Bahnlärm - Schule -Bürgerverein 
Probleme um den Lebensmittelpunkt

Kommentare und Leserbriefe zu aktuellen Anlässen

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Stadtkämmerer zwischen allen Stühlen

Duisburg, 31. Mai 2011 - "Ich habe sehr wohl ihre Ratsbeschlüsse verteidigt, schließlich war ich selbst bei der Verhandlung bei der Bezirksregierung dabei" - "das ist ja das Problem!", gab es reichlich Zwischenrufe auch aus den Reihen, die dasselbe Parteibuch des Stadtkämmerers Dr. Peter Langner haben.

Die Ratsitzung am 30. Mai machte deutlich, dass bei einer jetzt fiktiv anstehenden aktuellen Wiederwahl des Kämmerers der Amtsinhaber auf ganz dünnem Eis stehen würde.

"Sie verlangen mit ihren Ratsbeschlüssen vom März 2011, dass ich bei Rot über die Ampel fahre. Die Bezirksregierung sagt klar, dass bei allen Anstrengungen wie der Erhöhung der Gewerbe- und der Grundsteuer zwar erkennbar wurde, dass sie sich bewegen, aber alle anderen Beschlüsse sind für eine Kommune unter Haushaltsnotlage mit Verfügung der Kommunalaufsicht rechtswidrig. Stehen sie auch zu den Verwaltungsmitarbeitern, wenn nach der von ihnen gewünschten Freigabe der Mittel es eine Strafanzeige wegen Veruntreuung von Steuergeldern gibt?"

Dr. Peter Langner versuchte mit allen Mitteln, seine Position der Verweigerung von Auszahlungen von mehr als 50 Prozent analog zur Bezirksregierung zu verteidigen.

Die Ratsmehrheit mit Prof. Dr. Peter Kantel (Grüne), Hermann Dierkes (Linke) sowie Jürgen Brand (SPD) machte wie nie zuvor deutlich, dass der Rat seine gesetzlich vorgegebene Verantwortung analog zur Gemeindeordnung gegenüber dem Bürger zu tragen hat, dass sie es nicht weiter hinnehmen will, vom Bund mit riesigen finanziellen Belastungen in die Dauerschuldenfalle gedrängt zu werden. Wir müssen doch Perspektiven für den Bürger aufzeigen und können nicht diese Stadt weiter kaputt sparen, lautet der einhellige Tenor mit Vorwürfen an CDU-Fraktionschefin Petra Vogt, dass sie bei ihren Parteifreunden in der Regierung es nicht geschafft habe, die unglaublichen Lasten des Bundes für eine Kommune wie Duisburg zu mindern.

 

Fazit: Es ist eine schlimme Sache, wenn ganz faktisch betrachtet alle Seiten irgendwie Recht haben. Kommt es da immer auf den Standpunkt der Gesetzgebung an? Gesetze, die den Bürger in die Schuldenfalle zwingen, müssen weg. Die Handlungsfähigkeit einer Kommune steht beim demokratischen Verständnis ganz oben auf der Prioritätenliste der Politik - nur handelt diese immer danach? Der Fall Duisburg - und 162 Kommunen in NRW - zeigt überdeutlich, dass Bundes- und Landespolitik die Basis lange allein gelassen haben. Dies wird der Bürger so nicht mehr tolerieren. Muss immer erst ein Atom-Gau her, um bei der Politik für ein erstaunlich rasches Umdenken zu sorgen? Harald Jeschke

 

Die Stärke eines Volkes misst sich am Wohl der Schwachen
Klaus Rietz

Duisburg, 18. Mai 2011 - So steht es in der Präambel der Schweizer Verfassung von 1999 geschrieben.
Seit dem 01.Mai 2011 haben Arbeitnehmer aus acht neuen EU – Staaten volle Freizügigkeit ( Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen).
Die neue EU – Freizügigkeit schließt ausdrücklich ein, dass Arbeitnehmer zu den Bedingungen ihres Herkunftslandes grenzüberschreitend eingesetzt werden können, dass also auch ihre Minderbezahlung in Deutschland legal ist, sofern keine andere Regelung dies verhindert.
Was das bedeutet lässt sich erst ermessen, wenn wir einige Mindestlöhne in den  EU – Staaten vergleichen.
Bulgarien 71 Cent/Std., Portugal  2,92 €/Std., diese Sätze lassen erahnen, was sich  „cleveren“  Arbeitgebern für Möglichkeiten bieten.
Das Lohndumping wird seine Fortsetzung finden. Heute sind schon mehr als 1,3 Millionen erwerbstätige Vollzeitkräfte „  Aufstocker “ , d.h. sie bekommen ihren menschenunwürdigen Lohn bis zum gesetzlich vorgeschriebenen Existenzminimum  aufgefüllt.

Ein denkbarer Lösungsansatz wäre die Rücknahme des Entsendungsgesetzes, das etwaige Mindestlöhne in den Mitgliedsländern unterläuft und so Arbeitsplätze in den 'reichen' Ländern massiv bedroht, sowie die Einführung eines branchenübergreifenden Mindestlohns in den Mitgliedsländern der EU, entsprechend dem Lohnniveau.
(Mindestlohn z. B. in Frankreich 9,--€ /Std., Luxemburg 10,50 €/ Std. ).

Alle verantwortlichen Gruppierungen, d.h. Parteien – sogar zwischenzeitlich die FDP - , die Gewerkschaften, die Kirchen, die Mehrzahl der Wähler sind für die Einführung eines  Mindestlohnes. Bei solcher geballten Macht und Einigkeit, da bin ich mir ganz sicher, ist in den nächsten 20 Jahren mit einer Einführung zu rechnen.
Bis dahin können die Erdbeerpflücker in Brandenburg ihren satten überhöhten Lohn von 2,50 € brutto noch zum Schaden der Gesellschaft kassieren. Anständig wäre es wenn diese Menschen nur für ihre Verköstigung arbeiten würden, das gleiche gilt für die Zeitungszusteller, die auch Briefe austragen, diesen verbleibt nach Abzug ihrer Autokosten zusätzlich  50 Cent bis 1,--€ /Std.
Insgesamt klafft die Einkommensschere in unserem Land immer weiter auseinander, wozu die neoliberale Steuer – und Sozialpolitik aktiv beigetragen hat.
Wir alle, d.h. die Gesellschaft sollte den Parteien mehr Vertrauen entgegen bringen. Diese von der Mehrheit des Wählers zu sog. Volkstretern gemachten Verantwortungsträgern erinnern sich stets an ihr Wahlversprechen.
Ich bin mir daher sicher, dass sie es bisher nur aus Zeitgründen versäumt haben, ihren  wenig kritischen Stammwählern  über folgenden Sachverhalt zu informieren: Pläne der EU – Kommission besagen, dass Fachkräfte  aus Drittstaaten zu  „Heimatbedingungen“ in der EU arbeiten und weitergereicht werden dürfen.
Beispiel: Ein chinesischer Facharbeiter  wird zuerst in Rumänien eingesetzt ( 176,-- € Mindestmonatslohn ) und wird danach zu gleichem Lohn in Deutschland eingesetzt, also weiter gereicht. Deutsche Unternehmen mit Niederlassung in einem „ EU - Niedriglohnland “ haben da sicherlich einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil.
Ich denke mit vereinter Kraft werden wir es schaffen unser Land zu einer lebenswerten und liebenswerten Heimat zu formen.
Auch  die späteren Rentner werden sich darin wieder finden – vor allem was die Höhe ihrer Altersbezüge betrifft -, ganz so wie sie es bereits heute erfolgreich vorbereiten. Soviel Intelligenz in Politik und Gesellschaft lässt mich ganz ruhig schlafen, ich hoffe sie tun es auch.

 

Regattastrecke und Parallelkanal: Das Aus zur Ausrichtung der Kanu-WM 2015 sollte Ansporn sein den Tourismusgedanken für den Sportpark zu stärken
Harald Jeschke

Duisburg, 3. Mai 2011 - Die Vergabe der Kanu-WM 2015 des Kanu-Weltverbandes nach Mailand schockte Duisburg. Wolfgang Over, Generalsekretär des Kanuverbandes mit Sitz in Duisburg an der Betaallee hatte im Vorfeld des Vergabeverfahrens gewarnt. Er ahnte, wie schwer es werden könne, in Paris Duisburg als Ausrichter festzulegen. Nun ist es also passiert und die bei allen Aktiven nicht nur des Kanurennsports außerordentlich beliebte Strecke wird nicht Austragungsort. Mailand konnte mit dem Pfund Weltausstellung wuchern und erhielt auch prompt den Zuschlag.

Was bleibt ist die Hoffnung auf Ausrichtung von Europameisterschaften oder wie geschehen, die der Deutschen Meisterschaft 2013. Das ist die Realität.
Ernüchternde Realität liegt auch bei der Kamerastrecke vor. Das leidige Kapitel wird wohl auch nicht in diesem Jahr nicht beendet werden können und weiterhin Anwälte, Gutachter und Gerichte beschäftigen.
Was bleibt also noch? Für rund 19 Millionen Euro wurde eine Sport- und Erlebniswelt Sportpark Duisburg mit dem Bau des Parallelkanals geschaffen. Touristisch nicht nur innerhalb Duisburgs Grenzen werden der Klettergarten, Wasserspielplatz sowie das Seehaus mit dem Biergarten immer mehr zu Anziehungspunkten für Familien. Hier muss der Hebel angesetzt werden, wie schon vor dem Bau des Parallelkanals in den Jahren der Planung der nun in Koblenz stattfindenden Bundesgartenschau war das Konzept des Grünen Rings mit touristischer Ausrichtung des Sportparks und des Inselparks - heute Duisburger Freiheit bzw. Bürgerpark - klar und richtig definiert.
Das nächste Großereignis könnte das Jubiläum zum 50-Jährigen Bestehen der Fußball-Bundesliga im August 2013 anstehen - wenn die Stadt in Zeiten nach der Loveparade den Mut finden könnte, hier mit Stadtsportbund, Landessportbund, Fußballverband Niederrhein,  dem DFB, der DFL (Deutschen Fußball-Liga) und dem MSV Duisburg natürlich. Der erhielt im August 1963 seine sportliche Heimat bzw. Betriebstätte im Neudorfer Süden im Sportpark.

Im Vorfeld führte der Bürgerverein Duisburg-Neudorf auslotende Gespräche. Und siehe da, es gibt genügend Interesse bei fast allen der zuvor angesprochenen Institutionen, hier gemeinsam eine Veranstaltung größeren Zuschnitts auf die Beine zu stellen.

Kleinere Jubiläen wie die zehnjährige Fusion der Universitäten Duisburg und Essen sowie das zehnjährige Bestsehens des Initiators Bürgerverein-Neudorf kommen hinzu. Und wen dann noch die geplante neue Jugendherberge, die Umwandlung der Schotterhalde in einen Haldenpark und in der Peripherie der angesprochene Inselpark nun als Bürgerpark Kurt Kriegers exakt im August seine Pforten öffnen würde, wäre das die Chance für eine positive Ausrichtung in Hinsicht auf dauerhafte Tourismusförderung da, da diese Jubiläumsveranstaltung in einem gewissen Zeitraum wieder angeboten werden könnte. Harald Jeschke


"Fußgängerzonen sind besondere Bereiche" - auch für rasende Radler?
Jochem Knörzer

Duisburg, 9. April 2011 - Gestern wurde eine Pressemitteilung der Stadt Duisburg veröffentlicht, die daraufhin wies,
"Fußgängerzonen sind keine Abstellplätze für Krafträder".
Soweit richtig!
Die Mitteilung endete wie folgt: "Fußgängerzonen sind besondere Bereiche, in denen Fußgänger darauf vertrauen, dass sie sich dort ungestört bewegen können. Die gewünschte Aufenthaltsqualität in den Fußgängerbereichen wird auch durch fahrende oder parkende Krafträder gestört."
Auch richtig!
Nur, in der Haupt-Fußgängerzone Duisburgs, der Haupt-Einkaufsstraße, der Königstraße mit CityPalais, Forum, Einzelhandelsgeschäften, Innen- und Außengastronomie und demnächst auch der Königsgalerie, kann man sich als Fußgänger nicht ungestört bewegen!
Und das liegt nicht an möglichen, in der äußersten Randzone abgestellten motorisierten Rädern, sondern an den vielen Fahrradfahrern, die sich jenseits der geforderten Schrittgeschwindigkeit ihren Weg durch die einkaufsbummelnden Menschen, nicht selten unter Benutzung der Klingel, bahnen!
Die Breite der Königstraße sehe ich nicht als Argument für Radler jenseits der Schrittgeschwindigkeit, wird doch gerade bei trockenem Wetter die ganze Breite von bummelnden Fußgängern genutzt, bei schönem Wetter laden viele Außengastronomien zum Sitzen, Essen und Verweilen ein.
Meinem bescheidenen Verständnis nach haben sich Fahrradfahrer, wenn eine Fußgängerzone zusätzlich für Fahrräder freigegeben ist, an Schrittgeschwindigkeit zu halten und den Fußgängern Vorrecht zu geben.
Das ist auf unserer Haupt-Einkaufsstraße sicher nicht der Fall!
Und warum unternehmen die fröhlich patrouillierenden Herren und Damen vom Ordnungsamt nichts dagegen?
Muss erst, wieder einmal, ein Kind, ein älterer Mensch zu Schaden kommen?

Nee, schon klar, an Randzonen geparkte Kräder sind einfacher abzukassieren, als sich mit Fahrradfahrern, die in der Fußgängerzone auch Menschen gefährden, auseinanderzusetzen.


Überwachungspersonal fehlt bei 'normaler' Polizeiarbeit
Angelika Röder

Duisburg, 7. April 2011 - 18 Polizeibeamte überwachen den Sexualstraftäter Ricardo K. - ganztägig, sechs Polizeibeamte überwachen die Synagoge am Innenhafen - auch rund um die Uhr.
Wie viel Personal bleibt denn in Duisburg für "normale" Polizeiarbeit übrig?
Ich glaube nicht, dass die Zahl der Duisburger Polizei um diese 24 Polizisten aufgestockt wurde, d. h., sie fehlen überall.
Ich mag gar nicht daran denken, wenn vielleicht ein 2. oder 3. Sexualtäter gerne in Duisburg wohnen möchte...
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Bürgerwille nicht gefragt

Duisburg, 10. März 2011 -  Die Liste der Projekte in Duisburg, die im Moment noch mit dem Konjunktiv behandelt werden, ist doch ziemlich lang. Es geht um das Eurogate, Kriegers Bürgerpark im Herzen der Stadt, Ostermanns Möbelzentrum Nord, Factory Outletcenter, das Landesarchiv, Gesundheitszentrum am Marientor, dem Erweiterungsbau der Küppersmühle, die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die Sanierung des Hauptbahnhofes an sich, das Mercator-Quartier, der Verkauf des Theaters am Marientor - wird nicht verkauft, hat die Stadt mindestens eine Million Euro an Entschuldung woanders einzusparen - und die Umgestaltung des Marientors mit neuen Kreisverkehren.
Bei einigen der sogar als Vorzeigeprojekte bezeichneten Glanzlichter auf der Immobilienmesse in Cannes konnte die Stadt international aufhorchen lassen und national Investoren interessieren, bei der konkreten Umsetzung beispielsweise des Eurogates hakt es und muss eventuell doch wieder Essens Entwickler Kölbl&Kruse ins Boot geholt werden. Beim Landesachiv spielen zweifelsfrei ganz andere Dinge mit hinein und bei der Bahnhofsvorplatte geht es "nur um die Genehmigung" für rund 2,3 Millionen Euro durch das Haus der Regierungspräsidentin.
Auch hier musste Innenstadtentwicklungs-Geschäftsführer Dr. Ralf Oehmke den Konjunktiv bemühen, dass es mit der Finanzierung dem Vernehmen nach klappen soll, wenn der Zeitpunkt der Umsetzung auch nach hinten (Frühjahr 2012) gelegt wurde. Und da es sich immer um die Finanznot der Stadt handelt, ist die Reise von Ratsmitgliedern nebst  Herrn Sauerland umso erstaunlicher, ja geradezu grotesk. Hier können die Linken durch ihren Verzicht auf Teilnahme bei der Bevölkerung punkten.

Bei allem nötigen Respekt vor einer Stadt wie Fort Lauderdale - es gibt andere Städte in den USA, mit denen Duisburg schon Kontakte hat und die ähnlich gelagerte Problemzonen haben, also Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Es geht um New York und Portland im Westen der USA. Mit New York gibt es durch Dr. Barbians, dem Bürgerverein Neudorf und wohl demnächst mit der Universität Duisburg-Essen bestehende Beziehung bzw. Dauerkontakte, die schnell ausgeweitet werden könnten. Mit Portland ist so viel Deckungsgleichheit wie sonst nirgends schon auf den  ersten Blick erkennbar. Es ist eine Stadt mit Seehafenanbindung, mit Industriebrachen und mit einer Chefin an der Verwaltungsspitze, die in Duisburg geboren wurde. All das zählte im Umfeld der CDU und Herrn Sauerland wenig, Fort Lauderdale bekam den Zuschlag und wie CDU-Fraktionschefin Petra Vogt dem Rat im letzten Sommer um die Ohren schlug, "wäre es ein internationaler Skandal, wenn das nicht zustande kommen würde!"
Auch wenn es angeblich nur bei einem vierstelligen Reisebetrag bleiben soll, den die Stadt bezahlen soll, bleibt hier ein "Geschmäckle" der ganz besonderen Art.  Nicht nur dieser "Fall" wird vom Bürger auf die Liste zur Wiedervorlage im Sommer 2014 gelegt, wenn die nächste Kommunalwahl ansteht.  Harald Jeschke
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MSV Duisburg sorgt für neues Selbstwertgefühl

Duisburg, 2. März 2011 - Der MSV Duisburg ist im Moment - um es einmal stark auf die Spitze zu treiben - das Quäntchen an gefühlter Lebensqualität, das dieser zuletzt so arg gebeutelten Stadt gefehlt hat. Er ist der Kitt, der viele Bürger zusammenhalten lässt. Das klingt banal, trifft aber tatsächlich den Kern beziehungsweise den Nerv dieser Stadt. Wir in Duisburg haben nicht so viele bundesweit aufhorchen lassende Errungenschaften, die uns positiv in den Blickpunkt rücken lassen. Nach der Loveparade-Tragödie und dem unsäglich negativen Verhalten des Herrn Adolf Sauerland ist mit dem Einzug ins Fußball-Pokalfinale urplötzlich eine ganz andere Stimmung festzustellen. Wieder klingt das banal zu den tödlichen Ereignissen vom 24. Juli 2010 - trotzdem ist es so.
Dieser Erfolg der besten Fußballer Duisburgs lässt die Köpfe der Menschen millimeterweise höher steigen, die Schultern mehr straffen und erfreut mit dem Mitmenschen auf der Staraße ein Gespräch anfangen - das sich um die Zebras dreht. Das "Wir fahren nach Berlin" ist oft zu hören. Wenn mit einem "Hast Du das gestern gesehen"" die Duisburger das Gespräch auf das Sportereignis des noch jungen Jahres lenken, kommt eine lange vermisste gelöste Stimmung auf. Das ist gut so.
Die Negativschlagzeilen der letzten Monate, die Möglichkeit, dass durch das nicht eben geschickte Verhalten in Hinsicht auf neue Investoren einen der Großen wieder abspringen lässt und brisanterweise genau die Brache der Loveparade-Tragödie noch zusätzlich belastend auf Duisburg einwirkt drückte stark auf das Gemüt der Menschen. So ist es eben wie es ist: Dem MSV Duisburg sei gedankt, dass die Menschen hier auf andere, positive Gedanken kommen. Ein Rücktritt des unsäglichen Herrn aus dem Rathaus, der für so viele Negativschlagzeilen gesorgt wäre jetzt das "Sahnehäubchen" der positiven Veränderungen... Da damit nicht zu rechnen ist: Ganz schlimm wäre es, wenn dieser Duisburger mit nach Berlin fahren würde.  Harald Jeschke
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Staatsanwaltschaft nur Papiertiger?
Bürger entsetzt, fordern Ministerien zum Handeln auf

Duisburg, 20. Januar 2011 - "Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen!" Genau das ist es, was der Bürger in den Straßen, Cafes und zuhause diskutiert, wenn es um den Fall der Duisburger Loveparade geht. Jeder weiß in Duisburg, dass nichts, aber auch gar nichts in der Verwaltung ohne den OB passiert ist. Und ausgerechnet bei der Loveparade soll sich das entscheidend geändert haben? Das glaubt niemand.
Der Neudorfer Anwalt Uwe Tegtmeyer lehnt sich gegen die Staatsanwaltschaft auf und hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen diese Staatsanwaltschaft auf den Weg gebracht. Damit hat er des Bürgers Nerv getroffen. Bürger, ja ganze Vereine wollen dies unterstützen und mit offenen Briefen an das Innen- und Justizministerium noch einen Schritt weiter gehen. Der Imageschaden für die Stadt wächst und wächst, die Politikverdrossenheit ebenso. Die Glaubwürdigkeit an Staat und Behörden schwindet zusehends.

Auch würden es die Bürger gutheißen, wenn sich die Duisburger CDU entweder von Sauerland trennt oder sich per Auflösung neu definiert. So zumindest diskutieren dies CDU-Parteigänger in anderen Städten nach der wieder einmal peinlichen Geschichte im ZDF-Format Frontal 21. Erneut hat sich Adolf Sauerland dermaßen an der Wahrheit vorbei platziert, dass es nur noch grotesk wirkt, gleichwohl der Stadt aber auch der Volkspartei CDU enorm schadet.
Wie kann man so blauäugig sein und Behauptungen zu einem Briefwechsel mit dem Bundespräsidenten vor der Kamera angeben, der umgehend vom Bundespräsidialamt ins Reich der Fabel angesiedelt wurde. Da kann nur die Aufforderung an die CDU gehen, sich so schnell wie möglich von diesem Herrn zu trennen. In einer Peinlichkeitsskala von eins bis zehn ist der Höchstwert zehn erreicht. Harald Jeschke
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Montag, 24. Januar 2011 - ein halbes Jahr nach der Loveparade-Tragödie:
Die Charakterlosigkeit hat einen Namen: Adolf Sauerland

Wer Wind sät kann Sturm ernten
Duisburg, 19. Januar 2011 - Er wird immer unerträglicher, der Umgang in Duisburg mit den Ereignissen der Loveparade. Das Wissen der Bundesbürger, auch des betroffenen Auslands, um einen Duisburger OB, der mit Energie und Geld alles daran setzt, die Macht zu erhalten, treibt den Duisburgern die Schamröte ins Gesicht, bedeckt Wirtschaft, Handel, Kultur und Sport mit einem eklig anmutenden Mehltau eines moralischen Sumpfs. Wenn man dann die Haltung der CDU-Ratsmitglieder, der CDU Duisburg, der "Nibelungen-Getreuen" wie ein Altbürgermeister Pletziger und den Ja-Sagern hinzuzählt, wird es wirklich unerträglich.
Von dem im Kürzel CDU enthaltende Wort 'christlich' ist da keine Spur zu entdecken.
Hinzu kommt die Besetzung des Bürgerkreis Gedenken mit 90 Prozent Gefolgsleuten des Herrn Sauerland (Pletziger, Hering, Kewitz, Frau Grillo, Janssen - von Amts wegen) mit CDU-Parteibuch, sowie eine Chefredakteurin einer Tageszeitung in Duisburg mit geringer Verbreitung, deren einseitige Stimmungsmache pro OB Paradebeispiel für die negativen Auswüchse im Medienbereich ist.
Und: "Wir müssen die NRZ kündigen" tönt es aus dem Lager der Christdemokraten, "da steht ja nur Negatives über uns drin."
All das ergibt eine Mischung, die in Duisburg die hier schon einen Tag nach der Tragödie ankündigte Spaltung der Stadt brutal zu Tage förderte und absolut hemmend in allen Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar wurde.
"Jammerschade, dass wir jetzt keine Kommunalwahl haben", so nicht wenige Bürger, die allzu gern diesen charakterlichen und moralischen Sumpf einen Denkzettel der ganz besonderen Art verpassen möchten.
"Aber die Zeit kommt, an der Menschen wie Sauerland, Vogt, Gerste, Janicki oder Kantel aufgehen wird, was sie angerichtet haben", sind sich die Bürger ziemlich sicher.
Als absolut lächerlich entpuppten sich die Behauptungen der Nibelungen-Getreuen mit dem CDU-Parteibuch, dass in Duisburg eine Hetzjagd wie im Mittelalter gegen Sauerland stattfinden würde. Dass der Unmut des gemeinen Volkes hier und da sicher in überzogenen Ketchup-Aktionen und Galgenpuppen einen faden Beigeschmack hatte, ist richtig. Aber die Probleme mit der Wahrheit eines Herrn Sauerland in TV-Interviews, dass er Angehörige der Opfer wegen angeblich nicht bekannter Adressen keine Kondolenzbriefe hat schicken können, dass ganz spezielle Gutachten zur Entlastung der Stadt mit hunderttausenden von Euros, die in sozialen Brennpunkten der Stadt händeringend benötigt werden, hier vergeudet wurden, ist ein weiterer Punkt der Abscheulichkeit, die immer noch ohne Konsequenz blieb. Das verbittert den Bürger zusätzlich.
Wie zigfach kommentiert: Es geht nicht um Zuweisung einer Schuld, es geht in erster Linie um Moral, Charakter und politische Verantwortung.
Fakt ist: Dass den Opfern aus den Reihen der verantwortlichen Macher nur die kalte Schulter gezeigt wurde, dass Betroffene in Menschen verachtender Weise behandelt wurden. Auch ein halbes Jahr nach der Tragödie ist der Zorn der Bürger ungebrochen, eigentlich wächst er immer noch, damit aber auch die Politikverdrossenheit.
Und da spricht ein Herr Sauerland von einem Jahr, in dem Duisburg nun endlich wieder nach vorne blicken muss. Dies hätte die Stadt schon längst umsetzen können - ohne ihn.
Die Botschaft dieses Herrn Berufsschullehrer an die Jugend lautet: Mach den größten Mist, verweigere die Verantwortung dafür und wasche deine Hände in Unschuld!
Jeschke/Knörzer
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Kaum gerettet, schon wieder Rückfall in schlechte Gewohnheiten
Einkaufen bei Karstadt

Duisburg, 13. Januar 2011 - Natürlich habe ich mich gefreut, dass Karstadt in Duisburg, im Forum bleibt. Damit verbunden auch die Arbeitsstellen der Verkäuferinnen und Verkäufer. Trotz oder gerade wegen der einjährigen Hängepartie bin ich dort gerne einkaufen gegangen. Das Personal war erfrischend anders - freundlich und bemüht.
Der Kunde wurde als solcher wahrgenommen, Fragen wurden beantwortet, man war freundlich und hilfsbereit.
Etwas, was früher einmal normal, in den letzten Jahren aber leider immer mehr verschwunden ist.
Bei meinen letzen Einkäufen bei Karstadt musste ich zu meinem Leidwesen feststellen, dass auch bei den Karstadt-Verkäufern im Duisburger Forum mit der Sicherung der Arbeitsplätze die "alten", schlechten Gewohnheiten wohl wieder Einzug gehalten haben.
Vor zwei Tagen, gegen 13 Uhr, suchte ich in der Spielwarenabteilung ein Geburtstagsgeschenk, ein spezielles Lernspiel, für meine Enkelin. Da ich nicht fündig wurde, habe ich in der ansonsten leeren Abteilung nach einem Verkäufer Ausschau gehalten und auch zwei, eine Dame und einen Herrn, die sich miteinander unterhielten, gefunden. Ich bin zielstrebig auf die beiden zugegangen und habe sie angesprochen. Sie setzten ihre Unterhaltung erst noch fort, bevor sich der Verkäufer mir zuwandte. Auf meine Frage nach dem gesuchten Lernspiel erhielt eine kurze und knappe Antwort: "Nee, so wat haben wir hier nicht."
Danach unterhielten sich die beiden Verkäufer weiter miteinander und ließen mich nach dem
Motto "Der Kunde stört" einfach stehen.
Ich habe Karstadt stark verärgert fluchtartig verlassen, mit einer Freundin telefoniert, die mir den Tipp gegeben hatte, dass ich das Lernspiel bei Karstadt bekommen würde und bin ins Centrum nach Mülheim gefahren.
Und dort bin ich, mit Hilfe einer freundlichen Verkäuferin, in der Spielwarenabteilung von Karstadt, fündig geworden.
Ich will jetzt nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Karstadt im Duisburger Forum über einen Kamm scheren, aber ich werde genau hinschauen, wie man mit mir und anderen Kunden in Duisburg in Zukunft umgehen wird. Sollte sich das Motto "Der Kunde ist ein Störfaktor" in Duisburg durchsetzen, werde ich auf Mülheim oder Oberhausen ausweichen. Und mir sogar die Parkgebühren sparen! Petra Knörzer
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