- Portsmouth (Vereinigtes Königreich) --Calais (Republik Frankreich)
- Lomé (Togolesische Republik, zur Zeit ruhend)
- Wuhan (Volksrepublik China) - -Vilnius (Republik Litauen) - Gaziantep (Türkei)
- Perm (Russland) 
- Stadtteilpartnerschaft:
- Präsident von Staten Island erklärte Neudorf mit Urkunde zur Schwesterstadt von New Dorp (Statetn Island/New York)

Viel Neues auf die Schiene gesetzt
Duisburgs Städtepartner Portsmouth, Calais, Vilnius und Perm waren zu Gast

Duisburg, 11. Dezember 2008 - Vom 27. November bis 1. Dezember begrüßte die Stadt Duisburg Delegationen aus ihren vier europäischen Partnerstädten Portsmouth (England), Calais (Frankreich), Vilnius (Litauen) und Perm (Russland). Die Gäste zeigten sich hoch interessiert an den aktuellen Entwicklungen in unserer Stadt und absolvierten in wenigen Tagen ein straffes Arbeitsprogramm. Neue bilaterale Kontakte entstanden, konkrete  Vereinbarungen wurden geschlossen.
So fachsimpelten zum Beispiel der Rektor der Staatlichen Technischen Universität Perm und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Universität Duisburg-Essen mit dem Institut für Schiffstechnik und Transportsysteme über Kooperationen in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Schiffstechnik und Hydromechanik. Außerdem besuchte die Delegation aus Perm gemeinsam mit den französischen Gästen aus Calais die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, verbunden mit einer Präsentation der IHK und des Standortes Niederrhein. Die IHK Perm setzte die Kontakte in einem Fachgespräch mit der Duisburger Wirtschaftsförderung mit dem Ziel einer  Unternehmerreise fort.
Unterdessen besuchten die britischen Gäste aus Portsmouth unter Leitung des Lord Mayor Richard Jensen das Albert-Einstein-Gymnasium in Rumeln-Kaldenhausen und brachten eine neue Schulpartnerschaft mit der Milton Cross School in Portsmouth auf den Weg. Anschließend besuchten sie das Sophie Scholl Berufskolleg und fanden dort den erwünschten Fachkontakt im Bereich der Lebensmitteltechnik. Die Marxloher Schule ihrerseits suchte und fand im Rahmen der Delegationsbesuche den erhofften Fachaustausch bei der Ausbildung von Restaurantfachkräften mit der Partnerstadt Calais.
Großen Raum nahmen Gespräche mit Kulturschaffenden im Zuge der Vorbereitung des Kulturhauptstadtjahres Ruhr2010 ein. Mit den Gästen aus Vilnius wurde ein Jugendtheaterprojekt diskutiert, später führten alle Partnerstädte ein Gespräch mit dem Duisburger Musiker Peter Bursch über das seit fünfzehn Jahren erfolgreiche Euro-Rock-Projekt, das in den Kulturhauptstadtjahren 2009 in Vilnius und 2010 im Ruhrgebiet stattfinden soll. Ein weiteres Kunstprojekt, das 2010 alle Duisburger Partnerstädte verbinden soll, wurde vorgestellt.
Schließlich wurde in den Arbeitsgesprächen zwischen Duisburg und Portsmouth damit begonnen, das Städtepartnerschaftsjubiläum 2010 vorzubereiten. Sechzig Jahre ist die älteste Duisburger Städtepartnerschaft dann alt.

Partnerstadt Portsmouth ehrt Abteilungsleiter der VHS

Duisburg, 20. Mai 2008 - Eine hohe Auszeichnung der Stadt Portsmouth wurde jetzt einem Duisburger Bürger zuteil. Die englische Partnerstadt verlieh Günter Reichwein den "Civic Award" und ehrte damit sein langjähriges Engagement für die Partnerschaft der beiden Städte.
Oberbürgermeister Adolf Sauerland gratulierte dem ehemaligen Abteilungsleiter der Volkshochschule Duisburg zu dieser würdigen Anerkennung seiner großen Verdienste um die älteste Städtepartnerschaft und die engen und guten Beziehungen zwischen Duisburg und Portsmouth, die er seit Jahren ebenso ideenreich wie verlässlich mit gestaltet.
Günter Reichwein war Abteilungsleiter Sprachen der VHS und ist jetzt in der Freizeitphase der Altersteilzeit.

Erfolgreicher erster Besuch in San Pedro Sula

Duisburg, 15. April 2008 - Mit tiefer gehenden Eindrücken, wertvollen Kontakten und einem ganzen Bündel von Projektideen sind Oberbürgermeister Adolf Sauerland und die Mitglieder einer städtischen Delegation aus Honduras zurückgekehrt. Nachdem Ende Februar der Vize-Bürgermeister der Stadt San Pedro Sula, Dr. Eduardo Bueso, in Duisburg die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet hatte, stand in der ersten Aprilwoche der offizielle Gegenbesuch auf dem Programm.

Bild links: Der Oberbürgermeister von San Pedro Sula, Rodolfo Padilla Sunseri, überreicht den Stadtschlüssel an Duisburgs OB Adolf Sauerland

Neben Oberbürgermeister Sauerland gehörten der Delegation Bürgermeisterin Doris Janicki, die Ratsfrauen Andrea Demming-Rosenberg und Petra Vogt sowie Dezernent Karl Janssen an.
Der Aufenthalt in der honduranischen Partnerstadt, die als eine der aufstrebenden Metropolen Zentralamerikas gilt, war von einem umfänglichen Arbeitsprogramm bei Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius gekennzeichnet. Überraschungsgast beim Festakt im Rathaus von San Pedro Sula war kein geringerer als Honduras Staatspräsident Manuel Zelaya Rosales. In seiner Ansprache würdigte das Staatsoberhaupt die wirtschaftliche Dynamik der beiden Partnerstädte und stellte heraus, dass Duisburg und San Pedro Sula vor dem Hintergrund der langjährigen deutsch-honduranischen Austauschbeziehungen vorzüglich zueinander passen. Er beglückwünschte die Bürgerinnen und Bürger beider Städte zu ihrer neuen Verbindung.
Bild rechts: San Pedro Sulas OB Rodolfo Padilla Sunseri, sein Vize Dr. Eduardo Bueso (rechts) und OB Sauerland bei der Enthüllung der Namenstafel für die Duisburg-Brücke

Den Grüßen des deutschen Botschafters in Honduras Paul Resch schloss sich die Ansprache von Oberbürgermeister Rodolfo Padilla Sunseri an, der die Gegenseitigkeit der neuen Partnerschaft herausstellte. Als Willkommensgeste wurde dem Duisburger Oberbürgermeister symbolisch der Stadtschlüssel von San Pedro Sula verliehen. Einem Brückenzug an der zentralen Verbindungsachse zwischen San Pedro Sula und der Honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa wurde feierlich der Name „Duisburg“ verliehen.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland und der Honduranische Staatspräsident Manuel Zelaya Rosales

Das weitere Programm bestimmten Besuche und Kooperationsgespräche mit Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie Sozialeinrichtungen wie dem Kinderheim Hogar San Rafael, das am Stadtrand von San Pedro Sula ehemalige Straßenkinder beherbergt. Auch ein Gespräch mit dem Chef des Hafens von Puerto Cortés, eines der umsatzstärksten Logistikstandorte Zentralamerikas, stand auf dem Programm. Freude gab es bei den Mitgliedern der Feuerwehr von San Pedro Sula, den „Bomberos“: Duisburgs Feuerwehrchef Stefan Crain überreichte Fotos und Papiere von zwei ausgemusterten Löschfahrzeugen, die per Überseecontainer auf dem Weg nach Honduras sind, wo sie noch einige Jahre gute Dienste leisten sollen. Zum Dank wurde „Commandante Crain“ zum „Bombero“ ehrenhalber ernannt.
Bei Gesprächen mit der Industrie- und Handelskammer und Unternehmern der Partnerstadt wurde deutlich, dass die dortigen Wirtschaftsförderungsstrukturen optimiert werden können. Duisburg wird dabei helfen. Die Delegationsteilnehmer waren sich einig, dass Honduras und das Wirtschaftszentrum des Landes, San Pedro Sula, vorzügliche Potenziale etwa in den Bereichen Logistik oder Tourismuswirtschaft bietet.

Kaum war der „Jet-Lag“ der Rückreise überstanden, bat Oberbürgermeister Sauerland die Delegationsteilnehmer zum Auswertungsgespräch ins Rathaus. Sein Fazit: „Es war überaus beeindruckend, wie herzlich und respektvoll die Honduraner vom einfachen Landarbeiter bis zum Staatspräsidenten die Duisburger Delegation willkommen hießen. Menschlich stimmt die Chemie auf jeden Fall, und das ist die wichtigste Voraussetzung für eine gewinnbringende Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren werden. Es hat mich fasziniert, wie vielfältig die Kooperationsmöglichkeiten sind, die sich bei unserem Besuch in der neuen Partnerstadt abzeichneten. Eins steht fest: Die neue Partnerschaft wird zu unseren aktivsten gehören und ganz sicher keine Einbahnstraße sein.“

Neue Städtepartnerschaft mit Honduras San Pedro Sula

Duisburg, 25. Februar 2008 - Mit einem offiziellen Festakt wurde am 25. Februar im Duisburger Rathaus die Städtepartnerschaft mit San Pedro Sula begründet.
 

Unterzeichneten Duisburgs achten Städtepartnerschaftsvertrag: Oberbürgermeister Adolf Sauerland (links) und Vize-Bürgermeister Dr. Eduardo Bueso

 

Oberbürgermeister Adolf Sauerland und Vize-Bürgermeister Dr. Eduardo Bueso unterzeichneten im Beisein einer Delegation aus Honduras, unter ihnen der Botschafter des mittelamerikanischen Landes, S. E. Roberto Augusto Martinez, sowie zahlreicher Gäste aus Politik und Verwaltung den Partnerschaftsvertrag. Anschließend trugen sich die Gäste ins Goldene Buch der Stadt ein.
OB Sauerland betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von Städtepartnerschaften allgemein: "Internationalität wird in Duisburg gelebt!" sagte er mit Blick auf die bereits achte Partnerschaft. Er verwies außerdem auf die guten Kontakte der in Duisburg ansässigen Kindernothilfe zu Honduras. Deren Vorstandsvorsitzender Dr. Jürgen Thiesbonenkamp wünschte der neuen Partnerschaft ebenso alles Gute wie Irene Janssen, die Vizepräsidentin der Deutsch-Honduranischen Gesellschaft.
Vize-Bürgermeister Dr. Eduardo Bueso schließlich übermittelte herzliche Grüße von den Einwohnern San Pedros Sulas und bezeichnete Duisburg als "Stadt in unserem Herzen".

Duisburg vertieft Freundschaft zur chinesischen Hafenstadt Qingdao

Duisburg, 21. Januar 2008 - Am 20. Januar 2008 hat Oberbürgermeister Adolf Sauerland mit seinen Amtskollegen aus Essen und Wuppertal sowie dem Düsseldorfer Regierungspräsidenten Jürgen Büssow auf der einen Seite und dem stellvertretenden Bürgermeister von Qingdao, Ma Shizhong, auf der anderen Seite eine Freundschaftsvereinbarung zwischen beiden Regionen unterzeichnet.
V.L.: Wuppertals OB Peter Jung, Duisburgs OB Adolf Sauerland, Essens OB Dr. Wolfgang Reininger, Qingdaos stellvertretender Bürgermeister Ma Shizhong und Regierungspräsident Jürgen Büssow nach der Vertragsunterzeichnung

Die chinesische Hafenmetropole wird im Sommer Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe und präsentiert sich mit einem großen Stand auf der Messe „Boot“ in Düsseldorf. Dort wurde auch die neue Freundschaft besiegelt.
„Wir wollen mit dieser Vertragsunterzeichnung einen neuen Weg beschreiten in den traditionell guten Beziehungen zwischen deutschen und chinesischen Gemeinden und dabei Qingdao auf neue Weise kennen lernen“, sagte Regierungspräsident Büssow in seiner Begrüßungsrede.
Auf seine Initiative hin ist diese Vereinbarung entstanden. Und der Regierungspräsident konnte seine Begeisterung über die wirtschaftlich boomende Acht-Millionen-Stadt Qingdao kaum verbergen: „Qingdao beeindruckt durch zahlreiche weltweit marktführende Wirtschaftsunternehmen. Dazu zählt beispielsweise die Haier Group als einer der größten Hersteller ‚weißer Consumer-Ware’ weltweit und das führende Elektronik- und IT-Unternehmen Chinas oder der Elektronik-Riese Hisense.“ Büssow nannte auch Beihai Shipbuilding Heavy Industries, eine Schiffswerft, die sich auf Schiffsreparaturen und den Bau von Rettungsbooten und Bohrinseln spezialisiert hat und sich anschickt, eine der größten Werften der Welt zu werden.
„Wir wissen, dass chinesische Firmen in Zukunft nicht nur als Subunternehmer für europäische Firmen Zulieferer bleiben wollen, sondern mit eigenen Marken, eigenem Brand auf die europäischen Märkte drängen. Sie wollen sich an deutschen Firmen beteiligen und sich mit eigenen Firmen in Deutschland zur Herstellung von Qualitätsprodukten niederlassen“, begründete Büssow sein Interesse an einer engeren Verzahnung der „Rhein-Ruhr-Wupper-Region“ mit Qingdao.

„Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich und freue mich, dass Duisburg mit im Boot ist“, sagte Oberbürgermeister Sauerland nach der Vertragsunterzeichnung und führte weiter aus: „Ich erhoffe mir nicht nur eine Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Häfen, sondern Kooperationen auch darüber hinaus.“ Bei der Vertragsunterzeichnung waren auch Duisburgs Hafenchef Erich Staake und der frühere IHK-Hauptgeschäftsführer Hans-Jürgen Reitzig, der zurzeit einen Lehrauftrag in der Region Qingdao hat, anwesend.
Zwischen beiden Städten hat es bereits mehrfach Kontakte gegeben. Oberbürgermeister Sauerland hatte zuletzt 2006 auf einer Wuhan-Reise Zwischenstopp in Qingdao gemacht. Damals hatten auch die deutschen Einflüsse im Stadtbild von Qingdao, die noch aus der Kolonialzeit stammen, den Duisburger OB beeindruckt. Oberbürgermeister Adolf Sauerland lud Ma Shizhong zu einem Besuch nach Duisburg ein und wurde von diesem sofort zu einem Besuch in Qingdao eingeladen.

„Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ – Mit diesem Zitat aus dem Filmklassiker „Casablanca“ schloss Büssow seine Ansprache, und Oberbürgermeister Sauerland nickte zustimmend.

Nach der Vertragsunterzeichnung tauschten Adolf Sauerland und Ma Shizhong Geschenke und Besuchseinladungen aus (re.)

Chinareise mit vielen wirtschaftlichen Kontakten, medizinische Kooperation mit den Kliniken
Konfuzius-Institut für Duisburg? Duisburger Delegation mit vielfältigen und positiven Eindrücken
Fußballteam der Superleague mit einer 62 000-Mann-Arena -  Von Harald Jeschke

Englischsprachige Website der Stadt Qingdao

Duisburg, 23. November 2006 - Es gilt immer noch: Wenn einer eine Reise tut...
Die Eindrücke der Duisburger Delegation unter der Führung von Oberbürgermeister Adolf Sauerland waren nur eine zweistellige Stundenzahl nach der Rückkehr bei Vertretern der Verwaltungsspitze der Stadt noch sehr intensiv. Wie intensiv die Eindrücke sind, die die Duisburger in China gemacht haben, wird sich in naher Zukunft zeigen, einige konkrete partnerschaftliche Kooperationen stehen schon an.
Der Start begann mit Hindernissen, als ein zunächst galanter Helfer beim Gepäckeinladen der Dolmetscherin sich als Trickdieb entpuppte und die Börse mit dem wichtigen Reisepass und Visum weg war. Schnelle und unbürokratische Hilfe seitens der deutschen Behörde wie aber auch vom Konsulat Chinas in Frankfurt sorgten für Entspannung.

Wohin ging der zehnstündige Flug? Zunächst in die Duisburger Partnerstadt Wuhan (8,5 Millionen Einwohner) mit einer Übernachtung in Peking. Dann einen Tag später gab es in Wuhan Kontakte mit dem Oberbürgermeister Wuhans und der Eröffnung eines Wirtschaftssymposiums. "Dabei waren wir auch im Frühstücksfernsehen der Provinz mit der Kleinigkeit von 136 Millionen Einwohner präsent", erzählte Dr. Peter Greulich. Duisburg hat in Wuhan aufgrund der lange gepflegten Kontakte einen sehr guten Namen.

Es geht um die neue Kooperation mit einem "Chinesisch-deutschen-Freundschaftshospital" . Dies ist erst der Arbeits- bzw. Zwischentitel, hinter dem sich der Austausch von medizinischen Traditionen aus China und Ärzten sowie der technischen Ausrüstung durch Siemens verbirgt. Die Kooperation mit Duisburg wird die städtischen Kliniken ins Spiel bringen.  "Es wird zum Austausch von Ärzten kommen, die zum einen westliche Medizinstandards und die Sprache kennen lernen wollen, aber es geht auch wechselseitig um die Erkenntnisse aus der traditionellen chinesischen Medizin, um Abbau von Sprachbarrieren", erklärte Stadtdirektor Dr. Peter Greulich. Der Austausch dieser Ärzte erfolgt über einen zulässigen Zeitraum, wobei die Stadt Unterkunft und Verpflegung stellt. Es geht um den Aufbau eines medizinischen Zentrums in Duisburg, wobei es Ziel ist, die Erlaubnis der Bezirksregierung zu erhalten, um hier auch praktizieren zu können. Es geht aber auch um wirtschaftlichen Aspekte. Die Umsetzung soll 2007 erfolgen.

Die Reise muss dreigeteilt gesehen werden. Der erste Teil lag im juristischen Bereich. "Es gab ein Juristentreffen mit dem Justizbüro und einer der größten zusammen arbeitenden Kanzlei (etwa 30 bis 40 Kanzleien unter einem Hut), die die viertgrößte Kanzlei in China stellen", erklärte Rechtsdezernent Wolfgang Rabe. Und: "Es ging um Standortfaktoren, um Handels- und Zivilrecht und um die Möglichkeit deutscher Juristen, Kontakte herstellen zu können. Wir würden diese Kontakte gern mit hiesigen Kanzleien herstellen."

Teil drei der Reise beschäftigte sich mit dem Abstecher nach Qindao und der Möglichkeit, ein Konfuzius-Institut in Duisburg zu installieren. "Professor Lothar Zechlin von der Uni Duisburg/Essen hatte hier im Oktober Gespräche geführt. Ein Konfuzius-Institut ist in etwa als Gegenstück des deutschen Goetheinstituts zu sehen. Standorte von solchen Konfuzius-Instituten werden auch von der chinesischen Regierung besucht.
"Das wäre ein dickes Pfund für uns", bekräftigte der OB. Und wie steht es um die Aussichten, so ein Institut von etwa 200 Quadratmeter Größe einzurichten bzw. dass Duisburg den Zuschlag erhält. "Duisburg hat gute Chancen, auch wenn Düsseldorf so ein Institut gern hätte", legte sich der OB fest. Drei Institute gibt es in Deutschland - in Berlin, Nürnberg-Erlangen und Hamburg. Geplant sind neun in Deutschland, weltweit existieren in 46 Ländern 108. Der OB wird den Rat bitten, hier eine Ermächtigung auszustellen.

In Qingdao hatte Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Kontakte geknüpft, die in naher Zukunft Duisburgs Unternehmen zugute kommen sollen. Die Provinz hat eine deutsche Vergangenheit.

 


Von 1897 bis 1914 stand Qingdao unter deutscher Herrschaft. Aus dieser Zeit sind viele Bauten erhalten, so z.B. eine Brauerei, ein Bahnhof, eine katholische und eine protestantische Kirche sowie das Gästehaus des Gouverneurs. Das deutsche „Schutzgebiet“ Qingdao war einer der Schauplätze des Boxeraufstandes von 1900, in dem versucht wurde, die Kolonialherren aus China zu vertreiben. 1913 bestand die Stadtbevölkerung aus 53.312 Chinesen, 2.069 Europäern und Amerikanern, 2.400 Soldaten der Garnison, 205 Japanern und 25 anderen Asiaten.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs, am 7. November 1914, wurde Qingdao nach kurzer Belagerung von Japan besetzt.

"Und hier gab es die Bitte um Hilfe. Qingdaos Denkmalschützer und Forscher suchen in Deutschland nach alten Materialien, Fotos oder Berichten. Der Besuch des Hafens von Qingdao war ein Erlebnis, da dieser die Größe von Rotterdam hat. "Allein ein High-Tech-Areal hatte mit 236 Quadratkilometern die Ausmaße Duisburgs", war Ralf Meurer von den Dimensionen und der enormen Wachstum angetan. Es können sich  Verbindungen zum Fraunhofer Institut und dem "Intelligentem Haus" aber auch zur stark expandierenden Firma Haier hergestellt werden. Dieses Unternehmen ist im Sektor Haushalts-Elektrogeräte schon bei OBI und dem Media-Markt in Deutschland aktiv. "Daneben gibt es im Bereich der metallischen Werkstoffe insgesamt noch vier Bereiche, die die Chinesen mit uns aufgenommen haben", ergänzte Ralf Meurer.
Übrigens ist Quingdao die Stadt, die 2008 die olympischen Segelwettbewerbe ausrichten wird. Duisburgs Delegations-Dolmetscherin war völlig überrascht von ihrer ehemaligen Stadt, die sie zehn Jahre nicht sah. Nun sind dort Viertel in Ausmaßen deutscher Städte mit 40- bis 50-geschossigen Gebäuden entstanden. Ein Gegenbesuch mit Firmen und Stadtverwaltung ist angedacht. Übrigens war das Projekt "Gate to Asia" auch in China ein Thema. Übrigens gibt es ein Fußballteam der Superleague mit einer 62 000-Mann-Arena.

 

 

 

 

V.L.: Voller positiver Eindrücke waren Ralf Meurer (GfW-Geschäftsführer), OB Adolf Sauerland, Stadtdirektor Dr. Peter Greulich und Rechtsdezernent Wolfgang Rabe. Foto Manfred Schneider

Stadtteilpartnerschaft des Bürgervereins Duisburg-Neudorf e.V. mit New Dorp (Staten Island, New York/USA)

PROKLAMATION
Wir Staten Islander anerkennen die zahlreichen Beiträge von Deutsch Amerikanern in unserer Gemeinde und in den gesamten Vereinigten Staaten in den Bereichen Recht, Religion, Agrarwirtschaft, Kunst, Musik, Erziehung, Technologie, Architektur, Küche, Theater und Forschung, und Dahingehend waren Deutsche unter den ersten Siedlern auf Staten Island und heute lebt ihr Einfluss weiter in deutschen Restaurants und Kirchen in unserem gesamten Stadtbezirk.

Die Menschen von Duisburg-Neudorf bemerkten den gleich klingenden Namen des Stadtviertels New Dorp in Staten Island und sind gekommen um unseren großartigen Stadtbezirk zu besuchen um Ideen auszutauschen und sich mit unseren Einwohnern und gewählten Vertretern zu treffen in dem Bemühen, eine Stadtteilfreundschaft zwischen unseren beiden Stadtteilvertretungen zu pflegen.
Daher kommen die Staten Islander mit den führenden Kräften aus Duisburg Neudorf zusammen um eine Verbindung als Partnerstädte zu etablieren, und wir, die Menschen aus Staten Island geben unsere besten Wünsche an die Menschen in Duisburg Neudorf und sehen einer langen und produktiven Freundschaft entgegen.

Und daher erkläre ich,
JAMES P MOLINARO

Präsident des Stadtbezirkes Staten Island heute mit Wirkung und der Kraft und der Autorität mit der mich ausgestattet wurde durch das Gesetz der Stadt und des Staates New York
den 17. September 2008 zum STATEN ISLAND / DUISBURG NEUDORF PARTNERSTADT TAG im Stadtbezirk Staten Island

ALS ZEUGNIS HIERFUER bekräftige ich dieses durch meine persönliche Unterschrift und das Siegel des Stadtbezirkes Staten Island
Dieses am 17 ten Tag des September im Jahre des Herrn 2008
James P Molinaro