DFB aktuell  Archiv Juni 2008

 

3. Liga: Zulassung für alle 20 Vereine
Neue Regionalliga mit Bamberg und Unterhaching II
3. Liga: Zulassung für alle 20 Vereine
18. Juni 2008 - Grünes Licht für den Start in die erste Saison der neuen 3. Liga! Alle 20 Vereine, die sich sportlich für die neu gegründete dritte bundesweite Profiliga qualifiziert haben, erhalten die Zulassung für die Spielzeit 2008/2009. Diese Entscheidung traf nunmehr der DFB-Spielausschuss und folgte damit der Empfehlung der DFB-Zentralverwaltung und des Zulassungsbeschwerdeausschusses, die zuvor den Nachweis der wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Leistungsfähigkeit der 20 Bewerber eingehend überprüft hatten.

“Nach sorgfältiger Begutachtung der Zulassungskriterien freuen wir uns, dass alle 20 Vereine die Spielberechtigung erhalten haben“, sagt der unter anderem für die 3. Liga zuständige DFB-Direktor Helmut Sandrock, der sich mit seinem Team generalstabsmäßig auf den Start der höchsten DFB-Spielklasse vorbereitet. Analog zur Bundesliga und 2. Bundesliga wurden neben den sportlichen und wirtschaftlichen Bedingungen auch die Anforderungen im infrastrukturellen, sicherheits- und medientechnischen sowie im sportorganisatorischen und personell-administrativen Bereich überprüft.

Vom 23. bis 26. Juli erfolgt mit dem ersten Spieltag nunmehr die Ouvertüre auf der dritten Ebene des deutschen Profifußballs. Folgende 20 Vereine/Kapitalgesellschaften gehen in der eingleisigen 3. Liga an den Start:

Absteiger aus der 2. Bundesliga: Kickers Offenbach, FC Erzgebirge Aue, SC Paderborn 07, FC Carl Zeiss Jena.

Aufsteiger aus der Regionalliga Nord: Fortuna Düsseldorf, 1. FC Union Berlin, SV Werder Bremen II, Wuppertaler SV Borussia, Rot-Weiß Erfurt, SG Dynamo Dresden, BSV Kickers Emden, Eintracht Braunschweig Fußball GmbH & Co. KGaA.

Aufsteiger aus der Regionalliga Süd: VfB Stuttgart II, VfR Aalen, SV Sandhausen, SpVgg Unterhaching, Wacker Burghausen Fußball GmbH, FC Bayern München II, SSV Jahn Regensburg, SV Stuttgarter Kickers.

Neue Regionalliga mit Bamberg und Unterhaching II
Es bleibt dabei: Mit dem 1. FC Eintracht Bamberg und der SpVgg Unterhaching II als Nachrücker an Stelle der SpVgg Bayreuth und der Sportfreunde Siegen startet die neue dreigleisige Regionalliga am 16. August 2008 in ihre erste Saison. Der DFB-Spielausschuss als formell für die Zulassung der Bewerber zuständige Institution folgte jetzt den Vorschlägen des Zulassungsbeschwerdeausschusses und der DFB-Zentralverwaltung in vollem Umfang.
Nach gründlicher Prüfung der wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Leistungsfähigkeit, welche die 54 sportlich qualifizierten Vereine bis zum 6. Juni 2008 nachweisen mussten, konnte der Zulassungsbeschwerdeausschuss am 11. Juni 2008 der SpVgg Bayreuth die Spielberechtigung für die Regionalliga nicht erteilen. Der oberfränkische Traditionsverein hat eine wesentliche Bedingung im wirtschaftlichen Zulassungsverfahren innerhalb der Ausschlussfrist nicht erfüllt. Stattdessen rückt als vierter bayerischer Oberliga-Vertreter der 1. FC Eintracht Bamberg, der die vergangene Saison als Tabellenfünfter in der Oberliga Bayern abgeschlossen hat, in die Regionalliga nach.
Die Sportfreunde Siegen hatten im Verlauf des Zulassungsverfahrens ihre Bewerbung aus wirtschaftlichen Gründen freiwillig zurückgezogen. An deren Stelle steigt gemäß einer vom DFB beschlossenen Nachrückerregelung, wonach die Anzahl der am Spielbetrieb teilnehmenden Herren-Mannschaften in den die jeweilige Oberliga bildenden Landesverbänden maßgeblich ist, ein weiterer bayerischer Oberligaverein in die Regionalliga auf. Die SpVgg. Weiden als sportlich eigentlich in Frage kommender Bewerber konnte allerdings den Nachweis der wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Leistungsfähigkeit nicht fristgerecht bis zum 6. Juni 2008 erbringen.
Daher komplettiert nunmehr die zweite Mannschaft der SpVgg Unterhaching das Feld der nachfolgenden 54 Vereine/Kapitalgesellschaften der neuen dreigleisigen Regionalliga, über deren endgültige Einteilung das DFB-Präsidium am 4. Juli 2008 entscheidet.
Absteiger aus der Regionalliga Nord: Rot-Weiss Essen, Borussia Dortmund II, SC Verl, 1. FC Magdeburg, Energie Cottbus II, SV Babelsberg, Hamburger SV II, VfB Lübeck, VfL Wolfsburg II.

Absteiger aus der Regionalliga Süd: SV Elversberg 07, KSV Hessen Kassel, SSV Reutlingen 05, TSV 1860 München II, SC Pfullendorf, Karlsruher SC II, FSV Ludwigshafen-Oggersheim.

Aufsteiger aus der Oberliga Bayern: SpVgg. Greuther Fürth II, 1. FC Nürnberg II, TSV Großbardorf

Nachrücker: 1. FC Eintracht Bamberg, SpVgg. Unterhaching II.

Aufsteiger aus der Oberliga Baden-Württemberg: SC Freiburg II, SSV Ulm 1846, SV Waldhof Mannheim, 1. FC Heidenheim.

Aufsteiger aus der Oberliga Hessen: SV Darmstadt 98, SV Wehen-Wiesbaden II, SV Viktoria Aschaffenburg, Eintracht Frankfurt II.

Aufsteiger aus der Oberliga Südwest: FSV Mainz 05 II, Eintracht Trier, 1. FC Kaiserslautern II, Wormatia Worms.

Aufsteiger aus der Oberliga Nordrhein: Borussia Mönchengladbach II, Bayer Leverkusen II, 1. FC Köln II, 1. FC Kleve.

Aufsteiger aus der Oberliga Westfalen: Preußen Münster, FC Schalke 04 II, VfL Bochum II, Sportfreunde Lotte.

Aufsteiger aus der Oberliga Nord: BV Cloppenburg, Holstein Kiel, Altona 93, SV Wilhelmshaven, Hannover 96 II, FC Oberneuland Bremen.

Aufsteiger aus der Oberliga NOFV Nord: Hertha BSC Berlin II, FC Hansa Rostock II, Türkiyemspor 1978 Berlin.

Aufsteiger aus der Oberliga NOFV Süd: Hallescher FC, Chemnitzer FC, VFC Plauen; ein Aufsteiger aus den Aufstiegsspielen zwischen Greifswalder SV 04 und FC Sachsen Leipzig (Hinspiel 2:4; Rückspiel am Samstag, 21. Juni, um 13 Uhr in Leipzig).
 
Silvia Neid beruft 25 Spielerinnen in den Kader für die Olympia-Vorbereitung
Neue Regionalliga ohne Siegen und Bayreuth
Silvia Neid beruft 25 Spielerinnenin den Kader
für die Olympia-Vorbereitung

11. Juni 2008 - Für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft fängt am 26. Juni mit dem ersten Lehrgang die heiße Phase der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking an. Silvia Neid hat dafür jetzt einen 25 Spielerinnen umfassenden Kader eingeladen. Die DFB-Trainerin hat vier Torfrauen und 21 Feldspielerinnen berufen. Da für das Olympische Fußball-Turnier jedoch nur ein 18 Spielerinnen umfassendes Aufgebot gemeldet werden darf, wird der endgültige Kader erst nach dem Länderspiel gegen England am 17. Juli in Unterhaching nominiert.

Zu dem vorläufigen Aufgebot zählen 17 Spielerinnen, die 2007 die Weltmeisterschaft in China gewonnen haben. Nicht mehr dabei ist unter anderem die zweifache Weltmeisterin Silke Rottenberg, die vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Wales Ende Mai ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. Von daher herrscht Klarheit auf der Torhüterinnen-Position. „Nadine Angerer ist unsere Nummer 1 und Ursula Holl die Nummer 2“, sagt Silvia Neid. Die Junioren-Nationaltorhüterinnen Alisa Vetterlein und Lisa Weiß sollen in den Lehrgängen Erfahrung sammeln.

In der Defensive setzt Silvia Neid auf eine eingespielte Viererkette. Schon bei der WM 2007 bildeten Kerstin Stegemann, Annike Krahn, Ariane Hingst und Linda Bresonik den Abwehr-Verbund. „Erstes Kriterium bei der Auswahl ist natürlich die Leistung“, erklärt die DFB-Trainerin, „aber wir haben diesmal ein spezielles Augenmerk auf die Flexibilität der Spielerinnen gelegt. Da wir mit 18 Spielerinnen nur einen sehr kleinen Kader mitnehmen dürfen, ist es für uns wichtig, dass sie vielseitig einsetzbar sind.“ Diese Qualität bringen Navina Omilade und Babett Peter mit, die in der Innen- und Außenverteidigung, aber auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden können. Aber das Kriterium trifft auch auf Bianca Rech zu. Die Defensivspezialistin des FC Bayern München erhielt den Vorzug vor Sonja Fuss und Jennifer Zietz. „Das war eine schwere Entscheidung. Aber Bianca Rech spielt schon seit Wochen in sehr guter Form, insofern hat sie sich die Nominierung verdient“, erklärt Silvia Neid.

Im Mittelfeld hat die DFB-Trainerin in Renate Lingor, Simone Laudehr, Saskia Bartusiak, Lena Goeßling und Célia Okoyino da Mbabi fünf Kandidatinnen für die Position 6 berufen. „Renate Lingor ist nach der Schultereckgelenksprengung, die sie sich im Finale um den DFB-Pokal zugezogen hat, voll im Soll. Bei ihr kommt es jetzt darauf an, wie weit sie fußballspezifisch ist. Ich bin in diesem Punkt jedoch optimistisch, weil sie eine spielintelligente Spielerin ist. Außerdem wird sie weiterhin hart an sich arbeiten. Sie macht nicht wie die anderen Spielerinnen nach dem letzten Bundesliga-Spieltag für zehn Tage Urlaub, sondern wird in gruppentaktischer Hinsicht trainieren. Wir werden dann in den Lehrgängen sehen, ob es für sie reicht. Ich würde mich freuen, wenn sie es schafft, sie hat schließlich schon häufig genug bewiesen, wie wichtig sie für die Nationalmannschaft sein kann“, erklärt Silvia Neid.

Ähnlich sieht die Situation bei Célia Okoyino da Mbabi aus. „Sie befindet sich seit der Rückrunde wieder im Spielbetrieb. Allerdings hatte sie in jüngster Vergangenheit noch ein paar Probleme durch den Nagel und die Schrauben, die ihr nach dem Schienbeinbruch im Frühjahr des vergangenen Jahres noch nicht entfernt wurden. Wir haben sie deswegen durch unseren Mannschaftsarzt Dr. Bernd Lasarzewski in der Sportklinik Hellersen durchchecken lassen und auch unser Konditionstrainer Dr. Norbert Stein hat mit ihr intensive Belastungstests gemacht. Beide Male fielen die Ergebnisse sehr positiv aus. Jetzt müssen wir schauen, ob sie das auch fußballspezifisch umsetzen kann oder ob sie verletzungsanfällig ist“, berichtet Silvia Neid, die für die Außenpositionen im Mittelfeld Kerstin Garefrekes, Isabell Bachor, Melanie Behringer und Fatmire Bajramaj vorgesehen hat.

Große Konkurrenz herrscht auch im Angriff. Dort ist Birgit Prinz gesetzt. Gerade für die Position im Sturmzentrum boten sich jedoch zahlreiche Spielerinnen an. „Ich habe letztlich Sandra Smisek, Conny Pohlers, Petra Wimbersky und Martina Müller genommen, weil sie in dieser Saison die größte Konstanz gezeigt haben. Deswegen steht Anja Mittag nur auf Abruf bereit“, so Silvia Neid.

Eine besondere Situation ergab sich bei Inka Grings. Die Torjägerin des FCR 2001 Duisburg gehörte zum erweiterten Kader, den die DFB-Trainerin für die Olympischen Spiele im Blick hatte. Allerdings verzichtet sie nun auf deren Dienste. „Ich kann Inka Grings nicht mehr berücksichtigen, da sie sich selbst von der Liste, der für die Olympischen Spiele in Frage kommenden Spielerinnen gestrichen hat. Sie hat nicht die für das China-Visum notwendigen Unterlagen eingereicht – und das trotz mehrfacher Aufforderung seitens des DFB. Außerdem war sie schon im Februar die einzige Spielerin, die nicht an der internistischen und an der orthopädischen Untersuchung für die Nationalmannschaft teilgenommen hat“, erklärt Silvia Neid.

Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele beginnt am 26. Juni. Vier Lehrgänge wird Silvia Neid mit ihrer Mannschaft absolvieren, ehe der DFB-Tross am 30. Juli in Richtung Shenyang aufbrechen wird. Im ersten Lehrgang werden Athletik und Passspiel die Schwerpunkte sein. Im zweiten Trainingslager wird das Abwehrverhalten trainiert. Die Überschrift für den dritten Lehrgang heißt „Spielaufbau“. Und im vierten und letzten Lehrgang gilt es den Feinschliff für den Angriff vorzunehmen und Standardsituationen einzustudieren. Zudem stehen zwei Länderspiele an. Am 17. Juli trifft die DFB-Auswahl in Unterhaching auf England (18.00 Uhr, live in der ARD). Und am 23. Juli findet für den amtierenden Welt- und Europameister in Sandefjord gegen Norwegen (18.00 Uhr, live in der ARD) die Generalprobe für Olympia statt.

Neue Regionalliga ohne Siegen und Bayreuth
Ohne die SpVgg. Bayreuth und die Sportfreunde Siegen startet die neue dreigleisige Regionalliga am 16. August 2008 in ihre erste Saison.

Den Bayreuthern, Meister der Oberliga Bayern, konnte der Zulassungsbeschwerdeausschuss des DFB in seiner Sitzung am 11. Juni 2008 in Frankfurt am Main den Zugang zur vierthöchsten deutschen Spielklasse nicht erteilen. Der oberfränkische Traditionsverein hat eine Bedingung im wirtschaftlichen Zulassungsverfahren, den Geldeingang aus einem Darlehen, innerhalb der Ausschlussfrist (6. Juni 2008) nicht erfüllt.

Der 1. FC Eintracht Bamberg, der die vergangene Saison in der Oberliga Bayern als Tabellenfünfter abgeschlossen hat, rückt als vierter bayerischer Oberliga-Vertreter in die Regionalliga nach.

Die Sportfreunde Siegen hatten ihre Bewerbung bereits vor der Sitzung des Zulassungsbeschwerdeausschusses aus wirtschaftlichen Gründen zurückgezogen.

Da Siegen in der abgelaufenen Saison in der Regionalliga gespielt hat, rückt an seine Stelle gemäß der vor der Saison beschlossenen DFB-Nachrückerregelung, wonach die Anzahl der am Spielbetrieb teilnehmenden Herren-Mannschaften in den die jeweilige Oberliga bildenden Landesverbänden maßgeblich ist, ein Verein aus der bayerischen Oberliga nach. Davon profitiert die zweite Mannschaft der SpVgg. Unterhaching, da der eigentlich in Frage kommende Bewerber, die SpVgg. Weiden, die wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit nicht fristgerecht bis zum 6. Juni 2008 nachweisen konnte.
Über die endgültige Zulassung der Bewerber für die dreigleisige Regionalliga werden das DFB-Präsidium und der DFB-Spielausschuss in Kürze entscheiden.