Archiv Medizinische Versorgung
Mai - Sep 2008

 

Angebote der Kommunalen Gesundheitskonferenz zur Weltstillwoche

Duisburg, 15. September 2008 - Im Rahmen der Weltstillwoche vom 29. September bis 10. Oktober bietet die Arbeitsgruppe Stillförderung der Kommunalen Gesundheitskonferenz verschiedene Informationsveranstaltungen zum Thema "Rund ums Stillen" an.
In der Zeit vom 6. bis 10. Oktober ist im Foyer des Bethesda-Johanniter Klinikums auf der Heerstraße 219 in Duisburg-Hochfeld ein Infostand der Stillberaterin Hilla Theisen aufgebaut.
Einen Vortrag "Rund ums Stillen" in türkischer Sprache bietet Hilla Theisen mit der interkulturellen MiMi Gesundheitsmediatorin Güllü Koc am Mittwoch, 8. Oktober, um 17 Uhr im Bethesda-Johanniter Klinikum auf der Heerstraße 219 an.
Im St. Josef Krankenhaus auf der Asberger Straße 4 in Moers informiert vom 29. September bis 3. Oktober die Stillberaterin Dagmar Röstel.

Am 1. Oktober ist der Infostand von Dagmar Röstel vor der "Elternschule" des St. Josef Krankenhauses auf der Asberger Straße 4 in Moers aufgebaut. Stillberaterin Petra Meck steht vom 29. September bis 3. Oktober vor dem Kreissaal des Klinikum Duisburg, Wedau Kliniken, Zu den Rehwiesen zur Verfügung. Die Stillberaterin Dagmar Milde berät vom 29. September bis 3. Oktober im Foyer des St. Johannes-Hospital, An der Abtei 7-11, in Duisburg-Hamborn.

Ständiges Angebot der Stillberaterinnen
Ständige Angebote der Stillberaterinnen gibt es zum Teil während der Elternberatungszeiten (früher Mütterberatung) des Gesundheitsamtes in Duisburg und in einigen Familienbildungszentren:

DU-Walsum
Familienzentrum Kinderburg e.V., Im Bremmenkamp 1
mit Silke Lehr
jeden 3. Montag, von 9 bis 10.30 Uhr

DU-Marxloh (zeitgleich mit der Elternberatung)
Familienzentrum Kiebitzmühle, Kiebitzmühlenstraße 21
mit Silke Lehr
jeden 1. Montag von 9.30 bis 10.30 Uhr
mit Dagmar Milde
jeden 3. Montag von 9.30 bis 10.30 Uhr

DU-Bruckhausen
Familienzentrum Kronstraße 5
mit Dagmar Milde
jeden 2. und 4. Montag von 9 bis 10.30 Uhr

DU-Neumühl
Familienzentrum Herz-Jesu, Lehrerstraße 75a
mit Silke Lehr
jeden 4. Montag von 9.30 bis 11 Uhr

DU-Stadtmitte (zeitgleich mit der Elternberatung)
Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
Beekstraße 48-50
mit Hilla Theisen
jeden 2. Mittwoch von 14 bis 15 Uhr

DU-Homberg (zeitgleich mit der Elternberatung)
Familienzentrum St. Martin, Ehrenstraße 40
mit Dagmar Röstel
jeden 2. Dienstag von 14 bis 15.30 Uhr

Alzheimer - Früh erkannt ist wirksame Hilfe möglich - Welt-Alzheimertag am 21. September
Fachtagung zur Demenz im Krankenhaus

Duisburg, 12. September 2008 - Es beginnt langsam, fast unbemerkt: Plötzlich fallen einem Namen von Bekannten nicht mehr ein, Dinge werden verlegt und gerade zurückliegende Ereignisse vergessen. Sind das normale Alterserscheinungen oder bereits Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung? Die Angst vor dieser Form von Demenz wächst in der Bevölkerung, denn die meisten Menschen empfinden den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit als eine der größten Bedrohungen. Aus Anlass des Welt-Alzheimertag am 21. September klären die Apotheker in Nordrhein über die Krankheit auf und geben Tipps, wie man eine Alzheimer-Demenz erkennen kann.
"Mit der steigenden Lebenserwartung der Menschen nimmt auch die Zahl der Alzheimer-Patienten zu", sagt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Bereits heute leiden in Deutschland mehr als 700.000 Menschen an Alzheimer, in zwanzig Jahren wird sich die Zahl fast verdoppeln. "Wichtig ist, die Krankheit möglichst früh zu erkennen, weil dann die Symptome behandelt und eine Verschlimmerung zumindest hinausgezögert werden kann", erklärt Heuking. Typisch für Alzheimer ist, dass neue Informationen im Kurzzeitgedächtnis nur noch schwer aufgenommen und behalten werden können. Zum Beispiel, was genau heute zum Frühstück gegessen wurde. Weitere Alarmsignale sind Verhaltensänderungen wie sozialer Rückzug, zunehmendes Misstrauen, Feindseligkeit und Aggressivität.
"Zeigen sich solche Veränderungen, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden", rät Werner Heuking. Er kann testen, wie es um die geistige Leistungsfähigkeit des Betroffenen bestellt ist. Bestätigt sich der Demenzverdacht, so kann der Arzt eine angemessene Therapie einleiten. Die Erfolgsaussichten einer solchen Therapie sind am größten, wenn man frühzeitig damit beginnt. Deshalb sollte keinesfalls aus Angst oder Schamgefühl der Arztbesuch hinausgezögert werden. "Als Unterstützung zur medikamentösen Behandlung eignen sich psychotherapeutische Maßnahmen sowie Musik- und Tanztherapie", berichtet Werner Heuking. Ziel sollte es sein, die Lebensqualität des Erkrankten sowie seiner pflegenden Angehörigen noch für viele Jahre zu verbessern.

Alzheimer
- Ist eine hirnorganische Erkrankung, die meist bei älteren Menschen über 65. Jahren auftritt.
- Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des Denk- und Urteilsvermögens. Diese Störungen machen die Bewältigung des normalen Alltagslebens immer schwieriger.
- Die Patienten sind zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.
- Die Ursachen sind heutzutage noch nicht behandelbar. Medikamente sind aber in der Lage, die Symptome zu lindern.
- Bis heute ist die Ursache der Alzheimer-Erkrankung nicht vollständig geklärt.
Weitere Informationen gibt es bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.: www.deutsche-alzheimer.de

Fachtagung zur Demenz im Krankenhaus
Duisburg. Eine Fachtagung der Alzheimer Gesellschaft Duisburg beschäftigt sich am Mittwoch, 24. September mit dem Thema "Der Mensch mit Demenz im Krankenhaus". Im Duisburger Rathaus werden Experten über Pflege- und Betreuungskonzepte für Demenzkranke vorstellen und diskutieren. DieTagung erfolgt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Leben mit Demenz, Veranstaltungen in Duisburg rund um den Weltalzheimertag".
Bei der Suche nach adäquaten Pflege- und Betreuungsangeboten, die den besonderen Bedürfnissen Demenzkranker und den Erwartungen von Angehörigen gerecht werden, sind Angehörige, Beratungsstellen, Pflegeeinrichtungen und -dienste gefordert. In Zukunft sollten vermehrt Rehabilitationsangebote für demenzkranke Menschen geschaffen werden und zugleich das Leitbild der "aktivierenden Pflege" auch auf die Versorgung demenzkranker Menschen übertragen werden.
Bei der Fachtagung soll geprüft werden, ob nach dem Beispiel aus Münster auch in Duisburg ein geriatrischer Begleitdienst im Krankenhaus für Menschen mit einer Demenz Orientierung geben kann. Mit der Tagung soll ein Beitrag zur Vernetzung wichtiger Akteure im Handlungsfeld geleistet werden.
Die Veranstaltung (15 bis 18 Uhr) richtet sich an Beschäftigte des Gesundheits- Sozialwesens von Krankenkassen, an Vertreterinnen und Vertreter von Alzheimer Gesellschaften und an Fachkräfte und Ehrenamtliche, die in ihrer Arbeit mit der Thematik in Kontakt stehen.
Mi Hilfe des Fachvortrags von Dr. med. Simone Gurlit, verantwortliche Ärztin des Geriatrieprojekts im St. Franziskus Hospital in Münster, wird das preisgekrönte Leuchtturmprojekt "Geriatrischer Begleitdienst im Krankenhaus" vorgestellt. Trotz knapper Ressourcen in den Kliniken ist dieser Arbeitsansatz so erfolgreich, dass das Krankenhaus den besonderen Service in seine Regelversorgung mitaufgenommen hat. Die Liegedauer der älteren Patientinnen und Patienten hat sich verkürzt und die sogenannten "passageren Verwirrtheitszustände", die sich in Klinikaufenthalten entwickeln können, werden weitgehend verhindert.

Ein Konzept für Duisburg
Gemeinsam mit Gesundheitsdezernent Dr. Peter Greulich diskutieren in der anschließenden Gesprächsrunde Heinz Peréé vom Seniorenbeirat der Stadt Duisburg, Dr. Wolfrid Schröer, Chefarzt der Geriatrie im Klinikum Duisburg und Claudia Scherrer, Geschäftsführung im Klinikum Duisburg sowie Stephan Fromm, Leiter des Kliniksozialdienstes des katholischen Klinikums Duisburg über die Möglichkeiten, dieses Konzept Duisburg umzusetzen.

Die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Bedingungen der Pflege und Betreuung in der Zukunft. Die Zahl der hilfe- und pflegebedürftigen alten Menschen wird immer höher. Dabei ist der deutlich steigende Anteil pflegebedürftiger Menschen auch auf die zunehmende Anzahl demenzkranker Menschen zurückzuführen. In Deutschland sind es derzeit etwa 1,2 Millionen Menschen, die an einer mittel- bzw. schweren Demenz erkrankt sind. In Duisburg leben etwa 7000 Personen, die von der Erkrankung betroffen sind. Etwa Zweidrittel von Ihnen leben zuhause und werden dort von Angehörigen betreut und gepflegt. Dies bedeutet für die betroffenen Familien - in der Regel den Partner oder die Kinder - eine physisch wie psychisch sehr hohe Belastung. Die krankheitsbedingten Veränderungen sind nicht nur für die Betroffenen verunsichernd und belastend, sondern auch für deren betreuenden Angehörigen, Freunde, Bekannte aber auch für Fachpersonal.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Teilnahmebescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt.
Bei Fragen zur Fachtagung können Sie sich an die Geschäftsstelle der Alzheimer Gesellschaft Duisburg wenden: Telefon 0203-3095104.

„Suchtvorbeugung beginnt im Alltag“ - Jugendamt Duisburg beteiligt sich an Aktionswochen zur Suchtvorbeugung
Apotheker begrüßen Terminverschiebung von neuen Rabattverträgen

DUISBURG, 10. September2008  - Ob Informationen über Gefahren von Chaträumen oder Spongebob & Co., Theateraufführungen wie „Spiel`rausch´“ und Medien- und Erlebnisprojekte wie „Spiderman und Ofensau“: Die Aktionswochen „Suchtvorbeugung beginnt im Alltag“ bieten vom 15. vom 26. September stadtweit mehr als 50 Veranstaltungen für alle Altersgruppen. Ziel der Aktionswochen ist es aufzuzeigen, das jeder in Familie, Öffentlichkeit und in sozialen Institutionen dazu beitragen kann, Suchtentwicklungen keine Chance zugeben.
Die Aktionswochen, die Teil der Kampagne „Sucht hat immer eine Geschichte" des Landes Nordrhein-Westfalen sind, wurden von der Fachstelle für Suchtprophylaxe des Jugendamtes Duisburg initiiert und zeigen Wege zur Vermeidung von Sucht auf. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Adolf Sauerland bieten die Kooperationspartner des Duisburger Netzwerks Suchtvorbeugung eine breites Angebot von Theateraufführungen, Medienprojekten, Erlebnisparcours, Workshops und Fortbildungen, bis zu Elternseminaren und Informationsveranstaltungen und richten sich vom Vorschulkind bis zum Erwachsenen an eine breitgefächerte Zielgruppe.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Neuen Medien und ihren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. In der Auftaktveranstaltung am 15. September in der Kulturzentrale HundertMeister wird dazu der renommierte Erziehungswissenschaftler und Familientherapeut Wolfgang Bergmann einen Fachvortrag mit dem Thema „Kinder und Jugendliche – Im Sog der Medien?“ halten. Institutionen des Netzwerk Suchtvorbeugung präsentieren Projekte und praktische Ansätze zur Suchtvorbeugung. Das Improvisationstheater Trau´ma nähert sich dem Thema „Medien-Sucht“ auf kreative und unkonventionelle Weise.

Für Eltern von Grundschulkindern geht es am 16. September direkt praktisch weiter. Um 17.30 Uhr können sie in der Gemeinschaftsgrundschule Marktstrasse in Friemersheim unter Anleitung der Medienpädagogin Ute Sauer am Computer erproben, wie sie für ihre Kinder einen sicheren Weg im Internet gestalten können. Auch im Seminar am 22. September in der Grundschule Klosterstrasse in Stadtmitte wird um 19.30 Uhr praktisch ge-übt. Unter der Rufnummer 0203/283-7954 oder per Email unter suchtprophylaxe@stadt-duisburg.de kann man sich für diese Seminare anmelden.
Die Zentralbibliothek bietet am 17. September um 17.30 Uhr eine Informationsveranstaltung zum selben Thema. Interessante Literatur wird vorgestellt und mitgebrachte Kinder (Grundschulalter) werden betreut. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Für Eltern von Kindern ab 12 Jahren und älter bietet die Fachstelle des Jugendamtes eine Reihe interessanter Veranstaltungen an:
Am 17. September wird Kriminalhauptkommissar Horst Radtke in der Gesamtschule Süd um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Gefahren für Kinder und Jugendliche im Netz“ halten. An Eltern und Pädagogen richtet sich der Info-Abend am 18. September im Elly-Heuss-Knapp Gymnasium in Marxloh zum Thema „Generation Computer – Erziehung in der Zwickmühle“. Pädagogen des Spielratgebers NRW und der Fachhoch-schule Köln informieren um 19.30 Uhr, warum Computerspiele Kinder und Jugendliche so faszinieren, welche Risiken und Gefahren aber auch welche Möglichkeiten Compu-terspiele Jugendlichen bieten.

„In keiner Lebensphase ist der Mensch so lernwillig, formbar und prägbar – im Guten wie im Schlechten – wie während der Pubertät“, so Peer Wüschner. Am 24.September informiert der bekannte Buchautor und Pädagoge im Steinbart-Gymnasium in Stadtmitte um 19.30 Uhr Eltern und Pädagogen über Hintergründe und Chancen der enormen Veränderungen in der Zeit der Pubertät.
Mütter mit Migrationshintergrund können sich bei MABILDA in der Kalthoffstrasse 73 in Hamborn übers Chatten und Chaträume informieren: am 12. September um 10 Uhr in dem Vortrag „Sexueller Missbrauch in Chaträumen des Internets – eine unterschätzte Gefahr" und am 26. September um 10 Uhr in dem praktisch orientierten Seminar „Reiz und Risiko beim Chatten“.
Eltern von Vorschulkindern bieten drei Veranstaltungen Hilfe bei der Erweiterung ihrer eigenen Medienkompetenz:
„Spongebob & Co – Fernsehhelden unserer Kinder“ lautet der Titel am 16. September in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Peter auf der Friedhofsallee in Homberg. Um 19.30 Uhr geht es darum wie Eltern ihre Kinder im Umgang mit Medien begleiten und fördern können. Am 18. September heißt es dann um 19 Uhr in der Evangelischen Familienbildungsstätte Hinter der Kirche in Neudorf „Vorsicht Bildschirm!“. Auch der Elternabend am 24. September um 19.30 Uhr in der Kindertagesstätte Kinderburg in Walsum widmet sich der frühkindlichen Medienerziehung.
Neben zahlreichen Projekten zum Thema Medien werden für Kinder und Jugendliche auch andere suchtgefährdende Themen in Projekten angesprochen: „Spieletester“ (18. September/ Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium), „Spiel`rausch´“ mit dem Improvisationsthe-ater „Emscherblut“ (22. September/Gesamtschule Meiderich), „Alkoholparcours“ ( 23. bid 24. September/Gesamtschule Süd) und „Raps gegen Qualm“ (23. Septem-ber/Frankenschule Walsum).
Das kostenlose Programmheft und weitere Infos gibt es bei der Fachstelle für Suchtprophylaxe unter Telefon (0203) 283-7954 und im Internet unter www.duisburg.de/suchtprophylaxe.

 

Apotheker begrüßen Terminverschiebung von neuen Rabattverträgen
Die für das neue Jahr von den Ortskrankenkassen (AOK) ausgeschriebenen Rabattverträge für 64 Wirkstoffe sind zunächst für drei Monate verschoben. Vertragslaufzeit für die neuen Arzneimittelrabattverträge ist nunmehr der 1. März 2009 bis zum 28. Februar 2011.
"Auch im Interesse der Patienten begrüßen wir diese Verschiebung. Denn dadurch steigen die Chancen, dass Lieferengpässe, die bei einem früheren Termin sicherlich eingetreten wären, minimiert werden können", so Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.
Unabhängig von der Terminverschiebung kritisieren die Apotheker die durch immer wieder neu ausgeschriebene Rabattverträge notwendige Umstellung der Patienten auf neue Arzneimittel. Abgesehen von dem enormen bürokratischen Aufwand in den Apotheken, sehen die Apotheker die Therapietreue bei den Patienten durch den ständigen Wechsel der Arzneimittel gefährdet.
"Wir fordern die Krankenkassen daher auf, bei der Gestaltung der Rabattverträge nicht nur Einsparpotenziale zu berücksichtigen, sondern auch dafür Sorge zu tragen, dass eine patientengerechte Versorgung gewährleistet werden kann und der bürokratische Aufwand in den öffentlichen Apotheken nicht noch weiter zunimmt", so Preis weiter.

Sportlicher Start ins Berufsleben: Erster Gesundheitstag für Azubis der Stadtverwaltung Duisburg

DUISBURG, 4. September2008  - Unter dem Motto „Gesund starten“ erhielten 68 Nachwuchskräfte der Stadtverwaltung beim ersten Gesundheitstag für Auszubildende am 3. September einen abwechslungsreichen Einblick in die betriebliche Gesundheitsförderung. Der Aktionstag im Jugendzentrum Parkhaus in Meiderich bot ein buntes Programm von Ernährungsberatung über Suchtmittel-Quiz bis zum Bewegungsparcours und sollte die Jüngsten im „Unternehmen Stadtverwaltung“ für einen gesunden Start ins Berufsleben begeistern. „Unser Ziel ist, dass schon die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Thema „Gesundheit“ frühzeitig zur eigenen Sache machen. Die Beschäftigten für eine gesunde Lebensweise – gerade am Arbeitsplatz – zu gewinnen, kann nur im Interesse von Arbeitgebern sein,“ sagte Barbara Lichte, eine der beiden Gesundheitsmanagerinnen bei „ProGesundheit“, der betrieblichen Gesundheitsförderung der Stadt Duisburg. Mit Präventionsangeboten von Gesundheitsexperten werden die Azubis auch während ihrer Ausbildungszeit begleitet – damit sie gesund starten und gesund bleiben.
Der Nachwuchs unterzog sich jedoch nicht nur Gesundheits-Check-Ups oder wurde selbst sportlich aktiv, in der „Zukunftswerkstatt Ausbildung“ erarbeiteten sie auch virtuell ihren gesunden Traumarbeitsplatz und mit der Hip-Hop-Band „Poedra“ eigene Songtexte zu diesem Thema. Krönender Abschluss des Gesundheitstages war eine Talkrunde mit sportlichen „Urgesteinen“ aus der Verwaltung. Anschließend gab es einen kleinen Sportwettbewerb zwischen ausgewählten Azubis und den Interviewpartnern auf dem Ergometer.
Bereits seit 2003 nimmt die Stadtverwaltung Duisburg ihre Fürsorgeverpflichtung gegenüber den Beschäftigten ernst und nimmt mit dem „Programm zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Verbesserung der Anwesenheitsquote“ eine Vorreiterrolle in der kommunalen betrieblichen Gesundheitsförderung ein. Die Ursachen arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren sollen vermindert und die gesundheitlichen Ressourcen der Beschäftigten gestärkt werden. Dafür kooperiert das Team von „ProGesundheit“ nicht nur mit internen Akteuren wie Betriebsärzte und Sicherheitsingenieure, sondern setzt auch auf die Unterstützung von Krankenkassen und die Bewegungs-Experten des Landes- und Stadtsportbundes. Nicht nur die Beschäftigten profitieren davon: Gesunde und fitte Beschäftigte sind leistungsfähigere und motiviertere Dienstleiter.
Azubis am „Rudersimulator“.

AWOcura will neue Stellen für Alltagsbegleiter schaffen

DUISBURG, 20.8.2008  - Seit dem 1. Juli gilt das neue Pflege-Weiterentwicklungsgesetz. Es bietet die Möglichkeit, zusätzliche Kräfte, so genannte Betreuungskräfte, innerhalb stationärer Pflegeeinrichtungen einzustellen. Die Bundesanstalt für Arbeit geht von möglichen 10.000 neuen Stellen in ganz Deutschland aus. Die AWO in Duisburg trifft diese Initiative keineswegs unvorbereitet. „Wir rechnen damit, zehn bis zwölf Betreuungskräfte bzw. Alltagsbegleiter für Menschen mit Demenz in unseren Häusern einzurichten“, sagt Michael Harnischmacher, Prokurist bei AWOcura. Möglicherweise werden es noch mehr Stellen. Die Prüfung des Bedarfs sei noch nicht abgeschlossen.
Die Tochtergesellschaft AWOcura hat die Betreuung der fünf AWO-Seniorenzentren in Wanheimerort, Rheinhausen, Duissern, Laar und Walsum übernommen. Michael Harnischmacher sagt: „Wir sehen durch die Gesetzesänderung gute Chancen, Gemeinwohl-Arbeiter, die über eine entsprechende Ausbildung verfügen, in eine feste Anstellung zu übernehmen.“

Für die entsprechende Ausbildung hat man ebenfalls bereits vorgesorgt. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeit und der ARGE in Duisburg existiert bereits seit knapp zwei Jahren eine Bildungsmaßnahme für angehende Alltagsbegleiter.
Die Alzheimer-Gesellschaft, deren Vorsitzende Bettina Vootz ist, schult in Kooperation mit AWOcura Arbeitslose für diese neue und wichtige Aufgabe.
18 Frauen und Männer nehmen derzeit dieses Angebot wahr. Sie werden dabei zum Beispiel im neuen AWO-Seniorenzentrum Im Schlenk ausgebildet. Ende August wird der derzeit laufende Kurs abgeschlossen sein. Durch die verbesserten gesetzlichen Möglichkeiten, sieht Wolfgang Krause, der Geschäftsführer der AWO-Duisburg, gute Chancen auf eine Übernahme in eine feste Anstellung.
„Der Standard unserer Ausbildung liegt über den Forderungen der Pflegekassen“, so Wolfgang Krause. Die Pflegekassen sehen 160 Unterrichtsstunden vor. Die Alzheimer-Gesellschaft ermöglicht den Kursteilnehmern 200 Ausbildungs-Stunden. Dazu gehört auch eine hauswirtschaftliche Fortbildung. Von den Absolventen des ersten Jahrgangs, der im Herbst 2007 die Ausbildung abgeschlossen hat, konnten zehn Teilnehmer direkt in eine Festanstellung vermittelt werden.

Wolfgang Krause: „Wir begrüßen die neuen gesetzlichen Regelungen und die Initiative der Bundesagentur. Zugleich können wir sagen, dass wir sehr zeitig damit begonnen haben, die Voraussetzungen zu schaffen, damit diese Maßnahme greift.“ Ohne eine entsprechende Fort- und Weiterbildung sei eine Übernahme von Gemeinwohlarbeitern oder Arbeitslosen in Beschäftigung nicht möglich. Krause lobt die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Alzheimer-Gesellschaft und der ARGE in Duisburg. „Diese Partnerschaft funktioniert. Und sie hilft allen: Den Menschen in den Seniorenzentren, die zusätzliche Unterstützung im Alltagsleben erfahren und den Arbeitslosen, denen sich die Chance auf eine hoch willkommene Beschäftigung eröffnet.“

Gefährliche Arzneimittel:
Apotheker in NRW unterstützen Warnhinweis von Minister Laumann

Düsseldorf / Münster / Duisburg, 12. August 2008 - Gemeinsame Presseerklärung der Apothekerorganisationen in NRW - Apothekerkammer Nordrhein - Apothekerverband Nordrhein e.V.
- Apothekerkammer Westfalen-Lippe - Apothekerverband Westfalen-Lippe e.V.

Die Apothekerorganisationen in Nordrhein-Westfalen unterstützen die Warnung von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann vor gefälschten Arzneimitteln und vermeintlicher Schnäppchen im Internet oder aus dem Ausland.
Um Patienten und Verbraucher umfassend zu schützen, halten die Apotheker ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln für zwingend erforderlich, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Apothekerkammern und Apothekerverbände. Damit würde der Versandhandel auf das europarechtlich gebotene Maß zurückgeführt. Denn die Zulassung des Versandhandels mit Arzneimitteln erfolgte 2004 durch die damalige Bundesregierung trotz eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes (Urteil C-322/01) vom 11.12.2003. Darin hat der Europäische Gerichtshof ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln aus Gründen des Schutzes der Gesundheit der Bevölkerung als zulässig erachtet.
Mit der Einführung des Versandhandels ist die Gefahr von Arzneimittelfälschungen in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Das Haupteinfallstor bleibt das Internet. Hier können Kunden und Patienten nicht klar zwischen legalen und illegalen Versandangeboten von Arzneimitteln unterscheiden. Besonders alarmierend: Nach aktuellen Recherchen sind 95 Prozent der im Internet angebotenen verschreibungspflichtigen Arzneimittel illegal - sprich ohne Rezept erhältlich.

Apotheker in NRW informieren
Aktuell informieren die Apotheken in NRW darüber, was an einem Medikament gefälscht sein kann, woran man Fälschungen erkennt und wie man sich am besten davor schützt. Der Info-Flyer "Gefälschte Medikamente - echte Nebenwirkungen" ist in den rund 4.820 Apotheken in NRW kostenlos erhältlich.
Über die Apotheken in NRW:
In NRW sichern die rund 4.800 Apotheken mit insgesamt fast 30.000 Beschäftigten die ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung der Bevölkerung. Als Heilberufler garantieren Apothekerinnen und Apotheker eine sichere, schnelle und kostengünstige Versorgung mit Arzneimitteln. Allein in NRW suchen mehr als 800.000 Kunden Tag für Tag eine Apotheke auf. Nacht für Nacht läuten etwa 4.000 Menschen bei ihrer Bereitschaftsapotheke. Und die Apotheken in NRW bringen täglich etwa 60.000-mal Arzneimittel bis ans Krankenbett.

Lebensqualität bei Prostatakrebs im Fokus der Forschung
HAROW-Studie sucht Prostatakrebs-Patienten

Duisburg, 22. Juli 2008 - Die Stiftung Männergesundheit sucht für eine Online-Umfrage deutschlandweit 1.500 Männer, die in den letzten sechs bis 18 Monaten wegen einer Prostatakrebs-Erkrankung behandelt wurden. Die Patienten werden gebeten, insgesamt 95 Fragen zu ihrer derzeitigen Lebensqualität, ihrem körperlichen und seelischen Befinden sowie ihrer allgemeinen Lebenssituation zu beantworten.

Die Umfrage erfolgt vollständig anonym. Zugangsdaten können bequem im Internet unter www.harow.de angefordert werden.
Die Befragung ist ein Teilprojekt der HAROW-Studie zur Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms. Diese erste große Versorgungsstudie zum Prostatakarzinom im deutschsprachigen Raum wird in den nächsten Jahren die medizinische Versorgungssituation von Patienten mit einem neu diagnostizierten Tumor ermitteln und beeinflussen. Initiiert wurde die HAROW-Studie von der Stiftung Männergesundheit.

Versorgungsforschung im Sinne der Patienten

"Im Gegensatz zu den bisherigen klinischen Studien stellt die HAROW-Studie den Patienten mit seiner medizinischen Versorgung und seiner Lebensqualität in den Mittelpunkt. Die Stiftung Männergesundheit erfüllt damit das wachsende Bedürfnis nach umfassenden und objektiven Erkenntnissen zu den unterschiedlichen Therapieansätzen beim lokal begrenzten Prostatakarzinom", so Professor Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung und Leiter der HAROW-Studie. "Die Ergebnisse der HAROW-Studie können Urologen mehr Sicherheit bei der individuellen Beratung geben und ermöglichen dadurch eine größere Orientierung an den Wünschen und an der Lebensqualität der Patienten."

Durch die Unterstützung der GAZPROM Germania GmbH, die die HAROW-Studie mit insgesamt 5 Millionen Euro fördert, ist die Unabhängigkeit von der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie gewährleistet. Der Bundesverband Prostatakrebshilfe e. V. (BPS) ist ein Partner der Studie.
Die gemeinnützige Stiftung Männergesundheit will das Gesundheitsbewusstsein bei Männern fördern. Dazu unterstützt und entwickelt sie Vorsorgekampagnen, Früherkennungsprojekte und Forschungsvorhaben zur Gesundheit des Mannes. Stifter und kaufmännischer Vorstand ist der Weimarer Unternehmer Olaf Theuerkauf, wissenschaftlicher Vorstand ist der Fürther Urologe Professor Lothar Weißbach. Das Kuratorium ist mit anerkannten Experten medizinischer Fachgebiete sowie gesellschaftlicher Lebensbereiche besetzt, darunter auch der Vize-Olympiasieger von 1996, Frank Busemann. Weitere Informationen unter www.stiftung-maennergesundheit.de," berichtet die Stiftung Männergesundheit in einer aktuellen Pressemitteilung. Als Ansprechpartnerin für Rückfragen ist AVISO gesundheit, Pressestelle der HAROW-Studie, AVISO gesundheit, Pressestelle der HAROW-Studie, Frau Juliane Dylus, Telefon 03643 8158-616, E-Mail juliane.dylus@aviso-gesundheit angegeben.

"Die Stiftung Männergesundheit fördert die Durchführung, Finanzierung und Veröffentlichung von Projekten und Forschungsvorhaben in allen Bereichen der Männergesundheit.
Denn oft genug ist das starke Geschlecht das schwache: Der Mann stirbt etwa sechs Jahre früher als die Frau, wird doppelt so häufig chronisch krank, hält von Vorsorgeuntersuchungen eher wenig und geht nicht selten an seine körperlichen und psychischen Grenzen...

Hauptziel der Stiftung Männergesundheit ist die Förderung des Gesundheits- und Vorsorgebewusstseins bei Männern zwischen 25 und 65 Jahren. Zusätzlich trägt die Stiftung zur Sensibilisierung und Weiterbildung der Ärzteschaft für eine optimale männerspezifische Vorsorge und Therapie bei. Sie fördert eine geschlechterspezifische Gesundheitsberichterstattung und rückt die gesundheitlichen Belange der Männer stärker ins Blickfeld des öffentlichen Interesses. Für diese Tätigkeit ist die Stiftung Männergesundheit als gemeinnützig anerkannt," stellt sich die Stiftung Männergesundheit auf ihrer Startseite im Internet selbst vor.
?Mehr Lebensqualität trotz Prostatakrebs ist das Anliegen der ersten großen urologischen Versorgungsstudie zum Prostatakarzinom im deutschsprachigen Raum. Die HAROW-Studie wird in den nächsten fünf Jahren anhand von 5.000 Patienten mit einem neu diagnostizierten Tumor die medizinische Versorgungssituation in Deutschland ermitteln. Zusätzlich werden die Patienten selbst ihr Krankheitserleben und ihre Lebensqualität bewerten. Initiiert wurde die Studie von der gemeinnützigen Stiftung Männergesundheit.?Im Gegensatz zu den bisherigen klinischen Studien, stellt die HAROW-Studie den Patienten, seine medizinische Versorgung und seine Lebensqualität in den Mittelpunkt. Die Stiftung Männergesundheit erfüllt damit das wachsende Bedürfnis nach umfassenden und objektiven Erkenntnissen zu den unterschiedlichen Therapieansätzen beim lokal begrenzten Prostatakarzinom, so Professor Lothar Weißbach, Wissenschaftlicher Vorstand der Stiftung und Leiter der HAROW-Studie.

Professor Peter Alken, Direktor der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim und designierter Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Studie erklärte darüber hinaus: ?Die HAROW-Studie wird eine erhebliche integrative Kraft für das Selbstverständnis der Urologen haben und den notwendigen wissenschaftlichen Diskurs über die Therapie des Prostatakarzinoms fördern.
Durch die Unterstützung der GAZPROM Germania GmbH, die die HAROW-Studie mit insgesamt 5 Millionen Euro fördert, ist die Unabhängigkeit von der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie gewährleistet. Darüber hinaus ermöglicht die Förderung auch eine Einbindung russischer Urologen. So können Daten gewonnen werden, die auch einen internationalen Vergleich ermöglichen.

Der Name HAROW leitet sich aus den unterschiedlichen Behandlungsstrategien des lokal begrenzten Prostatakarzinoms ab:

H = Hormontherapy
A = Active Surveillance
R = Radiotherapy
O = Operation
W = Watchful Waiting

Hintergrund-Information

Jedes Jahr erkranken etwa 49.000 Männer in Deutschland am Prostatakarzinom, der am häufigsten diagnostizierten Krebserkrankung bei Männern.
Die Behandlungsmethoden beim Prostatakarzinom sind vielfältig: Meist wird eine operative Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie) durchgeführt. Andere Verfahren sind die verschiedenen Methoden der Strahlentherapie. Beide Vorgehensweisen heilen einen großen Teil der Patienten. Oft müssen diese jedoch einen erheblichen Verlust ihrer Lebensqualität in Kauf nehmen. Infolge einer Operation oder Bestrahlung kommt es bei vielen Patienten zu Erektionsstörungen oder Blasenschwäche.
Aber nicht jeder Prostatakrebs ist gleich: Bei einem lokal begrenzten Karzinom, das kleiner als 0,5 cm3 ist und keine aggressiven Anteile enthält, kann es 20 Jahre dauern, bis daraus ein klinisch relevanter Prostatakrebs wird. Das bedeutet, dass mehr als zwei Drittel dieser Tumore die Erkrankten in ihrer zur erwartenden Lebensspanne nicht bedrohen und sie nicht an dem Krebs sterben würden. Diese Patienten hätten von einer Operation oder Bestrahlung keinen Vorteil und nähmen erhebliche Belastungen und wesentliche Einschränkungen ihrer Lebensqualität in Kauf.
Versorgungsforschung im Sinne des Patienten

Daher bieten sich bei wenig aggressiven Tumoren alternative Strategien an. Mit der Aktiven Überwachung (Active Surveillance) oder dem Beobachtenden Abwarten (Watchful Waiting) bei älteren Patienten bzw. solchen mit Nebenerkrankungen stehen Überwachungsstrategien zur Verfügung, die in der Versorgungsrealität jedoch bisher wenig zum Tragen kommen.
Hier soll die Studie umfassende Daten zu den verschiedenen therapeutischen Strategien auswerten. HAROW wird Ärzten und Patienten Erkenntnisse für künftige Therapieverfahren an die Hand geben," bestätigt sie die oben erwähnte Anfrage auf ihrer Internetpräsenz.

Exklusiver Zugang zur Cochrane Library für
nordrheinische Ärztinnen und Ärzte

Düsseldorf/Duisburg, 15. Mai 2008 -  Die Ärztekammer Nordrhein bietet ihren Mitgliedern ab heute (15. Mai 2008) exklusiv einen Zugang zur renommierten Cochrane Library an. Der kostenlose Service ist über die Internetseite der Ärztekammer Nordrhein www.aekno.de für alle nordrheinische Ärztinnen und Ärzte zu erreichen.

„Ich freue mich, dass mit Wiley InterScience, dem Herausgeber der Cochrane Library, eine für unsere Mitglieder vorteilhafte Kooperation getroffen werden konnte“, sagte Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, anlässlich der offiziellen Vorstellung des neuen Dienstes. Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein und der Bundesärztekammer hob die Bedeutung der Cochrane Library für wissenschaftlich aber auch für in Klinik und Praxis tätige Mediziner hervor. Die Library biete eine wissenschaftlich gesicherte und auf den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin aufgebaute Informationsgrundlage, um den aktuellen Stand der Forschung im klinischen Bereich zu überblicken. „Der kostenlose Zugang für unsere Mitglieder bedeutet eine deutliche Verbesserung der Fortbildungsmöglichkeiten, aber auch die Inanspruchnahme von Rat bei Einzelfallentscheidungen und ist so eine Dienstleistung der Ärztekammer zur Sicherung der medizinischen Qualität des nordrheinischen Gesundheitswesens sowie des einfachen und transparenten Wissenstransfers aus der klinischen Forschung in den praktischen Alltag“, sagte Hoppe.

Die Cochrane Collaboration ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Fülle international relevanter Studien und Forschungsergebnisse in systematischen Übersichtsarbeiten zusammenzufassen, den „Cochrane Reviews“. Sie stellen den Kern der Datenbank dar. Daneben bietet die Cochrane Library auch weitere Datenbanken, wie eines der weltweit größten Register zu randomisierten kontrollierten Studien, Informationen zu neuen medizinischen Verfahren (HTA) oder zu methodischen Gesichtspunkten der Reviewerstellung. Die Cochrane Library gilt als eine der wichtigsten Quellen bei der Literatursuche in der evidenzbasierten Medizin, die nun allen nordrheinischen Ärztinnen und Ärzten offen steht.

Der Zugang befindet sich unter
www.aekno.de/arztinfo/cochrane.

Warnung vor dubiosen Verkaufsveranstaltungen
Hohe Preise für vermeintliche Wundermittel

Düsseldorf/Duisburg, 6. Mai 2008 - Aus aktuellem Anlass warnen die Apotheker in Nordrhein vor Verkaufsveranstaltungen, bei denen dubiose Wundermittel zu überhöhten Preisen angeboten werden. Die Veranstaltungen finden in der Regel in Gaststätten statt. Gelockt werden die Besucher mit einem kostenlosen Mittagessen sowie Einkaufsgutscheinen und Geschenken. Während der mehrstündigen Veranstaltung werden die angeblichen Vorzüge des Mittels ausgiebig angepriesen. "Teilnehmer berichten, dass das Präparat gegen alles helfen soll - von Krebs bis zu diversen Alterserkrankungen", informiert Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein.
Die Meldungen über solche Veranstaltungen häufen sich aktuell am Niederrhein. Erfahrungsgemäß ist aber dringend davon auszugehen, dass die Betrüger ihre Masche auch in anderen Regionen Nordrheins anwenden. Besonders raffiniert ist, dass die Verkäufer das Wunderpräparat mit einem irregulären Preisvergleich anbieten. Der Verkäufer erklärt dann, dass die Gäste nur heute die einmalige Gelegenheit haben, das Mittel für die Hälfte zu bekommen. Dieser "Sonderpreis" liegt aber in der Regel immer noch um die 400 Euro. "Die Erfahrung zeigt leider, dass immer wieder Menschen auf die Versprechungen hereinfallen und das vermeintliche Wundermittel kaufen", berichtet Apotheker Heuking. Hier würden Geschäfte auf Kosten Kranker und meist älterer Menschen gemacht.
Die Apotheker in Nordrhein raten dringend, sich nicht von den falschen Versprechungen locken zu lassen und die angepriesenen Mittel keinesfalls auf derart dubiosen Verkaufsveranstaltungen zu erwerben. "Niemand weiß genau, was in den Präparaten enthalten ist", warnt Werner Heuking. Im harmlosesten Fall hat das Mittel keine Wirkung, im schlimmsten ist es gesundheitsschädlich. Das gleiche gilt auch für Arzneimittel aus anderen unseriösen Quellen, denn immer mehr Anbieter betreiben einen organisierten Handel mit gefälschten Arzneien. Daher empfehlen die Apotheker in Nordrhein, Medikamente nur über die Apotheke des Vertrauens zu beziehen. Hier werden Arzneimittel geprüft und man wird durch pharmazeutisches Fachpersonal beraten.