Archiv Medizinische Versorgung
Juni - September 2007
Nov - Dez 2006 / Jan - Feb 2007

 

Erste Hilfe für den Notfall Medizinschrank - Aktion Hausapotheken-Check vom 8. bis 13. Oktober

Düsseldorf/Duisburg, 28. September 2007 - Die Hausapotheke sollte in keinem Haushalt fehlen. Sie ist ein unverzichtbarer Aufbewahrungsort für den Notfall. Als Retter in der Not hilft sie bei kleineren Unfällen oder wenn sich eine Erkältung ankündigt. Vorausgesetzt, die Hausapotheke ist für diese und weitere Notfälle gerüstet. Damit im Ernstfall die richtigen Arzneimittel zur Hand sind, bieten die Apotheken in Nordrhein vom 8. bis 13. Oktober unter dem Motto "Notfall Medizinschrank" einen kostenfreien Hausapotheken-Check an.
"Wir beraten zum Thema Arzneimittelvorräte, sortieren Unbrauchbares oder Abgelaufenes aus und geben Empfehlungen für in der Hausapotheke fehlende Arzneimittel", erklärt Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Das Wichtigste: Die Hausapotheke muss immer den individiuellen Bedürfnissen der Nutzer angepasst sein. "Zur Grundausstattung gehören zum Beispiel Mullbinden und Pflaster, bestimmte Arzneimittel für den individuellen Gebrauch sowie Einmalhandschuhe", so Heuking. Ein Desinfektionsmittel für kleinere und größere Verletzungen sollte genauso wenig fehlen wie das Fieberthermometer oder Schmerzmittel. Sind Kinder im Haushalt sollten beispielsweise Fiebermittel nicht fehlen.

Doch nicht nur der Inhalt der Hausapotheke ist wichtig, auch der Ort, an dem sie sich befindet. "Selbstverständlich muss die Hausapotheke für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden", sagt der Pressesprecher. Am besten eignet sich ein kleines Schränkchen, das abschließbar ist. Dieses sollte an einem kühlen und vor Licht geschützten Platz stehen, zum Beispiel im Schlafzimmer. "Die beliebten Aufbewahrungsorte Badezimmer und Küche sind wegen ihres feuchten und warmen Raumklimas eher ungeeignet." Hilfreich ist außerdem, eine Liste mit Notfalladressen und Telefonnummern, zum Beispiel der Giftnotrufzentrale, des Hausarztes und der Apotheke vor Ort, sowie eine Anleitung für Erste-Hilfe-Maßnahmen an der Innenseite der Schranktür zu befestigen.
Damit man sicher sein kann, dass im Notfall schnell das richtige Mittel zur Hand ist, sollte die Hausapotheke keinesfalls als Abstellplatz für alles, was auch nur im entferntesten mit Chemie zu tun hat, herhalten, warnen die Apotheker in Nordrhein. Da stehen dann die Fläschchen mit undefinierbarem Inhalt neben Fleckenentfernern und Tablettenresten ohne Beipackzetteln. "Bei solch einem Sammelsurium kommt es im Ernstfall schnell zu Verwechslungen", warnt Werner Heuking.

Allgemeine Informationen zum Medizinschrank:
- Hausapotheke kühl, lichtgeschützt und außerhalb der Reichweite von Kindern lagern.
- Medikamente in der Packung und mit Beipackzettel aufbewahren.
- Keine Medikamenten-Reste einnehmen, die von einer früheren Behandlung übrig geblieben sind.
- Bei mehreren Familienangehörigen auf der Packung den Namen, das Anwendungsgebiet und das Datum des Behandlungsbeginns notieren.
- Aufbewahrungsvorschriften und Haltbarkeitshinweise des Herstellers beachten. Zum Beispiel dürfen Augentropfen nach dem Anbruch nur wenige Wochen lang angewendet werden.

Was gehört alles in den Medizinschrank?
http://www.presse-service.de/medienarchiv.cfm?medien_id=63698

Zahnersatz: Material und Herstellung beeinflussen Verträglichkeit
 Immer mehr Menschen sind durch Allergien oder Umweltbelastungen in ihrer Gesundheit und Lebensqualität eingeschränkt. Die richtige Auswahl der Dentalmaterialien ist daher sehr wichtig. Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) gibt Patienten anlässlich des Deutschen Allergie- und Asthmatages am 13. Oktober Tipps zu Zahnersatz.
Mehr...
http://www.zahnersatz-spezial.de/cms/front_content.php?idcat=236

DStGB zum Gesetzentwurf zur Pflegeversicherung
Qualität verbessern, Finanzierung sichern

Duisburg, 24. September 2007 - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hält die Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und damit geplanten Verbesserungen für die Pflegebedürftigen für dringend notwendig. "Die Situation der pflegebedürftigen Menschen, die eines besonderen Schutzes bedürfen, muss dringend verbessert werden", erklärte das Geschäftsführende Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Dr. Gerd Landsberg, anlässlich der heutigen Anhörung zu dem Gesetzentwurf. Die Anhebung der Leistungen der Pflegeversicherung für die ambulante und stationäre Versorgung, die Einbeziehung der Demenzkranken sowie eine bessere und effizientere Beratung der Pflegebedürftigen sind längst überfällige Schritte. Allerdings sind nach Auffassung des DStGB die Leistungsanpassungen unzureichend.

Nach Auffassung des DStGB muss auf die in den vergangenen Jahren immer wieder angekündigte Absenkung der stationären Leistungen verzichtet werden. Ausdrücklich unterstützt der DStGB Überlegungen, die wohnortnahen Angebote besser aufeinander abzustimmen und zu vernetzen. "Wohnortnahe Pflegestützpunkte sind der richtige Weg. Die sollten bei den Städten und Gemeinden angebunden sein", erklärte Landsberg. Darüber hinaus sollte auf bestehende Strukturen aufgebaut werden. Die vorgesehenen Regelungen zu den Pflegestützpunkten sind allerdings aus Sicht des DStGB ein Beispiel für Überregulierung. Notwendig ist für den DStGB eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung.
Notwendig ist eine transparentere Kontrolle der Pflegeeinrichtungen. Es müssen zukünftig durch die Heimaufsicht oder den medizinischen Dienst unangekündigt Pflegeeinrichtungen geprüft und die Ergebnisse transparent gemacht werden. "Es bedarf nicht eines neuen bürokratischen Pflege-TÜV", erklärte Landsberg. Die bestehenden Prüfinstrumente müssten nur effizient ausgebaut werden.
Nicht zuletzt auf Grund der demographischen Entwicklung warnt der DStGB allerdings davor, Glauben zu machen, dass die Pflege zukünftig ausschließlich über Pflegefachkräfte sichergestellt werden kann. Das bürgerschaftliche Engagement in der Pflege ist dringend notwendig. Dazu gehören auch die vielen Zivildienstleistenden in den Alteneinrichtungen. Dieser Dienst ist zwingend notwendig. Wer z.B. durch die Abschaffung der Wehrpflicht die Axt an den Zivildienst anlegen will, zerschlägt die gewachsenen Strukturen. Darüber hinaus begrüßt der DStGB die Absicht der Koalitionsfraktionen, der Schwarzarbeit im Pflegebereich zu begegnen.
Der DStGB kritisiert allerdings, dass die bevorstehende Reform die zentrale Frage der Finanzierung nicht löst. Die vorgesehene Erhöhung der Beiträge der sozialen Pflegeversicherung um 0,25 %-Punkte ist unzureichend. Der DStGB fordert den Bundesgesetzgeber auf, bereits heute Regelungen hinsichtlich der Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung zu treffen, die nachhaltig die finanziellen Probleme auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung angehen. "Es darf nicht sein, dass allein wegen der Finanzgrundlagen der Pflegeversicherung alle zwei / drei Jahre ein neues Gesetzgebungsverfahren gestartet werden muss", betonte Landsberg abschließend.

Impfschutz und Übergewicht bei Kindern
Kommunale Gesundheitskonferenz entwickelt Handlungskonzept

Duisburg, 19. September 2007 - Der im Sommer vorgestellte Bericht zur Kindergesundheit in Duisburg machte deutlich, dass besonders bei den Themen "Impfen" und "Übergewicht" dringender Handlungsbedarf besteht. In der Kommunalen Gesundheitskonferenz, einem Zusammenschluss aus Vertretern der Stadt und allen Einrichtungen des Gesundheitswesens, wurden jetzt Handlungsempfehlungen zur Duisburger Kindergesundheit erarbeitet. Das Konzept wird in den nächsten Monaten umgesetzt. Es umfasst Informationskampagnen an allen Schulen. Außerdem werden Impfungen vor Ort angeboten.
Um Übergewicht bei Kindern zu vermeiden, will man schon bei jungen Müttern mit der Aufklärung beginnen. Für den Bereich Bewegung wird in Zusammenarbeit mit Stadtsportbund und Jugendamt ein Mutter-Kind-Turnen, speziell für Mütter und Kinder aus bildungsferneren Schichten oder mit Migrationshintergrund, in den Familienzentren angeboten.
Zusätzlich startet das Projekt "Klasse 2000" an fünf Grundschulen mit hohem Migrationsanteil. Ziel ist es, den Kindern eine positive Einstellung zur Gesundheit, Bewegung und Ernährung zu vermitteln.
In einem Folgebericht zur Kindergesundheit in Duisburg sollen dann die Ergebnisse ausgewertet werden. Weitere Informationen gibt es unter www.duisburg.de.

Ausbeutung junger Ärzte stoppen
Jeder Fünfte leidet bereits unter Burnout − Arztberuf attraktiver machen

Düsseldorf (ÄkNo) 14. September 2007 -  Die Ausbeutung junger Ärztinnen und Ärzte soll gestoppt und der Arztberuf wieder attraktiver gemacht werden. Das hat die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) heute (Freitag, 14. September) in Düsseldorf gefordert. Jeder fünfte junge Arzt fühlt sich bereits nach wenigen Jahren im Beruf ausgebrannt, so eine neue Studie des Instituts für Freie Berufe der Universität Erlangen-Nürnberg (IFB), deren Ergebnisse das IFB gemeinsam mit der ÄkNo vorstellte. Wer das ärztliche Ethos und die hohe Leistungsbereitschaft der jungen Kollegen weiter ausnutzt, ruiniert die Zukunft unserer heute noch guten Patientenversorgung in Deutschland“, sagte der Vizepräsident der rheinischen Ärztekammer, Dr. Arnold Schüller. Er sprach von einer regelrechten Flucht der jungen Ärzte vor der deutschen Gesundheitspolitik in neue Berufsfelder, zum Beispiel die Industrie und ins Ausland. Schüller äußerte sich im Vorfeld des Rheinischen Ärztetages, der sich am Samstag in Düsseldorf mit der Berufssituation junger Ärztinnen und Ärzte befassen wird.

Die ÄkNo prangerte die „systematische Verletzung des Arbeitszeitgesetzes“ an, über die
sich jeder zweite Klinikarzt beschwert. Die tarifvertraglichen Arbeitszeiten würden mitunter bis zum Doppelten überschritten, häufig ohne Vergütung. Auch entsprechen die Gehälter
der deutschen Krankenhausärzte nach Auffassung der ÄkNo nicht der verantwortungs-
vollen Tätigkeit und sollen auf das Niveau der international üblichen Arzteinkommen angehoben werden. Weiter fordert die ÄkNo die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für Klinikärzte, zumal heute mehr Frauen als Männer Medizin studieren. Das Verhältnis beträgt rund 48.000 : 32.000.

Schüller verlangte weiter, auch die Niederlassung als freiberuflich tätiger Arzt wieder attraktiver zu machen: „Zunehmende bürokratische Gängelung über das Sozialrecht inklusive entsprechender Papierflut, unzureichende Finanzmittel für die Patientenversorgung und die ärztliche Vergütung sorgen dafür, dass viele niedergelassene Ärzte den Spaß am Beruf verloren haben.“

Kopfläuse - Apotheker in Nordrhein informieren: Die Laus muss raus
Blutsauger vermehren sich rasant

Düsseldorf/Duisburg, 23. August 2007 -  Kurz nach den Sommerferien haben Kopfläuse wieder Hochsaison. Denn dann treten erfahrungsgemäß die ersten Fälle in Schulen und Kindergärten auf, wissen die Apotheker in Nordrhein. Zum Teil sind ganze Kindergartengruppen und Schulklassen betroffen, denn enge zwischenmenschliche Kontakte, zum Beispiel beim gemeinsamen Kuscheln und Köpfe zusammenstecken, begünstigen die Verbreitung von Kopfläusen.
"Kopflausbefall hat nichts mit fehlender Sauberkeit zu tun", sagt Apotheker Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. "Auch auf einem bestens gepflegten Kopf fühlen sich die Insekten wohl und vermehren sich in raschem Tempo. Wichtig ist, dass man die lästigen Blutsauger schnell wieder los wird und so ihre weitere Verbreitung verhindert." Schweigen aus Scham ist also der absolut falsche Weg. Zudem fordert das Infektionsschutzgesetz, dass Eltern den Lausbefall ihrer Kinder melden müssen.
Spätestens wenn die Kopfhaut stark juckt, sollte kontrolliert werden, ob die Läuse ein neues Opfer gefunden haben. Dafür eignet sich ein so genannter Läuse- oder Nissenkamm, rät der Apotheker. Ausgehend vom Haaransatz muss man sorgfältig Strähne für Strähne durchkämmen und den Kamm schließlich auf einem hellen Tuch ausstreichen. Besonders gerne halten sich die Plagegeister an den Schläfen, hinter den Ohren oder im Nackenhaar auf. Dort finden sie optimale Temperaturen, um ihre Eier (Nissen) abzulegen.

Zum Überleben braucht die Laus frisches Blut. Mehrmals täglich saugt sie etwas davon davon aus der Kopfhaut. Meistens ist das der Auslöser für heftigen Juckreiz. Unwillkürliches Kratzen verursacht dann häufig kleine Hautwunden, die sich entzünden können.
Mittel zur Läusebehandlung gibt es in jeder Apotheke. Präparate stehen zumeist in flüssiger Form als Lösungen, Emulsionen oder Shampoos zur Verfügung. "Die Mittel wirken allerdings nur gegen lebende Läuse und nicht gegen die Nissen. Deshalb ist es unbedingt notwendig, die Behandlung nach acht bis zehn Tagen zu wiederholen und die Haare anschließend mit einem Nissenkamm auszukämmen", informiert Heuking. Zudem müssen alle Familienmitglieder und enge Kontaktpersonen sorgfältig kontrolliert und gegebenenfalls gleich mitbehandelt werden.

Apotheker Werner Heuking weist darauf hin, dass es neben der medikamentösen Behandlung wichtig ist, auch Kleider, Bettwäsche und persönliche Gegenstände zu entlausen. Am besten wäscht man sie bei mindestens 60 Grad Wassertemperatur. Nicht waschbare Textilien oder Kuscheltiere sollten für mindestens drei Tage in einem geschlossenen Plastikbeutel aufbewahrt werden, um die Läuse so "auszuhungern".

Weitere Informationen: www.rki.de - Stichwort "Kopflausbefall"
Tipps zur Behandlung bei Kopflausbefall:
Tag 1: Mit einem Läusemittel behandeln und anschließend nass auskämmen.
Tag 5: nass auskämmen, um früh nachgeschlüpfte Larven zu entfernen, bevor sie sich festsetzen.
Tag 8 oder 10: erneut mit dem Läusemittel behandeln, um spät geschlüpfte Larven abzutöten.
Tag 13: Kontrolluntersuchung durch nasses Auskämmen.
Tag 17: eventuell letzte Kontrolle durch nasses Auskämmen.

Betreute Wohnformen für Behinderte in Duisburg
Richtige Ernährung für Demenzerkrankte

Richtige Ernährung für Demenzerkrankte
Duisburg, 22. August 2007  - "Richtige Ernährung für Demenzerkrankte" lautet der Titel eines Seminars der Volkshochschule am Donnerstag, 30. August, und Donnerstag, 6. September, jeweils von 18.30 bis 21.30 Uhr in der Küche der Gustav-Heinemann-Realschule an der Landgerichtsstraße 17 in Duisburg-Mitte. Die Veranstaltung richtet sich an pflegende Angehörige, Pflegepersonal und Köche.

Essen und Trinken ist zum Überleben notwendig. Demenzerkrankte sind zu solchen Überlegungen nicht mehr fähig. Die Lust auf Essen und Trinken lässt nach. Eine Mangel- und Unterernährung ist das häufigste Problem bei dieser Erkrankung. Das Seminar wird dem Problem mit theoretischem Wissen und Erprobungen in der Kochpraxis auf den Grund gehen. Gezeigt wird, wie eine Versorgung, d.h. Frühstück, Mittagessen, Zwischenmahlzeit und Abendbrot, die köstlich schmeckt, leicht zu essen und einfach zuzubereiten ist.

Betreute Wohnformen für Behinderte in Duisburg
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit steigt in Deutschland die Zahl der behinderten Personen mit Betreuungsbedarf Jahr für Jahr an. Als Alternative zu den herkömmlichen Unterbringungen in Pflegeheimen hat sich in den letzten Jahren das betreute Wohnen etabliert. Bei diesem Angebot handelt es sich um eine selbstständige Wohnform mit ambulanter Unterstützung in der eigenen Wohnung. Zum Leistungsangebot der ambulanten Unterstützung gehört es, dass, je nach festgestelltem Hilfebedarf, fachlich qualifizierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Wohnung vorbei schauen und Hilfe leisten, wo diese nötig ist. Auch die Begleitung bei Behördengängen oder die Hilfe bei der Suche nach geeigneten Freizeitmöglichkeiten gehören zum Angebotsspektrum. Längst nicht jeder behinderte Mensch benötigt die umfassende Betreuung einer stationären Unterbringung.
Die Anzahl der Heimplätze stagniert in Duisburg. Dagegen steigerte sich das Angebot an betreuten Wohnformen im Stadtgebiet von Ende 2004 bis Ende 2006 von 330 auf 520. Sozialdezernent Reinhold Spaniel hierzu: "Hier schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Verbleib in den eigenen vier Wänden, der vertrauten Umgebung mit gewachsenen sozialen Kontakten bietet den Betroffenen in fast allen Fällen eine höhere Lebensqualität und die öffentliche Hand spart Kosten, denn der Aufwand ist gegenüber einer Heimunterbringung durchschnittlich 25 Prozent geringer."
Landesweit ist die Einsparung weiterer 8000 Heimplätze bis Ende 2008 fest eingeplant. Der Trend zum betreuten Wohnen begünstigt das Erreichen dieses Zieles. Spaniel: "Unser bewährtes Motto ,ambulant vor stationär' zahlt sich doppelt aus."

GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz – Gesetzentwurf der Bundesregierung

Krafttraining mit 85
Stürze und Knochenbrüche bei alten Menschen durch Training von Kraft und Balance vermeiden − Modellprojekt der Ärztekammer Nordrhein mit Hausärzten und Betriebskrankenkassen

Düsseldorf , 8 August 2007 - Die Zahl von Hüftbrüchen bei alten Menschen ist in Nordrhein-Westfalen nach einer Studie der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 15 Prozent gestiegen. Um diesen Trend zu brechen hat die ÄkNo jetzt ein neues Modellprojekt zur Vermeidung von Stürzen und Hüftbrüchen bei zu Hause lebenden alten Menschen aufgelegt − mit Beteiligung der Hausärzte und Unterstützung des BKK-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, des BKK-Bundesverbandes und der BKK Deutsche Bank. Die Kurse zum Training von Kraft und Balance laufen zurzeit in Seniorenbegegnungsstätten in Düsseldorf und werden überregional ausgeweitet. „Die Aufklärungs- und Trainingsprogramme von ÄkNo und BKK verfolgen das Ziel, die Zahl der Stürze alter Menschen zunächst um 10 bis 20 Prozent zu reduzieren“, sagte der Vizepräsident der ÄkNo, Dr. Arnold Schüller, am Mittwoch (8. August) in Düsseldorf.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland über 100.000 ältere Menschen bei Stürzen einen Hüftbruch, wie die ÄkNo-Studie zeigt. Allein in Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2004 rund 22.000 Senioren betroffen. Schon durch die unmittelbare medizinische Behandlung von Hüftverletzungen entstehen nach Angaben von Theo Giehler, Vorstandsmitglied des BKK-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, bundesweit Kosten von über einer Milliarde Euro pro Jahr. Dabei sind Kosten zum Beispiel für die medizinische Rehabilitation oder Leistungen der Pflegeversicherung noch gar nicht mit eingerechnet.
20 Prozent der betroffenen Senioren werden auf Dauer pflegebedürftig. Etwa die Hälfte der über 65 Jahre alten Menschen erlangt nach einem Hüftbruch die ursprüngliche Beweglichkeit nicht mehr zurück. Neben diesem Mobilitätsverlust führt auch die Angst vor erneuten Stürzen zu einem enormen Verlust an Lebensqualität.

Besonders stark gefährdet sind Menschen mit Balance- und Gangstörungen, an die sich das neue Programm von ÄkNo und BKK richtet. Deren erhöhtes Sturzrisiko können Hausärzte in der Praxis mit Hilfe des so genannten hausärztlich-geriatrischen Basisassessments, das aus einfachen Untersuchungen besteht, rechtzeitig feststellen.
„Hausärzte können ihre Patientinnen und Patienten dann zur Teilnahme am Kraft- und Balancetraining zur Vermeidung von Stürzen motivieren“, sagte Dr. Andre Schumacher vom Vorstand des Hausarztnetzes Düsseldorf. Nach seinen Angaben haben jetzt schon über die Hälfte der rund 400 Düsseldorfer Hausärzte Informationen zu den Trainingskursen angefordert.
Bereits Anfang 2004 hatte die ÄkNo im Rahmen ihrer Initiative „Gesund und mobil im Alter“ das Projekt „Sturzprävention in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen“ gestartet, das ebenfalls von den Betriebskrankenkassen gefördert wird. Die Vermeidung von Stürzen bei alten Menschen ist auch einer von vier Schwerpunkten im Präventionskonzept des Landes Nordrhein-Westfalen.

Erste-Hilfe-Kurs beim Bürgerverein Neudorf

Duisburg, 3. August 2007 - In Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), bietet der Bürgerverein Duisburg-Neudorf einen Erste-Hilfe-Kurs, für Mitglieder und Bürger, gem. BGV A1 bzw. GUV-V A5 der Unfallverhütungsvorschriften an.
Der Lehrgang findet zu folgenden Terminen im Bürgerbüro des BV-Neudorf auf der Gabrielstraße 35 statt:
01. September und 08. September 2007 jeweils in der Zeit von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Teilnahmekosten: Mitglieder 20,00 Euro und Nichtmitglieder 25,00 Euro
Die Teilnehmerzahl ist auf max. 18 Personen begrenzt.
Anmeldung bitte freitags im Bürgerbüro (auch Rufnummer 0203 / 363 44 66) oder eMail: nothilfe-neudorf@t-online.de, spätestens jedoch bis zum 24.08.07 am Stand des ASB, während des gemeinsamen großen Sommerfestes von Bezirksamt Duisburg-Mitte und Bürgerverein Duisburg-Neudorf, auf der Gabrielstraße.

Apothekerverband Nordrhein e.V.: Presseerklärung zur Durchsuchung der Geschäftsräume

Düsseldorf, 19. Juli 2007 - Die Geschäftsstelle des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. in Düsseldorf ist am 18. Juli auf Anordnung des Amtsgerichtes Bonn auf Antrag des Bundeskartellamtes durchsucht worden. Nach Informationen des Bundeskartellamtes bestehe der Verdacht, so der Beschluss des Amtsgerichtes, dass verschiedene Landesapothekerverbände ihre Mitglieder zu einer Bezugssperre gegenüber dem bundesweit tätigen Pharmagroßhändler Celesio/Gehe aufgerufen haben sollen. Dazu erklärt ein Sprecher des Apothekerverbandes Nordrhein e.V.: "Wir distanzieren uns von dem Vorwurf. Im Rahmen des Verfahrens wird sich die Haltlosigkeit des Verdachts herausstellen."

10 Jahre TCM – Zentrum in Bad Füssing - Von Manfred Schneider

Duisburg, 29. Juni 2007 – Das Deutsche Zentrum für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in Bad Füssing, gab jetzt das Ergebnis seiner zehnjährigen Untersuchung bekannt. Danach dauert der Leidensweg von Patienten mit chronischen Schmerzen, durchschnittlich mehr als sieben Jahre, bevor sie sich zum erstenmal mit chinesischen Heilmethoden behandeln lassen.

Laut dem Leiter des Deutschen Zentrum für die TCM, Dr. Weizhong Sun, in Bad Füssing, ist diese Therapie für viele Menschen die letzte Hoffnung, nach einer oft langen Odysee durch die konventionellen Therapieverfahren.

In den 10 Jahren seit Gründung des Zentrums, wurden mehr als 100.000 Behandlungen an über 13.000 Patienten, von den zum Teil aus China stammenden TCM-Therapeuten durchgeführt. Der Erfolg der TCM sei angesichts der oft chronischen Krankheitssituation von Langzeitpatienten überraschend. So berichteten 92 Prozent von Ihnen, dass im Durchschnitt nach acht Therapieneinheiten eine deutliche Schmerzreduzierung statt gefunden hat. Gänzlich schmerzfrei waren nach ihren Aussagen 10 Prozent. Eine spürbare Verbesserung stellten 80 Prozent fest. Nur bei lediglich knapp acht Prozent wirkte die chinesische Therapie nicht.

Mit einem Anteil von 44 Prozent ist die klassische Akupunktur im TCM-Zentrum Bad Füssing, die wichtigste Behandlungstechnik. Auf die übrigen Therapien der chinesischen Medizin, von der Elektroakupunktur, über die Tunia-Therapie, Kräutertherapie bis hin zum Schröpfen und Qi Gong entfallen insgesamt 56 Prozent der Behandlungen.

Durch die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums, Akupunktur in diversen Fällen als Kassenleistung zuzulassen, können nun auch in zunehmenden Maß die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen von den Jahrtausende alten Heilmethoden profitieren.

Die Traditionelle Chinesische Medizin wird mittlerweile von rund einem Dutzend Behandlungszentren angeboten.

Im Deutschen Zentrum für die TCM in  Bad Füssing sind, so Dr. Sun, die häufigsten Gesundheitsprobleme der Patienten, Spannungskopfschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Rheuma und Migräne.

Bei einem Besuch in Bad Füssing testete Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die Wirkung von Tunia, der „Akupunktur ohne Nadeln“. Die Ministerin  sagte nach der Kurbehandlung überzeugt: „Wenn mehr Menschen das machen würden, könnten wir uns viel Geld sparen!“

Was geschieht mit dem Versorgungsamt? Gibt es bei Übertragung an die Kommunen Probleme für den Bürger?"Der Duisburger wird es gar nicht bemerken", sagt Versorgungsamtsleiter Frank-Herbert Striening
Von Harald Jeschke (Text) und Manfred Schneider (Foto)

Duisburg, 6. Juni 2007 - Laut Entwurf der NRW-Landesregierung sollen die elf Versorgungsämter in NRW aufgelöst, deren Aufgaben auf Kreise und kreisfreie Städte bzw. Landschaftsverbände übertragen werden, so ähnlich wird auch in Baden-Württemberg gedacht.
Bürger und Vereinigungen wie vdk und auch Parteien - hier die Opposition im Landtag NRW - laufen teilweise Sturm gegen den Willen der NRW-Landesregierung, die Aufgaben der Versorgungsämter zu übertragen - und zwar an Kreise und Städte. "Schwerbehinderte, Kriegsversehrte und viele andere Gruppen haben ab dem kommenden Jahr keine einheitliche Beratung und Unterstützung mehr. Damit schadet der Plan der Regierung Rüttgers unter anderem den rund 2,6 Millionen Behinderten und außerdem kostet dies die Städte und Kreise mehr, als im Etat des Landes gespart werden kann", lautet nur eine von sehr vielfältigen Aussagen. "Finger weg von den Versorgungsämtern", fordern die Grünen im Landtag.
Die von Innenminister Wolf betriebene "Kommunalisierung der Versorgungsämter" sei schlecht für die Betroffenen und wird teurer für die Kommunen und das Land. Der Innenminister will bei der Übertragung der Aufgabe ca. 400 Stellen einsparen. Doch Gutachten belegen, dass eine Kommunalisierung der Aufgaben in jedem Fall teurer käme als die jetzige Lösung.
Und auch der Städtetag hat erhebliche Bedenken und führt aus, dass man bei den finanziellen Vorstellungen noch sehr weit auseinander liege. Nicht zuletzt ist die Übertragung des Elterngeldes und des Erziehungsgeldes mit einem erheblichen Aufwand verbunden. In den Kommunen jedoch sei weder das Know-how noch die notwendige aufwändige EDV-Ausstattung gegeben, sagen die Bündnis-Grünen. 

Ist der Gesetzentwurf tatsächlich wie ver.di befürchtet eine Großoffensive der CDU/FDP Landesregierung zur Zerschlagung des öffentlichen Dienstes in NRW? Mehr als 1 000 Beschäftigte der Versorgungsämter und Mitglieder der Sozial- und Behindertenverbände aus ganz NRW protestierten am 30. Mai in Dortmund gegen den Kabinettsbeschluss zur Auflösung der Versorgungsämter und Kommunalisierung ihrer Aufgaben.

Die NRW-Vorsitzende des Sozialverbandes Deutschlands, Marianne Saarholz, sagte dazu: der Entwurf der  Landesregierung gefährdet die Qualität der Aufgabenwahrnehmung und die einheitliche Rechtsanwendung und Rechtssicherheit. Er widerspricht dem Willen vieler Bürgerinnen und Bürger in NRW. Schon 65.000 Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele behinderte Menschen, haben mit ihrer Unterschrift gegen die Auflösung der Versorgungsämter protestiert. Auch die SPD NRW will die Versorgungsverwaltung als eigenständige Landesverwaltung erhalten, da sie die Qualität ihrer Arbeit und die kostengünstige Aufgabenerledigung schätzt. 

Eine andere Meinung aber auch: "Es wird für den Bürger Duisburgs keinen Unterschied geben. Für ihn ist zumindest in einer Stadt wie Duisburg kein Unterschied feststellbar, es kann bei Übertragung an die Stadt der Aufgaben und Leistungen an die Bezirksämter sogar ein verbesserter Service bürgernah möglich sein", sagte Frank-Herbert Striening ((Foto vor dem Bild „Hutet Euch“ des Mitarbeiters Hanjo Hoffmann), bislang noch Leiter der Versorgungsamtes Duisburg. Wird denn also die Beratung nicht anders ausfallen?

"Nein", sagte der Duisburger Chef des Versorgungsamtes zum Bereich der Behinderten. Und: "N
ach meinem Verständnis hängt die Qualität der Aufgabenwahrnehmung ganz entscheidend von den Menschen, ihrem Engagement und Wissen ab und somit  wird häufig übersehen, dass die selben Beschäftigten im gleichen Fachbereich in Zukunft das Geschäft machen werden."
 

Es wird auch massiv darauf hingearbeitet, in Zukunft ohnehin mit IT-Technologie-Service wie beim Finanzamt mit dem ELSTER-Programm zu arbeiten. Heißt, dass Verlängerungen oder Anträge auch in der vereinfachten Form mit diesem Service schnell und unbürokratisch abgewickelt werden.
Die medizinische Beurteilung ist sowieso eine andere Ebene, wird wie bisher von Außen her begutachtet. Daran ändert sch also nichts. Ewas anders sieht es bei der doch komplexeren Angelegenheit Elterngeld aus. "Hier ist Fachbetreuung auch aufgrund der vielen unterschiedlichen Möglichkeiten angesagt", erklärte Herbert Striening.

Mit einem gewissen Schmunzeln hat er übrigens jahrelang immer die Zuordnung seines Amtes zur Stadt bei offiziellen Einladungen auch gar nicht mehr korrigiert. "Die meisten wussten oder wollten es auch gar nicht so genau wissen, wo wir eigentlich hingehören. Entscheidend war immer, dass wir in ihrem Sinne etwas getan hatten. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern."
 

Ist das also der Schritt in die Zukunft der Betroffenen? Was sagen die Alten oder gar Hochbetagten? "Das ist ein echtes Problem", sagen langjährige Versorgungsamt-Mitarbeiter, Sozialarbeiter und Pflegkräfte. Jede auch noch so kleine Änderung in diesem schwierigen Feld ist für die älteren Menschen schon ein echtes Problem, kann zu Irritationen führen.

Hier gilt es die Sach- und Fachkompetenz der Sozialdienste verstärkt einzubeziehen. Ob nun mit Übertragung der Aufgaben an die Kommunen oder nicht. Der demografische Wandel und die älter werdende Gesellschaft verlangt auch hier nach bürgernahen Lösungen - dann sogar verstärkt. Nur wie teuer wird das und wer bezahlt?

10 Jahre TCM – Zentrum in Bad Füssing - Von Manfred Schneider

Duisburg, 29. Juni 2007 – Das Deutsche Zentrum für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in Bad Füssing, gab jetzt das Ergebnis seiner zehnjährigen Untersuchung bekannt. Danach dauert der Leidensweg von Patienten mit chronischen Schmerzen, durchschnittlich mehr als sieben Jahre, bevor sie sich zum erstenmal mit chinesischen Heilmethoden behandeln lassen.

Laut dem Leiter des Deutschen Zentrum für die TCM, Dr. Weizhong Sun, in Bad Füssing, ist diese Therapie für viele Menschen die letzte Hoffnung, nach einer oft langen Odysee durch die konventionellen Therapieverfahren.

In den 10 Jahren seit Gründung des Zentrums, wurden mehr als 100.000 Behandlungen an über 13.000 Patienten, von den zum Teil aus China stammenden TCM-Therapeuten durchgeführt. Der Erfolg der TCM sei angesichts der oft chronischen Krankheitssituation von Langzeitpatienten überraschend. So berichteten 92 Prozent von Ihnen, dass im Durchschnitt nach acht Therapieneinheiten eine deutliche Schmerzreduzierung statt gefunden hat. Gänzlich schmerzfrei waren nach ihren Aussagen 10 Prozent. Eine spürbare Verbesserung stellten 80 Prozent fest. Nur bei lediglich knapp acht Prozent wirkte die chinesische Therapie nicht.

Mit einem Anteil von 44 Prozent ist die klassische Akupunktur im TCM-Zentrum Bad Füssing, die wichtigste Behandlungstechnik. Auf die übrigen Therapien der chinesischen Medizin, von der Elektroakupunktur, über die Tunia-Therapie, Kräutertherapie bis hin zum Schröpfen und Qi Gong entfallen insgesamt 56 Prozent der Behandlungen.

Durch die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums, Akupunktur in diversen Fällen als Kassenleistung zuzulassen, können nun auch in zunehmenden Maß die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen von den Jahrtausende alten Heilmethoden profitieren.

Die Traditionelle Chinesische Medizin wird mittlerweile von rund einem Dutzend Behandlungszentren angeboten.

Im Deutschen Zentrum für die TCM in  Bad Füssing sind, so Dr. Sun, die häufigsten Gesundheitsprobleme der Patienten, Spannungskopfschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Rheuma und Migräne.

Bei einem Besuch in Bad Füssing testete Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die Wirkung von Tunia, der „Akupunktur ohne Nadeln“. Die Ministerin  sagte nach der Kurbehandlung überzeugt: „Wenn mehr Menschen das machen würden, könnten wir uns viel Geld sparen!“

Was geschieht mit dem Versorgungsamt? Gibt es bei Übertragung an die Kommunen Probleme für den Bürger?"Der Duisburger wird es gar nicht bemerken", sagt Versorgungsamtsleiter Frank-Herbert Striening
Von Harald Jeschke (Text) und Manfred Schneider (Foto)

Duisburg, 6. Juni 2007 - Laut Entwurf der NRW-Landesregierung sollen die elf Versorgungsämter in NRW aufgelöst, deren Aufgaben auf Kreise und kreisfreie Städte bzw. Landschaftsverbände übertragen werden, so ähnlich wird auch in Baden-Württemberg gedacht.
Bürger und Vereinigungen wie vdk und auch Parteien - hier die Opposition im Landtag NRW - laufen teilweise Sturm gegen den Willen der NRW-Landesregierung, die Aufgaben der Versorgungsämter zu übertragen - und zwar an Kreise und Städte. "Schwerbehinderte, Kriegsversehrte und viele andere Gruppen haben ab dem kommenden Jahr keine einheitliche Beratung und Unterstützung mehr. Damit schadet der Plan der Regierung Rüttgers unter anderem den rund 2,6 Millionen Behinderten und außerdem kostet dies die Städte und Kreise mehr, als im Etat des Landes gespart werden kann", lautet nur eine von sehr vielfältigen Aussagen. "Finger weg von den Versorgungsämtern", fordern die Grünen im Landtag.
Die von Innenminister Wolf betriebene "Kommunalisierung der Versorgungsämter" sei schlecht für die Betroffenen und wird teurer für die Kommunen und das Land. Der Innenminister will bei der Übertragung der Aufgabe ca. 400 Stellen einsparen. Doch Gutachten belegen, dass eine Kommunalisierung der Aufgaben in jedem Fall teurer käme als die jetzige Lösung.
Und auch der Städtetag hat erhebliche Bedenken und führt aus, dass man bei den finanziellen Vorstellungen noch sehr weit auseinander liege. Nicht zuletzt ist die Übertragung des Elterngeldes und des Erziehungsgeldes mit einem erheblichen Aufwand verbunden. In den Kommunen jedoch sei weder das Know-how noch die notwendige aufwändige EDV-Ausstattung gegeben, sagen die Bündnis-Grünen. 

Ist der Gesetzentwurf tatsächlich wie ver.di befürchtet eine Großoffensive der CDU/FDP Landesregierung zur Zerschlagung des öffentlichen Dienstes in NRW? Mehr als 1 000 Beschäftigte der Versorgungsämter und Mitglieder der Sozial- und Behindertenverbände aus ganz NRW protestierten am 30. Mai in Dortmund gegen den Kabinettsbeschluss zur Auflösung der Versorgungsämter und Kommunalisierung ihrer Aufgaben.

Die NRW-Vorsitzende des Sozialverbandes Deutschlands, Marianne Saarholz, sagte dazu: der Entwurf der  Landesregierung gefährdet die Qualität der Aufgabenwahrnehmung und die einheitliche Rechtsanwendung und Rechtssicherheit. Er widerspricht dem Willen vieler Bürgerinnen und Bürger in NRW. Schon 65.000 Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele behinderte Menschen, haben mit ihrer Unterschrift gegen die Auflösung der Versorgungsämter protestiert. Auch die SPD NRW will die Versorgungsverwaltung als eigenständige Landesverwaltung erhalten, da sie die Qualität ihrer Arbeit und die kostengünstige Aufgabenerledigung schätzt. 

Eine andere Meinung aber auch: "Es wird für den Bürger Duisburgs keinen Unterschied geben. Für ihn ist zumindest in einer Stadt wie Duisburg kein Unterschied feststellbar, es kann bei Übertragung an die Stadt der Aufgaben und Leistungen an die Bezirksämter sogar ein verbesserter Service bürgernah möglich sein", sagte Frank-Herbert Striening ((Foto vor dem Bild „Hutet Euch“ des Mitarbeiters Hanjo Hoffmann), bislang noch Leiter der Versorgungsamtes Duisburg. Wird denn also die Beratung nicht anders ausfallen?

"Nein", sagte der Duisburger Chef des Versorgungsamtes zum Bereich der Behinderten. Und: "N
ach meinem Verständnis hängt die Qualität der Aufgabenwahrnehmung ganz entscheidend von den Menschen, ihrem Engagement und Wissen ab und somit  wird häufig übersehen, dass die selben Beschäftigten im gleichen Fachbereich in Zukunft das Geschäft machen werden."
 

Es wird auch massiv darauf hingearbeitet, in Zukunft ohnehin mit IT-Technologie-Service wie beim Finanzamt mit dem ELSTER-Programm zu arbeiten. Heißt, dass Verlängerungen oder Anträge auch in der vereinfachten Form mit diesem Service schnell und unbürokratisch abgewickelt werden.
Die medizinische Beurteilung ist sowieso eine andere Ebene, wird wie bisher von Außen her begutachtet. Daran ändert sch also nichts. Ewas anders sieht es bei der doch komplexeren Angelegenheit Elterngeld aus. "Hier ist Fachbetreuung auch aufgrund der vielen unterschiedlichen Möglichkeiten angesagt", erklärte Herbert Striening.

Mit einem gewissen Schmunzeln hat er übrigens jahrelang immer die Zuordnung seines Amtes zur Stadt bei offiziellen Einladungen auch gar nicht mehr korrigiert. "Die meisten wussten oder wollten es auch gar nicht so genau wissen, wo wir eigentlich hingehören. Entscheidend war immer, dass wir in ihrem Sinne etwas getan hatten. Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern."
 

Ist das also der Schritt in die Zukunft der Betroffenen? Was sagen die Alten oder gar Hochbetagten? "Das ist ein echtes Problem", sagen langjährige Versorgungsamt-Mitarbeiter, Sozialarbeiter und Pflegkräfte. Jede auch noch so kleine Änderung in diesem schwierigen Feld ist für die älteren Menschen schon ein echtes Problem, kann zu Irritationen führen.

Hier gilt es die Sach- und Fachkompetenz der Sozialdienste verstärkt einzubeziehen. Ob nun mit Übertragung der Aufgaben an die Kommunen oder nicht. Der demografische Wandel und die älter werdende Gesellschaft verlangt auch hier nach bürgernahen Lösungen - dann sogar verstärkt. Nur wie teuer wird das und wer bezahlt?

Impfaktion des Gesundheitsamtes gegen Masern, Mumps und Röteln 

Duisburg, 6. Juni 2007 - Nach dem vorläufigen Ende des Masernausbruchs im August 2006 sind im Verlauf dieses Jahres erneut Masernerkrankungen aufgetreten. Insgesamt sind es in NRW bis dato 178 Meldungen. Während Duisburg nur einen Fall zu beklagen hat, sind es in der Nachbarstadt Düsseldorf 64 und im Kreis Mettmann 62. Es ist also jederzeit möglich, dass auch Duisburg von einer neuen Masernwelle erfasst werden könnte.  
Um dies zu vermeiden, bietet das Gesundheitsamt im Rahmen einer Sonderaktion kostenlos die Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln an für Personen, die zwischen 16 und 35 Jahren alt sind und keinen ausreichenden Immunschutz (zwei Impfungen oder eine natürliche Immunität nach durchgemachten Erkrankungen) besitzen. Die Aktion läuft ab sofort bis zum Ende der Sommerferien. Interessenten können zur Impfung in die Hauptstelle des Gesundheitsamtes an der Landfermannstraße 1 kommen, und zwar ohne Terminabsprache montags bis freitags zwischen 8 und 11 Uhr
sowie mit Terminabsprache (Tel.: 0203/283-2756) donnerstags zwischen 14 und 15.30 Uhr. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten sich bei den Kinderärzten impfen lassen.  
An dieser Stelle wird zudem darauf hingewiesen, dass viele Urlaubsländer ebenfalls ein Maserninfektionsrisiko aufweisen. Auch die lokalen und regionalen Ferienfreizeiten (Stadtranderholung etc.) bergen ein Infektionsrisiko. Erkrankte werden zwar umgehend vom Besuch der Aktivitäten ausgeschlossen. Dennoch ist es sinnvoll, sich sogar noch wenige Tage vor Ferienbeginn impfen zu lassen, denn der Impfschutz tritt schneller ein als sich eine natürliche Infektion im Körper ausbreiten kann.

Herz-Kreislauf-System auf dem Prüfstand - Tag der Apotheke: Aktionswoche vom 14. bis 21. Juni

Düsseldorf/Duisburg, 6. Juni 2007 -  Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland Todesursache Nummer eins. Noch immer geht fast jeder zweite Todesfall auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zurück. Darauf machen die Apotheker in Nordrhein in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung e.V. anlässlich des Tages der Apotheke am Donnerstag, 14. Juni, aufmerksam. Der Tag der Apotheke ist zugleich Auftakt einer Aktionswoche, die vom 14. bis 21. Juni unter dem Motto "Check Deine Werte! Tage der Herzgesundheit" steht.

"Wir bieten unter anderem einen Herz-Kreislauf-Check an, messen Blut- und Cholesterinwerte und geben Tipps zur Vorsorge" berichtet Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein, über die Aktion. "Alle glauben, es sei eine Alterskrankheit, aber auch junge Menschen sind betroffen ", so Heuking weiter. Die Möglichkeiten der Prävention seien aber groß. "Daher richtet sich unsere Aktionswoche vor allem auch an junge Erwachsene."

Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Dazu zählen erhöhter Blutdruck, Blutzucker- und Cholesterinwerte, Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel, aber auch erbliche Veranlagung. "Wer an der Aktion teilnehmen will, kommt bei uns im wahrsten Sinne des Wortes auf den Prüfstand", kündigt der Pressesprecher an. Das sei vor allem wichtig, weil viele noch nicht einmal ahnen, wie gefährdet sie sind. "Jeder Vierte in Deutschland leidet an zu hohem Blutdruck, ohne es zu wissen", so Heuking. Anfangs haben Betroffene keine Symptome. Doch die Folgen, zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall, können dramatisch sein. "Wenn die Messwerte auffällig sind, raten wir deshalb, umgehend einen Arzt aufzusuchen."

Das beste Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein gesunder Lebensstil. "Es gibt viele Möglichkeiten der Vorsorge, insbesondere Sport treiben", rät der Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein. Dazu gehöre eine gesunde Ernährung und möglichst wenig Stress. "Wer dann auch noch auf das Rauchen verzichtet und auf sein Gewicht achtet, ist in Sachen Vorbeugung auf einem guten Weg."

Kostenlose Mammographie  - systematisch gegen den Brustkrebs vorgehen

Duisburg, 1. Juni 207 - Erstmals können Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eine kostenlos Vorsorgeuntersuchung für Brustkrebs in Anspruch nehmen. Die dafür zuständige Screening-Einheit in Duisburg ist seit März in Betrieb. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Gesundheitsvorsorge bei Frauen getan.

 

Bisher konnten Frauen die so genannte Mammographie, also eine Röntgen-Untersuchung der Brust, nur vornehmen lassen, wenn sie konkrete Beschwerden hatten - entweder ein Befund im Brustgewebe oder Schmerzen. Im Juni 2002 hatte die deutsche Bundesregierung beschlossen, das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening nach europäischen Leitlinien deutschlandweit für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren kostenlos möglich zu machen - denn die Erfolgschancen, den Krebs Brust erhaltend zu operieren, sind in dieser Zielgruppe sehr groß. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen, die Praxisgebühr von zehn Euro muss für die Mammographie nicht bezahlt werden.

Das Foto zeigt Dr. Michael Hirning bei der Auswertung

 

In Duisburg ist nun eine von insgesamt 89 Screening-Einheiten in ganz Deutschland (23 Einheiten in NRW) eingerichtet und zertifiziert worden. Alle Frauen in der entsprechenden Altersgruppe werden per Brief angeschrieben und eingeladen, ihre Brust röntgen zu lassen. Die Ärzte in der Duisburger Screening-Einheit sind außergewöhnlich gut geschult: Pro Jahr müssen sie mindestens 5.000 Röntgenbilder lesen, damit sie genug Erfahrung haben, um Tumore im Frühstadium zu erkennen; also auch dann, wenn der Tastbefund erst wenige Millimeter groß ist.
Darüber hinaus verlangen die EU-Richtlinien eine Doppelbefundung durch einen zweiten Radiologen – sicher ist sicher. Bei unauffälligem Befund werden die Frauen nach Ablauf von zwei Jahren wieder eingeladen. Sollten sich auf den Röntgenaufnahmen hingegen Veränderungen zeigen, die auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen könnten, so bekommt die Frau eine Einladung zur weiteren Untersuchung. Und das kann Leben retten: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat herausgefunden, dass das zertifizierte Mammographie Screening die Sterblichkeitsrate unter den gescreenten Frauen um rund 25 Prozent senken kann. Hotline und Terminvergabe für Frauen: 0211/ 59 70 70 00

 

 Infokasten:

Jährlich erkranken in Deutschland rund 47.500 Frauen neu an Brustkrebs, jedes Jahr sterben 17.000 bis 18.000 Frauen daran. Schätzungsweise jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Die Mammographie ist die derzeit beste Methode zur Früherkennung der Krankheit.

 

Mammographie-Screening Duisburg

Neudorfer Straße 45 (im Neudorfer Tor gegenüber UCI Kinowelt)

47057 Duisburg   - ww.mammographiescreening-duisburg.de