TuRa 88 - Archiv Oktober - Dezember 2007

 

Knapp aber 1:0 gewonnen - Herbstmeister TuRa überwintert mit 42 Punkten

TuRa 88 Duisburg - TuS Borth 1:0 (0:0)

Duisburg, 14. Dezember 2007 - Kaum Chancen, kein Tor aber viel Kälte - so war es zumindest in der ersten Hälfte. Das Tor des Tages erzielte Dejan Lazovic 16. Minuten vor dem Ende und erlöste so die Fans von TuRa 88 Duisburg am Neudorfer Kammerberg. Eine Irritation hatte das Spiel entschieden.  Aus eigentlich kaum Erfolg versprechender Lage hatte es der Neudorfer einfach probiert. Irgendwie traf beim Abwehrversuch der Gäste-Schlussmann den Turaner und von ihm kullerte der Ball ins Tor (74.). Es gab aber noch ein  weiteres vorweg genommenes Weihnachtsgeschenk. Gästestürmer Kulic brachte das Kunststück fertig, aus geschätzt nur einem Meter Entfernung den Pfosten zu treffen (77.).

Wie heißt es so schön: "Stehst du oben, hast du das Glück..."

Tor: 1:0 (74.) Lazovic

TuRa 88: Mertens – Tebeck, Schnecker, Cukur, Jütten – Ince, Zimmermann, Anastassiadis (80. Gottwald)– Lazovic, Cho, Burgsmüller.

probiert udn 5:0-Sieg im Lokalderby

Duisburger SV 1900  - TuRa 88 Duisburg 0:5 (0:1)

Duisburg, 8. Dezember 2007 - Kaum hatte der Schiedsrichter abgepfiffen, lagen sich die Turaner in den Armen. Die Jungs in Schwarz und Rot tanzten im Kreis. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hej”, jubelten sie. Doch obwohl TuRa 88 Duisburg das Derby in der Fußball-Landesliga beim Duisburger SV 1900 mit 5:0 (1:0) gewonnen hatte, war Ralf Kessen, dem Trainer der Roten Teufel, überhaupt nicht nach Lachen zumute. Blut ist eben dicker als Trikotfarbe. „Mit tut mein Bruder Jörg leid, dass ihn seine Mannschaft derart im Stich gelassen hat. Das ist unglaublich”, ärgerte selbst den TuRa-Trainer die Leistung des Gegners.
 Und Jörg Kessen? Der DSV-Coach wollte erst einmal nicht sagen. Konnte nichts sagen, musste von seinem Bruder getröstet werden. „Mit so einer Leistung kann ich mich nicht identifizieren. Ich muss mir ernsthaft überlegen, ob ich weitermachen will”, war er noch lange nach dem Spiel angeschlagen. Zu oft hatte ihn sein Team in den letzten Wochen getäuscht. Der DSV – eine Mannschaft mit einem guten und einem bösen Ich. Vor allem aber viel zu selten mit einem Wir. Starke Vorstellungen wechselten sich immer wieder mit schlimmen Niederlagen ab.
 Dass, was beide Kessens so ungläubig zuschauen ließ, passierte allerdings erst in der zweiten Halbzeit. Zwar waren die Neudorfer schon in der ersten Halbzeit das bessere Team, doch der DSV 1900 hatte seine Chance. Vor allem zwischen der 30. und 40. Minute, als Daniel Brosowski zweimal die Führung für die Wanheimerorter auf dem Schlappen hatte. Doch mit dem Pausenpfiff köpfte Hüseyin Ince nach einer Anstassiadis-Ecke zum 1:0 ein. Einen Anstoß gab es erst 15 Minuten später wieder. Zur zweiten Halbzeit.
 Die geriet aus Sicht des DSV zu einem Trauerspiel – für TuRa freilich zum Schaulaufen. Die Roten Teufel nutzten die Passivität ihrer Gegner konsequent aus. Frank Cho bediente Thorsten Burgsmüller, der den herausgeeilten Marcel Siepmann zum 2:0 überspielte (56.). Viel zu einfach kam TuRa zu weiteren Chancen. Frank Cho sagte elf Minuten später mit dem 3:0 danke. Sieben Minuten vor Ende legte Sascha Schnecker selbstlos ab, sah den völlig freien Burgsmüller, der mit einem Treffer ins leere Tor auf 4:0 erhöhte. Vier Minuten später erzielte auch TuRas Neuer, Jens Jütten, sein erstes Tor im ersten Spiel – nachdem er zuvor den Ball bereits ans Gebälk gedonnert hatte.
 Apropos Jütten. Der frühere Spielertrainer des SV Walbeck übernahm sofort Verantwortung in der Defensive, dirigierte seine Mitspieler. Etwas, das beim DSV viel zu selten zu sehen ist.
 Für TuRa und Ralf Kessen ging der Abend mit der Weihnachtsfeier zu Ende. Jörg Kessen dagegen blieb nur der Frust . . . Friedhelm Thelen

Tore: 0:1 Ince (45./+1), 0:2 Burgsmüller (56.), 0:3 Cho (67.), 0:4 Burgsmüller (83.), 0:5 Jütten (87.).

DSV: Siepmann – Pascal Thiedge – Böing, Siegmund – Kuckelkorn, Zier, Aydogan (64. Giesen-Tober), Burek, Ostojic (67. Schmidt) – Ellmann (75. Aksoy), Brosowski.
TuRa: Mertens – Tebeck, Schnecker, Cukur, Jütten – Ince, Zimmermann, Anastassiadis – Lazovic (72. Gottwald), Cho, Burgsmüller.

2:0-Sieg in Walbeck und Herbstmeisterschaft erkämpft - 2 Tore von Bürgsmüller

SV 1913 Walbeck - TuRa 88 Duisburg 0:2 (0:1)

Walbeck/Duisburg, 2. Dezember 2007 - Der Titel des Herbstmeisters ist Gold wert - zumindest das Gold einer Ananas. Dennoch freut sich jeder Club über diese Auszeichnung. Warum auch nicht. Denn gerade angesichts des Saisonstarts mit neun Siegen in Folge haben sich die Neudorfer diese Freude redlich verdient. Seit heute ist es nun sicher, denn TuRa 88 Duisburg gewann das Landesligaspiel beim SV Walbeck verdient mit 2:0 (1:0).
Hätten die Turaner dabei ihre Chancen konsequent genutzt, "hätte Walbeck nach der Halbzeit gar nicht mehr aufs Feld kommem brauchen", so Trainer Ralf Kessen. Denn die Gäste hatten genügend Gelegenheiten, frühzeitig in Führung zu gehen - und die auch noch auszubauen. Thorsten Burgsmüller, Willi Anastassiadis, Dejan Lazovic tauchten immer wieder vor dem Walbecker Kasten auf. Fünf Minuten vor der Pause war es schließlich so weit. Nach einer kurz ausgeführten Ecke brachte Hüseyin Ince den Ball herein, Burgsmüller kam herangerauscht und traf zum 1:0.

Danach hatte TuRa mit viel Gegenwind zu kämpfen. Nicht in Form eines plötzlich erstarken SV Walbeck - sondern tatsächlich. "Die Windverhältnisse waren kurios. Teilweise ist der Ball in der Luft stehen geblieben", schüttelte Kessen den Kopf. Die Duisburger waren zwar nicht mehr ganz so druckvoll wie in den ersten 45 Minuten, ließen aber - bis auf zwei Weitschüsse - keine Chancen des Gegners zu.
Nach einer Ecke hatte Burgsmüller (Foto) noch die Kopfballchance zu einem weiteren Treffer, verpasste aber. Doch in der 85. Minute markierte der Stürmer sein zweites Tor nach einem Steilpass von Mucki Tebeck.
RWO II blieb nach dem 3:0-Sieg in Möllen bei einem Punkt Rückstand dran; TuB Bocholt spielte nur remis und liegt nun fünf Punkte hinter TuRa.

Tore: 0:1 Burgsmüller (40.), 0:2 Burgsmüller (85.).

TuRa: Mertens - Tebeck, Baum (46. Krohn), Schnecker, Cukur - Ince, Zimmermann, Anastassiadis - Cho, Lazovic (75. Gottwald), Burgsmüller.

TuRa 88 hielt mit Derbysieg die Spitzenposition, aber auch Verfolger punkteten
Zwei Spieler mussten ins Krankenhaus

TuRa 88 Duisburg - SF Hamborn 07 3:1 (1:1)

Duisburg, 18. November 2007 - Im Landesliga-Derby der Gruppe 3 war in der ersten Halbzeit TuRa tonangebend. In Halbzeit zwei war aber kaum etwas vom unterschiedlichen Tabellenstand zu bemerken.
Wenig erfreulich war, dass der angeforderte Rettungswagen wohl die Platzanlage nicht kannte und erst auf Rückfrage den Platz von Tura 88 gefunden hat. Mit dem angeforderten Rettungswagen wurden Hamborns Senol Ibisi (Verdacht auf Ellbogenfraktur) und TuRa-Kapitän Marcel Füten (Foto li., Verdacht auf Jochbeinbruch) befördert.
Es war kein schöner Sonntag (re.) für Hamborns Trainer Siggi Sonntag, der Spiel und Spieler durch Verletzung verloren hatte.

 

1:0-Führung für Hamborn 07 in der 16. Minunte durch Okan Demircan (15) 2:1-Führung für TuRa 88 (54.)durch Thorsten Burgsmüller

Tore:
0:1 (16.) Okan Demircan
1:1 (40.) Sascha Schnecker
2:1 (54.) Thorsten Burgsmüller
3:1 (89.) Sascha Schnecker  (Foto links)

TuRa:
Mertens - Füten (79. Canakci, Baum, Krohn (60. Gottwald) - Ince, Zimmermann, Cukur (85. El Zein), Anastassiadias - Schnecker, Burgsmüller, Lazovic.

Hamborn 07: Milbrandt - Ibisi,  Schneider, Schäfer (77. Surkau), Karadag - Sauer (67. Acikgöz), Ekers (82.Wissen), Demircan, Hilgert - Blech, Andrzejak

Trotz 1:1-Remis im Spitzenspiel: TuRa bleibt durch RWO-Spielausfall Erster

TuRa 88 Duisburg - TuB Bocholt 1:1 (0:0)

Duisburg, 11. November 2007 -  Vorwürfe wollte Ralf Kessen seinem Team auch gestern nicht machen. Gestern, als TuRa 88 Duisburg zum vierten Mal in Folge ohne Sieg blieb. Ein 1:1 (0:0) im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten TuB Bocholt klingt zwar für einen Spitzenreiter verschmerzbar - allerdings nicht, wenn der Ausgleich für die Gäste in der 93. Minute (li.) fällt und der Schiedsrichter nicht einmal mehr anpfiff.

Ob Robert Zimmermann kurz vorher gefoult wurde? Das dürfte keine Rolle spielen, hätten die Roten Teufel ihre Chancen nicht so fahrlässig vergeben.

TuRa bleibt durch RWO-Spielausfall Erster
Immerhin: Die Neudorfer bleiben Tabellenführer - und das obwohl die Spieler von Rot-Weiß Oberhausen II, dem ärgsten Verfolger, kräftig jubelten. Das taten sie allerdings auf dem Kammerberg, weil ihr eigenes Spiel in Kleve dem Wetter (re. Regenballett) zum Opfer gefallen ist und sich ihre Freude am späten Bocholter Ausgleich entzündete.
Für Kessen spricht, dass er sich in der Öffentlichkeit so gut wie immer vor seine Mannschaft stellt. "Wir haben das Spiel über 90 Minuten bestimmt", sagt er beispielsweise. Oder: "Wir haben fast keine Chance des Gegners zugelassen." Er hätte auch noch erwähnen können, dass er durch Verletzungen und Sperren derzeit so viele Ausfälle hat, dass er im Spitzenspiel nicht ein einziges Mal wechselte - wobei ein taktischer Wechsel angesichts des späten Ausgleichs nicht das allerschlechteste gewesen wäre. Mit all dem hat Kessen auch recht.
Nur: Wer Meister werden will, hat nicht die richtigen Erklärungen.
Wer Meister werden will, gewinnt seine Spiele.
"Es ist ärgerlich, wenn man für den Kampf nicht belohnt wird", ärgerte sich TuRas "Sechser" Hüseyin Ince. "Schließlich haben wir diszipliniert gespielt. Aber das kommt schon wieder", bleibt Ince optimistisch.
Ärgerlich ist der erneute Punktverlust, weil TuRa selbst den Sack hätte zumachen müssen. Wie in der 65. Minute, als Dejan Lazovic, der zuvor das 1:0 erzielt hatte (54.), allein auf TuB-Keeper Carsten Kampshoff zulief, ihn ausspielte, sich aber zu weit abdrängen ließ (TuRas-Torjubel links).

Seine Rückgabe setzte Willi Anastassiadis neben das Tor. Oder Thorsten Burgsmüller, der bei einem 2:1-Konter nicht aus Anastassiadis ablegte und sich mit einem Lupfer versuchte (re.).
 In der ersten Nachspielminute hielt TuRa-Keeper Fabian Mertens per Glanzparade gegen Matthias Belting den Vorsprung noch fest, doch nach einem langen Ball, war Marius Gebbing (93.) mit dem 1:1 für Bocholt zur Stelle.

Tore: 1:0 Lazovic (54.), 1:1 Gebbing (90./+3).

TuRa: Mertens - Füten, Baum, Tebeck - Ince, Zimmermann, Cukur, Anastassiadias - Schnecker, Burgsmüller, Lazovic.

Irgendwann ist es immer das erste Mal...

Olympia Bocholt - TuRa 88 Duisburg 1:0 (0:0)

Duisburg, 4. November 2007 - Nun ist es passiert. Nach zuletzt zwei Unentschieden in Folge gab es die erste Saison-Niederlage für die Roten Teufel vom grünen Kammerberg. Am zwölften Spieltag hat es TuRa 88 Duisburg erwischt.
"Wir haben das Spiel im Sturm verloren", sagte Trainer Ralf Kessen, der sich aber dennoch vor seine Mannschaft stellte. "Ich habe nach den neun Siegen gesagt, dass wir noch lange nicht aufgestiegen sind. Wir hatten viele Ausfälle. Ich werde einen Teufel tun und jetzt auf die Mannschaft einschlagen."
 Langsam wird der Platz auf der Mannschaftsbank immer größer. Denn nach Rainer Krohn in der Vorwoche sah nun auch Frank Cho. "Du trittst wie ein Blödmann", raunte er seinen Gegenspieler an. Das hörte der Schiri und zeigte dem TuRa-Stürmer die rote Karte. Je nachdem wie der Verband die Schwere der Beleidigung beurteilt, sind das ein oder zwei Spiele Sperre für Cho. Zudem sprang Fabian Mertens für den angeschlagenen Keeper Martin Bächler ein. "Mustafa Cukur hat ein starkes Spiel gemacht", lobte Kessen seinen Schützling, der von Beginn an in der Viererkette spielte.
 Gereicht hat es nicht, weil die sonst so treffsicheren Neudorfer nicht trafen. Dejan Lazovic, Frank Cho, Thorsten Burgsmüller hatten viele Chancen. Robert Zimmermann traf gar den Pfosten. In der 64. Minute war es dann aber so weit. Ein langer Ball, und plötzlich stand Frank Scharf alleine für Mertens und vollstrecke zum 1:0-Siegtreffer für Olympia.
 Damit ist der Vorsprung auf RWO II auf einen Zähler zusammengeschmolzen. Die Oberhausener gewannen 1:0 gegen Borth. TuB Bocholt spielte derweil nur remis in Sterkrade. (the)

Rote Karte: Cho (25., TuRa, Gegenspieler-Beleidigung).

TuRa: Mertens - Füten, Tebeck, Ince (67. Baum), Zimmermann - Anastassiadis (73. Gottwald), Schnecker - Cho, Burgsmüller, Cukur, Lazovic.

Verlosung für "TuRa-Aktionäre"

Duisburg, 3. November 2007 - Höhepunkt der TuRa-Aktion "Hauptsache ist grün auf´m Platz" war die Verlosung von diversen Preisen an die anwesenden "Aktionäre". Den Hauptpreis, ein Flug nach Mallorca für zwei Personen, gewann TuRa-Fan Dieter Schellöh.

Links: Den Hauptpreis, die "Reise nach Mallorca", zog C-Jugend-Spieler Marco Fodarella unter der Aufsicht von Ilona Weimer. Links im Bild der 1. Vorsitzende von TuRa 88 Hans-Walter Gerlach

 
  Von links nach rechts: TuRa-Vorsitzender Hans-Walter Gerlach, der Reise-Gewinner Dieter Schellöh, Glücksboy Marco Fodarella  und Ilona Weimer 

3:3 im Spitzenspiel gegen Verfolger Sterkrade - zweites Remis in Folge
Nach 2:0-Führung: Elfer und Rote Karte leiteten die Wende ein

TuRa 88 Duisburg - Sterkrade 06/07 3:3 (2:0)

Duisburg, 28. Oktober 2007 - Eine Remis-Serie ist auch eine Serie. Nach dem 2:2 in Klosterhardt war nun auf eigenem Platz ein 3:3 gegen Verfolger Sterkrade die Ausbeute der Roten Teufel.

Zwei Fußball-Spiele auf dem Kammerberg? Am Sonntag, 15 Uhr, ging es los mit der Partie TuRa 88 Duisburg gegen Sterkrade 06/07. Das Spiel im Stenogramm: Sterkrade hatte nicht eine Chance, TuRa dominierte das Spiel. 3:0.
Am gleichen Sonntag, 16.28 Uhr, begann das andere Spiel. Wieder: TuRa 88 Duisburg gegen Sterkrade 06/07. Auch hier ein Stenogramm: TuRa hatte nicht eine Chance, Sterkrade dominierte das Spiel. 0:3.
Weil beide Spiele aber um 16.45 Uhr zu Ende waren, stand in der Summe ein 3:3 (2:0) unter der Landesligapartie. Zurück blieben ein stinksaurer Dejan Lazovic, der mit seiner Auswechslung in der 68. Minute nicht einverstanden war, und ein nicht minder angefressener Trainer Ralf Kessen.
Elfer und Rote Karte leiteten die Wende ein
Nahtstelle war die 73. Minute. Sterkrade fand bis dahin nicht statt. Eine Chance hatten die Gäste aus Oberhausen - mehr nicht. TuRa schien locker zum Sieg zu kommen. Dejan Lazovic traf zum 1:0 für die Roten Teufel (17.) Ein 23-Meter-Freistoß von Hüseyin Ince brachte das 2:0 (39.). TuRa hätte höher führen müssen. Klar, aber wen juckt's? Bis dahin sicher keinen Neudorfer. Denn drei Minuten nach dem Seitenwechsel, kam ein langer Ball in die Spitze. Hackenvorlage Lazovic, Thorsten Burgsmüller markiert das 3:0.
Was dann passierte? TuRa zog sich zurück, hakte das Spiel viel zu früh ab. Das schien auch Trainer Ralf Kessen zu ärgern. Und er handelte. Dejan Lazovic ging in der 68. Minute; Sascha Schnecker kam. Doch fortan lief rein gar nichts mehr.
Die 73. Minute: Rainer Krohn greift Serhat Erdogan viel zu spät an. Und zwar erst im Strafraum. Erst als Krohn TuRas letzter Mann war. Die Folge: Rot wegen Notbremse. Und Elfmeter. Den verwandelte Erdogan selbst.
TuRa bröselte danach völlig auseinander. Selbst so sichere Spieler wie Mucki Tebeck und Hüseyin Ince unterliefen einfache Fehler. Sterkrade witterte spätestens nach dem 2:3 Morgenluft, als Nico Andreadakis völlig frei vor Torwart Martin Bächler auftauchte. Der Keeper rettete die Führung zunächst noch per Glanzparade, doch mit dem 3:3 von Miammar Akkar war das Spiel beendet. Das eine Spiel. Und das andere auch. the/haje

Tore: 1:0 Lazovic (17.), 2:0 Ince (39.), 3:0 Burgsmüller (48.), 3:1 Erdogan (73., Foulelfmeter, 3:2 Andreadakis (80.), 3:3 Akkar (83.).
Rote Karte: Krohn (73., TuRa, Notbremse)
TuRa: Bächler - Füten, Baum, Krohn, Tebeck - Ince, Zimmermann, Anastassiadis - Cho, Burgsmüller, Lazovic (68. Schnecker)..

Nach 2:0-Führung 2:2-Remis gegen kampfstarke Klosterhardter
Erster Punktverlust für TuRa 88 am 10.Spieltag kein Beinbruch

DJK Arminia Klosterhardt - TuRa 88 Duisburg 2:2 (1:2)

Duisburg, 21. Oktober 2007 - Erst am zehnten Spieltag musste TuRa 88 Duisburg den ersten Punktverlust in der Meisterschaft 2007/08 hinnehmen. Nach wie vor setzt die Mannschaft mit 13 auswärts erkämpften Punkten in fünf Partien ein deutliches Zeichen der Strärke. Das Tea vom Kammerberg ist weiterhin souveräner Tabellenführer und bestes Auswärtsteam der Liga.

Es war aus Sicht beider Mannschaften ein verdientes Rems. Beim Gast war doch ein wenig Ärger mit im Spiel. Nach einer 2:0-Führung muss man ganz einfach anders auftreten, hieß es aus dem Neudorfer Lager. Zuviel spielerische Mittel wollte der Gast gegen die kämpferisch gut eingestellten Arminen anbringen - das klappte nicht. Wenn mehr als 90 Prozent der Kopfbälle an den Gegner gehen sagt das Trainer Kessen schon eine ganze Menge. Da waren eben zwei sehr schön heraus gespielte eigene Tore nicht alles. Ein drittes Tor für die Roten Teufel gab es, aber beim Treffer Lazovic' in der 89. Minute war irgendwie für den Unparteiischen sichtbar die "Hand Gottes" im Spiel.

"Na, wenn wir alle zehn Spiele mal Punkte abgeben, kann ich damit gut leben", hatte TuRa-Trainer Ralf Kessen daher auch keine allzu schlechte Laune. "Wir waren zwar optisch überlegen, erspielten uns aber nur wenige Chancen. Klosterhardt hat sich den Punkt durch den Kampfgeist verdient", sagte Kessen über den Gegner. the/haje

TuRa: Bächler - Füten, Baum, Tebeck, Schnecker (70. Krohn ), Ince, Anastassiadis, Cho , Ince, Burgsmüller, Lazovic. Zimmermann

0:1 (35.)Anastassiadis
0:2 (42.) Burgsmüller
1:2 (44.) Ceurs
2:2 (55.) Arens

Es läuft irgendwie bei den Roten Teufeln - 9. Sieg in Folge

TuRa 88 Duisburg - SuS Dinslaken 09  4:0 (3:0)

Duisburg, 7. Oktober 2007 - Mit dem sicherer Rückhalt Martin Bächler im Tor von TuRa 88 wurde auch das neune Spiel in Serie gewonnen. Es war nun schon die fünfte Meisterschaftsbegegnung in der Landesliga Gruppe 3, in der Martin Bächler den im Eishockey bei den Torhütern so begehrten shut out - also ohne Gegentor - verbuchen konnte. Auch deshalb gab es den neunten Sieg in Folge.

Thorsten Burgsmüller strahlte über das ganze Gesicht. "Letzte Woche haben wir uns gegen einen schwachen Gegner schwer getan. Das wollten wir umdrehen", lächelte der Stürmer. "Hat ja auch geklappt." Und wie. TuRa 88 Duisburg holte sich im neunten Saisonspiel der Fußball-Landesliga beim 4:0 (3:0) gegen Dinslaken 09 den neunten Sieg und bleibt damit Tabellenführer. Und immer noch hält Verfolger TuB Bocholt Schritt. Der Tabellenzweite besiegte Fichte Lintfort 5:2, bleibt auf Fünf-Punkte-Abstand.
"Das war eine überragende Mannschaftsleistung. Ich wüsste nicht, wen man hervorheben sollte", zuckte Burgsmüller mit den Schultern.
Vielleicht Willi Anastassiadis, der Burgsmüllers 2:0 so punktgenau vorbereitet hatte? "Die Flanke war echt super", freute sich der Angreifer der Roten Teufel. Und weil es Burgsmüller selbst ähnlich gut machte, als er den Ball aus der Luft direkt unter die Latte schoss, fällt der Treffer aus der 39. Minute in die Kategorie "Tor des Tages". "Das war der schwierigste, dafür habe ich andere Möglichkeiten nicht rein gemacht." Dennoch muss sich Burgsmüller nicht lange grämen. Zu überlegen waren die Neudorfer. Immerhin zwangen zwei Weitschüsse der harmlosen Gäste Keeper Martin Bächler zu zwei sehenswerten Flugeinlagen.
Aber dennoch war das 4:0, das auch gut und gerne ein 7:0 hätte sein können, nicht dem schwachen Gegner anzukreiden. Denn von der ersten Minute an ließen die Turaner ihre Gäste nicht ins Spiel kommen. "Besser als in der ersten Halbzeit kann man in der Landesliga nicht Fußball spielen", war auch Trainer Ralf Kessen begeistert. Dass das Team die Partie nach der Pause im Leerlauf ausrollen ließ - geschenkt.
Frank Cho musste
verletzt raus
Ärgerlich war allerdings die Verletzung von Frank Cho in der 34. Minute, der zuvor nach elf Minuten die Führung besorgt hatte. Mit einer Zerrung humpelte der Angreifer vom Feld. Schon vor der Partie musste TuRa kurzfristig noch einen Ausfall verkraften. Rainer Krohn sagte mit Rückenbeschwerden ab. "Aber Sascha Schnecker hat seine Aufgabe in der Kette gut gelöst", so Kessen.
Noch vor der Pause machte Hüseyin Ince - sonst der Mann für die Defensivaufgaben und für den Spielaufbau - den Sack zu. Seinen ersten Saisontreffer markierte er im Zusammenspiel mit SuS-Keeper Dennis Strewginski, der seinen Schuss zunächst zwar abblockte. Doch der Abpraller prallte erneut ab. Und zwar von Ince ins Tor.
Nach 70 Minuten wurde auch noch Rene´ Gottwald für seinen Einsatz belohnt. Denn üblicherweise spielte Gottwald nur noch in der zweiten Mannschaft, sprang aber nach einigen Ausfällen ein. Er tauchte rechts alleine vor dem Tor auf und markierte dabei den 4:0-Endstand. (the)

TuRa 88 Duisburg - SuS Dinslaken 09 4:0 (3:0)

TuRa: Bächler - Füten, Baum, Tebeck, Schnecker - Zimmermann, Ince, Anastassiadis (72. Cukur) - Cho (34. Gottwald), Burgsmüller, Lazovic.

für Tura war 1;0 (13.) Frank Cho
2:0 (39.)Thorsten Burgsmüller
3:0 (44.) Ince Hüseyin
4:0 (70.) Rene Gottwald
 

1:0 durch Frank Cho 39. Min. 2:0 durch jubelnden Thorsten Burgsmüller (Nr.10)
 
44. Min. 3:0 durch Hüseyin Ince (Nr. 15) rechts 70. Min. 4:0 durch Rene Gottwald