TuRa 88 - Archiv Okt - Dez 2008

 

Torloses Remis gegen den Spitzenreiter wie ein gefühlter Sieg
Verbundenheit zwischen Bürgerverein Neudorf und TuRa 88 mit Fahnehissung bekräftigt

TuRa 88 Duisburg - Union Solingen 0:0

Duisburg, 13. Dezember 2008 - Mucki Tebeck hüpfte nach dem Schlusspfiff auf und ab. Weniger aus Freude. Zwar freute sich der Trainer des Fußball-Niederrheinligisten TuRa 88 Duisburg und strahlte über das ganze Gesicht. Viel mehr vor Kälte. Denn es war nun wirklich bitterkalt auf dem Kammerberg. Vielleicht war das ja ein Grund, warum nur rund 100 Fans von Union Solingen unter den rund 300 Zuschauern – statt der mindestens erwarteten 200 – nach Neudorf kamen. Immerhin sorgten sie für gute Stimmung. Nach dem Spiel feierten die Blau-Gelben die Herbstmeisterschaft – und TuRa 88 den Punktgewinn beim 0:0 gegen den neuen „Zwischendurch-Champion“.

Und den verdienten sich die Roten Teufel nicht etwa durch einen lauen, verkühlten Kick, sondern durch ein spannendes und technisch gutes Spiel. Besser hätte das Jahr 2008 für die Neudorfer kaum enden können. „Wir haben damit die 20-Punkte-Marke geknackt“, freute sich Tebeck, dass das interne Vorrundenziel exakt erreicht wurde. Dabei steht am 1. Februar ja sogar doch das Nachholspiel beim Wuppertaler SV Borussia II aus.
„Wir waren heute über weite Strecken ja sogar die bessere Mannschaft“, war der Coach vom Auftritt seiner Mannschaft angetan. Das traf vor allem auf die erste Halbzeit zu, als sich TuRa 88 nicht gegen den Tabellenführer versteckte, sondern energisch angriff und sich Chancen erspielte. Die beste Gelegenheit hatte Frank Cho kurz vor dem Pausenpfiff. Er sah, dass Dennis Prostka zu weit vor seinem Kasten stand. Der Solinger Keeper konnte den Ball so gerade noch an die Latte und dann ins Aus lenken.
Dass Union diesen Spielverlauf gegen einen Neuling nicht wirklich lustig fand, zeigten die ersten rund 25 Minuten der zweiten Halbzeit. Dann nämlich zeigten die Klingenstädter einen Sturmlauf. Gefährlich waren sie zwar immer, blieben aber stets in der sicheren Neudorfer Abwehr hängen. So zeigte Michael Baum einmal mehr, wie wichtig er als Innenverteidiger für die Turaner ist. Das gleiche gilt für Marcel Füten, der in der 76. Minute den Ball nach einem Schuss von Gabriel Czajor von der Linie holte. Dass auch Ramazan Ünal, Tobias Kästner und Robert Zimmermann mehrfach positiv auffielen, war für Tebeck klar, „denn heute waren alle gut“.

Am 26. Dezember geht es für TuRa mit dem Hallenturnier des VfB Homberg weiter. Trainingsauftakt ist am 2. Januar; in den darauf folgenden vier Wochen stehen Testspiele gegen den Bonner SC (11. Januar, 14 Uhr, heim), Jahn Hiesfeld (14. Januar, 19.30 Uhr, heim), Mülheim 07 (18. Januar, 15 Uhr, auswärts), Sterkrade 06/07 (21. Januar, 19.30 Uhr, heim) und Wattenscheid 09 II (25. Januar, 14.30 Uhr, heim) aus dem Vorbereitungsplan. Friedhelm Thelen

TuRa: Sagsinlar – Theißen, Füten, Baum, Theißen – Ince, Zimmermann, Ünal (68. Schirru) – Kästner (84. Velija), Burgsmüller, Cho.

Verbundenheit zwischen Bürgerverein Neudorf und TuRa 88 mit Fahnehissung bekräftigt
In der Halbzeitpause des Fußball-Meisterschaftsspiels TuRa 88 gegen Union Solingen, am 13.12.08 im Hans-Walter-Gerlach-Stadion, wurde die Fahne des Bürgerverein Duisburg-Neudorf, von den Vorständen beider Vereine, als ständige Leihgabe gehisst. Mit der Hissung der Fahne wurde die lange bestehende Verbundenheit der zwei Neudorfer Vereine bekräftigt.

Am 17. September 2008 wurde auf Staten Island in New York in New Dorp der Schwesterstadt-Tag vom New Dorper Bürgervereinigung, den 49 angereisten Bürgervereinsmitgliedern mit einer Urkunde vom Präsidenten von Staten Island besiegelt. Während Bürgervereins-Vorsitzender Harald Jeschke eine Deutschlandfahne, die Urkunde des Präsidenten von Staten Island erhielt, überreichte der Bürgerverein neben eigenen Insignien auch Geschenke der Stadt Duisburg und Wimpel nebst Schals von TuRa 88. Nun hängen neben den Bürgervereins-Utensilien auch die Farben der Roten Teufel im Bürgerhaus von New Dorp, bewacht von der Boyscout Group und vom Hilfs-Sheriff mit bayerischer Herkunft.

   
 
  V.L.: Hans Krause (BV-N), Wim Kunz (BV-N), Ottmar Birke (BV-N), Carsten Ringeler (TuRa),
Dieter Gehring (Tura), Helmut Aengenheyster (SPD OV-Neudorf), Ursula Steckenborn  (BV-N) - Fotos Manfred Schneider
 

Zwei Punkte in Viersen gelassen

1. FC Viersen - TuRa 88 Duisburg 1:1 (1:0)

Duisburg, 7. Dezember 2008 - Nein, unter dem Strich war der kurz vor dem Wechsel auf die Tribüne verwiesene Trainer von TuRa 88 Mucki Tebeck sicher nicht. Zum einen gab es einen Foulelfmeter gegen die Turaner, der nach Lattentreffer erst als solcher gepfiffen wurde - im Nachhinein. Darüber hatte sich Turas Coach dermaßen aufgeregt, dass er die Coachingzone verlassen und auf der Tribüne Platz nehmen musste. Auf dem sehr tiefen Rasen in Viersen hatte TuRa eigentlich mehr vom Spiel und auch die Chance, drei Zähler mitzunehmen. Aber wie erwähnt...
"Das Spiel hätte auf diesem Boden gar nicht angepfiffen werden dürfen", so Tebeck. "Wir haben uns viele Chancen erspielt", freute sich der Neudorfer Coach zumindest darüber, dass die Roten Teufel mal wieder gepunktet haben. Allerdings wäre in Viersen auch locker ein Sieg drin gewesen. Symptomatisch: In der zweiten Halbzeit flankte Thorsten Burgsmüller in den Sechzehner, doch der Ball landete nach ein paar "Billardtreffern" an vier, fünf Füßen nicht im Viersener Tor.

Tore:
1:0 (42.) Folelfmeter Nando Di Budou
1:1 (49.) Foulelfmeter Füten

TuRa 88: Sagsinlar - Bechtloff, Füten, Zimmermann, Theißen - Ince (80. Schirru),  Ünal ,Kästner (75. Velija) - Burgsmüller, Cho (88. Meinert), Zimmermann.

Erste Hälfte verschlafen

TuRa 88 Duisburg : VfB Speldorf 2:3 (0:3)

Duisburg, 30. November 2008 - Wer nach 45 Minuten 0:3 hinten liegt hat kaum noch Chancen, so einen Rückstand zu drehen. Nach den verschlafenen ersten 45 Minuten ging zwar noch etwas, aber es war mehr oder weniger nur eine Ergebniskosmetik. Der 1:3-Anschlusstreffer durch Fütens Foulelfmeter (70.) kam zwar noch relativ rechtzeitig, trotzdem gelang nur in der Schlussminute ein weitere Treffer gegen einen in den letzten 20 Minuten in Unterzahl spielenden Gast. Zu weit vom Gegner weg und den Gast zudem mit eigenen Fehlern aufgebaut - so die knappe Zusammenfassung des Spiels aus Sicht der Turaner.
Das war nicht der Tag von TuRa 88 Duisburg. Allerdings ist der VfB Speldorf auch nicht die Kragenweite der Roten Teufel. Denn gnadenlos nutzte der noch ungeschlagene Tabellenzzweite der Fußball-Niederrheinliga die Fehler des Neulings aus. Was ärgerlich für die Neudorfer ist: Ausgerechnet der Ex-Turaner Sascha Schnecker war maßgeblich an der 2:3 (0:3)-Niederlage seiner ehemaligen Mannschaft beteiligt. Ein Tor geschossen, ein weiteres vorbereitet. Eine gute Quote.
"Sechs Punkte aus den letzten vier Spielen vor der Winterpause", formulierte Trainer Mucki Tebeck sein Ziel für die Vorweihnachtszeit und hoffte auf eine Überraschung gegen die Mülheimer. Daraus wurde nichts, weil die Neudorfer in der ersten Halbzeit viel zu viele Fehler machten. Gerade die rechte Abwehrseite bot dem VfB immer wieder etliche Gelegenheiten für gefährliche Angriffe.
Diese "offene Wunde" nutzte der VfB zu seinen drei Treffern. Dabei hatte Florian Theißen in der 27. Minute noch Pech, als er den Schuss von Sascha Schnecker zum 0:1 abfälschte. Beim 0:2 durch Thorsten Schmugge (39.) ließ sich Robert Zimmermann, der ansonsten eine gute Partie auf der ungewohnten Innenverteidiger-Position ablieferte, von Hasan Ramadani düpieren, den die Turaner nie in den Griff bekamen. Allerdings muss sich Zimmermann nicht allzu sehr grämen, da der entscheidende Fehler längst im Mittelfeld passiert war. So wie beim 0:3, als Gürkan Erdem bei dem Treffer durch Alexander Scheelen (45.) nicht gut aussah.

Tore:
0:1 (27.) Schnecker
0:2 (39.) Schmugge
0:3 (45.) Scheelen
1:3 (70.) Marcel Füten / Foulelfmeter
2:3 (90+2.) Thorsten Burgsmüller

TuRa 88: Sagsinlar - Bechtloff, Füten, Zimmermann, Theißen - Ince, Erdem, Schirru (46. Ünal) - Burgsmüller, Cho, Velija (46. Kästner).
Gelb-rote Karte: Flöth (69., VfB).

WSV Borussia II - TuRa 88 Duisburg Neuansetzung: Mittwoch, 3. Dezember 20:00 Uhr

Latte, Pfosten und eigenes Unvermögen standen Punktgewinn oder gar Sieg im Weg

TuRa 88 Duisburg : SC Kapellen-Erft 1:2 (0:2)

Duisburg, 16. November 2008 - Latte, Pfosten, auf der Linie geklärt - die ganze Palette der Einschussmöglichkeiten half TuRa 88 nicht weiter. Nach einem 0:2-Rückstand stand am Ende lediglich der 1:2-Anschlusstreffer. Der kam zwar noch relativ rechtzeitig - Rafael Bechtloff in der 59. Minute - half aber letztendlich nicht. Es blieb bei der 1:2-Heimniederlage. 

Mucki Tebeck stiefelte vom Platz. Zu sehr hatte ihn das Spiel aufgeregt. Erst einmal ab in die Kabine. Durchatmen. 1:2 (0:2) gegen den SC Kapellen-Erft. Und dann noch eine Rote Karte gegen Michael Baum - den so wichtigen Innenverteidiger der Roten Teufel. Die Ausbeute für TuRa 88 Duisburg war an diesem Spieltag der Fußball-Niederrheinliga wahrlich nicht gut.
"Da muss man doch nicht gleich Rot ziehen", schimpfte Tebeck; schließlich muss er sich nun Gedanken machen, wie er diesen Ausfall in den nächsten Wochen kompensieren soll. Allerdings war der Platzverweis vertretbar Eine Notbremse? Zu 80 Prozent ja. "Da waren doch noch andere Spiele in der Nähe. Und es war weit an der Außenlinie", so Tebeck. Allerdings war Mo Salou, Sohn des Ex-MSV-Profis Bachirou Salou, auf dem Weg zum Neudorfer Tor. Und außerdem hat Baum ihn im vollen Lauf erwischt. Letztlich zögerte Schiedsrichter David Sütterle nicht lange und zog den dunkel gefärbten Karton.
Eigene Fehler begünstigten die beiden Gegentreffer
Zum Ärger der Turaner kommt hinzu: Durch eigenen Fehler begünstigten sie die 2:0-Führung der Gäste und ließen selbst zu viele Chancen ungenutzt. Alleine Veli Velija hätte das Spiel für TuRa 88 alleine entscheiden können. Stattdessen brachte Nicolas Rittmann per Doppelschlag die Gäste in Führung. Erst war Florian Theißen zu weit aufgerückt und konnte die Flanke nicht unterbinden (23.), dann unterlief Robert Zimmermann ein Stellungsfehler (28.). "Allerdings haben die Fehler schon viel weiter vorne angefangen", nahm Tebeck die beiden in Schutz. Pech hatte derweil Frank Cho, der zweimal nur die Latte traf (33., 70.).
Nach der Pause war TuRa die klar spielbestimmende Mannschaft. Doch nur Raffael Bechtloff gelang ein Tor zum 1:2 (59.), als er nach einem Velija-Schuss abstaubte. Selbst in Unterzahl gab TuRa noch Gas, wurde aber für die Aufholjagd nicht belohnt. (the/haje)

Tore:
0:1 (23.) Nicolas Rittmann
0:2 (28.) Nicolas Rittmann

1:2 (59.) Rafael Bechtloff

TuRa: Sagsinlar - Bechtloff, Füten, Baum, Theißen (75. Kästner) - Erdem, Zimmermann, Schirru - Burgsmüller (30. Ince), Cho, Velija.
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Bsaum - Notbremse als letzter Mann (83.)

TuRas Schirru (linkes Foto) gut abgeschirmt
 

 

 

 

 

 

Oben: Chancenlos - Frank Cho allein gegen fünf Gegner
Links die 1:0-Führung durch Rittmann

3:1-Auswärtssieg: Rote Teufel klettern wieder gut nach oben

Cronenberger SC  - TuRa 88 Duisburg 1:3 (0:1)

Duisburg, 9. November 2008 -Auch späte Tore helfen.  Als sich alle schon mit dem 1:1-Remis anfreundeten, langte Cho (Foto) zweimal zu. Fünf Minuten vor dem Ende traf er zur 2:1-Führung und mit dem Treffer in der Schlussminute stellte er den 3:1-Endstand her. Mit den beiden Toren gelang der 3:1-Sieg, mit dem sich die Roten Teufel nach oben hievten.

TuRa 88 Duisburg macht es gerne spannend. Vor einer Woche sorgte Marcel Füten vier Minuten vor dem Ende für den Siegtreffer - im Fußball-Niederrheinligaspiel beim Cronenberger SC war es nun Frank Cho, der in den letzten fünf Minuten den 3:1 (1:0)-Sieg der Roten Teufel auf den Wuppertaler Südhöhen sicherstellte.
Glücklich vielleicht, doch wie vor Wochenfrist war auch dieser Erfolg der Neudorfer verdient. "In der ersten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft. Das Spiel hätten wir schon vor der Pause entscheiden müssen", so TuRa-Trainer Mucki Tebeck. Bereits nach vier Minuten brachte Damiano Schirru die Turaner in Führung. Weitere Chancen durch Veli Velija, der Ball in die Arme des CSC-Keepers köpfte, Thorsten Burgsmüller und Frank Cho blieben jedoch ungenutzt.

"Nach der Pause habe ich von 4-3-3 auf 4-4-2 umgestellt", so Tebeck, "danach kam Cronenberg zunächst besser ins Spiel. Aber nach einiger Zeit hatten wir die Partie wieder im Griff", so Tebeck. Zunächst glich jedoch Fasil Arafkas (56.) aus, den die TuRa-Abwehr völlig aus den Augen verloren hatte. Dumm lief es schließlich für den Wuppertaler Taufik Budziat. Er reklamierte derart heftig ein Foulspiel gegen sich, dass er Gelb-Rot sah (82.). Die Überzahl nutzten die Duisburger gnadenlos aus. Fünf Minuten vor Ende brachte Frank Cho sein Team auf die Siegerstraße und legte kurz vor Ende noch das 3:1 nach. Das wiederum brachte Budziat derart auf die Palme, dass er sich noch nach Spielende aufregte.
Aber das konnte den Turaner letztlich egal sein . . . (the/haje)

Tore:
0:1 (4.) Chirru
1:1 (56.) Arafkas
1:2 (85.) Cho
1:3 (90.) Cho
 Spielplan Erg/Tabelle 
TuRa: Sagsinlar - Bechtloff, Füten, Baum, Theißen - Erdem, Zimmermann, Schirru (46. Ince) - Burgmüller, Cho (90. Kästner), Velija (85. Ünal).
Besondere Vorkommnisse: Gelb-rote Karte für Cronenbergs Butziat (82.)

Dieter Gehring: "Wie es aussieht, streben wir der völligen Entschuldung entgegen."

Duisburg, 5. November 2008 - Die Gerüchte wollten nicht leiser werden: "TuRa geht das Geld aus." Oder: "Wer weiß, wie es bei denen weitergeht?" Die Hintergründe sind bekannt. Der Neubau der Kunstrasenanlage stellte Fußball-Niederrheinligist TuRa 88 Duisburg vor größere Probleme als geplant. Sogar eine Umlage auf die Mitglieder musste beschlossen werden. Zudem verstarb der Vorsitzende Hans-Walter Gerlach kurz nach dem Verbandsliga-Aufstieg. Die Folge: Einige Sponsoren sahen sich nicht mehr an Zusagen gebunden. Nun aber kann Dieter Gehring  (Bildmitte) verkünden: "Wie es aussieht, streben wir der völligen Entschuldung entgegen."

"Alle Verträge sind unterschrieben"

Noch ist der kommissarische 1. Vorsitzende vorsichtig. "Ich will das Geld erst auf dem Konto sehen", sagt der gewählte Schatzmeister, der den Vorsitz zu Saisonbeginn übernommen hat. Aber auf den Weg gebracht ist alles. "Wir haben Sponsoren gefunden, mit deren Hilfe wir die Altschulden abbauen und die Liquidität mit Blick auf die Zukunft sichern können. Alle Verträge sind unterschrieben. Das muss nur noch bei den Banken abgewickelt werden." Wenn im Jahr 2009 der Landessportbund den bewilligten Zuschuss für die Anlage überweist, sollte bei TuRa endgültig alles im grünen Bereich sein.
Am Dienstag suchte Gehring mit den anderen Vorstandsmitgliedern das Gespräch mit den "Machern" und Trainern des Klubs, stellte sein Konzept vor. "Da gab es natürlich noch viele Animositäten aus der Vergangenheit", ging es für die Vertreter der Jugendabteilung vor allem um die Frage: Wer zahlt was? "Da haben uns bislang klare Strukturen gefehlt", sagt Gehring. "Zum Beispiel die Platzkosten: Da wurde irgendwann eine Summe genannt, die die Jugend für die jährlichen Kosten zu zahlen hat. Ich habe einen Schlüssel aufgestellt, wie groß der Anteil der Jugend im Vergleich zu Senioren, Alten Herren und Hobbyteams an den Trainingseinheiten ist - und danach richtet sich dann auch die Kostenbeteiligung. Außerdem muss klar sein, wer Sponsoren einbringt. Schließlich braucht auch die Jugend ihr Geld, wenn sie weiterhin so tolle Erfolge feiern will wie zuletzt", so Gehring.

Derweil haben sich die Turaner darauf verständigt, dass es keine außerordentliche Versammlung geben muss. Bei der Jahreshauptversammlung im März will Gehring zur Wahl antreten. "Der ideale Vorsitzende ist um die 40, hat unternehmerische Fähigkeiten, mag das Vereinsleben und kommt aus Duisburg. Punkt eins und vier erfülle ich nicht", sagt der TuRa-Chef, der in diesem Jahr 65 wird, aus Bremerhaven stammt und vor zwei Jahren über seinen Sohn zum Verein kam. "Ich würde es aber für ein oder zwei Jahre machen." (the)

Marcel Fütens sicheres Elfmetertor brachte den 2:1-Sieg über Ratingen

TuRa 88 Duisburg - Ratingen 04/19  2:1 (0:1)

Duisburg, 2. November 2008 - TuRa spielte gegen den Tabellenvierten gut verbessert und zeigte das optisch bessere Spiel. Das überraschende 0:1 in der 25. Minute erzielte Deniz Dogan in der 25. Minute beflügelte die Ratinger für den Rest der 1. Halbzeit. Durch das 1:1 in der 52. Minute durch Veli Velija, waren die Turaner wieder in der Spur.
Nach dem Elfmetertor von Mannschaftskapitän Marcel Füten zur 2:1 Führung warfen die Ratinger alles nach vorne, was jedoch am Endstand von 2:1 nichts mehr änderte.

Oben: Trotz Pauken und Trompeten der weiblichen Ratinger Fans mussten ihre Jungs die Punkte in Duisburg lassen 

Vier Minuten noch zu spielen. Dann ein Pfiff. Entsetzen im Gesicht des Ratingers Jaha Luard. Freude bei den Spielern des Fußball-Niederrheinligisten TuRa 88 Duisburg. Denn Schiedsrichter Luc Ngatchou zeigt auf den Punkt. Thorsten Burgsmüller hatte den Ball in den Sechzehner geflankt - und dabei Luards Hand getroffen. Der Verteidiger von Ratingen 04/19 reklamierte, den Ball nicht absichtlich mit der Hand gespielt zu haben. "Aber für mich war es ein Elfer", sagte TuRa-Trainer Mucki Tebeck. "Schließlich hat er die Flugbahn des Balles klar verändert." Marcel Füten war's ohnehin egal. Er drosch links zum 2:1 (0:1)-Siegtreffer in die Maschen. Und das nach einem Oktober ganz ohne Punkte.
Die ersten Halbzeit gegen 04/19 hatte weniger mit TuRa 88 als mit TuRa 08/15 zu tun. Einfallslos und mit vielen leichten Fehlern agierten die Roten Teufel. So reagierte Tebeck früh. Der nach einem kleinen Trainingsdisput am Freitagabend zunächst auf die Bank verbannte Thorsten Burgsmüller kam schon in der 34. Minute und brachte den nötigen Dampf - auch wenn er in der zweiten Hälfte drei gute Chancen verpasste. "Er hat genau die richtige Reaktion gezeigt. Manchmal tut es ja gut, wenn man man giftig ist", so Tebeck. Zur Pause kam auch Hüseyin Ince und spielte hinter den Spitzen - statt vor der Abwehr.

Das 0:1 der Gäste durch Deniz Dogan (25.) glichen die nach der Pause klar besseren Turaner in der 52. Minute aus. Burgsmüller traf den Pfosten, Veli Velija nutzte den Nachschuss. Und zwei Minuten später hatte Ince die Chance zur Führung, traf per Freistoß aber nur die Latte. Der Rest war ein Sturmlauf, der mit dem Handelfmeter glücklich, aber verdient belohnt wurde.
Derweil arbeitet Vereinschef Dieter Gehring hinter den Kulissen an der finanziellen Konsolidierung. "Es sieht gut aus", sucht er in dieser Woche das Gespräch mit Trainern und anderen Entscheidungsträgern im Verein.

Tore: 0:1 Dogan (25.), 1:1 Velija (52.), 2:1 Füten (86., Handelfmeter).
TuRa: Sagsinlar - Bechtloff, Füten, Baum, Theißen - Erdem, Zimmermann, Meinert (34. Burgsmüller), Schirru (46. Ince) - Cho (90./+1 Ünal), Velija.

 
Jubelnd läuft Franko Cho ins gegnerische Tor, nach den Treffer zum 1:1 Ausgleich durch Mittelstürmer Veli Velija Nichts zu halten gab es für den Ratinger Torwart Thomas Scholz beim Strafstoß von Marcel Füten

Ärgerliche, da vermeidbare Niederlage

TuRa 88 Duisburg - SV Straelen 0:1 (0:1)

Duisburg, 26. Oktober 2008 -Eine ärgerliche Niederlage, denn das 0:1 war vermeidbar. Pech für Rene´ Meinert, dass er den entscheidenden Zweikampf in der 18. Minute gegen Niklas van Houdt verlor. Der Straelener zog über die linke Seite in den Strafraum und ließ Keeper Umut Sagsinlar keine Chance. Zwei umstrittene Szenen sorgten für Unmut: In der 21. Minute foulte SVS-Torwart Marian Gbur Thorsten Burgsmüller im Strafraum - ein Pfiff blieb jedoch aus. Den gab es acht Minuten später auf der anderen Seite. Michael Baum war zwar zuerst am Ball, doch nach dem "Sturz" von Marc Linssen gab's Elfmeter. Sagsinlar zeigte eine starke Parade, tauchte in die richtige Ecke und verhinderte das 0:2. "Der Einsatz stimmte", machte Trainer Mucki Tebeck seinem Team keinen Vorwurf.
Tor: 0:1 van Houdt (18.).

TuRa 88: Sagsinlar - Bechtloff (81. Kästner), Füten, Baum, Theißen - Meinert (62. Ünal), Erdem, Schirru - Velija, Cho, Burgsmüller.
Besonderes Vorkommnis: Sagsinlar (TuRa) pariert Foulelfmeter gegen Thönes (29.).

Keine Chance in Düsseldorf - dritte Niederlage in Folge

TuRU Düsseldorf – TuRa 88 Duisburg 5:0 (1:0)

Duisburg, 19. Oktober 2008 - Da war sie - die erste "Packung", die Aufsteiger TuRa 88 Duisburg in der Fußball-Niederrheinliga kassierte. Mit 0:5 (0:1) gingen die Roten Teufel bei TuRU Düsseldorf in der Schlussphase des Spiels regelrecht unter. Trainer Mucki Tebeck war restlos bedient. "Ich musste gerade erst einmal aus der Kabine raus. Sonst wäre ich geplatzt", schimpfte der Coach. "Die Leistung war einfach nur katastrophal."
Sicher: Mit Hüseyin Ince fehlte eine Stütze der Mannschaft. Auch der agile Offensivspieler Veli Velija fehlte den Neudorfern letztmals aufgrund seiner Rotsperre. Ein Grund für diesen Leistungseinbruch war aber beides nicht. "Das, was wir machen wollten, hat uns TuRU vorgemacht", sagte Tebeck. Denn es waren die Düsseldorfer, die ihren Gegner unter Druck setzten Duisburger Chancen? Die waren an einer Hand abzuzählen, ohne jeden Finger dabei beanspruchen zu müssen.
Nach 40 Minuten brachte Anderson Faluyi die Gastgeber in Führung. Die beste Gelegenheit des Spiels bot sich Thorsten Burgsmüller in der zweiten Halbzeit, als er das Leder an die Latte donnerte - doch schon kurz danach verwandelte Engin Kizilaslan einen an ihn selbst verschuldeten Foulelfmeter (68.). Die Folge: Die Roten Teufel zerbröselten in ihre Einzelteile. Was Tebeck erst recht ärgerte: "In der letzten Viertelstunde rennen wir blind nach vorne und wollen das Spiel noch drehen." Die Düsseldorfer ließen sich nicht zweimal bitten und legten noch dreimal nach. Zunächst erhöhte Anderson Faluyi auf 3:0 (74.), ehe Samet Akarsu vier Minuten später auf 4:0 erhöhten. Den Schlusspunkt setzte Eric Seiter in der 87. Minute.
Überhaupt Samet Akarsu. Der Düsseldorfer war an allen Toren seiner Mannschaft in irgendeiner Form beteiligt - zu dem Versuch, daran etwas zu ändern, sah sich während der kompletten 90 Minuten kein Neudorfer genötigt.
Nun müssen die Turaner unbedingt wieder in die Spur finden. Am Sonntag treffen die Roten Teufel zu Hause auf den SV Straelen. (the)

Tore: 1:0 Faluyi (40.), 2:0 Kizilaslan (68., Foulelfmeter), 3:0 Faluyi (74.), 4:0 Akarsu (78.), 5:0 Seiter (87.).
TuRa: Sagsinlar - Bechtloff (46. Meinert), Füten, Baum, Theißen - Zimmermann (65. Ünal), Erdem, Schirru - Kästner (46. Wissen), Cho, Burgsmüller.

Mieses Wetter und schlechtes Spiel: TuRa verlor 1:2

TuRa 88 Duisburg - SC Düsseldorf West 1:2 (1:1)

Duisburg, 5. Oktober 2008 - Nein, ein gutes Spiel war es nicht, das die Hausherren ablieferten.  Da war die Niederlage irgendwie programmiert, auch wenn sich TuRas Torhüter Unmut Sagsinlar mit guten Paraden lange gegen weiter Einschüsse stemmte und viel dazu beitrug, dass die Roten Teufel noch im Spiel blieben. So sprach auch Teufel-Trainer Mucki Tebeck von einer verdienten Niederlage. Lange Zeit hatte sein Team dem Gegner gar nichts entgegen zu setzen. Dabei hätten die Gäste nach Pfosten- und Lattentreffer durchaus höher gewinnen können. Ein feiner  und zudem unhaltbarer Schlenzer von Steinfort in den Torwinkel brachte den Düsseldorfern die schon zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:0-Führung.
Und dennoch hatten die Hausherren durch ein Tor sozusagen aus dem Nichts die Chance, dem Gegner doch noch ein Bein zu stellen. Flanke Kästner- Torschuss Cho und schon stand es 1:1.

Aber individuelle Fehler leiteten nach dem Wechsel bei ungemütlichem Wetter den 2:1-Siegtreffer ein.

Tore: 0:1 (6.) Steinfort, 1:1(22.) Cho, 1:2(66.) Marvin Rossow
TuRa 88:  Sagsinlar – Theißen, Füten, Baum - Ince, Kästner, Schirru, Bechtloff (67. Meinert), Zimmermann (77. Ünal), – Cho, Burgsmüller