Gegenüberstellung - Ansichten... Duisburgs geografisches Umfeld
 
Die Bedeutung der Innenstadt vor 40 Jahren  -  Innenstadt

Altstadt - Außenhafen  Hochwasser 2. 11. 1924 - Averdunkplatz - Mercatorhaus

Bugplatz um 1850 mit Markttreiben - Beekstraße - Börse / Börsenstraße Buchenbaum Burgacker Brüderstraße/Kamelkirche   Brunnenmeile Kö

Claubergstraße (Märkisch-Bergische -Bank)

Düsseldorfer Straße - Stadtmitte - 110 Jahre D-Bahn
Duisburger Hof (Hotel) am Stadttheater und Gaststätte Kuhtor - Dreigiebelhaus

Eisenbahnen

Friedrich-Wilhelm-Straße/Mercatorstraße IHK

Gläserner Hut am Hbf - Gutenbergstraße  "Gelber Bogen" Karl-Lehr-Straße

Hauptbahnhof vor 1930 - 1958 - heute    Hochwasser 2. November 1924

Innenhafen Innenstadt (Altstadt)

 

Kaufhof  - König-Heinrich-Platz - Königstraße - Kuhtor - Landgericht - Knüppelmarkt
Societät am Kuhtor -
König-Brauerei 150 Jahre - Museum Haus Königsberg

Landgericht

Mercatorhalle - Münzstraße - Marientor (Schleuse, Marienkirche)

Neu unter Denkmalschutz  Museum Haus Königsberg IHK-Gebäude - Galeria Kaufhof

Oberöderich - Oberstraße

Poststraße

Realschulstraße  - Rheinorange

Stadttheater - Sportpark-Chronik  Parallelkanal - Salvatorkirche - Schwanentor - eigentlich Schwalentor - Sonnenwall - alte Sparkasse - Schifferbörse - Stapeltor  Straßenbahnen

Tonhalle - Tonhallengarten

Universitätsstraße/Universität - Universität Duisburg-Essen

ZeitZeugen

 

1. August 1929 – Eingemeindung des heutigen Duisburger Südens
Mit der Eingemeindung der beiden Städte Ruhrort und Meiderich im Jahr 1905 umfasste das Duisburger Stadtgebiet bereits eine Fläche von 7.073 Hektar. Bei Reichsgründung 1871 hatten Alt-Duisburg, Ruhrort und Meiderich zusammen knapp 50.000 Einwohner. Bis Ende 1929 wuchs die Bevölkerung um das Fünfeinhalbfache. Bis zur Jahrhundertwende stammte der weitaus größte Teil der Zugewanderten aus dem Rheinland, Belgien und den Niederlanden. Dreiviertel der Bevölkerung hatte noch nicht das 40. Lebensjahr erreicht. Davon waren allerdings nur etwa 50 Prozent im arbeitsfähigen Alter.
Oberbürgermeister Karl Jarres bezeichnete den Zuwachs der Bevölkerungszahl als beängstigend, da nicht genügend Fläche für die Wohnbebauung zur Verfügung stand. Der Stadt standen nur etwa 300 Hektar zur Neubebauung zur Verfügung. Karl Jarres schlug deshalb vor, das Stadtgebiet unter Einbeziehung der linksrheinischen Städte Homberg und Rheinhausen sowie des nördlichen Teils des Landkreises Düsseldorf und der Stadt Hamborn zu erweitern. Waren es im Jahr 1870 in Alt Duisburg 28.865, in Ruhrort 13.421 und Meiderich 9.349 Einwohner, so stieg die Zahl nach der Vereinigung am 1. Dezember 1905 auf 192.346 und bis zum 31. Dezember 1928 auf 277.671!

Entwicklung des Duisburger Stadtgebietes bis 1929
Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg hatten das Problem einer vernünftigen kommunalen „Flurbereinigung“ zu einer Lebensfrage des Industriebezirks werden lassen. Im Süden grenzte die Gemeinde Duisburg an den Landkreis Düsseldorf. Ein Kuriosum war es,
dass der industriell hoch entwickelte Stadtteil Wanheim Angerhausen vom übrigen Duisburger Stadtgebiet durch einen einspringenden Teil des Landkreises Düsseldorf, dem „Eichelskamp“, abgeschnitten war.
Das Hauptinteresse an der vom Regierungspräsidenten in Düsseldorf vorgeschlagenen Eingemeindung im Süden waren neben den riesigen Freiflächen für die Deckung des Wohnungsbedarfs auch die wirtschaftlichen Reize durch die Industriebetriebe Curtius, Mannesmann und die Hahnschen Werke, die man als Einheit mit dem Industriegebiet
 in Wanheim sah, und deren Frachtverkehr (Ausnahme Hahnsche Werke) über die Anschlussbahn von Hochfeld, aus erfolgte. Hier wurde eine Verlängerung nach Mündelheim diskutiert.
Der Stärkung seiner Position als wichtigem Verkehrsknotenpunkt und Güterumschlagplatz kam die Einbeziehung des riesigen Rangierbahnhofes in Wedau gerade recht. Hinzu kamen im Süden wichtige Verkehrszusammenhänge der Eisenbahn mit dem Bahnhof Großenbaum (Strecke Großenbaum Rahm Düsseldorf), den man vom Hauptbahnhof in 8 Minuten erreichen konnte, der Schnellbahn (D Bahn nach Düsseldorf) und der Straßenbahn. Eine Verlängerung der Linie 8 von Hüttenheim über Mündelheim, Serm nach Huckingen war ebenfalls ins Auge gefasst und eine weitere Straßenbahnlinie über den Kalkweg nach Wedau – Bissingheim!

Die Versorgung durch das Bockumer Wasserwerk war ein weiterer Gesichtspunkt bei der Eingemeindungsfrage. Für die neuen Siedlungserweiterungen im Süden war schon lange eine Gemeinschaftskläranlage in Ehingen geplant. Für einen Teil von Huckingen war der Kanalanschluss an das Duisburger Netz beschlossen. Im Gesundheitswesen gehörte das St. Anna Krankenhaus bereits zur „Krankenhaus Vereinigung Duisburg und Umgegend“.
Die Forderung der Stadt Duisburg nach einer Erweiterung ihres Stadtgebietes nach Süden war somit nichts anderes als die Folge der Industrialisierung und der wirtschaftlichen Zusammenballung am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr!
Die Kreisverwaltung in Düsseldorf widerstrebte natürlich den Eingemeindungswünschen, während man in Duisburg dafür warb, die Expansionswünsche einer Großstadt zu respektieren und deren Recht zur Entfaltung. Die Grenzen des Landkreises seien nicht „sakrosankt“, sprich, unantastbar.

Am 1. August 1929 wurde schließlich die Stadt Hamborn mit 129.828 Einwohnern und die Teile des Amtes Angermund, die heute den Duisburger Süden bilden, nach Duisburg eingemeindet.
Der Plan, auch linksrheinische Gebiete einzugemeinden und das zwischen den Städten Düsseldorf und Duisburg zum Landkreis Düsseldorf gehörende Gebiet zu gleichen Teilen zwischen den beiden Städten aufzuteilen wurde ebenso verworfen wie der Plan einer Ruhrmündungsstadt. Die neue Stadt erhielt als Zugeständnis an Hamborn zunächst den Namen Duisburg-Hamborn. Der Name wurde 1935 in Duisburg geändert. Harald Molder

 

Begehrtes Objekt der Stadt Duisburg – Der Rangierbahnhof in Wedau

Gerade in den 30er Jahren wurde die Süd Erweiterung des Stadtgebietes für Siedlungsneubauten genutzt

Und auch die Industriebetriebe – hier die Mannesmann Werke in Huckingen – standen ganz oben auf der Liste

Das alte Bürgermeisteramt in Angermund

Das alte Säuglingsheim in Buchholz am Altenbrucher Damm wurde die erste Verwaltungsstelle im neuen Bezirk Duisburg