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Archiv Jan - Feb 2009

 

Joachim Ringelnatz - ein "Vagant auf dem Ozean des Lebens"
"Duett Keramikobjekte & Skulpturen"

Duisburg, 13. Februar 2009 - "Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten? Joachim Ringelnatz - ein "Vagant auf dem Ozean des Lebens" ist das Jour Fixe überschrieben, das am Donnerstag, den 12. Februar um 17 Uhr in dem Vortragssaal der Volkshochschule stattfindet. Der Vortrag ist so gut besucht, dass sogar noch zusätzliche Stühle bereitgestellt werden müssen. Ursula Jung und Jörg Mascherrek heißen die beiden Referenten. Sie stellen Werk und Leben des deutschen Autoren vor. Sehr humorvoll ist die Veranstaltung, die dem Publikum gefällt.

"Duett Keramikobjekte & Skulpturen" heißt eine Ausstellung von Melanie & Regina Bartholome, die noch bis zum 20. Februar 2009 in der Bezirksbibliothek Rheinhausen zu den gewohnten Öffnungszeiten stattfindet. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung zeigt moderne, zeitgemäße Kunst. Sie ist zwar nicht unbedingt spektakulär, aber sehenswert. Wer also was in der Bezirksbibliothek zu erledigen hat, sollte sich durchaus diese kleine Ausstellung ansehen. Ich habe nun keine Ahnung, ob die beiden Damen irgendeinen Bezug zu Rheinhausen oder die linksrheinischen Duisburger Stadtteile haben; die Ausstellungen in der Galerie Rheinhausen (die ja bekanntlich auch irgendwie zur Bezirksbibliothek gehört) sind aber eine gute Gelegenheit für lokale Künstler, sich präsentieren zu können. arü

Am 13.02.2009 gibt es ein Wiedersehen.
Musicalstar Nr. 1 –Anna Montanaro besucht Duisburg mit einem Musical der Superlative

Duisburg, 2. Februar 2009 - „LA BELLE BIZZARE DU MOULIN ROUGE“ –das Meisterwerk am 13.2.09 im Theater am Marientor.Der Termin 12.2.09 ist auf den 13.2.09 verlegt. Karten werden gegen gleichwertige am Abend umgetauscht oder können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Duisburger Künstler Wolfgang Müller stellte sich im Forum vor

Duisburg, 1. Februar 2009 - Vom 02. bis 21. Februar 2009 wird das Forum Duisburg zur Galerie und präsentiert gemeinsam mit dem Duisburger Kžnstler Wolfgang Müller ein faszinierendes Ausstellungsprojekt.?Als neues Einkaufsziel in der Duisburger Innenstadt fühlen wir uns mit der Region, unserer Stadt und den hier lebenden Menschen eng verbunden. Daher freuen wir uns sehr, dass wir mit dieser Ausstellung einen interessanten Duisburger Künstler unterstützen und einen Beitrag zum Kulturleben Duisburgs leisten können., erläuterte Lutz Müller, Centermanager des FORUM Duisburg.
Vor sieben Jahren ist der Ausnahmekžnstler Wolfgang Mžller mit dem Ziel angetreten, alle 873 Gemälde von Vincent van Gogh zu malen. Auf Außenstehende mag diese Idee zunächst befremdlich wirken, aber wer Wolfgang Müller einmal kennengelernt hat, merkt schnell, dass der Duisburger Künstler sein ungewöhnliches Vorhaben äußerst zielstrebig verfolgt. ?Von den 873 Gemälden, die van Gogh gemalt hat, habe ich bereits etwa 500 nachempfunden. Ich fühle mich van Gogh im Geiste verbunden, daher möchte ich das weltweit zerstreute Werk dieses einzigartigen Künstlers interpretieren und als Gesamtwerk erstmals an einem Ort ausstellen, erklärte Wolfgang Müller. Wie van Gogh weiß auch Wolfgang Müller, was es heißt, unter schwierigen Bedingungen Kunst zu machen. Der Künstler wurde 1968 in Duisburg-Marxloh geboren und wuchs dort gemeinsam mit seinen sieben Geschwistern auf.

Er wurde zunächst als Autodidakt Pianist und Komponist, bevor er im Jahr 2001 mit der Malerei begann.

Obwohl er aus ärmlichen Verhältnissen stammt und schon früh als Hilfsarbeiter arbeiten musste, entschied er sich nach seinem Zivildienst, mit 20 Jahren die Fachoberschulreife nachzumachen. Die Musik ging ihm nie aus dem Kopf, so dass er sich wieder auf die Musik konzentrierte und sich das Ziel setzte, sich so lange von der Gesellschaft zu isolieren, bis er mit seiner Leistung zufrieden ist. Das hieß für ihn, sich in einen Bunker nur mit einer Matratze und einem Klavier zurückzuziehen und dort 2 Jahre seines Lebens nur Musik zu machen. Durch kurze Auftritt verschaffte er sich das Geld zum Leben. Er spielte bei Ausstellungen, Theateraufführungen, in Hotels, überall da, wo ein Klavier stand.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Polen (Breslau) kam er nach Weimar und stellte sich in der Franz-Liszt-Hochschule bei Professor Wolchina vor. Dieser erkannte sein Talent. Da es aber keine Möglichkeit für Wolfgang Müller gab ein Stipendium zu erhalten, erklärte sich Professor Wolchina bereit, ihm Privatunterricht im Kompositionslehre zu geben. Nach zwei erfolgreichen Studienjahren kehrt Wolfgang Müller zurück nach Dinslaken. Bis heute hat Müller etwa 400 Werke komponiert. Durch ein Praktikum in einer Bildergalerie lernte er die Faszination der Bilder und Farben kennen. Der Galerist zeigt ihm die ersten Schritte in der Malerei und gab ihm die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Künstlern auseinanderzusetzen.

Er fing an, in seiner 16 Quadratmeter großen Wohnung die Technik und Farblehre van Goghs zu studieren mit dem Ziel, van Gogh nicht zu kopieren, vielmehr in jedem Werk auch seine eigene Handschrift zu hinterlassen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich bei ihm der Wunsch, alle 873 Motive van Goghs an einem Ort zu sammeln und für jeden Menschen zugänglich zu machen, so wie es sich van Goghs bei seinen Werken gewünscht hätte. Bis heute hat er weit über die Hälfte der 873 Bilder interpretiert. Die Originalwerke van Goghs sind in der Welt zerstreut, zum Teil zerstört und verschwunden. Um die etwa 600 Werke, die der Öffentlichkeit überhaupt zugänglich sind, sehen zu können, müssten 27 Länder auf 5 Kontinenten bereist und über 100 Museen besucht werden.
Die Bilder werden nicht verkauft. Jedes bereits geschaffene Werk der 873 Ölbilder kann allerdings für einen festgelegten Zeitraum ausgeliehen. Zum Verkauf bietet Wolfgang Müller Aquarelle und Zeichnungen von van Gogh an, die nicht zum Gesamtwerk der 873 Ölbilder zählen. Diese hat er zum Teil in Öl gemalt und in eigene Interpretationen umgesetzt," berichtet das Forum Duisburg.
"Künstler müssen nicht altruistisch arbeiten. Am Ende des Tages müssen der Kühlschrank und der Brotkorb voll sein. Die Kunst ist ein Wachstumsmarkt Die Künstler müssen nicht kommerzialisiert werden; wenn man aber mit Kunst Geld verdienen kann, ist es in Ordnung," meint Siegmund Ehrmann. Der Moerser ist Bundestagsabgeordneter und dort Stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses.
"Duisburg ist Kulturstadt. Oper, Philharmonie und Lehmbruck - Museum sind Beispiele dafür," betont Kulturdezernent Karl Janssen. "Duisburg hat aber nicht nur Hochkultur. Es gibt allein 500 freischaffende Künstler. In der Schule gibt es die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathe. Dann gibt es die Nebenfächer wie Religion, Kunst und Sport. Will man Kinder stark machen, muß man ihre Stärken aktivieren. Die Kunst kann dabei helfen. Dieses Projekt ist weltweit einzigartig. Das Konzept "rt for rent" scheint wirtschaftlich tragfähig zu sein. Es erinnert an Joseph Beuys, der sagte: `Kunst kann jeder. Aber es bekommt nicht jeder 20.000 Mark dafür.`"

"Er ist absoluter Autodidakt," berichtet Hildegard Hugo, Musiklehrerin an der Duisburger Abendrealschule. "Wenn Müller nicht so willensstark wäre, hätte er schon längst aufgegeben. Es hätte ihm gut getan, wenn er in eine bürgerliche Familie hineingeboren wäre. Er hat mit 20 Jahren angefangen, Musik zu machen. Sein Elternhaus hatte keinen Zugang zur Musik. Müller kann sich aber in Stimmungen hineinversetzen und daraus Musik machen. Mit ein bisschen Glück könnte er Musik für Filme und Hörbücher schreiben. Als Komponist fehlt es ihm an Verbindungen und Auftraggeber. Und als Musiker? Da mußte er sich den Lebensunterhalt selbst verdienen; er hätte Sponsoren gebraucht, die ihn frühzeitig eine vernünftige musikalische Ausbildung finanzieren. Ihm fehlen praktisch 20 Jahre Probetätigkeit, um als klassischer Musiker auftreten zu können." Andreas Rüdig
 

Interessiert lauschen der Künstler Wolfgang Müller, Kulturdezernent Karl Janssen, NOAH!-Moderator Oliver Engelhard und die Geschäftsführerin des Casino Duisburg Caudia Bieling (v.re.n.li., sowie die geladenen Gäste, den Worten von Centermanager Lutz Müller und dem stellv. Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, Siegmund Ehrmann (MdB)

Diskussionsrunde mit Siegmund Ehrmann (MdB), Karl Janssen (Kulturdezernent), Claudia Bieling (Casino Duisburg), Lutz Müller (Forum Centermanger), Moderator Oliver Engelhardt und der Künstler Wolfgang Müller (v.li. Neben der seiner Malerei brachte der vielseitige Künstler Wolfgang Müller auch noch virtuoses Klavierspiel zu Gehör
Wolfgang Müller stellt Idee und Wettbewerb vor, bei der Kinder ab 3 Jahren teilnehmen können. Unter fachgerechter Anleitung sollen dann aus den vom ihm vorgezeichneten Szkizzen kleine van Gogh´s werden Der Duisburger Künstler Wolfgang Müller im nachempfundenen "van Gogh-Zimmer" des Forums Fotos von Manfred Schneider

Lehmbruck-Museum-Ausstellung: David Smith

Duisburg, 30. Januar 2009 - "David Smith (1906 - 1965) gehört in den USA zu den Pionieren der Metallplastik. Die Ausstellung verfolgt die Wechselwirkung zwischen Farbe und Material, Material und Zeichnung von den ersten bemalten Holzplastiken, die den Übergang von der Malerei des abstrakten Expressionismus hin zur Stahl- und Eisenplastik markieren.
Erstmals wird ein Überblick über jene Werkgruppen von Smith gezeigt, in denen bis zu den Sprays der 1960er Jahre traditionelle Gattungsgrenzen überwunden werden und die Plastik als lineare Raumzeichnung aus Farbe, Textur und Oberfläche zu verstehen ist. Während die frühen noch kubistisch geprägten Assemblagen die Trennung von Zeichnung, Malerei und Skulptur zu überwinden suchen, betont das ausschließlich in Stahl ausgeführte plastische Werk der 60er Jahre die malerischen Oberflächen und ihre spiegelnden Lichteffekte. 50 Werke aus dem Nachlass des Künstlers, von denen ein Großteil bisher in Europa nie zu sehen war, ermöglichen einen gänzlich neuen Blick auf das Gesamtwerk des Bildhauers von den frühen figurativen Arbeiten bis zum konstruktiven Spätwerk der Voltri und Cubi. Höhepunkt der Ausstellung ist die Monumentalplastik `Primo Piano II` von 1962.

David Smith (1906 - 1965) gehört neben Alexander Calder (1898 - 1976) in den USA zu den Pionieren der Metallplastik. Den Auftakt zur Ausstellung bildet im Foyer des Wechselausstellungsraumes die großformatige Arbeit Primo Piano II. Als Außenplastik konzipiert, ist die aus geometrischen Formeinheiten kunstvoll komponierte Stahlplastik eine von drei Fassungen, deren Relief die Fassade eines Palastes thematisiert.

Beim Eintritt in den Wechselausstellungsraum finden sich linkerhand, der Chronologie ihres Entstehens folgen, kleinformative Objekte aus Metall, Draht und Holz sowie ihnen eng verwandte Zeichnungen und Collagen. Smith experimentierte zunächst mit kubistischer Mehransichtigkeit, kontrastreich bemalten Flächen und surrealen Welten im Stil des Abstrakten Expressionismus. Ein Hauptwerk der Skulptur, die wie in einem Brennofen sitzende "Figur am Meer", deren Gestänge durch starkfarbige Feuer aufgewertet wird, findet sich in diesem Kapitel der Ausstellung, deren Ende "Steel Drawing II" (1945 - 1952) markiert, eine mit Sternzeichen perforierte Stahlplatte im Umriss eines Frauenkopfes.

Bei den schreinhaften Kästen der Rückwand dominieren farbbetonte Assemblagen heterogener plastischer Materialität, deren organische Textur Tiefenwirkung und mehrdeutige Assoziation die Farbe übernimmt. Ihnen sind raumgreifende, zwischen Gewächs und Gerät angesiedelte "Grotesken" in bemaltem Eisen zugeordnet.

Auf der rechten Seite des Raumes begleiten zeichenhaft verschränkte, abstrakte Bildfelder wie `Delta Sigma 11Ž (1954) kleinformatige gefügte Assemblagen aus rohen Blechen und Fundstücken. Sie erinnern an Köpfe von Julio Gonzales, weisen jedoch ebenso wie die drei extrem schmalen Ölbilder im Stile des Abstrakten Expressionismus auf die ihnen innewohnende totemistische Provenienz und das dramatische Naturerlebnis. Dieses naturinspirierte und naturbezogene Umfeld ist allen ausgestellten Arbeiten gemein. Auch die drei skulpturalen Hauptwerke der Ausstellung lassen sich in dieser Hinsicht deuten: `Tanktotem IX` (1960) scheint ein mit Opferschale bekröntes dreibeiniges schamanistisches Denkmal zu sein. Die "Circles Intercepted" (1961) verweisen deutlich auf das Farbspektrum eines kosmischen Sonnenzeichens, dessen Tag- und Nachtseite die in der Raummitte stehende doppelte Scheibenform "Didas Circle on a Fungus" (1961) aufgreift.

Rechteckige und kreisförmige, selten blütenhaft ausgefranste Schablonen derartiger plastischer Motive bilden auch die Grundlage jener Spray-Zeichnungen in Spritz- und Sprühtechnik, die Smith seit Ende der 50er Jahre ausführte," stellt das Lehmbruck - Museum seine aktuelle Ausstellung vor.

"David Smith verbinden wir mit Stahlplastik. Die Stahlplastik ist einer der wichtigsten, interessantesten Materialien der Kunst. Die große Phase der Stahlplastik ist aber historisch; die Stahlplastik ist aus der modernen Kunst verschwunden. In Duisburg hat Stahl aber eine besondere Bedeutung; Duisburg ist mit Stahl groß geworden. Das Lehmbruck-Museum ist ein Ort mit einer wichtigsten Sammlungen der Stahlplastik weltweit. 650 Stahlplastiken hinterließ Smith, als er 1965 bei einem Autounfall starb," berichtet Christoph Brockhaus, Direktor des Lehmbruck-Museums. "Smith ist in Europa nicht so bekannt, wie es seiner Bedeutung entspräche. Der Grund? Der Verkauf war eine Zeitlang unterbunden, um es diplomatisch auszudrücken. Die gegenwärtige Ausstellung ist ein Bekenntnis zu David Smith. Er ist der erste Künstler, von dem es eine dritte Ausstellung gibt." Andreas Rüdig

 Jugend interpretiert Kunst
"20 Schulen aus ganz Deutschland haben im Jahre 2008 am Wettbewerb "ugend interpretiert Kunst" teilgenommen und sich mit Kreativität, Engagement und Organisationsgeschick der Museumskunst unserer Zeit gestellt. Die Schüler aus Aachen, Arnsberg, Bamberg, Brühl, Dortmund, Duisburg, Erkrath, Kiel, Köln, Husum, Kornwestheim, Mönchengladbach, Müster, Obergünzburg, Ottweiler, Paderborn, Rüsselsheim, Seelow und Wiehl hatten Gelegenheit, unter kunstpädagogischer Betreuung die Kunstwerke im MKM ausführlich im Original zu erleben, jede Menge Fragen zu stellen, die Kunst zu diskutieren, zu analysieren und schließlich eigene Arbeiten zu schaffen. Die Werke der Schüler wurden nun von der Jury gesichtet, der die Künstler Abraham David Christian und Markus Lüpertz ebenso angehören wie Werbeagenturchef Coordt von Mannstein, MKM-Direktor Walter Smerling und die Sammlerin Sylvia Ströher.

Der 1. Preis in Höhe von 5.000 Euro geht an das Eichendorff-Gymnasium aus Bamberg für die Arbeit "wir 2". Die kleinteilige Arbeit ist komplex, aber von einem einheitlichen Gestaltungswillen, und erzählt eine eigene Geschichte.
Den 2. Preis in Höhe von 2.000 Euro erhält das Gymnasium am Neandertal aus Erkrath. Die komplexe und in rohen Formen gehaltene skulpturale Annäherung an das Museum wird als überzeugende Gemeinschaftsarbeit umgesetzt. Dabei gelingt es den Schülern, in ihrer Auseinandersetzung mit den im MKM präsentierten Künstlern inhaltlich an deren Themen anzuknüpfen, ohne in Imitation zu verfallen.
Der 3. Preis in Höhe von 1.000 Euro geht an das Ernst-Sigle-Gymnasium aus dem baden-württembergischen Kornwestheim. Überzeugt hat die Jury zu einen die qualitativ hochwertige künstlerische Umsetzung, zum anderen die inhaltliche Ausrichtung. Die Schule steht hier im Mittelpunkt. Es entsteht eine Symbiose aus Kunst und Alltagswelt. Der Betrachter erfährt, wie sich der Museumsbesuch und die Beschäftigung mit Kunst auf die tägliche Schulwelt ausgewirkt haben. Die Kunst dringt in die Schule ein.

Keiner der anderen 17 Teilnehmer hat jedoch einen Grund, enttäuscht zu sein, denn alle ARbeiten zeigen ein hohes Niveau und zeugen vom großen Engagement der Beteiligten. Ausgestellt wird ohnehin gemeinsam. Unabhängig vom Wettbewerbsergebnis richtet das MKM eine Gruppenausstellung aller 20 teilnehmenden Schulen aus, die vom 30. Januar bis 8. Februar 2009 im Wechselausstellungsbereich des Museums zu sehen ist," berichtet Tina Franke, Pressesprecherin des Museums Küppersmühle. Andreas Rüdig

Mit Klassik und den Duisburger Philharmonikern dem Alltagsstress trotzen

Duisburg, 29. Januar 2009 -Klassische Musik in chilliger Atmosphäre präsentieren die Duisburger Philharmoniker und die Kulturaffäre der Uni Duisburg-Essen im 4. Playlist-Konzert am Freitag, dem 6. Februar um 20.30 Uhr in der Kulturzentrale Hundertmeister.
"Chill out" lautet der Titel des Konzertes, bei dem die Zuschauer für einige Stunden die Hetze des Alltags vergessen, sich entspannen und von den Fesseln ihrer Verpflichtungen befreien können. Und auch das geht mit Musik natürlich besser.
Das Ensemble, bestehend aus Musikern der Duisburger Philharmoniker, spielt unter anderem Stücke von Louis Massonneau und Wolfgang Amadeus Mozart. Neben diesen sanften, klassischen Klängen erwartet das Publikum entspannende Videoinstallationen mit einem Licht- und Raumkonzept, das die Gedanken schweifen lässt. Musikalisch und visuell verabschiedet das Konzert den Winter und begrüßt den Frühling. Beim anschließenden Meet and Greet, kann man die Künstler in gemütlicher Atmosphäre treffen.

Wer sich dann so richtig entspannt ist, der kann bei der anschließenden Soulconnection das Tanzbein schwingen. Der Eintritt für die Party ist in den Tickets, die 9 Euro kosten, enthalten. Diese gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Das Konzert beginnt um 20. 30 Uhr. Es spielen Imke Alers, Andreas Oberaigner, Birgit Schnepper, Klara Rivinius und Anja Schröder.

"Jugend musiziert" erfolgreich
Eröffnung der Ausstellung der Köhler-Osbahr-Stiftung

"Jugend musiziert" erfolgreich
Duisburg, 27. Januar 2009 - Der 46. Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" wurde am letzten Wochenende ausgetragen und hat erneut gezeigt, dass er an Faszination nichts eingebüßt hat. Mehr als 180 Teilnehmer konnten die Organisatoren der Region Duisburg, Oberhausen, Mülheim und Dinslaken begrüßen. Bereits zum fünften Mal wurden die Wertungsspiele für das türkische Volksinstrument Baglama angeboten. Diese Kategorie hat sich in NRW inzwischen so etabliert, dass in diesem Jahr zum ersten Mal die Preisträger mit Auszeichnung zum Landeswettbewerb eingeladen werden. Die Duisburger Preisträger mit einem ersten Preis und der Weiterleitung zum Landeswettbewerb sind: in der Solowertung Blasinstrumente: Lena Halka, Querflöte; Johannes Schwerdt, Klavier; Matthias Schardt, Horn; Maria Jaeger, Klavier sowie Falk Offergeld, Tuba. In der Solowertung Musical ist es Marie-Kathrin Withelm, Gesang, und beim Duo Klavier und ein Streichinstrument: Anna Schotenröhr, Violine und Johannes Camp, Klavier. Preisträger in der Wertung Baglama Solo ist Ersen Sahin.
Die Duisburger Preisträger werden im Preisträgerkonzert am Sonntag, 8. Februar, um 11 Uhr im Foyer des Stadttheaters ihre Urkunden durch Oberbürgermeister Adolf Sauerland überreicht bekommen.

Eröffnung der Ausstellung der Köhler-Osbahr-Stiftung
Griechen, Geld und Götterwelt - Antike Münzen aus Anemurion
Sonntag, 1. Februar 2009 um 11 Uhr, Sammlung Köhler-Osbahr, Im Kultur- und Stadthistorischen Museum

Diese Sonderausstellung ist ein Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Sammlung Köhler-Osbahr und dem Historischen Institut, Abteilung Alte Geschichte, der Universität Duisburg Essen. Seit dem Jahr 2000 konnte nun schon die sechste gemeinsame Lehrveranstaltung durchgeführt werden sowie 2007/2008 ein wissenschaftlich bedeutender Katalog erarbeitet werden. Im Rahmen der Übung im Wintersemester 2008/2009 ist diese Ausstellung von den teilnehmenden Studierenden erarbeitet worden.
Vorausgegangen war ein Erwerb zweier Spezialsammlungen durch die Stiftung. So gelangten 106 Münzen aus der Prägestätte Anemurion, einer antiken Stadt in Kilikien, in die Sammlung Köhler-Osbahr. Damit befindet sich der weltweit größte Bestand zu dieser Prägestätte in Duisburg.
Die baulichen Überreste des antiken Anemurion liegen heute in der Nähe der modernen Stadt Anamur, am Kap Anamur, der südlichsten Spitze der Türkei. Im 2. und 3. Jahrhundert n.Chr. erlebte Anemurion aufgrund der Lage an römischen Handels- und Heerstraßen als Hafenstadt eine späte Blütephase.
Die Ausstellung verdeutlicht anhand des Münzenmaterials und einiger Vergleichsstücke sowohl die politische Abhängigkeit der griechischen Städte in der östlichen Hälfte des Imperium Romanum von Rom als auch deren Selbstverständnis, das sich in den Münzbildern ausdrückt.

UDE: Festkonzerte des Universitätsorchesters Faszination Tanz

UDE: Festkonzerte des Universitätsorchesters Faszination Tanz
Duisburg, 23. Januar 2009 - Zur Festkonzertreihe, die in die faszinierende Welt des Tanzes entführt, lädt die Universität Duisburg-Essen Musikliebhaber der Region ein. Das Universitätsorchester hat mit Tschaikowsky, Piazolla und Khatschaturian drei große Kompositionen einstudiert und tritt damit drei Mal auf:
Premiere ist am 1. Februar, um 17 Uhr im Theater Duisburg, das Konzert in der Philharmonie Essen findet am 8. Februar um 11 Uhr statt. Darüber hinaus kann die öffentliche Generalprobe am 31. Januar (17 Uhr in der Zeche Zollverein, Halle 12) besucht werden.
Auf dem Programm stehen Werke, die typisches Lokalkolorit widerspiegeln. Orchesterdirigent Oliver Leo Schmidt: "Die Tanzsuiten verzaubern durch die Verschiedenartigkeit in Rhythmus und Farbe sowie durch märchenhafte Bezüge." Zum Auftakt erklingt die Ballett-Suite "Schwanensee", op. 20a von Tschaikowsky, gefolgt von der Suite "Punta del Este" für Bandoneon,
Holzbläser und Streicher (Solist: Marco Kassl) des Tangospezialisten Piazolla. Den Abschluss bildet die Ballett-Suite "Gayaneh" von Khatschaturian, die von der armenischen und kaukasischen Volksmusik stark beeinflusst ist.

Im Rahmen des Philharmoniekonzerts am 8. Februar wird Oliver Leo Schmidt mit dem renommierten "Herbert von Karajan Dirigentenpreis" ausgezeichnet. Die Herbert von Karajan Stiftung würdigt mit dieser ehrenvollen Auszeichnung die herausragenden künstlerischen und pädagogischen Leistungen des Universitätsorchesterleiters und seine Initiativen für den künstlerischen Nachwuchs in Deutschland. Die Wurzeln des Uni-Orchesters reichen bis in das Jahr 1964 zurück. Heute treffen sich unter diesem Dach einmal wöchentlich 80 Bläser und Streicher, aktive und ehemalige Studierende aller Fachrichtungen, Uni-Mitarbeiter sowie engagierte Laien und Berufsmusiker, um neue sinfonische Werke einzustudieren. Die Spannweite des Repertoires reicht
vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik.
Sonntag, 1.2.2009, 17 Uhr Theater Duisburg, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg - Eintritt € 15 / € 6

 DKM: Neues Kunstmuseum in Duisburg eröffne

Duisburg, 22. Januar 2009 - In Anwesenheit von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers und Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurde am Donnerstag, 22. Januar 2009, unweit des Duisburger Hauptbahnhofs an der Güntherstraße das Museum DKM eröffnet.

Träger des privaten Kunstmuseums ist die Stiftung DKM der beiden Unternehmer Dirk Krämer und Klaus Maas. Die beiden haben bewusst auf öffentliche Mittel verzichtet, um in ihrem Museum auch künftig die eigenen Vorstellungen verwirklichen zu können. Der Ministerpräsident nannte das Mäzenatentum der beiden Kunstsammler beispielhaft. Oberbürgermeister Adolf Sauerland bedankte sich im Namen der Stadt für das Engagement von Dirk Krämer und Klaus Maas.

Auf insgesamt 2.600 Quadratmetern wird jetzt ein Teil der Sammlung DKM der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In 34 Künstlerräumen, 15 Themenensembles, 5 Dialogsituationen und 3 Skulpturenhöfen wird unter dem Titel "Linien stiller Schönheit" der Sammlungshorizont, "Stille in der Schönheit und Schönheit in der Stille zu suchen", präsentiert.

1999 gründeten Dirk Krämer und Klaus Maas die Stiftung DKM. Seitdem ist sie unter anderem für die Betreuung des Nachlasses von Künstler Ernst Hermanns und für das Archiv des Bildhauers Ulrich Rückriem zuständig. Doch vor allem zeichnet sich die Stiftung durch eine sich ständig erweiternde Sammlung aus, die momentan über 700 epochenübergreifende Werke und Artefakte enthält.
Auf dem umgebauten Industriegelände an der Güntherstraße nahe dem Hauptbahnhof entstand in 3 Jahren ein 2600 Quadratmeter großes Areal, das damit ein idealer Ort für die Kunstwerke aus aller Welt wird. Mit "Linien stiller Schönheit", unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, eröffnet die Stiftung DKM nun ihre erste Ausstellung unter dem neuen Dach und stellt hier vor allem Werke aus 5000 Jahren Kulturgeschichte mit Schwerpunkt Gegenwartskunst in den Mittelpunkt. Die Galerie DKM bleibt unverändert das lebendige Schaufenster der Stiftung im Innenhafen. Ab dem 24. Januar werden dabei Skulpturen, Zeichnungen und Druckgrafiken Europas neben vielen asiatischen Kunstwerken wie japanische Paravents oder buddhistische Skulpturen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Öffnungszeiten:
Freitag, Samstag, Sonntag und Montag: von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag für Gruppen nach Voranmeldung.

Max Raabe & Palast Orchester im  Theater am Marientor

Duisburg, 20. Januar 2009 - Mit dem aktuellen Programm „Heute Nacht oder nie“ gastiert am Freitag, 30.1.2009 im Duisburger Theater am Marientor.
Ein Palast Orchester zu gründen, Schlager aus den zwanziger und frühen dreißiger Jahren zur Aufführung zu bringen. Wer konnte denn schon ahnen, dass sie damit eine Karriere starten würden, die weder vor Shanghai, Moskau oder Tokio halt macht. Doch zunächst mussten die Noten beschafft werden. Mit Kommilitonen aus der Musikhochschule, die Spaß an alten Schlagern hatten, stöberte Raabe in Archiven, auf Flohmärkten und in Antiquariaten, besorgte sich die alten Platten und Filme, mit deren Hilfe es schließlich gelang, authentische, polyphon klangvolle Orchesterfassungen zu verfertigen. Musik, die so streng, archaisch und schlicht wie der Sound der 20er Jahre klingen sollte, wie man es von alten Platten und Filmen kennt. Ein Jahr lang wurde geprobt, fast schon zu lang. Beim Berliner Theaterball 1987 kam es schließlich zur Premiere, zum ersten Auftritt des zwölfköpfigen Orchesters und seines Sängers mit der betörend sanften Stimme. Zwar spielte man nur im schnöden Foyer, doch die Leute blieben einfach stehen statt in den Festsaal zu gehen. Das ging so weit, dass das ganze Programm gleich zweimal hintereinander zum Besten gegeben werden musste. Die Menschen wollten es so – und dann immer noch nicht nach Hause.

Noch war Max Raabe allerdings eher eine lokale Größe, ein Berliner Ereignis. Weltstädtisch, urban, kosmopolitisch gewiss, aber die Welt wusste noch nicht recht von ihm. Da entschloss sich der inzwischen staatlich geprüfte Opernbariton, einmal selbst zur Feder zu greifen. Eine tiefe menschliche Erfahrung aufnehmend, schrieb und komponierte er 1992 das zeitlos wahre Klagelied „Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich“ und traf damit Stimmung und Gefühlslage abertausender Menschen im Zeitalter der Telekommunikation. Raabe landete einen Coup. Was dann kam, nennt man gemeinhin „Durchbruch“. Es ging Schlag auf Schlag. Während sich die Konzerte häuften, die Engagements im Lauf der Jahre zahlreicher und die Häuser größer wurden, erhielt Raabe auch Theater- und Filmangebote: in der Berliner Neuinszenierung der Kult-Operette „Im weißen Rössl“ spielte er den Dr. Siedler, in Peter Zadeks „Der blaue Engel“ stand er neben Eva Mattes, Ute Lemper und Heino Ferch auf der Bühne und gab den Primaner, und in Sönke Wortmanns Kinoerfolg „Der bewegte Mann“ war er, samt Palast Orchester, ebenso zu sehen wie im TV-Film „Charleys Tante“ und in Werner Herzogs „Invincible“.

1994 nahm er gemeinsam mit Hildegard Knef die Single „Jene irritierte Auster“ auf und drei Jahre später feierte man in der Berliner Waldbühne bereits zehn Jahre Palast Orchester „on stage“. Im Jahr 2000 erschien das Album „Charming Weill“, eine Hommage an den großen Komponisten Kurt Weill, das mit einem „Klassik Echo“ ausgezeichnet wurde. In Lettland verdrängten die „Super Hits“ des Palast Orchesters das
„No. 1“ Album der Beatles von Platz 1 der Hitparaden und 2002 wurde dem Palast Orchester die Ehre zu teil, vor 40.000 Zuschauern die Wiener Festwochen zu eröffnen.

Im Repertoire des Palast Orchesters, das inzwischen weit 500 Titel umfasst, finden sich neben Klassikern wie „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n“ und dem ewig kleinen grünen Kaktus inzwischen auch viele Eigengewächse: „Carmen, hab’ Erbarmen“, die Geschichte einer äußerst temperamentvollen Dame, die jeden Mann zwischen den Laken schafft. In „Klonen kann sich lohnen“ droht Raabe schließlich der Geliebten: „Verlässt Du mich, dann klon’ ich Dich, ich hab’ Dein Duplikat, Du bleibst mir erspart...“.

Eintrittspreise: 57,30 € | 53,85 € | 50,40 € | 43,50 € - Karten über alle CTS Vorverkaufsstellen. Ticket-Hotline: 02104-929292.

Französische Autorin Cécile Wajsbrot in der Zentralbibliothek
Schulaufsätze neapolitanischer Kinder

Französische Autorin Cécile Wajsbrot in der Zentralbibliothek
Duisburg, 16. Januar 2009 - Die gute Zusammenarbeit des Vereins für Literatur und Kunst und der Deutsch-Französischen Gesellschaft hat es möglich gemacht, die französische Erfolgsautorin Cécile Wajsbrot nach Duisburg einzuladen. Am Dienstag, 27. Januar, wird sie im Rahmen der „Französischen Woche“ in der Zentralbibliothek an der Düsseldorfer Straße aus ihrem aktuellem Roman „Aus der Nacht“ lesen. Cecile Wajsbrot beschreibt darin das Schicksal einer Frau, die sich nicht damit abfinden will, dass ihren Fragen nach früher stets mit Schweigen begegnet wird.
Eine junge Frau steht auf einem Bahnsteig und wartet auf ihren Zug. Sie will nach Osten reisen, nach Polen, in jene Stadt, die ihre Großeltern einst verlassen hatten und die für sie nur mehr eine ferne Abstraktion ist. Dort hofft sie, Licht in die von Leid geprägte und später verdrängte Geschichte ihrer Familie zu bringen. Doch bald schon melden sich in ihrem Innern die Stimmen der Vergangenheit und beginnen einen schmerzvollen Dialog mit der Gegenwart. Es geht um den Mord an den europäischen Juden. Auch wer diesen Genozid nicht miterlebt hat, wird ihn nie aus seinem Leben verdrängen können: weder auf der Seite der Opfer noch auf der der Täter. Auch nachfolgende Generationen bleiben über die Erinnerung mit ihm verbunden.

Cécile Wajsbrot wurde 1954 in Paris geboren. Der Vater ihrer Mutter wurde in Auschwitz ermordet. Wajsbrot war zunächst als Französischlehrerin und Rundfunkredakteurin in Paris tätig. Heute arbeitet sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin abwechselnd in Paris und in Berlin. „Mémorial“, der Titel der französischen Originalausgabe, ist ihr viertes Buch, das ins Deutsche übertragen wurde.
Durch die Veranstaltung und die anschließende Diskussion führt der Düsseldorfer Romanistik-Professor Dr. Hans-Theo Siepe. Beginn der Lesung ist um 20 Uhr. Der Eintritt kostet im Vorverkauf vier Euro, an der Abendkasse fünf Euro. Karten sind ab sofort während der Öffnungszeiten an der Erstinformation der Zentralbibliothek erhältlich.

Schulaufsätze neapolitanischer Kinder
In der Reihe AuserLESENes im LiteraturBistro der Zentralbibliothek, Düsseldorfer Str. 5-7, liest am Mittwoch, 21. Januar 2009, Ernst Hufen aus dem Buch von Marcello D’orta „In Afrika ist immer August“. Marcello D’Orta tat, was Luther, Goldoni, Nestroy oder Eduardo De Filippo taten, den Leuten aufs Maul zu schauen und hat dazu die Schulaufsätze neapolitanischer Kinder herangezogen. Auf den ersten Blick finden sich viele Stilblüten. Die Aufsatzsammlung gibt aber auch Einblick in ein witziges, oft unfreiwillig komisches Bild des Mezzogiorno, des italienischen Südens, seiner Lebensumstände und seiner Mentalität.

Ernst Hufen wurde 1936 in Duisburg-Meiderich geboren. Er war fast 40 Jahre Lehrer an Haupt- und Grundschulen mit den Lieblingsfächern Deutsch und Musik. In seiner Freizeit beschäftigt er sich bis heute am liebsten mit Musizieren (Saxophon), Chorsingen und dem Laientheater. Im LiteraturBistro liest er jetzt das erste Mal. Beginn der Veranstaltung ist um 16:30 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei.

Das Lebenswerk Wilhelm Lehmbrucks (1881-1919)

Mit Neuerwerbungen aus dem Lehmbruck-Nachlass
Kuratoren: Christoph Brockhaus und Katharina Lepper
I: Skulptur und Zeichnung
Duisburg, 15. Januar 2008 -Skulpturen und Zeichnungen des Duisburger Bildhauers Wilhelm Lehmbruck bilden in den Jahren 2009 und 2010 den Auftakt einer Reihe von vier wechselnden Sammlungspräsentationen zum Lebenswerks Wilhelm Lehmbrucks, mit denen der Ankauf des Künstler-Nachlasses gewürdigt wird.
Ab dem 18. Januar ist die erste der neuen Präsentationen im gesamten Lehmbruck-Trakt zu erleben. Ausgestellt werden 55 Meisterwerke der Plastik und rund 90 Zeichnungen aus allen Werkphasen des Künstlers. Die Auswahl der Zeichnungen umkreist in formaler und inhaltlicher Weise nicht nur plastische Hauptwerke in erstaunlich differenzierter Weise, sondern berücksichtigt auch Studien nach skulpturalen Vorbildern sowie Ideen für nicht realisierte oder verloren gegangene Skulpturen.

Der enorme Umfang der Sammlungen ermöglicht ein Nachvollziehen der individuellen Lernschritte des jungen Künstlers bis hin zum späten, reifen künstlerischen Ausdruck des Bildhauers in allen Facetten. Exemplarisch ausgewählten Zeichnungen zeigen die verschiedenen Funktionen und Bedeutungen, die Zeichnungen im Zusammenhang mit Skulpturen besitzen können. Skulpturen und Zeichnungen bilden Themenkreise im Werk des Künstlers, die zu einem Rundgang einladen.
In den drei Kabinetten das Lehmbruck-Traktes werden jeweils zentrale Themen des Lebenswerks des Duisburgers in den Blick genommen, etwa seine männlichen Figuren. Den berühmt gewordenen Bildnissen der Moderne - dem Emporsteigenden Jüngling (1913/14), dem Gestürzten (1915) oder dem Sitzenden Jüngling (1916/17) werden zum Teil nur selten gezeigte Zeichnungen, von denen viele aus dem erworbenen Lehmbruck-Nachlass stammen, gegenübergestellt.

Im Vergleich wird die Funktion der Zeichnung für die plastische Arbeit besonders deutlich, sei es als eine Form der Figurenfindung, als Ausdruck einer plastischen Idee oder auch einer Erinnerung des Künstlers. Im dritten Raum schließlich, der sich erneut dem großen Lehmbruck-Saal mit seiner herausragenden Architektur von Manfred Lehmbruck und den Meisterwerken seines Vaters öffnet, sind es weibliche Figuren, die mit dem Blick auf die Kniende von 1911 und den Gestürzten von 1915, zu dem Lehmbruck auch eine weibliche Figur zeichnete, zum Thema der Sammlungspräsentation werden. Gerade bei denjenigen Zeichnungen, die nicht als reine Figurenfindungen zu verstehen sind, werden allgemeine Bildhauerfragen an die menschliche Figur deutlich.
Die Neupräsentation der Lehmbruck-Sammlung ermöglicht 55 Jahre nach Fertigstellung und Ersteinrichtung des Baus von Manfred Lehmbruck für die Werke seines Vaters neue Blicke auf die Sammlung, die durch den Erwerb des Lehmbruck-Nachlasses nun dauerhaft für Duisburg gesichert werden konnte.
Dank Unterstützung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Kulturstiftung der Länder, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW, der Stadt Duisburg sowie der Duisburger Wirtschaft kann der 1.141 Werke umfassende Nachlass des Künstlers - 33 Skulpturen, 18 Gemälde, 11 Pastelle, 819 Zeichnungen und 260 Druckgrafiken - in einem geglückten Public-Private-Partnership-Modell bis zum Jahre 2011 erworben werden. Zu Jahresbeginn 2005 hatte die Familie Lehmbruck der Stadt Duisburg und der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum den Nachlass vorrangig zum Kauf angeboten.

Die Termine für die weiteren Sammlungspräsentationen zum Lebenswerk Lehmbrucks:
30. August 2009 bis 10. Januar 2010
II: Skulptur, Material und Technik
19. Januar bis 25. Juli 2010
III: Skulptur und Malerei
15. August bis 14. November 2010
IV: Skulptur und Druckgrafik

Benefizkonzert der Staatlichen Sinfonieorchester Izmir für Kinder in Not

Duisburg, 12. Januar 2008 - Am 21. Januar 2009 findet ein Benefizkonzert der Staatlichen Sinfonieorchester Izmir für Kinder in Not in der Mercatorhalle unter der Schirmherrschaft der Stadt Duisburg, Herrn Oberbürgermeister Adolf Sauerland statt. Dirigiert wird das Benefizkonzert von Betin Güneş, Dirigent des Mondial Philharmonic Orchestra, auch bekannt unter dem Namen Sinfonieorchester Köln. Veranstalter des Benefizkonzertes ist die bridges worldwide GmbH, die es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, weltweit interkulturelle Projekte, die der Integration und Völkerverständigung dienen, zu lancieren und zu organisieren.
Die türkischen Konsulate des Landes NRW werden dieses Konzert unterstützend begleiten. Insbesondere der Generalkonsul der Republik Türkei Düsseldorf Herr Hakan Kivanç. Unterstützung erfährt dieses Projekt auch durch das türkische Kultusministerium.

Zweck des Benefizkonzertes:
Der Erlös es Konzertes soll Kindern in Not zu Gute kommen, die vom Friedensdorf International betreut werden.
Seit 1967 hilft Friedensdorf International weltweit den unschuldigsten Opfern von Krisen den Kindern. Die Einrichtung leistet medizinische Einzelfallhilfe für kranke und verletzte Kinder, denen in ihrer Heimat nicht geholfen werden kann, die aber durch eine Behandlung in Europa eine Chance auf Heilung haben. Weiters werden Hilfsprojekte in Kriegs- und Krisengebieten unterstützt, um so die medizinische Versorgung vor Ort zu verbessern. Weitere Informationen: www.friedensdorf.de. Die Arbeit von Friedensdorf International ist als mildtätig anerkannt und finanziert sich fast ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

Bestsellerautor David Safier liest "Jesus liebt mich"

Jesus in love: Der neue Roman des Bestsellerautors David Safier
Am: Dienstag, 03.02.2009 um 20.15 Uhr
Wo: Mayersche Buchhandlung, Duisburg Forum, Königstraße 48, 47051
Eintritt: ? 8,-/ ? 6,- (Schüler & Studenten)
Eintrittskarten sind in der Mayerschen Buchhandlung erhältlich oder können unter 0203/ 70900400 reserviert werden.

Duisburg, 8. Januar 2008 - Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem auch noch ihre Hochzeit platzt, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Kerle zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Date, er sei Jesus. Zuerst denkt Marie, der Zimmermann hat nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch dann entpuppt er sich als der wahre Messias. Er ist wegen des Jüngsten Gerichts wieder auf die Welt zurückgekehrt. Und Marie fragt sich nun nicht nur, ob die Welt nächsten Dienstag untergehen wird, sondern auch, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.

David Safier, 1966 geboren, zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Autoren der deutschen Drehbuchszene. Nach einer journalistischen Ausbildung arbeitet er seit 1996 als Drehbuchautor. Er konzipierte zahlreiche Serien. Bekannt wurde er vor allem mit dem Drehbuch zu der TV-Serie «Berlin, Berlin», für das er unter anderem mit dem Grimme-Preis 2003 und dem Internationalen Emmy ausgezeichnet wurde. David Safier lebt und arbeitet in Bremen. Mit seinem ersten Roman «Mieses Karma» landete David Safier einen Bestseller.

Sonntagsführung: Reiner Ruthenbeck – Der Lehmbruck-Preisträger

Sonntag, 4. Januar, 11.30 Uhr: Sonntagsführung: Reiner Ruthenbeck – Der Lehmbruck-Preisträger
Mit Grit Hömke - Eintritt: 6,- / 3,- Euro
(Führung in der Kunsthalle Düsseldorf ab 15 Uhr, Kombieintritt 8,- / 4,- Euro)

Duisburg, 30. Dezember 2008 - Die erste Sonntagsführung im neuen Jahr widmet sich dem Künstler Reiner Ruthenbeck als einem der Wilhelm-Lehmbruck-Preisträger.
Reiner Ruthenbeck, geboren 1937, zählt zu den bedeutendsten Bildhauern seiner Generation und wurde 2006 mit dem renommierten Preis ausgezeichnet, der in Erinnerung an den Duisburger Wilhelm Lehmbruck von der Stadt Duisburg gestiftet wurde um Künstler zu fördern und internationale kulturelle Beziehungen aufzubauen.
Grit Hömke wird im Rahmen der Sonntagsführung Bezug nehmen auf die Geschichte des Lehmbruck-Preises, der in einem Turnus von fünf Jahren seit 1966 regelmäßig vergeben wird. Die bisherigen Preisträger waren so international bekannte Bildhauer wie Eduardo Chillida (1966), Jean Tinguely (1976), Joseph Beuys (1986), Richard Serra (1991) oder zuletzt der Koreaner Nam June Paik (2001).
Die Preisverleihung ist mit einer Ausstellung im Lehmbruck Museum verbunden. Die Ausstellung Ruthenbecks zeigt noch bis zum 11. Januar mit rund 40 Objekten und einer Reihe von Zeichnungen und Fotografien das frühe, innovative Werk des Künstlers. Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt parallel große raumbezogene Arbeiten ab den 1970er Jahren.
(Abb. Blick in die Ausstellung „Reiner Ruthenbeck“ im Lehmbruck Museum, Foto: W.J. Hannappel)