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Nach holpriger erster Halbzeit noch
klarer Sieg in Herford mit vielen schönen Toren Bresonik und
Grings müssen mit Muskelproblemen passen – Früher Anpfiff
Duisburg/ Herford, 01 September 2010 - Die
Titelverteidigerinnen vom FCR 2001 Duisburg sind letztlich
souverän in die 3.Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogen. Nach
holpriger erster Halbzeit versöhnten die Löwinnen ihre 29
mitgereisten Fans beim 6:0 (0:0) mit sehr schönen Kombinationen
und Toren; überragend präsentierten sich dabei Kozue Ando und
Simone Laudehr, während die neue Abwehr verständlicherweise
einige Abstimmungsprobleme offenbarte. Zwei Wermutstropfen
gab es aber auch: Linda Bresonik und Inka Grings mussten mit
muskulären Problemen ausgewechselt werden. Das Spiel begann
zur allgemeinen Überraschung 15 Minuten früher als geplant –
Schiedsrichterin Marina Wosniak hatte angesichts des dunklen
Himmels und des fehlenden Flutlichtes auf einen früheren Anpfiff
gedrängt. Ein Schnellstart für den FCR wurde allerdings nicht
daraus: 20 Minuten plätscherte das Spiel so dahin, um dann aber
heftig Fahrt aufzunehmen. Die erste Torchance hatte
überraschenderweise der Aufsteiger: Pollmann erlief einen langen
Pass aus der Abwehr und hätte allein auf Torfrau Uschi Holl
laufen können; die Torjägerin verarbeitete den Ball aber nicht
richtig und konnte deshalb von Linda Bresonik noch abgedrängt
werden. Diesen Weckruf brauchten die Duisburgerinnen offenbar;
denn nun übernahmen sie deutlich die Spielregie und hatten in
der 24. Minute eine unfassbare Dreifachchance: Dreimal konnte
Mirte Roelvink innerhalb einer Zeigerumdrehung aus kurzer
Distanz abziehen – dreimal scheiterte sie an Torfrau Speckmann,
vielleicht fehlte in diesem Moment auch die Entscheidung, es
einmal mit einem Lupfer zu versuchen. Vier Minuten später der
nächste Schock für die Gäste: Linda Bresonik, die ihre
Verletzung noch lange nicht auskuriert hat, musste passen:
Barbara Müller, die Spielmacherin der Zweiten, übernahm nun die
Regie, während Annemieke Kiesel in die Innenverteidigung
wechselte. Die Spielkontrolle blieb aber zunächst beim FCR, der
auch für viel Betrieb im Strafraum sorgte, aber trotzdem nur
noch zu einer nennenswerten Chance kam, die allerdings war sehr
sehenswert: In der 40. Minute zelebrieren Grings und Ando einen
wunderbaren Doppelpass, den Schuss von Kozue kann aber eine
Abwehrspielerin noch gerade auf der Torlinie stoppen. 0:0
also zur Pause – und das war nicht ein einmal unverdient; denn
der FCR ist zwar spielerisch einen Tick besser ist, ohne
allerdings bekanntes Niveau zu erreichen; der Herforder SV
schafft es aber immer wieder, die FCR-Abwehr mit langen Bällen
in die Zentrale mächtig in Verlegenheit zu bringen. Zudem
zeichnete sich in den letzten Minuten schon ab, dass Inka Grings
möglicherweise nicht durchspielen kann: Mit Bluterguss ins Spiel
gegangen, humpelt die Spielführerin kurz vor der Pause sehr
stark. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff dann der befürchtete
Wechsel: Für Grings ist leider Schluss, Jennifer Oster kommt ins
Spiel – und so kurios ist Fußball manchmal und schwer zu
erklären: Beim ersten Angriff nach dem Wechsel setzt sich Femke
Maes resolut auf der rechten Seite durch, Pass zu Simone Laudehr
und die neue Kapitänin verwandelt souverän aus zwölf Metern zum
1:0. Diese Führung bringt auch endlich die notwendige
Befreiung: Nun zeigen die Löwinnen ihr gekonntes Passspiel – und
die Tore fallen im Minutentakt. 58. Minute: Nach Vorarbeit
Oster/Laudehr setzt sich Turid Knaak resolut im Strafraum durch,
Beinschuss für die Torfrau, 2:0; 60. Minute: Nach prima
Vorarbeit von Kozue Ando gelingt Oster mit ihrer zweiten
Torchance der Treffer zum 3:0; 62. Minute: erneut gelingt
Ando über links ein perfekter Flankenlauf, mit ihrem präzisen
Zuspiel nimmt sie auch die Torfrau aus der Partie, so dass
Laudehr keine Mühe hat, erneut einzunetzen; 63. Minute: Nun
ist es an Weltmeisterin Laudehr, sich bei ihrer japanischen
Mitspielerin zu revanchieren; nach einem schönen Dribbling in
den Strafraum kommt der Pass zu Ando: 5:0. Dann haben erst
einmal die Gastgeberinnen durch Pollmann und Feiersinger zwei
tolle Chancen, aber Uschi Holl ist auf dem Posten. Den
Schlusspunkt in der Schlussminute zum 6:0 setzt dann eine
Spielerin, der man diesen Treffer absolut gönnt: Barbara Müller
beweist ihre überragende Schusstechnik und trifft aus 22 Metern
ins rechte obere Toreck, unhaltbar!
FCR:
Holl; Himmighofen, Bresonik (28. Müller), Roelvink, van Bonn;
Kiesel; Knaak, Maes (64. Cengiz), Laudehr; Ando, Grings (50.
Oster) joke, zi
.
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