Politik in Duisburg
Archiv Mai- Juni 2008                                                             



 

 

Oberbürgermeister Sauerland neuer Vorsitzender
der Kommunalen Arbeitgeber in NRW
Duisburg, 20. Juni 2008 - In seiner Sitzung am 19. Juni 2008 in Duisburg hat der Vorstand des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Nordrhein-Westfalen (KAV NW) einstimmig Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland zum neuen Vorsitzer gewählt. Der KAV NW ist der größte von 16 Mitgliederverbänden in der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände.
Die Vertreter des KAV NW sind in den Gremien des Dachverbandes VKA mit Vertretern des Bundes und auch der landesbezirklichen Ebene von NRW beteiligt an der Gestaltung der Tarifpolitik für den Öffentlichen Dienst. Der KAV NW vertritt 1.279 Mitglieder, bei denen mehr als eine halbe Million Menschen beschäftigt sind, und ist somit der größte Arbeitgeberverband in Nordrhein-Westfalen. "Diese Entscheidung ist ein gutes Signal für Duisburg", sagt Oberbürgermeister Sauerland: "Sie signalisiert, dass wir im Konzert der Kommunen und kommunalen Wirtschaft eine deutlich wahrnehmbare Position haben und uns großer Wertschätzung erfreuen. Die Wahl habe ich gerne angenommen, da ich mich als Oberbürgermeister auf eine sehr gut funktionierende Personalverwaltung und viele gut aufgestellte Unternehmen bis hin zu den Stadtwerken und der Sparkasse stützen kann."
Verzögerung in der Beschlussfassung der BV-Süd bei Bauvorlagen
Duisburg, 12. Juni 2008 -In der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 5. Juni 2008 wurde auf Antrag der SPD-Fraktion eine Beratung und Beschlussfassung von vier Vorlagen, so genannten Bauvorlagen, mit der Begründung abgelehnt, die Zustellung sei zu kurzfristig erfolgt. Das Stadtentwicklungsdezernat nimmt dazu wie folgt Stellung:
Mit der Verschiebung der Genehmigungen eines Bauantrages in die Bezirksvertretung wird ein Geschäft der laufenden Verwaltung auf die Bezirke übertragen. Zu prüfen ist im Baugenehmigungsverfahren „einer gebundenen Rechtsentscheidung“, ob ein vorgelegter Antrag den öffentlichen rechtlichen Vorschriften entspricht. Diese Entscheidung ist nach der Bezirkssatzung in Duisburg bei Bauvorhaben, die auf Grundstücke größer als 1.000 qm sind, auf die Bezirke zu übertragen.
Dazu werden die Bezirksämter und im weiteren die Bezirkspolitiker in den Informationsprozess der Verfahrensabläufe der Verwaltung eingebunden. Ihnen steht ein Onlinezugang zur Verfügung und damit erhalten sie sofort Kenntnis über den Eingang eines Bauantrages, eine Liste der Baugesuche, die der Baugesuchskonferenz vorgelegt werden und eine schriftliche Information über die Baugesuche, die zur Entscheidung dem Bezirk vorgelegt werden. Der Onlinezugang ermöglicht so eine termingerechte und umfangreiche Kenntnisnahme der zu beratenden und zu entscheidenden Baugesuche.

Die vier in der letzten Sitzung nicht beratenen und entschieden Beschlussvorlagen beinhalten: den Antrag auf Aufstellung eines Containers auf einem Werksgelände; den Einbau zweier Dachflächenfenster auf einem Dachboden; das Einziehen einer Zwischendecke in einer Halle auf einem Werksgelände sowie die Errichtung eine 12 qm großen Verbindungsgebäudes zwischen einem Gemeindesaal und einer Außentoilette.
Mit der Weigerung, diese Anträge in der Sitzung zu beraten, verschiebt sich die Genehmigung auf die nächste Bezirksvertretungssitzung am 28. August 2008. Damit erhalten die Antragsteller erst Ende August bzw. Anfang September die Genehmigung ihrer Anträge.
Vom Ausländerbeirat zum Beirat für Zuwanderung und Integration
Duisburg, 11. Juni 2008 - "Bis 1999 vertrat der Ausländerbeirat die Interessen der Duisburger Migranten, der erstmals 1985, damals noch auf freiwilliger Basis eingerichtet und gewählt wurde. Im Dezember 1999 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt, mit Genehmigung des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalens der Beirat für Zuwanderung und Integration als Modellprojekt gegründet. Dieses Modell wurde zur Grundlage der Integrationsräte, die im Jahre 2004 erstmals in 60 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen gewählt wurden.
Im Beirat für Zuwanderung und Integration arbeiten gleichberechtigt sechzehn direkt gewählte Mitglieder und acht Ratsvertreter zusammen. Der Beirat setzt sich heute für rund 125.000 Duisburger mit einem Migrationshintergrund ein, zu denen auch eine Vielzahl der bereits Eingebürgerten gehören.

Migration und Integration sind Querschnittsthemen, die alle Belange des öffentlichen und politischen Lebens berühren. Vor diesem Hintergrund ist der Beirat für Zuwanderung und Integration das demokratische legitimierte Gremium, das die Duisburger Migranten vertritt. Aufgabe jedes einzelnen Mitgliedes ist es, den Dialog zwischen den in Duisburg lebenden Kulturen in ihrer ganzen Vielfalt zu führen und den Weg zu gegenseitigem Vertrauen über die kulturellen Unterschiede hinweg zu gehen," stellt Oberbürgermeister Adolf Sauerland den Beirat für Integration und Zuwanderung vor.
"Hauptaufgabe und Ziel ist die Förderung und Sicherung des friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der in Duisburg wohnenden Menschen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Religionen. Ebenso gehört die Weiterentwicklung und Intensivierung des innerstädtischen Integrationsprozesses dazu.
Der Beirat für Zuwanderung und Integration unterstützt alle städtischen und nichtstädtischen Aktivitäten im Bereich der Sprachförderung, die sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richten. Der Beirat für Integration und Zuwanderung setzt sich für eine besser Aus- und Fortbildung sowie Qualifizierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein, um diesen eine bessere Chance auf dem Ausbildungsstellen- und Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Der Beirat für Zuwanderung und Integration wirbt für adäquate Beratungs- und Aufklärungsangebote, die kulturelle und andere Sichtweisen der Migranten beim Umgang mit Krankheit und dem Verständnis von Gesundheit berücksichtigen. Der Beirat für Zuwanderung und Integration erarbeiten zusammen mit den örtlichen Antidiskriminierungsstellen Handlungsperspektiven und Präventivmaßnahmen," beschreibt der Beirat ausschnittsweise seine eigene Arbeit.
" `Erfolgreiche Integrationsarbeit konzentriert sich nicht auf die Herkunft der Menschen, sondern auf die Zukunft der gesamten Gesellschaft. Diese Zukunft müssen wir alle gemeinsam gestalten.' Ziel und Aufgabe des Referates für Integration ist es, auf kommunaler Ebene zur Verbesserung des Zusammenlebens der verschiedenen Nationalitäten, Kulturen und Religionen beizutragen und für die Integration bürgerschaftliches Engagement zu gewinnen," berichtet das Referat für Integration.
"Die Ausweisung und Abschiebung von Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis stellt in vielen Fällen eine große menschliche Härte dar, auch wenn sie dem geltenden Recht entspricht. Daher wurde durch den Rat der Stadt am 4. 5. 2006 eine Aufenthaltsrechtliche Beratungskommission (ABK) für die Stadt Duisburg eingerichtet. Sie soll die Ausländerbehörde bei ihrer Entscheidung beraten und mit ihr gemeinsam nach humanitären Lösungen suchen.
In Duisburg lebende Personen, bei denen die Beendigung des Aufenthalts bevorsteht, haben die Möglichkeit, sich mit einem Antrag an die ABK zu wenden und eine besondere Härte geltend zu machen. Die Kommission berät dann über Möglichkeiten der Hilfestellung für die Ausländerbehörde, zu einer positiven Entscheidung zu kommen oder einen entsprechenden Antrag bei der Landeshärtefallkommission zu unterstützen.
Die Aufenthaltsrechtliche Beratungskommission kann in der Angelegenheit nur einmal bemüht werden, es sei denn, der Sachverhalt hat sich entscheidend geändert. Das Ergebnis der Beratungskommission dient der Verwaltung als Entscheidungshilfe bei Ermessensentscheidungen und hat so empfehlenden Charakter.
Die Aufenthaltsrechtliche Beratungskommission besteht aus fünf ordentlichen und fünf stellvertretenden Mitgliedern, die nicht der Stadtverwaltung angehören. Folgende Organisationen / Verbände stellen jeweils ein ordentliches Mitglied: Amnesty International Gruppe Duisburg, AWO - Integration gGmbH Duisburg, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Duisburg, Diakonisches Werk Duisburg und der Flüchtlingsrat Duisburg.
Antragsberechtigt sind Betroffene, deren Vertreter und Initiativgruppen. Die Anträge sind schriftliche oder zur Niederschrift an die ABK zu richten. Dabei sind alle Gesichtspunkte darzustellen, die für die Annahme einer besonderen Härte sprechen. Dazu gehören u. a. die Länge des Aufenthalts, gesundheitliche Beeinträchtigungen, die soziale und wirtschaftliche Integration in die hiesigen Verhältnisse, der Nachweis, selbst für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen u. ä.." Diese Informationen der Aufenthaltsrechtlichen Beratungskommission seien hier nur ergänzend beigefügt.
"Der Beirat berät den Rat der Stadt, seine Ausschüsse und die Bezirksvertretungen in allen migrationsrelevanten Themen. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sollen gewaltfrei zusammenleben. Antidiskriminierungsarbeit, Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit, die Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen und Wohlfahrtsverbänden, die Bildungs- und Ausbildungsförderung, die Stadt- und Wirtschaftsentwicklung, Sport und Religion sind die Aufgaben des Beirats."
Weiße Schrift auf blauem Hintergrund - so hängen diese Aussagen im Büro von Sevket Avci. Seit 4 Jahren ist der Diplom - Volkswirt und Inhaber einer Gebäudereinigungsfirma Mitglied des Ausschusses und auch ihr Vorsitzender. "Ich möchte den Menschen vor Ort helfen. Als ich dann vor 4 Jahren immer wieder gefragt wurde, ob ich nicht im Beirat mitarbeiten möchte, habe ich mich bereit schlagen lassen. Ich bin dann im Duisburger Süden mit einem Stimmenanteil von 70 % gewählt worden," beantwortet Avci die Frage, was ihn bewog, in den Beirat einzutreten.
Überwiegend Deutsche und Türken gehören dem Integrationsbeirat an. Osteuropa? Afrika? Asien? Sie fehlen völlig. "Dafür gibt es zwei Gründe," erzählt Avci. "Zum einen sind die Türken die größte Zuwanderergruppe. Die anderen Zuwanderer sind oft genug nicht an einer politischen Mitarbeit interessiert. Sie kommen überwiegend in die Sprechstunde mit allen möglichen Problemen," berichtet Avci. Die Sprechstunde beginnt jeweils dienstags um 14 Uhr in den Räumlichkeiten des Integrationsreferats. Ort des Geschehens: die Gutenbergstraße 24 ganz in der Nähe des Rathauses. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Was er als seinen größten Erfolg ansehe, frage ich den sympathischen und umgänglichen Mann. Die gute Zusammenarbeit der Migrantenselbstorganisationen (wie etwa die Moscheevereine) untereinander, aber auch die Zusammenarbeit mit deutschen Organisationen wie etwa Schulen nennt Avci. "Hier kommt es mir zugute, daß ich kein Parteibuch habe. So kann ich unabhängig und zum Wohle der Menschen handeln," berichtet Avci. Und tatsächlich: Irgendwelche parteipolitisch - ideologischen oder religiösen Aussagen sind ihm nicht zu entlocken. Dank einer engen Zusammenarbeit mit der Duisburger Polizei konnte Avci mithelfen, die Kriminalität zu senken.
Natürlich ließe sich noch viel mehr über den Integrationsbeirat sagen. Etwa, daß er sechsmal im Jahr im Rathaus tagt. Und dass diese Sitzungen öffentlich sind. Jeder Interessent kann also kommen und zuhören. Wen es interessiert, der ist also gerne eingeladen zu kommen. Andreas Rüdig

Jugendparlament tagt am Dienstag
Duisburg, 7. Juni 2008 -Das Jugendparlament der Stadt Duisburg tagt am Dienstag, 10. Juni 2008, um 16.30 Uhr im Sitzungssaal 300 im Rathaus Duisburg.
Auf der Tagesordnung stehen neben den Präsentationen der Arbeit aus den einzelnen Arbeitskreisen auch die Einrichtung einer 30er Zone in Rheinhausen, ein Hallenfußballturnier, ein Jugendaustausch zwischen Darlowo (Polen) und Deutschland und eine historische Stadtrundfahrt. Doris Freer, Leiterin des Referats für Gleichstellung und Frauenbelange und Heinz Peree, Vorsitzender des Seniorenbeirates, informieren über ihre Arbeitsbereiche.
Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses:
Bezirksregierung hat Beförderungen von von 280 Beamten zugestimmt
13 Plätze im Orchesterbereich - Von Andreas Rüdig

Zügig und sehr harmonisch verlief die Sitzung des Personal- und Verwaltungsausschusses am 6.6.2008. Zwei positive Mitteilungen wurden dabei von allen vertretenen Parteien durch die Bank weg begrüßt.
Aufgrund des Runderlasses des Innenministers Nordrhein-Westfalen vom 1.3.2006 wurden die Beförderungsmöglichkeiten seit dem Jahre 2006 von der Bildung eines entsprechenden Personalkostenbudgets abhängig gemacht.

Für Beamtenbeförderungen in 2008 konnte durch Vergleich der Rechnungsergebnisse des Jahres 2006 mit dem des Jahres 2007, ähnlich wie in den vergangenen beiden Jahren, ein Personalkostenbudget gebildet werden. Hiermit kann wiederum unter maßvollem Einsatz der von der Bezirksregierung in Aussicht gestellte Abbau des Beförderungsstau in 2008 mit der im Jahre 2006 zugesagten Drittelung (dritte Etappe in 2008) erreicht werden. Maßgebend für den Einspareffekt und somit für die Bildung des erforderlichen Personalkostenbudgets war die Personalausgabenerstattung der Bundesagentur für Arbeit für den Einsatz städtischer Mitarbeiter in der ARGE aus dem Jahre 2006, die jeweils zu einem Drittel in den Haushaltsjahren 2006, 2007 und 2008 bei der Bereinigung der Personalausgaben im jeweiligen Budget berücksichtigt werden durften.

Die unter den Vorgaben des Erlasses für 2008 vorgenommene Budgetberechtigung ergibt unter Anrechnung der genannten Personalausgabenerstattungen der Bundesagentur für Arbeit ein Budget von ca. 2,7 Mio. Euro.
In Gesprächen mit der Bezirksregierung hat diese auf der Grundlage des vorhandenen Budgets auf für 2008 den Beförderungen von von 280 Beamten zugestimmt.
Durch die Umstellung des Rechnungswesens auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) und das ab 2008 flächendeckend einzuführende Berichtswesen auf Basis der Kosten- und Leistungsrechnung besteht sowohl im Finanzbereich als auch in den Fachämtern ein Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften mit Kenntnissen in NKF / BWL.
Die Stadt plant, im Jahre 2009 15 Ausbildungsstellen zum Verwaltungswirt (gehobener Dienst, Beschäftigte) einzurichten. Wurden die Verwaltungswirte im Jahr 2007 mit dem Schwerpunkt Soziales, im Jahre 2008 mit dem Schwerpunkt Ordnungsrecht ausgebildet, soll der Fokus der Ausbildung im Jahre 2009 auf den Finanzbereich / NKF gelegt werden, um die Bedarfe des Fachbereichs und der übrigen Verwaltung zu decken. Da in den vergangenen Jahren auch Beamte im mittleren Dienst ausgebildet wurden, plant die Stadt, fünf Stellen für den Aufstieg in den gehobenen Dienst vorzuhalten.
"Die zur Verfügung stehenden Ausbildungskapazitäten sollen ausgeschöpft werden," berichtet die Stadtverwaltung in der Ausschusssitzung. Daher werden - wie in den Vorjahren - in den Berufen Verwaltungswirt, Verwaltungsfachangestellte und Kaufleute für Bürokommunikation jeweils 12 Ausbildungsplätze angeboten. 2009 sollen auch 16 Brandmeisteranwärter und 2 Brandoberinspektoren eingestellt werden.
"Das Schlag- und vielleicht auch Reizwort E-Government, das in der jüngsten Vergangenheit viele leichtfertige Versprechen und überzogene Erwartungen nicht erfüllen konnte, wird eine neue Dynamik erfahren. Durch die europäische Dienstleistungsrichtlinie wird e-Government aus einem Bereich der freiwilligen Beliebigkeit (`Nice to have') heraus treten und mit verbindlichen und zeitlich definierten Umsetzungsnotwendigkeiten verknüpft. Die so zu aktivierenden Rationalisierungspotentiale (vorgelagerte Verwaltung, Prozeßoptimierung, Erleichterung interkommunaler Kooperationen) werden im Ergebnis zu einer deutlich schlankeren Aufgabenwahrnehmung führen," verkündet die Verwaltung in der Ausschußsitzung. "DIese Entwicklung erfordert zusätzliches organisatorisches und informationstechnisches Know-how in der Verwaltung. Für das Jahr 2009 wird deshalt vorgeschlagen, die Ausbildung in den IT - Berufen wieder aufzunehmen und zehn Informatikkaufleute auszubilden."

Nach Aussage der Verwaltung verlief die Ausbildung der Servicefachkräfte für Dialogmarketing bislang sehr erfolgreich. Da sowohl Ausbildungskapazitäten als auch Bedarf vorhanden sind, sollen auch im Jahr 2009 bei Call Duisburg wieder 2 Ausbildungsplätze zur Servicefachkraft für Dialogmarketing angeboten werdnen
Auf der Grundlage der Bedarfsanmeldungen der Fachbereich werden außerdem in den Spezialberufen Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Bauoberinspektoranwärter, Vermessungsoberinspektoranwärter und Vermessungstechniker Ausbildungsplätze bereitgestellt. Das IMD wird im Jahr 2009 zwei Industriekaufleute ausbilden.
Im Technischen Dezernat beginnt im September 2008 ein Trainee-Programm, um den Personalbedarf im höheren Dienst zu decken. Aus dem gleichen Grund sollen im Jahre 2009 vier Trainee-Stellen im Amt für Umwelt und Grün eingerichtet werden. Im Bereich Umweltschutz, insbesondere für den Einsatz in der Unteren Wasserbehörde, werden zwei Ingenieure der Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Wasserwirtschaft, Umweltschutz oder Umwelttechnik gesucht. Für die Abteilung Grün sollen für planerische Aufgaben zwei Ingenieure, vorzugsweise der Landespflege, rekrutiert werden.
Im Rahmen der allgemeinen beruflichen Bildung werden laufend Praktika zur Information, beruflichen Qualifizierung und Anwendung von erlernten Kenntnissen angeboten und durchgeführt. Insbesondere die Schülerbetriebspraktika sind nach Einschätzung der Verwaltung ein gutes Instrument, noch vor der Berufswahlorientierung der Schüler deren Blick auf die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadt zu lenken.

Für den Orchesterbereich werden in der Spielzeit 2008/2009 13 Plätze, in der Spielzeit 2009 / 2010 15 Plätze für Orchesterpraktikanten eingerichtet.
Doch Vorsicht! Eine Übernahmegarantie für die Lehrlinge gibt es nicht. "Die Übernahme der Auszubildenden nach Ende der Ausbildung 2001 / 2012 richtet sich nach dem jeweiligen aktuellen Personalbedarf, der während der Ausbildung erbrachten praktischen und theoretischen Leistungen, der fachlichen und persönlichen Eignung sowie nach den gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen," ist in der Ausschusssitzung zu erfahren.

Unter Umständen sind dem Leser nicht alle Berufe, die ich hier vorgestellt habe, dem Leser bekannt. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, einige vorzustellen.

"Informatikkaufleute analysieren die Problem- und Aufgabenstellungen, die innerhalb eines Unternehmens durch den Einsatz von informations- und telekommunikationstechnischen Systemen (IT-Systemen) gelöst werden sollen. Hierfür ermitteln Informatikkaufleute den Bedarf an IT-Systemen, beschaffen die benötigte Hard- und Software und führen diese im Unternehmen ein. Sie beraten und unterstützen die einzelnen Fachabteilungen beim Einsatz von Anwendungssystemen und sind Ansprechpartner gegenüber Herstellern und Anbietern von Systemen der Informations- und Telekommunikationstechnik. Gibt es keine geeigneten Standardanwendungen auf dem Markt, beteiligen sie sich an Entwurf und Realisation individueller Lösungen. Anwendungssysteme implementieren sie, passen sie an und installieren sie. Zudem verwalten sie die Systeme und betreuen bzw. schulen Anwender.

Informatikkaufleute beschaffen informations- und telekommunikationstechnische Systeme und verwalten sie. Sie erstellen Anwendungslösungen und beraten bzw. schulen Benutzer.

In den Büros von Softwarefirmen, aber auch in Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen - z.B. in Industrie und Handel oder bei Banken und Versicherungen - beteiligen sie sich an IT-Projekten. Sie ermitteln die Problem- und Aufgabenstellungen, die innerhalb des Unternehmens oder einer Abteilung durch den Einsatz von IT-Systemen gelöst werden sollen. Hierfür müssen Informatikkaufleute stets die aktuellen Informations- und Telekommunikationstechnologien kennen und den Markt überblicken. Nur so sind sie in der Lage, den speziellen Nutzen und die Einsatzfähigkeit von IT-Systemen beispielsweise für Buchhaltung, Einkauf oder Vertrieb zu bestimmen. Dabei bilden sie die "Schnittstelle" zwischen betriebswirtschaftlicher Organisation und IT-Bereich: Mit kaufmännischem Denken analysieren sie z.B. die Lagerbestandsverwaltung und prüfen, ob der Einsatz von informations- und telekommunikationstechnischen Systemen auch wirtschaftlich ist; ihr computertechnisches Fachwissen hingegen setzen sie ein, wenn sie anschließend die passende IT-Lösung entwickeln, planen und umsetzen. So erstellen sie Kostenpläne, holen Angebote von Herstellern ein, berücksichtigen aber auch, dass die Rechner später nach ergonomischen Gesichtspunkten aufgestellt werden sollen.

Installieren und Vernetzen

Ggf. wirken Informatikkaufleute dabei mit, Anwenderprogramme zu planen und zu programmieren: Hierfür werden in Voruntersuchungen die Problemstellungen näher aufgeschlüsselt und die Programmvoraussetzungen geklärt. Ein Konzept legt fest, was die Anwendersoftware leisten soll. Auch die Programmlogik wird ausgearbeitet. Ist die Anwendersoftware komplett? Informatikkaufleute installieren sie, führen Testläufe durch, grenzen ggf. auftretende Störungen ein und beseitigen diese. Schließlich erstellen sie eine Programmbeschreibung und Arbeitsanweisungen. Außerdem beheben sie Fehler in bereits eingeführten Softwareprodukten, erweitern deren Funktionen oder passen sie an veränderte Hardwarevoraussetzungen an. Ist ein System installiert, unterweisen und schulen sie die Benutzer. In der Systemadministration werden Informatikkaufleute ebenfalls eingesetzt. Hier verwalten und überwachen sie ein Rechnersystem, in dem mehrere Computer miteinander und mit anderen Geräten wie Druckern oder CD-Brennern vernetzt sind. Dazu gehört auch, sich immer über Datenschutz und -sicherheit auf dem Laufenden zu halten," stellte BerufeNet, die berufskundliche Datenbank der Bundesagentur für Arbeit, den Beruf des Informatikkaufmanns vor.

"In Call-Centern oder Kunden- und Service-Centern größerer Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen kommunizieren und korrespondieren sie mit Auftraggebern und Kunden: Servicefachkräfte für Dialogmarketing verkaufen Produkte oder Dienstleistungen und bearbeiten Anfragen, Aufträge oder Reklamationen. Im Outbound nehmen sie Kontakt zu potentiellen Kunden und Interessierten auf und setzen dabei ihr kommunikatives Geschick ein. Sie nutzen IT-Systeme, z.B. schreiben und versenden sie E-Mails oder pflegen die Kundendatenbank.

In Service-, Call- und Contact-Centern beraten Servicefachkräfte für Dialogmarketing Kunden und bearbeiten Aufträge, Anfragen und Reklamationen.

Eine Kundin möchte ihren Urlaub in Kanada buchen, eine andere gibt eine Bestellung für ein Notebook auf, die nächste beschwert sich, weil das bereits gelieferte Sofa nicht ihren Vorstellungen entspricht - in den unterschiedlichsten Unternehmen sind Servicefachkräfte für Dialogmarketing oft die ersten Ansprechpartner für die Kunden. Im Inbound nehmen sie Anrufe entgegen und beantworten jede Frage freundlich und fachkundig, selbst wenn ein Kunde einmal ungeduldig oder unfreundlich ist. Sorgfältig tragen sie während des Gesprächs alle Informationen in die Kundendatenbank ein, damit sie oder einer ihrer Teamkollegen alle relevanten Daten beim nächsten Anruf per Mausklick parat haben. Im Outbound ist ihr kommunikatives Geschick besonders gefordert: Hier rufen sie Kunden und Interessenten selbst an, z.B. stellen sie ihnen neue Produkte und Dienstleistungen vor. Auf diesem Wege nimmt etwa die Versicherung eine Änderung der Gesetzeslage zum Anlaß, ihren Kunden eine Zusatzversicherung anzubieten, die Bank informiert ihre Kundschaft über die günstigsten Konditionen für einen Kredit. Daß sie mitunter bei Schichtarbeit auch frühmorgens oder abends am Bildschirm arbeiten, darf ihre kunden- und serviceorientierte Haltung keineswegs beeinträchtigen.

Marketing: fit fürs Gespräch

Natürlich wird man auf jeden neuen Einsatz vorbereitet. Wenn das Call- oder Contact-Center einen neuen Auftrag angenommen oder das Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt gebracht hat, erhalten Servicefachkräfte für Dialogmarketing zunächst eine spezielle Schulung und einen Gesprächsleitfaden. So wissen sie stets Bescheid und können kompetent auf alle Kundenanliegen eingehen bzw. gut durchdachte Verkaufsgespräche führen. Ob Inbound oder Outbound - da meist mehrere Teams in einem Büro sitzen und gleichzeitig telefonieren, muss man sich gut konzentrieren können und darf sich nicht ablenken lassen, selbst wenn von allen Seiten die Stimmen der Kollegen ertönen.
Internet und Co.

Die Fachkräfte erledigen den Kundenservice nicht nur am Telefon, sondern auch per E-Mail. Beim "Chatting" beraten sie via Internet-Chat, beim "Collaborate Browsing" oder "Co-Browsing" besuchen sie gemeinsam mit dem Kunden die Internetseite, führen ihn durch den Internetauftritt des Unternehmens und erklären ihm so z.B., wo er die gewünschten Downloads findet oder wie er direkt im Online-Shop bestellen kann. Hier ist auch viel technisches Verständnis gefragt," stellte BerufeNet den Beruf der Servicefachkraft für Dialogmarketing vor.

"Sie beschaffen Bücher, Zeitschriften sowie andere Medien, erfassen sie am Rechner, systematisieren sie und pflegen die vorhandenen Bibliotheksbestände. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek übernehmen auch die mit dem Verleih verbundenen Arbeiten, beraten Bibliotheksbenutzer und beschaffen für sie Medien und Informationen. Daneben bearbeiten sie Mahnungen, nehmen verwaltungstechnische Aufgaben wahr und beteiligen sich an der Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen und Veranstaltungen.

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek wirken beim Aufbau und der Pflege von Bibliotheksbeständen mit. Im Benutzerservice beraten sie Kunden und beschaffen für sie Medien oder Informationen.

Bücherrücken wohl geordnet

Im Büro der Bibliothek erstellen sie zunächst in enger Zusammenarbeit mit den Bibliothekaren und Bibliothekarinnen Listen für die neu anzuschaffenden Bücher, CD-ROMs und DVDs. Dabei orientieren sie sich an Bibliografien, Verlagskatalogen und Vorschlags- und Auswahllisten. Bei der Vorakzession prüfen sie, ob die ausgewählten Medien schon im Bibliotheksbestand vorhanden oder bereits bestellt worden sind. Wenn nicht, bestellen sie anschließend die Neuanschaffungen bei Buchhandlungen oder Verlagen per Telefon, E-Mail oder Fax. Beschaffen sie fremdsprachige Bücher direkt im Ausland, müssen die Fachangestellten z.B. auf Englischkenntnisse zurückgreifen können.
Sobald die bestellten Medien eingetroffen sind, kontrollieren sie Lieferung und Rechnung (Akzession). Sie registrieren die Zugänge, d.h., sie erfassen die einzelnen Titel sowie Schlagwörter für die systematische Suche in der internen Datenbank am Rechner bzw. vermerken sie auf Karteikarten, die später systematisch geordnet werden. Sorgfältig halten sie u.a. Autor, Titel und Umfang fest. Sie vergeben für alle neu erworbenen Medien Signaturen, durch die jeder Neuzugang eindeutig dokumentiert und systematisch, z.B. nach Themen oder Alphabet, zugeordnet ist. Erst dann sortieren sie die Medien an den entsprechenden Standorten ein. Mitunter müssen Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek dabei in gebückter Haltung arbeiten oder auf Leitern steigen.
Die Fachangestellten nehmen zudem die Anmeldungen neuer Bibliotheksbenutzer entgegen und prüfen sie, stellen Bibliotheksausweise aus und führen die Benutzerverzeichnisse. Sie erteilen Auskünfte, geben Orientierungshilfen oder helfen Benutzern z.B. dabei, die technische Ausstattung zu nutzen, etwa Computer oder DVD-Player zu bedienen. Intensiven Kundenkontakt haben sie auch in der Ausleihe: Hier sind sie den Bibliotheksbenutzern bei der Suche nach den gewünschten Büchern behilflich. Die ausgeliehenen oder zurückgebrachten Bücher verbuchen sie mithilfe von Rechner und Lesegerät: So wird der Strichcode auf dem Benutzerausweis bzw. im Buch registriert und die Information im aktuellen Bibliotheksbestand vermerkt.

Auch Vorbestellungen und Verlängerungen nehmen sie auf. Ist ein Buch in der Bibliothek nicht vorhanden, recherchieren sie in Online-Katalogen und bestellen es per E-Mail z.B. bei einer Zweigstelle der Bibliothek. Hat ein Benutzer die Ausleihfrist überzogen, kassieren sie bei der Rückgabe der Bücher die angefallene Mahngebühr. Im Kontakt mit den Bibliotheksbenutzern bleiben die Fachangestellten ruhig und geduldig - auch wenn sich ein Kunde z.B. über die Höhe der Mahngebühren oder eine lange Warteschlange an der Ausleihe beschwert. Die zurückgebrachten Medien ordnen sie wieder ein. Dabei überprüfen sie, ob deren Zustand einwandfrei ist und sortieren zerlesene bzw. beschädigte Medien aus.
Neben allgemeinen organisatorischen Tätigkeiten schreiben sie z.B. Mahnungen, verwalten Belege und erteilen telefonische Auskünfte. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Bibliothek beteiligen sich auch, wenn es gilt, das öffentliche Interesse an den Angeboten "ihrer" Bibliothek zu fördern: Sie wirken bei der Öffentlichkeitsarbeit bzw. bei Werbemaßnahmen mit. Außerdem unterstützen sie die Bibliothekare und Bibliothekarinnen, wenn diese Ausstellungen, Führungen oder Autorenlesungen vorbereiten und durchführen. Im Zuge von Veranstaltungen können auch längere Arbeitszeiten und Überstunden anfalle," stellt sich der Beruf des Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste - Bibliothek in BerufeNet vor.

Grüne wollen neue Nutzung des Internationalen Zentrums

Duisburg, 5. Juni 2008 - Gerade einmal 30 Minuten dauerte die heutige Sitzung des Integrationsbeirates und war damit eine der schnellsten seit langem.
Geht es nach dem Willen der Grünen, wird das IZ - Internationale Zentrum einer neuen Nutzung zugeführt.
"Duisburg ist eine weltoffene und internationale Stadt. Menschen unterschiedlicher Herkunft mit vielfältigen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen prägen nicht nur das Stadtbild, sie sind auch fester Bestandteil der Duisburger Stadtgesellschaft.
In einer zunehmend globalisierten Welt und in einem Zeitalter nahezu grenzenloser Mobilität kommt der Integration von zugewanderten Menschen ein besonderer Stellenwert zu. Diese zukunftsweisende Aufgabe erfordert ein aktives Mitwirken und Mitgestalten aller relevanten Kräfte und Akteure.
In stärkerem Maße als bislang soll das `Internationale Zentrum' allen Bürgern exponierten innerstädtischen Lage ein deutlich sichtbares Signal positiver Integrationsarbeit der Stadtgesellschaft vermitteln. Im Zuge der Innenstadtentwicklung würde dies das Profil einer internationalen Stadt schärfen und zudem ein repräsentatives und wahrnehmbares Element der interkulturellen Urbanität darstellen," lautet ihre Begründung. Andreas Rüdig

Jugendparlament auf Entdeckungstour in Berlin
E-Plus fördert die Initiative für politisch engagierte Jugendliche
Duisburg, 3. Juni 2008 - Das Jugendparlament der Stadt Duisburg besuchte vom 16. bis 18. Mai 2008 die Hauptstadt Berlin. Organisiert wurde die Fahrt durch das Jugendamt der Stadt Duisburg mit finanzieller Unterstützung durch die E-Plus Gruppe. Das Düsseldorfer Mobilfunkunternehmen engagierte sich mit einer Geldspende in Höhe von 2500 Euro, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich auf unterschiedliche Art und Weise als junge Parlamentarier mit demokratischen Prozessen auseinandersetzen können.
Neben einer Führung durch den Bundestag, bei der die jungen Duisburger nicht nur das imposante Gebäude des Bundestages kennen lernten, erhielten sie auch Einblick in seine Strukturen, Arbeit und Vorgehensweise.
Die Ergebnisse einer vor Ort gefertigten Gruppenarbeit werden die jungen Parlamentarier beim 13. Deutschen Jugendhilfetag in Essen vom 18. bis 20. Juni präsentieren.

Die jungen Parlamentarier vor ihrer Abreise nach Berlin bei der Entgegennahme des Schecks in Anwesenheit von Thomas Krützberg, Leiter des Jugendamtes (2. vorne rechts).

Kulturausschuss: Projektstelle Migrantenkultur wird eingerichtet
Duisburg, 29. Mai 2008 - Der Rat der Stadt hat sich in seiner Sitzung am 12.3.2007, ebenso wie der Kulturausschuss und der Beirat für Zuwanderung und Integration, für die Errichtung der Projektstelle Migrantenkultur ausgesprochen und beschlossen, diese mit 60.000 Euro auszustatten.

Duisburg ist eine Stadt, in der sich die Folgen der Globalisierung und Migration besonders widerspiegeln. Menschen aus über 140 Nationen leben in der Stadt. Ein Drittel aller Duisburger leben in der Stadt. Im städtischen Alltag ist diese kulturelle Vielfalt längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Diese Pluralität bezieht sich allerdings nicht nur auf die ethnische Herkunft der Duisburger, sondern vor allem auf die zahlreichen Milieus und Lebensstile in unserer Stadt.
Kultur kann bei der erfolgreichen Integration der zugewanderten Bevölkerung und bei der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts eine wichtige Rolle übernehmen. Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der städtischen Kulturpolitik, der kulturellen und der interkulturellen Vielfalt der Stadtbewohner verstärkt Rechnung zu tragen. Sie muß die kulturelle Vielfalt in ihren Angeboten berücksichtigen und dabei dem Einzelnen Orientierungsmöglichkeiten zur Wahrung und Weiterentwicklung seiner Identität bieten.
Soziale, lokale, regionale und globale Traditionen in allen Kultursparten dürfen nicht isoliert nebeneinander stehen. Primär wird es in Duisburg darum gehen, möglichst intensive Verbindungen der unterschiedlich ethnisch - kulturellen Gruppen herzustellen. Es geht um die Auseinandersetzung mit dem "Anderen". Unser Ziel ist es, Verbindendes zu suchen und Verschiedenheiten zuzulassen. Die Wirtschaft hat in diesem Kontext schon längst das Potential der kulturellen Vielfalt als Wettbewerbsvorteil und ökonomischen Vorteil für sich entdeckt. Ein wichtiges Instrumentarium für die interkulturelle Kulturarbeit ist dabei die kulturelle Bildung. Dabei sollen sich die Menschen mit ihren eigenen kulturellen Wurzeln auseinandersetzen und diese zum Ausdruck bringen können. Mit den eigenen Werten und Ausdrucksformen bewusst umgehen zu können, ist Voraussetzung, kulturellen Strömungen offen zu begegnen sowie neue Impulse für den dynamischen Prozess der Kulturentwicklung in der Stadt zu setzen.
In ihrer Brückenfunktion wird die Geschäftsstelle interKULTURell des Referates für Integration die Partizipation aller Bevölkerungsgruppen am kulturellen Leben in Duisburg gewährleisten sowie die Vielfalt der Sprachen und Kulturen pflegen. Das Referat für Integration wird mit der Geschäftsstelle interKULTURell die Kultureinrichtungen in ihren Aufgaben der kulturellen und interkulturellen Vielfalt in ihren eigenen Selbstverständnissen unterstützen. Im Rahmen der aktiven Förderung der interkulturellen Kulturarbeit und der stadtteilbezogenen Kulturarbeit wird die Geschäftsstelle zudem konkrete Projekte begleiten.
Darüber hinaus wird eine systematische Bestandsaufnahme von Akteuren im interkulturellen Feld und der bestehenden Akteuren, Organisationen, nutzbaren Räumen usw. zusammengestellt und für die Arbeit zusammengestellt. Das Referat für Integration initiiert und koordiniert die Aufarbeitung und Möglichkeiten der Präsentation und Publikation der Historie der Zuwanderung und die interkulturellen Beziehungen unserer Stadt.
Die interkulturelle Vielfalt in Duisburg soll durch alle Kultureinrichtungen in der Stadt (städtischen Kultureinrichtungen, freien Trägern etc.) mit gestaltet werden, um der vorhandene Vielfalt Ausdruck zu verleihen und sie in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Eine wichtige Aufgabe stellt - neben der Vermittlung der Akteure in der Kulturarbeit und der Organisation von Fortbildungen sowie Veransttaltungen - die Beratung über Räume, Kooperationspartner, Qualifizierungsmöglichkeiten, Information über finanzielle Möglichkeiten sowie Unterstützung bei Antragstellungen dar.
Die Migrantenselbstorganisationnen spielen eine zentrale Rolle in der interkulturellen Kulturarbeit der Stadt Duisburg und daher soll sowohl die Vernetzung der Migrantenselbstorganisationen untereinander als auch mit den Kultureinrichtungen gezielt koordiniert werden. Migrantenselbstorganisationen neben eine wichtige Brückenfunktion ein. Für die Vernetzung der Akteure der interkulturellen Kulturarbeit in Duisburg wird eine Datenbank im Internet (Adressen, Ansprechpersonen, Projektvorhaben) eingerichtet.
Dieses Konzept konnte der Kulturausschuss in seiner Sitzung vom 29.5.2008 zur Kenntnis nehmen. Andreas Rüdig
 Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr
Duisburg, 27. Mai 2008 - "Statistiken über Straßenverkehrsunfälle belegen, dass sich 80 % aller Unfälle mit Fußgängerbeteiligung in geschlossenen Ortschaften bei der Überquerung von Fahrbahnen ereignen. Als häufigste Unfallverursachen stellen sich sowohl die Unachtsamkeit der Fußgänger als auch die Missachtung von Vorrang und von Geschwindigkeitsbegrenzungen durch den Kfz - Verkehr heraus. Zum Schutz der querenden Fußgänger wurden in den vergangenen Jahren zumindest Querungshilfen in Form von Mittelinseln oder Fußgänger-Lichtsignalanlagen eingesetzt.

Der Einsatz von Zebrastreifen wurde bis zum 1.1.2002 durch die "Richtlinie für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen" aus dem Jahre 1984 geregelt. Die hier definierten Kriterien (mindestens 100 Fußgänger und 300 bis 600 Kfz in der Spitzenstunde) waren in der Praxis nur selten zu erreichen. Der Gesichtspunkt, auch einzelnen Fußgängern eine sichere Überquerung zu ermöglichen, eröffnete sich mit der entsprechenden Verordnung 2001, welche bei der Entscheidung über die Anlage von Zebrastreifen einen größeren Entscheidungsspielraum offen lässt.

Entgegen der allgemein verbreiteten Annahme, Zebrastreifen seien unsicherer als Lichtsignalanlagen, belegen neue Forschungsergebnisse, dass Zebrastreifen komfortable und sicherer Alternativen zu Lichtsignalanlagen darstellen. Verhaltensbeobachtungen haben gezeigt, dass sich die Fußgänger sicher, zugleich aber weniger sorglos bewegen.
Am 11.2.2002 hat der Ausschuss für Bauwesen, Verkehr und Logistikentwicklung eine Untersuchung auf mögliche Einsparpotentiale der städtischen Lichtsignalanlagen beschlossen. Mit dem Ziel Einsparpotentiale für den städtischen Haushalt zu generieren erfolgte durch den Rat der Stadt am 30.3.2006 der Beschluss zum Rückbau von Lichtsignalanlagen. Darin werden Kriterien festgelegt, nach denen die Notwendigkeit einzelner Lichtsignalanlagen überprüft werden soll.

Da bei der Querung von Straßen die schwachen Verkehrsteilnehmer (Grundschüler, alte und behinderte Menschen) besondere Sicherheitsanforderungen stellen, sollen die geplanten Maßnahmen diesen Anforderungen gerecht werden. Im Einzelnen sind dies die Errichtung von einem Zebrastreifen zur Bevorrechtigung der Fußgänger, die Optimierung der Beleuchtung sowie Beschilderungs- und Markierungsarbeiten zur Erkennbarkeit und Übersichtlichkeit des Fußgängerüberwegs.
Mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen wird insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit der querenden Fußgänger ein gleichwertiger Ersatz geschaffen. Ein weiterer Vorteil liegt in der Verbesserung der Verbindungsqualität, da im Gegensatz zu Lichtsignalanlagen bei Fußgängerüberwegen keine nennenswerten Wartezeiten entstehen," berichtet der Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr in seiner Sitzung am Montag, dem 26.5.2008.

Dementsprechend stimmt er auch diversen Abschaltungen von Ampeln im Duisburger Stadtgebiet zu.
Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, sind vermeintlich oder tatsächlich überflüssige Ampeln immer dann im Gespräch, wenn es gilt, Einsparpotentiale für den städtischen Haushalt zu finden. Ist eine konkrete Ampel wirklich nötig? Kann sie nachts abgeschaltet werden? Kann stattdessen ein Kreisverkehr helfen?
Eine Frage an die Stadtverwaltung sei hier erlaubt. Wie viel Bevormundung brauchen wir Bürger? Sind wir nicht in der Lage, uns im Straßenverkehr richtig zu verhalten? Gibt es eine Statistik, die beweist, wie gefährlich Kreisverkehre sind? Wann, wo und wie passieren dort welche Unfälle? Ist schon ein Kraut gegen die menschliche Unachtsamkeit gewachsen?
Wir bringen unseren Kindern bei: Erst rechts und links gucken, bevor es über die Straße geht. Diese Aufmerksamkeit, die wir von unserem Nachwuchs fordern, würde uns Erwachsenen im Straßenverkehr auch gut zu Gesicht stehen.

Lichtzeichenanlage

Lichtzeichenanlagen heißen Ampeln auf Behördendeutsch. Ampeln sind überflüssig. Was nicht nur daran liegt, dass sie viel Strom und damit noch viel mehr Geld kosten. Ampeln zeugen von städtischer Regulierungswut. Überall wird in den fließenden Straßenverkehr und damit das Recht der Autofahrer auf freie Fahrt eingegriffen. Die Folge: Es hält sich niemand mehr daran. Ganz egal, ob Rot, Geld oder Grün, jeder geht und fährt, wie er möchte. Da die Leute sich so an eine vorsichtige Verkehrsteilnahme gewöhnen, gibt es dementsprechend auch weniger Unfälle. Andreas Rüdig
Umweltausschuss
Duisburg, 20. Mai 2008 - Im Jahre 2007 fielen 365.897,98 Megatonnen Siedlungsabfälle und 229.652,86 Megatonnen mineralische Abfälle an. Das gesamte Aufkommen aller Abfälle beträgt somit für das Duisburger Stadtgebiet 595.550,81 Megatonnen.
Umgerechnet auf die Duisburger Bevölkerung (Einwohnerzahl am 30.6.2007: 496.787) ergibt sich ein Gesamtaufkommen von 1.198,81 KG je Einwohner und Jahr.
Das Gesamtaufkommen je Einwohner wird entscheidend durch die mineralischen Abfälle mitbestimmt. Das sind Abfälle, die weniger im privaten Bereich, sondern eher bei Baumaßnahmen anfallen. Sie machen 38.56 % des Gesamtaufkommens aus.
In Duisburg nimmt die Einwohnerzahl in den letzten Jahren beständig ab. Im Jahre 1999 hatte Duisburg 518.448 Einwohner. Bis zum 31.12.2007 sank die Anzahl auf 495.668 ab. Das entspricht einem Rückgang von 22.780 Personen in 8 Jahren oder einem durchschnittlichen jährlichen Rückgang von 2.848 Einwohnern.
Hausmüll und DSD-Leichtstoffverpackungen werden über Abfallbehälter haushaltsnah erfasst. Sperrmüll wird nach Absprache abgeholt. Altpapier wird wöchentlich per haushaltsnaher Bündelsammlung und Altglas über Depotcontainer erfasst. All diese und zahlreiche andere Abfallfraktionen werden zudem auf den Duisburger Recyclinghöfen angenommen. Hier wird auch ein Großteil der kompostierbaren Abfälle angeliefert.
Im Jahre 2007 fielen je Duisburger durchschnittlich 267,18 kg Hausmüll, 42,56 kg Sperrmüll, 78,45 kg kompostierbare Abfälle, 87,87 kg Papier und Pappe, 14,55 kg Altglas und 22,70 kg Leichtstoffverpackungen an. Glas aus den Duisburger Haushalten wird in Duisburg getrennt nach Weiß-, Braun- und Grünglas in Depotcontainern angenommen. Weißglas stellt den größten Anteil, gefolgt von Grün- und Braunglas. Zudem fallen 77,85 Megatonnen Altglas aus Gewerbegebieten an, das über Privatfirmen entsorgt wird, somit 7.229,39 Megatonnen insgesamt.
Schadstoffe aus Haushalten und Kleinmengen von Gewerbebetrieben werden auf den Recyclinghöfen und per mobiler Schadstoffsammlung gesammelt.
Die verwertbaren Abfallfraktionen werden Anlagen zugeführt, in denen sie verwertet werden. Dabei können derzeit für einige Fraktionen, z. B. Altpapier und Altmetalle, Erlöse erzielt werden, die der Gebührenstabilität dienen. Für die Verwertung anderer Fraktionen, wie z. B. kompostierbare Abfälle oder Altholz, ist zu zahlen. Dies geht in der Regel zu Lasten der Gebühren, wobei die Kosten vielfach geringer als die Verbrennungskosten der Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage (GMVA) Niederrhein sind.
Andere Fraktionen, wie beispielsweise Altbatterien, Leichtstoffverpackungen, werden im Rahmen gesetzlicher Rücknahmeverpflichtungen kostenlos der Verwertung oder der Beseitigung zugeführt. Ihre Verwertung oder Entsorgung nimmt damit keinen Einfluß auf die Abfallgebühr.
Die gemischten Siedlungsabfälle und einige andere Fraktionen, wie z. B. Krankenhausabfälle oder Sperrmüll, werden in der GMVA Niederrhein behandelt. Die hier thermisch behandelten Abfälle lassen sich stofflich nicht sinnvoll verwerten.
Die bei der Verbrennung anfallende Schlacke wird so aufbereitet, daß man sie als Baustoff einsetzen kann. Weitere Reststoffe, wie die Flugasche, die Sole und der Gips, die bei der Rauchgasreinigung entstehen, werden möglichst weiter verwertet. Die in den Abfällen enthaltene Energie wird genutzt. Die GMVA kann den Strombedarf von 60.000 der Stadt Oberhausen decken, speist Dampf in das Fernwärmenetz ein und beliefert gewerbliche Betriebe direkt mit Fernwärme. Die jährliche Menge entspricht einer Heizölmenge von 15 bis 25 Millionen Litern Heizöl.
Dies sind die wichtigsten Daten aus dem "Abfallreport 2007", der in der gestrigen Sitzung des Umweltausschusses vorgestellt wurde. Andreas Rüdig