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Duisburg, 29.
September 2010 - wann immer man die Gitter nicht pflegt, bricht das
Zahnraubtier wieder aus.“ Damit diese leider gültige Wahrheit, zitiert
nach Prof. Dr. Marthaler,
Zürich, nicht Wirklichkeit wird, zeigen Kinder aus Duisburg-Walsum dem
Kariestiger die rote Karte.
Vom 28. bis 30. September geht es für Kinder der Grundschule Sternstraße
und für die Maxi-Kinder aus dem städtischen Kindergarten Heinestraße,
aus dem evangelischen Kindergarten Schulstraße und dem katholischen
Kindergarten Goethestraße in Walsum
darum, was den Zähnen gut tut. Als „Zuckerdetektive“ fahnden die Kinder
nach Lebensmitteln und Getränken, die besonders viel Zucker enthalten
und deshalb gar nicht für ein gesundes Schul- oder Kindergartenfrühstück
geeignet sind. Anschließend wartet ein Buffet mit vielen schmackhaften
und gesunden Sachen darauf von den Kindern ratzekahl verputzt zu werden.
Die „Kurzen“ dürfen hier nach Herzenslust schlemmen. Nicht nur leckeres,
knackiges Obst und Gemüse ist im Angebot, auch kerniges Vollkornbrot
sorgt für ein rund um gutes Frühstückserlebnis.
Der „Arbeitskreis Zahnmedizinische Prophylaxe Duisburg e.V.“ – ein
Zusammenschluss aller in Duisburg vertretenen gesetzlichen
Krankenkassen, der Zahnärztekammer Nordrhein, der kassenzahnärztlichen
Vereinigung Nordrhein und des Zahnärztlichen Dienstes des
Gesundheitsamtes der Stadt Duisburg – als Veranstalter möchte die Kinder
für ein gesundes Pausenfrühstück jenseits der vermeintlich als gesund
beworbenen Zwischenmahlzeiten begeistern, denn ein zuckerfreier
Vormittag im Kindergarten und in der Schule bekommt nicht nur dem Körper
sondern auch den Zähnen gut.
„Alle an zahnmedizinischen Prophylaxemaßnahmen Beteiligte in Duisburg
können stolz sein, hat sich doch die Zahngesundheit der Kinder und
Jugendlichen seit der letzten bundesweiten Stichprobenerhebung im Jahr
2004 bis zum Jahr 2009, also der letzten bundesweiten
Stichprobenerhebung weiter verbessert. So haben zum Beispiel die
zwölfjährigen Kinder in Nordrhein (auch in Duisburg) im Durchschnitt nur
0,6 an Karies erkrankte, behandelte oder fehlende bleibenden Zähne (2004
betrug dieser Wert 0,87) und sind damit auch „zahngesünder“ als die
zwölfjährigen Kinder im Bundesdurchschnitt (Wert 0,74). Trotzdem dürfen
wir uns nicht zurücklehnen, denn immer noch haben ca. 46 Prozent der
Vorschulkinder mindestens eine
Karieserfahrung durchgemacht. Eine Kürzung
von Mitteln ist auch obsolet, denn das Kariesraubtier kann bei
Vernachlässigung der Pflege- und Prophylaxemaßnahmen jederzeit wieder
ausbrechen. Übrigens ist Zahnpflege ebenso eine Kulturleistung wie Lesen
und Schreiben, die man auch erst erlernen muss. Hier sind zuerst die
Eltern gefragt, denn neben den obligatorischen Besuchen beim
Familienzahnarzt müssen die Eltern die Kinderzähne solange nachputzen
bis die Kinder flüssig Schreibschrift schreiben können. Erst dann ist
die Handmotorik voll ausgebildet, dies gilt auch bei der Verwendung
elektrischer Zahnbürsten.“, meint Zahnarzt Bernd Schröder vom
Gesundheitsamt Duisburg und geschäftsführender Vorsitzender des
Arbeitskreises.
Um bei den Kindern ein Bewusstsein für die eigene Zahngesundheit zu
wecken und sie für eine zahngesunde Ernährung zu begeistern, besuchen
die ausgebildeten und zertifizierten
Gruppenprophylaxehelferinnen des Arbeitskreises zweimal jährlich alle
Kindergärten Duisburgs. In den Grundschulen Duisburgs erhalten alle
Kinder einmal im Jahr altersgerechten Prophylaxeunterricht mit einer
aktiven Zahnputzeinheit durch die Gruppenprophylaxehelferinnen.
Im weiteren Verlauf erhalten die Kinder eine Frühstücksbox, in die jetzt
jeden Tag leckere gesunde Sachen für das Frühstück in Schule und
Kindergarten kommen sollen. „Nach dem Essen, Zähne putzen nicht
vergessen“ - mit diesem Motto geht es zum „Kariestunnel“. Mit einem
Tropfen einer fluoreszierenden Flüssigkeit werden die Zähne angefärbt.
Im „Disko-Licht“ des „Kariestunnels“ leuchten die normalerweise
unsichtbaren „Zahnmonster“ hell auf. Am „Zahnputzbrunnen“ bekommen die
Kinder von den Helferinnen des Arbeitskreises Zahnmedizinische
Prophylaxe Duisburg e.V. Tipps und Tricks für „supertolles“ Zähneputzen.
Nun rücken die Kinder den gefährlichen „Zahnraubtieren“ mit Zahnbürste
und Zahnpasta auf den Leib. Anschließend kontrollieren die Kinder im
„Kariestunnel“ den Erfolg ihrer Putzaktion. In der „Zahnarztpraxis“
diagnostizieren die Kinder an „erkrankten“ (Gips)zähnen
die gefährliche Karies und behandeln diese mit echten zahnärztlichen
Instrumenten von der Kariesentfernung bis hin zur fertigen Füllung.
Das Programm der Aktion wird durch eine Mal- und Bastelaktion rund um
den Zahn abgerundet. Die Kinder erstellen Collagen zum gesunden
Frühstück und zu Lebensmitteln, die man da unbedingt meiden soll. An der
Buttonmaschine fertigen die Kinder ihr ganz persönliches
Erinnerungsbutton. Kleine Preise gibt es am Glücksrad zu gewinnen. Ein
Büchertisch mit Kinderbüchern zum Thema Zahngesundheit lädt zum Stöbern
ein. Für Interessierte gibt es jede Menge Infos und Tipps zu den Themen
„gesunde Ernährung“ und Zahnpflege für Kinder. Zum Schluss warten die
Kinder mit Spannung darauf, ob sie beim „Zahnquiz“ einen kleinen Obolus
für die Klassenkasse gewonnen haben. Alle Klassen und
Kindergartengruppen erhalten als Erinnerung an diese erlebnisreichen
Stunden eine Urkunde. Die Veranstaltung wird vom Frischekontor Duisburg
und der Vollkornbäckerei Kabouter
unterstützt.
Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim
Die Kommunale Gesundheitskonferenz lädt am Mittwoch, 6. Oktober, von 15
bis 17 Uhr in das Seniorenzentrum „Haus am See“ auf der Masurenallee 255
in Duisburg-Wedau
zum nächsten Gesundheitstreff Wedau/Bissingheim
mit dem Thema „Hauswirtschaftliche Leistungen“ ein. Dabei geht es unter
anderem um hauswirtschaftliche Leistungen und Informationen über den
Einsatz von Alltagsbegleitern zu Hause nach
SGB XI. Referentin ist Sigrun Larisch, Leitung
Sozialstation Süd Caritascentrum.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Themen und Termine zum regelmäßig stattfindenden Angebot gibt es
unter www.gesundheitskonferenz-duisburg.de
oder unter der Rufnummer (0203) 283-3938 von der Geschäftsstelle der
Kommunalen Gesundheitskonferenz. |
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Duisburg, 3.
September 2010 - Im Jahr 2009 wurden in den Krankenhäusern in NRW rund
4,1 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt. Das
sind 1,2 Prozent mehr behandelte Personen im Vergleich zu 2008. Wie
Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt
mitteilt, kamen
2009 rein rechnerisch 232 Krankenhausaufenthalte auf 1 000 Einwohner.
Die Patient(inn)en
blieben im Schnitt 8,1 Tage im Krankenhaus, im Jahre 2000 hatte die
durchschnittliche Verweildauer der
Patient(inn)en noch bei 10,4 Tagen gelegen.

Ende 2009 gab es 413 Krankenhäuser und damit fünf weniger als ein Jahr
zuvor. Im Vergleich zu 2000 sank die Zahl der Krankenhäuser um 50.
Gleichzeitig gab es 2009 10 Prozent weniger aufgestellte
Krankenhausbetten als 2000, die Behandlungstage verringerten sich um 16
Prozent (auf unter 34 Millionen).
2009 waren in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 32 800
hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte beschäftigt, 4 Prozent mehr als im
Jahre 2008. Die Zahl des nichtärztlichen Personals erhöhte sich in
diesem Zeitraum um rund ein Prozent auf 202 100 Kräfte. (IT.NRW)
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