Kanu WM 2007
8. - 12. August 2007

Kajak / Canadier:Zeitplan / Wettkämpfe -Athleten GER  
Wettkämpfe / Ergebnisse: www.kanuwm2007.de

Plan - Anreise

Regattabahn Duisburg Lageplan

WM-Plaza: Musik - Straßentheater - Gastronomie

WM von Tag zu Tag  mit WM-Splitter -  Athleten -   Eröffnungsfeier der Kanu-WM mit besonderer modischer Note

 

Fans trieben Deutschland zu vier Gold- und zwei Silbermedaillen
Sensationelle Stimmung an der Regattastrecke - Wermutstropfen: Sicherheitsdienst ohne Fingerspitzengefühl
30 000 Besucher auf der Kanu-WM-Plaza - 2500 Besucher feierten Party beim Public Viewing auf der WM-Plaza

Von Harald Jeschke (Text) und Manfred Schneider (Fotos)  
Letzter WM-Tag ausverkauft - 1. Finaltag - WM-Splitter
 

Famose Bilanz am ersten Finaltag für das deutsche Team
Duisburg, 11. August 2007 - Bei den 36. Kanu-Weltmeisterschaften in Duisburg hat das deutsche Team am ersten Finaltag ordentlich abgeräumt. Viermal Gold - zweimal Silber, so lautete heute Nachmittag die Bilanz des DKV-Teams bei endlich strahlendem Sonnenschein und ausverkaufter Tribüne mit rund 6.000 Zuschauern.

So schön kann die Kanu-Welt sein. Strahlender Sonnenschein,  Stimmung pur auf, neben der Tribüne und an der gesamten Strecke nur ab und zu störte der auffrischende Wind. Mit ohrenbetäubenden Lärm und einem Schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer trieben die Besucher ihre Athleten wirklich zu allerletzten Kraftanstrengungen. Die Kanu-WM in Duisburg ist eine einzigartige Werbung für Duisburg und die Sportart", war DOSB-Präsident  und IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach (Bild re.) sehr angetan.
Aber erst die Athleten: "Wahnsinn., damit haben wir nicht gerechnet. Das war ein hammergeiles Rennen. Ich weiß nicht genau, wo die Kraft am Ende herkam. Nachdem die Ungarinnen uns im letzten Jahr in Szeged vorgeführt haben, sind wir froh, dass wir sie jetzt in unserem eigenen Land schlagen konnten", strahlte die 24-jährge Karlsruherin Judith Hörmann mit Zweier-Kajak-Bootsgefährtin Gesine Ruge nach Gold über 1000 Meter der Frauen. Sie hatten da schon den vierten Titel des ersten Finaltages geholt .

Unter den Gästen auch Brandenburgs Ministerpräsident  (rechtes Bild links) Matthias Platzek mit Gattin Janette und dem Kanuten Ronald Rauhe.

Und Fredericke Leue (Bildmitte) nach Silber im Frauen-Einerkajak (1000 Meter): "Silber ist total schön. Die Ungarin war im Endspurt besser. Eine Medaille war schon ein Traum und ich bin froh, dass es geklappt hat. Das Publikum hier ist der Hammer. Es ist sehr laut, wenn man die Strecke runter kommt."

 Für einen "goldigen" Auftakt sorgte gleich im ersten A-Finale der Vierer-Kajak der Damen über 500 Meter mit Carolin Leonhardt, Conny Waßmuth, Katrin Wagner-Augustin und Maren Knebel im Boot. Das Quartett siegte
deutlich über die Dauer-Konkurrenz aus Ungarn und holte das erste Gold für Deutschland. Nach dem Rennen meinte Carolin Leonhardt: "Wir waren in der Saison bereits immer vor den Ungarinnen, aber zur WM hin wird es immer eng. Ich habe nur gedacht, Augen zu und durch. Dass wir jetzt gewonnen haben, ist ein super Gefühl. Die Unterstützung vom Publikum hier ist gigantisch." Und Maren Knebel ergänzte: "Es war so laut, ich habe das Endspurtkommando von Carolin fast nicht gehört."

Eine totale Überraschung war der erste Platz des Vierer-Kajaks der Herren (1000 m), der nach einer verpatzten Saison dennoch auf Goldkurs ging. Angeführt vom wieder genesenen Schlagmann Lutz Altepost gewann das Quartett Altepost, Norman Bröckl, Marco Herszel und Björn Goldschmidt den WM-Titel.

Lutz Altepost: "Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet. Wir wären im Zwischenlauf ja fast rausgeflogen. Wir wollten nur die Olympia-Qualifikation schaffen. Wir wissen selber nicht, warum es so gut lief. Wir haben uns in den letzten Wochen einen Scheiß' zusammengepaddelt."

Den dritten Titelgewinn in einer olympischen Bootsklasse machte das Duo Christian Gille / Tomasz Wylenzek (links) perfekt. In einem packenden Rennen sicherten sich der Leipziger und der Essener das Edelmetall.
Die beiden hatte sich das rennen klug eingeteilt und konnten mit einem starken Finish und auch durch die erneut prächtige Unterstützung der Fans um Zentimeter Platz eins verteidigen.
Das war in der Kommentierung so aufregend, dass dem Sprecher Heinz Zimmer nach dem Zieleinlauf die Stimmbände den Dienst versagten.

Christian Gille nach dem Gewinn der Goldmedaille: "Die Fans haben uns die letzten Meter geputscht. Wir konnten uns heute nur selbst schlagen. Dass es heute für Gold reicht, haben wir gemerkt, als beim Endspurt keiner mehr etwas entgegenzusetzen hatte."

Den Medaillenreigen ergänzten mit Silber Friederike Leue im Einer-Kajak der Damen über 1000 Meter sowie der Vierer-Canadier der Herren mit Robert Nuck, Erik Leue, Thomas Lück und Stefan Holtz auf derselben Distanz. Der
22-jährige Erik Leue freute sich gleich doppelt - über seine Silbermedaille und die Goldmedaille seiner Schwester Friederike. "Nach dem Gold von meiner Schwester Friederike und meiner eigenen Silbermedaille müssen heute Abend mindestens 10 "Cuba Libre" drin sein."

Rupert Wagner und Andreas Ihle belegten den undankbaren vierten Platz im Zweier-Kajak der Herren über 1000 Meter. Nach einem guten Start blieb nur die "Holzmedaille".


Etwas enttäuschend war das Abschneiden von Olympiasieger Andreas Dittmer im Einer-Canadier über 1000 Meter. Der Neubrandenburger paddelte von Beginn an in der Mitte des Feldes und konnte sich auch mit seinem sonst gefürchteten Schlussspurt nicht mehr in die Medailleränge schieben und landete auf Rang 4. Andreas Dittmer: "Die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Ich wusste, dass die Gegner stark sind. Bei der 500-Meter-Marke merkte ich, dass ich schon sehr weit zurück war. Ich habe mich auch ein wenig müde gefühlt, versuchte, aber dran zu bleiben. Ich konnte aber keine Reserven mehr mobilisieren. Vielleicht ist morgen mehr drin."

Ihn traf es noch in anderer Hinsicht. Als er nach allen Rennen schnell zu seinen Fans auf die Tribüne huschen wollten, stellten sich dem in deutschen Teamfarben gekleideten Athleten die Sicherheitskräfte entgegen "Wir haben Anweisungen, hier kommt keiner durch":  Auch als mehrere der dienstbeflissenen Menschen ihn einkreisten, entwischte er ihnen flink. Da aber brach der deutsche "Ordnungssinn" völlig durch. So verfolgten sie ihn tatsächlich und führten den Olympiasieger fast im Polizeigriff wieder von der Tribüne herunter, allerdings hatten sie die Fans an den Getränke- und Imbissständen unterschätzt. "Lasst sofort den Mann los. So was gibt es doch gar nicht. Das ist dich ein Skandal", empörten sich die die Fans jeder Altersklasse lauthals. Mit nur ein wenig Fingerspitzengefühl der Sicherheitskräfte wäre alles kein Thema gewesen. Niemand hätte sich aufgeregt, wenn ein deutscher Kanute sich unters Volk mischt. Im Gegenteil. Es hätte so schön sein können...
Die Bilanz:
K4 500M        Carolin Leonardt, Conny Waßmuth, Katrin Wagner-Augustin und Maren Knebel - Gold
C1 1000m      Andreas Dittmer - vierter Platz
K1 1000m      Friedericke Leue - Silber
K2 1000m      Andreas Ihle und Rupert Wagner - vierter Platz
C2 1000m      Christian Gille und Tomasz Wylenzek - Gold
K2 1000m      Gesine Ruge - Judith Hörmann - Gold
K4 1000m      Lutz Altepost, Norman Bröckl, Marco Herszel und  Björn Goldschmidt - Gold
C4 1000m      Robert Nuck, Erik Leue, Thomas Lück und Stefan Holtz - Silber
              
                                                                 
Ehrendelegation mit ICF-Präsident Ulrich Feldhof (3.v.li.)
 

 keine Tickets mehr für letzten WM-Tag  - Kindertheater auf der Kanu-WM-Plaza

30 000 Besucher auf der Kanu-WM-Plaza
2500 Besucher feierten Party beim Public Viewing auf der WM-Plaza

Während die Tribüne an der Regattabahn im Sportpark Wedau während den 36. Kanu-Weltmeisterschaften in Duisburg am Wochenende ausverkauft ist, nutzen auch viele Kanu-Fans den Service, die spannenden Finalläufe auf der Videoleinwand auf der KanuWM-Plaza mitzuverfolgen. Schätzungsweise 2500 Zuschauer schauten sich am Samstagmittag die Finalrennen vor der 24 Quadratmeter großen Leinwand beim Public Viewing an und verfolgten vor allem die Rennen mit deutscher Beteiligung, bejubelten dabei die vier Gold- und zwei Silbermedaillen des DKV-Teams. Insgesamt 30.000 Besucher nutzten den sonnigen Samstagnachmittag für eine Stippvisite auf der Kanu-WM-Plaza.

Kanu-WM-Plaza - Summer of Culture
Das Konzert der Berliner Band "MIA" mit ihrer Frontsängerin Mieze war einer der Höhepunkte des Kulturprogramms auf der Kanu-WM-Plaza
.
Unter der Motto „Menschen, Liebe Sensationen“ setzt MIA. die überaus erfolgreiche Winter-Tournee mit einem veränderten Konzept fort.
Auf seinem dritten Album „Zirkus“ klingt das Quintett erwachsener und vielseitiger als je zuvor. Elektropunk war mit unterschiedlichen Stilen, mit drallem Pop, Drive Go-Beats und Aha-Effekten experimentiert angesagt. Live geht MIA ab wie „Schmidts Katze“.

MIA und Silbermond im Kanu-Fieber
Die Berliner Sängerin "Mietze" von der Band MIA und ihre Bandkollegen schauten sich am Samstag auf der Ehrentribüne der Regattabahn die spannenden Finalrennen über 200 Meter an. MIA trat am Samstagabend auf der KanuWM-Plaza vor nahezu ausverkaufter Kulisse auf und nutzte im Vorfeld die Gelegenheit, Kanu-Luft zu schnuppern. Gleiches taten die Bandmitglieder von "Silbermond" rund um Sängerin Stefanie Kloß am Sonntagnachmittag vor ihrem ausverkauften Konzert vor 3000 Zuschauern im Rahmen des "Summer of Culture" auf der WM-Plaza.

   
Begeisterung der Fans war grenzenlos

Keine Tickets mehr für WM-Kanu am Sonntag
Auch die letzten Restkarten der Kanu-WM 2007 in Duisburg haben heute (Samstag, 11.8.) ihre Abnehmer gefunden. Damit ist auch der morgige letzte Wettkampftag mit rund 6000 Zuschauern an der Regattabahn ausverkauft.

Kindertheater auf der Kanu-WM-Plaza
Sein Erfolgsstück "Der Krug" stellt das ReibeKuchenTheater heute um 15 Uhr auf der Kanu-WM-Plaza im Kinderprogramm des "Summer of Culture" vor. Darin geht es um einen riesigen, wunderschönen Krug, der auf einem alten Lastwagen angeliefert wird.
Micha, der Fahrer und Murat, sein Gehilfe sollen sich darum kümmern, dass das kostbare Teil zu seinem
Bestimmungsort kommt. Doch auf mysteriöse Weise zerbricht der Tonriese.

 

Erster Finaltag aus deutscher Sicht:
DKV-Olaf Heukrodt erwartet am Samstag neun Medaillen in den olympischen Disziplinen

Kanu-Gala in der Ruhrorter Schifferbörse: Das große Fest des Sports
Duisburg, 11. August 2007 - Der große Gala-Abend im Zeichen des Kanusports führte am Samstagabend viele
prominente Gäste in die traditionsreiche "Schifferbörse" im Duisburger Hafenstadtteil Ruhrort. Das Land Nordrhein-Westfalen und der Deutsche Kanu-Verband veranstalteten die Kanu-Gala. NRW-Sportminister Dr. Ingo Wolf
begrüßte die Sportfreunde ebenso wie Olaf Heukrodt, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes. Zu den Ehrengästen des festlich stimmungsvollen Abends gehörten Dr. Thomas Bach, IOC-Vizepräsident, Ulrich Feldhoff, Präsident des Internationalen Kanu-Verbands ICF sowie Hassan Mustafa, Präsident des Handball-Weltverbandes IHF, und der Südafrikaner Sam Ramsamy, Mitglied des IOC-Executive-Board. Als Überraschungsbesuch gab Lutz Altepost noch einmal einen Live-Bericht von seinem Weltmeister-Rennen im Kajak-Vierer der Männer über 1000 Meter. Altepost ist zugleich Aktivensprecher im Nationalteam. Thomas Reineck, Präsident des Kanu-Landesverbandes NRW, interviewte den frisch gebackenen Weltmeister Altepost. Ein echtes Fachgespräch, denn Thomas Reineck war 1992 und 1996 ebenfalls Olympiasieger im Vierer-Kajak. In zwangloser Runde und bei herzhaftem Grillgut ergab sich die Möglichkeit eine erste positive Bilanz der Titelkämpfe in Duisburg ziehen. Die vielen Altmeister, die zur Kanu-Gala eingeladen waren, konnten Vergleiche zu früheren Titelkämpfe ziehen.

Boote aus Beton auf der WM-Regattabahn
Ein Schau-Rennen mit Kanus aus Beton konnten die Zuschauer der Kanu-WM vor den ersten Finalrennen am Samstag auf der Regattabahn verfolgen. Die Betonboote wurden von deutschen Schülern und Studenten konstruiert, die bei der 11. Beton-Regatta im Juni auf dem Maschsee in Hannover angetreten waren. Unterstützt werden die Beton-Kanuten von der Betonmarketing GmbH.

Ministerpräsident Platzeck besucht DKV-Team
Matthias Platzeck - Ministerpräsident des Bundeslandes Brandenburg - besucht seit Freitag täglich die Kanu-WM in Duisburg - in seiner Eigenschaft als Kanu-Fan, betonte Ulrich Feldhoff, ICF-Präsident. Platzeck wünschte dem
DKV-Team alles Gute. Den Goldmedaillen-Gewinnerinnen Gesine Ruge und Judith Hörmann im Zweier-Kajak über 1000 Meter gratulierte der Ministerpräsident beispielsweise unmittelbar nach dem Titelgewinn neben der Bootswaage.

Stuttgarter gewann WM-Aufenthalt in Duisburg
Michael Gassner aus Stuttgart gewann beim Gewinnspiel der Duisburg Marketing Gesellschaft (DMG) den Hauptpreis. Zwei Übernachtungen für zwei Personen, eine Hafenrundfahrt und Dauerkarten für die 36. Kanu-Weltmeisterschaften
2007 gehörten zum Kombi-Gewinnpaket. "Ich bin mit meiner Familie zum ersten Mal in Duisburg und es gefällt uns hier gut. Wir haben bisher nie etwas mit Wassersport zu tun gehabt, drücken aber den Deutschen die Daumen, wenn sie um die Medaillen kämpfen", meinte der Schwabe bei der Gutscheinübergabe auf der KanuWM-Plaza. Inge Keusemann-Gruben von der DMG und Heiko Heesen, Chef des Attachédienstes bei der Kanu-WM, begleiteten Michael Gassner und seine Familie am Samstag beim Rundgang über die Erlebnismeile der Kanu-WM. Tags zuvor standen eine Hafenrundfahrt und ein Besuch der Duisburger Innenstadt  auf dem Gewinnerprogramm. Wenn Michael Gassner bisher nur im Fernsehen beim Olympischen Spielen die Kanu-Rennsportasse des Deutschen Kanu-Verbandes
verfolgt hatte, konnte er bei der KanuWM in Duisburg hautnah die Erfolge erleben. Und im nächsten Jahr, so versicherte Michael Gassner, drückt er den erfolgreichen DKV-Sportlern bei den Olympischen Spielen in Peking vor dem Fernseher die Daumen.
Kurz vor dem Start der ersten Final-Rennen des dritten Wettkampftages der 36. Kanu-Rennsport Weltmeisterschaften legte DKV-Präsident Olaf Heukrodt die Marschrichtung für die Medaillenerwartungen fest. "Wir gehen davon aus, dass unsere Athleten neun Medaillen erkämpfen werden. Bei meinen Erwartungen gehe ich dreimal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze in den olympischen Disziplinen aus", meinte der DKV-Chef am Samstagmorgen.

Insgesamt 17 Boote des Deutschen Kanu-Verbandes haben sich für die olympischen Disziplinen und den nicht-olympischen Vierer-Kajak der Frauen über 1000m für Samstag und Sonntag auf der Regattabahn in Duisburg
qualifiziert. In den heute Mittag (14 Uhr) beginnenden acht Final-Rennen über die 1000 Meter-Distanz sowie den Endlauf des Vierer-Kajak der Frauen über 500 Meter - insgesamt neun Finalrennen werden am Samstag gestartet -
haben sich acht Boote der DKV-Flotte qualifiziert (Auflistung s.u.).

In den morgen beginnenden sieben Finals über die 500 Meter-Strecke ist der DKV in allen Wettbewerben am Start. Wie viele deutsche Kajaks und Canadier in den nicht-olympischen 200 m-Sprintrennen dabei sein werden, wird in den heute stattfindenden Semi-Finalrennen (ab 11 Uhr) noch ermittelt.
"Was heute schon an Medaillen eingefahren wird, erleichtert unsere morgige Aufgabe. Die Semi-Finalrennen waren schon hart, aber in den Finalrennen geht die Post ab. Dann werden wir in manchen Rennen acht Boote auf fast einer Linie ins Ziel fahren sehen", prognostizierte DKV-Sportdirektor Jens Kahl.

In die Medaillenränge paddeln können heute sich folgende deutsche Athleten:
K4 500M        Carolin Leonardt, Conny Waßmuth, Katrin Wagner-Augustin und Maren Knebel
C1 1000m      Andreas Dittmer
K1 1000m      Friedericke Leue
K2 1000m      Andreas Ihle und Rupert Wagner
C2 1000m      Christian Gille und Tomasz Wylenzek
K2 1000m      Gesine Ruge - Judith Hörmann
K4 1000m      Lutz Altepost, Norman Bröckl, Marco Herszel und  Björn Goldschmidt
C4 1000m      Robert Nuck, Erik Leue, Thomas Lück und Stefan Holtz

Erste Tageszusammenfassung - Dritter Wettkampftag
Sechs von sieben deutschen Booten im Finale - Kajak-Vierer nach Zielfoto nur im B-Finale
Der dritte Wettkampftag an der Duisburger Regattabahn begann heute erstmals ohne Regentropfen oder Nieselregen. Am Vormittag standen zunächst die Vor- und Zwischenläufe über 200 Meter an. Das DKV-Team startete in sieben von neun Disziplinen - nicht besetzt sind bei der laufenden WM auf dieser Strecke der Vierer-Canadier der Herren und der Einer-Kajak der Damen.

Im ersten Rennen des Tages - dem Vorlauf der Einer-Kajak Herren - paddelte Jonas Ems erneut souverän ins Semi-Finale, das er später ebenfalls problemlos als Erstplatzierter vor dem Litauer Vytautas Vaicikonis gewann.
Der 20-Jährige startet morgen um 9 Uhr im Finale.

Stefan Holtz (links)- als Zweiter des Vorlaufs ins Semi-Finale gepaddelt - setzte sich ebenfalls im Zwischenlauf der Einer-Canadier durch und startet morgen im A-Finale um 9.05 Uhr.
 

Fotos Manfred Schneider


Ronald Rauhe und Tim Wieskötter (links)  qualifizierten sich deutlich in ihrem Zwischenlauf für das morgige Finale (9.25 Uhr) im Zweier-Kajak.

Christian Gille und Tomasz Wylenzek zogen als Erste des Vorlaufs der Zweier-Canadier direkt ins A-Finale, das morgen 9.30 Uhr gestartet wird.

Fanny Fischer und Nicole Reinhardt sind ebenfalls direkt ins A-Finale gepaddelt - als Erstplatzierte ihres Vorlaufs im Kajak-Zweier. Ihr Finallauf findet am Sonntagmorgen um 9.35 Uhr statt.

Carolin Leonhardt, Conny Waßmuth, Katrin Wagner-Augustin und Maren Knebel starten ebenso im A-Finale (10.00 Uhr)- nach einem klaren Sieg im Vorlauf.

Nach dem vierten Platz im Vorlauf des deutschen Kajak-Vierers mit Dimitri Tabuev, Sebastian Lindner, Norman Zahm und Björn Bach wurde es für das Quartett im Semi-Finale im Zweikampf gegen Italien sehr eng. Erst das
Zielfoto entschied: Nach Max Hoff startet ein zweites deutsches Boot "nur" im B-Finale.
 

WM-Splitter

Jüngste WM-Teilnehmerin aus Brasilien

Die jüngste WM-Teilnehmerin ist die 16-jährige Luana de Santi Rech aus Brasilien.
Auf de Foto nach ihrem Semi-Final-Rennen über die 1000 Meter des Vierer-Kajak der Damen zu sehen.

Kanu-WM am Wochenende fast ausverkauft
Alle Karten für den ersten Finaltag sind ausverkauft - für den morgigen Tag gibt es nur noch Restkarten an den Kassen vor der Duisburger Regattabahn. Damit werden am Wochenende insgesamt 12.000 Zuschauer die Kanuten während den Finalläufen anfeuern.

DOSB-Chef begeistert von Kanu-WM
"Das war eine großartige Werbung für den olympischen Kanusport. In einem ausverkauften Kanustadion konnte die deutsche Mannschaft wunderbare Erfolge feiern. Die Sportler haben mir erzählt, das hier ist alles bestens ist, sie
fühlen sich sehr wohl und die Anfeuerung durch die Fans habe sie beflügelt. Sie konnten nicht einmal Kommandos ihrer Kameraden im Boot hören, so groß war die Begeisterung der Zuschauer. Sogar das Wetter hat pünktlich noch
einmal die Kurve gekriegt, das nennt man Organisationsweltmeister." So äußerte sich heute Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes DOSB, der seit Freitag in Duisburg ist und bereits am Empfang
der Stadt Duisburg und dem Konzert der Duisburger Philharmoniker teilgenommen hat. Bach wird sich auch am Sonntag die Finalrennen über 200 Meter anschauen.

Besuch aus dem Bundestag beim deutschen Team
Auch an der Politik geht die Kanu-WM in Duisburg nicht vorbei. Nachdem schon Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble für Sonntag seinen Besuch an der Regattastrecke angekündigt hat, genießt seit gestern der Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Peter Danckert, die Atmosphäre rund um die WM. Während seines Besuchs im Athletenbereich überzeugte sich Danckert vor den ersten Finalrennen von der ausgezeichneten
Form der deutschen Athleten. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der professionellen Arbeit des deutschen Trainerstabs. So konnte Danckert feststellen, dass man im Bereich Trainingswissenschaft und
Wettkampfauswertung den anderen Nationen einen ganzen Schritt voraus ist.
Auch die deutschen Boote waren für den Abgeordneten aus Brandenburg ein echter Hingucker, da diese erst vor einigen Tagen neu vorgestellt wurden und sich deutlich von den Booten anderer Nationen abheben. Danckert hat sich für das gesamte Wochenende die Kanu-WM in den Terminplan geschrieben, da er keinen deutschen Erfolg verpassen möchte. Der 67-jährige SPD-Politiker freut sich besonders - gemeinsam mit seinem langjährigen Freund Ulrich Feldhoff -auf den letzten Finaltag, an dem die Deutsche Nationalmannschaft die meisten Medaillenchancen hat.

Däumchen drücken im Familien-Clan
Neben den zahlreichen Fans und Anhängern aus dem In- und Ausland auf der Regattabahn-Tribüne drücken auch Familienmitglieder der deutschen Athleten ihren "Lieblingen" die Daumen. So wird Carolin Leonhardt aus
Mannheim-Sandhofen von ihren Eltern und ihrer älteren Schwester bei den Rennen im Vierer-Kajak der Damen (500 Meter und 200 Meter) unterstützt.
"Papa" Harry Leonhardt: "Die Stimmung bei uns steigt von Tag zu Tag. Wir freuen uns, dass Carolin im A-Finale über 500 Meter steht. Sie hat eine Rechnung offen: Letztes Jahr haben die Ungarinnen gewonnen. Jetzt will meine
Tochter mit ihrem Team in Deutschland vor heimischer Kulisse gewinnen. Wir sind zuversichtlich, dass sie eine Medaille holt." Carolin Leonhardts Schwester Anja meinte: "Wir drücken so kräftig die Daumen gedrückt, das muss
für Gold reichen."

Ungarn mit besten Medaillen-Chancen am Samstag
In den Finals am heutigen Samstag sind die Kanuten aus Ungarn am Zahlreichsten vertreten. Insgesamt neun Boote haben die Osteuropäer in die Endläufe über 1000 m und das Vierer-Kajak-Finale der Frauen über 500 m
gebracht. Nur mit einem Boot weniger tritt das deutsche Team an. Damit bleibt das Rennen um ersten Platz im Medaillenspiegel offen. Der Sprecher des ungarischen Verbands, Gabor Ganczer, sagte: "Die Kanu-WM ist sehr
professionell organisiert und hat eine der besten Bahnen der Welt, also wollen wir die Goldmedaillen in allen Rennen der Frauen holen. Außerdem wäre es schön, wenn wir zwölf Startplätze für Peking holen, mit elf wären wir
aber auch zufrieden." Als drittbeste Nation hat Polen sechs Boote für die Finals am Nachmittag qualifizieren.

Deutsches Haus im China-Restaurant
Passend zum Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 befindet sich das Deutsche Haus der Kanuten im China-Restaurant "Wong King" an der Regattabahn. Es ist Treffpunkt für das deutsche Nationalteam, ihre Familien
sowie Vertreter des deutschen und internationalen Kanu-Verbandes.
Ausgestattet wird das Deutsche Haus von dem Energieservice Dienstleister Techem, so dass sich Sportler und Offizielle an den Abenden der Kanu-WM bei einem großen chinesischen Buffet und mit einem idyllischen Blick über die Regattabahn entspannen können.

Stadtwerke versorgen Kanu-WM mit Strom
Ohne den Hauptsponsor Stadtwerke Duisburg würde bei der Kanu-WM 2007 ganz schnell das Licht ausgehen. Der örtliche Stromanbieter versorgt die fünftägigen Titelkämpfe mit Strom und allen nötigen Anschlüssen. Schon seit
Jahren engagieren sich die Duisburger Stadtwerke als Sponsor für Sportereignisse in der Ruhrgebietsstadt. Gleichzeitig ist der Stromanbieter auch Premium-Sponsor des kulturellen Programms auf der KanuWM-Plaza.
 

Samstag, 11.08.2007 - 3. Wettkampftag

vormittags

Endläufe

1.000 m 

Damen / Herren

nachmittags

Vorläufe und
Halbfinalläufe

200 m   

Damen / Herren

 
Saturday 08:00 125 K1 men 1. heat 200 m
Saturday 08:04 126 K1 men 2. heat 200 m
Saturday 08:08 127 K1 men 3. heat 200 m
Saturday 08:12 128 K1 men 4. heat 200 m
Saturday 08:16 129 K1 men 5. heat 200 m
Saturday 08:20 130 K1 men 6. heat 200 m
Saturday 08:24 131 K1 men 7. heat 200 m
Saturday 08:32 132 C1 men 1. heat 200 m
Saturday 08:36 133 C1 men 2. heat 200 m
Saturday 08:40 134 C1 men 3. heat 200 m
Saturday 08:44 135 C1 men 4. heat 200 m
Saturday 08:48 136 K1 women 1. heat 200 m
Saturday 08:52 137 K1 women 2. heat 200 m
Saturday 08:56 138 K1 women 3. heat 200 m
Saturday 09:00 139 K1 women 4. heat 200 m
Saturday 09:04 140 K2 men 1. heat 200 m
Saturday 09:08 141 K2 men 2. heat 200 m
Saturday 09:12 142 K2 men 3. heat 200 m
Saturday 09:16 143 K2 men 4. heat 200 m
Saturday 09:24 144 C2 men 1. heat 200 m
Saturday 09:28 145 C2 men 2. heat 200 m
Saturday 09:32 146 C2 men 3. heat 200 m
Saturday 09:40 147 K2 women 1. heat 200 m
Saturday 09:44 148 K2 women 2. heat 200 m
Saturday 09:52 149 K4 men 1. heat 200 m
Saturday 09:56 150 K4 men 2. heat 200 m
Saturday 10:00 151 K4 men 3. heat 200 m
Saturday 10:12 152 K4 women 1. heat 200 m
Saturday 10:16 153 K4 women 2. heat 200 m
Saturday 11:00 154 K1 men 1. semi-finale 200 m
Saturday 11:04 155 K1 men 2. semi-finale 200 m
Saturday 11:08 156 K1 men 3. semi-finale 200 m
Saturday 11:12 157 K1 men 4. semi-finale 200 m
Saturday 11:16 158 C1 men 1. semi-finale 200 m
Saturday 11:20 159 C1 men 2. semi-finale 200 m
Saturday 11:24 160 C1 men 3. semi-finale 200 m
Saturday 11:28 161 K1 women 1. semi-finale 200 m
Saturday 11:32 162 K1 women 2. semi-finale 200 m
Saturday 11:36 163 K1 women 3. semi-finale 200 m
Saturday 11:40 164 K2 men 1. semi-finale 200 m
Saturday 11:44 165 K2 men 2. semi-finale 200 m
Saturday 11:48 166 K2 men 3. semi-finale 200 m
Saturday 11:56 167 C2 men 1. semi-finale 200 m
Saturday 12:00 168 C2 men 2. semi-finale 200 m
Saturday 12:04 169 K2 women 1. semi-finale 200 m
Saturday 12:12 170 K4 men 1. semi-finale 200 m
Saturday 12:16 171 K4 men 2. semi-finale 200 m
Saturday 12:24 172 K4 women 1. semi-finale 200 m
Saturday 13:54 173 K4 women B final 500 m
Saturday 14:00 174 K4 women A final 500 m
Saturday 14:10 175 K1 men A final 1000 m
Saturday 14:18 176 C1 men A final 1000 m
Saturday 14:26 177 K1 women A final 1000 m
Saturday 14:34   14:34 K1 Men 1000 m Ceremony    
Saturday 14:44 178 K2 men A final 1000 m
Saturday 14:52 179 C2 men A final 1000 m
Saturday 15:00 180 K2 women final 1000 m
Saturday 15:08   15:08 C1 Men 1000 m Ceremony    
Saturday 15:18 181 K4 men A final 1000 m
Saturday 15:26 182 C4 men final 1000 m
Saturday 15:34   15:34 K2 Men 1000 m Ceremony    
Saturday 15:44   15:44 K1 Women 1000 m Ceremony    
Saturday 15:54   15:54 K2 Women 1000 m Ceremony    
Saturday 16:04   16:04 C2 Men 1000 m Ceremony    
Saturday 16:14   16:14 K4 Men 1000 m Ceremony    
Saturday 16:24   16:24 K4 Women 500 m Ceremony    
Saturday 16:34   16:34 C4 Men 1000 m Ceremony    
Saturday 16:44 183 K1 men B final 1000 m
Saturday 16:52 184 C1 men B final 1000 m
Saturday 17:00 185 K1 women B final 1000 m
Saturday 17:18 186 K2 men B final 1000 m
Saturday 17:26 187 C2 men B final 1000 m
Saturday 17:42 188 K4 men B final 1000 m
Saturday 17:48 189 K1 men C final 1000 m
Saturday 17:54 190 C1 men C final 1000 m
Saturday 18:00 191 K2 men C final 1000 m