriert. Das bedeutet ein Anstieg von 11,3% gegenüber Februar 2009.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Februar 2010 auf 3,0 Milliarden Euro gegenüber 2,5 Milliarden Euro im Februar 2009.
In den Monaten Januar und Februar 2010 wurden 5 105 Insolvenzen von Unternehmen (+ 5,5% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 16 897 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 10,1%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 26 507 Insolvenzen, das waren 6,9% mehr als im Januar und Februar 2009.
Detaillierte Informationen können kostenlos über die Tabellen "Insolvenzen Unternehmen (52411 - 0004)" und "Insolvenzen übrige Schuldner (52411 - 0009)" in der GENESIS-Online Datenbank abgerufen werden.

NRW-Außenhandel mit Griechenland
Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Jahr 2009 Waren im Wert von knapp unter einer Milliarde Euro nach Griechenland. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 11,6 Prozent weniger als 2008. Der Wert der Importe unterschritt mit 351 Millionen Euro das entsprechende Vorjahresergebnis sogar um 35,1 Prozent.
Den größten Anteil der Hauptausfuhrgüter am Export Nordrhein-Westfalens nach Griechenland hatten im vergangenen Jahr chemische Erzeugnisse (167 Millionen Euro; 17,1 Prozent der Gesamtausfuhr), gefolgt von Nahrungs- und Futtermitteln (134
Mill. Euro; 13,7 Prozent) und Maschinen (103 Mill. Euro; 10,6 Prozent). Aus Griechenland eingeführt wurden 2009 hauptsächlich Metalle (77 Mill. Euro; 22,0 Prozent), Nahrungs- und Futtermittel (58 Mill. Euro; 16,4 Prozent) sowie Erzeugnisse der Landwirtschaft und Jagd (39 Mill. Euro; 11,0 Prozent).
Nach Anstiegen sowohl der Einfuhr- als auch der Ausfuhrwerte von/nach Griechenland in den Jahren von 2005 bis 2007 lagen die Im- und Exportwerte in den Jahren 2008 und 2009 dagegen unter den jeweiligen Vorjahresergebnissen. (IT.NRW)

Außenwirtschaftsbeziehungen Nordrhein-Westfalens mit Griechenland
Jahr Export1) Import2)
in
Millionen
Euro
Zu (+) bzw.
Abnahme (–)
gegenüber
dem Vorjahr
in
Millionen
Euro
Zu (+) bzw.
Abnahme (–)
gegenüber
dem Vorjahr
1) Spezialhandel – 2) Generalhandel

Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal 2010 leicht gewachsen
Die deutsche Wirtschaft nimmt nur langsam wieder Fahrt auf: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im ersten Vierteljahr 2010 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2% größer als im Vorquartal, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Gleichzeitig wurde das Ergebnis für das vierte Quartal 2009 leicht nach oben korrigiert auf nun ebenfalls + 0,2%. Der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft aus dem zweiten (+ 0,4%) und dritten Quartal 2009 (+ 0,7%) hat sich somit etwas abgeschwächt, aber trotz des vergleichsweise harten und langen Winters weiter fortgesetzt.
Im Vorjahresvergleich hat die Wirtschaftsleistung nach dem Einbruch vor einem Jahr wieder zugelegt: Das preisbereinigte BIP stieg im ersten Quartal 2010 gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 1,7% (kalenderbereinigt: + 1,6%).
Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) unter anderem von den Ausrüstungsinvestitionen und den Exporten. Daneben trugen auch der Vorratsaufbau und die Zunahme der staatlichen Konsumausgaben dazu bei, dass die negativen Einflüsse von Bauinvestitionen, privaten Konsumausgaben und Importen kompensiert werden konnten.
Die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2010 wurde von 39,8 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 107 000 Personen oder 0,3% weniger als ein Jahr zuvor.
Neben der Erstberechnung des ersten Quartals 2010 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des Bruttoinlandsprodukts für die vier Quartale und das Jahr 2009 überarbeitet und - soweit erforderlich - revidiert. Dabei wurden die Veränderungsraten des preisbereinigten BIP um maximal 0,2%-Punkte nach oben korrigiert. Dies betrifft auch das Jahresergebnis: Im Jahr 2009 ist das BIP nach neuesten Berechnungen um 4,9% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Mittwoch, 12. Mai 2010 - Historischer Kalender

Klöckner & Co konnte sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber dem Vorquartal einen deutlichen Absatzzuwachs verzeichnen
Weiter gesteigert wurde auch das operative Ergebnis (EBITDA), wobei erstmals seit Ausbruch der Finanzkrise wieder ein positives Konzernergebnis erzielt wurde. "Aktuell schreitet die durch die stark ansteigenden Rohstoffkosten getriebene Preis- und Mengenentwicklung schneller voran als bislang erwartet. Für den weiteren Jahresverlauf besteht aber nach wie vor das Risiko, dass es auf der Produktionsstufe wieder zu Überkapazitäten kommt, sofern ein nachhaltiger Anstieg der Nachfrage ausbleibt. Trotz dieses Risikos erwarten wir inklusive Akquisitionen ein Umsatzwachstum von über 25 % und ein deutlich positives operatives Ergebnis", erläutert Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender der Klöckner & Co SE.

Der Absatz konnte in den ersten drei Monaten in 2010 im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch die witterungsbedingte Wiederbelebung der Bauaktivität im März, vorgezogener Einkäufe aufgrund der drastischen Preissteigerungen sowie Akquisitionen um 10,5 % auf 1,2 Mio. Tonnen (Q1/2009: 1,1 Mio. Tonnen) gesteigert werden. Der Umsatz von rund 1,0 Mrd. Euro lag hingegen aufgrund durchschnittlich niedrigerer Absatzpreise um 4,2 % unter dem Vorjahreswert (Q1/2009: 1,1 Mrd. Euro). Das EBITDA konnte gegenüber dem Vorjahr, das durch erhebliche Abschreibungen auf die Lagerbestände gekennzeichnet war, deutlich auf 29 Mio. Euro (Q1/2009: -132 Mio. Euro) verbessert werden. Entsprechend der EBITDA-Entwicklung betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 11 Mio. Euro (Q1/2009: -149 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung von Steuerentlastungseffekten wurde ein leicht positives Konzernergebnis von 2 Mio. Euro gegenüber einem Verlust von 127 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum erzielt.
Gegenüber dem Vorquartal konnte der Absatz um 22,2 % und der Umsatz um 20,2 % gesteigert werden, während das EBITDA bereinigt um Sondereffekte im vergangenen Quartal sogar mehr als vervierfacht wurde.

Zum Ende des ersten Quartals 2010 betrugen die Netto-Finanzverbindlichkeiten von Klöckner & Co 150 Mio. Euro im Vergleich zu einem Netto-Finanzguthaben in Höhe von 150 Mio. Euro zum Jahresende 2009. Gründe hierfür waren neben der im Vergleich zum Vorquartal gestiegenen Mittelbindung im Net Working Capital aufgrund der Belebung des Absatzes insbesondere die Kaufpreiszahlungen für die beiden Akquisitionen der Becker Stahl-Service Gruppe (BSS) und der Bläsi AG. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des ersten Quartals 2010 rund 37 % nach 41 % zum Ende des Geschäftsjahres 2009.

Im Zuge der fortlaufenden Optimierung der Finanzierungsstruktur wurden im April und Mai 2010 Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 145 Mio. Euro und Laufzeiten von drei bis fünf Jahren platziert. Darüber hinaus wurde mit Wirkung zum 1. April 2010 das europäische ABS-Programm mit einem Finanzierungsvolumen von 420 Mio. Euro um zwei Jahre verlängert. Durch die Optimierung der Finanzierungsstruktur stehen allein für Akquisitionen mehr als 500 Mio. Euro zur Verfügung, mit denen Klöckner & Co gut aufgestellt ist, die sich bietenden Chancen der Krise zu nutzen.
Am 5. Mai hat die Ratingagentur Standard & Poor’s mit der Anhebung des Outlooks auf "stable" bei gleichzeitiger Bestätigung des Langfristratings auf die sich verbessernde Ergebnissituation - auch wegen der eingeleiteten Kostenmaßnahmen - reagiert.

Mit dem erfolgreichen Abschluss des im Vorjahr eingeleiteten Erwerbs der Becker Stahl-Service Gruppe in Deutschland und der Bläsi AG in der Schweiz hat Klöckner & Co die Strategie des Wachstums durch Akquisitionen wieder aufgenommen. "Becker Stahl-Service läuft derzeit aufgrund der starken Nachfrage aus der Automobilbranche noch besser als erwartet", so Gisbert Rühl zum Stand der Integration der Akquisitionen.

Für 2010 hat Klöckner & Co seine Prognose über das Umsatzwachstum von zuletzt mehr als 20 % auf über 25 % erhöht. Maßgeblich getrieben wird der Umsatzanstieg durch Akquisitionen, eine Normalisierung der Bestandsniveaus in den Lagern der Kunden sowie stärker gestiegene Preise für Stahl und Metall. Mit einem deutlichen Anziehen des realen Stahlverbrauchs in den wesentlichen Absatzmärkten Europa und Nordamerika rechnet das Unternehmen aber zurzeit noch nicht.
Für das zweite Quartal 2010 erwartet Klöckner & Co aufgrund der aktuellen Preis- und Mengensteigerungen ein erheblich über dem ersten Quartal liegendes Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2010 geht das Unternehmen trotz der genannten Risiken weiterhin von einem deutlich positiven operativen Ergebnis aus," beschreibt das Unternehmen den Verlauf des 1. Quartals 2010. KaMa
 

Montag, 10. Mai 2010 - Historischer Kalender

Duisburger Ratsitzung
Haushaltssicherungskonzept 2010 hier:
Festsetzung der Hebesätze für die Realsteuern ab dem Haushaltsjahr 2010  
Gewerbesteuer auf 490 v.H.
Angenommen mit 40:32 (SPD, Linke, Grüne - Ja / CDU, FDP, DWG, BU, OB - Nein)

Auf der Tagesordnung stand die Satzungsänderung zur Erhöhung der Gewerbesteuer von 470% auf 490% Hebesatz. 

Die Vorsitzende der CDU Fraktion, Petra Vogt, machte noch einmal deutlich, dass Betriebe wegen der erhöhten Gewerbesteuer aus Duisburg abwandern würden. Sie brachte dazu ein Beispiel, das unlängst auch durch die Presse gegangen ist.

Dabei verschwieg sie aber, dass diese Firma schon vor dem Ratsbeschluss zur Erhöhung der Gewerbesteuer ihre Räume gekündigt hatte und sich nach einem neuen Standort umschaute.

Eine Nachfrage von Doris Janicki (Grüne) an den Kämmerer, wann letztendlich die Satzung umgesetzt sein müsse, um auch rückwirkend zum 1. Januar 2010 die Erhöhung des Hebesatzes auch rechtlich abzusichern, ergab, dass dies bis zum 30. Juni 2010 beschlossen sein müsse. Der Kämmerer bestätigte nach Frage von FDP-Mitglied Frank Albrecht, dass die rückwirkende Erhöhung aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung juristisch einwandfrei sei. 

Der Antrag der 3 Wählergemeinschaften, Duisburger Alternative Liste, Sozial-Gerecht und Unabhängig und Junges Duisburg, die Abstimmung zur Satzung über die Gewerbesteuererhöhung geheim durchzuführen, fand allerdings nur Zustimmung bei der FDP-Fraktion. Es wurde also offen abgestimmt, mit dem Ergebnis, dass die Satzung mit den Stimmen der Grünen, Linken und SPD Fraktion, wie vorgelegt, so beschlossen wurde. 

Neben der Erhöhung der Hundesteuer und Kostensteigerungen für die Sportvereine, Zuschusskürzungen in anderen sozialen Bereichen, sowie Preiserhöhungen im kulturellen Bereich, wurden somit die Duisburger Unternehmen nicht aus der Pflicht gelassen. 


"Wirtschaftliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen
Die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen hat sich im letzten Quartal 2009 leicht erholt. Nach den beispiellosen Nachfragerückgängen zur Jahreswende 2008/2009 konnten viele Unternehmen ihre Produktion wieder steigern. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Index der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im letzten Vierteljahr 2009 um zwölf Prozent unter dem Ergebnis des vierten Quartals 2008. Bei den Auftragseingängen war der Rückgang gegenüber dem entsprechenden Vergleichszeitraum mit -1,6 Prozent dagegen moderater.
Bei der Betrachtung nach Wirtschaftsbereichen stellt sich der Verlauf der Wirtschaftskrise recht unterschiedlich dar: Zwar hat nahezu jede Branche - zumindest zeitweilig - Einbußen hinnehmen müssen, aber während beispielsweise das Baugewerbe zum Jahresende 2009 einen Produktionsrückgang von -2,5 Prozent
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum aufwies, verringerte sich der Output der überdurchschnittlich schwer von der Krise getroffenenInvestitionsgüterindustrie im gleichen Zeitraum um -23,1 Prozent.

 

HKM feierte 100-Jähriges mit großem Familienfest
Am vergangenen Samstag holten die Hüttenwerke die Feier zu ihrem hundertjährigen Bestehen am Standort Huckingen nach. War das wirtschaftliche Tief im vergangenen Jahr ausschlaggebend, von einer Feier abzusehen, wollte man dieses mit der Belegschaft und ihren Familien nachholen.

Und der Tag darf als gelungen bezeichnet werden. 3500 Besucher waren geladen und bereits am Nachmittag standen die kleinen „Mannesmänner“ im Mittelpunkt. Eine große Tafel mit Speisen und Getränken war in der alten Elektrowerkstatt für die Erwachsenen aufgebaut. Auf dem Vorplatz ging es am Abend weiter bei Live Musik der Mitarbeiter Band „Primetime“. Ebenfalls auf der Bühne der bekannte „Pit Hupperten“. Alles in Allem war die „Nachfeier“ ein voller Erfolg und für viele ein positiver Auftakt und Blick in die Zukunft! HaMo

 

KiK bestätigt Woolworth-Übernahme
Woolworth geht a KIK. Die Holding des Handelskonzerns Tengelmann und seiner Discount-Töchter KiK und Tedi übernehmen die 162 deutschen Woolworth-Läden, darunter auch die Duisburger Filia auf der Königstraße.  Die neuen Eigentümer wollen die 4.500 Mitarbeiter übernehmen, die Verträge allerdings auf ein Jahr begrenzen. Das Konzept der HH Holding für Woolworth, das heute vorgestellt werden soll, sieht sogar eine Expansion vor. Mit dieser Entscheidung hat der US-Finanzinvestor Cerberus, dem gut 80 Woolworth-Häuser gehören, seine Vorstellungen durchgesetzt. Von den Bietern, die noch im Rennen waren, favorisierte Cerberus die HH Holding als künftigen Mieter. Die Zustimmung des Gläubigerausschusses wird in Kürze erwartet, anschließend muss noch das Kartellamt zustimmen.
 

Finanzinvestor Clemens Vedder hat Interesse an Warenhauskette Kaufhof
Im Verkaufsprozess für die Metro-Tochter Kaufhof hat jetzt Vedder Interesse am Erwerb der Warenhauskette bekundet. Laut "Handelsblatt" prüft Vedder bereits die Offerte, allerdings auch die US-Fondsgesellschaft Blackstone, die auf dem deutschen Immobilienmarkt lange Zeit viel investierte.

Metro strebt einen Verkaufspreis von 2 bis 3 Mrd. Euro für das operative Geschäft und die eigenen Kaufhof-Häuser an (etwa die Hälfte der 141 Filialen).

Freitag, 7. Mai 2010 - Historischer Kalender

„Ansehen, aussuchen, anmieten“ 

Wohnungsbörse in der Innenstadt bietet Infos rund ums Wohnen
„Ansehen, aussuchen, anmieten“ lautet auch in diesem Jahr das Motto der Duisburger Wohnungsbörse unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Die Zelte der Messe öffnen sich am Samstag, 29. Mai, von 10 bis 16 Uhr vor dem Einkaufszentrum Forum auf der Königstraße. Gegen 11 Uhr wird der Oberbürgermeister die Wohnungsbörse besuchen. Veranstaltet wird die 14. Wohnungsbörse von der Stadt Duisburg und der Kooperationsgemeinschaft „Wohnen und Leben in Duisburg“.
Im Mittelpunkt der Messe steht wieder ein umfangreiches Info- und Beratungsangebot rund ums Wohnen. Schnell und unkompliziert soll sich die Suche nach einer schönen Wohnung oder einem Eigenheim in Duisburg gestalten. Neben zahlreichen attraktiven Mietwohnungen werden auch Kaufobjekte angeboten. Mit 19 Ständen wurde die Teilnehmerzahl erneut übertroffen. Die Sparkasse Duisburg wird an diesem Tag wieder die Hauptgeschäftsstelle auf der Königstraße für ihre Kunden öffnen.

Mitarbeiter des Amtes für Soziales und Wohnen beraten, ob ein Wohnberechtigungsschein ausgestellt werden kann oder wie man Wohngeld beantragt. Informationen zum Standort Service Plus, Dienstleistungen rund um die Entrümpelung sowie Infos rund um Schlüsseltresore, Abfall und Wertstoffe geben die Wirtschaftbetriebe Duisburg. Die Wohnberatung des Amtes für Soziales und Wohnen hat alle wichtigen Informationen zum „Wohnen im Alter“ in einer neuen Broschüre zusammengefasst. Die erste Ausgabe des Wegweisers gibt nach Bezirken und Stadtteilen sortiert einen Überblick über die unterschiedlichen Wohnangebote in Duisburg, hilft bei der  Auswahl einer geeigneten Wohnform und hält viele Kontaktadressen bereit. Die Broschüre „Wohnen im Alter“ sowie der aktuelle Flyer „Wohnen und Leben in Duisburg“ mit zahlreichen Adressen zur Wohnungssuche sind kostenlos erhältlich. Die Stadtwerke Duisburg werden außerdem das Thema Energiesparen im Haushalt mit Ihrem e² Programm vorstellen.

Im Rahmen des Veranstaltungsaufbaus kann es am Freitag, 28. Mai, zwischen 8 und 18 Uhr auf der Königstraße zwischen Citypalais und Forum zu Beeinträchtigungen im Lieferverkehr kommen.
Teilnehmer der Veranstaltung sind: Evonik Wohnen, GAGFAH Group, THS Wohnen, LEG Wohnen Duisburg, Immeo Wohnen Service GmbH, GEBAG Duisburger Gemeinnützige Baugesellschaft, Rheinwohnungsbau GmbH, Wohnungsgenossenschaft Duisburg Süd e.G., Wohnungsgenossenschaft Duisburg Mitte e.G., GEWOGE Duisburg-Ruhrort, Deutsche Annington Ruhr, Gemeinnütziger Spar- und Bauverein Friemersheim eG, Innotec Abfallmanagement, Postbank, Duisburger Haus und Grund GmbH, Amt für Soziales und Wohnen, Wohnberatungsagentur für Seniorinnen und Senioren, Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR, Sparkasse Duisburg sowie die Stadtwerke Duisburg AG.

Spendentradition Direktionsbereich Energie/Anlagenwirtschaft von ThyssenKrupp Steel
"Eine engagierte Spendentradition der Mitarbeiter gibt es im Direktionsbereich Energie/Anlagenwirtschaft von ThyssenKrupp Steel Europe schon seit vielen Jahren: Seit 2003 gingen insgesamt schon 52.700 Euro an gute Zwecke. Auch von Sparzwang und Wirtschaftskrise wurde diese Tradition glücklicherweise bislang nicht gebremst: Anfang April überreichte eine Delegation von Energie/Anlagenwirtschaft, unter Leitung von Heinrich Bracke, den Vertretern der Organisationen wünschdirwas e.V. sowie dem Kinderschutzbund Duisburg e.V., der Ev. Stiftung Volmarstein - Oskar Funke Haus sowie der Deutschen Knochenmarkspenderdatei in Dortmund jeweils einen Scheck.

Insgesamt 8.100 Euro hatten die engagierten Mitarbeiter des Direktionsbereichs im Jahr 2009 für gute Zwecke gesammelt. Konkrete Projekte, die von den Spenden unterstützt werden, benannte der Mitorganisator der Spendenaktion, Dirk Annies von ThyssenKrupp Steel Europe, wie folgt: „Schwerpunkt unserer Förderung sind die jungen Mitglieder unserer Gesellschaft - die Kinder. Durch unsere finanzielle Unterstützung können beispielsweise schwerstkranke Kinder in einem Ferienhaus an der Nordsee Urlaub machen, Kinder von geschiedenen Eltern in Duisburg erhalten eine Anlaufstelle an einer Schule und auch behinderte Kinder erhalten Anregung und Unterstützung durch einen Mitmach-Zirkus, für den Utensilien und ein Bauwagen angeschafft werden.“
Einen stetigen Aufwärtstrend der jährlichen Spendensumme diagnostiziert Verbesserungsmanager Annies nicht nur beim Spendenaufkommen, sondern auch bei der Zahl der an der Spendenaktion beteiligten Mitarbeiter: „Waren es im Geschäftsjahr 2005/06 nur' 730 Engagierte, hat sich die Zahl bis heute um knapp ein Drittel erhöht: Heute sind wir mehr als 1100 Streiter für den guten Zweck.“ Energie/Anlagenwirtschaft wird das Spendenprojekt auch künftig weiter führen," berichtet Katharina Mette von dem Duisburger Unternehmen. KaMa

Donnerstag, 6. Mai 2010 - Historischer Kalender

Die ThyssenKrupp Steel Europe AG liefert rund 250.000 Quadratmeter Hoesch Additiv Decke für 20 Parkhäuser in Moskau
Die Menge entspricht etwa 4.000 Tonnen Stahl. Laut Vertrag sollen die Stahlelemente im Lauf der kommenden zwölf Monate ausgeliefert werden.

Die 20 Parkhäuser sind Teil des Programms Narodnyj Garazh (Volksgarage), mit dem die Moskauer Stadtregierung eines der dringlichsten Verkehrsprobleme der 10,5 Millionen-Einwohner-Metropole lösen will. Laut Angaben der Behörde reichen die derzeit ausgewiesenen Park- und Stellplätze gerade einmal für ein knappes Drittel der auf Moskaus Straßen fahrenden Fahrzeuge. Für 71 Prozent, rund zwei Millionen Autos, gibt es keinen offiziellen Abstellplatz. Sie parken auf Bürgersteigen, in Parks, auf Grünstreifen, vor Hofeinfahrten und gern auch in zweiter Reihe auf der Straße, wo sie kilometerlange Staus verursachen.
Mit dem Programm Volksgarage haben sich die Verantwortlichen ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2025 will man, den jährlichen Zuwachs an zugelassenen Fahrzeugen berücksichtigend, etwa 3,5 Millionen zusätzliche Stellplätze einrichten. Rund 900.000 sollen in Gestalt neuer Parkhäuser entstehen. Die 20 Parkhäuser aus dem aktuellen Auftrag für ThyssenKrupp Steel Europe sind unterschiedlich groß und bieten im Durchschnitt 500 bis 1.000 Stellplätze.
Die Hoesch Additiv Decke ist ein Leichtdeckensystem, aus stählernen Profiltafeln und einer fugenlosen Ortbeton-Rippendecke. Das System ist seit fast 20 Jahren im Parkhausbau erfolgreich und in mehr als 300 Parkhäusern mit einer Gesamtfläche von über vier Millionen Quadratmetern eingesetzt. Gefertigt wird es in der Geschäftseinheit Color/Construction von ThyssenKrupp Steel Europe.

Mit einem Eigengewicht von nur etwa 300 Kilogramm pro Quadratmeter ist das Deckensystem rund 40 Prozent leichter als massive Stahlbeton-Flachdecken mit vergleichbarer Tragfähigkeit. Aufgrund des geringen Gewichts und einer speziellen Profilierung überwinden die Additivdecken-Elemente unterstützungsfreie Spannweiten von mehr als fünf Metern. Weil man deshalb weniger und schlankere Träger einsetzen kann, kommt man sowohl bei der Stahlkonstruktion des Bauwerks als auch bei den Fundamenten mit deutlich weniger Material aus als bei massiven Betondecken.

Hinzu kommt, dass sich die Hoesch Additiv Decke schnell und ohne großen Aufwand montieren lässt. Wenn die Profiltafelpakete per Kran in die Tragkonstruktion des Parkhauses gehoben sind, können sie zügig von Hand verlegt werden. Die Decke braucht auch in der Bauphase keine Tragkonstruktion. Auch die Nutzer profitieren schließlich von den großen Stützweiten der Additiv Decke. Weniger Träger bedeuten mehr Übersichtlichkeit und Sicherheit im Parkhaus und in den Einfahrtbereichen der Stellplätze gibt es keine Pfeiler, die die Zufahrt erschweren.

Die Hoesch Additiv Decke wird aus Stahlblech mit der neuen PLADUR®-ZM Beschichtung gefertigt. Sie besteht aus einem Zink-Magnesium-Überzug, der im Vergleich zu einer herkömmlichen Verzinkung deutlich korrosionsbeständiger ist, und einem darauf abgestimmten Spezial-Lacksystem. Die zweifache Beschichtung sorgt für höchsten Korrosionsschutz für alle atmosphärischen Lagen. Die Farbe des Decklacks ist frei wählbar," berichtet das Duisburger Unternehmen auf seiner Homepage.

Unternehmenspräsentation der DB Schenker Rail Deutschland AG
DB Schenker AG ist mit einem Umsatz von rund 3,7 Milliarden EUro, 25.000 Mitarbeitern und 3.300 bedienten Gleisanschlüssen allein in Deutschland die führende Güterbahn in Europa. Mit ihrer internationalen Aufstellung beitet DB Schenker Rail grenzüberschreitende Verkehre aus einer Hand quer durch den europäischen Kontinent an. Mit der ständig erweiterten Produktpalette aus Basisprodukten, Servicebausteinen und Branchenlösungen nimmt DB Schenker Rail insbesondere bei den Logistikleistungen eine Vorreiterrolle ein," berichtet die Vorankündigung. 2 Arbeitsamtsmitarbeiter, 3 Besucher und meine Wenigkeit haben sich zu der Veranstaltung eingefunden.
Detlev Gottschlich ist Personalreferent bei dem Unternehmen. Er stellt seinen Arbeitgeber vor, dessen Struktur und Personalbedarf. "Wir sind immer auf der Suche nach guten Mitarbeitern. Sie sind unser bestes Kapital." Da das Team Akademische Berufe die Veranstaltung organisiert, richtet sich der Vortrag natürlich vorrangig an Studenten. Praktikanten, Trainees und Direkteinsteiger stehen so im Vordergrund. Wer (auch im Bereich der betrieblichen dualen Ausbildung) an einem Kontakt zu dem Bahnunternehmen interessiert ist, sollte dessen Internetpräsenz ansteuern. Dort gibt es eine Übersicht über die freien Stellen und Ausbildungsmöglichkeiten.

Das Personal wird je nach Bedarf entwickelt. "Wir haben ein Problem und das ist die Überalterung. Einige Bereiche sind durchschnittlich 50 Jahre alt. Wir betreiben unsere Personalakquise zukunftsorientiert. Das Herz von Schenker, das frühere Railion, schlägt in Nordrhein-Westfalen. Hier wird das Geld verdient." KaMa

LEHNKERING setzt die Modernisierung seiner Binnenschiffflotte fort
Das Unternehmen hat am 23. April 2010 die niederländische Werft TeamCo SHIPYARD BV mit dem Neubau eines weiteren modernen Gastankers beauftragt. Damit entspricht das Unternehmen den zukünftigen Erfordernissen des Marktes und baut seine Flotte weiter aus.
Der beauftragte Neubau LRG GAS 88 wird das insgesamt 17. Schiff in der unternehmenseigenen Gastankschiffflotte sein. Das Schiff wurde bei der niederländischen Werft TeamCo Shipyard in Auftrag gegeben, die auch schon den Abbau (die Realisierung von Ein- und Aufbauten) der im Jahre 2009 in Dienst gestellten LRG GAS 87 ausgeführt hat. Die integrierten Gasdruckbehälter werden in Deutschland von der Firma Gronemeyer & Banck gefertigt. Angetrieben wird der Neubau von zwei modernen und 634 KW starken Maschinen mit geringem Treibstoffverbrauch. Der Gastanker mit einem maximalen Tiefgang von 2,80 Meter ist kanalgängig und damit auch auf Nebenwasserstraßen einsetzbar. Er kann für die komplette gasförmige Produktpalette von LEHNKERING genutzt werden. Die Bauzeit wird sich auf rund 14 Monate ab Vertragsunterzeichnung belaufen.
„Mit diesem Schiffsneubau investieren wir weiter in die Zukunftsfähigkeit unserer Flotte. Der neue Gastanker ist Teil unseres laufenden Programms zur Verjüngung der Flotte, denn wir vertrauen darauf, dass der Markt in den nächsten Jahren weiter wachsen wird“, so Cees van Gent, CEO von LEHNKERING.
Unterstrichen wird diese Aussage von van Gent dadurch, dass das Unternehmen bereits jetzt ein weiteres Schiff (die LRG GAS 89) bei der niederländischen Werft optioniert hat. Der LEHNKERING Unternehmensbereich Shipping Logistics & Services will sich insgesamt mit seinen strategischen Geschäftseinheiten Trockenschifffahrt (Dry Cargo Shipping) und Tankschifffahrt (Gas Shipping und Liquid Cargo Shipping) sowie aufgrund seiner Flottenstruktur aus eigenen und gecharterten Schiffen zukünftig noch stärker als Universalreederei positionieren.
Robert Baack, COO für den Unternehmensbereich Shipping Logistics & Services: „Alle Geschäftseinheiten der SLS haben aufgrund ihrer Marktposition und der starken Marke LEHNKERING nachhaltiges Wachstumspotenzial.“

LEHNKERING gehört mit einem Umsatz von rund 550 Millionen Euro und über 2.600 Mitarbeitern zu den führenden Logistikdienstleistern in Nordwest- und Zentraleuropa. In den Schwerpunktbranchen Chemie und Stahl verfügt das Unternehmen in den Bereichen Logistics & Services seit mehr als 135 Jahren über umfangreiche Erfahrung. Als neutraler Dienstleister und Partner bietet die LEHNKERING ihren Kunden individualisierte Lösungen, bestehend aus klassischen Logistikdienstleistungen (Logistics) und umfangreichen Mehrwertdienstleistungen (Services)," berichtet das Duisburger Unternehmen Anfang Mai 2010 auf seinen Internetseiten. KaMa

Prof. Dr. Jürgen Kluge ist zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates der METRO AG gewählt worden
. Auf der gestrigen Hauptversammlung der METRO AG stimmten 98,25 % der wahl­berechtigten Aktionäre für Kluge als Mitglied des Aufsichtsrates. Das Kontrollgremium wählte den Vorstandsvorsitzenden der Franz Haniel & Cie. GmbH zu seinem Vorsitzenden. Der 56-jährige Kluge ist Nachfolger von Franz Markus Haniel, der sein Amt zum Ende der Hauptversammlung niedergelegt hat.

Die Weltwirtschaft hat 2009 die tiefste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt. In diesem schwierigen Umfeld hat sich das diversifizierte Haniel-Portfolio bewährt: ELG und TAKKT sind direkt von der Konjunktur beeinflusst, während Celesio davon vergleichsweise unabhängig ist, und CWS-boco erst spät betroffen war. „Dadurch waren wir in der Lage, die Folgen der Krise im Konzernverbund auszubalancie­ren“, erläutert Haniel-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Jürgen Kluge. Er rechnet damit, dass die Erholung der Weltwirtschaft langsam fortschreitet und die Wirtschaftsleistung in den kommenden Jah­ren deutlich niedriger als vor der Krise ausfallen wird. „Immerhin haben wir nun einen deutlich klareren Blick auf die Zukunft der Weltwirtschaft und können wieder um­schwenken auf langfristige, vorausschauende Aktionen.“

Der Umsatz von Haniel lag mit 24.524 Millionen Euro 5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Geschäftsentwicklung von ELG war insbesondere im ersten Halbjahr deutlich von der Wirtschaftskrise gekennzeichnet. In der zweiten Jahreshälfte stiegen die Ausgangstonnage und der Nickelpreis wieder an. Im Gegensatz zu ELG verbesserte sich die Geschäftsentwicklung bei TAKKT im zweiten Halbjahr kaum. 2009 sank der Umsatz operativ um rund 26 Prozent. Dieser Rückgang – der stärkste in der Geschichte des Unternehmensbereichs – ist vor allem auf die gesunkene Auftragszahl zurückzuführen. CWS-boco ver­zeichnete ebenfalls einen niedrigeren Umsatz, da sich vor allem das Geschäft im Bereich Mietberufskleidung verschlechterte. Darüber hinaus gab es in Irland erhebliche Einbußen beim Servicegeschäft mit Flachwäsche für Hotels. In den anderen Sparten von CWS-boco blieb das Geschäft vergleichsweise stabil. Celesio hat den Umsatz leicht gesteigert – insbesondere im Segment der verschreibungspflichtigen Arzneimittel, in dem Celesio den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet.

Aufgrund der Umsatzeinbußen bei ELG, TAKKT und CWS-boco ist das Operative Ergebnis deutlich auf 289 Millionen Euro zurückgegangen. Zusätzlich belastet wurde es durch die Geschäftsentwicklung von CWS-boco in Irland und die dort durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Durch straffes Kosten­management und die Anpassung ihrer Kapazitäten an die gesunkene Nach­frage ist es den Unternehmensbereichen und Beteiligungen gelungen, diese negativen Effekte teilweise zu kompensieren. Auch die vergleichsweise stabile operative Ertragskraft von Celesio trug dazu bei, dass das Ergebnis von Haniel 2009 in einer äußerst schwierigen konjunkturellen Lage und trotz außerordentli­cher Wertanpassungen in Höhe von 294 Millionen Euro nicht noch stärker gesunken ist.

Der Ergebnisbeitrag, den Haniel aus der Metro-Beteiligung erhielt, lag mit 105 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. Ursachen waren das im Vergleich zu 2008 schlechtere Operative Ergebnis, ein niedrigeres Finanzergebnis und ein höherer Steueraufwand.
Mit Blick auf die weltweite Rezession hatten die Unternehmensbereiche und Beteiligungen schon 2008 vorsorglich ihre Investitionsprogramme für 2009 gekürzt: Mit 180 Millionen Euro fiel das Investitionsvolumen für Unternehmens­erwerbe deutlich niedriger aus als der Vorjahreswert. Gleichwohl wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr gezielt Möglichkeiten für attraktive Akquisitionen genutzt. So hat Celesio das Unternehmen Panpharma übernommen – die Nummer eins im brasilianischen Pharmagroßhandel – und den Anteil am welt­weit tätigen Personal- und Marketingdienstleister pharmexx aufgestockt. Zudem akquirierte TAKKT mit Central Restaurant Products einen US-Versandhändler für Restaurantausstattung. Die Investitionen wurden vollständig aus dem Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit finanziert, der bei 712 Millionen Euro lag.
Der Aufwand für die Finanzierung bei Haniel hat sich 2009 verringert. Neben den gesunkenen Marktzinsen wirkte sich vor allem positiv aus, dass Haniel im Jahr 2008 rund 1 Milliarde Euro Verbindlichkeiten getilgt hatte – im Wesentlichen durch den Verkauf des Unternehmensbereichs Xella. Um trotz der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten finanziell flexibel zu bleiben, hat Haniel 2009 die Finanzierung diversifiziert: Im Oktober 2009 begab die Konzern-Holding Franz Haniel & Cie. GmbH eine fünfjährige Euro-Benchmark-Anleihe. Diese wurde vor allem gezeichnet von Fondsgesellschaften, Banken – oft zum Weiterverkauf an private Investoren – und Versicherungen. Die Nach­frage überstieg das Gesamtvolumen von 1,0 Milliarden Euro um ein Vielfaches. Dies deutet Haniel als Zeichen dafür, dass die Fremdkapitalgeber die Struktur des Beteiligungsportfolios und die Investitionsprinzipien von Haniel positiv bewerten.
Als Unternehmen in Familienbesitz stellt sich Haniel der Verantwortung gegen­über den Mitarbeitern: In der schwierigen konjunkturellen Lage wurden viele Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Beschäftigung zu sichern. In Deutschland hat zum Beispiel TAKKT das Instrument Kurzarbeit intensiv genutzt, um Arbeitsplätze zu erhalten. Zudem waren die Mitarbeiter in allen Unternehmens­bereichen aufgefordert, ihre Überstunden abzubauen und angefallenen Urlaub zu nehmen. Diese Maßnahmen reichten jedoch nicht überall aus, um die Kapazitäten an die negative Geschäftsentwicklung anzupassen. Insbesondere bei ELG und TAKKT mussten infolge von Auftragsrückgängen und Standort­schließungen Stellen abgebaut werden. Trotz des Stellenabbaus hat sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl bei Haniel im vergangenen Jahr erhöht – vor allem aufgrund der Übernahme von Panpharma durch Celesio.
Der Haniel-Vorstand schaut vorsichtig optimistisch auf das bevorstehende Geschäftsjahr. Er geht davon aus, dass Umsatz- und Ergebnis operativ steigen werden. Die Finanzierungs- und Verschuldungssituation hat Haniel bereits im Januar 2010 erneut verbessert – durch die Begebung einer weiteren Anleihe, die siebenfach überzeichnet war. Darüber hinaus hat der Vorstand zu Beginn des Jahres den Strategieprozess „Haniel 2020“ eingeleitet: Eines der Haupt­themen dieses Projektes ist es, attraktive Investitionsziele zu identifizieren. KaMa

ThyssenKrupp Steel Europe hat 25.000 Quadratmeter Stahl-Sandwichelemente für den Bau eines Sportstadions in Melbourne geliefert. Aus den Elementen des Typs Hoesch isowand vario® besteht das Dach des insgesamt 267,5 Millionen australische Dollar (rund 180 Millionen Euro) teuren Bauwerks. Die ursprünglich für Wand- und Fassadenanwendungen entwickelten isowand-Elemente eignen sich perfekt für die spezielle Architektur der Stadionhülle.

Die neue Sportstätte, seit kurzem nach einem australischen Versicherungskonzern AAMI Park benannt, ist auch als „Melbourne Rectangular Stadium“ bekannt. Rectangular bezieht sich auf die Form des Spielfelds, und die ist erwähnenswert in einem Land, dessen Nationalsport Australian Football auf ovalen Feldern gespielt wird. Rectangular bedeutet: hier finden künftig Rugbyspiele oder Fußballmatches nach europäischen Regeln, also „soccer“ statt.

Auf die äußere Gestalt des Stadions trifft der Begriff rechteckig indes überhaupt nicht zu: Was sich Cox Architects + Planners, eines der größten Architekturbüros in Australien, hierfür ausgedacht haben, basiert auf den geodätischen Kuppeln des amerikanischen Architekten Richard Buckminster Fuller. Solche Kuppeln sind aus vielen kleinen durch eine filigrane Fachwerkkonstruktion verbundenen Dreiecken zusammengesetzt. Sie ahmen Konstruktionsprinzipien der Natur nach, sind extrem stabil und können bei vergleichsweise geringem Materialeinsatz große Räume umschließen. Cox Architects benutzen den Begriff „bioframe“ für ihr Dachdesign und betonen damit seine organische Gestalt. Die Stadionhülle sieht aus wie ein großer Kreis ineinander verschränkter Halbkugeln, die zum Spielfeld hin offen sind.

Das bioframe Konzept ist nicht nur ästhetisch, sondern auch wirtschaftlich interessant. Um die mehr als 30.000 Zuschauerplätze gegen Wind und Wetter zu schützen, war nur etwa halb so viel Material nötig wie bei einer konventionellen Konstruktion mit einem so genannten Kragdach. Allerdings stellt das Konzept besondere Anforderungen an die verwendeten Materialien. Geringes Eigengewicht ist wichtig, denn es gilt, stützenfreie Spannweiten von bis zu sechs Metern zu überwinden. Bei aller Leichtigkeit kommt es aber auch auf gute Dämmungseigenschaften an, damit es sich unter dem Stadiondach auch bei australischem Sonnenschein aushalten lässt. Gute Brandschutzeigenschaften sind bei einem solchen Großbauwerk für Massenereignisse ebenfalls unverzichtbar. Die Konstruktion setzt passgenaue Einzelteile voraus und schließlich müssen auch die hohen Designansprüche der Architekten erfüllt werden.

Leicht, erstklassige Dämmwerte, gute Brandschutzeigenschaften, präzise Fugengeometrie und hochwertige Anmutung: Das geeignete Produkt für diesen Anforderungskatalog fand das für die Errichtung des Stadions verantwortliche australische Bauunternehmen Grocon Pty. Ltd. über den australischen Bausysteme-Vertrieb von ThyssenKrupp Steel Europe. Hoesch isowand vario® ist ein Stahl-Sandwichelement speziell für moderne, ästhetisch anspruchsvolle Industriearchitektur. Das Element, bei dem zwei dünne Stahlschalen einen dicken Polyurethan-Hartschaumkern umschließen, verfügt über erstklassige Wärmedämmungseigenschaften bei geringem Eigengewicht. Hoesch isowand vario® lässt sich verdeckt befestigen und besitzt eine präzise ausgearbeitete, passgenaue Fugengeometrie. Die Elemente gibt es mit glatter, linierter, mikroprofilierter und V-profilierter Oberseite. Für perfekten Korrosionsschutz sorgt eine Duplex-Beschichtung, bei der die stählernen Deckschalen zunächst mit einer Zinkschicht und dann mit einer Lackierung oder Kunststoffoberfläche versehen werden. Die Elemente sind in Dicken von 60, 80, 100, 120 und 140 Millimetern lieferbar. Hoesch isowand vario® ist als schwer entflammbarer Baustoff gemäß DIN EN 13501-1 klassifiziert.

Das bioframe Dach des Melbourner Stadions besteht aus 100 Millimeter dicken isowand vario Elementen, die nur knapp 13 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen. Das in Melbourne ansässige Unternehmen Minesco Pty. Ltd. hatte die Aufgabe, die Elemente vor der Anlieferung an die Baustelle in gleichschenklige Dreiecke zu schneiden und mit Aluminiumleisten einzurahmen. Ebenfalls vor dem Einbau montierte Kautschuk-Dichtungen machen die Dachkonstruktion wasserdicht. Den von den Architekten ausgewählten Farbton „whisper white“ hat ThyssenKrupp Steel Europe mit einer hochwertigen PVDF-Beschichtung (Polyvinylidenfluorid) umgesetzt. Die Kunststoffschicht ist 25 Mikrometer dick und sorgt mit ihrer hohen chemischen und thermischen Beständigkeit dafür, dass die Oberfläche Umwelteinflüssen und Sonneneinstrahlung dauerhaft und ohne Qualitätsverluste standhält. Die Oberfläche der Elemente ist mikroprofiliert, so dass Regenwasser gut abfließen und in entsprechenden Tanks als Brauchwasser für den Stadionbetrieb aufgefangen werden kann. Das Regenwassermanagement ist Teil des Nachhaltigkeitskonzepts für das Stadion, das unter anderem auch ein integriertes Abfall- und Recycling System umfasst.

Eingeweiht wird das neue Stadion mit einem wahren Klassiker der Rechteck-Spielkultur: Am 7. Mai treten tritt die australische Rugby-League Nationalmannschaft gegen die die Nationalmannschaft Neuseelands an," berichtet das Duisburger Traditionsunternehmen.