Archiv August - September 2010

Aus Wirtschaft und Finanzwelt
Donnerstag, 30. September 2010 - Historischer Kalender

August 2010: Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu
Wie das Statistische Bundesamtes mitteilt, hat die Zahl der Erwerbstätigen im August 2010 in Deutschland zugenommen. Nach ersten vorläufigen Berechnungen waren im Berichtsmonat August 2010 rund 40,3 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren 196 000 Personen oder 0,5% mehr als im August 2009. In den Vormonaten Mai, Juni und Juli 2010 hatte die Zahl der Erwerbstätigen um 0,2%, 0,3% und 0,4% über dem entsprechenden Vorjahresergebnis gelegen. Die positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit hat sich damit weiter fortgesetzt.
Im Vergleich mit dem Vormonat Juli wuchs die Zahl der Erwerbstätigen im August 2010 um 82 000 Personen (0,2%). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausblendung üblicher jahreszeitlich bedingter Schwankungen, ergibt sich gegenüber dem Vormonat Juli 2010 ein leichtes Plus von 2 000 Personen.

Öffentliches Finanzierungsdefizit stieg im ersten Halbjahr 2010 auf 59,7 Milliarden Euro
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis vorläufiger Ergebnisse der vierteljährlichen Kassenstatistik mitteilt, betrug das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte einschließlich Extrahaushalte - in Abgrenzung der Finanzstatistik - im ersten Halbjahr 2010 rund 59,7 Milliarden Euro. Es war damit um knapp 2,0 Milliarden Euro höher als im ersten Halbjahr 2009. Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte blieben mit 498,2 Milliarden Euro nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau. Die öffentlichen Ausgaben stiegen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht um 0,3% auf 557,4 Milliarden Euro.

Beim Bund führten im ersten Halbjahr 2010 steigende Ausgaben (+ 5,1%) und ein geringer Einnahmenzuwachs (+ 0,4%) zu einem Anstieg des kassenmäßigen Finanzierungsdefizits auf 36,8 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2009. Von diesem Betrag entfielen 4,9 Milliarden Euro auf die Extrahaushalte des Bundes Finanzmarktstabilisierungs- und Investitions- und Tilgungsfonds, der jedoch um 9,6 Milliarden Euro geringer als im ersten Halbjahr 2009 war. Auch die Gemeinden und Gemeindeverbände wiesen im ersten Halbjahr 2010 aufgrund gestiegener Ausgaben (+ 4,3%) bei stagnierenden Einnahmen (- 0,2%) mit 7,8 Milliarden Euro ein höheres Finanzierungsdefizit als im ersten Halbjahr 2009 aus.
Dagegen verringerte sich das Finanzierungsdefizit der Länder im Berichtszeitraum auf 12,0 Milliarden Euro und das der Sozialversicherung auf 3,0 Milliarden Euro.

Das im Berichtszeitraum in der Summe nahezu unveränderte Einnahmenniveau der öffentlichen Haushalte entwickelte sich im Einzelnen unterschiedlich: Während im ersten Halbjahr 2010 die Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben (- 0,5% auf 442,3 Milliarden Euro) gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 leicht rückläufig waren, stiegen die Einnahmen aus Gebühren und Entgelten um 6,4% auf 16,4 Milliarden Euro. Die Einnahmen des Bundes aus der Frequenzversteigerung für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten in Höhe von knapp 4,4 Milliarden Euro führten zu einem starken Zuwachs bei den Einnahmen aus Vermögensveräußerungen, die sich auf 8,9 Milliarden Euro summierten.

Die aus wirtschaftlicher Tätigkeit erzielten Einnahmen waren dagegen mit 10,7 Milliarden Euro um 15,9% niedriger als im ersten Halbjahr 2009.

Im ersten Halbjahr 2010 standen steigenden öffentlichen Ausgaben unter anderem für Personal (+ 2,8% auf 107,4 Milliarden Euro), laufenden Sachaufwand (+ 5,1% auf 135,8 Milliarden Euro), soziale Leistungen (+ 2,9% auf 192,1 Milliarden Euro), Sachinvestitionen (+ 7,6% auf 14,7 Milliarden Euro) und Zinsen (+ 1,7% auf 34,4 Milliarden Euro) stark rückläufige Ausgaben für den Beteiligungserwerb (- 72,0% auf 6,8 Milliarden Euro) gegenüber. Dies betraf vor allem den Finanzmarktstabilisierungsfonds (- 9,9 Milliarden Euro) und die Länder (- 6,6 Milliarden Euro), die im ersten Halbjahr 2009 hohe Kapitalzuführungen des Freistaates Bayern an die Bayerische Landesbank enthielten.

Ausgaben/Einnahmen Insgesamt 1) darunter:
Bund 1) Länder 1) Gemeinden/
Gemeindeverbände
2)
1) Einschließlich Extrahaushalte.
2) Bei Vorjahresvergleichen ist die verstärkte Doppikeinführung auf kommunaler Ebene zu berücksichtigen.
3) Einschließlich Saldo der haushaltstechnischen Verrechnungen. Der Finanzierungssaldo in Abgrenzung der Finanzstatistik ist nicht identisch mit dem Finanzierungssaldo des Staates der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.
Bereinigte Ausgaben
2010
557,4 178,3 144,9 84,7
2009
555,9 169,6 148,3 81,2
Bereinigte Einnahmen 
2010
498,2 141,5 132,9 76,8
2009
498,1 140,9 132,8 77,0
Zinsausgaben
2010
34,4 20,1 12,3 1,9
2009
33,8 18,9 12,7 2,0
Finanzierungssaldo 3)
2010
– 59,7 – 36,8 – 12,0 – 7,8
2009
– 57,7 – 28,7 – 15,5 – 4,2

1) Einschließlich Extrahaushalte.
2) Bei Vorjahresvergleichen ist die verstärkte Doppikeinführung auf kommunaler Ebene zu berücksichtigen.
3) Einschließlich Saldo der haushaltstechnischen Verrechnungen. Der Finanzierungssaldo in Abgrenzung der Finanzstatistik ist nicht identisch mit dem Finanzierungssaldo des Staates der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Mittwoch. 29. September 2010 - Historischer Kalender

Umbau der Konzernspitze vollendet: Marcus Wittig leitet künftig das Finanzressort der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft
Mit der Bestellung von Marcus Wittig zum Finanz-Geschäftsführer der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) vollenden Aufsichtrat und Geschäftsführung die Umbildung an der Konzernspitze des Duisburger Multidienstleistungsunternehmens. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Aufsichtsgremium in seiner gestrigen Sitzung. Der 38-jährige wird die neue Position Anfang nächsten Jahres besetzen.
„Mit dieser Entscheidung kann die DVV konsequent ihren Kurs der Neupositionierung als Multidienstleistungsunternehmen fortsetzen und den weiteren Ausbau der Geschäftsfelder Versorgung, Mobilität, Services sowie IT und Telekommunikation vorantreiben“, sagt Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, Aufsichtsratsvorsitzender der DVV.
Notwendig wurde die Einrichtung eines eigenständigen Finanzressorts durch die komplexer werdende Unternehmensstruktur der Holding. Die Tochtergesellschaften des Konzerns, darunter beispielsweise die Stadtwerke Duisburg AG(SWDU AG), die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) und die octeo Multiservices GmbH, agieren mittlerweile in zahlreichen Markt- und Wettbewerbssituationen, auch außerhalb Duisburgs. Auch die zunehmende Vernetzung einzelner Unternehmen in Kooperationen verlangt nach einer eigenständigen finanzwirtschaftlichen Steuerung aller Unternehmensaktivitäten aus der Konzernspitze heraus. „Den erfolgreichen Kurs des Unternehmens müssen wir angesichts der erkennbaren Herausforderungen in den Märkten auch durch eine Straffung in der Organisations- und Führungsstruktur begegnen“, sagt Dr. Hermann Janning, Vorsitzender der Geschäftsführung der DVV.

Die Unternehmensstrategie der DVV und ihrer Tochtergesellschaften führte in den letzten Jahren zu einer positiven Geschäftsentwicklung. Durch die konsequente Bündelung der Querschnittsfunktionen, die Trennung von Steuerungs- und Servicefunktionen sowie durch den Ausbau der Geschäftstätigkeiten und die Nutzung von Synergiepotenzialen in Kooperationen konnte der kommunale Haushalt wesentlich entlastet werden: Bei einem Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden Euro stieg der Außenumsatz des Konzerns von 726,5 Millionen Euro (2008) auf 835,7 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 3,4 Millionen Euro auf 7,5 Millionen Euro. Der erfolgreiche Konsolidierungskurs zeigt sich insbesondere beim Einzelabschluss der Holding. Sie konnte ihren Verlust von 14,6 Millionen Euro (2008) auf 7,9 Millionen Euro (2009) nahezu halbieren. Ziel ist es, mit Ablauf des Geschäftsjahres 2012 eine „schwarze Null“ zu erreichen.

Die DVV-Spitze besteht ab Januar nächsten Jahres aus dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Dr. Hermann Janning, zugleich Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG, dem Vorstandsvorsitzenden der DVG, Klaus Siewior, der in der Holding das Geschäftsfeld Mobilität verantwortet, dem Personalgeschäftsführer David Karpathy und aus Marcus Wittig, der für das Finanzressort verantwortlich zeichnen wird. Marcus Wittig beschreibt den Zuschnitt des neuen Finanzressorts: „Hier werden wir künftig die Felder Bilanzpolitik, Finanzierung, Grundsätze des Rechnungswesens, betriebswirtschaftliche Instrumente und Controlling bündeln und die Serviceeinheiten sowie die kaufmännischen Dienstleistungen steuern.“

Da eine holdingweite Zuständigkeit für den Bereich Technik zukünftig wegen der unterschiedlichen Geschäftsfelder immer weniger sinnvoll ist, werden die Führungsverantwortungen in die Vorstände der Tochtergesellschaften Stadtwerke Duisburg AG und Duisburger Verkehrsgesellschaft AG planmäßig verlagert.
So wird Dr. Edmund Baer, Technik-Vorstand der Stadtwerke Duisburg AG, diesen Bereich weiterhin leiten und zudem die strategische Steuerung aller Unternehmensaktivitäten der SWDU AG sowohl im Bereich der erneuerbaren Energien als auch mit Blick auf intelligente Technologien bündeln. Baer: „Die erneuerbaren Energien müssen mit dem Kernbereich der klassischen Stromerzeugung zusammengeführt und ausgebaut werden, um auch mit einem ökologisch orientierten Energiemix eine sichere und zuverlässige Stromversorgung anbieten zu können. Darüber hinaus gilt es, den technologischen Wandel, beispielsweise mit Blick auf intelligente Zähler- und Steuerungssysteme, zu gestalten.“ In der DVG verantwortet Klaus-Peter Wandelenus den Technik-Bereich seit 1. Januar 2008.
Marcus Wittig ist seit 2007 in der DVV beschäftigt, 2008 übernahm er als Bereichleiter die „Strategischen Finanzen“. Innerhalb des Konzerns ist er zudem kaufmännischer Geschäftsführer von drei Tochtergesellschaften. Vor seinem Eintritt in die DVV arbeitete der 38-jährige für das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG, davor im Bereich der Finanzverwaltung NRW. Wittig lebt in Neuss.

Die Entwicklung des Duisburger Hauptbahnhof-Vorplatzes
Multi Development steigt groß ein für das neue Firmendomizil am neuen Hauptbahnhofsdeckel
Duisburg, September 2010 - Wenn Ende des Jahres 2010 der Mercatortunnel (Überdeckelung) fertiggestellt sein wird, beginnt die endgültige Entwicklung des Vorplatzes am Hauptbahnhof, aber auch die Bauphase für den neuen Firmensitz von Multi e Das Unternehmen möchte nach der Verlagerung des Firmensitzes von Düsseldorf ins Neudorfer Tectrum dann das eigene Firmengebäude mit Nachbar-Immobilie erstellen. Baubeginn soll im Frühjahr 2010 sein, wenn der Deckel über die A59 liegt.
Zwischen Königstraße und Hauptbahnhof wird ein aus drei Blöcken bestehendes Objekt gebaut, wobei ein Block der Firmensitz sein wird, die anderen stehen zur Vermietung an. Die drei Blöcke sollen durch gläserne Atrien verbunden sein. Im Erdgeschoss zur Königstraße hin wird Einzelhandelsfläche angeboten, Gastronomie und eine Kindertagessstätte sind ebenfalls geplant. Insgesamt sollen mit rund 40 Millionen Euro Investitionsmittel mehr als 12 000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Kostenpunkt: Rund 40 Millionen Euro.

Entlang des Hoilt-Hochhauses soll ein Hotel gebaut werden. Der rund 300 Meter lange Deckel über den Vorplatz sollen dann von "Inseln" der unterschiedlichsten Art belebt werden. Diese Inseln bieten Gastronomisches, aber auch Informationen oder Erinnerungen bzw. auch ein Mahnmal oder Kunstwerk.
 

Freitag, 24. September 2010 - Historischer Kalender

Weichenstellungen bei der Stadtwerke Duisburg AG: Johannes Gösling leitet künftig neues Vorstandsressort Vertrieb
Die Stadtwerke Duisburg AG (SWDU AG) setzt ihre auf Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie konsequent weiter fort. In seiner gestrigen Sitzung bestätigte der Aufsichtsrat den Kurs des Unternehmens, indem er Johannes Gösling zum Vertriebsvorstand ernannte. Der 50-jährige wird Anfang Januar 2011 auf die neu geschaffene Vorstandsposition aufrücken.
„Mit dieser Entscheidung stärken wir die Vertriebsposition und tragen den veränderten Markt- und Wettbewerbsbedingungen Rechnung“, sagt Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Hermann Janning, sieht in der Entscheidung des Aufsichtsgremiums eine Weichenstellung für die Entwicklungsperspektiven des Energieversorgers: „Die Stadtwerke Duisburg AG beschränkt sich längst nicht mehr auf den Markt Duisburg. Mit der Präsenz der bundesweiten Online-Marke Rheinpower und dem Ausbau des Gewerbekunden-Geschäftes sind wir bereits außerhalb der Grenzen Duisburgs tätig. Auch orientiert sich die Erzeugungsstrategie der eigenen Kraftwerkskapazitäten nicht mehr am Eigenbedarf des Stadtgebietes. Vielmehr sollen die Kapazitäten künftig verstärkt an der Energiebörse vermarktet werden.“

Janning, auf dessen Pläne die Neuausrichtung im Vorstand zurückgeht, sieht das Unternehmen gut gerüstet, auch zukünftige Herausforderungen anzunehmen. „Der Markt- und Wettbewerbssituation gilt es, sowohl effiziente Strukturen als auch geeignete Strategien entgegen zu setzen. Zudem werden wir weiter die Möglichkeiten von Kooperationen mit anderen Energieversorgungsunternehmen ausloten. Weiterhin ist der konsequente Ausbau der Vertriebsaktivitäten von zentraler Bedeutung: Er bildet einerseits die Grundlage für eine kundenorientierte Preispolitik, andererseits eröffnet uns die erfolgreiche Vermarktung der eigenen Erzeugungskapazitäten die notwendige Grundlage für Investitionen im Unternehmen, beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien.“

Im neuen Ressort von Johannes Gösling werden künftig alle vertriebsorientierten Unternehmensaktivitäten einschließlich des Energiehandels gebündelt werden. „Das lokale Kerngeschäft und die Positionierung als Service- und Qualitätsanbieter für die Duisburger Kunden steht nach wie vor im Fokus“ sagt Gösling. „Aus unternehmerischer Sicht müssen wir zudem die Wachstumsmöglichkeiten außerhalb Duisburgs weiter vorantreiben und auch unsere Produktangebote für neue Märkte ergänzen. Auch werden wir uns neuen Vertriebspartnerschaften öffnen.“

Das zusätzliche Vorstandsressort wird auch von der Mitbestimmung begrüßt: „Die Wettbewerbsfähigkeit hat für uns höchste Priorität“, sagt Axel Prasch, Betriebsratsvorsitzender der SWDU AG. „Wir unterstützen daher den eingeschlagenen Kurs, steht er doch für eine Stärkung des Unternehmens und vor allen Dingen für eine zukunftsweisende Ausrichtung der Stadtwerke.“ Prasch ergänzt: „Der unternehmerische Erfolg ist der beste Garant für Arbeitsplatzsicherheit und für die Attraktivität eines Arbeitgebers.“ Prasch leitete die gestrige Aufsichtsratssitzung in seiner Funktion als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Er vertrat den derzeit erkrankten Oberbürgermeister.

Der Aufsichtsrat beschloss gestern zudem die Wiederbestellung von Dr. Hermann Janning zum Vorstandsvorsitzenden der SWDU AG, der nun bis Ende 2014 an der Spitze des Unternehmens stehen wird. Auch eine formale Personalie stand auf der Agenda des Gremiums: Der Leiter der Unternehmensentwicklung, Ulrich Sigel, zeichnet künftig als Generalbevollmächtigter der Stadtwerke Duisburg verantwortlich.

Der Vorstand der Stadtwerke Duisburg AG setzt sich ab Januar nächsten Jahres aus Dr. Hermann Janning (Vorstandsvorsitzender), Dr. Edmund Baer (Vorstand Technik) und Johannes Gösling (Vertrieb) zusammen. Die Position „Bereichsleiter Vertrieb“ wird nicht neu besetzt.
Johannes Gösling ist als Bereichsleiter Vertrieb seit 2007 bei der Stadtwerke Duisburg AG beschäftigt. Zuvor arbeitete Gösling bei der Shell Direct GmbH und verantwortete dort das deutsche Handelsgeschäft. Leitende Tätigkeiten bei der DEA Mineraloel AG und Klüber Lubrication KG München kennzeichnen weitere berufliche Stationen. Der 50-jährige ist verheiratet und lebt mit seiner Frau derzeit noch in Düsseldorf und hat drei Kinder. Neben seiner Position als Vertriebschef der SWDU AG ist Gösling Geschäftsführer der Rhein-Ruhr-Partner Gesellschaft für Energiehandel mbH, der Energiehandelstochter der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.
 

Mittwoch, 22. September 2010 - Historischer Kalender

Baupreise in NRW um 1,8 Prozent höher als vor einem Jahr
Der Baupreisindex für Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk) in Nordrhein-Westfalen erreichte im August 2010 einen Indexstand von 113,6 Punkten (berechnet auf der Basis des Jahres 2005 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren Bauleistungen damit um 1,8 Prozent teurer als im August 2009.
Dabei zogen die Preise für Rohbauarbeiten (+2,2 Prozent) u. a.
aufgrund höherer Kosten für Gerüstbau sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten überdurchschnittlich an und erhöhten sich damit so stark wie seit November 2008 nicht mehr (+2,7 Prozent). Die personalintensiveren Ausbauarbeiten verteuerten sich gegenüber August 2009 um 1,5 Prozent. Gegenüber Mai 2010 stieg der Preisindex für Bauleistungen am Bauwerk um 0,4 Prozent.

Gegenüber August 2009 erhöhte sich der Baupreisindex bei Wohngebäuden (Ein- und Zweifamilienhäuser: +1,8 Prozent;
Mehrfamilienhäuser: +1,9 Prozent) ähnlich stark wie bei Nichtwohngebäuden (Bürogebäude: +1,8 Prozent; gewerbliche
Betriebsgebäude: +1,9 Prozent). Die Preise für Bauleistungen im Straßenbau verteuerten sich um 1,1 Prozent, während die Preise für Schönheitsreparaturen in Wohnungen binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent anstiegen. (IT.NRW)
 

Montag 20. September 2010 - Historischer Kalender

So kann`s gehen: Bürgerentscheid stoppt ECE-Centerprojekt
Die ECE Projektentwicklung kann ihr im Zentrum von Siegburg bei Bonn geplantes Shoppingcenter-Projekt nicht realisieren. Bei einem Bürgerentscheid sprach sich eine deutliche Mehrheit der Wähler gegen den Abriss des Rathauses und damit gegen das 15.000 m² große Einkaufszentrum aus, das auf dem Rathausareal und dem benachbarten Allianz-Parkplatz errichtet werden sollte. 9.905 Bürger stimmten gegen den Abriss, eine Mehrheit von mindestens 6.275 Stimmen hätte bereits ausgereicht. Die Sperrwirkung des Bürgerentscheides gilt für zwei Jahre. Nun sollen Verhandlungen über dezentral gelegene Alternativkonzepte beginnen, wie sie von den Initiatoren des Bürgerentscheids gefordert wurden.

1. Halbjahr 2010: Täglich 30 Millionen Fahrten mit Bussen und Bahnen
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes  nutzten im ersten Halbjahr 2010 fast 5,4 Milliarden Fahrgäste den Linienverkehr mit Bussen und Bahnen in Deutschland. Das sind durchschnittlich 30 Millionen Fahrten am Tag. Im Nahverkehr (5,3 Milliarden Fahrgäste) wurden je Fahrt durchschnittlich 9,3 Kilometer und im Fernverkehr (61 Millionen Reisende) 290 Kilometer zurückgelegt. Die Beförderungsleistung - als Produkt aus den beförderten Personen und der Fahrtweite - lag damit bei 67,0 Milliarden Personenkilometern.
Das Fahrgastaufkommen (+ 0,3%) und die Beförderungsleistung (- 0,0%) blieben im Liniennahverkehr insgesamt gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 relativ konstant. Die Entwicklung des Bundesergebnisses für die jeweiligen Verkehrsmittel wurde allerdings durch Sonderfaktoren im Land Berlin beeinflusst (rund 12% aller Fahrgäste im Liniennahverkehr in Deutschland werden von Berliner Unternehmen befördert). Dort führten insbesondere ab dem zweiten Halbjahr 2009 Kapazitätseinschränkungen im Eisenbahnnahverkehr zur verstärkten Nutzung von Omnibussen und Straßenbahnen.

In der Summe der anderen fünfzehn Bundesländer setzte sich der beständig leichte Zuwachs der letzten Jahre weiter fort. Hier stieg die Fahrgastzahl im ersten Halbjahr 2010 im Straßen-, Stadt- und U-Bahnverkehr um 1,3% und im Eisenbahnverkehr um 1,0%; im Omnibusverkehr (- 0,1%) blieb das Fahrgastaufkommen nahezu unverändert.
Im Linienfernverkehr fuhren rund 60 Millionen Reisende (+ 1,9%) mit Eisenbahnen und 900 000 Reisende mit Omnibussen (- 6,4%).
Die Angaben stammen von den rund 870 größeren Unternehmen im Liniennahverkehr mit Bussen und Bahnen und im Linienfernverkehr mit Bussen, die mindestens 250 000 Fahrgäste im Jahr beförderten, sowie von allen Unternehmen mit Eisenbahnfernverkehr.

Freitag 17. September 2010 - Historischer Kalender

NRW-Industrie: Produktion im Juli um 12,8 Prozent höher als im Vorjahr
Der nordrhein-westfälische Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe (einschl. Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) erreichte im Juli 2010 einen Indexwert von 104,8 Punkten (Basisjahr 2005 = 100, arbeitstäglich- und saisonbereinigt) und war damit um 12,8 Prozent höher als im Juli 2009. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, stieg die Produktionsleistung gegenüber dem Vormonat (Juni 2010)- nach Saisonbereinigung - um 1,5 Prozent.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat war die Entwicklung im Juli 2010 in allen Wirtschaftsbereichen positiv: Die Hersteller von Vorleistungsgütern meldeten eine Produktionssteigerung um 16,3 Prozent. Die Zuwächse bei Gebrauchsgütern (+8,6 Prozent), Investitionsgütern (+8,5 Prozent) und Verbrauchsgütern (+3,4 Prozent) waren dagegen moderater.
Mit dem Übergang auf das Berichtsjahr 2010 wurde in die Berechnung des Produktionsindex eine Saison- und arbeitstägliche Bereinigung nach dem Census-X-12-Verfahren eingeführt. Die laufenden Ergebnisse ab Januar 2010 können daher nur begrenzt mit den Daten früherer Publikationen verglichen werden. (IT.NRW)

 

Dienstag 14. September 2010 - Historischer Kalender

Niederlande weiterhin wichtigster Handelspartner der NRW- Wirtschaft
Die Niederlande waren im ersten Halbjahr 2010 wichtigstes Abnehmerland Nordrhein-Westfalens: Es wurden Waren im Wert von 8,3 Milliarden Euro (gegenüber
Vorjahreszeitraum: +9,6 Prozent) dorthin exportiert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, folgten Frankreich (7,4 Mrd. Euro; +13,8
Prozent) und das Vereinigte Königreich (5,0 Mrd. Euro; +20,2
Prozent) auf den Plätzen zwei und drei. Alle EU-Länder (EU 27) zusammen nahmen Waren im Wert von 51,0 Milliarden Euro ab, das waren etwa zwei Drittel der gesamten NRW-Exporte.

Auch bei den Importen führten von Januar bis Juni 2010 die Niederlande mit beachtlichem Vorsprung die Rangliste der wichtigsten Lieferländer NRWs an: NRW bezog von dort Waren im Wert von knapp 13,7 Milliarden Euro (+21,5 Prozent). Auf den nächsten Plätzen rangierten die Volksrepublik China (7,5 Mrd.
Euro; +25,1 Prozent), Belgien (5,8 Mrd. Euro; +12,3 Prozent) und Frankreich (5,8 Mrd. Euro; +5,7 Prozent). Nahezu zwei Drittel der NRW-Importe kamen aus EU-Ländern.

Großhandelspreise August 2010: + 6,4% gegenüber August 2009
Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2010 um 6,4% über dem Stand von August 2009. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit August 2008 (+ 6,8% gegenüber August 2007). Im Juli 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 5,3% und im Juni 2010 + 5,1% betragen. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2010 stiegen die Großhandelspreise im August um 1,6%.

Insbesondere im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug erhöhten sich die Preise im August 2010 gegenüber August 2009 mit + 21,1% deutlich. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2010 stiegen sie um 0,6%. Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen verteuerten sich im August 2010 die Güter gegenüber August 2009 um 9,2% und im Vergleich zum Vormonat Juli 2010 um 2,8%.

In der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor waren im August 2010 auf Großhandelsebene Getreide, Saatgut und Futtermittel im Vergleich zum August 2009 deutlich teurer (+ 39,3%). Im August 2010 kosteten diese Produkte 21,5% mehr als im Juli 2010. Obst, Gemüse und Kartoffeln waren im Vergleich zum August 2009 um 11,7% teurer. Gegenüber Juli 2010 fielen die Preise um 0,2%. Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette verteuerten sich im Vergleich zum August 2009 um 9,6%. Hier war gegenüber Juli 2010 ein Preisanstieg um 0,6% zu verzeichnen.

NRW: 2,7 Prozent mehr Wohnungen genehmigt
Im ersten Halbjahr 2010 genehmigten die nordrhein- westfälischen Bauämter den Bau von insgesamt 16 469 Wohnungen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (Januar bis Juni
2009: 16 031 Wohnungen). 14 575 Wohnungen (+5,3 Prozent) sollten in neuen Wohngebäuden und 1 623 (-11,4 Prozent) durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden (z. B. Ausbau von Dachgeschossen) entstehen. In neuen "Nichtwohngebäuden" (gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen) waren weitere 213 (-40,2 Prozent) Wohnungen geplant.
Die höchste Zahl an Baugenehmigungen (5 946 Wohnungen) verbuchten die Statistiker für den Regierungsbezirk Köln, wo mit einem Plus von 31,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 auch der höchste Zuwachs zu verzeichnen war. Ebenfalls ein Plus konnte für den Regierungsbezirk Münster (+2,4 Prozent) verzeichnet werden. Rückgänge waren hingegen bei den Baugenehmigungen in den Regierungsbezirken Düsseldorf (-6,8 Prozent), Arnsberg (-15,7 Prozent) und insbesondere im Regierungsbezirk Detmold
(-20,2 Prozent) zu beobachten. (IT.NRW)

Donnerstag 9. September 2010 - Historischer Kalender

"Penny-Markt-Kette" bemüht sich um neuen Standort auf "Blöcher"-Gelände am Sternbuschweg und will abgebrannten Markt an der Karl-Lehr-Straße wieder aufbauen
Neubau eines SB-Marktes und Umbau der Kfz-Werkstatt zu einer Bäckereiverkaufsstelle und Getränkemarkt mit 86 Stellplätzen, Sternbuschweg 112 - 114, 47057 Duisburg (Az.: BN 2010-0184)

So lautet die offizielle Vorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung Mitte für den 9. September.  Der Markt soll rudn 800 Quadratmeter Verkaufsfläche erhalten.

Am Dienstag, 10. August 2010 hatte es einen Brand im Penny-Markt/gegeben. Der Markt in unmittelbarer Nähe des Tunnels an der Karl-Lehr-Straße brannte völlig aus.
Nach dem Stand der Ermittlungen gehen Staatsanwaltschaft und das ermittelnde Brand-Kommissariat von einer Brandstiftung aus.

Nach Auskunft der Kölner Geschäftsführung heuet soll nach Aufarbeitung des Brandes durch die Versicherung der 700 Quadratmeter große Markt wieder aufgebaut werden. Der Markt an der Karl-Lehr-Straße hatte nach Angaben der Geschäftsführung mnit guten Umsatzzahlen aufwarten können. Grundstückseigentümer ist ein dänischer Fonds, der Projektentwickler jemand, der für die Hellmich-Gruppe schon mehrere Projekte umgesetzt hat. haje

Verbraucherpreise August 2010: + 1,0% gegenüber August 2009
Inflationsrate leicht rückläufig
Der Verbraucherpreisindex für Deutschland lag im August 2010 um 1,0% höher als im August 2009. Der Preisauftrieb hat sich damit im August 2010 wieder etwas abgeschwächt. Im Juli 2010 hatte die Inflationsrate gemessen am Verbraucherpreisindex noch bei + 1,2% gelegen. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von zwei Prozent wird im August 2010 weiterhin unterschritten. Im Vergleich zum Vormonat Juli blieb der Verbraucherpreisindex unverändert (± 0,0%). Die Schätzung für August 2010 wurde damit bestätigt.

Energie verteuerte sich im August 2010 insgesamt um 2,5% gegenüber August 2009, insbesondere die Preise für Mineralölprodukte liegen mit + 7,3% deutlich über dem Vorjahresniveau (davon leichtes Heizöl: + 15,6%; Kraftstoffe: + 5,3%). Die Preise für Nahrungsmittel stiegen ebenfalls überdurchschnittlich um 2,8% binnen Jahresfrist an, auffällig starke Preisanstiege wurden bei saisonabhängigen Nahrungsmitteln (frisches Obst und Gemüse, frischer Fisch) mit 11,8% beobachtet. Ohne Berücksichtigung der Energie und der Nahrungsmittel, die zusammen knapp 20 Prozent der Ausgaben privater Haushalte umfassen, hätte die Inflationsrate im August 2010 bei 0,7% gelegen.
Bei den Energieprodukten wurden im August 2010 neben dem erheblichen Preisanstieg bei Mineralölprodukten gegenüber August 2009 auch bei Strom ein Preisanstieg ermittelt (+ 3,3%). Gas (? 4,1%) sowie Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (? 6,8%) kosteten dagegen weniger als ein Jahr zuvor.

Bei der Teuerung der Nahrungsmittel war im August 2010 neben den höheren Preisen bei den saisonabhängigen Nahrungsmitteln vor allem der starke Preisanstieg bei Speisefetten und -ölen (+ 16,5%) auffällig, der von der außergewöhnlichen Preisentwicklung bei Butter bestimmt wird. Konsumenten mussten im August 2010 binnen Jahresfrist in Folge sukzessiver Preiserhöhungen der letzten Monate erheblich mehr für Butter (+ 41,9%) zahlen. Etwas günstiger waren dagegen Süßwaren (? 1,9%; darunter Zucker: ? 12,7%) sowie Brot- und Getreideerzeugnisse (? 0,4%).
Die Preise für Waren erhöhten sich binnen Jahresfrist im Durchschnitt um 1,2%, Preise für Dienstleistungen im gleichen Zeitraum um 0,8%. In beiden Gütergruppen wurden jedoch gegenläufige Preisentwicklungen beobachtet (zum Beispiel Verbrauchsgüter: + 2,0%; langlebige Gebrauchsgüter: ? 0,4% sowie Nettokaltmieten: + 1,1%; Pauschalreisen: ? 1,0%).
Veränderung im August 2010 gegenüber dem Vormonat Juli 2010 Im Vergleich zum Vormonat Juli blieben die Preise im August 2010 insgesamt stabil. Im Einzelnen wurden binnen Monatsfrist unterschiedliche Preisbewegungen ermittelt: Typisch für die Jahreszeit war der saisonbedingte Preisrückgang bei einigen Obstsorten (insbesondere Weintrauben: ? 22,1%; Bananen: ? 9,8%) und Gemüse (? 4,0%; darunter Kartoffeln: ? 4,8%). Dagegen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im August 2010 gegenüber dem Vormonat Juli in Folge des allmählichen Übergangs von der Sommer- auf die Herbst-Winterkollektion durchschnittlich um 2,2% höhere Preise für Bekleidung zahlen.

Bei den Energieprodukten wurde im August 2010 gegenüber dem Vormonat Juli ein leichter Preisrückgang beobachtet (? 0,2%; darunter leichtes Heizöl: ? 0,2%; Kraftstoffe: ? 0,9%). Günstiger entwickelten sich auch die Nahrungsmittelpreise (? 0,9% gegenüber Juli 2010). Neben den saisonalen Preisrückgängen vor allem bei Obst und Gemüse wurden bei Nahrungsmitteln im August 2010 gegenüber dem Vormonat Juli jedoch auch Preiserhöhungen insbesondere bei Speisefetten und -ölen (+ 0,9%) sowie bei Fisch und Fischwaren (+ 0,8%) ermittelt.
Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im August 2010 um 1,0% höher als im August 2009. Im Vergleich zum Vormonat Juli stieg der Index 0,1%. Die Schätzung für den HVPI vom 27. August 2010 wurde damit leicht nach oben korrigiert.

Verarbeitendes Gewerbe Juli 2010: Umsatz saisonbereinigt - 0,9% zum Vormonat
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe nach vorläufigen Angaben im Juli 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,9% gegenüber Juni 2010 zurück (nach revidiert - 0,5% im Juni 2010 gegenüber Mai 2010). Der Inlandsumsatz fiel im Juli 2010 um 1,2% gegenüber dem Vormonat Juni, die Erlöse im Geschäft mit ausländischen Abnehmern nahmen um 0,5% ab. Der Absatz in die Eurozone sank dabei um 1,1%, der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 0,1%.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige fiel der preisbereinigte Umsatz im Juli 2010 mit 5,4% gegenüber Juni 2010 am stärksten bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Dabei verringerten sich der Inlandsumsatz um 1,2% und der Auslandsumsatz um 7,8%. Dagegen setzten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen 5,8% mehr um (Inlandsumsatz + 3,7%, Auslandsumsatz + 8,2%). Im Maschinenbau nahm der Umsatz um 2,2% zu (Inland - 0,6%, Ausland + 3,9%).
Im Vergleich zum Juli 2009 war der preis- und arbeitstäglich bereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Juli 2010 um 9,9% höher (nach revidiert + 10,6% im Juni 2010 gegenüber Juni 2009). Das Geschäft mit inländischen Abnehmern stieg im Juli 2010 gegenüber Juli 2009 um 7,7%, der Auslandsumsatz um 12,7%. Dabei erhöhten sich der Absatz in die Eurozone um 8,6% und der Umsatz im Geschäft mit dem restlichen Ausland um 15,8%.
Kumuliert von Januar bis Juli 2010 lag das (arbeitstäglich bereinigte) reale Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 10,0% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums; dabei erhöhten sich das Inlandsgeschäft um 5,9% und der Auslandsumsatz um insgesamt 14,7%.
Die Veränderungsraten basieren auf dem Umsatz-Volumenindex für das Verarbeitende Gewerbe (fachliche Betriebsteile; 2005 = 100). Die saison- und arbeitstägliche Bereinigung erfolgt mit dem Verfahren Census X-12-ARIMA.

Tarifabschlüsse im 1. Halbjahr 2010 sahen häufig Einmalzahlungen vor
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sahen viele Neuabschlüsse im ersten Halbjahr 2010 überwiegend Einmalzahlungen vor, die bei zukünftigen prozentualen Erhöhungen nicht berücksichtigt werden.

So erhielten die Arbeitnehmer in der chemischen Industrie für den Zeitraum Mai 2010 bis März 2011 ausschließlich eine Einmalzahlung zwischen 550 und 715 Euro sowie einen Konjunkturbonus von 200 bis zu 260 Euro in Unternehmen, die nicht wesentlich von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen waren. Im Pilotabschluss in der Metallindustrie vereinbarten die Tarifvertragsparteien für das laufende Jahr eine Pauschale von insgesamt 320 Euro sowie eine Tarifanhebung für 2011. Auch im Bankgewerbe und in der Kautschukindustrie wurden für das laufende Jahr Pauschalzahlungen und Tariferhöhungen für das Jahr 2011 vereinbart.
Prozentuale Erhöhungen handelten die Tarifvertragsparteien im 1. Halbjahr 2010 beispielsweise für den öffentlichen Dienst bei Bund und Gemeinden (+ 1,2%) und im Hotel- und Gaststättengewerbe in Berlin (+ 3,5%) aus. Aus früheren Tarifverträgen resultierende Steigerungen der Tarifverdienste gab es unter anderem im öffentlichen Dienst der Länder (+ 1,2%), im Groß- und Außenhandel (+ 1,5%), im Baugewerbe (+ 2,3% für das frühere Bundesgebiet beziehungsweise + 2,5% für die neuen Länder) und im Versicherungsgewerbe (+ 2,5%).

Diese und weitere Informationen zu Tarifverdiensten in verschiedenen Branchen, Regionen und Berufen, zu Mindestlöhnen sowie zu wichtigen tariflichen Regelungen, wie Arbeitszeit, Sonderzahlungen oder Urlaubsgeld, sind ab sofort in der neu konzipierten Tarifdatenbank zu finden, die das Statistische Bundesamt heute frei geschaltet hat. Der Zugriff auf die Tarifdatenbank ist kostenfrei und erfolgt über eine komfortable Suchmaske. Alle Ergebnisse können als PDF-, XLS- oder CSV- Dateien exportiert und weiterverarbeitet werden.
 

Mittwoch 8. September 2010 - Historischer Kalender

Arbeitskosten im 2. Quartal 2010: + 0,4% gegenüber Vorquartal
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes sind in Deutschland die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zum ersten Quartal 2010 saison- und kalenderbereinigt um 0,4% gestiegen.
Die Kosten für Bruttolöhne und -gehälter stiegen im gleichen Zeitraum um 0,4%, die Lohnnebenkosten um 0,1%. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 betrug der Anstieg der Arbeitskosten im zweiten Quartal 2010 kalenderbereinigt 0,5%.
Das Wachstum der Arbeitskosten war im zweiten Quartal 2010 in den Branchen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+ 5,2%), Bergbau (+ 3,5%) und Energieversorgung (+ 3,5%) gegenüber dem zweiten Quartal 2009 am größten. Dagegen sanken die Arbeitskosten am stärksten im Wirtschaftsbereich Kunst, Unterhaltung und Erholung um 1,1%, im Grundstücks- und Wohnungswesen um 0,5% und in den Branchen Verkehr und Lagerei sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen um jeweils 0,4%.

Europaweit liegen Veränderungsraten der Arbeitskosten in der Privatwirtschaft für das erste Quartal 2010 vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum ersten Quartal 2009 kalenderbereinigt um 0,7%. Der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in der Europäischen Union war im ersten Quartal 2010 mit + 2,2% höher als in Deutschland. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten Bulgarien (+ 10,5%), Rumänien (+ 7,4%), Slowenien (+ 4,5%) und das Vereinigte Königreich (+ 4,4%). Die am stärksten sinkenden Arbeitskosten hatten dagegen Litauen (- 11,0%), Lettland (- 7,2%) und Estland (- 5,5%). Für das erste Quartal 2010 liegen Daten von 21 der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vor. Die Veränderungsraten der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt.
Diesen Angaben liegen die Ergebnisse des Arbeitskostenindex zugrunde. Der Arbeitskostenindex misst die Veränderung der Arbeitskosten und unterteilt diese zusätzlich in die beiden Bestandteile Bruttolöhne und -gehälter sowie Lohnnebenkosten. Bei allen drei Indizes werden den Kosten des Arbeitgebers die tatsächlich geleisteten Stunden der Arbeitnehmer gegenübergestellt.
Nach Vorliegen der Arbeitskostenerhebung 2008 wurden die Ergebnisse des Arbeitskostenindex ab dem ersten Quartal 2000 revidiert. In den vergangenen vier Quartalen gab es folgende Revisionen der kalenderbereinigten Wachstumsrate des Arbeitskostenindex: zweites Quartal 2009 von + 3,4% auf + 3,5%, drittes Quartal 2009 von + 2,7% auf + 3,0%, viertes Quartal 2009 von + 0,4% auf + 0,6% und erstes Quartal 2010 von + 1,0% auf + 0,6%, jeweils im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Handwerk: 1% mehr Umsatz im 2. Quartal 2010
Die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk lagen im zweiten Quartal 2010 um 1% höher als im zweiten Quartal 2009. Das ist die erste Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mit Umsatzrückgängen. Zugleich waren Ende Juni 2010 im zulassungspflichtigen Handwerk 0,6% weniger Personen tätig als Ende Juni 2009.
Einen höheren Umsatz im zweiten Quartal 2010 erzielten gegenüber dem zweiten Quartal 2009 das Ausbaugewerbe (+ 10,9%), das Bauhauptgewerbe (+ 3,7%) und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (+ 5,5%). Diese Gewerbegruppen sind hauptsächlich für den Umsatzanstieg im zulassungspflichtigen Handwerk insgesamt verantwortlich. Bauhaupt- und Ausbaugewerbe profitierten dabei von Konjunkturpaketen und Förderprogrammen. Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf, zu denen industrienahe Gewerke wie Metallbauer und Feinwerkmechaniker gehören, profitierten von der Entwicklung in der Industrie. Auch das Gesundheitsgewerbe steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2010 verglichen mit dem Vorjahresquartal um 2,0%.
Der größte Umsatzrückgang wurde im zweiten Quartal 2010 gegenüber dem zweiten Quartal 2009 mit - 10,5% aus dem Kraftfahrzeuggewerbe gemeldet. Das Auslaufen der Umweltprämie, die ab dem ersten Quartal 2009 zu hohen Umsätzen im Kraftfahrzeuggewerbe führte, ist wie schon im ersten Quartal 2010 ein wesentlicher Grund für diese rückläufige Entwicklung. Geringere Umsätze verzeichneten auch das Lebensmittelgewerbe (- 1,1%) und die Handwerke für den privaten Bedarf (- 1,0%).

In vier von sieben Gewerbegruppen wurde im zweiten Quartal 2010 gegenüber dem zweiten Quartal 2009 ein Rückgang der Beschäftigten beobachtet. Am stärksten ging die Zahl der Beschäftigten in den Handwerken für den privaten Bedarf (- 2,7%), dem Kraftfahrzeuggewerbe (- 2,5%) und den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (- 2,1%) zurück. Im Lebensmittelgewerbe (- 0,2%) war der Beschäftigtenrückgang geringer. Demgegenüber stiegen die Beschäftigtenzahlen im Gesundheitsgewerbe (1,4%), im Bauhauptgewerbe (0,7%) und im Ausbaugewerbe (0,3%).

Dienstag, 7. September 2010 - Historischer Kalender

NRW: Mehr Insolvenzen bei Unternehmen und Verbrauchern im ersten Halbjahr 2010
Im ersten Halbjahr 2010 meldeten die nordrhein-westfälischen Amtsgerichte 20 059 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren dies 10,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009 (18 221 Fälle). Die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen summierten sich zwischen Januar und Juni 2010 nach vorläufigen Ergebnissen auf 7,9 Milliarden Euro.
29,4 Prozent (5 889) der Insolvenzen betrafen Unternehmen, das waren 13,0 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2009
(damals: 5 212 Fälle). Bei fast zwei Drittel der Fälle (13 168) handelte es sich um Verbraucherinsolvenzen; das waren 10,9 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009 (damals: 11 873 Fälle).
Die übrigen 1 002 Fälle betrafen z. B. ehemals Selbstständige, die nicht eindeutig zugeordnet werden konnten, Nachlässe und Ähnliches.
Die Statistiker weisen darauf hin, dass bei den Insolvenzverfahren auch Fälle enthalten sind, bei denen der Sitz außerhalb von Nordrhein-Westfalen liegt, die Insolvenzabwicklung jedoch an einem nordrhein-westfälischen Amtsgericht erfolgt. Bei den im ersten Halbjahr 2010 betroffenen 34 Unternehmen waren 291 Personen beschäftigt; die Gläubigerforderungen summierten sich hier auf 27,1 Millionen Euro. (IT.NRW)

Mehr Insolvenzen bei Unternehmen und Verbrauchern - Duisburg kam noch glimpflich davon

Freitag, 3. September 2010 - Historischer Kalender

Karstadt: Konzern gerettet - Freude bei den Karstadt-Mitarbeitern in Duisburg
Nach einem Jahr ist endlich der Durchbruch geschaffen worden. Für Investor Nicolas Berggruen ist nun der Weg frei, nachdem heute in Essen die letzten Unterschriften beim Insolvenzverwalter vorlagen. Gestern war in London mit den Gläubigern von Hauptvermieter Highstreet der Segen auf drastische Kürzung der Mieten eingeholt worden. So konnte heute am Freitagnachmittag das Essener Amtsgericht den Insolvenzplan anerkennen. Investor Berggruen übernimmt am 1. Oktober die Karstadt Warenhaus GmbH mit rund 25.000 Beschäftigten erhalten.
Riesenjubel bei der Karstadt-Filiale in Duisburg. "Auf diese gute Nachricht haben wir so lange warten müssen. Jetzt können und werden wir beweisen, was wir können. Heute feiern wir erst einmal, dann werden wir uns bei unseren Kunden, die uns mit Aktionen und Unterschriften aber auch mit ihren Käufen die Treue bewiesen haben, bedanken", erklärte Filial-Geschäftsführer Klaus- Peter Kundörfer. Mit seinem Mitarbeiterstamm ließ er heute die Sektkorken knallen. Die Zeit der großen Ängste der Mitarbeiter ist beendet.
Harald Jeschke

Dienstag, 31. August 2010 - Historischer Kalender

Prozessbeginn gegen vier ehemalige Sudamin-Verantwortliche
Morgen beginnt am Landgericht Duisburg um 12.15 Uhr in Saal 256 vor der 4. großen Strafkammer als Wirtschaftsstrafkammer der Prozess gegen vier ehemalige Verantwortliche der insolventen Sudamin MHD GmbH, einem Hüttenunternehmen in Duisburg mit vormals rund 300 Beschäftigten.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geht davon aus, dass sich im Zuge des wirtschaftlichen Niedergangs des Unternehmens ein früherer Geschäftsführer und der ehemalige Leiter der Buchhaltung wegen eines Betrugs im besonders schweren Fall und der Leiter der Buchhaltung außerdem wegen Beihilfe zum Betrug im besonders schweren Fall strafbar gemacht haben. Zwei weitere Geschäftsführer hat sie wegen Verletzung der Insolvenzantragspflicht und Betrug im besonders schweren Fall angeklagt.

Im Jahr 2004 soll die finanzielle Lage des Unternehmens so angepannt gewesen sein, dass die Geschäftsführung verzweifelt versuchte, einen Kredit zu erlangen. Dabei soll der Leiter der Buchhaltung sachlich unzutreffende Monatsabschlüsse erstellt haben, mit deren Hilfe tatsächlich nicht vorhandene positive Betriebsergebnisse vorgetäuscht wurden, was zu einer Kreditgewährung von 10 Millionen Euro geführt haben soll.
Ab dem 31.10.2004 soll die Gesellschaft zahlungsunfähig gewesen sein. Trotz Kenntnis von der Zahlungsunfähigkeit sollen die damals berufenen Geschäftsführer den notwendigen Insolvenzantrag erst am 4.5.2005 gestellt haben und die Mitarbeiter in der Zwischenzeit zur Bestellung von Waren und Dienstleistungen im Gesamtwert von rund 8 Millionen Euro veranlasst haben, obwohl die Gesellschaft diese nicht mehr bezahlen konnte. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geht davon aus, dass dabei ein Schaden von rund 6 Millionen Euro eingetreten ist. Der Leiter der Buchhaltung soll die Mitarbeiter angewiesen haben, die Zahlungsausfälle gegenüber den jeweiligen Gläubigern der Gesellschaft als vorübergehende Engpässe auszugeben.

Das Verfahren gegen den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft, dem die Staatsanwaltschaft Düsseldorf unter anderem zur Last legt, dass er trotz Kenntnis von der finanziellen Lage der Gesellschaft und den Bestellungen das Unternehmen fortlaufen ließ, hat die Kammer abgetrennt.
Der Vorsitzende hat zunächst zwölf Fortsetzungstermine bis zum 8. Oktober 2010 bestimmt.

Karstadt: Warenhauskonzern gerettet - Freude bei den Karstadt-Mitarbeitern
Nach einemj Jahr ist endlich der Durchbruch geschaffen worden. Für Investor Nicolas Berggruen ist nun der Weg frei, nachdem heute in Essen die letzten Unterschriften beim Insolvenzverwalter vorlagen. Gestern war in London mit den Gläubigern von Hauptvermieter Highstreet der Segen auf drastische Kürzung der Mieten eingeholt worden. So konnte heute am Freitagnachmittag das Essener Amtsgericht den Insolvenzplan anerkennen. Investor Berggruen übernimmt am 1. Oktober die Karstadt Warenhaus GmbH mit rund 25.000 Beschäftigten erhalten.

Riesenjubel bei der Karstadt-Filiale in Duisburg. "Auf so eien gute Nachricht haben wir so lange warten müssen. Jetzt können und werden wir beweisen, was wir können. Heute feiern wir erst einmal, dann werden wir udn bei unseren Kunden, die unsmit Aktionen udn Untersxchriften aber auhc mit ihren Käufen die Treue bewisen haben, bedanken", erklärte Filial-Geschäftsführer Klaus Peter Kundörfer frohlockens. MIt seinem Mitarbeiterstamm ließe er deie Sektkorken knallen. Die Zeit der großen Ängste der Mitarbeiter ist beendet.

 

Donnerstag, 26. August 2010 - Historischer Kalender

Gewerbesteuerhebesätze 2009 im Bundesdurchschnitt leicht gesunken
Im Jahr 2009 lag der durchschnittliche Hebesatz aller Gemeinden in Deutschland für die Gewerbesteuer bei 387% und damit nur minimal niedriger als im Vorjahr (388%). Bei den durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesätzen in den Bundesländern ergaben sich gegenüber dem Vorjahr Veränderungen zwischen einer Abnahme von 7 Prozentpunkten für Hessen und einer Zunahme von 16 Prozentpunkten für Sachsen-Anhalt.
Die durch die Gemeinden festgesetzten Hebesätze zur Gewerbesteuer sowie zur Grundsteuer A und B
entscheiden maßgeblich über die Höhe der Realsteuereinnahmen in den Gemeinden. Das
Gewerbesteueraufkommen in Deutschland betrug im Jahr 2009 rund 32,4 Milliarden Euro; es ist damit
gegenüber 2008 um 21,0% gesunken. Nur einstellige prozentuale Rückgänge gegenüber dem Vorjahr hatten
Mecklenburg-Vorpommern (- 3,5%) und Brandenburg (- 9,8%) verzeichnet. Alle anderen Bundesländer
mussten zweistellige prozentuale Rückgänge beim Gewerbesteueraufkommen hinnehmen, im Saarland wurde
mit - 27,4% der größte Einbruch ermittelt.
Bei der Grundsteuer A, die bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft erhoben wird, lag der
Hebesatz im Jahr 2009 bei durchschnittlich 297% und damit einen Prozentpunkt über dem Wert von 2008.
Das Aufkommen der Grundsteuer A betrug 2009 insgesamt 0,4 Milliarden Euro, dies entspricht fast
genau dem Wert des Vorjahres.
Der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer B (für Grundstücke) ist bundesweit mit 401% für das
Jahr 2009 um einen Prozentpunkt gegenüber 2008 angestiegen. Das Aufkommen der Grundsteuer B lag bei
10,6 Milliarden Euro und damit 1,3% höher als 2008.

Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni 2010: real + 0,3% zum Vorjahr
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind im Juni 2010 die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen) im Vergleich zum Juni 2009 preisbereinigt um 0,3% gestiegen. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 14,2% zu, im Tiefbau dagegen um 10,7% ab.
Der Gesamtumsatz ist im Juni 2010 gegenüber Juni 2009 um 2,6% auf rund 7,8 Milliarden Euro gestiegen. Ende Juni 2010 waren in den Betrieben des Hoch- und Tiefbaus 703 000 Personen tätig; das waren etwa 12 000 Personen weniger als vor einem Jahr (- 1,6%).
Im ersten Halbjahr 2010 sind die Auftragseingänge des Bauhauptgewerbes preisbereinigt um 4,4% gegenüber den ersten sechs Monaten 2009 gestiegen. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug im Zeitraum Januar bis Juni 2010 insgesamt 32,2 Milliarden Euro und lag damit um 6,8% unter dem Niveau der ersten sechs Monate 2009. Die Zahl der tätigen Personen ist in diesem Zeitraum um 1,0% gesunken.

Niederlande wichtigster Abnehmer deutscher Wohnwagen
Anlässlich der diesjährigen Messe "Caravan Salon Düsseldorf" vom 28. August bis 05. September wurden von Januar bis Mai 2010 nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik 11 112 Wohnwagen im Wert von insgesamt 161,1 Millionen Euro aus Deutschland exportiert.
Hauptabnehmer waren - wie in den Vorjahren - die Niederlande mit 2 565 Wohnwagen (23%), gefolgt von Frankreich mit 1 901 Fahrzeugen (17%) und Norwegen mit 1 442 Wohnwagen (13%).
Besonders gefragt waren die Anhänger zum Wohnen und Campen in der Gewichtsklasse von 750 bis 1 600 Kilogramm: 77% der insgesamt ins Ausland gelieferten Wohnwagen gehörten zu dieser Kategorie.

Mittwoch, 25. August 2010 - Historischer Kalender

NRW-Exporte im Juni um mehr als ein Viertel gestiegen
Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Juni 2010 Waren im Wert von 14,7 Milliarden Euro.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 26,6 Prozent mehr als im Juni 2009. Der Wert der Importe war mit 15,6 Milliarden Euro um 29,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor.
Im Warenaustausch mit den Ländern der Europäischen Union (EU 27) fielen die Ausfuhren im Juni 2010 mit 9,6 Milliarden Euro um 23,1 Prozent höher aus als im Juni 2009. Auch der Wert der Importe aus den EU-Ländern erhöhte sich in diesem Zeitraum um 21,4 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro.

Für das erste Halbjahr des Jahres 2010 ermittelten die Statistiker einen Anstieg der Exportwerte um 15,7 Prozent auf 78,3 Milliarden Euro; der Wert der Importe stieg um 15,3 Prozent auf 83,9 Milliarden Euro. Die Exportwerte des ersten Halbjahres 2010 haben jedoch das Volumen vom ersten Halbjahr 2008 (88,4
Milliarden Euro) noch nicht wieder erreicht.
Hinweis: Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur begrenzt sinnvoll. (IT.NRW)
 

Dienstag, 24. August 2010 - Historischer Kalender

Staatsdefizit im ersten Halbjahr 2010 bei 42,8 Milliarden Euro
Das Finanzierungsdefizit des Staates betrug im ersten Halbjahr 2010 nach vorläufigen Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen des Statistischen Bundesamtes 42,8 Milliarden Euro. Damit war das Defizit im ersten Halbjahr 2010 mehr als doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2009 (18,7 Milliarden Euro). Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung schlagen sich nun die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise und der in diesem Zusammenhang aufgelegten staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur und der Finanzmärkte deutlich in den Haushalten von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung nieder. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1 211,7 Milliarden Euro) errechnet sich für das erste Halbjahr 2010 aus dem Finanzierungssaldo eine Defizitquote von - 3,5%.

Bei den Einnahmen (526,1 Milliarden Euro) und Ausgaben (568,9 Milliarden Euro) des Staates setzte sich dabei die im Vorjahr begonnene Entwicklung fort. Der Rückgang bei den Einnahmen belief sich auf - 1,5% und fiel damit in etwa so hoch aus wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum (- 1,4%). Die Ausgaben des Staates stiegen mit + 3,0% (1. Halbjahr 2009: + 3,6%) weiter stark an, wobei der Zuwachs durch einen Sondereffekt spürbar gebremst wurde. In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden die Einnahmen aus der im ersten Halbjahr 2010 erfolgten Versteigerung von Frequenzbereichen für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten als "negative" Ausgaben gebucht. Ohne diesen Einmaleffekt haben die Ausgaben des Staates um 3,8% zugenommen.

Die Steuereinnahmen, die Haupteinnahmequelle des Staates beliefen sich im ersten Halbjahr 2010 auf 278,0 Milliarden Euro und war damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,8% niedriger. Die an den Staat geleisteten Produktions- und Importabgaben (148,0 Milliarden Euro) sind dabei um 2,7% und die Einkommen- und Vermögensteuern (130,0 Milliarden Euro) um 2,9% geringer ausgefallen. Bei den Produktions- und Importabgaben wurde die Entwicklung durch die Gewerbesteuer bestimmt, deren Aufkommen mit 14,4 Milliarden Euro um rund ein Fünftel (- 18,9%) hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurückblieb. Der Anstieg der Umsatzsteuer (+ 0,2%) und der Importabgaben (+ 10,7%) konnte dies nicht ausgleichen. Innerhalb der Einkommen- und Vermögensteuern sind insbesondere die Einnahmen aus der Lohnsteuer (85,9 Milliarden Euro) mit - 3,6% rückläufig gewesen, ebenso wie das Aufkommen aus der veranlagten Einkommensteuer (- 2,8%) und der nicht veranlagten Steuer vom Ertrag (- 9,5%). Erheblich besser en!
twickelten sich dagegen die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer, die um 14,4% höher ausgefallen sind. Deutlich weniger Einnahmen hat der Staat bei den Vermögenseinkommen realisiert, die vor allem wegen eines erheblich niedrigeren Bundesbankgewinns auf 9,3 Milliarden Euro (- 29,0%) zurückgegangen sind. Die Verkäufe des Staates (23,3 Milliarden Euro) und die an den Staat geleisteten Sozialbeiträge (204,4 Milliarden Euro) sind dagegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 2,0% beziehungsweise 1,9% gestiegen.

Auf der Ausgabenseite wurden für monetäre Sozialleistungen 227,6 Milliarden Euro (+ 3,1%) und soziale Sachleistungen 101,3 Milliarden Euro (+ 4,9%) aufgewendet. Hohe Steigerungsraten waren auch bei den Vorleistungskäufen (+ 3,8%) und den gezahlten Arbeitnehmerentgelten (+ 3,5%) zu verzeichnen. Der Anstieg der Subventionen (+ 5,1%) wird nach wie vor durch die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen an Unternehmen durch die Bundesagentur für Arbeit für Beschäftigte in Kurzarbeit geprägt. Die Zinsausgaben des Staates sind um 3,3% und die Bruttoinvestitionen um 3,0% gestiegen. Geringere Ausgaben waren im ersten Halbjahr 2010 hingegen bei den Vermögenstransfers (- 10,9%) zu verzeichnen

Donnerstag, 19. August 2010 - Historischer Kalender

2. Quartal 2010: Erwerbstätigkeit steigt wieder an
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im zweiten Quartal 2010 rund 40,3 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 72 000 Personen oder 0,2% mehr als vor einem Jahr. Damit stieg die Erwerbstätigkeit zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahr wieder an. Das ausgewiesene Niveau stellt den höchsten Erwerbstätigenstand in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung dar und kommt dem im vierten Quartal 2008 erreichten Höchstwert von 40,7 Millionen nahe.
Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen im zweiten Quartal 2010 um 402 000 Personen (+ 1,0%). Zwar ist eine Zunahme der Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorquartal im zweiten Quartal eines Jahres üblich, jedoch war der Zuwachs diesmal infolge der wirtschaftlichen Erholung und durch einen Nachholeffekt aufgrund schlechter Witterung im ersten Quartal 2010 stärker als im Vorjahr, als die Erwerbstätigenzahl um 249 000 Personen beziehungsweise 0,6% gestiegen war. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorquartal um 81 000 Personen oder 0,2%.
In den einzelnen Wirtschaftsbereichen entwickelte sich die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich. Beschäftigungsverlusten im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) und der Land- und Forstwirtschaft stehen Zugewinne in den Dienstleistungsbereichen und im Baugewerbe gegenüber. Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr das sechste Quartal in Folge, und zwar um 227 000 Personen oder 2,9%. Allerdings waren die Beschäftigungsverluste nicht mehr so deutlich wie noch in den Vorquartalen (erstes Quartal 2010: - 323 000 Personen oder - 4,1% im Vergleich zum ersten Quartal 2009). Steigende Zuwachsraten sind in den Dienstleistungsbereichen (Handel, Gastgewerbe und Verkehr, Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister sowie öffentliche und private Dienstleister) zu verzeichnen: + 294 000 Personen beziehungsweise + 1,0% gegenüber dem Vorjahresquartal (erstes Quartal 2010: + 245 000 Personen oder + 0,8%).!
Im Baugewerbe setzte sich im zweiten Quartal 2010 die leichte Aufwärtsentwicklung fort (+ 8 000 Personen oder + 0,4%). In der Land- und Forstwirtschaft gab es gegenüber dem Vorjahr einen Beschäftigungsabbau von 3 000 Personen (- 0,3%).
Der Zuwachs der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich resultierte jeweils etwa zur Hälfte aus einer Zunahme der Arbeitnehmer (+ 39 000 Personen) und der Selbstständigen einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen (+ 33 000 Personen). Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im zweiten Quartal 2010 im Vergleich zum zweiten Quartal 2009 um 0,1% auf 35,81 Millionen Personen, die der Selbstständigen einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen um 0,7% auf 4,44 Millionen.
Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat sich im zweiten Quartal 2010 die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 2,3% auf 335,8 Stunden erhöht. Wesentlich dazu beigetragen haben die verringerte Inanspruchnahme von Kurzarbeit sowie der leichte Anstieg der normalen Wochenarbeitszeit und der Überstunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - erhöhte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um 2,5% auf 13,5 Milliarden Stunden.

15% weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2010
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen von Januar bis Ende Juni 2010 im deutschen Straßenverkehr 1 675 Menschen ums Leben. Das waren 291 Personen oder 15% weniger als im ersten Halbjahr 2009. Diese Abnahme ist umso bemerkenswerter, da auch schon im ersten Halbjahr des Vorjahres ein starker Rückgang zu beobachten war. Mit dieser sehr positiven Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2010 ist zu erwarten, dass in diesem Jahr die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr erstmals unter 4 000 liegen wird.
Bei den Verkehrsteilnehmern, die bei Straßenverkehrsunfällen schwer- oder leichtverletzt wurden, gab es im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ebenfalls eine deutliche Abnahme, und zwar um 9,1% auf rund 168 100 Personen.
Insgesamt ereigneten sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres aber mehr Unfälle als im ersten Halbjahr 2009. Die Zahl der polizeilich erfassten Straßenverkehrsunfälle erhöhte sich um 2,4% auf rund 1,1 Millionen. Diese Zunahme ist ausschließlich auf die Unfälle mit Sachschaden zurückzuführen, die um 4,2% auf 1,0 Millionen gestiegen sind. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist dagegen um 9,4% auf rund 130 700 zurückgegangen.
In fast allen Bundesländern starben von Januar bis Juni 2010 weniger Menschen bei Straßenverkehrsunfällen als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Prozentual am höchsten war die Abnahme in Schleswig-Holstein (- 44% oder 34 Personen), in Mecklenburg-Vorpommern (- 29% oder 22 Personen) und in Hamburg (- 25% oder 4 Personen). Nur in Bremen blieb die Zahl der Unfalltoten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 unverändert.

Bezogen auf eine Million Einwohner starben im ersten Halbjahr 2010 durchschnittlich 20 Straßenverkehrsteilnehmer. Das größte Risiko im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Brandenburg mit 34 Getöteten je eine Million Einwohner, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 33. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte, abgesehen von den drei Stadtstaaten, die aufgrund ihrer Siedlungsstruktur generell niedrigere Werte aufweisen, in Nordrhein-Westfalen mit 14 und Schleswig-Holstein mit 15 Getöteten je eine Million Einwohner.

Im Monat Juni 2010 registrierte die Polizei in Deutschland rund 196 400 Straßenverkehrsunfälle, eine Zunahme um 3,9% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Erstmals in diesem Jahr wurden in einem Monat mehr Unfälle mit Personenschaden gezählt als im Vorjahr, die Zahl stieg im Juni 2010 um 6,0% auf 30 400. Auch die Zahl der Verunglückten hat sich mit + 4,3% gegenüber Juni 2009 erhöht. Während die Zahl der Verkehrstoten im Juni 2010 weiterhin zurückgegangen ist (- 4,3% auf 359 Personen), wurden mit rund 38 100 Personen mehr Menschen bei Straßenverkehrsunfällen verletzt als im Vorjahresmonat (+ 4,4%).

Dienstag, 17. August 2010 - Historischer Kalender

NRW: 9,2 Prozent mehr Gäste aus dem Ausland im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2010 besuchten über 8,6 Millionen Gäste die nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetriebe (mit mindestens neun Gästebetten und auf Campingplätzen); sie brachten es zusammen auf 19,5 Millionen
Übernachtungen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, nahm damit im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres die Besucherzahl um 5,4 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 2,3 Prozent zu. Eine überdurchschnittlich hohe Zunahme war bei Gästen aus dem Ausland
(+9,2 Prozent auf 1,7 Millionen) und deren Übernachtungen (+6,2 Prozent auf 3,5 Millionen) zu verzeichnen. Der Anstieg der Zahl von Gästen aus dem Inland (+4,6 Prozent) und deren Übernachtungen (+1,5 Prozent) fiel dagegen moderater aus.

Wie die Grafik zeigt, konnten in fast allen Regionen mehr Gäste und Übernachtungen verbucht werden. Insbesondere in den städtisch geprägten Reisegebieten "Düsseldorf und Kreis Mettmann" sowie im Ruhrgebiet waren überdurchschnittliche Zuwachsraten gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 zu verzeichnen. Weitere Einzelheiten für die Reisegebiete NRWs enthält die Tabelle im Anhang. (IT.NRW)
 

Montag, 16. August 2010 - Historischer Kalender

Juni 2010: 2,7% weniger Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe
In Deutschland waren Ende Juni 2010 in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten nach vorläufigen Ergebnissen gut 4,9 Millionen Personen tätig. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 134 800 Personen oder 2,7% weniger als im Juni 2009.

Die Zahl der im Juni 2010 geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum Juni 2009 um 6,4% auf 647 Millionen zu. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Berichtsmonat 22 Arbeitstage gab und somit einen Tag mehr als im Juni 2009. Die Entgelte lagen bei 18,8 Milliarden Euro; das war 4,3% mehr als im Juni 2009.

Betrachtet man die Beschäftigtenzahl in den von der Größe her wichtigsten Wirtschaftszweigen, dann wies im Juni 2010 nur der Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln mit + 1,6% eine positive Entwicklung gegenüber Juni 2009 auf. Einen geringen Rückgang der Beschäftigtenzahl gab es im Bereich Herstellung von chemischen Erzeugnissen (- 0,1%). Auch im Wirtschaftszweig Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren war der Beschäftigtenrückgang mit - 1,6% niedriger als im Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt. Überdurchschnittlich verringerte sich die Beschäftigtenzahl unter anderem in den Bereichen Maschinenbau (- 3,6%), Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (- 4,0%), Herstellung von Metallerzeugnissen (- 4,7%) sowie Metallerzeugung und -bearbeitung (- 5,3%).

Umsatz im NRW-Gastgewerbe im Juni nominal um 0,5 Prozent gestiegen
Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe setzte im Juni 2010 nominal 0,5 Prozent mehr um als im Juni
2009. Wie Information und Technik Nordrhein Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sanken die Umsätze real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 1,7 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war um 2,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.
Für den Zeitraum Januar bis Juni 2010 ermittelten die Statistiker für das Gastgewerbe Umsatzrückgänge von 1,2 Prozent (nominal) bzw. 3,3 Prozent (real) gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
Die Ergebnisse der Gastgewerbestatistik basieren ab dem Berichtsmonat Juni 2010 auf den Daten eines veränderten Berichtskreises, da ein Teil der in die Stichprobenerhebung einbezogenen Unternehmen ausgetauscht wurde. Der Berichtskreis ist damit nicht nur aktueller, sondern auch repräsentativer
geworden. Erfahrungsgemäß kann ein Teil der neu zur Statistik herangezogenen Unternehmen seine Angaben während einer Übergangsphase nicht zeitgerecht zur Verfügung stellen. Die Umsätze für den Juni weisen daher zunächst höhere Schätzanteile auf als in früheren Berichtsmonaten. (IT.NRW)
 

Freitag, 13. August 2010 - Historischer Kalender

Bruttoinlandsprodukt im 2.Quartal 2010 mit Rekordzuwachs
Die deutsche Wirtschaft holt rasant auf: Im zweiten Vierteljahr 2010 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 2,2% höher als im ersten Vierteljahr, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Ein solches Wachstum zum Vorquartal gab es noch nie im vereinigten Deutschland. Zudem wurde auch das Ergebnis für das erste Quartal 2010 deutlich nach oben korrigiert auf nun + 0,5%. Der zum Jahreswechsel 2009/2010 ins Stocken geratene Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich damit eindrucksvoll zurückgemeldet.

Auch im Vorjahresvergleich hat die Wirtschaftsleistung kräftig zugelegt: Das preisbereinigte BIP stieg im zweiten Quartal 2010 gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um 4,1% (kalenderbereinigt: + 3,7%).
Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Die Dynamik der Investitionen und des Außenhandels hatten dabei den größten Anteil am Aufschwung; aber auch die privaten und staatlichen Konsumausgaben trugen zum Wachstum des BIP bei.

Die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2010 wurde von 40,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 72 000 Personen oder 0,2% mehr als ein Jahr zuvor.
Neben der Erstberechnung des zweiten Quartals wurden zu diesem Termin - wie jedes Jahr im August - auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse der letzten vier Jahre (ab 2006) überarbeitet (Korrekturen der saison- und kalenderbereinigten Ergebnisse ab 1991).
Die aktuelle Neuberechnung ergab Veränderungsraten der jährlichen und vierteljährlichen Ursprungswerte des BIP, die um bis zu 0,4 Prozentpunkte von den bisher veröffentlichten Ergebnissen abweichen. Die Veränderungsraten der saison- und kalenderbereinigten Ergebnisse wurden ebenfalls - um bis zu 0,3 Prozentpunkte - revidiert. Insbesondere die Veränderungsraten des BIP für die Quartale und das Jahr 2008, für das nun erstmals Ergebnisse jährlicher Basisstatistiken vorlagen, wurden zum Teil deutlich nach unten korrigiert. Für das Krisenjahr 2009 ergab sich dagegen eine günstigere Entwicklung als bisher veröffentlicht (siehe Tabelle im Anhang). Die vergleichsweise großen Korrekturen hängen mit der in der jüngsten Vergangenheit stark schwankenden Konjunktur zusammen, was die Schätzungen am aktuellen Rand erschwert.

Diese laufenden Revisionen werden routinemäßig durchgeführt, um neu verfügbare statistische Informationen in die Berechnungen einzubeziehen. Die Berechnung des BIP wird damit sukzessive auf eine statistisch immer besser fundierte Datenbasis gestellt. Die für eine "finale" Berechnung der Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) notwendigen Basisstatistiken liegen vollständig spätestens nach vier Jahren vor, so dass erst dann die Ergebnisse endgültig sind und nicht mehr regelmäßig revidiert werden müssen.
 
 
Ursprungswerte
Werte nach Census X-12-ARIMA
Saison- und kalenderbereinigt
Kalenderbereinigt 1)
Kalendereinfluss
2000 = 100
% 2)
2000 = 100
% 3)
2000 = 100
% 2)
% 2)
1) Für Jahre sind die kalenderbereinigten Werte gleich den saison- und kalenderbereinigten Werten (ausgenommen Rundungsdifferenzen).
2) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorjahresquartal in %.
3) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorquartal in %.
2006  106,48  3,4  106,51  3,6  106,51  3,6  – 0,2 
2007  109,31  2,7  109,47  2,8  109,47  2,8  – 0,1 
2008  110,39  1,0  110,24  0,7  110,24  0,7   0,3 
2009  105,18 – 4,7  105,09 – 4,7  105,09 – 4,7  – 0,1 
2006 1. Vierteljahr 103,38  3,9  104,55  0,9  102,68  2,6   1,3 
2. Vierteljahr 105,53  2,1  106,16  1,5  105,82  3,5  – 1,3 
3. Vierteljahr 107,93  3,2  107,06  0,8  108,32  3,7  – 0,4 
4. Vierteljahr 109,07  4,2  108,25  1,1  109,20  4,5  – 0,2 
2007 1. Vierteljahr 107,29  3,8  108,75  0,5  106,86  4,1  – 0,3 
2. Vierteljahr 108,38  2,7  109,08  0,3  108,73  2,7  – 0,0 
3. Vierteljahr 110,74  2,6  109,90  0,8  111,19  2,6  – 0,0 
4. Vierteljahr 110,84  1,6  110,16  0,2  111,10  1,7  – 0,1 
2008 1. Vierteljahr 109,30  1,9  111,66  1,4  109,80  2,8  – 0,9 
2. Vierteljahr 111,66  3,0  110,88 – 0,7  110,53  1,7   1,3 
3. Vierteljahr 111,88  1,0  110,42 – 0,4  111,73  0,5   0,5 
4. Vierteljahr 108,73 – 1,9  107,99 – 2,2  108,90 – 2,0   0,1 
2009 1. Vierteljahr 102,37 – 6,3  104,27 – 3,4  102,55 – 6,6   0,3 
2. Vierteljahr 104,10 – 6,8  104,74  0,5  104,39 – 5,6  – 1,3 
3. Vierteljahr 106,95 – 4,4  105,52  0,7  106,74 – 4,5   0,1 
4. Vierteljahr 107,31 – 1,3  105,83  0,3  106,69 – 2,0   0,7 
2010 1. Vierteljahr 104,52  2,1  106,32  0,5  104,61  2,0   0,1 
2. Vierteljahr 108,37  4,1  108,64  2,2  108,26  3,7   0,4 

1) Für Jahre sind die kalenderbereinigten Werte gleich den saison- und kalenderbereinigten Werten (ausgenommen Rundungsdifferenzen).
2) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorjahresquartal in %.
3) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorquartal in %.

 
Ursprungswerte
Saison- und kalenderbereinigte Werte nach Census X-12-ARIMA
Milliarden Euro
Veränderung
in % 1)
Milliarden Euro
Veränderung
in % 2)
1) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorjahresquartal in %.
2) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorquartal in %.
2006 2 326,50  3,8  2 327,13  4,0 
2007 2 432,40  4,6  2 435,93  4,7 
2008 2 481,20  2,0  2 477,80  1,7 
2009 2 397,10 – 3,4  2 395,00 – 3,3 
2006 1. Vierteljahr 560,20  4,2  569,46  0,9 
2. Vierteljahr 571,60  2,5  579,34  1,7 
3. Vierteljahr 590,90  3,6  584,76  0,9 
4. Vierteljahr 603,80  4,8  593,57  1,5 
2007 1. Vierteljahr 590,80  5,5  601,73  1,4 
2. Vierteljahr 598,00  4,6  606,39  0,8 
3. Vierteljahr 618,90  4,7  612,59  1,0 
4. Vierteljahr 624,70  3,5  615,22  0,4 
2008 1. Vierteljahr 609,30  3,1  625,28  1,6 
2. Vierteljahr 622,60  4,1  622,94 – 0,4 
3. Vierteljahr 630,60  1,9  620,55 – 0,4 
4. Vierteljahr 618,70 – 1,0  609,03 – 1,9 
2009 1. Vierteljahr 577,90 – 5,2  591,29 – 2,9 
2. Vierteljahr 587,40 – 5,7  595,57  0,7 
3. Vierteljahr 613,10 – 2,8  603,13  1,3 
4. Vierteljahr 618,70  0,0  605,01  0,3 
2010 1. Vierteljahr 595,70  3,1  608,56  0,6 
2. Vierteljahr 616,00  4,9  622,32  2,3 

1) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorjahresquartal in %.
2) Veränderung gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise Vorquartal in %.

Mittwoch, 11. August 2010 - Historischer Kalender

Googles Street View  wird zum Jahresende in 20 deutschen Städten gestartet
Ungeachtet der laufenden Proteste möchte Google den Service Street View zum Jahresende starten. In Deutschland soll der Service in den 20 größten Städte angeboten werden. Hierbei können Straßen- und Häuser im Rundumblick angesehen werden. In Duisburg ist die Vereinigung "Haus und Grund" gegen den Google-Service. Binnen der kommenden vier Wochen können Unkenntlichmachungen von Häusern und Gebäuden von Google eingefordert werden.
Die deutschen Städte: Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden,
Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Berggruen erhält zur Karstadtrettung weitere Fristverlängerung
Wie von Insidern erwartet hat das Amtsgericht Essen den Verkündungstermin zum Insolvenzplans tatsächlich zum dritten Mal vertagt und auf den 3. September gelegt. Karstadt- Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und Investor Berggruen hatten per Notar vereinbart, dass aufschiebende Bedingung des Kaufvertrags bis zum 2. September 2010 erfüllt sein sollen. Es geht um die immer noch um eine endgültige Einigung mit dem Vermieterkonsortium Highstreet über die Mieverträge von Karstadt-Filialen.

1,1% mehr Unternehmensinsolvenzen im Mai 2010
Im Mai 2010 meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2 692 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 1,1% mehr als im Mai 2009. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im Mai 2010 mit 8 552 Fällen um 14,1% höher als im Mai 2009. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen auf insgesamt 13 477 Fälle, das waren 7,7% mehr als im Mai des Vorjahres.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Mai 2010 auf 3,5 Milliarden Euro gegenüber 6,7 Milliarden Euro im Mai 2009. Der Rückgang der Forderungen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Mai 2009 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im Mai 2010.

Gegenstand der Nachweisung Mai
2010
Veränderung
gegenüber
Mai 2009 in %
Januar bis
Mai 2010
Veränderung
gegenüber
Vorjahreszeitraum in %
Insgesamt 13 477 7,7 70 125 7,6
Unternehmen 2 692 1,1 13 716 2,7
Übrige Schuldner 10 785 9,5 56 409 8,8
davon:
  – Verbraucher 8 552 14,1 44 567 11,8
  – natürliche Personen als
      Gesellschafter
150 16,3 734 9,2
  – ehemals selbstständig Tätige 1 856 – 7,1 9 949 – 2,8
  – Nachlässe 227 – 0,9 1159 7,2

In den Monaten Januar bis Mai 2010 wurden 13 716 Insolvenzen von Unternehmen (+ 2,7% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 44 567 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 11,8%) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 70 125 Insolvenzen, das waren 7,6% mehr als von Januar bis Mai 2009.

Fast jeder zweite 15 bis 24-Jährige ist erwerbstätig
Im Jahr 2009 gingen knapp 4,4 Millionen Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren einer Erwerbstätigkeit nach. Damit war im vergangenen Jahr nach Ergebnissen des Mikrozensus fast jeder zweite (46,4%) Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene erwerbstätig.
Mehr als die Hälfte der jungen Erwerbstätigen übte die bezahlte Tätigkeit entweder im Rahmen einer Lehrausbildung (rund 1,5 Millionen Personen) oder neben dem Schul- beziehungsweise Hochschulbesuch (rund 800 000 Personen) aus. Die Zahl junger Erwerbstätiger, die nicht in Bildung und Ausbildung waren, lag bei 1,9 Millionen Personen oder 44% aller jungen Erwerbstätigen. Zudem versahen etwa 170 000 junge Menschen einen Dienst als Wehr- und Zivildienstleistende oder Soldaten.
Im Vergleich zur Situation im Jahr 2000 ist der Anteil Erwerbstätiger unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen leicht um 1,1 Prozentpunkte zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum hat der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren um 4,8 Prozentpunkte zugelegt.
Neben den Wehrpflichtigen, Zivildienstleistenden und Soldaten hat insbesondere die Zahl junger Erwerbstätiger abgenommen, die nicht in Bildung und Ausbildung waren. Während sie im Jahr 2000 noch 2,1 Millionen (23,7% aller 15 bis 24jährigen) betrug, lag sie im Jahr 2009 nur noch bei knapp 1,9 Millionen (20,6%). Trotz dieses Rückgangs ist die Zahl der atypisch Beschäftigten innerhalb dieser Gruppe sogar um 200 000 auf etwa 675 000 Personen angestiegen. Die Zahl junger Normalarbeitnehmer ist im Gegenzug um fast 400 000 auf knapp 1,2 Millionen Personen gesunken. Hintergrund ist ein Anstieg vor allem befristeter und geringfügiger Beschäftigungen.
Die Zahl der Erwerbslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren lag im Jahr 2009 deutlich über dem Niveau des Jahres 2000. Rund 540 000 junge Menschen haben 2009 aktiv eine bezahlte Tätigkeit gesucht, für die sie auch sofort zur Verfügung standen. Die Erwerbslosenquote, also der Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose) lag bei 11%. Sie war damit deutlich höher als im Jahr 2000 (8,2%), lag aber unter dem Höchststand aus dem Jahr 2005 (15,2%). Die Erwerbslosenquote junger Menschen ist im internationalen Vergleich moderat, lag im Jahr 2009 aber dennoch deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung (7,7%). Etwa 4,5 Millionen junge Menschen waren im Jahr 2009 nicht am Arbeitsmarkt aktiv, also weder erwerbstätig noch erwerbslos. Von ihnen befanden sich über 90% in Studium oder schulischer Ausbildung. Rund 10% standen weder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung noch befanden sie sich in Bildung oder Ausbildung.

Erwerbsbeteiligung von Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren
Ergebnisse des Mikrozensus (in 1000)

  2009 2000 Veränderung 2009 gegenüber 2000
1) ohne Wehr- und Zivildienstleistende, Soldaten.
2) Arbeitnehmer, die mit unbefristetem Arbeitsvertrag, mehr als 20 Wochenarbeitsstunden, nicht geringfügig und nicht in Zeitarbeit beschäftigt waren.
3) Arbeitnehmer, die mit befristetem Arbeitsvertrag, 20 und weniger Wochenarbeitsstunden, geringfügig oder in Zeitarbeit beschäftigt waren
Bevölkerung 9 385 9110 + 3%
Erwerbstätige 4 358 4327 + 1%
davon:
in Bildung und Ausbildung 2 291 1 919 + 19%
nicht in Bildung und Ausbildung 1) 1 898 2 084 – 9%
darunter: 
im Normalarbeitsverhältnis 2) 1 174 1 560 – 25%
in atypischer Beschäftigung 3) 676 476 + 42%
Wehr- und Zivildienstleistende, Soldaten 169 324 – 48%
Erwerbslose  538 385 + 40%
Erwerbslosenquote 11,0% 8,2% + 34%
Nichterwerbspersonen 4 489 4 399 + 2%
davon: 
in Bildung und Ausbildung 4 050 3 946 + 3%
nicht in Bildung und Ausbildung  439  453 – 3%

 

Hohe Kosten durch Demenz und Depressionen
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) betrugen die Krankheitskosten durch psychische und Verhaltensstörungen im Jahr 2008 knapp 28,7 Milliarden Euro. Für gut die Hälfte dieser Kosten waren nur zwei Diagnosen verantwortlich: 9,4 Milliarden Euro wurden für Demenzerkrankungen und 5,2 Milliarden Euro für Depressionen ausgegeben. Das ist eines der neuen Ergebnisse der Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamtes.
Ein Zeitvergleich zeigt, dass die Kosten durch psychische Erkrankungen von 2002 bis 2008 besonders stark gestiegen sind: Mit 5,3 Milliarden Euro war das Plus hier höher als bei allen anderen Krankheitsarten. Allein bei Demenz und Depressionen erhöhten sich die Kosten in diesem Zeitraum um zusammen 3,5 Milliarden Euro beziehungsweise 32%. Insgesamt sind die Krankheitskosten seit 2002 um 35,5 Milliarden angestiegen (+ 16%) und lagen im Jahr 2008 bei 254,3 Milliarden Euro. Psychische und Verhaltensstörungen waren dabei die Krankheitsgruppe mit den dritthöchsten Kosten: Noch höhere Kosten wurden 2008 lediglich durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (37 Milliarden Euro) und Krankheiten des Verdauungssystems (34,8 Milliarden Euro) verursacht.
 
Krankheitskosten 2002 und 2008 nach Krankheiten 
Krankheiten 1) 2002 2008 2002 2008
Millionen Euro Anteil in %
1) Gemäß der Internationalen Statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10).
Insgesamt  218 768  254 280 100 100
  I. bestimmte infektiöse und parasitäre Krankheiten  3 749  4 462 1,7 1,8
  II. Neubildungen  13 837  18 078 6,3 7,1
  III. Krankheiten des Blutes und der blutbildenden Organe  1 122  1 340 0,5 0,5
  IV. Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten  11 949  13 709 5,5 5,4
  V. psychische und Verhaltensstörungen  23 318  28 654 10,7 11,3
  Demenz (F00-F03) 7 143 9 364 3,3 3,7
  Depressionen (F32-F34) 3 923 5 233 1,8 2,1
  VI. Krankheiten des Nervensystems  10 583  12 512 4,8 4,9
  VII. Krankheiten des Auges und der Augenanhangsgebilde  6 835  6 841 3,1 2,7
  VIII. Krankheiten des Ohres und des Warzenfortsatzes  2 381  2 560 1,1 1,0
  IX. Krankheiten des Kreislaufsystems  33 587  36 973 15,4 14,5
  X. Krankheiten des Atmungssystems  11 402  13 189 5,2 5,2
  XI. Krankheiten des Verdauungssystems  31 372  34 814 14,3 13,7
  XII. Krankheiten der Haut und der Unterhaut  3 597  3 957 1,6 1,6
  XIII. Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems  24 440  28 545 11,2 11,2
  XIV. Krankheiten des Urogenitalsystems  8 788  8 981 4,0 3,5
  XV. Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett  3 555  3 044 1,6 1,2
  XVI. Zustände, mit Ursprung in der Perinatalperiode   813  1 116 0,4 0,4
  XVII. angeborene Fehlbildungen, Deformitäten  1 311  1 658 0,6 0,7
  XVIII. Symptome und klinische abnorme Befunde  10 908  13 134 5,0 5,2
  XIX. Verletzungen und Vergiftungen  10 246  12 581 4,7 4,9
  XXI. Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen

Donnerstag, 5. August 2010 - Historischer Kalender

Interesse an Ein- und Zweifamilienhäusern ungebrochen
Auf dem nordrhein-westfälischen Immobilienmarkt 2009 ist trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise das Interesse an Ein- und Zweifamilienhäusern ungebrochen. Noch stärker ist das Interesse am Wohnungseigentum. Weiter abwärts geht es mit den Umsätzen bei den Mehrfa-milienhäusern, sowie den Gewerbe- und Industrieobjekten. Dies teilte Innen- und Kommunalminister Jäger heute (5. August) bei der Vorlage des Grundstücksmarktberichtes 2010 durch den Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte mit.

Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswoh-nungen weiter ansteigend
Im vergangenen Jahr wechselten 122.190 Immobilien den Besitzer. Das entspricht nur einem leichten Rückgang von einem Prozent im Vergleich zum Jahr 2008. Mit 43.390 verkauften Ein- und Zweifamilienhäusern stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 1%, der Umsatz blieb mit 8,34 Milliarden Euro dagegen nahezu unverändert. Auch die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen stieg landesweit um fünf Prozent.

Entgegen dem Jahr 2009 verringerte sich die Anzahl der Kauffälle bei Mehrfamilienhäusern um 18 %, bei Gewerbe-und Industrieobjekten um 21 % und bei Büro-, Verwaltungs- oder Geschäftshäusern sogar um 29 %.

Die Marktpreise gaben im Schnitt leicht nach. Gebrauchte Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser verbilligten sich landesweit durchschnittlich um zwei Prozent. Dagegen stiegen die Preise für Erstverkäufe von Wohnungseigentum in einzelnen Regionen bis zu vier Prozent an. Die Preise für Baugrundstücke blieben weiter konstant.

Den Spitzenplatz bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen hält nach wie vor Düsseldorf mit 460 e/m2, gefolgt von den rheinischen Gemeinden Meerbusch mit 370 e/m2 sowie Langenfeld mit 330 e/m2. Bei den guten Wohnlagen rangiert Köln mit 810 e/m2 vor Düsseldorf mit 630 e/m2 und Aachen mit 440 e/m2. Deutlich günstiger ist die Situation in einigen ländlichen Gebieten. So liegt der Preis für den Quadratmeter Bauland in mittleren Wohnlagen beispielsweise in Hallenberg (Hochsauerlandkreis) bei 30 e/m2 und in Stemwede bei 34 e/m2 (Kreis Minden-Lübbecke).

Bei nach Regionen differenzierten Baulandpreisen liegen die Grundstücke in der Region Düsseldorf auf Platz 1 der Kostenskala. Dort zahlt man für den Quadratmeter Bauland im Schnitt 281 Euro. Deutlich preiswerter erworben werden können die Grundstücke im Ruhrgebiet mit 189 e/m², der Bergisch/Märkischen Städte-region mit 181 e/m², der Region Bonn mit 178 e/m², Köln mit 169 e/m², der Region Niederrhein mit 151 e/m², dem Münsterland mit 124 e/m², der Region Eifel/Rur mit 105 e/m², in Ostwestfalen/Lippe mit 96 e/m² sowie im Sauer- und Siegerland mit 88 e/m².

Wohnungseigentum in der Rheinschiene weiterhin zu Spitzenpreisen
Beim Wohnungseigentum ist es entlang der Rheinschiene unverändert am teuersten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet in Bonn in mittlerer Lage 2.918 e/m². An zweiter und dritter Stelle stehen Düsseldorf mit 2.838 e/m² und Haan mit 2.623 e/m². Dagegen kostet eine Eigentumswohnung in Hamm 1.560 e/ m², in Rhede 1.550 e/ m², und in Hiddenhausen 1.450 e/m².

Erstbezugsfertige Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften im Münsterland kosten mit 206.000 e deutlich weniger als in der Region Düsseldorf mit 303.000 e. Die Werte für die anderen Regionen: Köln 279.000 e, Bergisch/Märkische Städteregion 259.000 e, Bonn 250.000 e, Ruhrgebiet 248.000 e, Eifel/Rur 234.000 e, Niederrhein 223.000 e, Sauer- und Siegerland 221.000 e, Ostwestfalen/Lippe 207.000 e.

Reihenmittelhäuser sind in der Regel etwas preisgünstiger, sie kosten in der Region Düsseldorf aber immer noch 262.000 e.

Hintergrundinformationen
Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt; Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr. Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert umfassend und aktuell auf 125 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachter-ausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze und Bodenpreisindexreihen. Der Grundstücksmarktbericht NRW enthält wertvolle Informationen für Bewertungssachverständige aus Wirtschaft und Verwaltung und nicht zuletzt für alle Bürger, die sich mit der Finanzierung und dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien beschäftigen.

Montag, 2. August 2010 - Historischer Kalender

NRW-Industrie: Nachfrage im Juni um 30 Prozent über Vorjahresniveau
Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen
Verarbeitenden Gewerbe waren im Juni 2010 preisbereinigt um 30 Prozent höher als im Juni des Vorjahres und erreichten einen Indexwert von 99,2 Punkten (2005 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren in diesem Monat die Bestellungen aus dem Inland um 24 Prozent und die
Aufträge aus dem Ausland um 37 Prozent höher als zwölf Monate zuvor. Trotz dieser positiven Entwicklung konnten die aus der Finanzkrise resultierenden Einbrüche noch nicht wieder ausgeglichen werden. Die aktuellen Zahlen liegen immer noch unter dem Niveau von 2008.
 
Veränderung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe NRWs
im Juni 2010 im Vergleich zum Juni 2009
Produzenten
von …
insgesamt Inland Ausland
in Prozent
  Vorleistungsgütern +27 +27 +26
  Investitionsgütern +40 +23 +55
  Gebrauchsgütern +20 +12 +26
  Verbrauchsgütern +17 +6 +33
Insgesamt +30 +24 +37

Wie die Übersicht zeigt, nahm die Nachfrageentwicklung im Juni in allen Bereichen zu und erreichte überwiegend zweistellige Zuwachsraten. Dabei entwickelte sich insbesondere die Auslandsnachfrage wiederum besser als die Inlandsnachfrage. Im
Investitionsgütersektor (Inland: +23 Prozent; Ausland: +55 Prozent) konnten sowohl im Inland als auch im Ausland mehrere Großaufträge verbucht werden. (IT.NRW)