Kanu WM 2007  

 

 

Olympasieger Andreas Dittmer: "Ungarn haben Messlatte hoch angelegt. Wir setzen auf die Fans hier in Duisburg!"
Von Harald Jeschke (Text) und Manfred Schneider (Foto)

Duisburg, 29. Mai 2007 - Die Kanu-Nationalmannschaft war sich auf der Pressekonferenz nach Abschluss des Lehrgangs in Duisburg und vor der zweiten Weltcup-Regatta in Gerdamer (Frankreich) sicher, dass Duisburg spannende Wettkämpfe sehen wird. Dabei hoffen alle Aktiven auf die Unterstützung durch die Duisburger.

Olympiasieger Andreas Dittmer brachte es noch einmal auf den Punkt. "Die WM in Ungarn mit 30 000 begeistert mitziehenden Fans haben uns Athleten enorm motiviert. Die Weltspitze ist ganz eng zusammmengerückt und da geht es manchmal um hundertstel Sekunden. Da braucht man schon den Wind von den Zuschauern."  Nach den Olympischen Spielen in Peking wird Dittmer voraussichtlich seine Karriere beenden.

Und das C1-Ass Andreas Dittmer ergänzt: "Duisburg ist eine gute Strecke, aber hier kommt der Wind im Zieleinlauf schon einmal von der Seite. Und eben deshalb braucht man, sofern man nicht wie meist alle Favoriten in der windgünstigeren Mitte fährt, also die volle Rückendeckung von den Fans."

Das sehen die 500m-Olympiasieger und Weltmeister Ronald Rauhe und Tim Wieskötter (beide Potsdam) genau so. "Wir wollen den Titel verteidigen", sagte Ronny Rauhe, "auch wenn die Ungarn die Messlatte sehr hoch gelegt haben."  Dies sieht Bootskamerad und Olympiasieger Tim Wieskötter genauso. ""Die Fußball-WM hat gezeigt, wie groß die Begeisterung der Fans sein kann. Etwas Ähnliches wollen wir auch entfachen. Meine Heimatstadt Emsdetten ist ja nicht so weit weg. Also wird mein Fanclub hier wohl einen ganzen Block besetzen. Das hilft sehr." Beide versichern unisono: "Wir wollen mit Hilfe der Zuschauer und der Medien hier zwei Medaillen holen."

Conny Wasmuth, Vizeweltmeisterin K4 200 und 500 Meter, spricht von viel Feinarbeit, die in Duisburg geleistet wurde. Auch für sie sind die Ungarn die Konkurrenten schlechthin. "Da gilt es den Rhythmus zu finden." In Duisburg hat sie, wie alle anderen im Team, sehr genau die fortschreitenden Arbeiten rund um den Parallelkanal beobachtet. "Es ist schön, dass sich hier viel ändert, auch wenn manche Veränderung an der Strecke selbst nur geringfügig erscheint."  Sie will mit ihren Kolleginnen im Vierer-Kajak der Frauen eine Revanche für die WM 2006 in Ungarn. Damals hatte sich das deutsche Boot der Heimmannschaft beugen müssen. "Jetzt wollen wir uns den WM-Titel zurückholen", sagte die Potsdamerin.

Lutz Altepost muss zunächst noch sein Ticket für Duisburg lösen. In der Vorbereitung hatte ihn eine Krankheit für fünf Wochen aufs "Trockendock" gelegt. Beim Weltcup im französischen Géradmer geht es für den früheren Essener, der jetzt für die KG Potsdam startet, im Einer-Kajak über 500 Meter nun um die Teilnahme an den Titelkämpfen.

Dr. Jens Kahl, Sportdirektor des Deutschen Kanuverbandes blickt zunächst  zur zweiten Weltcup-Regatta im französischen Gerdamer. "Wir wollen dort die Bestbesetzung finden. Wer dann nicht im olympischen Boot sitzt,  muss sich über die Europameisterschaft qualifizieren. Es sollen alle 27 Disziplinen in Duisburg besetzt werden." Für die Athleten und ihn hat diese WM in Duisburg erhebliche Bedeutung. "Erstens ist es eine Heim-Weltmeisterschaft und zweitens hat diese eine enorme Bedeutung für Olympia und die Förderkategorien. Es gilt einen Platz unter den besten Sechs zu ereichen, ansonsten ist im Mai 2008 Nachsitzen angesagt."

Chefbundestrainer Reiner Kießler will mit dem Team wieder sechs bis acht Medaillen anstreben. "Alle haben gut gearbeitet, einige liegen gut im Zeitplan und auch von den Ergebnissen her. Im Kajak ist noch etwas Luft nach oben und es gibt einige Leichtverletzte."
Sorgen hat auch Rennleiter Otto Schulte. "Nein, ausverkauft ist die WM sicher noch nicht, nur an einigen Tagen und Rennen. So für die Halbfinalläufe an Samstag und Sonntag, aber ansonsten gibt es noch genügend Karten. Ich habe aber durch die Umbauarbeiten mit Verlust an Plätzen zu kämpfen und das tut schon sehr weh, einige nicht mehr anbieten zu können."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Nein, sie sitzen nicht alle in einem Boot, ziehen aber bei der WM in Duisburg alle an einem Strang und setzen auf begeisterungsfähige Duisburger an der Regattastrecke und im Zieleinlauf.
Auf dem Foto v.L: Andreas Dittmar, Tim Wieskötter, Ronald Rauhe, Lutz Altepost, Conny Waßmuth, Kanu-Sportdirektor Dr. Jens Kahl und Bundestrainer Reiner Kießler.

Auftakt der internationalen WM-Qualifikation Kanurennsport:

Drei DKV-Boote haben das WM-Ticket bereits sicher

Duisburg, 21. Mai 2007 - Zum Auftakt der internationalen Qualifikation der DKV-Rennsportelite konnten beim Weltcup vom 18.-20. Mai im ungarischen Szeged die Kajak-Zweier Rauhe/Wieskötter und Ihle/Wagner sowie C1-Ass Andreas Dittmer mit Platzierungen in den Medaillenrängen bereits die Nominierungskriterien des DKV für die Heim-WM vom 8.-12. August in Duisburg erfüllen. 

So setzten sich die 500m-Olympiasieger und Weltmeister Ronald Rauhe und Tim Wieskötter (beide Potsdam) erneut gegen das ungarische Duo Kammerer/Kucsera sowie gegen das italienische Boot Facchin/Scaduto durch. Ebenso war C1-Olympiasieger Andreas Dittmer über 500m vor Mark Oldershaw (CAN) und Pawel Baraszkiewicz (POL) erfolgreich. Die Nominierungskriterien hatte der Neubrandenburger jedoch bereits einen Tag zuvor auf der 1000m-Distanz mit seinem 2.Platz hinter dem Ungarn Attila Vajda erfüllt. Gleiches gelang auf dieser Distanz auch den K2-Vizeweltmeistern Andreas Ihle (Magdeburg) und Rupert Wagner (Essen). Sie mussten sich wie schon zur WM 2006 an gleicher Stätte lediglich den Ungarn Kammerer/Kucsera geschlagen geben.
 

Chefbundestrainer Reiner Kießler unterstrich angesichts der erreichten Qualifikationen, dass alle fünf Athleten nunmehr planmäßig die Vorbereitung auf die WM angehen können. „Sie wissen nun auch, dass die internationale Konkurrenz nicht geschlafen hat. So wird Andreas Dittmer nach seinem 2.Platz über 1000m in seiner Leistungsentwicklung alles daran setzen, um zur WM für diese Distanz gerüstet zu sein. Auch Ronald Rauhe und Tim Wieskötter haben trotz ihres Sieges gemerkt, dass ihnen z. B. mit den Italienern und auch mit den Franzosen noch zwei starke Boote im Nacken sitzen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hatte. Auch bei Andreas Ihle und Rupert Wagner dürfte nach einigen Schwierigkeiten in der bisherigen Saisonvorbereitung noch eine Steigerung drin sein. Immerhin haben die beiden in Duisburg noch nie gegen die Ungarn verloren, vielleicht ist dies ja ein gutes Omen für die WM“, so der Chefcoach.

 

Einen starken Auftritt zeigten in Szeged die C2-Olympiasieger Christian Gille (Leipzig) und Tomasz Wylenzek (Essen) mit ihrem Doppelsieg über 500 und 1000m - der Beiden zwar noch nicht das WM-Ticket brachte, ihnen jedoch beste Chancen beim kommenden Weltcup vom 1.-3. Juni in Gerardmer eröffnet. „Sie haben sich damit bewiesen, dass sie nach wie vor siegen können, auch wenn nicht vergessen werden darf, dass in Szeged die stark einzuschätzenden russischen Boote gefehlt haben. Dennoch sind Gille/Wylenzek natürlich in einer guten Ausgangsposition für die Auseinandersetzung mit unseren anderen beiden C2 beim Weltcup in Gerardmer“, schätzt Reiner Kießler ein.

 

Gleiches gilt auch für den in Szeged über 500m siegreichen K4 der Damen mit Carolin Leonhardt (Mannheim), Conny Waßmuth (Magdeburg), Maren Knebel (Karlsruhe) und Katrin Wagner-Augustin (Potsdam), der dabei das auf zwei Positionen veränderte ungarische Weltmeisterboot bezwingen konnte, sowie für den neuen K2 mit Fanny Fischer (Potsdam) und Nicole Reinhardt (Lampertheim), der sich jeweils knapp hinter Kmetova/Kohlova (SVK) und vor Kitamoto/Takeya (JPN) Rang zwei sicherte und damit gegen das zweite deutsche Boot. Marina Schuck (Leipzig) und Judith Hörmann (Karlsruhe) auf Rang sechs durchsetzen konnte. „Trotz der guten Mannschaftsboot-Ergebnisse dürfen wir nicht übersehen, dass es einen deutlichen Ruck im Damenbereich gegeben hat. Dies zeigt sich im K2 nicht nur in den Ergebnissen der starken Slowakinnen, auch die Boote aus China und Japan mischen kräftig vorn mit. Und auch die Ungarinnen sollte man keinesfalls abschreiben. Aus den beiden K4, die in Szeged die Plätze zwei und drei belegt haben, wird sicher noch ein schlagkräftiges Boot zusammengestellt werden. Und im K1 haben wir deutlich gesehen, dass wir in der individuellen Leistungsentwicklung noch einige Schritte nach vorn brauchen“, so das Resümee des Chefbundestrainers. So kam Katrin Wagner-Augustin über 500m auf Rang sechs und Carolin Leonhardt im B-Finale auf Rang vier.

 

Ähnlich stellt sich die Situation im Kajak der Herren dar. Im K1 über 500m belegte Jonas Ems (Essen) Platz 9, Dimitri Tabuev (Karlsruhe) fuhr im B-Finale auf Platz zwei.

Hervorragende Finalplatzierungen erreichten dagegen neben Andreas Dittmer im C1 Erik Leue (Magdeburg) mit Platz vier über 1000m und Sebastian Brendel (Potsdam) mit Rang fünf über 500m.

OK der Kanu-WM 2007 begeistert - vom Baufortschritt an der Regattabahn

DUISBURG, 16. Mai 2007 - Das Organisationskomitee der Kanu-Weltmeisterschaften 2007 traf sich bei seiner Sitzung in Duisburg gleich zu einem Lokaltermin. Die Vertreter von Bund, Land, der Stadt, des Regionalverbands Ruhr und des Deutschen Kanuverbands sowie des Duisburger Kanu-Regattavereins erkundigten sich vor Ort über den Baufortschritt des Parallelkanals. Ein deutlich sichtbares Zeichen, wie schnell DuisburgSport die Arbeiten vorantreibt: die neue Brücke an der Dreieckswiese.

 

Olaf Heukrodt, Präsident des Deutschen Kanuverbandes, freute sich darüber, dass alle Vorbereitungen exakt im Zeitplan sind. Bis zu den Titelkämpfen, die vom 8. bis zum 12. August 2007 auf der Wedau-Bahn die Kanu-Elite nach Duisburg bringen, werden der Stichkanal zum Bertasee sowie die TV-Fahrstrecke mit zusätzlicher Kameraschienenstrecke fertig gestellt sein. Auf der Athletenseite steht inzwischen der Stahlrahmen für die neue Videowand, auf der die Zuschauer von Tribüne aus alle Rennen vom Start weg mitverfolgen können.

 

Positive Nachrichten zum Fortschritt bei den Vorbereitungen der WM konnte Organisationsleiter Otto Schulte während der OK-Sitzung berichten. Ebenso wie beim Ausbau der Regattastrecke kommt man auch hier zügig voran. Otto Schulte: „Es gibt viel zu tun. Wir haben jedoch keine echten Baustellen. Wir sind voll im Plan.“ Die Meldungen von über 50 Nationen sind bereits im WM-Büro eingetroffen. Bis Ende Juli werden nach Einschätzung von Otto Schulte etwa 90 Länder ihre Teilnahme bei der 36. Rennsport-WM, die zugleich Olympia-Qualifikation ist, verbindlich zugesagt haben.

 

Dass die deutschen Athleten mit perfekten Bedingungen rechnen können, davon kann sich der inzwischen für die Saison nominierte Kader von Bundestrainer Reiner Kießler ab Sonntag überzeugen. Das Nationalteam bereitet sich während eines Lehrgangs in Duisburg auf die Saison mit dem Höhepunkt in Duisburg vor.

WM-Qualifikation Rennsport: Beim Weltcup in Szeged können die ersten WM-Tickets gelöst werden

Duisburg, 10. Mai 2007 - Nach Abschluss der nationalen Qualifikation der DKV-Rennsportelite für die Heim-WM vom 8.-12. August in Duisburg hat der Verband nunmehr 33 Athleten benannt, die jetzt in den beiden internationalen Qualifikationen beim Weltcup in Szeged (18.-20. Mai) sowie in Gérardmer (1.-3. Juni) die Chance bekommen, sich das WM-Ticket zu sichern. Beim Weltcup in Szeged, wo der DKV insgesamt 19 Athleten an den Start schickt, steht zunächst die Qualifikationsmöglichkeit für die nominierten Medaillenboote der letzt jährigen WM im Blickpunkt.

 

Im Kajak der Damen können die Olympiasiegerinnen Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Carolin Leonhardt (Mannheim) sowie Fanny Fischer (Potsdam) und Conny Waßmuth (Magdeburg) in der ungarischen Kanuhochburg bereits den Grundstein für ihre WM-Nominierung legen, wenn sie dort einen Medaillenrang mit nicht mehr als 1,5 Prozent Rückstand zur Siegerzeit belegen. Katrin Wagner-Augustin und Carolin Leonhardt werden dabei im K1 sowie im K4 über 500m an den Start gehen, für den K4 sind außerdem Conny Waßmuth und Maren Knebel (Karlsruhe) vorgesehen. Letztere rückt aufgrund ihrer guten Ergebnisse in der nationalen Qualifikation für ihre Klubkameradin Judith Hörmann in das Vizeweltmeisterboot des letzten Jahres. Fanny Fischer wird in einer neu gebildeten Zweierbesetzung zusammen mit Nicole Reinhardt (Lampertheim) über 500m in Szeged starten. Diese als erste Wahl geltenden Boote können dann in gleicher oder ggf. auch noch veränderter Besetzung beim Weltcup in Gérardmer endgültig das WM-Ticket perfekt machen. Im K2 der Damen über 500m werden in Szeged außerdem Judith Hörmann und Marina Schuck (Leipzig) versuchen, sich ihre WM-Qualifikationschance für Gérardmer zu erhalten.

 

Im Kajak der Herren können sich nach erbrachtem Leistungsnachweis in der nationalen Qualifikation die K2-Olympiasieger und Weltmeister Ronald Rauhe und Tim Wieskötter (beide Potsdam) über 500m sowie die Vizeweltmeister des Vorjahres Andreas Ihle (Magdeburg) und Rupert Wagner (Essen) über 1000m in Szeged das WM-Ticket sichern. Außerdem gehen Jonas Ems (Essen) und Dimitri Tabuev (Karlsruhe) im K1 über 500m an den Start. Der besser Platzierte von beiden in dieser Disziplin wird dann zwei Wochen später in Gérardmer gegen den WM-Dritten des letzten Jahres Lutz Altepost (Potsdam) um das WM-Ticket kämpfen. Altepost konnte wegen Krankheit nicht an der nationalen Qualifikation teilnehmen und muss daher seine Qualifikationschance beim Weltcup in Frankreich wahrnehmen.

 

In Gérardmer werden neben Wildwasser-Sprintweltmeister Max Hoff (Köln), der als Sieger der Mittelstreckenwertung der nationalen Qualifikation für den K1 über 1000m vorgesehen ist, ferner Norman Bröckl, Torsten Lubisch (beide Berlin), Norman Zahm (Essen), Marco Herszel, Björn Bach (beide Magdeburg), Sebastian Lindner (Potsdam) sowie Fiete Krüger und Björn Goldschmidt (beide Karlsruhe) eine Einsatzmöglichkeit über 1000m im K1, im K4 bzw. eventuell auch im K2 erhalten.

 

Bei den Canadiern kann C1-Olympiasieger Andreas Dittmer (Neubrandenburg) in Szeged mit einer Top-Platzierung über 1000m bereits das WM-Ticket lösen. Neben Dittmer, der auch die 500m bestreitet, gehen im C1 außerdem der Magdeburger Erik Leue (1000m) sowie der Potsdamer Sebastian Brendel (500m) an den Start. Im C2 ist der DKV in Szeged durch die Olympiasieger Christian Gille (Leipzig) und Tomasz Wylenzek (Essen) über 500 und 1000m vertreten. Für sie bietet sich jedoch erst in Gérardmer eine WM-Qualifikationschance.

Dort ist dann auf der 500m-Distanz auch mit dem Start des letzt jährigen Vizeweltmeisterbootes Robert Nuck (Leipzig) und Stefan Holtz (Karlsruhe) zu rechnen, das wegen Erkrankung von Robert Nuck nicht an der nationalen C2-Qualifikation teilnehmen und somit auch nicht für Szeged nominiert werden konnte. Über die 1000m-Distanz werden in Gérardmer Thomas Lück (Neubrandenburg) und Stephan Breuing (Bochum) gegen Gille/Wylenzek antreten.

 

Für den ersten internationalen Auftritt des DKV-Teams in Szeged erwartet Chefbundestrainer Reiner Kießler Aufschluss darüber, wie das bei der nationalen Qualifikation gezeigte Leistungsniveau im internationalen Maßstab einzuordnen ist. “Ich hoffe, dass sich möglichst viele der nun als erste Wahl nominierten Athleten diesem Anspruch auch gegen die internationale Konkurrenz gerecht werden und sich dann ohne größeren Qualifikationsstress langfristig auf die WM im August vorbereiten können”, so der Chefcoach.

Zweite nationale WM-Qualifikation: Siegleistungen sind die beste Weltcup-Empfehlung

Duisburg (4.5.07) Bei der zweiten nationalen WM-Qualifikation der Rennsportelite des DKV am bevorstehenden Wochenende 5./6. Mai in Duisburg werden bereits wichtige Weichen im Hinblick auf die Weltmeisterschaften vom 8.-12. August an gleicher Stätte gestellt.
In den Einer-Prüfungen über 250 und 500 Meter im Kajak der Damen und über 250, 500 und 1000 Meter im Kajak der Herren sowie bei den Canadiern fällt die Entscheidung, wer von den WM-Medaillengewinnern des letzten Jahres in Szeged sich beim diesjährigen Weltcup - vom 18.-20. Mai ebenfalls in Szeged - bereits das WM-Ticket sichern bzw. wer sich Hoffnungen machen kann, beim darauf folgenden Weltcup vom 1.-3. Juni in Gerardmer in das WM-Team zu paddeln.
Am besten stehen die Chancen zweifellos für die Doppelsieger der 1. nationalen Qualifikation, Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) und Andreas Dittmer (Neubrandenburg). Ob neben diesen beiden nach guten Ergebnissen bei der 1. Qualifikation vor drei Wochen erneut Nicole Reinhardt (Lampertheim), Carolin Leonhardt (Mannheim), Judith Hörmann (Karlsruhe) und Friederike Leue (Magdeburg) bei den Damen sowie Tomasz Wylenzek (Essen), Erik Leue (Magdeburg), Sebastian Brendel (Potsdam) und Christian Gille (Leipzig) bei den Canadiern wieder mit guten Ergebnissen aufwarten können, dürfte ebenso zu den spannenden Fragen dieser 2. Qualifikation gehören wie die Frage, wer von den nicht Genannten sich noch empfehlen kann.
Im Kajak der Herren haben eine ganze Reihe von Athleten noch gute Chancen, wobei Ronald Rauhe, Tim Wieskötter (beide Potsdam) und Norman Bröckl (Berlin) hier zu den Top-Favoriten zu zählen wären. Aber auch der 2000m-Überraschungssieger der 1.Qualifikation Max Hoff (Raunheim), Norman Zahm, Jonas Ems, Rupert Wagner und Thomas Schmidt (alle Essen), Dimitri Tabuev (Karlsruhe) sowie Andreas Ihle und Marco Herszel (beide Magdeburg) dürften - ausgehend von den bisherigen Ergebnissen - durchaus zu beachten sein.

Wegen Krankheit auf einen Start bei der 2. Qualifikation verzichten müssen dagegen Lutz Altepost (Potsdam), Björn Bach (Magdeburg) und Philipp Flößel (Leipzig). Ob der Leipziger Robert Nuck an den Start gehen kann, entscheidet sich erst kurz vor dem Wettkampf.
Nachdem heute Abend bereits die C2-Besetzungen über 500 und über 1000 Meter ihre Qualifikation bestreiten (Ergebnisse nach 20 Uhr), werden am Samstagvormittag zunächst die 250 Meter absolviert (Ergebnis gegen 10.30 Uhr), anschließend die 500 Meter (Finalresultate nach 18.20 Uhr). Am Sonntag, 6.5., stehen dann für die Damen nochmals die 500 Meter und für die Kajak Herren sowie die Canadier die 1000 Meter auf dem Programm (Finalresultate gegen 15.45 Uhr).

Auftakt zur WM-Qualifikation im Kanurennsport

Mehr als zwei Sekunden sollten bis August noch drin sein

 

Duisburg, 18. April 2007 - n gleicher Stätte, wo in knapp vier Monaten die weltbesten Rennkanuten um WM-Titel und Medaillen kämpfen, traf sich am 14./15. April die Rennsport-Elite des DKV zu ihrer ersten nationalen WM-Qualifikation. Chefbundestrainer Reiner Kießler äußerte sich in einem Interview mit einem ersten Fazit.

 

Frage: Sommerliches Wetter mit besten Bedingungen mitten im April – die Rahmenbedingungen für die Qualifikation in Duisburg an der Wedau präsentierten sich fast schon WM-würdig. Waren es die sportlichen Leistungen an diesem Wochenende ebenfalls?

 

R.K.: Das können sie noch nicht hundertprozentig sein. Grundsätzlich war die absolute Leistung von einem Großteil der Athleten zum momentanen Zeitpunkt nicht schlecht. Aber etwas mehr als zwei Sekunden gilt es bis zur WM schon noch herauszuholen, was auch gelingen sollte, wenn wir uns dann gezielt auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten. Einige Athleten werden allerdings bei der nächsten Sichtung am 5./6. Mai eine deutliche Steigerung nachweisen müssen und mancher muss dabei auch auf Schützenhilfe der anderen Sportler hoffen.

 

Frage: Enthält das Fazit des Chefbundestrainers auch Athleten mit einer möglicherweise überraschenden Vorstellung?

 

R. K.: Es gibt durchaus einige Sportler, die sich hier mit ihren Leistungen besonders in Szene setzen konnten. Da ist vor allem Max Hoff zu nennen, der aus dem Wildwasserbereich kommt und hier bei seinem Flachbahn-Auftritt die 2000m im Kajak der Herren für sich entscheiden konnte. Auch über die 500m hat er mit Platz zwölf einen guten Eindruck hinterlassen. Wenn es bei der zweiten Sichtung ähnlich gut für ihn läuft, könnte er durchaus einer der Anwärter auf den K1 der Herren über 1000m sein. Aber auch andere Sportler wie z.B. Norman Zahm und Sebastian Lindner im Kajak der Herren, Friederike Leue bei den Damen sowie Erik Leue und Sebastian Brendel bei den Canadiern konnten mit ihren Ergebnissen durchaus ein Achtungszeichen setzen.

 

Frage: Mit Lutz Altepost und Robert Nuck haben zwei wichtige Stützen des letzt jährigen WM-Teams krankheitsbedingt beim Auftakt gefehlt. Wie stellen sich ihre Qualifikationschancen nunmehr dar?

 

R. K.: Robert Nuck konnte aufgrund einer Bronchitis 14 Tage nicht trainieren. Bei ihm hoffen wir, dass er sich in den nächsten drei Wochen beschwerdefrei auf die zweite Sichtung vorbereiten kann. Bei Lutz Altepost ist der weitere Gang der Dinge noch unklar. Hier wird es bis Ende des Monats näheren Aufschluss geben.

 

Frage: Dem Besucher an der Wedau fällt auf, dass die Regattabahn ihr Gesicht wandelt. Bauliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der WM sind nicht zu übersehen. Spüren Sie auch bei den Athleten bereits eine Art WM-Spannung bzw. Vorfreude auf die WM?

 

R. K.: Vielleicht gibt es so etwas aus der unmittelbaren Berührung mit der Strecke heraus. Zunächst aber liegt der Fokus bei den Sportlern erst einmal ganz auf dem Kampf um die Plätze im Nationalteam, um überhaupt bei der WM dabei sein zu können. Für diejenigen, die es ins Team schaffen, hoffen wir natürlich, dass sich der Heimvorteil auch auszahlen wird. Diesen Vorteil – vor allem unsere Erfahrungen mit der Strecke - können wir mit jedem Rennen, das wir wie hier bei der Sichtung noch auf der WM-Bahn austragen, weiter verstärken. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch, dass uns die Verantwortlichen vom WM-Organisationsbüro zugesichert haben, unser vertrautes Umfeld des Bundesleistungszentrums während der WM zur Verfügung zu stellen.

 

Frage: Wie viel kann die Unterstützung durch die Zuschauer bei einer Heim-WM zum Erfolg beitragen?

 

R. K.: Wie wir erfahren haben, sind die Sitzplätze an den Finaltagen bereits ausverkauft und auch für die anderen Plätze gibt es eine große Nachfrage. Auch das Konzept für die Vereinssponsoren und VIP-Gäste ist eine gute Sache. Ich glaube schon, dass eine frenetisch anfeuernde Zuschauerkulisse unsere Sportler besonders motivieren und anspornen wird. Andererseits sollten wir aber auch nicht vergessen, dass damit auch ein gewisser Druck auf uns zukommt. Das ist bei einer Heim-WM eigentlich immer so, bei dieser jedoch ganz besonders, da es auch um die Quotenplätze für Olympia geht. Für das Wichtigste halte ich jedoch, dass wir im August ähnlich ideale und faire Bedingungen vorfinden wie das jetzt an den beiden Tagen der ersten Sichtung der Fall war.  Das Interview führte Hans-PeterWagner.

Auftakt zur WM-Qualifikation Rennsport
Erste "Tickets" für die Kanu-WM 2007 vergeben - und zwar für die deutsche Rennsport-Elite

Teilnehmer der 1. Nationalen Qualifikation zur Kanu-WM 2007
Von links: Christian Gille, Katrin Wagner-Augustin, Thomas Wylenzik, Fanny Fischer und Jonas Ems. Fotos Manfred Schneider

 

Duisburg, 14./15. April 2007 - Sieben aktuelle DKV-Olympiasieger und 21 Medaillengewinner der Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres in Szeged waren mit von der Partie, als die Rennsport-Elite des DKV am  Wochenende in Duisburg in ihre diesjährige WM-Qualifikation startete. Sowohl beim Auftaktwettkampf am 14./15. April als auch bei der zweiten nationalen Qualifikation am 5./6. Mai gilt es auf der Wedau mit überzeugenden Leistungen eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Startplätze für die Heim-WM vom 8.-12. August an gleicher Stätte zu schaffen.

 Die erste Entscheidung in der nationalen WM-Qualifikation fiel bereits am Samstag auf der olympischen 500m-Distanz. Tags darauf standen die Prüfungen über 1000m (Kajak der Damen-Leistungsklasse) sowie über 2000m (Kajak Herren und Canadier) auf dem Programm. Bei beiden Entscheidungen war die Rennsport-Elite des DKV bis auf die Olympiasiegerinnen Birgit Fischer (Bandenburg) und Maike Nollen (Berlin) sowie den WM-Dritten des letzten Jahres Lutz Altepost (Potsdam) komplett vertreten.

 Während Lutz Altepost krankheitsbedingt auf einen Start verzichten muss, haben Rekordolympionikin Birgit Fischer und ihre Teamkollegin aus dem Goldvierer von Athen Maike Nollen nicht für die diesjährige Qualifikation gemeldet. Fischer schließt jedoch eine eventuelle Teilnahme an der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking im nächsten Jahr nach wie vor nicht aus.

Auftakt zur WM-Qualifikation Rennsport - Siegleistungen sind der sicherste Weg zum WM-Ticket

Duisburg, 12. April 2007 - Sieben aktuelle DKV-Olympiasieger und 21 Medaillengewinner der Weltmeisterschaften des vergangenen Jahres in Szeged werden mit von der Partie sein, wenn die Rennsport-Elite des DKV am kommenden Wochenende in Duisburg in ihre diesjährige WM-Qualifikation startet. Sowohl beim Auftaktwettkampf am 14./15. April als auch bei der zweiten nationalen Qualifikation am 5./6. Mai gilt es auf der Wedau mit überzeugenden Leistungen eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Startplätze für die Heim-WM vom 8.-12. August an gleicher Stätte zu schaffen.


Die erste Entscheidung in der nationalen WM-Qualifikation fällt bereits am Samstag, den 14. April, auf der olympischen 500m-Distanz (Ergebnis gegen 18.30 Uhr). Am Folgetag stehen die Prüfungen über 1000m (Kajak der Damen-Leistungsklasse) sowie über 2000m (Kajak Herren und Canadier) auf dem Programm (Ergebnis gegen 12.00 Uhr). Bei beiden Entscheidungen ist die Rennsport-Elite des DKV bis auf die Olympiasiegerinnen Birgit Fischer (Bandenburg) und Maike Nollen (Berlin) sowie den WM-Dritten des letzten Jahres Lutz Altepost (Potsdam) komplett vertreten. Während Lutz Altepost krankheitsbedingt auf einen Start verzichten muss, haben Rekordolympionikin Birgit Fischer und ihre Teamkollegin aus dem Goldvierer von Athen Maike Nollen nicht für die diesjährige Qualifikation gemeldet. Fischer schließt jedoch eine eventuelle Teilnahme an der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking im nächsten Jahr nach wie vor nicht aus. 

Chefcoach erwartet „Vollgas“

Beim Qualifikations-Auftakt in Duisburg werden zunächst vor allem die DKV-Medaillengewinner in den olympischen Disziplinen der Vorjahres-WM im ungarischen Szeged im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen: von Katrin Wagner-Augustin (Potsdam), Carolin Leonhardt (Mannheim), Judith Hörmann (Karlsruhe), Conny Waßmuth (Magdeburg), Fanny Fischer (Potsdam) und Gesine Ruge (Dresden) bei den Damen über Ronald Rauhe, Tim Wieskötter, (alle Potsdam), Andreas Ihle (Magdeburg) und Rupert Wagner (Essen) bei den Herren bis hin zu den Canadiern mit Andreas Dittmer (Neubrandenburg), Robert Nuck (Leipzig) und Stefan Holtz (Karlsruhe). Sie alle können sich mit einem überzeugenden Leistungsnachweis in den beiden nationalen Qualifikationen bereits ihren Start bei der ersten internationalen Qualifikation beim Weltcup vom 18.-20. Mai in Szeged sichern. Entscheidend dafür ist die absolute Leistung in den einzelnen Prüfungen an der Wedau, insofern bieten Siegleistungen die größte Gewähr, in Szeged dabei zu sein. „Gefragt ist Vollgas“, bringt es DKV-Chefbundestrainer Reiner Kießler auf den Punkt.

 

Beim Weltcup in Szeged können die WM-Medaillengewinner dann bereits ihr WM-Ticket lösen, wenn sie als bestes deutsches Boot in die Medaillenränge fahren und dabei nicht mehr als 1,5% hinter der Siegleistung das Ziel erreichen. Sollte das nicht gelingen, haben sie zwei Wochen später bei der Weltcup-Regatta in Gérardmer (Frankreich) erneut die Möglichkeit, als bestes deutsches Boot mit entsprechend internationalem Leistungsnachweis die Nominierung perfekt zu machen. Dort müssen sie sich dann allerdings auch gegen jene DKV-Athleten (bis zu je 6 Kajak-Damen und Canadier sowie bis zu 9 Kajak-Herren) durchsetzen, die im Ergebnis einer Rangliste nach den beiden nationalen Qualifikationen ihre WM-Qualifikationschance für all die Disziplinen bekommen, in denen die WM-Medaillengewinner die Qualifikation zuvor in Szeged noch nicht geschafft haben. 

 

Nach der Regatta in Gérardmer schlägt dann der Chefbundestrainer dem DKV-Präsidium zunächst die WM-Mannschaft in den olympischen Disziplinen zur Nominierung vor. In den nichtolympischen Disziplinen werden auch die Ergebnisse der Europameisterschaften (28.6.-1.7. in Pontevedra/Spanien) für die Nominierung noch mit berücksichtigt. Der Nominierungsvorschlag der Athleten für den WM-Einsatz auf den nichtolympischen Strecken erfolgt somit nach den Europameisterschaften.

 

Beim Qualifikationsauftakt am Wochenende in Duisburg setzen neben der Leistungsklasse auch die DKV-Junioren ihre Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaften vom 26.-29.7.in Racice (CZE) fort.

Meldeverfahren für die Kanu-WM 2007 hat begonnen

Otto Schulte: „Alle großen Nationen haben ihren Start bereits angekündigt.“

DUISBURG, 3. April.2007 - Nur zehn Tage nach Beginn des Akkreditierungsverfahrens für die 36. Kanuwelt-Meisterschaften in Duisburg haben bereits knapp 30 Nationen ihre Meldungen abgegeben. Organisationsleiter Otto Schulte nach einer ersten Bilanz: „Alle großen Kanu-Nationen haben ihren Start bei uns in Duisburg bereits angekündigt.“ Dazu gehören Deutschland, Ungarn, Russland, Tschechien oder die USA. Auch China hat unmittelbar nach Beginn der Meldefrist seine Teilnahme an den Titelkämpfen vom 8. bis zum 12. August 2007 auf der Regattabahn im Duisburger Sportpark Wedau avisiert. Von den weniger bekannten Nationen liegt beispielsweise die Meldung von Vietnam vor.  

Zum Teil haben die internationalen Verbände bereits ihre exakten Starterzahlen angekündigt. Derzeit liegt das Meldeergebnis bei über 750 Teilnehmern, darin eingerechnet Offizielle, Trainer und Betreuer. Allein Ungarn hat angekündigt, mit 65 Teilnehmern nach Duisburg kommen zu wollen. Vietnam schickt eine Delegation von fünf Teilnehmern. Die Organisatoren gehen von über 90 Nationen aus, die in Duisburg um die Medaillen, aber auch die Olympia-Qualifikation kämpfen werden. Otto Schulte, Präsident des Duisburger Kanu-Regattavereins, geht von mehr als 1200 akkreditierten Personen aus. Meldungen können die Nationen noch bis zum Juni abgegeben. Schulte erwartet die größte Kanu-Weltmeisterschaft aller Zeiten.

 

Die deutsche Nationalmannschaft freut sich auf die Kanu-WM 2007 in Duisburg. Sie wird in ihrer stärksten Besetzung auf der Regattabahn im Sportpark Wedau antreten.