Archiv Politik  aktuell  - März 2008  

 

Montag, 31. März 2008

Bundesregierung fordert Einhaltung der Menschenrechte in Belarus

In Belarus hat es erneut Übergriffe von Sicherheitsbehörden auf Journalisten gegeben. Die Bundesregierung rief die weißrussischen Behörden auf, die europäischen Ideale von Demokratie und Menschenrechte im eigenen Land zu verwirklichen.

 

Lindemann: Diskussion um Pestizidbelastung bei Wein sachlich führen

Als Reaktion auf Meldungen zur Belastung von Weinen mit Pflanzenschutzmitteln, die angeblich "alarmierend" seien, stellt Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, fest: "Wenn wir eine ernstzunehmende Diskussion führen wollen, sollten wir auf einer sachlichen Ebene bleiben und keine Panik schüren ..."

 

Gesetzliche Neuregelungen zum 1. April 2008

Im April treten einige Neuregelungen in Kraft. Änderungen im Waffenrecht sollen die innere Sicherheit erhöhen und den Waffenhandel erschweren. Familien erhalten einen gesetzlichen Anspruch darauf, die Abstammung eines Kindes ohne Gerichtsverfahren zu klären. Das neue Gentechnikrecht erhöht die Transparenz in Forschung und Anbau und trägt zur Sicherheit der Verbraucher bei.

 

JobPerspektive: Grünes Licht der EU

Die Europäische Kommission hat entschieden, dass der Beschäftigungszuschuss für langzeitarbeitslose Menschen mit Vermittlungshemmnissen keine Beihilfe ist. Dazu erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Ab 1. April 2008 gilt für alle Arbeitgeber der im Oktober 2007 zunächst mit einer   Übergangsregelung eingeführte Beschäftigungszuschuss für langzeitarbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige über 18 Jahren mit besonderen Vermittlungshemmnissen (JobPerspektive) ...

 

Leuchtturmprojekt Demenz – Projekte ausgewählt

Ziel des "Leuchtturmprojektes Demenz" ist die Verbesserung der Versorgung demenziell erkrankter Menschen. Das Bundesministerium für Gesundheit plant 2008 und 2009 insgesamt 13 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung zu stellen. Nachdem 106 Förderanträge fristgerecht eingegangen sind, wurden jetzt 29 vielversprechende Vorhaben ausgewählt. Es handelt sich um Projekte, die durch ihre Vorbildfunktion dazu beitragen werden, die medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen weiter zu entwickeln.

 

Tourismusbeauftragter Hinsken: Tourismusberufe sind gefragt

"Immer mehr junge Menschen sehen ihre Zukunftsperspektiven in der Tourismuswirtschaft." Dies stellt der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus, Ernst Hinsken, MdB, angesichts der steigenden Ausbildungszahlen in dieser Wachstumsbranche zum Beginn der Reisesaison fest. Mehr als 117.000 Ausbildungsverträge bestehen im Tourismusgewerbe, davon über 91 Prozent in den gastgewerblichen Berufen.

 

Südafrika öffnet Markt für deutsches Schweinefleisch

Südafrika setzt zur Fußball-Weltmeisterschaft auf deutsches Grillsteak und Bratwürste aus deutschem Schweinefleisch, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Gerd Müller nach seinen Regierungsgesprächen in Pretoria.

 

Freitag, 28. März 2008

Verbraucherpreise März 2008: Voraussichtlich + 3,1% gegenüber März 2007
Heute, 28. März 2008: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im März 2008 ? nach vorliegenden Ergebnissen aus sechs Bundesländern ? gegenüber März 2007 voraussichtlich um 3,1% erhöhen (Februar 2008: + 2,8%).

Gesetzliche Änderungen zum 1. April
Im April treten einige Neuregelungen in Kraft. Änderungen im Waffenrecht sollen die innere Sicherheit erhöhen und den Waffenhandel erschweren. Familien erhalten einen gesetzlichen Anspruch darauf, die Abstammung eines Kindes ohne Gerichtsverfahren zu klären. Das neue Gentechnikrecht erhöht die Transparenz in Forschung und Anbau und trägt zur Sicherheit der Verbraucher bei.

Änderung des Waffengesetzes
Mit der Änderung des Waffenrechts folgt Deutschland Verpflichtungen und Empfehlungen der Vereinten Nationen. Ziel ist es, die innere Sicherheit zu verbessern und dem illegalen Waffenhandel zu begegnen.
Künftig ist es grundsätzlich verboten, Waffenimitate in der Öffentlichkeit zu führen. Sie sind oft kaum vom Original zu unterscheiden und bergen dadurch erhebliche Risiken für den Besitzer. Auch Messer mit einer Klingenlänge über 12 Zentimeter und andere Stich-, Hieb- und Stoßwaffen dürfen nicht öffentlich getragen werden. Nur wer ein berechtigtes Interesse (zum Beispiel Berufsausübung, Brauchtumspflege, Sport) nachweisen kann, darf weiterhin derartige Messer führen.
Wegen ihres spezifischen Gefährdungs- und Missbrauchspotenzials werden auch Distanz-Elektroimpulsgeräte verboten. Sie waren bisher auf dem Markt vor allem unter der Bezeichnung Air-Taser bekannt und erhältlich.
Außerdem soll die Herkunft von Waffen zukünftig leichter nach verfolgt werden können. Dafür werden sie nun über einen langen Zeitraum hinweg markiert und registriert. Bei Grenzübertritten mit Waffen muss in beiden betroffenen Staaten eine Genehmigung eingeholt werden. Durch die weltweite Nachverfolgbarkeit soll verhindert werden, dass immer mehr Waffen "illegal" werden. Weitere Informationen: Bundesministerium des Innern

Gesetz zur Vaterschaftsfeststellung
Ziel der Neuregelung ist es, die Abstammung eines Kindes auch ohne Vaterschaftsanfechtungsverfahren klären zu können.
Bisher konnte die Vaterschaft durch ein privates Gutachten geklärt werden, wenn alle Beteiligten hiermit einverstanden waren. Verweigerte jedoch zum Beispiel die Mutter die Überprüfung, blieb dem Vater nur der Weg, die Vaterschaft anzufechten. Das hatte zur Folge, dass nach einer erfolgreichen Anfechtungsklage auch die rechtliche Bindung zwischen Vater und Kind beendet war. Mit der neuen Regelung können alle Betroffenen die Vaterschaft überprüfen, ohne dass hieraus gleich schwerwiegende rechtliche Konsequenzen erwachsen.
Es gibt künftig zwei verschiedene Verfahren, um die Vaterschaft zu klären: Neben die schon existierende Anfechtung der Vaterschaft tritt das neue Verfahren auf Klärung der Abstammung. Das neue Verfahren sieht einen Anspruch auf Klärung der Abstammung vor. Diesen Anspruch haben Vater, Mutter und Kind jeweils gegenüber den anderen beiden Familienangehörigen. Die Betroffenen müssen also in die genetische Abstammungsuntersuchung und die Entnahme der erforderlichen Proben einwilligen. Dieser Anspruch ist an keine Frist gebunden. Wird die Einwilligung versagt, kann sie vom Familiengericht ersetzt werden. Um dem Kindeswohl Rechnung zu tragen, kann allerdings in außergewöhnlichen Fällen das Verfahren ausgesetzt werden. Dies gilt etwa in besonderen Lebenslagen und Entwicklungsphasen des Kindes. Das Verfahren kann dann später wieder aufgenommen werden, wenn ein günstigerer Zeitpunkt für ein Abstammungsgutachten gegeben ist. Im Fall der Nicht-Vaterschaft ändert sich an der rechtlichen Situation der Familie zunächst nichts.

Das zweifelnde Familienmitglied hat die Wahl, ob es eines oder beide Verfahren in Anspruch nehmen will. Ein Vater kann beispielsweise erst den Anspruch auf Klärung der Vaterschaft durchsetzen. Anschließend kann er entscheiden, ob er auch die Vaterschaft anfechten will.
Das Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren wird in den nächsten Tagen im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am darauffolgenden Tag in Kraft.
Weitere Informationen: Bundesministerium der Justiz

Gentechnik
Das neue Gentechnikrecht setzt den Rahmen für die weitere Entwicklung und Nutzung der Gentechnik in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen. Folgende Regelungen zum Gentechnikrecht treten nach ihrer Verkündung im Bundesgesetzblatt in den nächsten Tagen in Kraft:
Erstes Gesetz zur Änderung des EG-Gentechnik-Durchführungsgesetzes
Viertes Gesetz zur Änderung des Gentechnikgesetzes
Verordnung über die gute fachliche Praxis bei der Erzeugung gentechnisch veränderter Pflanzen (Gentechnik-Pflanzenerzeugungsverordnung)
2. Verordnung zur Änderung gentechnikrechtlicher Vorschriften.

Damit werden erstmals konkrete Anforderungen an die Koexistenz von gentechnisch veränderten Pflanzen (GV-Pflanzen) und gentechnikfreien Pflanzen formuliert. So wird beispielsweise der Mindestabstand, der zwischen konventionellen/ökologischen Maiskulturen und GV-Mais einzuhalten ist, festgelegt. Außerdem wird die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" verbessert und das öffentliche Standortregister weiterentwickelt. Zahlreiche Verfahrenserleichterungen sollen darüber hinaus die Forschungsbedingungen erleichtern.

Die Biotechnologie stellt eine wichtige Zukunftsbranche für Forschung und Wirtschaft dar. Sie ist bereits weltweit etabliert. Der Schutz von Mensch und Umwelt ist oberstes Ziel des deutschen Gentechnikrechts. Die Wahlfreiheit der Landwirte und Verbraucher und die Koexistenz der unterschiedlichen Bewirtschaftungsformen müssen gewährleistet bleiben.

Weitere Informationen: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Verbesserung der Einreisekontrollen
Am 1. April 2008 tritt dass Dritte Gesetz zur Änderung des Bundespolizeigesetzes in Kraft.

Es setzt eine europäische Richtlinie in deutsches Recht um. Künftig müssen Beförderungsunternehmen auf Anforderung der Grenzschutzbehörden bei Flügen aus Drittstaaten in die EU-Mitgliedsländer bestimmte Passagierdaten vorab elektronisch übermitteln. Dadurch können Flugpassagiere an den Flughäfen schneller und noch gründlicher grenzpolizeilich überprüft werden. Ziel ist es, die Einreisekontrollen zu verbessern und die illegale Einwanderung zu bekämpfen.

Entlastung der Arbeits- und Sozialgerichte
Das Gesetz zur Änderung des Sozialgerichtsgesetzes und des Arbeitsgerichtsgesetzes soll die sozial- und des arbeitsgerichtlichen Verfahren erleichtern und damit zu einer Entlastung der Gerichte beitragen.

Sozialrechtlicher Teil:
Künftig sind die Landessozialgerichte erstinstanzlich zuständig für Verfahren, in denen es um übergeordnete Rechtsfragen und nicht um Tatsachenfragen des Einzelfalles geht. Der Schwellenwert zur Berufung vor den Landessozialgerichten wird für natürliche Personen von 500 Euro auf 750 Euro und für Erstattungsstreitigkeiten zwischen juristischen Personen von 5.000 Euro auf 10.000 Euro angehoben. Darüber hinaus werden die prozessrechtlichen Mitwirkungspflichten der Parteien strengeren Anforderungen unterzogen. Die Verfahren sollen dadurch im Interesse der Prozessparteien erheblich verkürzt werden.

Arbeitsrechtlicher Teil:
Der neu eingeführte Gerichtsstand des Arbeitsortes erleichtert Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche. Zur Verfahrensbeschleunigung wird die Alleinentscheidungsbefugnis des Vorsitzenden erweitert. Auch die nachträgliche Zulassung von Kündigungsschutzklagen wird vereinfacht und der Rechtsweg zum Bundesarbeitsgericht eröffnet.

Vereinfachung statistischer Vorschriften
Ziel des Gesetzes zur Vereinfachung und Anpassung statistischer Rechtsvorschriften ist es, die Wirtschaft von statistischen Berichtspflichten zu entlasten: Nach geltendem Recht werden bei 41.000 Handwerksunternehmen, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen, mittels Befragung vierteljährliche Konjunkturerhebungen durchgeführt. Künftig ersetzt die Auswertung von Verwaltungsdaten diese Befragungen.
Darüber hinaus werden verschiedene statistische Vorschriften an europäisches Recht angepasst.
 

Wie bewerbe ich mich richtig?

Jugendliche, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, sollten sich jetzt für einen Ausbildungsplatz bewerben. Unterstützt vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung bieten die Tageszeitungen Hürriyet, Freie Presse und Ostsee-Zeitung Tipps und kompetente telefonische Beratung an.

 

Transrapid München ist zu teuer

Das Transrapid-Projekt in München wird wegen drastischer Kostensteigerungen nicht gebaut. Bund und Freistaat Bayern sind sich einig: Das Projekt wird nach der neuesten Kostenschätzung von über drei Milliarden Euro nicht weiter verfolgt.

 

"Das Vertrauen in die Finanzinstitute hat gelitten"

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos spricht im Handelsblatt über die Finanzkrise und angeschlagene Banken.

 

Donnertag, 27. März 2008

Konsumklima zuversichtlich

Mehr Zuversicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern: Das ist das Ergebnis der jüngsten Konsumklimastudie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Bei besseren Konjunkturerwartungen legen Einkommenserwartungen und Anschaffungsneigung deutlich zu.

 

Gute Auftragslage schafft neue Arbeitsplätze

Die deutsche Metall- und Elektrobranche verzeichnet einen neuen Arbeitsplatzrekord. Dank der guten Auftragslage konnten allein im Januar 27.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch der Ausbildungsmarkt in diesem Bereich vermeldet starke Zuwächse. 

 

Konjunktur gewinnt weiter Schubkraft

Ob aktuelle Lage oder Geschäftaussichten in den kommenden sechs Monaten: Deutsche Unternehmen beurteilen ihre Lage im März erneut besser als im Vormonat. Der ifo-Geschäftsklimaindex kletterte gegenüber Februar um 0,7 Prozentpunkte auf 104,8.

 

1.818 Asylbewerber im Februar 2008; 523 Asylbewerber aus dem Irak

Im Februar 2008 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 1.818 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber sank im Vergleich zum Vormonat um 579 Personen (‑24,2 Prozent) , stieg aber gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2007 um 519 Personen (39,9 Prozent) an.

 

Beginn der Sommerzeit

Am 30. März 2008 - letzter Sonntag im März - um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beginnt in der Bundesrepublik Deutschland wieder die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Zu diesem Zeitpunkt werden die Uhren um eine Stunde von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt.

 

Mittwoch, 26. März 2008

Tibet-Konflikt braucht Aufklärung, Transparenz und Dialog

Für die Bundesregierung ist der Zugang ausländischer Medien und Beobachter nach Tibet unverzichtbar. Zur Lösung des Konflikts sollten die Tibeter und die chinesische Regierung in einen friedlichen Dialog treten. Dies forderte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin.

 

Energie-"Tatort" Büro

Auch am Schreibtisch lässt sich einiges an Energie sparen. Fachleute schätzen bis zu 30 Prozent.
 

Weniger Unfälle im Januar 2008 auf deutschen Straßen

FotoNach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Januar 2008 von der Polizei 175 300 Straßenverkehrsunfälle aufgenommen, 1,2% weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Sachschadensunfälle zurückzuführen, die um 1,6% auf 153 100 gesunken sind. Dagegen wurden 1,1% mehr Unfälle mit Personenschaden (22 200) gezählt. Bei diesen Unfällen starben 353 Verkehrsteilnehmer, 1,1% mehr als im Januar 2007. Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Verletzten um 0,3% auf 28 400.

 

55% der deutschen Eisenerzimporte kommen aus Brasilien

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2007 nach vorläufigen Ergebnissen 46 Millionen Tonnen Eisenerz im Wert von 2,4 Milliarden Euro nach Deutschland eingeführt. Das waren mengenmäßig 3,0% und wertmäßig 8,1% mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2005 bedeutet dies sogar eine wertmäßige Steigerung um 34,1%.

Dienstag, 25. März 2008

Vereinigte Arabische Emirate kündigen Marktöffnung für deutsches Geflügel und Rindfleisch an

Regierungsvertreter der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) kündigten die Marktöffnung für deutsches Geflügel- und Rindfleisch an, teilt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Gerd Müller mit.

 

Telefonaktion "Wie bewerbe ich mich richtig?"

Wer kurz vor dem Schulabschluss steht, sollte sich jetzt für einen Ausbildungsplatz bewerben. Unterstützt vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, bietet die Tageszeitung „Nordkurier“ Jugendlichen am Donnerstagnachmittag Tipps und kompetenten Rat dafür.

 

Bundesminister Steinmeier zu den Wahlen und zum Referendum in Taiwan

Zeitgleich mit den Wahlen in Taiwan fand ein Referendum zu der Frage statt, ob ein Beitritt zu den Vereinten Nationen angestrebt werden soll. Hierzu erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin: "Die Bundesregierung begrüßt die Wahlen in Taiwan. Deutschland unterstützt die demokratischen Werte Taiwans und die wirtschaftliche Entwicklung der Insel. Im Interesse des Friedens und der Sicherheit in der Region erhoffen wir uns jetzt einen friedlichen Dialog beider Seiten, der zu einer dauerhaften Entspannung der Situation an der Taiwan-Straße führt ..."

 

Karfreitag, 21. März 2008

75 Jahre Ermächtigungsgesetz: Erinnern an die parlamentarische Kapitulation vor Hitler

Am 23. März 1933 verabschiedete der Reichstag das "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich". Das sogenannte Ermächtigungsgesetz bildete die rechtliche Grundlage für die Auflösung des demokratischen Rechtsstaats und die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie. Sie markierte den formalen Schritt zur Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland.

 

Kriminalitätsopfer haben Rechte

Zypries: "Zu den zentralen Aufgaben eines Rechtsstaates gehört es nicht nur, Straftaten zu verfolgen und zu sanktionieren. Ebenso wichtig ist es, diejenigen zu unterstützen, deren Rechtsgüter verletzt wurden. Sie müssen vor weiteren Belastungen geschützt, ihre Schäden müssen ausgeglichen werden. Deshalb haben wir mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen im Bereich des Strafrechts und des Zivilrechts die Opferrechte gestärkt ..."

 

Zahl der geförderten Studierenden deutlich erhöht

Die aktuellen Zahlen in der Begabtenförderung zeigen einen signifikanten Anstieg: Rund 0,9 Prozent der Studierenden bekommen derzeit ein Stipendium, im Jahr 2005 lag die Förderquote noch bei 0,7 Prozent ...

 

125 Jahre internationaler Schutz für Innovationen

Vor 125 Jahren wurde die Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutze des gewerblichen Eigentums (PVÜ) geschlossen. Es ist das erste multilaterale Übereinkommen, das umfassende Regelungen zum gewerblichen Rechtsschutz enthält. Für Deutschland ist die PVÜ im Jahre 1903 in Kraft getreten. Heute gehören ihr 172 Vertragsstaaten an.

 

Ozeaneum wird weiterer Magnet

Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, hat in Stralsund einen symbolischen Scheck der Bundesregierung über fünf Millionen Euro für den Weiterbau des Ozeaneums überreicht ...

 

Donnerstag, 20. März 2008

Deutscher Städte- und Gemeindebund zum "Tag des Wassers 2008"
Kommunale Strukturen der Wasserwirtschaft haben Spitzenniveau - Vorrang von Gesundheits- und Umweltschutz dauerhaft sichern
"Die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser sowie eine sichere und umweltgerechte Abwasserentsorgung sind elementare Ansprüche des Bürgers, die die Städte und Gemeinden in Deutschland auch in Zukunft zu verträglichen Gebühren gewährleisten," erklärte heute der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Dr. Gerd Landsberg zum Weltwassertag am 22. März 2008. Der diesjährige Weltwassertag steht unter dem Motto "Sichere Sanitärversorgung weltweit gewährleisten".
"Aufgrund erheblicher Investitionen der Städte und Gemeinden hat die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Deutschland im internationalen Vergleich ein Spitzenniveau erreicht. Leitungswasser kann in Deutschland zu jeder Zeit und an jedem Ort bedenkenlos getrunken werden," so Landsberg.
Insgesamt sind von den über 6 000 überwiegend kommunalen Unternehmen im Bereich der Wasserversorgung seit 1990 mehr als 35 Milliarden Euro in die Erhaltung, Modernisierung und den weiteren Ausbau der Wasserversorgungsanlagen investiert worden, um den Verbrauchern jederzeit ein qualitativ hochwertiges Trinkwasser anbieten zu können. Kommunale Kooperationen und eine effiziente Betriebsführung werden auch in den kommenden Jahren eine sichere Wasserversorgung auf hohem Niveau gewährleisten.

Landsberg warnte in diesem Zusammenhang davor, die bewährten Strukturen der Wasserversorgung zu Gunsten einer Liberalisierung des Wassermarktes in Frage zu stellen. "Fragen der Trinkwasserqualität, der Verfügbarkeit von Leitungsnetzen und die Transportfähigkeit sind bei Wasser völlig anders zu bewerten als etwa im Bereich der Stromwirtschaft. Daher ist die Trinkwasserversorgung im Leistungsspektrum kommunaler Unternehmen besonders gut aufgehoben. Grund ist, dass für die kommunale Wasserwirtschaft der Versorgungsauftrag der Bevölkerung an erster Stelle steht. Dieser wird zwar mit unternehmerischen Mitteln, aber nicht unter reinen Renditegesichtspunkten erfüllt," so Landsberg.
Wasser ist eines der bestkontrollierten Lebensmittel und gibt es im Schnitt für 1,70 Euro je Kubikmeter frei Haus. Hervorhebenswert ist zudem, dass trotz des hohen Qualitätsniveaus sowohl die Trinkwasserpreise als auch die kommunalen Abwassergebühren weitgehend stabil geblieben sind. So sind die Trinkwasserpreise in Deutschland im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um weniger als 1,5 % gestiegen. Die durchschnittliche Preiserhöhung für Trinkwasser für Haushaltskunden lag damit - wie schon in den Vorjahren - deutlich unterhalb der Inflationsrate.
Auch im Bereich der Abwasserentsorgung ist in Deutschland eine stabile Gebührenentwicklung zu beobachten. Die durchschnittliche Gebührenerhöhung im Bereich der Abwasserbeseitigung betrug in den Jahren 2005 und 2006 lediglich ca. 1,6 %. Die Bürger mussten somit im Mittel lediglich 35 Cent für die Ableitung und Behandlung des Schmutz- und Niederschlagswassers pro Tag und Einwohner ausgeben. Für den Abrechnungszeitraum 2007 und auch für 2008 erwartet der DStGB eine vergleichbare Gebührenentwicklung.
"Mit jährlichen Investitionen von über 5 Milliarden Euro leisteten Kommunen und deren kommunale Unternehmen auch im Bereich der öffentlichen Abwasserbeseitigung einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung", so Landsberg.


Lebensunterhalt aus eigener Kraft

Ein weiterentwickelter Kinderzuschlag und Verbesserungen beim Wohngeld sollen mit der Hilfebedürftigkeit vieler Familien Schluss machen. Rund 150.000 Kinder profitieren davon.

 

Flucht und Vertreibung aufarbeiten

Im letzten Jahrhundert sind Millionen von Menschen vertrieben worden. An dieses Unrecht und Leid soll künftig in Berlin erinnert werden. Das Bundeskabinett beschloss deshalb die Konzeption für das "Sichtbare Zeichen gegen Flucht und Vertreibung".

 

Bürgerservice verbessern

Bequem von zu Hause Formulare ausfüllen und Informationen einholen. Dies ist ein Ziel moderner Verwaltung. Das Bundeskabinett beschloss den Umsetzungsplan 2008, das diesjährige Arbeitsprogramm auf dem Weg zu einer leistungsfähigeren Verwaltung.

Mittwoch, 19. März 2008

Entscheidung des Kabinetts zur Wohngelderhöhung
Die Erhöhung soll nun insgesamt 560 Millionen Euro betragen. Damit wird das Wohngeld für die Empfänger um durchschnittlich zwei Drittel erhöht.
Die Eckpunkte entsprechen dem von Tiefensee im Februar vorgestellten Konzept. Die Bundesländer haben dem Konzept bereits letzte Woche zugestimmt.
Nach dem Tiefensee-Konzept wird beim Wohngeld eine Heizkostenkomponente neu eingeführt, um den deutlich gestiegenen Heiz- und Energiekosten Rechnung zu tragen. Außerdem werden die Tabellenwerte und die Miethöchstbeträge um je 10 Prozent erhöht, um die Mietentwicklung seit der letzten Wohngelderhöhung auszugleichen.
Insgesamt wird das Wohngeld im Durchschnitt von 90 auf 150 Euro monatlich steigen. Von den Verbesserungen werden ab 2009 rund 850.000 Haushalte profitieren.
"Mit der Wohngeldanpassung helfen wir Menschen mit wenig Geld, gut zu wohnen. Das hilft vor allem Rentnern und Familien mit Kindern", sagte Tiefensee. "Gleichzeitig werden die Kommunen finanziell entlastet. Die so eingesparten Gelder können die Gemeinden dann in kommunale und soziale Projekte vor Ort investieren."

Die Neuregelungen sollen zum 1. Januar 2009 in Kraft treten.
 

Weitergabe von Telefon- und Internetverbindungsdatendaten gestoppt

Der nordrhein-westfälische Innenminister Dr. Ingo Wolf begrüßt die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, mit der die uneingeschränkte Weitergabe von Telefon- und Internetverbindungsdatendaten gestoppt wird. "Das Gericht folgt damit  unserer Auffassung, dass die Weitergabe der Daten nur in Fällen von schweren Straftaten erfolgen darf. Darauf haben wir bereits im Bundesrat im letzten Jahr ausdrücklich hingewiesen", sagte Wolf heute (19. März) in Düsseldorf. Bedauerlicherweise habe die Mehrheit der Länder diese Auffassung in der Vergangenheit nicht unterstützt. "Eine schrankenlose Weitergabe der Daten greift unverhältnismäßig in die Freiheitsrechte der Bürger ein." 

In dem Beschluss lassen die Karlsruher Richter die Nutzung der gespeicherten Daten nur unter strengen Auflagen zu. Nach Auffassung des Gerichts dürfen gespeicherte Telefon- und Internetverbindungsdatendaten nur in Fällen schwerster Kriminalität an die Strafverfolgungsbehörden weiter gegeben werden. Dabei muss der entsprechende Verdacht durch Tatsachen belegt sein und die  Ermittlungen anders nicht möglich oder wesentlich erschwert werden. Wolf: "Das ist auch richtig, weil der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben muss."

Kulturstaatsminister Bernd Neumann: "Sichtbares Zeichen gegen Flucht und Vertreibung ist herausragender Schritt bei Aufarbeitung deutscher und europäischer Geschichte."

Zum heutigen Kabinettsbeschluss erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann:

 

"König Lustik" in einer Ausstellung

Die hessische Landesausstellung 2008 in Kassel ist einem besonderen Kapitel in der Geschichte des Landes gewidmet. Sie präsentiert das Königreich Westphalen als Modellstaat mit großer Wirkung. Bis heute ist sein Regent Jérôme Bonaparte vor allem unter seinem historischen Spitznamen "König Lustik" bekannt.

 

Mazal Tov – Alles Gute, Israel!

Die Narben der Vergangenheit heilen nicht innerhalb von zwei Generationen. Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede vor der Knesset. Es war die erste Rede eines ausländischen Regierungschefs vor dem israelischen Parlament überhaupt. Extra für die Kanzlerin hatten die Abgeordneten die Regeln des hohen Hauses geändert.

 

Nicht langsam, aber sicher

Überhöhte Geschwindigkeit gehört zu den häufigsten Ursachen für tödliche Verkehrsunfälle. Die Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas!" soll dazu beitragen, das zu ändern.

 

Dienstag, 18. März 2008

Online-Tagebuch (II): Von der Vergangenheit in die Zukunft

Tagebuchnotiz über den zweiten Tag der Israel-Reise

 

Für die Zukunft: deutsch-israelische Regierungskonsultationen

"Im Bewusstsein der Verantwortung Deutschlands für die Shoah unterstreicht die Bundesregierung mit den ersten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen ihre Entschlossenheit zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft." Diese Worte schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Gästebuch des Mahnmals für die ermordeten Kinder.

 

Seehofer lehnt Erhöhung der Milchquote ab

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer hat gegen den Beschluss zur Erhöhung der Milchquote gestimmt. "Eine Anhebung der Quote zum jetzigen Zeitpunkt ist kontraproduktiv und aufgrund der aktuellen Marklage den Milchbauern nicht zu vermitteln und damit das falsche Signal", sagte Seehofer.

 

Bundespolizeipräsidium Potsdam

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuorganisation der Bundespolizei und der offiziellen Ernennung des Präsidenten des Bundespolizeipräsidiums, Herrn Matthias Seeger, hat auch die Pressestelle dieser neuen Bundesoberbehörde ihre Arbeit aufgenommen ...

 

Weizmann Institut für Wissenschaft

Die Ursprünge des Weizmann Instituts gehen auf das Jahr 1934 zurück: Israels späterer erster Staatspräsident Chaim Weizmann gründete mit Mitteln der englischen Familie Sieff das Daniel Sieff Forschungsinstitut für Chemie. Seit 1949 heißt das Institut "Weizmann Institute of Science".

 

Montag, 17. März 2008

Tagebuchnotiz über die Israel-Reise

Wie kommen eigentlich die Reiseberichte auf die Homepage der Bundesregierung? Einer der Redakteurinnen und Redakteure des Bundespresseamts ist immer dabei und berichtet. Dieses Mal auch über persönliche Eindrücke: In Tagebuchform sind hier einige Erlebnisse beschrieben.

 

Besuch zum 60. Jahrestag der Gründung Israels

Bundeskanzlerin Angela Merkel reist für drei Tage nach Israel. Vor 60 Jahren gründete sich dieser Staat. Vor fast 43 Jahren nahmen Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen auf. Mit deutsch-israelischen Regierungskonsultationen beginnen beide Länder ein neues Kapitel ihrer Beziehungen. 

 

David Ben Gurion - Der Vater des Staates Israel

David Ben Gurion, der Staatsgründer Israels, ist in diesem Land allgegenwärtig. 1886 wurde er in Polen geboren. Gestorben ist er 1973 in Tel Aviv. Sein ganzes Leben war er nicht nur ein glühender Vertreter der zionistischen Bewegung, er führte sie auch lange an.

 

Tiefensee: Länder unterstützen Wohngelderhöhung
Entwurf des Masterplans Güterverkehr und Logistik

Tiefensee: Länder unterstützen Wohngelderhöhung
Bauministerkonferenz - Wohngeld

14. März 2008 -"Jetzt ist der Weg für eine Erhöhung des Wohngeldes endgültig frei", so Bundesminister Wolfgang Tiefensee heute am Rand der Bauministerkonferenz in Berlin.
Die Sonderbauministerkonferenz der Länder hat heute in Berlin eine Erklärung verabschiedet, die das von Minister Tiefensee im Februar vorgelegte Konzept für eine Wohngelderhöhung ausdrücklich unterstützt.
Tiefensee: "Ich freue mich sehr, dass die Länder unseren Vorschlag mittragen. Das war eine wichtige Entscheidung. Wohn- und Heizkosten sind in den letzten Jahren besonders für
einkommensschwache Haushalte zu einer zunehmenden Belastung geworden. Jetzt haben wir die Möglichkeit, schnell und effektiv zu helfen."

Seit der letzten Anpassung in 2001 sind die Mieten um rund 10 Prozent gestiegen. Die Heizkosten sogar um 50 Prozent. Bisher wurden die Heizkosten im Wohngeld nicht berücksichtigt.
Von der Verbesserung werden ab 2009 rund 850.000 Haushalte profitieren. Eine Familie mit zwei Kindern könnte dann rund 80 Euro mehr im Monat erhalten. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber der heutigen Leistung um gut 70 Prozent. Ein Rentnerhaushalt in Berlin kann mit rund 42 Euro mehr Wohngeld monatlich rechnen, das ist fast die Hälfte mehr als heute. Insgesamt wird das Wohngeld im Durchschnitt von 90 auf 150 Euro steigen, also um zwei Drittel.

 

Masterplan Güterverkehr und Logistik

14. März 2008 - Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat heute den Entwurf des
Masterplans Güterverkehr und Logistik vorgestellt. Der Masterplan ist ein Handlungskonzept für die künftige Verkehrspolitik und die Entwicklung des Logistik- und Wirtschaftsstandortes Deutschland. Der Plan umfasst ein Bündel von 39 konkreten Maßnahmen, die jetzt dem
Bundeskabinett zugeleitet werden sollen.
"Der Güterverkehr wird in den kommenden Jahren stark  anwachsen", so Minister Tiefensee in Berlin. "Wenn die Güter im Stau stecken bleiben, kommen auch die Menschen nicht mehr voran. Deswegen geht die Zukunft des Güterverkehrs uns alle an. Mit dem Masterplan Güterverkehr und Logistik, den ich  heute vorlege, stellen wir die Weichen für die Verkehrspolitik  der kommenden Jahre. Wir treffen Vorsorge, dass Verkehr und Mobilität auch in Zukunft zu einer hohen Lebensqualität und  wirtschaftlichem Wohlstand beitragen, und nicht zu einer Belastung für Mensch und Umwelt werden."
   
Der Masterplan Güterverkehr und Logistik setzt fünf Themen-Schwerpunkte:

    * Effizientere Nutzung der vorhandenen Verkehrswege
    * Vermeidung unnötiger Verkehre
    * Erhöhung der Lebensqualität durch Klima-, Umwelt- und
      Lärmschutz
    * Bessere Arbeitsbedingungen und gute Ausbildung für die
      Beschäftigten im Güterverkehr
    * Neu- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur
   
Tiefensee: "Wir werden die einzelnen Verkehrsträger künftig noch effizienter einsetzen und verknüpfen. Die Herausforderungen der Zukunft werden wir aber nur bewältigen, wenn wir die Infrastruktur in Deutschland weiter ausbauen. Wir wollen die Zahl der Verkehrsprojekte in öffentlich-privater Zusammenarbeit (PPP) erhöhen. Doch dies reicht bei Weitem nicht aus. Um unsere Straßen, Schienen und Wasserwege für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen, besteht ein zusätzlicher Investitionsbedarf von rund einer Milliarde Euro jährlich. Mit unseren vorgeschlagenen Entscheidungen zur Weiterentwicklung und zur Zweckbindung der Maut sollte für eine Verstärkung der Verkehrsinvestitionen eine Grundlage bestehen."
   
Der Masterplan sieht unter anderem folgende Maßnahmen vor:
Verkehrsvermeidung:
    * Initiative Urban Logistics mit dem Ziel, umwelt- und klimafreundliche Konzepte für städtische Verkehre zu entwickeln.
    * Längere Züge auf ausgewählten Strecken.

Verkehrsfluss:
    * Kürzere Bauzeiten und verstärkter Einsatz intelligenter
      Verkehrsbeeinflussungssysteme auf Autobahnen vermeiden Staus.
    * Eine bessere Entmischung von Güter- und Personenverkehr auf
      Straßen und Schienen vermeidet Zeitverluste und erhöht die
      Effizienz. Dazu sollen zusätzliche Investitionen für neue
      Schienenstrecken und für den sechs- bzw. achtstreifigen Ausbau
      von hoch belasteten Autobahnen erfolgen.

Maut:
Mit differenzierten Sätzen nach gefahrenen Strecken, Zeiten und dem CO2- Ausstoß des Fahrzeugs (Mautspreizung) wird der Verkehr umwelt- und klimafreundlicher. Dazu soll ein umsetzbares Konzept erarbeitet werden.

Stärkung des Schienenverkehrs:
Beschleunigte Einführung des europäischen Schienenstandards European Train Control Systems (ETCS). Mit diesem Steuerungs-System können auf diesen Strecken bis zu 30 Prozent mehr Züge fahren. Zur Zeit sind bundesweit sechs Schienenkorridore zur Einführung von ETCS vorgesehen.
    Tiefensee: "Wir werden in Zukunft den Schwerpunkt noch stärker auf umweltfreundliche Verkehrsträger wie die Schiene legen. Ab einer Entfernung von 200 Kilometern lohnt die Verlagerung der Güter von der Straße auf die Schiene. Deswegen setze ich mich dafür ein, die Mittel für den Kombinierten Verkehr weiter aufzustocken. Auf den Autobahnen sollen künftig Unternehmer von geringen Mautsätzen profitieren, wenn sie eine moderne und
    klimafreundliche LKW-Flotte betreiben. Belohnt wird auch der Transport zu Zeiten, in denen das Verkehrsaufkommen gering ist, vor allem in der Nacht. Mit der Mautspreizung wird der Güterverkehr umweltfreundlicher und hilft Staus zu vermeiden."
   
Am Masterplan Güterverkehr und Logistik haben Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbände sowie Vertreter aus den Ländern mitgewirkt. Mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich an Workshops beteiligt.    
"Unsere Verkehrspolitik ist verbunden mit einer hohen sozialen Verantwortung", betonte Bundesverkehrsminister Tiefensee. "Mobilität muss auch in Zukunft für Menschen mit kleinem Geldbeutel bezahlbar bleiben. Wir wollen mehr Fairness und Sicherheit im Verkehr. Kaum ein Arbeitsmarkt entwickelt sich so dynamisch wie das Transport- und Logistikwesen mit jetzt bereits 2,6 Millionen Beschäftigten. Wir müssen die Ausbildungs- und Qualifizierungschancen verbessern und dafür sorgen, dass in Zukunft genügend Facharbeiter zur Verfügung stehen, um die führende Rolle des Logistikstandortes
Deutschland zu erhalten und auszubauen."    
Nach der eingeleiteten Ressortabstimmung wird der Masterplan Güterverkehr und Logistik dem Bundeskabinett zugeleitet.

Freitag, 14. März 2008

14. März 2008: Neue Führungsstruktur bei der Finanzaufsicht

Der Bundesrat hat der gesetzlichen Modernisierung der Führungsstruktur der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zugestimmt. Der bisher allein verantwortliche Präsident der BaFin erhält vier Direktoren zur Seite gestellt. Die Aufsicht über die Finanzdienstleister muss fünf Jahre nach ihrer Gründung  mit einem immer rascheren Wandel auf den Finanzmärkten Schritt halten.

 

Pflegeversicherung wirkt

Der aktuelle Bericht zur Pflegeversicherung belegt: Vielen Pflegebedürftigen konnte geholfen werden. Eine zusätzliche Sozialhilfe ist oftmals nicht mehr notwendig. Zudem sind viele neue Arbeitsplätze in der Pflege entstanden.

 

Klimapaket: Rasche Entscheidung für Industrie gefordert

Die europäischen Staats- und Regierungschefs beraten in Brüssel über die Themen Klimaschutz, Energiepolitik und Lissabon-Strategie. Außerdem geht es um einen deutsch-französischen Vorschlag für eine Mittelmeerunion. Beim Klimaschutz forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel rasche Entscheidungen für energieintensive Branchen, um Sicherheit für Investitionen zu schaffen.

 

Weltverbrauchertag 2008: Politik für "clevere" Verbraucher

"Strom sparen. Konto und Klima schonen." So lautet das Motto des Weltverbrauchertages am 15. März. An diesem Tag erinnern Verbraucherschützer seit 1983 weltweit an grundlegende Rechte der Konsumenten.

 

OECD-Studie belegt: Nach wie vor hohe Belastung der Einkommen mit Steuern in Deutschland

Anlässlich der Veröffentlichung der OECD-Studie "Taxing Wages 2007" sagte der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos: "Die OECD bestätigt meine Auffassung, dass wir Maßnahmen zur Verringerung der Steuerlast ergreifen müssen. Dabei muss vor allem etwas zum Ausgleich der kalten Progression getan werden, die gerade die niedrigen und mittleren Einkommen besonders belastet."

 

Neue Bundesrichter gewählt

Der Richterwahlausschuss hat in seiner heutigen Sitzung neue Bundesrichterinnen und Bundesrichter für die Bundesgerichte gewählt. Beim Bundesgerichtshof werden dreizehn Stellen, beim Bundesverwaltungsgericht neun Stellen und beim Bundesfinanzhof fünf Stellen neu besetzt. Für das Bundessozialgericht und das Bundesarbeitsgericht waren jeweils vier Personen zu wählen.

 

Binnenkonjunktur stützt Wachstum

Die Weltkonjunktur wird im nächsten Jahr vorrübergehend an Fahrt verlieren. Während Asien weiterhin stark wächst, verlangsamt sich die wirtschaftliche Expansion in den USA. Deutschland trotzt dieser Entwicklung durch einen Anstieg der Nachfrage im Inland.

 

Europa muss sich dem Klimawandel stellen

Die zunehmenden sicherheitspolitischen Folgen des Klimawandels verlangen nach einer europäischen und multilateralen Strategie. Dies fordern Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein britischer Amtskollege David Miliband in einem gemeinsamen Beitrag ...

 

Sprungbrett Zeitarbeit

Heute arbeiten mehr als dreimal soviel Beschäftigte bei Zeitarbeitsfirmen wie noch vor zehn Jahren. Für Arbeitslose, Berufseinsteiger und Berufsrückkehrer bietet die Zeitarbeit gute Chancen, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

 

Bono dankt für deutsches Engagement

Die Bekämpfung weltweiter Armut mache deutliche Fortschritte. Daran erinnerte Bono, Sänger der irischen Rockband U2 bei seinem Zusammentreffen mit Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in Berlin ...

 

Preisverleihung für Demokratie und Toleranz

Am Montag, den 17. März 2008, werden zwei Initiativen aus Sachsen-Anhalt, der Ökumenische Kreis "hingucken … denken … einmischen" und das Projekt "Miteinander in einer friedlichen Schule" der Zerbster Ganztagsschule-Sekundarschule, als Preisträger im bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2007" geehrt ...

 

Kabinett beschließt bessere Lebensmittelüberwachung

In seiner Sitzung hat das Bundeskabinett die Verabschiedung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift über Grundsätze zur Durchführung der amtlichen Überwachung der Einhaltung lebensmittelrechtlicher, weinrechtlicher und tabakrechtlicher Vorschriften beschlossen ...

Donnerstag, 13. März 2008

Kleine Unternehmen fit halten

Ist Ihr Unternehmen für den demografischen Wandel gerüstet? Gerade kleine und mittlere Unternehmen können zu seiner Bewältigung Unterstützung gebrauchen. Die Initiative "rebequa" bildet Demografie-Beraterinnen und -Berater aus.

 

Chancen für die ländlichen Regionen

In strukturschwachen Gegenden auf dem Land fehlen attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze. Qualifizierte Arbeitskräfte wandern ab. Das schwächt die Regionen zusätzlich. Eine interministerielle Arbeitsgruppe will Vorschläge entwickeln, wie die Chancen ländlicher Gebiete besser genutzt werden können.

 

Mehr Wettbewerb am Kamin

Das Schornsteinfegerrecht wird neu geregelt. Damit kommt die Bundesregierung einer Forderung aus Brüssel nach, das Prinzip der Dienstleistungsfreiheit zu achten.

 

Gemeinsamer Vorschlag für eine Mittelmeerunion

Klimaschutz, Energiepolitik und Lissabon-Strategie. Diese Themen bestimmen das zweitägige Treffen der 27 europäischen Staats- und Regierungschefs, das heute in Brüssel beginnt. Deutschland und Frankreich wollen einen gemeinsamen Vorschlag für eine Mittelmeerunion vorlegen.

 

Mittwoch, 12. März 2008

Hohe Auszeichnung für Bundeskanzlerin Merkel

Am Dienstagabend hat die jüdische Organisation B'nai B'rith (hebräisch, "Söhne des Bundes") ihre höchste Auszeichnung an Bundeskanzlerin Angela Merkel verliehen. Mit der Goldenen Medaille werden ihre Verdienste im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus sowie ihr Eintreten für Freiheits- und Menschenrechte geehrt.

 

Organspender sind Lebensretter

Täglich sterben drei Menschen, weil es für sie kein Spenderorgan gibt. Dabei halten 82 Prozent der Deutschen die Organspende für eine gute Sache. Einen Spenderausweis besitzen aber nur zwölf Prozent. Das sind eindeutig viel zu wenig.

 

Konjunktur fasst weiter Tritt

Die deutsche Volkswirtschaft zeigt sich zum Jahresauftakt in einer robusteren Verfassung als erwartet, stellt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) fest. Das DIW-Konjunkturbarometer signalisiert für das laufende Quartal ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von gut 0,5 Prozent.  

 

Terroristen schneller auf der Spur

Internationale Terroristen nutzen bewusst die Hürden aus, die Ländergrenzen für Strafverfolger darstellen. Zur effektiveren Kriminalitätsbekämpfung wollen Deutschland und die USA deshalb ihren Informationsaustausch ausbauen: Damit die Partner eingreifen können, bevor Menschen zu Schaden kommen.

 

Dienstag, 11. März 2008

Bundesregierung geht gegen unerlaubte Telefonwerbung vor

Bundesministerin Brigitte Zypries und Bundesminister Horst Seehofer haben heute ein Maßnahmenpaket der Bundesregierung gegen unerlaubte Telefonwerbung vorgestellt. Zypries: "Verbraucherinnen und Verbrauchern können sich leichter von Verträgen lösen, die sie am Telefon abgeschlossen haben, und wir schützen sie besser vor untergeschobenen Verträgen. Unseriöse Firmen, die sich über das bestehende Verbot hinwegsetzen, müssen künftig damit rechnen, mit empfindlichen Bußgeldern belegt zu werden ..."

 

Zypries würdigt die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofes

Vor fünf Jahren fand in Den Haag die feierliche Vereidigung der ersten achtzehn Richter des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) statt. Zypries: "Mit dem feierlichen Versprechen der achtzehn Frauen und Männer aus aller Welt, ihre Pflichten und Befugnisse als Richter ehrenhaft, getreulich, unparteiisch und gewissenhaft wahrzunehmen, konnte der Internationale Strafgerichtshof seine Arbeit aufnehmen ..."

 

Für unsere Sicherheit

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr dienen unserer eigenen Sicherheit. Dies betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede vor der 41. Kommandeurtagung der Bundeswehr in Berlin. Die Bundeswehr verdiene die Anerkennung der gesamten Bevölkerung.

 

Tiefensee: Meisterleistungen der Ingenieurbaukunst ausgezeichnet

Mit der Humboldthafenbrücke in Berlin und der Dreiländerbrücke bei Weil am Rhein wurden zwei Brückenbauwerke ausgezeichnet, die in gestalterischer und technischer Hinsicht wahre Meisterleistungen sind", sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vor über 1200 Gästen in Dresden. Die für den Wettbewerb eingereichten Bauwerke seien ein Beleg für das außerordentlich hohe Niveau der Ingenieurbaukunst in Deutschland.

 

Menschenrechte weltweit stärken

Die Bundesregierung bindet weiterhin die Entwicklungshilfe an die Einhaltung von Menschrechten. Das geht aus dem 2. Entwicklungspolitischen Aktionsplan für Menschenrechte (2008 - 2010) hervor. Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, stellte ihn in Berlin vor.

 

Kai Eide zum neuen Sonderbeauftragten des UN-Generalsekretärs in Afghanistan ernannt

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, hat Botschafter Kai Eide zu seinem Sonderbeauftragten in Afghanistan und Leiter der VN-Unterstützungsmission in Afghanistan (Unama, United Nations Assistance Mission in Afghanistan) ernannt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte diese Entscheidung.

 

Export und Tourismus mit kräftigem Plus

Deutschlands Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Im Januar 2008 stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9 Prozent. Auch der Inlandstourismus legte um 6 Prozent zu, so das Statistische Bundesamt.

 

Montag, 10. März 2008

Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum 20. Todestag von Bundeskanzler a. D. Kurt Georg Kiesinger:

Am 9. März 1988 starb Kurt Georg Kiesinger, der dritte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, in Tübingen. Er hat die politische Kultur den Landes in den ersten beiden Jahrzehnten der jungen Bundesrepublik maßgeblich geprägt.

 

Offenen und kritischen Dialog fortsetzen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin haben in Moskau die enge Zusammenarbeit betont. "Wir haben einen Weg gefunden, auch kritische Fragen offen und ehrlich zu erörtern", sagte Merkel. Ihr Eindruck vom neu gewählten Präsidenten Medwedjew: sachorientiert und an guten Beziehungen zu Deutschland und der EU interessiert.

 

Wachsende Verantwortung für den Frieden

In ihrem aktuellen Video-Podcast betont Bundeskanzlerin Angela Merkel die Notwendigkeit des deutschen Engagements bei der Lösung globaler Krisen. Auch wenn viele Konflikte auf der Welt geografisch weit entfernt seien, so bedrohten sie auch die Sicherheit in Deutschland.

 

Auftragsplus und weniger Firmeninsolvenzen: Der Aufschwung hält an

Die Zahl der Auftragseingänge im Produzierenden Gewerbe ist 2007 im Vergleich zu 2006 um 5,8 Prozent gestiegen. Zudem fiel die Zahl der Firmeninsolvenzen bereits zum vierten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr.

 

Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern

Zum internationalen Frauentag 2008 hat Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen den Startschuss für das Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" gegeben.

 

Staatsminister Bernd Neumann auf der Cebit: Angebot von qualitativ hochwertigen Medieninhalten muss ausgebaut werden

Der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hat sich am (heutigen) Freitag bei einem Rundgang auf der weltweit größten Informationstechnik-Messe Cebit in Hannover über die aktuellen Entwicklungen in der IT-Branche informiert.

 

Eröffnung des Sekretariats der "Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research"

Am 11. März 2008 wird im Rahmen eines Festakts das neugegründete Ständige Sekretariat der "Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research (ITF)" eröffnet. Deutschland hatte sich auf Initiative von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erfolgreich darum beworben, das Sekretariat nach Berlin zu holen. Die Eröffnungsfeier findet im Auswärtigen Amt statt.

 

Schauerte: "Bundesregierung begrüßt Vorschläge des Bundestages zur Breitbandpolitik"

Anlässlich der Bundestagsdebatte zur Schließung der Breitbandlücken im ländlichen Raum am 07. März 2008 stellte der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hartmut Schauerte, fest: "Die Breitbandentwicklung in Deutschland verläuft insgesamt hervorragend. Wachstumsrate und Wettbewerbsintensität sind überdurchschnittlich hoch, die Preise sehr niedrig. Der deutsche Markt befindet sich im internationalen Vergleich auf der Überholspur".

 

Freitag, 7. März 2008

Bundesregierung unterstützt Spitzensport

Mit 127 Millionen Euro im Jahr ist die Bundesregierung die größte Unterstützerin des Spitzensports. Diese hohen Ausgaben kritisierte der Bundesrechungshof. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble erklärt im Interview mit der "Bild", warum diese Ausgaben richtig sind.

Tiefensee: Wirtschaftliche Weichenstellung für den Aufbau Ost

Als Auftakt der Konferenzreihe "Zukunftsfelder in Ostdeutschland" stellte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesminister Wolfgang Tiefensee, am 28. Februar 2008 in Berlin die gleichnamige Studie vor. "Wir stellen die wirtschaftlichen Weichen weiter in Richtung Zukunft für Ostdeutschland. Das betrifft den Ausbau und die Vernetzung von zukunftsfähigen Branchen, Clustern, Technologien und Märkten", sagte Tiefensee.

Donnerstag, 6. März 2008

„Künstler sind fair“

In einem Interview mit dem Rheinischen Merkur äußert sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur kulturellen Bildung, dem sichtbaren Zeichen und den Umgang mit Künstlern.

 

Böhmer: Sport stärkt Frauen gegen Gewalt

Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, unterstützt die Aktion des Deutschen Olympischen Sportbundes "Gewalt gegen Frauen – nicht bei uns!". Anlässlich des Starts der Initiative erklärt Böhmer:

 

Unesco-Weltnaturerbe Buchenwälder

Ein Jahr nach dem offiziellen Startschuss für die Nominierung deutscher Buchenwälder als Unesco-Weltnaturerbe treten die Aktivitäten auf Bundes- und Länderebene in eine neue Phase. Der heutige Tag ist der Beginn einer Öffentlichkeitskampagne, die den gesamten Prozess der Antragstellung an die Unesco begleiten wird ...

 

Gesund älter werden: Gesundheitliche Prävention bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte

Im Vorfeld des Internationalen Frauentages hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Gesundheitliche Prävention bei Frauen in der zweiten Lebenshälfte" vorgestellt. Das Bundesministerium für Gesundheit hat vor drei Jahren das Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg mit der Durchführung des Projektes betraut.

 

Veröffentlichung des MittelstandsMonitor 2008

"Der Mittelstand bleibt die Konjunkturlokomotive in Deutschland", so Bundesminister Michael Glos, anlässlich der Vorstellung des MittelstandsMonitors 2008 der Institute Creditreform, IfM, KfW, RWI und ZEW. "Dem Bericht zufolge hat das Geschäftsklima 2007 einen neuen Ganzjahreshöchststand erreicht. Seit dem Frühjahr 2007 hat sich das Klima zwar etwas abgekühlt. Die aktuelle Geschäfts- und Auftragslage wird aber von den Mittelständlern weiterhin positiv bewertet und liegt deutlich über dem langjährigen Mittel ..."

 

Mittwoch, 5. März 2008

"JournalistenWelten"

Was machen Journalistinnen und Journalisten, wenn sie nicht (mehr) recherchieren, schreiben oder fotografieren? Sie sind auch in ihrer freien Zeit kreativ. Acht Journalisten und eine Journalistin, die sich der Bildhauerei, Malerei, Grafik, Fotografie und Karikatur widmen, präsentieren ihre Werke im Bundespresseamt in Berlin.

 

Böhmer erleichtert – Brand in Ludwigshafen mit großer Sicherheit kein Anschlag

Mit Erleichterung hat die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer, auf die weitgehende Aufklärung der Brandkatastrophe von Ludwigshafen reagiert. „Ich bin froh, dass nun mit großer Sicherheit feststeht: Hinter dieser furchtbaren Katastrophe steckt kein Brandanschlag“, erklärte Böhmer. „Die Erleichterung darüber verringert aber nicht meine Trauer und Bestürzung darüber, dass neun Menschen auf so tragische Weise ihr Leben verloren haben.“

 

Netze mit Mehrwert

Geräte, Netze und Systeme – alles wird leistungsfähiger. Das zeigt die Cebit. Jetzt kommt es darauf an, die digitale Welt stärker mit den traditionellen Industrien zu verschmelzen, ist Bundeskanzlerin Angela Merkel überzeugt. Auf der weltgrößten Computermesse in Hannover machte sie sich ein Bild davon, wo deutsche Unternehmen dabei vorn liegen.

 

Training am Arbeitsplatz steigert Beschäftigungschancen

Für Menschen mit Behinderungen ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor schwierig. Das gilt auch für Personen mit einem Handicap, die nach einem Unfall oder schwerer Krankheit wieder erwerbstätig sein wollen. Betriebliches Arbeitstraining qualifiziert sie für ihre weitere berufliche Tätigkeit.

 

BMBF-Initiative schafft 8.600 zusätzliche Ausbildungsplätze

Positive Zahlen auf dem Ausbildungsmarkt: Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Programm Jobstarter hat seit seinem Beginn im Jahr 2006 bis heute rund 8.600 neue Ausbildungsplätze geschaffen. "Mit dieser Bilanz tragen wir maßgeblich zum Erfolg des "Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland" bei und geben gleichzeitig ein klares Signal an die Jugendlichen, dass sie gebraucht werden", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan im Vorfeld der Sitzung der Paktpartner in Berlin.

 

Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung 2007

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erzielte nach den vorläufigen Finanzergebnissen (KV 45) im Jahr 2007 bei Einnahmen von rund 155,40 Milliarden Euro und Ausgaben von 153,62 Milliarden Euro einen Überschuss von 1,78 Milliarden Euro ...

 

Storm: "Studieren mit Kind wird erleichtert"

Studierende mit Kind sind bemerkenswerte Organisationskünstler: Sie müssen ihr Leben zwischen Hörsaal und Kinderzimmer gut organisieren und finanziell gut planen. Ein umfangreiches Bild über die Situation dieser Studierenden gibt die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Studie "Studieren mit Kind", die in Berlin vorgestellt wurde.

 

2007 erneut positives Ergebnis bei den Exportkreditgarantien

Die Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland ("Hermesdeckungen") erreichten im Jahr 2007 mit einem Plus von 428 Millionen Euro zum neunten Mal in Folge ein positives Ergebnis zugunsten des Bundeshaushalts. Zusammen mit den positiven Ergebnissen der Vorjahre ergab sich Ende 2007 ein positives Gesamtsaldo in Höhe von 609 Millionen Euro ... 

 

"Kollegen auf Zeit" qualifizieren behinderte Menschen

Auf Einladung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales tauschten sich 4. und 5. März 2008 rund 260 Betriebsinhaber, Personalverantwortliche, Betriebsräte, Schwerbehindertenvertrauenspersonen sowie Arbeitstrainer und -trainerinnen über ihre Erfahrungen mit der Integration und Beschäftigung behinderter Menschen aus und entwickelten das betriebliche Arbeitstraining weiter.

 

Gesetzliche Neuregelungen zum 1. März 2008
Im Laufe des Monats März werden einige Neuregelungen in Kraft treten. Künftig haben ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Außerdem erhalten ältere Arbeitslose einen Lohnkostenzuschuss zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Die Bundespolizei wird zukunftsfähiger und effizienter organisiert und stellt sich damit den Herausforderungen der Globalisierung. Steuerberater können die Art ihrer Berufsausübung künftig freier gestalten. Außerdem werden zwei europäische Richtlinien aus dem Bereich der Elektroindustrie in deutsches Recht umgesetzt.

Soziale Sicherheit und Wiedereingliederung Älterer in den Arbeitsmarkt
Das Siebte Gesetz zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze enthält insbesondere folgende Änderungen:
Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld wird in Abhängigkeit vom jeweiligen Alter und von den jeweiligen Vorbeschäftigungszeiten für über 50-Jährige in drei Stufen angehoben:
15 Monate für 50-Jährige bei 30 Monaten Versicherungszeiten innerhalb der letzten fünf Jahre (bisher maximal 12 Monate Arbeitslosengeld)
18 Monate für 55-Jährige bei 36 Monaten Versicherungszeiten innerhalb der letzten fünf Jahre (bisher maximal 18 Monate Arbeitslosengeld bei 36 Monaten Versicherungszeiten innerhalb der letzten drei Jahre)
24 Monate für 58-Jährige bei 48 Monaten Versicherungszeiten innerhalb der letzten fünf Jahre (bisher maximal 18 Monate Arbeitslosengeld).

Um die Integrationsbemühungen für ältere Arbeitnehmer mit einem mehr als zwölfmonatigen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verbessern, wird ein Eingliederungsgutschein eingeführt. Damit verpflichtet sich die Bundesagentur für Arbeit bei Einstellung des Arbeitslosen einen Lohnkostenzuschuss an den Arbeitgeber zu zahlen. Der Lohnkostenzuschuss wird für zwölf Monate gezahlt. Die Höhe dieses Zuschusses richtet sich nach den Eingliederungserfordernissen und liegt zwischen 30 und 50 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts.

Nach dem Auslaufen der so genannten 58-er-Regelung zum 31.12.2007 sollen Härten für Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) durch folgende Regelungen abgemildert werden:
ALG-II-Bezieher ab dem 58. Lebensjahr sollen nunmehr unverzüglich in Arbeit oder in eine Arbeitsgelegenheit vermittelt werden. Gelingt dies nicht, soll im Abstand von jeweils sechs Monaten geprüft werden, welche Maßnahmen zur Eingliederung in eine Beschäftigung erforderlich sind.
ALG-II-Bezieher müssen erst nach dem vollendeten 63. Lebensjahr eine Altersrente mit Abschlägen in Kauf nehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie in der Grundsicherung bleiben. Dadurch sind sie nicht gezwungen, bis zum 63. Lebensjahr eine Altersrente mit Abschlägen in Kauf zu nehmen. Es wird noch geprüft werden, in welchen "Härtefällen" eine Abschlagsrente auch nach dem 63. Lebensjahr nicht vorrangig in Anspruch genommen werden muss. Dazu wird eine gesonderte Rechtsverordnung erlassen.
Ohne diese Nachfolgeregelung wäre jeder Arbeitslosengeld II-Bezieher, der Anspruch auf eine Altersrente mit Abschlägen hat, verpflichtet, diese in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus wird die Hinzuverdienstgrenze für Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung eine vorgezogene Altersrente oder eine Rente wegen voller Erwerbsminderung in voller Höhe oder eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit in Anspruch nehmen, auf 400 Euro angehoben.
Nach Unterzeichnung und Verkündung des Gesetzes (voraussichtlich Anfang März 2008) werden wesentliche Teile rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft treten. Hierzu zählen insbesondere die Verlängerung der Anspruchsdauer beim Arbeitslosengeld und die sogenannten 58er-Nachfolgeregelung. Durch entsprechende Übergangsregelungen ist sichergestellt, dass die Betroffenen grundsätzlich so gestellt werden, als wäre das Gesetz bereits im Jahr 2007 verabschiedet und verkündet worden.
Weitere Informationen: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Neuorganisation der Bundespolizei
Durch das "Gesetz zur Änderung des Bundespolizeigesetzes und anderer Gesetze" wird die Bundespolizei schlanker und effizienter organisiert. Sie wird damit die vor ihr liegenden Herausforderungen - wie die zunehmende terroristische Bedrohung, die dynamische Entwicklung der Verkehrsströme und die Bekämpfung illegaler Migration - noch besser bewältigen können.
Das neue Bundespolizeipräsidium in Potsdam als Bundesoberbehörde soll die Arbeit der gesamten Bundespolizei steuern. Die bisherige Struktur der fünf Bundespolizeipräsidien als Mittelbehörden wird aufgehoben.
Die 19 Bundespolizeiämter werden regional zu neun Bundespolizeidirektionen zusammengefasst. Sie befinden sich in Bad Bramstedt, Hannover, Sankt Augustin, Koblenz, Stuttgart, München, Pirna, Berlin und beim Flughafen von Frankfurt am Main.
Insgesamt 77 Bundespolizeiinspektionen bleiben weiterhin die Träger der operativen Polizeiarbeit. Bisher waren es 128. Die Präsenz in der Fläche wird zusätzlich durch Bundespolizeireviere gewährleistet, die unterhalb der Inspektionen eingerichtet werden.

Eine Bundesbereitschaftspolizeidirektion mit Sitz in Fuldatal koordiniert die Kräfte der Bereitschaftspolizei der Bundespolizei und sorgt für eine einheitliche Auslastung.

Die Bundespolizeiakademie in Lübeck wird die Aus- und Fortbildung in der Bundespolizei zentral steuern. Der Akademie unterstehen fünf Aus- und Fortbildungszentren in Eschwege, Neustrelitz, Oerlenbach, Swisttal und Walsrode.
Mit der Neuorganisation wird die Bundespolizei auf allen Ebenen gestrafft. Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte werden von Verwaltungsarbeiten entlastet. Für operative Aufgaben wie die Bekämpfung der illegalen Migration, der Schleusungskriminalität und nicht zuletzt auch des internationalen Terrorismus sollen dadurch rund 1.000 Beamtinnen und Beamte mehr als bisher zur Verfügung stehen.
Das Gesetz tritt nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in den nächsten Tagen in Kraft.
Weitere Informationen: Bundesministerium des Innern

Neue Berufsmöglichkeiten für Steuerberater
Durch das geänderte Steuerberatungsgesetz erhalten Unternehmen die Möglichkeit, einen so genannten Syndikus-Steuerberater einzustellen. Bisher durften Steuerberater nicht als Arbeitnehmer in einem Industrieunternehmen oder einem Berufsverband tätig werden. Mit der Neuregelung wird einerseits das Berufsrecht der Steuerberater liberalisiert und andererseits der Einsatz von Fachpersonal für Steuerfragen der Unternehmen erleichtert.

Steuerberater erhalten auch die Möglichkeit, sich künftig in der Rechtsform der GmbH & Co. KG zusammenzuschließen und Kooperationen mit partnerschaftsfähigen Berufen einzugehen. Auch die Bildung von Bürogemeinschaften mit Lohnsteuerhilfevereinen wird mit dem neuen Gesetz ermöglicht.
Darüber hinaus sichert der Gesetzgeber die Arbeit der Lohnsteuerhilfevereine für die Zukunft.
Das Gesetz wird in den nächsten Tagen im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am darauffolgenden Tag in Kraft.
Weitere Informationen: Bundesministerium der Finanzen

Bürokratieabbau in der Elektroindustrie
Das Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln setzt eine europäische Richtlinie in nationales Recht um. Ziel ist es, den Verwaltungsaufwand für die Hersteller elektrischer und elektronischer Geräte deutlich zu reduzieren. Sie werden künftig allein für die Konformität ihrer Produkte und die Anbringung der CE-Kennzeichnung verantwortlich sein.
Die Richtlinie enthält Regeln über elektromagnetische Abstrahlungen elektrischer und elektronischer Geräte und die Einstrahlfestigkeit dieser Geräte. So wird beispielsweise sichergestellt, dass ein Mikrowellenherd den Empfang einer Radiosendung nicht stört oder dass ein Radiowecker sich nicht einschaltet, weil in seiner Nähe ein Handy benutzt wird.

Das Gesetz wird in Kürze im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am darauffolgenden Tag in Kraft.

Umweltverträglichkeit energiebetriebener Produkte
Mit dem Gesetz über die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte wird die "EU-Ökodesignrichtlinie" in deutsches Recht umgesetzt. Künftig gelten damit europäische Umweltverträglichkeit-Standards für zahlreiche Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler, aber auch Fernsehgeräte, PCs und Drucker auch in Deutschland.

Die noch im Detail festzulegenden Anforderungen betreffen den gesamten Lebenszyklus des Produkts, vom Rohmaterial bis zur Entsorgung. Besonders wichtig ist dabei die Senkung des Energieverbrauchs der Geräte im Stand-by-Betrieb.
Das Gesetz wird in Kürze im Bundesgesetzblatt verkündet und tritt am darauffolgenden Tag in Kraft.