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Klöckner
Architektur und Bauwerke
"Silberburg"
Ein
Blickfang im nordwestlichen Teil Neudorfs ist der dank
seiner imposanten Architektur "Silberburg" genannte Sitz der
Klöckner-Holding, 1906 von
Peter Klöckner gegründet. Vorgabe der Planung war, dass
sich das Gebäude harmonisch in das Umfeld einfügen solle. So
entstand ein terrassenförmig angelegter Baukörper mit einer
Vorhangfassade aus auffällig hellem Aluminium mit getönten
Isolierfenstern, mit geschossweise vor gelagerten
Putzbalkonen und nur 40 cm hohen Fensterbrüstungen. Die
einzelnen Geschosse sind durch Raumgliederungs-Systeme
flexibel nutzbar.
Von der
Silberburg zum Silberpalais
Privatinitiative wertet Zufahrt zur Innenstadt und
ehemaliges Klöcknerhochhaus auf
In den 60-er Jahren war die Ecke Neudorfer Straße/Mülheimer
Straße auch aufgrund der Bahnhofsnähe ein Treffpunkt für
abendliche Veranstaltungen in der Stadt oder der nahen
Umgebung. Als dann 1973 das neue Hochhaus mit dem weltweit
operierenden Unternehmen Klöckner fertig gestellt wurde,
hatte das Gebäude bei der Bevölkerung wegen der silbernen
Außenfassade sofort den Namen „Silberburg“ aufgedrückt
bekommen.
Vom Image
der „Burg“ wollten die Eigentümer abrücken. Dies sollte mit
einem sich offen darstellenden Außenbereich, aber auch mit
einem transparenten Eingangsbereich und neuem Namen
umgesetzt werden. Mit einem Budget von rund vier Millionen
Euro und entsprechendem Architektenwettbewerb sollte dies im
Jahre 2004 angegangen werden.
Die
Umgestaltung der Mülheimer Straße im Bereich der Einmündung
Neudorfer Straße aber auch im Erdgeschoss des ehemaligen
Klöcknerhauses wurde nach rund achtmonatiger Bauzeit
abgeschlossen. Im Sommer 2004 begannen die Umbauarbeiten
rund um das Gebäude, das das Kölner Architekturbüro
Hentrich-Petschnigg § Partner (HPP) 1973 erbaut hatte, die
Umgestaltung im Außenbereich sowie im 2000 Quadratmeter
großen Foyer mit hohen Licht durchflutenden Scheiben des
Gebäudes wurde im Januar 2005 mit Duisburgs
Oberbürgermeister Adolf Sauerland entsprechend gewürdigt.
.Eine
aufwändig begrünte Verkehrsinsel wertet die Zufahrt zur
Innenstadt aus Richtung Mülheim deutlich auf. Die Verlegung
der Straße ermöglichte eine verbesserte Verkehrsführung für
den Rad- und Fußgängerverkehr und führt in diesem Bereich zu
einer Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die
Gestaltungselemente der Freiflächengestaltung rund um das
Silberpalais, dem ehemaligen Klöckner Haus, wurden auf der
Verkehrsinsel fortgesetzt, optisch interessante,
überdimensionale "Pflanzschalen" aus witterungsbeständigem
Kortenstahl bilden die Akzente dieser Neugestaltung.
Ermöglicht hat diesen erfolgreichen Umbau die Initiative der
"Silberpalais GmbH", die durch die private Investition nicht
nur das eigene Umfeld des markanten Bürokomplexes erneuerte,
sondern auch in eine Aufwertung des öffentlichen Raumes, der
Straße mit einer Verlegung der Rad- und Fußwege und der
Begrünung der Verkehrsinsel investierte. Die so entstandene
harmonisch sich einfügende Gestaltung und optische Anbindung
des Goerdeler Parks hat das Zufahrtsportal zur Innenstadt
erheblich aufgewertet. So profitiert von der Patenschaft
nicht nur die Eigentümergesellschaft der Büroimmobile,
sondern auch die Öffentlichkeit. Der Einsatz der privaten
Investition ermöglichte die großzügige Umgestaltung, die
Pflege der neu entstanden grünen Insel wird ebenfalls durch
den privaten Investor gewährleistet. Dieses Beispiel für
"Public Private Partnership" im öffentlichen Raum ist
wegweisend für weitere Maßnahmen im Stadtgebiet.
„Wir
wollten ein Haus, dass durch die Umgestaltung offen nach
außen aber auch nach innen wird“, erklärte Silberpalais
Services Geschäftsführer Ulrich Kircher beim Empfang zur
Fertigstellung. Gemeint war damit, dass sich das haus auch
für Veranstaltungen aus der Bürgerschaft öffnen möchte. Dazu
beitragen wird der Bürgerverein Duisburg-Neudorf mit der
Einführung einer neuen Traditionsveranstaltung dem jährliche
stattfindenden „Neudorfer Empfang“ im Silberpalais. Bei
diesem Empfang werden ehrenamtlich engagierte Neudorfer
Bürger, aber auch Unternehmen, die sich um den
Universitätsstadtteil in herausragender Weise bemüht haben,
geehrt. |