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WM von Tag zu Tag - Mittwoch, 8. August 2007 - Athleten |
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| Eröffnungsfeier mit besonderer modischer Note - Wassersportler und Ehrengäste trotzen Regen | ||||||||
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Duisburg, 8. August 2008 - Die Eröffnungszeremonie begann mit leichter Verspätung. Der pünktlich einsetzende
Regen sorgte für einen weiteren organisatorischen Kraftakt. Binnen
Minuten wurden Haniels Regencapes an die Ehrengäste und die Aktiven und
Funktionäre der teilnehmenden 90 Nationen verteilt."Jetzt haben wir Wassersportler eben auch Wasser von oben", nahm es WM-Organisationsleiter Otto Schulte - Bildmitte Ministerpräsident Rüttgers und OB Sauerland - von der humorvollen Seite. 90 bunte Boote - 90 gut gelaunte Grundschulkinder sowie 90 Fahnenträger prägten den Auftakt der Eröffnungsfeier der Kanu-WM 2007 auf der so genannten Inneren Plaza im Schatten der MSV-Arena. Rund 2000 Gäste nahmen an der offiziellen Auftaktveranstaltung teil - darunter hunderte
Athleten, zahlreiche VIPs und Ehrengäste. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gehörte ebenso zu den Teilnehmern an der Eröffnung wie Heide Ecker-Rosendahl und Jochen Behle. Alle gemeinsam trotzten den Regentropfen - dank der weißen Regen-Capes von Presenting-Sponsor Haniel, die unter den Zuschauern verteilt wurden. Auch wenn das Wetter sich nicht von seiner besten Seite zeigte, der Stimmung beim Auftakt der 36. Kanu-Rennsportmeisterschaften tat dies keinen Abbruch. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland widmete die Regentropfen kurzerhand in "Freudentränen" um. Der Oberbürgermeister versprach: "Dies werden nicht nur die größten, sondern auch die schönsten Kanu-Weltmeisterschaften." Einen
Blick voraus auf die Olympischen Spiele in Peking warf Olaf Heukrodt
Bild re. 2. v. re.), Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes: "Alle
Athletinnen und Athleten, die in Peking 2008 dabei sein wollen, gehen
hier in Duisburg an den Start." Heukrodt erinnerte sich zugleich daran,
wie er 1987 bereits als Athlet in Duisburg als Aktiver auf der
Regattabahn zur WM-Ehren kam. Jetzt leitet er als Präsident des DKV das
Organisationskomitee. Ulrich Feldhoff, der Präsident des Internationalen Kanuverbandes, bedankte sich bei den Organisatoren der WM und wünschte den Kanuten den Erfolg, den sie sich von den Titelkämpfen erwünschen. Feldhoff eröffnete als Präsident des veranstaltenden Weltverbandes feierlich die 36. Weltmeisterschaften. Zum offiziellen Teil der Eröffnung gehörte ebenfalls das Hissen der deutschen Fahne und der Fahne des Weltverbandes. Die grüne ICF-Flagge wird ab Donnerstag im Siegerehrungsbereich an der Regattastrecke wehen. Dann nimmt die WM mit den Rennen ihren sportlichen Anfang. Den größten Applaus bekamen beim feierlichen Auftakt die Kanukinder und die Fahnenträger aus den 90 Nationen. Kinder
aus Duisburg hatten im Unterricht die Kanus mit Motiven der einzelnen
Länder bemalt. Stolz zeigten die Mädchen und Jungen begleitet vom
Beifall der Zuschauer und der Musik von DJ Smaxihre Kanus zur Bühne. Das deutsche Boot trug die achtjährige Julia von der Marienschule in Duisburg-Rumeln. An ihrer Hand ging der dreifache Olympiasieger Andreas Dittmer (Neubrandenburg) zur Bühne. An der Eröffnungsfeier nahm die deutsche Mannschaft komplett teil. Deutschlands "Goldjunge" Andreas Dittmer beim "Einmarsch der Nationen" mit Julia von der Marien-Schule in Rumeln-Kaldenhausen.
Zufriedene
Eröffnungsfeier-Veranstalter und Gäste - Joy Denalane sang vor 3000
begeisterten Zuschauern |
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| WM-Splitter: Zahlen, Fakten und bunte Meldungen rund ums deutsche Team | ||||||||
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Deutscher Kanu-Verband
startet mit neun Booten zum WM-Auftakt am Donnerstag Zum Auftakt der 36. Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften startet der Deutsche Kanu-Verband (DKV) mit neun Booten über die 1000m-Distanz. Eine Ausnahme bildet der Vierer-Kajak der Frauen, der seine Vorläufe über die 500m-Kurzstrecke austrägt. Chefbundestrainer Reiner Kiessler erwartet, dass alle gemeldeten Boote die Vorlaufhürde meistern werden. Alle Athleten sind fit und können ihre Wettkämpfe aufnehmen. Die WM-Rennen beginnen um 8:00 Uhr mit dem Vierer-Kajak der Damen über 500m, wobei den amtierenden Europameisterinnen Carolin Leonhardt, Conny Waßmuth, Katrin Wagner-Augustin und Maren Knebel der direkte Einzug in das WM-Finale zugetraut wird. Allerdings treffen sie schon im Vorlauf auf starke Konkurrenz aus China, Spanien und Schweden, die einen Durchmarsch des deutschen Frauenteams ins Finale verhindern wollen. Auch die Olympiasieger Andreas Dittmer im Einer-Canadier sowie Christian Gille und Tomasz Wylenzek im Zweier-Canadier haben ihren ersten WM-Start. Zwischen 8:00 und 11:52 Uhr werden insgesamt 35 Vorläufe gestartet. Am Donnerstagnachmittag finden ab 13:30 Uhr die Semifinalrennen über 1.000m und im Vierer-Kajak der Damen über 500m statt. WM vor heimischen Publikum beflügelt Die deutschen Athleten sind sich einig: Eine Weltmeisterschaft vor heimischem Publikum ist eine besondere Herausforderung und wird die sportlichen Leistungen beflügeln. DKV-Athletensprecher Lutz Altepost ist davon überzeugt, dass die sportlichen Ziele des DKV-Teams mit den Zielen des Chefbundestrainers Reiner Kießler völlig übereinstimmen. "Die Erwartungen liegen hoch, aber wir wissen damit umzugehen", kommentierte der Aktivensprecher den Leistungswillen der deutschen WM-Starter bei der Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch. DKV-Präsident Olaf Heukrodt lobte die deutsche Mannschaftsleitung, das DKV-Team gut vorbereitet zu haben. Viel Lob stellte der DKV-Chef auch den Organisatoren der 36. Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften und der Stadt Duisburg aus: "Seit meinem ersten Start 1987 in Duisburg sind die baulichen und technischen Veränderungen in Duisburg als ein Quantensprung zu bezeichnen." Für Cheftrainer Reiner Kießler liegen die Minimalziele im Erreichen der sportlichen Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking. Sechs bis sieben Medaillen erwartet der 55-Jährige von seiner Mannschaft, so Kießler auf der heutigen Pressekonferenz. "Und das Team ist genauso ehrgeizig wie der Trainer", sagte Lutz Altepost. "Es wäre Quatsch, wenn unsere Ziele niedriger liegen als die des Cheftrainers. Jeder will hier eine Medaille holen." Nachwuchskanutin Fanny Fischer fügte hinzu: "Gemeinsam mit meiner Partnerin Nicole Reinhardt konnten wir unsere Abstimmung im Zweierkajak verbessern. Es läuft gut und ich bin optimistisch." Mit Blick auf Peking meinte DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl: "In Duisburg wollen wir gegen die Ungarn die Hoheit in den olympischen Disziplinen zurückgewinnen." Als großen Unbekannten bezeichnete Kahl die chinesischen Kanuten, der Leistungen indiesem Jahr noch nicht einzuschätzen seien. Reibungslose Bootskontrolle für DKV-Team Die Bootskontrolle der Internationalen Canoe Federation (ICF) verlief fürdas WM-Team des Deutschen Kanu-Verbandes reibungslos. Die ICF-Kampfrichter überzeugten sich vor dem ersten Wettkampftag der 36. Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften 2007 vom ordnungsgemäßen Zustand aller Wettkampfboote der teilnehmenden 90 Nationen. DKV-Sportdirektor Jens Kahl: " Für uns war es sehr wichtig, bei der WM alle Wettkampfboote ohne Beanstandungen über die ICF-Kontrolle zu bekommen. Alle hier vorgestellten Kajaks und Canadier müssen wir dann auch bei den Olympischen Spielen in Peking benutzen. Das sieht das Reglement des Internationalen Olympischen Komitees vor." Die Boote aller Teilnehmer der 36. Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften prüften die Kampfrichter auf die korrekte Länge und das richtige Gewicht. Danach wurden sie fotografiert. Damit will die ICF verhindern, dass bauliche Veränderungen bis zu den Olympischen Spielen vorgenommen werden. Mit dieser Maßnahme sichert man die Chancengleichheit gegenüber solchen Nationen, die sich aufwendige Neuentwicklungen nicht leisten können. Die Einhaltung einer Mindestbreite ist nach einer Änderung der ICF-Baubestimmung vor einigen Jahren weggefallen. Es setzten enorme Veränderungen der Bootsformen ein. Kajaks und Canadier sind so schmal geworden, dass die Athleten gerade noch in ihren Sportgeräten sitzen oder knien können. Wahre Gleichgewichtskünstler sind dabei die Canadier-Fahrer, deren Boote eher einer langen Zigarre gleichen. Eine wage Vorstellung von den Gleichgewichtsfähigkeiten der Kanuten erhalten die Zuschauer der Kanu-WM bei einem Rundgang über die Dreiecksinsel. Dort stellen Händler aus aller Welt ihre neuesten Entwicklungen vor. Von den preiswerten Booten bis hin zum Spitzenprodukt aus hochwertiger Kohlefaser wird alles angeboten, was derKanurennsportler für seinen Sport benötigt. Für DKV-Sportdirektor Jens Kahl steht fest, dass die Optimierung der Wettkampfboote fast abgeschlossen ist. Um Athleten auf dem Wasser tragen zu können, braucht ein Kajak oder Canadier einen gewissen Auftrieb. Und den bekommt man nur, wenn das Boot ein dementsprechendes Volumen aufweisen kann. Wenn das Boot zu tief im Wasser liegt, erhöht sich der Wasserwiderstand. Um dann nicht der Konkurrenz hinterher zu paddeln, gilt es eine Ausgewogenheitzwischen Fortschritt und notwendigem Auftrieb zu finden. WM-Splitter - Die 32 Athleten des DKV-Nationalteams bringen es bei der 36.Weltmeisterschaft auf einen Altersdurchschnitt von 24,56 Jahren. Mit 35 Jahren ist der Neubrandenburger Andreas Dittmer der Älteste im Team, der Potsdamer Sebastian Lindner sowie sein Klubkamerad Sebastian Brendel sind mit jeweils 19 Jahren die Jüngsten. - Während der Karlsruher Dimitri Tabuev (6.8.) sowie Rupert Wagner aus Essen (7.8.) bereits kurz vor Beginn der WM Geburtstag feierten, steht der Magdeburger Erik Leue kurz vor seinem Ehrentag (9.8.). Zugleich erlebt er am Donnerstag mit dem C4 über 1000m seine WM-Premiere, bei der er sich mit einem direkten Einzug ins Finale selbst das größte Geschenk bereiten könnte. - Addiert man alle WM-Medaillen, die im Besitz der Athleten des diesjährigen Nationalteams sind, so ergibt dies die stolze Zahl von 138 (55x Gold, 45x Silber, 38x Bronze). Die meisten WM-Medaillen sammelte bislang Andreas Dittmer (21), die meisten WM-Siege (10) hat Ronald Rauhe (Potsdam) vorzuweisen. - Andreas Dittmer ist zugleich "dienstältester" Rennkanute im deutschen Team. Seit 25 Jahren betreibt der Canadier-Champion bereits Kanusport. Auf acht Jahre Kanusport und damit auf die kürzeste Zeit unter den Aktiven im Team von Chefbundestrainer Reiner Kießler blicken die Geschwister Friederike und Erik Leue zurück. - Andreas Dittmer sieht an den Finaltagen einer weiteren Rekordmarke in seiner langjährigen Erfolgskarriere entgegen: Er erwartet den größten Fan-Club, der ihn bei Weltmeisterschaften bislang unterstützt hat. "Zu meiner definitiv letzten WM - und noch dazu im eigenen Land - haben sich bereits im Vorfeld an die 50 Leute aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis angekündigt", sagte der Neubrandenburger vor der Abreise aus Kienbaum nach Duisburg. - Sport steht für die Athleten des DKV-Nationalteams auch abseits der Regattabahnen und Trainingsstrecken hoch im Kurs. 22 von ihnen widmen ihre Freizeit sportlichen Aktivitäten - von Angeln bis Tauchen und von Modellflugsport bis Klettern reicht dabei die Palette. Deutlicher Spitzenreiter unter den Hobbys ist jedoch das Ski bzw. Snowboard fahren, dafür können sich allein zwölf Sportler begeistern. - Ein ganz besonderes Hobby haben seit der Vorbereitung auf den Weltcup in Gerardmer Christian Gille, Tomasz Wylenzek, Sebastian Brendel und Erik Leue für sich entdeckt. Ein Besuch im Casino der Stadt Duisburg mit nicht gerade berauschendem Erfolg stachelte den Ehrgeiz der vier derart an, dass sie sich einen Black Jack-Koffer zulegten und sich seitdem in der Freizeit diesem Spiel zuwenden, "rein zur Entspannung, wenngleich ein bisschen Nervenkitzel immer dabei ist" sagt Christian Gille und fügt hinzu: "Vielleicht entdeckt uns ja die Spielbank eines Tages und steigt als Sponsor mit ein." In dieZeitschrift "Casino" haben es die vier jedenfalls schon geschafft. |
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