|
| Das Waschhaus in der Einschornsteinsiedlung www.waschhaus-neudorf.de | |||||||||
|
|
Waschhaus
der Einschornsteinsiedlung in Neudorf: |
||||||||
|
In Neudorf um die ganze
Welt! - Familienfest
auf der Gabrielstraße - Waschhaus weicht Stadthäusern - „ZÄRTLICHER ABRISSBEGINN“ IN DER EINSCHORNSTEINSIEDLUNG |
|||||||||
|
„ZÄRTLICHER
ABRISSBEGINN“ IN DER EINSCHORNSTEINSIEDLUNG Der Freitag, 24. August 2007 war der Tag, auf den die Bewohner der Neudorfer Einschornsteinsiedlung seit nunmehr über 30 Jahren gewartet haben. „Endlich!“ – „Es war höchste Zeit!“ – „Das kommt viel zu spät!“ Dieses waren nur einige Kommentare, die man gestern beim großen „Abrissfest“ in Neudorf an der Gabrielstrasse hören konnte. Gemeinsam mit dem Bezirksamt Mitte hatte der Bürgerverein-Neudorf ein in jeglicher Hinsicht einmaliges Sommer- und Abrissfest organisiert. Informationen durch Polizei, Club 50, MSV und viele andere Organisationen standen im Mittelpunkt. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bei Gegrilltem, Reibekuchen und eine lange Kuchentheke gesorgt. Das Wetter spielte mit und lies auch den Gerstensaft in Strömen fliessen. Für die kleinen Neudorfer gab es eine Hüpfburg. Mit einem fernöstlichen Auftakt durch Taiko Trommeln wurde nicht nur das Fest sondern ein ebenfalls ausgewogenes Musikprogramm auf der großen Bühne gestartet, das für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte. „The Rhine Area Pipes & Drums“ aus Düsseldorf Angermund gaben dem Kaiserberg am Rande Neudorfs einen Hauch von Highlandamtmosphäre. Bei Klassikern wie „Amazing Grace“ oder „Auld lang syne“ wähnte man sich fast in Schottland. Die Ruhrpottsteirer führten wieder nach Deutschland zurück. Doch der Höhepunkt des Festes war eben der Abbruch des bereits seit 1969 nicht mehr genutzten Waschhauses in der Einschornsteinsiedlung durch den 1. Bürger der Stadt, OB Adolf Sauerland. Zahllose Vertreter aus Politik, darunter alle Fraktionen der BV Mitte, die Ratsvertreter und viele hundert Bürger waren erschienen. SPD MdB Petra Weiss war sogar aus Berlin angereist. Zunächst gab es herzliche Begrüßungsworte durch Bezirksamtsleiter Wolfgang Komorowski, Bezirksvorsteher Heinrich Klose und den Vorsitzenden des Bürgerverein Neudorf, Harald Jeschke. Die Redner betonten allesamt, dass nach 30 Jahren des Verfalls an dieser Stelle ein neues anspruchsvolles Stadtquartier entstehen wird. Das Architektenbüro wird hier einen Farbtupfer in die Siedlung einbringen, die auch nicht zur „K“ Einschornsteinsiedlung wird, da man das Wahrzeichen in den Neubau integrieren will. Harald Jeschke gab für die Bürger Neudorfs zu verstehen, dass der nunmehr beginnende Abriss zeigt, dass man „gemeinsam etwas erreichen kann“! Und: „Für uns wird hier eine Vision wahr!“ OB Sauerland setzte das Fest gleich mit einem Startschuss für eine weitere Attraktivierung des Wohnstandortes Neudorf. Es zeige sich die Bereitschaft zur Investition in den Stadtteil. Und zum nun bevorstehenden Beginn des Abbruchs bemerkte Adolf Sauerland mit einem Augenzwinkern: „Ich freue mich mal wieder Bagger fahren zu dürfen! Dat macht sichtlich Spass!“ Doch so ganz einfach wollte das alte Gemäuer dem zunächst zärtlichen Streicheln des OB mit der Baggerschaufel nicht nachgeben: „Das hält was aus!“ – „Ein zähes Biest!“ – „Ganz schön stabil!“ – „Deutsche Wertarbeit!“ waren nur einige Anmerkungen der umstehenden Zuschauer. Für Neudorf war es jedoch ein Signal in eine städtebaulich attraktive Zukunft in diesem Teil des Stadtteiles. Harald Molder
Die Arbeit zwischen der
Stadt, der Politik, Unternehmen und dem Bürgerverein rund um die
Einschornsteinsiedlung trägt jetzt so richtig Früchte. Der
Bürgerverein hatte seine Aktivitäten weiter intensiviert, was auch allen
Bewohner bzw. Eigentümern zugute kommt. Neben der Einrichtung des
Wochenmarktes auf der Gabrielstraße wie auch des CAP-Lebensmittelmarktes
an der Mozartstraße zur Sicherung der Nahversorgung finden gab es in den
letzten Jahren weiter umgesetzte „Denkanstöße“. In unmittelbarer Nähe
zur Einschornsteinsiedlung gelang die Einrichtung eines
„Nachbarschaftsnothilfezentrum“, was sogar beim Bundesinnenministerium
großen Anklang gefunden hat, zumindest war das Echo beim Bundesamt für
Bevölkerungsschutz erheblich. Deshalb steht am Freitag, den 24. August ein großes Straßenfest für die gesamte Familie an, um mit dem Oberbürgermeister den symbolischen Akt am Waschhaus vollziehen zu können, der da heißt: Abriss und Neubau von Stadtwohnungen. Damit wird das gesamte Wohnumfeld erheblich verbessert, der Wert der Siedlung beträchtlich gesteigert. Fazit: Die gemeinsame Arbeit hat sich gelohnt.
|
|||||||||
|
Erfolgsgeschichte
Gestaltungsfibeln
"De erste Fibel im Norden
der Stadt wurde sehr positiv aufgenommen, ist sozusagen ein Beststeller
und das wird
bei
der Fibel zur Einschornsteinsiedlung sicher auch der Fall sein",
eröffnete Oberbürgereister Adolf Sauerland die Präsentation der zweiten
Gestaltungsfibel der Stadt. "Diese Fibel ist auch so etwas wie ein Leitfaden für die Eigentümer. Wir sind wir als Behörde so etwas wie Verfahrensbegleiter", stellte Dr. Claudia Euskirchen, Leiterin der unteren Denkmalbehörde Duisburg heraus.
Dr. Claudia Euskirchen (li.) und Dr.- Ing. Stephan Strauss (Fibelautor) von der Denkmalbehörde Duisburg. Fotos Manfred Schneider
„Die Einschornsteinsiedlung
in Duisburg-Neudorf stellt ein exzeptionelles, architekturhistorisch
herausragendes
Die Fibel gibt es kostenfrei. Sie liegt in den Bürgerbüros der Bürgervereins an der Gabrielstraße (Öffnungszeiten Freitag zum Wochenmarkt von 14 - 18 Uhr) und im Büro im Neudorfer Tor in den Räumern der Barmer Ersatzkasse am Montag von 10 - 13 Uhr aus. Sie soll auch im Buchhandelgeschäft an der Oststraße angeboten werden. Harald Jeschke
|
|||||||||