Archiv Medizinische Versorgung
August - Oktober 2010

Rheuma-Referat beim Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim

Zum Tag der Zahngesundheit 2010: „Karies ist ein Tiger im Käfig...,
Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim

Duisburg, 29. September 2010 - wann immer man die Gitter nicht pflegt, bricht das Zahnraubtier wieder aus.“ Damit diese leider gültige Wahrheit, zitiert nach Prof. Dr. Marthaler, Zürich, nicht Wirklichkeit wird, zeigen Kinder aus Duisburg-Walsum dem Kariestiger die rote Karte.

Vom 28. bis 30. September geht es für Kinder der Grundschule Sternstraße und für die Maxi-Kinder aus dem städtischen Kindergarten Heinestraße, aus dem evangelischen Kindergarten Schulstraße und dem katholischen Kindergarten Goethestraße in Walsum darum, was den Zähnen gut tut. Als „Zuckerdetektive“ fahnden die Kinder nach Lebensmitteln und Getränken, die besonders viel Zucker enthalten und deshalb gar nicht für ein gesundes Schul- oder Kindergartenfrühstück geeignet sind. Anschließend wartet ein Buffet mit vielen schmackhaften und gesunden Sachen darauf von den Kindern ratzekahl verputzt zu werden. Die „Kurzen“ dürfen hier nach Herzenslust schlemmen. Nicht nur leckeres, knackiges Obst und Gemüse ist im Angebot, auch kerniges Vollkornbrot sorgt für ein rund um gutes Frühstückserlebnis.
Der „Arbeitskreis Zahnmedizinische Prophylaxe Duisburg e.V.“ – ein Zusammenschluss aller in Duisburg vertretenen gesetzlichen Krankenkassen, der Zahnärztekammer Nordrhein, der kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein und des Zahnärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes der Stadt Duisburg – als Veranstalter möchte die Kinder für ein gesundes Pausenfrühstück jenseits der vermeintlich als gesund beworbenen Zwischenmahlzeiten begeistern, denn ein zuckerfreier Vormittag im Kindergarten und in der Schule bekommt nicht nur dem Körper sondern auch den Zähnen gut.
„Alle an zahnmedizinischen Prophylaxemaßnahmen Beteiligte in Duisburg können stolz sein, hat sich doch die Zahngesundheit der Kinder und Jugendlichen seit der letzten bundesweiten Stichprobenerhebung im Jahr 2004 bis zum Jahr 2009, also der letzten bundesweiten Stichprobenerhebung weiter verbessert. So haben zum Beispiel die zwölfjährigen Kinder in Nordrhein (auch in Duisburg) im Durchschnitt nur 0,6 an Karies erkrankte, behandelte oder fehlende bleibenden Zähne (2004 betrug dieser Wert 0,87) und sind damit auch „zahngesünder“ als die zwölfjährigen Kinder im Bundesdurchschnitt (Wert 0,74). Trotzdem dürfen wir uns nicht zurücklehnen, denn immer noch haben ca. 46 Prozent der Vorschulkinder mindestens eine Karieserfahrung durchgemacht. Eine Kürzung von Mitteln ist auch obsolet, denn das Kariesraubtier kann bei Vernachlässigung der Pflege- und Prophylaxemaßnahmen jederzeit wieder ausbrechen. Übrigens ist Zahnpflege ebenso eine Kulturleistung wie Lesen und Schreiben, die man auch erst erlernen muss. Hier sind zuerst die Eltern gefragt, denn neben den obligatorischen Besuchen beim Familienzahnarzt müssen die Eltern die Kinderzähne solange nachputzen bis die Kinder flüssig Schreibschrift schreiben können. Erst dann ist die Handmotorik voll ausgebildet, dies gilt auch bei der Verwendung elektrischer Zahnbürsten.“, meint Zahnarzt Bernd Schröder vom Gesundheitsamt Duisburg und geschäftsführender Vorsitzender des Arbeitskreises.

Um bei den Kindern ein Bewusstsein für die eigene Zahngesundheit zu wecken und sie für eine zahngesunde Ernährung zu begeistern, besuchen die ausgebildeten und zertifizierten Gruppenprophylaxehelferinnen des Arbeitskreises zweimal jährlich alle Kindergärten Duisburgs. In den Grundschulen Duisburgs erhalten alle Kinder einmal im Jahr altersgerechten Prophylaxeunterricht mit einer aktiven Zahnputzeinheit durch die Gruppenprophylaxehelferinnen.

Im weiteren Verlauf erhalten die Kinder eine Frühstücksbox, in die jetzt jeden Tag leckere gesunde Sachen für das Frühstück in Schule und Kindergarten kommen sollen. „Nach dem Essen, Zähne putzen nicht vergessen“ - mit diesem Motto geht es zum „Kariestunnel“. Mit einem Tropfen einer fluoreszierenden Flüssigkeit werden die Zähne angefärbt. Im „Disko-Licht“ des „Kariestunnels“ leuchten die normalerweise unsichtbaren „Zahnmonster“ hell auf. Am „Zahnputzbrunnen“ bekommen die Kinder von den Helferinnen des Arbeitskreises Zahnmedizinische Prophylaxe Duisburg e.V. Tipps und Tricks für „supertolles“ Zähneputzen. Nun rücken die Kinder den gefährlichen „Zahnraubtieren“ mit Zahnbürste und Zahnpasta auf den Leib. Anschließend kontrollieren die Kinder im „Kariestunnel“ den Erfolg ihrer Putzaktion. In der „Zahnarztpraxis“ diagnostizieren die Kinder an „erkrankten“ (Gips)zähnen die gefährliche Karies und behandeln diese mit echten zahnärztlichen Instrumenten von der Kariesentfernung bis hin zur fertigen Füllung.

Das Programm der Aktion wird durch eine Mal- und Bastelaktion rund um den Zahn abgerundet. Die Kinder erstellen Collagen zum gesunden Frühstück und zu Lebensmitteln, die man da unbedingt meiden soll. An der Buttonmaschine fertigen die Kinder ihr ganz persönliches Erinnerungsbutton. Kleine Preise gibt es am Glücksrad zu gewinnen. Ein Büchertisch mit Kinderbüchern zum Thema Zahngesundheit lädt zum Stöbern ein. Für Interessierte gibt es jede Menge Infos und Tipps zu den Themen „gesunde Ernährung“ und Zahnpflege für Kinder. Zum Schluss warten die Kinder mit Spannung darauf, ob sie beim „Zahnquiz“ einen kleinen Obolus für die Klassenkasse gewonnen haben. Alle Klassen und Kindergartengruppen erhalten als Erinnerung an diese erlebnisreichen Stunden eine Urkunde. Die Veranstaltung wird vom Frischekontor Duisburg und der Vollkornbäckerei Kabouter unterstützt.

Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim
Die Kommunale Gesundheitskonferenz lädt am Mittwoch, 6. Oktober, von 15 bis 17 Uhr in das Seniorenzentrum „Haus am See“ auf der Masurenallee 255 in Duisburg-Wedau zum nächsten Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim mit dem Thema „Hauswirtschaftliche Leistungen“ ein. Dabei geht es unter anderem um hauswirtschaftliche Leistungen und Informationen über den Einsatz von Alltagsbegleitern zu Hause nach SGB XI. Referentin ist Sigrun Larisch, Leitung Sozialstation Süd Caritascentrum. Die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Themen und Termine zum regelmäßig stattfindenden Angebot gibt es unter www.gesundheitskonferenz-duisburg.de oder unter der Rufnummer (0203) 283-3938 von der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz.

Leichter Anstieg der Patientenzahlen in NRW-Krankenhäusern

Duisburg, 3. September 2010 - Im Jahr 2009 wurden in den Krankenhäusern in NRW rund 4,1 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt. Das sind 1,2 Prozent mehr behandelte Personen im Vergleich zu 2008. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, kamen
2009 rein rechnerisch 232 Krankenhausaufenthalte auf 1 000 Einwohner. Die Patient(inn)en blieben im Schnitt 8,1 Tage im Krankenhaus, im Jahre 2000 hatte die durchschnittliche Verweildauer der Patient(inn)en noch bei 10,4 Tagen gelegen.

Ende 2009 gab es 413 Krankenhäuser und damit fünf weniger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2000 sank die Zahl der Krankenhäuser um 50. Gleichzeitig gab es 2009 10 Prozent weniger aufgestellte Krankenhausbetten als 2000, die Behandlungstage verringerten sich um 16 Prozent (auf unter 34 Millionen).
2009 waren in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 32 800 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte beschäftigt, 4 Prozent mehr als im Jahre 2008. Die Zahl des nichtärztlichen Personals erhöhte sich in diesem Zeitraum um rund ein Prozent auf 202 100 Kräfte. (IT.NRW)
 

Stadt bietet Krebsberatung an

Duisburg, 4. August 2010 - Für eine psychoonkologische Beratung am 10. August 2010 sind zwischen 15 und 17 Uhr noch Termine frei. Frau Dr. Gisela Kremer (Psychoonkologin) steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Die Beratung findet statt im Konferenz –und Beratungszentrum (roter kleiner Raum), Schwanenstraße 5-7, 47051 Duisburg.
Damit niemand lange warten muss und damit Fragewünsche gleich an kompetente Gesprächspartner/-innen weitergegeben werden können, bitten wir auf jeden Fall um eine telefonische Anmeldung in der Zeit von 9 bis 13 Uhr unter (0203) 283-3938.