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An der Spitze der Stadt Duisburg stand schon seit etwa 1270 ein Rat und seit 1275 zwei Bürgermeister. Der Rat hatte 10 bis 22 Mitglieder. Der Wahlmodus für den Rat wurde mehrfach geändert. In der Regel wechselten seine Mitglieder jährlich am 10. August (Laurentiustag). Ab 1566 behielt sich der Herzog von Kleve das Recht, den Bürgermeister und 2 Räte selbst zu ernennen. Dennoch machte der Herzog hiervon kaum Gebrauch. Neben dem Rat taucht seit dem 15. Jahrhundert ein weiteres Gremium als Bürgerbeteiligung auf, der "Sechzehner". Ihm gehörten je 4 Vertreter der 4 Stadtviertel an. Ein weiteres größeres Gremium war der "Vierundzwanziger". Jedoch kann man bei beiden Gremien nicht von einer echten Bürgerbeteiligung im heutigen Sinne sprechen. Sie hatten meist nur beratende Funktion. 1713 wurde die freie Ratswahl vorübergehend aufgehoben. 1807 wurde in französische Zeit die Munizipalverfassung mit einem Munizipalrat eingeführt. Seit 1856 gab es "Stadtverordnete", später Ratsherren. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, in preußischer Zeit ein Bürgermeister bzw. später Oberbürgermeister. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1997 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. 1999 wurde die bereits 1997 vom Rat gewählte Oberbürgermeisterin Bärbel Zieling (SPD) erstmals direkt vom Volk gewählt. Ihr Nachfolger wurde 2004 Adolf Sauerland (CDU). |
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Das Wappen von Duisburg zeigt in von Gold und Rot geteiltem Schild oben ein wachsender, rot gezungter schwarzer Doppeladler, unten eine dreitürmige silberne gezinnte Burg. Die Stadtflagge ist weiß-rot belegt mit dem Wappen. Das Wappen wurde der Stadt am 31. Januar 1977 vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf verliehen. Es ist jedoch bereits im Jahre 1527 bezeugt. Es kann teilweise als "redendes" Wappen bezeichnet werden, denn die Burg weißt auf den Namen der Stadt hin. Der Reichsadler deutet auf die Zugehörigkeit zum Reich und weist auf die ehemalige Reichsfreiheit hin, die jedoch bereits 1290 an die Herren von Kleve verpfändet war. |
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Das Aufblühen von Tabak- und Textilmanufakturen im 18. Jahrhundert leitete eine Entwicklung ein, die mit der Industrialisierung zur "Montanstadt" führte. Große Industriewerke (Thyssen, Krupp, ...) bestimmten die Stadtentwicklung maßgeblich mit. Um die Werke entstanden ganze Stadtteile für die Arbeiter der einzelnen Betriebe. 1823 Duisburg wird Sitz eines Kreises, der aus den Kreisen Dinslaken und Essen-Land gebildet wird 1824 Bau der Schwefelsäurefabrik des Fr. W. Curtius Beginn der Industrialisierung 1828 Franz Haniel eröffnet in Ruhrort eine Werft für Dampfschiffe 1846 Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Düsseldorf 1847 Eröffnung der Eisenbahnlinie über Dortmund nach Minden 1873 Duisburg scheidet aus dem Kreis Duisburg aus und wird eine Kreisfreie Stadt, der verbleibende Rest-Kreis wird in Kreis Mülheim an der Ruhr umbenannt, aus welchem 1887 der Kreis Ruhrort herausgelöst wurde. Letzterer wird 1909 in Kreis Dinslaken umbenannt. 1904 Geburt des 100.000. Einwohners Duisburgs (Ernst R. Straube) 1905 Zusammenschluss mit Meiderich und Ruhrort 1929 Zusammenschluss mit dem Stadtkreis Hamborn zum neuen Stadtkreis Duisburg-Hamborn |
Duisburg und Gaziantep feiern lebendige Partnerschaft |
Wirtschaft und Infrastruktur -Verkehr - Duisburger Hafen |
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Der Duisburger Hafen "duisport" www.duisport.de [1] ist nicht nur der größte europäische Binnenhafen, sondern auch offiziell Seehafen. Mit flussgängigen Seeschiffen werden von hier im Linienverkehr Häfen in Europa, Afrika und im vorderen Orient bedient. Die verschiedenen Hafenbecken liegen teilweise am Rhein, überwiegend jedoch an der Ruhrmündung im Stadtteil Ruhrort.Jährlich werden rund 40 Mio. Tonnen Güter aller Art umgeschlagen. Über 20.000 Schiffe laufen jährlich den Hafen an. Kernstück sind die öffentlichen Hafenanlagen mit einer Ausdehnung von 740 Hektar, 21 Hafenbecken von über 180 ha ergeben eine Uferlänge von 40km. Dazu kommt noch das Logport Logistic Center Duisburg mit 265 ha Fläche. Etliche Unternehmen verfügen darüber hinaus über private Hafenanlagen, so dass der Gesamtumschlag bei 70 Mio. Tonnen liegt. |
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Die 299 Bombenangriffe im 2. Weltkrieg zerstörten das alte Stadtbild nahezu vollkommen. 80% der Wohngebäude wurden zerstört oder stark beschädigt. In der Folge wurde praktisch die gesamte Stadt inklusive der Infrastruktur neu aufgebaut, wodurch die meisten historischen Merkmale verschwanden. 1975 - Zusammenschluss unter anderem mit Walsum, Homberg und Rheinhausen. 1983 - Stadtjubiläum - 1100 Jahre Duisburg. 1999 - Das neue jüdische Gemeindezentrum mit Synagoge am Innenhafen wird eröffnet. 2004 - Am 19. Juli ist Duisburg von einem Tornado betroffen, der erhebliche Schäden anrichtet |
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Als logistisches Zentrum des Ruhrgebietes und bedeutender Standort der Chemie- und Hüttenindustrie wird Duisburg bald zum primären Angriffziel alliierter Bomber. Dabei werden nicht nur die Industrianlagen, sondern auch gezielt die zivile Bevölkerung angegriffen. Die deutschen Verteidigungsbemühungen bleiben letztlich erfolglos und können die Zerstörung der Stadt nicht verhindern. Als Einflugschneise zum Ruhrgebiet erlebt Duisburg ab 1943 praktisch tägliche Luftalarme. 1935 Die Stadt Duisburg-Hamborn wird in Stadt Duisburg umbenannt. 1938 im November zerstören Nationalsozialisten die jüdische Synagoge in der Junkerstraße. 1941 u. a. am 12/13. Juni werfen britische Maschinen 445 t Bomben ab. 1943 äscherten 577 britische Bomber am 12/13. Mai die gesamte Altstadt von Duisburg mit 1599 t Bomben ein und machten 96.000 Menschen obdachlos. 1944 erleidet die Stadt die schwersten Schäden, als unter anderem am 22. Mai über 2000 t Bomben fallen, eine Menge, die am 14/15. Oktober noch verdoppelt wird, als 1005 Halifax, Lancaster und Mosquito-Bomber über Duisburg erscheinen. Es folgten zahlreiche weitere Großangriffe in ähnlicher Größenordnung. 1945 kamen zu den Bombenschäden die Zerstörungen während des Endkampfes um die Stadt, die am Nordwestrand des Ruhrkessels lag und seit 3. April 1945 mit Artillerie beschossen wurde. Am 12. April 1945 marschieren Einheiten der 9. US-Armee in Duisburg ein. |