Archiv Juli 2010

Aus der Wirtschaft und Finanzwelt
Freitag, 30. Juli 2010 - Historischer Kalender

Einzelhandelsumsatz im Juni 2010 real um 3,1% gestiegen
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Juni 2010 nominal um 3,8% und real um 3,1% höher als im Juni 2009. Allerdings hatte der Juni 2010 mit 26 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Juni 2009. Im Vergleich zum Mai 2010 sank der Umsatz im Juni 2010 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 1,1% und real um 0,9%. Das Ergebnis für den Juni 2010 wurde aus Daten von sieben Bundesländern berechnet, in denen circa 76% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.
Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juni 2010 nominal 1,7% und real 1,0% mehr um als im Juni 2009. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 1,9% und real um 1,2% höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde dagegen nominal 0,5% und real 0,7% weniger als im Juni 2009 umgesetzt.
Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Juni 2010 mehr als im Juni 2009 umgesetzt (nominal + 5,4%, real + 5,1%). In allen sechs Unterbranchen lagen die Umsätze nominal und real über den Werten des Vorjahresmonats.
Im ersten Halbjahr 2010 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 0,5% mehr, real aber 0,4% weniger um als im ersten Halbjahr 2009.

Wirtschaftskrise mit Verzögerung bei Tarifverdiensten sichtbar
 Die Gesamtentwicklung der Tarifverdienste hat sich abgeschwächt. Im April 2010 stiegen die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland gegenüber dem April 2009 um 1,9% und damit geringer als noch im Januar 2010 (+ 2,3%) und als im Jahresdurchschnitt 2009 (+ 2,8% gegenüber Jahresdurchschnitt 2008). Die Abschwächung der Tarifentwicklung ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die hohen und mit einer langen Laufzeit versehenen Stufenabschlüsse, die unter anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abgeschlossen wurden, nunmehr auslaufen. Zudem fielen viele der im Berichtszeitraum neu abgeschlossenen Tariferhöhungen deutlich niedriger aus als im Vorjahr.
Der durchschnittliche Anstieg der Tarifverdienste lag zwar erneut über dem der Verbraucherpreise von 1,0%. Allerdings profitierten aufgrund von Kurzarbeit, der Kürzung von Sonderzahlungen aber auch wegen der vorübergehenden Aussetzung von Tarifsteigerungen durch die Anwendung von Öffnungsklauseln nicht alle Tarifbeschäftigten in vollem Umfang von den vereinbarten Tariferhöhungen.
Die Abschwächung der Tarifentwicklung zeigt sich nicht in allen Wirtschaftsbereichen: So stiegen im April 2010 die tariflichen Monatsverdienste im Vergleich zum April 2009 im Baugewerbe um 3,6% und im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem auch die Chemische Industrie, der Maschinenbau und das Metallgewerbe zählen, um 2,6%. Mit 1,9% wurden im Bereich Verkehr und Lagerei durchschnittliche Tarifsteigerungen erzielt. Unterdurchschnittliche Erhöhungen gab es beispielsweise im Handel und im Gastgewerbe (jeweils 1,6%) sowie im Öffentlichen Dienst und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (jeweils 1,5%). Am geringsten stiegen die tariflichen Monatsverdienste im Gesundheits- und Sozialwesen mit 0,9%.
 

Mittwoch, 28. Juli 2010 - Historischer Kalender

Gesetzliche Sozialversicherung: Defizit im ersten Quartal 2010 rückläufig
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichnete die gesetzliche Sozialversicherung - in Abgrenzung der Finanzstatistik - im ersten Quartal 2010 ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 4,0 Milliarden Euro. Damit war das Defizit um 0,3 Milliarden Euro niedriger als im ersten Quartal 2009.
Die Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung beliefen sich im ersten Quartal 2010 auf insgesamt 123,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 entspricht das einem Zuwachs von 4,8%. Die Ausgaben stiegen um 4,4% auf 127,8 Milliarden Euro. Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds).
Dem gegenüber dem Vorjahr leichten Einnahmenzuwachs der gesetzlichen Rentenversicherung um 1,9% auf 59,7 Milliarden Euro im ersten Quartal 2010 stand ein stärkerer Zuwachs der Ausgaben um 2,9% auf 61,7 Milliarden Euro gegenüber. Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 erhöhte sich dadurch das Finanzierungsdefizit der gesetzlichen Rentenversicherung um 0,7 Milliarden auf 2,1 Milliarden Euro.

Die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, die überwiegend aus Zuweisungen des Gesundheitsfonds bestehen, summierten sich im ersten Quartal 2010 auf 43,4 Milliarden Euro und lagen um 1,6% höher als im Vorjahr. Die Ausgaben erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 4,5% auf 43,5 Milliarden Euro. Während die gesetzliche Krankenversicherung im ersten Quartal 2009 noch einen Finanzierungsüberschuss von 1,1 Milliarden Euro erzielte, ergab sich für das erste Quartal 2010 ein leichtes Finanzierungsdefizit in Höhe von 0,1 Milliarden Euro.

Deutlich stiegen im ersten Quartal 2010 die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (einschließlich Versorgungsfonds). Sie erhöhten sich um 3,7 Milliarden (+ 59,5%) auf 10,0 Milliarden Euro. Bedingt ist diese Entwicklung im Wesentlichen durch das vorzeitige Abrufen von Mitteln im Rahmen der Beteiligung des Bundes an den Kosten der Arbeitsförderung in Höhe von bislang 3,5 Milliarden Euro. Die Ausgaben lagen mit 11,9 Milliarden Euro um 13,9% über denen des ersten Quartals 2009. Damit wies die Bundesagentur für Arbeit im ersten Quartal 2010 ein Finanzierungsdefizit von 1,9 Milliarden Euro aus. Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 verringerte sich das Finanzierungsdefizit um 2,3 Milliarden Euro.
Die Einnahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung erhöhten sich im ersten Quartal 2010 auf 5,2 Milliarden Euro (+ 2,6%). Demgegenüber stand ein höherer Zuwachs der Ausgaben um 6,6% auf 5,3 Milliarden Euro, so dass sich ein leichtes Finanzierungsdefizit von 0,1 Milliarden Euro ergab. Im ersten Quartal 2009 ergab sich noch ein Finanzierungsüberschuss von 0,1 Milliarden Euro.
Wegen der starken unterjährigen Schwankungen der Einnahmen und Ausgaben können anhand der Daten des ersten Quartals noch keine Rückschlüsse auf das Jahresergebnis gezogen werden.

Montag, 26. Juli 2010 - Historischer Kalender

Krieger plant Höffner-Standort am Güterbahnhof Grunewald
"Ich bin im Wedding groß geworden und habe in meiner Jugend viel zu viel Beton um mich gehabt. Ich investiere gern in Grün oder Brachflächen", so Kurt Krieger bei seinem letzten Investitionsprojekt dem Güterbahnhof in Duisburg.

Nun ist er aber zuvor in Berlin aktiv. Kurt Krieger (Möbel Höffner) will auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Berlin-Grunewald mehr als 250 Mio. Euro investieren. Geplant sind laut Informationen der "Berliner Morgenpost" eine Möbel-Höffner-Filiale mit 40.000 m² Verkaufsfläche, ein 10.000 m² großer Sconto-Möbeldiscounter, ein 750 Pkw-Stellplätze umfassendes Parkhaus sowie eine Golf-Driving-Range.
Krieger hat in den Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf bereits für sein Projekt geworben. Ähnliche Pläne hat der Unternehmer in Berlin für den stillgelegten Güterbahnhof Pankow.

Donnerstag, 22. Juli 2010 - Historischer Kalender

Atypische Beschäftigung im Krisenjahr 2009 rückläufig
Die Zahl der atypisch Beschäftigten hat sich im Jahr 2009 gegenüber 2008 um 130 000 Personen auf rund 7,6 Millionen Personen verringert. Dieser Rückgang um 1,7% ist auf den Abbau befristeter Beschäftigung und von Zeitarbeitsverhältnissen zurückzuführen. Betrachtet werden Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Schule, Studium oder Berufsausbildung sind.

Zu den atypischen Beschäftigungsformen werden - im Unterschied zum Normalarbeitsverhältnis - befristete und geringfügige Beschäftigung, Teilzeitarbeit bis zu 20 Wochenstunden sowie Zeitarbeit gezählt. Die negativen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise spürten vor allem Zeitarbeitnehmer und befristet Beschäftigte. Die Zahl der Zeitarbeitnehmer ging um 8,5% auf 560 000 zurück, die der befristet Beschäftigten sank um 3,3% auf gut 2,6 Millionen. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten und Teilzeitbeschäftigten hat sich dagegen kaum verändert. Diese Entwicklung macht deutlich, dass vor allem Zeitarbeit und befristete Beschäftigung von den Unternehmen als Mittel genutzt wurden, flexibel auf die konjunkturellen Veränderungen zu reagieren.

Im Unterschied zu den atypisch Beschäftigten ist die Anzahl der Personen in sogenannten Normalarbeitsverhältnissen leicht angestiegen: rund 23 Millionen Personen waren 2009 in Vollzeit, beziehungsweise Teilzeit mit mehr als 20 Stunden pro Woche unbefristet und nicht in Zeitarbeit tätig, das entspricht einer Zunahme um 62 000 (+ 0,3%). Die Zahl der abhängig Beschäftigten insgesamt hat sich im Jahr 2009 gegenüber 2008 nur leicht reduziert (- 0,2%).

Bemerkenswert ist, dass Frauen und Männer von dieser Entwicklung sehr unterschiedlich betroffen waren. Ging die Zahl der beschäftigten Männer um 245 000 zurück (- 1,5%), so stieg die der Frauen um 177 000 an (+ 1,2%). Während bei den Männern sowohl die Zahl der Normalarbeitnehmer (- 0,9%) als auch die der atypisch Beschäftigten (- 5,4%) sanken, blieb die Zahl der atypisch Beschäftigten bei den Frauen nahezu stabil (- 0,2%). Die Zahl der Normalarbeitnehmerinnen konnte sogar um 2,1% zulegen.

Der Beschäftigungsabbau betraf vor allem Branchen mit hohem Männeranteil. So ist der Rückgang der atypischen Beschäftigung fast ausschließlich auf die Entwicklung im Produzierenden Gewerbe und bei den Unternehmensdienstleistungen (unter anderem Zeitarbeitsunternehmen) zurückzuführen, die zusammen ein Minus von 190 000 zu verzeichnen hatten. Im weiblich dominierten Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleistungen stieg dagegen sowohl die Zahl der Normalarbeitnehmer (+ 141 000) als auch die der atypisch Beschäftigten (+ 31 000) an.

Trotz des Rückgangs im Krisenjahr 2009 ist die Anzahl der Personen in atypischen Beschäftigungsformen in den letzten zehn Jahren gestiegen. 1999 waren 19,7% aller Arbeitnehmer in atypischen Beschäftigungsformen beschäftigt. Bis 2009 ist ihre Anzahl um 1,8 Millionen Personen auf 7,6 Millionen angestiegen. Der Anteil hat sich damit im Jahr 2009 auf 24,8% aller abhängig Beschäftigten erhöht, was die gewachsene Bedeutung dieser Beschäftigungsformen unterstreicht.

Arbeitnehmer mit geringer Qualifikation sind besonders häufig in atypischen Beschäftigungsformen zu finden; dies hat sich im Jahr 2009 weiter verstärkt. Der Anteil atypisch Beschäftigter an allen Personen ohne anerkannte Berufsausbildung stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 40,4% an. Leicht rückläufig war hingegen der Anteil bei den Personen mit Lehr- oder Berufsfachschulausbildung (- 0,5 Prozentpunkte auf 24,6%) sowie bei den Personen mit (Fach-) Hochschulabschluss (- 0,1 Prozentpunkte auf 17,9%).

Gastgewerbeumsatz im Mai 2010 real um 4,1% gesunken
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, setzten die Unternehmen des Gastgewerbes in Deutschland im Mai 2010 nominal 1,5% und real 4,1% weniger um als im Mai 2009. Der Umsatz im Gastgewerbe war im Mai nach Kalender- und Saisonbereinigung nominal 1,3% und real 1,5% niedriger als im Vormonat April.

Das Beherbergungsgewerbe erzielte im Mai 2010 einen nominalen Umsatzzuwachs von 1,5% gegenüber Mai 2009 (real - 3,6%). In der Gastronomie wurden nominal 3,4% und real 4,5% weniger als im Mai 2009 umgesetzt. Innerhalb der Gastronomie verzeichneten die Caterer einen Umsatzrückgang von nominal 0,4% und real 1,4%.
Von Januar bis Mai 2010 setzte das Gastgewerbe in Deutschland nominal 0,2% und real 2,9% weniger um als im entsprechenden Vorjahreszeitraum

Personalanstieg im öffentlichen Dienst
Anhand von Ergebnissen der Personalstandstatistik, waren zum Stichtag 30. Juni 2009 rund 4,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst tätig. Das waren 42 500 Personen oder 0,9% mehr als noch ein Jahr zuvor. Damit ist das Personal im öffentlichen Dienst erstmalig seit 1991 wieder angestiegen. Der Anstieg geht jedoch zu großen Teilen auf eine Zunahme der befristeten Arbeitsverhältnisse zurück.

Insgesamt rund 2,7 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes waren am 30. Juni 2009 Angestellte, gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg um 39 600 Personen (+ 1,5%). Dies resultierte überwiegend aus einer Zunahme bei Angestellten mit Zeitverträgen, deren Zahl sich um 35 300 (+ 10,6%) auf 366 300 Personen erhöhte. Das übrige Personal (in Dauerbeschäftigung oder in Ausbildung) hat lediglich um 4 300 Personen (+ 0,2%) zugenommen.
Die Zahl der Beamten und Richter beziehungsweise Beamtinnen und Richterinnen betrug zum Stichtag 30. Juni 2009 rund 1,7 Millionen. Dies war gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 1 500 Personen (+ 0,1%). Dabei hat die Zahl der Beamten und Beamtinnen in Ausbildung zugenommen (+ 7,1%), ohne deren Berücksichtigung ist die Beamtenzahl gegenüber dem Vorjahr um 0,3% gesunken.

Die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten beziehungsweise -soldatinnen stieg im Vergleich zu 2008 um rund 1 500 Personen (+ 0,8%) auf 185 000.
Zu einem Personalanstieg kam es innerhalb des öffentlichen Dienstes insbesondere bei Tageseinrichtungen für Kinder, bei der Bundesagentur für Arbeit und bei den Hochschulen. Allerdings gab es auch Bereiche mit weniger Personal als im Vorjahr. Beispielsweise hatte die anhaltende Überführung von kommunalen Krankenhäusern in eine private Rechtsform wie schon in den Vorjahren einen Personalrückgang in diesem Bereich des öffentlichen Dienstes zur Folge. Das Personal im Bereich des Bundes ging ebenfalls zurück, hauptsächlich bedingt durch den Stellenabbau in der Bundeswehrverwaltung.
Von den 4,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes waren Mitte 2009 rund die Hälfte im Landesbereich - überwiegend im Bildungswesen - tätig. Auf den kommunalen Bereich entfielen rund 30%. Weitere 12% waren im Bundesbereich (einschließlich Bundeseisenbahnvermögen) beschäftigt und 8% bei den Sozialversicherungsträgern oder der Bundesagentur für Arbeit.

Mittwoch, 21. Juli 2010 - Historischer Kalender

NRW: 763 000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst 2009
Plus 3,7 %: Mehr städtische Beschäftigte in Duisburg
Mitte 2009 waren im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen 763 019 Personen beschäftigt, 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, nahm dabei sowohl die Zahl
der Vollzeitbeschäftigten (+0,7 Prozent) als auch die der Teilzeitkräfte (+3,2 Prozent) zu. 520 861 Beschäftigte (68,3 Prozent) standen Mitte 2009 in einem Vollzeitbeschäftigungsverhältnis und 242 158 Beschäftigte.

 

Dienstag, 20. Juli 2010 - Historischer Kalender

„Wir sind Locals! Wir gehören hierher“
Unternehmerinnenbrief NRW zeichnet Geschäftsfrauen des Café Kaldi aus
Die Café Kaldi Gründerinnen Britta Gies und Silke Laskowski hatten sich und ihre Geschäftsidee dem Jury-Team des Unternehmerinnenbriefes NRW im Duisburger Rathaus vorgestellt. Sie überzeugten insbesondere mit ihrem individuellen Marketingkonzept und ihrer persönlichen Präsentation. „Der Unternehmerinnenbrief NRW des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW soll die Unternehmerinnen in ihrem Vorhaben stärken. Mit der Auszeichnung erhalten sie ein qualifiziertes Feedback der Expertinnen und Experten zur Optimierung ihres Unternehmenskonzeptes, und es ist eine vorzeigbare Referenz“, bestätigen die U-Brief-Koordinatorinnen Magdalena Kowalczyk und Karin Schillings von der Stadt Duisburg. Zur Begrüßung und auf Wunsch der neuen Unternehmerinnen überreichte nun am 20. Juli ein alteingesessener Unternehmer offiziell die Urkunde im Café Kaldi.

Im März 2010 eröffneten die beiden Gründerinnen Britta Gies und Silke Laskowski ihr Kaffeehaus und knüpfen damit an eine ganz besondere gastronomische Tradition an: Bis 1993 beherbergte das denkmalgeschützte Haus von 1906 die Schifferkneipe „Zum Anker“. Sie war ein beliebter Treffpunkt der Binnenschiffer in Ruhrort und wurde bekannt als Drehort für den Schimanski-Tatort mit Götz George.

Britta Gies und Silke Laskowski wollen wieder einen lebendigen Treffpunkt mitten in Ruhrort entstehen lassen. Als Duisburgerin liegt Silke Laskowski ihre Heimatstadt ohnehin am Herzen, Britta Gies hat immer als Anrainerin gelebt und fühlt sich wohl an der Mündung zwischen Rhein und Ruhr. „Wir sind Locals“, sagen sie, „wir gehören einfach hierher.“ Als Unternehmerinnen fühlen sie sich in Ruhrort längst akzeptiert. Sie waren dabei, als Ruhrort im Mai im Rahmen der Kulturhauptstadt „Local Hero“ war, sie beteiligten sich am Hafenfest und sind eingeladen, wenn es darum geht, die junge Wirtschaft in Ruhrort zusammenzuholen. Im Kaldi soll sich demnächst auch der Initiativkreis Ruhrort treffen - in bester Kaffeehaus-Tradition. „Was wir hier umsetzen, ist mehr als eine Geschäftsidee“, sagten die Geschäftsfrauen. „Das ist eine konsequente Umsetzung von Leben und Erfahrung.“


Unternehmerinnenbrief an Silke Laskowski (li.) und Britta Gies (re.) vom Cafe Kaldi in
Duisburg-Ruhrort, überreicht durch den alteingesessen Ruhrorter Unternehmer Dieter Siegel-Pieper

Was die Gewinnerinnen erhalten
Als Auszeichnung lockt eine Unternehmerinnenbrief-Urkunde, die neben dem Imagegewinn die Teilnahme an einem Patenschafts-Programm ermöglicht. So hat die Trägerin des Briefes die Chance, sich durch eine Unternehmerin oder einen Unternehmer ihrer Wahl ein Jahr lang bei praktischen Fragen des geschäftlichen Alltags unterstützen zu lassen.

U-Brief-Jury am Niederrhein
In der Expertenjury sind Vertreterinnen und Vertreter aus Kammern, Banken, Wirtschaftsförderungen, Unternehmen und Beratungseinrichtungen. Der Rat des Teams ist fachlich, unterstützend und ermutigend. Der U-Brief vergrößert für die Unternehmerinnen die Sicherheit, mit der sie ihr Vorhaben umsetzen: Die Präsentation leistet einen Check-up, die Rückmeldungen helfen bei der Entwicklung von Perspektiven. Wenn das Jury-Team übereinstimmend davon überzeugt ist, dass die Bewerberin auf einem Erfolg versprechenden Weg ist, wird das Qualitätssiegel U-Brief NRW verliehen.

Fakten rund um den Unternehmerinnenbrief
Seit Ende 2007 hat das Amt für Europaangelegenheiten der Stadt Duisburg die regionale Koordination für den Unternehmerinnenbrief NRW für die Niederrhein-Region übernommen. Innerhalb des letzten Jahres 2009/2010 bewarben sich insgesamt vier Gründerinnen, von denen sich drei für den U-Brief qualifizierten. Ausschlaggebend für die Beurteilung der Gründungskonzepte oder Expansionspläne durch die Expertenjury sind Kriterien wie das Finanzkonzept, das Marketing, die Markt- und Wettbewerbsanalyse, die Risikoanalyse, die Fachkompetenz, die persönliche Präsentation und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Gründungskonzeptes. „Der U-Brief wird an keine Unternehmerin vergeben, die nicht überzeugend ist“, davon sind die Projektkoordinatorinnen in Duisburg überzeugt. Interessierte Gründerinnen und Unternehmerinnen können sich um die landesweite Auszeichnung bewerben und sich über die nächste Auswahlrunde am Niederrhein informieren.
 

Freitag, 9. Juli 2010 - Historischer Kalender

Insolvenzverfahren Erich van Laak GmbH
In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 3345 eingetragenen Erich van Laak GmbH, Bahnhofstraße 94 - 100, 47137 Duisburg, gesetzlich vertreten durch den Geschäftsführer Jens van Laak sind die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen des vorläufigen Insolvenzverwalters festgesetzt worden (§§ 21, 63, 64 InsO

Dienstag, 6. Juli 2010 - Historischer Kalender

Online-Handel für kleine und mittlere Unternehmen
Das Internet als neuen Vertriebsweg entdecken
Veranstaltung am 8. Juli bei der IHK in Duisburg
Online-Shopping hat sich in der Wirtschaftskrise als Fels in der Brandung erwiesen. Während der stationäre Einzelhandel 2009 einen Rückgang verzeichnete, steigerte der Internet-Handel seine Umsätze kontinuierlich. Wie Unternehmen von diesem Trend profitieren und Online-Plattformen für die eigene Vermarktung nutzen können, darum geht es am 8. Juli, 15 Uhr, in der Hauptgeschäftsstelle der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve.
In der Veranstaltung „Erfolgreich handeln über eBay & Co. – Die Nutzung von Online-Märkten als zusätzlicher Vertriebsweg“ verraten erfahrene Händler Tipps und Tricks zur richtigen Platzierung von Produkten im Internet. Unter anderem erklären die Experten, wie sich die Abwicklung des Online-Geschäfts reibungslos organisieren lässt. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer eine Einführung in die rechtlichen Rahmenbedingungen, die speziell beim Internethandel gelten. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die das Internet als zusätzlichen Vertriebskanal nutzen wollen oder bereits als Online-Händler aktiv sind. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Electronic Commerce Kompetenzzentrum EC-Ruhr statt.
Informationen und Anmeldung bei der Niederrheinischen IHK: Nadine Deutschmann, Telefon 0203 2821-289, E-Mail deutschmann@niederrhein.ihk.de.

IHK-Finanzierungssprechtag am 9. Juli in Duisburg
Liquidität und Wachstumsfähigkeit sicherstellen
Termine für vertrauliche Beratungen vereinbaren
Die Konjunktur zieht wieder an, und der Kapitalbedarf bei den Unternehmen nimmt zu. Verbesserung der Liquidität, Investitionen und Erhalt der Wachstumsfähigkeit – fachkundige Beratung zu diesen Themen wird besonders stark gefragt. Konkrete Hilfe für Betriebe bei Finanzierungsfragen bietet die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve mit einem Sprechtag am Freitag, 9. Juli, in der IHK-Hauptgeschäftsstelle, Duisburg.
Das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund, die KfW-Mittel-standsbank und die Europäische Union unterstützen Unternehmen mit einer Reihe unterschiedlicher Förderprogramme. Darunter auch Programme, die durch öffentliche Bürgschaften wichtige Hilfestellung bei unzureichenden Sicherheiten geben können. Aufgrund der Vielzahl der Förderangebote verlieren viele Unternehmen schnell die Orientierung, wenn es um die Finanzierung ihres konkreten Vorhabens geht. Hier setzt der Sprechtag der IHK an, den sie in Kooperation mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes, durchführt. Experten informieren Unternehmen in vertraulichen Einzelgesprächen über die für sie in Frage kommenden Fördermöglichkeiten.
Ab sofort können Termine für die vertrauliche Beratung vereinbart werden. Nähere Information und Anmeldung zum kostenlosen IHK-Sprechtag: Rüdiger Helbrecht, Telefon 0203 2821-335 oder E-Mail helbrecht@niederrhein.ihk.de.

In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen
der im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 3345 eingetragenen Erich van Laak GmbH, Bahnhofstraße 94 - 100, 47137 Duisburg, gesetzlich vertreten durch den Geschäftsführer Jens van Laak
sind die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen des vorläufigen Insolvenzverwalters festgesetzt worden (§§ 21, 63, 64 InsO
 

NRW: Exporte im April um 17,1 Prozent höher als im Vorjahr
Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im April 2010 Waren im Wert von 12,8 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 17,1 Prozent mehr als im April 2009. Der Wert der Importe war mit 13,3 Milliarden Euro um 10,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Im Warenaustausch mit den Ländern der Europäischen Union (EU 27) fielen die Ausfuhren im April 2010 mit 8,2 Milliarden Euro um 12,3 Prozent höher aus als im April 2009. Auch der Wert der Importe aus den EU-Ländern erhöhte sich in diesem Zeitraum um 7,0 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Für den Zeitraum Januar bis April des Jahres 2010 ermittelten  die Statistiker einen Anstieg der Exportwerte um 10,6 Prozent auf 50,1 Milliarden Euro; der Wert der Importe stieg um 7,7 Prozent auf 53,6 Milliarden Euro.

 

Donnerstag, 1. Juli 2010 - Historischer Kalender

UDE: Zahlen zum Übergang zwischen Berufstätigkeit und Rente
Mehr junge Ältere arbeiten länger
Die Zahl der älteren Erwerbstätigen in Deutschland wächst. Seit 2007 ist über die Hälfte der 55- bis 64-Jährigen noch im Job; zehn Jahre zuvor waren es weniger als 40 Prozent. Das zeigt der Altersübergangs-Monitor des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Er untersucht für die Hans-Böckler-Stiftung und das Forschungsnetzwerk Alterssicherung den Übergang zwischen Erwerbsleben
und Ruhestand.
Begünstigt wird diese Entwicklung durch eine besondere demografische Konstellation: Geburtenstarke Jahrgänge beginnen, in die Gruppe der "Älteren im erwerbsfähigen Alter" (55 bis 64 Jahre) hineinzuwachsen. Hauptgrund für die steigende Zahl älterer Erwerbstätiger ist, dass sie länger am Stück beschäftigt sind und auch erst später aufhören zu arbeiten. "Der Anstieg der Alterserwerbstätigenquote ist aber nicht
gleichzusetzen mit besseren Jobchancen für Ältere", stellt der IAQ-Arbeitsmarktforscher Dr. Martin Brussig klar. Zwar seien auch das Erwerbsaustritts- und das Renteneintrittsalter in der Tendenz gestiegen, liegen aber nach wie vor unterhalb der aktuellen Regelaltersgrenze von 65 Jahren.
Zugenommen hat vor allem die Frauenerwerbsquote -- auch in der Gruppe der Älteren ab 55 Jahre. "Das liegt auch daran, dass es mehr Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung bei Frauen gibt", sagt Brussig. Was die Forscher außerdem herausfanden: In allen untersuchten Gruppen (Männer und Frauen aus Ost- und Westdeutschland) stieg die Erwerbsbeteiligung zwischen 57 und 63 Jahren deutlich; dies war in den 1990er Jahren das Alter der Frühverrentung. Besonders ausgeprägt ist
diese Entwicklung in Ostdeutschland.

NRW: Bauland war 2009 um 15,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor
Im Jahr 2009 wurden in Nordrhein-Westfalen insgesamt 6 262 Baulandverkäufe mit einer Gesamtfläche von rund sechs Millionen Quadratmetern und einem Gesamtverkaufswert von knapp 641 Millionen Euro getätigt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ergibt sich daraus rein rechnerisch ein durchschnittlicher Kaufwert von 105,86 Euro je Quadratmeter Bauland. Dieser Wert war um 14,25 Euro (15,6 Prozent) höher als im Jahr 2008 (damals: 91,61 Euro je Quadratmeter).
Obwohl die Zahl der Baulandverkäufe um 258 Fälle (+4,3 Prozent) höher war als im Vorjahr, verringerte sich die veräußerte Fläche um 1,6 Millionen Quadratmeter (-20,5 Prozent) und die Kaufsumme sank um 56 Millionen Euro (-8,1 Prozent).
In die Statistik der Baulandverkäufe fließen nur die von den Grunderwerbsteuerstellen der Finanzämter gemeldeten Daten über durch Kauf erworbene unbebaute Grundstücke von mindestens 100 Quadratmetern Größe ein, soweit die Grundstücke in den Baugebieten der Gemeinden liegen und somit Baulandeigenschaft besitzen.

Mai 2010: Erwerbstätigkeit steigt wieder an
Im Mai 2010 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 40,2 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren 60 000 Personen oder 0,1% mehr als im Mai 2009. Die Zahl der Erwerbstätigen lag damit erstmals seit zwölf Monaten wieder über dem entsprechenden Vorjahresergebnis, nachdem sich der Rückgang der Erwerbstätigkeit in den vorangegangenen sechs Monaten bereits kontinuierlich abgeschwächt hatte.
Im Vergleich mit dem Vormonat April 2010 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Mai 2010 im Zuge der anhaltenden Frühjahrsbelebung um 147 000 Personen (+ 0,4%). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausblendung üblicher jahreszeitlich bedingter Schwankungen, ergab sich gegenüber April 2010 ein Plus von 61 000 Personen (+ 0,2%).
Die Jahresergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse, unter anderem die Zahl der Erwerbslosen nach international vergleichbarem Konzept, können im Internet unter http://www.destatis.de, Pfad: Themen --> Arbeitsmarkt --> ILO-Arbeitsmarktstatistik abgerufen werden. An dieser Stelle stehen auch ausführliche methodische Hinweise zur ILO-Arbeitsmarktstatistik sowie zur Arbeitskräfteerhebung beziehungsweise zum Mikrozensus zur Verfügung.

 
Pkw-Bestand in NRW seit 1950 um das 65-fache gestiegen
 Der Pkw-Bestand in Nordrhein-Westfalen ist seit 1950 (damals 134 000) um das 65-fache auf 8,8 Millionen Fahrzeuge (2009) gestiegen. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, teilten sich 1950 rein rechnerisch 32 Erwerbstätige einen Pkw, während im vergangenen Jahr ebenfalls rechnerisch etwa jeder Erwerbstätige einen Pkw besaß.
Die Zunahme der Mobilität (Pkw je Erwerbstätige) ging in der Vergangenheit mit einem stetigen Wachstum der Wirtschaft einher. So erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen von 1950 bis 2009 in jeweiligen Preisen von 2 944 Euro auf 60 152 Euro um das 20-fache.
Da das Kraftfahrtbundesamt bis 2007 immer die Pkw-Bestände einschließlich stillgelegter Fahrzeuge ausgewiesen hat, sind die Ergebnisse ab 2008 nicht mit denen früherer Jahre vergleichbar. (IT.NRW)