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„Das besondere Stück“ - Kleinode aus der Sammlung Köhler-Osbahr

„Das besondere Stück“ - Kleinode aus der Sammlung Köhler-Osbahr
Duisburg, 30. April 2012 - In monatlicher Folge werden herausragende Einzelstücke aus der Münz- und Antikensammlung Köhler-Osbahr vorgestellt, die jeweils in der ’Aktuellen Vitrine’ im Kultur- und Stadthistorischen Museum zu sehen sind."

Eros auf Delphin
Nicht zufällig schmückt ein Delphin das Logo des Duisburger Zoos, denn seit jeher sind die im Meer lebenden Säugetiere beliebte Sympathieträger. In der Mythologie der Antike waren sie zudem oft Begleiter von Göttern.
Die nur 10 cm hohe Tonskulptur zeigt den griechischen Gott Eros, der auf einem Delphin reitet. Sie stammt aus dem 3. Jh. v. Chr. und wurde in Unteritalien gefunden. Vermutlich war sie blau und rosa bemalt, die Oberfläche hatte man zuvor mit einer Tonschlicker-Schicht verfeinert. Die Art, wie sich der Knabe mit nur einer Hand an der Flosse hält, erinnert ein wenig an eine Rodeo-Szene. Die schwungvoll gestaltete kleine Skulptur veranschaulicht auch die Weiterentwicklung der bildnerischen Kunst in der Antike, von den starren Statuen vorgriechischer Kulturen hin zur Darstellung von natürlicher Bewegung.

Eros galt in der frühen Mythologie als eine der Urkräfte der Natur, er verkörperte Harmonie und Schöpferkraft im Universum. Meist wurde er als schön geformter, erwachsener Mann beschrieben. Erst später stellte man ihn sich als Jüngling oder nackten, geflügelten Knaben vor, versehen mit Köcher und Bogen. Das Wort "erotisch" verbinden wir heute mit einer rein sinnlichen Empfindung, nach antiker Anschauung steht Eros jedoch für mehr: eine Form der Liebe, die sinnlich, seelisch und geistig zugleich ist.
Als Sohn der aus Meerschaum geborenen Aphrodite mag es für Eros nahe liegen, sich spielerisch mit einem Delphin zu vergnügen, aber wer im Duisburger Zoo einmal die Gelegenheit bekam, die Haut eines aus dem Wasser auftauchenden Delphins zu berühren, der versteht, warum der Gott der Sinne und der Schönheit sich dieses Tier zum Gefährten wählte.

Text WSS, Foto KSM

Die Sammlung der Köhler-Osbar-Stiftung befindet sich im Kultur-und Stadthistorischen Museum, Johannes- Corputius-Platz 1 (am Innenhafen) und ist dienstags bis donnerstags von 10 – 17 Uhr, freitags von 10-14 Uhr, samstags von 10-17 Uhr und sonntags von 10-18 Uhr geöffnet.
 

plastikBAR im LehmbruckMuseum: Kunst im Zoo? 

Duisburg, 30. April 2012 - Kunst und Biologie, das ist mein Leben", sagt Jochen Duckwitz. Der Duisburger Bildhauer und ehemalige Lehrer kennt beides aus dem Effeff, und so gäbe es kaum einen besseren Vermittler, um sich mit den Kunstwerken im Duisburger Zoo zu beschäftigen. Am 3. Mai 2012 lädt die plastikBAR des LehmbruckMuseums dorthin ein, zu einem Spaziergang zwischen Skulpturen und Gehegen, zwischen Kunst und Natur. An der Seite von Jochen Duckwitz, Meisterschüler von Joseph Beuys, führt die Biologin Anja Limpinsel durch einen der beliebtesten Zoologischen Gärten Deutschlands, der neben seinem international bekannten Delfinarium und der in Deutschland einzigartigen Koala-Zucht etliche Kunstwerke beherbergt. 
 

In einem etwa zweistündigen Spaziergang befragen die beiden diese Werke und diskutieren mit den Besucher_innen, nach welchen Kriterien sich die Kunst im Zoo begreifen lässt. Von figürlich bis abstrakt, von witzig bis ernst reicht die Palette der Arbeiten, und diese "in ihrer natürlichen Umgebung" zu beobachten und zu analysieren, ist eine spannende Herausforderung für die ganze Familie. Unterbrochen wird der Spaziergang nach der Hälfte der Strecke von einer Pause an der plastikBAR, an der es auch in dieser Woche das im Eintrittspreis von 8 Euro enthaltene Getränk gibt - dieses Mal nicht zur Begrüßung, sondern zur Stärkung. 

Reichlich Bewegung bekommen die Besucher_innen der plastikBAR auch zwei Wochen später. Dann beweist Claudia Creutzburg, dass ein Museumsbesuch eine wunderbar entspannende Erfahrung sein kann. Die Ruhe, die meditative Begegnung mit den Ausstellungsobjekten und die kreative Atmosphäre tragen ihren Teil dazu bei. Dass sich dieses Erlebnis noch steigern lässt, beweist die Yoga-Lehrerin, wenn am 17. Mai die plastikBAR unter der Überschrift "Yoga und Kunst" öffnet. Eine "heilsame Begegnung" verspricht die in Essen praktizierende Yogini, und die ein oder andere ästhetisch neue Erfahrung dürfte für die Besucher_innen dazu kommen, sind sich doch Skulpturen und die Körperübungen des Yoga - die sogenannten Asanas - manchmal ähnlicher, als man denkt. 

Die plastikBAR beginnt an beiden Terminen wie immer um 19 Uhr, der Eintritt inklusive Begrüßungsgetränk kostet 8 Euro. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir für "Yoga und Kunst" jedoch um Voranmeldung per E-Mail (kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de) oder Telefon (+49 (0)203 283 2195).

Kultur bietet Augen- und Ohrenschmaus, Kulturausschuss stattdessen Chaos und Graus
BZ-auf ein Wort
von Harald Jeschke

Duisburg, 28. April 2012 - In der fast ausverkauften Mercator Halle gab es anlässlich des 9. Philharmonischen Konzerts einen Augen- und Ohrenschmaus. Dazu einige nachdenkliche Worte.  
Zu Beginn des Konzertes fand der Intendant, Dr. Alfred Wendel, besorgniserregende Worte über die Zukunft der Philharmonie.
Zusammenfassend: Es sieht überhaupt nicht gut aus!
Dann betrat der junge Wirbelwind, Frau Anu Tali, das Pult. Sie brachte das Stück Passion für Streichorchester von Erkki-Sven Tüür mit. Ein Landsmann von Anu Tali, beide stammen aus Estland.
Danach humpelte ein weiterer junger Künstler, Lukás Vondracek ( 1986 ) an den Flügel. Er hatte sich eine Verletzung am Bein zugezogen und trat mit einem Gips an. Das hinderte ihn jedoch nicht, bei dem "Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16 von Edvard Grieg" mit voller Konzentration ans Werk zu gehen.
Toll, wie er den Flügel, das Stück beherrschte. Natürlich spielte er frei, ohne Noten.
In der ersten Reihe war die überaus quirlige Dirigentin nicht zu sehen, diese kleine Person verschwand völlig hinter dem aufgeklappten Flügel. Sie war schon einmal Gast in Duisburg und damals die erste Frau am Pult des Orchesters. Es bleibt zu hoffen, dass die Musiker und die Zuhörer diese begabte Frau noch mehrmals in Duisburg erleben können.
Ob das möglich sein wird?

Übrigens:
Frau Anu Tali, die bildhübsche Dirigentin aus Estland, stand zum zweiten Mal am Pult der Duisburger Philharmoniker.
Diese junge Frau und das Orchester harmonierten anlässlich des 9. Philharmonischen Konzertes sehr miteinander.
Umso größer war die Überraschung, als Frau Tali nach dem Konzert an das Pult trat und mit bewegenden Worten auf die
führende Rolle Duisburgs in einer der ältesten und weltweit respektierten Kulturlandschaft hinwies.
Anu Tali: "Ich kann nicht schweigen. Duisburg wird auf der ganzen Welt für seine Opernaufführungen und Konzerte geachtet und geschätzt. Sorgen Sie dafür, dass das so bleibt."
Von denen, an die diese Bitte gerichtet war, die Mitglieder des Rates und des Kulturausschusses, insgesamt an die 100 Personen, waren keine Fünf (5!) zu sehen.

BZ-auf ein Wort
In der Kulturausschusssitzung wurde das Stück 'Der überforderte Vorsitzende' gegeben.
In der Hauptrolle der 'Ein-Personen-Tragödie' Frank Albrecht, seines Zeichens Ratsherr und Vorsitzender des Kulturausschusses. 
Herr Albrecht machte nicht nur auf mich einen stark überforderten Eindruck.
Die Sitzungsleitung entglitt ihm völlig, als sich ein Ratsmitglied, dass nicht dem Ausschuss angehörte und somit kein Rederecht hatte, zu Wort meldete. Mit hochrotem Kopf ließ er diesen Redebeitrag zu, obwohl seitens der SPD-Fraktion ein Antrag zur Geschäftsordnung gestellt wurde.
(Anmerkung: Anträge zur Geschäftsordnung müssen sofort, ohne Rücksicht auf eine Rednerliste, behandelt werden.)
Ausschussvorsitzender Frank Albrecht: "Nun rede ich und kein Anderer. Oder ich unterbreche die Sitzung."
Da er keine Ruhe in den Ablauf der Sitzung bringen konnte, unterbrach er diese und bat die Sprecher der Fraktionen zu sich. Was immer da ausgeheckt wurde, die Sitzung ging weiter und er verkündete, das Rechtsamt der Stadt Duisburg um eine Stellungnahme zu bitten. Nach dieser Rechtsauskunft der Verwaltung wolle er dann in Zukunft handeln.
Peinlich ist die Sache insofern, dass Frank Albrecht als gelernter Jurist und als Mitglied des Rates der Stadt Duisburg wissen muss (müsste), dass ein Ratsmitglied sehr wohl an allen Ausschusssitzungen teilnehmen kann, aber kein Rederecht hat. Peinlicher geht es wohl nicht.

 
100 Jahre Verein für Literatur und Kunst mit Roger Willemsen

Duisburg, 28. April 2012 - Der Duisburger Verein für Literatur und Kunst feiert am Samstag, 5. Mai, sein 100-jähriges Bestehen. Dazu eingeladen ist Roger Willemsen, der mit seinem Vortrag „Was will Literatur?“ ein Plädoyer für Literatur und Lesen halten wird. Wer bereits einmal einen seiner brillanten Stegreifvorträge als Plädoyer für Literatur gehört hat, konnte miterleben, wie Willemsen beim Sprechen das Denken in Exkursen vormacht. Rede-Kunst, die nicht manipulieren, sondern Horizonte öffnen will – jene Horizonte, die sich Willemsen selbst bei seinen Welt-Reisen, Reportagen und Recherchen, beim Lesen und Schreiben eröffnet haben. In den vergangenen Jahren ist Roger Willemsen immer wieder mit Vorträgen zu Themen der Literatur und der Kulturkritik aufgetreten. Zugleich webt er gerne Exkurse zu einzelnen Dichtern in seine Abendprogramme ein: zu so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Samuel Pepys, Richard Yates, Giacomo Casanova, Samuel Beckett oder Knut Hamsun.
Im Anschluss an seinen Vortrag folgt ein Gespräch zum Thema des Abends mit Gerd Herholz, Leiter des Literaturbüros Ruhr in Gladbeck. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Jazz-Trio „ChamberJazz“.
Die Veranstaltung beginnt bereits um 19 Uhr.
Eintrittskarten zum Preis von sieben Euro im Vorverkauf und acht Euro an der Abendkasse sind an der Erstinformation der Zentralbibliothek erhältlich. Mitglieder des Vereins für Literatur und Kunst haben freien Eintritt.


Roger Willemsen - Foto Jörg Steinmetz

Führungen im Museum DKM erfreuen sich großer Beliebtheit
Intergenerative Angebote im LehmbruckMuseum: Tagtool-Workshop und Workshop "GROSSARTIG"

Führungen im Museum DKM erfreuen sich großer Beliebtheit
Duisburg, 28. April 2012 - Am Maifeiertag findet die nächste kostenlose Führung im Museum DKM am Freitag, dem 4. Mai 2012, mit Klaudija Kosanovic um 16 Uhr statt.
Wie an jedem ersten Freitag im Monat findet auch am 4. Mai 2012 eine kostenlose, 60-minütige
Führung durch das Museum DKM statt. Die ständige Sammlung lässt unter dem Titel "Linien stiller
Schönheit" 5.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte sinnlich erfahrbar werden. Zeitgenössische
Kunst von Norbert Kricke, Richard Serra, Song Dong oder Ai Weiwei tritt in einen spannenden Dialog
mit 2.000 Jahre alten Werken aus Südostasien, Alt-Ägypten oder aus der Zeit Gandhāras, in der
bis in das 8. Jahrhundert hinein verschiedene kulturelle und religiöse Einflüsse verschmolzen sind.
Im Museums-Café haben die Besucher die Möglichkeit in ruhiger Atmosphäre zu verweilen.

Anmeldung zu der Führung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0. Es gelten lediglich die üblichen Eintrittspreise. Reguläre Öffnungszeiten: Fr – Mo: 12:00 – 18:00 h. Di – Do: für Gruppen nach Vereinbarung. Eintritt: Erwachsene 10 EUR | Ermäßigt 5 EUR


Tadaaki Kuwayama und Ai Weiwei; Foto: Werner J. Hannappel, © Stiftung DKM

Intergenerative Angebote im LehmbruckMuseum: Tagtool-Workshop und Workshop "GROSSARTIG"
Bei zwei Workshops des LehmbruckMuseums im Mai soll die Kunst das Medium sein, Senioren und Jugendliche miteinander ins Gespräch zu bringen. Erprobt werden dabei innovative Zugänge zur Kunst, die für beide Generationen spannend sind und die es ermöglichen, die jeweiligen Kompetenzen einzubringen.
So findet Anfang Mai im LehmbruckMuseum ein Tagtool-Projekt statt, bei dem sich Jugendliche und Senioren künstlerisch über neue Medien austauschen. Ein Tagtool ist ein Werkzeug zur Erstellung digitaler Zeichnungen; mit ihm kann gleichzeitig gezeichnet, die Zeichnung animiert und auf eine Fläche projiziert werden. Es entstehen (unter Anleitung des Berliner Tagtool-Künstlers Andreas Dzialocha und der Kunstvermittlerin Teresa Grünhage) live Geschichten, die vor Ort im Museum auf Skulpturen oder Wände projiziert werden. Beim Tagtool-Projekt arbeiten je ein_e Jugendliche_r und ein_e Senior_in gemeinsam an einer Präsentation. Von den Teilnehmer_innen mitgebrachte Fotos zum Thema "Ein besonderer Augenblick in meinem Leben" bilden den Ausgangspunkt für die erzählerischen Projektionen, bei denen die Skulpturen des Museums einbezogen werden.

Das Projekt findet im Rahmen des europäischen Programmes geschützte E-Mail-Adresse als Grafik - Generationsbegegnung durch die kreative Nutzung digitaler Medien" statt. Es kann wahlweise der ein- oder der viertägige Workshop gebucht werden.

Der mehrtägige Workshop richtet sich nicht an Großeltern mit ihren Enkelkindern, sondern ist auch "ohne Verwandtschaft" buchbar. Die Tagtool-Partner_innen lernen sich während des Workshops kennen. Termin mehrtägiger Workshop: 7. bis 10. Mai 2012 Termin eintägiger Workshop für Großeltern + Enkelkinder: 6. Mai 2012. Teilnahmegebühr: pro Senior_in + Enkelkind/er 20 Euro

Das zweite Angebot, die Workshop-Reihe "GROSSARTIG", ist eine Kooperationsveranstaltung der beiden Duisburger Kunstmuseen Museum DKM und LehmbruckMuseum. Sie richtet sich an Großeltern und Enkelkinder, die am Wochenende gemeinsam Kunst genießen möchten. Zusammen mit dem Künstler Michael Ganß erkunden beide Generationen die Museen und tauschen sich über ausgewählte Kunstwerke und die darüber entstehenden Gedanken und Emotionen aus. Unter künstlerischer Anleitung haben sie im Anschluss im BesucherAtelier des LehmbruckMuseums die Gelegenheit, mit verschiedenen Materialien ein Kunstwerk zu gestalten, das den Nachmittag noch lange in Erinnerung bleiben lässt. Das Thema dieses Workshops ist die Begegnung.

Termin: Sonntag, 20. Mai 2012, 15 bis 17 Uhr. Treffpunkt: Kasse des LehmbruckMuseums
Teilnahmegebühr: pro Senior_in + Enkelkind/er 20 Euro
Anmeldung zu beiden Workshops unter +49 (0)203 283 2195, dienstags 10 bis 16 Uhr, mittwochs bis freitags 10 bis 14 Uhr.

 

Stadtfenster: Mit der Raumknappheit leben müssen - Von Harald Jeschke

Duisburg, 27. April 2012 - Sie war auch für seltene Besucher deutlich spürbar, die derzeit bedrückende Atmosphäre in der Sitzung des Kulturausschusses. Ohne irgendein mythologisches Relikt zitieren zu müssen war klar, dass es im Bereich der Kultur zu weitreichenden und absolut negativen Auswirkungen kommen kann und wird.
Der Nothaushalt der Stadt schlägt in den sozialen Bereichen, ab er ganz sicher auch im kulturellen Sektor voll durch. Es macht hier auch keinen großen Sinn, alles aufzuführen, was diese Stadt - und andere 160 auch in NRW - seit Jahrzehnten niederdrückt. Und es ist auch klar, dass es mit großer Hilfe von anderer Seite nichts wird.

Immer wieder wurde von Mitgliedern des Ausschusses das drohende Aus der Kooperation der Deutschen Oper am Rhein vor Augen gehalten, welch wichtige internationale Anerkennung bei Auftritten von Weltstars bei den Philharmonischen Konzerte die Stadt seit Bestehen dieser auch viel beneideten Kooperation bringt. Das alles steht auf dem Prüfstand.

Die wunderbaren Ankündigungen von Intendant Dr. Alfred Wendel zu den Philharmonischen Konzerten mit der unglaublich anmutenden Vielfalt an Dirigenten und Musikern mit Weltruhm löste Vorfreude auf die kommende Saison und tiefe Sorge zugleich aus.

Die direkten Auswirkungen der Finanznot sind auch beim Bau sowie der Ausstattung des neuen Domizils der Stadtbibliothek deutlich erkennbar. Das seit Jahren konzipierte "Sparmodell" des neuen Domizils an der Universitätsstraße ist aufgrund des Spardiktats nicht mehr als eine Kompromisslösung. Diese abgespeckte Lösung hat keine Aussicht auf Entwicklung.
 

Der Verlust der Gesamtfläche gegenüber dem bisherigen Standort an der Düsseldorfer Straße beträgt sicher 1500 Quadratmeter, da nicht wie im Jahre 2005 ursprünglich mit fünf sondern nur noch die abgespeckte Form mit vier Stockwerken zur Verfügung steht, kann sich aber auf insgesamt 1900 Quadratmeter erhöhen. Das Sparmodell bringt es auch mit sich, dass in der oberen vierten Etage die Büros der 70 Mitarbeiter auch kein Tageslicht zur Verfügung stehen wird.

Dr. Jan-Pieter Barbian, Chef der Stadtbibliothek, machte es anhand nüchterner Zahlen überdeutlich: "Am alten Standort haben wir 8537 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, im Stadtfenster sind es nur noch 7041 Quadratmeter. Zum Vergleich; Dortmund und Essen verfügen über 17 000 Quadratmeter. Dabei stehen auch immer noch 400 Quadratmeter für die Planungen zum NS-Dokumentationscenter im Raum, sofern dieses Center aber überhaupt verwirklicht werden kann. Diese Einschränkungen verursachen natürlich enorme Probleme bei den Abläufen."  
Auch bei der Ausstattung gab es durch die finanziellen Engpässe erhebliche Einschränkungen. Von den eigentlich geplanten 10 Millionen Euro für die Gesamtausstattung des neuen Domizils sollen im Endeffekt nur noch 7,8 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Abrufen konnte der Hüter der Lese- und Informationsstruktur aus dem Budget der Jahre 2008 und 2009 lediglich 4,9 Millionen Euro. Ob und wann die schon nur als Minimalsumme angedachten 7,8 Millionen Euro fließen werden verursacht nur fatalistisches Achselzucken.
 

Dr. Barbian stellte dann die einzelnen Etagen vor und wies darauf hin, dass der zentrale Eingang an der in diesem Bereich überbauten Universitätsstraße liegt, nicht an der Münzstraße. Zu den Engpässen räumlicher Art zählt in Zukunft auch, dass es keinen größeren Veranstaltungsraum mehr geben wird. Im Brückenteil der Bibliothek an der Universitätsstraße wird es aber eine Multifunktionsfläche geben, wo auch am Abend Lesungen mit Imbiss- und Getränkeangebot stattfinden können. Dies ist für maximal für 170 bis 180 Personen ausgelegt.
Konzipiert wurde auch ein Selbstlernzentrum, was mit einer Reihe von Computern ausgestattet sein wird. Im Bereich der Verbindungsbrücke über der Universitätsstraße in der ersten Etage soll die Kinder- und Jugendbibliothek angesiedelt werden. Für unterschiedliche Altersgruppen bis zu 12 Jahren wird ein Erlebnisraum sowie ein Schülerzentrum mit Freizeitcharakter eingerichtet.
In der zweiten Etage wird das "Schöngeistige" angesiedelt. Dort wird es aber auch einen Fantasie-, Thriller, Sprach- und Zeitschriftenlesebereich geben.

Wichtig wird das neue Buchungssystem sein, dass alles viel schneller abwicklen soll. So kann ein einzelnes Buchungsgerät eine Vielzahl von Leihgaben auf einmal buchen, was auch für die Rückgabe mit Selbstverbuchung der Fall sein soll. Keine Chance wird es aber in Hinsicht auf eine in der Zukunft vielleicht nötig werdende Erweiterung geben.

Fotomontage Multi Development

Die Eckpfeiler der Kosten erklärte Uwe Rohde, Chef der städtischen Tochter Immobilien-Management-Duisburg (IMD) und Bauherr. Das ursprünglich von Multi Development als Entwickler und der Sparkasse Duisburg als Investor geplante Projekt wird nach dem Rückzug des Geldinstituts nun auch vom Entwickler Multi Development finanziert.

Die Laufzeit des Mietvertrages mit der Stadt beträgt zunächst 20 Jahre, wobei es gleich zwei je fünfjährige Optionen zur Verlängerung für eine 30-jährige Gesamtlaufzeit geben könnte. "Danach müsste man schauen, was angesagt ist", erklärte Uwe Rohde. Und: "Die Kaltmiete beträgt hier jährlich 1,6 Millionen Euro, wobei der Anteil der Bibliothek 1,1 Millionen Euro, der der VHS 500 00 Euro beträgt. Bei den Betriebskoten haben wir insgesamt 330 00 Euro kalkuliert, wobei der Anteil der Bibliothek mit 227 000 Euro veranschlagt wurde."

 

Beim Abriss des alten Boeckerhauses bzw. dem jetzt anstehenden Neubau gab es wie vermutet archäologische Funde. Axel Funke, Geschäftsführer vom Entwickler und Investor Multi Development berichtete ausführlich über die Freilegung eines Kellers, der der alten Universität zugeordnet werden konnte. Das alles hat mit der Freilegung und Sicherung natürlich mehr Zeit in Anspruch genommen und zudem war es nicht so einfach, so Axel Funke, den feuchten Keller, die Treppe dorthin sowie Gänge zu sichern und in die Gesamtstatik einzubeziehen. Es handelte sich um den Keller des Ordenshauses, das neben der Unikirche gelegen als Auditorium genutzt wurde und auch über den Keller mit einem schmalen Zugang verfügte.

 

9. Philharmonisches Konzert in der Mercatorhalle - Anu Talis Appel

Duisburg, 27. April 2012 - In der fast ausverkauften Mercator Halle gab es anlässlich dieses Konzertes einen Augen und Ohrenschmaus und nachdenkliche Worte.
Zu Beginn des Konzertes fand der Intendant, Dr. Alfred Wendel, Besorgnis erregende Worte um die Zukunft der Philharmonie. Zusammenfassend: "Es sieht überhaupt nicht gut aus!" Dann betrat der junge Wirbelwind, Frau Anu Tali, das Pult. Sie brachte das Stück Passion für Streichorchester von Erkki-Sven Tüür mit, der wie sie aus Estland stammt. Danach humpelte ein weiterer junger Künstler, Lukás Vondracek (1986 geboren) an den Flügel. Er hatte sich eine Verletzung am Bein zugezogen und war eingegipst. Das hinderte ihn jedoch nicht bei dem "Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16 von Edvard Grieg" mit voller Konzentration ans Werk zu gehen und in beeindruckender Art und Weise den Flügel und das Stück beherrschte. Natürlich spielte er frei ohne Noten. In der ersten Reihe war die überaus quirlige Dirigentin nicht zu sehen. Diese kleine Person verschwand völlig hinter dem aufgeklappten Flügel. Sie war schon einmal Gast in Duisburg und damals die erste Frau am Pult des Orchesters. Es bleibt zu hoffen, dass die Musiker und die Zuhörer diese begabte Frau auch weiterhin in Duisburg erleben können. Ob das möglich sein wird?
 

Übrigens: Frau Anu Tali, die bildhübsche Dirigentin aus Estland, stand zum zweiten Mal am Pult der Duisburger Philharmoniker. Diese junge Frau und das Orchester harmonierten anlässlich des 9. Philharmonischen Konzertes absolut miteinander. Umso größer war die Überraschung, als Frau Tali nach dem Konzert an das Pult trat und mit bewegenden Worten auf die führende Rolle Duisburgs in einer der ältesten und weltweit respektierten Kulturlandschaft hinwies. "Ich kann nicht schweigen. Duisburg wird auf der ganzen Welt für seine Opernaufführungen und Konzerte geachtet und geschätzt. Sorgen Sie dafür, dass das so bleibt."
Von denen, an die diese Bitte gerichtet war, die Mitglieder des Rates und des Kulturausschusses - insgesamt an die 100 Personen - waren keine fünf (!  anwesend. Klaus de Jong

 

Per Kirkeby, Maler und Poet"

Duisburg, 25. April 2012 - Per Kirkeby, Maler und Poet" lädt das MKM Museum Küppersmühle am Donnerstag, dem 26. April 2012, zu einer Führung mit Lesung der Text von Per Kirkeby ein. Besucher lernen beim Rundgang durch die Ausstellung im MKM nicht nur den Künstler und sein Werk kennen, sondern erhalten Einblicke in das vielseitige literarische Schaffen Kirkebys, der 1982 gar zum Mitglied der dänischen Literarturakademie ernannt wurde.
Die Veranstaltung findet in der Ausstellung statt und wird von Jörg Mascherrek und Sabine Falkenbach geleitet. Beginn ist 18.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 8,- EUR an der Abendkasse im Museum Küppersmühle, inklusive Eintritt in die Ausstellung.
Interessierte Besucher bitten wir um Anmeldung unter 0203/30 19 48 10 oder t.kohn@museum-kueppersmuehle.de, freuen uns aber natürlich auch über ganz kurz Entschlossene.


Kostenlose SONDERFÜHRUNG am Maifeiertag im Museum DKM

Dienstag, 1. Mai 2012, 16 Uhr - mit dem Museumsgründer Klaus Maas
Wer einen ruhigen und inspirierenden Maifeiertag erleben möchte, ist um 16 Uhr herzlich in das Museum DKM eingeladen. Die beiden Museumsgründer werden die Führung übernehmen, die Sammlung vorstellen und den Besuchern einen interessanten Einblick in das Konzept des Museums geben. Wer das Museum DKM noch nicht kennt oder besser kennenlernen möchte, hat somit die besondere Gelegenheit eine kostenlose Führung „aus erster Hand“ zu erhalten.
Zu entdecken ist eine einzigartige Sammlung, die 5.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte sinnlich erfahrbar macht. In einem spannenden Dialog zwischen Alt und Neu begegnen sich zeitgenössische Kunst seit den 1960er Jahren aus Europa, Amerika, Asien (z.B. von Norbert Kricke, Richard Serra, Ai Weiwei oder Lee Ufan) und bis zu 5.000 Jahre alte Kunst aus Südostasien, Alt-Ägypten und Gandhāra. Im Museums-Café können in ruhiger Atmosphäre hervorragender Kaffee und italienisches Gebäck genossen werden.

Das Museum ist am Maifeiertag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Für die Führung gelten lediglich die üblichen Eintrittspreise von 10,- EUR oder ermäßigt 5,- EUR.
Anmeldung zu der Führung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0, täglich von 12 bis 18 Uhr.
Reguläre Öffnungszeiten: Fr–Mo: 12:00–18:00 Uhr - Di–Do: für Gruppen nach Vereinbarung

 

Besucherzahlen der Duisburger Museen

Duisburg, 24. April 2012 - Für die städtischen bzw. stadtnahen Museen stellen sich die Besucherzahlen in den vergangenen 2 Jahren wie folgt dar:

Einrichtung    
Kultur- und Stadthistorisches Museum 2010 2011
Gesamtzahl 24.239 26.963
Einzelkarten 4.653 6.334
Gruppenkarten 1.994 2.780
Dauerkarten - -
Gesamtzahl Einzel-, Gruppen-, Dauerkarten 6.647 9.114
Freier Eintritt (insb. Schulen, Ausstellungs-Eröffnungen, Sonderveranstaltungen) 17.592 17.849
     
Museum der Deutschen Binnenschifffahrt    
Gesamtbesucherzahl 43.076 37.034
Einzelkarten 17.086 13.156
Gruppenkarten 12.882 10.478
Dauerkarten - -
Gesamtzahl Einzel-, Gruppen-, Dauerkarten 29.968 23.634
 Freier Eintritt (insb. Schulen, Hafenfest, Kinderfest, Nacht der Industriekultur,
Ausstellungseröffnungen, Sonder-Veranstaltungen)
13.108 13.400
     
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum    
Gesamtbesucherzahl 51.074 45.544
Einzelkarten 28.160 23.534
Gruppenkarten 13.331 8.823
Dauerkarten 1.267 581
Gesamtzahl Einzel-, Gruppen-, Dauerkarten 42.758 32.938
Freier Eintritt (insb. Ausstellungs-Eröffnungen, Sonderveranstaltungen) 6.542 7.884
sonstige Besucher und Gäste (Kindergeburtstage, Partnergutscheine 2 zu 1,
RUHR.TOPCARD, Kunstberatung, Konzerte, plastikBAR u.Ä.)
1.774 4.722

I. Grundsätzliche Anmerkungen zu den Eintrittspreisen:
- Gem. DS 2811/1 vom 04.09.2001 haben Schulklassen grundsätzlich freien Eintritt zu den Museen der Stadt Duisburg.
II. Anmerkungen zur Entwicklung der Besucherzahlen:
- Kultur- und Stadthistorisches Museum
Das Kultur- und Stadthistorische Museum präsentierte 2011 die Ausstellungen „Faszination Keramik – Die Maya und Teotihuacan“, die aus der Zustiftung Kurt Sandweg in die Sammlung Köhler-Osbahr entstand, sowie „Die Farben meiner Träume – Frühe Kelims aus Anatolien“, eine hochrangige Privatsammlung, die dem Museum als kostenfreie Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde.
Aus Anlass des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei entstand die Sonderausstellung „Schmelztiegel Duisburg – 500 Jahre Zuwanderungsgeschichte(n)“, ein Projekt, durch das neue Zielgruppen erreicht werden konnten: Zahlreiche Gäste nahmen das Duisburger Stadtmuseum erstmalig als Ort wahr, in dem auch ihre ganz persönliche Geschichte gewürdigt wird.
Zum Angebot des Museums in 2011 gehörte außerdem ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, insbesondere an den besucherstarken Sonntagen. Hervorzuheben sind hier die Aktionen und Workshops zu den Marinamärkten, die „Extraschicht - Nacht der Industriekultur“ sowie weitere Events mit freiem Eintritt. Die Köhler-Osbahr-Stiftung/Sammlung Köhler-Osbahr brachte sich darüber hinaus mit eigenen Formaten erfolgreich in das Museumsprogramm ein, u.a. mit Münzenberatungen
sowie, in Kooperation mit der Bürgerstiftung Duisburg, dem „2. Musealen Sommerfest“.

- Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Gesamt-Besucherzahl in 2011 zurückgegangen. Zum einen konnte der Kulturhauptstadt-Effekt des Vorjahres nicht ins Folgejahr übertragen werden, zum anderen zeigte sich allgemein eine Zurückhaltung der zahlenden Besucher. Dagegen hat sich die Zahl der nicht zahlenden Besucher im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht.
Das spezielle Programm für Kindertagesstätten und die ersten beiden Grundschulklassen („Schiff Ahoi“) entwickelt sich weiterhin sehr gut. Weil die Resonanz bei weiteren Schüler und Jugendgruppen jedoch noch nicht ausreichend ist, wird derzeit an einer Weiterentwicklung des „Schiff-Ahoi“-Programms auch für diese Altersklassen gearbeitet.
Um die Attraktivität des Museums weiter zu steigern und damit auch Besucherpotenziale zu erschließen, wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt, das zunächst auf eine viel stärkere Zusammenarbeit mit der Logistikbranche in Duisburg setzt, um so Drittmittel einzuwerben. Eine weitere wichtige Maßnahme wird es sein, die preisgünstigen Möglichkeiten des Internets, insbesondere des Web 2.0, für die PR zu nutzen. Anzumerken ist, dass eine Reduzierung im Ausstellungsetat dazu führen wird, dass Sonderausstellungen und Marketingmaßnahmen nicht mehr durchgeführt werden können, was dann zu einem weiteren Rückgang der Besucherzahlen führen würde.

- Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Die Gesamtbesucherzahl konnte 2011 die Marke des Vorjahres nicht erreichen. 2010 konnte das Lehmbruck Museum aufgrund des starken touristischen Zustroms durch die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 und die in dem Jahr sehr gut besuchte Ausstellung zu Alberto Giacometti mehr Besucher als im Jahr 2011 generieren. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass 2011 die im Vergleich kleinen Ausstellungen von Fabrice Samyn, Erika Hock, die Sammlungen Houben & Welker und Carl Emanuel Wolff in das Sommerloch fielen und die Sommerferien in NRW relativ spät begonnen haben, daher wurde bereits im Vorfeld für diese Zeit keine größere Ausstellung geplant.
Darüber hinaus war im Zeitraum 24. August bis 23. September aufgrund der großen Umbauarbeiten für die kommende Ausstellung der Eintritt in das Lehmbruck Museum frei. Die große Ausstellung „100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911“ konnte erst ab Beginn der Weihnachtszeit viele Besucher locken. Dies ging einher mit dem Zeitpunkt, zu dem die Medien vermehrt auf die Ausstellung aufmerksam geworden ist.
2011 konnte im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Besucherzahlen durch die Nutzer der RUHR.TOPCARD festgestellt werden. Ebenso ist zu vermerken, dass die Besucherzahlen der Konzerte anlässlich der Ausstellung „100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911“ und die der plastikBAR zur Steigerung der Zahlen bei den „sonstigen Besuchern und Gästen“ beitragen konnten.
 

 
Sonntagsführung im LehmbruckMuseum: "Licht und Liebe" im Kant-Park

Duisburg, 19. April 2012 - Seit einem Jahr gibt es im LehmbruckMuseum die Führungsreihe "Kunst und Natur im Dialog". Zu jeder Jahreszeit stellen die Kunstvermittlerin Friederike Winkler und die Gartenarchitektin Mila Langbehn darin ausgewählte Kunstwerke und ihr Umfeld vor: den Kant-Park. Die erste Parkführung des Jahres 2012 findet nun am Sonntag (22. April 2012) um 11.30 Uhr statt. Das Thema: "Licht und Liebe".

Die Führung beginnt im Museum in der lichtdurchfluteten Architektur des Lehmbruck-Trakts mit den Kunstwerken "Liebende Köpfe" von Wilhelm Lehmbruck und "Paar" von Georg Minne. Danach geht es in den schon frühlingshaften Park, wo weitere Werke im Dialog mit der Natur betrachtet und das Spiel des Lichts und verschiedene Aspekte der Liebe erkundet werden. Das frische Grün der neu ausgetriebenen Blätter und die bunten Blüten der Frühjahrsblüher begleiten bei diesem Rundgang, dessen Schwerpunkt "Die Morgenröte" von Anselm Stadler, "... der Liebe" von Ansgar Nierhoff, "Würfelkonstruktion" von Alf Lechner und "Liegende" von Werner Stötzer bilden. Diese Werke interpretieren das Thema Licht und Liebe auf ganz unterschiedliche Weise und erschließen im Vergleich ein umfassendes Verständnis der künstlerischen Sichtweise.
Treffpunkt für die Führung ist die Kasse des LehmbruckMuseums, die Teilnahme kostet 8, ermäßigt 5 Euro (Museumseintritt enthalten).
 

Ist das Traumzeit-Festival 2012 (noch) zu retten?

Duisburg, 18. April 2012 - Vier junge Duisburger, Ruth Bamberg, Luise Hoyer, Phillip Micol und Eckart Pressler sind fest davon überzeugt, das Traumzeit-Festival retten zu können.
Sie wollen einen Verein gründen, haben fleißig Gelder gesammelt, immerhin schon ca. 15.000.00 €. Den Veranstaltungsort für den Monat Juli 2012 im Landschaftspark haben sie angefragt.
Was fehlt? Eine Menge.
Zuerst einmal ca. hunderttausend Euro. Das ist kein Pappenstiel, doch die Traumzeit Retter sind da
voller Zuversicht. Sie haben ein Programm 1000 mal 100 Euro aufgelegt. Sie rechnen damit, dass sich sehr wohl Duisburger Firmen aber auch Privatleute finden lassen, die diese 100 Euro spenden.
Weiter werden Sie Marketing-Artikel anbieten, Benefizkonzerte veranstalten und eine CD
mit dem Titel "Meine Stadt" zum Preise von 5 Euro anbieten. Der Erlös aus den Verkäufen geht an den
Verein.
Die Vorstandsmitglieder haben eine Menge vor und wollen auf Biegen und Brechen das "Traumzeit Festival" noch in 2012 retten. Das sei Ihnen gegönnt. Sicherlich gibt es in dieser Stadt ein Klientel für dieses Festival. Das muss gefunden und angesprochen werden, denn die Eintrittsgelder sind ein Fixpunkt im Kostenplan. Nur: Sie machen handwerkliche Fehler - siehe unten stehenden Kommentar. Den aktuellen Stand der Dinge erfahren Sie auf
www.taumzeitretter.de  deJo

Unsere Meinung:
Voller Elan hat sich eine Gruppe junger Menschen aufgemacht um das Traumzeit Festival 2012
zu retten. Ein, zwar abgespecktes, Programm ist entworfen. Eine beachtliche Summe Geld ist gesammelt.
Aber:
Man wird sich zu Tode tagen. Es wird diskutiert ohne Ende, Vorschläge unterbreitet, ja eine Satzung entworfen. Eine solche muss aber von der Mitgliederversammlung genehmigt werden. Auch muss sie den Vorstand wählen, die Beitragshöhe festlegen und viele andere Dinge regeln.
Es gibt sie, die Mitglieder, bis heute nicht. Ohne Mitglieder, keine Mitgliederversammlung und ohne diese keinen Verein. Ohne Eintrag in das Vereinsregister keine Spenden Quittungen.
Man hat versäumt Mitgliederanträge auszulegen um eine Vereinsgründung in die Wege zu leiten.
Es werden Spenden gesammelt ohne Gewissheit Spendenquittungen ausstellen zu dürfen.
Alles ist beantragt, aber Nichts zu Ende geführt. Abschließend noch etwas zur Stadt Knete.
Die Regierungspräsidentin genehmigt keine freiwilligen Leistungen mehr. Das hat Sie mehrfach schriftlich festgelegt.  Klaus de Jong
 

plastikBAR im LehmbruckMuseum: Kunst und Philosophie der Wahrnehmung

Wilhelms Wohnzimmer - Musik, Tanz, Kunst und Aktion im LehmbruckMuseum

plastikBAR im LehmbruckMuseum: Kunst und Philosophie der Wahrnehmung


Duisburg, 11. April 2012 - "Wahrnehmung" ist sowohl für die Produktion, Rezeption und die Vermittlung von Kunst als auch für die Kunstphilosophie ein zentraler Begriff. Er steht bei der philosophischen Diskussion in der plastikBAR des LehmbruckMuseums am 12. April im Mittelpunkt. An diesem Abend wird Georg Mallitz um 19 Uhr den Wahrnehmungsbegriff historisch-kritisch herleiten, auffächern und mit den BesucherInnen zusammen auf seinen aktuellen Gehalt überprüfen. Das Gespräch wird einmünden in die Beantwortung der Frage, ob das LehmbruckMuseum einen Hausphilosophen braucht oder nicht. Sofern diese Frage bejaht wird, wird gemeinsam überlegt und beratschlagt, wie eine solche Tätigkeit aussehen könnte.
Wie immer gilt auch für diesen Abend: Mitphilosophieren kann jede/r, ein spezielles Vorwissen ist nicht Bedingung! Dass die Gedanken dennoch nicht allzu weit auseinander laufen, dafür sorgt der Moderator Georg Mallitz. Selbst in Philosophie und Geologie ausgebildet, zugleich als Kunstvermittler und freier Kurator tätig, verfügt er über den entsprechenden Hintergrund, um stets den Überblick zu behalten. Für das leibliche Wohl ist durch die plastikBAR gesorgt, in der die zum Gespräch anregenden Getränke bereit gehalten werden. Natürlich ist - wie jeden Donnerstagabend - ein Begrüßungsgetränk im Eintrittspreis von 8 Euro enthalten.
 

Wilhelms Wohnzimmer - Musik, Tanz, Kunst und Aktion im LehmbruckMuseum

Wenn es Nacht wird im LehmbruckMuseum, gehen die Lichter an - zumindest, wenn "Wilhelms Wohnzimmer" öffnet. Seit im Oktober ein Teil des Museums zum ersten Mal zur Tanzfläche wurde, lädt "Jugend trifft Kunst" regelmäßig in das zurechtgemachte Untergeschoss ein, um zu quatschen und zu feiern - mit Kunst, Musik, Tanz und Aktion. In dieser ungewöhnlichen Retro-Location, zwischen Großelternsofa und Discolicht, tritt am 21. April die Band "PinkePank" aus Mülheim auf, vier Freunde, die es seit ihrer Gründung 2010 immerhin schon zur "Mülheimer Nachwuchsband 2011" geschafft haben. im September ist mit "Between Mustard and Sublimation" zudem ihr erstes Album erschienen. Dessen Mischung aus Alternative, Funk, Indie und Bluesrock tragen sie mit einer gesunden Portion 60er Jahre auch in Wilhelms Wohnzimmer, um später die Bühne für DJ kurella de ville freizumachen und die Tanzfläche freizugeben.

Den Bogen zur Kunst schlägt an diesem Abend ein "Cindy-Sherman-Look-Alike-Contest", bei dem die Gäste in die absonderlichsten Rollen schlüpfen und sich fotografieren lassen können - frei nach dem Vorbild der US-amerikanischen Künstlerin, deren Fotoserien Fragen nach Identität und Rollenbildern, Körperlichkeit und Sexualität stellen. Alle Fotos können anschließend an einem Contest teilnehmen und werden live an die Museumswände projiziert. Somit können die Gäste nicht nur feiern, sie können auch für einen Abend Teil des Museums werden.

"Wilhelms Wohnzimmer" öffnet am Samstag, den 21. April 2012, von 18 bis 23.30 Uhr, der Eintritt kostet 3 Euro.

 

Frühlingsausstellung und Niederrhein-Lesung in der Zentralbibliothek
Die vierte „DuisBuch“ kommt

Frühlingsausstellung in der Zentralbibliothek
Duisburg, 11. April 2012 -Unter dem Titel „Vom Leben am Niederrhein“ zeigt die Zentralbibliothek vom 23. April bis 26. Mai 2011 Aquarelle der Künstlerin Sabine Abel. Die Bilder von Sabine Abel sind von einem modernen Naturalismus geprägt, der die schöne heile Welt nicht vorgaukelt, sondern sie aufspürt. Ihr Beruf als Schauwerbegestalterin und ihr nachfolgendes Kunststudium legten einen soliden Grundstock für ihr Schaffen.
Die in der Ausstellung gezeigten Aquarelle sind Original-Illustrationen, die sie für „Das kleine Buch vom Leben am Niederrhein“ geschaffen hat. Mit viel Humor wird hier das Landleben einer Bauernfamilie und die Besonderheiten der niederrheinischen Lebensart und Landschaft erzählt. Bei Sabine Abel stehen uralte Bäume mit ihren Runzeln und knorrigen Wurzeln, verwunschene Gärten mit der Blütenfülle von Hortensien und Clematis, oder die naturbelassene Schönheit uriger Landschaften und alter Häuser ebenso im Fokus wie eigenartige Leute und seltsame Tiere.
Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Mercator-Verlag Duisburg gezeigt. Die Künstlerin wird anwesend sein.
Niederrhein-Lesung in der Zentralbibliothek
Der Mercator-Verlag und die Stadtbibliothek laden am Dienstag, 24. April, um 20: Uhr zu ihrer dritten gemeinsamen Niederrhein-Lesung in die Zentralbibliothek an der Düsseldorfer Straße ein. Zu Gast ist Christian Behrens, der „Das kleine Buch vom Leben am Niederrhein“ vorstellen wird. Zusammen mit Sabine Abel, die die heiteren Gedichte und kleinen Texte mit ihren liebevollen Illustrationen zum Leben erweckt, schaut er augenzwinkernd, voller Lebenslust und mit dem Blick für die kleinen Schönheiten des Alltags auf den Niederrheiner.
Sabine Abels witzige und außergewöhnliche Zeichnungen und Aquarelle, die im Original ab 23. April in der Zentralbibliothek ausgestellt werden, vereinen sich mit den Gedichten und Geschichten von Christian Behrens zu einem niederrheinischen Gesamtkunstwerk über all die großartigen Kleinigkeiten des Niederrheins vom Reibekuchenbacken bis zum Treckerfahren. Immer sind es die Kleinigkeiten, die wesentlichen und menschlichen Miniaturen, die Christian Behrens zum Staunen bringen und ihm die Vorlagen zu seinen Veröffentlichungen, aber auch zu seinen regelmäßigen Kleinkunstprogrammen liefern. Christian Behrens lebt seit 1996 als freiberuflicher Autor, Fotograf und Kleinkünstler in und von seinen „Kleinen Welten“. „Das kleine Buch vom Leben am Niederrhein“ gilt mittlerweile als niederrheinisches Kultobjekt und liegt bereits in zweiter Auflage vor.
Karten für die Lesung sind an der Erstinformation der Zentralbibliothek erhältlich und kosten im Vorverkauf vier Euro, an der Abendkasse fünf Euro.

Die vierte „DuisBuch“ kommt
„Herzlich Willkommen zur DuisBuch“ heißt es am Montag, 23. April, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek an der Düsseldorfer Straße. Diesmal laden die Duisburger Buchhändlerinnen Linda Broszeit, Bücherinsel Rheinhausen; Elisabeth Evertz, Buchhandlung Scheuermann; Kitty Görner von „Flummi –Die Buchhandlung” und Gabi Scheibe von der Buchhandlung „Was ihr wollt” zum vierten Mal zur Buchvorstellung ein. Am Welttag des Buches präsentieren sie ihre Highlights aus den Neuvorstellungen der Leipziger Buchmesse und wie immer auch ihre ganz persönlichen Favoriten.
Garantiert wird wieder ein literarisch schöner und unterhaltsamer Abend, den die Buchhändlerinnen mit Geschenkempfehlungen für alle Gelegenheiten abrunden werden. Der Eintritt kostet fünf Euro und wird für die Anschaffung neuer Medien dem Buchpatenprojekt der Duisburger Bürgerstiftung Bibliothek gespendet. Eintrittskarten sind in der Zentralbibliothek und in den beteiligten Buchhandlungen erhältlich.
- Bücherinsel Linda Broszeit, Friedrich-Alfred-Straße 93, 47226 Duisburg, 02065 / 31011
- Flummi – Die Buchhandlung, Gerhart-Hauptmann-Straße 6, 47058 Duisburg, 0203 / 3469130
- Buchhandlung Scheuermann, Sonnenwall 30, 47051 Duisburg, 0203/ 20359
- Was ihr wollt Buchhandlung, Münchener Straße 52, 47249 Duisburg, 0203 / 791369

„Notkirche“ Duissern: Theater Quintessenz zeigt „Kunst“ von Yasmina Reza

Duisburg, 3. April 2012 - Nach dem großen Erfolg der Premiere präsentiert die freie Theatergruppe Quintessenz am Freitag, 18.05.2012 um 19.30 Uhr in der „Notkirche“ in Duisburg-Duissern noch einmal das Theaterstück „Kunst“ von Yasmina Reza.
Zum Inhalt: Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde von etwa ein Meter auf ein Meter zwanzig. Der Untergrund ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weiße Querstreifen erkennen. Dieses Bild, für das Serge hunderttausend Euro bezahlt hat, wird zum Anlass für einen turbulenten Konflikt. Denn seine Freunde Marc und Yvan sehen den Kunstkauf anders. In ihrem Streit, in den jeder der drei seine ganz eigenen Probleme einbringt, wird das Bild beinahe zur Nebensache und die drei Freunde erleben, wie ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird.

Mit leichter Hand und ironischem Humor lotet die Autorin geschickt die wohlbehütete Banalität gutbürgerlicher Existenz aus und erzählt fast beiläufig von Selbsttäuschung und der Brüchigkeit scheinbar so sicherer Lebensläufe. Von vielen erfolgreichen Arbeiten der Pariser Schriftstellerin Yasmina Reza ist "Kunst" das erfolgreichste Theaterstück - in 36 Sprachen übersetzt, in fünf Erdteilen gespielt.
„Quintessenz“ ist eine freie Duisburger Theatergruppe, deren Antrieb vor allem die eigene Lust am Theaterspielen ist, die sie auch den Zuschauern vermitteln will.
Bei ihrer zweiten Produktion führt der Theaterpädagoge und Schauspieler Ingmar Jochem Regie, wobei weiterhin die gemeinsame Entwicklung von Inszenierung, Rollenverständnis, Dramaturgie, Bühnenbild usw. charakteristisch für die Theaterarbeit von „Quintessenz“ bleibt. Eintritt: 10,- Euro.
In Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Alt-Duisburg.

Was? „Kunst“ von Yasmina Reza. Wer? Theater Quintessenz
Darsteller: Jürgen Echtenbruck (Serge), Frank Schelosky (Yvan), Claus Stroeter (Marc)
Regie: Ingmar Jochem. Kostüme: Martina Volkmann.
Wann? Samstag, den 18.05.2012, 19.30 Uhr.
Wo? Gemeindehaus Notkirche - Martinstraße 39, 47058 Duisburg (Duissern)

Rita Gertz im LiteraturBistro
Die Künstlerin Rita Gertz ist am Mittwoch, 11. April, ab 16:30 Uhr zu Gast im LiteraturBistro der Zentralbibliothek, das im Rahmen der Ausstellungsreihe „AndersARTiges“ noch bis 30. April Bilder der Malerin zeigt. In ihren Arbeiten werden Worte herausgestellt oder Teile eines Textes überdeckt, sodass sich neue Räume bilden. Es entsteht ein Dialog zwischen Worten und Farben, Schriftzeichen und Bildzeichen, Lesen und Betrachten. Im Gespräch mit Petra Dobler-Wahl wird Rita Gertz über ihre aktuelle Ausstellung „Schriftbilder“ sprechen und ihr Werk vorstellen. Der Eintritt zur Ausstellung und zum Künstlergespräch ist frei.

Fotokunst mit Vernissage
Ziel dieses VHS-Kurses ist die Organisation einer gemeinsamen, professionell vorbereiteten Fotoausstellung von der Konzeption über den Aufbau bis hin zum Pressetermin. Ausstellungsort ist die GalerieGanzOben im Künstlerhaus „Am Weidenweg 10“ in Duisburg. Der Konzeption des Fotoprojekts folgt die Auswahl des Themas und die Besprechung der künstlerischen Umsetzung. Eine vorherige Anmeldung ist unter SZ 2908 erforderlich. Der erste Termin ist am Samstag, 21. April, von 11 bis 13.15 Uhr in der VHS, Königstr. 47. Den Kurs leitet die Duisburger Fotografin Henrietta B. Weithorn.
George Gershwin – ein amerikanisches Genie
In ihrer Laudatio zum 75. Todestag von George Gershwin wird die Pianistin Marliese Reichardt Leben und Werk dieses „Genies“ am Donnerstag, 19. April 2012, 18 Uhr, in der VHS, Königstr. 47, Stadtmitte, vorstellen. Jacob Gershovitz, der erst später zu George Gershwin wurde, hatte zwar keine richtige Ausbildung, aber schon früh musikalische Erfolge vorzuweisen. Seine Musik steht heute für die populäre amerikanische Musik, wobei es ihm ein Anliegen war, sogenannte „ernste“ und „populäre“ Musik zu mischen. Diese Mischung aus Jazz und Kunstmusik wurde so Sinnbild des amerikanischen Traums. Eintritt an der Abendkasse 5 €.

 

LehmbruckMuseum sucht Zeitzeugen eines der wichtigsten Kunsthappenings der 70er
Die plastikBAR

Duisburg, 3. April 2012 - Im Winter 1973/1974 war der in Brooklyn geborene Maler und Objektkünstler Paul Thek (1933-1988) zu Gast im Duisburger LehmbruckMuseum. Die vom damaligen Museumsdirektor Siegfried Salzmann (1985-1993) organisierte Ausstellung war die vierte in einer Reihe atmosphärischer Großprojekte in Europa, die zu den bedeutendsten - und heute verlorenen — Installationen der 1970er Jahre gehören. Theks ausgreifendes Environment "Ark, Pyramid — Christmas" ("Die Krippe") füllte einen ganzen Raum. Diese Weiterentwicklung seiner auf der documenta 5 in Kassel (1972) und am Kunstmuseum Luzern (1973) realisierten Installation bedeckte Wände und Boden. Die Weihnachtszeit bot Thek zudem Anlass, erstmals ein eigenes Theaterstück in Form eines Krippenspiels mit Duisburger Kindern aufzuführen.
Im documenta-Jahr 2012 erinnert das LehmbruckMuseum mit der dokumentarisch angelegten Ausstellung "Paul Thek, In Process (Duisburg)" (27. April bis 29.Juli 2012) nun nicht nur an Paul Theks Besuch, es sucht auch Zeitzeugen dieser so wichtigen Installation: Besucher, die sich noch an die Ausstellung erinnern, Fotografen oder Videofilmer, die vor Ort waren, oder auch die Kinder, die seinerzeit an Theks Stück mitgewirkt haben.
Die Kuratoren der Ausstellung, Michael Krajewski (LehmbruckMuseum) und Susanne Neubauer (Schweiz), hoffen so, mehr darüber zu erfahren, wie Thek damals im LehmbruckMuseum gearbeitet hat und was genau während des Krippenspiels passierte. "Zwar gibt es einige Fotos und Dokumente aus dieser Zeit", so Krajewski, "doch wir wissen leider noch viel zu wenig über die genauen Umstände dieser Installation. Daher wäre es großartig, wenn sich Zeitzeugen finden würden, die uns etwas über Theks Arbeit und die Reaktionen darauf erzählen könnten." Das Material, das so hoffentlich gesammelt wird, soll auf der einen Seite in einer Vitrine der Ausstellung präsentiert werden, die laufend neu bestückt werden kann, zum anderen ist ein Begleitprogramm mit unmittelbaren Bezügen zum 1973 von Thek genutzten Raum in Vorbereitung, in die Dokumente und Erinnerungen einfließen können.

plastikBAR: Geschichten und Geschichte aus dem LehmbruckArchiv (5. April)
Im Archiv des LehmbruckMuseums findet sich ein Foto, das Rätsel aufgibt. Es zeigt Lehmbrucks "Torso der Großen Stehenden", rechts und links davon halten zwei Männer ein schwarzes Tuch hinter die Skulptur, doch die Umstände des Fotos sind bisher unbekannt. Wer sind diese beiden Männer? Zu welchem Anlass wurde das Foto in Auftrag gegeben? Und: In welchem Jahr ist die Aufnahme entstanden? All dies sind Fragen, mit denen sich Andreas Benedict, Archivar des LehmbruckMuseums, beschäftigt. Am Donnerstag (5. April 2012) berichtet er in der plastikBAR, was seine Arbeit ausmacht und zeigt, dass ein Archiv viel mehr ist, als grau und staubig.
In den Schränken und Schubladen des Archivs befinden sich unzählige Informationen und Archivalien: Briefe und Dokumente, Fotos und Filme erzählen Geschichten über das Leben und Werk Wilhelm Lehmbrucks, aber auch über die Vergangenheit des Museums, seine Identität. Dieses Material für die Bevölkerung und Forschungszwecke aufzubereiten und das LehmbruckMuseum langfristig als weltweit führendes Kompetenzzentrum für das Werk dieses international wichtigsten deutschen Bildhauers der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhundert zu etablieren, ist Aufgabe von Andreas Benedict.

Die Pläne, ein regelrechtes "LehmbruckArchiv" aufzubauen, gehen dabei schon in die Gründungszeit des heutigen Museums zurück. Doch erst mit den Ankauf des Lehmbruck-Nachlasses konnte diese Aufgabe nun, seit Mai 2011, verwirklicht werden. Und: Es wird eine der Öffentlichkeit zugängliche Museumsbibliothek eingerichtet, die über mehr als 60.000 Bände verfügt.
Die plastikBAR beginnt auch an diesem Donnerstag um 19 Uhr, ein Begrüßungsgetränk ist im Eintrittspreis von 8 Euro enthalten.

Kostenlose SONDERFÜHRUNGEN an den Ostertagen im Museum DKM

Karfreitag, 6. April 2012, 16 – 17 Uhr: "Gefäße in der Sammlung DKM" mit Barbara Frintrop
Ostermontag, 9. April 2012, 16 – 17 Uhr: "Die Sammlung DKM" mit Prof. Dr. Gert Kreytenberg / Dirk Krämer und Klaus Maas

MKM Museum Küppersmühle ist über die Osterfeiertage zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet:
Karfreitag 11-18 Uhr
Samstag 11-18 Uhr
Ostersonntag 11-18 Uhr / am Ostersonntag findet ausnahmsweise keine öffentliche Führung statt Ostermontag 11-18 Uhr

Zu sehen ist die große Werkschau von Per Kirkeby und die Sammlung mit Werken von Georg Baselitz, K.O.Götz, Anselm Kiefer, Candida Höfer, Gerhard Richter, dem neuen Emil Schumacher-Saal u.v.a.
Wer Lust auf eine kleine Reise hat und Per Kirkeby noch umfassender erleben will, für den bietet das MKM ab sofort eine Kooperation mit dem Museum BOZAR in Brüssel an, das bis zum 20. Mai eine Retrospektive des dänischen Künstlers zeigt:
Besucher, die im MKM die Kirkeby-Ausstellung besucht haben und im BOZAR ihr Ticket vorzeigen, bekommen dort den Eintritt zum halben Preis. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Wer mit einem Kirkeby-Ticket aus dem BOZAR ins MKM kommt, kann die Duisburger Ausstellung und die Sammlung des MKM 50% ermäßigt erleben. Dieses Angebot gilt in beiden Häusern bis zum Ende der jeweiligen Per Kirkeby-Ausstellung.


Werkschau von Per Kirkeby

Am Karfreitag um 16 Uhr stellt Barbara Frintrop die "Gefäße in der Sammlung DKM" vor. Gefäße
aus unterschiedlichsten Epochen und Kulturen bilden einen großen Schwerpunkt in der Sammlung DKM.
Darunter finden sich Salbgefäße aus der Frühzeit des ägyptischen Alten Reichs, kunstvolle Gefäße aus
Schiefer aus der Gandhāra-Zeit, Porzellane aus China, die vom 9. bis ins 19. Jahrhundert datieren oder
Gefäße in Form von Elefanten, geschaffen von den Khmer in Kambodscha. Glasierte Keramik der japanischen
Künstlerin Otagaki Rengetsu (1792–1875) bildet den Mittelpunkt des Japan-Raums. Die Gegenwart ist mit Porzellanen von KPM, Arzberg sowie Glasvasen von Wilhelm Wagenfeld vertreten. Die "Coloured Vases" von Ai Weiwei überführen alte neolithische Vasen in einen zeitgenössischen Kunstkontext.

Am Ostermontag um 16 Uhr führt Prof. Dr. Gert Kreytenberg durch die Dauerausstellung "Linien
stiller Schönheit" und nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch 5.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte.
Ein spannender Dialog zwischen Alt und Neu wird im Museum DKM sinnlich erfahrbar: zeitgenössische
Kunst seit den 1960er Jahren aus Europa, Amerika, Asien (z.B. von Norbert Kricke, Richard Serra oder
Song Dong), 2.000 Jahre alte Kunst aus Südostasien, aus Alt-Ägypten und Gandhāra begegnen sich.
Sollte die Führung wie auch die letzten Sonderveranstaltungen ausgebucht sein, werden die Sammler und Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas persönlich eine weitere Führung übernehmen.
Im Anschluss an den Rundgang können die Museumsbesucher in der ruhigen Atmosphäre des
Museums-Cafés verweilen.
Anmeldung zu der Führung unter Tel.: 0203. 93 555 47 0 oder mail@museum-dkm.de
Es gelten lediglich die üblichen Eintrittspreise von 10,- EUR oder ermäßigt 5,- EUR.

Öffnungszeiten während der Ostertage:
Karfreitag, 6. April 2012, 12 – 18 Uhr
Samstag, , 7. April 2012, 12 – 18 Uhr
Ostersonntag. 8. April 2012, 12 – 18 Uhr
Ostermontag, 9. April 2012, 12 – 18 Uhr


Ai Weiwei, Coloured Vases, 2006; Foto: W. J. Hannappel
 

Traumzeitretter in Gründung Teil II

Duisburg, 30. März 2012 - Eine Gruppe junger Menschen will es nicht hinnehmen, dass das Traumzeitfestival 2012 "gestorben" ist oder sterben soll - wir berichteten. Man war fleißig und hat etwas bewegt. Die Gründung zu dem Verein "Traumzeitretter" ist angelaufen. Außerdem sind die jungen Menschen wild entschlossen eine abgespeckte Form noch in diesem Jahr durchzuführen. Ein Programm ist schon in Arbeit.
Darüber hinaus "arbeiten wir an einem Konzept, das die derzeit leider notwendige völlige Konzentration auf das Thema Traumzeit erweitert in Hinsicht auf das, was wir langfristig wollen:

- Unterstützung der freien Kunst- und Kulturszene in Duisburg
- Bildung eigener kultureller Netzwerke
- Richtungsänderung in der Kulturpolitik der Stadt
- weg vom Kulturabbau
- hin zu einer Basis, die ein breit gefächertes Kulturleben in unserer Stadt ermöglicht und Duisburg wieder zu einem Ort der Anziehungskraft macht".

 Vor soviel Elan kann man nur den Hut ziehen. Nach dem Motto: Frage nicht was die Stadt für dich tun kann sondern frage dich, was du für die Stadt tun kannst. Wir werden alles das beobachten und Ihnen zeitnah berichten.  deJo

8. Philharmonisches Konzert
Eva Vogel Mezzosopran - Stephan Dreizehnter Flöte  - Axel Kober
Eine gut gefüllte Mercator Halle traf auf ein sehr aufgelegtes Orchester der Philharmoniker der Stadt Duisburg unter der Leitung des Düsseldorfer General Musikdirektors Axel Kober. Dieser war den Duisburgern schon durch vorherigen Auftritte bekannt, was man deutlich am Applaus hören konnte. Was jedoch nicht heißen soll, dass Axel Kober nur durch sein Bekanntheitsgrad gut ankam.

Es begann der Sonate für Flöte und Orchester von Francis Poulene (1899 - 1963). Glasklar wie ein sprudelnder Gebirgsbach kam das Spiel der Flöte an. Stefan Dreizehnter war ein Meister auf dem Instrument. Großartig sein Vortrag als Soloflötist an der Seite des Orchesters. Alle drei Sätze waren  ein Genuss für die Musikfreunde im Saal. Selbst ein lärmendes Handy konnte das Spiel nicht negativ beeinträchtigen.
Wie der personifizierte Frühling in einem Traum von Kleid betrat Eva Vogel die Bühne. Sechs Lieder von Hector Berlioz (1803 - 1869  trug sie voller Inbrunst vor. Tief bewegt folgten die Zuhörer dem Vortrag von Eva Vogel. Einige hatten im Programmheft die deutsche Übersetzung gelesen. Es waren durchweg traurige Texte, die die Sängerin vortrug. Die Aussage einiger Besucher in der Pause "mal gut, dass Sie die Lieder nicht in Deutsch gesungen hat," der halbe Saal hätte geschluchzt, wenn nicht gar geweint".
Dann zeigte der GMD Axel Kober nach der Pause, dass er nicht nur ein großartiger Opern Dirigent ist. Es gibt wohl keine Opernaufführung, die er noch nicht geleitet hat, zudem ist er durchaus auf dem Gebiet der Sinfonie zu Hause. Ausgesucht hatte er sich die dritte von Johannes Brahms (1833 - 1897). Brahms hatte diese 1883 vollendet. Mit dieser Sinfonie hatte er ein Stadium absoluter Meisterschaft erreicht. Der Höhepunkt der Sinfonie war nicht am Schluss zu finden. Er hatte sich einen melancholisch verhaltenen Ausklang geleistet - musste sich und seinem Publikum aber nichts mehr beweisen.
Es dauerte Sekunden nach diesem "leisen" Ausklang, bis sich die Spannung löste und ein verdienter Applaus ausbrach.
Was dem Chronisten auffiel war, dass die Musiker des Orchesters dem Meister anhaltend applaudierten, was sich bei Musikern schwierig gestaltet, da sie alle Ihre Instrumente in den Händen halten. Selten gesehen und gehört in dieser Mächtigkeit. Ein sehr zufriedenes Publikum verließ die Halle in einen lauen Frühlingsabend. "Wer Hand an dieses Orchester legt, dem soll die Hand abfallen," so der Dirigent Martin Fratz bei der Moderation des Stadtteilskonzertes in der Rheinhausen Halle. deJo

Kunst, Musik und Tanz für Kinder – neuer Kurs nach den Sommerferien

Die Niederrheinische Musik- und Kunstschule ist die einzige Musikschule in NRW, die Kunst, Musik und Tanz in ihrem regulären Fächerkanon führt. Diese drei Fächer wurden nun zu einem innovativen und modernen Unterrichtsangebot „KuMuTa“ zusammengefasst, das in dieser Form an keinem anderen Ausbildungsinstitut zu finden ist. Ende August soll ein neuer Kurs beginnen, die Anmeldung ist ab sofort möglich.
Dieses ganzheitliche Konzept der Frühförderung wurde für Kinder von vier bis sechs Jahren entwickelt. Die pädagogische Zielsetzung ist der Einblick in diese drei Sparten und die Förderung auf drei verschiedenen künstlerischen Ebenen. Das Angebot „KuMuTa“ ist für die Dauer von zwei Jahren angelegt, die Gruppengröße beträgt acht bis maximal zwölf Kinder und findet einmal wöchentlich für 45 bis 60 Minuten statt. Innerhalb dieser zwei Jahre durchlaufen die Kinder die drei verschiedenen Sparten in einem etwa halbjährigen Turnus, der sich an den Ferienzeiten orientiert. Für jedes der drei Fächer sind 25 Unterrichtsstunden vorgesehen, der Unterrichtstag und die -zeit bleiben jeweils gleich.

Nach den Sommerferien soll ein neuer Kurs eingerichtet werden, der immer mittwochs von 14:30 bis 15:30 Uhr in der Musikschule, Duissernstraße 16, stattfindet. Die Teilnahme kostet monatlich 21,50 Euro. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0203 - 283 2525 oder per eMail (Adresse: musikschule@stadt-duisburg.de).
 

"BAR jeder Architektur?" - Neue Reihe bei der plastikBAR im LehmbruckMuseum
Sonntagsführung im LehmbruckMuseum: "Was macht Laokoon ohne die Schlange?"

"BAR jeder Architektur?" - Neue Reihe bei der plastikBAR im LehmbruckMuseum
Duisburg, 28. März 2012 - An diesem Donnerstag eröffnet das LehmbruckMuseum eine neue Programmreihe im Rahmen der plastikBAR: Unter dem Titel "BAR jeder Architektur?" werden in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) Rechter Niederrhein Themen rund um Architektur und Städtebau in Duisburg diskutiert. Die Reihe wirft Schlaglichter auf Brisantes aus Architektur und Stadtraum in unserer Stadt. Entwicklungspotentiale werden dabei ebenso aufgezeigt wie Utopien, Chancen ebenso beleuchtet wie Risiken und Störungen. Zur Diskussion gestellt werden dabei immer wieder Projekte und Ideen, die zum Handeln anregen sollen.

Den Auftakt der Reihe macht an diesem Donnerstag, 29. März, ein Abend unter der Überschrift "Wie das LehmbruckMuseum zum schönsten Museum der Welt wird".
Im 8 Minutentakt werden die Architekten den Gästen der plastikBAR provokante Planungsthesen zur Abstimmung vorschlagen und gemeinsam kritisch hinterfragen.
Wie ernst gemeint die Thesen und Konzepte sind, werden die Besucher_innen selbst entscheiden müssen - für neue Denkanstöße zur Verbesserung des Museumsumfeldes und für neue Perspektiven auf den Kantpark und die umgebenden Stadträume ist somit gesorgt.
In der ersten Veranstaltung werden die Duisburger Architekten Heinrich Hendrix, Oliver Keuper und Manuel Wilke präsentieren. Durch den Abend führt Christof Nellehsen.
Wie jede plastikBAR beginnt auch dieser Abend um 19 Uhr, der Eintritt inklusive Begrüßungsgetränk kostet 8 Euro. Weitere Termine finden am 5. Juli und im Herbst 2012 statt.


Sonntagsführung im LehmbruckMuseum: "Was macht Laokoon ohne die Schlange?"

Die Laokoon-Gruppe in den Vatikanischen Museen ist eine der bedeutendsten antiken Skulpturen, entstanden Anfang des 1. Jahrhunderts in Rom. Diese aufwühlende Darstellung des Todeskampfs Laokoons und seiner Söhne steht im Mittelpunkt der Präsentation "Mandi" von Kris Martin, noch bis zum 17. Juni zu sehen im LehmbruckMuseum. Einzig ein Detail unterscheidet Martins Version vom antiken Vorbild: die fehlende Schlange. Ist der Kampf damit überhaupt noch ein Kampf? Und wenn ja, gegen wen kämpfen Laokoon und seine Söhne? Was macht diese Leerstelle mit einer der berühmtesten Skulpturen der europäischen Geistesgeschichte? Oder kurz: "Was macht Laokoon ohne die Schlange?".
Dieser und weiteren Fragen rund um die Arbeiten des 1972 geborenen belgischen Künstlers Kris Martin widmet sich am 1. April der Kurator Michael Krajewski in einer Sonntagsführung. Er führt nicht nur in das humorvolle und immer wieder auf Vorbilder zurückgreifende Werk Martins ein, sondern erläutert auch und vor allem die Hintergründe der Laokoon-Skulptur, die - nicht nur ohne die bedrohliche und am Ende vermutlich tödliche Schlange - zu vielen Gedanken und Diskussionen anregen kann.

Die Sonntagsführung beginnt um 11.30 Uhr, es wird der normale Eintrittspreis sowie ein Beitrag von 2 Euro pro Person erhoben.

 

"Unterwegs am Niederrhein, Kunstroute 66 rückwärts" -
Niederrheinische Kulturgeschichten von Aloys Cremers

Duisburg, 22. März 2012 - Eröffnung dieser fast musealen Ausstellung in der Schifferbörse Duisburg - Ruhrort. Wer Ihn einordnen will muss sich lange und ausführlich mit Ihm beschäftigen. Das ist nicht einfach, denn Aloys ist immer unterwegs.
Am Niederrhein, im Ruhrgebiet, ja auch in Berlin wurde er von mir gesehen. Er ist immer in Bewegung und immer in Aktion. Wer Ihm einen Bleistift oder eine Ding in die Hand gibt, mit dem man malen oder zeichnen kann, hat schon verloren. Wenn er nicht zeichnet sprich er. Über Gott und die Welt. Über sich und Andere. Am Liebsten aber über den Niederrhein. Dort lebt er teilweise, wenn er nicht gerade unterwegs ist, gern. Es ist sein (!) Niederrhein.
Er kennt sie alle, die Hüschs und Beuys und den Bürgermeister von Xanten. Er versichert glaubhaft, diese Menschen kennen auch ihn. Man kann sich ihm auch nicht entziehen. Aloys ist omnipotent. Jedoch auch von ihm: "Ich weiß nie was ich mache."
Man muss ihn einfach machen lassen Chaos ist nicht nur die einfachste, sondern auch noch die grundlegendste Ordnung...
Wie aber vermittelt ein Chaot wie ich die Zusammenhänge die in seinem Kopf zusammenhängen? Immer unterwegs und die letzten 20 Jahre immer unterwegs am Niederrhein immer in Bewegung" . Gesehen haben sollte man sie schon. Die Ausstellung in der Schifferbörse. deJo



Offener Samstag für Kinder im LehmbruckMuseum: "Bewegung im Raum erleben"
Am Samstag, 31. März, findet im LehmbruckMuseum der fünfte Offene Samstag des Jahres statt - zweieinhalb Stunden Kunsterlebnis für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Am 31. März können Kinder zusammen mit der Kunstvermittlerin Madalina Rotter „Bewegung im Raum erleben“. Wir probieren zu welchen Bewegungen uns die Skulpturen anregen, zu welchen Bewegungen die Ausstellungsräume einladen und setzen die Raumerfahrungen dann in Drahtskulpturen um. Wenn möglich bitte eine Kamera mitbringen!
Die Workshops kosten 8 EUR / ermäßigt 5 EUR und finden von 12.00 bis 14.30 Uhr und von 15.30 bis 18.00 Uhr statt.
Anmeldung in der Kunstvermittlung dienstags 10.00 bis 16.00 Uhr, mittwochs bis freitags 10.00 bis 14.00 Uhr unter 0203 283 2195.


Philosophie im Museum: Workshops am Interkulturellen Samstag und für Schulklassen

Im April bietet das LehmbruckMuseum mit dem Verleger philosophischer Kinderbücher Thomas Ebers Philosophie-Workshops für Schulklassen an. An drei Terminen diskutiert er mit Schüler_innen Fragen wie "Wozu ist ein Museum da?" oder widmet sich philosophischen Übungen - etwa in der "Wertschätzung der Individualität" oder der "Wertschätzung der Humanität". Diese Workshops sind für Schüler_innen aller Jahrgänge geeignet und nutzen die Kunstwerke unserer Sammlung, um das Thema "Menschenbild" unter dem Aspekt der Interkulturalität unserer heutigen Gesellschaft zu betrachten.

Doch nicht nur für Schulklassen bieten wir das Projekt "Philosophie im Museum" an. Am Interkulturellen Samstag am 16. April findet im LehmbruckMuseum auch ein Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren statt: "Was Menschen alles können". Thomas Ebers nähert sich dieser Frage über Skulpturen Lehmbrucks, die Eigenschaften von Menschen zum Thema haben: Sie streben und straucheln, sie träumen und denken.
Der genaue Blick auf die Skulpturen regt zum Nachdenken an: Gibt man ein Ziel von vornherein auf, verfolgt es nicht weiter, nur weil die Gefahr besteht zu scheitern? Und endet das Träumen, wenn das Denken beginnt? Handeln und Zögern, Phantasie und Denken: Wann ist was davon wichtig und warum? Eine kleine philosophische Standortbestimmung des Menschen als Menschen, nicht als Reicher, Armer, Zugehöriger einer Nation oder Religion.

Sowohl für die Workshops als auch für den Interkulturellen Samstag können sich Interessierte im Büro der Kunstvermittlung anmelden - telefonisch dienstags von 10 bis 16 Uhr und mittwochs bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de.

Die Teilnahme am Interkulturellen Samstag kostet 8, ermäßigt 5 Euro, die Workshop-Gebühr beträgt 50 Euro plus 1 Euro pro Person. Workshops finden an folgenden Terminen statt: Mittwoch, 25.04.2012, 9 bis 11 und 11.15 bis 13.15 Uhr, Donnerstag, 24.05.2012, 9 bis 11 und 11.15 bis 13.15 Uhr und Freitag, 15.06.2012, 9 bis 11 Uhr.

 

Sonntagsführung im LehmbruckMuseum: Künstlergespräch mit Nicola Schrudde

Duisburg, 21. März 2012 - "Ich möchte permanent vergessen, was ich weiß", sagt Nicola Schrudde. Ein seltsamer Satz. Doch betritt man ihre Installation im Souterrain des LehmbruckMuseums, so bekommt man eine Ahnung, wie ihn in Düsseldorf lebende Künstlerin meint. Ihre verrätselten Arbeiten, die nicht nur mit dem visuellen Reiz, dem Unterschied zwischen Hell und Dunkel, spielen, sondern auch Erinnerungen wachrufen, die sich nicht so recht einordnen lassen, faszinieren und beklemmen zugleich.

In einem Künstlergespräch mit Michael Krajewski, dem Kurator der Ausstellung "[Glanz der Nacht / INSTALLATION für das LehmbruckMuseum]", die noch bis zum 15. April läuft, spricht Nicola Schrudde an diesem Sonntag, 15. März, über diese ambivalenten Gefühle, über die Natur, die in ihrer Installation einen so zentralen Platz einnimmt, und über die Rolle der Architektur, die gerade in dieser Ausstellung so wichtig ist. "Architektur ist für mich, als Bildhauerin, immer auch ein Angebot", sagt sie, "und dieser Raum ist für meine aktuelle Auseinandersetzung besonders spannend."


Die Sonntagsführung beginnt um 11.30 Uhr, fr die Teilnahme wird der normale Eintrittspreis sowie ein Beitrag von 2 Euro pro Person erhoben.

 

Traumzeit-Retter in Gründung

Duisburg, 20. März 2012 - Wir alle haben gehört, dass das Traumzeitfestival abgesagt ist. Aus Kostengründen, weil ein Hauptsponsor abgesprungen ist. Das Land kann auch nicht als "Lückenfüller" gewonnen werden, denn es gibt zur Zeit kein Beschluss-Gremium im Land. So, zumindest, lautet die offizielle Stellungnahme der Verwaltung. Was bleibt? Kein Traumzeit Festival 2012, auch keins in abgespeckter Form?
Das wiederum wollte eine Gruppe junger Menschen, die alle irgendwie mit Kunst und Kultur zu tun haben, so nicht stehen lassen. Man traf sich zu einer Podiumsdiskussion und überlegte, wie man ein Traumzeit Statement gestalten könne. Schon bei dem dritten Treffen hatte man Vorarbeiten erledigt und festgestellt, dass nur ein Verein helfen könne. Flugs wurden erste Schritte in Sachen Gründung unternommen und dem erstaunten Teilnehmen der dritten Runde mitgeteilt.
Es waren so an die 20 - 25 sehr engagierte Teilnehmer der Einladung gefolgt. Die vernahmen erstaunt, dass bereits eine fünfstellige (!) Spendensumme in ganz kurzer Zeit gesammelt wurde. Nun wird die Vereinsgründung vorangetrieben. Schon in einem Monat will man die Gründungsversammlung abgehalten haben. Beachtlich, wie sich die Gruppe dem engen Zeitplan unterwirft. Ob die Ziele zu erreichen sind, bleibt abzuwarten. Elan ist auf jeden Fall vorhanden. Sogar ein OB-Kandidat war anwesend. Er sagte seine Unterstützung zu. Nur dazu muss er erst einmal gewählt werden. Interessierte erfahren Neuigkeiten unter
www.traumzeitretter.de deJo
 

Die 34. Duisburger Akzente sind Geschichte.
Am Sonntag (18.03.2012) wurden diese mit dem 6. Fest des Jüdischen Buches beendet. Die Jüdische Gemeinde Duisburg, Mülheim und Oberhausen hatte diese große Persönlichkeit der deutschen Gegenwartsliteratur, Robert Schindel (geb. 1944) eingeladen. Er las und sprach über das Thema "man ist viel zu früh jung". Essays und Reden.
Was haben diese Akzente sonst gebracht? Ein Programmheft mit fast 80 eng beschriebenen Seiten hat die Auswahl aus den vielen Programmpunkten sicher nicht leicht gmacht. Unendlich viel gab es zu sehen, zu hören und zu fühlen. Sie alle aufzuzeigen würde das Platzangebot hier sprengen. Unter der Koordination von Olaf Reifegerste, der mit diesen Akzenten, seinen Schlusspunkt unter den beruflichen Teil seines Schaffens setzte - wenn Sie so wollen, wie Magdalena Neuer im Biathlon.
Kulturprofis mögen diesen Vergleich verzeihen. Was war herausragend? Sicherlich die fulminante Eröffnungsveranstaltung! Das war Können, spektakuläre Inszenierung, Spiel mit dem Feuer aber auch eine tiefe Sinnlichkeit. Im Theater gab es "Ein Spiel vom Jedermann", ein Stück der Gruppe Spieltrieb. Junge Menschen, meist Studenten der Uni Duisburg-Essen (leider nicht mehr Mercator Universität), die gleich mit zwei Stücken das Publikum begeisterten. Es waren komprimierte Akzente. Das zwang die Besucher manchmal zu mehrfachen Besuchen an einem Tag.
Was hat nicht funktioniert? Der Schirmherr, Lord Forster of Thames Bank OM kam nicht. Hatte man ihn überhaupt gefragt? Hat man ihn denn vermisst? Ich glaube nicht. Unser Bahnhof ist Klassik wurde abgesagt. Ein Abend der eine musikalischen Höhepunkt versprach. "Abstimmungsschwierigkeiten", hieß es. Hatte man die Verantwortlichen überhaupt gefragt?
Eine Frage bleibt. Wird es die 35. Akzente geben? Wenn ja, wann? 2013? Unter welcher Leitung und wie heißt dann der Kulturdezernent der Stadt Duisburg? deJo
 

Stadtteilkonzert der Duisburger Philharmoniker in der Rheinhausen Halle

Duisburg, 19. März 2012 - Klein aber fein, so könnte man das Konzert der abgespeckten Philharmoniker in Rheinhausen bezeichnen. Ca. 60 Philharmoniker hatten den Weg "über den Teich", in die kleinere Halle in Rheinhausene, gefunden. Leider war die Veranstaltung nicht ausverkauft. Obwohl sich die Preisgestaltung, ab 9.00 €., äußerst günstig gestaltete.
Sehr schade, denn die Musiker unter Martin Fratz waren blendend aufgelegt. Auch das Programm konnte sich sehen (hören) lassen. Für jeden Geschmack etwas wurde geboten. Es begann mit Anatoli Ljadow, Polonaise op. 49. Schon dieser Titel wurde launig von Martin Fratz, der seinen Taktstock gegen ein Mikrofon austauschte, besprochen.
Da bot sich der Vergleich mit dem Käse, aus dem die Löcher fliegen, förmlich an. Gut gelaunt traf der Dirigent bei der Vorstellung und Erklärung der Werke, z. B. bei "Wiener Blut" und "Tritsch-Tratsch-Polka", beide Johann Strauß Sohn, den richtigen Ton. Übrigens: Er dirigierte frei ohne Partitur aber mit vollem Einsatz. Ein Riese am Pult und das nicht nur in Sachen Körpergröße.
Die "Carmen - Suite Nr. 1" ohne Sänger diesen Part übernahmen die Querflöten und Klarinetten höchst professionell. Den Schlusspunkt setzten die Philharmoniker mit Edvard Grieg und seinem Huldigungsmarsch. Das Publikum war sehr angetan und forderte eine Zugabe. Was gab es? Natürlich "Les Tréadors" - was sonst? deJo