DFB aktuell  Archiv April - Juni 2009

 

Aufteilung der Regionalligen beschlossen
Frankfurt/Duisburg, 15 Juni 2009 - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf Antrag des DFB-Spielausschusses die Einteilung der drei Regionalligen für die Spielzeit 2009/10 verabschiedet und dabei weitestgehend auch die Wünsche der Vereine berücksichtigen können. Nachdem der BSV Kickers Emden nach dem Rückzug seines Zulassungsantrages für die 3. Liga den DFB auch von seinem Verzicht auf einen Start in der Regionalliga Nord informiert hatte, beschloss das DFB-Präsidium, den frei gewordenen Startplatz durch einen verminderten Abstieg in der Nordstaffel zu vergeben. Von dieser Entscheidung profitiert Türkiyemspor Berlin, das somit trotz des sportlich verpassten Klassenerhalts auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Nord antreten darf.

Die Regionalligen 2009/10 im Überblick

Regionalliga Nord
Hallescher FC, SV Babelsberg 03, 1. FC Magdeburg, VfL Wolfsburg II, Hannover 96 II, Chemnitzer FC, VfB Lübeck, FC Oberneuland, FC Hansa Rostock II, SV Wilhelmshaven, Hertha BSC Berlin II, Hamburger SV II, VFC Plauen, Türkiyemspor Berlin, Tennis Borussia Berlin, ZFC Meuselwitz, Goslarer SC, FC St. Pauli II

Regionalliga West
1. FC Kaiserslautern II, 1. FC Köln II, Preußen Münster, 1. FSV Mainz 05 II, Borussia Mönchengladbach II, Rot-Weiss Essen, SC Verl, Bayer 04 Leverkusen II, Sportfreunde Lotte, SpVgg. Elversberg, Eintracht Trier, VfL Bochum II, FC Schalke 04 II, Wormatia Worms, Waldhof Mannheim, Bonner SC, Fortuna Düsseldorf II, 1. FC Saarbrücken

Regionalliga Süd
VfR Aalen, Stuttgarter Kickers, Hessen Kassel, Eintracht Frankfurt II, 1. FC Nürnberg II, TSV München 1860 II, SSV Ulm 1846, SC Pfullendorf, SV Wehen Wiesbaden II, 1. FC Eintracht Bamberg, SpVgg. Greuther Fürth II, SSV Reutlingen, SC Freiburg II, SV Darmstadt 98, Karlsruher SC II, SpVgg Weiden, SG Sonnenhof Großaspach, FC Bayern Alzenau.
Vierter Offizieller künftig auch in der 2. Bundesliga - Köln richtet Frauen-Pokalfinale 2010 aus
Frauen-Nationalmannschaft trifft in Augsburg auf die USA
Vierter Offizieller künftig auch in der 2. Bundesliga
Frankfurt/Duisburg, 12 Juni 2009 - Der Vierte Offizielle verstärkt künftig auch in der 2. Bundesliga das Schiedsrichter-Gespann. Der vom Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gefasste Beschluss tritt mit Beginn der Saison 2009/2010 in Kraft. Das DFB-Präsidium folgte mit seiner Entscheidung am Freitag einer Empfehlung des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses vom 20. April 2009. Zuvor hatten sich bereits die Bundesliga-Schiedsrichter bei ihrer Halbzeittagung am 24. Januar in Mainz und die dort anwesenden Vereinsvertreter für die Einführung des Vierten Unparteiischen in der 2. Bundesliga ausgesprochen.
Dr. Rainer Koch, als DFB-Vizepräsident für Schiedsrichterfragen zuständig, äußert zu der Neuregelung: „Der Einsatz des Vierten Offiziellen in der Bundesliga hat sich absolut bewährt. Er wirkt deeskalierend am Spielfeldrand, wie die Praxis gezeigt hat. Die Vertreter der Bundesliga begrüßen daher einheitlich die Funktion des Vierten Unparteiischen, da somit im Dialog mit den Mannschaftsoffiziellen manchem Konflikt die Schärfe genommen werden kann. Außerdem entlastet er als Mitglied des Teams den Schiedsrichter und die Assistenten bei Auswechselvorgängen und der Kontrolle des Spiels sowie bei administrativen Vorgängen vor, während und nach dem Spiel.“
Darüber hinaus betont Dr. Koch: „Die Schiedsrichter-Assistenten auf der Seite der Trainerbänke in der Bundesliga hatten es bisher einfacher als ihre Kollegen in der 2. Bundesliga, sich voll auf die Vorgänge in dem Spiel zu konzentrieren. Mit Beginn der nächsten Saison wird auch die 2. Bundesliga vom Einsatz des Vierten Offiziellen profitieren.“

Köln richtet Frauen-Pokalfinale 2010 aus
Köln wird neuer Austragungsort des DFB-Pokalfinales der Frauen 2010. Diesen Beschluss fasste das DFB-Präsidium auf seiner Sitzung am heutigen Freitag. Köln setzte sich gegen die Mitbewerber aus Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Leverkusen und Wolfsburg durch. Für das Endspiel 2010 im Rhein-Energie-Stadion stehen 46.000 Tickets zur Verfügung, es werden nur Sitzplatzkarten verkauft.
Hannelore Ratzeburg, DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball, äußert: „Von den nach einer ersten Entscheidungsrunde noch verbliebenen fünf Kandidaten lagen uns hervorragende Bewerbungen vor. Die Entscheidung für Köln fiel aufgrund des exzellenten Gesamtkonzeptes. Köln bietet nicht nur gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen, sondern hat auch ein ambitioniertes Konzept entwickelt, um das Interesse der Fans für das Finale zu wecken. Dabei spielt die touristische Komponente eine wichtige Rolle. So soll das Endspiel in ein umfangreiches Kultur- und Rahmenprogramm von hoher Attraktivität integriert werden. Ich bin davon überzeugt, dass Köln der richtige Standort ist, damit das DFB-Pokalfinale der Frauen einen noch höheren Stellenwert erhält.“
15 Städte, Stadionbetreiber und Vereine hatten sich für die Ausrichtung des Frauen-Pokalfinales beworben. In einer ersten Entscheidungsrunde reduzierte das geschäftsführende DFB-Präsidium die Zahl der Bewerber am 20. Mai auf fünf.
Seit 1985 wird das Endspiel um den DFB-Pokal der Frauen gemeinsam mit dem Finale der Männer im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Der Beschluss über die Vergabe der Frauen-Endspiele ab 2011 und damit auch die Grundsatzentscheidung, ob das DFB-Pokalfinale der Frauen künftig am gleichen Standort ausgetragen wird, fällt nach der Auswertung des Endspiels 2010.

Frauen-Nationalmannschaft trifft in Augsburg auf die USA
Weltmeister gegen Olympiasieger. Der Dritte gegen den Ersten der FIFA-Weltrangliste. Oder eben der große Frauenfußballklassiker: Deutschland gegen USA. Nach dem Brasilien-Länderspiel am 22. April 2009 in der Frankfurter Commerzbank-Arena präsentiert der DFB die nächste spektakuläre Partie der Frauen-Nationalmannschaft. Am Donnerstag, 29. Oktober 2009, ab 18 Uhr treffen die Teams der beiden im Frauenfußball erfolgreichsten Verbände der Welt in der neuen Augsburger WM-Arena aufeinander. Diesen Beschluss fasste das DFB-Präsidium auf seiner Sitzung am heutigen Freitag.
„Ich bin sehr froh, dass wir die USA für ein Länderspiel in Deutschland gewinnen konnten“, sagt Silvia Neid. „Nach der EURO 2009 in Finnland werden wir bis zur WM 2011 kein Pflichtspiel mehr haben, da wir als Gastgeber nicht in die Qualifikation gehen müssen. Daher ist es für uns enorm wichtig, bis dahin Vergleiche gegen starke Mannschaften zu haben“, erklärt die DFB-Trainerin weiter. Sie geht davon aus, dass ihr Team auf einen Gegner trifft, der ihm alles abverlangen wird. „Die Amerikanerinnen spielen Tempo-Fußball, ihr Spiel ist geprägt von Kraft und Athletik. Mit Abby Wambach, Shannon Boxx, Heather O`Reilly oder Christie Rampone haben sie Top-Spielerinnen in ihren Reihen. Und auch von Kristine Lilly heißt es ja, dass sie zurückkommen soll“, so Silvia Neid.
Auch auf organisatorischer Ebene wird die Herausforderung gesucht. Nach dem erfolgreichen Test für die FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland in der Frankfurter Commerzbank Arena, wo im Spiel gegen Brasilien mit 44.825 Zuschauern ein neuer Europarekord aufgestellt wurde, gilt die Begegnung gegen die USA erneut als WM-Probelauf. Die knapp 30.000 Zuschauer fassende neu gebaute Arena ist eines von neun Stadien, in denen die Frauen-WM 2011 ausgetragen wird. Für das neue Augsburger Stadion ist das Topspiel somit der erste internationale Härtetest nach seiner Fertigstellung.
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger sieht dem Spiel ebenfalls optimistisch und mit großer Vorfreude entgegen. „Das Brasilien-Länderspiel hat einmal mehr gezeigt, wie groß das Interesse am Frauenfußball mittlerweile ist. Ich bin absolut davon überzeugt, dass es uns auch in der neuen Augsburger Arena gelingen wird, einen stimmungsvollen Rahmen für dieses Topspiel des internationalen Frauenfußballs zu schaffen. Allein die Paarung spricht schon für sich: Sie weckt Erinnerungen an viele packende WM und Olympia-Duelle. Zudem ist es ein willkommener organisatorischer Test für das neue Stadion in Augsburg im Blick auf die WM 2011.“

Jermaine Jones will für USA spielen
Jermaine Jones hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) davon informiert, dass er sich gemeinsam mit seinem Berater Roger Wittmann entschieden hat, künftig für die amerikanische Nationalmannschaft zu spielen. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler von Schalke 04, der die deutsche und US-Staatsbürgerschaft besitzt, bezieht sich dabei auf die neuen juristischen Voraussetzungen nach den Beschlüssen des FIFA-Kongresses auf den Bahamas.
Jones bestritt bisher drei Länderspiele für die DFB-Auswahl: am 6. Februar 2008 gegen Österreich in Wien, am 27. Mai 2008 gegen Weißrussland in Kaiserslautern und am 19. November 2008 gegen England in Berlin. Außerdem gehörte er zum erweiterten Europameisterschaftskader 2008, wurde dann allerdings nicht für das EM-Turnier nominiert. Da er jedoch in keinem Pflichtspiel für das deutsche Team zum Einsatz kam, hat er gemäß den neuen FIFA-Satzungen die Möglichkeit, künftig für die USA zu spielen.
Bundestrainer Joachim Löw äußert zu der Entscheidung von Jermaine Jones, der am heutigen 9. Juni den Leiter des DFB-Büros Nationalmannschaft telefonisch über die aktuelle Entwicklung informierte: „Wir haben die Entscheidung von Jermaine Jones zur Kenntnis genommen und akzeptieren sie. Ich wünsche ihm viel Glück für seine sportliche Zukunft.“

DFB-Delegation ehrt neuen Frauen-Meister
Frankfurt/Duisburg, 5 Juni 2009 -  Noch nie war die Frauen-Bundesliga so spannend wie in dieser Saison. Erst mit dem letzten Spieltag am kommenden Sonntag (ab 14:00 Uhr) fällt die Entscheidung, wer Deutscher Meister und damit Nachfolger des 1. FFC Frankfurt wird. Mit Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam, dem punktgleichen FC Bayern München und dem einen Zähler in Rückstand liegenden UEFA-Cup- und DFB-Pokalgewinner FCR 2001 Duisburg machen sich noch drei Vereine Hoffnung auf den Titelgewinn.
Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) bedeutet diese Konstellation, dass er an den drei möglichen Orten der Meisterehrung mit einer Delegation vertreten ist. Die neue Original-Meisterschale wird beim Spiel des Tabellenführers 1. FFC Turbine Potsdam gegen den VfL Wolfsburg zur Übergabe bereitgehalten. Die DFB-Repräsentanten sind dort Margit Stoppa, die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball und Spielleiterin der Frauen-Bundesliga, sowie Kathrin Nicklas vom Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball.
Der FC Bayern München, der nach der 0:4-Niederlage im Spitzenspiel gegen Duisburg am Mittwoch die Tabellenführung einbüßte und die um einen Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber Potsdam aufweist, bestreitet sein letztes Bundesligaspiel dieser Saison bei Schlusslicht TSV Crailsheim. Dort werden für den DFB die für Frauenfußball zuständige Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und Vizepräsident Dr. Rainer Koch anwesend sein.
Der FCR 2001 Duisburg erwartet den SC Freiburg. Im Falle des Titelgewinns der Duisburgerinnen werden dort Walter Hützen, der Präsident des Fußballverbandes Niederrhein, und Heike Ullrich, DFB-Abteilungsleiterin Frauen- und Mädchenfußball, den Deutschen Fußball-Bund vertreten. Sollten Duisburg oder die Bayern die Deutsche Meisterschaft gewinnen, wird ihnen eine Kopie der neuen Meisterschale überreicht.
Eine Premiere gibt es auch für DFB-TV. Erstmals überträgt das Video-Portal des Deutschen Fußball-Bundes drei Spiele live. Die entscheidenden Begegnungen um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg, dem TSV Crailsheim und dem FC Bayern München sowie dem FCR 2001 Duisburg und dem SC Freiburg, können im Internet kostenlos auf www.dfb.de abgerufen werden.
Neid geht mit 16 Weltmeisterinnen in die EM-Vorbereitung
Frankfurt/Duisburg, 4 Juni 2009 - Mit 26 Spielerinnen geht Silvia Neid in die Vorbereitung auf die Frauen-EURO 2009 in Finnland. Den Kern des vorläufigen Kaders bilden dabei 16 Spielerinnen, die auch beim Gewinn der Weltmeisterschaft 2007 in der Volksrepublik China zum deutschen Aufgebot zählten. Die DFB-Trainerin wird ihr Team vor der vom 23. August bis zum 10. September stattfindenden Endrunde ab dem 22. Juni zu sechs Lehrgängen zusammenziehen, in deren Verlauf sie den 22-er Kader für die Europameisterschaft benennen wird.
„Ich glaube, wir sind gut aufgestellt. Wir verfügen auf allen Positionen über Spielerinnen, die die Qualitäten für ein solches Turnier mitbringen. Der Kader bietet zudem viele Variationsmöglichkeiten. Außerdem stimmt die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielerinnen“, sagt Silvia Neid, „ich denke, es wird keine einfache Entscheidung, den endgültigen Kader zu nominieren.“
Die DFB-Trainerin setzt in der Vorbereitung auch auf Spielerinnen, die zuletzt verletzt waren. Kerstin Stegemann und Ariane Hingst haben ihre Knieverletzungen, Birgit Prinz ihren Rippenbruch und Célia Okoyino da Mbabi das Pfeiffersche Drüsenfieber überwunden. Indes muss sich jede Spielerin ihr Ticket nach Finnland hart erarbeiten. „Wer mitkommen will, muss seine Leistungsstärke unter Beweis stellen“, erklärt Silvia Neid, „außerdem erwarte ich von meinen Spielerinnen, dass sie auf dem Feld Leidenschaft zeigen, dass sie Hunger auf Erfolg haben.“
Einige Spielerinnen könnten bei der EURO 2009 ihr erstes großes Turnier spielen. Für Kim Kulig, Bianca Schmidt, Lena Goeßling aber auch Jennifer Zietz wäre es die Premiere mit der Frauen-Nationalmannschaft. Und Alisa Vetterlein und Lisa Weiß, die um die Position als dritte Torfrau hinter Nadine Angerer und Ursula Holl kämpfen, verfügen sogar über gar keine Länderspiel-Erfahrung.
Erstmals wird Silvia Neid ihren Kader ab dem 22. Juni 2009 in Köln zusammenziehen. Dort wird die Grundlage für die EURO gelegt und an der Athletik gearbeitet. „Wir haben die Lehrgänge so konzipiert, dass jeder einen anderen Schwerpunkt hat“, sagt die DFB-Trainerin. So stehen unter anderem noch die Themen Spielformen/Technik, variables Angriffsspiel, Abwehrverhalten, Standardsituationen, Gegner-Analyse und Wettkampfrhythmus mit den Länderspielen gegen die Niederlande am 25. Juli in Sinsheim, gegen Japan am 29. Juli in Mannheim und gegen Russland am 6. August in Bochum auf dem Programm.
Silvia Neid verspricht ihren Spielerinnen gerade in den ersten Lehrgängen umfangreiche Einheiten. Allerdings scheinen diese gut darauf vorbereitet zu sein. „Die Ergebnisse beim Leistungstest am 20. Mai waren ziemlich gut. Alle haben ihre Werte verbessert. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Spielerinnen gut gearbeitet haben, so dass wir eine gute Basis haben werden, von der aus wir starten“, erklärt die DFB-Trainerin.
Am 19. August reist der DFB-Tross dann nach Finnland. Quartier wird das Team in Tampere beziehen. Dort bestreitet der amtierende Europameister auch seine drei Vorrundenspiele gegen Norwegen am 24. August, gegen Frankreich am 27. August und gegen Island am 30. August 2009.

Löw nominiert Neuer, Träsch, Gentner und Cacau
 China - Deutschland undVereinigte Arab. Emirate - Deutschland 

Christian Gentner steht im Aufgebot - Jansen sagte wegen grippaler Infekte ab
Frankfurt, 19  Mai 2009 - Bundestrainer Joachim Löw hat die Neulinge Manuel Neuer, Christian Träsch, Christian Gentner und Cacau für die Asien-Reise der deutschen Nationalmannschaft nominiert. Ebenso wie Robert Huth, der seinen letzten Einsatz im DFB-Trikot am 20. Juni 2006 gegen Ecuador in Berlin bestritt, gehören die vier Bundesliga-Profis zum 18-köpfigen Aufgebot für die Länderspiele am 29. Mai 2009 gegen die Volksrepublik China in Shanghai und am 2. Juni 2009 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate in Dubai.
Zur Einladung des 23 Jahre alten Schalker Torhüters Manuel Neuer, der erstmals zum Kader des A-Teams gehört und danach vom 15. bis 29. Juni in Schweden mit der U 21 die EM-Endrunde bestreiten wird, äußert Löw: "Das ist für uns eine logische Entscheidung. Manuel ist einer der vier Kandidaten, die von Andreas Köpke im Blick auf die WM-Planungen 2010 genau beobachtet werden. Die Entscheidung ist natürlich mit U 21-Trainer Horst Hrubesch abgesprochen. Wir kehren rechtzeitig von der Asien-Reise zurück, so dass sich Manuel Neuer anschließend optimal im Kreise der U 21-Nationalmannschaft auf die Europameisterschaft vorbereiten kann."

Löw: "Spieler mit Perspektiven"
Zur Nominierung des 21 Jahre alten Stuttgarter Abwehrspielers Christian Träsch und des 23 Jahre alten Wolfsburger Mittelfeldakteurs Christian Gentner sagt der Bundestrainer: "Beide sind Spieler mit Perspektiven, denen wir bei der Asien-Reise die Möglichkeit geben wollen, sich für weitere Aufgaben mit der Nationalmannschaft zu empfehlen. Christian Träsch hat eine gute Entwicklung gemacht und viel Potenzial nach oben. Er ist schnell und physisch stark. Christian Gentner hat sich ebenfalls positiv entwickelt und in der Bundesliga bereits über einen längeren Zeitraum kontinuierliche Leistungen geboten."
Die Einladung des gebürtigen Brasilianers Cacau, der seit 1999 in Deutschland lebt und seit 2003 beim Bundesligisten VfB Stuttgart unter Vertrag steht, kommentiert Joachim Löw so: "Er ist ein spielender Stürmer und entspricht mit seinen Qualitäten genau unserer Fußball-Philosophie. Er ist sehr beweglich und geht viele Wege, er ist ballsicher und torgefährlich. Deshalb hat er auch im Blick auf weitere Planungen eine Chance bei uns verdient."

Kein Risiko bei Klose und Tasci
Verzichtet hat Bundestrainer Joachim Löw auf die Nominierung von Miroslav Klose. Der 30 Jahre alte Angreifer vom FC Bayern München hätte zwar im Gegensatz zu anderen Nationalmannschafts-Stammspielern, die auf Grund von Verpflichtungen mit ihren Klubs für die Asien-Reise nicht zur Verfügung stehen, die achttägige Reise nach Shanghai und Dubai mitmachen können. Doch Klose soll statt dessen nach seiner zweimonatigen Verletzungspause wegen einer Sprunggelenkverletzung bis zum Saisonende ein intensives Reha-Programm absolvieren. Dazu erläutert der 88-fache Nationalspieler: "Ich habe bisher nach meiner Verletzung gerade einen Kurzzeit-Einsatz in der Bundesliga hinter mir und fühle mich einfach noch nicht fit, um bei der Asien-Reise zwei Spiele in kurzer Zeit zu bestreiten und dabei eine gute Leistung zu bringen. Deshalb hat Bundestrainer Joachim Löw mit mir abgesprochen, dass ich auch im Blick auf die neue Saison bis Anfang Juni ein gezieltes Aufbau-Training in München mache." Um kein gesundheitliches Risiko einzugehen, wurde außerdem der 22 Jahre alte Abwehrspieler Serdar Tasci nicht nominiert, da er zuletzt wegen eines Haarrisses im Knie für den VfB Stuttgart nicht in der Bundesliga zum Einsatz kam.

Huth und Weis kehren zurück
Erstmals seit der WM 2006 könnte der 24 Jahre alte Abwehrspieler Robert Huth wieder zu einem Einsatz in der Nationalmannschaft kommen. Zu seinem Comeback äußert Löw: "Wir haben Robert nie abgeschrieben, denn er hat bei den Turnieren, bei denen er dabei war, immer eine gute Leistung geboten. In der englischen Premier League hat er in dieser Saison ebenfalls überzeugt, so dass wir uns über seine Rückkehr in den Kader freuen."
Neben Huth gehört außerdem der 23 Jahre alte Hoffenheimer Mittelfeldspieler Tobias Weis, der im November 2008 gegen England das bisher einzige Mal zum DFB-Aufgebot zählte, aber in Berlin nicht zum Einsatz kam, zum deutschen Aufgebot für die Asien-Reise.

Raus aus dem Abseits mit Weiterbildung und Qualifizierung!
DFB, DFL und die Bundesagentur für Arbeit werben als Team für Bildung am 30. Spieltag der Bundesliga (1. bis 4. Mai) bzw. am 34. Spieltag der dritten Liga für Weiterbildung und Qualifizierung.
Nürnberg, 30. April 2009 - „Wer mehr weiß, hat bessere Chancen“, unter diesem Motto werben der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und die Bundesagentur für Arbeit als Team für Bildung im Rahmen eines
bundesweiten Aktionstages in den Fußballstadien für Weiterbildung und Qualifizierung. Die Aktion findet vom 1. bis 4. Mai in Kooperation mit den gastgebenden Vereinen am 30. Spieltag der Bundesliga und 2. Bundesliga bzw. am 34. Spieltag der 3. Liga statt.
Im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktion stehen verschiedene Werbemaßnahmen in den Fußballstadien. Der Videospot „Kick it like Lehmann“, der in den Halbzeitpausen gezeigt wird, greift beispielsweise einen der magischen Momente der deutschen Nationalmannschaft im Viertelfinale der WM 2006 gegen Argentinien auf. Jens Lehmann hält die entscheidenden Elfmeter, weil er sich mittels eines Spickzettels vorher schlau gemacht hat, getreu dem Kampagnenmotto: „Wer mehr weiß, hat bessere Chancen“.
„Wir wollen die Fans in den Stadien an diesem Tag nicht für eine konkrete Weiterbildungsmaßnahme interessieren. Denn natürlich ist uns bewusst, dass die Besucher an diesem Tag ins Stadion kommen, um Spaß zu haben und ihre Mannschaft gewinnen zu sehen. Aber wir wollen die Plattform „Fußballstadion “ mit Unterstützung der gastgebenden Vereine nutzen, mit diesen gezielten Aktionen für das Thema Weiterbildung und Qualifizierung zu sensibilisieren“, so Raimund Becker, Vorstandsmitglied bei der Bundesagentur für Arbeit. Denn laut Becker gilt heute mehr denn je: „Nur wer sich weiterbildet und qualifiziert, bleibt am Ball, sichert den eigenen Arbeitsplatz, erhöht seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt und schafft die Voraussetzungen, um am Ende auch ein höheres Einkommen zu erzielen.“
Flankiert wird dieser Aktionstag durch den Internetauftritt www.team-fuer-bildung.de, auf dem alle Interessierten weiterführende Informationen vorfinden. Hier erfahren die Leser beispielsweise, warum Jens Lehmann sich für die Initiative engagiert und weshalb Weiterbildung und Qualifizierung auch für einen Fußballprofi ein wichtiges Thema ist.

Der DFB und die DFL unterstützen mit der Initiative ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Anliegen. „Die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Gesellschaft hängen in hohem Maße von den Kompetenzen und Qualifikationen der Menschen ab“, sagt Rolf Hocke, DFB-Vizepräsident und ehemaliger Leiter einer Arbeitsagentur. „Der Fußball als populäre und aufmerksamkeitsstarke Sportart kann hierbei eine wichtige Träger- und Verstärkerfunktion übernehmen. Deshalb unterstützen wir gerne den Aktionstag in den Bundesligastadien“, so Tom Bender, DFL-Geschäftsführer Marketing und Kommunikation, abschließend.

Die Kooperation Team für Bildung
Die Kooperation wurde anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und der Bundesagentur für Arbeit geschlossen. Die Akteure verfolgen unter anderem
das Ziel, die Kernaufgaben der Arbeitsagenturen also die Vermittlung in Ausbildungs- und Arbeitsstellen, wie auch die Berufsberatung und die Förderung der Berufsbildung in den Fokus der Fußballfans zu rücken. Der Aktionstag am ersten Maiwochenende möchte für Weiterbildung, Qualifizierung und Integration in Deutschland werben und hierfür ein breites öffentliches Bewusstsein schaffen.
Weiterbildung und Qualifizierung werden in einer sich sehr schnell verändernden Welt immer wichtiger für die persönliche und berufliche Fortentwicklung. Die meisten Jobs verlangen heute eine höhere Qualifikation als noch vor ein paar Jahren. Und die technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen erfordern eine kontinuierliche Anpassung und ein ständiges Weiterlernen, um den wachsenden Herausforderungen im persönlichen und beruflichen Bereich gerecht zu werden.
Grundlagenvertrag unterschrieben
55. Fußball-Lehrer-Lehrgang in Köln beendet
Grundlagenvertrag unterschrieben
Frankfurt/Duisburg, 30. April 2009 -Die führenden Repräsentanten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Ligaverbandes haben am heutigen Donnerstag in Frankfurt am Main den neuen Grundlagenvertrag unterschrieben. Das Vertragswerk zwischen dem DFB und dem Ligaverband, das am 1. Juli 2009 in Kraft tritt und bis 30. Juni 2012 läuft, wurde zuvor einstimmig im DFB-Präsidium verabschiedet. Zuvor hatten bereits der Vorstand des Ligaverbandes auf seiner Sitzung am 31. März 2009 und der Außerordentliche DFB-Bundestag am 24. April 2009 in Düsseldorf zugestimmt.
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger äußerte nach der Vertragsunterzeichnung: „Der neue Grundlagenvertrag garantiert weiterhin die Einheit und Solidarität des deutschen Fußballs. Auf dieser Basis werden DFB und Ligaverband ihre bewährte Zusammenarbeit fortsetzen.“ Ligaverbands-Präsident Dr. Reinhard Rauball erklärte: „Zum Miteinander von Profis und Amateuren gibt es keine Alternative. Das eindrucksvolle Votum des DFB-Bundestages für den neuen Grundlagenvertrag ist ein wichtiges Signal, um auch in Zukunft vertrauensvoll alle wichtigen Fragen gemeinsam zu erörtern und zu lösen.“

55. Fußball-Lehrer-Lehrgang in Köln beendet
 DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Ausbildungsleiter Frank Wormuth haben am heutigen Donnerstag in Köln 24 neue Fußball-Lehrer ausgezeichnet und ihnen die Prüfungsurkunde überreicht. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde ging damit der neu strukturierte und bislang zeitlich längste Fußball-Lehrer-Lehrgang nach elfmonatiger Ausbildungszeit zu Ende. 24 der 25 Lehrgangsteilnehmer konnten sich über ihre UEFA Pro Lizenz freuen; lediglich ein Trainer hat den Lehrgang noch nicht bestanden und muss sich einer Teil-Nachprüfung unterziehen.
Zu den erfolgreichen Teilnehmern des Lehrgangs, der an der Hennes-Weisweiler-Akademie auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt wurde, gehören unter anderem Holger Stanislawski, Trainer des FC St. Pauli, die ehemaligen Zweitligatrainer Christian Wück (zuletzt Rot Weiss Ahlen) und Christian Hock (zuletzt SV Wehen Wiesbaden) sowie der 21-fache Nationalspieler Steffen Freund, der 1996 mit der DFB-Auswahl in England Europameister wurde.

„Eine wichtige und positive Erkenntnis des Lehrgangs war, dass sich die theoretischen und praktischen Inhalte ideal ergänzt haben”, so Ausbildungsleiter Frank Wormuth. „Vor allem dem großen Engagement der Lehrgangsteilnehmer spreche ich – sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene – meinen höchsten Respekt aus. Sie haben die neuen Rahmenbedingungen des Fußball-Lehrer-Lehrgangs sichtlich mit Leben gefüllt und es hat dem gesamten Ausbildungsstab wie auch mir große Freude bereitet, mit den 25 Trainern auf konstruktiver Ebene zusammen zu arbeiten. Wir haben im Rahmen des Lehrgangs die Bestätigung erhalten, dass wir in der Trainerausbildung auf dem richtigen Weg sind und werden auf Grund der gesammelten Erfahrungen die Ausbildungsinhalte weiter optimieren sowie strukturell einige Modifizierungen vornehmen”, so Wormuth weiter.
Lehrgangsbester ist St. Paulis Trainer Holger Stanislawski, als Zweitbeste des Lehrgangs schnitt die ehemalige Nationalspielerin (47 Länderspiele) Anouschka Bernhard ab, die heute als Jugend-Koordinatorin für Hertha BSC Berlin zuständig ist. Das drittbeste Ergebnis erzielte Stefan Sartori.
Die Ausbildungsdauer des Fußball-Lehrer-Lehrgangs wurde mit Frank Wormuths Amtsübernahme im vergangenen Jahr von sechs auf elf Monate Ausbildungszeit verlängert. Hinter den Absolventen liegen 980 Unterrichtseinheiten, ein insgesamt neunwöchiges Praktikum und Vorträge von 43 Gastreferenten, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw sowie die Bundesliga-Trainer Christoph Daum und Ralf Rangnick.

Die Absolventen des 55. Fußball-Lehrer-Lehrgangs:
Dirk Anders, Patrick Baier, Manfred Bender, Anouschka Bernhard, Henning Bürger, Serdar Dayat, Atli Edvaldsson, Sascha Eickel, Steffen Freund, Brent Goulet, Matthias Hamann, Christian Hock, Lars Leese, Carsten Müller, Heiko Nowak, Markus Reiter, Stefan Sartori, Stephan Schmidt, Slaven Skeledzic, Holger Stanislawski, Ronny Teuber, Lars Tiefenhoff, Ayhan Tumani, Christian Wück.

14 Weltmeisterinnen im Brasilien-Aufgebot
Duisburg, 7. April 2009 - Mit 14 Weltmeisterinnen geht Silvia Neid in die Neuauflage des Frauen-WM-Endspiels von 2007 gegen Brasilien am 22. April 2009 (18:15 Uhr, live im ZDF) in der Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main. Dabei stehen der DFB-Trainerin, die ein 20 Spielerinnen umfassendes Aufgebot nominiert, die beim Algarve-Cup im März noch verletzt fehlenden Birgit Prinz, Annike Krahn und Simone Laudehr wieder zur Verfügung. „Ich denke, mit diesem Kader sind wir sehr gut für diese Begegnung aufgestellt“, sagt Silvia Neid.
Deswegen lässt sie auch keinen Zweifel an dem Ziel für die Partie. „Wenn ich spiele, will ich immer gewinnen“, erklärt die DFB-Trainerin. Und das gilt erst recht, wenn es gegen starke Gegner wie Brasilien geht. „Solche Duelle sind Herausforderungen, da können die Spielerinnen zeigen, was in ihnen steckt“, sagt sie. Und dass die Südamerikanerinnen ihrem Team alles abverlangen werden, steht für sie außer Frage. „Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren dreimal gegen Brasilien gespielt, insofern kennen wir deren Qualitäten sehr genau. Sie haben Weltklasse-Spielerinnen in ihren Reihen, die, jede für sich, ein Spiel allein entscheiden können. Gegen so einen Gegner darf man sich keine Fehler erlauben und muss mit höchster Konzentration über 90 Minuten spielen“, so Silvia Neid, die sich mit ihren Assistentinnen Ulrike Ballweg und Maren Meinert noch einmal Videos der Brasilianerinnen anschauen wird.

Die DFB-Trainerin freut sich aber auch mit Blick auf die EURO vom 23. August bis 10. September 2009 in Finnland auf das Aufeinandertreffen mit Brasilien. „Grundsätzlich sind Spiele gegen starke Gegner wichtig für die Weiterentwicklung jeder einzelnen Spielerin. In solchen Begegnungen werden nämlich manche Schwächen aufgedeckt, so dass wir Erkenntnisse sammeln können, woran wir bis zur EM-Endrunde noch arbeiten müssen“, erklärt Silvia Neid. Eine Aussage, die die DFB-Trainerin nicht allein auf die Youngster im Team wie Kim Kulig und Bianca Schmidt, die sich nach einem starken Einstand gegen die Volksrepublik China und beim Algarve-Cup zu Beginn des Jahres eine erneute Nominierung verdient haben, gemünzt wissen will. „Jeder kann sich jederzeit verbessern“, betont Neid.
Zum sportlichen Reiz gesellt sich beim Prestigeduell des Weltmeisters gegen den Vize-Weltmeister aber auch der Zuschauer-Faktor. „Natürlich kriegen wir das mit, dass der Karten-Vorverkauf so gut läuft. Wir freuen uns auf die tolle Kulisse in der Commerzbank-Arena und möchten die Fans auch mit einer guten Leistung für ihr Kommen belohnen“, sagt Silvia Neid, die weiterhin auf die am Knie verletzten Kerstin Stegemann und Ariane Hingst verzichten muss.

Lukas Podolski spendet 5000 Euro für Fair-play-Aktion
Duisburg, 3. April 2009 - Nationalspieler Lukas Podolski wird 5000 Euro an eine Fair-play-Aktion des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spenden. Der 23-Jährige räumte ein, dass sein Verhalten im WM-Qualifikationsspiel gegen Wales, als er Kapitän Michael Ballack attackiert hatte, falsch war und das Team in Misskredit gebracht hat.
Nachdem er am Donnerstag noch einmal über sein Verhalten nachgedacht hatte, teilte der 62-malige Nationalspieler telefonisch Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff seine Entscheidung am heutigen Freitag mit. DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger begrüßte Podolskis Entschluss und bezeichnete ihn als „gute und richtige Geste angesichts seines inakzeptablen Verhaltens“.
Dr. Zwanziger hatte zuvor in einem Gespräch mit der Führung der Nationalmannschaft noch einmal seine Missbilligung der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Lukas Podolski und Michael Ballack zum Ausdruck gebracht. Zwar schätze er die Schnelligkeit und Weitsicht, mit der Trainer sowie Manager noch in der Nacht nach dem Spiel auf das Fehlverhalten des Bayern-Profis reagiert hätten, als Präsident des DFB habe er aber darüber hinaus auch darauf zu achten, dass die Nationalmannschaft als das Aushängeschild des deutschen Fußballs dieser Aufgabe gerecht werde.
Deshalb habe er auch auf das intensive Medien-Echo reagiert und sich die TV-Bilder nach seiner Rückkehr in die DFB-Zentrale angesehen. „Vor Ort musste man zunächst von einer Meinungsverschiedenheit zweier Mitspieler ausgehen, wie sie immer mal wieder vorkommen kann und wird. Dieser Fall liegt aber natürlich gänzlich anders. Bei allem sportlichen Erfolgstreben ist es die Pflicht des Teams, als Botschafter für Toleranz, Fairness und Gewaltlosigkeit einzutreten. Solche Szenen geben ein fatales Bild für das Team und insbesondere auch für den einzelnen Spieler ab. Für die Jugendlichen sind gerade junge Nationalspieler wie Lukas Podolski Idole, denen sie nacheifern wollen. Als Profi hat man eine Vorbildfunktion und damit eine gesellschaftliche Verantwortung, der man sich auch bewusst sein muss. Das erwarte ich von jedem Einzelnen, in jedem Spiel”, sagte der DFB-Präsident.
Auch Teammanager Oliver Bierhoff zeigte sich erfreut darüber, „dass Lukas durch eine öffentliche Geste seine Verantwortung annimmt“. Immer wieder würde die sportliche Führung der DFB-Auswahl betonen, wie viel Wert sie neben den sportlichen Aspekten auch auf die charakterlichen Eigenschaften legen würde.
“Wir haben Lukas in unserem Gespräch nach dem Spiel daher auch deutlich mitgeteilt, dass ein solches Verhalten inakzeptabel ist und dies nicht mehr passieren darf. Wir waren deshalb sehr froh darüber, mit Michael und Lukas noch in der Nacht die Probleme ausräumen zu können. Damit war für uns das Thema intern geklärt“, so Bierhoff.
Struktur des Grundlagenvertrages unverändert
Duisburg, 1. April 2009 - Die im Zusammenhang mit der bevorstehenden Verlängerung des Grundlagenvertrages zwischen DFB und Ligaverband in einem Teil der Medien aufgestellte Behauptung, der DFB-Anteil an den TV- und Ticketingeinnahmen der Liga würde sinken, ist falsch. Die dreiprozentige Vergütung für die Bundesliga-Rechte wird auch in den nächsten drei Jahren in voller Höhe bestehen bleiben. Wie in der Vergangenheit wird der DFB den Ligaverband auch in Zukunft an den Einnahmen der Nationalmannschaft beteiligen.
In dem Zeitraum vom 1. Juli 2001 bis 30. Juni 2008 betrug der Saldo zwischen diesen beiden Zahlungsströmen durchschnittlich 4,5 Millionen Euro. Mit Blick auf die zukünftigen, nicht zuletzt auf Grund der Finanzkrise unsicheren Erlöse sind DFB und Ligaverband überein gekommen, diesen Saldo für die nächsten drei Jahre im Interesse der Planungssicherheit festzuschreiben und somit wie folgt zu deckeln: jeweils 4,75 Millionen Euro für die Spielzeiten 2009/2010 und 2010/2011 sowie sechs Millionen Euro für die Saison 2011/2012. Diese Vereinbarung wird gültig, sobald sie durch das DFB-Präsidium nach dem Außerordentlichen DFB-Bundestag am 24. April 2009 in Düsseldorf beschlossen wird.