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Archiv März - Mai 2007

 

Für Nachtschwämer auch in Duisburg - ExtraSchicht

Duisburg, 31. Mai 2007 - Mit vier Stationen beteiligt sich Duisburg an der diesjährigen ExtraSchicht am 2. Juni. Bereits zum siebten Mal kann man wieder nächtens durch die Stätten der Industriekultur schwärmen und per Bus quer durch die Region von einer Bühne zur nächsten reisen.
Am Ort beteiligen sich das Atlantis-Kindermuseum mit seiner Lego-Ausstellung, das Museum der deutschen Binnenschifffahrt, der Landschaftspark Duisburg-Nord sowie der Innenhafen.

Weltbekannter Schamane spricht zum Thema „Was ist normal?“
Warum Kroatisch? – Vortrag mit Diskussion im IZ

Weltbekannter Schamane spricht zum Thema „Was ist normal?“ Galsan Tschinag kommt nach Duisburg  Samstag, 26. Mai 2007 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des „Kleinen Prinzen“ in Duisburg, Schwanenstraße 5, statt. Der Eintritt ist kostenlos.

Der weltbekannte mongolische Häuptling und Schamane Galsan Tschinag - im Bild mit

Kulturdezernent Karl Janssen - kommt auf Einladung von Kulturdezernent Karl Janssen nach Duisburg. Im Rahmen der Duisburger Akzente wird er im neuen Veranstaltungsraum des „Kleinen Prinzen“ über seine Gedanken zum Thema „Was ist normal?“ sprechen. 

Die Stadtbibliothek Duisburg veranstaltet am 26. Mai 2007 diesen spannenden Lese- und Gesprächsabend mit dem  Häuptling und Schamanen der Tuwa-Jäger und Hirtennomaden aus der Mongolei. Galsan Tschinag wird an diesem Abend aus seinen Büchern lesen und den Besuchern zu Gesprächen zur Verfügung stehen. 

Duisburgs Kulturdezernent Karl Janssen lernte Galsan Tschinag vor einigen Wochen bei einer Veranstaltung in Hannover kennen. „Wir freuen uns sehr, dass der erfolgreiche Buchautor und Preisträger unser Gast ist“, so der Leiter der Stadtbibliothek Duisburg, Dr. Jan-Pieter Barbian. 

Galsan Tschinag ist Angehöriger der Volksgruppe der turksprachigen Tuwiner. In der internationalen Welt bekannt geworden ist er als deutschsprachiger Schriftsteller. Er ist auch Stammesoberhaupt und sieht sich selbst  in erster Linie als Ernährer seines Stammes, den er in einer Karawane von Sibirien in ihre mongolische Heimat geführt hat. Galan Tschinag wurde 1944 im Bajan-Ölgii-Aimag, im Hohen Altai in der westlichen Mongolei, als jüngster Sohn einer tuwinischen Schamanin geboren.  

1962 bis 1968 studierte er Germanistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig . Er kehrte danach als Lehrer für Deutsch an die staatliche mongolische Universität zurück. 1976 wurde ihm die Lehrerlaubnis wegen politischer Unzuverlässigkeit entzogen. 1980 schloss Galsan Tschinag mit seinem Leben bereits mit nur 36 Jahren ab, nachdem bei ihm ein schweres Herzleiden diagnostiziert wurde. Der Autor arbeitete zuvor 12 Stunden täglich als Dozent an allen vier mongolischen Universitäten. Laut Tschinag haben ihm allein seine schamanischen Kräfte und viel Sport das Leben gerettet. 

Heute lebt er den größten Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar gemeinsam mit seiner knapp 20-köpfigen Familie und verbringt viel Zeit auf Lesereisen im deutschsprachigen Ausland. Je ein Drittel des Jahres verbringt er in seiner Residenz in Ulaanbaatar, in Europa und in der westmongolischen Steppe bei seinem tuwinischen Stamm. Er schreibt seine Romane, Erzählungen und Gedichte meist auf Deutsch, weshalb er als deutschsprachiger Migrantenschriftsteller gesehen wird.  

Die Beziehung zu seinem 4000 Menschen umfassenden Volk beschreibt Tschinag als ein kontinuierliches Geben und Nehmen. Die Geschichten aus seinen Büchern sind die Geschichten des Volkes. Das Honorar für die zahlreichen Lesereisen verwendet er, um die Menschen seines Volkes finanziell zu unterstützen. 

Die Veranstaltung findet am Samstag, 26. Mai 2007 um 19.30 Uhr im Veranstaltungsraum des „Kleinen Prinzen“ in Duisburg, Schwanenstraße 5, statt. Der Eintritt ist kostenlos.

 

Duisburg, 23. Mai 2007 - Über die Eigenständigkeit der kroatischen Sprache informiert der renommierte Slavist Dr. Leopold Auburger (Foto), München, bei einer Tagung im Internationalen Zentrum am Innenhafen. Nach dem grundlegenden Vortrag geht es um „Stand und Perspektiven des Kroatischen in NRW“ und zwar in den Bereichen Mutter- bzw. Fremdsprachen-Unterricht, Medien und Kirche. Thomas Kufen, der Integrationsbeauftragte des Landes NRW, wird ein Grußwort sprechen. Veranstalter sind die Volkshochschule und der Bund der Kroaten Duisburg e.V. Termin: Samstag, 2. Juni 2007, 14.00 Uhr. Anmeldung erforderlich. Mehr Informationen: http://iz.duisburg.de oder telefonisch: (02 03) 2 83-36 98.

Solo 4 BigBand
BigBand der Niederrheinischen Musik und Kunstschule zu Gast im Hundertmeister

Duisburg, 22. Mai 2007 -  Es wird eng auf der Bühne im "Hundertmeister" am Dellplatz, wenn am Sonntag, 3. Juni, 18 Uhr, die Big Band der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule (NMKS) zu Gast ist. Der Eintritt beträgt 7 Euro im Vorverkauf, 9 Euro an der Abendkasse.
Seit Gründung der Band vor knapp zehn Jahren ist ihr jährlicher, frühsommerlicher  Auftritt in der Szenekneipe für viele Duisburger Musikfreunde Kult. Rüdiger Testrut, Leiter der Band, Dozent für Trompete und Mitglied der "POPS", schaffte mit Gründung der  Big Band eine tolle Möglichkeit für junge Musiker, in einem großen Jazzorchester mitzuwirken.
Die NMKS BigBand spielt neben Jazz und Swing, Tanz- und Popmusik auch aktuelle Titel aus den Charts. Die 25 Mitglieder, zum größten Teil Schüler der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule, präsentieren Musik von Chaka Khan bis Norah Jones und von Henri Mancini bis Brian Setzer.
Als prominente Gäste der Duisburger Musikszene wirken Jupp Goetz (vocal), Mirko van Stiphaut (git), Daniel Sanleandro (drums), Stefan Mandlburger (bass), Olaf Krüger (trp), Ludwig Goetz (trb), André Levermann (trb),Thomas Käseberg (sax) und Markus Krieger (vibes) mit Vorverkauf im Hundertmeister, Telefon: (0203) 2 79 16

Von der Sehnsucht andere Welten zu entdecken
Ilija Trojanow liest aus dem Roman "Der Weltensammler" in der Zentralbibliothek

Duisburg, 21. Mai 2007 - Mit einem packenden Roman über den englischen Exzentriker Richard Burton endet das diesjährige Literaturprogramm der Duisburger Akzente. Der Autor Ilija Trojanow ist am Freitag, 25. Mai, um 20 Uhr Gast in der Zentralbibliothek und stellt seinen preisgekrönten Roman "Der Weltensammler" vor. Der Eintritt kostet fünf Euro, im Vorverkauf vier.

Anstatt in den Kolonien die englischen Lebensgewohnheiten fortzuführen, lernt der englische Abenteurer Richard Burton (1821-1890) wie besessen die Sprachen des Landes, vertieft sich in fremde Religionen und reist zum Schrecken der Behörden anonym in den Kolonien herum. Trojanows farbiger und spannender Abenteuerroman über diesen Exzentriker zeigt, warum der Westen bis heute nichts von den Geheimnissen der anderen Welt begriffen hat.

Der Autor wurde 1965 in Sofia geboren. 1971 flüchteten seine Familie und er über Jugoslawien und Italien nach Deutschland. Es folgte ein zehnjähriger Aufenthalt in Kenia. Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller. "Der Weltensammler", erschienen 2006, erhielt im vergangenen Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse. Für dieses Jahr wurde Trojanow zum Mainzer Stadtschreiber ernannt und hat im Sommersemester eine Gastprofessur an der Freien Universität Berlin.

Akzente: Kafka-Hörspiel in der Zentralbibliothek

Duisburg, 21. Mai 2007 - Mit dem WDR-Hörspiel "Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse" von Franz Kafka endet am Mittwoch, 23. Mai, um 20 Uhr im LiteraturBistro der Zentralbibliothek die Hörspielreihe des Literaturprogramms der diesjährigen Duisburger Akzente. Im Anschluss an das Hörspiel wird der verantwortliche Redakteur Wolfgang Schiffer, Leiter der Programmgruppe Wort WDR 3, mit dem Publikum darüber diskutieren. Die Moderation des Gesprächs hat Olaf Reifegerste. Der Eintritt ist frei.
Im unmusikalischen Volk der Mäuse, das von Arbeit und Lebenskampf beherrscht wird, ist Josefine die einzige, die die Musik liebt. Sie singt, sie unterhält die Massen, sie ist der umjubelte Star. Doch bestehen auch Zweifel an der Einzigartigkeit ihrer Kunst: Klatschmäuler flüstern umher, ihr Singen sei gar keine Kunst, sondern nichts anderes als das Pfeifen, das jeder Maus seit jeher eigen ist. Wohlwollende Stimmen dagegen sagen, dadurch, dass Josefine den Mäusen etwas allen Bekanntes vorführt, wird sein eigentliches Wesen enthüllt, wird es zur Kunst.

Heinz von Cramer, der für Bearbeitung, Musik und Regie des WDR-Hörspiels von 1985 verantwortlich zeichnet, hat Kafkas Erzählung umgestaltet in ein akustisches Gespinst von Arien, Sprechgesängen und Flüstereien. Als Josefine ist die Schauspielerin Hanna Köhler zu hören, bekannt aus den TV-Serien "Marienhof" und "Die Fallers".

Ein neues Stück im neuen Saal - Antoine Tamestit und Derek Lee Ragin als Solisten bei den Philharmonikern
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Gast in der Salinger Stiftung, Avignon, Frankreich

Ein neues Stück im neuen Saal
Antoine Tamestit und Derek Lee Ragin als Solisten bei den Philharmonikern

Duisburg, 18. Mai 2007 - Dieses Konzert ist ein besonderes Konzert. Es ist das 11. Philharmonische Konzert am 23. und 24. Mai jeweils um 20 Uhr in der neuen Mercatorhalle. Und es ist deshalb ein so besonderes Konzert, weil es eine Uraufführung gibt und weil sich gleich zwei Solisten von Weltruf den Musikfreunden in Duisburg präsentieren. Das ist durchaus luxuriös.
Der Duisburger Generalmusikdirektor Jonathan Darlington wird von Wilfried Maria Danner "Lumière, ombres autour d'automne. . ." nach Texten von Friedrich Hölderlin und Simon Weil zur Uraufführung bringen, ein vielschichtiges Stück für Instrumentalsolisten und großes Orchester mit obligatem Countertenor, ein von der Kunststiftung NRW gefördertes Stück, in dem der renommierte Kölner Komponist Licht und Schatten beschwört, um auch den Werteverfall in unserer Gesellschaft zu spiegeln. Mit dem Solisten Derek Lee Ragin kommt ein Countertenor der Weltspitze, gleichermaßen vertraut mit der Alten wie der Neuen Musik. Ein amerikanischer Sänger von spektakulärer Ausdruckskraft. Ein hoch gelobter Star, dessen Intensität wirklich mitreißt.
Der "Artist in Residence" dieser auslaufenden Spielzeit zeigt sich als Solist: Antoine Tamestit, der sich als Bratscher mit Vehemenz die Welt erobert und sich seit seinem überragenden Sieg beim ARD-Wettbewerb 2004 in München als Senkrechtstarter behauptet, spielt das nicht eben oft zu hörende Violakonzert von William Walton, ein frühes Werk des Komponisten aus dem Jahre 1929. Jonathan Darlington liebt es bekanntlich, in Duisburg die in Deutschland oft vernachlässigte Musik seiner Heimat zu präsentieren. Und Antoine Tamestit ist der berufene Meister für dieses Stück.
Zum Abschluss präsentiert das Orchester eine große Klangdichtung, sozusagen einen Ausflug in eine exotische Welt: Nikolai Rimsky-Korsakows "Scheherazade" gehört zu den ganz wirkungsvollen Beispielen der russischen Schule. Es ist wie ein großes Gemälde: Farbenreich, schillernd, imposant.

Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Gast in der Salinger Stiftung, Avignon, Frankreich

Unter dem Titel "Geometrie der Figur. Von Lehmbruck bis César" wird vom 7. Juni bis zum 7. Oktober 2007 in der Stiftung Poppy et Pierre Salinger in der Bastide Rose, im Ort Le Thor, 20 km entfernt von Avignon gelegen, eine außergewöhnliche Ausstellung mit 14 monumentalen Skulpturen präsentiert. Für die Dauer dieser Ausstellung sind die ausgeliehenen Großskulpturen nicht mehr an ihren gewohnten Standorten in Duisburg zu sehen.
Alle Skulpturen gehören zu den Hauptwerken des Museums und wurden bisher nie in diesem Umfang und dieser Qualität in anderen Museen gezeigt. Aus dem Kant Park gehen folgende Werke auf die Reise: Wilhelm Lehmbrucks "Kniende", Henry Moores "Liegende Nr.1", Eduardo Paolozzis "Ägypten", Césars " Figanières-Mensch" und Alf Lechners Würfel-Konstruktionen.
Aus der ständigen Schausammlung werden Henri Laurens "Großer Amphion" und "Mutter und Kind" von Jacques Lipchitz gezeigt und aus den Stadtbezirken Edwin Scharff`s "Pandora" sowie Marta Pan's "Schwimmende Plastik" aus dem Berta-See. Alle Werke dieser ungewöhnlichen Zusammenstellung folgen dem Leitbild innewohnender körperlicher und abstrahierter Geometrien, wie sie seit Lehmbruck's Konstruktionsprinzip "Maß für Maß" die Skulptur der Moderne prägt.
Schauplatz der Ausstellung ist der Park der Stiftung Salinger, benannt nach dem ehemaligen Sekretär und Pressesprecher des amerikanischen Präsidenten J.F. Kennedy, Pierre Salinger, dessen Frau Poppy Salinger heute die Stiftung als Teil der berühmten John Fitzgerald Kennedy Library Foundation in Boston leitet. Das viermonatige Duisburger Gastspiel in Le Thor findet gemeinsam mit einer historischen Foto-Dokumentation im Rathaus von Avignon anlässlich des 90jährigen Geburtstages von John F. Kennedy (1917-1963) statt.

Am 23. und 24. Mai werden alle Werke durch die Duisburger Speditionsfirma Stockhorst, die dem Museum seit Jahren als erfahrener Kunstspediteur verbunden ist, demontiert und verladen. Zwei Schwerlaster bringen die kostbare Fracht bis zum 26. Mai nach Le Thor. Die Eröffnung der Ausstellung findet dort am 6. Juni statt.
Dr. Gottlieb Leinz, stellvertretender Direktor der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, kuratiert dieses Projekt.Seine Partnerin vor Ort ist Frau Dr. Brigitte Leonhardt, die künstlerische Leiterin der Salinger Stiftung. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (franz./englisch) mit einführenden Texten und Farbabbildungen aller ausgestellten Werke (15.-Euro).

SPÄTE EHRENRETTUNG FÜR STADTARCHÄOLOGEN A.D. - DR. GÜNTER KRAUSE

Duisburg, 16. Mai 2007 - Die sehr umfassende Diskussion über die nunmehr dem Kulturausschuss vorgelegte Neukonzeption der Kommunalen Bodendenkmalpflege und der Stadtarchäologie, rückte die bislang immer wieder vorgebrachten Vorwürfe gegen den mittlerweile pensionierten Stadtarchäologen Dr. Günter Krause und über dessen Arbeit endlich in das richtige Licht.

 

Man erinnert sich, Jahre- wenn nicht Jahrzehntelang schwelte ein Kleinkrieg zwischen der Stadt Duisburg und dem engagierten Verfechter der Duisburger Stadtarchäologie. Zwar gab es auch in den nunmehr vorgelegten Stellungnahmen der Obersten Denkmalbehörde, dem Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie vom zuständigen Fachamt des Landschaftsverbandes Rheinland, dem Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege (RAB) noch einmal Kritik an der bisherigen Arbeit von Dr. Krause. Doch ließen sich die Kulturpolitiker hierdurch nicht beeindrucken.

 

Frau Dr. Claudia Euskirchen wies noch einmal auf den Ratsauftrag vom Juni 2006 hin. Dort war beschlossen worden, der Oberbürgermeister möge eine Konzeption zur Stadtarchäologie erstellen. Die Denkmalbehörde mit ihren beiden Aufgabenbereichen, Baudenkmalpflege und Bodendenkmalpflege/Stadtarchäologie wurde seit dem Jahr 2004 weiterentwickelt und durch optimierte Einbindung in ihrer Handlungsfähigkeit gestärkt.

 

Unbeantwortet ist die Frage, warum bereits seit 2004 die Stelle des Kommunalen Bodendenkmalpflegers und Stadtarchäologen vakant war, da Dr. Krause eigentlich noch zur Verfügung stand. 2006 wurde in Dr. Volker Herrmann ein Nachfolger gefunden! Drängende Reinigungsarbeiten in den archäologischen Archiven in den Rathauskellern und der Kupferhütte wurden angegangen und sind bereits abgeschlossen.

 

Die Neuorganisation sei in 3 Punkte unterteilt worden. Hierbei sei die Einbindung in das Stadtentwicklungsdezernat sehr gut und bedeute kurze Wege bei Fachfragen, denn das Denkmalschutzgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (DSchG) fordert die Berücksichtigung denkmalrechtlicher Belange in Verfahren der Bauordnung und Bauleitplanung.  

Es gehört zu den Pflichtaufgaben des Amtes, bei Bauplanungen die denkmalrechtlichen Aspekte zu prüfen. Hiermit sei man personell ausreichend beschäftigt. Des weiteren habe man damit begonnen die Protokolle aller Grabungen in die sog. „Ortsakte“ einzuarbeiten. Auch solle die Öffentlichkeitsarbeit fortgeführt werden. Ein wichtiges Datum sei das Jahr 2010, in dem in enger Zusammenarbeit mit dem KSM eine Ausstellung zur Stadtarchäologie ausgerichtet werden soll, unter dem Thema: „Duisburg – Stadt am Hafen“!
 

All dieses gilt umso mehr vor dem Hintergrund des kürzlich von Lord Norman Foster vorgestellten Masterplans für die Duisburger Innenstadt. Darin sind für die kommenden 15 bis 30 Jahre auch erhebliche bauliche Umstrukturierungen im Altstadtgebiet vorgesehen. Von den Maßnahmen werden auch zahlreiche Bodendenkmäler betroffen sein, die im Vorfeld und während der Erdarbeiten intensiv von archäologischer Seite betreut werden müssen. Mit der jetzigen personellen und finanziellen Ausstattung wird dies nicht gelingen, insbesondere nicht in Bezug auf die Inventarisierung und Bearbeitung von Fundstücken. So bestehen vor allem in Hinblick auf die Bodendenkmalpflege/ Stadtarchäologie noch Defizite, die rasch angegangen werden müssen.  

 

Zur effektiven Abarbeitung des riesigen Aufgabengebietes sei es dringend notwendig, personell aufzurüsten. Für das ebenfalls umfangreiche, archäologische Fundmagazin soll ein neuer Standort gefunden werden, an dem diese zusammengefasst werden können. Dieses sei ein wichtiger erster Schritt. Die Bestände stammen meistens aus Altgrabungen, also der Zeit vor ca. 1970, und sind heute Teil der Sammlungen des Kultur- und Stadthistorischen Museums und werden dort eigenständig betreut. Ein dringend benötigtes Gesamtinventar zu den auf mehrere Standorte verteilten Duisburger Funden fehlt bis heute.  

Die Klärung der Frage nach dem zukünftigen Standort, der personellen Ausstattung und der Form der Betreuung des archäologischen Fundarchivs der Stadt Duisburg besitzt höchste Priorität. Andernfalls wird der durch den Einsatz erheblicher finanzieller Mittel der Stadt erreichte gereinigte Zustand der Fundstücke erneut gefährdet. Außerdem ist es angesichts der großen wissenschaftlichen, stadtgeschichtlichen und musealen Bedeutung der Archivbestände unabdingbar, die Sammlungen durch ein digitales, einheitliches Inventar zu erschließen und im Bestand langfristig zu erhalten.  

Der langfristige Verbleib der archäologischen Fundbestände in Duisburg soll sichergestellt werden. Eine endgültige Entscheidung über Größe, Beschaffenheit und Ausstattung des Archäologischen Fundarchivs soll erst drei bis vier Jahre nach Beginn der Arbeiten am Gesamtinventar zu den Sammlungen getroffen werden. Frühestens zu diesem Zeitpunkt wird eine tragfähige Entscheidungsgrundlage vorliegen, auf der abgeschätzt werden kann, welche Fundmengen tatsächlich langfristig archiviert werden müssen und welche finanziellen, personellen und baulichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen.

 

Angestrebt ist auch, stärker als bislang, öffentlich auf Ergebnisse der Denkmalpflege und Archäologie in der Stadt aufmerksam zu machen und möglichst viele bedeutende Funde zur Stadtgeschichte im Kultur- und Stadthistorischen Museum zu präsentieren.  

Natürlich ist es erforderlich, hierfür richtungweisende Entscheidungen zu treffen, durch welche der dauerhafte Erhalt, die Pflege, die sinnvolle Nutzung und die wissenschaftliche Erforschung von Denkmälern im Stadtgebiet sicher gestellt werden, wie sie im § 1 DSchG gefordert werden.  

Neben der Frage von FDP Sprecher Frank Albrecht nach dem finanziellen Aufwand gab es viele weitere Fragen zum Thema, die eine 1. Lesung erforderlich machten!

 

Alt Bürgermeister Heinz Pletziger (CDU) fragte nach dem Platzbedarf für die Fundstücke. Dieser beläuft sich auf rund 4 km Regalfläche, was den früheren Ausschussvorsitzenden die Frage in den Raum stellen ließ, „ob man denn schon mit der Regierung Utopia gesprochen hätte“! 

Dr. Claudia Euskirchen sprach von der enormen Aufgabe, vor der man nun stehe, doch habe die Stadt eine Verantwortung für die Dinge und auch den Umgang damit.  

„Diese sind durch hohen finanziellen Aufwand und auch mit Unterstützung des Landes geborgen worden und wir haben keine andere Wahl!“ Die Eigentumsrechtliche Frage sei für den Umgang ebenso relevant.  

„Dieses wurde in der Vergangenheit nicht sehr ernst genommen! Doch ist die Stadt verpflichtet, diese Pflichtaufgabe wahrzunehmen! Und zahllose zu erwartende Neufunde müssen ebenfalls archiviert werden! Diese gehören zu unserer Stadtgeschichte und die Bürger haben einen Anspruch das wir sorgfältig damit umgehen!“

 

Es sei die Aufgabe der Stadtverwaltung und der Politik, das große Paket zu stemmen. Sie verwies auf die umfangreichen Funde beim U-Bahn-Bau „und der Masterplan lässt weitere Zuwächse erwarten! Wir wollen dafür kämpfen, dass diese Dinge entsprechend behandelt werden!“

 

Rückendeckung bekam Frau Dr. Euskirchen durch Herrn Dr. Volker Herrmann vom Amt für Baurecht und Bauberatung, der sich dem Ausschuss mit einer engagierten Rede für den Bodendenkmalschutz präsentierte!

 

Bei seinem Amtsantritt sei er erschlagen worden von den umfangreichen Aufgabenbereichen und als er die Fundmengen gesehen habe. Und damit man endlich zu einer ehrlichen Diskussion zum Thema zurückkehrt bot Dr. Herrmanns an: „Ich lade jeden Interessierten zu einem Rundgang ein, um sich selbst ein Bild von dem zu machen, über was wir hier reden! Es gibt kaum Möglichkeiten, die Pflichtaufgaben mehr schlecht als recht zu bewältigen!“ so Dr. Herrmanns gegenüber den Kulturpolitikern.

 

Dieses sei eine Hauptaufgabe des Boden Denkmalschutzes. Die öffentliche Arbeit sei in den vergangenen Jahren leider zu kurz gekommen! Die Exponate sollen in Ausstellungen der Bevölkerung gezeigt werden.   

„Es handelt sich schließlich um Schätze der Stadtgeschichte! Der Archivierungszustand ist allerdings nicht ideal!“  

Er freue sich auf die vor ihm liegenden Aufgaben, die seine Arbeit spannend machten!

 

„Dieses geht allerdings nicht ohne Fachkräfte und nicht nur mit 1 EURO Kräften! Insbesondere der Masterplan bedarf einer sinnvollen archäologischen Begleitung! Die Grabungen an der Beekstraße vor einigen Jahren haben erhebliche Fundmengen Zutage gebracht. Dieses lässt Rückschlüsse auf das, was auf uns zukommen wird, zu!“

 

Ratsherr Klaus de Jong von der BL/AMP Fraktion fragte sehr konkret nach der aktuellen Situation der Fundstücklagerung, „die Verantwortung für diese hat die Stadt nun ja nicht erst seit gestern“ ebenso nach der letzten Publikation und nach unwiederbringlichen Verlusten, die nicht sehr dezidiert beantwortet wurden. Alle Lagerstätten werden auch weiterhin genutzt, und über die Verluste wird es eine Liste geben.

 

Bürgerunion-Vertreter Klaus Peter Happel mahnte eine Wertebilanz der Fundstücke an. Hierauf wurden die Mitglieder im Ausschuss über die bisherige Praxis informiert, das der Bestand im KSM mit dem Versicherungswert bewertet wurde, alle übrigen Bestände jedoch nur mit einem „Erinnerungswert“ von 1 EURO. Nach der Inventarisierung soll es eine Neubewertung geben!

 

CDU Mann Dr. Jürgen Kämpgen fragte direkt nach, inwieweit das Gedankengut von Dr. Krause in die Drucksache eingeflossen sei. „Er hatte in den vergangenen Jahren keinen leichten Stand in seiner Funktion als Stadtarchäologe!“ Dieses ist nach Angaben von Frau Dr. Euskirchen selbstverständlich in die Vorlage eingeflossen. Man habe mit ihm über zahlreiche Dinge immer wieder gesprochen.

 

„Durch Dr. Krause ist sogar ein noch viel umfangreicheres Konzept erstellt worden! Dieses wurde durch uns überarbeitet und aktualisiert!“ Jürgen Markert, DIE LINKE, fraget danach, ob man  „die Hilferufe von Dr. Krause in der Vergangenheit ignoriert habe und man nicht vorher hätte reagieren müssen!?“ CDU Sprecher Frank Heidenreich pflichtete diesem bei und richtete seinen Blick in die Zukunft. „Wir müssen diese Hilferufe aufnehmen und schauen, dass wir unsere Pflichtaufgaben wahrnehmen! Aus menschlichem und geschichtlichem Interesse müssen wir zu einem vernünftigen Umgang mit unserer Vergangenheit kommen!“

 

Ein umfangreiches Spektrum an Aufgaben steht den Stadtarchäologen nunmehr bevor. Gefragt ist nunmehr die mutige Entscheidung durch den Rat der Stadt, diese Forderungen auch umzusetzen, damit die Stadtarchäologie nicht wieder in einen Tiefschlaf fällt. In zweiter Lesung soll nunmehr Klarheit geschaffen und Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. HaMo

Duisburg, 16. Mai 2007 - Historischer Kalender zum 16. Mai    - Park-Kult-Tour“-Festival in Meiderich

RUHR.2010-Beauftragte der Städte trafen sich beim Regionalverband Ruhr
Projektvorschläge können bis 31. Oktober bei RUHR.2010 eingereicht werden

Ruhrgebiet - Bei ihrem gestrigen Treffen (Dienstag, 15. Mai) in Essen haben die RUHR.2010-Beauftragten der Ruhrgebietskommunen u. a. verabredet, bis wann Projektvorschläge bei der RUHR.2010 vorliegen sollen. Danach können Ideen und Konzepte für das Programm des Kulturhauptstadt-Jahres bis zum 31.10.2007 bei der RUHR.2010 GmbH eingereicht werden.
Über 400 Ideen liegen bereits vor. Das Künstlerische Direktorium der RUHR.2010 erarbeitet einen Kriterienkatalog, der die Auswahl transparent macht. Die ausgewählten Projekte werden als Kooperationsprojekte Teil des Programms der RUHR.2010. Ein erster Programmentwurf soll voraussichtlich im Herbst 2008 vorgestellt werden. Bis dahin werden die Projektvorschläge, die in die engere Wahl kommen, gemeinsam mit den Autoren weiterentwickelt.
Die Beauftragten informierten sich außerdem über den Stand des europäischen Städtepartnerschaftsprojekts TWINS2010, die neue TWINS2010-Website mit interaktivem Projektforum und über weitere Vorschläge für regionale Projekte wie "Local Heroes - 52 Projekte für 52 Städte" und für ein Fest auf der gesperrten A40.
 

Sitzung Kulturausschuss Teil I

  • NEUES LEITBILD SOLL AKTIVES IDEEN UND BESCHWERDEMANAGEMENT DER STADTBIBLIOTHEK BESTIMMEN 

  • VERTRAG MIT LEHMBRUCK STIFTUNG WIRFT FRAGEN AUF

  • WIRTSCHAFTSPLAN DER DEUTSCHEN OPER AM RHEIN FAND BREITE ZUSTIMMUNG 

  • NEUES LEITBILD SOLL AKTIVES IDEEN UND BESCHWERDEMANAGEMENT DER STADTBIBLIOTHEK BESTIMMEN 

In der Sitzung des Kulturausschuss am 15. Mai stand die „Vertragliche Vereinbarungen zwischen der Stadt Duisburg und der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum“ auf der Tagesordnung. Hierbei ging es um die Verlängerung der Laufzeit der bestehenden vertraglichen Vereinbarungen bis zum 31.12.2007.  

Der Rahmenvertrag besteht aus folgenden Unterverträgen:

• Zuschussvertrag

• Unentgeltlicher (Gebäude-) Überlassungsvertrag

• Personalüberleitungsvertrag

• Vertrag zum Kant-Park 

Es gab mehrere Nachtragsverträge und in seiner Sitzung am 12.03.2007 hat der Rat der Stadt mit der Verabschiedung des Gesamthaushalts u.a. auch den jährlichen Betriebsmittelzuschuss sowie den Investitionskostenzuschuss für die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum in unveränderter Höhe für das Jahr 2007 bestätigt. Dieses machte eine Laufzeitverlängerung der bestehenden Verträge bis Jahresende 2007 erforderlich.

 

Für die Jahre 2008 ff. sollen die Ergebnisse einer beabsichtigten externen Untersuchung auf mögliche Konsolidierungspotentiale des Museums in einen Verwaltungsvorschlag einfließen für eine dann wieder mehrjährige Vereinbarung der Zuschussmodalitäten. 

SPD Ratsherr Dieter Lieske forderte daraufhin einen sauberen Status quo nach der Sommerpause und einen überschaubaren Zeitkorridor für die Umsetzung dieses Vorschlages.

 

In diesem Zusammenhang warf sein Parteikollege Oliver Hallscheidt einen kurzen aktuellen Sachstandsbericht zum Thema „Ankauf Lehmbruck Nachlass“! Kulturdezernent Karl Jansen wies auf abschließende Gespräche in der kommenden Woche hin. Der Vertragsverlängerung stimmte der Ausschuss einstimmig zu!

 

WIRTSCHAFTSPLAN DER DEUTSCHEN OPER AM RHEIN FAND BREITE ZUSTIMMUNG 

Dem Wirtschaftsplan 2007/2008 der Gesellschafterversammlung der Deutsche Oper am Rhein Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH (Rheinoper) hat der Kulturausschuss ebenfalls einstimmig sein Votum gegeben. 

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hatte in seiner Sitzung am 26. März 2007 - nach Vorbereitung durch den Arbeitsausschuss - den Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2007/2008 vorberaten und der Gesellschafterversammlung die Genehmigung empfohlen, wobei die Zuschusserhöhung des Gesellschafters Stadt Duisburg um 207.550 EUR abgesenkt und durch alleinige Verrechnung der theoretischen Umsatzsteigerung um 80.000 EUR aufgrund von Preiserhöhungen in Duisburg und der kostenlosen Gestellung von jährlich bis zu 16 Einsätzen der Duisburger Philharmoniker im Opernhaus Düsseldorf kompensiert werden soll. Der Fünfjahresplan wird von der Beschlussfassung ausgenommen.

 

FDP Sprecher Frank Albrecht bat darum, dem Ausschuss einen Erfahrungsbericht vorzulegen, ob es durch die Erhöhung der Eintrittspreise zu Kündigungen kommt. 

Das Eintrittspreismodell für Vorstellungen im Theater Duisburg in der Spielzeit 2007/2008 sieht durchgängig Preiserhöhungen vor. Der Kalkulation liegen Preise zugrunde, die zwischen den Preisniveaus Düsseldorfs (als obere Preislinie) und des Aalto-Theaters in Essen (als untere Preislinie) liegen. Das Heranführen des Eintrittspreisgefüges in Duisburg an das Eintrittspreisgefüge in Düsseldorf ist bereits ausdrücklich im Gesellschaftsvertrag vorgesehen. 

Ratsherr Frank Heidenreich gab für die CDU zu verstehen, dass es sich bei der Erhöhung der Eintrittspreise lediglich um die Anpassung an marktübliche Rahmenbedingungen handelt und es sicherlich keine Abwanderungen geben wird.  

 

NEUES LEITBILD SOLL AKTIVES IDEEN UND BESCHWERDEMANAGEMENT DER STADTBIBLIOTHEK BESTIMMEN 

Im Rahmen eines intensiven Diskussionsprozesses, an dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek beteiligt waren, hat sich die Stadtbibliothek ein neues Leitbild und eine neue Konzeption gegeben.

 

Dr. Barbian erläuterte den Kulturpolitikern noch einmal die 4 Felder des neuen Konzeptes. Das Leitbild definiert die Medienangebote und die Dienstleistungen, die die Stadtbibliothek allen Bürgerinnen und Bürgern anbietet. Darüber hinaus werden Qualitätsstandards und das Selbstverständnis als kommunales Medien-, Informations- und Bildungszentrum in Duisburg bestimmt.

 

Die 4 Felder umfassen die personellen Aufgaben, das vorhandene Angebot, die Fachkompetenz sowie das programmatische Selbstverständnis der Bibliothek. Man wolle dieses in eine systematische Form bringen.  

Oberstes Ziel der Bibliotheksarbeit ist die Orientierung an den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden. Dabei sollten auch deren Erfahrungen und Kenntnisse in der Nutzung der Bibliothek einbezogen werden.

 

Bereits seit Mai 2006 wurde dieses in die Praxis umgesetzt. Vorausgegangen war eine sorgfältige Analyse der in der Vergangenheit aufgetretenen Beschwerden, Kritikpunkte, Anregungen, Vorschläge und der Art und Weise, wie diese bislang bearbeitet wurden. Zum Zeitpunkt der Analyse wurden die meisten Beschwerden in den Bibliotheken an den Informationsplätzen und an der Verbuchung angenommen. Sie erfolgten in der Regel mündlich. Auch die Beantwortung erfolgte meistens mündlich. Durch die Einführung eines systematischen Ideen- und Beschwerdemanagements reagierte die Bibliotheksleitung nun im alltäglichen Kundenkontakt an allen Bibliotheksstandorten aktiv auf die Beschwerden und Anregungen. Sie macht diese jetzt auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer internen elektronischen Erfassung transparent und dokumentiert in jedem Einzelfall das Ergebnis der Bearbeitung. Im Sinne der neuen Serviceaufgabe wurden folgende Leistungsstandards und Zielsetzungen festgelegt:

 

Im ersten Praxisjahr des Ideen- und Beschwerdemanagements ist die Anzahl der in schriftlicher Form eingegangenen Kundenäußerungen von 27 % auf 55 % angestiegen. Insgesamt wurden 269 Vorgänge registriert: 131 Kritikpunkte, 63 Vorschläge zur Verbesserung des Medien- und Dienstleistungsangebots, 75 Äußerungen des Lobes für den Service, für die Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon wurden 147 auf schriftlichem Wege (Formulare in Beschwerdebox, per e-mail, Fax oder Brief) und 122 mündlich (vor Ort-Gespräche, per Telefon) geäußert.  

Dr. Barbian gab abschließend zu verstehen, dass die alltägliche Praxis und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Ideen- und Beschwerdemanagements eine anspruchsvolle Aufgabe wären. Auch wenn aufgrund der eingeschränkten finanziellen, personellen und technischen Gegebenheiten nicht alle Wünsche und Anregungen realisiert werden könnten, werden positive ebenso wie negative Kritiken von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtbibliothek als Chance wahrgenommen: um Fehlerquellen und Defizite oder aktuelle Bedürfnisse im Hinblick auf das Medienangebot frühzeitiger erkennen, um Serviceleistungen konsequent verbessern und die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden erhöhen zu können. 

Von den Kulturpolitikern wurde dieses als wichtiger und richtiger Schritt bewertet, der gerade im Vorfeld der Bibliotheksverlagerung an den neuen Standort erforderlich sei.

 

24. „Park-Kult-Tour“-Festival in Meiderich 

2Raumwohnung, Fiddler’s Green (Foto unten) und El*ke rocken den Stadtpark: Die drei Bands sind die Top-Acts des diesjährigen  „Park-Kult-Tour“-Festivals am 7. Juli ab 13.30 Uhr im Parkhaus in Duisburg-Meiderich. Das Festival, das bereits zum 24. Mal stattfindet, ist noch eines der wenigen eintrittsfreien Festivals in NRW. Dieser Umstand und die optimale Lage auf dem Gelände am Meidericher Stadtpark gewährleisten eine hervorragende Atmosphäre. Konzeption und Durchführung des traditionsreichen Open-Air-Rock-Festivals liegen beim Parkhaus Meiderich in enger Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Duisburg. 

Das Festival ist ein wichtiger Bestandteil der Duisburger Nachwuchsförderung. Ziel dieser Förderung ist es, den hoffnungsvollen Nachwuchsbands die Chance zu geben, gemeinsam mit national und international angesagten Bands auf einem Open-Air-Festival vor möglichst großem Publikum aufzutreten. Damit die jungen Musiker am frühen Nachmittag tatsächlich einen möglichst großen Zuschauerzuspruch erleben, wird ab 17 Uhr ein Mindestverzehr von 12 Euro erhoben. 

„2raumwohnung“ i(Foto) st eine der momentan erfolgreichsten deutschsprachigen Bands. Ihr neues Album „36Grad“ schaffte den Einstieg auf Platz 7 der deutschen Album Charts. Die Single „Besser geht’s nicht“ ist seit mittlerweile zwölf Wochen in den Charts vertreten. „Fiddler’s Green“ ist Deutschlands bekannteste Irish-Folk-Rockband und ist ebenfalls mit ihrem aktuellen Album „Drive Me Mad“ in den Album-Charts vertreten.

 

Duisburg ist mit den Bands „The Bonny Situation“ und „Trustgame“ auf dem Festival vertreten. Beide Bands sind im übrigen ehemalige EURO ROCK Bands. Sie vertraten Duisburg bei diesem Jugend Musikaustausch mit Bands aus Duisburgs Partnerstädten. 

Running Order am Festivaltag: Thalamus, The Bonny Situation, Trustgame, Pohlmann, El*ke, Fiddler`s Green, Smokin`Socks (akustisch) und 2raumwohnung  

Ein großer Festival Trödel- und Musikmarkt rundet das Programm des Wochenendes ab.

Duisburg, 15. Mai 2007 - Historischer Kalender zum 15. Mai

Kurzprosa von Robert Walser
Literarischer Abend mit Christian Brückner in der Zentralbibliothek

Der Schweizer Robert Walser gehört zu den rätselhaftesten Schriftstellern seiner Zeit. Unter äußerst ärmlichen Bedingungen schuf er eine Vielzahl an Kurzprosa. Einige davon liest am Freitag, 18. Mai, 20 Uhr in der Zentralbibliothek der bekannte Synchron- und Dokumentarfilmsprecher Christian Brückner im Rahmen der diesjährigen Duisburger Akzente.
Erste Gedichte von Walser (1878-1956) erschienen 1898, was ihm den Zutritt zu den literarischen Kreisen Münchens verschaffte. Mit seinen ersten Romanen erzielte er zwar einen Achtungserfolg, konnte sich im literarischen Leben von Berlin, wo er seit 1905 lebte, jedoch nicht durchsetzen. Im Gefühl, gescheitert zu sein, kehrte Walser 1913 in seine Geburtsstadt Biel zurück und schrieb dort in einer angemieteten kleinen Dachkammer vor allem Kurzprosa.
Der 1943 geborene Brückner ist bereits zum fünften Mal Gast der Stadtbibliothek: Am 11. September 2002 gastierte er mit dem Monodrama "Drei Wochen nach dem Paradies. Eine Stimme aus New York City" von Israel Horovitz, im Mai 2004 mit der Konzert-Lesung "Lyrik und Jazz aus den USA", ein Jahr später dann mit der Lesung "Irritationen. Deutsche Gedichte am Rand des Alltags unter besonderer Berücksichtigung der tagespolitischen Lage" und am 11. Mai 2006 mit einem lyrisch-musikalischen Abend aus Anlass des  50. Todesjahres des Dichters Gottfried Benn. Der Eintritt zu seinem neuen literarischen Abend kostet fünf Euro an der Abendkasse bzw. vier Euro im Vorverkauf.
Der Gast spielt mit den Gastgebern - Antoine Tamestit im 5. Profile-Konzert
Der Artist in Residence dieser Saison ist der Franzose Antoine Tamestit. Und traditionsgemäß präsentiert sich der Künstler, der eine Saison der Duisburger Philharmoniker begleitet, von verschiedenen Seiten. In Duisburg zeigt er sich nun gleich zwei Mal: im 5. Profile Konzert am 20. Mai und gleich darauf beim 11. Philharmonischen Konzert.
Beim 5. Profile-Konzert am 20. Mai um 15.30 Uhr im Opern-Foyer wird der Superbratscher, der sich durch den Sieg beim renommierten und gefürchteten ARD-Wettbewerb des Jahres 2004 international einen großen Namen machte und der seither unter anderem beim Gewandhausorchester Leipzig, beim Orchester der Komischen Oper Berlin und dem Orchestre National de Lyon Proben seines Könnens gab, sich der feinen Kammermusik zuwenden und dabei mit Philharmonikern wie Stephan Dreizehnter (Flöte), Tonio Schibel (Violine), Friedemann Pardall (Cello) und Verena Plettner (Harfe) zusammenspielen. Der Gast und die Gastgeber, gewissermaßen.
Dabei wird der junge Franzose, der seine Studien bei Tabea Zimmermann in Berlin abschloss, als Kuriosität auch mit Kollegen Ichio Nodairas Bearbeitung für vier Bratschen von Bachs berühmter Chaconne für Violine spielen. Claude Debussys elegante Sonate für Flöte, Viola und Harfe ist ebenso auf dem Programm vertreten wie Turinas "Scene Andalouse" oder das Brahms-Klavierquartett c-Moll. Der hoch gelobte Tamestit ist also wirklich ein "Artist in Residence". Er zeigt sich dem Duisburger Publikum auch als nobler Kammermusiker.

Karten: Tel. 3009-100, Fax: 3009-210
servicebuero@stadt-duisburg.de

Duisburg, 14. Mai 2007 - Historischer Kalender zum 14. Mai

Mittwoch, 16. Mai, 20 Uhr, Lehmbruck-Trakt. Klavier-Festival Ruhr – Konzert
Duoabend mit zwei Hammerklavieren - Robert Levin / Ya-Fei Chuang - Eintritt : 24,- /12,- EUR
Auch in diesem Jahr ist das Klavier-Festival Ruhr zu Gast in Duisburg und hier im besonderen Fall mit zwei Terminen im Lehmbruck Museum. Der Erfolg des Festivals misst sich sicherlich nicht nur daran, dass die Konzert häufig ausverkauft sind, so auch das Konzert mit Robert Levin und Ya-Fei Chuang.
Am Montag, den 4. Juni gibt es ein weiteres Konzert in diesem Rahmen im Museum. Die Pianisten sind Dennis Russel Davies und Maki Namekawa.  Tickets: www.klavierfestival.de

Donnerstag, Christi Himmelfahrt, 17. Mai: Museum hat von 11 – 17 Uhr geöffnet.


Sonntag, 20. Mai, Internationaler Museumstag, 11.30 Uhr: Eintritt ins Museum frei!
In diesem Jahr steht der Internationale Museumstag unter dem Motto „Museen und universelles Erbe“. Die Museumsbesucher sind bei freiem Eintritt dazu eingeladen, die aktuelle Ausstellung „Katharina Mayer und Shahryar Nashat. No norm – Out of Order?“ gemeinsam mit der Kuratorin Katharina B. Lepper zu entdecken.

Die Präsentation zeigt an zwei sehr unterschiedlichen Künstlern aktuelle Positionen zum Thema der Normierung von Sichtweisen und Sehgewohnheiten. Shahryar Nashat verweist am Beispiel Lehmbrucks im Lehmbruck-Trakt auf die Musealisierung von Kunst. Sie werden überrascht sein, wie Ihre gewohnte Sicht auf die Präsentation von Werken des Künstlers in Frage gestellt wird. Der gleiche Denkansatz ist auch die Basis für seine Installationen und Filme. Mit „Regulating Line“, einem 2005 entstandenen Film, thematisiert der Künstler Körper und Raum im dialektischen Sinne - zum einen in der Konfrontation mit Gemälden von Peter Paul Rubens (1577-1640) und einem Tänzer im Raum, zum anderen durch die Gegenüberstellung von Lehmbrucks Figuren und der „Modern Body Comedy“ als eine Fortsetzung von Lehmbrucks - nämlich der Dualität der Geschlechter.

Katharina Mayer benennt mit ihren „Familia“-Bildern die Störungen des angeblich Normalen. Mit der Groß-Installation „Gastmahl der Freunde“, einem Gruppenporträt Obdachloser, wird das Thema der angeblich bekannten Zitate, des Faktischen und der Reaktionen hierauf angeschnitten. –Ungewöhnlich in diesem Kontext ist auch die Arbeit der Fotografin und Filmemacherin mit Menschen, die „normalerweise“ aus dieser Gesellschaft ausgegrenzt werden. Die Doppeldeutigkeit der Sichtweisen erfährt die direkte Visualisierung mit dem für diese Ausstellung erarbeiteten Film „Rotation – Urgeräusch“, der mit einem blinden Mädchen und der „Betenden“ von Wilhelm Lehmbruck arbeitet.
Die Kuratorin der Ausstellung führt in die Ausstellung ein und steht anschließend für Fragen zur Verfügung. Still aus der Videoarbeit „Roatation Urgeräusch“, 2007, 30 x 40 cm,
Foto/©: Katharina Mayer, Courtesy Galerie Rupert Pfab

Akzente: WDR-Hörspiel "Rosebud" in der Zentralbibliothek
Mit dem Hörspiel "Rosebud" von Christoph Schlingensief wird am Mittwoch, 16. Mai, um 20 Uhr im LiteraturBistro der Zentralbibliothek das Akzente-Hörspielprogramm fortgesetzt. Veranstalter sind die Duisburger Stadtbibliothek und der Westdeutsche Rundfunk (WDR). Nach dem Anhören des Hörspiels wird die zuständige WDR-Redakteurin Natalie Szallies mit dem Publikum diskutieren. Die Moderation übernimmt Olaf Reifegerste. Der Eintritt zum Hörspiel ist frei.

Mit "Rosebud" inszenierte Schlingensief seinen Theater-Erfolg an der Berliner Volksbühne für das Radio noch einmal neu: Nämlich die Geschichte zweier Politiker, die sich ihre Meldungen lieber selber machen und mit einer neuen Sonntagszeitung die Welt - vor allem ihre eigene - verbessern wollen. Der Hörspiel-Text ist ein Gleichnis auf Radikalität, Privatheit und Politisierung.

Christoph Schlingensief, Jahrgang 1960, sorgt mit Filmen, Theaterinszenierungen und spektakulären Polit-Aktionen transmedial immer wieder für Aufsehen. Das WDR-Hörspiel "Rosebud" entstand 2002. Im gleichen Jahr erhielt es den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden. Regie führte der Autor selbst. An Schauspielern wirkten Volker Spengler, Martin Wuttke, Bernhard Schütz, Sophie Rois, Margit Carstensen und andere mit.

Duisburg, 12. Mai 2007 - Historischer Kalender zum 12. Mai

"forum intern" und Köhler-Osbahr-Förderpreis
Duisburg. Bei dem Wettbewerb "forum intern" der Niederrheinische Musik- und Kunstschule, beginnend am Samstag, 19. Mai, 12 Uhr, im Opernshop, Düsseldorfer Straße 5-7, können die Musikschüler ihre Leistungen unter Beweis stellen. Bewertet werden nicht nur einzelne instrumentale Darbietungen, sondern auch Ensembleleistungen und Beiträge aus den Bereichen Tanz, Theater und Kunst. "forum intern" dient außerdem dazu, in den instrumentalen und vokalen Sparten eine Vorauswahl für das Wertungsspiel des "Köhler-Osbahr-Förderpreises" zu finden. In diesem Jahr haben sich 32 junge Musiker im Alter zwischen acht und 21 Jahren gemeldet.
In der ersten Veranstaltung am Samstag, 19. Mai, präsentieren sich ausschließlich Teilnehmer der "Studienvorbereitenden Ausbildung und Begabtenförderung". Die anschließenden Konzertabende finden im Hauptgebäude des Instituts, Duissernstraße 16 statt und zum ersten Mal auch in den Musikschulbezirken Hamborn und Rheinhausen. Ein Jurorenteam beurteilt die vorgestellten Darbietungen.
Die Besten der Vorrunde haben dann die Möglichkeit, sich am Donnerstag, 24. Mai, 18 Uhr, um den Förderpreis der Köhler-Osbahr-Stiftung zu bewerben. 80 junge Musiker der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule und der Folkwang Hochschule Duisburg  wurden bislang mit dem Preis ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt insgesamt 8.000 Euro. Für alle Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Weitere Informationen unter 283 2525.

Samstag, 19. Mai, 12 Uhr, Opernshop Duisburg, Düsseldorfer Straße 5-7.
Montag, 21. Mai, 18.30 Uhr, Niederrheinische Musik- und Kunstschule, Duissernstraße16.
Dienstag, 22. Mai, 18.30 Uhr, Bezirksbibliothek Rheinhausen, Händelstraße 6.
Mittwoch, 23. Mai, 18.30 Uhr, Kreuzeskirche Marxloh, Kaiser-FriedrichStraße 33.
Mittwoch, 23. Mai, 18.30 Uhr, NMKS Duissernstraße 16.
Donnerstag, 24. Mai, 18 Uhr, Wertungsspiel Köhler-Osbahr-Förderpreis,
Niederrheinische Musik- und Kunstschule, Duissernstraße16.

Denis Scheck trifft Christoph Peters
Autorenlesung und Gespräch über den Roman "Zimmer im Haus des Krieges"

"Ein Zimmer im Haus des Krieges" heißt Christoph Peters' (Foto li.)2006 erschienener Roman, den er am Montag, 14. Mai, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek vorstellt. Mit dem Autor spricht anschließend der Literaturkritiker Denis Scheck. Mit seinem Erzählband "Kommen und gehen, manchmal bleiben" war Peters bereits bei den Duisburger Akzenten 2002.
Ägypten 1993: Im Gefolge einer Serie fundamentalistischer Attentate, die seit Jahren das Land erschüttern, versucht eine kleine Gruppe islamistischer Terroristen, einen blutigen Anschlag auf den Tempel von Luxor zu verüben. Unter ihnen ist der junge Deutsche Jochen Sawatzky, der zum Islam konvertiert ist und sich dem bewaffneten Kampf gegen die Ungläubigen angeschlossen hat. Doch als die Attentäter den Nil überqueren, geraten sie in einen Hinterhalt von Polizei und Militär. Nur wenige überleben, darunter Sawatzky. "Was mich fasziniert, ist der Gedanke, dass etwas Geistiges eine derartige Kraft haben kann, dass man dafür sein Leben opfert - und gegebenenfalls auch dafür tötet." (Christoph Peters)

Der Autor ist 1966 in Kalkar am Niederrhein geboren. Für seinen 1999 veröffentlichten Debütroman "Stadt Land Fluß" wurde er mit dem "aspekte"-Literaturpreis ausgezeichnet. Peters lebt und arbeitet heute in Berlin. Sein Gesprächspartner, Denis Scheck, ist 1964 in Stuttgart geboren. 1997 begann er als Literaturredakteur im Deutschlandfunk und startete 2003 mit der Moderation der ARD-Sendung "Druckfrisch".
Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet an der Abendkasse fünf Euro bzw. im Vorverkauf an der Erstinformation der Zentralbibliothek vier Euro.

10. Mai 2007

RVR eröffnet HOAG-Trasse zwischen Duisburg und Oberhausen

Bunte Spielfiguren aus Beton säumen den 12 Kilometer langen Rad- und Wanderweg auf der Trasse der ehemaligen Werkbahn der Hüttenwerke Oberhausen Aktien Gesellschaft (HOAG).
Bild: RVR

  

 

Kinderkino der Stadtbibliothek zeigt "Frech wie Krümel"
Der Film "Frech wie Krümel", nach dem Roman von Thoger Birkeland 1991, kommt am Mittwoch, 23. Mai, ins Kinderkino der Stadtbibliothek. Während die 9-Uhr-Vorstellung im Vortragssaal der Zentralbibliothek schon ausgebucht ist, gibt es in der 12-Uhr-Vorführung noch Platz für zwei bis drei Schulklassen der ersten und zweiten Jahrgangsstufe. Anmeldungen nimmt das Schulmedienzentrum der Stadtbibliothek unter 0203/283-6798 entgegen.
Matz Krümelborg, genannt Krümel, lebt mit seinen Eltern und zwei Geschwistern in einer kleinen dänischen Mietwohnung. Weil es bei den Krümelborgs meist etwas laut und chaotisch zugeht, wird die Geduld der Nachbarn in dem hellhörigen Haus ordentlich strapaziert.

TWINS2010 startet neue Internetseite
3. Mai 2007 - Für das Städtepartnerschafts-Projekt TWINS2010 werden ab sofort europaweit die besten Ideen gesucht. Für den grenzüberschreitenden Austauch hat die RUHR.2010 GmbH die Internetplattform www.twins2010.com eingerichtet.

Bei der Präsentation in Essen dabei: Asli Sevindim, Direktorin "Stadt der Kulturen" (links), Oliver Scheytt, Geschäftsführer RUHR.2010 GmbH (Mitte) und Ria Jansenberger, Projektleiterin TWINS2010 (rechts) zusammen mit den RUHR.2010-Mitarbeiterinnen Melanie Kemner und Christina Kemnitz.
Foto: Stadt Essen/Prengel

Berliner Froh-Botschafter im Johanniter -Stift Von Manfred Schneider (Text und Fotos)

Duisburg-Neudorf, 7. März 2007 - Berliner Schnauze mit Herz! – So erlebten die Zuhörer im Johanniter-Stift Neudorf Rolf Ratz, den musikalisch-kabarettistischen Botschafter Alt-Berlins.
Raatz führte nach eigenen Angaben jahrzehntelang ein Doppelleben als Direktor der Nationalbank und Kabarettist. Schon im zarten Kindesalter spielte er, mit seinem Zwillingsbruder Rollen an der Seite von Gustav Fröhlich, Grethe Weiser, Elisabeth Flickenschild.
Später waren es Bühnen- und Fernsehauftritte, z.B. mit Evelin Künneke und den  Zwillingen Alice und Ellen Kessler, sowie Fernsehsendungen mit Michael Schanze, Brigitte Mira, Carmen Nebel u.a..

Mit seinen Liedern und Couplets von Paul Linke, Willi Kollo, Otto Reutter …und natürlich die Erinnerungen an alte kabarettistische Berliner Kleinkunst, von Erich Kästner, Werner Fink und Joachim Ringelnatz, begeisterte Raatz das Publikum mit seinem frechem Berliner Charme.
Am Flügel begleitet wurde er von Musikwissenschaftler und Redakteur der Duisburger Phiharmoniker, Michael Tegethoff, der seine Finger gekonnt über die Tasten gleiten ließ. Langanhaltender Applaus für Beide, war der Lohn für einen wunderschönen Nachmittag im Johanniter-Stift.

Stiftung Köhler-Osbahr: 84 bedeutende Münzen der antiken Stadt Anemurion nun in Duisburg
Von Willi Bütefür (Text und Fotos)

Duisburg, 7. März 2007 - Sicherlich dürften weltweit einige Musen mit etwas Neid nach Duisburg schauen, denn die 84 ausschließlich Bronze-Münzen aus dem 1.Jh. n. Chr. bis Kaiser Gallienus (253 – 268 n. Chr.) umfassende Sammlung ist nach Aussage der Experten die größte ihrer Art weltweit. Bei den zugekauften 84 Münzen handelt es sich um griechische und provinzialrömische Münzen aus der antiken Stadt Anemurion, alle in einem hervorragenden Erhaltungszustand. Die Reste der antiken Stadt liegen an der südlichsten Spitze Kilikiens mit einer geringen Entfernung zu Zypern (Kap Anamur). Dort wurden in den letzten Jahrzehnten die Ausgrabungen von kanadischen Archäologen durchgeführt.

Gestern wurden die Münzen auszugsweise im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg, von dem stellv. Leiter des Museums Ralf Althoff und dem Kilikien-Experten Prof. Dr. Ruprecht Ziegler von der Universität Duisburg-Essen vorgestellt. Der Kulturbereich wurde seitens der Stadt von dem Kulturausschuss-Vorsitzenden Herrn Winfried Boeckhorst, sowie durch die Köhler-Osbahr-Stiftung, vertreten von Brigitte Findeisen vertreten.

Der Leim vom Einband kaum trocken, präsentierte heute Ralf Althoff  (Foto) auch schon stolz den neuen Katalog der Sammlung Köhler-Osbahr, Band III/2, mit dem Titel „Griechische Münzen und ihr Umfeld. Kleinasien mit Syria, Mesopotania und Arabia“. Das Buch ist für ca. 40€ im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg erhältlich.

Kilikien, Stadt Anemurion, Antiochos IV. (38-72 n. Chr.) König von Commagene

lotape, Frau des Antiochos IV.
Lucius Verus (161-169 n. Chr.) , Röm. Kaiser Rückseite Artemis mit Bogen und Reh
Rückseite Perseus mit Harpae vom Haupt der Medusa Vorderseite Maximinus (235-238 n. Chr.) Röm. Kaiser

Fotos der Münzen vom "Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg"

Vortrag von Helmut C. Jacobs in der Zentralbibliothek: "Der Schlaf der Vernunft"
In Kooperation mit dem Verein für Literatur und Kunst und der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Duisburg stellt Helmut C. Jacobs am Mittwoch, 14. März, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek das Buch "Der Schlaf der Vernunft" vor und referiert mit Bildbeispielen über "Goyas Capricho 43 in Bildkunst, Literatur und Musik". Der Eintritt beträgt fünf Euro an der Abendkasse bzw. vier im Vorverkauf. Mitglieder des Vereins und der DFG haben freien Eintritt.

Zu Goyas wichtigsten Werken zählen die 1799 erschienenen 80 Radierungen "Caprichos", dessen bekanntestes Blatt "Capricho 43" ist. Nicht zuletzt aufgrund seiner Bildlegende "Der Schlaf" oder "Der Traum der Vernunft gebiert Ungeheuer" ist es eines der am meisten gedeuteten Kunstwerke der spanischen Kultur. Der Vortrag bietet neue Einblicke in Struktur, Inhalt und Kontexte von "Capricho 43" und in seine umfassende internationale Rezeption in den bildenden Künsten, in Literatur und Musik. Ein besonderer Aspekt wird die Rezeption durch die französischen Romantiker sein, zumal Goya die letzten Lebensjahre im Exil in Bordeaux verbrachte.

Jacobs, geboren 1957 in Bonn, hat dort und in Toulouse Germanistik und Romanistik studiert. Seit 1997 ist er Professor für Romanistik/Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Französisch und Spanisch an der Universität Duisburg-Essen.