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Archiv Juli - Aug 2008

 

Künstlergespräch mit Luka Fineisen: „Intervention“
Mit Andreas Benedict - Eintritt: 6 / 3 EUR

Duisburg, 27. August 2008 - An diesem Sonntag findet im Lehmbruck Museum ein Künstlergespräch mit der Lehmbruck-Stipendiatin Luka Fineisen, die in Duisburg und Köln lebt, statt. Besucher haben so die Gelegenheit, mit der Künstlerin über ihre „Intervention“ zu diskutieren, die seit dem 17. August in verschiedenen Räumen zu sehen ist.
In der Glashalle, dem Anbau und der Straßengalerie befindet sich je eine Hörstation. Der Besucher, der sich die Kopfhörer aufsetzt, vernimmt die Stimme der Künstlerin: Sie geht auf die Ausstellungsstücke ein, wobei sie den Betrachter bzw. Zuhörer durch sinnliche oder körperbezogene Schilderungen der pragmatischen Ausstellungssituation zu entheben sucht. Luka Fineisen: „Ich kann auf diese Weise frei intervenieren, ohne den ausgestellten Arbeiten, vor denen ich großen Respekt habe, zu nahe zu treten.“ Ihre „kleinen Geschichten“ vermitteln dabei Prinzipien ihrer eigenen künstlerischen Wahrnehmung, die den prozesshaften und ephemeren Aspekt ihrer Arbeit bestimmen.

Das Gespräch mit Luka Fineisen ist das dritte und letzte in der Reihe „Lehmbruck-Stipendiaten 2007-2009 stellen vor“, bei der die Stipendiaten zur Halbzeit ihres Stipendiums zu einer Zwischenpräsentation mit anschließendem Künstlergespräch eingeladen wurden. Andreas Benedict, Leiter der Kunstvermittlung im Lehmbruck Museum, freut sich über das große Interesse der Museumsbesucher: „Das Publikum schätzt besonders den direkten Kontakt zum Künstler.“
Wer die Gelegenheit hatte, die Wilhelm Lehmbruck-Stipendiaten während ihrer „Interventionen“ kennen zu lernen, erhält ab Mai 2009 erneut Gelegenheit, sich mit dem Werk der Künstler auseinander zu setzen - dann beschließen die drei Stipendiaten mit einer gemeinsamen Ausstellung im Lehmbruck Museum ihre Zeit in Duisburg.
 Luka Fineisen, Menue im Pumpensumpf, 2005, Foto: Künstlerin

Das Theater Duisburg sucht Dich, wenn Du zwischen 17 und 23 Jahre alt bist und Spaß am aktiven Theaterspiel hast.

Duisburg, 25. August 2008 - Der Spieltrieb Jugendclub im Theater Duisburg veranstaltet am kommenden Wochenende, 30. und 31. August, sein zweites Kennenlern- Wochenende für die Produktion. Der trojanische Krieg findet nicht statt. In diesem, seinem vielleicht pessimistischsten Drama, prangert Jean Giraudoux hohlen Patriotismus und falsches Pathos an, die wieder einmal über Vernunft und Diplomatie siegen. Kassandra ist sich sicher: Der Krieg kommt. Dass ihr Bruder, der trojanische Prinz Paris, die spartanische Königin Helena geraubt hat, werden die Griechen nicht verzeihen. Hektor ist des Kämpfens müde. Gerade erst kehrt er als siegreicher Feldherr nach Troja zurück, da steht das nächste Blutvergießen ins Haus. Ganz Troja ist von Helenas Schönheit begeistert. Sollen die Griechen nur kommen. Man wird es ihnen schon zeigen. Doch Hektor ist gewillt die Sache unblutig beizulegen und die Pforte des Krieges zu schließen. Mit diplomatischem Geschick und kluger Hartnäckigkeit versucht er das Unmögliche: den Krieg zu verhindern.

Spieltrieb wird sich Giraudoux berühmten, pointierten Antikriegsdrama mit einer besonderen Form, der Verbindung von Schauspiel und Puppenspiel, nähern. Die Leitung hat Michael Steindl, Künstlerischer Leiter Schauspiel am Theater Duisburg. Die Puppen und das Puppenspiel-Training steuert Dieter Malzacher. Die Premiere des Stückes ist für den 16.01.2009 vorgesehen. Wer mitmachen möchte, muss auch auf eine Intensivprobenphase in den Weihnachtsferien vorbereitet sein.

Einen ersten Einblick in die Probenabläufe bietet das Kennenlernwochenende, an dem an beiden Tagen von 11.00 - 17.00 Uhr gemeinsam trainiert und improvisiert wird. Mitzubringen ist bequeme Kleidung sowie Verpflegung und Getränke. Treffpunkt ist Samstag, 11:00 Uhr unter den Säulen am Haupteingang des Duisburger Theaters. Weitere Infos bei Britta Fehlberg unter Tel. 0203 3009242.?

Duisburger Philharmoniker aus der Sommerpause zurück
Zeichnungen und Fotographien von Cornelia Schweinoch-Kröning

Duisburger Philharmoniker aus der Sommerpause zurück
Duisburg, 25. August 2008  - Mit Meisterwerken der deutschen und tschechischen Romantik melden sich die Duisburger Philharmoniker aus der Sommerpause zurück. Heiter und tanzbeschwinkt, sonnenhell und lichtdurchflutet präsentiert sich das Programm des ersten Philharmonischen Konzerts am Mittwoch, dem 27. August, und Donnerstag, dem 28. August um 20 Uhr in der Mercatorhalle Duisburg im CityPalais.
Mit seiner "Akademischen Festouvertüre" hatte sich Johannes Brahms im Jahre 1880 eigentlich nur artig für die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Breslau bedanken wollen. Was er selbst bescheiden als "lustiges Potpourri von Studentenliedern á la Suppé" charakterisierte, ist in Wahrheit ein kleines orchestrales Juwel. Ebenso unwiderstehlich in ihrem rustikalen böhmischen Charme ist die Ouvertüre zu Smetanas "Verkaufter Braut", die als kunstvoll konstruierte Fuge beginnt und sich unversehens in eine rauschende Volkstfeststimmung hineintanzt.
Während Smetana stilistisch eher zu den "Neudeutschen" um Liszt und Wagner tendierte, stand Antonin Dvorak sicher auf den breiten Schultern seines Mentors Johannes Brahms. Dieser Einfluß ist auch in Dvoraks ausgesprochen sinfonisch konzipiertem Klavierkonzert g-Moll deutlich zu vernehmen. Das 1876 vollendete Werk steht immer ein wenig im Schatten der großen romantischen Bravourstücke, denen es mit seinem solistischen Glanz und seiner subtilen Dialogtechnik durchaus ebenbürtig ist. Idealer Anwalt des hochvirtuosen Werkes ist der ukrainische Pianist Boris Bloch, der seit 1985 als Professor an der Folkwang Hochschule Essen - Duisburg lehrt. Als eindrucksvolles Schlußstück des sinnig konzipierten Programms erklingt die Sinfonietta (1926) des mährischen Meisters Léos Janacek. Das fünfsätzige Werk, umrahmt von strahlenden Trompetenfanfaren, ist eine bewegende Huldigung an die Stadt Brünn, in der Janacek fast sein gesamtes schöpferisches Leben verbrachte.

Zeichnungen und Fotographien von Cornelia Schweinoch-Kröning
Das Institut für Aus- und Fortbildung der Stadt Duisburg auf der Lüderitzalle 29 in Buchholz (ganz in der Nähe des Bezirksamtes Süd) zeigt ab dem 29. August in seiner neuesten Ausstellung im Foyer Zeichnungen und Fotographien von Cornelia Schweinoch-Kröning.
Schweinoch - Kröning wurde 1955 in Duisburg geboren. 1974 bis 1979 studierte sie an der Kunstakademie Düsseldorf und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit dieser Zeit ist sie auch immer wieder in Ausstellungen präsent. Seit 1982 übt sie eine Lehrtätigkeit aus; seit 20087 ist sie Sprecherin der freien, nicht gruppengebundenen Duisburger Künstler.
Fotographien und Zeichnungen auf Graphit gibt es zu sehen; "Baum, Zwerg & Frosch" lautet der Titel der Ausstellung. Seit gut 10 Jahren gibt es regelmäßig Ausstellungen in den Räumlichkeiten des Instituts; "die Besucher vermissen was, wenn es mal keine Ausstellung gibt," berichtet der stellvertretende Institutsleiter Uwe Stemmler. "Der Frosch ist eine Projektionsfläche menschlicher Stärken und Schwächen," berichtet die Künstlerin. "Und der Baum interessiert mich schon lange." Die kleine Ausstellung ist zu den gewohnten Öffnungszeiten des Instituts zu besichtigen. Ein Eintritt wird nicht erhoben. Andreas Rüdig

Duisburger Philharmoniker starten Konzertsaison
Darlington dirigiert Brahms und tschechische Musik

Duisburg, 22. August 2008 - Mit Meisterwerken der deutschen und tschechischen Romantik melden sich die Duisburger Philharmoniker aus der Sommerpause zurück. So ganz abgestreift haben die Musiker und GMD Jonathan Darlington den Sommer freilich noch nicht: Heiter und tanzbeschwingt, sonnenhell und lichtdurchflutet präsentiert sich das Programm des ersten Philharmonischen Konzerts am Mittwoch 27. und Donnerstag 28. August um 20 Uhr in der Mercatorhalle Duisburg im CityPalais.
Mit seiner "Akademischen Festouvertüre" hatte sich Johannes Brahms im Jahre 1880 eigentlich nur artig für die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Breslau bedanken wollen. Was er selbst bescheiden als "lustiges Potpourri von Studentenliedern à la Suppé" charakterisierte, ist in Wahrheit ein kleines orchestrales Juwel, in dem anspringende Jugendfrische und reife kompositorische Meisterschaft eine überaus glückliche Verbindung eingehen. Ebenso unwiderstehlich in ihrem rustikalen böhmischen Charme ist die Ouvertüre zu Bedřich Smetanas "Verkaufter Braut", die als kunstvoll konstruierte Fuge beginnt und sich unversehens in eine rauschende Volksfeststimmung hineintanzt.

Während Smetana stilistisch eher zu den "Neudeutschen" um Liszt und Wagner tendierte, stand Antonín Dvořák sicher auf den breiten Schultern seines Mentors Johannes Brahms. Dieser Einfluss ist auch in Dvořáks ausgesprochen sinfonisch konzipiertem Klavierkonzert g-Moll deutlich zu vernehmen. Das 1876 vollendete Werk steht immer ein wenig im Schatten der großen romantischen Bravourstücke, denen es mit seinem solistischen Glanz und seiner subtilen Dialogtechnik durchaus ebenbürtig ist. Idealer Anwalt des hochvirtuosen Werkes ist der ukrainische Pianist Boris Bloch, der seit 1985 als Professor an der Folkwang Hochschule Essen-Duisburg lehrt. Als eindrucksvolles Schlussstück des sinnig konzipierten Programms erklingt die Sinfonietta (1926) des mährischen Meisters Léos Janáček. Das fünfsätzige Werk, umrahmt von strahlenden Trompetenfanfaren, ist eine bewegende Huldigung an die Stadt Brünn, in der Janáček fast sein gesamtes schöpferisches Leben verbrachte.
Die Karten für das erste Philharmonische Konzert kosten zwischen 8 und 30 Euro und sind u.a. im Servicebüro im Theater Duisburg unter der Telefonnummer 02 03 / 3009 100 oder im Opernshop Duisburg unter Telefon 02 03 / 57 06 850 zu bekommen.

Luka Fineisen: „Intervention“: Lehmbruck-Stipendiaten 2007-2009 stellen vor
Ausstellung der Cubus-Kunsthalle

Duisburg, 18. August - Nach Dragan Lovrinovic und Jáchym Fleig ist Luka Fineisen die dritte und letzte Wilhelm Lehmbruck-Stipendiatin der Stadt Duisburg, die ein Konzept für eine Zwischenpräsentation erarbeitet hat. Ab dem 17. August 2008 ist ihre „Intervention“ zu sehen, mit der sie in einen Dialog mit der Sammlung des Museums tritt.
In drei verschiedenen Räumen des Museums, der Glashalle, der Straßengalerie und dem Neubau, befindet sich je eine Hörstation, bestehend aus einem Sockel, auf dem ein Kopfhörer liegt. Den Ton zu dieser Audio-Installation liefert die Stimme der Künstlerin selber: Sie vermittelt ihre eigene künstlerische Wahrnehmung einiger Werke und Aspekte des Raumes, die sich dem Betrachter von der jeweiligen Hörstation aus bieten. Äußerlich Wahrgenommenes scheint sich dabei unter dem Einfluss sinnlicher oder psychologischer Wahrnehmung zu verändern; gleichzeitig geben ihre „kleinen Geschichten“ dem Zuhörer Gelegenheit, sich von pragmatischen Bindungen der Außenwelt zu lösen, bestehen sie nun aus Schwerkraft, Kosten oder Brandschutzverordnungen.
Luka Fineisen: „Ich kann auf diese Weise frei intervenieren, ohne den ausgestellten Arbeiten, vor denen ich großen Respekt habe, zu nahe zu treten.“

Am 31. August, dem letzten Tag der Intervention, bietet sich Besuchern des Lehmbruck Museums die Gelegenheit, mit Luka Fineisen, die in Duisburg und Köln lebt, sowie Andreas Benedict (Lehmbruck Museum) über ihre „Intervention“ zu sprechen. : Luka Fineisen, Foto: Künstlerin.

Ausstellung der Cubus-Kunsthalle
"Ulrich Behl beweist, dass das scheinbar abgeerntete Feld konkreter Formengeometrie immer dann luzide Früchte hervorbringt, wenn ein schöpferischer Künstler sich von neuem fesseln lässt von deren kristallinischer Magie. Die Magie konkret-geometrischer Kunst beruht auf der Behauptung einer Utopie, in der jedem Teil ein sinnvoller Platz innerhalb eines unendlich variablen, dennoch sich logisch entwickelnden rationalen Systems zugewiesen ist. Dieser Platz ist deshalb sinnvoll, weil er in nunce die höhere Ordnung des Systems schon verkörpert.
Behl spürt in seinem gezeichneten Werk diesen Zusammenhängen nach mit Sensibilität für Schwärzen und Schattenverläufe, für die Auflösung hermetischer Grundformen in tänzerische Bewegungen, für die Durchdringung und Überlagerung von Flächen, die einander nicht verdecken, sondern die diese Verschiebungen und Verschachtelungen unbedingt sichtbar machen. Als Plastiker, als Raumkünstler setzt er alles daran, den mathematisch-strengen plastischen Körper so folgerichtig zu entwickeln, daß er entweder als schwebendes transparentes Gebilde mit dünner Haut über einem Trägerskelett sich membranhaft dem Umraum öffnet oder als fester Kristallisationspunkt in den Raum ausstrahlt.
Dabei sind die Materialien, mit denen Behl arbeitet, überaus empfindlich: Papier, Pappe, Holz als Trägermaterial, Plexiglas zumeist als schützende Hülle. Schon vom Material her trumpfen die Objekte also nicht auf. Sie möchten nicht dominieren, Aufmerksamkeit nicht an sich reißen. Sie setzen vielmehr verletzlich und zart dem Umraum sanfte, dennoch unübersehbare Zentren. Sie öffnen sich diaphan als Raumschleusen oder versenden als geschlossene Formenformation wie die Unruhe einer Uhr in den Raum Signale eines ordnungsstiftenden Alphabets. An dem Schnitt, der systematischen Ordnungswillen von chaotischer Unordnung trennt und scheidet, drängt das ganz Andere an, so wie im monotonen Takt einer Gebetsmühle plötzlich das Untererwarte erscheint. Insofern weist der Membrancharakter der Objekte auf eine mystische Dimension, die zum Geheimnis von konkret-geometrischer Kunst legitim gehört. Dass Ulrich Behl auf seinem eigenwilligen Weg zu diesen Grenzüberschreitungen gelangt ist, verdankt er seiner Disziplin, seiner schöpferischen Konsequenz," berichtet die Einladung.
"Im Westen nichts Neues". Dieser Buchtitel von Erich Maria Remarque passt zu dieser Ausstellung sehr gut. Weiße Plastiken aus Holz / Farbe / Papier / Plexiglas ist hier genauso vertreten wie Collagen, Bleistiftzeichnungen und Fotographien.
Ulrich Behl wurde 1939 in Arnswalde / Pommern geboren. 1945 wurde er nach Niedersachsen vertrieben und machte 1961 sein Abitur in Hannover. Im selben Jahr begann er sein Studium (bis 1964) an der Pädagogischen Hochschule in Alefeld / Leine, vornehmlich bei dem Bauhauskünstler Kurt Schwerdtfeger. 1967 - 1969 folgt ein Studium an der Werkkunstschule in Hannover bei Raimund Girke und Rolf Hartung, 1971 - 1975 ein Studium der Kunstgeschichte im Hauptfach an der CAU - Universität Kiel. Sämtliche Studien seit dem Gymnasium werden immer vom Fach "Philosophie" begleitet. Die Lehrtätigkeit begleitet häufig die eigenen Studiengänge. So arbeitet Behl 1964 - 1971 im Schuldienst von Niedersachsen. Daß die ehemalige Hochsprung - Olympiasiegerin Heike Henkel zu seinen Schülerinnen gehörte, sei hier nur am Rande erwähnt. 1971 - 1979 ist Behl hauptberuflicher Dozent für Kunst und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Kiel; darüber hinaus ist er in er Lehrerfortbildung und hauptberuflich in der Erwachsenenbildung tätig. Seine künstlerisch Hauptarbeitsgebiete? Seit 1962 geht es ihm um strukturelle und serielle Gestaltung im gegenstandslosen Bereich. Handzeichnungen (Bleistifte / Farbstifte), Lithographie, Materialobjekte sowie Stoff- und Papierbespannungen kommen hinzu. Seit 1964 beteiligt sich Behl an Ausstellungen. Die schwingende Installation "Situation ARTELAGUNA, Venedig 1995" ist beispielsweise auf der Biennale in Venedig zu sehen. Man muss schon sehr moderne Kunst mögen, um die ausgestellte Kunst zu schätzen. Mal abgesehen davon, dass sie sehr teuer ist. Andreas Rüdig

Mappenausstellung in der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule
Die Vorlage einer Mappe mit Skizzen und Zeichnungen ebnet den Weg zu einem der begehrten Studienplätze an Kunsthochschulen. Die Niederrheinische Musik- und Kunstschule bietet seit vielen Jahren studienvorbereitende Mappenkurse an. Einige dieser Arbeiten werden jetzt in der Ausstellung "Mappe machen VII" im Eingangsbereich des Instituts auf der Duissernstraße 16 gezeigt, die am Montag, 1. September, um 17 Uhr eröffnet wird. Sieben Kunststudenten präsentieren bis zum 5. November, montags bis freitags, von 10 bis 20 Uhr, ihre erfolgreich angenommenen Mappen. Neben Illustrationen, Zeichnungen oder Collagen bietet die Ausstellung einen interessanten Einblick über die Anforderungen, die für die Aufnahme eines künstlerischen Studiengangs erwartet werden.

Digitale Raumkunst - Inszenierung von Skulptur und Licht - Sonntagsführung

Duisburg, 14. August 2008 - Duisburg. Sonntag, 17. August, 11.30 Uhr Mit Gottlieb Leinz Eintritt: 6,- / 3,-
An diesem Sonntag lädt das Lehmbruck Museum interessierte Besucher zu einem Rundgang durch die Ausstellung Digitale Raumkunst (noch bis zum 14. September) ein, bei der thematisch die Inszenierung von Skulptur und Licht innerhalb der Kunstwerke in den Blick genommen werden soll.
Gottlieb Leinz, Kurator der Ausstellung, wird im Gespräch mit den Ausstellungsbesuchern dabei insbesondere die Werke von Jaume Plensa, Mischa Kuball und Pietro Sanguineti erläutern, die jeweils auf spezifische Weise skulpturale Elemente mit dem Ausdruck und der Wirkung von Licht kombinieren.
Während der Führung werden diese rein künstlerischen Werke mit den Arbeiten zeitgenössischer Architekten in Verbindung gebracht. Die "Architektur der Nacht", also farbig beleuchtete Architekturen, prägen in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher die Gestaltung von Städten. Gottlieb Leinz wird im Rundgang auf die Tradition dieses Ausdrucksmittels eingehen und die ästhetischen Strategien der Architekten und bildenden Künstler miteinander vergleichen, um der spannenden Frage nachzugehen, wo Unterschiede, aber auch vor allem Gemeinsamkeiten der "Digitalen Raumkunst" zu finden sind.

Die Ausstellung im Wechselausstellungsraum des Lehmbruck Museums, die im Mai im Rahmen der Duisburger Akzente eröffnet wurde, ist noch bis zum 14. September zu sehen. An diesem Wochenende findet zur Finissage der Ausstellung (gleichzeitig Tag des offenen Denkmals) eine Gesprächsrunde mit dem Architekten Carl Christian Wentzel und Rolf Fehr von der Innenstadt Entwicklungsgesellschaft statt. (Sonntag, 14. September, 11.30 Uhr in der Ausstellung).

 

Das Jugendorchester Duisburg spielt ein "Konzert Voll Liebe"
Zeitreisen durch die Schifffahrts-Geschichte

EIN KONZERT VOLL LIEBE

Duisburg, 12. August 2008 - Nach dem grandiosen Erfolg in der Gebläsehalle vor ausverkaufter Kulisse nun erneut zu sehen:
Am 06.09.2008 um 19:30 Uhr in der Rheinhausen-Halle Beethovenstr. 20 - 47226 Duisburg-Rheinhausen
Musikalische Leitung: Benjamin Reiners.
In diesem aufwendig inszenierten Konzert findet die Liebe nicht nur in symphonischer Musik sondern auch in Theater, Tanz und Film ihren Ausdruck. Das Jugendorchester Duisburg, das sich mit seinen inszenierten Konzerten bereits in der internationalen Fachpresse einen Namen gemacht hat, arbeitet auch in diesem Konzert mit Sängern und Schauspielern zusammen. 

Auf dem musikalischen Programm stehen neben symphonischen Werken von Tschaikowsky, Mahler und Wagner unter anderem auch Ausschnitte aus der Zauberflöte von Mozart, aus “Romeo und Julia“ von Prokovjeff und der „West Side Story“ von Bernstein. Das Jugendorchester Duisburg, das in diesem Konzert auch als Chor mit einigen Liebesliederwalzern von Johannes Brahms zu hören sein wird, musiziert unter der Leitung seines Chefdirigenten Benjamin Reiners. Als Gaststar wird der aus Funk und Fernsehen bekannte Duisburger Sänger Benni Martell im Konzert auftreten.

Zeitreisen durch die Schifffahrts-Geschichte: Vom Einbaum zum Containerschiff
Zu einer öffentlichen Führung lädt das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort, am Sonntag, 17. August, um 15 Uhr ein. Eine Voranmeldung für die Zeitreisen durch die Schifffahrtsgeschichte ist nicht erforderlich. Die Teilnahme kostet einen Euro, zusätzlich zum Eintrittspreis.
Seit Urzeiten nutzen die Menschen das Wasser zur Fortbewegung. Über Tausende von Jahren wurden die Schiffe im Landesinneren mit Muskelkraft von Menschen und Tieren vorwärts bewegt. Im 19. Jahrhundert kam der Dampfantrieb. Die modernen Binnenschiffe fahren mit Dieselmotoren. Über die Jahrhunderte wandelten sich auch die Baumaterialien und die transportierten Lasten. Wenig scheint der Einbaum aus vorchristlicher Epoche mit einem Containerschiff aus heutiger Zeit gemeinsam zu haben. Oder doch etwas? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten interessierte Besucher im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt. Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Apostelstraße 84, 47119 Duisburg-Ruhrort, Tel. (0203) 808890, www.binnenschifffahrtsmuseum.de.

Pauluskirche : Großes Abschlusskonzert mit 90 jungen Musikern aus England
Werke von Bernstein und die Harry Potter Symphonic Suite

Finale in der Pauluskirche
Großes Abschlusskonzert mit 90 jungen Musikern aus England. Ein beeindruckender Höhepunkt im Kulturprogramm des Duisburger Salon und der Evangelischen Gemeinde Duisburg Hochfeld in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg wird das Konzert mit 90 jungen Musikern aus England am 28. Juli (Einlass 19.00 Uhr) in der Pauluskirche.
Zu Gast in Hochfeld : Die "Sailsbury Area Young Musicians" aus Berkshire (England). Musizierende im Alter von 14-18 erwarten uns in der Pauluskirche zu einem bunt gemischten Musikgenuss.


Unter der Leitung von Robert Priestley wird neben dem klassischen Sinfonieorchester die SAYM Senior Wind Band, eine Kombination aus Holz- und Blechbläsern, Werke von Bernstein und die Harry Potter Symphonic Suite vortragen. Spannend ist auch das Repertoire der jungen Jazzer von Standard Jazz über Swing bis Rock und Funk. Wir sind neugierig auf die Mischung aus Pirates of the Carribean, auf Brahms Ouvertüren, bekannte James Bond Titel und Rossinis Italian Girl in Algiers.


Zur Einstimmung auf den Abend gibt es zwischen 16.30 und 17.30 Uhr Jazz auf dem Kirchplatz.

Seit dem Bau der Pauluskirche vor über 100 Jahren ist es das erste Mal, dass sich hier so viele Musiker zu einem Konzert in der Kirche einfinden. SAYM lädt uns zum Abschlusskonzert der Tournee rund um ihre Partnerstadt Xanten ein.

Großes Abschlusskonzert in der Pauluskirche  Ort: Pauluskirche Duisburg-Hochfeld | Zukunftsstadtteil
Datum: Montag 28. Juli 2008 (Konzertbeginn pünktlich um 19.30 Uhr)
Einlass: 19.00 Uhr - Eintritt: frei, Spenden sind willkommen
Zur Einstimmung: Jazz auf dem Kirchplatz
Ort: Pauluskirchplatz - Datum: Montag 28. Juli 2008 - Beginn: 16.30 Uhr
Veranstalter: Ev. Gemeinde Duisburg-Hochfeld; Duisburger Salon e.V.; mit Unterstützung durch die Stadt Duisburg (Dezernat III, SchulKulturKontaktstelle) und Zukunftsstadtteil e.V.

Künstlergespräch mit Marie-Charlotte Hoffmann und Christof Hartmann:
 „Archive für Genauigkeit und Seele“

Sonntag, 27. Juli, 11.30 Uhr - Eintritt: 6,- / 3,- Euro - Mit Gottlieb Leinz

Duisburg, 22. Juli 2008 - Im Lehmbruck Museum kreist ein Laserscanner. Das Künstlergespräch am Sonntag widmet sich den „Archiven für Genauigkeit und Seele“ von Marie-Charlotte Hoffmann und Christof Hartmann. Die Ausstellung „Digitale Raumkunst“ ist noch bis zum 14. September zu sehen.
Am Sonntag, den 27. Juli, sind Besucher des Lehmbruck Museums eingeladen, am Künstlergespräch des Kurators Gottlieb Leinz mit Marie-Charlotte Hoffmann und Christof Hartmann teilzunehmen und im gemeinsamen Dialog die Installation „Archive für Genauigkeit und Seele“ kennen zu lernen.
Im Zentrum des Raumes installierten die Düsseldorfer Künstler einen 3D-Laserscanner, der sich in die Rauminstallation aus architektonischen Raumelementen und figurativen Betonskulpturen einfügt. „Archive für Genauigkeit und Seele“ nennen die Künstler ihre Arbeit, bei der auch die Besucher mit einbezogen werden: Der Scanner tastet Skulpturen und Betrachter gleichermaßen ab und rekonstruiert die gesamte Szenerie als projizierte „Punktwolke“ an der Wand – die Erweiterung des realen in den virtuellen Raum lässt sich hier unmittelbar erfahren.
Die so entstehende flüchtige Berührung des „analogen“ mit dem „digitalen“ Raum wurde nur möglich durch den Einsatz modernster Computertechnologie. Das digitale Herzstück der Installation (eigentlich ein Verfahren zur Raumvermessung) wurdegemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) entwickelt. Auch der technische und wissenschaftliche Hintergrund der Installation wird mit einem Vertreter des Fraunhofer Instituts Thema des Gesprächs sein.
 

Marie-Charlotte Hoffmann und Christof Hartmann, Archive für Genauigkeit und Seele, Installation in der Ausstellung „Digitale Raumkunst“, 2008, Foto und ©: Künstler)

Künstlergespräch mit Dragan Lovrinovic:„Wenn Förderung ist, ist eigentlich Vollgas“
Zeitreisen durch die Schifffahrts-Geschichte - Vom Einbaum zum Containerschiff  

Sonntag, 20. Juli, 11.30 Uhr - Eintritt: 6,- / 3,- Euro - Mit Andreas Benedict

Duisburg, 16. Juli 2008 - Seit dem 6. Juli stoßen die Besucher des Lehmbruck Museums auf die Zwischenpräsentation des in Bosnien-Herzegowina geborenen Dragan Lovrinovic. Die Intervention bildet den Anfang der Reihe „Lehmbruck-Stipendiaten 2007-2009 stellen vor“. Jede Präsentation der drei Stipendiaten wird begleitet von einem Künstlergespräch in der Ausstellung.
In der großen Glashalle steht das Objekt „annuit coeptis": ein alter PKW-Anhänger wurde umgebaut und mit einem Rednerpult zu einem modernen Streitwagen gepaart. Das Pult ist mit Blei überzogen und auf der Vorderseite mit hunderten kleinen Nägeln versehen, die das amerikanische Staatswappen nachbilden. Als „Staatskarosse“ bezeichnet der Künstler dieses Objekt.
In einer anderen Arbeit setzt sich Lovrinovic mit dem Kriegsgeschehen im ehemaligen Jugoslawien auseinander. „Jozo + 8“ zeigt ein blutverschmiertes T-Shirt in einem weißen Rahmen. „Das T-Shirt ist von der Familie meiner Tante in Vitez/Bosnien aufgelegt worden. Am 28.06.2003 fand in Vitez ein großes Basketballturnier zur Erinnerung an meinen Cousin Jozo Bosnjak und 8 Kindern aus Vitez statt. Jozo und die acht Kinder sind zu Beginn des Krieges in Bosnien ums Leben gekommen“, beschriebt Lovrinovic den Hintergrund dieser Arbeit.

„King size“ schließlich, ein verfremdeter Rollstuhl, reiht sich in die Sammlung moderner Skulptur im Anbau des Museums ein und tritt mit ihr in einen Dialog. Der Stuhl, dessen Sitzfläche verkleinert wurde, macht es unmöglich, auf ihm Platz zu nehmen – nicht zuletzt durch den spitzen Dorn auf der Sitzfläche.
Beim Künstlergespräch am Sonntag, den 20. Juli, erhalten die Besucher Einblick in das Werk Lovrinovics. Andreas Benedict erläutet gemeinsam mit dem Künstler die jüngst entstandenen Arbeiten und wird auch auf den Titel der Intervention eingehen: „Wenn Förderung ist, ist eigentlich Vollgas“.

In der Reihe „Lehmbruck-Stipendiaten 2007-2009 stellen vor“ finden noch zwei weitere Präsentationen statt.
31. Juli bis 14. August
Lehmbruck Stipendiaten 2007-2009 stellen vor: Jáchym Fleig
Künstlergespräch am Sonntag, 3. August, 11.30 Uhr: „Anlage“

17. bis 31. August
Lehmbruck Stipendiaten 2007-2009 stellen vor: Luka Fineisen
Künstlergespräch am Sonntag, 31. August, 11.30 Uhr: „Intervention“

Das Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium wird in Erinnerung an den Duisburger Bildhauer Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) seit 1976 in einem Turnus von zwei Jahren von der Stadt Duisburg vergeben. Die Stipendiaten der Jahre 2007-2009 (Luka Fineisen, Jáchym Fleig und Dragan Lovrinovic) bewohnen seit August 2007 Ateliers im historischen Dreigiebelhaus in der Duisburger Innenstadt. Für ihre Arbeit stehen ihnen zusätzlich großzügige Arbeitsräume in der Alten Schreinerei der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann GmbH (HKM) zur Verfügung.
Zum Abschluss des Stipendiums findet jeweils eine gemeinsame große Wechselausstellung der Künstler im Lehmbruck Museum statt (Frühjahr 2009).
(Abbildungen: Dragan Lovrinovic, Jozo + 8, Foto und © Künstler)

Zeitreisen durch die Schifffahrts-Geschichte
Vom Einbaum zum Containerschiff
Zu einer öffentlichen Führung lädt das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort, am Sonntag, 20. Juli, um 15 Uhr ein. Eine Voranmeldung für die Zeitreisen durch die Schifffahrtsgeschichte ist nicht erforderlich. Die Teilnahme kostet einen Euro, zusätzlich zum Eintrittspreis.
Seit Urzeiten nutzen die Menschen das Wasser zur Fortbewegung. Über Tausende von Jahren wurden die Schiffe im Landesinneren mit Muskelkraft von Menschen und Tieren vorwärts bewegt. Im 19. Jahrhundert kam der Dampfantrieb. Die modernen Binnenschiffe fahren mit Dieselmotoren. Über die Jahrhunderte wandelten sich auch die Baumaterialien und die transportierten Lasten. Wenig scheint der Einbaum aus vorchristlicher Epoche mit einem Containerschiff aus heutiger Zeit gemeinsam zu haben. Oder doch etwas? Antworten auf diese und weitere Fragen können interessierte Besucher am kommenden Sonntag ab 15 Uhr stellen. Dann nämlich lädt das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt zu öffentlichen Führungen ein.
Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Apostelstraße 84, 47119 Duisburg-Ruhrort,
Tel. (0203) 808890, www.binnenschifffahrtsmuseum.de.

Der Anfang einer musikalischen Freundschaft
Oboen-Trio der Duisburger Philharmoniker unterrichtete in Honduras

Duisburg, 9. Juli 2008 - Duisburg. Die im Februar begründete Partnerschaft mit San Pedro Sula in Honduras trägt Früchte: in der vergangenen Woche entsandte Kulturdezernent Karl Janssen eine vierköpfige Delegation aus Duisburg in die Partnerstadt in Mittelamerika. Drei Musiker der Duisburger Philharmoniker,die Oboisten Dalia el Guindi und Martin Schie sowie der Fagottist Jens-Hinrich Thomsen waren in Begleitung von Edith Ohletz vom Amt für Internationale Kontakte der Einladung gefolgt, auf der "feria juniana",dem traditionellen vierwöchigen Volksfest der zweitgrössten Stadt des Landes, einen Beitrag ihrer Heimat einzubringen.

So standen ein zweitägiger workshop an der "Escuela de Musica Vitoriano Lopez" sowie zwei Konzerte auf dem Programm. "Wir konnten die Oboen- und Fagottklasse der Musikschule mit unserem Besuch einen grossen Schritt voranbringen, indem wir Noten, die dort überaus schwer zu bekommen sind, aber vor allem Werkzeug, Material und das Knowhow für die Herstellung von Mundstücken, den so genannten Rohren, weitergaben. Bisher haben sich mehrere Schüler ein Rohr geteilt. Jetzt sind sie für die nächsten Jahre mit Mundstücken eingedeckt. Die Dankbarkeit der Schüler, aber auch der Lehrer war beeindruckend", berichtet Martin Schie. "Der Stellenwert europäischer klassischer Musik war gemessen an unserer Erwartung, ungeheuer groß" erzählen Dalia el Guindi und und Jens Hinrich Thomsen. "
Der Vermittlung der entsprechenden Interpretation aus erster Hand wurde sowohl von politischer als auch von musikalischer Seite eine absolute Priorität zugemessen. Die Musik dient in San Pedro Sula als Mittel, Kindern eine Perspektive abseits von Straße und straff organisierter Jugendkriminalität zu ermöglichen. Sie wird von 10-jährigen wie von 18 -jährigen mit einer Begeisterung angenommen, die im europäischen Raum nahezu unvorstellbar ist. Wir konnten eine Schule besuchen, die Kindern und Jugendlichen einen ersten Kontakt mit Musik ermöglicht.
Nach strenger Vorauswahl lernen hier 45 junge Honduraner nicht "nur" Musik, sondern auch, daß es Werte wie soziales Miteinander, Fairness, Fähigkeit zum Zuhören etc sind, ohne die gemeinsames Musizieren nicht funktioniert. Der Stolz dieser Kinder, einer solchen Einrichtung anzugehören, die unter unvorstellbar ärmlichen Bedingungen arbeitet, hat uns zutiefst angerührt." Beteiligt an dem philharmonischen Kurzbesuch war auch die Deutsch-honduranische Gesellschaft, deren Vertreterin nach einem der Konzerte nachdrücklich darauf hinwies, wie wichtig nun die weitere Pflege dieser begonnenen Austauscharbeit sein wird.
Noch deutlich angestrengt und müde haben die weitgereisten Musiker nach ihrer Rückkehr gleich an die Fortsetzung der begonnenen Arbeit gedacht. Demnächst werden Schachteln zur Aufbewahrung der Rohre geschickt. Vielleicht ein paar Notenpulte und vor allem noch mehr Noten. Ob sie nochmal an der Musikschule von San Pedro Sula unterrichten möchten?
"Auf jeden Fall! Wir können den Kindern dort mit unserer Musik so viel geben und in solcher Weise ihr Leben und ihre Perspektiven verbessern. Und wir können von ihrer unwahrscheinlichen Begeisterung und Hingabe lernen. Aus diesem Anfang sollte unbedingt eine ständige intensive Partnerschaft werden." "Als nächste könnten wir das Blech schicken. Da gibt es auch einen großen Bedarf. Aber wir möchten auf jeden Fall auch noch mal zurück", sind sich die drei Holzbläser einig.

Lehmbruck-Stipendiaten 2007-09 stellen vor - Eingriffe in den Ausstellungsraum

Duisburg, 4. Juli 2008 - Luka Fineisen, Jáchym Fleig und Dragan Lovrinovic heißen die Lehmbruck-Sipendiaten der Stadt Duisburg für die Jahre 2007 bis 2009. Zur Halbzeit ihres Stipendiums nehmen die Künstler jeweils zweiwöchige Eingriffe in den Museumsraum vor.  
In den nächsten Wochen erhalten Besucher des Lehmbruck Museums erstmals die Gelegenheit, die Lehmbruck-Stipendiaten der Jahre 2007-2009 und ihre Arbeitsweise kennen zu lernen. Jeweils einen zweiwöchigen Eingriff nehmen die Stipendiaten in den Museumsraum vor. Die Lehmbruck-Stipendiaten Luka Fineisen, Jáchym Fleig und Dragan Lovrinovic bewohnen seit August 2007 Ateliers im historischen Dreigiebelhaus in der Duisburger Innenstadt. Für ihre Arbeit stehen ihnen zusätzlich großzügige
Arbeitsräume in der Alten Schreinerei der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann GmbH (HKM) zur Verfügung. 

Den Anfang der Zwischenpräsentationen macht der in Bosnien-Herzegowina geborene Dragan Lovrinovic. Von Sonntag, 6. Juli bis Sonntag, 20. Juli zeigt Lovrinovic unter dem gewählten Motto „Wenn Förderung ist, ist eigentlich Vollgas“ drei Arbeiten im Lehmbruck Museum: Aus gefundenen Elementen – einem Rollstuhl, einem PKW-Anhänger, einem Rednerpult – entwickelte der Künstler Objekte, die störend im Ausstellungsraum platziert sind und in bisweilen unfreiwillige Dialoge zu Werken der Sammlung treten. 


Der in Dresden beheimatete Künstler Jáchym Fleig, der das Stipendium aus Deutschland erhielt und u.a. an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studierte, wird zwischen dem 31. Juli und dem 14. August seine „Anlage“ im Neubau des Museums realisieren. Die Konstruktion aus Holzlatten und wabenförmigen Elementen und wuchert in den Raum hinein. 

Im Sinne der Ausschreibung gewann die in Duisburg und Köln lebende Künstlerin Luka Fineisen das Stipendium aus Nordrhein-Westfalen. Auf ihre „Intervention“ stoßen Besucher zwischen dem 17. und 31. August. Die Künstlerin infiziert mit einer Audioinstallation Gegebenheiten und Kunstwerke des Museums. 
Die künstlerischen Präsentationen werden ergänzt durch Künstlergespräche in der Ausstellung. Andreas Benedict, Leiter der Museumspädagogik im Lehmbruck Museum und Betreuer der Stipendiaten, wird im Gespräch in das Werk der Künstler einführen und Besuchern die Möglichkeit geben, die jungen Künstler persönlich kennen zu lernen.
 
Die Termine im Einzelnen: 
6. bis 20. Juli
Lehmbruck Stipendiaten 2007-2009 stellen vor: Dragan Lovrinovic
Künstlergespräch am Sonntag, 20. Juli, 11.30 Uhr: „Wenn Förderung ist, ist eigentlich Vollgas“ 
31. Juli bis 14. August
Lehmbruck Stipendiaten 2007-2009 stellen vor: Jáchym Fleig
Künstlergespräch am Sonntag, 3. August, 11.30 Uhr: „Anlage“
 17. bis 31. August
Lehmbruck Stipendiaten 2007-2009 stellen vor: Luka Fineisen
Künstlergespräch am Sonntag, 31. August, 11.30 Uhr: „Intervention“
 
Das Wilhelm-Lehmbruck-Stipendium wird in Erinnerung an den Duisburger Bildhauer Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) seit 1976 in einem Turnus von zwei Jahren von der Stadt Duisburg vergeben.
Zum Abschluss des Stipendiums findet jeweils eine gemeinsame große Wechselausstellung der Künstler im Lehmbruck Museum statt. Bisherige Lehmbruck-Stipendiaten waren u.a. Manfred Vogel (1979/1981), Eberhard Boßlet (1984/1985), Gil Shachar (1996/1998) sowie Yukako Ando, Ulrich Genth, Martin Pfeifle und Christina Griebel in den Jahren 2005/2006. 
(Abbildungen: Luka Fineisen, Installation im Parkhaus Malkastenpark in Düsseldorf, 2006; Jáchym Fleig, Anlage, 2008; Dragan Lovrinovic, Annuit Coeptis, 2008; Foto und ©: Künstler)

Min-Jung Park – Forum für junge Pianisten  - Natur in der Kunst

Sonntag, 6. Juli, 16 Uhr, Lehmbruck-Trakt
Sparkassen-Konzerte der Folkwang Hochschule im Lehmbruck Museum, in Kooperation mit dem Freundeskreis des Wilhelm Lehmbruck Museums e.V.
Eintritt: 5,- / 2,50 EUR

Min Jung Park (geb. 1982 in Südkorea) besuchte von 1998 bis 2001 in Südokorea die Kye-Won Kunsthochschule und studierte von 2001 bis 2005 an der Kyung-Hee Universität. Von 2005 bis 2007 studierte sie an der Folkwang Hochschule bei Prof. Boris Bloch und schloss ihr Studium mit dem Diplom ab. Seit Oktober 2007 studiert sie im Studiengang Konzertexamen - ebenfalls bei Prof. Boris Bloch. 2008 wurde Min-Jung Park mit dem 1. Förderpreis für junge Musiker der Köhler-Osbar-Stiftung ausgezeichnet.

Min-Jung Park spielt an diesem Abend folgendes Programm:

Franz Schubert: Sonate E-Dur D 157 ("Unvollendete")
1. Allegro ma non troppo
2. Andante

Ludwig van Beethoven: Sonate op.31 Nr. 3 Es-Dur
1. Allegro
2. Scherzo - Allegretto vivace
3. Menuetto - Moderato e grazioso
4. Presto con fuoco

Frédéric Chopin: Fantasie op. 49
Berceuse op. 57
Barcarolle op. 60

Tickethotline / Kartenvorbestellung und Kauf:
Duisburg: Lehmbruck Museum, T: +49 (0)203 283 32 94, F: +49 (0)203 283 3892 und an der Abendkasse.
Essen: Folkwang Hochschule (keine Abendkasse), T: +49 (0)201 490 32 31
Min-Jung Park, Foto: Folkwang Hochschule)

Sonntag, 6. Juli, 11.30 Uhr
Sonntagsführung: Kunst und Natur – Die Natur in der Kunst
Mit Madalina Rotter - Eintritt: 6,- / 3,- Euro

Die Sonntagsführung im Lehmbruck Museum widmet sich am 6. Juli dem engen Verhältnis von Kunst und Natur, denn seit jeher setzen sich Künstler mit der Natur und ihren Phänomenen auseinander. Je nach künstlerischem Interesse ergeben sich unterschiedlichste Ausdrucksformen, die jedoch nicht immer eindeutig die Natur als Quelle ihrer Inspiration erkennen lassen.
Madalina Rotter wird den Besucher des Lehmbruck Museums an ausgewählten Beispielen die „Natur in der Kunst“ näher bringen: Ausgehend von Wilhelm Lehmbrucks „Stehender“ werden Arbeiten von Hans Arp, Alexander Calder, Pablo Picasso, Joseph Beuys und anderen Künstlern vorgestellt.

Von der Rezeption des menschlichen Körpers bis hin zur phantasievollen Imitation von Naturschauspielen bietet das Spektrum der modernen Plastik vielschichtige Ansätze, sich mit der Natur zu beschäftigen und in einer ganz eigenen Art auszudrücken.
(Arp, Menschliche Konkretion auf ovaler Schale, 1935, Bronze, zwei Teile, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg, Foto: Bernd Kirtz)