TuRa 88 - Archiv April - Mai 2006

 

3:5-Niederlage beim Abstiegskandidaten

SF Hamborn 07 - TuRa 88  5:3 (2:1)

Duisburg, 25. Mai 2008 - Eine 3:5 (1:2)-Niederlage musste Landesliga-Meister TuRa 88 Duisburg beim Hamborn 07 einstecken, das derzeit verzweifelt gegen den zweiten Abstieg in Folge kämpft. Stinksauer war TuRa-Trainer Ralf Kessen nach der Pleite im Holtkamp. Zwar hatte Frank Cho die Roten Teufel früh mit 1:0 in Führung gebracht, doch danach seien die 400 Zuschauer kein Feuerwerk des künftigen Verbandsligisten, dafür aber Löwen im Vorwärtsgang. Die Führung der Gastgeber durch Christian Küsters (25.) und Okan Demircan (42.) glich Marcel Füten (66.) zwar noch aus, doch ein Blackout der Turaner, den Kevin Blech (71.), André Trienenjost (74.) und Tanju Acikgöz (76.) bestraften, brachte Hamborn auf die Siegerstraße. TuRa gelang nur noch Ergebniskosmetik durch Thorsten Burgsmüller (90.).

Tore: 0:1 Cho (3.), 1:1 Küsters (25.), 2:1 Demircan (42.), 2:2 Füten (66.), 3:2 Blech (71.), 4:2 Trienenjost (74.), 5:2 Acikgöz (76.), 5:3 Burgsmüller (90.).
TuRa: Messmann - Füten, Tebeck, Baum - Theißen, Ünal (75. Pomp), Ince, Anastassiadis (57. Erdem) - Cho, Burgsmüller, Lazovic (57. Schnecker).

Gutes Durchsetzungsvermögen

TuB Bochholt - TuRa 88   0:4 (0:1)

Duisburg, 18. Mai 2008 - Verschenken will Meister und Aufsteiger TuRa 88 Duisburg nichts. "Wer eine Kaffeefahrt will, der soll da mitmachen, wo es schöne Decken zu kaufen gibt", ermahnte Trainer Ralf Kessen seine Spieler dazu, sich auch in den restlichen Spielen der Fußball-Landesliga noch reinzuhängen. Das haben die Roten Teufel gemacht, "so wie es sich für eine Spitzenmannschaft gehört", war Kessen zufrieden. Denn beim Tabellendritten setzten sich die Neudorfer mit 4:0 (1:0) durch.
Bereits in der fünften Minute brachte Thorsten Burgsmüller die Gäste aus Duisburg in Führung. Sascha Schnecker hatte den Torjäger in Szene gesetzt. Die zweite Halbzeit war noch keine drei Minuten alt, da stand es schon 2:0. "Das war eine schöne Einzelleistung von Frank Cho", so Kessen. Für das 3:0 sorgte das Duo, das auch schon das erste Tor erzielt hatte. Schnecker legte quer, Burgsmüller musste nur noch ins leere Tor einschieben (77.). Das 4:0 legte Cho nur zwei Minuten später nach. Er schloss eine Kombination über Ramazan Ünal und Burgsmüller ab. In seinem ersten Spiel bleib Keeper Volker Messmann ohne Gegentor. "Für ihn freut es mich besonders", so Kessen. Messmann wird die Turaner bekanntlich nach Saisonende verlassen. (the)
Tore: 0:1 Burgsmüller (5.), 0:2 Cho (48.), 0:3 Burgsmüller (77.), 0:4 Cho (79.).

TuRa: Messmann - Füten, Tebeck, Pomp (66. Theißen), Jütten - Zimmermann, Erdem, Canakci (46. Ünal) - Schnecker, Burgsmüller, Lazovic (46. Cho).

Perfekt!

TuRa 88  - Olympia Bocholt 3:1 (2:1)

Duisburg, 4. Mai 2008 - Drei Minuten vor dem Ende wurde es auf der Neudorfer Bank hektisch. Der Grund war nicht der Gegner - sondern das nahende Spielende. Jens Gerlach, der Marketingleiter der Roten Teufel, hatte die Meister-T-Shirts dabei. Und der Sekt, übrigens "Neudorfer No. 1" wurde ausgepackt. Und um 16.44 Uhr hatte Schiri Christian Fischer ein Einsehen. Nachspielzeit - wofür denn? 3:1 (1:1) gegen Olympia Bocholt. TuRa 88 Duisburg machte durch die Tore von Thorsten Burgsmüller (2) und Florian Theißen den letzten Schritt zum Verbandsliga-Aufstieg.
 Und während sich die Bayern etwas später am Tag mit Hilfe von riesigen Weißbiergläsern durchtränken, folgten auch die Turaner diesem Ritual - bevorzugten aber die lokale Braukunst für die Meisterdusche. Irgendwann waren die Riesengläser leer, der Schampus auf dem Kammerberg entleert Und nun? "Verflixt! Nichts mehr da?" Da schnappte sich Michael Pomp eben Wasser und die Eisbox. Die war ohnehin gerade unbewacht, weil Masseur Siggi von Dahlen den Aufstiegsmoment per Videokamera bannte.
Durchnässt und glücklich
Derweil entluden sich bei den Spielern die Emotionen. "Das war genau die richtige Entscheidung hierher zu kommen", strahlte Mustafa Cukur. "Eine geile Mannschaft. Ein geiler Verein." Trainer Ralf Kessen wirkte dagegen ruhig. Drei Spiele hat er noch mit seinem Verein zu bestreiten, ehe er zum VfB Homberg wechselt. "Diese fünf Jahre mit den beiden Aufstiegen kann mir keiner mehr nehmen. Ich habe bei TuRa viele Freunde gefunden."
 Währenddessen entledigte sich Mannschaftskapitän Marcel Füten gerade seines völlig durchnässten Trikos. "Das ist sensationell", jubelte der Mannschaftsführer. "Endlich sind wir durch." Und auch Defensiv- und Aufbauspezialist Hüseyin Ince bekam das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht. "Vier Wochen vor Ende aufzusteigen - da sind wir wohl effektiver als unsere Gegner."
So jubelte und trubelte das schwarz-rote Team, während sich Mucki Tebeck erst einmal auf das Kunstgrün setzte. "Mit 38 Jahren noch einmal aufzusteigen, das ist schon was." Immerhin trug der Abwehrchef selbst dazu bei, dass er seinen ersten Trainerjob nun in der Verbandsliga - die künftig Niederrheinliga heißen wird - antreten wird. "Es gab ja eine Phase, da sah es nicht so aus, als würden wir das so früh schaffen", blickte Tebeck zurück. "Wir hatten ja zwischendurch so viele Verletzte, dass nur zwölf oder dreizehn Spieler beim Training waren. Dann aber nach dem Knackpunkt in der letzten Saison derart zurückzukommen - das ist schon verdient."

 Inzwischen schaute TuRa-Chef Hans-Walter Gerlach bereits auf die neue Saison. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Wir wollen uns mit jungen Spielern verstärken. Vor allem aus der A-Jugend-Bundesliga. Denn für solche Spieler sind wir nun interessant." Die Saison war ein Kraftakt. Auch finanziell. "Das hätten wir nicht nochmal geschafft", weiß Gerlach, der hofft, dass sich TuRa nun langfristig in der Niederrheinliga etablieren kann. Und dann gab es noch einen Dank an Ralf Kessen: "Diese fünf Jahre waren herausragend." (the)
Tore:
 0:1 Demming (3.), 1:1 Burgsmüller (10.), 2:1 Burgsmüller (67.), 3:1 Theißen (83.).

TuRa: Mertens - Jütten, Füten, Baum, Theißen - Ince, Anastassiadis (86. Canakci), Schnecker (46. Tebeck) - Cho, Burgsmüller, Lazovic (77 Erdem).
 

1:1 durch Thorsten Burgsmüller in der 9. Minute Aufstiegsjubel
 

Ein Punkt fehlt noch zum Glück

Spvgg Sterkrade 06/ 07 - TuRa 88  1:2  (1:1)

Duisburg, 27. April 2008 - Die Verfolger ergatterten im Gegensatz zu den Neudorfern nur einen Punkt. So fehlt dem Spitzenreiter der Landesliga Gruppe 3 nur noch ein einziger Punkt zum Aufstieg, um aus vier ausstehenden Partien alle theoretischen Zweifel auszuräumen.
Die Reserve von Rot-Weiß Oberhausen kam über ein 1:1-Remis zuhause gegen den SV 1913 Walbeck nicht hinaus und der zweite Verfolger TuB Bocholt fabrizierte bei SuS Dinslaken lediglich ein torloses Remis - TuRa 88 aber langte mit drei Zählern zu.

Frank Chos wunderschöner Kopfball nach Freistoß von Jütten war der Treffer des Tages, der TuRa sozusagen den Aufstieg "einbrocken" wird. Am kommenden Sonntag könnte im Heimspiel gegen den Zehnten Olympia Bocholt alles klar gemacht werden.

Zum Spiel
Jens Gerlach hastete über den Platz. "Wie hat TuB gespielt? Unentschieden?" Ja. 0:0. Daraufhin entspannte sich der Marketingleiter der Roten Teufel. "Dann brauche ich ja nicht zum Auto zu rennen", war der Sohn des Vereinschefs auf alle Fälle vorbereitet. Und nicht nur Bocholt, sondern auch der anderer Verfolger, RWO II, spielte remis. Und weil TuRa 88 Duisburg selbst bei Sterkrade 06/07 mit 2:1 (1:1) gewann, sind es nun zwölf Punkte - und ein deutlich besseres Torverhältnis - bei noch zwölf zu vergebenden Zählern. Dem Spitzenreiter der Fußball-Landesliga fehlt noch ein kleines Pünktchen, um den Verbandsliga-Aufstieg perfekt zu machen.
"Schau Dir den Rasen an. Das war heute eine ganz schön schwere Sache", war TuRas Defensivspieler Hüseyin Ince froh, den Erfolg am "Dicken Stein" unter Dach und Fach gebracht zu haben.
Bevor sich auch Trainer Ralf Kessen freuen konnte, ließ er allerdings erst einmal Dampf ab. Nicht über das Spiel. Nicht über den Gegner - allerdings über eine Äußerung von Interimstrainer Mirko Skandera.
Kessen sauer auf Skandera
Er hatte vor dem Spiel gegenüber der Oberhausener NRZ erklärt: "TuRa, das haben wir schon im Hinspiel gesehen, baut konditionell immer ab. Davon einmal ganz abgesehen müssen wir vor denen sowieso keine Angst haben." Das brachte Kessen auf die Palme. "So eine Respektlosigkeit habe ich ja noch nicht erlebt. Wir sind mit zehn Punkten Vorsprung Erster und über 20 Punkte besser als Sterkrade. Das ist eine Frechheit", schimpfte der TuRa-Coach.

Auf dem Platz war es ein hartes Stück Arbeit. Der erneut starke TuRa-Keeper Fabian Mertens verhinderte gegen Mark Skowronek (15.) und Serhat Erdogan (21.) einen möglichen Rückstand. Frank Langela auf der Gegenseite sah nicht so gut aus. Einen Kopfball von Thorsten Burgsmüller schaufelte er sich selbst zum 0:1 in die Maschen (29.). Im Gegenzug glich David Fojcik ebenfalls per Kopf aus, ehe Frank Cho - auch mit dem Kopf - nach schöner Vorlage von Jens Jütten die Weichen auf Sieg stellte (51.). Sterkrade warf alles - auch den Torwart in der Nachspielzeit - nach vorne. Es blieb aber beim 2:1. Am Sonntag kann TuRa nun Meister werden - etwas, das A-, B-, C-, D 2- und F-Jugend schon geschafft haben. Und die D 1 steht vor einem Entscheidungsspiel gegen Buchholz . . . (the)

Tore:
0:1 (29.) Burgsmüller
1:1 30.) Fojsik
1:2 (50.) Cho per Kopf nach Freistoß Jütten

TuRa 88: Mertens - Füten, Baum, Tebeck (58. Erdem), Theißen - Ince, Jütten, Anastassiadis - Burgsmüller(75. Lazovic), Cho, Schnecker (80. Zimmermann).

Niederlagen im Gleichschritt: TuRa verlor 0:3, Verfolger RWO II 1:2

TuRa 88 - SV Adler Osterfeld 0:3  (0:1)

Duisburg, 23. April 2008 - Auf dem Kammerberg waren 63 Minuten gespielt, als ein Aufschrei über den Platz gellte. Und der Schrei ließ nicht nach - so wie die Schmerzen bei Mustafa Cukur. Wie sein Gegenspieler Ilhan Durdu ging er zum Ball, doch der Osterfelder traf den Turaner von der Seite am Knöchel, der sofort blau anlief. Der Schiri pfiff. Das war richtig. Entschied auf ein Osterfelder Foul. Auch richtig. Warum Marco Scuderi den Karton im Trikot ließ, weiß wohl nur er alleine. Zu allem Überfluss verlor TuRa 88 Duisburg, der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, auch noch das Nachholspiel gegen Adler Osterfeld mit 0:3.

Auch Verfolger RWO II verlor sein Nacholspiel. Am Ende bleiben zwei "Immerhins".

Immerhin schien nach ersten schlimmeren Befürchtungen wohl "nur" eine Bänderverletzung bei Mustafa Cukur vorzuliegen.
Immerhin hat auch TuRa-Verfolger RWO II mit 1:2 gegen Fichte Lintfort verloren. Die Neudorfer gehen also mit zehn Punkten Vorsprung in die letzten fünf Spiele der Saison. Das sieht trotz der deutlichen Niederlage gut aus.
Und so deutlich das Ergebnis auch war: Es hätten gestern Abend 13 Punkte Vorsprung sein müssen. Denn hätten die Roten Teufel nur die hundertprozentigen Chancen genutzt, wäre das Osterfelder Tor in der 29. Minute von Dennis Terwiel das 1:3 aus Adler-Sicht gewesen - so war es aber die Führung, weil Sascha Schnecker in der zweiten Minuten frei vor Adler-Keeper Stefan Scherping über den Ball trat, weil Marcel Füten nach einer Ecke per Kopf an Scherping scheiterte (20.), und weil Frank Cho (28.) in Rücklage geriet.
Anfangs der zweiten Hälfte ging es weiter, denn zweimal hätte Thorsten Burgsmüller den Ausgleich erzielen müssen (51., 54.), doch spätestens mit dem Foul an Mustafa Cukur, dem so wichtigen Spieler auf der linken Außenbahn, war das Spiel endgültig gelaufen.
Dafür lief es bei Adler Osterfeld umso besser. Nach einer Ecke erhöhte David Gajda (67.) auf 2:0; sieben Minuten vor dem Ende schloss Torsten Jablonski einen Konter zum dritten Gästetor ab. "In der ersten Hälfte kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen; wir haben lediglich die Chancen nicht genutzt", so Trainer Ralf Kessen. Ecevit Bögüs (86., Adler) und Willi Anastassiadis (90., TuRa) sahen Gelb-Rot.


TuRa: Mertens - Cukur (65. Pomp), Tebeck, Füten, Theißen - Ince, Jütten, Anastassiadis - Burgsmüller, Cho, Schnecker (61. Lazovic).

Tore: 0:1 Terwiel (30.), 0:2 Gajda (67.), 0:3 Jablonski (83.).
Gelb-rote Karten: Bögus (86., Adler ), Anastassiadis (90., TuRa).

Fabian Mertens im TuRa-Tor war bei dem 0:1 Hammertor machtlos. Auf dem Foto sichert die halbe Mannschaft das Tor ab. Osterfelds Torhüter Stefan Scherping brachte die TuRa-Stürmer zur Verzweiflung
 

Dass sollte doch reichen: Satte zehn Punkte Vorsprung für TuRa 88 

TuRa 88 - DJK Arminia Klosterhardt  4:0  (2:0)

Duisburg, 20. April 2008 - Als Detlef Zaplata das Endergebnis aus Bocholt über Lautsprecher bekannt gab, da standen viele Turaner längst rund um den Bierwagen oder drängten sich im Vereinsheim. Was die Konkurrenz macht? Das spielt keine Rolle, so lange die Roten Teufel so stark spielen, wie sie es gestern getan haben Beim 4:0-Sieg ließ der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga seinem Gegner Arminia Klosterhardt, immerhin Vierter, nicht die Spur eine Chance.
Nur mit viel Wohlwollen konnte man den Oberhausenern einen Torchance zuschustern. Aber dennoch: Weil TuB Bocholt den Tabellenzweiten Rot-Weiß Oberhausen II mit 3:0 besiegte beträgt der Vorsprung der Neudorfer sechs Spiele vor dem Ende schon zehn Punkte.
Die Turaner sind auf Aufstiegskurs.

Die "Oberhausener Stadtmeisterschaft"
"Wenn wir die ,Oberhausener Stadtmeisterschaft' gewinnen, dann sieht es sehr gut aus", war Trainer Ralf Kessen daher zufrieden. Um den "Titel" der Nachbarstadt zu gewinnen, muss sich TuRa am Mittwoch im Nachholspiel gegen Osterfeld und am Sonntag in Sterkrade durchsetzen. Gewinnt die Kessen-Mannschaft beide Partien, kann der Sekt schon einmal kalt gestellt werden.
Bereits nach sieben Minuten lagen die Roten Teufel in Führung. Klosterhardts Mirco Bollmann foulte Frank Cho am Rande des Sechzehners. Der harte, aber letztlich korrekte Pfiff brachte den Elfer, den Kapitän Marcel Füten sicher verwandelte.
Und auch für die folgenden 83 Minuten hätten sich die Turaner aus der abgetauten Eissporthalle das Schild mit dem Aufdruck "Laufrichtung" ausleihen können. Denn das Spiel hätte doch deutlicher ausfallen können. "Das wäre aber nicht fair gewesen. Klosterhardt hat sich nicht hinten rein gestellt, wie es so viele Mannschaften hier machen", so Kessen. nach einem langen Pass von Daniel Theißen legte der erneut bärenstarke Willi Anastassiadis quer, Frank Cho nahm den Ball direkt, 2:0 (33.).
Auch das 3:0 (53.) bereitete Anastassiadis, diesmal per Freistoß, vor. Und wieder war Cho zur Stelle. In der 71. Minute zahlte sich das Pressing der Turaner aus. Diesmal erzwang Willi, der ja eigentlich Vasilios heißt, einen Fehler der Arminia-Hintermannschaft und traf selbst zum 4:0-Endstand. "Heute hat Willi im Mittelfeld den Unterschied gemacht", lobte Kessen. (the)

TuRa: Mertens - Cukur, Tebeck, Füten, Theißen - Ince, Jütten (83. Zimmermann), Anastassiadis - Burgsmüller (62. Lazovic), Cho (71. Erdem, Schnecker.
Tore: 1:0 Füten (7., Foulelfmeter), 2:0 Cho (33.), 3:0 Cho (53.), 4:0 Anastassiadis (69.).

Wieder ein Dreier für TuRa 88
Verfolger RWO-II verlor das Heimspiel gegen Lokalrivalen Sterkrade mit 1:3  

SuS Dinslaken 09 - TuRa 88 2:3 (1:1)

Duisburg, 13. April 2008 - Dejan Lazovic war dabei. Zumindest mit dem Herzen. Und je länger das Spiel dauerte, desto öfter fragte er: "Wie steht's in Oberhausen?" Der Stürmer von TuRa 88 Duisburg musste diesmal zusehen. Eine Mannschaftssitzung, bei der über die Niederlage in Möllen gesprochen wurde, hatte er zu früh verlassen. Das brachte ihm die "Rote Karte" von Trainer Ralf Kessen für die Partie bei Dinslaken 09 ein. "Dienstag ist er wieder dabei. Er ist und bleibt ein vollwertiges Mitglied der Mannschaft", betonte der Coach. Also machte er in Dinslaken, was er konnte. Mitfiebern, seine Mannschaftskameraden abklatschen - und er konnte sich freuen. Darüber, dass der Landesliga-Spitzenreiter in Unterzahl mit 3:2 (1:1) gewann.
Das führt den an TuRa interessierten Fan zu Lazovic' Frage zurück: Wie steht's in Oberhausen? Dort stand es nach 90 Minuten 1:3. Ausgerechnet gegen die künftige Mannschaft von Ex-DSV-Coach und Ralf-Zwilling Jörg Kessen, die SpVgg Sterkrade 06/07, patzte Verfolger RWO II mit 1:3, sodass der Vorsprung der Neudorfer auf Rang zwei sieben Spiele vor dem Ende wieder sieben Punkte beträgt.

Nach der schlechten Leistung samt Niederlage gegen Schlusslicht Möllen präsentierte sich TuRa wieder als ein Spitzenreiter, wie man es erwartet. Zwar brannten die Roten Teufel, die neben Lazovic mit dem verletzten Frank Cho einen weiteren Stürmer ersetzen mussten, kein Feuerwerk ab. Doch ab der 28. Minute spielten die Neudorfer nur noch zu zehnt.
Bereits nach zehn Minuten hatte Sascha Schnecker die Turaner per Kopf mit 1:0 in Führung gebracht. TuRa beherrschte ohne große Anstrengung das Spiel. "Wir hätten aber mehr nach vorne machen müssen", meinte der später eingewechselte Robert Zimmermann. Dann ein langer Dinslakener Ball; Abwehrspieler Michael Baum kommt zu spät. Foul, Elfmeter und Rote Karte. Stefan Radochowski traf.
Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit war von Dinslaken trotz Überzahl nichts mehr zu sehen. Thorten Burgsmüller traf zum 2:1 (56.), "aber beim Schuss habe ich mir wohl wieder einen Muskelfaserriss zugezogen", fiel nun auch der dritte Stürmer aus. Schnecker machte mit dem 3:1 (77.) alles klar, ehe Abdullah Özdogan (84.) auch den zweiten SuS-Elfer zum 2:3 verwandelte. (the)

Tore:
1:0 (10.) Schnecker
1:1 (28.) Radochowski (Foulelfmeter)

1:2 (71.) Burgsmüller
1:3 (71.) Schnecker
2:3 (84.) Özdogan (Foulelfmeter)

TuRa: Mertens - Theißen, Füten, Baum, Cukur (80. Zimmermann) - Ince, Jütten, Anastassiadis, Ünal (46. Tebeck) - Schnecker, Burgsmüller (58. Pomp).
Rote Karte: Baum (28., TuRa, Notbremse).

Spitzenreiter strauchelte nach "unterirdischer" ersten Halbzeit

TuRa 88 - SV Glückauf Möllen  2:3 (0:2)

Duisburg, 6. April 2008 - Was war denn das? Diese Frage stellten sich fast alle, sofern sie es  am Kammerberg mit dem Tabellenführer der Landesliga Gruppe 3 TuRa 88 Duisburg hielten. Zur Halbzeit lag der Spitzenreiter auf eigenem Platz gegen den Gast Möllen 0:3 hinten - das hatte es ja so noch nie gegeben.  Keine Ordnung, kein Aufbäumen, keine Zweikämpfe gewonnen - aber drei Gegentore zugelassen. "Einfach unterirdisch. Die haben wohl zu viel MSV gesehen", meinten nicht wenige Neudorfer.

"So engagiert und so laut habe ich den Trainer noch nie erlebt", berichtete Pressesprecher Zaplata von der Kabinenpredigt des Trainers. Die hatte es in sich. Mit erheblich mehr Dampf ging TuRa 88 in Hälfte zwei. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer (Foto li.) durch Füten (55.) keimte Hoffnung auf. Der Treffer zum 2:3 durch "Willi" Anastasiadis (75.) war so etwas wie der Startschuss zur Aktion "rettet wenigstens einen Punkt". Und "Willi" hatte kurz vor dem Ende sogar tatsächlich die Chance zum 3:3 - bekam das Objekt aber nicht richtig unter Kontrolle. Es blieb bei der 2:3-Heimniederlage.

Tore:
0:1 (16.) Salewski
0:2 (39.) Salewski
0:3 (43.) Rustems
1:3 (55.) Füten (Foulelfmeter)
2:3 (75.) Anastasiadis

TuRa: Mertens - Füten, Baum, Ünal, Anastasiadis, Schnecker, Lazovic (46. Zimmermann), Cho,  Erdem (46. Pomp) Ince, Theißen (78. Burgsmüller)

Asche abzuholen

Duisburg, 4. April 2008 – Reichlich Asche, die bei der Herstellung der schönen Platzanlage von TuRa 88 übrig blieb, kann von Vereinen und sonstigen Interessierten, in Neudorf abgeholt werden. Thomas Kujawa, 1. Vorsitzender des VfL Wedau (li.) schaufelte schon mal für seinen Verein Asche in die Karre, unterstützt von TuRa-Vorsitzenden Hans-Walter Gerlach (re.) und Pressewart Detlef Zaplata.
Kujawa spendete spontan einen Betrag in Höhe von 150,00 Euro für die Duisburger Tafel.
Wer Asche benötigt kann sich an Hans-Walter Gerlach, unter der Rufnummer 0172 / 2925 999 wenden. Manfred Schneider