TuRa 88 - Archiv Jan - März 2009

 

Schnell vergessen...

SC D´dorf- West -TuRa 88 Duisburg 4:2 (2:1)

Duisburg, 29. März 2009 - Die Auswärtsbegegnung beim SC Düsseldorf West fällt bei den Neudorfern unter die Kategorie schnell vergessen und sich auf die Heimpartie gegen TuRu Düsseldorf konzentrieren. TuRa fand heute einfach keine Bindung zum Spiel. Ob es mit der allgemeinen Lage rund um die Finanzen der Neudorfer zu tun hat wird niemand so recht bestätigen wollen oder können. Eventuell fallen in der nächsten Woche Entscheidungen personeller und finanzieller Art.

In Mucki Tebecks Stimme schwang ein Tonfall mit, der kaum zu hören war, seitdem er das Traineramt beim Fußball-Niederrheinligisten TuRa 88 Duisburg übernommen hatte: Ratlosigkeit. Dabei spielte nicht einmal die 2:4 (1:2)-Niederlage an sich die Hauptrolle, die die Neudorfer beim SC Düsseldorf-West bezogen, sondern die Umstände.
Hüseyin Ince musste kurzfristig absagen, weil er Oberschenkelprobleme hatte. Er hat's versucht, es ging nicht. So weit, so normal. Dann aber kam Robert Zimmermann zu spät von der Arbeit, konnte erst ab der zweiten Halbzeit spielen. "Was soll ich sagen, wenn die Spieler kein Geld bekommen. Da ist es klar, dass sie es anderweitig verdienen müssen. Mir nimmt es aber die Möglichkeit, den Spielern ins Gewissen zu reden. Schließlich müssen wir dankbar sein, dass sie überhaupt auflaufen", so der Coach.
So holprig die Minuten vor Spielbeginn waren, ging es auch nach dem Anpfiff weiter. Alle machten ein schlimmes Spiel; ein "grottenschlechtes", um in den Worten des Trainers zu bleiben. Gerade einer der verlässlichsten Spieler, die TuRa zu bieten hat - Innenverteidiger Michael Baum - erwischte diesmal einen rabenschwarzen Tag, war gleich an mehreren Gegentreffern beteiligt. "Aber das müssen wir diesen Spielern auch mal zugestehen", so Tebeck.
Körs und Kägebein waren nicht zu stoppen
Das Ganze sorgte dafür, dass das West-Sturmduo Florian Körs und Rene´ Kägebein schalten und walten konnte, wie es wollte. Drei Treffer gingen auf Körs' Konto, das andere auf die Rechnung von Kägebein. Dem 0:1 in der 21. Minute ließ nur eine Minute später Veli Velija das 1:1 folgen "Da dachte ich, dass wir doch noch in die Spur finden", so Tebeck. Davon waren die Neudorfer allerdings weit entfernt. Kägebein kurz vor, Körs kurz nach der Pause sorgten für die Vorentscheidung. Als Frank Cho in der 84. Minute den zweiten Duisburger Treffer erzielte, hatten die Oberkasseler bereits viermal zugelangt.

Tore: 1:0 Körs (21.), 1:1 Velija (22.), 2:1 Kägebein (39.), 3:1 Körs (54.), 4:1 Körs (73.), 4:2 Cho (84.).
Sagsinlar - Theißen (46. Cukur), Füten, Baum, Kuzniarz - Taczkowski, Schirru, Kästner (46. Zimmermann) - Burgsmüller, Cho, Velija (67. Ünal).


Ergebnis der Jahreshauptversammlung vom 27.03.2009
Auf der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung standen neben der Wahl des
1. Vorsitzenden auch einige andere Wahlen an. Es wurde wie folgt gewählt:

1. Vorsitzender Frank Haak
2. Vorsitzender Holger Saalberg
1. Geschäftsführer Karl Freitag
2. Geschäftsführer Jürgen Sander

Zu Kassenprüfern wurden Michael Reimann und Ralf Patzke gewählt.

In den Beirat wurden gewählt:
Heinz Müller
Jens Gerlach
Peter Hambüchen
Robert Zimmermann
Guido Wulfekotte

Der Wirtschaftsausschuss setzt sich wie folgt zusammen:
Dieter Pohl
Kai-Uwe Otto
Heinz Schmidt

Zum Schluss wurden die Abteilungsleiter Carsten Ringeler (Fußball-Senioren), Klaus Bahr (Trampolin), Rita Zander (Turnen) und Georg Kieslich
(Jugendabteilung) in ihren Ämtern bestätigt.

Inces direkt verwandelte Ecke entschied das Derby

TuRa 88 Duisburg - VFB Homberg 1:0 (0:0)

Duisburg, 15. März 2009 - Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg der Turaner, der nur mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Das Ince das Derby mit einer direkt verwandelten Ecke entschied, war das I-Tüpfelchen für das Derby.

Kurz blickt Hüseyin Ince zur Seite und überlegt. Dann fängt er an zu strahlen und sagt: "Ne, das war eine Premiere." Eine Premiere, die der Turaner bereits in der 55. Minute feiert. Er geht raus zur Ecke. Der Ball fliegt hoch in den Sechzehner, senkt sich auf den kurzen Pfosten - und fliegt ins Tor. Almir Sogoj war nach dem Spiel stinksauer über diesen direkt verwandelten Eckstoß, schimpft humpelnd vom Platz. Marco Glenz, der VfB-Keeper, verteidigt sich: "Wo war denn der Mann am langen Pfosten?" Eine Frage, die auch Trainer Günter Abel stellte. Denn dieser kuriose Treffer brachte TuRa 88 Duisburg den 1:0 (0:0)-Sieg im Derby der Fußball-Niederrheinliga gegen den VfB Homberg.
Die Neudorfer konnten sichtlich zufrieden sein. In der Schlussphase der ersten und besonders in der zweiten Halbzeit waren die Roten Teufel die klar tonangebende Mannschaft. "Wir sollten nicht zu euphorisch sein", sagte Torschütze Ince. "Für die Umstände war das ein gutes Spiel. Aber zu Beginn des Spiels hatten wir einige Probleme. Und im Angriff haben wir viele Situationen nicht richtig ausgespielt", so der Mittelfeld-Regisseur der Neudorfer.
Derweil ärgerte sich Abel über das Gegentor. "Wir haben ganz klar besprochen, dass bei Standards beide Pfosten besetzt sein müssen." Dennoch konnte auch der Homberger Coach kaum leugnen, dass Glenz eine unglückliche Figur abgab - dann aber in der 80. Minute einen höheren Rückstand verhinderte, als er gegen Frank Cho klärte.
Viel zufriedener war dagegen TuRa-Trainer Mucki Tebeck, "denn damit sind wir auf dem besten Weg zum Klassenerhalt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir nun noch in die Abstiegszone rutschen werden."
Das hätte aber auch anders laufen können, hätten die Homberger ihre Chancen in den ersten 20 Minuten genutzt. Allerdings verpasste auch TuRa nach der Pause häufig die frühzeitige Entscheidung.
Am kommenden Wochenende ist TuRa spielfrei. Da Goch einen Spieler zum UEFA-Regions-Cup abstellt, wird die Auswärtspartie auf Mittwoch, 29. April, verlegt. Der VfB spielt bereits am Freitag, 19 Uhr, zu Hause gegen den SC Düsseldorf-West.

Tore: 1:0 (55.) Ince
Zuschauer: 400 ( fast zeitgleich MSV- Freiburg)

TuRa: Sagsinlar - Theißen, Füten, Baum, Kuzniarz - Ince, Zimmermann, Ünal (57. Taczkowski) - Burgsmüller (83. Kästner), Cho, Velija (89. Bechtloff).
VfB: Glenz - Acikgöz (85. Trimborn), Schiek, Steinke, Edu - Dammrath, Dragovic (74. Lazovic), Acar, Giorri (65. Bougjdi) - Sicenica, Sogolj.

Knappe 0:1-Niedrlage in Wülfrath

1. FC Wülfrath -TuRa 88 Duisburg 1:0 (1:0)

Duisburg, 8. März 2009 - Punkte und Sponsorengelder sammeln, das sind im Moment die wichtigsten Aufgaben von TuRa 88. Es gibt dabei aber Tage, da klappt nichts. Heute ging es in erster Linie um das sportliche Ziel in Wülfrath zu bestehen. Klappte nicht, weil die Neudorfer die ersten 25 Minuten verschliefen. Auch deshalb fiel aus einer undurchsichtigen Situation im eigenen Strafraum das Tor des Tages. Mal ging das runde Objekt hin zum gegnerischen Spieler, mal zum eigenen Mann - bis der Ball irgendwie den Weg ins Gäste-Tor fand. 0:1 aus Sicht der Turaner in der 19. Minute. Dann gelang es so nach und nach die Fehlpässe oder die schwache Ballannahme in der Griff zu bekommen. Fortan lief es besser und ab der zweiten Hälfte wurde der Druck nach vorn aufgebaut. Ein Treffer gelang trotz intensiver Bemühungen nicht. So blieb es bei der knappen 0:1-Niederlage.

Tore: 1:0 (19.) Ganesh Pundt

TuRa: Sagsinlar - Theißen (84. Bechtloff), Füten, Cukur, Ince - Zimmermann,  Kuzniarz, Ünal (46. Schirru) Taczkowski (46. Velija) - Burgsmüller, Cho

Mit torlosem Remis Platz zehn gehalten

TuRa 88 Duisburg - SV Hönnepel- Niederm. 0:0

Duisburg, 1. März 2009 - Trotz der akuten Finanzprobleme bei TuRa 88 Duisburg halten die Spieler dem Fußball-Niederrheinligisten derzeit noch die Treue - und das ohne jegliche Bezahlung. Und auch die Leistung stimmte. Vor 300 Zuschauern gab es ein 0:0 der Roten Teufel gegen den punktgleichen SV Hönnepel-Niedermörmter. Und es war mehr drin. Schließlich war TuRa lange Zeit das bessere Team und hatte die besseren Gelegenheiten. So traf Frank Cho in der elften Minute nur die Latte. Auch kurz vor Schluss hatte er den Siegtreffer auf dem Schlappen.

TuRa: Sagsinlar - Theißen, Füten, Zimmermann, Kuzniarz - Baum, Ince, Ünal (60. Schirru), Taczkowski (80. Velija) - Burgsmüller, Cho.

Hürde VfL Süd im Kreispokal  genommen
Nervenaufreibender Job im Vorstand

Hürde VfL Süd im Kreispokal  genommen
Duisburg, 22. Februar 2009 - Kreispokal, 4. Runde: VfL Süd - TuRa 88 Duisburg 0:2 (0:2): Die krisengeschüttelten Turaner machten das Nötigste, um die Partie in Hüttenheim zu gewinnen. Nach einem Freistoß stand Marcel Füten (6.) am langen Pfosten goldrichtig und brachte den Niederrheinligisten in Führung. In der 27. Minute ging Veli Velija allein aufs Tor zu und traf zum 2:0. Die Neudorfer spielten zu kompakt - wirklich Chancen für den VfL Süd gab es nicht. Velija traf zwar 79. Minute erneut - doch der Linienrichter hatte die Fahne gehoben.

Nervenaufreibender Job im Vorstand
Nervenaufreibend. Anders ist ein Job im Vorstand des Fußball-Niederrheinligisten TuRa 88 Duisburg derzeit nicht zu beschreiben. Momentan gibt es zwei Dinge am Kammerberg: große Sorgen und ein leichtes Durchatmen. Die Gerüchte hielten sich zuletzt -hartnäckig und in ihrem Kern war da auch was dran. Schon seit dem Umbau des Kammerbergs zu einer Kunstrasenanlage.
Schuldenfrei ist der Verein
noch lange nicht
Aktuell war zu vernehmen: TuRa 88 brauche 60 000 Euro. Und das akut. Sonst drohe die Zahlungsunfähigkeit. Detlef Zaplata, Pressesprecher des Vereins, reagierte geschockt. "Woher kommt denn diese Zahl?", fragt er nach einer kurzen Pause. "Nein, es geht um 30 bis 40 000 Euro", sagt Zaplata. Eine Summe, die der aktuell amtierende Vorsitzende, Carsten Ringeler, abnickt. So weit zu den Sorgen. Zum Durchatmen: "Ich glaube, wir sind auf einem ganz guten Weg", sagt Zaplata. Mitte der kommenden Woche, so hoffen die Neudorfer, könne mit Hilfe von Sponsoren Vollzug gemeldet werden.
Aber es ist eben nur ein leichtes Durchatmen. Und das erklärt Ringeler so: "Es ist ein Schritt nach vorne, aber es müssen noch viele weitere kommen." Sprich: Schuldenfrei ist der Verein dann noch lange nicht. Seitdem Ringeler - und zwischendurch der inzwischen aus Gesundheitsgründen wieder zurückgetretene Dieter Gehring - den Vereinsvorsitz kommissarisch übernommen haben, können und wollen die Verantwortlichen noch keine genaue Summe nennen. "Das hat verschiedene Gründe", erläutert Zaplata. "Es gibt beispielsweise noch ausstehende Zahlungen, die wir noch zu bekommen haben." Das betont auch Ringeler: "Die Sponsoren und alte Turaner helfen uns wirklich in außerordentlichem Maße. Aber ich kann mich nicht hinstellen - auch nicht in der kommenden Woche - und behaupten: Bei TuRa ist alles toll. Das ist es nicht. Das wird noch ein harter und steiniger Weg für uns." Unter anderem runden ja auch noch ausstehende Zuschusszahlungen und längerfristig laufende Darlehen das Bild ab.
Wichtig ist, dass die (potenziellen) Sponsoren nun einspringen. "Wir waren nicht zahlungsunfähig und wollen es auch künftig nicht sein", stellt Zaplata heraus. Doch um eines kommen die Turaner nicht herum: "Es muss gespart werden", so Ringeler. Auch Gespräche mit dem Kunstrasenhersteller und den Spielern sollen noch folgen.
In rund einem Monat muss ohnehin Tacheles geredet werden. Dann steht die Jahreshauptversammlung der Roten Teufel an. Nachdem Gehring als potenzieller Vorsitzender und damit Nachfolger des verstorbenen Hans-Walter Gerlach ausfällt, bleibt noch die Nachfolgeregelung. Carsten Ringeler, nun kommissarischer Vereinschef und gewählter 2. Vorsitzender, wird den Posten als 1. Vorsitzender wohl nicht wahrnehmen können. "Wir haben schon jemanden im Auge und erste Gespräche geführt. Es sieht auch in diesem Punkt gut aus", berichtet Zaplata.
Und dennoch bleibt's dabei. TuRa 88 in diesen Zeiten zu führen, ist nervenaufreibend. FRIEDHELM THELEN

Gute zweite Hälfte entschied

TuRa 88 Duisburg - SC Straelen II 3:2 (0:1)

Duisburg, 8. Februar 2009 - Nein, mit Ruhm bekleckert hatten sich die Roten Teufel in der ersten Halbzeit wahrlich nicht. Wer so verhalten spielt und nicht nah genug am Gegner dran ist, muss sich nicht wundern, wenn es ein Gegentor (29.) zum 0:1-Rückstand gibt. Es kam aber noch derber, als den Gästen sogar die 2:0-Führung - erneut Florian Witte - in der 49. Minute gelang.
Die Hereinnahme von Burgsmüller und Ince brachte TuRa aber auf Kurs. Thorsten Bürgsmüller gelang in der 54. Minute der 1:2-Anschlusstreffer, Ince traf zum 2:2-Asgleich (70) und die Aufholjagd wurde sogar mit dem 3:2-Siegtor durch Frank Cho belohnt. Was will man nach einer verkorksten ersten Hälfte mehr?

Tore:
0:1 (29.) Florian Witte
0:2 (49.) Florian Witte
1:2 (54.) Thorsten Burgsmüller
2:2 (70.) Ince
3:2 (83.) Frank Cho

Gelb-rote Karte: Mark Peters (Straelen II, 59.), Tobias Kästner (TuRa, 67.)

TuRa 88: Sagsinlar – Theißen (63. Taczkowski), Kästner, Baum, Schirru - Kuznierz, Zimmermann, Velja (46. Burgsmüller), Cho, Ünal, Bechtloff (53. Ince)

1:1-Remis im Nachholspiel in Wuppertal

WSV Borussia II - TuRa 88 Duisburg  1:1 (1:1)

Duisburg, 1. Februar 2009 - Sehr früh in der ersten Spielminute traf Tobias Kästner zurm 1:0 für den Gast aus Duisburg-Neudorf. Es war ein wunderschöner Freistoß in den Winkel aus etwa 25 Metern. Dann aber setzte der WSV mit der Hilfe aus der ersten Mannschaft TuRa 88 so richtig zu. Das Ergebnis war der 1:1-Ausgleich in der 20. Minute durch Nikolic. TuRa ließ sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen und legte in Hälfte zwei ein kampbetontes Spiel hin und brachte das 1:1 über die Zeit. Und das ohne die Stammspieler Burgsmüller, Ince, und Hüseyin.
Am Rande des Spiels wurde über Aljoscha Matuszek diskutiert. Kommt er an den Kammerberg oder nicht?

Tore: 0:1 (1.) Kästner, 1:1 (20.) Nikolic

TuRa 88: Sagsinlar – Theißen, Füten, Baum, Kuznierz – Zimmermann, Ünal, Bechtloff – Kästner (75. Taczkowski), Velja (60. Schirru), Cho.

Verstärkung für die Rückrunde

Duisburg, 3. Januar 2009 -TuRa 88 Duisburg hat einen neuen Spieler verpflichtet. Zum Rückrundenstart wird Kamil Kuzniarz (* 05.07.85) vom FC 96 Recklinghausen
(Westfalenliga) das Niederrheinliga-Team von Manfred "Mucki" Tebeck verstärken. Der Neuzugang kann im Mittelfeld aber auch im defensiven Abwehrbereich eingesetzt werden.