Archiv Medizinische Versorgung
Okt - Dez 2008

 

SPD-Mitglieder im Gesundheitswesen kritisieren ungenügende Ärzteversorgung in Duisburg

Duisburg, 20. Dezember 2008 - „Zwar existiert in Duisburg rein statistisch eine Überversorgung mit Ärzten, aber in den Stadtteilen fehlen häufig niedergelassene Ärzte.“
Mit dieser Feststellung fand der OB-Kandidat der SPD, Jürgen C. Brandt, bei den Sozialdemokraten aus dem Gesundheitsweisen offene Ohren. Die Forderung der Sozialdemokraten: „Bei der Ärzteversorgung ist nicht das gesamte Stadtgebiet zugrunde zu legen, sondern es muss gewährleistet werden, dass in jedem Stadtteil entsprechende Haus- und Fachärzte vorhanden sind.“
Auch die Zukunft des Wedau-Klinikums liegt der SPD am Herzen: „Bei Krankenhäusern hat die gesellschaftliche Versorgung im Vordergrund zu stehen, nicht der Profit“, so Jürgen C. Brandt. „Deshalb dürfen keine weiteren Anteile des Klinikums verkauft werden.“ Für die ASG ergibt sich daraus die Konsequenz: „Alle Auszubildenden müssen übernommen werden. Nur mit ausrei-chendem Personal ist eine qualifizierte Gesundheitsversorgung für Duisburg zu gewährleisten. Die Sozialdemokraten gehen aber noch weiter: So lag der Versammlung ein Antrag vor, der verbindliche Personalstandards für die Krankenhäuser und sonstigen Pflege-, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen vorschreibt.

Für die zukünftige Arbeit der im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigten Sozialdemokraten gibt es verschiedene Schwerpunkte. So stehen u. a. die Zukunft der Pflege, die Ausbildung in den Gesundheitsberufen, die Krankenhausfinanzierung, Kindergesundheit, die Gesund-heitsversorgung für Migrantenfamilien und der Erhalt der öffentlichen Gesundheitsversorgung auf der Tagesordnung der ASG.
Dafür steht der neu gewählte Vorstand der ASG Duisburg: Volker Thierfeld löst als Vorsitzender Barbara Schleußer ab, die künftig als Beisitzerin dem Vorstand angehören wird. Serdar Bozkurt wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Den Vorstand komplettieren Barbara Schleußer, Helmut Gröschl und Günther Obschernikat. Im neuen Jahr wird sich die ASG an jedem zweiten Donnerstag im Monat jeweils um 19.00 Uhr im DGB-Haus treffen. Die Sitzungen sind für Mitglieder und Interessierte offen.

Starkes Immunsystem schützt vor Erkältungsviren
Gesund durch Herbst und Winter kommen

Duisburg, 21. November 2008 - In dieser wechselhaften Jahreszeit wird die Gesundheit besonders stark strapaziert. Da kann es schnell passieren, dass die Erkältungsviren einen erwischen. Wer fit durch Herbst und Winter kommen möchte, sollte daher rechtzeitig sein Immunsystem stärken, empfehlen die Apotheker in Nordrhein. Denn ein starkes Immunsystem ist der beste Schutz vor Erkältungserregern.

"Gesundheit beginnt im Kopf", sagt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Das heißt: Innere Ausgeglichenheit und Zufriedenheit sind die besten Immunstimulanzien, die es gibt. Körperliche und seelische Belastungen sind dagegen Gift für das Immunsystem. "Keime, die dem Körper unter normalen Umständen nichts anhaben können, haben bei gestressten Menschen leichtes Spiel", so der Pressesprecher. Für ideale Entspannung sorgen ausreichend Schlaf und viel Bewegung an der frischen Luft. Ergänzend eignen sich Saunabesuche, die zudem durch die hohe Luftfeuchtigkeit ein Austrocknen der Schleimhäute verhindern. Denn trockene Schleimhäute sind ein weiterer Risikofaktor für Erkältungskrankheiten. Gerade jetzt herrscht in vielen Wohn- und Arbeitsräumen ein trockenes Heizungsklima. Dagegen helfen regelmäßiges Lüften sowie eventuell Luftbefeuchter. Zusätzlich sollte sehr viel getrunken werden, am besten Kräutertees, Mineralwasser oder Saftschorlen.
Eine gesunde ausgewogene Ernährung ist ein weiterer wichtiger Faktor, um drohenden Erkältungskrankheiten Paroli zu bieten, so Werner Heuking. Dazu gehört vor allem vitaminreiche Kost mit Obst und Gemüse. Wer will kann zusätzlich zu Vitamin- und Mineralstoffpräparaten greifen. Die Vitamine A, C, E sowie das Spurenelement Zink sind dabei am geeignetsten bei der Abwehr von Erkältungsviren.
Ein einfacher, aber sehr wirkungsvoller Tipp, um gesund zu bleiben, ist regelmäßiges Händewaschen. "Die meisten Viren und Bakterien werden per Handschlag weitergereicht", betont der Pressesprecher der Apotheker. Um den wichtigen Säureschutzmantel der Haut nicht zu zerstören, sollte man zum Händewaschen am besten eine milde rückfettende Seife benutzen und die Hände anschließend eincremen.

Sollten trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen die Erkältungsviren doch einmal zugeschlagen haben, ist es wichtig, sich richtig auszukurieren. "Wer sich nicht schont, nimmt das Risiko von Folgeerkrankungen wie Lungenentzündung oder Entzündungen der Nasennebenhöhlen und des Mittelohres in Kauf", warnt Werner Heuking. Kommt zu der Erkältung allerdings noch Fieber dazu, sollte man lieber einen Arzt aufsuchen.

Tipps gegen Erkältung
- Stress vermeiden
- ausreichend Schlaf
- regelmäßige Saunabesuche
- täglich mehrmals kräftig Durchlüften
- viel trinken
- gesund ernähren (viel Obst und Gemüse)
- regelmäßiges Händewaschen

Sprechstunden der Beschwerdestelle für Psychiatrie-Erfahrene und Betroffene
Die Beschwerdestelle für Psychiatrie-Erfahrene und Betroffene versteht sich als eine neutrale und unabhängige Einrichtung. Sie steht allen Menschen zur Verfügung, die sich infolge von Schwierigkeiten mit Einrichtungen oder Personen der Psychiatrischen und Psychosozialen Versorgung Duisburgs beschweren wollen. Die Beschwerdestelle bietet jeden Dienstag, 16 bis 17.45 Uhr im "Kleinen Prinzen" auf der Schwanenstrasse 5-7 in Duisburg-Mitte eine offene Sprechstunde an.

Die Beschwerdestelle wird von der PSAG Duisburg (Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft) und vom Gesundheitsamt der Stadt Duisburg unterstützt. Sie setzt sich aus Psychiatrie- Erfahrenen, Angehörigen und Fachkräften der psychosozialen Versorgung Duisburgs zusammen. Die Beschwerdestelle nimmt Beschwerden von Betroffenen und Angehörigen aus Duisburg auf, geht diesen nach, berät und bemüht sich um eine Klärung. An die Beschwerdestelle können sich alle Menschen wenden, die in Duisburg wohnen und Schwierigkeiten mit Einrichtungen oder Personen der Psychiatrischen und Psychosozialen Versorgung, wie z. B. Psychiatrischen Kliniken, Ambulanten und Stationären Diensten, Reha Einrichtungen, Wohnheimen, gesetzlichen Betreuern haben.  Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Beschwerden schriftlich (Viktoriastraße 8, 47049 Duisburg) oder telefonisch unter 0203/283-5423 mitzuteilen. Das Beratungsangebot ist kostenlos.

UDE: Individuelle Krebstherapie - Wie Antikörper noch besser wirken

Duisburg, 21. November 2008 - Sie sorgen für eine kleine Revolution in der modernen Krebstherapie: die so genannten monoklonalen Antikörper. Die Abwehrmoleküle des Immunsystems wirken zielgenau und haben geringe Nebenwirkungen. In Kombination mit der Chemotherapie wurden dadurch besonders bei Darmkrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs und Lymphknotenkrebs große Behandlungserfolge erreicht. Doch nicht alle Patienten profitieren davon, denn nicht alle Tumore reagieren auf eine Antikörper-Behandlung. Wie der Therapieerfolg noch genauer vorhergesagt werden kann, beschreibt die aktuelle Veröffentlichung von Wissenschaftlern des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) am Uniklinikum und des Zentrums für Medizinische Biotechnologie (ZMB) an der Uni Duisburg-Essen.
So vielfältig wie die Antikörper sind auch die Therapieergebnisse. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Martin Schuler schildern nicht nur die spezifischen Unterschiede, sondern gehen noch einen Schritt weiter: Sie entwickelten individuelle Verfahren, mit denen der Widerstand „resistenter“ Tumore gegen Antikörpertherapien gebrochen werden kann. Gefördert wird ihre Arbeit durch die Wilhelm Sander-Stiftung.
„Nach der erfolgreichen Entwicklung und Erprobung dieser auf den individuellen Tumor zugeschnittenen Behandlung ist der nächste Schritt die wissenschaftlich kontrollierte Anwendung am Patienten. Dies ist ein aufwändiges, aber für die Patientensicherheit erforderliches Verfahren, dem wir uns am Westdeutschen Tumorzentrum gerne stellen“, erklärt Professor Schuler, Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung). „Hierfür bietet die neu eröffnete WTZ-Ambulanz die idealen Voraussetzungen.“
Die persönliche Betreuung von Patienten mit Krebserkrankungen ist die zentrale Aufgabe des Westdeutschen Tumorzentrums am Klinikum der Universität Duisburg-Essen. Unter anderem werden dort interessierten und geeigneten Patienten im Rahmen klinischer Studien neueste Behandlungsverfahren kostenfrei angeboten.

Große Kommunale Gesundheitskonferenz mit "Markt der Gesundheit" in der Mercatorhalle

Duisburg,19. November - die Große Kommunale Gesundheitskonferenz (GKG) und der "Markt der Gesundheit" gastierten gemeinsam in der Mercatorhalle Duisburg. Etwa 30 Infostände vom Caritasverband, Wedau Kliniken, Alzheimer Gesellschaft über Apetito, Rund um Gesund, Orthopädietechnik bis VdK präsentierten sich mit vielen kostenlosen Aktionen wie zum Beispiel Sehtests, CO-Atemluftmessung, Fußdruck- und Venenmessung, aber auch leckeren Kostproben sowie Verlosung von Dienstleistungen wurden angeboten.

Zahlreiche fachkundige Gesundheitsexperten standen für Gespräche bereit über Themen wie Richtig ernähren - gesund bleiben, Ambulant betreutes Wohnen, Demenzerkrankungen oder Hilfe und Rechte im Sozialsystem. Im Untergeschoss  inspirierte ein Künstlerdie Besucher. Ehrenamtliche Damen des Caritasverbandes beantworteten alle Fragen oder waren bei Hilfestellungen fachkundig zur Stelle. Das Schwerpunktthema der Großen Kommunalen Gesundheitskonferenz von 10 bis 13 Uhr lautete "Gesundes Altern".

Prävention verhindert neue Diabetes-Erkrankungen - Aktionswochen zum Weltdiabetestag am 14. November

Düsseldorf/Duisburg, 7. November 2080 - Die Apotheker in Nordrhein beteiligen sich mit einer Aufklärungskampagne am diesjährigen Weltdiabetestag (14. November). Im Mittelpunkt der Aktionswochen vom 8. bis 21. November steht die Früherkennung von Risikopatienten sowie deren Beratung. Wie wichtig gerade diese für Diabetes-Patienten ist, verdeutlichen die Fakten zum so genannten diabetischen Fuß. Viele Diabetiker leiden an einer Schädigung der Nerven, oft kombiniert mit einer Durchblutungsstörung der Beine. Das kann zu einer lebensbedrohlichen Entzündung führen. "Jährlich kommt es deshalb zu mehr als 25.000 Fuß-Amputationen", erklärt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. "Dabei könnte man bei rechtzeitiger Prävention und Änderung des Lebensstils der Betroffenen mehr als die Hälfte der Gliedmaßen erhalten."

Diabetes-Erkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Rund sechs Millionen Menschen leiden an Diabetes, Tendenz steigend. Die Gründe für die dramatische Entwicklung sind einfach. "Es gibt immer mehr Diabetiker, bei denen sich die Stoffwechselkrankheit durch Bewegungsmangel und Übergewicht entwickelt hat", sagt Werner Heuking. Zudem gebe es eine große Zahl noch unentdeckter Fälle, weil die Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung ahnen.

Diesen Menschen wollen die Apotheker in Nordrhein während der Aktion zum Weltdiabetestag auf die Spur kommen. "Mit Hilfe eines so genannten Findrisk-Fragebogens zum Lebensstil, den Interessierte bei uns beantworten, ist es möglich, das Diabetes-Risiko abzuschätzen", so der Pressesprecher. Zusätzlich bieten die Apotheker in Nordrhein eine Messung des Blutdruckes und gegen eine geringe Schutzgebühr einen Blutzuckertest an. Bei Auffälligkeiten empfehlen die Apotheker, dringend einen Arzt aufzusuchen, um das Diabetes-Risiko näher abzuklären und gegebenenfalls frühzeitig handeln zu können.

Nur durch Früherkennung und Vorsorge können die immer höheren Zahlen von neuen Diabetes-Erkrankungen gestoppt werden. "Deshalb ist es auch so wichtig, immer wieder auf die guten Möglichkeiten hinzuweisen, dieser Krankheit vorzubeugen oder Diabetes-Patienten zu helfen, ihre Lebensqualität zu steigern", sagt Heuking. Zum Beispiel ist Übergewicht ein großer Risikofaktor. Gesunde und kalorienarme Ernährung in Verbindung mit ausreichend Bewegung ist ein entscheidender Faktor zur Verbesserung der Situation. "Durch Gewichtskontrolle lässt sich der Wert des Blutzuckers bei Übergewichtigen gut regulieren. Wer abnimmt, kann seinen Blutzuckerspiegel sehr schnell normalisieren", so der Pressesprecher. Für Diabetiker, die nicht auf sich achten, können die Folgen verheerend sein, weiß der Apotheker. Neben Amputationen, Herzerkrankungen und Erblindungen, gibt es auch zahlreiche Nierenkranke. Allein in Deutschland leiden rund 80.000 Menschen unter so schweren Nierenfunktionsstörungen, dass sie auf Dialyse oder eine Transplantation angewiesen sind.

UDE: Carreras-Stiftung fördert Leukämie-Forschungsprojekt - Größere Heilungschancen

Duisburg, 20. Oktober 2008 - Das erneute Auftreten einer Leukämie nach einer Stammzelltransplantation zu verhindern, ist Ziel eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Duisburg-Essen. Geleitet wird es von Prof. Dr. Dietrich Beelen und Dr. Dr. Lambros Kordelas von der Klinik für Knochenmarktransplantation in Kooperation mit Priv. Doz. Dr. Vera Rebmann vom Institut für Transfusionsmedizin der Universität Duisburg-Essen. Das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt wird von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung mit 124.000 Euro gefördert.
"Das Immunsystem von Leukämiepatienten funktioniert nach einer Stammzelltransplantation mehrere Wochen lang nur unzureichend. Die erste immunologische Barriere gegenüber einer erneuten Leukämie-Erkrankung sind die so genannten Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Daher sind Untersuchungen über die Wiederherstellung dieser Blutzellen nach Stammzelltransplantationen von großer Bedeutung, um einen langfristigen Therapieerfolg zu erreichen.", so Dr. med. Dr. phil. Lambros Kordelas.
Von besonderem Interesse sind für die Forscher die NK-Zellen und ihre funktionelle Wirksamkeit vor und nach der Stammzelltransplantation. Weiterhin soll geprüft werden, ob bestimmte genetische Konstellationen zwischen Spender und Empfänger den Heilungserfolg des Patienten zusätzlich begünstigen.
Die Untersuchungen umfassen immunologische und genetische Analysen von Blutzellen und deren funktioneller Eigenschaften. Die Ergebnisse dieser Analysen werden schließlich mit den klinischen Verläufen der transplantierten Patienten verglichen. Das Ziel dieser Untersuchungen ist es, Einflussparameter zu identifizieren, die bei der Auswahl des am besten geeigneten Spenders wichtig sind, um Immunreaktionen des Patienten gegenüber leukämischen Zellen (Anti-Leukämie-Effekt) nach
erfolgter Transplantation zu verbessern.
An der Klinik für Knochenmarktransplantation am Universitätsklinikum Essen werden jährlich mehr als 170 Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantationen durchgeführt. Solche Transplantationen sind oft die letzte Behandlungsmöglichkeit, wenn andere Therapien wie zum Beispiel Chemotherapien nicht angeschlagen haben.
Der spanische Tenor José Carreras gründete 1995 die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. - aus Dankbarkeit dafür, dass er selbst seine Leukämie-Erkrankung nach einer Stammzelltransplantation überwunden hat. Die Stiftung förderte bislang über 600 Projekte. Dazu gehören die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Finanzierung von Strukturmaßnahmen, wie zum Beispiel der Bau von Transplantationseinheiten, Tageskliniken oder Rehabilitationszentren,
und die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen. Weitere Informationen und Einblicke in die Projekte gibt es unter www.carreras-stiftung.de.

Ernährung und Bewegung senken Osteoporose-Risiko - Vier bis sechs Millionen Menschen leiden an Knochenschwund

Düsseldorf/ Duisburg, 16. Oktober 2008 - Schätzungsweise vier bis sechs Millionen vor allem ältere Menschen leiden in Deutschland an Osteoporose. Das Tückische: Den schleichenden Verlust an Knochenmasse spürt man nicht und Schmerzen setzen oft erst im fortgeschrittenen Stadium ein. Anlässlich des Weltosteoporosetages am 20. Oktober machen die Apotheker in Nordrhein auf die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, aufmerksam und geben Tipps, wie man der Krankheit vorbeugen kann.
"Es gibt viele einfache Möglichkeiten der Prävention", sagt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. "Und das Gute: Jeder kann etwas für seine Knochen tun, je eher desto besser." Die wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen Osteoporose sind regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Je stärker der Knochenaufbau in der Kindheit gefördert wird, desto geringer ist die Gefahr, im Alter an Osteoporose zu erkranken. "Bereits in jungen Jahren wird die Basis für eine hohe Knochendichte gelegt", so Werner Heuking. "Die Knochenmasse baut sich bis zu einem Alter von etwa 30 Jahren auf. Die nächsten zehn Jahre hält sie sich auf konstantem Niveau und spätestens mit Mitte 40 beginnt der langsame, aber stetige Abbau." Dies sei ein ganz natürlicher Vorgang. Die Bausubstanz könne aber beeinflusst werden. "Zu den wichtigsten Bausteinen zählen Calcium und Vitamin D. Gerade in den Jahren des Aufbaus sollte darin kein Mangel herrschen. Aber auch im Alter sind Calcium und Vitamin D wichtig, um den Abbau der Knochendichte so lange wie möglich aufzuhalten."

Zum Schutz vor Osteoporose sei es daher wichtig, eine Doppelstrategie zu nutzen, raten die Apotheker in Nordrhein. Neben der calciumreichen Ernährung mit Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Quark oder Käse ist ausreichend Sonnenlicht zur Vitamin-D-Produktion wichtig. Weiter raten die Apotheker, sich regelmäßig zu bewegen. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie beispielsweise Jogging, Walking, Wandern, aber auch Schwimmen, Gymnastik oder Tanzen. "Bewegung und damit Belastung ist für den Knochen lebenswichtig. Sie fördert den Knochenaufbau und dient somit der Osteoporoseprophylaxe." In den vergangenen Jahren sind auch immer mehr jüngere Menschen ab dem 35. Lebensjahr an Osteoporose erkrankt. "Häufig sind diese Kranken starke Raucher."

Menschen, die bereits an Osteoporose leiden, sollten vor allem diszipliniert und therapietreu sein. "Viele Patienten brechen ihre Therapie vorzeitig ab oder halten sich nicht an die vorgegebene Dosierung ihrer Medikamente. Durch intensive Beratung können wir mögliche Einnahmefehler erkennen und immer wieder auf die Bedeutung der Therapietreue hinweisen", erklärt der Apotheker. "Ziel ist es, eine hohe Lebensqualität möglichst lange zu erhalten und schmerzhafte Brüche zu vermeiden. Dazu wollen wir durch Aufklärung einen wichtigen Beitrag leisten."

Ursachen für Osteoporose:
-Familiäre Veranlagung
-Schilddrüsenüberfunktion
-Ernährungsfehler, also Mangel an Calcium und Vitamin D
-Bewegungsmangel
-Übermäßiger Alkoholkonsum