FCR-Archiv Apr - Mai 2009



 

Empfang vom Feinsten
2,1 Millionen Fernsehzuschauer sahen Finale – OB appelliert an den DFB
DFB-Pokal-Finale: FCR 2001 Duisburg - 1.FFC Turbine Potsdam 7:0 
Abschiedsgala von Bajramaj - je 2 Tore von Grings + Kiesel
Duisburg. 31. Mai 2009 - Es war die "Hölle". Der Einmarsch der erfolgreichen Frauen vom FCR 2001 Duisburg nach den Siegen im UEFA-Cup- und DFB-Pokalfinale im Seehaus am Bertasee.
Fans, Medien und die erfolgreichen Frauen kamen voll auf ihre Kosten.
An die 3.000 Duisburgerinnen und Duisburger haben am Pfingstsonntag der Mannschaft des FCR Duisburg einen begeisterten Empfang im Biergarten am Seehaus im Schatten der MSV-Arena bereitet. 
Die Spielerinnen kamen deutlich angeschlagen in den Sportpark Duisburg. Kein Wunder, hatten sie in Berlin die Nacht zum Tage gemacht und sich heiser gesungen. Aus diesem Grund und weil noch zwei Ligaspiele auf dem Plan stehen, zogen sich die Spielerinnen nach knapp zwei Stunden zurück. Die Fans genossen das Ambiente des neuen Biergartens am Wasser auch ohne ihre Heldinnen weiter.
Einmarsch der Löwinnen - Fotos von Manfred Scneider
Großes Medien-und Publikumsinteresse  Tanz um die "Goldenen" Pokale
Gefragt waren die Autogramme der Spielerinnen
 
OB Adolf Sauerland verteilte Duisburger Kleinigkeiten

Die glückliche Linda Bresonik beantwortet die Fragen von Rainer Zimmermann. Links Annike Krahn
Martina Voss und der Komponist und Texter der FCR-Hymne "Wir hab´n den Samba im Blut",  Dirk Elfgen, brachten das Blut der Fans in Wallung

2,1 Millionen Fernsehzuschauer sahen Finale
OB appelliert an den DFB

 Das war das Sahnehäubchen auf zehn traumhafte Tage, mit denen sich der FCR 2001 für immer in den Archiven des DFB verewigt hat: Nach dem erstmaligen Gewinn des UEFA-women’s-Cup und dem sensationellen 7:0 (2:0) im deutschen Pokalfinale gegen Turbine Potsdam wurden die Löwinnen am Sonntagnachmittag von fast 3000 begeisterten Fans im Seehaus-Biergarten an der Wedau empfangen. Als die Meister-Kickerinnen im schmucken Ausgehanzug gegen 16.30 Uhr mit dem Bus aus Berlin in die Bertaallee einbogen, kannte der Jubel keine Grenzen mehr: „Ihr seit nach dem FC Barcelona nun die erfolgreichste Fußball-Mannschaft von Europa und Ihr seid das geilste Team überhaupt,“ jubelte ein begeisterter Vorsitzender Guido Lutz.
Und in der Tat, die Truppe hat wahrlich Geschichte geschrieben: Ungeschlagen wurde der FCR 2001 europäischer Vereinsmeister – und am Samstag zerlegte man im Olympiastadion vor mehr als 10.000 Besuchern die Truppe von Turbine Potsdam regelrecht. "Das macht mich sprachlos. Wenn die zwei spielstärksten Mannschaften aufeinandertreffen, und du gewinnst 7:0, dann ist das fern aller Realität. Ich musste mich zwischendurch kneifen und konnte es gar nicht glauben", freute sich Cheftrainerin Martina Voss nach dem höchsten Finalsieg in der Geschichte des Wettbewerbs: "Wir haben heute ein überragendes Spiel gemacht. Wir sind einfach nur stolz."
Vor dem Sieg mit perfekt herausgespielten Toren musste der FCR aber eine Zittersekunde überstehen. In der 18. Minute hatte die Potsdamer Nationalspielerin Babett Peter großes Pech mit einem Kopfball aus sechs Metern: Das Leder sprang vom linken an den rechten Innenpfosten und von dort zurück ins Feld.
Toll herausgespielte Tore und eine lange Nacht
Doch dann legten Lira Bajramaj und Annemieke Kiesel mit zwei wunderbar heraus gespielten Toren den Grundstein für einen nie mehr gefährdeten Sieg, der dann auch entsprechend gefeiert wurde. Selbst die erfahrene Kapitänin Inka Grings war sichtlich beeindruckt: „Es ist unfassbar, ich bin überglücklich. Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Wir haben den Frauen-Fußball hervorragend präsentiert.“ Zufrieden auch Bajramaj, die leider (aus Sicht des FCR) nach Potsdam wechselt: „Es war mein Wunsch, mich mit zwei Titeln aus Duisburg zu verabschieden. Das ist mir gelungen. Ich bin super happy.“
Und dass diese konstant guten Leistungen inzwischen auch bundesweit registriert werden, zeigt die Einschaltquote bei diesem Spiel: Mit äußerst bemerkenswerten fast 2,2 Millionen Zuschauern meldete die ARD die höchste Einschaltquote des Tages – bis zum Beginn des Männerfinals.

Das hatten sich die erfolgreichen Kickerinnen noch größtenteils live angeschaut – um dann die Nacht zum Tage zu machen. Im traditionsreichen Charlottenburger Ratskeller und anschließend in einer angesagten Potsdamer Location bewiesen die Löwinnen, dass sie auch in der after-victory-Disziplin beachtliche Fähigkeiten haben.

OB will Vereinsanlage prüfen lassen

„Einige haben bis acht Uhr morgens gefeiert“, verriet Trainerin Martina Voss auf der Bühne, wo sie zum Abschluß der Feier mit Komponist und Textdichter Dirk Elfgen das Vereinslied „Samba im Schuh“ live vortrug – und noch einmal für Beifallsstürme sorgte. Vorher hatten die Siegerinnen mit teils krächzender Stimme, aber gutgelaunt im Gespräch mit FCR-Pressesprecher und Moderator Rainer Zimmermann Spiel und Feier kurz Revue passieren lassen und den vielen Fans die beiden Pokale präsentiert. Mit der kleinen, aber feinen Siegershow – die quirlige Irini Ioannidou betätigte sich als erfahrene Einpeitscherin - endete die improvisierte, aber sehr stimmungsvolle Fete.
Vorher, sozusagen im offiziellen Teil, beglückwünschte Duisburgs Oberbürgermeister
Adolf Sauerland die Mannschaft und übte Kritik an der anstehenden Vergabe des neuen Endspielorts für das Frauenfinale. Duisburg hatte sich beworben,
verpasste aber die Endausscheidung, in der noch fünf Bewerberstädte
im Rennen liegen: „Der DFB sollte mal nach Duisburg schauen, dann weiß er, wo das Finale hingehört. Es sollte ein Ort gewählt werden, wo Frauen-Fußball einen Stellenwert hat. In Duisburg hat der Frauen-Fußball den höchsten Stellenwert,“ rief Sauerland unter dem starken Beifall der Fans.
Immerhin hatte er ein kleines Trostpflaster für den FCR parat: Sauerland versprach, dass sich die Fachleute der Stadt einmal die Vereinsanlage an der Mündelheimer Straße genau ansehen. Der gesamte Komplex gehört der Stadt, Geschäftsstelle, Umkleidekabinen und auch die angrenzende Gaststätte bedürfen dringend der Renovierung.

DFB-Pokal-Finale: FCR 2001 Duisburg - 1.FFC Turbine Potsdam 7:0 
Abschiedsgala von Bajramaj - je 2 Tore von Grings + Kiesel

Samstag könnte der 2. Titel folgen
Pfingstsonntag im Seehaus: Duisburg feiert die Löwinnen
...Dank für eine tolle Saison – und Samstag könnte der 2. Titel folgen
Duisburg. 28. Mai 2009 - Die Frauen des UEFA-Cup-Siegers FCR 2001 Duisburg sind heute gesund und zuversichtlich in den Bus nach Berlin gestiegen. Dort wollen die Löwinnen die sowieso schon erfolgreiche Saison möglichst noch einmal toppen: „Wir fahren nach Berlin, um auch den deutschen Pokal zu gewinnen,“ redet Cheftrainerin Martina Voss nicht lange um die klare Vorgabe herum, „wir haben das nötige Selbstvertrauen, aber selbstverständlich wissen wir auch um die Stärken von Potsdam. Es wird sicher ein sehr spannendes und hoffentlich auch hochklassiges Finale werden.“
Personell hat Voss derzeit keine Sorgen, zumindest aktuell sind alle Spielerinnen gesund – und wollen natürlich beim letzten Endspiel in Berlin unbedingt dabei sein. Motivation bietet diese Begegnung zweier befreundeter Vereine aber auch noch aus einem anderen Grund: die diesjährige Saisonbilanz der beiden Teams fiel eindeutig zugunsten der Brandenburgerinnen aus: Im Hinspiel glich Potsdam noch einen
0:2-Rückstand aus und in Duisburg gewann Turbine sogar mit 3:0, sozusagen der Anfang vom Ende der Duisburger Meisterschaftsträume.

Potsdam führt in der Saisonbilanz
Auch dafür wollen sich die Löwinnen möglichst mit dem zweiten Titelgewinn der Saison schadlos halten. Doch auch wenn sich Potsdam am Ende den Pott holt – gefeiert wird auf jeden Fall, schließlich beendet der FCR 2001 die Saison als beste Mannschaft Europas und zudem mindestens als deutsche Pokal-Vizemeister.
Für die interne Feier am Samstag haben die Löwinnen längst ihr
Pokal-Stammquartier in Charlottenburg gebucht – und am Pfingstsonntag gibt es dann nun doch noch einen kleinen Empfang in Duisburg: Am 16 Uhr werden im Wedauer Biergarten am Seehaus hinter der MSV-Arena die „Burggeister Duisburg“ für stimmungsvolle Guggenmusik sorgen und auf das Eintreffen des FCR einstimmen. Die Kickerinnen werden sofort von Berlin in den Biergarten kommen und dort von Oberbürgermeister Adolf Sauerland empfangen.

Pflichtermin für Fans: Empfang am Pfingstsonntag
Also Pflichttermin für alle F(ußballf)ans, die sich noch einmal für den tollen UEFA-Cup-Sieg bei den FCR-Mädels bedanken und ein wenig mit ihnen abfeiern wollen: Pfingstsonntag, ab 16 Uhr, Biergarten am Seehaus.

Noch zweimal Bundesliga
Danach gilt übrigens wieder die volle Konzentration der Bundesliga: am Mittwoch, 3.Juni, wird um 19 Uhr die Spitzenpartie Bayern München - FCR 2001 im Sportpark Aschheim angepfiffen und am Sonntag folgt dann um 14 Uhr im PCC-Stadion der Saisonabschluss gegen den SC Freiburg.
Na so was: Nachholspiel muss nachgeholt werden
DUISBURG, 26. Mai 2009 -Das Bundesliga-Nachholspiel zwischen dem FC Bayern München und dem FCR 2001 Duisburg konnte wegen eines Unwetters nicht angepfiffen werden.  Der "Wettergott" hatte Schicksal gespielt. Nun muss die Nachhol-Begegnung nach dem Pokalfinale am Dienstag, 2. Juni nachgeholt werden. Wer das geahnt hätte... 

Viel Korrespondenz und Diskussionen hatte es im Vorfeld der Meisterschafts-Nachholbegegnung zwischen dem FC Bayern München und dem FCR 2001 Duisburg gegeben. Aufgrund des Termins so kurz vor dem Pokalfinale in Berlin und nach dem UEFA-Cup-Triumpf der FCR-Frauen hatte der FCR die B-Vertretung nach München geschickt, was in der Frauen-Bundesliga auch als Wettbewerbsverzerrung gesehen wurde. Mit einem Sieg der Bayern-Frauen über den "zweiten Anzug" des FCR wäre für den Gastgeber die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen gewesen - zum Ärger der Konkurrenz.

Es kam zum Aufschrei der "Pharisäer". Jeder, der gegen diese Entscheidung des FCR nun lauthals den "Moralapostel" raushängen lässt, muss sich ehrlich fragen, ob er in einer vergleichbaren Situation nicht genauso gehandelt hätte. Natürlich kann man es aus sportlicher Sicht als Wettbewerbsverzerrung sehen. Natürlich kann der DFB berechtigterweise auf die Rahmenterminplanung deuten. Nützt alles nichts, wenn die Realität der so fein ausgedachten Möglichkeitsform ein Schnippchen schlägt. So gesehen hat das Wetter einmal in dieser Saison bestens mitgespielt. Vielleicht kann am Dienstag die komplette und erfolgreiche FCR-Frauenmannschaft den Saisonkehraus in München so richtig und vor allem sehr locker feiern.  Harald Jeschke

Silvia Neid und Uwe Seeler übergeben DFB-Pokal
DUISBURG, 25. Mai 2009 - Silvia Neid und Uwe Seeler werden gemeinsam mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger beim DFB-Pokalfinale in Berlin die beiden Pokale an die siegreichen Mannschaften überreichen.

Bei der Siegerehrung nach dem Finale am Samstag zwischen Bayer Leverkusen und Werder Bremen (ab 20 Uhr, Berliner Olympiastadion) ist auch Stefan Hans, Stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes, dabei, wenn die zwölfeinhalb Pfund schwere und 52 Zentimeter große Trophäe überreicht wird.
Im Anschluss an das Finale der Frauen zwischen Turbine Potsdam und FCR 2001 Duisburg (ab 16.30 Uhr) überreichen Dr. Theo Zwanziger, Hannelore Ratzeburg, DFB-Vizepräsidentin Frauen- und Mädchenfußball, und Silvia Neid, Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft, die Trophäe an die Spielführerin des neuen Pokalsiegers.
Rückspiel im UEFA-Cup-Finale:
FCR holt den UEFA-Pokal mit Zuschauerrekord!
Sensationell, unglaublich, bravourös und "Frauenfußball ist Geil"
Jochem Knörzer (Text), Manfred Schneider (Fotos)
DUISBURG, 21. Mai 2009 - Seit Mittwoch ist die MSV-Arena und der Sportpark fest in Händen des FCR 2001 Duisburg. Mittwoch fand die erste Pressekonferenz in der Arena statt.

(v.l.: Bernd Reuther-duisport logport, Rainer Zimmermann-Medienbeauftragter, Trainerin Martina Voss, Spielerin Anne van Bonn, Teammanager Dieter Oster)
Zu Beginn der Pressekonferenz bedankte sich der FCR bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MSV Duisburg. Zimmermann: "Es ist eine wunderbare Freundschaft hier entstanden, die Zusammenarbeit klappt wunderbar."  Natürlich blieben auch die Sponsoren nicht unerwähnt, vorneweg die Sparkasse Duisburg und duisport-logport, die dem FCR auch in schlechteren Zeiten zur Seite standen.
Dann wurde es sportlich.
Martina Voss, rückblickend auf den Weg ihrer Mannschaft im UEFA-CUP: "Sensationell, unglaublich, bravourös. Wir leben einen Traum. Den Traum haben wir jetzt fast zu Ende gelebt. Wir schweben alle auf dieser Wolke, von der wir auch nicht mehr runter fallen werden. Am Freitag werden wir den letzten Schritt machen. Für mich, als Trainerneuling im Frauenfußballvereinsgeschäft, ist es natürlich etwas Besonderes., ein Ziel erreichen zu können, was man nicht immer erreichen kann."
"Da kann man nur strahlen"
, sagte Martina Voss noch. Und das tat sie. Es war kein aufgesetztes Strahlen, es war ein Strahlen, ein Glück, dass von innen nach außen leuchtete. Wie bei einer jungen Mutter, die voller Stolz ihr Baby zeigt. Und so ist es ja auch - ihr Baby, ihr FCR, steht unmittelbar vor dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Heute, Donnerstag, besuchten Trainerin Martina Voss, Spielführerin Inka Grings und Abwehrchefin Annike Krahn das gerade eröffnete Seehaus und wurden begeisternd empfangen.

(v.l.: Inka Grings, Annike Krahn, rechts Martina Voss)

Dass der FCR den Stellenwert des Frauenfußballs durch die Erfolge, insbesondere jetzt im UEFA-CUP, in Duisburg erhöht hat, zeigt sich nicht nur im Vorverkauf für das morgige Final-Rückspiel (bis 13 Uhr waren es bereits über 22.500!) sondern auch an dem Interesse an Autogrammen.

Doris Freer: „Frauenpower durch Fußball – Wir spielen mit“
Nun mehr 22 500 Tickets verkauft

FCR-Frauen versprechen: Riesenspiel vor Riesenkulisse
Martina Voss und Annike Krahn Donnerstag auf der Seehaus-Bühne

Duisburg, 20. Mai 2009 -
Ausverkauft wird die MSV-Arena sicher nicht sein, aber die Nachfrage nach Tickets für das Final-Rückspiel im  UEFA-women’s-Cup FCR 2001 Duisburg gegen Zvezda Perm (Freitag, 19.30 Uhr, MSV-Arena) will einfach nicht abreißen: Unglaubliche 22.500 Karten – das ist die Marke am späten Mittwoch-Nachmittag und allmählich gehen dem FCR die Sitzplatzkarten aus. Allerdings kann auch Nachzüglern noch geholfen werden: Der MSV-Ticketshop in der Arena ist am Freitag am 10 Uhr geöffnet und einige Tageskassen werden noch zwei Stunden vor Anpfiff geöffnet werden.

Cheftrainerin Martina Voss ist begeistert: „Wir sind überwältigt und danken allen Fans, die uns unterstützen wollen. Die Mannschaft wird sich voll reinhängen, hat sich diese Begeisterung aber auch im Laufe dieser Saison sportlich erarbeitet.“

Eintrag in das Goldene Buch
Für das Spiel hat sich übrigens auch jede Menge Prominenz angesagt: An der Spitze der UEFA-Führungsriege steht Giorgio Marchetti, der Wettkampf-Direktor, der auch den Pokal überreichen wird. Die DFB-Delegation wird von Vize-Präsidentin Hannelore Ratzeburg angeführt, da Präsident Theo Zwanziger noch im
Urlaub weilt; angesagt haben sich auch die WM-Botschafterin Steffi Jones und Bundestrainerin Silvia Neid. Die russische Delegation wird geleitet von Teammanager Stanislav Kharitonov, prominentester Gast aus der Duisburger Partnerstadt ist der erste Bürger von Perm, Oberbürgermeister Igor Shubin, der sich zusammen mit seinem Duisburger Kollegen Adolf Sauerland noch vor dem Spiel in das goldene Buch der Stadt eintragen wird.

Und am Donnerstag, 21.5., also einen Tag vor dem Spiel, haben die Fans noch einmal die Gelegenheit, drei der Starts hautnah zu erleben: Auf der Bühne des Seehauses, direkt hinter der MSV-Arena an der Bertaallee, wird es um 12 Uhr eine Talkrunde mit Cheftrainerin Martina Voss, Abwehrchefin Annike Krahn und Torjägerin Inka Grings geben. Sicher ist auch noch Gelegenheit, das eine oder andere Autogramm zu erwischen.

„Frauenpower durch Fußball – Wir spielen mit“

Als Frauenbeauftragte dieser Stadt bin ich stolz, dass das UEFA-Pokalfinale der Frauen in Duisburg stattfindet“, kommentiert Doris Freer das Rückspiel zwischen Zwezda Perm und dem FCR 2001 Duisburg. Freer war in ihrer langjährigen Arbeit als Landessprecherin für die kommunalen Frauenbeauftragten in NRW auch für den Frauensport zuständig war. Den FCR 2001 hat sie, wo immer es ging, im Sportausschuss unterstützt und im Jahr der Fußball-WM 2006 unter dem Motto „Wir spielen mit“ zum Internationalen Frauentag ins Rathaus eingeladen.
Seit etlichen Jahren haben die Frauenbeauftragten in NRW gemeinsam mit den Sportfunktionärinnen, dem Landessportbund und dem Frauenministerium um die Akzeptanz des Mädchen- und Frauenfußballs gekämpft. Frauenfußball wurde dabei immer als Symbol für die Gleichberechtigung von Frauen im Sport in einer – ehemaligen - Männerdomäne, dem Fußball, angesehen.

Dass der Mädchen- und Frauenfußball inzwischen eine starke Akzeptanz erreicht hat, ist aber letztlich den Erfolgen der Fußballerinnen im deutschen Frauenfußball zu verdanken. Freer: „Dabei hat der FCR 2001 Duisburg eine wichtige Rolle gespielt. Und dass der Frauenfußball für das Endspiel in Duisburg die MSV-Arena erobert hat, ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung von Frauen im Sport, der sich hoffentlich bald auch in einer gleichberechtigten finanziellen Unterstützung der Fußballerinnen zeigen wird.“

Sicher ist: „Das Team des Referates für Gleichstellung und Frauenbelange/Frauenbüro und das Duisburger Frauennetzwerk Lokale Agenda 21 drücken am Freitag dem ganzen Frauenfußball, aber besonders dem FCR 2001, in der Arena die Daumen.“

Duisburg rüstet zur Fußballparty:Mindestens 20.500 Fans beim UEFA-Finale
Sponsoren stellen Karten fürs UEFA-Cup-Finale zur Verfügung

Duisburg rüstet zur Fußballparty:
Mindestens 20.500 Fans beim UEFA-Finale

DUISBURG, 19. Mai 2009 - Die Fußballfans in Duisburg haben offensichtlich ihre Liebe zum Frauenfußball und speziell zum FCR 2001 Duisburg entdeckt: heute, Dienstag, wurde um 09.00 Uhr bereits die Schallgrenze von 20.000 verkauften Karten für das Final-Rückspiel um den UEFA-women’s-Cup durchbrochen. Inzwischen sind bereits 20.500 Tickets abgesetzt.
 Vorsitzender Guido Lutz sieht dadurch auch die herausragende Leistung der Mannschaft und ein wenig auch den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer belohnt: „Wenn die viele Arbeit so zurückgezahlt wird, ist das die beste Belohnung – nun wollen wir auch ein würdiges Endspiel abliefern und für die Schönheit des Frauenfußballs werben.“
Insgeheim träumen die FCR-Verantwortlichen davon, noch eine neue Höchstmarke zu übertrumpfen: Am Montag feierte in Magdeburg die Rekordkulisse von 24.000 Fans den EM-Sieg der männlichen U17-Nationalmannschaft. Lutz: „Es wäre riesig, wenn wir dieses Ergebnis noch toppen könnten.“
Unterdessen hat die UEFA das Schiedsrichterteam berufen; die Hauptschiedsrichterin dürfte den Fachleuten noch gut in Erinnerung sein: Sie leitete kürzlich das Freundschaftsspiel Deutschland-Brasilien vor der Rekordkulisse von 44.000 Fans.

Schiedsrichter Jenny Palmqvist (SWE)
Schiedsrichter-Assistenten
Helen Caro (SWE) und Anna Nyström (SWE)
Vierter Offizieller Eva Oedlund (SWE)
UEFA-Delegierter Karen Espelund (NOR)
Schiedsrichterbeobachter Regina Konink-belksma (NED)

 

Sponsoren stellen Karten fürs UEFA-Cup-Finale zur Verfügung

Nach dem 6:0-Hinspielsieg fiebert Duisburg UEFA-Pokal-Finale der Damen entgegen und freut sich auf ein großes Fußballfest am Freitag. Die Sparkasse Duisburg, die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), die GEBAG und die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) stellen den Duisburger Familienkarten-Besitzern 1400 Eintrittskarten für die Partie FCR 2001 gegen Zwezda Perm zur Verfügung.  

Jeweils 200 Karten liegen in den sieben Bezirksämtern am Freitag, 22. Mai 2009, von acht bis 13 Uhr bereit. Gegen Vorlage der Familienkarte werden so viele Fußballtickets vergeben, wie Namen auf der Familienkarte eingetragen sind. Das Angebot gilt so lange, bis alle Karten verteilt sind. Es lohnt sich also, frühzeitig in den Bezirksämtern zu sein. Das Endspiel beginnt am Freitag, 22. Mai 2009, um 19.30 Uhr in der MSV-Arena.


Vorverkauf

Hinspiel im UEFA-Cup-Finale:
Zvezda-2005 Perm - FCR 2001 Duisburg 0:6 (0:1)
Die Duisburgerinnen können den Champagner schon mal kalt stellen
 Zvezda-2005 Perm - FCR 2001 Duisburg  

DUISBURG, 16. Mai 2009 - In wenigen Minuten beginnt das Hinspiel im Finale des UEFA Women's Cup im Tsentralnyi-Stadion in Karsan. Der FCR will sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 22. Mai 2009, 19:30 Uhr, in der MSV-Arena verschaffen. Alle Spielerinnen sind an Bord.

Anpfiff zur ersten Halbzeit
Die Duisburgerinnen spielen von Beginn an nach vorne.
In der 10. Minute setzt sich der FCR am Strafraum der Russinnen fest. Nach Flanke von Bresonik von der rechten Seite verpasst Laudehr in zentraler Position die Hereingabe. Die Permerinnen bekommen den Ball nicht weg, eine Permer Spielerin bekommt einen Schuss von Hegering an die Hand. Die Schiedsrichterin entscheidet auf Strafstoß für den FCR. Es gibt auch keinen Protest der Permer Mannschaft.
11. Minute - Linda Bresonik läuft an und schiesst in die linke Torhälfte, doch die Torhüterin kann den nicht gut platzierten Schuss halten.
18. Minute - Laudehr scheitert aus spitzem Winkel an der Permer Torhüterin.
23 Minuten sind gespielt. Die Duisburgerinnen sind klar überlegen,
Bajramaj ist immer wieder über den linken Flügel frei unterwegs, trotzdem steht es noch 0:0. 
Freistoss durch Grings in der 27. Minute - der harte Schuss aus 24 Meter touchiert den rechten Pfosten und geht vorbei.
In der 31. Minute sind die Russinnen das erste Mal am Duisburger Strafraum. Und genau da können sie dann gestoppt werden.
TOR für den FCR! Femke Maes hebt den Ball aus 16 Meter über die Permer Torhüterin zum 1:0 in der 41. Minute  ins Tor. Die Führung ist hochverdient.
In der letzten Minute der ersten Halbzeit und der Minute Nachspielzeit drängt Perm die Duisburgerinnen plötzlich in den Strafraum, ohne allerdings zum Abschluss zu kommen.

Halbzeit
Der FCR liegt verdient in Führung. Allerdings ist die Torausbeute mit einem Treffer zu niedrig. Mit dem Elfmeter und weiteren hochkarätigen Torchancen müsste die Führung mindestens ein Tor höher sein.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit
46. Minute - Van Bonn ist für Kiesel auf dem Platz.
In der Permer Kabine muss es vom Trainer eine geharnischte Ansprache gegeben haben. Perm spielt von Beginn an aggressiver nach vorne. 
53. Minute - nach Pass von Bajramaj ist Grings im Strafraum frei, kann den Ball nicht richtig mitnehmen, der Permer Torhüterin rutscht der Ball aus den Händen, Grings kommt wieder an den Ball, kann ihn aber nicht kontrollieren und kommt zu Fall. Kein Elfmeter entscheidet die Schiedsrichterin.
Erneuter Wechsel beim FCR in der 61. Minute - Oster kommt für Laudehr.
Die Duisburgerinnen haben den ersten Sturmlauf der Russinnen stoppen können und sind wieder im Spiel.
Wieder Handelfmeter für den FCR! Nach klarem Handspiel einer Russin im eigenen Strafraum entscheidet die Schiedsrichterin erneut auf Strafstoß für Duisburg. 
63. Minute - Inka Grings läuft an und versenkt den Ball sicher rechts im Tor! Der FCR führt mit 2:0!
Das Tor kam zum passenden Zeitpunkt.  
68. Minute - nach Pass von Grings schließt Bajramaj den Konter mit einem Heber zur 3:0 Führung ab!
In der 74. Minute verlässt Bajramaj das Spielfeld und macht für Knaak Platz.
80 Minuten sind gespielt. Duisburg macht nicht den Eindruck, als wollten sie die, auch in dieser Höhe, verdiente Führung noch abgeben, zieht sich nicht zurück sondern greift immer wieder gefährlich an.
Das bestätigt auch die 82. Minute - nach Pass von Knaak von der linken Seite erzielt Maes ihr zweites Tor in diesem Spiel und die 4:0 Führung für den FCR!
Nur eine Minute später - 83. Minute - flankt Oster von der rechten Seite in den Strafraum auf Grings, die zum 5:0 ein netzt.
Jetzt stimmt, im Gegensatz zur ersten Halbzeit, auch die Chancenverwertung. Auch diese hohe Führung ist verdient.
Und es ist noch nicht zu Ende. In der 90. Minute erzielt Grings ihr drittes Tor nach Pass von Oster. Der FCR führt mit 6:0!
Es läuft die Nachspielzeit. 

Schlusspfiff
Die Duisburgerinnen feiern ihren Sieg auf dem Spielfeld, während die Russinnen, die bis dato ungeschlagen waren, bedröppelt den Platz verlassen. Auch wenn man es auf Seiten des FCR ungern lesen wird: Sie können den Champagner schon mal kalt stellen. Das Rückspiel kann aufgrund der Höhe des Sieges und wie er zu Stande kam, nur noch Formsache sein.   Jochem Knörzer

Tore:
0:1
- 41. Minute - Maes
0:2
- 63. Minute - Grings (Handelfmeter)
0:3 -
68. Minute - Bajramaj
0:4 -
82. Minute - Maes
0:5 -
83. Minute - Grings
0:6 -
90. Minute - Grings

Schiedsrichterin: Claudine Brohet (BEL)
Schiedsrichter-Assistentinnen:
Ella De Vries (BEL) Anne Cheron (BEL)

 Zvezda-2005 Perm: Baranova – Kurochkina, Suslova, Tsybutovich, Apanaschenko, Barbashina, Sergaeva, Savchenkova, Djatel, Lishafai, Zinchenko

FCR 2001 Duisburg
:
Längert - Fuss, Krahn, Bresonik, Griffioen, Popp, Maes, Hegering, Laudehr, Bajramaj, Grings

Kurz vor dem UEFA-Pokal-Hinspiel: Annike Krahn bleibt ein weiteres Jahr
DUISBURG, 14. Mai 2009 - Am Samstag, 16. Mai 2009 um 17:45 Uhr (Live auf Eurosport) wird das Hinspiel im UEFA-Pokal-Finale angepfiffen. Bevor das Flugzeug mit dem FCR-Tross abhob, konnte der FCR 2001 Duisburg eine sehr erfreuliche Personalie vermelden:
Annike Krahn, die 23jährige Abwehrchefin der Duisburgerinnen, und der FCR haben sich auf eine einjährige Vertragsverlängerung geeinigt – und damit ein extrem positives Signal für die beiden Endspiele und natürlich besonders für die kommende Saison gesetzt.

Krahn spielt seit 2004 in Duisburg – und nun mindestens noch ein weiteres Jahr: „Ich freue mich, dass wir uns einigen konnten und bin zuversichtlich, auch in der nächsten Saison mit dem FCR 2001 Duisburg im Titelkampf mitzumischen. Nun freue ich mich aber erst mal auf die UEFA-Cup-Endspiele.“
Die gebürtige Bochumerin hat sich inzwischen zu einer Führungsspielerin beim deutschen Vizemeister und zu einer Stammspielerin in der Nationalmannschaft entwickelt (48 Einsätze). Die besonders kopfball- und zweikampfstarke Innenverteidigerin feierte schon höchste internationale Erfolge: Weltmeisterin mit dem U 19-Team 2004 in Thailand sowie mit der Nationalmannschaft 2008 die olympische Bronzemedaille und – der absolute Höhepunkt – 2007 in China die Weltmeisterschaft.

Cheftrainerin Martina Voss ist die gute Laune anzumerken: „Wir alle freuen uns über diese Entscheidung, sie wird für die Mannschaft ohne Zweifel Signalwirkung haben. Annike ist eine echte Führungsspielerin und ihre Vertragsverlängerung gewinnt noch zusätzlich an Bedeutung, seit wir wissen, dass uns Sonja Fuss verlässt.“
Erleichterung auch beim Vorsitzenden Guido Lutz: „Eine wichtige Entscheidung für die weitere Entwicklung der Mannschaft; wir sind alle froh und glücklich.“


Und wie sehen die Chancen für das erste Finalspiel in Perm aus?

In Perm wollen die Löwinnen den Grundstock für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte legen.
Voss: „Wie gegen Frankfurt und gegen Lyon setzen wir auf unsere spielerische und unsere Offensiv-Kraft, wobei wir Perm selbstverständlich natürlich nicht ins offene Messer laufen werden.“
Der russische Meister hat nämlich auch zwei gefährliche Stürmerinnen – und auch international bisher erst wenige Gegentore zugelassen.
„Wir haben hohen Respekt vor Perm, diese Mannschaft ist gut eingespielt und seit zwei Jahren national ungeschlagen, aber auch wir wissen, was wir können.“ Aus dieser pointierten Analyse von Cheftrainerin Martina Voss kann man klar herauslesen, dass der FCR 2001 Duisburg durchaus selbstbewusst in das erste Finale um den UEFA-women’s-cup geht.
Wunschergebnis für Martina Voss und ihre Mannschaft wäre ein Unentschieden, um die Titelchancen für das Rückspiel hochzuhalten.

Um das zu erreichen, kann Voss auf ihren kompletten Kader zurückgreifen, Simone Laudehr hat zwar leichte Grippe und auch Annike Krahn ist noch nicht vollständig wieder fit, aber: „Das bekommen wir bis Samstag fraglos hin.“
An der erfolgreichen Mannschaft der vorigen Runden wird Martina Voss sicher kaum etwas verändern, im Tor allerdings wird Stammkeeperin Kathrin Längert stehen – wenn nichts Unvorhergesehenes  passiert.
Unterdessen marschiert der Kartenvorverkauf für das Rückspiel am Freitag, 22.Mai 2009 um 19.30 Uhr in der MSV-Arena auf die 16.000er Marke zu – ein Erfolg, an den beim FCR niemand geglaubt hatte. Vorsitzender Guido Lutz freut sich schon riesig auf das Spiel: „Vielen Dank schon jetzt an alle Fans, die eine Karte gekauft haben, vielleicht knacken wir ja sogar die 18.000er Marke. Die Mannschaft jedenfalls wird im Hinspiel alles geben, um gute sportliche Voraussetzungen für das Rückspiel zu schaffen.“

Dafür wünschen wir dem FCR alles Gute und viel Erfolg! 
joke
Löwinnen bereiten sich in der Sportschule Wedau auf das UEFA-Finale vor
Abflug nach Kazan am Donnerstag ab Frankfurt
Eurosport überträgt ab 17.30 Uhr live
DUISBURG, 11. Mai 2009 - Drei Endspiele in 15 Tagen erfordern nun die volle Konzentration der Truppe. Bevor am Samstag, 17.45 Uhr (MEZ, ab 17.30 Uhr live auf Eurosport), das Final-Hinspiel um den UEFA-women’s-Cup angepfiffen wird, bittet Voss noch einmal an gewohnter Stelle zum Training (Dienstag, 18.15 Uhr); am Donnerstag beziehen die Löwinnen dann sozusagen ein Tages-Trainingslager in der Sportschule Wedau, von wo es gegen 17 Uhr mit dem Bus Richtung Flughafen Frankfurt geht. Um 22.10 hebt der Lufthansa-Airbus A319 ab, nach einer Zwischenlandung in Samara landet die Duisburger Delegation morgens um 05.35 Uhr in Kazan, wo der erste Teil des größten Abenteuers der Vereinsgeschichte auf die Löwinnen wartet.
Der Heimflug ist dann für Montag, 07.10 Uhr Ortszeit, geplant; hoffentlich unverletzt und bestens gelaunt – wofür natürlich eine gutes Ergebnis die entscheidende Voraussetzung ist.
C
Auch Hürde Wolfsburg souverän genommen, Meisterschaft aber kaum noch machbar

 FCR 2001 Duisburg - VfL Wolfsburg 4:0 (2:0)

DUISBURG, 10. Mai 2009 - Um 16 Uhr musste der FCR 2001 Duisburg wohl erneut alle Meisterschaftsträume begraben: nach den ungefährdeten Siegen von Turbine Potsdam und vor allem Bayern München rechnet auch Chetrainerin Martina Voss nicht mehr mit dem Titel: „Es gibt viele Überraschungen im Sport, aber dass München am letzten Spieltag in Crailsheim verliert, ist kaum vorstellbar.“
Immerhin: zumindest hatte sich die FCR-Elf sich am Vormittag keine Blöße gegeben. Engagiert und laufbereit wollten die Duisburgerinnen vor erfreulichen und erfreuten 1080 Zuschauern den Sieg erkennbar schnell unter Dach und Fach bringen. Doch gegen die Wolfsburgerinnen, die noch defensiver antraten als im Pokalspiel, fehlte es zunächst an der letzten Präzision.
In der 30.Minute dann endlich das hochverdiente 1:0, das man vor allem Jennifer Oster sehr gönnte; die nimmermüde Flügelflitzerin schoss zentral ein, nach guter Vorarbeit von Grings und Maes. Mit diesem Tor war das Spiel eigentlich schon entschieden. Doch die Elf – ohne Alexandra Popp und Annemieke Kiesel angetreten, denen die Trainerin eine Ruhepause vergönnt hatte – erzielte schnell noch das 2:0, diesmal legte Oster wunderbar für Inka Grings auf (36.).
Und als die Kapitänin dann in der 47. Minute ihr Saisontor Nr.25 mit feiner Schusstechnik feiern konnte, war endgültig das Signal zu einer guten halben Stunde Sommerfußball gesetzt. Trotzdem: auch in dieser Phase hätten sich fast alle FCR-Spielerinnen noch einmal in die Torschützenliste eintragen können, es langte aber nur noch zum schönen Schlusspunkt: Linda Bresonik verwandelte souverän einen an Grings verschuldeten Foulelfmeter (89.).
Apropos Grings, apropos Torjäger : 2008 gewann Grings die Saison-Kanone mit 26 Toren – da scheint eine Verbesserung möglich und machbar. Vielleicht dann ein kleiner Trost für die wahrscheinlich entgangene Meisterschaft.


Tore 1:0 (30.) Oster
2:0 (36.) Grings
3:0 (47.) Grings
4:0 (90.)  Bresonik  Foulelfmeter)

Schiedsrichter Reichert (Worms-Herrnsheim)
Verwarnungen Gelb: Marxkord
Zuschauer 1080

Der Women-UEFA-Cup
 

Mit Drang zum Tor: Simone Laudehr Starke Leistung: Torfrau Kathrin Längert
Solide Leistung: Femke Maes

Fotos Manfred Schneider

Freude über das 1:0 durch Jennifer Oster:
 v.li.: Fatmire Bajramaj, Marina Hegering und  Sonja Fuss

FCR 2001 Duisburg: Längert - Fuss, Krahn, Bresonik, Ioannidou (57. Hauer), Oster, Maes (70.)Popp), Hegering, Laudehr (46. Knaak), Bajramaj, Grings

VfL Wolfsburg: Rissling - Eichholz, Höfler, Ende (15. Brendel), Smith, Marxkord, Omilade, Bunte (61. Thompson), Bock, M. Müller, Blässe (75. Nokso-Koivisto)

Kader ist rechtzeitig zum Saisonendspurt wieder komplett:
FCR will Sieg gegen Wolfsburg und verlost Pokalkarten für Berlin
Kader ist rechtzeitig zum Saisonendspurt wieder komplett
DUISBURG, 9. Mai 2009 -
Zweimal Perm, einmal Potsdam – das sind die Gegner, auf die sich die Spielerinnen des FCR 2001 Duisburg in diesem Monat der Entscheidungen naturgemäß extrem focusieren. An diesem Sonntag hat der DFB-Spielplan aber noch ein Bundesliga-Spiel sozusagen eingeschoben – um 11 Uhr wird im PCC-Stadion die Partie gegen den VfL Wolfsburg angepfiffen. Und auch hier verlangt Cheftrainerin Martina Voss volle Konzentration: „Gegen die sympathische Mannschaft von Cheftrainer Ralf Kellermann gilt es, unbedingt maximal zu punkten, um die kleine Chance auf die Meisterschaft zu erhalten. Allerdings sind wir bekanntlich auf die Hilfe anderer angewiesen - München und Potsdam müssen jeweils einmal straucheln.“

Dabei wird auch das Spiel gegen die VW-Städterinnen beileibe kein Selbstläufer: Das ärgerliche Unentschieden im Hinspiel und das spannende Pokal-Halbfinale sind dafür Beleg genug.

Erfreulich: Wie schon in Frankfurt kann Martina Voss auch Sonntag auf den kompletten Kader zurückgreifen – da sollte mit der nötigen Unterstützung der Fans doch wirklich ein ‚Dreier’ herausspringen. 

Zweimal zwei Karten für das DFB-Finale
Für die Fans, die ihre Löwinnen auch in diesem Heimspiel unterstützen, hat der FCR 2001 eine attraktive Überraschung parat: Unter den Zuschauern werden zweimal zwei der heißbegehrten Eintrittskarten für das DFB-Pokalfinale am 30.Mai in Berlin verlost – wenn das kein zusätzlicher Anreiz ist, am Sonntag nach Homberg zu kommen! 

Fuss geht, van Bonn bleibt und Ketelaer kommt

Personelle Neuigkeiten vom FCR 2001 
DUISBURG, 6. Mai 2009 -
Sonja Fuss, eine der Leistungsträgerinnen beim FCR 2001, wird den Verein zum Ende der Saison verlassen. Dass hat die 30-jährige Abwehrspielerin jetzt den Vereins-Offiziellen und der Mannschaft mitgeteilt. Vor ihrem Team hat Fuss dabei betont, dass sie sich zum einen aus beruflichen Gründen zu diesem Schritt entschieden hat und zum anderen, weil sie nicht mehr absoluten Spitzensport betreiben will. Fuss, seit 2006 beim FCR, wechselt zum 1.FC Köln in die 2.Bundesliga.

Cheftrainerin Martina Voss bedauert diese Entscheidung: „Natürlich wäre es uns lieber gewesen, Sonja hätte sich noch einmal für uns entschieden, ihr Weggang ist sicher ein Riesenverlust. Trotzdem wünschen wir Sonja alles Gute für die Zukunft. Aber erst einmal wollen wir mit ihr zusammen noch mindestens einen Titel gewinnen.“

Ihren Vertrag verlängert hat dagegen Abwehrspielerin Anne van Bonn (24). Die stellvertretende Spielführerin, die seit 2001 beim FCR spielt, wird auch in den nächsten zwei Jahren für den FCR spielen. Vereinschef Guido Lutz kommentiert die Personalien so: „Wir hätten Sonja gerne behalten, aber wir haben selbstverständlich Respekt vor ihrer persönlichen Entscheidung. Umso mehr freuen wir uns, dass Anne van Bonn bei uns bleibt. Sie überzeugt seit Jahren durch herausragende Leistungen und ist eine zuverlässige Stütze unserer Mannschaft.“

Und eine dritte Personalie wurde in dieser Woche ebenfalls unter Dach und Fach gebracht: Der neue Co-Trainer der 1.Mannschaft heißt Marco Ketelaer. Der 39-jährige A-Lizenz-Inhaber kommt aus Mönchengladbach und hat sich schon auf vielen Trainerstationen bewährt, u.a. als Co-Trainer bei Holger Fach. Ketelaer ist übrigens der ältere Bruder des bekannten Bundesligaspielers Marcel.

Lutz zieht Bilanz: „Damit haben wir weit vor dem Saisonende für alle wichtigen Mannschaften des FCR, von der Jugend bis zu den Bundesligateams, sämtliche Trainervakanzen kompetent besetzt. Das ist ein klares Signal für Kontinuität und die Voraussetzung dafür, um weiterhin auf allen Ebenen professionell zu arbeiten.“

2:1-Sieg öffnet alle Türen

1. FFC Frankfurt - FCR 2001 Duisburg 1:2  (0:2)

Bayern und Potsdam bleiben vorne, 
aber FCR-Frauen gewinnen auch viertes Spiel gegen 
Frankfurt  
DUISBURG, 3. Mai 2009 - Der FCR 2001 Duisburg bleibt im Meisterschaftsrennen weiter auf Lauerstellung: 
Vor beachtlichen 2830 Zuschauern siegten die Löwinnen heute im Stadion am Brentanobad mit 2:1 (2:0) 
beim Titelverteidiger und gewannen damit in dieser Saison alle vier Begegnungen in Meisterschaft und 
UEFA-Cup gegen den 1.FFC Frankfurt. 
Doch selbst diese historische Leistung wird wahrscheinlich nicht zum Titelgewinn reichen, weil auch die 
erstplatzierten Bayern München und Turbine Potsdam ihre Spiele gewannen.

Erstmals seit langem konnte Martina Voss ihre Bestbesetzung aufs Feld schicken; denn auch Inka Grings 
gehörte nach erfolgreichem Test beim Training in dieser Woche wieder zur Startelf. Die Gastgeberinnen 
mussten dagegen gleich vier Stammspielerinnen ersetzen und versuchten deshalb, mit viel Einsatz und 
Engagement die spielerische Klasse der Duisburgerinnen zu kompensieren.

Das gelang allerdings nur in den ersten Minuten, dann waren die Löwinnen klar besser – und gingen 
durch zwei nicht alltägliche Tore 2:0 in Führung. Erst (23.) fing Kapitänin Grings gedankenschnell einen 
Abschlag von Deutschlands Torfrau Nr.1, Nadine Angerer, ab und konnte den Ball dann sogar noch
kontrollieren. Der Rest war Vorfreude pur: Inka Grings lief mit dem Ball am Fuß unbedrängt fast über die 
Torlinie. Nur drei Minuten später der nächste Fehler der durch den FCR-Dauerdruck überforderten 
Abwehr. Diesmal fiel der Abpraller von Angerer Simone Laudehr vor die Füße, die an der linken 
Außenlinie stand, in Höhe der Strafraumgrenze – und das Spielgerät von hieraus mit einem 
wunderschönen Schlenzer ins Tor beförderte.

Grings (nach Flanke Laudehr) und Grings zusammen mit Maes nach der Pause hatten weitere 
(Kopfball)-Großchancen, die aber nicht verwertet wurden – und wie das im Fußball so ist: Einmal wurde 
der Ball auf der linken Abwehrseite vertändelt, schon war Petra Wimbersky frei und Sarah Günther hatte 
keine Mühe, ihre Flanke zu verwandeln (71.). 
Danach wurde das Spiel völlig offen und plötzlich war auch der Ausgleich möglich. Die allergrößte Chance
hatten aber erneut die Löwinnen, als Lira Bajramaj in der 83. Minute gleich 2mal frei zum Schuss kam, 
aber an Angerer scheiterte.
Kurios eine geradezu tumultartige Szene im Duisburger Strafraum kurz vor Schluss: Gleich neun oder 
zehn Spielerinnen warfen sich regelrecht auf den Ball, der kaum spielbar war – aber erst nach fast einer 
schier endlosen Minute hatte die Schiedsrichterin ein Einsehen und entschied auf Freistoß für Duisburg.

Bemerkenswert noch der Arbeitstag von Linda Bresonik: Die Allroundspielerin des FCR fing rechts hinten 
an, spielte dann nach der Pause wahlweise auf der 6er- bzw. Spielmacherposition und beendete die 
Partie als linke Verteidigerin – was ihr noch ein Sonderlob von Martina Voss einbrachte: „Linda ist eine 
so gute Fußballerin, sie kann außer Torwart alles spielen.“
 
FFC-Trainer Wegmann: Duisburger Druck war zu groß 
Das musste auch Frankfurts Trainer Günter Wegmann neidlos anerkennen: „Der Druck der spielerisch 
starken Duisburgerinnen war sehr groß, dann waren die Fehler fast folgerichtig.“
  
Spieltermin für München noch immer offen 
„Auf Grund der Großchancen haben wir letztlich verdient gewonnen,“ analysierte Cheftrainerin Voss 
hinterher das zum Schluss sehr spannende Spiel – und richtete noch eine Kampfansage an die 
Konkurrenz: „Wir haben uns vor dieser Partie vorgenommen, alle restlichen Saisonspiele zu gewinnen; 
Teil eins von sieben haben wir jetzt geschafft.“


Tore:
0:1 Grings (23.)
0:2 Laudehr (26.)
1:2 Günther (71.)
Schiedsrichter I. Müller (Potsdam)
Verwarnungen Gelb: Hegering, Bajramaj
Zuschauer 2830

1. FFC Frankfurt: Angerer - Lewandowski, Bartusiak, T. Wunderlich, Marciak(74.P. Wunderlich), Wimbersky, Thomas, Smisek, Garefrekes, Huth, Brenner (46. Günther)

FCR 2001 Duisburg: Längert - Fuss, Krahn, Kiesel, Maes, Hegering (46. van Bonn), Bresonik, Laudehr, Bajramaj, Popp (78. Oster), Grings (57. Kayikci)

Löwinnen wollen unbedingt In Frankfurt gewinnen
Riesige Kartennachfrage für das UEFA-women’s-CUP-Finale
Duisburg, 30. April 2009 - Sieben Spiele in den nächsten fünf Wochen, dann ist eine Saison für den FCR 2001 Duisburg zu Ende, wie sie der Frauenfußball-Bundesligist in seiner Geschichte noch nicht erlebt hat: turbulent, anstrengend, abwechslungsreich, erfolgreich – und hoffentlich gekrönt von einem Titel.
Am unwahrscheinlichsten ist dabei die deutsche Meisterschaft, die trotzdem am Sonntag höchste Priorität hat.
Dann treten die Löwinnen nämlich beim noch amtierenden Meister 1. FFC Frankfurt an. Cheftrainerin Martina Voss ist sicher, dass ihre Truppe um 11 Uhr am Brentanobad konzentriert und voll motiviert an diese Aufgabe herangeht: „Gegen Frankfurt zu spielen, ist immer eine große Herausforderung, da möchte jede Spielerin gewinnen.“
Das gilt natürlich auch für die Gastgeberinnen, die um ihre letzte Chance für einen Titel kämpfen. Voss bringt es auf den Punkt: „Wer dieses Spiel verliert, ist aus dem Meisterschaftsrennen ausgeschieden.“ Beide Teams werden in diese Partie mit dem Handicap gehen, dass ihre besten Torjägerinnen angeschlagen sind. Birgit Prinz kann überhaupt nicht spielen (Rippenbruch) und FCR-Kapitänin Inka Grings erholt sich gerade von ihrer schweren Wadenverletzung. Ob es schon wieder zu einem Kurzeinsatz reicht, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining.
Ansonsten hat Martina Voss alle Spielerinnen an Bord – gute Voraussetzungen, um möglichst auch das 4.Saisonspiel gegen Frankfurt zu gewinnen – mit gutem Grund: „Selbst wenn wir kein Meister mehr werden sollten, kämpfen wir um den 2.Platz, mit dem man sich schließlich für die Champions-League qualifiziert.“

Videomaterial aus Schweden ist da

Dieses Ziel wäre auch erreicht, wenn sich die Löwinnen in den UEFA-women’s-Cup-Endspielen gegen Perm durchsetzen – und auch für diese Spiele am 16. (in Kazan) und am 22.Mai (19.30 Uhr MSV-Arena) haben die Vorbereitungen längst begonnen: Inzwischen sind auch die
Video-Aufnahmen von den beiden Halbfinalspielen Perm-Umea (Schweden) in Duisburg angekommen – und Martina Voss kann mit ihrem Trainerstab an die Analyse gehen.
Helfen wird ihr dabei auch Kathrin Lehmann, die schweizerische National-Torhüterin, die bekanntlich in Schweden gespielt hat und inzwischen auch in Duisburg eingetroffen ist. Nach ihrem Auftritt beim Halbfinale in Lyon soll sich Kathrin Lehmann zumindest zeitweise mit der Mannschaft auf die beiden europäischen Finale vorbereiten – und die Truppe mit wertvollen Tipps über Perm ‚füttern’.

Kathrin Lehmann Ist wieder da

Organisatorisch erweist sich das Rückspiel täglich aufs Neue als riesengroße logistische und organisatorische Herausforderung für das kleine, aber hochmotivierte Vorstands- und Planungsteam des FCR: Die Wünsche der UEFA und der Gäste aus Perm, das Ticketing für die große Arena, die verschiedenen Marketing-Maßnahmen, das Werben um Sponsoren und die Wünsche und Anfragen der vielen, vielen Fans – über mangelnde Arbeit klagt beim FCR 2001 derzeit wahrlich niemand.
Spaß macht die ganze Vorbereitung aber trotzdem, weil das Interesse an diesem Finale alle noch so kühnen Erwartungen schon jetzt übertrifft. Vorsitzender Guido Lutz und sein Team sind sich inzwischen fast sicher, dass ihre Traummarke von 15.000 Zuschauern sogar übertroffen werden könnte.

Auch die Businesskarten sind sehr gefragt

Auf jeden Fall wurden bereits Mitte der Woche auch die ersten Oberränge der Arena freigegeben – speziell über den Stehplätzen, weil dort viele MSV-Fans auf ihren angestammten Plätzen die Spielerinnen vom FCR lautstark unterstützen wollen.
Und auch die Karten für den wunderschönen Businessclub des MSV Duisburg sind ab sofort erhältlich, für 95 Euro pro Karte: darin enthalten ist ein bequemer Sitzplatz in bester Lage und eine dreistündige
Rundum-Verpflegung – und beim Kauf von zwei Karten gibt es einen Parkschein kostenlos dazu, direkt vor dem Stadion.
Lutz: „Wir sind überwältigt über dieses Interesse – und hoffen auf ein großes Fußballfest vor endspielwürdiger Kulisse in der tollen MSV-Arena. Vielen Dank schon jetzt an die Fans, mit denen wir zusammen an diesem Abend die bestmögliche Werbung für den Frauen-Fußball und die Stadt Duisburg machen wollen.“
Vorverkauf für das UEFA-CUP-Finale ist gestartet
Kiesel verlängerte, Himmighofen kommt aus Essen

Duisburg, 24. April 2009 - Bei der heutigen Auftaktveranstaltung im Rathaus konnten die Verantwortlichen des FCR 2001 Duisburg bereits die Vorverkaufsstellen und Eintrittspreise für das Final-Rückspiel am Freitag, 22.Mai 2009, 19:30 Uhr in der MSV-Arena bekannt geben.
Auf der Pressekonferenz verkündete der FCR auch, dass Annemieke Kiesel verlängert hat und vom Konkurrenten SG Essen-Schönebeck U-21-Nationalspielrin Marina Himmighofen zum FCR 2001 kommt.


Im Saal Perm: Oberbürgermeister Adolf Sauerland, Hafenchef Erich Stake, FCR Vorsitzender Guido Lutz, FCR Vorstand Dieter Oster und MSV Präsident Walter Hellmich

Dieter Oster, Guido Lutz, Reiner Zimmermann (FCR Pressesprecher), Erich Stake, OB Adolf Sauerland und Walter Hellmich

Jochem Knörzer, Harald Jeschke (Text) und Manfred Schneider(Fotos )

6:1-Erfolg! Nach 0:1-Rückstand der erwartet klare Sieg
FCR 2001 Duisburg - SC 07 Bad Neuenahr 6:1 (4:1)

Duisburg, 18. April 2009 - Nun ja, der zehnminütige Rückstand war wohl so etwas wie ein Weckruf. Immerhin konnte das Team von Trainerin Martina Voss am Ende doch den erwartet klaren Sieg nebst Dreier einfahren. Also war nichts angebrannt und die Sechs-Punkte-Forderung vor den beiden Bundesligaspielen in dieser Woche wurde klar erfüllt.

Der ungefährdete Sieg kam allerdings eine gute halbe Stunde lang etwas holperig daher. Zum dritten Mal nacheinander ging in einem Bundesliga-Heimspiel nämlich die Gästemannschaft in Führung, trotzdem hatten die gut 1000 Zuschauer eigentlich nie das Gefühl, dieses Spiel könnte verloren gehen.
Da Lira Bajramaj krank und Kathrin Längert verletzt war, spielten Laudehr und Bellinghoven von Beginn an, auch Fuss und Oster standen wieder in der Startelf, die schon nach drei Minuten 0:1 zurücklag. Bellinghoven hatte nach einer Ecke noch einen harten Schuß reaktionsschnell abgewehrt, aber gegen den Nachschuß von Yasmin Pietsch war sie machtlos. In der 13. und 16. Minute dann der schnelle Gegenschlag des FCR: Simone Laudehr erobert im zentralen Strafraum den Ball und schießt überlegt ein. 3 Minuten später dann ein langer Freistoß von Kiesel, den Marina Hegering mit einem herrlichen Kopfball verwertet. Elf Minuten später erzielt sie dann auch noch das 3:1 mit einem technisch herrlichen Schuss aus 16 Metern, nach überlegter Vorarbeit von Laudehr und Hartmann.
Einen Tag nach ihrem Geburtstag lieferte Marina Hegering übrigens erneut eine überragende Leistung ab - und das nicht nur, weil sie auch am 4:1 beteiligt war: Femke Maes schob den Ball ins leere Tor, nach tollen Zuspiel von Popp und vulminantem Schuss von Hegering. Sehr engagiert spielte Charline Hartmann als Mittelstürmerin - immer in Bewegung, gut in der Vorbereitung, leider aber glücklos im Abschluss.

Marina Hegering erneut mit sehr guter Leistung

Die zwei Tore nach der Pause erzielten erneut Femke Maes nach gutem Zuspiel von Turid Knaak (47.) und Kapitänin Linda Bresonik, die zwar auch einige Chancen ausließ, aber einen an Kiesel verschuldeten Elfmeter souverän verwandelte (66.). Torfrau Ursula Holl - bekanntlich FCR-Neuzugang für die nächste Saison - hatte keine Chance, ebenso wie bei den anderen Treffern. "Der Sieg ist absolut verdient, wir hätten sogar noch höher verlieren können," erwies sich Georg Engel, der neue Trainer der Gäste, als fairer Verlierer. Auch Kollegin Voss hob hervor, dass ihre Mannschaft eigentlich mehr Tore hätte erzielen müssen: "Heute bin ich aber trotzdem zufrieden, wir haben die sechs Punkte geholt, die wir uns vorgenommen haben - und jetzt freuen wir uns alle auf eine kleine Pause nach dem Stress der letzten Wochen." 
Das nächste Bundesliga-Spiel bestreitet der FCR am 3.Mai, 11 Uhr, beim 1.FFC Frankfurt.

Tore 0:1 Pietsch (3.)
1:1 Laudehr (13.)
2:1 Hegering (16.)
3:1 Hegering (37.)
4:1 Maes (45. Foto links)
5:1 Maes (47.)
6:1 Bresonik (66. Foulelfmeter)

Schiedsrichter Wenkel (Weimar)
Verwarnungen Gelb: Bresonik - Gößling. Zuschauer 1075

FCR 2001 Duisburg: Bellinghoven - Oster, Fuss, Krahn (62. Hauer), Maes (53. van Bonn), Hegering, Kiesel, Bresonik, Laudehr (46. Knaak), Popp, C. Hartmann
SC 07 Bad Neuenahr: Holl - I. Stümper, Westphal, Störzel (24. Arabaci/84. Bakir), Fols (80. Straube), Bachor, L. Neumann, Hagmann, Pietsch, Gößling, Bartke

0:1 (3.) durch Yasmin Pietsch 1:1 (13. ) Simone Laudehr
2:1 iERste FCR-Führung (15.) durch Marina Hegering -Fotos Schneider 3:1 in der 36. Minute wieder durch Marina Hegering
FCR will mit einem Sieg in die Länderspielpause gehen
UEFA-Finale in der MSV-Arena: FCR-Vorstand dankt Sponsoren
Torfrau Kathrin Längert fällt gegen Neuenahr aus
Duisburg, 17. April 2009 - Morgen, Samstag, noch einmal 90 Minuten Bundesliga-Fußball, dann können sich die meisten Spielerinnen des FCR erst einmal ein paar Tage ausruhen – und nach den tollen Erfolgen der jüngsten Vergangenheit ein wenig Abstand vom Fußball gewinnen. Nach der Partie gegen den SC 07 Bad Neuenahr (Samstag, 17 Uhr) macht die Frauenfußball-Bundesliga nämlich Pause, bevor mit dem Spiel beim
1. FFC Frankfurt (3.Mai, 11 Uhr) der große Endspurt dieser so spannenden Saison beginnt.
Damit diese Pause entspannt angegangen werden kann, wollen die Löwinnen natürlich mit einem Erfolgserlebnis vom Platz gehen, doch Cheftrainerin Martina Voss warnt: „Dass Neuenahr mit dieser gut besetzten Mannschaft gegen den Abstieg kämpft, ist vielen ein Rätsel. Auf jeden Fall wird die Aufgabe viel schwerer als das Spiel in Herford.“
Wie vehement sich die Gäste gegen den Abstieg wehren, zeigt auch eine Neuigkeit vom Spielermarkt: Nach dem Wechsel auf dem Trainerstuhl wurden jetzt noch zwei koreanische Nationalspielerinnen verpflichtet. Trotzdem bleibt die FCR-Marschroute klar: „Wir wollen dieses Spiel gewinnen, um auch das Meisterschaftsrennen so lange wie möglich offen zu halten.“
Bei diesem Vorhaben muss Voss allerdings erneut auf Torfrau Kathrin Längert verzichten, bei deren Knieverletzung nun doch der Verdacht auf einen Schaden am Innenmeniskus besteht. Klarheit darüber wird es in der nächsten Woche geben. Erfreulicherweise wieder gesund ist dagegen ja Simone Laudehr, deren erster Einsatz vom Anpfiff an nach monatelanger Verletzung durchaus realistisch ist.

Während die Bundesliga also ab Samstag eine kleine Verschnaufpause einlegt, gehen die Vorbereitungen für die beiden Finalrunden weiter. Für das DFB-Endspiel wurde bereits ein Hotel in Potsdam gebucht, für das UEFA-Hinspiel in Kasan sind noch viele Vorarbeiten zu leisten: Anreise nach Frankfurt organisieren, Flug buchen, Visa beantragen, Erkundungen über Trainingsmöglichkeiten vor Ort.

Kartenvorverkauf Ende nächster Woche
Schwer genug und sehr zeitaufwendig. Doch immer noch überschaubar gegenüber den vorbereitenden Arbeiten für das finale Rückspiel am 22. Mai, 19.30 Uhr. Nachdem nun feststeht, dass in der MSV-Arena gespielt wird, kann der FCR-Vorstand heute eine weitere positive Nachricht verkünden. Das Gespräch am Donnerstag mit den Großsponsoren, das von Oberbürgermeister Adolf Sauerland initiiert worden war, und zu dem Erich Staake, der Vorstandsvorsitzenden der Hafen AG duisport (FCR-Trikotsponsor für UEFA- und DFB-Pokal), eingeladen hatte, endete mit einem höchst erfreulichen Ergebnis.
Vorsitzender Guido Lutz konnte anschließend erleichtert durchatmen: „Wir sind besonders Oberbürgermeister Sauerland, Hafenchef Staake, dem MSV-Vorsitzenden Hellmich und allen anderen Sponsoren sehr dankbar. Mit ihrer Hilfe und Unterstützung kann der FCR nun tatsächlich mit gutem Gewissen in der MSV-Arena spielen – und diesem europäischen Finale einen würdigen Rahmen geben.“

Ansetzung Bayern-Spiel benachteiligt den FCR
Um der Öffentlichkeit alle wichtigen Details umfassend mitteilen und auch die vielen Sponsoren angemessen präsentieren zu können, werden Oberbürgermeister und FCR in der nächsten Woche zu einer ausführlichen Pressekonferenz einladen. Bis dahin wird auch der Start für den Ticketverkauf definitiv feststehen; erfreulicherweise ist nämlich schon jetzt die Nachfrage beachtlich. Der FCR rechnet deshalb mit mindestens 10.000 Fans, die diesem Finale einen würdigen Rahmen geben sollen.
Mitten diese wichtigen Vorbereitungen hinein platzte heute die Spielansetzung des Meisterschaftsspieles Bayern München gegen den FCR, das nun endgültig am Dienstag, 26. Mai, um 19 Uhr angepfiffen werden soll – vier Tage nach dem UEFA-Cup-Finale und vier Tage vor dem DFB-Finale; für den FCR 2001 Duisburg eine nicht zu verstehende Benachteiligung.
Geschäftsführer Rainer Kirberg: „Während der gesamten Spielzeit 2008/2009 wurde bezüglich Neuansetzungen in keinem strittigen Fall den Vorschlägen und Wünschen des FCR entsprochen. Anscheinend wird die halbe Liga gefragt, doch die berechtigten Wünsche des UEFA-Cup-Finalisten werden nicht berücksichtigt. Hier zeigt sich erneut, wie unlogisch der gesamte Rahmenterminkalender des DFB aufgestellt ist.“ Die Verantwortlichen müssen nun beraten, wie sie mit diesem neuerlichen Termindiktat umgehen werden.“
6:0 (0:4)-Sieg des FCR 2001 in Herford konnte noch höher ausfallen:
Löwinnen glänzen mit Spielwitz und schönen Toren

Duisburg, 15. April 2009 - Sechs Punkte hatte FCR-Cheftrainerin Martina Voss aus den zwei Bundesligaspielen in Herford und gegen Bad Neuenahr (Samstag, 17 Uhr, PCC-Stadion) von ihrer Mannschaft gewünscht – und am Abend haben die Löwinnen die erste Hälfte dieses Auftrages eindrucksvoll erledigt: 6:0 (4:0) gewann der FCR absolut verdient – und das ohne die Stammspielerinnen Grings, Fuss, Oster – und zunächst auch Laudehr. Unmittelbar vor Spielbeginn verdrehte sich dann noch Stamm-Torhüterin Kathrin Längert das Knie (ist aber wohl Samstag wieder fit), so dass Christina Bellinghoven im Tor spielte.

Vorentscheidung schon nach 18 Minuten

Alles offenbar kein Problem für die vom Anpfiff an hochkonzentrierten Duisburgerinnen, die auch schnell für klare Verhältnisse sorgten. 5.Minute: Freistoß Popp von der linken Außenlinie, Femke Maes erwischte den Ball im zentralen Strafraum und köpfte mit dem Hinterkopf ein, 1:0; 18 Minute: Herrliche Flanke von Anne van Bonn, diesmal von rechts – und ebenso herrlicher Kopfball von Lira Bajramaj über die ganze Abwehr hinweg ins rechte Toreck, 2:0.
Damit war das Spiel gegen völlig überforderte Gastgeberinnen eigentlich schon gewonnen, die Löwinnen vergaben dann noch einige klare Chancen – um dann kurz vor der Pause im Stile eines Klasseteams noch zweimal zuzuschlagen. 42.: schöne Einzelleistung Bajramaj, die auch noch eine Gegenspielerin austanzt und aus 10 Metern überlegt einschießt; 44.: wiederum genaue Flanke van Bonn und diesmal nutzt Charline Hartmann eine ihrer Möglichkeiten – und das dritte Kopfballtor war perfekt.

Nach der Pause kamen dann Kayikci und Goddard für Hartmann und Kiesel – und dann noch Laudehr für Krahn (58.). doch auch diese Wechsel änderten nichts an der Überlegenheit des FCR, die vielen, gut herausgespielten Chancen blieben ebenfalls, nur die Anzahl der Tore halbierte sich.
51.: Jetzt darf auch die sehr präsente Popp ein Kopfballtor machen – nach schöner Vorarbeit von Goddard; und in der 81. Minute die Krönung der souveräner Vorstellung: Nachdem Laudehr und Maes die Abwehr quasi mit einem doppelten Doppelpass schwindelig gespielt hatten, trägt sich auch Goddard in die Torschützenliste ein.
Vorsitzender Guido Lutz war’s zufrieden - und schickt einen Gruß an die Meisterschafts-Konkurrenten: „Sechs Tore schießt noch lange nicht jede Mannschaft in Herford. Wir haben eindrucksvoll unterstrichen, dass wir auch in der Bundesliga noch etwas erreichen wollen.“

Tore 0:1 Maes (5.)
0:2 Bajramaj (18.)
0:3 Bajramaj (42.)
0:4 van Bonn (44.)
0:5 Popp (51.)
0:6 Goddard (81.)
Schiedsrichter Rafalski (Bad Zwesten) - Verwarnungen Gelb: Hansmeier, Nolte - Zuschauer 974
FCR: Längert - Hauer, Krahn (60. Laudehr), van Bonn, Popp, Kiesel (46. Kayikci), Bresonik, Hegering, Maes, C. Hartmann (46. Goddard), Bajramaj

UEFA gibt finale Spielorte bekannt
Unterdessen hat die UEFA heute (Mittwoch) die beiden Austragungsorte für die europäischen Endspiele zwischen dem deutschen Frauen-Vizemeister FCR Duisburg und dem russischen Titelträger Swesda Perm bekanntgegeben: Das Hinspiel findet am Samstag, 16. Mai, 17.45 Uhr MEZ, in Kasan statt. Das Rückspiel in Duisburg wird am 22. Mai (Freitag) um 19.30 Uhr in der MSV-Arena angepfiffen.

Nun sind alle Fußballfans gefragt
Um das entscheidende Rückspiel in der MSV-Arena zu realisieren, sind allerdings noch erhebliche Arbeiten zu erledigen: Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland, die MSV-Verantwortlichen mit dem Vorstandsvorsitzenden Walter Hellmich an die Spitze, die Verantwortlichen des FCR, aber auch viele Sponsoren arbeiten derzeit fieberhaft daran, dieses Finale zu einem Topereignis und einer Imagewerbung für den Fußball – und für die Stadt Duisburg zu machen.
Der Vorverkauf soll möglichst kurzfristig beginnen, aber Mannschaft, sportliche Leitung und Vorstand des FCR 2001 Duisburg appellieren jetzt schon an alle Fußballfans aus nah und fern, sich diesen Termin vorzumerken.

Zweimal Bundesliga in vier Tagen:
FCR-Trainerin Martina Vosserwartet sechs Punkte
Duisburg, 14. April 2009 - Zwei Tage lang durften sich die Spielerinnen des FCR 2001 Duisburg freuen, ihre gleich zwei grandiosen Final-Teilnahmen feiern (UEFA-Cup und DFB-Pokal) und ein wenig ausruhen: Cheftrainerin Martina Voss hatte der erfolgreichen Truppe des Frauenfußball-Bundesligisten nach dem schwer erkämpften, aber hochverdienten 3:1 über den VfL Wolfsburg freigegeben. Heute (Dienstag) steht aber wieder normales Training auf dem Programm; denn in dieser Woche warten schon wieder zwei Bundesligaspiele auf die Löwinnen: Morgen, Mittwoch um 17.30 Uhr, wird das Auswärtsspiel in Herford nachgeholt und am Samstag (17 Uhr) kommt Bad Neuenahr in das PCC-Stadion nach Homberg. Für diese zwei Spiele gegen Teams, die energisch gegen den Abstieg kämpfen, hat Voss eine eindeutige Ansage parat: "Hier müssen sechs Punkte her, da gibt es keine zwei Meinungen."

Außer Inka Grings (erlitt im Training bekanntlich einen Muskelfaserriss in der Wade) wird auch Sonja Fuss nicht zum Kader gehören: "Sie hat uns beispielhaft geholfen am Samstag, obwohl sie noch krank war," begründet Voss diese Personalentscheidung, "deshalb soll sie sich jetzt erst einmal auskurieren. Sonja ist schließlich sehr wichtig für uns." Klar ist auch schon, dass Rekonvaleszentin Simone Laudehr zunächst wieder auf der Bank sitzen wird. Ansonsten weiß die FCR-Trainerin, was ihre Mannschaft in Herford erwartet: "Die Gastgeberinnen haben sich natürlich noch längst nicht aufgegeben. Wir müssen von Anfang an gegenhalten; wie man weiß, haben wir uns auch im Hinspiel lange schwer getan.“

Viel Arbeit auf der Geschäftsstelle
Die Qualifikation von Turbine Potsdam als DFB-Pokal-Finalgegner (3:0 gegen den Zweitligisten Wattenscheid 09) hat weder Mannschaft noch Trainerin überrascht: „Spielverlauf und –ergebnis waren genau so zu erwarten.“ Vorstand und Geschäftsstelle beginnen jetzt mit den Vorbereitungen für die beiden Finalreisen nach Perm/Kasan und nach Berlin, etliche Entscheidungen organisatorischer Art werden wohl schon in den nächsten Tagen getroffen. Der FCR 2001 Duisburg wird Fans und Medien darüber zeitnah informieren.

Verdienter 3:1-Sieg gegen Wolfsburg vor 1720 Zuschauern:
FCR 2001 Duisburg steht verdient im DFB-Pokalfinale

Duisburg, 11. April 2009 - Glückwunsch an die Fußballerinnen des FCR 2001 Duisburg: Nur sechs Tage nach dem überragenden 3:1 im UEFA-Pokal-Halbfinale gegen Lyon gewannen die Löwinnen auch das nationale Semifinale gegen den starken VfL Wolfsburg mit demselben Ergebnis (3:1/ 1:1) - und das völlig zu Recht.


Für die verletzte Kapitänin und Torjägerin Inka Grings (die Untersuchung ergab übrigens, dass Grings im Training 'nur' einen Muskelfaserriss erlitten hat und vielleicht in drei bis vier Wochen wieder spielen kann) ließ Cheftrainerin Martina Voss Lira Bajramaj in der Mitte stürmen,  Oster kam über rechts, Knaak über links, Spielführerin Bresonik verteidigte erneut rechts hinten.
Und die Gastgeberinnen begannen vor beachtlichen 1720 Zuschauern beherzt und engagiert. Da auch die 'Wölfinnen' gut dagegenhielten, entwickelte sich ein rassiges Spiel mit vielen Zweikämpfen, vollem Körpereinsatz, aber zunächst wenigen Torszenen. Die zwei Mannschaften bekämpften sich eben zu intensiv im Mittelfeld, außerdem kam auch bei weitem nicht jedes Zuspiel an - weil es sehr hektisch zuging, eben ein echter Pokalfight.

Nachdem sich Duisburg Mitte der ersten Hälfte langsam, aber sicher die Feldüberlegenheit erobert hatte, fiel dann auch die logische Führung (24.): Nach guter Vorarbeit von Bajramaj und Oster trifft Femke Maes die Latte - und vom Rücken der Keeperin rollt der Ball dann über die Linie (Bild links) ! 1:0! Jubel, Erleichterung - aber vielleicht von beidem ein wenig zu viel; denn nur zwei Minuten später setzt sich die Ex-FCR-Stürmerin Shelley Thompson resolut in der Mitte durch und schlenzt den Ball aus 16 Meter  ins Tor: 1:1 - (Bild re.) und nun wurde das Spiel teilweise noch hektischer, auch weil das nicht immer sichere Schiedsrichter-Gespann in einer unübersichtlichen Strafraumsituation nach einem FCR-Treffer auf Abseits erkannte.


Die Pause wirkte irgendwie befreiend für die Löwinnen; denn in der zweiten Halbzeit boten die Gastgeberinnen dann im sonnenüberfluteten PCC-Stadion Fußball der Extraklasse: Es war ein Spiel auf ein Tor, das begeisterte - und dessen Spannung lediglich aus den vergebenen FCR-Torchancen bestand.

Den erlösenden Treffer zum 2:1 (70.) erzielte dann eine Spielerin, der es jeder im Stadion von Herzen gegönnt hat: Martina Hegering (Buld links in der mitten in dr Jubalarie) traf mit einer sagenhaften Bogenlampe aus rund 30 Metern ins rechte obere Toreck - und verdiente sich hinterher ein Sonderlob von Martina Voss. Zu Recht; denn zusammen mit Annemieke Kiesel liefern die beiden Woche für Woche excellente Arbeit im zentralen Mittelfeld ab.

Auch wenn Wolfsburg nun wieder ein wenig mehr nach vorne spielte, beherrschte der FCR die Partie doch weiter eindeutig (11:0 Ecken). Und als man schon glaubte, Schiedsfrau Wozniak wollte gar nicht mehr abpfeifen, köpfte Femke Maes nach feiner Flanke von Bresonik auch noch zum 3:1 ein (94.). Der Rest war Jubel, Freude und Party!

Da wollte auch Ralf Kellermann, VfL-Trainer und früher MSV-Torwart, nicht nachstehen: "Ich kann die vielen Komplimente für meine Mannschaft nur teilweise annehmen; in der 2.Halbzeit spielte nämlich nur der FCR - Kompliment zum verdienten Sieg."

Kollegin Voss lobte natürlich die gesamte Mannschaft, die ihre Klasse seit Wochen mit einer Topleistung nach der anderen beweise. Kritik gab es von der Cheftrainerin aber auch im Moment des großen Triumphes - an den Schiedsrichtern ("Heute hatten die Lesitung zwar keinen Einfluss auf das Ergebnis, aber es darf auch nicht sein, dass Schiedsrichter-Entscheidungen mitbestimmen, wer z.B. ins Pokalfinale einzieht") und am Rahmenspielplan des DFB: "Das, was wir hier gerade erleben in punkto Terminansetzungen darf man mit einem Verein einfach nicht machen."

Jubel heute, aber dann geht schon die Punktejagd weiter: am Mittwoch (17.30 Uhr) beim Herforder SV) und am Samstag (17 Uhr)  gegen den SC Bad Neuenahr müssen die Löwinnen schon wieder ran, ehe ihre Auswahlspielerinnen am 22.April zur WM-Revanche gegen Brasilien antreten müssen.
FCR: Längert; Bresonik, Fuss, Krahn, Popp;  Maes, Hegering, Kiesel, Oster (80. Hartmann), Knaak (60. Laudehr), Bajramaj (87. Ioannidou).
 

Doppelbewachung für die zweifache Torschützin Femke Maes Lira Bajramaj ein ständiger Unruheherd. Links spurtet Femke Maes
Starke Leistung von Linda Bresonik. Rechts Annike Krahn
Fotos von Manfred Schneider
DFB-Pokal der Frauen 2008/09: Halbfinale Heim Gast Ergebnis
11.04.09. - 12.00 FCR 2001 Duisburg VfL Wolfsburg 3:1 (1:1)
13.04.09. - 14.00 Turbine Potsdam SG Wattenscheid 3:0 (1:0)
DFB-Pokal der Frauen 2008/09: Finale Heim Gast Ergebnis
30. Mai 2009, 16.30 Uhr in Berlin Turbine Potsdam FCR 2001 Duisburg  
Wieder Verletzungspech beim FCR:
Inka Grings fällt auf unbestimmte Zeit aus
Duisburg, 09. April 2009 -Das Verletzungspech beim Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg reißt nicht ab: Beim heutigen Abschlußtraining (Donnerstag) für das DFB-Pokal-Halbfinale hat sich Inka Grings schwer verletzt. Nach einer ersten Diagnose zog sie sich an der rechten Wade eine schwere muskuläre Verletzung zu - damit fällt die Torjägerin auf unbestimmte Zeit aus.
Ein schwerer Schlag für die sowieso schon vom Verletzungspech gebeutelten Duisburgerinnen - und das ausgerechnet vor dem so wichtigen Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag. Vor diesem Pokalfight sind nämlich auch Laudehr und Bajramaj angeschlagen und Krahn sowie Fuss sind durch Grippeerkrankungen geschwächt. Keine guten Voraussetzungen für den Kampf um das begehrte Pokalticket für Berlin.

UEFA-Cup-Finale:

Entscheidung über Spielort und Termin fällt erst nach Ostern
Samstag, 12 Uhr: Löwinnen wollen unbedingt auch ins DFB-Finale
Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort und die exakte Anstoßzeit für das UEFA-women’s-Cup-Final-Rückspiel fällt erst in der Woche nach Ostern. Das hat der FCR 2001 Duisburg am Donnerstag bekannt gegeben. In Absprache mit der UEFA, deren Delegation derzeit noch auf Inspektionsreise in Perm und Kasan beim Endspielgegner weilt, soll nämlich die Rückkehr dieser Reisegruppe erst abgewartet werden, um dann alle Entscheidungen in toto zu treffen und auch bekannt zu geben. Bis dahin werden auch die Gespräche mit den Verantwortlichen des MSV Duisburg, der Stadt Duisburg, möglichen Sponsoren, technischen Ausstattern, Ticketing-Anbietern usw. abgeschlossen sein, um eine konkrete endgültige Aussage machen zu können. Diesem gemeinsamen Vorgehen hat am Abend auch der Vorstand des FCR 2001 auf seiner turnusmäßigen Vorstandssitzung zugestimmt.

FCR gegen Perm vielleicht am Freitag

Möglich ist inzwischen auch, dass die Partie bereits am Freitagabend angepfiffen wird – falls dieser Anstoßtermin für eine TV-Liveübertragung besser geeignet wäre. Wie wichtig ein solcher TV-Auftritt ist, zeigten eindrucksvoll die Zuschauerzahlen vom Lyon-Spiel am Sonntag: Fast 1,1 Millionen Fans (!) saßen bei der Live-Übertragung der ARD vor den Geräten – die weitaus beste Einschaltquote bis 18 Uhr und fast die dieselbe Zahl, die das Finale Frankfurt-Umea vor einem Jahr erreichte.
Derweil laufen die sportlichen Vorbereitungen für das Halbfinale im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg auf Hochtouren; denn bei aller verständlicher Euphorie über die sensationellen Erfolge der Löwinnen auf dem europäischen Fußball-Parkett: Das deutsche Pokalendspiel zu erreichen, ist immer noch ein großer Traum und eine große Herausforderung für jede deutsche Kickerin – und das besonders in diesem Jahr, weil das Frauenfinale bekanntlich zum letzten Mal zusammen mit dem Endspiel der Männer in Berlin ausgetragen wird.
Während nun im 2. Halbfinale Turbine Potsdam mit dem Zweitligisten Wattenscheid 09 eine relativ leichte Aufgabe hat, muss der FCR am Ostersamstag, 12 Uhr, im PCC-Stadion gegen den VfL Wolfsburg um den Einzug ins Finale kämpfen – und das wird verdammt schwer. Prunkstück der Gäste ist sicherlich die Offensive mit dem Vorzeigestürmerinnen Müller, Blässe und der Ex-Duisburgerin Shelley Thompson; aber auch das kampf- und spielstarke Mittelfeld mit Carlson und Omilade ist Extraklasse. Bereits acht Niederlagen in dieser Spielzeit und 35 Gegentreffer belegen aber auch die Schwachstelle der Elf aus der Autostadt.
Aber auch hier warnt Cheftrainerin Marina Voss: „Auch in der Abwehr hat sich Wolfsburg in der Rückrunde stabilisiert, bis auf eine Ausnahme stammen alle Niederlagen aus der Vorrunde. Und mit Martina Müller spielt die zweitbeste Torschützin der Liga bei den Gästen.“

Gleich vier Spielerinnen verletzt oder krank

Die Löwinnen gehen hochmotiviert in diese wichtige Begegnung – auch, weil es im Meisterschaftsspiel zuletzt eine unnötige Punkteteilung gegeben hatte. Vor dem Abschlusstraining (Donnerstagabend) plagen den FCR und seine Trainerin aber extreme Personalsorgen: „Annike Krahn und Sonja Fuss sind krank, Sonja wird bis Samstag mit Sicherheit nicht mehr trainieren können. Außerdem sind Lira Bajramaj und Simone Laudehr verletzt.“ Viel Pech also besonders für Laudehr, die sich wenige Tage nach ihrem umjubelten Comeback bei einem Bundeswehr-Lehrgang muskuläre Probleme zugezogen hat. Da auch noch Elena Hauer angeschlagen ist, kann man den Stoßseufzer von Voss verstehen: „Die Aufstellung wird sich erst am Samstag ergeben.“
Unabhängig von diesen vielen Problemen hat diese Begegnung einen ganz besonderen Stellenwert für beide Trainer; denn Martina Voss und Ralf Kellermann, der VfL-Coach und ehemalige MSV-Keeper, stammen nicht nur beide aus Meiderich – sie sind auch zusammen auf eine Schule gegangen, nämlich das Max-Planck-Gymnasium: „Wir haben in der Sport-AG Fußball gespielt, Ralf ist nicht nur ein guter Torwart, sondern auch ein guter Feldspieler; und wie man nun sieht, auch ein guter Trainer,“ lobt Voss ihren Widerpart in höchsten Tönen.
Jugenderinnerungen hin, spielerisch, taktisch und kämpferisch grandioser Sieg gegen die ‚Welt’-Auswahl aus Lyon her: am Samstag möchte sich der FCR 2001 unbedingt auch für das DFB-Endspiel qualifizieren – die Mannschaft hofft deshalb auf eine ähnliche große Kulisse wie am Sonntag.

Die Fans sind wieder gefragt

Vorsitzender Guido Lutz: „Es wäre riesig, wenn uns kurz vor den Osterfeiertagen noch einmal so viele Fans wie möglich bei diesem Halbfinale anfeuern, am besten alle, die auch gegen Lyon dabei waren.“
Wer gar nicht kommen kann, dem hilft zumindest ein Griff zum Radio-Einschaltknopf: Radio Duisburg überträgt das Spiel mit Reporter Marco Röhling live auf der Frequenz 92,2.

Brasilien-Aufgebot: Sechs FCR-Frauen nebst der zukünftigen Torhüterin Holl dabei

UEFA-Cup-Halbfinale: FCR 2001 Duisburg: Olympique Lyon 3:1 (2:1)
Inka Grings schießt Duisburg ins Finale. Final-Gegner ist Partnerstadt Perm
Jochem Knörzer (Text), Manfred Schneider (Fotos)
Duisburg, 05. April 2009 - Heute findet um 14 Uhr das Rückspiel im UEFA-Cup-Halbfinale in Duisburg statt.
Die Tribünenplätze sind längst ausverkauft. Bereits am Freitag war eine sechsköpfige Delegation, darunter Cheftrainer Farid Benstiti, angereist und war auch als Beobachter bei dem Bundesliga-Nachholspiel gegen München anwesend gewesen.
Als Gäste werden u.a. 
Dr. Zwanziger mit Ehefrau, Silvia Neid, Steffi Jones und Jan Horstmann (WM 2011 Organisationskomitee), Britta Carlson, Silke Rottenberg, Sandra Minnert (alle WM-Botschafter), Tina Theune, Bettina Wiegmann, Maren Meinert, Ralf Peter, Pia Hess, Eva Winkler und Annette Seitz erwartet.
Trotz des 1:1 im Hinspiel hat auch Lyon noch alle Chancen, das Finale zu erreichen. Das Spiel wird von der ARD live übertragen.

Anpfiff zur ersten Halbzeit
Der FCR spielt ganz in Rot, Lyon in neon-gelben Trikots. Nach vorsichtigem Beginn setzt Lyon als erste Mannschaft auf Offensive. Ein Heber über Längert geht knapp neben den linken Pfosten.
Erste Ecke für die Duisburgerinnen in der 10. Minute. Der Ball landet am ersten Pfosten im Toraus. In der 12. Minute rettet Längert vor Schelin. 14. Minute - Grings und Popp verpassen eine gut getimte Flanke von der rechten Seite. 20 Minuten sind gespielt. Beide Mannschaften sind bemüht, das erste Tor zu erzielen. 28. Minute - Grings läuft in den Strafraum, wird aber im letzten Moment fair vom Ball getrennt. Auch nach 30 Minuten lautet der Spielstand unverändert 0:0. 33. Minute - Konter von Lyon. Thomis erhält auf der linken Seite freistehend den Ball, scheitert aber aus 12 Meter an Längert. Der FCR darf sein Offensiv-Spiel nicht übertreiben. Mit dem jetzigen Spielstand würden sie das Finale erreichen. Lyon wird nun wieder stärker und schnürt die Duisburgerinnen im Strafraum ein. 


TOR für den FCR! In der 38. Minute bringt Inka Grings die Duisburgerinnen mit einem Schuss aus 5 Meter aus halbrechter Position mit 1:0 in Führung.
Schuss antäuschen, Ball stoppen, Gegnerin ins Leere laufen lassen und drin ist der Ball zum 1:0
                                        

Und wieder TOR für den FCR! Und wieder Inka Grings! In der 43. Minute läuft sie auf das Lyoner Tor zu, lässt noch eine Abwehrspielerin aussteigen und lässt der Torhüterin keine Chance. Der FCR führt 2:0.
(Foto 1 + 2 von links: Inka Grings hat wieder zugeschlagen und dreht jubelnd ab. Lira Bajramaj hebt ab.

45. Minute - Anschlusstreffer für Lyon durch Thomis. Kurz vor der Halbzeit verkürzt Lyon auf 1:2. (Foto rechts oben)

Halbzeit
Die Zuschauer sehen ein interessantes und auch torreiches Halbfinale. Sicher ist, dass das Spiel nach 90 Minuten zu Ende ist.
Beim Halbzeitstand von 2:1 ist eine Verlängerung ausgeschlossen.

Anpfiff zur zweiten Halbzeit
Lyon versucht es mit einem Weitschuss, der jedoch direkt auf die Duisburger Torhüterin geht. Im Gegenzug senkt sich eine missglückte Flanke von Oster knapp über das Lyoner Tor.
Lyon hat in der Halbzeit ausgewechselt. Für Dickenmann ist Henry auf den Platz gekommen. Und genau diese Henry setzt einen Schuss aus 16 Meter in der 52. Minute knapp neben den linken Pfosten. 

Elfmeter für den FCR! Inka Grings läuft wieder mal allein auf das Tor zu und wird im Strafraum gefoult. Linda Bresonik läuft an und versenkt den Ball in der linken unteren Ecke.

Der FCR führt in der 54. Minute mit 3:1
Lyon muss jetzt alles auf die Offensive setzen, was den Duisburgerinnen Konterchancen eröffnen dürfte. Martina Voss wechselt aus, für Oster kommt in der 59. Minute Knaak.
Im Gegensatz zu der missglückten Generalprobe im Nachholspiel gegen Bayern München sind die Duisburgerinnen heute hellwach und nutzen auch ihre Torchancen.
Nach langer Verletzungspause steht Simone Laudehr (Foto links) wieder auf dem Spielfeld.  Für sie hat Lira Bajramaj Platz gemacht. 
75 Minuten sind gespielt. Der FCR hat die Tür zum Finale ganz weit aufgestoßen. Und die Mannschaft von Martina Voss macht auch nicht den Fehler, sich hinten rein zu stellen sondern sucht weiterhin ihre Chancen. 78. Minute - Laudehr setzt sich auf der linken Seite durch, überläuft eine Abwehrspielerin und schießt aus 8 Meter aus halblinker Position knapp über den linken Winkel.
In der 79. Minute gibt es die erste Gelbe Karte in diesem bis dato fairen Spiel. Nécib sieht den gelben Karton. Bresonik in der 84. Minute vier Abwehrspielerinnen aus, trifft den Ball aber aus 13 Meter nicht richtig, so dass die Torhüterin den Ball aufnehmen kann.
Der FCR lässt Lyon keinen Raum für den Spielaufbau und greift immer noch bereits in der gegnerischen Hälfte an.
90. Minute - Ecke für den FCR. Das müsste eine der letzten Aktionen in diesem Spiel sein. Doch nicht, vier Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.
Lyon wirft fast alles nach vorne, bleibt aber immer wieder in der Duisburger Abwehr hängen.
 
Schlusspfiff
 

Der FCR 2001 Duisburg hat verdient das Finale des UEFA-Cups erreicht! Im heutigen Spiel haben die Duisburgerinnen von Beginn an das Spiel bestimmt und auch in der Höhe verdient gewonnen. Einen kleinen Wermutstropfen hätte ich aber doch: Warum hat sich die Mannschaft am Mittwoch im Nachholspiel gegen München nicht ähnlich präsentiert?

Im Finale trifft der FCR auf Duisburgs Partnerstadt Perm, denen ein Unentschieden (2:2) zum Weiterkommen reichte. Das Hinspiel wird am 16.05.2009 in Perm (Russland/Ural), das Rückspiel am 23.05.2009 in Duisburg, wahrscheinlich im PCC-Stadion, stattfinden.
 
So sehen Sieger aus!

Stimmen zum Spiel

Oberbürgermeister Sauerland:
"Das habe ich so erwartet. Die Mädels hätten schon in Lyon gewinnen können. Jetzt fahren wir auch zum Spiel in unsere Partnerstadt Perm."

Farid Benstiti: "Ich gratuliere dem FCR zum Sieg. Die Duisburgerinnen haben in beiden Spielen gut gespielt und stehen verdient im Finale."

Martina Voss: "Wir sind in beiden Spielen sehr dominant aufgetreten. Man kann einen Traum träumen oder leben. Wir leben diesen Traum immer noch. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat heute wieder ihr wahres Gesicht gezeigt. Der Torwart war da, als er gebraucht wurde. Auch die Abwehr hat heute stark gespielt. Wichtig war, dass wir in Führung gegangen sind. Damit hatte Lyon, die in ihrer Liga dominieren und das nicht gewohnt ist, Probleme. Nach dem 3:1 fiel mir auch nichts mehr ein."


Teammanager Oster (im schwarzen "Yes, we can FINALE"-Trikot): "Man darf auch mal ein paar Tränen zeigen. Ich bin sehr stolz."

Tore: 
1:0 - Grings - 38. Minute 
2:0 - Grings - 43. Minute
2:1 - Thomis - 45. Minute
3:1 - Bresonik - 54. Minute

Schiedsrichterin: Kirsi Savolainen (FIN)
Assistentinnen  : Tonja Paavola (FIN), Anu Jokela (FIN)
 
Zuschauer: 3.250

FCR 2001 Duisburg: Längert - Oster(59. Knaak), Fuss, Krahn, Popp, Maes, Kiesel, Bresonik, Hegering (90.+2 van Bonn), Bresonik, Grings, Bajramaj (67. Laudehr)
Vertrag über zwei Jahre unterschrieben: Torfrau Ursula Holl kommt zum FCR
Sonntag, 14 Uhr: FCR 2001 im UEFA-Cup-Halbfinale: Löwinnen fiebern Spiel des Jahres entgegen
Vertrag über zwei Jahre unterschrieben: Torfrau Ursula Holl kommt zum FCR
Duisburg, 3. April 2009 - Der FCR 2001 Duisburg meldet den ersten Neuzugang für die nächste Saison. Der aktuelle UEFA- und DFB-Pokal-Halbfinalist hat Ursula Holl für zwei Jahre unter Vertrag genommen.
Die 26jährige Holl ist derzeit Torhüterin beim Ligakonkurrenten SC 07 Bad Neuenahr und die aktuelle Torfrau Nr.2 der
DFB-Nationalmannschaft.
Die gebürtige Würzburgerin hat in ihrer Karriere schon viele Erfolge feiern können, so wurde sie 2002 und 2006 UEFA-Women’s-Cup-Siegerin und gewann, ebenfalls mit dem 1.FFC Frankfurt, viermal die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal.
Diese Verpflichtung dient dem Ziel der FCR-Führung, drei Torhüterinnen auf Bundesliga-Niveau im Kader zu haben.

Der FCR 2001 Duisburg fiebert dem bisherigen Saison-Höhepunkt entgegen
Am Sonntag, 5.April, 14 Uhr, wird das  UEFA-Women’s-Cup-Rückspiel gegen Olympique Lyon im Homberger PCC-Stadion angepfiffen.
 Trotz des Achtungserfolges im Hinspiel (1:1) sind für Cheftrainerin Martina Voss auch am Sonntag die Gäste klarer Favorit: „Lyon hat uns vor einer Woche unterschätzt, jetzt aber werden sie alles daran setzen, das Finale noch zu erreichen – und wie jeder sehen konnte, haben sie besonders in der Offensive auch das Potential dafür.“
Wie wichtig den Gästen dieser Erfolg ist, belegen zwei Tatsache eindrucksvoll: Die Mannschaft reist nun schon am Freitag an und für Sonntag hat sich nun sogar der mächtige Präsident des Gesamtvereins, Jean Michel Aulas, angemeldet. Aulas ist ein erklärter Fan des
Frauen-Fußballs, hat die Truppe mit einem Millionen-Etat ausgestattet und erwägt sogar, eventuell die UEFA zu verklagen, weil es der europäische Verband erlaubt hat, dass zwei Lyoner Spielerinnen vor diesem Halbfinale in die USA wechseln konnten.

Längert und Popp wahrscheinlich fit

In diesen Dimensionen denkt der FCR natürlich nicht, doch ist die Mannschaft wild entschlossen, zum zweitenmal nach einer bitteren Punktspiel-Niederlage gegen Lyon zurückzuschlagen.
Ob Alexandra Popp dabeisein kann, ist noch nicht sicher; zumindest heute (Freitag), ist die Verletzung aus dem Bayern-Spiel noch nicht auskuriert.
Voss hofft natürlich auf ihren Einsatz – und ist auch zuversichtlich, dass Torfrau Kathrin Längert bis Sonntag wieder fit ist. Über die Aufstellung macht sich die Cheftrainerin noch Gedanken – möglicherweise werden die Löwinnen mit denselben 10 Feldspielerinnen auflaufen wie im Hinspiel. Zur Taktik nur soviel: „Auf Null zu Null spielen können wir auf keinen Fall,“ weiss Voss, „wir werden alles geben, um dem Favoriten erneut Paroli zu bieten“. Morgen, Samstag, wird noch einmal um 14.30 Uhr am Waldborn in Rumeln trainiert.

Verein hofft auf viele tausend Fans

Voss sowie der gesamte Vereinsvorstand mit Guido Lutz, Dieter Oster und Uschi Baak, aber auch alle ehrenamtlichen Helfer hoffen nun auf mindestens 3.500 Zuschauer am Sonntag. Lutz: „Es ist sehr schwer für einen so kleinen Verein, eine solche Veranstaltung zu stemmen. Wir haben uns alle Mühe gegeben, um einen reibungslosen Verlauf zu ermöglichen. Nun setzen wir auf unsere vielen Fans und alle Fußballfreunde aus Duisburg und vom Niederrhein.“
Und die werden noch einmal gebeten, möglichst ohne Auto anzureisen; die Verbandsstraße hat nur sehr geringe Kapazitäten, der Bürgermeister-Wendel-Platz ist durch einen Trödelmarkt belegt; noch nicht sicher ist, ob auf der Lauerstraße geparkt werden darf.
Innerhalb des Stadions ist jedenfalls nur der Aschenplatz als Parkplatz nutzbar. Der VfB Homberg als Pächter der Anlage erhebt hier eine Parkgebühr von 3 Euro.

Große Delegation des DFB

Erfreulich ist, dass sich der DFB mit einer mehr als 40köpfigen Delegation angesagt hat, an der Spitze mit Präsident Dr. Theo Zwanziger und Ehefrau, auch 400 junge Spielerinnen eines DFB-Lehrgangs in Wedau werden bei diesem Topspiel dabei sein – ebenso wie die ARD: Das 1.deutsche Fernsehen reist mit 95 Mitarbeitern an und überträgt live; durch den notwendigen Fernsehturm wird der Blick auf die Anzeigentafel allerdings beschränkt sein.
Einlass ist ab 12 Uhr, für die Pause hat der FCR-Partner Stadtwerke einen Torschuß-Wettbewerb vorbereitet, außerdem wird eine Liveband für die nötige Stimmung vor dem Spiel sorgen.

Verkehrsplanung beim UEFA-Halbfinale:
Parkplatz am Friedhof – Polizei leitet Verkehr

Der FCR 2001 gibt in Zusammenarbeit mit der Polizei noch weitere, wichtige Tipps zum europäischen Halbfinale im Frauen-Fußballturnier am Sonntag, 14 Uhr, im PCC-Stadion in Homberg:
- Der Bürgermeister-Wendel-Platz an der Lauerstraße ist wegen eines Trödelmarkt gesperrt.
- Als Parkplatz steht die Friedhofsallee (am Ehrenfriedhof) zur Verfügung.
- Die Polizei teilt mit, dass die komplette Verkehrsleitung übernimmt.
- Es wird noch einmal dringend empfohlen, mit dem öffentlicher Nahverkehr anzureisen, und zwar mit diesen DVG-Linien: Ruhrort-Friedrichsplatz parken, Linie 925 Richtung Baerl, Abfahrt 11:14 Uhr, 12:14 Uhr, 13:14 Uhr bis Haltestelle Stadtbad Homberg. - Zurück immer 6 Minuten nach der voller Stunde.

Grings-Treffer reichte nicht. FCR verliert Spiel und Anschluss
FCR 2001 Duisburg - FC Bayern München 1:2  (0:1)
Jochem Knörzer (Text), Manfred Schneider (Fotos)

Duisburg, 1. April 2009 - Zwischen den beiden UEFA-CUP Halbfinalspielen gegen Lyon mussten die Duisburgerinnen auch noch das Nachholspiel vom 10. Spieltag absolvieren. Diese Ansetzung kann man getrost als "unglücklich" bezeichnen.
Eine Abordnung aus Lyon, darunter Cheftrainer Farid Benstiti, nutze das Spiel zur Beobachtung. Unter den Zuschauern waren auch Nationaltrainerin Silvia Neid und Maren Meinert. Mit Kapitän Ivo Grlic war auch ein Zebra anwesend. 2. von links Silvia Neid, rechts daneben Maren Meinert, darunter Farid Benstiti    

Bayern München begann das Spiel mit einem aggressiven Pressing, schon in der Hälfte des FCR. Und hatte bereits in der zweiten Spielminute Erfolg damit - Banecki stand nach einer Flanke von Links frei vor dem Duisburger Tor und ließ Bellinghoven mit einem Schuss durch die Beine keine Chance.

Der erste Angriff der Duisburgerinnen lief in der fünften Minute über Grings, leider kam niemand zum Abschluss. In der sechsten Minute dann der erste Torschuss durch Bajramaj, der über das Münchener Gehäuse ging. In der siebten Minute setze Inka Grings nach, traf nur den Pfosten. Pech für den FCR. Nur eine Minute später forderten die Duisburger Zuschauer einen Platzverweis für München, als Bresonik fast durch war, jedoch gehalten wurde. Die Schiedsrichterin hatte die Situation anders beurteilt und ließ das Spiel weiter laufen. Turid Knaak trat in der 10. Minute, nach Flanke von Bajramj über den Ball und verpasste so aus vier Meter den Ausgleich. Von Bayern war in der ersten Halbzeit nicht mehr viel zu sehen, die Mannschaft lauerte nach der frühen Führung nur noch auf Konter.
Der FCR war bemüht, Feld überlegen, bleib aber ohne weitere zwingende Torchanchen.
0:1 aus Sicht des FCR. Kein guter Auftakt.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Bayern hellwach und mit aggressivem Pressing in der Hälfte des FCR.
In der 64. Minute der ersehnte und auch verdiente Ausgleich für die Duisburgerinnen.
Nach einem Pass von Oster in den Strafraum läuft Grings auf die Münchener Torfrau zu, spielt sie aus und setzt den Ball in die Maschen. 1:1
Bajramja (Foto rechts), die in der ersten Halbzeit nicht wie gewohnt zur Geltung kam, ist jetzt auffällig viel und gut unterwegs. Sie wechselt immer wieder die Flügel und sorgt so für Druck.

Nur drei Minuten später streift ein Flugkopfball von Grings knapp neben den rechten Winkel.
In der 74. Minute senkt sich eine Flanke gefährlich Richtung Münchener Tor. Leitner kann den Ball gerade noch an den eigenen Pfosten drehen.
In der 82. Minute überläuft die eingewechselte Islacker auf der rechten Seite die Duisburger Abwehr, flankt auf den zweiten Pfosten und Banecki steht zum zweiten Mal in diesem Spiel frei vor Bellinghoven und lässt ihr wieder keine Chance. Bayern führt kurz vor Spielschluss 2:1. Und daran änderte sich auch nichts mehr. Bayern hat mit diesem Sieg zu Potsdam, die im Nachholspiel gegen Frankfurt nur zu einem 2:2 kamen, aufgeschlossen. Frankfurt und der FCR liegen vier Punkte zurück.

Bayern-Trainer Günther Wörle bemühte himmlische Kräfte, um den Sieg zu erklären: "Das war ein Wunder; Duisburg war klar besser, aber ohne fünf absolute Stammspielerinnen in Duisburg zu gewinnen, war auch Glück; das haben wir uns aber hart erarbeitet."

FCR-Cheftrainerin Martina Voss war sichtlich enttäuscht: "Das war nicht nur Glück und Pech. Zum wiederholtenmale sind wir durch eigene Fehler früh in Rückstand geraten, zum wiederholtenmale haben wir die dicksten Chancen nicht für ein Tor genutzt. Ich muss leider sagen, dass meine Mannschaft nicht alles getan hat für den Sieg. Bei einigen Spielerinnen fehlte der letzte Wille, die letzte Konsequenz, dieses Spiel ungedingt zu gewinnen - das war in Lyon anders. Vielleicht haben einige aus meinem Team die ersatzgeschwächten Gäste unterschätzt. Dieses Negativ-Erlebnis macht die Aufgabe gegen die internationale Auswahl von Olympique Lyon jetzt noch schwieriger."

Wie erst die Franzosen die Vorbereitung auf das UEFA-Cup-Halbfinal-Rückspiel nehmen - und wie sehr sie noch an ihre Chance glauben (Hinspiel 1:1), zeigt die Tatsache, dass Lyon gleich mit einer 6er-Delegationn angereist war - einschließlich Präsident und Cheftrainer.

Tore:
0:1 S. Banecki (2.)
1:1 Grings (64.)
1:2 S. Banecki (82.)
Zuschauer 1630

FCR 2001 Duisburg: Bellinghoven - Oster (64. Hegering), Fuss, Hauer, Popp (45. Schröder), Maes, Kiesel, Bresonik, Knaak (29. van Bonn), Grings, Bajramaj
FC Bayern München: Leitner - de Pol, Paukner, Baunach, Roth, Behringer, Aigner, Würmseer (75. Islacker), Rech, S. Banecki, Rudelic (54. Bürki)
Schiedsrichter Kunick (Leipzig) Verwarnungen Gelb: Rech, Roth, Aigner